DE602004001590T2 - Verbessertes Verfahren zur Synthese von Diamidderivaten des Tripeptids KPV - Google Patents
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Description
- Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein verbessertes Verfahren zur Synthese von Diamidderivaten des Tripeptids Lysin-Prolin-Valin (KPV).
- STAND DER TECHNIK
- Bei der Peptidsynthese unterscheidet man zwei große Synthesewege, die die Synthese in fester Phase und die Synthese in Lösung sind.
- Die Synthese in fester Phase bietet den Vorteil einer großen Weichheit und einer bereits existierenden Automatisierung. Die Produkte werden im Allgemeinen im Labormaßstab synthetisiert, der in der Mehrheit der Fälle von einigen Milligramm bis zu 100 Milligramm reicht. Ihr Prinzip beruht auf dem der Chemie auf Trägern mit ihren bekannten Vorzügen, insbesondere bezüglich der Reinigung, die die Verwendung eines Überschusses an Reagenzien zur Begünstigung der Ausbeute ermöglicht. Dieser Weg wird im Allgemeinen für die Synthese einer großen Zahl von Verbindungen mit dem Ziel der Durchmusterung ihrer Aktivität eingesetzt.
- Die Synthese in Lösung bietet an sich den Vorteil, große Mengen an Produkt in einer einzelnen Charge herstellen zu können. Alle Reaktionen werden in Lösung durchgeführt ohne Verwendung eines auf einem Harz getragenen Reagenzes, wie es im vorstehend Beschriebenen der Fall ist. Sie ist als Peptidsynthese die Methode der Wahl für eine industrielle Synthese.
- Man kann auch die halbsynthetischen Reaktionen aus natürlichen Peptiden nennen. Sie bestehen in einer gelenkten Hydrolyse (am häufigsten auf enzymatischem Weg) von natürlichen Peptiden, die zu einem Gemisch von Fragmenten mit Peptidnatur führt, die getrennt werden und dann gegebenenfalls derivatisiert werden, um die gewünschten Verbindungen zu erhalten.
- Synthese in Lösung
- Nach Kenntnis des Anmelders beschreibt eine einzige Publikation die Synthese in Lösung von Diamidverbindungen des Tripeptids KPV, wobei die einzige als Beispiel genannte Verbindung Ac-Lys-Pro-Val-NH2 ist (Eberle et al., 1975).
- In dieser Synthese wird die Seitenkette des Lysins durch eine Schutzgruppe MSOC geschützt, die an Boc-Lys-OH eingeführt wird, um Boc-Lys(MSOC)-OH zu bilden. Das Ly sin, das an N(α),N(ε) zweifach geschützt ist, wird mit Boc-Pro-Val-NH2·HCl durch die klassische DCC/HOBt-Methode gekoppelt. Das Reagens Boc-Pro-Val-NH2·HCl wird selbst in zwei Stufen ausgehend von Boc-Pro-OH und Boc-Val-NH2 erhalten. Die Gesamtausbeute ist 33 %, berechnet unter Bezug auf Boc-Lys(MSOC)-OH. Das gesamte Syntheseschema ist im folgenden Schema (I) dargestellt:
- Eine zusammengefasste und unvollständige Herstellungsbeschreibung für diese selbe Verbindung Ac-Lys-Pro-Val-NH2 (Salz nicht spezifiziert) und für ihr diacetyliertes Homologes Ac-Lys(Ac)-Pro-Val-NH2 ist in der Europäischen Patentanmeldung Nr.
EP 0 317 573 (Lipton) zitiert. - In anderen Dokumenten, wie der Internationalen Anmeldung Nr. WO 00/56353 (Lipton) ist die Verbindung Ac-Lys-Pro-Val-NH2 zitiert, allerdings ist nur ein Hinweis über die Syntheseart angegeben. Es wird präzisiert, dass "die Peptide durch Peptidsynthese in fester Phase hergestellt wurden und durch Hochdruckflüssigkeitschromatographie mit Umkehrphase gereinigt wurden".
- In fester Phase:
- Die Synthese von Ac-Lys-Pro-Val-NH2 in fester Phase wird in Reihe L mit einer Gesamtausbeute von 56,1 % beschrieben (Sawyer, 1981).
- Der Artikel von Staples et al. (1985) beschreibt ebenfalls eine Peptidsynthese in fester Phase, die den Erhalt der Verbindung Ac-Lys-Pro-Val-NH2 beschreibt, allerdings mit einem mangelnden Zusammenhang zwischen der Struktur und den Aminosäureanalysen, die das Vorliegen von Glycin anzeigen. Die Methodologie in fester Phase, die von Sawyer in seiner These verwendet wird (Sawyer, 1981), ist als die Synthese von Ac-Peptid-NH2 (Sawyer, 1982) verallgemeinert, ohne dass das Tripeptid Ac-Lys-Pro-Val-NH2 als Beispiel angeführt oder genannt wird. In dieser Methodologie (Sawyer, 1981; 1982) ist das Harz ein Harz des Typs p-Methylbenzhydrylamin, das die direkte Herstellung der Carboxamidform (CO-NH2) nach Abspaltung des Peptids vom Harz durch Fluorwasserstoffsäure HF mit guten Ausbeuten ermöglicht. Die Aminosäuren werden in ihrer durch ein Boc am N geschützten Form eingeführt und durch die klassische DCC/HOBt-Technik verknüpft. Im Fall von Lysin wird dieses in der N(α)Boc-Form, N(α)-2,4-Cl2-Z-Lys-OH, eingeführt. Wenn das Peptid synthetisiert ist, wird der Schutz des Amins am N(α) der letzten gekoppelten Aminosäure entfernt und die terminale Aminosäure wird mit einem Überschuss an N-Acetylimidazol vor Abspaltung vom Harz acetyliert. Durch diese Methodologie wird das Tripeptid Ac-Lys-Pro-Val-NH2 mit einer Gesamtausbeute von 56,1 % (Sawyer, 1981) nach dem Schema 2 unten synthetisiert:
- Allgemeines Prinzip der im Stand der Technik beschriebenen Synthesen:
- Im Schema 1 ist das Schlüsselzwischenprodukt, das den Erhalt von Diamiden des Tripeptids KPV erlaubt, Boc-Lys(MSOC)-Pro-Val-NH2, wobei die zwei Schutzgruppen unter verschiedenen Arbeitsbedingungen freigesetzt werden. Indem die Schutzgruppe am N(α) des Lysins (Boc) spezifisch freigesetzt wird, wird die freie Aminfunktion amidiert, dann wird wiederum die Aminfunktion am N(ε) des Lysins freigesetzt.
- Allgemeiner ausgedrückt, die Synthese von Derivaten des Typs (I) kann von Synthesezwischenprodukten des Tripeptids H-Lys-Pro-Val-OH (oder Derivaten) in Betracht gezogen werden, sobald die zwei Aminfunktionen, N(α) und N(ε), des Lysins durch Schutzgruppen geschützt sind, die bei den verschiedenen Arbeitsbedingungen labil sind.
- Im Stand der Technik sind zweifach geschützte Derivate des Tripeptids beschrieben.
- So beschreibt das amerikanische Patent
US 5 580 855 (Ferreira) die Synthese in fester Phase des Tripeptids H-Lys-Pro-Val-OH unter Verwendung von FMOC als Schutzgruppe der Aminfunktion in α und unter Verwendung eines Polymethacrylamid-Polymers als feste Phase, das ausgehend von drei verschiedenen Monomeren synthetisiert wurde. Die Einführung der Aminosäuren erfolgt über ihre Aktivierung in Form des symmetrischen Anhydrids. Im Fall des Lysins wird die Aminfunktion N(ε) durch ein Boc geschützt. Am Ende der Synthese wird das Tripeptid durch Verwendung von Trifluoressigsäure (die auch die Boc-Gruppen entschützt) vom festen Träger freigesetzt, wobei FMOC vorher durch Piperidin mit 20 % in DMF freigesetzt wurde. - Die Herstellung des Zwischenprodukts H-Lys(Boc)-Pro-Val-NH2 (oder seiner Salze) wird insbesondere von Suli-Vargha et al. (1987), Suli-Vargha et al. (1984), Schwyzer et al. (1963) sowie in der Europäischen Patentanmeldung, die unter der Nummer
EP 0 078 167 veröffentlicht wurde, beschrieben. - Unter den anderen geschützten Zwischenverbindungen kann man z.B. H-Lys(Formyl)-Pro-Val-NH2·HCl, das ausgehend von Z-Lys(Formyl)-Pro-Val-NH2 hergestellt wird (Suli-Vargha et al., 1987), oder H-Lys(Z)-Pro-Val-NH2 (oder seine Salze) (Yasutake and Powers, 1981), H-Lys(Tosyl)-Pro-Val-NH2 (Hofmann et al., 1960) nennen.
- Wie vorstehend ausgeführt wurde, besitzen die Verfahren zur Synthese von Diamidderivaten des Tripeptids KPV des Standes der Technik Unzulänglichkeiten:
- (a) Die Syntheseverfahren in fester Phase erlauben den Erhalt von Diamidderivaten des Peptids KPV mit einem ausreichenden Reinheitsgrad, sind aber nur an die Produktion geringer Mengen des Endprodukts, von einigen Milligramm bis einigen 100 Milligramm, angepasst, was mit den industriellen Belangen nicht kompatibel ist;
- (b) die Verfahren der Synthese in Lösung erlauben die Herstellung von großen Mengen des Endprodukts, aber in unzureichender Ausbeute, in der Größenordnung von 33 %. Diese Verfahren der Synthese in Lösung benötigen weitere Reinigungsschritte des Endprodukts, die lang und teuer sind und einen merklichen Mengenverlust des Produktes mit sich ziehen, wenn man von der nicht gereinigten Form in die gereinigte Form übergeht.
- Im Stand der Technik existiert somit ein Bedarf für ein Verfahren zur Synthese von Diamidderivaten des Tripeptids KPV, um direkt große Mengen des Endprodukts in hoher Ausbeute und ohne die Notwendigkeit einer spezifischen Reinigungsstufe zu erhalten.
- ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
- Ein derartiges Verfahren zur Synthese eines Diamidderivats des Tripeptids KPV wird gemäß der Erfindung zur Verfügung gestellt. Das Syntheseverfahren gemäß der Erfindung kann mit einem beliebigen der Stereoisomeren jedes der Aminosäurereste Lysin (K), Prolin (P) oder Valin (V) durchgeführt werden.
-
- a) R1, R'1 und R''1 unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder
- – lineares oder verzweigtes C1-C22-Alkyl, das gegebenenfalls durch ein Heteroatom wie O oder N oder S oder Si unterbrochen ist,
- – C4-C10-Cycloalkyl,
- – lineares oder verzweigtes C1-C22-Polyfluoralkyl oder -Perfluoralkyl,
- – Aryl, gegebenenfalls substituiert mit einem oder mehreren Halogenatomen wie Cl, F, Br oder I oder einer oder mehreren linearen oder verzweigten C1-C4-Alkylgruppen,
- – Aralkyl darstellen
- – oder R1 und R'1 mit C(R''1) einen gesättigten Ring mit 3 bis 7 Atomen, der gegebenenfalls mit einem oder mehreren linearen oder verzweigten C1-C4-Alkylresten substituiert ist und/oder gegebenenfalls ein Heteroatom wie O, S oder N umfasst, bilden können,
- b) R2 und R3 unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom darstellen oder
- – lineares oder verzweigtes C1-C24-Alkyl, das gegebenenfalls durch ein Heteroatom wie O oder N oder S oder Si unterbrochen ist,
- – C4-C10-Cycloalkyl,
- – lineares oder verzweigtes C1-C22-Polyfluoralkyl oder -Perfluoralkyl,
- – Aryl, gegebenenfalls substituiert mit einem oder mehreren Halogenatomen wie Cl, F, Br oder I oder einer oder mehreren linearen oder verzweigten C1-C4-Alkylgruppen,
- – Aralkyl darstellen,
- – oder R2 und R3 mit dem Stickstoffatom einen gesättigten Ring mit 5 oder 6 Atomen, der gegebenenfalls mit einem oder mehreren linearen oder verzweigten C1-C4-Alkylresten substituiert ist, bilden können, wobei ein gesättigter Ring gegebenenfalls ein Heteroatom wie O, S oder auch ein zusätzliches Stickstoffatom umfasst,
- a) Reaktion eines zweifach geschützten Lysinrestes der folgenden Formel (II): gegebenenfalls als Salz mit einer mineralischen oder organischen Base,
- b)
- 1) Kupplung an der C-terminalen Funktion des Prolinrestes der Verbindung der Formel (IV), in der P3 für OH steht, einer Valinverbindung der folgenden Formel (V): wobei R2 und R3 dieselbe Bedeutung wie oben haben, Eliminierung der Schutzgruppe P1;
- 2) Amidierung der NH2(α)-Gruppe in N-terminaler Position des Lysinrestes durch eine Verbindung der folgenden Formel (VI-A) oder (VI-B) unter Erhalt der Verbindung der folgenden Formel (XII): wobei P2, R1, R'1, R''1, R2 und R3 dieselbe Bedeutung wie oben haben; wobei die Reihenfolge der Stufen 1) und 2) beliebig ist;
- c) Eliminieren der Schutzgruppe P2 der Verbindung der Formel (XII) unter Erhalt der Verbindung der Formel (I), gegebenenfalls in Form eines Mineralsalzes oder eines organischen Salzes.
- In der Formel (I) sind die Substituenten R1, R'1 und R''1 identisch oder unterschiedlich. Sie können folgende Bedeutungen annehmen:
- – Wasserstoff,
- – lineares oder verzweigtes C1-C22-Alkyl, das gegebenenfalls durch ein Heteroatom wie O oder N oder S oder Si unterbrochen ist,
- – C4-C10-Cycloalkyl,
- – lineares oder verzweigtes C1-C22-Polyfluoralkyl oder -Perfluoralkyl,
- – Aryl, gegebenenfalls substituiert mit einem oder mehreren Halogenatomen wie Cl, F, Br oder I oder einer oder mehreren linearen oder verzweigten C1-C4-Alkylgruppen,
- – Aralkyl,
- – R1 und R'1 können mit C(R''1) einen gesättigten Ring mit 3 bis 7 Atomen, der gegebenenfalls mit einem oder mehreren linearen oder verzweigten C1-C4-Alkylresten substituiert ist, und/oder gegebenenfalls ein Heteroatom wie O, S oder N umfasst, bilden.
- Dagegen kann die Gruppe R1(R'1)(R''1)CO keinen Aminosäurerest oder keine Peptidkette darstellen.
- In der Formel (I) sind die Substituenten R2 und R3 identisch oder unterschiedlich. Sie können die folgenden Bedeutungen annehmen:
- – Wasserstoff,
- – lineares oder verzweigtes C1-C24-Alkyl, das gegebenenfalls durch ein Heteroatom wie O oder N oder S oder Si unterbrochen ist,
- – C4-C10-Cycloalkyl,
- – lineares oder verzweigtes C1-C22-Polyfluoralkyl oder -Perfluoralkyl,
- – Aryl, gegebenenfalls substituiert mit einem oder mehreren Halogenatomen wie Cl, F, Br oder I oder einer oder mehreren linearen oder verzweigten C1-C4-Alkylgruppen,
- – Aralkyl,
- – R2 und R3 können mit dem Stickstoff einen gesättigten Ring mit 5 oder 6 Atomen, der gegebenenfalls mit einem oder mehreren linearen oder verzweigten C1-C4-Alkylresten substituiert ist, bilden, wobei ein gesättigter Ring gegebenenfalls ein Heteroatom wie O, S oder auch ein zusätzliches Stickstoffatom umfasst.
- Dagegen kann die Gruppe N(R2)(R3) keine Aminosäure oder keine Peptidkette bilden.
- Unter "Alkyl" versteht man eine lineare oder verzweigte aliphatische Kohlenwasserstoffgruppe, die gegebenenfalls durch ein Heteroatom unterbrochen ist; das Alkyl kann nicht substituiert sein oder an den Kohlenstoffatomen mit einem oder mehreren Substituenten, die identisch oder unterschiedlich sind, substituiert sein, wobei die Substituenten ausgewählt sind unter: Aryl, Hydroxy, Alkoxy, Aryloxy, Alkyloxy, Aralkyloxy. Unter "verzweigtem" Alkyl versteht man ein Niederalkyl wie Methyl, Ethyl oder Propyl, das an eine lineare Alkylkette gebunden ist. Die bevorzugten Alkylgruppen umfassen die "Niederalkyl"-Gruppen mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen. Beispiele für Alkylgruppen sind Methyl, Ethyl, i-Propyl, t-Butyl, Heptyl, Decyl oder Cyclohexylmethyl.
- Unter "Cycloalkyl" versteht man einen nicht-aromatischen Ring, der 4 bis 10 Kohlenstoffatome umfasst, wobei das cyclische Alkyl partiell ungesättigt sein kann. Bevorzugte Cycloalkyle umfassen Cyclopentyl, Cyclohexyl, Cycloheptyl, Adamantyl, Octahydronaphthyl und Perhydronaphthyl.
- Unter "Aryl" versteht man einen aromatischen carbocyclischen Rest, der 5 bis 10 Kohlenstoffatome enthält. Arylgruppen umfassen Phenyl oder Naphthyl, die nicht substituiert sind, oder Phenyl oder Naphthyl, die durch einen oder mehrere Substituenten, die identisch oder unterschiedlich sein können, substituiert sind, einschließlich Alkyl, Aryl, Aralkyl, Hydroxy, Alkoxy, Aryloxy, Aralkoxy, Carboxy, Aroyl, Halogen, Nitro, Trihalogenmethyl, Cyano, Alkoxycarbonyl, Aryloxycarbonyl, Aralkoxycarbonyl, Carbamoyl, Alkylcarbamoyl, Dialkylcarbamoyl.
- Unter "Alkoxy" versteht man eine Gruppe Alkyl-O-, in der die Alkylgruppe wie vorstehend definiert ist. Die Alkoxygruppen umfassen Methoxy, Ethoxy, n-Propoxy, i-Propoxy, n-Butoxy und Heptoxy.
- Unter "Aryloxy" versteht man eine Gruppe Aryl-O, in der die Arylgruppe wie vorstehend definiert ist. Die Aryloxy-Gruppen umfassen Phenoxy und Naphthoxy.
- Unter "Aralkyl" versteht man eine Alkylgruppe, die durch eine oder mehrere Arylgruppen substituiert ist.
- Unter "Aralkyloxy" versteht man eine Gruppe Aralkyl-O-, in der die Aralkyl-Gruppe wie vorstehend definiert ist. Die Aralkyloxy-Gruppen umfassen das Benzyloxy.
- Unter "Alkoxycarbonyl" versteht man eine Gruppe -O-CO- wie Methoxy- und Ethoxycarbonyl.
- Unter "Aryloxycarbonyl" versteht man eine Gruppe Aryl-O-C-O-, wie Phenoxy- und Naphthoxycarbonyl.
- Unter "Halogen" versteht ein Fluor-, Chlor- oder Bromatom.
- Das Verfahren gemäß der Erfindung ermöglicht insbesondere den Erhalt dieser Derivate in Salzform. Die Salze der Verbindungen gemäß der Erfindung werden unter den Salzen einer Mineralsäure oder einer organischen Säure ausgewählt, wie z.B. unter Hydrochloriden, Hydrobromiden, Sulfat, Acetat, Citrat, Tartrat, Lactat, Phosphat, Hydrogenphosphat, Propionat oder Succinat.
- Das Verfahren gemäß der Erfindung zeigt unter anderem den Vorteil, dass es auf die Produktion von Mengen an Diamidderivaten des Tripeptids KPV in industriellem Maßstab von mehreren Kilogramm anwendbar ist und dass die Stereochemie der verwendeten Aminosäuren unerheblich ist.
- Die Erfindung betrifft auch Diamidderivate des Tripeptids KPV der Formel (I), wie sie oben definiert sind, mit der zusätzlichen Bedingung, dass R1, R'1, R''1, R2 und R3 nicht gleichzeitig ein Wasserstoffatom darstellen (Formel IA).
- Diese Derivate können in Form von Salzen, insbesondere der vorstehend genannten, vorliegen.
