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Diese
Erfindung betrifft einen medizinischen Konnektor zum Verbinden eines
Rohres/Schlauches mit einer medizinischen Vorrichtung, wie etwa
einer Insulin-Zuführvorrichtung.
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Derartige
Konnektoren sind typischerweise mit Einrichtungen wie etwa Luer-Lock
Typeinrichtungen ausgestattet, um das Ende des Konnektors, das dem
Ende entgegengesetzt ist, an dem das Rohr/der Schlauch mit dem Konnektor
verbunden ist, mit der medizinischen Vorrichtung zu verbinden, um
dem Konnektor zu erlauben, von der Vorrichtung entkoppelt zu werden,
was es erlaubt, daß die
medizinische Vorrichtung und/oder der Konnektor einschließlich des
Rohrs/Schlauches ersetzt wird.
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EP 0 753 323 A1 beschreibt
eine Kopplung zum Anbinden zweier Enden von zwei Rohren/Schläuchen, wobei
diese Kopplung ein Patrizenteil und ein Matrizenteil aufweist, und
sowohl das Patrizen- wie auch das Matrizenteil eine Einrichtung
zur Anbringung des Endes eines Rohres/Schlauches aufweisen.
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EP 0 151 519 beschreibt
eine Rohr/Schlauchkopplung, aufweisend ein Patrizenteil und ein
Matrizenteil, wobei sowohl das Patrizenteil wie auch das Matrizenteil
einen sich verjüngenden
Rohr/Schlauchverbindungsbereich aufweisen, der dazu ausgelegt ist,
in das Ende eines Rohres/Schlauches eingeführt zu werden.
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EP 0 775 501 B beschreibt
ein Matrizenkopplungselement des Luer-Lock Typs, aufweisend einen äußeren rohrförmigen Körper, der
aus einem vergleichsweise steif geformten thermoplastischen Material
hergestellt ist, und mit einem komplementären Patrizenkopplungselement
verbunden werden kann, und eine innere Hülse, die aus einem weicher
geformten Thermoplastikmaterial gebildet ist, und welche an einem
Ende innerhalb des äußeren Körpers in
einer derartigen Weise eingepaßt
ist, daß die
zwei Teile frei bezüglich
einander drehbar sind und der an dem entgegengesetzten Ende eine
Höhlung
zur Verbindung zu z. B. einem Rohr/Schlauch aufweist.
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Der äußere rohrförmige Körper ist
aus einem thermoplastischen Material hergestellt, z. B. Polypropylen,
die innere Hülse
ist aus einem Plastikmaterial wie etwa PVC hergestellt. Die abgrenzende
Fläche
von der inneren Hülse
ist von der abgrenzenden Fläche
des äußeren rohrförmigen Körpers zurückgezogen,
und der Hohlraum des inneren Teils benachbart der abgrenzenden Fläche weist
einen in Richtung des ersten Endes wachsenden Durchmesser auf.
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Darüber hinaus
sind medizinische Konnektoren bekannt, die aus einem einzelnen Plastikmaterial
bestehen, und durch Spritzgießen
hergestellt werden.
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Derartige
medizinische Konnektoren umfassen eine durchgehende Bohrung, wobei
ein Ende des Konnektors so ausgelegt ist, mit dem Ende eines Rohrs/Schlauches
durch Verkleben verbunden zu sein, um eine permanente Verbindung
zu bilden, und wobei das entgegengesetzte Ende ein Teil einer Luer-Lock
Typverbindung zur Verbindung des Konnektors mit einer medizinischen
Vorrichtung wie etwa einer Insulinpumpe aufweist.
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Aufgrund
der Tatsache, daß ein
Spritzgießvorgang
eine einfache Herstellungsmethode ist, können derartige medizinische
Konnektoren mit geringen Kosten hergestellt werden. Diese medizinischen
Konnektoren haben jedoch einen Nachteil.
