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Die
Erfindung betrifft eine Trennvorrichtung für Platten aus zerbrechlichem
Material, insbesondere für
Glasplatten, umfassend einen Materialstreifen der mindestens an
einem Ende mit einem Verkeilungsorgan versehen ist, dessen eine
Fläche
allgemein senkrecht zu einer Hauptebene der Glasplatte ist, wobei
die Fläche
geeignet ist, gegen einen Rand einer Platte zu drücken.
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Solche
Trennvorrichtungen werden verwendet, um zerbrechliche Platten voneinander
beabstandet zu halten. Insbesondere werden solche Trennvorrichtungen,
die im Allgemeinen aus Karton sind, in der Glasindustrie verwendet,
um die Platten bei ihrem Transport zu halten und auf diese Weise
jede Gefahr eines Zusammenstoßes
zwischen ihnen zu vermeiden.
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Aus
EP-B-1 075 435 ist
ein Materialstreifen bekannt, der aus Karton mit Bienenwabenstruktur gebildet
ist und eine Länge
aufweist, die einer der Abmessungen der zu trennenden Platten entspricht. Dieser
Streifen ist an einem Ende mit einem aus starrem Karton gefertigten
Winkelstück
versehen, das einen Ast aufweist, der sich senkrecht in Bezug auf
den Kartonstreifen mit Bienenwabenstruktur erstreckt. Dieser Ast
ist in der Nähe
des Endes des Streifens angeordnet. Bei einer solchen Trennvorrichtung
ist das Winkelstück
so angeordnet, dass der Ast, der sich senkrecht in Bezug auf den
Materialstreifen erstreckt, gegen ein Ende der Glasplatte drückt. In
anderen Worten funktioniert das Winkelstück unter Kompression.
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Obwohl
das Winkelstück
auf den Kartonstreifen geklebt ist, kommt es aufgrund der Beanspruchungen,
denen er bei der Verwendung unter Kompression ausgesetzt ist, und/oder
aufgrund der Qualität
der Klebung zu einem Abreißen
des Winkelstücks
vom Kartonstreifen.
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Darüber hinaus
muss eine solche Trennvorrichtung an die Glasplatte angepasst sein,
die sie beabstandet halten muss. Anders ausgedrückt ist es notwendig, über so viele
vorgefertigte Trennvorrichtungen zu verfügen, wie es Platten von unterschiedlichen
Dicken gibt, was dazu zwingt, jede Trennvorrichtung im endgültigen Zustand
zu transportieren. Neben dem Platzbedarf des Produkts beim Transport kann
dies zu Beschädigungen
der Trennvorrichtung führen,
insbesondere im Bereich des gegen die Glasplatte drückenden
Winkelstücks.
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WO-A-97/12818 betrifft
eine Trennvorrichtung aus Material mit Bienenwabenstruktur. Diese Trennvorrichtung
umfasst einen Streifen, dessen eines Ende auf sich selbst zurückgeklappt
ist und eine Nase bildet, die gegen ein Ende einer Glasplatte drückt. Eine
solche Trennvorrichtung, wie sie oben beschrieben wurde, ermöglicht es
nicht, Glasplatten von unterschiedlichen Dicken voneinander beabstandet
zu halten.
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Insbesondere
diese Mängel
sollen mit der Erfindung beseitigt werden, indem eine Trennvorrichtung
geschaffen wird, die einen geringen Platzbedarf aufweist, leicht
herzustellen ist, eine grolle Widerstandsfähigkeit besitzt, wenn sie an
ihrem Platz ist, und für
alle Arten von Glasplatten geeignet ist.
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Daher
ist der Gegenstand der Erfindung eine Trennvorrichtung für Platten
aus zerbrechlichem Material, insbesondere für Glasplatten, umfassend einen
Materialstreifen, der dazu bestimmt ist, zwischen zwei aufeinanderfolgende
Platten eingefügt
zu werden und mindestens an einem Ende mit einem Verkeilungsorgan
versehen ist, dessen eine Fläche
dazu bestimmt ist, allgemein senkrecht zu einer Hauptebene einer
Platte zu sein, wobei die Fläche
geeignet ist, gegen einen Rand einer Platte zu drücken, wobei
das Verkeilungsorgan mindestens zwei erste parallele Klappen umfasst,
die geeignet sind, in einer Richtung, die allgemein parallel zur
Hauptebene der Platte ist, ausgerichtet zu werden, wobei eine der
ersten Klappen gegen den Materialstreifen drückt, wobei die ersten Klappen
durch eine Querklappe miteinander verbunden sind, die geeignet ist,
gegen den Rand der Platte gedrückt
zu werden, dadurch gekennzeichnet, dass das Verkeilungsorgan hohl
ist und dass eine der ersten parallelen Klappen nur mit der Querklappe
auf eine Weise verbunden ist, dass die parallelen Klappen geeignet
sind, bei Verwendung einen seitlichen Ausschlag auszuführen, so
dass das Verkeilungsorgan eine Biegsamkeit in seitlicher Richtung
aufweist, um sich an Platten mit unterschiedlichen Dicken anpassen
zu können.
