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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zum Beobachten der HF-Kennlinie
eines Fernsehtuners.
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4 zeigt
den Aufbau eines bekannten Fernsehtuners. Von einem Eingangsanschluss 30, beispielsweise
einem Steckverbinder, eingegebene Fernsehsignale werden an einen
Eingangsabstimmkreis 31 gegeben. Der Eingangsabstimmkreis 31 wird
beispielsweise abgestimmt auf Fernsehsignale des oberen oder des
unteren VHF-Bands. Die Fernsehsignale des oberen oder des unteren
VHF-Bands werden von einem Hochfrequenzverstärker 32 verstärkt und
dann von einer Zwischenstufen-Abstimmschaltung 33 ausgewählt, die
ebenfalls auf Fernsehsignale des hohen oder des unteren VHF-Bands
abgestimmt ist.
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Die
der Mischerschaltung 34 zugeführten Fernsehsignale des hohen
oder des niedrigen VHF-Bands werden mit symmetrischen Empfangsoszillatorsignalen
von einem Oszillator 35 gemischt, um sie in Zwischenfrequenzsignale
umzuwandeln. Die Mischerschaltung 34 und der Oszillator 35 sind
in einer integrierten Schaltung 36 enthalten. Die von der Mischerschaltung 34 ausgegebenen
symmetrischen Zwischenfrequenzsignale werden durch eine symmetrische
Zwischenfrequenz-Abstimmschaltung 37 außerhalb der integrierten Schaltung 36 geleitet,
um auf einen Zwischenfrequenzverstärker 38 gegeben zu
werden, der ebenfalls in der integrierten Schaltung 36 enthalten
ist. Die verstärkten
Zwischenfrequenzsignale werden über
ein Zwischenfrequenz-Ausgangsanschluss 39 ausgegeben.
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Bei
dem oben beschriebenen Aufbau werden, obschon Übertragungskennlinien zwischen
dem Eingangsanschluss 30 und der Mischerschaltung 34 (als
HF-Kennlinie bezeichnet) hauptsächlich
durch die Eingangsabstimmschaltung 31 und die Zwischenstufen-Abstimmschaltung 33 bestimmt
werden, die Einstellung oder die Bestätigung der HF-Kennlinie während des
Fertigungsprozesses vorgenommen. Da die Frequenzen der Eingangs-Fernsehsignale
bei verschiedenen Kanälen
unterschiedlich sind, wird die HF-Kennlinie auf der Ausgangsseite
der Mischerschaltung 34 beobachtet, also innerhalb ein und
desselben Frequenzbands.
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Da
allerdings die Zwischenfrequenz-Abstimmschaltung 37 an
den Ausgang der Mischerschaltung 34 angeschlossen ist,
sind die Kennwerte der Zwischenfrequenz-Abstimmschaltung 37 jenen überlagert,
die in das Zwischenfrequenzband umgewandelt wurden. Bei der Beobachtung
der HF-Kennlinie wird folglich gemäß 5 ein Ende
der Zwischenfrequenz-Abstimmschaltung 37 von einem Dämpfungsglied 41 geringen
Widerstands (einige 10 Ohm) parallel geschaltet, das andere Ende
wird an einen Detektor 42 angeschlossen. Der Detektor 42 ist mit
einer Wellenformbetrachtungsvorrichtung 43 ausgestattet.
Mit diesem Aufbau verringert sich der Q-Faktor der Zwischenfrequenz-Abstimmschaltung 37,
und die Abstimmkennlinie der Absimmschaltung 37 wird langsam
geändert.
Die in das Zwischenfrequenzband umgewandelte HF-Kennlinie erscheint am
Ausgang der Mischerschaltung 34. Die Darstellung der HF-Kennlinie
mit der Wellenformbetrachtungsvorrichtung 43 erleichtert
das Justieren oder den Bestätigungsvorgang.
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Um
die oben erläuterte
Betrachtung durchzuführen,
ist ein Leitungssteg (nicht dargestellt), mit dem die Dämpfungseinrichtung 41 und
der Detektor 42 in Berührung
stehen, auf einer (nicht dargestellten) Schaltungsplatine vorgesehen,
auf der sich auch die Mischerschaltung 34 und die Zwischenfrequenz-Abstimmschaltung 37 befinden.
Wie in 6 dargestellt ist, ist an einem Gehäuse 44 des
Fernsehtuners ein Loch 44a ausgebildet. Das Anbringen der Dämpfungseinrichtung 41 oder
des Detektors 42 in dem Loch 44a bewirkt, dass
die Dämpfungseinrichtung 41 oder
der Detektor 42 mit dem gleitenden Streifen in Berührung steht.