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So
muß der
medizinische Konnektor vor der Verwendung desinfiziert werden, was
gewöhnlich
durch Abwischen mit einem flüssigen
Desinfektionsmittel wie etwa Ethylalkohol durchgeführt wird.
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Eine
solche Behandlung kann verursachen, daß Spannungen in einigen Plastikmaterialien
während einer
physikalischen Zugspannung freigegeben werden, und kann in der Bildung
von Rissen resultieren, die Lecks mit sich bringen.
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Die
Auswahl eines Plastikmaterials, das gegenüber dem Einfluß von Desinfektionsmitteln
widerstandsfähig
ist, kann ein anderes Problem darstellen, etwa, daß die permanente
Verbindung des Rohr/Schlauchendes mit dem Konnektor mittels eines
Hartklebers durchgeführt
werden muß.
Die Verwendung eines Hartklebers im Gegensatz zu einem Weichkleber
resultiert in einer nicht flexiblen Verbindung zwischen dem Rohr/Schlauch
und dem Konnektor, und kann zu Leckbildung führen.
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Bei
den zuvor bekannten Konnektoren, die aus zwei Plastikmaterialien
zusammengesetzt sind, wie diejenigen, die in
EP 0 775 501 B beschrieben
sind, müssen
die zwei Teile getrennt hergestellt und anschließend zusammengebaut werden.
Dies erhöht
die Produktionskosten verglichen mit Konnektoren, die in einem Stück spritzgegossen
werden können.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen medizinischen
Konnektor bereitzustellen, der in großen Mengen bei geringen Kosten
hergestellt werden kann, und der gegenüber den bekannten medizinischen
Konnektoren gegenüber
Leckbildung widerstandsfähig
ist.
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Gemäß der Erfindung
wird ein medizinischer Konnektor mit den Merkmalen von Anspruch
1 bereitgestellt. Insbesondere weist dieser Konnektor eine durchgehende
Bohrung auf, die an dem ersten Ende des Konnektors eine Höhlung zum
permanenten Anbringen des Endes des Rohrs/Schlauchs an den Konnektor
aufweist, und die wenigstens an dem ersten Ende des Konnektors einen
inneren Teil und einen äußeren Teil
aufweist. Der innere Teil weist eine Höhlung und eine Abgrenzungsfläche an dem
ersten Ende auf. Der äußere Teil
weist eine Abgrenzungsfläche
an dem ersten Ende auf. Das äußere Ende
des inneren Teils ist in Richtung des ersten Endes orientiert. Der äußere Teil
ist aus einem thermoplastischen Material hergestellt, das gegenüber Änderungen
widerstandsfähig
ist, wenn es dem Einfluß eines
Desinfektionsmittels ausgesetzt ist, und der innere Teil ist aus
einem thermoplastischen Material hergestellt, der mit einem Weichkleber
kompatibel ist.
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Die
Abgrenzungsfläche
des inneren Teils ist von der Abgrenzungsfläche des äußeren Teils zurückgezogen,
und die Höhlung
des inneren Teils hat nahe ihrer Abgrenzungsfläche eine im wesentlichen konisch
geformte Verbindungsfläche
mit wachsendem Durchmesser in Richtung des ersten Endes. Ein Rohr/Schlauch
ist permanent an der Höhlung
des inneren Teils mit einem Weichkleber angebracht, wobei der Kleber
zwischen der äußeren Fläche des
Rohrs/Schlauchs und der im wesentlichen konisch geformten Verbindungsfläche der Höhlung des
inneren Teils angeordnet ist. Der innere und der äußere Teil
sind in einer derartigen Weise verbunden, daß sie nicht in der Lage sind,
um die Längsachse
zu rotieren und daß der
innere Teil nicht mit dem Desinfektionsmittel in Kontakt geraten
kann, das zum Abwischen des Konnektors vor dem Gebrauch verwendet
wird.
