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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Die
Erfindung betrifft allgemein die Verarbeitung von aus Soja stammenden
Materialien für
den Einsatz in verschiedenen Nahrungsmittelprodukten. Insbesondere
betrifft die Erfindung ein Verfahren der Geschmacksentziehung aus
Sojamaterialien, um sie in einem weiten Nahrungsmittelbereich akzeptabel
zu machen.
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In
den letzten Jahren haben Sojaproteine in Nahrungsmittelprodukten
weithin Verwendung gefunden, um aus ihrem Einsatz Nutzen für die Gesundheit
zu ziehen. Bei einigen Anwendungen ist der Geschmack der Sojamaterialien
nicht zu beanstanden. Bei einigen Verwendungen jedoch, wie milchähnlichen
Produkten, Getränken
und dergleichen, kann der in Sojamaterialien anzutreffende Geschmack
ihre leichte Akzeptanz durch den Verbraucher verhindern. Um den
Einsatz von Sojamaterialien auszuweiten, suchten die Erfinder somit
ein Verfahren zur Reduzierung der Geschmackskomponenten von Sojamaterialien.
Es war jedoch zweifelhaft, dass Verfahren, die bisher zur Entfernung
von Geschmackskomponenten aus anderen organischen Materialien Anwendung
fanden, bei der Behandlung von Sojamaterialien erfolgreich sein
würden.
Da organische Materialien komplizierte Zusammensetzungen haben,
musste geprüft
werden, ob irgendein gegebenes Verfahren bei ihrer Behandlung zufriedenstellende
Ergebnisse liefert.
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Ein
Beispiel der früher
benutzten Verfahren zur Reinigung organischer Materialien ist in
US-Patent Nr. 4,477,480 zu finden, in dem die Patentinhaber zeigen,
dass Stärke
mit einem Alkali behandelt werden kann, um unangenehme Geschmacksstoffe
zu entfernen. Bei dem gemeinsam übertragenen
US-Patent Nr. 4,761,186 dient Ultrafiltration zur Reinigung von
Stärke.
In beiden Fällen
werden Geschmackskomponenten aus der Stärke entfernt, in dem '480-Patent durch
Löslichmachung
der Geschmackskomponenten, so dass sie aus der relativ unlöslichen
Stärke
ausgewaschen werden können.
In dem '186-Patent
wurde die Ultrafiltration angewandt, um die Geschmackskomponenten
als Permeat zu entfernen, während
die unlösliche
Stärke
in einer wässrigen
Aufschlämmung
verblieb. Demgegenüber
trennt die vorliegende Erfindung Geschmackskomponenten von löslichen, hochmolekularen
Sojaproteinen.
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Es
gibt viele Artikel und Patente, die sich auf die Verarbeitung von
Sojamaterialien zur Gewinnung des Proteingehalts beziehen und die
gleichzeitig die Geschmacksverbindungen verringern, um die Proteine
in Nahrungsmittelprodukten akzeptabler zu machen. Diese früheren Beschreibungen
waren jedoch nicht spezifisch auf die Entfernung von Geschmacksverbindungen
und die Gewinnung von möglichst
viel Protein gerichtet. Ein Beispiel ist das US-Patent Nr. 4,420,425,
bei dem Proteinbestandteile der Soja bei einem pH von 7 bis 11,
vorzugsweise etwa 8, löslich
gemacht und nach Ultrafiltration durch eine Membran mit einer Molekulargewichtsgrenze
von mehr als 70.000 durch Sprühtrocknung
der zurückgehaltenen
Sojaproteine gewonnen werden. Bei Varianten wird nur ein Teil des
Proteins bei tieferen pH-Werten löslich gemacht und der Ultrafiltration mit
einer Membran mit einer Molekulargewichtsgrenze von vorzugsweise
mehr als 100.000 unterworfen; es wurde gefunden, dass das Produkt
verbesserte Farbe und verbesserten Geschmack aufweist. Eine höhere Grenzsperre
würde erwartungsgemäß zu einem
Verlust wertvoller Proteine führen.
Bei einem anderen Patent, dem US-Patent 5,658,714 wird eine Sojamehlaufschlämmung auf
den pH-Bereich von 7 bis 10 eingestellt, um Proteine löslich zu
machen, die dann durch eine Ultrafiltrationsmembran hindurchgehen,
während
Phytat und Aluminium vermutlich als Feststoffe zurückgehalten
werden. Obgleich die Molekulargewichtsgrenze der Membran nicht angegeben
wurde, wird angenommen, dass die Porengröße groß war, damit die löslichen
Proteine die Membran passieren konnten. Beide Patente enthalten
ausgedehnte Diskussionen der Bemühungen
anderer um die Verarbeitung von Sojamaterialien; keines lehrt oder
empfiehlt die pH-Kontrolle während
des Ultrafiltrationsverfahrens.
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In
einer Gruppe verwandter Patente beschreibt die Mead Johnson Company
Verfahren zur Löslichmachung
von Sojaproteinen durch pH-Erhöhung
einer wässrigen
Lösung
von Sojamaterialien und Gewinnung der Proteine, die einen milden
Geschmack haben sollen. Die Verfahren sind grundsätzlich auf
die Konzentrierung von Proteinen anstatt auf die Entfernung von
Geschmacksverbindungen gerichtet. In US-Patent Nr. 3,995,071 wurde
der pH auf 10,1 bis 14 (vorzugsweise 11 bis 12) erhöht, um Sojaproteine
löslich
zu machen, worauf der pH auf etwa 6 bis 10 herabgesetzt wurde, und
die Ultrafiltration mit einer Membran einer Molekulargewichtsgrenze
von 10.000 bis 50.000 Dalton wurde benutzt, um die Proteine zurückzuhalten,
während
Kohlenhydrate und Mineralien abgestoßen wurden. In dem US-Patent
Nr. 4,072,670 wurde die Betonung gelegt auf die Entfernung von Phytaten
und Phytinsäure
durch Löslichmachung
von Proteinen bei einem pH von 10,6 bis 14 und einer Temperatur
von 10 bis 50°C,
um die Phytate und Phytinsäure
unlöslich
zu machen und dann abzutrennen, und schließlich die Ansäuerung der
Lösung
auf einen pH von etwa 4 bis 5, um die Sojaproteine auszufällen. In
US-Patent Nr. 4,091,120 wurden Sojaproteine bei einem pH von weniger
als 10, vorzugsweise 7 bis 9 löslich
gemacht, und die Ultrafiltration diente zur Abtrennung der Proteine
als Retentat, während
Kohlenhydrate als Permeat die Membran passierten. Diese Patente
lehren oder empfehlen nicht die pH-Steuerung während des Ultrafiltrationsprozesses.
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Die
jetzigen Erfinder hatten das Ziel, Verbindungen in Sojamaterialien
zu entfernen, die zu Farbe und Geschmack beitragen und bei dem Einsatz
von Soja in bestimmten Nahrungsmittelprodukten, wie Getränken, milchähnlichen
Produkten und dergleichen, stören.
Sie haben gefunden, dass aus Soja abgeleitete Materialien durch
das unten zu beschreibende Verfahren mit Erfolg behandelt werden
können,
wobei im Wesentlichen alle Proteine gewonnen und die Verbindungen
abgestoßen
werden, die unerwünschte
Farbe und unerwünschten Geschmack
verursachen. Durch pH-Kontrolle in dem Bereich von etwa 9 bis etwa
12 beim Ultrafiltrationsverfahren können außerdem geschmacksentzogene
Sojamaterialien mit verbesserten funktionellen Eigenschaften erhalten
werden. Das Produkt ist somit für
viele Nahrungsmittelprodukte geeignet.
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US
2002/0102339 beschreibt von Soja abgeleitete Materialien, wie Sojamilch,
Sojamehl, Sojakonzentrate und Sojaproteinisolate, denen durch Einstellung
des pH einer wässrigen
Zusammensetzung dieser von Soja abgeleiteten Materialien auf etwa
9 bis 12 Geschmack entzogen wird, um die Sojaproteine löslich zu
machen und die Geschmacksverbindungen freizusetzen, worauf die pH-eingestellte
Zusammensetzung einer Ultrafiltrationsmembran mit einer Molekulargewichtsgrenze
bis etwa 50.000 Dalton unter Bedingungen zugeführt wird, bei denen die Geschmacksverbindungen
die Membran passieren und das zurückgehaltene Sojamaterial mit
verbessertem Geschmack zurückbleibt.
