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Insbesondere,
jedoch nicht ausschliesslich, wird die Erfindung nützlich zum
Abscheiden von Festpartikeln aus Spülflüssigkeiten in zahnärztlichen Geräten verwendet.
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Wie
bekannt ist, entfernen zahnärztliche
Absauganlagen während
eines Eingriffs die Flüssigkeiten
aus dem Mund des Patienten. Diese Flüssigkeiten enthalten einen
gasförmigen
Teil (generell Luft), einen flüssigen
Teil (generell Wasser, Blut und andere Flüssigkeiten, welche in zahnärztlichen
Geräten verwendet
werden) und einen festen Teil in Form von Partikeln (normalerweise
in Füllungen
verwendetes Amalgam). Die abgesaugten Flüssigkeiten enthalten verschiedene
verschmutzende Substanzen, wie zum Beispiel Festpartikel aus Amalgam.
In zahnärztlichen Geräten kann
die Erzeugung von verschmutzenden Flüssigkeiten eher reichlich sein,
auch wenn allgemein nicht kontinuierlich. Bevor diese Flüssigkeiten in
die Abwasserleitungen abgelassen werden, müssen sie frei von verschmutzenden
Substanzen sein.
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Der
Stand der Technik lehrt das Abscheiden von Festpartikeln aus Flüssigkeiten
mit Hilfe eines Zyklonabscheiders, welcher die Schleuderkraft nutzt, die durch
einen schnellen Wirbel in dem Fluss der Flüssigkeit erzeugt wird, in der
die Festpartikel schweben.
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Diese
Zyklonabscheider enthalten ein Gefäss mit einem Einlass für die Flüssigkeit
und einen oberen Auslass für
die Flüssigkeit,
aus welcher die Festpartikel entfernt worden sind.
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Das
Abscheidegefäss
hat eine nach unten konvergierende stumpfkegelförmige Ausbildung, an deren
schmalerem Ende ein Ablass vorhanden ist, der an einen Behälter angeschlossen
werden kann, in welchem die Festpartikel gesammelt werden können.
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Diese
Abscheider von ausgesprochen einfacher Konstruktion arbeiten ohne
jeden aussenliegenden Motor und wirken vollkommen durch die Erzeugung
einer Schleuderkraft, die auf die durch die Flüssigkeitsbewegung abzuscheidenden
Partikel ausgeübt
wird. Die abzuscheidenden Partikel werden gegen die Wände des
Gefässes
geschleudert und sinken auf den Boden des Abscheiders, während die Flüssigkeit
in dem sich im mittleren Teil des Abscheiders bildenden Sekundärwirbel
ansteigt und aus dem oberen Teil des Abscheiders austritt.
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Der
Grad des Abscheidens der Partikel hängt grösstenteils von der Durchflussmenge
ab, die durch die Zentrifuge geht. Bei geringen Durchflussmengen
sind diese Abscheider nicht in der Lage, einen ausreichenden Grad
des Abscheidens von Festpartikeln zu gewährleisten, welcher insbesondere
bei zahnärztlichen
Geräten
wenigstens 95% der insgesamt in der Flüssigkeit enthaltenen Partikel
betragen muss.
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Um
die oben beschriebenen Nachteile zu vermeiden, lehrt der Stand der
Technik einen Zyklonabscheider, beschrieben in
EP 0 557 251 derselben Anmelderin.
Bei diesem Abscheider sind Wirksamkeit und Leistung dank der Verwendung
einer Schleuderpumpe erhöht,
deren Laufrad, angeordnet im Inneren des Gefässes und über dem stumpfkegelförmigen Teil,
sich so drehen kann, dass es die Geschwindigkeit des Wassers unabhängig von
der Durchflussmenge beschleunigt und somit ein erstes Abscheiden
der Partikel durch Schleuderkraft bewirkt. Die Verwendung einer
Schleuderpumpe, welche den Abscheider befähigt, sei es als Zentrifugenabscheider wie
auch als Zyklonabscheider zu arbeiten, führt jedoch zu einer eher komplizierten
und somit kostspieligen Konstruktion.
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Ausserdem,
um von der Arbeitsweise „Zentrifuge" in die Arbeitsweise „Zyklon" überzugehen, erfordert der oben
beschriebene Abscheider die Verwendung eines Magnetventils, gesteuert
durch ein von ausserhalb des Abscheiders kommendes elektrisches
Signal, welches auf einen Befehl hin, der unabhängig von dem jeweiligen Betriebszustand
des Abscheiders ist, den Auslass des Abscheiders schliesst oder öffnet. Dies
führt zu
einer weiteren konstruktionsmässigen
Komplikation und bedeutet auch, dass der Abscheider vom Betrieb
einer aussenliegenden Vorrichtung abhängig ist.
