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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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1. Gebiet
der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung befasst sich mit Anordnungen bestehend aus
einem Halter und einem optischen Element, bei denen ein optisches
Element in einen Halter integriert ist, und betrifft im Spezielleren
eine Anordnung aus einem Halter und einem optischen Element, wobei
die Anordnung durch Pressformen aus einem Material des optischen
Elements gebildet ist.
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2. Beschreibung des einschlägigen Standes
der Technik
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Optische
Elemente, wie z.B. Linsen, die in Digitalkameras und in Aufnahmeköpfen von
CD-Abspielgeräten
verwendet werden, benötigen
bei der Montage ein hohes Maß an
Genauigkeit. Wie z.B. in dem japanischen Patent Nr. 2729702 offenbart
ist, wird diese Montage mit hoher Genauigkeit im Allgemeinen erreicht
durch Bilden einer Anordnung aus einem Halter und einem optischen
Element, bei der das optische Element durch den Halter gehalten
ist, wobei dann die Position des Halters während der Montage justiert
wird. Bei dieser Anordnung aus einem Halter und einem optischen
Element ist das optische Element dadurch gebildet, dass ein Material des
optischen Elements in einen zylindrischen Halter gesetzt wird, das
Material bis zum Erweichen erwärmt
wird und dann das erweichte Material unter Verwendung einer Form
einem Pressformvorgang unterzogen wird. Dadurch wird das optische
Element gebildet, wobei auch das Element im Presssitz in dem Halter
angebracht werden kann, so dass sich eine integrale Ausbildung des
Elements und des Halters erzielen lässt.
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Wenn
beim Pressformen das Material des optischen Elements einen volumenmäßigen Fehler beinhaltet,
kann die Dicke des optischen Elements variieren. Dies beeinträchtigt nicht
nur die optische Qualität,
sondern erfordert auch ein Justieren sowie Fixieren in einer korrekten
optischen Position, so dass sich Probleme hinsichtlich der Leistungseigenschaften
und der Positionierung ergeben.
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Zum
Lösen dieser
Probleme gibt es ein Verfahren zum Reduzieren von Volumenfehlern
durch Verbessern der Volumengenauigkeit des Materials des optischen
Elements. Zum Sicherstellen der Wirkung dieses Verfahrens sind jedoch
Verbesserungen bei der Genauigkeit nicht nur des Volumens des Materials
des optischen Elements sondern auch hinsichtlich der Ausbildung
des Halters erforderlich. Dies kann somit zu höheren Materialkosten sowie auch
zu höheren
Herstellungskosten führen.
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Weitere
Anordnungen aus einem Halter und einem optischen Element des Standes
der Technik sind aus der
JP
05066302 , der
EP 1 329
756 und der
JP 07043575 bekannt.
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KURZBESCHREIBUNG
DER ERFINDUNG
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Ein
Ziel der vorliegenden Erfindung besteht in der Schaffung einer hohe
Genauigkeit aufweisenden Anordnung aus einem Halter und einem optischen
Element, mit der sich Volumenfehler des Materials des optischen
Elements kompensieren lassen.
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Die
vorstehend genannten Probleme werden durch die Merkmale des Anspruchs
1 gelöst.
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Der
Halter kann über
die gesamte innere Oberfläche
des Halters mit einer Vielzahl von kontinuierlichen Mikroporen versehen
sein.
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Im
Folgenden werden Ausführungsformen der
vorliegenden Erfindung anhand von Beispielen unter Bezugnahme auf
die schematischen Begleitzeichnungen beschrieben; darin zeigen:
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1 eine
Schnittdarstellung einer Anordnung aus einem Halter und einem optischen
Element gemäß einem
Beispiel, das keine Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung darstellt;
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2A und 2B Schnittdarstellungen der
Anordnung des Beispiels bei dessen Herstellungsvorgang;
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3 eine
Schnittdarstellung einer Anordnung aus einem Halter und einem optischen
Element gemäß einem
ersten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
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4A und 4B Schnittdarstellungen der
Anordnung des ersten Ausführungsbeispiels
bei ihrem Herstellungsvorgang;
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5 eine
Schnittdarstellung einer Anordnung aus einem Halter und einem optischen
Element gemäß einem
zweiten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung; und
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6A und 6B Schnittdarstellungen der
Anordnung des zweiten Ausführungsbeispiels
bei ihrem Herstellungsvorgang.