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Der
Ausdruck integral verbunden ist so zu verstehen, daß die zwei
Teile in einer derartigen Weise verbunden sind, daß sie nicht
in der Lage sind, unabhängig
um die Längsachse
zu rotieren.
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Dieser
neue Typ von Konnektoren ist einfach und kostengünstig herzustellen. Sie sind
gegenüber
der erforderlichen Desinfektion vor dem Gebrauch widerstandsfähig und
sie weisen eine flexible, aber permanente Befestigung des Rohrs/Schlauchs
an dem Konnektor auf.
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Gemäß der Erfindung
wird weiter ein Verfahren zum Spritzgießen eines Konnektors des oben
erwähnten
Typs bereitgestellt, umfassend die Schritte
- – Spritzen
eines Plastikmaterials, das mit einem Weichkleber kompatibel ist,
in eine Gußform,
die eine Höhlung
von gewünschter
Gestalt und ein Kernstück
von gewünschter
Gestalt aufweist, zum Bilden einer Höhlung in dem Konnektor zum
permanenten Befestigen eines Endes eines Rohres/Schlauches
- – Spritzen
eines Plastikmaterials, das gegenüber Änderungen widerstandsfähig ist,
wenn es dem Einfluß eines
Desinfektionsmittels ausgesetzt ist, in eine Gußform, die eine Höhlung von
gewünschter
Gestalt, und ein Kernstück
aufweist, um eine durchgehende Öffnung
zu bilden
- – Verwenden
eines Teils der Fläche
des zuerst gespritzten Plastikmaterials als Teil der Gußform, die
das als zweites gespritzte Plastikmaterial aufnimmt.
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In
einer Ausführungsform
der Erfindung umfaßt
der Konnektor eine Einrichtung zum Verbinden des Konnektors zu einer
medizinischen Vorrichtung wie etwa einer Insulinpumpe, wobei die
Einrichtung vorzugsweise in Form eines Luer-Lock Typs ist, und weiter
bevorzugt die Einrichtungen dazu ausgelegt sind, das Patrizenteil
des Luer-Lock Typs aufzunehmen.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
bedeutet der Ausdruck integral verbunden weiter, daß die zwei Teile
nicht in der Lage sind, sich unabhängig entlang der Längsachse
zu bewegen.
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Vorzugsweise
umfaßt
der Konnektor Einrichtungen, um eine bessere Halterung des Konnektors
zu erhalten, was vorteilhaft sein kann, wenn der Konnektor mit einer
medizinischen Vorrichtung verbunden oder von ihr getrennt wird.
Diese Einrichtungen können
sein, sind jedoch nicht beschränkt
auf eine Rinne, eine Rippe, ein Band, eine Krempe, und vorzugsweise
sind die Einrichtungen in Form einer Rinne.
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Vorzugsweise
sind diese Einrichtungen an dem selben Ende angeordnet, an dem das
Rohr/der Schlauch angebracht werden soll.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
bildet die konisch geformte Höhlung
des inneren Teils einen Winkel von wenigstens 15° bezüglich der zentralen Achse,
bevorzugt ist der Winkel zwischen 20 und 25°.
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In
einer weiter bevorzugten Ausführungsform
weist wenigstens ein Teil der Höhlung
des äußeren Teils eine
konische Form auf.
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Durch
Verwenden einer konisch geformten Höhlung des inneren Teils des äußeren Teils
mit wachsendem Durchmesser kann eine nochmals flexiblere Verbindung
zwischen dem Konnektor und dem Rohr/Schlauch erreicht werden. Weiter
läßt der wachsende
Durchmesser mehr Raum für
den weichen und elastischen Kleber.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist der Durchmesser der Höhlung
des inneren Teils auf den Durchmesser des Rohrs/Schlauchs ausgelegt,
das/der permanent mit dem Konnektor verbunden werden soll.