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Der
oben beschriebene Fernsehtuner erfordert besonderen Raum zur Bereitstellung
des zur Beobachtung dienenden Leiterstreifens auf der Schaltungsplatine,
verhindert dadurch also eine Größenreduktion
der Schaltungsplatine. Eine Änderung
des Layouts der Mischerschaltung oder der Zwischenfrequenz-Abstimmschaltung
bedingt eine Änderung
der Lage des Lochs des Gehäuses,
so dass eine Entwurfsänderung
unerwünscht
kompliziert wird.
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Aus
der EP-A-1158675 ist ein Fernsehtuner bekannt, der einen Eingangsanschluss
und eine Mischerschaltung enthält,
um Eingangs-Fernsehsignale oder FM-Rundfunksignale in Zwischenfrequenzsignale
umzuwandeln. Dieser herkömmliche
Tuner enthält
außerdem
eine Zwischenfrequenz-Abstimmschaltung, an die die Zwischenfrequenzsignale
gelegt werden, und einen Zwischenfrequenz-Ausgangsanschluss, an welchem die von
der Zwischenfrequenz-Abstimmschaltung gelieferten Zwischenfrequenzsignale
abgenommen werden. Die Zwischenfrequenz-Abstimmschaltung enthält eine
auf das TV-Zwischenfrequenzband während des Fernsehempfangs abgestimmte
Hauptabstimmschaltung und eine Zusatzschaltung, die eine Reaktanzeinrichtung und
eine Schalteinrichtung, die mit der Reaktanzeinrichtung gekoppelt
ist, aufweist. Die Abstimmfrequenz der Zwischenfrequenz-Abstimmschaltung
wird unter Verwendung eines externen Schaltsignals geschaltet, um
die Schalteinrichtung einzuschalten und auszuschalten und dadurch
die Zwischenfrequenz-Abstimmschaltung entweder auf das TV-Zwischenfrequenzband
abzustimmen, oder die Zwischenfrequenz-Abstimmschaltung auf das
FN-Zwischenfrequenzband abzustimmen.
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Folglich
ist es ein Ziel der Erfindung, ein Verfahren anzugeben, mit dem
die HF-Kennlinie
beobachtet werden kann, die auf der Ausgangsseite der Mischerschaltung
in Erscheinung tritt, und zwar an dem Zwischenfrequenz-Ausgangsanschluss,
ohne dass die Kennlinie durch die Abstimmkennwerte der Zwischenfrequenz-Abstimmschaltung
beeinträchtigt wird.
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Das
Verfahren enthält
die Merkmale des Patentanspruchs.
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Wie
oben beschrieben wurde, enthält
der erfindungsgemäße Fernsehtuner
eine Mischerschaltung zum Umwandeln von Eingang-Fernsehsignalen in
Zwischenfrequenzsignale, eine Zwischenfrequenz-Abstimmschaltung,
der die Zwischenfrequenzsignale zugeführt werden, und einen Zwischenfrequenz-Ausgangsanschluss,
von dem die von der Zwischenfrequenz-Abstimmschaltung gelieferten
Zwischenfrequenzsignale ausgegeben werden. Die Abstimmfrequenz der
Zwischenfrequenz-Abstimmschaltung wird mit Hilfe externer Schaltsignale
umgeschaltet, um eine Abstimmung auf ein Zwischenfrequenzband oder
auf ein Band außerhalb
des Zwischenfrequenzbands zu erreichen. Wenn die Abstimmfrequenz
der Zwischenfrequenz-Abstimmschaltung auf ein Band außerhalb des
Zwischenfrequenzbands abgestimmt ist, erscheint die Hochfrequenz-Übertragungskennlinie
der Fernsehsignale, die auf der Strecke vom Eingangsanschluss bis
zum Mischerschaltungseingang erscheinen, ohne Änderung an dem Zwischenfrequenz-Ausgangsanschluss.
Das Verbinden des Detektors mit dem Zwischenfrequenz- Ausgangsanschluss
ermöglicht
also ein leichtes Beobachten der Wellenform der Übertragungskennlinie, so dass
keine Notwendigkeit besteht, eine spezielle Leiteranschlussfläche zum
Beobachten auf der integrierten Schaltung vorzusehen, was eine Größenreduzierung der
integrierten Schaltung gestattet. Weiterhin besteht kein Erfordernis,
ein Loch zum Anbringen des Detektors am Gehäuse des Fernsehtuners vorzusehen.