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In
dem Europäischen
Patent
EP 99830011.5 derselben
Anmelderin lehrt der Stand der Technik auch eine andere Lösung, welche
eine spezielle Ausbildung und Anordnung der Ein- und Auslassöffnungen
in dem Abscheider aufweist. Dieser Abscheider, der konstruktionsmässig sehr
einfach ist, erhöht
die Wirksamkeit des Abscheidens, kann jedoch nicht mit sehr geringen
Durchflussmengen arbeiten. Eine andere Lösung, bestehend aus dem Wiedereingeben eines
Teils der dichteren Komponenten in die Abscheidekammer über eine
Rückführungsleitung,
ist in
US 5 108 608
A beschrieben.
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Hauptzweck
der vorliegenden Erfindung ist, die oben erwähnten Nachteile der bekannten
Technik durch das Vorsehen eines Zyklonabscheiders zu vermeiden,
welcher konstruktionsmässig
sehr einfach und wirtschaftlich ist, und welcher gleichzeitig einen hohen
Grad des Abscheidens sichert, unabhängig von der Durchflussmenge
der den Abscheider erreichenden Flüssigkeit.
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Ein
Vorteil der Vorrichtung ist, dass nicht die Notwendigkeit eines
Hilfsmotors oder von ausserhalb der Vorrichtung kommender Signale
besteht, um diese zu betätigen.
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Ein
weiterer Vorteil der Vorrichtung ist, dass sie durch sehr einfache
und leichte Arbeiten gereinigt und gewartet werden kann.
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Diese
Zwecke und noch mehr werden erreicht durch den Gegenstand der Erfindung,
wie er in den beiliegenden Ansprüchen
gekennzeichnet ist.
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Weitere
Eigenschaften und Vorteile der Erfindung gehen deutlicher aus der
nachstehenden detaillierten Beschreibung einer vorgezogenen, doch
nicht begrenzenden Ausführung
hervor, die rein als Beispiel in den beiliegenden Abbildungen dargestellt
ist, in welchen
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1 ein
schematischer Schnitt in vertikaler Erhebung des Abscheiders nach
der Erfindung ist;
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2 ist
ein Schnitt in vertikaler Erhebung und in vergrösserter Form von dem Deckel
des Abscheiders;
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3 ist
eine Ansicht von oben von dem Deckel des Abscheiders, mit einigen
Teilen entfernt, um andere besser hervorzuheben.
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Unter
Bezugnahme auf die Abbildungen der Zeichnungen ist mit 1 in
seiner Gesamtheit ein Zyklonabscheider für in einer Flüssigkeit
schwebende Festpartikel bezeichnet, welcher insbesondere zum Abscheiden
von Festpartikeln verwendet wird, die in den von zahnärztlichen
Geräten
kommenden Flüssigkeiten
schweben, die von bekanntem Typ und daher nicht gezeigt sind. In
diesen Anlagen ist eine Produktion von Luft, Wasser, Blut, Amalgam,
chemische Produkte usw. enthaltenden Flüssigkeiten vorhanden, welche
in die Abwasserleitungen abgelassen werden müssen, und zwar nach den Gesetzen
des Umweltschutzes, die vorsehen, dass bestimmte Substanzen, einschliesslich
Amalgam und ähnliches, nicht
in die Abwasserleitungen abgelassen werden dürfen. In den oben erwähnten Geräten ist
die Produktion von verschmutzenden Flüssigkeiten eher reichlich,
obwohl nicht kontinuierlich. Der Abscheider nach der Erfindung hat
den Zweck, die Flüssigkeit von
diesen verschmutzenden Partikeln zu reinigen, unabhängig von
der Durchflussmenge der den Abscheider erreichenden Flüssigkeit.
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Der
Abscheider 1 enthält
ein Gefäss 2,
welches an einen Einlass A zur Aufnahme der Flüssigkeit angeschlossen ist,
in der die abzuscheidenden Festpartikel schweben, und welches ebenfalls
einen oberen Auslass B zum Ablassen der Flüssigkeit ohne die Festpartikel
enthält.