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US 4088795 beschreibt ein Ölsaat-Lipidproteinprodukt
für die
Verwendung als Nahrungsmittel, das durch wässrige Extraktion fetthaltiger Ölsaatmaterialien
einschließlich
der gemahlenen rohen Ölsaat
des vollfetten Ölsaatmehls
oder Ölsaatflocken
bei einem pH über
dem isoelektrischen Bereich des Proteins hergestellt wird, der die
Löslichmachung
des Proteins bezweckt.
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Unlösliches
Material wird durch Zentrifugierung oder Filtration entfernt, und
lösliches
Kohlenhydrat wird durch Membranfiltration aus der anfallenden Lipidproteinemulsion
entfernt.
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Summarischer
Abriss der Erfindung
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Die
Erfindung ist kurz gesagt ein Verfahren zur Herstellung einer wässrigen
Sojazusammensetzung mit einer Sojakonzentration von etwa 1 bis etwa
20%, die pH-eingestellt ist, um den Proteingehalt löslich zu machen
und die Geschmacksverbindungen freizusetzen. Dann wird die Zusammensetzung
bei Aufrechterhaltung der pH-Kontrolle der Ultrafiltration mit einer
Membran unterworfen, die im Wesentlichen den gesamten Proteingehalt
der Soja zurückhalten
kann, während
Geschmacksbestandteile als Permeat entfernt werden.
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Die
nach dem vorliegenden Verfahren hergestellten, geschmacksentzogenen
Sojamaterialien sind ideal geeignet zur Verwendung in Milch- und
Nichtmilchgetränken,
Glättungsmitteln,
Gesundheitsgetränken, Konditoreiprodukten,
Ernährungsriegeln,
Käse, käseähnlichen
Produkten, Milch- und Nichtmilchjoghurts, Fleisch- und fleischähnlichen
Produkten, Getreideflocken, gebackenen Produkten, Imbissen und dergl..
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Nach
der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung von
geschmacksentzogenem Sojaproteinmaterial geschaffen, bei dem man
- (a) eine wässrige
Zusammensetzung eines Sojamaterials herstellt, das lösliche Sojaproteine,
Geschmacksverbindungen und unlösliche
Materialien enthält,
- (b) die Sojaproteine dadurch löslich macht, dass man die wässrige Zusammensetzung
von (a) auf einen pH in dem Bereich von 9 bis 12 einstellt und die
Geschmacksverbindungen freisetzt,
- (c) die unlöslichen
Materialien aus der pH-eingestellten, wässrigen Zusammensetzung von
(b) entfernt, um eine behandelte wässrige Zusammensetzung zu erhalten,
- (d) die behandelte, wässrige
Zusammensetzung von (c) an einer Ultrafiltrationsmembran mit einer
Molekulargewichtsgrenze bis zu 50.000 Dalton bei Einhaltung des
pH in dem Bereich von 9 bis 12 unter geeigneten Ultrafiltrationsbedingungen
vorbeigehen lässt,
wobei die Geschmacksverbindungen durch die Membran hindurchgehen,
wodurch dem Sojamaterial Geschmack entzogen wird und im Wesentlichen
alle löslich
gemachten Sojaproteine zurückgehalten
werden, und
- (e) die von der Ultrafiltrationsmembran zurückgehaltenen, löslich gemachten
Sojaproteine gewinnt, um ein geschmacksentzogenes Sojaproteinmaterial
zu erhalten,
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Bei
einer Ausführungsform
ist die Erfindung ein Verfahren zur Geschmacksentziehung aus Sojamaterialien
in einem kontinuierlichen Verfahren, bei dem ein pH-eingestelltes
wässriges
Gemisch aus Sojamaterialien an eine Ultrafiltrationsmembran geleitet
wird, um die Geschmackskomponenten abzutrennen. Der pH wird während der
Ultrafiltration durch Zugabe einer geeigneten Menge eines geeigneten,
pH-verändernden Materials
(im Allgemeinen einer Base) auf etwa 9 bis etwa 12 gehalten. Das
Geschmacksbestandteile und Wasser enthaltende Permeat wird an eine
Umkehrosmosemembran geleitet, um das Permeat zu entwässern, und
das abgetrennte Wasser wird zur Vereinigung mit zurückgeführtem Retentat
und frischen pH-eingestellten Sojamaterialien zurückgeführt. Ein
Teil des Retentats wird kontinuierlich entfernt, und die geschmacksentzogenen
Sojamaterialien werden gewonnen.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
ist die Erfindung ein Verfahren zur Geschmacksentziehung aus Sojamaterialien
in einem Chargenverfahren oder einem halbkontinuierlichen Verfahren,
bei dem ein pH-eingestelltes wässriges
Gemisch aus Sojamaterialien an eine Ultrafiltrationsmembran geleitet
wird, das Permeat zur Gewinnung der Geschmackskomponenten abgetrennt
wird und das Retentat zur Vereinigung mit frischen pH-eingestellten
Sojamaterialien zurückgeführt wird.
Wasser wird periodisch oder kontinuierlich zugesetzt, um das an
das Permeat verlorene Wasser zu ersetzen und die Konzentration der
Sojamaterialien in dem vereinigten Strom auf einen vorbestimmten
Wert einzustellen.
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Nötigenfalls
kann ein pH-veränderndes
Material (z. B. eine Base) dem zurückgeführten Retentat oder zugesetzten
Wasser zugegeben werden, um den pH-Wert während des Ultrafiltrationsprozesses
in dem gewünschten
Bereich unter Kontrolle zu halten. Das Verfahren wird fortgesetzt,
bis alle Geschmacksverbindungen entfernt worden sind.
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Bei
einer anderen bevorzugten Ausführungsform
schafft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung
von geschmacksentzogenem Sojaproteinmaterial, bei dem man
- (a) eine wässrige
Zusammensetzung eines Sojamaterials herstellt, das lösliche Sojaproteine,
Geschmacksverbindungen und unlösliche
Materialien enthält,
- (b) die Sojaproteine durch Einstellung der wässrigen Zusammensetzung von
(a) auf einen pH in dem Bereich von etwa 9 bis etwa 12 löslich macht
und die Geschmacksverbindungen freisetzt,
- (c) die unlöslichen
Materialien aus der pH-eingestellten, wässrigen Zusammensetzung von
(b) entfernt, um eine behandelte wässrige Zusammensetzung zu erhalten,
- (d) die behandelte, wässrige
Zusammensetzung von (c) unter geeigneten Ultrafiltrationsbedingungen
an eine Ultrafiltrationsmembran mit einer Molekulargewichtsgrenze
bis zu etwa 50.000 Dalton leitet, während der pH in dem Bereich
von etwa 9 bis etwa 12 gehalten wird, wobei die Geschmacksverbindungen
durch die Membran hindurchgehen, wodurch dem Sojamaterial Geschmack
entzogen wird und im Wesentlichen alle löslich gemachten Sojaproteine
zurückgehalten
werden, und
- (e) die durch die Ultrafiltrationsmembran zurückgehaltenen,
löslich
gemachten Sojaproteine gewinnt, um das geschmacksentzogene Sojaproteinmaterial
zu erhalten.
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Die
bei dem Verfahren der Erfindung benutzte Ultrafiltrationsmembran
wird eine Molekulargewichtsgrenze bis zu 50.000 Dalton, vorzugsweise
1.000 bis 50.000, insbesondere etwa 10.000 Dalton haben und ist vorzugsweise
eine Polyethersulfonmembran oder keramische Membran.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNG
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1 ist
eine graphische Darstellung der Intensität von Sojageschmacksmerkmalen.
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2 ist
eine graphische Darstellung der Intensität geschmacksentzogener Sojamilch
im Vergleich zu einer Kontrollprobe.