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Somit
wird dank der Erfindung ein Verkeilungsorgan gebildet, das ein Volumen
bildet, das eine gedämpfte
Trennung zwischen zwei Glasplatten ermöglicht und das sich an die
verschiedenen Dicken der Platten anpasst. Diese relative Biegsamkeit
des Verkeilungsorgans geht einher mit einem leichten Gewicht, da
nur die Klappen ohne jegliches Füllmaterial
zwischen ihnen vorhanden sind.
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Gemäß vorteilhaften,
aber nicht obligatorischen Aspekten der Erfindung kann die Trennvorrichtung
eines oder mehrere der folgenden Merkmale aufweisen:
Das Organ
umfasst eine zusätzliche
Klappe, die durch eine Verbindungsklappe mit mindestens einer der
beiden ersten parallelen Klappen verbunden ist und dabei parallel
zu diesen ist, so dass eine Aufnahme zur Unterbringung eines Endes
des Materialstreifens definiert wird.
- – Die Aufnahme
ist allgemein als U ausgebildet, wobei die Klappen, die die Flügel des
U bilden, einen Abstand zueinander aufweisen, der im Wesentlichen
gleich der Dicke des Materialstreifens ist.
- – Die
andere der beiden ersten parallelen Klappen ist geeignet, gegen
einen anderen Materialstreifen zu drücken, der zu einer anderen
Trennvorrichtung gehört.
- – Das
Verkeilungsorgan ist auf lösbare
Weise an einem Teil des Materialstreifens befestigt.
- – Das
Verkeilungsorgan ist auf dauerhafte Weise, insbesondere durch Kleben,
an einem Teil des Materialstreifens befestigt.
- – Der
Materialstreifen ist mit mehreren Verkeilungsorganen versehen, die über die
Länge eines seiner
Ränder
verteilt sind.
- – Der
Materialstreifen ist aus Karton mit Bienenwabenstruktur gebildet,
wobei das Verkeilungsorgan aus mehrschichtigem Karton gebildet ist.
- – Die
beiden ersten Klappen und die Querklappe bilden ein U.
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Die
Erfindung wird besser verständlich
und weitere Vorteile derselben werden klarer ersichtlich durch die
folgende Beschreibung von zwei Ausführungsformen einer erfindungsgemäßen Trennvorrichtung,
die einzig als Beispiel gegeben wird und bei der auf die beiliegenden
Zeichnungen Bezug genommen wird, wobei:
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1 eine
perspektivische Ansicht nur eines Verkeilungsorgans gemäß einer
ersten Ausführungsform
der Erfindung ist;
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2 eine
Seitenansicht von Trennvorrichtungen in der Verwendungsposition
ist, die jeweils mit einem Verkeilungsorgan versehen sind, wie es
in 1 dargestellt ist;
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3 eine
perspektivische Ansicht eines Verkeilungsorgans gemäß einer
anderen Ausführungsform
der Erfindung ist; und
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4 eine
Seitenansicht von Trennvorrichtungen in der Verwendungsposition
ist, die jeweils mit einem Verkeilungsorgan versehen sind, wie es
in 3 dargestellt ist.
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Das
in 1 dargestellte Verkeilungsorgan 1 ist
rechteckig, hohl und durch vier Klappen gebildet. Zwei Klappen 2, 3 bilden
die kleinen Seiten und sind durch eine Klappe 4 miteinander
verbunden, die eine der großen
Seiten bildet. Die andere Klappe 5, die die zweite große Seite
bildet, ist nur mit der Klappe verbunden, die die kleine Seite 3 bildet,
so dass das Verkeilungsorgan 1 eine gewisse Biegsamkeit
in seitlicher Richtung aufweist. Auf diese Weise besteht die Möglichkeit
des seitlichen Ausschlags zwischen den Klappen 4 und 5 in
Richtung des Pfeils F. Die Klappen 2, 3, 4, 5 sind
aus einem leichten und starren Material gebildet, wobei sie gleichzeitig
eine gewisse Biegsamkeit aufweisen. Sie können zum Beispiel aus Metall,
aus Polymer oder auf Zellulosefaserbasis, insbesondere aus Karton,
gebildet sein.
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Vorteilhafterweise
wird das Verkeilungsorgan 1 durch Falten eines Kartonstreifens
oder durch Kleben der Klappen 2, 3, 4 und 5 gebildet,
die vorab aus einem Kartonstreifen ausgeschnitten wurden.