Das Gefäss 2,
das zum Beispiel aus Kunststoffmaterial sein kann, ist mit einer stumpfkegelförmigen Wand 3 versehen,
die nach unten gerichtet konvergiert, und an deren schmalem Hals
ein Ablass 4 angeordnet ist. Der Ablass 4 steht mit
einem darunter liegenden Sammelbehälter 7 in Verbindung,
in welchem die abgeschiedenen Festpartikel gesammelt werden. Das
Gefäss 2 ist
oben durch einen Deckel 5 verschlossen, zum Beispiel aus Kunststoffmaterial,
welcher lösbar
an dem Gefäss 2 befestigt
werden kann, beispielsweise unter Verwendung von Befestigungsschrauben.
Bei der vorgezogenen Ausführung
ist der Deckel 5 dem Einlass A und auch dem Auslass B zugeordnet.
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Der
Deckel 5 weist seitlich eine erste Öffnung 8 auf, welche den
Einlass A zur Aufnahme der von dem zahnärztlichen Gerät kommenden
Flüssigkeit
trägt,
und zwar in der durch den Pfeil F bezeichneten Richtung. Bei dieser
Ausführung
besteht die erste Öffnung 8 aus
einem zylindrischen Rohr mit horizontaler Achse, das fest an dem
Deckel 5 angebracht ist. An das den Einlass A enthaltenden
und seitlich aus dem Deckel 5 hervorstehende Rohr sind Mittel
zum Zuführen
der Flüssigkeit
anschliessbar, welche die abzuscheidenden Festpartikel enthält. Das
entgegengesetzte Ende des Rohres ist in das Material des Deckels 5 eingelassen
und steht über eine
Leitung 9 mit vertikaler Achse, die in dem Deckel 5 aufgewiesen
ist, mit einer darunter liegenden ringförmigen Kammer 10 in
Verbindung, die sich in dem Deckel 5 befindet und nicht
mit dem Aussenbereich in Verbindung ist. Die Kammer 10 ist
mit Hilfe einer unteren Wand 11 von dem Raum des Gefässes 2 getrennt,
und welche oben den Raum abschliesst.
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Die
in dem Deckel 5 aufgewiesene Kammer 10, und somit
der Einlass A der Flüssigkeit,
verbinden sich mit dem Inneren des Gefässes 2 durch Bohrungen 12,
die in die untere Wand 11 des Deckels 5 eingearbeitet
sind, und welche vorzugsweise eine schräge Achse aufweisen, ausgerichtet
tangential im Verhältnis
zu der vertikalen Achse der stumpfkegelförmigen Wand 3.
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Die
Struktur der oben beschriebenen unteren Wand 11 ist solche,
dass der gesamte Fluss der durch den Haupteinlass A kommenden Flüssigkeit
in eine Anzahl von kleinen Strahlen unterteilt wird, welche tangential
in den stumpfkegelförmigen
Bereich des Gefässes 2 eingespritzt
werden.
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Der
Deckel 5 enthält
aussen einen geflanschten seitlichen Teil 52, welcher bekannte
und nicht gezeigte Mittel trägt,
um lösbar
einen entsprechenden geflanschten Teil des darunter liegenden Gefässes 2 anzuschliessen,
sowie einen unteren zylindrischen Teil 53, vorgesehen zum
Einsetzen (und Herausnehmen) in einen entsprechenden Hohlraum des
Gefässes 2,
das sich unmittelbar unter der stumpfkegelförmigen Wand 3 befindet.
Dichtungen, in dem gezeigten Beispiel einen Dichtungsring 6 enthaltend,
sind zwischen dem zylindrischen Teil 53 des Deckels 5 und
dem zylindrischen Teil des Gefässes 2 eingesetzt.
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Der
Deckel 5 weißt
ausserdem einen rohrförmigen
Körper 54 mit
vertikaler Achse auf, welcher nach unten hervorsteht, und dessen
interner Hohlraum, der koaxial zu der stumpfkegelförmigen Wand 3 des
Gefässes 2 verläuft, eine
Auslassleitung 55 für die
Flüssigkeit
aus dem Gefäss 2 beschreibt,
welche Auslassleitung 55 von der nach oben gerichteten Flüssigkeit
durchlaufen wird, die von den schwereren Partikeln befreit ist,
wenn sie aus dem Gefäss 2 austritt.