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3 ist
eine graphische Darstellung der Intensität einer anderen Gruppe von
Sojageschmacksmerkmalen,
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4 ist
eine graphische Darstellung der Intensität eines geschmacksentzogenen
Sojakonzentrats und einer Kontrollprobe im Vergleich zu der Probe
der 3.
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5 ist
eine graphische Darstellung der Intensität eines geschmacksentzogenen
Sojakonzentrats und einer Kontrollprobe.
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6 ist
eine graphische Darstellung, die die Änderung der Konzentration der
Geschmacksverbindungen zwischen einer geschmacksentzogenen Sojaprobe
und einer Kontrollprobe zeigt.
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7 ist
eine graphische Darstellung, die die Änderung der Konzentration der
Geschmacksverbindungen zwischen einer geschmacksentzogenen Sojaprobe
und einer Kontrollprobe zeigt.
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8 ist
ein Blockdiagramm eines Verfahrens unter Benutzung der Erfindung.
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9 ist
eine graphische Darstellung der Intensität der Geschmacksmerkmale von
Sajaisolat.
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10 ist
eine graphische Darstellung der Intensität des geschmacksentzogenen
Sojaisolats im Vergleich zu einer Kontrollprobe.
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11 ist
ein Blockdiagramm einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung.
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BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN
AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Von
Soja abgeleitete Materialien. Sojabohnen sind wertvolle Ausgangsstoffe
für Öl und nach
der vorliegenden Erfindung für
Proteine. Sojabohnen enthalten etwa 40% Proteine, die nach Ultrazentrifugierung
als 2S, 7S, 11S und 15S klassifiziert wurden (siehe auch US-Patent
Nr. 4,420,425). Diese Fraktionen können auch andere Materialien
enthalten, und sie haben einen breiten Molekulargewichtsbereich
von 3.000 bis 600.000. Es ist bekannt, dass Sojaprodukte unerwünschte Gerüche und
Geschmäcke
haben, die entfernt werden sollten, um die Sojamaterialien in Nahrungsmittelprodukten
weithin einsetzbar zu machen. Es wird angenommen, dass Lipoxygenasen
die Oxidation gewisser mehrfach ungesättigter Fettsäuren katalysieren
und dabei Wasserstoffperoxide bilden, die zu flüchtigen Carbonylverbindungen
abgebaut werden, die mit den unangenehmen Gerüchen und Geschmäcken von
aus Soja abgeleiteten Materialien behaftet sind. Einige der mit
Soja-Geschmacksstoffen verbundenen Verbindungen sind unten in Tabelle
C in Beispiel 10 beschrieben.
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Während der
Proteingehalt der aus Soja abgeleiteten Materialien bei Verwendung
in Nahrungsmittelprodukten als eine wertvolle Fraktion angesehen
wird, werden lösliche
Kohlenhydrate als unerwünscht
betrachtet. Ihre Entfernung aus Sojaproteinfraktionen ist eine Aufgabe
bei vielen Verfahren, bei denen die Proteine gewonnen werden.
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Phytate
sind Verbindungen, die in Sojaproteinen ebenfalls als unerwünscht angesehen
werden. Diese Verbindungen sind Calcium-Magnesium-Kalium-Salze der
Inosit-Hexaphosphorsäure.
Diese Verbindungen chelieren vermutlich Metallionen und werden nicht
leicht durch den menschlichen Körper
absorbiert. Man nimmt an, daß sie
sich mit Sojaproteinen verbinden und die Verdauung stören. Wie
oben erwähnt
war die Entfernung von Phytaten eine Aufgabe der Arbeiter auf dem
Gebiet der von Soja abgeleiteten Materialien.
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Ultrafiltrationsmembranen.
Filtration wird benutzt, um viele Materialien zu trennen. Bei der
vorliegenden Erfindung dient die Ultrafiltration zur Entfernung
von Geschmacksverbindungen aus von Soja abgeleiteten Materialien.
Es ist wichtig, dass der pH der Soja-Materialien während des
Ultrafiltrationsprozesses in dem Bereich von etwa 9 bis etwa 12
gehalten wird. Die Ultrafiltration soll Teilchen mit einer Grüße von 10
bis 1000 Angström
(0,001 bis 0,1 μm)
entsprechend allgemein einem Molekulargewicht zwischen 10.000 und
1.000.000 entfernen und wird auch durch die Gestalt dieser hochmolekularen
Teilchen beeinträchtigt.
Sojaproteine haben einen Molekularbereich zwischen etwa 3.000 und
600.000. Es kann eine Membran ausgewählt werden, die alle Sojaproteine
oder nur einen ausgewählten
Teil passieren lässt.
Bei der vorliegenden Er findung werden die Sojaproteine unter den
gewählten
Betriebsbedingungen durch die Ultrafiltrationsmembran zurückgehalten, während die
niedermolekularen Geschmacksverbindungen durch die Membran hindurchgehen
und abgetrennt werden, so dass die Farbe und der Geschmack der zurückgehaltenen
Sojaproteine und begleitenden Feststoffe verbessert werden.
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Eine
Ultrafiltrationspolymermembran kann als eine anisotrope (ungleichmäßige) Schicht
definiert werden. Eine Seite ist eine Poren enthaltende Haut, die
die Größe der Moleküle bestimmt,
die die Membran passieren können.
Die Unterstützung
der Oberflächenhaut
ist eine schwammige Struktur, die sich zu der entgegengesetzten
Seite erstreckt. Diese Membranen werden üblicherweise durch Koagulation
von Polymeren in einem wässrigen
Bad hergestellt. Typische Polymere, die eingesetzt werden, sind
Polysulfone, Zelluloseester, Poly(vinylidenfluorid), Poly(dimethylphenylenoxid),
Poly(acrylnitril), die zu Membranen vergossen werden können. Oft
werden die Membranen zu Hohlrohren ausgebildet, die zu Bündeln zusammengestellt
werden, durch die die zu filtrierende Lösung hindurchgeht. Alternativ
können
ebene Membranenfolien und Spiralausbildungen benutzt werden. In
der kommerziellen Praxis wird Druck angewandt, um den Durchgang
der niedermolekularen Verbindungen durch die Membran zu erleichtern.
Die Membran muss den angewandten Drucken standhalten können, weshalb
es wichtig ist, dass die schwammige Trägerstruktur gleichmäßig ist,
damit ein Reißen der
Oberflächenhaut
und Umgehen der Membran vermieden wird.
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Neben
den eben beschriebenen polymeren Membranen wurden andere Materialien
zur Herstellung von Ultrafiltrationsmembranen benutzt, wie keramische
Stoffe, gesinterte Metalle und andere anorganische Materialien.
Die vorliegende Erfindung ist nicht auf eine besondere Membranart
beschränkt.
Im Allgemeinen muss die Membran die Geschmacksverbindungen durchlassen
können,
die vermutlich Molekulargewichte von weniger als 1.000 Dalton haben.
Wichtiger ist, dass die Membranen im Wesentlichen alle löslich gemachten Sojaproteine
zurückhalten
können.
Somit wird die Membran der Erfindung eine Molekulargewichtsgrenze
bis zu etwa 50.000 Dalton, vorzugsweise etwa 1.000 bis 50.000 Dalton
bevorzugter 10.000 bis 30.000 Dalton haben.
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Verfahren.
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Das
Verfahren der Erfindung umfasst die folgenden Stufen:
- (1) Herstellen eines wässrigen
Gemisches des aus Soja abgeleiteten Materials;
- (2) Hinzufügen
einer Base, um den pH des wässrigen
Gemisches auf etwa 9 bis etwa 12 zu erhöhen, um die Sojaproteine löslich zu
machen und die Geschmacksverbindungen freizusetzen;
- (3) Leiten des pH-eingestellten Gemisches bei Einhaltung des
pH in dem Bereich von etwa 9 bis etwa 12 an eine Ultrafiltrationsmembran
mit einer Molekulargewichtsgrenze bis zu etwa 50.000 Dalton, Entfernen der
Geschmacksverbindungen als Permeat und Entfernen der verbleibenden
Sojaproteine und anderen Sojamaterialien als Retentat, und
- (4) Neutralisieren des Retentats und Gewinnen der Sojaproteine.