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Der
Konnektor ist in einer derartigen Weise aufgebaut, daß der innere
Teil nicht in der Lage ist, mit dem Desinfektionsmittel in Kontakt
zu geraten. Das Plastikmaterial des inneren Teils ist ausschließlich hinsichtlich seiner
Klebeeigenschaften ausgewählt,
d. h. es ist mit einem Weichkleber kompatibel.
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Vorzugsweise
ist der äußere Teil
in einer derartigen Weise gebildet, daß er die Außenflächen des inneren Teils derart
einschließt,
daß während des
Abwischens mit einem Desinfektionsmittel eine Verbindung zwischen
dem Desinfektionsmittel und dem inneren Teil des Konnektors nicht
bereitgestellt werden kann.
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Der
Konnektor mit seinem permanent angebrachten Rohr/Schlauch ist vorzugsweise
für einen
Gebrauch mit Infusionskits gedacht, wo das Luer Lock an einer Insulinpumpe
angebracht ist, während
das Rohr/der Schlauch als solches/solcher mit einer Spritze und
einem Infusionsteil verbunden ist.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
umfaßt
das innere Teil und/oder das äußere Teil Schließen zum
Schließen
des inneren Teils an das äußere Teil
oder umgekehrt, weiter bevorzugt weist der innere Teil Retentionsvorrichtungen
auf, und der äußere Teil
weist Rinnen auf, die dazu ausgelegt sind, diese Retentionsvorrichtungen
aufzunehmen. In einer nochmals weiter bevorzugten Ausführungsform
sind die Retentionsvorrichtungen an der Außenseite des inneren Teils
angebracht, und stellen dadurch eine gute Halterung zwischen dem
inneren Teil und dem äußeren Teil
dar, wobei sichergestellt wird, daß der innere Teil nicht gelockert
werden kann.
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In
einer weiteren Ausführungsform
sind der innere Teil und der äußere Teil
verbunden und/oder zusammengehalten mittels eines Klebers.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
sind der innere Teil, der Kleber und eine Fläche des Rohrs/Schlauchs in
der Lage, eine integrale chemische Verbindung zu bilden.
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Der
in der permanenten Verbindung zwischen dem Rohr/Schlauch und dem
Konnektor verwendete Weichkleber hat mindestens einen Kontakt zu
sowohl dem Rohr/Schlauch als auch zu dem inneren Teil. Es ist nicht
von Bedeutung, ob der Kleber weiter Kontakt mit dem äußeren Teil
hat oder nicht, es ist lediglich wichtig, daß der Konnektor einen inneren
Flächenbereich
aufweist, der nicht in Kontakt mit dem Desinfektionsmittel kommen
kann, das zum Abwischen des Konnektors vor dem Gebrauch verwendet
wird.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
hat die durchgehende Bohrung des äußeren Teils eine zentrale Achse,
die axial parallel und übereinstimmend
mit der zentralen Achse des inneren Teils ist.
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Sowohl
der innere Teil als auch der äußere Teil
sind aus einem thermoplastischen Material hergestellt. In einer
mehr bevorzugten Ausführungsform
ist der innere Teil aus einem amorphen Plastikmaterial hergestellt, bevorzugt
mit einer Molekularstruktur, in der die Ketten zufällig angeordnet
sind.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist der innere Teil aus ABS hergestellt. ABS ist aus den Monomerkomponenten
acrylischem Nitril, Butadien und Styrol hergestellt. Jedes dieser
drei Struktureinheiten verleiht dem Material wertvolle Eigenschaften.
Acrylisches Nitril ist verantwortlich für die Widerstandsfähigkeit
und dimensionelle Stabilität
gegenüber
Wärme.
Butadien rüstet
das Material mit Festigkeit aus und macht es widerstandsfähig gegenüber Schlägen, während Styrol
dazu dient, die Steifheit des Materials und die einfache Verarbeitbarkeit
sicherzustellen. ABS toleriert eine Anzahl von Säuren, Basen und Ölen, jedoch
mit der Maßgabe,
daß das
Niveau von internen Spannungen sehr gering ist. Es gibt eine Anzahl
von Lösungsmitteln,
die ABS auflösen
können.