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Die
Zwischenfrequenz-Abstimmschaltung enthält eine Hauptabstimmschaltung,
die auf das Zwischenfrequenzband abgestimmt ist, und eine zusätzliche
Schaltung mit einer Reaktanzeinrichtung sowie eine Schalteinrichtung
in Reihe zu der Reaktanzeinrichtung, parallel geschaltet zu der
Hauptabstimmschaltung. Die Schalteinrichtung wird mit Schaltsignalen
eingeschaltet oder ausgeschaltet. Mit diesem Aufbau kann die Zwischenfrequenz-Abstimmschaltung
auf das Zwischenfrequenzband abgestimmt werden, wenn die Schalteinrichtung
ausgeschaltet ist, und die Abstimmfrequenz der Zwischenfrequenz-Abstimmschaltung
kann auf ein Frequenzband unterhalb des Zwischenfrequenzbands verschoben
werden, wenn die Schalteinrichtung eingeschaltet ist.
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Da
die Reaktanzeinrichtung ein kapazitives Element enthält und die
Schalteinrichtung ein Schalttransistor ist, lässt sich die Abstimmfrequenz
der Zwischenfrequenz-Abstimmschaltung leicht umschalten.
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Mindestens
die Mischerschaltung ist in einer integrierten Schaltung ausgebildet,
und das kapazitive Element und der Schalttransistor befinden sich
in der integrierten Schaltung, was den Aufbau des gesamten Fernsehtuners
ohne zusätzliche
Teile vereinfacht.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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1 ist
ein Schaltungsdiagramm des Aufbaus eines Fernsehtuners gemäß der vorliegenden Erfindung.
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2 ist
ein Diagramm der Wellenform der beobachteten Übertragungskennlinie in dem
Fernsehtuner gemäß der Erfindung.
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3 ist
ein Diagramm, welches den Verbindungszustand bei der Beobachtung
der Übertragungskennlinie
in dem erfindungsgemäßen Fernsehtuner
veranschaulicht.
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4 ist
eine Schaltungsskizze des Aufbaus eines Kantenfernsehtuners.
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5 ist
ein Diagramm, welches den Verschaltungszustand bei der Betrachtung
der Übertragungskennlinie
des bekannten Fernsehtuners veranschaulicht.
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6 ist
eine perspektivische Ansicht des bekannten Fernsehtuners.
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Beschreibung
der Ausführungsform
der Erfindung
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Der
Aufbau eines Fernsehtuners gemäß der Erfindung
ist in 1 gezeigt. Fernsehsignale, die über einen
Eingangsanschluss 1, beispielsweise einen Steckverbinder,
eingegeben werden, gelangen an eine Eingangs-Abstimmschaltung 2,
die beispielsweise auf Fernsehsignale des oberen oder des unteren
VHF-Bands abgestimmt ist. Die Fernsehsignale des oberen oder des
unteren VHF-Bands werden von einem Hochfrequenzverstärker 3 verstärkt und
dann von einer Zwischenstufen-Abstimmschaltung 4 ausgewählt. Die
Zwischenstufen-Abstimmschaltung 4 ist ebenfalls auf Fernsehsignale
des oberen oder des unteren VHF-Bands
abgestimmt. Die von der Zwischenstufen-Abstimmschaltung 4 differentiell
ausgegebenen Fernsehsignale werden einer Mischerschaltung 5 zugeleitet.
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Die
an die Mischerschaltung 5 gegebenen Fernsehsignale des
oberen oder des unteren VHF-Bands werden mit symmetrischen Empfangsoszillatorsignalen
von einem Oszillator 6 gemischt, um in Zwischenfrequenzsignale
umgewandelt zu werden. Die Mischerschaltung 5 und der Oszillator 6 sind in
einer integrierten Schaltung 7 enthalten. Die von der Mischerschaltung 5 kommenden
symmetrischen Zwischenfrequenzsignale werden an eine Zwischenfrequenz-Abstimmschaltung 8 gegeben,
die eine symmetrische Hauptabstimmschaltung 8a außerhalb der
integrierten Schaltung 7 und eine zusätzliche Schaltung 8b innerhalb
der integrierten Schaltung 7 und parallel geschaltet zu
der Hauptabstimmschaltung 8a, enthält.
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Die
Hauptabstimmschaltung 8a ist ein Parallelkreis, der ein
kapazitives Element C1 und Induktivitäten L1 und L2 in Serie enthält. Die
Hauptabstimmschaltung 8a wird auf ein Zwischenfrequenzband
abgestimmt. Eine Versorgungsspannung B, die an den Verbindungspunkt
der beiden Induktivitäten
L1 und L2 gelegt wird, gelangt an die Mischerschaltung 5. Die
Zusatzschaltung 8b ist eine Reihenschaltung mit einer Reaktanz
C2 und einer Schalteinrichtung S. Die Reaktanz C2 ist beispielsweise
ein Kondensator, die Schalteinrichtung S ist zum Beispiel ein Schalttransistor.