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BESCHREIBUNG
DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
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Im
Folgenden werden Ausführungsbeispiele der
vorliegenden Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben.
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1 zeigt
eine Schnittdarstellung einer Anordnung 1 aus einem Halter
und einem optischen Element gemäß einem
Beispiel, das kein Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung darstellt. Die 2A und 2B zeigen
Schnittdarstellungen der Anordnung der 1 bei ihrem
Herstellungsvorgang.
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Die
Anordnung 1 wird z.B. in einer Digitalkamera oder einem
Aufnahmekopf eines CD-Abspielgeräts
verwendet. Unter Bezugnahme auf 1 beinhaltet
die An ordnung 1 einen zylindrischen Linsenhalter 10 sowie
eine sphärische
Linse 20, die in dem Linsenhalter 10 angeordnet
ist.
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Der
Linsenhalter 10 hält
die Linse 20 und ist zum Positionieren der Linse 20 in
einem optischen Gerät
vorgesehen. Der Linsenhalter 10 ist z.B. durch spanende
Bearbeitung oder Gießen
eines Materials, wie z.B. Aluminium und rostfreien Stahl, gebildet.
Der Linsenhalter 10 ist entlang der Innenumfangsfläche 11 des
Linsenhalters 10 mit Öffnungen 12 versehen, genauer
gesagt mit Eingriffsnuten 12a.
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Die
Linse 20, die aus Glas gebildet ist, ist in dem Linsenhalter 10 angeordnet.
Bei der Linse 20 handelt es sich um eine bikonvexe sphärische Linse, wobei
diese durch Pressformen eines Linsenmaterials 20a gebildet
ist, wie dies in 2A gezeigt ist. Während des
Pressformvorgangs verursacht der aufgebrachte Druck ein Presseinpassen
des Linsenmaterials 20a in den Linsenhalter 10,
so dass die Linse 20 mit dem Linsenhalter 10 in
integraler Weise ausgebildet ist. Von dem Umfang 21 der
Linse 20 erstrecken sich teilweise Erhebungen 21a nach
außen,
die mit den Öffnungen 12 in
Eingriff stehen.
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Das
Linsenmaterial 20a ist aus einem optischen Glas gebildet,
wie z.B. aus SFS01, wobei es sich um ein Bleioxid-Glasmaterial handelt.
Hinsichtlich des erforderlichen Volumens des Linsenmaterials 20a zum
Bilden der Linse 20 ist das Material 20a gezielt
mit einem zusätzlichen
Volumen vorgesehen. Dieses zusätzliche
Volumen kompensiert einen bei dem Linsenmaterial 20a vorhandenen
Volumenfehler, so dass das erforderliche Volumen des Linsenmaterials 20a zum
Bilden der Linse 20 sichergestellt ist.
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Der
während
des Pressformenvorgangs der Linse 20 ausgeübte Druck
führt dazu,
dass das zusätzliche
Volumen des Linsenmaterials 20a in die Öffnungen 12 fließt, d.h.
in die Eingriffsnuten 12a, so dass die Erhebungen 21a gebildet
werden. Mit anderen Worten wird das zusätzliche Volumen des Linsenmaterials 20a,
bei dem es sich um ein zum Bilden der Linse 20 nicht ursächlich erforderliches
Volumen handelt, von den Öffnungen 12 aufgenommen.
Dies bedeutet, dass auch der in dem zusätzlichen Volumen vorhandene
Volumenfehler von den Öff nungen 12 aufgenommen
wird, so dass sich die Bildung einer Linse 20 mit hoher
Genauigkeit und einer gewünschten
Formgebung erzielen lässt.