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Das
oben gesagte stimmt mit dem in dem obengenannten Europäischen Patent
EP 99830011.5 beschriebenen
Stand der Technik überein;
es wird jedoch hervorgehoben, dass die Eigenschaften des Abscheiders
nach der Erfindung, wie hier nachstehend dargelegt, auch auf einen
Abscheider angewendet werden können,
der ein Einlasssystem für
die Flüssigkeit
(zum Beispiel ohne die untere Wand
11 oder mit anders angeordneten
Einlassbohrungen) wie auch ein Verbindungssystem zwischen dem oberen
Teil und dem Gefäss
aufweist, welche anders ausgelegt sind als beschrieben.
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Der
Abscheider nach der Erfindung enthält eine Umlaufleitung 60,
welche, wie nachstehend vollständiger
erklärt
wird, die Auslassleitung 55 mit dem Einlass A für die Flüssigkeit
in Verbindung bringt. In den beiliegenden Abbildungen der Zeichnungen
ist die Umlaufleitung 60 schematisch dargestellt. Die Umlaufleitung 60 ist
stromaufwärts
der hier nicht gezeigten Pumpe angeschlossen, welche die Flüssigkeit
in den Abscheider eingibt; dies um die Pumpe daran zu hindern, die
Flüssigkeit
durch die Umlaufleitung 60 zu pumpen.
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Im
Inneren des Deckels 5 befindet sich ein Drei-Wege-Ventil 61,
von welchem ein Eingang 61a an die Auslassleitung 55 angeschlossen
ist, und dessen Ausgänge 61b und 61c an
die Umlaufleitung 60 und an den Auslass B angeschlossen
sind. Das Ventil 61 ist mit einem Absperrelement 62 versehen,
welches durch den Druck gesteuert wird, ausgeübt durch die aus der Auslassleitung 5 austretende
Flüssigkeit. Das Absperrelement 62 unterbricht
die Verbindung zwischen der Auslassleitung 55 und der Umlaufleitung 60,
wenn der durch die aus der Auslassleitung 55 austretende
Flüssigkeit
ausgeübte
Druck einen ersten vorgegebenen Wert erreicht. Der Eingang 61a ist
direkt an die Auslassleitung 55 angeschlossen und der Ausgang 61b ist
direkt an die Umlaufleitung 60 angeschlossen; die Verbindung
zwischen dem Ausgang 61c des Ventils 61 und dem
Auslass B der Flüssigkeit
wird durch ein normalerweise geschlossenes Einwegventil 63 erhalten,
welches unmittelbar vor dem Auslass B und stromabwärts des
Drei-Wege-Ventils 61 angeordnet ist. Das Einwegventil 63 ist mit
einem Absperrelement 64 versehen und öffnet sich, wenn der durch
die Flüssigkeit
ausgeübte
Druck einen zweiten vorgegebenen Wert erreicht, welcher höher ist
als der erste vorgegebene Wert.
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Der
Deckel 5 weist eine erste Kammer 71 auf, welche
den Körper
des Drei-Wege-Ventils 61 bildet. Im Inneren der ersten
Kammer 71 kann sich ein kalibrierter Schwimmer in einer
axialen Richtung bewegen, welcher das Absperrelement 62 des
Ventils 61 bildet. Der kalibrierte Schwimmer ist zylinderförmig und
hat zwei stumpfkegelförmige
Enden; er ist aus Metall hergestellt. Der Schwimmer wird direkt durch
die aus der Auslassleitung 55 austretende Flüssigkeit
betätigt
und kann aufgrund der Wirkung der Flüssigkeit drei verschiedene
Positionen einnehmen.
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In
einer ersten Position verschliesst der Schwimmer den Eingang 61a des
Ventils 61; diese Position wird eingenommen aufgrund der
Schwerkraft, wenn kein Flüssigkeitsstrom
aus der Auslassleitung 55 vorhanden ist. Eine zweite Position,
in welcher der Schwimmer den Eingang 61a und die Ausgänge 61b und 61c des
Ventils 61 öffnet,
wird eingenommen, wenn der von der Auslassleitung 55 kommende
Strom von Flüssigkeit
einen geringeren Druck ausübt
als der erste vorgegebene Druckwert auf den Schwimmer. Eine dritte
Position, in welcher der Schwimmer den Eingang 61a und
den Ausgang 61c des Ventils 61 öffnet, während er
den Ausgang 61b desselben verschliesst, welcher Ausgang 61b an
die Umlaufleitung 60 angeschlossen ist, wird eingenommen,
wenn der von der Auslassleitung 55 kommende Strom von Flüssigkeit
einen Druck auf den Schwimmer ausübt, der gleich oder grösser ist
als der erste vorgegebene Wert.