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Alle
Arten von Sojamaterialien werden als potentielle Soja-Ausgangsstoffe für den Einsatz
in Nahrungsmittelprodukten angesehen. So werden Sojamaterialien,
die Proteine enthalten, zu einem wässrigen Gemisch, im Allgemeinen
einer Aufschlämmung
von Sojafeststoffen, vereinigt. Der Proteingehalt ist für Nahrungsprodukte
nötig,
aber – wie
oben diskutiert – sind
vermutlich Geschmacksverbindungen enthalten, die freigesetzt werden
müssen,
damit sie abgetrennt werden können.
Die Abtrennung von Geschmacksverbindungen wird in einem wässrigen
Gemisch vorgenommen, in dem Proteine und Geschmacksverbindungen
gelöst
sind. Die Konzentration der Sojamaterialien in dem wässrigen
Gemisch wird in dem Bereich von etwa 1 bis etwa 20% liegen. Im Allgemeinen ändert sich
die Konzentration der Sojamaterialien nach der pH-Einstellung während der
anschließenden
Ultrafiltrationsstufe, da Wasser mit dem Permeat entfernt wird.
Das Wasser wird entweder periodisch oder kontinuierlich ersetzt.
Bei der Diafiltration wird z. B. Wasser in einem Chargenverfahren oder
einem halbkontinuierlichen Verfahren zugesetzt, um die zurückgehaltenen
Proteine allmählich
zu verdünnen.
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Wie
aus den Beispielen ersichtlich, ist die zweite Stufe wichtig, wenn
die Geschmacksverbindungen zu entfernen sind. Die Sojaproteine werden
durch Zugabe einer Base zu dem wässrigen Gemisch
zur Erreichung eines pH von etwa 9 bis etwa 12 löslich gemacht. Im Allgemeinen
wurde gefunden, dass ein pH von etwa 9 nötig ist, um alle Proteine löslich zu
machen, während
ein pH von mehr als etwa 12 wahrscheinlich einen unerwünschten
Abbau der Proteine verursacht. Während
theoretisch eine beliebige Base eingesetzt werden könnte, werden
Natrium- oder Kaliumhydroxid, insbesondere Kaliumhydroxid bevorzugt.
Andere Basen, die angewandt werden können, sind Calcium-, Magnesium-
und Ammoniumhydroxid. Man nimmt an, dass Löslichmachung der Sojaproteine
ihre räumliche
Form verändert
und in mancher Weise zur Freisetzung der Geschmacksverbindungen
führt,
die von den Sojaproteinen gebunden oder in sie eingebettet sein
können, wenn
die Proteine in einer neutralen oder sauren Lösung sind. Die Geschmacksverbindungen,
die relativ niedrige Molekulargewichte im Vergleich zu den Sojaproteinen
haben, können
die Poren der Ultrafiltrationsmembran passieren, während im
Wesentlichen alle löslich
gemachten Sojaproteine zu groß sind
und zurückgehalten werden.
Wichtig ist, dass der pH während
des Ultrafiltrations-/Diafiltrationsverfahrens
in dem eben beschriebenen Bereich (nämlich etwa 9 bis etwa 12) gehalten
wird, damit möglichst
viele Geschmacksverbindungen entfernt werden können.
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Die
dritte Stufe könnte
chargenweise durchgeführt
werden ähnlich
den unten in den Beispielen 1-5 berichteten Laborversuchen, bei
denen die Geschmacksverbindungen und Wasser die Membran passieren
und durch fließendes
Wasser entfernt wurden. Bei kommerziellen Anwendungen des Verfahrens
der Erfindung würde
man jedoch das pH-eingestellte wässrige
Gemisch kontinuierlich an einer Ultrafiltrationsmembran zirkulieren.
Da Wasser, das Ätzmittel
und die Geschmacksverbindungen als Permeat durch die Membran hindurchgehen
und abgestoßen
werden, wird weiteres Wasser zugesetzt, um die gewünschte Konzentration
der Sojamaterialien aufrecht zu erhalten, was tendenziell den pH
des wässrigen
Gemisches herabsetzt. Dieses Wasser kann dadurch vermehrt werden,
dass man das Permeat entwässert
und das gewonnene Wasser zu dem Beschickungsstrom zurückführt. Ein
den pH veränderndes
Material (z. B. eine Base) kann nach Notwendigkeit zur Kontrolle
des pH in dem gewünschten
Bereich (nämlich
etwa 9 bis etwa 12) direkt der Ultrafiltrationslösung, einem zurückgeführten wässrigen
Material oder dem Ergänzungswasser
je nach Wunsch zugesetzt werden.
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Nach
Entfernung der Geschmacksverbindungen (d. h. nach Beendigung des
Ultrafiltrationsverfahrens) kann eine weitere Neutralisierung der
filtrierten Lösung
dadurch erfolgen, dass man Produkt abzieht und eine Säure zusetzt,
soweit es zur Erreichung des gewünschten
pH erforderlich ist. Nach pH-Einstellung
kann das wässrige
Gemisch aus Sojaproteinen und anderen Materialien direkt in Nahrungsprodukten
eingesetzt werden, oder es kann nach den Erfordernissen des beabsichtigten
Einsatzes konzentriert oder getrocknet werden.
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Ein
Verfahren zur Geschmacksentziehung aus Sojamaterialien durch Ultrafiltration
kann auf verschiedene Weise durchgeführt werden. Der pH während des
Ultrafiltrations-/Diafiltrationsverfahrens wird in dem Bereich von
etwa 9 bis etwä 12;
vorzugsweise in dem Bereich von etwa 9,5 bis etwa 10,5 gehalten.
Es werden zwei Verfahren beschrieben, die kontinuierliche Verarbeitung
und die chargenweise Verarbeitung (einschließlich halbkontinuierlicher
Betrieb). Es wird erwartet, dass großtechnische Verfahren sich
des chargenweisen oder halbkontinuierlichen Betriebs bedienen, die
für die
Produktion von Sojaprodukten von Nahrungsmittelqualität besser
geeignet sein sollten. Ein kontinuierliches Verfahren ist allgemein
in 8 gezeigt. Bei einem kontinuierlichen oder chargenweisen
Verfahren wird der pH eines wässrigen
Gemisches der Sojamaterialien eingestellt, um Sojaproteine löslich zu
machen und Geschmacksverbindungen freizusetzen, und dann wird das Gemisch
an eine Ultrafiltrationsmembran geleitet, die durch ihre Poren den
Durchtritt der niedermolekularen Geschmacksmaterialien zusammen
mit Wasser (des Permeats) erlaubt, wobei die höher molekularen Sojamaterialien
(das Retentat) zur Rezirkulation zurückbleiben. Ein Teil des Retentats
wird als geschmacksentzogenes Produkt abgezogen, aus dem die Sojamaterialien
gewonnen werden können,
wie sie für
den letzten Endverbrauch benötigt
werden. Wasser kann zugesetzt werden, um das mit dem Permeat verlorene
Wasser zu ersetzen und eine konstante Konzentration an Sojamaterialien
in dem der Ultrafiltrationsmembran zugeführten Beschickungsstrom zu
schaffen. Obgleich für
den Prozess nicht wesentlich, umfasst das Verfahren der 8 eine
zusätzliche
Verarbeitung des Permeats, um unter Benutzung einer Umkehrosmosemembran
einen Teil des Wassers für
die Rückführung zur
Vereinigung mit dem Retentat und frischen Sojamaterialien zu gewinnen. Der
Vorteil einer solchen Stufe besteht in der Verringerung der Frischwassermenge,
die dem Prozess zugesetzt und bei der Konzentrierung des Permeats
entfernt werden muss. Der pH der Sojamaterialien kann natürlich durch
geeignete Zugabe einer Base zu dem rückgeführten oder dem Verfahren zugesetzten
frischen Wasser oder durch direkte Basenzugabe je nach Wunsch in
dem gewünschten
Bereich gehalten werden.
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Bei
einem Chargenverfahren, wie dem in den Beispielen 6-8 unten beschriebenen
wird eine Charge Sojamaterial in einen Behälter gebracht, der pH wird
eingestellt, und das Material wird einer Ultrafiltrationsmembran
zugeführt.
