-
Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer
Zahnrestauration gemäß dem Einleitungsabschnitt
von Anspruch 1, sowie eine Vorrichtung gemäß dem Einleitungsabschnitt
von Anspruch 10 und insbesondere ein Verfahren.
-
Augenblicklich
verwendete Prozesse zur Herstellung von Zahnrestaurationen umfassen
verschiedene Verfahren. Eines von zwei herkömmlichen Verfahren ist das
Wachsausschmelz- oder Präzisions-Gießverfahren,
und das andere Verfahren ist die Computermodellierung oder -formgebung
sowie das Computerfräsen.
-
Zunächst haben
die in dieser Druckschrift dargelegten Begriffe gemäß Verwendung
die folgenden Bedeutungen:
Der Begriff "Zahn" kann
einen oder mehrere Zähne betreffen. Ähnlich kann
der Begriff "Zahnbearbeitungsfläche" einen einzelnen
Zahn, der zur Aufnahme einer Zahnrestauration bearbeitet worden
ist, oder mehrere Zähne
sowie den Umgebungsbereich betreffen. Der Begriff "Zahnrestauration" ist für Implantate
oder Inlays, Einlagefüllungen
oder Onlays, Furniere, Kronen und Brücken anwendbar. Darüber hinaus
ist er auch für
Primärkronen
anwendbar.
-
Der
Begriff "Steinmodell", wie er in dieser
Beschreibung verwendet wird, bezieht sich auf ein Modell des Zahnbearbeitungsbereichs,
welches von einem Abdruck gegossen wird. Das "Steinmodell" kann aus speziell kalziniertem Gipsderivat ähnlich Modell-Gips hergestellt
werden, wobei dieses jedoch eine größere Festigkeit als Modell-Gips
aufweist.
-
Der
Begriff "Computer" bezieht sich auf
einen oder mehrere Computer.
-
Das
Wachsausschmelz- oder Präzisions-Gießverfahren,
obwohl es eine sehr gute Zahnrestauration bereitstellt, ist zeitaufwändig und
erfordert zudem Fachleute, um ein annehmbares Produkt zu erzeugen.
Eines dieser Wachsausschmelz- oder Präzisions-Gießverfahren verwendet Empress®-Arbeitsgerät, wodurch
eine Zahnrestauration sehr hoher Qualität erzeugt wird. Empress® ist
ebenso wie Ivoclar Vivadent AG ein Warenzeichen.
-
Das
Computer-Modellierungs- und Fräsverfahren
verwendet im Wesentlichen eingescannte digitalisierte Bilder des
zu restaurierenden Bereichs, und erzeugt dann eine Zahnrestauration
durch Fräsen
geeigneter Materialien. Ein Computer kann mit der Scan- oder Abtastvorrichtung
verbunden sein, ein anderer mit der Fräsmaschine, und noch ein anderer
Computer kann die gescannten oder abgetasteten Daten zur Herstellung
des 3D-Bildes der Zahnrestauration verarbeiten. Es ist denkbar,
dass alle diese Funktionen in demselben Computer ausgeführt werden
könnten,
wobei der Computer mit der Abtaststation und der Frässtation
verdrahtet sein kann.
-
US-Patent
5,452,219 offenbart ein Verfahren zur Herstellung einer Form mit
Hilfe einer computergesteuerten Fräsmaschine, wobei die Form zur
Bearbeitung von Zahnrestaurationen verwendet wird. Das Patent offenbart
die Schritte des Scannens oder Abtastens eines Zahnmodells zum Erhalt
von Daten über
die dreidimensionale Oberfläche
des Modells, des Verarbeitens der Daten zur Erzeugung eines Werkzeugbahnprogramms,
und des Verwendens des Programms zur Steuerung der direkten Herstellung
einer Zahnform, bei welcher es sich um das Negativbild des Zahnmodells
handelt. Die Form kann dann zur Herstellung eines künstlichen
Zahns verwendet werden. Die Form ist allerdings nicht für die Verwendung
beim Formen von Hochtemperatur-Keramiken geeignet.