Weitere geeignete amorphe Plastikmaterialien umfassen z. B. Polycarbonat,
Polystyrol, acrylische Plastiken, Poly-methylmethacrylat und PVC.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
ist das äußere Teil
aus einem Plastikmaterial hergestellt, welches ebenfalls ein thermoplastisches
Material ist und aus wenigstens einem teilweisen Plastikmaterial
zusammengesetzt ist, vorzugsweise ist Polypropylen verwendet. Polypropylen
ist ein teilweise kristallines Plastikmateiral, in dem die Molekülketten
parallel miteinander angeordnet sind und eher eng gepackte Flächen bilden,
die sogenannten Kristallite. Polypropylen ist ein thermoplastisches
Material mit einer attraktiven Ausgeglichenheit zwischen thermischer
und chemischer Widerstandsfähigkeit
und guten mechanischen und elektrischen Eigenschaften. Darüber hinaus
ist Polypropylen immun gegenüber
Bakterien und Pilzen. Zusätzlich ist
Polypropylen ein Plastikmaterial mit einer sehr weitreichenden Widerstandsfähigkeit
gegenüber
Chemikalien. Es ist widerstandsfähig
gegenüber
Salzen, Säuren,
Basen (anorganischen) und Alkoholen und einigen Ölen. Im Prinzip ist es das
Kristallit, das hinsichtlich der Widerstandsfähigkeit gegenüber Chemikalien
entscheidend ist. Ebenfalls können
andere Materialien für
den äußeren Teil
verwendet werden, z. B. Polyamid, Polyethylen, Poly-Ethylen-Ether-Keton
(PEEK).
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Ein
kristallines Plastikmaterial ist dadurch gekennzeichnet, daß die Moleküle einander
eng benachbart gelegen sind, wodurch die intermolekularen Kräfte stärker wirken
und mehr Energie aufzubringen ist, um sie zu überwinden. In der Praxis bedeutet
dies, daß kristalline
Plastiken/teilweise kristalline Plastiken im allgemeinen eine höhere Verglasungstemperatur
und einen höheren
Schmelzpunkt als amorphe Materialien aufweisen. Die kristallinen
Flächen
in dem Material weisen eine Verteilungswirkung auf Licht auf, und
daher haben kristalline und teilweise kristalline Plastiken eine
milchige Erscheinungsform.
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Ein
thermoplastisches Material hat die charakteristische Eigenschaft,
daß es
drei unterschiedliche, mehr oder weniger scharf abgegrenzte Zustandsbereiche
als Funktion der Temperatur aufzeigt, einen festen Zustand, einen
gummielastischen Zustand und einen viskosen Zustand. Nach Wärmezufuhr
wird das Material weich, es nimmt eine eher festere Struktur nach
Kühlen
an, und im Prinzip ist es möglich,
es mehrmals zu formen.
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Die
folgenden physikalischen, mechanischen Eigenschaften beziehen sich
auf einen Weichkleber gegenüber
einem Hartkleber.
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In
eine bevorzugten Ausführungsform
ist der Konnektor dazu ausgelegt, Einrichtungen zur Unterstützung der
Befestigung des Rohrs/Schlauchs aufzunehmen. Diese Einrichtungen
sind geeignet, um das Rohr/den Schlauch an den Konnektor zu sichern,
bis der Kleber gehärtet
ist.
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Während der
Befestigung des Rohrs/Schlauches an den Konnektor wird es bevorzugt,
eine Erthärtung nach
dem Anbringen des Klebers zwischen dem Konnektor und dem Rohr/Schlauch
zu haben. Weiter ist es bevorzugt, daß der Konnektor dazu ausgelegt
ist, das Rohr/den Schlauch einzuschließen und zu sichern, bis der
Kleber erhärtet
ist.