- BESCHREIBUNG DER FIGUREN
-
1 stellt einen Durchführangsmodus des Verfahrens der Kupplung zwischen dem Lysinrest und dem Prolinrest dar, in dem die Carboxylfunktion des Prolinrestes durch eine Schutzgruppe P3 geschützt ist. -
1B stellt einen Durchführungsmodus des Verfahrens der Kupplung zwischen dem Lysinrest und dem Prolinrest dar, in dem die Carboxylfunktion des Prolinrests frei ist (P3 = OH). -
2 stellt den ersten bevorzugten Durchführungsmodus der Stufe b) des Verfahrens der Erfindung dar. -
3 stellt den zweiten bevorzugten Durchführungsmodus der Stufe b) des Verfahrens der Erfindung dar. -
4 stellt den dritten bevorzugten Durchführungsmodus der Stufe b) des Verfahrens der Erfindung dar. -
5 stellt Stufe c) des Verfahrens der Erfindung dar. -
6 stellt das vollständige Reaktionsschema des besten Durchführungsmodus des Syntheseverfahrens für Diamidderivate des Tripeptids KPV der Erfindung dar. - DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
- Erfindungsgemäß wurde gezeigt, dass eine bestimmte Kombination von Synthesestufen und die Verwendung einer bestimmten Kombination von Schutzgruppierungen es ermöglicht, Diamidderivate des Tripeptids KPV oder ein Salz dieser Verbindungen in einem Syntheseverfahren in Lösung mit einer Endausbeute herzustellen, die gegenüber der Ausbeute, die mit den Verfahren, die im Stand der Technik bekannt sind, erhalten wird, weit überlegen ist, und wobei das Verfahren keine Endreinigungsstufe, wie z.B. Chromatographie, insbesondere Ionenaustauschchromatographie, erfordert.
- Es wurde gezeigt, dass die kluge Auswahl der Schutzgruppen, der verwendeten Reagenzien und der Folge der Reaktionen es ermöglicht, eine Ausbeute von 33 % für eine in Lösung durchgeführte Synthese (Eberle et al., 1975) bis über 70 % im Fall von den Ac-Lys-Pro-Val-NH2 zu erreichen.
- Die Kombinationen Reagenzien/Schutzgruppen und die Folge bzw. Verknüpfung der Reaktionsstufen sind für die Herstellung der Verbindungen der Formel (I) neu.
- Darüber hinaus ist das Syntheseverfahren der Erfindung auf den industriellen Maßstab anwendbar. Die Isolierung des Endprodukts ist einfach und benötigt keine Reinigung durch Chromatographie oder Ionenaustauschsäulen. Diese schwierigen Techniken werden in keiner Stufe der Synthese verwendet. Am Ende der Stufe c) des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das Diamidderivat des Tripeptids KPV direkt mit einer sehr großen Reinheit erhalten. Am Ende der Synthese kann die Reinheit des isolierten, kristallisierten Produkts über 95 % liegen, wie es durch Hochdruckflüssigkeitschromatographie (HPLC) bestimmt wurde.
- Wenn andererseits die Verbindung (I) in Salzform erhalten werden muss, wird diese Salzbildung in situ während der letzen Stufe des Verfahrens verwirklicht, die darin besteht, die Schutzgruppe P2 zu eliminieren, und es wird keine zusätzliche Reaktion oder Anwendung benötigt.
-
- a) R1, R'1 und R''1 unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder
- – lineares oder verzweigtes C1-C22-Alkyl, das gegebenenfalls durch ein Heteroatom wie O oder N oder S oder Si unterbrochen ist,
- – C4-C10-Cycloalkyl,
- – lineares oder verzweigtes C1-C22-Polyfluoralkyl oder -Perfluoralkyl,
- – Aryl, gegebenenfalls substituiert mit einem oder mehreren Halogenatomen wie Cl, F, Br oder I oder einer oder mehreren linearen oder verzweigten C1-C4-Alkylgruppen,
- – Aralkyl darstellen
- – oder R1 und R'1 mit C(R''1) einen gesättigten Ring mit 3 bis 7 Atomen, der gegebenenfalls mit einem oder mehreren linearen oder verzweigten C1-C4-Alkylresten substituiert ist und/oder gegebenenfalls ein Heteroatom wie O, S oder N umfasst, bilden können,
- b) R2 und R3 unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom darstellen oder
- – lineares oder verzweigtes C1-C24-Alkyl, das gegebenenfalls durch ein Heteroatom wie O oder N oder S oder Si unterbrochen ist,
- – C4-C10-Cycloalkyl,
- – lineares oder verzweigtes C1-C22-Polyfluoralkyl oder -Perfluoralkyl,
- – Aryl, gegebenenfalls substituiert mit einem oder mehreren Halogenatomen wie Cl, F, Br oder I oder einer oder mehreren linearen oder verzweigten C1-C4-Alkylgruppen,
- – Aralkyl darstellen,
- – oder R2 und R3 mit dem Stickstoffatom einen gesättigten Ring mit 5 oder 6 Atomen, der gegebenenfalls mit einem oder mehreren linearen oder verzweigten C1-C4-Alkylresten substituiert ist, bilden können, wobei ein gesättigter Ring gegebenenfalls ein Heteroatom wie O, S oder auch ein zusätzliches Stickstoffatom umfasst,
- a) Reaktion eines zweifach geschützten Lysinrestes der folgenden Formel (II): gegebenenfalls als Salz mit einer mineralischen oder organischen Base,
- b)
- 1) Kupplung an der C-terminalen Funktion des Prolinrestes der Verbindung der Formel (IV), in der P3 für OH steht, einer Valinverbindung der folgenden Formel (V): wobei R2 und R3 dieselbe Bedeutung wie oben haben, Eliminierung der Schutzgruppe P1;
- 2) Amidierung der NH2(α)-Gruppe in N-terminaler Position des Lysinrestes durch eine Verbindung der folgenden Formel (VI-A) oder (VI-B): unter Erhalt der Verbindung der folgenden Formel (XII): wobei P2, R1, R'1, R''1, R2 und R3 dieselbe Bedeutung wie oben haben; wobei die Reihenfolge der Stufen 1) und 2) beliebig ist;
- c) Eliminieren der Schutzgruppe P2 der Verbindung der Formel (XII) unter Erhalt der Verbindung der Formel (I), gegebenenfalls in Form eines Mineralsalzes oder eines organischen Salzes.
- In der Stufe c) wird die Eliminierung der Schutzgruppe P2 durch Hydrogenolyse durchgeführt. Während die Hydrogenolyse mit einer im Reaktionsmedium enthaltenen Säure durchgeführt wird, spielt die genannte Säure die Rolle eines Salzbildungsmittels der Aminfunktion des so freigesetzten Lysins. Das Endsalz ist vorzugsweise unter den Hydrochloriden, Hydrobromiden, Sulfaten, Acetaten, Citraten, Tartraten, Lactaten, Phosphaten, Hydrogenphosphaten, Propionaten und Succinaten ausgewählt.
- Gemäß der Erfindung kann das Verfahren, wie es oben definiert ist, mit einem beliebigen der Stereoisomeren jedes der Reste der Aminosäuren Lysin, Prolin oder Valin durchgeführt werden.
- Vorzugsweise wird das Salz gemäß dem Verfahren der Erfindung im Verlauf der Stufe c) durch Einführung der entsprechenden Säure erhalten.
- Vorzugsweise wird die verwendete Säure unter Essigsäure, Salzsäure, Bromwasserstoffsäure, Schwefelsäure, Citronensäure, Weinsäure, Milchsäure, Phosphorsäure, Hydrogenphosphorsäure, Propionsäure oder Bernsteinsäure ausgewählt.
- In ganz bevorzugter Weise ist die Säure Essigsäure oder Salzsäure.
- Nach einer bevorzugten Durchführungsform bzw. einem bevorzugten Durchführungsmodus ist das Verfahren der Erfindung außerdem dadurch charakterisiert, dass die Schutzgruppen P1 und P2 unabhängig voneinander Adoc (= 1-Adamantyloxycarbonyl), BOC (= t-Butyloxycarbonyl),
2-Brom-Z (= 2-Brombenzyloxycarbonyl) oder 2-Chlor-Z (= 2-Chlorbenzyloxycarbonyl) oder Fmoc (= 9-Fluorenylmethoxycarbonyl) oder Formyl oder Nicotinoyl oder 4-Nitro-Z (= 4-Nitrobenzyloxycarbonyl) oder Tfa (= Trifluoracetyl) oder Tos (= p-Toluolsulfonyl) oder Z (= Benzyloxycarbonyl) oder Adpoc (= 1-(Adamantyl)-1-methylethoxycarbonyl) darstellen. - Um die Verbindungen der Formel (I) in Lösung und/oder ihre Salze herzustellen, sind mehrere Synthesewege in Betracht zu ziehen, und zwar abhängig davon, ob der Peptidteil vom N-terminalen Ende zum C-terminalen Ende oder umgekehrt vom C-terminalen Ende zum N-terminalen Ende aufgebaut wird. Vorzugsweise wird die Peptidkette vom N-terminalen Ende zum C-terminalen Ende aufgebaut.
- Das Ausgangsprodukt des Syntheseverfahrens ist zweifach geschütztes Lysin der folgenden Struktur, wobei die zwei Schutzgruppen unter verschiedenen Arbeitsbedingungen labil sind: wobei P1 und P2 unterschiedlich sind und die folgenden Schutzgruppen bezeichnen können, mit der Maßgabe, dass P1 von P2 verschieden ist und dass P1 und P2 bei unterschiedlichen Arbeitsbedingungen labil sind:
P1, P2 = Adoc (= 1-Adamantyloxycarbonyl), BOC (= t-Butyloxycarbonyl),
2-Brom-Z (= 2-Brombenzyloxycarbonyl) oder 2-Chlor-Z (= 2-Chlorbenzyloxycarbonyl) oder Fmoc (= 9-Fluorenylmethoxycarbonyl) oder Formyl oder Nicotinoyl oder 4-Nitro-Z (= 4-Nitrobenzyloxycarbonyl) oder Tfa (= Trifluoracetyl) oder Tos (= p-Toluolsulfonyl) oder Z (= Benzyloxycarbonyl) oder Adpoc (= 1-(Adamantyl)-1-methylethoxycarbonyl), wobei diese Liste nur beispielhaft und nicht erschöpfend ist. - In ganz bevorzugter Weise werden die Schutzgruppen P1 und P2 so gewählt, dass sie jeweils unter unterschiedlichen Arbeitsbedingungen eliminiert werden.