-
Daher
ist es eine Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung
einer Zahnrestauration gemäß dem Einleitungsabschnitt
von Anspruch 1 sowie eine Vorrichtung zu schaffen, welche für das Zusammenpressen
von Einbettungsformen gemäß dem Einleitungsabschnitt
von Anspruch 10 nützlich
ist, welche besser für
das Formen von Hochtemperatur-Keramiken geeignet sind.
-
Diese
Aufgabe wird durch die in den Ansprüchen 1 und 10 dargelegten Merkmale
gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen können
den Unteransprüchen entnommen
werden.
-
Diese
Erfindung vereinfacht die Herstellung einer hochqualitativen Zahnrestauration
von der Art, wie sie durch Empress®-Arbeitsgerät erzeugt
wird. Es ist ein Merkmal dieser Erfindung, dass die Einbettungs-
oder Umhüllungsblöcke derart
bereitgestellt sind, dass sie für
die Verwendung in einem auf einen Bereich von 800 bis 1200°C aufgeheizten
Ofen geeignet sind, und ein Gussblock aus einem geeigneten Zahnrestaurationsmaterial
wird ebenfalls bereitgestellt. Ein bearbeiteter Zahn wird entweder
direkt oder indirekt eingescannt, um ein digitalisiertes dreidimensionales
Bild des Zahnbearbeitungsbereichs zu erhalten. Dann wird ein 3D-Computermodell
einer gewünschten
Zahnrestauration erzeugt, wobei der Computer die Abtastung des Zahnbearbeitungsbereichs
sowie im Speicher des Computers gespeicherte Daten verwendet. Durch
Verwendung einer computergesteuerten Fräsvorrichtung werden die Einbettungs-
oder Umhüllungsblöcke dann
gefräst,
um eine Formengestalt in Form des 3D-Computermodells der gewünschten
Zahnrestauration zu erzeugen. Die Einbettungs- oder Umhüllungsblöcke werden dann zur Erzeugung
einer Einbettungs- oder Umhüllungsform
zusammengedrückt.
Die Einbettungs- oder
Umhüllungsblöcke und
der Gussblock aus Zahnrestaurationsmaterial werden dann auf eine
Temperatur erwärmt,
die hoch genug ist, um ein Fließen
des Zahnrestaurationsmaterials zuzulassen. Das Zahnrestaurationsmaterial
wird dann zur Bildung der Zahnrestauration von dem Gussblock in
die Einbettungs- oder Umhüllungsform
gedrückt.
Als Nächstes
werden die Form und die gepresste Zahnrestauration gekühlt. Nach
Abkühlung
wird die Zahnrestauration aus der Form entnommen.
-
Vorteilhafterweise
wird ein Zahnbearbeitungsbereich entweder direkt oder indirekt abgetastet,
wobei die Abtastdaten zur Erzeugung einer oder mehrerer Formen zur
Bereitstellung einer geeigneten Zahnrestauration verwendet werden,
und wobei ein geeignetes Zahnrestaurationsmaterial in die Form oder
die Formen gedrückt
wird, um die gewünschte Zahnrestauration
zu bilden.
-
Weitere
Vorteile, Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung mehrerer Ausführungsformen der Erfindung,
welche zeigen:
-
1 ein
Ablaufdiagramm, welches zeigt, wie ein Abdruck unter Verwendung
des Empress®-Prozesses
des Standes der Technik gefertigt wird;
-
2 ein
Ablaufdiagramm, welches zeigt, wie eine Zahnrestauration unter Verwendung
von CAD-CAM-Prozessen des Standes der Technik hergestellt werden
kann;
-
3 ein
Ablaufdiagramm, welches viele der in dieser Anmeldung offenbarten
Schritte zeigt, welche erfindungsgemäß erreicht werden;
-
4 eine
Presse des Standes der Technik, welche zur Erzeugung einer Zahnrestauration
verwendet werden kann;
-
5 ein
computererzeugtes Abtastbild eines ersten Zahnbearbeitungsbereichs;
-
6 ein
weiteres computerverarbeitetes Bild;
-
7 ein
computererzeugtes 3D-Bild eines zweiten Zahnbearbeitungsbereichs,
wobei der Bereich mehrere Zähne
einschließt;
-
8 eine
in der Abmessung verringerte 3D-Zahnrestauration in Form einer Primärkrone für den zweiten
Zahnbearbeitungsbereichs, wobei die Primärkrone separat geformt wird;
-
9 ein
weiteres computerverarbeitetes 3D-Bild einer weiteren Zahnrestauration,
welche über
der Primärkronen-Zahnrestauration
liegt, welche von dem in 8 gezeigten 3D-Bild erzeugt wird;
-
10 den
Prozess für
das Fräsen
gegenüberliegender
Einbettungsblöcke;
-
11 eine
Darstellung in aufgelösten
Einzelteilen einer Anordnung, welche obere, zwischenliegende und
untere Einbettungsblöcke
sowie obere und untere Klemmgefüge
aufweist;
-
12 eine
zusammengesetzte Querschnittsansicht der Anordnung von 11;
-
13 eine
Unteransicht des oberen Klemmgefüges;
und
-
14 eine
Schnittansicht, welche entlang der Linie 14-14 in 13 genommen
wurde.