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Die
Erfindung betrifft ebenfalls eine Infusionseinheit, die ausgehend
von dem Konnektor hergestellt ist, und wobei das dem Rohr/Schlauchende
entgegengesetzte Ende mit einer Insulinpumpe mittels eines Luer-Locks
verbunden ist, und wobei ein Weichkleber verwendet ist, um das Rohr/den
Schlauch mit dem Konnektor zu verbinden.
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Bei
einem bevorzugten Verfahren der Herstellung des Konnektors wird
ein Plastikmaterial, das mit einem Weichkleber kompatibel ist, in
die Form unter geeignetem Druck eingespritzt, um das innere Teil
herzustellen, nachfolgend wird unter geeignetem zweiten Druck ein
Plastikmaterial, das gegenüber Änderungen
widerstandsfähig
ist, wenn es dem Einfluß eines
Desinfektionsmittels ausgesetzt ist, in die Form gespritzt. Folgend
einem derartigen Bilden des Konnektors findet diese Bildung z. B.
im Einklang mit Prinzipien wie denjenigen statt, die in den Patent
Nr. WO 00/73040 und WO 98/35808 gegeben sind, eine Öffnung der
Form findet statt, und die Konnektoren werden von deren Kernstücken ausgeworfen.
Ein nachfolgender Montagevorgang zwischen dem Konnektor und einem
Rohr/Schlauch findet statt, wie oben beschrieben, mittels eines
Weichklebers.
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Im
folgenden wird eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung mit
Bezug auf die Figuren beschrieben.
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Die 1A–B zeigen
ein Beispiel eines Verbindungselements gemäß der Erfindung, von zwei verschiedenen
Seiten gesehen;
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2 ist
eine Schnittansicht entlang der Linie II-II in 1A;
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3 ist
eine Schnittansicht des äußeren Teils
in detaillierter Form;
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4 ist
eine Schnittansicht des inneren Teils in detaillierter Form,
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5 zeigt
das Verwendungselement aus 2, mit einem
in dem inneren Teil angebrachten Plastikrohr/Schlauch.
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Die 1A und 1B zeigen
einen Verbinder 1, gesehen von der Seite in einer ersten
Stellung, und um 90° gedreht.
Der Verbinder, siehe ebenfalls 2, umfaßt einen äußeren Teil 2,
der vorzugsweise aus einem thermoplastischen Material hergestellt
ist, das gegenüber
einem Desinfektionsmittel wie etwa Ethylalkohol widerstandsfähig ist.
Der äußere Teil
umfaßt
ein Ende 4 zur Aufnahme eines Rohrs/Schlauchs und ein Ende 5 zum
Anbinden an eine medizinische Vorrichtung wie etwa eine Insulinpumpe.
Das Ende 4 zur Aufnahme eines Rohrs/Schlauchs umfaßt eine
Höhlung 6 die
ebenfalls in der Schnittansicht in 2 zu sehen
ist.
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Das
Ende 5 zum Anbinden an eine medizinische Vorrichtung umfaßt ein Luer
Lock 21, in dem ein Patrizen Luer-Lock vorzugsweise verwendet
wird. Schließlich
umfaßt
das Ende 5 ein äußeres Doppelgewinde 29, um
vorzugsweise an eine Insulinpumpe angeschlossen zu werden. Die äußere Form
des Konnektors 1 ist derart, daß sie im wesentlichen zylindrisch
geformt ist, aber wobei das Ende 4 zur Aufnahme des Rohrs/Schlauchs einen
verengten Bereich zur Bereitstellung einer ovalen Verengungsfläche 28 aufweist.
Dies dient der Verbesserung der Griffigkeit des Konnektors 1 während einer
Handhabung desselben. Der äußere Teil 2 weist
eine äußere, im
wesentlichen ebene obere Abgrenzungsseite 20 auf. Der Abstand
von dieser und nach unten zu der unteren Abgrenzungsseite 34 ist
innerhalb des Bereichs von 17 mm.