- Die Verbindung der Formel (II) kann in bestimmten Fällen mit einer Base vorzugsweise einer organischen Base, und bevorzugter noch einem organischen Amin, wie z.B. Dicyclohexylamin oder Ethyldiisopropylamin, ein Salz bilden. Vorzugsweise ist die Verbindung der Struktur (II) Boc-Lys(Z)-OH (wobei P1 und P2 die Bedeutungen Boc bzw. Z haben).
- Die Peptidkupplung, die die Einführung der zweiten Aminosäure ermöglicht, wird entweder mit einem C-geschützten Derivat von Prolin mit der Struktur (IIIA) (
1A ) oder mit Prolin der Struktur (IIIB) (1B ) durchgeführt, wobei die Verbindungen (IIIA) und (IIIB) alle beide Verbindungen der Formel (III) sind. - Die Verbindungen der Formel (III) bilden gegebenenfalls mit einer Mineralsäure oder organischen Säure Salze. Die Verbindungen der Formel (III) werden ausgewählt unter H-Pro-AMC, H-Pro-p-Nitrobenzylester, H-Pro-OtBu, H-Pro-OBzl, H-Pro-OMe, H-Pro-OEt, sind vorzugsweise H-Pro-OBzl oder H-Pro-OMe oder H-Pro-OEt.
- Die Peptidkupplung des zweifach geschützten Lysins (II) mit dem C-geschützten Prolin (III) wird mit Hilfe von Aktivierungsreagenzien oder klassischen Kupplungsreagenzien für die Peptidsynthese wie den Carbodiimiden, wie z.B. DCC (= Dicyclohexylcarbodiimid), oder den wasserlöslichen Formen von Carbodiimiden, wie z.B. EDC (= N-Ethyl-N'-(3-dimethylaminopropyl)carbodiimid-Hydrochlorid), Phosphoniumsalzen wie BOP (= (Benzotriazol-1-yloxy)tris(dimethylamino)phosphoniumhexafluorphosphat), PyBOP (= (Benzotriazol-1-yloxy)tripyrrolidinophosphoniumhexafluorphosphat), PyBROP (= Bromtripyrrolidinophosphoniumhexafluorphosphat), PyCloP (= Chlortripyrrolidinophosphoniumhexafluorphosphat), oder auch mit Hilfe von Reagenzien wie PyCIU (= Chlor-N,N,N',N'-bis(tetramethylen)formamidiniumhexafluorphosphat), N-Hydroxysuccinimid, EEDQ (= 1-Ethoxycarbonyl-2-ethoxy-1,2-dihydrochinolin), CDI (= Carbonyldiimidazol), oder auch mit Hilfe von Chlorformiaten wie Ethylchlorformiat oder Isobutylchlorformiat durchgeführt. Wenn die Kupplung mit Hilfe von Kupplungsreagenzien wie Carbodiimiden durchgeführt wird, können Additive wie HOBt (= 1-Hydroxybenzotriazol) oder N-Hydroxysuccinimid während der Reaktion zugesetzt werden, um die Racemisierung zu beschränken.
- Gemäß dem Schema der
1A wird die Peptidkupplung vorzugsweise mit Carbodiimiden, versetzt mit 1-Hydroxybenzotriazol oder nicht, durchgeführt. - Gemäß dem Schema der
1B wird die Kupplung vorzugsweise mit N-Hydroxysuccinimid durchgeführt. In den zwei Fällen sind die bevorzugten Lösungsmittel dipolare, aprotische Lösungsmittel, vorzugsweise Dimethylformamid (DMF), N-Methylpyrrolidon (NMP) oder aprotische Lösungsmittel wie 1,2-Dimethoxyethan (DME), Tetrahydrofuran (THF), Dioxan, wobei diese rein oder im Gemisch vorliegen. - Die letzte Peptidkupplung wird mit dem C-amidierten Valin (V) durchgeführt, das gegebenenfalls als Salz mit einer Mineralsäure oder organischen Säure vorliegt (R2 und R3 haben die bereits dargelegten Bedeutungen); dieses Zwischenprodukt (V) wird selbst ausgehend von BOC-Val-OH durch Verfahren zur Synthese von Amiden ausgehend von Carbonsäuren hergestellt.
- So kann das Zwischenprodukt (IV) nach dem Schema der
2 oder dem Schema der3 mit dem Zwischenprodukt (V) gekuppelt werden. -
- Erste bevorzugte Ausführungsform der Stufe b) des Verfahrens (
2 ). - Nach diesem ersten bevorzugten Durchführungsmodus bzw. Ausführungsform des Verfahrens zur Synthese der Diamidderivate des Tripeptids KPV besitzt das Dipeptid KP (IV) einen Prolinrest, dessen Carboxylgruppe durch eine Schutzgruppe P3 geschützt ist, und die Kupplung des Dipeptids KP (IV mit dem Valinderivat (IIIA) wird nach Eliminierung der Schutzgruppe P1, dann Amidierung der so freigesetzten Aminfunktion NH2(α) des Lysinrestes, durchgeführt. Dieser erste bevorzugte Durchführungsmodus ist in
2 dargestellt. - Nach diesem bevorzugten Durchführungsmodus ist das Verfahren zur Synthese der Diamidderivate des Tripeptids KPV, wie es oben definiert ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Stufe b) die folgenden Stufen umfasst:
- b1) Eliminierung der Schutzgruppe P1 aus der Verbindung der Formel (IV), in der P3 eine Schutzgruppe darstellt, derart, dass die Verbindung der Formel (IX) erhalten wird: wobei P1 dieselbe Bedeutung wie oben hat und P3 eine Schutzgruppe darstellt;
- b2) Amidierung der Gruppe NH2(α) des Lysinrestes der Verbindung der Formel (IX) mit der Verbindung der Formel (VI-A) oder der Verbindung der folgenden Formel (VI-B): wobei R1, R'1 und R''1 dieselben Bedeutungen wie oben haben, um die Verbindung der folgenden Formel (X) zu erhalten: wobei R1, R'1, R''1, P1 dieselbe Bedeutung wie oben haben und P3 eine Schutzgruppe darstellt;
- b3) Eliminierung der Schutzgruppe P3 der Verbindung der Formel (X) unter Erhalt der Verbindung der Formel (XI): wobei R1, R'1, R''1 und P2 dieselbe Bedeutung wie oben haben;
- b4) Kuppeln der Verbindung der Formel (XI) mit der Valinverbindung der folgenden Formel (V), gegebenenfalls als Salz mit einer Mineralsäure oder organischen Säure: wobei R2 und R3 dieselbe Bedeutung wie oben haben, um die Verbindung der folgenden Formel (XII) zu erhalten: wobei P2, R1, R'1, R''1, R2 und R3 dieselbe Bedeutung wie oben haben.
- Nach dem in
2 dargestellten Verfahren wird die Aminfunktion N(α) des Lysins unter den notwendigen Bedingungen, die durch die Natur der verwendeten Schutzgruppe P1 bestimmt werden, freigesetzt. Wenn z.B. P1 die BOC (= t-Butyloxycarbonyl)-Gruppe bezeichnet, kann die Aminfunktion N(α) des Lysins freigesetzt werden, indem die entsprechende Verbindung (IV) mit einer Mineralsäure, wie wässrige Salzsäure, in einem aprotischen Lösungsmittel wie Dioxan oder THF oder auch in einem Lösungsmittelgemisch wie THF-CH2Cl2 oder Dioxan-CH2Cl2 behandelt wird. Die Reaktion wird dann zwischen –10°C und 40°C, vorzugsweise zwischen 4°C und 30°C durchgeführt. Die Aminfunktion N(α) des Lysins der Verbindung (IX) wird dann unter den üblichen Bedingungen amidiert, z.B. durch Reaktion eines Säurechlorids der Struktur (VI-A) oder eines symmetrischen Anhydrids der Struktur (VI-B) oder eines unsymmetrischen Anhydrids, wobei diese Liste nicht erschöpfend ist. - Vorzugsweise wird die Reaktion mit einem Säurechlorid (VI-A) oder einem Anhydrid (VI-B) durchgeführt. Das Lösungsmittel ist vorzugsweise ein dipolares aprotisches Lösungsmittel, z.B. DMF oder NMP, oder ein aprotisches Lösungsmittel wie THF, Dioxan, wobei diese Lösungsmittel rein oder im Gemisch verwendet werden können, oder ein Gemisch von Lösungsmitteln wie z.B. CH2Cl2/Wasser..
- Wenn die Verbindung (IX) in Form eines Salzes vorliegt, wird das Reaktionsmedium mit einer ausreichenden Menge an organischer Base, z.B. Triethylamin, Ethyldiisopropylamin, Butylamin oder an mineralischer Base, z.B. NaOH, KOH, Na2CO3, K2CO3, KHCO3, NaHCO3, versetzt.
- Die C-terminale Säurefunktion der Verbindung (X), die so erhalten wurde, wird dann unter den notwendigen Arbeitsbedingungen freigesetzt, welche durch die Natur der Schutzgruppe P3 bestimmt werden. Wenn z.B. P3 den Benzylester OBzl bezeichnet, kann die Säurefunktion freigesetzt werden, indem eine mineralische Base oder eine organische Base, vorzugsweise eine Mineralbase wie NaOH beispielsweise, der Verbindung (X) zugesetzt wird. In diesem letzten Fall wird die Entschützung in alkoholischem Medium, wie Ethanol oder Methanol, oder in einem wässrig alkoholischen Medium bei einer Temperatur von –5°C bis zum Rückfluss, vorzugsweise von +4° bis +40°C, durchgeführt. Die Verbindung (XI) wird dann nach Ansäuerung des Mediums, vorzugsweise durch eine Mineralsäure wie Salzsäure, erhalten.