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Wenn
das Linsenmaterial 20a in die Öffnungen 12 fließt, üben die Öffnungen 12 einen
Strömungswiderstand
gegenüber
dem Linsenmaterial 20a aus. Wenn die Breiten der die Öffnungen 12 bildenden
Eingriffsnuten 12a groß sind,
ist der Strömungswiderstand
der Öffnungen 12 insgesamt
gering. Wenn dagegen die Breiten gering sind, ist der Strömungswiderstand
hoch. Obwohl zwei Eingriffsnuten 12a in 1 vorgesehen
sind, können
die Anzahl und die Breite der Nuten 12a z.B. in Abhängigkeit
von der Viskosität
des Linsenmaterials 20a modifiziert werden. Mit anderen
Worten kann durch Koordinieren der Anzahl und der Breite der Nuten 12a der Strömungswiderstand
der Öffnungen 12 in
Bezug auf das Linsenmaterial 20 eingestellt werden. Hierbei muss
das Volumen der Öffnungen 12 größer sein
als das zusätzliche
Volumen des Linsenmaterials 20a.
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Ein
hoher Strömungswiderstand
kann das Fließen
des Linsenmaterials 20a in die Öffnungen 12 hinein übermäßig beeinträchtigen
und dazu führen, dass
das zusätzliche
Volumen an sich einen Ausbildungsfehler bei der Linse 20 hervorruft.
Andererseits verursacht ein geringer Strömungswiderstand ein zu leichtes
Fließen
des Linsenmaterials 20a in die Öffnungen 12, wenn
der Formgebungsdruck ausgeübt wird,
so dass das Linsenmaterial 20a dazu veranlasst wird, die Öffnungen 12 auszufüllen. Da
in der vorstehend beschriebenen Weise das räumliche Volumen der Öffnungen 12 größer ausgebildet
ist als das zusätzliche
Volumen des Linsenmaterials 20a, kommt es beim Ausfüllen der Öffnungen 12 mit
dem Linsenmaterial 20a auch zu einer Leckage des zum Bilden der
Linse 20 eigentlich erforderlichen Volumens des Linsenmaterials 20a in
die Öffnungen 12 hinein.
Dies führt
zu einem Ausbildungsfehler bei der Linse 20. Mit anderen
Worten muss der Strömungswiderstand der Öffnungen 12 in
einem derartigen Ausmaß eingestellt
werden, dass das gesamte zusätzliche
Volumen des Linsenmaterials 20a durch den Formgebungsdruck
in die Öffnungen 12 hinein
fließen
kann, während
das eigentlich erforderliche Volumen an dem Eintreten in die Öffnungen 12 gehindert
ist.
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Wie
vorstehend beschrieben worden ist, muss der Strömungswiderstand der Öffnungen 12 in Bezug
auf die Viskosität
des Linsenmaterials 20a oder in Bezug auf unterschiedliche
Formgebungsdruckwerte eingestellt werden. Mit anderen Worten muss
dann, wenn die Viskosität
des Linsenmaterials 20a nahe dem Glasübergangspunkt ist und die Fluidität des Materials 20a gering
ist, der Strömungswiderstand
der Öffnungen 12 auf
einen niedrigeren Wert gesetzt werden. Wenn dagegen die Viskosität nahe dem
Erweichungspunkt ist und die Fluidität hoch ist, muss der Strömungswiderstand
der Öffnungen 12 höher gesetzt
werden.
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In ähnlicher
Weise ist der Strömungswiderstand
der Öffnungen 12 derart
eingestellt, dass bei geringem Formgebungsdruck der Widerstand geringer
ist, und umgekehrt. Auf der Basis dieser Bedingungen kann durch
Auswahl einer geeigneten Formgebung für die Öffnungen 12 mit einem
Strömungswiderstand,
der die gewünschte
Funktionalität
erbringt, eine flexible Einstellung z.B. hinsichtlich eines Materialwechsels
des Linsenmaterials 20a erfolgen. Alternativ hierzu kann
der Formgebungsdruck oder die Viskosität des Linsenmaterials 20a nach
Möglichkeit eingestellt
werden.
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Im
Folgenden wird ein Verfahren zum Herstellen der Anordnung 1 aus
einem Halter und einem optischen Element beschrieben. Die 2A und 2B veranschaulichen
jeweils eine Herstellungsvorrichtung 80 für die Anordnung 1.