Das Permeat wird abgetrennt, und das Retentat wird in den Behälter zurückgeführt. Mit Fortschreiten
des Verfahrens verarmt das Sojamaterial an den niedermolekularen
Geschmacksverbindungen und Wasser und wird an den gewünschten
Sojaproteinen konzentrierter. Wasser wird dem Retentat periodisch zugesetzt,
um es zu verdünnen
und einen Träger
für die
Geschmacksverbindungen zu schaffen, die die Membran passieren. Bei
einem halbkontinuierlichen Verfahren wird das Wasser in der Geschwindigkeit
kontinuierlich zugesetzt, in der es mit dem Permeat entfernt wird.
Das Verfahren wird fortgesetzt, bis alle Geschmacksverbindungen
entfernt worden sind und das Retentat genügend geschmacksfrei ist, um
das Produkt zu werden, das weiter verarbeitet werden kann, wie es
für die
anschließende
Endverwendung erforderlich ist. Ein chargenweises Verfahren oder
halbkontinuierliches Verfahren kann auch die Konzentrierung des
Permeats mit Rückführung von
abgetrenntem Wasser ähnlich
der in 8 gezeigten Rückführung umfassen.
Der pH bei dem Ultrafiltrations-/Diafiltrationsverfahren wird in
dem Bereich von etwa 9 bis etwa 12 und vorzugsweise in dem Bereich
von etwa 9,5 bis etwa 10,5 gehalten.
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Die
Ultrafiltrationsmembran wird mit einer Druckdifferenz an der Membran
betrieben, die die Wanderung der Geschmacksverbindungen, des Wassers
und der anderen die Poren der Membran passierenden Materialien unterstützt, aber
nicht die physika lische Festigkeit der Membran übersteigt. Ein typischer mittlerer Druck
für solche
Membranen ist etwa 50 psi (345 kPa). Der Transmembrandruck (innen
gegen außen)
wird etwa 15 psi (103 kPa) sein. Diese Drucke könnten auf Basis der Membranspezifikationen
und anderer betrieblicher Interessen variiert werden. Die Strömungsgeschwindigkeit
des Beschickungsstroms wird eine ausreichende Verweilzeit für eine signifikante
Permeatentfernung ergeben; sie wird aber auch zur Schaffung von
Turbulenz hoch genug sein, so dass der Zugang des Beschickungsstroms
zu den Membranporen nicht durch feste Ablagerungen auf den Membranwandungen
behindert wird. Der Fachmann versteht, dass geeignete Betriebsparameter
durch Versuche mit den zu trennenden Materialien bestimmt werden.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
ergibt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von
geschmacksentzogenem Sojaproteinmaterial, bei dem man (a) eine wässrige Zusammensetzung
eines Sojamaterials herstellt, das lösliche Sojaproteine, Geschmacksverbindungen
und unlösliche
Materialien enthält,
(b) die Sojaproteine durch Einstellung der wässrigen Zusammensetzung von
(a) auf einen pH in dem Bereich von etwa 9 bis etwa 12 löslich macht
und die Geschmacksverbindungen freisetzt, (c) die unlöslichen
Materialien aus der pH-eingestellten, wässrigen Zusammensetzung von
(b) entfernt, um eine behandelte wässrige Zusammensetzung zu erhalten,
(d) die behandelte, wässrige
Zusammensetzung von (c) unter geeigneten Ultrafiltrationsbedingungen
an eine Ultrafiltrationsmembran mit einer Molekulargewichtsgrenze
von bis zu etwa 50.000 Dalton leitet, während der pH in dem Bereich
von etwa 9 bis etwa 12 gehalten wird, wobei die Geschmacksverbindungen
die Membran passieren und dadurch dem Sojamaterial Geschmack entzogen
wird und im Wesentlichen alle löslich
gemachten Sojaproteine zurückgehalten
werden, und (e) die durch die Ultrafiltrationsmembran zurückgehaltenen,
löslich
gemachten Sojaproteine gewinnt, um das geschmacksentzogene Sojaproteinmaterial
zu erhalten.
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Die
bevorzugte Ausführungsform
ist in 11 dargestellt, in der der pH
der wässrigen
Lösung
des Sojaproteins auf etwa 9 bis etwa 12 eingestellt wird. Die pH-eingestellte
wässrige Lösung wird
dann zur Entfernung unlöslicher
Materialien behandelt. Jedes herkömmliche Verfahren (z. B. Filtration,
Dekantation, Zentrifugierung und dergleichen) kann Anwendung finden.
Das unlösliche
Material wird vorzugsweise durch Zentrifugierung entfernt. Im Handel
erhältliche
kontinuierliche Zentrifugierungseinheiten sind zur Trennung in einem Halbcharqenbetrieb
oder einem kontinuierlichen Betrieb ideal geeignet. Bei einer besonders
bevorzugten Ausführungsform
wird die pH-eingestellte wässrige
Lösung
dem Entfernungsverfahren (z. B. Zentrifugierung) wenigstens zweifach
unterworfen, um die Entfernung unlöslicher Materialien zu erleichtern
oder vollständiger
zu machen. Der behandelte Überstand
wird dann der Ultrafiltration, vorzugsweise mit Diafiltration kombiniert
unterworfen, um die Geschmackskomponenten zu entfernen, die normalerweise
mit Sojabohnen verbunden sind. Bei der Ultrafiltration sollte der
pH des von Soja abgeleiteten Materials in dem Bereich von etwa 9
bis etwa 12 gehalten werden. Nach der Ultrafiltration wird der pH
mit einer genießbaren
Säure (z.
B. Zitronensäure)
auf einen neutralen pH eingestellt. Die geschmacksentzogene Sojaproteinlösung kann
direkt verwendet werden, oder sie kann in eine feste Form überführt werden,
wenn es gewünscht
wird. Es kann irgendein herkömmliches Verfahren
zur Entfernung von Wasser benutzt werden. Im Allgemeinen werden
Sprüh-
oder Gefriertrocknungsverfahren bevorzugt.
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Geschmacksentzogene Sojaproteinprodukte.
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Die
durch die vorliegenden Verfahren hergestellten geschmacksentzogenen
Sojamaterialien eignen sich ideal zum Einsatz in Milch- und Nichtmilchgetränken, Glättungsmitteln,
Gesundheitsgetränken,
Käse, käseähnlichen
Produkten, Milch- und Nichtmilchjoghurts, Fleisch und fleischähnlichen
Produkten, Getreideflocken, gebackenen Produkten, Imbissen und dergl.
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Alle
Prozentangaben beziehen sich auf das Gewicht, wenn nichts anderes
angegeben ist.
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BEISPIEL 1.
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Sojaproteinisolat
(Protein Technology International (PTI), St. Louis, MO) wurde in
Leitungswasser auf eine Konzentration von 10% gewässert. Die
wässrige
Zusammensetzung wurde mit einem Magnetrührer gemischt, bis das gesamte
Sojaproteinisolat vollständig
dispergiert war. Der pH des Gemisches wurde unter Verwendung von
Natriumhydroxid auf 11,0 eingestellt. Dann wurde die pH-eingestellte
Zusammensetzung in ein Dialyserohr (Spectrum, Inc.) mit einer Molekulargewichtsporengröße von 3500
gebracht, und Leitungswasser wurde etwa 4 Stunden ununterbrochen über die
Außenseite
des Rohres geleitet. Der pH blieb während der Dialyse höher als
etwa 9. Die in dem Dialyserohr verbliebene Zusammensetzung wurde
in ein Becherglas gegossen, neutralisiert und hinsichtlich Aroma
und Geschmack bewertet. Die dialysierte Zusammensetzung wurde mit
einer Probe verglichen, die in annäherend gleicher Weise behandelt
wurde, aber einen pH von 6,7 hatte, und mit einer zweiten Probe,
die weder dialysiert noch pH-eingestellt war. Die Blindbewertung
durch mehrere Einzelpersonen zeigte, dass nur die pH-eingestellte
und dialysierte Probe einen signifikant verbesserten Geschmack und
ein signifikant verbessertes Aroma hatte.