- Die letzte Kupplung wird dann zwischen der Verbindung (XI) und der Verbindung (V) durchgeführt, wobei diese letztgenannte gegebenenfalls als Salz mit einer Mineralsäure oder einer organischen Säure vorliegt.
- Die Kupplungsverfahren werden unter den vorstehend genannten ausgewählt. Vorzugsweise wird die Kupplung mit Hilfe von Phosphoniumsalzen, z.B. BOP oder PyBROP oder PyCloP oder PyCIU, oder unter Verwendung von Uroniumsalzen wie HBPyU (= O-(Benzotriazol-1-yl)-N,N,N',N'-bis(tetramethylen)uroniumhexafluorphosphat) oder HBTU (= O-(Benzotriazol-1-yl)-N,N,N',N'-tetramethyluroniumhexafluorphosphat) oder HATU (= O-(7-Azabenzotriazol-1-yl)-N,N,N',N'-tetramethyluroniumhexafluorphosphat) durchgeführt. Bevorzugter wird die Kupplung mit BOP oder HBTU durchgeführt. Diese Kupplung wird in einem dipolaren aprotischen Lösungsmittel wie DMF oder NMP oder in einem aprotischen Lösungsmittel wie THF oder Dioxan durchgeführt. Die Reaktion wird in basischem Medium durchgeführt, wobei die Base vorzugsweise eine organische Base wie Triethylamin, Ethyldiisopropylamin oder Butylamin ist, wobei die Temperatur vorzugsweise zwischen –10°C und 40°C festgelegt wird. Auf diese Weise erhält man die Verbindung (XII).
- Zweiter bevorzugter Durchführungsmodus der Stufe b) des Verfahrens (
3 ). - Nach einem zweiten bevorzugten Durchführungsmodus des Verfahrens zur Synthese von Diamidderivaten des Tripeptids KPV besitzt das Dipeptid KP die Carboxylfunktion des Prolinrestes, die durch eine Schutzgruppe P3 geschützt ist, dann wird die Schutzgruppe P3 vor Kupplung des Prolins mit der Valinverbindung (V) eliminiert, dann wird die Schutzgruppe P1 eliminiert und die freie Funktion NH2(α) des Lysinrestes wird amidiert. Der zweite bevorzugte Durchführungsmodus des Verfahrens ist in
3 dargestellt. - Nach diesem zweiten Durchführungsmodus ist das Verfahren zur Synthese von Diamidderivaten des Tripeptids KPV, wie es allgemein in der Beschreibung definiert ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Stufe b) die folgenden Stufen umfasst:
- b5) Eliminieren der Gruppe P3 der Verbindung der Formel (IV), in der die Gruppe P3 eine Schutzgruppe darstellt, um die Verbindung der folgenden Formel (VII) zu erhalten: wobei P1 und P2 dieselbe Bedeutung wie oben haben;
- b6) Kupplung der Verbindung der Formel (VII) mit der Valinverbindung der Formel (V), gegebenenfalls als Salz mit einer mineralischen oder organischen Säure: wobei R2 und R3 dieselbe Bedeutung wie oben haben, um eine Verbindung der Formel (XIII) zu erhalten: wobei P1, P2, R2 und R3 dieselbe Bedeutung wie oben haben;
- b7) Eliminieren der Schutzgruppe P1 aus der Verbindung der Formel (XIII), um die Verbindung der folgenden Formel (XIV) zu erhalten und gegebenenfalls Salzbildung mit einer mineralischen Säure oder organischen Säure: wobei P2, R2 und R3 dieselbe Bedeutung wie oben haben;
- b8) Amidierung der NH2(α)-Gruppe des Lysinrests der Verbindung der Formel (XIV) mit der Verbindung der Formel (VI-A) oder der Verbindung der folgenden Formel (VI-B), gegebenenfalls als Salz mit einer mineralischen oder organischen Säure: wobei R1, R'1 und R''1 dieselben Bedeutungen wie oben haben, um die Verbindung der folgenden Formel (XII) zu erhalten: wobei P2, R1, R'1, R''1, R2 und R3 dieselbe Bedeutung wie oben haben.
- Nach dem in
3 dargestellten Verfahren wird das geschützte Dipeptid (IV) zunächst mit einer mineralischen Base, wie z.B. Soda, verseift, um das Derivat (VII) zu erhalten. Die Peptidkupplung zwischen (VII) und dem Valinderivat (V) (oder einem seiner Salze) wird durch eines der vorstehend beschriebenen Verfahren durchgeführt, vorzugsweise unter Verwendung eines Verfahrens, das Carbodiimide verwendet. Bevorzugter ist das verwendete Carbodiimid EDC. Die Reaktion wird dann in einem dipolaren aprotischen Lösungsmittel wie z.B. DMF oder NMP oder in einem aprotischen Lösungsmittel wie THF oder Dioxan in basischem Medium, z.B. durch Zusatz einer organischen Base wie Triethylamin oder Ethyldiisopropylamin, durchgeführt. Die Aminfunktion N(α) des so erhaltenen Tripeptids (XIII) kann dann in saurem Medium freigesetzt werden, z.B. durch Salzsäure. Diese Entschützung wird z.B. durch wässrige HCl in einem Dioxan-Dichlormethan-Gemisch durchgeführt. Die Verbindung (XIV) wird dann in Form des Hydrochlorids erhalten. Die Aminfunktion N(α), die ein Salz gebildet hat, kann z.B. durch Reaktion mit einem symmetrischen Anhydrid (VI-B) in basischem Medium wie in Gegenwart von Ethyldiisopropylamin oder Triethylamin in einem dipolaren aprotischen Lösungsmittel wie DMF oder NMP, vorzugsweise DMF, durchgeführt werden, um das Tripeptid (XII) zu erhalten. - Dritter bevorzugter Durchführungsmodus der Stufe b) des Verfahrens (
4 ). - Nach einem dritten bevorzugten Durchführungsmodus verwendet man das Dipeptid KP (XII), dessen Carboxylfunktion des Prolinrestes nicht geschützt ist (P3 = OH), man eliminiert die Schutzgruppe P1 und amidiert die Gruppe NH2(α) des Lysins vor Kupplung der resultierenden Verbindung mit dem Valinrest (III). Dieser dritte Durchführungsmodus des Verfahrens der Erfindung ist in
4 dargestellt. - In diesem dritten bevorzugten Durchführungsmodus ist das Verfahren zur Synthese von Diamidderivaten des Tripeptids KPV, wie es allgemein in der Beschreibung definiert ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Stufe b) die folgenden Stufen umfasst:
- b9) Eliminieren der Schutzgruppe P1 der Verbindung der Formel (VII), um die Verbindung der folgenden Formel (XV) zu erhalten, gegebenenfalls als Salz mit einer organischen oder mineralischen Base: wobei P2 dieselbe Bedeutung wie oben hat;
- b10) Amidbildung der NH2(α)-Gruppe des Lysinrestes der Verbindung der Formel (XV) mit der Verbindung der Formel (VI-A) oder der Verbindung der folgenden Formel (VI-B): wobei R1, R'1 und R''1 dieselben Bedeutungen wie oben haben, um die Verbindung der folgenden Formel (XI), gegebenenfalls als Salz mit einer organischen Base oder einer mineralischen Base, zu erhalten: wobei P2, R1, R'1 und R''1 dieselbe Bedeutung wie oben haben;
- b11) Kupplung der Verbindung der Formel (XI) mit der Valinverbindung der folgenden Formel (V), gegebenenfalls als Salz mit einer mineralischen oder organischen Säure: wobei R2 und R3 dieselbe Bedeutung wie oben haben; um die Verbindung der Formel (XII) zu erhalten: wobei P2, R1, R'1, R''1, R2 und R3 dieselbe Bedeutung wie oben haben.
- Nach dem in
4 dargestellten Verfahren wird die Aminfunktion N(α) des Derivats (VII) in saurem Medium, z.B. durch Salzsäure, freigesetzt. Diese Entschützung wird z.B. durch wässrige HCl in einem Dioxan-Dichlormethan-Gemisch durchgeführt, wodurch die Verbindung (XV) als Salz erhalten wird. Die Aminfunktion N(α) kann dann gemäß3 amidiert werden, um das Derivat (XI) zu erhalten. - Die Peptidkupplung von (XI) mit dem Valinderivat (V) (oder einem seiner Salze) wird durch eines der vorstehend beschriebenen Verfahren durchgeführt, vorzugsweise indem ein Verfahren verwendet wird, das Phosphoniumsalze einsetzt. Bevorzugter ist das ausgewählte Phosphoniumsalz BOP. Die Reaktion wird in einem dipolaren aprotischen Lösungsmittel wie DMF oder NMP oder in einem aprotischen Lösungsmittel wie THF oder Dioxan in basischem Medium, z.B. durch Zusatz einer organischen Base wie Triethylamin oder Ethyldiisopropylamin, durchgeführt.
- Bevorzugter Durchführungsmodus der Stufe c) des Verfahrens.
- In der Stufe c) des Verfahrens eliminiert man die Schutzgruppe P2 der Verbindung der Formel (XII), um das Diamidderivat, das vom Tripeptid KPV der Formel (I) abgeleitet ist, gegebenenfalls in der Form eines Salzes, zu erhalten. Die Stufe c) des Verfahrens ist in
5 dargestellt. - Die Verbindung (XII), die nach dem einen oder dem anderen der in den
2 ,3 oder4 dargestellten Durchführungsmodi erhalten wird, kann leicht in einer Stufe in die entsprechende Verbindung (I) umgewandelt werden, wobei diese Stufe die Entschützung der Aminfunktion N(ε) des Lysins ist, wie es in5 dargestellt ist. - Vorzugsweise wird die Aminfunktion N(ε) durch eine Benzyloxycarbonyl (Z)-Gruppe geschützt, und die Entschützung wird durch Hydrierung, welche durch Palladium auf Kohle katalysiert wird, durchgeführt. Bevorzugter wird die Reaktion unter einem Wasserstoffdruck von 1 bis 3 bar in alkoholischem Medium, wie Ethanol, und in Gegenwart von 1 bis 5 Äquivalenten einer organischen Säure oder einer Mineralsäure, wie Salzsäure, Bromwasserstoffsäure, Schwefelsäure, Essigsäure, Citronensäure, Weinsäure, Milchsäure, Phosphorsäure, Hydrogenphosphorsäure, Propionsäure oder Bernsteinsäure, durchgeführt.