Die Herstellungsvorrichtung 80 beinhaltet ein oberes Formteil
A, das mit einer inneren oberen Formteilkomponente 81 sowie
mit einer äußeren oberen
Formteilkomponente 82 versehen ist. Unter diesen Komponenten 81 und 82 befinden
sich eine innere untere Formteilkomponente bzw. eine äußere untere
Formteilkomponente 84, die ein unteres Formteil B bilden.
Außerdem
sind das obere und das untere Formteil A und B von einem Schließformteil
C umschlossen.
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Die
innere obere Formteilkomponente 81 und die innere untere
Formteilkomponente 83 haben im Wesentliche eine säulenartige
Konstruktion. Das untere Ende der Komponente 81 und das
obere Ende der Komponente 83 sind jeweils mit einer Übertragungsfläche 81a bzw. 83a zum
Formen der Oberflächen
der sphärischen
Linse versehen.
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Dagegen
sind die äußere obere
Formteilkomponente 82 und die äußere untere Formteilkomponente 84 rohrförmig, wobei
sie die jeweilige Komponente 81 bzw. 83 umschließen. Die
Wandstärke der
Komponenten 82 und 84 ist im Wesentli chen äquivalent
zu der des Linsenhalters 10, und der Innenumfang der Schließform C
ist im Wesentlichen äquivalent
zu dem Außenumfang
des Linsenhalters 10. Ferner sind die Komponenten 81 und 82 in
Vertikalrichtung unabhängig
voneinander verschiebbar.
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Unter
Bezugnahme auf 2A wird zum Bilden der Anordnung 1 der
z.B. durch spanende Bearbeitung auf vorbestimmte Abmessungen vorgeformte Linsenhalter 10 zuerst
auf die Komponente 84 gesetzt, und anschließend wird
das Linsenmaterial 20a in dem Linsenhalter 10 angeordnet.
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Obwohl
es in den 2A und 2B nicht dargestellt
ist, ist eine dem Umfang des Linsenhalters 10 zugewandt
gegenüberliegende
Heizeinrichtung zum Erwärmen
des Halters 10 vorgesehen, um dadurch das Linsenmaterial 20a auf
eine Temperatur über
dessen Erweichungspunkt zu erwärmen.
Ferner kann das Linsenmaterial 20a auch vor der Anordnung
von diesem in dem Linsenhalter 10 vorgewärmt werden.
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Unter
Bezugnahme auf 2B wird dann, wenn das erwärmte Linsenmaterial 20a weich
wird, das Material 20a einem Pressformvorgang unterzogen.
Genauer gesagt wird die äußere obere
Formteilkomponente 82 auf den auf der äußeren unteren Formteilkomponente 84 angeordneten
Linsenhalter 10 abgesenkt, so dass der Linsenhalter 10 zwischen der
Komponente 82 und der Komponente 84 angebracht
ist. Die innere obere Formteilkomponente 81 wird dann auf
das auf der inneren unteren Formteilkomponente 83 angeordnete
erweichte Linsenmaterial 20a abgesenkt, so dass die Übertragungsflächen 81a und 83a der
jeweiligen Komponenten 81 und 83 Druck auf das
Linsenmaterial 20a ausüben.
Als Ergebnis hiervon wird die Linse 20 gebildet, bei der
es sich um eine bikonvexe sphärische
Linse handelt. Dieser Pressformvorgang erfolgt innerhalb des Bereichs,
in dem die Viskosität
des Linsenmaterials 20a zwischen dem Glasübergangspunkt
und dem Erweichungspunkt liegt.
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Beim
Ausüben
von Druck auf das Linsenmaterial 20a verursacht der Formgebungsdruck zwangsweise
ein Fließen
des zusätzlichen
Volumens des Materials 20a in die entlang der Innenumfangsfläche 11 des
Linsenhalters 10 vorgesehenen Nuten 12a, so dass
die Erhebungen 21a entstehen.
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Im
Folgenden wird ein erstes Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung beschrieben. 3 zeigt
eine Schnittdarstellung einer Anordnung 2 aus einem Halter
und einem optischen Element gemäß der zweiten
Ausführungsform.
Die 4A und 4B zeigen
Schnittdarstellungen der Anordnung 2 bei deren Herstellungsvorgang.