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Insbesondere
enthält
die erste Kammer 71 eine genutete Aufnahme 72,
welche direkt an den Eingang 61a und an den Ausgang 61b des
Ventils 61 angeschlossen ist, und in deren Innerem das
Absperrelement 62 ohne Dichtung gleiten kann; die erste
Kammer enthält
ausserdem eine ringförmige
Kammer 73, welche um die genutete Aufnahme 72 angeordnet
und immer mit dem Inneren der genuteten Aufnahme 72 und
mit dem Ausgang 61c des Drei-Wege-Ventils 61 verbunden ist. Mit
dieser Anordnung kann die Flüssigkeit,
sobald sie in das Ventil 61 eingetreten ist, jederzeit
frei in dem Ventil zirkulieren, und zwar unabhängig von der Position des Schwimmers.
Der Deckel 5 enthält
weiter eine zweite Kammer 81, welche den Körper des
Einwegventils 63 bildet, und welche auf einer Seite der
ersten Kammer 71 angeordnet und durch den Ausgang 61c des Drei-Wege-Ventils 61 mit
dieser verbunden ist. Das Absperrelement 64 des Ventils 63 kann
sich im Inneren der zweiten Kammer 81 bewegen; das Absperrelement 64 nimmt
normalerweise eine erste Position ein, in welcher es das Ventil 63 verschliesst;
diese Position wird eingehalten durch ein kalibriertes elastisches
Element 82, solange der Druck der aus der Auslassleitung 55,
und insbesondere dem Ventil 61 kommenden Flüssigkeit,
unterhalb des zweiten vorgegebenen Wertes liegt. Das Absperrelement 64 nimmt
eine zweite Position ein, in welcher das Ventil 63 geöffnet ist,
wenn der Druck der aus der Auslassleitung 55, und insbesondere
dem Ventil 61 kommenden Flüssigkeit, gleich dem zweiten
vorgegebenen Wert ist oder über
diesem liegt.
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An
der Innenwand der zweiten Kammer 81 sind hervorstehende
Führungen 83 angeordnet,
welche Führungen 83 dazu
bestimmt sind, das Gleiten des Absperrelementes 64 zu ermöglichen,
ohne den Durchlauf der Flüssigkeit
zu behindern; sobald das Ventil 63 geöffnet ist, kann die Flüssigkeit
frei an den Seiten des Absperrelementes 64 und in die Krone durchlaufen,
die zwischen dem Absperrelement und der Innenwand der zweiten Kammer 81 beschrieben ist,
und zwar dank des Vorhandenseins der Führungen 83, die sich
in der zweiten Kammer 81 nach innen erstrecken.
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Der
Abscheider arbeitet wie hier nachstehend beschrieben. Es muss vor
allem die Tatsache beachtet werden, dass das Abscheiden der Festpartikel
durch die Zyklonwirbel erreicht wird, die sich in dem Abscheider
nur bilden, wenn die Durchflussmenge der Flüssigkeit hoch ist; wenn die
Durchflussmenge der Flüssigkeit
niedrig ist, neigt der Sekundärwirbel
dazu, die Festpartikel nach oben und zu dem Auslass des Gefässes 2 zu
ziehen.
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Die
Flüssigkeit
tritt in den Einlass A des Gefässes 2 ein,
wird in mehrere Strahlen unterteilt, die tangential aus den verschiedenen Öffnungen 13 austreten
und Zyklonwirbel bilden, die das Abscheiden der Festpartikel von
der Flüssigkeit
bewirken, welche Festpartikel nach aussen in Richtung der Innenwände des
Gefässes 2 gedrückt werden
und in den Sammelbehälter 7 fallen.
Die von den Festpartikeln befreite Flüssigkeit tritt oben aus dem
Gefäss 2 durch
die Auslassleitung 55 aus und läuft zu dem Drei-Wege-Ventil 61,
welches sich je nach der Durchflussmenge der Flüssigkeit, das heisst nach dem
durch die aus der Auslassleitung 55 austretende Flüssigkeit ausgeübten Druck
auf verschiedene Weisen verhält.