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BEISPIEL 2.
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Ein ähnlicher
Test wurde mit Sojamilch (Devansoy Farms, Carrol, Iowa) durchgeführt, die
in eine 10%ige wässrige
Zusammensetzung überführt und
dann pH-eingestellt und über
Nacht wie in Beispiel 1 dialysiert wurde. Nach der Behandlung war
der pH der Probe 8,8, und das Aroma und der Geschmack waren signifikant
verbessert.
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BEISPIEL 3.
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Beispiel
2 wurde mit Sojamilch wiederholt, die frisch hergestellt wurde durch
Einweichen und Abziehen der Bohnen und dann Mahlen und Trennen der
Sojamilch von dem Mehl. Nach pH-Einstellung und Dialyse wie zuvor
beschrieben, wurde gefunden, dass der Geschmack und das Aroma der
Sojamilch signifikant verbessert waren.
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BEISPIEL 4.
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Beispiel
3 wurde wiederholt unter Benutzung eines Dialyserohres mit einer
Porengröße von Molekulargewicht
6000, und es wurden ähnliche
Ergebnisse erhalten.
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BEISPIEL 5.
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Beispiel
2 wurde wiederholt mit trockenem Sojamehl (Cargill). Das Sojamehl
wurde zu einer 10%igen Zusammensetzung gewässert und dann wie zuvor beschrieben
pH-eingestellt.
Nach Dialyse über
Nacht hatte die zurückbleibende
Zusammensetzung in dem Dialyserohr einen pH von 8,7, und Aroma und
Geschmack waren signifikant verbessert.
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BEISPIEL 6.
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In
einem großen
Mischtank wurden 33 Pfund (15 kg) Sojamilch Sun Rich mit 15% Feststoffen
mit 66 Pfund (30 kg) Wasser zu 100 Pfund (45 kg) Aufschlämmung verdünnt, die
5% Sojafeststoffe enthielt. Eine 1N NaOH-Lösung wurde zur Löslichmachung
der Sojaproteine langsam zugesetzt, bis ein pH von 11 erreicht war.
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Eine
Diafiltration der alkalisierten Sojalösung erfolgte dadurch, dass
die Lösung
aus dem Mischtank durch zwei parallele Hohlfasermembranen (A/G Technology
Corporation) mit einer Molekulargewichtsgrenze von 10.000 Dalton
und einer Oberflächengröße von 3,3
m2 gepumpt wurde. Der Transmembrandruck
an den Membranen war 20-50 psi (138-345 kPa). Das durch die Membran
hindurchgegangene Material (Permeat) wurde gesammelt. Das zurückbleibende
Material (Retentat) wurde kontinuierlich zu dem Mischtank zurückgeführt. Als
50 Pfund (22,7 kg) Permeat gesammelt worden waren, enthielt der
Mischtank 50 Pfund (22,7 kg) Sojalösung. Dem Mischtank wurden
weitere 50 Pfund (22,7 kg) Wasser zugesetzt. Der pH wurde während der Ultrafiltration-/Diafiltration bei
etwa 9 bis etwa 12 gehalten. Diese Wäsche mit Zusatz von Wasser
zu dem Mischtank wurde fünfmal
wiederholt, worauf die Lösung
in dem Mischtank auf etwa 10g Feststoffe konzentriert wurde, da
Wasser in dem Permeat entfernt wurde, und dann wurde die zurückgehaltene
Sojalösung
mit 2%iger Zitronensäure
auf einen pH von 7,0 neutralisiert.
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Die
neutralisierte Lösung
wurde von einer auf Geschmackssinn geschulten Personengruppe bewertet und
mit einer Kontrollprobe aus Sojamilch Sun Rich verglichen, die mit
Wasser auf 10% verdünnt,
aber sonst nicht behandelt worden war. Die Sojalösungen wurden in einer blinden
und zufälligen
Reihenfolge vorgelegt, die Ergebnisse sind in den graphischen Darstellungen
der 1 und 2 gezeigt.
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1 zeigt
die mittlere Intensitätsbewertungszahl
für 10
Eigenschaften. Die Bewertungsgruppe schätzte bestimmte Eigenschaften
bedeutender ein als andere. Beim Vergleich mit der Sojalösung, die
wie oben beschrieben behandelt worden war, waren die hervortretenden
Eigenschaften alle mit einer 95%igen statistischen Sicherheit verringert
worden. Die Eigenschaften, die in der Kontrollprobe weniger hervortretend
waren (nämlich
braun, süß, sauer,
salzig und bitter) wurden mit Ausnahme für „süß" verringert, das im Wert anstieg, aber
die Mittelwerte der Bewertungsgruppe erreichten keine 95%ige statistische
Sicherheit.
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Aus
den Ergebnissen ist klar, dass die Sojalösung durch Entfernung der Geschmackskomponenten geschmacksneutraler
gemacht wurde.
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BEISPIEL 7.
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10
Pfund (4,55 kg) eines Sojaproteinkonzentrats (Central Soya) wurden
15-30 Minuten in einem Tank unter hoher Rührung mit 190 Pfund (86,4 kg)
Wasser gemischt, um das Sojaprotein zu wässern. Dann wurde 1N NaOH zugesetzt,
um das Sojaprotein bei einem pH von 11 löslich zu machen. In ähnlicher
Weise, wie sie in Beispiel 6 beschrieben wurde, wurde die Sojaaufschlämmung durch
eine Spiralmembran (Gea Niro Inc.) mit einer Molekulargewichtsgrenze
von 10,000 Dalton gepumpt. Der Transmembrandruck an der Membran
wurde unter 50 psi (344,7 kPa) gehalten. Der Druckabfall durch die
Membran wurde unter 15 psi (103,4 kPa) gehalten, und der pH wurde
bei etwa 9 bis etwa 12 gehalten. Wie in Beispiel 6 wurden 5 Wasserzugaben
gemacht, als das von der Membran abgezogene Permeat die Hälfte des
Ausgangsvolumens in dem Mischtank erreichte. Nach 5 Wasserzugaben
wurde der pH der gewaschenen Sojalösung durch Zugabe von 0,5 N
HCl auf 7,5 eingestellt und dann zur sensorischen Bewertung gefriergetrocknet.
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Das
geschmacksentzogene Sojaproteinkonzentrat wurde durch eine geschulte
sensorische Bewertungsgruppe in sechs Eigenschaften bewertet. Die
Mittelwerte für
jede Eigenschaft sind für
die Kontrollprobe (unbehandelt) in 3 angegeben.
Bei diesem Beispiel wurde eine Differenz zwischen dem geschmacksentzogenen
Sojakonzentrat und der Kontrollprobe gefunden, jedoch nicht mit
der 95%igen statistischen Sicherheit, obgleich alle Werte niedriger
lagen. Dies ist in 4 gezeigt. Auch sind die Ergebnisse
einer benutzten Blindkontrollprobe enthalten, die nach der geschmacksentzogenen
Probe bewertet wurde. In diesem Fall wurde gefunden, dass die Blindkontrollprobe
stärkere
Geschmackseigenschaften als die ursprüngliche Kontrollprobe der 3 hat.
Es wird angenommen, dass das darauf beruhte, dass die Blindkontrollprobe
in diesem Beispiel nach der geschmacksentzogenen Probe getestet
wurde und die Bewertungsgruppe den Eindruck hatte, bei der zweiten
Bewertung der Kontrollprobe einen relativ stärkeren Geschmack zu haben.
Beim Vergleich mit der Blindkontrollprobe zeigte die geschmacksentzogene
Probe jedoch signifikante Unterschiede bei drei Geschmackseigenschaften
bei 90- bis 95%iger statistischer Sicherheit, wie in 5 gezeigt
ist.
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BEISPIEL 8.
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Die
für den
Geschmacksentzug aus Sojaproteinen benutzte Membran sollte eine
Molekulargewichtsgrenze von 10.000 Dalton haben, die sich in den
Beispielen 6 und 7 als wirksam gezeigt hat. Eine Membran mit höherer Molekulargewichtsgrenze
kann falls gewünscht
eingesetzt werden, aber bei einer Molekulargewichtsgrenze von 50.000
Dalton gingen einige wertvolle Proteine mit dem Permeat verloren,
wie in diesem Beispiel gezeigt wird.