- Die Hydrierung wird vorzugsweise zwischen 5°C und 50°C, bevorzugter zwischen 10°C und 30°C, durchgeführt. Die Verbindung (I) wird dann direkt in Form eines Salzes erhalten.
- Bevorzugte allgemeine charakteristische Techniken des Verfahrens
- Vorzugsweise ist das Verfahren gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzgruppe P1 in der Verbindung der Formel (II) t-Butyloxycarbonyl (Boc) ist und dass die Schutzgruppe P2 Benzyloxycarbonyl (Z) ist.
- Vorzugsweise wird das Verfahren gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzgruppe P3 in der Verbindung der Formel (III) die Benzylestergruppe OBzl ist.
- Vorzugsweise ist das Verfahren der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass in der Verbindung der Formel (I) die Gruppen R1, R'1 und R''1 jeweils ein Wasserstoffatom darstellen.
- Das Verfahren gemäß der Erfindung ist vorzugsweise dadurch gekennzeichnet, dass in der Verbindung der Formel (I) die Gruppen R2 und R3 jeweils ein Wasserstoffatom darstellen. Vorzugsweise ist das Verfahren gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzgruppe P1 t-Butyloxycarbonyl (Boc) ist, die Schutzgruppe P2 Benzyloxycarbonyl (Z) ist und die Schutzgruppe P3 der Benzylester OBzl ist.
- Bester Durchführungsmodus des Verfahrens der Erfindung
- In ganz bevorzugter Weise werden die Diamidderivate des Tripeptids KPV der Formel (I), vorzugsweise ausgehend von der Verbindung (II), für die P1 die t-Butyloxycarbonyl (Boc)-Gruppe bezeichnet, und P2 die Benzyloxycarbonyl (Z)-Gruppe bezeichnet, und ausgehend von der Verbindung (III-A), für die die Säurefunktion durch einen Benzylester geschützt ist, wobei die entsprechende Verbindung (III-A) vorzugsweise als Salz mit p-Toluolsulfonsäure vorliegt, erhalten.
- Diese Verbindungen werden vorzugsweise nach der Reihenfolge der Wege eingesetzt, die sukzessive in
1A , dann2 (erster bevorzugter Durchführungsmodus der Stufe b) des Verfahrens), dann5 dargestellt sind, um das Diamidderivat des Tripeptids KPV der Formel (I) zu erhalten. - Entsprechend der Natur der Substituenten R1, R1', R1'', R2 und R3 kann die bevorzugte Verknüpfung der Wege es ermöglichen, dass die Isolierung und/oder die Reinigung der Zwischenprodukte nicht erforderlich ist. So verwendet das besonders bevorzugte Verfahren für R1, R1', R1'', R2 und R3 = H die Reagenzien und die Arbeitsbedingungen, die in
6 beschrieben sind. - Nach dem Durchführungsmodus des Verfahrens zur Synthese von Diamidderivaten des Tripeptids KPV, der in
6 dargestellt ist, werden die Zwischenverbindungen (III), (IV) und (IX) nicht gereinigt und werden, so wie sie sind, in den folgenden Stufen eingesetzt. Dieses Verfahren verwendet keine Reinigung durch Säulenchromatographie oder Ionenaustausch. Es ist auf alle beanspruchten Salze anwendbar. Die Reinheit des Endprodukts wird durch HPLC gemessen. - In sehr vorteilhafter Weise minimieren die Arbeitsbedingungen die Racemisierung.
- Neue Verbindungen und neue Zusammensetzungen gemäß der Erfindung
-
- a) R1, R'1 und R''1 unabhängig voneinander:
- – lineares oder verzweigtes C1-C22-Alkyl, das gegebenenfalls durch ein Heteroatom wie O oder N oder S oder Si unterbrochen ist,
- – C4-C10-Cycloalkyl,
- – lineares oder verzweigtes C1-C22-Polyfluoralkyl oder -Perfluoralkyl,
- – Aryl, gegebenenfalls substituiert mit einem oder mehreren Halogenatomen wie Cl, F, Br oder I oder einer oder mehreren linearen oder verzweigten C1-C4-Alkylgruppen,
- – Aralkyl,
- – Wasserstoff darstellen
- – oder R1 und R'1 mit C(R''1) einen gesättigten Ring mit 3 bis 7 Atomen, der gegebenenfalls mit einem oder mehreren linearen oder verzweigten C1-C4-Alkylresten substituiert ist und/oder gegebenenfalls ein Heteroatom wie O, S oder N umfasst, bilden können,
- b) R2 und R3 unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom darstellen oder
- – lineares oder verzweigtes C1-C24-Alkyl, das gegebenenfalls durch ein Heteroatom wie O oder N oder S oder Si unterbrochen ist,
- – C4-C10-Cycloalkyl,
- – lineares oder verzweigtes C1-C22-Polyfluoralkyl oder -Perfluoralkyl,
- – Aryl, gegebenenfalls substituiert mit einem oder mehreren Halogenatomen wie Cl, F, Br oder I oder einer oder mehreren linearen oder verzweigten C1-C4-Alkylgruppen,
- – Aralkyl darstellen,
- – oder R2 und R3 mit dem Stickstoffatom einen gesättigten Ring mit 5 oder 6 Atomen, der gegebenenfalls mit einem oder mehreren linearen oder verzweigten C1-C4-Alkylresten substituiert ist, bilden können, wobei ein gesättigter Ring gegebenenfalls ein Heteroatom wie O, S oder auch ein zusätzliches Stickstoffatom umfasst,
- Vorzugsweise wird das Salz oder das Diamidderivat des Tripeptids KPV oben unter den Hydrochloriden, Hydrobromiden, Sulfaten, Acetaten, Citraten, Tartraten, Lactaten, Phosphaten, Hydrogenphosphaten, Propionaten und Succinaten ausgewählt.
- Vorzugsweise ist das Salz des Diamidderivats des Tripeptids KPV oben dadurch gekennzeichnet, dass die Reste der Aminosäuren Lysin, Prolin oder Valin beliebige Stereoisomere jedes dieser Reste sein können.
- Die Erfindung bezieht sich auch auf Zusammensetzungen, die in einem physiologisch annehmbaren Medium ein Diamidderivat des Tripeptids KPV der Formel (IA), wie es oben definiert ist, enthalten.
- Nach einem ersten vorteilhaften Durchführungsmodus sind die obigen Zusammensetzungen dadurch gekennzeichnet, dass das Milieu ein kosmetisches Milieu ist und dass das Derivat (IA) mit einem Gehalt von 10–8 bis 10–3 g/100 g vorliegt.
- Nach einem zweiten vorteilhaften Durchführungsmodus sind die obigen Zusammensetzungen dadurch gekennzeichnet, dass das Milieu ein pharmazeutisches Milieu ist und dass das Derivat (IA) in einem Gehalt von über 5 × 10–4 g/100 g vorliegt.
- Die vorliegende Erfindung bezieht sich auch auf die Verwendung eines Derivats (IA), wie es oben definiert wurde, in einer kosmetischen Zusammensetzung oder zur Herstellung einer dermatologischen Zusammensetzung für/oder bestimmt zur Behandlung von trockener) Haut und/oder empfindlicher) Haut.
- Die vorliegende Erfindung wird durch das folgende Beispiel weiter erläutert, ohne beschränkt zu werden.
- BEISPIEL: Synthese des Diacetylderivats des Tripeptids KPV in Form verschiedener Salze
- I. Herstellung von TosOH, H-Pro-OBzl (III):
- In einen inerten, thermostabilen Rührreaktor, der mit einer Dean-Stark-Falle ausgestattet ist, führt man bei 20°C 50,22 g p-Toluolsulfonsäuremonohydrat (1,1 Äq.) und 140 ml Toluol ein. Das Medium wird bis zur Auflösung gerührt und dann gibt man 74,5 ml Benzylalkohol (3 Äq.), danach 27,63 g H-D-Pro-OH (240 mmol) zu. Das Gemisch wird 16 Stunden unter einem Vakuum von 250 bis 300 mbar unter Rückfluss gehalten. Das Ende der Reaktion wird durch Dünnschichtchromatographie überwacht. Das Medium wird im Vakuum zu einem Rückstand konzentriert.
- Das so erhaltene Produkt wird ohne Reinigung verwendet.
- II. Herstellung von Boc-D-Lys(Z)-D-Pro-OBzl (IV):
- Der Rückstand aus der vorangehenden Stufe wird mit 83 ml DMF aufgenommen, mit 87 g Boc-D-Lys(Z)-OH (1 Äq.), dann mit 35 g HOBt·1H2O (1 Äq.) versetzt. Das Gemisch wird auf 10°C abgekühlt und, während man diese Temperatur aufrecht hält, werden 54,77 g EDC (286 mmol, 1,25 Äq.), dann 59 ml Ethyldiisopropylamin (432,96 mmol, 1,5 Äq.) zugesetzt. Man lässt wieder auf 20°C kommen und rührt 2 bis 20 h. Das Ende der Reaktion wird durch Dünnschichtchromatographie überwacht.
- Das Reaktionsmedium wird auf 110 ml Dichlormethan und 220 ml Wasser gegossen, 15 min gerührt, dekantiert und die organische Phase wird mit 2 × 220 ml gesättigter wässriger NaHCO3-Lösung gewaschen. Die wässrigen Phasen werden aufeinanderfolgend durch 83 ml Dichlormethan reextrahiert. Die organischen Phasen werden vereinigt, auf Na2SO4 getrocknet und auf 460 ml (durch Konzentrierung oder Verdünnung) eingestellt.
- Diese Lösung von Boc-D-Lys(Z)-D-Pro-OBzl wird so wie sie ist in der folgenden Stufe eingesetzt.
- III. Herstellung von H-D-Lvs(Z)-D-Pro-OBzl·HCl (IX):
- Zu der vorherigen Lösung, die ohne Behandlung unter Inertgas auf 5°C gekühlt worden war, werden 460 ml (17 Vol.) 4 N HCl in Dioxan (1828 mmol, 8 Äq.) gegeben. Nach Rückkehr zur Umgebungstemperatur wird das Rühren 2 bis 3 h fortgesetzt.