-
Die
durch dieses Verfahren erzeugte Zahnrestauration kann eine Zahnrestauration
in Normal- oder voller Größe sein
oder sie kann unter Normalgröße oder
Untergröße aufweisen.
Darüber
hinaus kann die Zahnrestauration aus einem einzigen Restaurationsmaterial
gebildet sein. Alternativ kann es sich um eine zweiteilige Zahn restauration
handeln, wobei ein erstes oder anfängliches Restaurationsmaterial
zunächst
geformt wird, und dann ein zweites überlagerndes Restaurationsmaterial
auf dem ersten darunterliegenden Restaurationsmaterial geformt wird.
Diese Form von Restauration wird als zusammengesetzte oder Verbundrestauration
bezeichnet. Eine Brücke
kann beispielsweise eine Verbundrestauration sein. Daher kann es
wünschenswert
sein, dass eine Brücke
einen ersten oder ursprünglichen untenliegender
Abschnitt, der aus einem sehr festen oder starken Restaurationsmaterial
gebildet ist, und ein zweites darüberliegendes Restaurationsmaterial aus
Glaskeramik aufweist, welches dem gewünschten Erscheinungsbild näher entspricht.
-
Falls
die Dentalrestauration volle Größe aufweist,
dann ist es lediglich erforderlich, die Zahnrestauration zu färben und
zu glasieren, um ihr das gewünschte
Erscheinungsbild zu verleihen. Falls die Zahnrestauration unter
Normalgröße oder
Untergröße aufweist,
ist es notwendig, dass ein Labortechniker eine oder mehrere Schichten
eines geeigneten Materials anbringt, um die Zahnrestauration auf
die gewünschte
Endgröße zu bringen
und um ihr darüber hinaus
das gewünschte
Erscheinungsbild und die gewünschte
Transparenz zu verleihen. Wenn die Zahnrestauration für vordere
Zähne bestimmt
ist, besteht diese für
gewöhnlich
aus Schichten. Andere Zahnrestaurationen, bei denen das Erscheinungsbild
nicht so kritisch ist, können
lediglich gefärbt
werden.
-
Mit
Bezug zunächst
auf 1 ist ein Ablaufdiagramm des Prozesses dargestellt,
der bei dem Empress®-Arbeitsgerät eingesetzt
wird. In Übereinstimmung
mit diesem Prozess des Standes der Technik wird ein Abdruck des
Zahnbearbeitungsbereichs gefertigt, nachdem der Zahnarzt den Zahn
für die Zahnrestauration
bearbeitet oder vorbereitet hat. Von dem Abdruck wird ein Modell
aus Hartgestein angefertigt. Unter Verwendung des Modells aus Hartgestein
erzeugt ein Zahntechniker ein Wachsmodell der Zahnrestauration.
Nun bringt der Techniker einen Wachseingusskanal (Einguss) an dem
Wachs-Zahnmodell an. Ein Eingussfuß wird be reitgestellt, welcher
einen im Allgemeinen kreisförmigen
Fußabschnitt
und einen sich nach oben erstreckenden zylindrischen Abschnitt aufweist,
der zur Ausbildung einer Führung
für einen
Druckstempel oder -kolben wirkt. Der Eingusskanal und das Wachsmodell
werden nun am oberen Ende des zylinderförmigen Abschnitts des Eingussfußes befestigt.