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5
Pfund (2,27 kg) trockenes Sojaisolat (Supro-670 PTI) wurden mit
95 Pfund (43,2 kg) Wasser wie in Beispiel 7 zu einer Aufschlämmung gemischt,
die 5% Sojafeststoffe enthielt. Zur Erhöhung des pH auf 11 und Löslichmachung
der Sojaproteine wurde 1 N NaOH zugesetzt. Die Diafiltration mit
5 Wasserzusätzen
wurde ähnlich
wie in den Beispielen 6 und 7 beschrieben und mit den Hohlfasermembranen
des Beispiels 6 durchgeführt.
Der pH wurde während
der Ultrafiltration/Diafiltration bei etwa 9 bis etwa 12 gehalten.
Proben des Permeats wurden in Intervallen von 5 Minuten abgenommen,
neutralisiert und zur Proteinanalyse eingefroren.
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Die
Permeatproben wurden durch Elektrophorese auf den Gesamtproteingehalt
analysiert; die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle angegeben: TABELLE
A
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Es
ist ersichtlich, dass die Membran mit einer Grenze von 10.000 Dalton
mehr Protein als die Membran mit einer Grenze von 50.000 Dalton
zurückhält. Der
Wert für
die Membran mit 10.000 Dalton bei 35 Minuten ist vermutlich fehlerhaft.
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BEISPIEL 9.
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Proben
von Sojamaterialien, denen nach dem Verfahren der Beispiele 6-8
Geschmack entzogen worden war, wurden durch Protein-Gelelektrophorese
analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass die Molekulargewichtsverteilung
der zurückgehaltenen
Sojamaterialien im Wesentlichen die gleiche wie die des ursprünglichen Sojamaterials
war. Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle angegeben: TABELLE
B
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BEISPIEL 10.
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Es
wurden Analysen für
die chemischen Bestandteile durchgeführt, die mit den Geschmackseigenschaften
verbunden sind, die in den vorstehenden Beispielen durch die sensorische
Bewertungsgruppe bestimmt wurden. Zwei Beispiele von Sojaproteinisolaten
wurden geprüft.
Bei einem Beispiel war der Geschmack durch das in Beispiel 7 beschriebene
Verfahren entzogen worden; bei dem zweiten Beispiel war der Geschmack
nicht entzogen worden.
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In
einem ersten Test wurde ein Gramm einer Kontrollprobe mit 15 g Wasser
verdünnt,
2 μl von
300 ppm 4-Heptanon wurde als interner Standard zugesetzt, und das
Gemisch wurde 30 Minuten bei 60°C
mit 100 ml/Min Helium gereinigt. Eine geschmacksentzogene Probe
wurde ähnlich
wie die Kontrollprobe hergestellt, wobei abweichend der pH durch
Zugabe einer NaOH-Lösung
auf 10 angehoben wurde, um die Proteine löslich zu machen. Die flüchtigen
Verbindungen wurden durch GC/MS(HP GC5890/MSD5972) analysiert. Die
Ergebnisse für
verschiedene Verbindungen sind in den 6 und 7 gezeigt.
Die geschmacksentzogene Sojaprobe enthielt kleinere Mengen der Geschmacksverbindungen.
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In
einem zweiten Test wurden drei Grammproben mit 30 g Wasser verdünnt, und
2 μl von
300 ppm 4-Heptanon wurden als interner Standard zugesetzt. Die resultierenden
Gemische wurden 20 Min bei 60°C
mit 100 ml/Min Helium gereinigt, um die flüchtigen Verbindungen zu entfernen.
Die flüchtigen
Verbindungen wurden durch Gaschromatographie analysiert, und der
Geruch der Verbindungen wurde nach menschlichen Kriterien beurteilt.
Die mit spezifischen chemischen Verbindungen verbundenen Gerüche sind
in der folgenden Tabelle beschrieben: TABELLE
C: Geruchseigenschaften herabgesetzter Verbindungen nach Geschmacksentzugsverfahren
-
BEISPIEL 11.
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Die
Verwendung von Sojamaterialien für
Nahrungsmittelprodukte wurde dadurch erläutert, dass man geschmacksentzogenes
Sojamaterial einem Balance Bar® (Kraft Foods) zusetzte
und den Geschmack mit einem gleichwertigen Balance Bar® verglich,
der das gleiche Sojamaterial, jedoch ohne Geschmacksentzug enthielt.
Bei einer Probe war das gesamte Sojamaterial ein trockenes Sojaisolat
(Supro-661 von PTI), in der zweiten Probe waren 50% des Sojamaterials
durch das Diafiltrationsverfahren der Beispiele geschmacksentzogen und
50% waren nicht geschmacksentzogen. Eine Geschmackstestgruppe bevorzugte
die zweite Probe 8 zu 3 mit der Bewertung 6,11 auf einer Skala von
1 bis 10 (mit 10 als Bestnote) gegenüber einer Bewertung von 3,5 für die erste
Probe.
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BEISPIEL 12.
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In ähnlicher
Weise wie in Beispiel 6 wurden Proben aus Sojaisolat verglichen,
nach dem Verfahren der Erfindung geschmacksentzogen, und die in
Proteinen konzentrierte Sojaisolat-Kontrollprobe wurde in Wasser zu
einer 10%igen Lösung
gewässert. 9 zeigt
die Ergebnisse, die von einer geschulten sensorischen Bewertungsgruppe
für die
Kontrollprobe gefunden wurden. Die geschmacksentzogene Probe wurde
von der Bewertungsgruppe mit der Kontrollprobe verglichen. Wie aus 10 ersichtlich
ist, wurde gefunden, dass viele charakteristische Eigenschaften
der Kontrollprobe verringert worden waren. Es wurde jedoch gefunden,
dass sich der mit „oxidiert" bezeichnete Geschmack
verstärkt
hatte.
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BEISPIEL 13.
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Entfettetes
Sojamehl (30 lbs; Archer Midland Daniels(AMD), Decatur, Illinois)
wurde mit Wasser (270 lbs) in einem ummantelten Mischtank mit kräftiger Rührung bei
einer Temperatur von etwa 130°F
gewässert. Als
die Wässerung
beendet war (im Allgemeinen innerhalb etwa 15 Minuten), wurde der
pH mit 1 N NaOH (etwa 15 lbs zugesetzt) auf 10 eingestellt. Die
pH-eingestellte
Lösung
wurde etwa 30 bis etwa 45 Minuten bei etwa 130°F gemischt. Die resultierende
Aufschlämmung
wurde bei etwa 130°F
und 12.000 UpM durch eine kontinuierliche Zentrifuge (Westfalia
Separator, Inc., Northvale, NJ) gepumpt. Der Überstand und der unlösliche Schlamm
wurden kontinuierlich als getrennte Ströme aufgefangen. Der gesammelte Überstand
wurde ein zweites Mal unter ähnlichen
Bedingungen durch die kontinuierliche Zentrifuge geschickt, um unlösliches
Material weiter zu entfernen. Der zweifach zentrifugierte Überstand
wurde dann durch eine Ultrafiltrationsmembran (Spiralwickeltyp mit
Molekulargewichtsgrenze 10.000) diafiltriert. Die Diafiltration
wurde für
ein Äquivalent von
5 Waschzyklen fortgesetzt (jede Wäsche ist definiert als die
Menge gesammeltes Permeat, die der halben Ausgangschargengröße gleich
ist). Der pH wurde während
des Ultrafiltrations/Diafiltrationsverfahrens bei etwa 10 gehalten.
Als die Diafiltration beendet war, wurde Zitronensäure (1%)
zugesetzt, um den pH auf 6,5 einzustellen. Die anfallende Trübe wurde
durch Ultrafiltration auf etwa 10 bis etwa 15% Feststoffe konzentriert,
pasteurisiert und dann sprühgetrocknet.
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BEISPIEL 14.