- Das Ende der Reaktion wird durch Dünnschichtchromatographie kontrolliert.
- Das Reaktionsmedium wird dann ohne Rühren auf ein Gemisch aus 270 ml Wasser und 270 g Eis gegossen. Das Gemisch wird dekantiert und die organische Phase wird, so wie sie ist, für die nachfolgende Stufe eingesetzt.
- IV. Herstellung von Ac-D-Lvs(Z)-D-Pro-OBzl (X):
- Die Chlormethylenlösung von H-D-Lys(Z)-D-Pro-OBzl·HCl, die vorstehend erhalten worden war, wird auf 5°C abgekühlt, mit 135 ml Wasser, dann mit 32,3 ml Essigsäureanhydrid (1,5 Äq.) versetzt. Dann gibt man wässrige 5 N NaOH in der notwendigen Menge in 30 Minuten bis 1 h zu, um pH 10 zu erreichen (90 bis 130 ml sind notwendig).
- Das Medium wird bei Umgebungstemperatur 2 h 30 bis 3 h gerührt, und das Ende der Reaktion wird durch Dünnschichtchromatographie kontrolliert.
- Das Medium wird dekantiert, die organische Phase wird mit Wasser, dann mit einer gesättigten wässrigen NaCl-Lösung (110 ml, 4 Vol. jedes Mal) gewaschen. Die organische Phase wird auf Na2SO4 getrocknet und unter Vakuum konzentriert (max. 40°C, max. 50 mbar).
- Der Rückstand wird wie er ist in der späteren Stufe verwendet.
- V. Herstellung von Ac-D-Lys(Z)-D-Pro-OH (XI):
- Die Verbindung Ac-D-Lys(Z)-D-Pro-OBzl, die in der vorangehenden Stufe erhalten wurde (Theorie: 230 mmol), wird mit 313 ml Methanol gemischt, es werden 313 ml 1 N NaOH (313 mmol, 1,36 Äq.) zugesetzt, und es wird eine Nacht bei Umgebungstemperatur gerührt. Das Reaktionsende wird durch Dünnschichtchromatographie kontrolliert.
- Dann fügt man Diisopropylether (313 ml, 11 Vol.) zu, das Medium wird dekantiert, und die wässrige Phase wird dreimal mit 3 × 150 ml Diisopropylether reextrahiert. Die wässrige Phase wird dann in ein Gemisch aus 540 ml Dichlormethan und 70 ml wässriger 4 N HCl (1,2 Äq.) gegossen. Das Gemisch wird 15 Minuten gerührt und dekantiert. Die abgetrennte organische Phase wird mit Wasser, dann mit einer gesättigten wässrigen NaCl-Lösung (110 ml, 4 Vol. jedes Mal) gewaschen. Die organische Phase wird über Na2SO4 getrocknet und im Vakuum konzentriert (max. 40°C, max. 50 mbar). Das so erhaltene Produkt, 94,25 g, präsentiert sich in Form eines Schaums (Ausbeute 98 %, berechnet unter Bezug auf eingesetztes Boc-D-Lys(Z)-OH).
- VI. Herstellung von Ac-D-Lys(Z)-D-Pro-D-Val-NH2 (XII):
- In einen inerten, thermostabilen Reaktor, der mit einem mechanischen Rührer ausgestattet ist, führt man 94,25 g Ac-D-Lys(Z)-D-Pro-OH (XI) (224,7 mmol), dann 470 ml DMF ein. Man gibt dann 32,58 g H-D-Val-NH2·HCl(V) (213,5 mmol, 0,95 Äq.) und 85,22 g HBTU (1 Äq.) hinzu. Das Medium wird auf 5°C gekühlt, und man gibt tropfenweise im Verlauf von 15 Minuten 96,6 ml Ethyldiisopropylamin (2,5 Äq.) hinzu. Man lässt auf 20°C zurückkommen und nach 1 h 30 bis 2 h wird eine reichliche Kristallisation beobachtet. Das Ende der Reaktion wird durch Dünnschichtchromatographie kontrolliert. Das Reaktionsmedium wird dann auf 2350 ml AcOEt gegossen, 15 Minuten gerührt, filtriert und sukzessive mit 470 ml AcOEt und 470 ml Diisopropylether gewaschen. Das Derivat (XII) wird im Vakuum bei 25°C getrocknet. Auf diese Weise erhält man 107,2 g (92 %) Ac-D-Lys(Z)-D-Pro-D-Val-NH2.
- VII. Herstellung von Ac-D-Lys-D-Pro-D-Val-NH2 (I):
- Die letzte Stufe besteht in der Hydrogenolyse der Benzyloxycarbonyl-Schutzgruppe Z des Lysins. Die Säure, die im Reaktionsmedium verwendet wird, findet man als Salzbildner der freigesetzten Aminfunktion wieder.
- 1) Isoliert in Acetatform:
- 107 g Ac-D-Lys(Z)-D-Pro-D-Val-NH2 werden in 535 ml EtOH gelöst, mit 214 ml AcOH und 21,4 g Pd/C mit 10 % in 50 % Wasser versetzt. Die Hydrierung wird bei 20°C unter einem Wasserstoffdruck von 1 bar während 16 h durchgeführt. Das Ende der Reaktion wird durch Dünnschichtchromatographie kontrolliert. Der Katalysator wird filtriert und das Filtrat wird im Vakuum bis zu einem Rückstand konzentriert. Der Rückstand wird mit 107 ml EtOH aufgenommen, mit 430 ml Isopropanol versetzt, und das Gemisch wird auf 50°C erwärmt, dann bei 50°C tropfenweise mit 1500 ml Diisopropylether versetzt. Das erwartete Produkt kristallisiert. Das Medium wird auf 20°C abgekühlt und 1 h gerührt. Der Feststoff wird filtriert und mit 500 ml Diisopropylether gewaschen, bevor er im Vakuum bei 25°C getrocknet wird, wodurch 78,3 g Ac-D-Lys-D-Pro-D-Val-NH2 in Form des Acetatsalzes erhalten werden (Ausbeute 85,4 %). Die Reinheit des so erhaltenen Produkts wird durch HPLC kontrolliert.
- Wenn erforderlich, wird das Produkt "umkristallisiert", und zwar mit 0,5 μm-Filtration unter denselben Bedingungen, wodurch 71 g Ac-D-Lys-D-Pro-D-Val-NH2·AcOH erhalten werden (Ausbeute nach Reinigung 91 %; Gesamtausbeute 74 %, bezogen auf Boc-D-Lys(Z)-OH).
- 2) Isoliert als Tartratform:
- Das Tartrat wird erhalten, indem eine Hydrogenolyse der Benzyloxycarbonylgruppe Z in Gegenwart von Weinsäure durchgeführt wird. L- und D-Weinsäure liefern ein vergleichbares Salz.
- 5 g Ac-D-Lys(Z)-D-Pro-D-Val-NH2 werden in 25 ml EtOH suspendiert, dann mit 1,48 g L-(+)-Weinsäure (1,02 Äq.) und 0,5 g Pd/C mit 10 % in 50 % Wasser versetzt. Die Hydrierung wird bei 20°C unter einem Wasserstoffdruck von 1 bar während 16 h durchgeführt.
- Das Reaktionsende wird durch Dünnschichtchromatographie kontrolliert. Das Produkt kristallisierte teilweise in dem Medium. Dann fügt man 10 ml Wasser hinzu, der Katalysator wird abfiltriert und das Filtrat wird im Vakuum bis zum Rückstand konzentriert. Der Rückstand wird durch 40 ml Isopropanol, das auf 50°C erwärmt wurde, aufgenommen und bei 50°C mit 40 ml Ethanol versetzt, das tropfenweise eingeführt wird. Das Produkt kristallisiert. Das Medium wird auf 20°C abgekühlt und 1 Stunde gerührt, bevor es mit 40 ml Isopropanol und 50 ml Diisopropylether versetzt wird. Der erwartete Feststoff wird filtriert und mit 50 ml Diisopropylether gewaschen, bevor er im Vakuum bei 25°C getrocknet wird, wodurch 4,12 g Ac-D-Lys-D-Pro-D-Val-NH2·Tartrat erhalten werden (Ausbeute 80 %). Das so erhaltene Produkt wird durch HPLC kontrolliert. Wenn notwendig, kann es wie folgt gereinigt werden.
- Das erhaltene Produkt wird in 2 Volumina Ethanol und 1 Volumen Wasser gelöst, filtriert und mit 4 Volumina Isopropanol versetzt. Die Lösung wird filtriert, dann mit 14 Volumina filtriertem Diisopropylether versetzt. Nach Absaugen der gebildeten Kristalle und Trocknung bei 20°C im Vakuum erhält man 90 % rekristallisiertes und filtrieres Produkt.
- 3) Isoliert in Form von Succinat oder Citrat:
- Das mit Weinsäure beschriebene Protokoll kann mit Bernsteinsäure oder Citronensäure wiederholt werden.
- Falls erforderlich, kann das Produkt mit 0,5 μm-Filtration gereinigt werden, indem die entsprechenden Salze in 2 Volumina Ethanol, versetzt mit 1 Volumen Wasser, gelöst werden, danach eine Filtration folgt, danach 4 Volumina filtriertes Isopropanol zugesetzt werden und 14 Volumina filtrierter Diisopropylether zugesetzt werden.
- LITERATURSTELLEN
-
- A. EBERLE, J.L. FAUCHERE, G.I. TESSER, R. SCHWYZER, Helvetica Chimica Acta, 1975, Bd. 58, 2106.