Ein Papierzylinder wird anschließend auf dem Eingussfuß um das Wachsmodell
und den Eingusskanal herum angeordnet. Ein Stabilisierungsring wird
dann auf der Oberseite des Papierzylinders plaziert. Anschließend wird Einbettungsmaterial
oder -masse in den Papierzylinder an dem sich nach oben erstreckenden
zylinderförmigen
Abschnitt, dem Wachs-Zahnmodell und dem Eingusskanal gegossen. Der
Stabilisierungsring wird dann entfernt und eine Ringschablone wird
auf dem Papierzylinder angeordnet. Das Einbettungsmaterial setzt
oder formfestigt sich bei Raumtemperatur, für gewöhnlich während eines Zeitraums von 30
Minuten bis zu einer Stunde, wobei das sich gesetzte oder formgefestigte
Einbettungsmaterial als Einbettungsring bezeichnet wird. Die Ringschablone
und der Eingussfuß werden
aus dem Einbettungsring entnommen, wie es bei 12 in 4 gezeigt
ist. Der Einbettungsring wird nun zusammen mit einem Druckstempel
oder -kolben in einem Ofen angeordnet, wobei der Ofen auf ungefähr 850 °C vorgeheizt
worden ist. Der Einbettungsring verbleibt in dem Ofen eine Zeitlänge, die
ausreichend ist, damit das gesamte Wachs verdampft und keine Rückstände zurückbleiben.
-
Nachdem
dieser Schritt beendet worden ist, werden der heisse Einbettungsring 12,
der Gussblock 18 sowie der Druckkolben 20 in einem
Pressofen von der in 4 gezeigten Art angeordnet,
wobei der Brennofen auf einem Sockel 38 steht. Der Ofen weist
ein oberes Ende 33 und Seitenwände 35 auf. (Die Ofentür ist nicht
dargestellt). Die Innenkammer 36 des Ofens wird mit Hilfe
einer spiralförmigen
Heizvorrichtung 34 erwärmt.
Eine Kolbenanordnung 24 wird von der obersten Wand 33 getragen.
In der dargestellten Ausführungsform
wird die Kolbenanordnung elektrisch mit Hilfe eines Motors 26,
einer Drehantriebswelle 28 und einem geeigneten Mechanismus 30 angetrieben.
Es können
jedoch auch andere Formen von Energie für die Kolbenanordnung 24 eingesetzt
werden. Der Ofen wird geschlossen und auf eine höhere Temperatur, für gewöhnlich im
Bereich von 800°C
bis 1.200°C,
erwärmt.
Die Kolbenanordnung 24 erstreckt sich durch eine Dichtung 32,
so dass in der Innenkammer 36 ein Vakuum aufrechterhalten
werden kann. Während
der Erwärmung
des Gussblocks 18 und nachdem dieser weich geworden ist,
wird er zur Bildung der gewünschten
Zahnrestauration in die Form gedrückt. Nachdem die Restaurationsform
mit dem Restaurationsmaterial von dem Gussblock gefüllt worden
ist, wird der Einbettungsring aus den Ofen entnommen und darf auf
Raumtemperatur abkühlen.
Die Zahnrestauration wird aus dem Einbettungsring befreit, für gewöhnlich mit
Hilfe von "Sand"-Strahlen, wobei
die "Sand"-Strahlausrüstung für gewöhnlich kleine
Glasperlen- oder -kügelchen
verwendet. Die Zahnrestauration ist nun fertig. Die Endbearbeitung
kann entweder Färbung
oder Beschichtung beinhalten, und diese Verfahren sind dem Fachmann
in der Technik bestens bekannt.