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Dieses
Beispiel vergleicht geschmacksentzogenes Sojamaterial, das nach
dem Verfahren dieser Erfindung hergestellt wurde, mit ähnlichen
Materialien, die nach bekannten Verfahren hergestellt wurden (nämlich US-Patent
4,420,925 (herausgegeben am 14. Dezember 1983) und US-Patentanmeldung
Veröffentlichung
2002/0098276 (veröffentlicht
am 25. Juli 2002). In jedem Verfahren wurde entfettetes Sojamehl
(Cargill Inc.) als das Ausgangsmaterial benutzt.
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Erfindungsgemäßes Verfahren.
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Entfettetes
Sojamehl (30 lbs) wurde bei 50°C
in 270 lbs Wasser gewässert.
Der Sojaaufschlämmung wurde
langsam 1 N NaOH-Lösung
zugesetzt, um den pH auf 10,0 einzustellen. Die Extraktion der Sojaproteine wurde
etwa 30 Minuten bei 50°C
durchgeführt.
Am Ende der Extraktion wurde die Aufschlämmung mit einem kontinuierlichen
Westfalia-Separator
(Modell SC-6) mit kontinuierlicher Abnahme des verbrauchten Materials und
einer Beschickungsgeschwindigkeit von etwa 300 l/h bei 12000G zentrifugiert.
Der Überstand
wurde gesammelt und erneut zentrifugiert. Die extrahierte Proteinaufschlämmung wurde
dann durch eine UF-Membran mit einer Molekulargewichtsgrenze von
10000 Dalton bei etwa 50°C
diafiltriert. Das Retentat wurde im Kreislauf geführt und
Wasser wurde mit der gleichen Geschwindigkeit zugesetzt, wie Permeat
entfernt wurde. Der pH wurde während
der Dauer der Diafiltration bei 10,0 gehalten. Die Diafiltration
wurde fortgesetzt, bis das gesammelte Permeat gleich dem 2,5-fachen
des Ausgangschargenvolumens war (das sind 5 Wäschen). Als die Diafiltration
beendet war, wurde das Retentat auf 10% Feststoffe konzentriert,
und der pH wurde mit 1 Prozent Zitronensäure auf 6,5 eingestellt. Das
Produkt wurde dann gesammelt und sprühgetrocknet.
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Vergleichsverfahren 1
(bezogen auf US-Patent Nr. 4,420,425).
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Entfettetes
Sojamehl (30 lbs) wurde bei Umgebungstemperatur in 270 lbs Wasser
gewässert.
Der Sojaaufschlämmung
wurde langsam 1 N NaOH-Lösung
zugesetzt, um den pH auf 9,0 einzustellen. Die Extraktion der Sojaproteine
erfolgte 40 Minuten bei 55°C.
Am Ende der Extraktion wurde die Aufschlämmung mit einem kontinuierlichen
Westfalia-Separator (Modell SC-6) mit kontinuierlicher Abnahme des
verbrauchten Materials und einer Beschickungsgeschwindigkeit von
etwa 300 l/h bei 12000G zentrifugiert. Der Überstand wurde gesammelt und
erneut zentrifugiert. Nach der zweiten Zentrifugierung war der pH
auf 7,5 abgefallen. Die extrahierte Proteinaufschlämmung wurde
dann durch eine Ultrafiltrationsmembran mit einer Molekulargewichtsgrenze
von 30.000 Dalton bei etwa 50°C
diafiltriert. Das Retentat wurde umgewälzt und Wasser wurde mit der gleichen
Geschwindigkeit zugesetzt, mit der Permeat abgezogen wurde. Der
pH wurde während
der Diafiltration nicht kontrolliert und war bis zum Ende der Diafiltration
auf 7,0 abgefallen. Die Diafiltration wurde fortgesetzt, bis das
gesammelte Permeat gleich dem 2,5-fachen des Ausgangschargenvolumens
war (das sind 5 Wäschen).
Nach Beendigung der Diafiltration wurde das Retentat auf 10% Feststoffe
konzentriert, und der pH wurde mit 1 Prozent Zitronensäure auf
6,5 eingestellt. Das Produkt wurde dann gesammelt und sprühgetrocknet.
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Vergleichsverfahren 2
(bezogen auf US-Patentanmeldung Veröffentlichung Nr. 2002/0098276).
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Entfettetes
Sojamehl (30 lbs) wurde bei 25°C
in 270 lbs Wasser gewässert.
Der Sojaaufschlämmung wurde
langsam 1 N NaOH-Lösung
zugesetzt, um den pH auf 9,0 einzustellen. Die Extraktion der Sojaproteine erfolgte
30 Minuten. Am Ende der Extraktion wurde die Aufschlämmung mit
einem kontinuierlichen Westfalia-Separator (Modell SC-6) mit kontinuierlicher
Abnahme des verbrauchten Materials und einer Beschickungsgeschwindigkeit
von etwa 300 l/h bei 12000G zentrifugiert. Der Überstand wurde gesammelt und
erneut zentrifugiert. Nach der zweiten Zentrifugierung war der pH
auf 8,0 abgefallen. Die extrahierte Proteinaufschlämmung wurde
dann durch eine Ultrafiltratiansmembran mit einer Molekulargewichtsgrenze
von 100.000 Dalton bei etwa 25°C
diafiltriert. Das Retentat wurde umgewälzt und Wasser wurde mit der
gleichen Geschwindigkeit zugesetzt, mit der Permeat abgezogen wurde.
Der pH wurde während
der Diafiltration nicht kontrolliert und war bis zum Ende der Diafiltration
auf 7,5 abgefallen. Die Diafiltration wurde fortgesetzt, bis das
gesammelte Permeat gleich dem 2,5-fachen des Ausgangschargenvolumens
war (das sind 5 Wäschen).
Nach Beendigung der Diafiltration wurde das Retentat auf 10% Feststoffe
konzentriert, und der pH wurde mit 1 Prozent Zitronensäure auf
6,5 eingestellt. Das Produkt wurde dann gesammelt und sprühgetrocknet.
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Das
aus jedem der Verfahren erhaltene, geschmacksentzogene Sojamaterial
wurde bewertet. Der Geschmack wurde von einer Gruppe geschulter
Leute bewertet. Obgleich jede Probe akzeptabel war (nämlich angemessene
Verringerung des Sojabohnengeschmacksprofils), haben die Erfindungsprodukte
das beste Geschmacksprofil insgesamt. Funktionelle Eigenschaften
(z. B. Löslichkeit,
Wasserrückhaltung
und dergleichen) wurden ebenfalls bestimmt; die Ergebnisse sind
in der Tabelle unten angegeben:
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Insbesondere
zur Verwendung von niedrigviskosen Nahrungsmittelprodukten (z. B.
Getränken,
Salatsaucen und dergleichen) ist es besonders wichtig, dass die
Löslichkeit
hoch und die mittlere Teilchengröße klein
ist, damit ein gutes Aussehen und Mundgefühl entsteht. Niedrige Löslichkeit
führt zur
Sedimentbildung und zu einem sandigen Mundgefühl; größere Teilchen führen ebenfalls
zu einem unerwünschten
sandigen und/oder kalkigen Mundgefühl.
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Die
Teilchengröße des durch
das Erfindungsverfahren hergestellten Materials war deutlich geringer
als bei Materialien, die nach einem der anderen Verfahren hergestellt
wurden. Die Mikrostruktur der Teilchen wurde ebenfalls mit einem
Mikroskop geprüft.
Das Material aus dem Erfindungsverfahren war bei relativ dünnen Wandungen
transparent. Das Material aus dem Vergleichsverfahren 1 hatte dünne und
dicke Wandungen, während
das Material aus dem Vergleichsverfahren 2 dicke Wandungen hatte.
Dünnwandige
Teilchen neigen dazu, leichter als dickwandige Teilchen zu sein
und daher leichter eine Suspension zu bilden und länger in
Suspension zu bleiben, wodurch nach Einarbeitung in Nahrungsmittelprodukte
ein besseres Mundgefühl
entsteht.
-
Das
Erfindungsverfahren lieferte geschmacksentzogene Sojamaterialien
mit bedeutend höherer
Löslichkeit
und Wasserrückhaltung
als jedes der beiden Vergleichsverfahren.