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Die
Anordnung 2 wird z.B. in einer Digitalkamera oder einem
Aufnahmekopf eines CD-Abspielgeräts
verwendet, wie dies auch bei der Anordnung 1 der ersten
Ausführungsform
der Fall ist. Unter Bezugnahme auf 3 beinhaltet
die Anordnung 2 einen zylindrischen Linsenhalter 30 sowie
eine sphärische Linse 40,
die in dem Linsenhalter 30 angeordnet ist.
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Der
Linsenhalter 30 ist z.B. aus Aluminium oder rostfreiem
Stahl gebildet und weist Öffnungen 32,
d.h. eine Vielzahl von Poren 32a, über die gesamte Konstruktion
des Linsenhalters 30 auf. Genauer gesagt ist der Linsenhalter 30 mit
seinen Öffnungen 32,
d.h. Poren 32a, beispielsweise durch einen Pulversintervorgang
oder einen Formvorgang zum Formen von porösem Metallmaterial gebildet.
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Die
Linse 40, die aus Glas gebildet ist, ist in dem Linsenhalter 30 angeordnet.
Bei der Linse 40 handelt es sich um eine bikonvexe sphärische Linse, wobei
diese durch Pressformen eines Linsenmaterials 40a gebildet
ist, wie dies in 4A dargestellt ist. Während des
Pressformvorgangs verursacht der aufgebrachte Druck ein Presseinpassen
des Linsenmaterials 40a in den Linsenhalter 30,
so dass die Linse 40 in integraler Weise mit dem Linsenhalter 30 ausgebildet
ist. Im Wesentlichen von der gesamten Oberfläche des Umfangs 41 der
Linse 40 erstrecken sich Erhebungen 41a nach außen, die
mit den Öffnungen 32 in
Eingriff stehen.
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Hinsichtlich
des erforderlichen Volumens des Linsenmaterials 40a zum
Bilden der Linse 40 ist das Material 40a gezielt
mit einem zusätzlichen
Volumen vorgesehen, wie dies auch bei der ersten Ausführungsform
der Fall ist. Der während
des Pressformens der Linse 40 ausgeübte Druck führt dazu, dass das zusätzliche
Volumen des Linsenmaterials 40a in die Öffnungen 32, d.h.
die Poren 32a, fließt,
um dadurch die Erhebungen 41a zu bilden. Somit wird das zusätzliche
Volumen des Linsenmaterials 40a, bei dem es sich um ein
zum Bilden der Linse 40 nicht eigentlich erforderliches
Volumen handelt, zusammen mit dem Volumenfehler von den Öffnungen 32 aufgenommen,
so dass sich eine hohe Genauigkeit aufweisende Linse 40 mit
einer gewünschten
Formgebung bilden lässt.
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Wenn
das Linsenmaterial 40a in die Öffnungen 32 fließt, üben die Öffnungen 32 einen
Strömungswiderstand
gegenüber
dem Linsenmaterial 40a aus, wie dies auch bei der ersten
Ausführungsform
der Fall ist. Wenn die Durchmesser der Poren 32a groß sind,
ist der Strömungswiderstand
gering, während
bei kleinen Durchmessern der Strömungswiderstand
hoch ist. Der Strömungswiderstand
der Öffnungen 32 muss
auf ein Ausmaß eingestellt
werden, dass das gesamte zusätzliche
Volumen des Linsenmaterials 40a durch den Formgebungsdruck
in die Öffnungen 32 hinein
fließen
kann, während
das eigentlich erforderliche Volumen an einem Eintritt in die Öffnungen 32 gehindert
ist. Wie bei der ersten Ausführungsform
muss die Einstellung des Strömungswiderstands
der Öffnungen 32 im
Hinblick auf die Viskosität
des Linsenmaterials 40a oder unterschiedliche Formgebungsdruckwerte
erfolgen. Hierbei muss das räumliche
Volumen der Öffnungen 32 größer sein
als das zusätzliche
Volumen des Linsenmaterials 40a.