-
Es
ist ersichtlich, dass der vorstehend beschriebene Prozess zeitaufwändig ist
und es einen geschulten Techniker bedarf, um die gewünschten Ergebnisse
zu erzielen. Allerdings wird das Produkt dieses Prozesses weitläufig akzeptiert,
sowohl aufgrund seines Erscheinungsbildes als auch aufgrund deshalb,
dass die Ränder
oder Toleranzen der Zahnrestauration dazu neigen, eng mit dem bearbeiteten Zahn übereinzustimmen.
-
Es
wurde vorgeschlagen, eine Zahnrestauration mit Hilfe eines Differenzierungsprozesses
herzustellen. Bei diesem Prozess, welcher aus dem Ablaufdiagramm
von 2 ersichtlich ist, wird ein Abdruck des Zahnbearbeitungsbereichs
genommen, und dann wird von diesem Abdruck ein Steinmodell gebildet.
Nach dem Aushärten
des Modells wird dieses zur Erzeugung eines 3D-Computerbildes gescannt
oder abgetastet. Es ist auch bekannt, dass das gescannte Bild direkt
im Mund des Patienten aufgenommen werden kann, oder direkt von dem
Abdruck. Auf alle Fälle
wird das gescannte Bild dann mit einer Zahnform aus einer Programmbibliothek
für Zahnformen
in dem Computer verglichen, um die gewünschte Zahnrestauration zu
erzeugen. Nach Beendigung dieses Schrittes wird das 3D-Computerbild der
Zahnrestauration an einen Fräser
gesendet, wo die endgültige
Zahnrestauration gefräst
wird. In der Praxis ist das Material, aus dem die Zahnrestauration gefräst wird,
ein sehr hartes Material, wie z.B. ein keramisches Material, das
aus Zirkoniumoxid oder dergleichen gebildet ist. Dieses System weist
insofern Vorteile auf, dass kein hochqualifizierter Techniker zur
Formgestaltung des Wachsmodells erforderlich ist. Darüber hinaus
ist das System zeitsparend. Bei Praktizierung dieses Prozesses fand
man jedoch heraus, dass das Erscheinungsbild der Zahnrestaurationen
nicht dieselbe Qualität
haben wie die mit Hilfe des Empress®-Arbeitsgeräts erzeugten
Zahnrestaurationen, und es sind nicht immer gute Ränder vorhanden.
-
Gemäß den Prinzipien
dieser Erfindung wird ein Scan von dem Zahnbearbeitungsbereich auf
eine dem Stand der Technik ähnliche
Art und Weise gemacht, entweder direkt oder indirekt. Ein 3D-Digitalbild
der Abtastdaten wird dann von dem Computer erzeugt, welcher mit
der Abtastvorrichtung verbunden ist, wie z.B. die in den 5 und 7 gezeigten 3D-Bilder.
Ein graphisches 3D-Modell der Zahnrestauration wird dann von den
Abtastdaten und von einer Programmbücherei von Zahnformen in dem Computer
erzeugt. Dies kann eine gewisse Auswahl von Zahnformen durch den
Bediener des Computers erfordern, und das auf diese Weise erzeugte
3D-Bild der Zahnrestauration
steht zur Inspektion oder Überprüfung an
einem geeigneten Endgerät
zur Verfügung,
wobei ein derartiges 3D-Bild der Zahnrestauration in 6 gezeigt
ist, genauer gesagt ein 3D-Modell einer Zahnrestauration, die zur
Verwendung mit dem gescannten Bild des Zahnrestaurationsbereichs von 5 erzeugt
worden ist. Es versteht sich, dass dieses 3D-Bild zwei Oberflächen aufweist,
eine Oberfläche
(nicht gezeigt), welche der Abtastung des Zahnbearbeitungsbereichs
entspricht, und eine andere Oberfläche, welche dem gewünschten
anatomischen Erscheinungsbild des Zahns enspricht, wie es im Mund
ersichtlich ist. Das 3D-Bild kann eine Zahnrestauration in Normalgröße sein,
falls gewünscht wird,
dass die Zahnrestauration nur gefärbt wird, sie kann jedoch auch
unter Normalgröße aufweisen,
falls sie mit zusätzlichen
Materialen von einem Zahntechniker be schichtet werden soll. Die
Datenbücherei
in dem Computer speichert Zahnrestaurationen sowohl in Normalgröße als auch
unter Normalgröße. Falls die
Restauration eine Brücke
sein soll, muss der Bediener mehr als eine Zahnrestauration aus
dem Computerspeicher auswählen,
um die Brücke
zu bilden. Darüber
hinaus, wenn die Zahnrestauration eine zusammengesetzte oder Verbundrestauration
sein soll, kann der Computer zunächst
ein 3D-Bild der Primärkrone
erzeugen, wie es in 8 gezeigt ist, und anschließend einen überlagernden
oder darüberliegenden
Zahnrestaurationsabschnitt erzeugen, wie es in 9 gezeigt
ist. Dieser Abschnitt kann ähnlich
wie der in 6 gezeigte Abschnitt entweder
ein Abschnitt voller Größe der Zahnrestauration
sein, welcher nach der Formgebung lediglich gefärbt werden muss, oder der Abschnitt
kann eine geringfügig
kleinere Abmessung aufweisen und es müssen Endschichten durch einen
Zahntechniker aufgebracht werden.