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2 ist
eine Schnittansicht, wobei die Verbindung zwischen den zwei Elementen,
die den Konnektor 1 bilden, der äußere Teil 2 und der
innere Teil 9, erkenntlich wird. Der äußere Teil ist derart hergestellt,
daß es eine
Flüssigkeitskommunikation
durch den gesamten Durchgang gibt, und er umfaßt axial einen Durchgangweg
durch sein gesamtes Inneres, wobei er an seinem Ende 5 eine
derartige Form hat, daß er
ein Luer Lock 21 bildet. Von dem Luer Lock 21 ist
eine axiale Öffnung 3 zu
der Höhlung 6 vorgesehen.
Die zentrale Achse der Öffnung 3 ist
axial parallel und übereinstimmend
mit einer Durchgangsöffnung 10,
die in dem inneren Teil 9 vorgesehen ist. An dem entgegengesetzten
Ende des inneren Teils 9 gibt es einen Abschnitt, der als
Konnektorteil 32 für
das Rohr/den Schlauch bezeichnet wird, und der mit Seitenflächen gestaltet
ist, die nach außen
in Richtung einer oberen Abgrenzungsfläche 17 divergieren,
wobei die Abgrenzungsfläche 17 von
ebener Gestalt ist.
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In
dem Bereich zwischen dem Rohr/Schlauchverbindungsteil 32 und
der anderweitig zylindrisch geformten Öffnung 10 sind der
innere Bereich 35 und ein weiterer, im wesentlichen konisch
geformten Verbindungsbereich, der ebenfalls einen Teil des Rohr/Schlauchverbindungsteils
bilden kann und als Kleberreservoir dienen kann, gelegen. Der innere
Bereich ist derart gelegen, daß der
Kleber, der eine Verbindung zwischen dem Rohr/Schlauch und dem inneren
Teil sicherstellt, nicht in Flüssigkeitskommunikation
mit dem äußeren des Konnektors
sein kann. Der innere Teil 9 ist derart angeordnet, daß seine
obere Abgrenzungsfläche 17 mit
einem Abstand von der oberen Abgrenzungsfläche 20 des äußeren Teils 2 als
solchen angeordnet ist. Es sollte weiter erwähnt werden, daß der innere
Teil 9 an seinem äußeren Umfang
Haltevorrichtungen 15 z. B. in der Form von Bolzen oder
Flügeln
aufweist, die als Unterschnitt dienen, wodurch während des Bildens eine gute Griffigkeit
zwischen dem inneren Teil 9 und dem äußeren Teil 2 sichergestellt
wird.
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Der äußere Teil
wird mit Bezug auf 3 beschrieben. Der äußere Teil 2 umfaßt wie erwähnt eine äußere im
wesentlichen zylindrisch geformte Hülse mit im wesentlichen drei
Höhlungen;
einer Höhlung
in dem Ende 5, aufweisend ein Luer Lock 21 und
vorzugsweise ein Patrizen Luer Lock, von dem es eine Verbindung über eine
zentrale Öffnung 3 zu
der Höhlung 6 in
dem Ende des äußeren Teils 2 zur
Anbringung des Rohrs/Schlauchs gibt, dessen innere Flächen geformt
sind, um im wesentlichen kongruent mit den äußeren Flächen des inneren Teils zu sein.
Der äußere Teil 2 ist
aus einem chemisch widerstandsfähigen
Material 13 hergestellt, wodurch keine Spannungen gelöst werden,
wenn es mit z. B. Ethylalkohol abgewischt wird.
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Der
innere Teil wird mit Bezug auf 4 beschrieben.
Er weist ebenfalls einen hülsenähnlichen
Aufbau auf, wobei seine äußeren Wände 14 im
wesentlichen zylindrisch mit verschiedenen Taschen/Haltevorrichtungen
darauf angebracht ist, um für
eine gute Halterung zwischen dem inneren Teil und dem äußeren Teil
zu sorgen.