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Wie
dies im linken Teil von 2 dargestellt ist, kann das
Verkeilungsorgan 1 leicht durch die mit den Klappen 2 und 3 verbundene
Klappe 4 auf einer Vorderseite F1 eines
Materialstreifens 6 befestigt werden, der aus einem leichten
und starren Material, zum Beispiel aus Metall, aus Polymer oder
auf Zellulosefaserbasis, insbesondere aus Karton, gebildet ist.
Vorteilhafterweise ist der Streifen 6 aus Karton mit Bienenwabenstruktur
gebildet.
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Die
Befestigung des Verkeilungsorgans 1 auf dem Streifen 6 kann
durch an sich bekannte Techniken, insbesondere durch Heißkleben,
erfolgen. In einer nicht dargestellten Variante wird das Verkeilungsorgan
auf lösbare
Weise auf dem Streifen gehalten, zum Beispiel durch Klettbänder oder
einen nicht polymerisierbaren Klebstoff. Die Befestigung des Organs 1 an
dem Streifen 6 kann, wie dies in 2 dargestellt
ist, durch die Klappe 4 oder, in einer nicht dargestellten
Konfiguration, durch eine der anderen Klappen 2 oder 3 erfolgen.
Auf diese Weise ermöglicht
es das gleiche Verkeilungsorgan 1, Trennvorrichtungen zu
bilden, die für
verschiedene Dicken von Glasplatten geeignet sind.
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Wie
dies in 2 dargestellt ist, drückt ein solches
Organ 1; 1' durch
eine der Klappen, im vorliegenden Fall die Klappe 3; 3', gegen einen
abschließenden
Rand B; B' einer
Glasplatte 7; 7'.
Dieser Druck erfolgt so, dass die größte Abmessung des Kartonstreifens 6; 6'; 6'' in einer Richtung ausgerichtet
bleibt, die im Allgemeinen parallel zu einer Hauptebene P; P' der Glasplatte 7; 7' ist.
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Die
nur mit der Klappe 3; 3' verbundene Klappe 5; 5' drückt in dieser
Konfiguration gegen eine Fläche
F'2;
F''2 eines
anderen Streifens 6'; 6''. Diese Fläche ist jene, die der Fläche F1; F1' gegenüberliegt, die
den Druck der Klappe 4; 4' eines Organs 1; 1' aufnimmt. So
wird eine gewisse Biegsamkeit der Trennvorrichtung erzielt, die
eine Anpassung der Widerstandsfähigkeit
des Verkeilungsorgans 1; 1' bei Beanspruchungen ermöglicht,
die durch eine Platte 7; 7' auf die benachbarten Platten ausgeübt werden.
Die Trennvorrichtungen werden auf wirksame Weise an ihrer Position
gehalten, damit diese im Allgemeinen stets die gleiche Trennkraft
zwischen den Platten ausüben,
gleich, wie dick diese sind.
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In
einer anderen Ausführungsform
der Erfindung, die in 3 dargestellt ist, ist die Klappe 104, die
mit den beiden kleinen Seiten des Verkeilungsorgans 101 verbunden
ist, mit einer Klappe 108 verbunden, die parallel zu den
großen
Klappen 104, 105 des Organs 101 ist.
Diese Verbindung erfolgt durch die Verlängerung der Klappe 102,
die in der vorherigen Konfiguration eine kleine Seite bildet. Auf
diese Weise wird ein hohles Verkeilungsorgan 101 erzeugt,
das zwei parallele Klappen 105, 108 umfasst, zwischen denen
eine Aufnahme 109 gebildet ist, die allgemein als U ausgebildet
ist.
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Die
durch die Klappen 105 und 108 gebildeten Arme
des U weisen einen Abstand zueinander auf, der im Wesentlichen gleich
der Dicke des Materialstreifens 6 ist. Das Organ 101 selbst
ist in Form zweier ineinander verschachtelter, zueinander gedrehter
U ausgebildet. Eines der U wird durch die Klappen 104, 103, 105 gebildet,
und das andere U wird durch die Klappen 108, 102, 105 gebildet.
Die Klappe 102 verbindet die beiden U, indem sie an ihren
Enden die Klappen 104 und 108 trägt.
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Das
auf diese Weise gebildete Verkeilungsorgan 101 kann leicht
auf einem Kartonstreifen 6 positioniert werden, zum Beispiel
an einem seiner Enden und/oder über
seine Länge.
Diese Positionierung kann auf endgültige Weise durch an sich bekannte Techniken,
zum Beispiel durch Heißkleben,
oder auf lösbare
Weise erfolgen, indem der Kartonstreifen 6 auf forcierte
Weise in die Aufnahme 109 eingefügt wird, die zwischen den beiden
Klappen 105 und 108 gebildet ist.