-
Es
ist ein Merkmal dieser Erfindung, dass obere, untere und zwischenliegende
Einbettungs- oder Umhüllungsblöcke vorgesehen
sind. In den 11 und 12 sind
die oberen, unteren und zwischenliegenden Blöcke im Allgemeinen mit 50, 52 bzw. 54 bezeichnet.
Die Begriffe "obere" und "untere" beziehen sich auf
die Position im Pressofen. Obwohl nur drei Blöcke dargestellt sind, können zusätzliche Blöcke verwendet
werden. Das Einbettungs-Blockmaterial
wird so gewählt,
dass es Merkmale ähnlich den
bei dem Empress®-Arbeitsgerät verwendeten Materialien
aufweist, welche gute Ränder
oder Toleranzen liefern und welche auf die Temperaturen erwärmt werden
können,
welche für
gute Fließeigenschaften
der Gussblöcke,
die in den Formen geformt werden, erforderlich sind. Daher werden
die Einbettungsblöcke
aus einem Material feiner Korngröße hergestellt,
welche das Fräsen
von Rändern
nicht größer als
50 Mikrometer zulassen. Das Material sollte entsprechend leicht
fräsbar
sein. Darüber
hinaus muss das Material bei Temperaturen stabil sein, die über die
des Pressofens hinausgehen. Das Material sollte von der Zahnrestauration
entfernbar sein, ohne die Restauration zu beschädigen. Des Weiteren sollte
das Material einen Wärmeausdehnungskoeffizienten ähnlich dem
des Gussblocks aufweisen. Ein solches Material ist das Guss-Einbettungsmaterial,
welches von der Firma Microstar Corporation in Lawrenceville, Georgia,
USA unter dem Warenzeichen HS Investment verkauft wird. Dieses Material
wird mit Wasser im Verhältnis
von 100g HS Investment zu 25 ml Wasser gemischt. Nach anfänglicher
Handvermischung wird die Trübe
oder die Aufschlämmung
für eine
kurze Zeit in einem Vakuum angeordnet. Sie wird anschließend nochmals
im Vakuum ungefähr
1 Minute lang gemischt oder vermengt. Die Trübe wird dann in einer Form
angeordnet, wobei die Form und die Trübe weitere 15 bis 20 Sekunden
auf einer Vibrationsvorrichtung plaziert werden. Nach einer Setzzeit
von ungefähr
15 Minuten bis zu einer Stunde wird der ausgehärtete Einbettungsblock dann
aus der Form entnommen und bei 1600°C mehrere Stunden lang gebrannt.
Nach dem Brennen wird dieser auf geeignete Weise abgekühlt.
-
Wie
aus 10 ersichtlich ist, werden ein oberer und unterer
Einbettungsblock 50 bzw. 52 mit Werkzeugen 56, 58 entsprechend
dem computererzeugten 3D-Grafikmodell der Zahnrestauration gefräst, wobei
für gewöhnlich in
den unteren Einbettungsblock ein Abschnitt der Oberfläche, der
den Zahnbearbeitungsbereich berührt,
eingefräst
wird, und bei dem oberen Einbettungsblock wird ein Abschnitt der
anatomischen Oberfläche
eingefräst.