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Wenn
die Durchflussmenge von bescheidenem Umfang ist, ein Zustand, in
welchem das Abscheiden der Festpartikel von nicht ausreichender Qualität ist, ist
der Druck, den die aus der Auslassleitung 55 austretende
Flüssigkeit
auf das Absperrelement 62 (kalibrierter Schwimmer) ausübt, ausreichend,
um das Absperrelement 62 anzuheben und somit das Austreten
der Flüssigkeit
aus der Auslassleitung 55 und in das Innere des Ventilkörpers 61 zu erlauben,
reicht aber nicht zum Verschieben des Ventils 61 aus, um
den ersten Ausgang 61b des Ventils 61 zu verschliessen.
Das Absperrelement 62 befindet sich somit in seiner zweiten
Position (oder genauer gesagt in einer seiner möglichen zweiten Positionen).
Dieser Zustand bleibt solange bestehen, bis die Durchflussmenge
einen solchen Wert erreicht, dass auf das Absperrelement 62 ein
Druck ausgeübt
wird, der gleich ist wie der erste vorgegebene Wert oder darüber liegt;
dieser erste vorgegebene Wert ist natürlich durch das Gewicht und
die Grösse
des Schwimmers bestimmt, welcher das Absperrelement des Ventils 61 bildet.
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Wenn
der obige Zustand erreicht wird, tritt die Flüssigkeit in das Ventil 61 ein,
tritt aus dem Ausgang 61c des Ventils aus, kann aber nicht
weiterlaufen, weil das Einwegventil 63 verschlossen ist
(dieses Ventil 63 öffnet
sich nur, wenn der durch die Flüssigkeit
erzeugte Druck den zweiten vorgegebenen Wert erreicht, welcher über dem
ersten vorgegebenen Wert liegt), weshalb die Flüssigkeit aus dem Ausgang 61b austritt
und durch die immer offene Umlaufleitung 60 fliesst, dann
wieder in den Abscheider eingeleitet wird und somit zur Erhöhung des
in den Abscheider einfliessenden Flüssigkeitsstroms beiträgt. Dies
geht solange weiter, bis der Flüssigkeitsstrom nicht
den erforderlichen Umfang erreicht hat.
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Wenn
der in dem Abscheider zirkulierende Flüssigkeitsstrom den richtigen
Druckwert erreicht, um ein korrektes Abscheiden der Festpartikel
zu gewährleisten,
was einen Druck auf das Absperrelement 62 bedeutet, der
gleich dem ersten vorgegebenen Wert ist, verschiebt sich das Absperrelement 62 in
seine dritte Position, in welcher das Absperrelement 62 den
Ausgang 61b des Ventils 61 verschliesst.
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In
diesem Betriebszustand tritt die Flüssigkeit in das Ventil 61 ein,
kann nicht durch den Ausgang 61b des Ventils ausfliessen,
da das Ventil 61 durch das Absperrelement 62 geschlossen
ist, und tritt dagegen aus dem Ausgang 61c aus. An diesem Punkt
steigt der durch die Flüssigkeit
ausgeübte Druck
auf den zweiten vorgegebenen Wert an, festgelegt durch die Einstellung
des elastischen Elementes 82, und bewirkt das Öffnen des
Ventils 63, welches die Flüssigkeit durch den Auslass
B des Abscheiders abfliessen lässt.
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Der
oben beschriebene Betrieb des Abscheiders erlaubt somit das Ablassen
der Flüssigkeit
nur dann, wenn die Durchflussmenge der Flüssigkeit ausreichend ist, ein wirksames
Abscheiden der Festpartikeln zu gewährleisten. Dies erfolgt vollkommen automatisch
und hängt
ausschliesslich von dem Fluss der Flüssigkeit durch den Abscheider
ab.
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Ausserdem
erlaubt die spezielle Konstruktion der Funktionselemente des Abscheiders,
insbesondere der Ventile 61 und 63, einen sicheren
Betrieb des Abscheiders sowie dessen ausgesprochen einfache Einstellung.
Die Einstellung hängt
vollkommen von dem Gewicht und der Grösse des Schwimmers (Absperrelementes)
des Ventils 61 und von der Einstellung der Feder des Ventils 63 ab.
Die Ventile können
auch so ausgelegt sein, dass sie ohne Gleitdichtungen arbeiten können, welche
Schwierigkeit bei der Herstellung wie auch beim Betrieb hervorrufen
könnten.
Der Abscheider kann natürlich
auch mit Einlasssystemen für
die Flüssigkeit
verwendet werden, die sich von dem beschriebenen unterscheiden; ebenfalls
können
die Ventile 61 und 63 von anderer Bauart sein
als die hier beschriebene.