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Der
Strömungswiderstand
der Öffnungen 32 gegenüber dem
Linsenmaterial 40a kann durch Verändern der Porosität, d.h.
des Verhältnisses
der Poren 32a zu dem Gesamtvolumen des Linsenhalters 30,
eingestellt werden. Die Porosität
liegt bei einem Pulversintervorgang vorzugsweise in einem Bereich von
30 % bis 60 % sowie bei einem Formvorgang zum Formen von porösem Metall
bei 50 % bis 95 %. Die Poren 32a haben eine Größe in einem
Bereich von einigen wenigen μm
bis 100 μm
und müssen kontinuierlich
bzw. flächig
vorhanden sein.
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Im
Folgenden wird ein Verfahren zum Herstellen der Anordnung 2 aus
einem Halter und einem optischen Element beschrieben. Unter Bezugnahme auf
die 4A und 4B handelt
es sich bei der Herstellungsvorrichtung 80 für die Anordnung 2 um die
gleiche wie bei der ersten Ausführungsform,
so dass auf eine Beschreibung der Konstruktion von dieser verzichtet
wird. Unter Bezugnahme auf 4A wird
zum Bilden der Anordnung 2 der z.B. durch Pulversintern
oder einen Formvorgang zum Formen von porösem Metall auf vorbestimmte
Abmessungen vorgeformte Linsenhalter 30 zuerst auf der äußeren unteren
Formteilkomponente 84 platziert, und anschließend wird
das Linsenmaterial 40a in dem Linsenhalter 30 angeordnet.
Unter Bezugnahme auf 4B wird nach dem Erwärmen des
Linsenhalters 30 und des Linsenmaterials 40a zum
Erweichen des Materials 40a das Material 40a einem
Pressformvorgang unterzogen.
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Durch
den auf das Linsenmaterial 40a ausgeübten Formgebungsdruck wird
das zusätzliche
Volumen des Materials 40a zwangsweise dazu veranlasst,
in die Öffnungen 32 zu
fließen,
die auf der inneren Umfangsfläche 31 des
Linsenhalters 30 vorhanden sind, um dadurch die Erhebungen 41a zu
bilden.
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Im
Folgenden wird ein zweites Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung beschrieben. 5 zeigt
eine Schnittdarstellung einer Anordnung 3 aus einem Halter
und einem optischen Element gemäß dem dritten
Ausführungsbeispiel.
Die 6A und 6B zeigen
Schnittdarstellungen der Anordnung 3 bei deren Herstellungsvorgang.
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Die
Anordnung 3 wird, wie die Anordnungen 1 und 2 der
ersten und der zweiten Ausführungsform, ebenfalls
z.B. in einer Digitalkamera oder einem Aufnahmekopf eines CD-Abspielgeräts verwendet.
Unter Bezugnahme auf 5 beinhaltet die Anordnung 3 einen
zylindrischen Linsenhalter 50 sowie eine sphärische Linse 60,
die in dem Linsenhalter 50 angeordnet ist.
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Gemäß dem zweiten
Ausführungsbeispiel beinhaltet
der Linsenhalter 50 einen inneren Halterteil 52 und
einen äußeren Halterteil 53.
Der Teil 52 ist zylindrisch und an der Innenseite des Linsenhalters 50 angeordnet.
Der Teil 52 nimmt einen Bereich der Innenumfangsfläche 51 des
Linsenhalters 50 ein. Der Teil 52 ist z.B. aus
Aluminium oder rostfreien Stahl gebildet und mit Öffnungen 54,
d.h. einer Vielzahl von Poren 54a, über die gesamte Konstruktion des
Teils 52 ausgebildet. Genauer gesagt ist der Teil 52 mit
seinen Öffnungen 54,
d.h. Poren 54a, beispielsweise durch Pulversintern oder
einen Formvorgang zum Formen von porösem Metallmaterial gebildet.
Die Erfordernisse hinsichtlich der Öffnungen 54 sind ähnlich wie
bei der zweiten Ausführungsform.
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Der äußere Halterteil 53 ist
z.B. durch spanende Bearbeitung oder Gießen eines Materials, wie z.B.
Aluminium und rostfreien Stahl, gebildet. Der Teil 53 um schließt die äußere Peripherie
des Teils 52 und zumindest eine der Oberflächen des
Teils 52, der mit dem Teil 53 in Berührung steht.