Der dazwischenliegende Block 54 oder falls erforderlich, Blöcke von
Unterhöhlungen,
weisen weitere Abschnitte der gefrästen Oberflächen darauf auf. Das geeignete
Fräswerkzeug 56, 58 kann
ein zahnärztlicher
Fräser
oder Zahnbohrer oder dergleichen sein. Wie aus den 11 und 12 ersichtlich
ist, weist der obere Abschnitt 50.1 des Einbettungsblocks 50 einen
zylinderförmigen
Hohlraum 60 zur Aufnahme des Gussblocks 18 und
des Druckstempels oder -kolbens 20 auf. Der obere und untere
Abschnitt 50.1, 50.2 weist zudem einen oder mehrere
geeignete Eingusskanäle
(nicht gezeigt) auf, welche darin eingefräst sind.
-
Nachdem
der obere, untere und dazwischenliegende Einbettungsblock zur Bereitstellung des
geeigneten Formenhohlraums 14 für die Zahnrestauration gefräst worden
sind, werden die Teile zu sammengepresst, wie aus 12 ersichtlich
ist. Folglich sind ein oberer und unterer Klemmring, welche im Allgemeinen
mit 64 bzw. 66 bezeichnet sind, vorgesehen. Die
Klemmringe weisen geeignete Hohlräume 64.1, 64.2 und 66.1 auf,
um die zugehörigen
Abschnitte der Einbettungsblöcke 50, 52, 54 satt anliegend
aufzunehmen. Darüber
hinaus weisen die Klemmringe geeignete Gewinde 64.3 und 66.2 auf. Die
Klemmringe sind aus einem Werkstoff mit hoher Wärmeleitfähigkeit und guter mechanischer
Stabilität bei
den eingesetzten Temperaturen, beispielsweise bis zu 1200 °C, hergestellt.
Darüber
hinaus sollten die Klemmringe aus einem Material hergestellt sein, das
mehrere Mal wiederverwendet werden kann. Geeignete Werkstoffe schließen Edelstahl,
Kupfer-Nickel-Legierungen und Kupfer-Wolfram-Legierungen ein.
-
Die
Einbettungsblöcke 50, 52, 54 werden
auf dem unteren Klemmring 66 gestapelt, und dann wird der
obere Ring 64 an diesem befestigt, um die Blöcke fest
oder eng zusammenzuklemmen. Gemäß Darstellung
weisen die Ringe Gewinde 64.3 und 66.2 für diesen
Zweck auf. Es kann jedoch auch jede beliebige andere Form von Vorrichtung
verwendet werden, um die Klemmringe für das Zusammenhalten der Blöcke zusammenzubringen.
Beispielsweise kann der Ofen einen weiteren Pressmechanismus aufweisen, ähnlich der
Kolbenstange 24, welcher jedoch in der Lage ist, sich selbständig auf
der Oberfläche 50.3 des
oberen Einbettungsblocks 50 zu stützen.
-
Ein
Gussblock 18 aus einem geeigneten Zahnrestaurationsmaterial
wird dann in dem zylinderförmigen
Hohlraum des oberen Abschnitts 50.1 des oberen Einbettungsblocks 50 eingelegt.
Der Gussblock kann aus jedem beliebigen Zahnrestaurationsmaterial
wie beispielsweise Glas, Glaskeramik, Metall oder einem polymeren
Werkstoff gebildet sein, welcher in einem Bereich von 800 bis 1200°C weich wird.
Ein Druckstempel oder -kolben 20 wird oberhalb des Gussblocks
angeordnet. Die Bauteile werden nun in einen Pressofen ähnlich der
in 4 gezeigten Art gelegt. Der Gussblock wird dann
auf die gewünschte
Temperatur gebracht und wird zur Herstellung der Restauration in
den Formenhohlraum 14 gedrückt.