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Die
Höhlung
des inneren Teils umfaßt
im wesentlichen vier Bereiche, eine durchgehende Öffnung 10 in
Verbindung mit dem inneren Bereich 35 als ein im wesentlichen
zylindrischer Bereich mit einer Länge von im wesentlichen etwa
3 mm und mit einem etwas größeren Durchmesser
als die Öffnung 10;
einen konischen Bereich von etwa 1 mm, der die Verbindung zwischen
dem inneren Bereich und dem Rohr/Schlauchverbindungsteil 32 bildet; und
dieser Rohr/Schlauchverbindungsteil, der den oberen Teil des inneren
Teils 9 bildet. Dieser Rohr/Schlauchverbindungsteil ist
derart gestaltet, daß die
Wände nach
außen
in Richtung der oberen Abgrenzungsfläche 17 des inneren
Teils 9 divergieren, wobei diese Fläche 17 im wesentlichen
von ebener Gestalt ist. Wie erwähnt,
umfassen die äußeren Wände des
inneren Teils ebenfalls Haltevorrichtungen 15.
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Die
Verbindung zwischen dem Rohr/Schlauch und dem inneren Teil einschließlich des
Rohr/Schlauchverbindungsteils 32, der ebenfalls ein Bereich
sein kann, in dem der Kleber bindet und den verbleibenden Eingang
verschließt,
wird in weiterer Genauigkeit mit Bezug auf 5 beschrieben.
Es zeigt die Verbindung zwischen einem Konnektor 1 und
einem Rohr/Schlauch 24, wobei ein Schnitt durch das Verbindungselement
und das Rohr/Schlauchelement gelegt ist. Ein Luer-Lock ist gezeigt
und gegenüber
der Stelle, an der das rohrförmige/Element
in dem inneren Teil 9 des Konnektorelements entsprechend
dem inneren Bereich 35 angeordnet ist. Es ist in diesem
Zusammenhang zu bemerken, daß der
Rohr/Schlauchverbindungsteil 32 derart gelegt ist, daß seine
obere Abgrenzungsfläche
mit einem Abstand von der oberen Abgrenzungsfläche 20 des äußeren Teils
angeordnet ist. Wenn das Rohr/der Schlauch den Rohrverbindungsteil 32 erreicht,
und wobei – zwischen der äußeren Fläche des
Rohrs/Schlauchs 24 und der inneren Fläche des Rohrverbindungsteils 32 – eine Anbringungseinrichtung 8 in
der Form eines Weichklebers angebracht ist, wird das Risiko, daß Chemikalien,
die zum Abwischen der äußeren Fläche des äußeren Teils
verwendet werden, nach unten zu dem inneren Bereich 35 des
inneren Teils durchdringen, wenn es überhaupt besteht, als solches
klein sein, einerseits aufgrund dieses Abstandes, und andererseits
aufgrund der Abdichtungseigenschaften des Klebers. Dies ist wesentlich,
da der innere Teil genau aus einem Plastikmaterial hergestellt ist,
das eine gute Verbindung zu dem Rohr/Schlauch bereitstellt, wenn
ein Weichkleber ausgewählt
ist. Dieses Plastikmaterial ist gegenüber dem zum Abwischen verwendeten
Material nicht widerstandsfähig.
Umgekehrt ist ein Material, das das Abwischen mit Chemikalien, einschließlich z.
B. Ethylalkohol erträgt,
für den äußeren Teil
verwendet.
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Hinsichtlich
des Weichklebers sollte festgehalten werden, daß er inheränt flexibler als Hartkleber
ist. Ein Weichkleber ist genau dazu verwendet, um es dem Plastikrohr/Schlauch
zu ermöglichen,
seine Flexibilität in
der Gebrauchssituation zu behalten.