Der Teil 53 gewährleistet
eine luftdichte Montage der Anordnung 3 in einer optischen
Vorrichtung. Diese sichergestellte luftdichte Ausführung der
Anordnung 3 verhindert z.B. interne Korossion eines optischen
Geräts
aufgrund von Feuchtigkeit. Der Teil 52 ist an dem Teil 53 beispielsweise
durch Presspassen oder Verschweißen festgelegt, so dass die
Teile 52 und 53 in integraler Weise ausgebildet
sind.
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Die
Linse 60, die aus Glas gebildet ist, ist in dem Linsenhalter 50 angeordnet.
Bei der Linse 60 handelt es sich um eine bikonvexe sphärische Linse, wobei
diese in der in 6A dargestellten Weise durch
Pressformen von Linsenmaterial 60a gebildet wird. Während des
Pressformvorgangs führt
der ausgeübte
Druck dazu, dass das Linsenmaterial 60a im Presssitz an
dem Linsenhalter 50 angebracht wird, so dass die Linse 60 und
der Linsenhalter 50 in integraler Weise ausgebildet sind.
Von dem Umfangsbereich 61 der Linse 60 erstrecken
sich Erhebungen 61a teilweise nach außen, die mit den Öffnungen 54 in
Eingriff stehen.
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Hinsichtlich
des erforderlichen Volumens des Linsenmaterials 60a zum
Bilden der Linse 60 ist das Material 60 gezielt
mit einem zusätzlichen
Volumen vorgesehen, wie dies auch bei der ersten und der zweiten
Ausführungsform
der Fall ist. Der während des
Pressformvorgangs der Linse 60 aufgebrachte Druck führt dazu,
dass das zusätzliche
Volumen des Linsenmaterials 60a in die Öffnungen 54, genauer gesagt
die Poren 54a, fließt,
um dadurch die Erhebungen 61a zu bilden. Somit wird das
zusätzliche
Volumen des Linsenmaterials 60a, bei dem es sich um ein
zum Bilden der Linse 60 eigentlich nicht erforderliches
Volumen handelt, zusammen mit dem Volumenfehler von den Öffnungen 54 absorbiert,
so dass sich eine hohe Genauigkeit aufweisende Linse 60 mit einer
gewünschten
Formgebung bilden lässt.
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Im
Folgenden wird ein Verfahren zum Herstellen der Anordnung 3 aus
einem Halter und einem optischen Element beschrieben. Unter Bezugnahme auf
die 6A und 6B handelt
es sich bei der Herstellungsvorrichtung 80 für die Anordnung 3 um die
gleiche wie die des Beispiels und der ersten Ausführungsform,
so dass auf eine Beschreibung der Konstruktion von dieser verzichtet
wird. Unter Bezugnahme auf 6A wird
zum Bilden der Anordnung 3 der Linsenhalter 50,
der auf vorbestimmte Abmessungen vorgeformt ist und die Teile 52 und 53 aufweist,
zuerst auf der äußeren unteren
Formteilkomponente 84 platziert. Anschließend wird
das Linsenmaterial 60a in dem Linsenhalter 50 angeordnet.
Unter Bezugnahme auf 6B wird nach dem Erwärmen des
Linsenhalters 50 und des Linsenmaterials 60a zum
Erweichen des Materials 60a das Material 60a dann
einem Pressformvorgang unterzogen.
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Durch
den auf das Linsenmaterial 60a ausgeübten Formgebungsdruck wird
das zusätzliche
Volumen des Materials 60a dazu veranlasst, in die Öffnungen 54 des
inneren Halterteils 52 des Linsenhalters 50 zu
fließen,
so dass die Erhebungen 61a gebildet werden.
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Obwohl
für die
vorstehenden Ausführungsformen
eine sphärische
konvexe Linse als Beispiel beschrieben worden ist, ist die vorliegende
Erfindung nicht auf diesen Linsentyp beschränkt. Alternativ hierzu kann
die vorliegende Erfindung auch bei einer Linse mit einer anderen
Formgebung, wie z.B. einer konkaven Linse, Verwendung finden. Darüber hinaus ist
die vorliegende Erfindung nicht auf Linsen beschränkt, sondern
sie kann auch bei anderen optischen Elementen verwendet werden,
wie z.B. einem Halter mit integriertem Beugungsgitter.