Der Emitter des Schalttransistors ist mit einem Ende der Hauptabstimmschaltung 8a verbunden, sein
Kollektor ist mit der Kapazität
verbunden. Die Reaktanz C2 kann eine Induktivität sein.
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Die
Basis des Schalttransistors, der als Schalteinrichtung S fungiert,
ist mit dem Kollektor eines Treibertransistors 9 verbunden.
Der Emitter des Treibertransistors 9 ist auf Masse gelegt,
seine Basis ist mit einer Dekodierschaltung 10 verbunden.
An die Dekodierschaltung 10 werden externe Schaltsignale gelegt.
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Die
von der Zwischenfrequenz-Abstimmschaltung 8 ausgegebenen
Zwischenfrequenzsignale werden von dem Zwischenfrequenzverstärker 11 verstärkt. Die
verstärkten
Zwischenfrequenzsignale werden von dem Fernsehtuner über den
Zwischenfrequenz-Ausgangsanschluss 12 nach außen gegeben.
Der Treibertransistor 9 und die Dekodierschaltung 10 sind
ebenfalls in der integrierten Schaltung 7 enthalten.
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Bei
dem oben beschriebenen Aufbau schaltet zum Beobachten einer Übertragungskennlinie (bezeichnet
als HF-Kennlinie) von dem Eingangsanschluss 1 an den Eingangsanschluss
der Mischerschaltung 5 ein Schaltsignal an die Dekodierschaltung 10 den
Treibertransistor 9 ein. Anschließend wird die Schalteinrichtung
S in der Zusatzschaltung 8b eingeschaltet, um die Reaktanz
C2 in der Zusatzschaltung 8b mit der Hauptabstimmschaltung 8a zu verbinden
und dadurch die Abstimmfrequenz der Zwischenfrequenz-Abstimmschaltung 8 auf
einen geringeren Wert als das Zwischenfrequenzband einzustellen.
Die Abstimmfrequenz wird hier vorzugsweise auf etwa die Hälfte des
Zwischenfrequenzbands eingestellt. Die Übertragungskennlinie (die ZF-Kennlinie)
der Zwischenfrequenz-Abstimmschaltung ist in 2 gezeigt,
wobei die Übertragungskennline
der Zwischenfrequenz-Abstimmschaltung gegenüber dem Zwischenfrequenzband
ZF weit ver schoben ist. Die HF-Kennlinie (HF in 2),
die in der Mischerschaltung 5 einer Frequenzumsetzung unterzogen
wird, erscheint innerhalb des Zwischenfrequenzbands ZF.
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Die
HF-Kennlinie, die durch den Zwischenfrequenzverstärker 11 gelangt,
wird an dem Zwischenfrequenz-Ausgangsanschluss 12 ausgegeben. Wie
in 3 gezeigt ist, wird also das Anschließen des
Zwischenfrequenz-Ausgangsanschlusses 12 an einen Detektor 13,
der seinerseits an eine Wellenformbetrachtungsvorrichtung 14 angeschlossen
ist, zu der Möglichkeit
führen,
die HF-Kennlinie auf der Wellenformbetrachtungsvorrichtung 14 darzustellen. In
diesem Zustand lässt
sich die HF-Kennlinie justieren oder bestätigen.
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Nach
der Betrachtung der HF-Kennlinie führt das Ausschalten des Treibertransistors 9 mit
dem Schaltsignal zu einem Ausschalten der Schalteinrichtung S, um
die Reaktanz C2 von der Hauptabstimmschaltung 8a zu trennen.
Hierdurch ist die Zwischenfrequenz-Abstimmschaltung 8 auf
das Zwischenfrequenzband (ZF) abgestimmt, wobei es sich um die Kennlinie
lediglich der Hauptabstimmschaltung 8a handelt.
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- 1
- Eingangsanschluss
- 2
- Eingangs-Abstimmschaltung
- 3
- Hochfrequenzverstärker
- 4
- Zwischenstufen-Abstimmschalter
- 5
- Mischerschaltung
- 6
- Oszillator
- 7
- Integrierte
Schaltung
- 8
- Zwischenfrequenz-Abstimmschaltung
- 8a
- Hauptabstimmschaltung
- C1
- Kondensator
- L1,
L2
- Induktivität
- 8b
- Zusatzschaltung
- C2
- Reaktanz
- S
- Schalteinrichtung
- 9
- Treibertransistor
- 10
- Dekodierer
- 11
- Zwischenfrequenzverstärker
- 12
- Zwischenfrequenz-Ausgangsanschluss
- 13
- Detektor
- 14
- Wellenformbetrachtungsvorrichtung