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Mit
einem solchen Verkeilungsorgan 101 können in die gleiche Aufnahme 9 Kartonstreifen 6 mit
unterschiedlichen Dicken eingefügt
werden. Da die Klappe 105 tatsächlich nur durch eines ihrer
Enden einzig mit der Klappe 103 verbunden ist, besteht somit
eine gewisse Biegsamkeit der Äste
des U in seitlicher Richtung, was es auf einfache Weise ermöglicht,
das Verkeilungsorgan 101 an verschiedene Kartonstreifen 6 anzupassen,
indem die Möglichkeit des
seitlichen Ausschlags der Äste
des U genutzt wird.
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Bei
der Positionierung von mit Verkeilungsorganen 101; 101'; 101'' versehenen Trennvorrichtungen,
wie dies in 4 dargestellt ist, können diese Organe 101; 101'; 101'' derart angeordnet werden, dass
die Klappe 108; 108'; 108'' jeweils gegen eine Fläche F2; F1''; F1''' der
Streifen 6 bzw. 6''; 6''' drückt. In
einer gleichen Serie von zu trennenden Platten 7; 7'; 7'' können die Trennvorrichtungen
beliebig in der einen oder der anderen Richtung angeordnet werden.
In dem in 4 dargestellt Beispiel werden
drei Verkeilungsorgane 101; 101'; 101'' in
Zusammenarbeit mit vier Kartonstreifen 6; 6'; 6'' bzw. 6''' verwendet,
um drei Glasplatten 7; 7' bzw. 7'' zu
trennen. In diesem Fall drücken
die Klappen 108'; 104'' der Organe 101' bzw. 101'' aneinander, wobei die Klappe 108' auch gegen
eine Fläche
F1'' des Streifens 6'' drückt.
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Diese
Anordnung, in der zwei Verkeilungsorgane 101' und 101'' aneinanderdrücken, ermöglicht es,
eine Glasplatte 7'' von anderen
Glasplatten 7 und 7' von
geringer Dicke getrennt zu halten. Auf diese Weise werden durch
Trennvorrichtungen mit den gleichen Abmessungen Platten 7', 7'' mit unterschiedlichen Dicken getrennt
gehalten: Das freie Ende E der Klappe 108' grenzt an die Klappe 103'' an, die gegen den Rand B'' der Platte 7'' drückt, wodurch
die Länge
des Auflagebereichs auf der Platte 7'' um
den Wert der Dicke der Klappe 108' erhöht wird.
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Das
Verkeilungsorgan 101 ist derart angeordnet, dass seine
Klappe 104 gegen die Fläche
F2' des
Streifens 6' drückt. Auf
diese Weise sind die Verkeilungsorgane 101 und 101' in Bezug auf
den Kartonstreifen 6' spiegelverkehrt
angeordnet, wobei sie Platten 7 und 7' von gleicher
Dicke getrennt halten.
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Es
ist, wie in der vorhergehenden Ausführungsform, eine gewisse Biegsamkeit
in seitlicher Richtung zu beobachten, die es ermöglicht, die Platten 7; 7'; 7'' unabhängig davon, welche Kraft durch diese
auf die Trennvorrichtungen ausgeübt wird, wirksam
getrennt zu halten, und zwar dank des seitlichen Ausschlags der Äste des
U, die die Organe 101, 101' und 101'' bilden.
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Der
Vorteil der in 3 und 4 dargestellten
zweiten Ausführungsform
besteht im lösbaren Charakter
des Verkeilungsorgans 101; 101'; 101''. Dies
ermöglicht
es, Verkeilungsorgane zu schaffen, die wiederverwendbar sind und
an verschiedene Längen
und/oder Dicken oder Arten von Materialstreifen 6; 6'; 6'' anpassbar sind. Darüber hinaus
werden der Transport, die Lagerung und die Handhabung vereinfacht,
da die verschiedenen Bestandteile der Trennvorrichtungen separat
gehandhabt werden können.
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In
einer anderen, nicht dargestellten Konfiguration wird das Verkeilungsorgan 1; 101 verwendet, um
den Materialstreifen, mit dem es verbunden ist, zu halten und seine
Translationsbewegung zu blockieren. In diesem Fall verhindert das
Verkeilungsorgan, dass der Materialstreifen zwischen zwei Glasplatten gleitet,
wobei diese derart gehalten werden, dass sie den Materialstreifen
nicht zusammendrücken.
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In
einer anderen, nicht dargestellten Konfiguration ist das Verkeilungsorgan 101 auf
mehreren aneinander angefügten
Materialstreifen angeordnet.
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Als
Variante kann ein Verkeilungsorgan 1; 101 gegen
mehrere aneinandergefügte
Glasplatten 7 drücken.