-
Ein
Drucksensor 44 kann eingesetzt werden, um die Verwendung
des richtigen Drucks sicherzustellen. Nachdem dieser Schritt beendet
worden ist, werden die Bauteile dann auf eine Art und weise weiterbearbeitet,
die der bei Empress®-Arbeitsgerät des Standes
der Technik verwendeten Art und Weise ähnelt. Daher werden die Einbettungs-
oder Umhüllungsblöcke aus
der Zahnrestauration mit Hilfe von "Sand"-Strahlen
entfernt, nachdem die Bauteile aus dem Ofen genommen und geeignet
abgekühlt
worden sind. Obwohl "Sand"-Strahlen für das Herausnehmen der Form
aus der Zahnrestauration eingesetzt werden kann, ist es auch möglich, andere
Verfahren zu verwenden. Beispielsweise kann die Einbettungsform
einen starken Schlag erhalten, wodurch verursacht wird, dass sie
von der Restauration ab- splittert. Es können auch andere dem Fachmann in
der Technik bestens bekannte Verfahren eingesetzt werden.
-
Falls
eine zusammengesetzte oder Verbundrestauration gebildet wird, ist
es erforderlich, dass ein erster oberer, unterer und zwischenliegender
Einbettungsblock gefräst
wird, und dann der vorstehend beschriebene Vorgang verwendet wird,
um einen darunterliegenden Abschnitt oder Primärkronenabschnitt der Zahnrestauration,
wie in 8 gezeigt, zu bilden. Im Anschluss daran werden
ein zweiter oberer, unterer und zwischenliegender Einbettungsblock gefräst, wobei
die Blöcke
den darunterliegenden Abschnitt oder Primärkronenabschnitt aufnehmen.
Ein zweiter Gussblock wird dann verwendet, wobei dieser Gussblock
eine niedrigere Schmelztemperatur als die Primärkrone aufweist, und das Restaurationsmaterial
des zweiten Gussblocks dann erneut auf ähnliche Weise wie zuvor erörtert zusammengedrückt wird,
wobei es sich dieses Mal aber zur Bildung einer zusammengesetzten
oder Verbundrestauration an die Primärkrone bindet. Obwohl es denkbar
wäre, dass
der Prozess umgekehrt werden könnte,
so dass die Primärkrone
während
des zweiten Formgebungsvorgangs geformt wird, würde dies erfordern, dass die
Eingusskanäle
mit der Oberfläche in
Berührung
sind, welche der Zahnbearbeitungsfläche entspricht. Dies ist nicht
erwünscht,
da Rückstände von
den Eingusskanälen
auf dieser Oberfläche zurückblieben,
wobei es sehr schwierig wäre,
diesen Rückstand
angemessen zu entfernen. Daher wird bevorzugt, dass sich die Eingusskanäle zur anatomischen
Oberfläche
erstrecken.
-
Es
ist ein weiteres Merkmal der Erfindung, dass der Computer zum Fräsen eines
Modells des Zahnbearbeitungsbereichs verwendet werden kann, was
für den
Zahntechniker praktisch ist. Daher ist es üblich, die Zahnrestauration
während
der Endbearbeitung durch den Zahntechniker auf einem Modell zu befestigen.
-
Die
Vorteile des vorstehend beschriebenen Vorgangs sind folgende: er
spart Zeit und Laborkosten; er verwendet bestehende Vorrichtungen;
er verringert die Neugestaltungszeit erheblich; er reduziert Fehler
des Technikers auf ein Minimum; und das Endprodukt ist eine hochqualitative
Empress®-Zahnrestauration.
Des Weiteren eliminiert er die Schritte des Wachsens, Eingießens, Einbettens
und Brennens.
-
Obwohl
eine bevorzugte Form dieser Erfindung vorstehend beschrieben und
in den anliegenden Zeichnungen gezeigt worden ist, versteht es sich,
dass der Anmelder nicht beabsichtigt, auf die vorstehend beschriebenen
und in den anliegenden Zeichnungen gezeigten Besonderheiten beschränkt zu werden,
sondern vielmehr beabsichtigt, lediglich auf den Schutzumfang der
Erfindung gemäß Definition
durch die nachfolgenden Ansprüche
eingeschränkt
zu werden. Die Begriffe "obere" und "untere" werden lediglich
aus Bequemlichkeit verwendet und sollten nicht als einschränkend gedeutet
werden.