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wobei das Verfahren dadurch gekennzeichnet ist, dass es die folgenden Stufen umfasst:
mit einem Prolinrest der folgenden Formel (III): gegebenenfalls als Salz mit einer mineralischen oder organischen Säure,
wobei P3 eine andere Schutzgruppe als eine der Schutzgruppen P1 und P2 darstellt oder wobei P3 eine Hydroxylgruppe darstellt,
in Gegenwart eines Aktivierungsreagenzes oder eines Kupplungsreagenzes in einem Lösungsmittel unter Erhalt der Verbindung der folgenden Formel (IV): wobei P1, P2 und P3, die oben angegebenen Bedeutungen haben;
wobei das Verfahren dadurch gekennzeichnet ist, dass es die folgenden Stufen umfasst:
mit einem Prolinrest der folgenden Formel (III): gegebenenfalls als Salz mit einer mineralischen oder organischen Säure,
wobei P3 eine andere Schutzgruppe als eine der Schutzgruppen P1 und P2 darstellt oder wobei P3 eine Hydroxylgruppe darstellt,
in Gegenwart eines Aktivierungsreagenzes oder eines Kupplungsreagenzes in einem Lösungsmittel unter Erhalt der Verbindung der folgenden Formel (IV): wobei P1, P2 und P3, die oben angegebenen Bedeutungen haben;
mit der Maßgabe, dass die Gruppe N(R2)(R3) keinen Aminosäurerest oder Peptidrest darstellt.
Claims (26)
- Verfahren zur Synthese in Lösung eines Diamidderivats des Tripeptids KPV der folgenden Formel (I) oder eines Salzes der Verbindung der Formel (I): unabhängig von der Stereochemie der verwendeten Aminosäure, wobei a) R1, R'1 und R''1 unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder – lineares oder verzweigtes C1-C22-Alkyl, das gegebenenfalls durch ein Heteroatom wie O oder N oder S oder Si unterbrochen ist, – C4-C10-Cycloalkyl, – lineares oder verzweigtes C1-C22-Polyfluoralkyl oder -Perfluoralkyl, – Aryl, gegebenenfalls substituiert mit einem oder mehreren Halogenatomen wie Cl, F, Br oder I oder einer oder mehreren linearen oder verzweigten C1-C4-Alkylgruppen, – Aralkyl darstellen – oder R1 und R'1 mit C(R''1) einen gesättigten Ring mit 3 bis 7 Atomen, der gegebenenfalls mit einem oder mehreren linearen oder verzweigten C1-C4-Alkylresten substituiert ist und/oder gegebenenfalls ein Heteroatom wie O, S oder N umfasst, bilden können, unter der Maßgabe, dass die Gruppe R1(R'1)(R''1)CO keinen Aminosäurerest oder Peptidrest darstellt; b) R2 und R3 unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom darstellen oder – lineares oder verzweigtes C1-C24-Alkyl, das gegebenenfalls durch ein Heteroatom wie O oder N oder S oder Si unterbrochen ist, – C4-C10-Cycloalkyl, – lineares oder verzweigtes C1-C22-Polyfluoralkyl oder -Perfluoralkyl, – Aryl, gegebenenfalls substituiert mit einem oder mehreren Halogenatomen wie Cl, F, Br oder I oder einer oder mehreren linearen oder verzweigten C1-C4-Alkylgruppen, – Aralkyl darstellen, – oder R2 und R3 mit dem Stickstoffatom einen gesättigten Ring mit 5 oder 6 Atomen, der gegebenenfalls mit einem oder mehreren linearen oder verzweigten C1-C4-Alkylresten substituiert ist, bilden können, wobei ein gesättigter Ring gegebenenfalls ein Heteroatom wie O, S oder auch ein zusätzliches Stickstoffatom umfasst, mit der Maßgabe, dass die Gruppe N(R2)(R3) keine Aminosäure oder keinen Peptidrest darstellt; wobei das Verfahren dadurch gekennzeichnet ist, dass es die folgenden Stufen umfasst: a) Reaktion eines zweifach geschützten Lysinrestes der folgenden Formel (II): gegebenenfalls als Salz mit einer mineralischen oder organischen Base, wobei P1 und P2, die voneinander verschieden sind, jeweils unabhängig voneinander eine Schutzgruppe darstellen, mit einem Prolinrest der folgenden Formel (III): gegebenenfalls als Salz mit einer mineralischen oder organischen Säure, wobei P3 eine andere Schutzgruppe als eine der Schutzgruppen P1 und P2 darstellt oder wobei P3 eine Hydroxylgruppe darstellt, in Gegenwart eines Aktivierungsreagenzes oder eines Kupplungsreagenzes in einem Lösungsmittel unter Erhalt der Verbindung der folgenden Formel (IV): wobei P1, P2 und P3, die oben angegebenen Bedeutungen haben; b) 1) Kupplung an der C-terminalen Funktion des Prolinrestes der Verbindung der Formel (IV), in der P3 für OH steht, einer Valinverbindung der folgenden Formel (V), gegebenenfalls als Salz mit einer mineralischen oder organischen Säure: wobei R2 und R3 dieselbe Bedeutung wie oben haben, Eliminierung der Schutzgruppe P1; 2) Amidierung der NH2(α)-Gruppe in N-terminaler Position des Lysinrestes durch eine Verbindung der folgenden Formel (VI-A) oder (VI-B) unter Erhalt der Verbindung der folgenden Formel (XII): wobei P2, R1, R'1, R''1, R2 und R3 dieselbe Bedeutung wie oben haben; wobei die Reihenfolge der Stufen 1) und 2) beliebig ist; c) Eliminieren der Schutzgruppe P2 der Verbindung der Formel (XII) unter Erhalt der Verbindung der Formel (I), gegebenenfalls in Form eines Mineralsalzes oder eines organischen Salzes.
- Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Salz aus den Chlorhydraten, Bromhydraten, Sulfaten, Acetaten, Citraten, Tartraten, Lactaten, Phosphaten, Hydrogenphosphaten, Propionaten und Succinaten ausgewählt wird.
- Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Reste der Aminosäuren Lysin, Prolin oder Valin beliebige Stereoisomere jedes dieser Reste sein können.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Salz im Verlauf der Stufe c) durch Einführung der entsprechenden Säure erhalten wird.
- Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Säure Essigsäure oder Chlorwasserstoffsäure oder Bromwasserstoffsäure oder Schwefelsäure oder Citronensäure oder Weinsäure oder Milchsäure oder Phosphorsäure oder Hydrogenphosphorsäure oder Propionsäure oder Bernsteinsäure ist.
- Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Säure Essigsäure oder Chlorwasserstoffsäure ist.
- Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzgruppen P1 und P2 unabhängig voneinander für Adoc (= 1-Adamantyloxycarbonyl), BOC (= t-Butyloxycarbonyl), 2-Brom-Z (= 2-Brombenzyloxycarbonyl) oder 2-Chlor-Z (= 2-Chlorbenzyloxycarbonyl) oder Fmoc (= 9-Fluorenylmethoxycarbonyl) oder Formyl oder Nicotinoyl oder 4-Nitro-Z (= 4-Nitrobenzyloxycarbonyl) oder Tfa (= Trifluoracetyl) oder Tos (= p-Toluolsulfonyl) oder Z (= Benzyloxycarbonyl) oder Adpoc (= 1-(Adamantyl)-1-methylethoxycarbonyl) stehen.
- Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzgruppen P1 und P2 so gewählt sind, dass sie bei unterschiedlichen Arbeitsbedingungen eliminiert werden.
- Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung der Formel (II) als Salz mit einer organischen Base, vorzugsweise einem organischen Amin, vorliegt.
- Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung der Formel (III) als Salz mit einer Mineralsäure oder organischen Säure vorliegt.
- Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Stufe a) die Kupplungsreaktion in Gegenwart eines Kupplungsreagenzes oder Aktivierungsreagenzes, ausgewählt unter den Carbodiimiden wie zum Beispiel DCC (= Dicyclohexylcarbodiimid) oder den wasserlöslichen Formen von Carbodiimiden wie EDC (= N-Ethyl-N'-(3-dimethylaminopropyl)carbodiimidchlorhydrat), Phosphoniumsalzen wie BOP (= Benzotriazol-1-yloxy)-tris(dimethylamino)phosphoniumhexafluorphosphat), PyBOP (= (Benzotriazol-1-yloxy)tripyrrolidinophosphoniumhexafluorphosphat), PyBROP (= Bromtripyrrolidinophosphoniumhexafluorphosphat), PyCloP (= Chlortripyrrolidinophosphoniumhexafluorphosphat), oder auch mit Hilfe von Reagenzien wie PyC lU (= Chlor-N,N,N',N'-bis(tetramethylen)-formamidiniumhexafluorphosphat), N-Hydroxysuccinimid, EEDQ (= 1-Ethoxycarbonyl-2-ethoxy-1,2-dihydrochinolin), CDI (= Carbonyldiimidazol) oder auch Chlorformiaten wie Ethylchlorformiat oder Isobutylchlorformiat, durchgeführt wird.
- Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stufe b) die folgenden Stufen umfasst: b1) Eliminierung der Schutzgruppe P1 aus der Verbindung der Formel (IV), in der P3 eine Schutzgruppe darstellt, derart, dass die Verbindung der Formel (IX) erhalten wird: wobei P1 dieselbe Bedeutung wie in Anspruch 1 hat und P3 eine Schutzgruppe darstellt; b2) Amidierung der Gruppe NH2(α) des Lysinrestes der Verbindung der Formel (IX) mit der Verbindung der Formel (VI-A) oder der Verbindung der folgenden Formel (VI-B): wobei R1, R'1 und R''1 dieselben Bedeutungen wie in Anspruch 1 haben, um die Verbindung der folgenden Formel (X) zu erhalten: wobei R1, R'1, R''1, P1 dieselbe Bedeutung wie in Anspruch 1 haben und P3 eine Schutzgruppe darstellt; b3) Eliminierung der Schutzgruppe P3 der Verbindung der Formel (X) unter Erhalt der Verbindung der Formel (XI): wobei R1, R'1, R''1 und P2 dieselbe Bedeutung wie in Anspruch 1 haben; b4) Kuppeln der Verbindung der Formel (XI) mit der Valinverbindung der folgenden Formel (V), gegebenenfalls als Salz mit einer Mineralsäure oder organischen Säure: wobei R2 und R3 dieselbe Bedeutung wie oben haben, um die Verbindung der folgenden Formel (XII) zu erhalten: wobei P2, R1, R'1, R''1, R2 und R3 dieselbe Bedeutung wie oben haben.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Stufe b) die folgenden Stufen umfasst: b5) Eliminieren der Gruppe P3 der Verbindung der Formel (IV), in der die Gruppe P3 eine Schutzgruppe darstellt, um die Verbindung der folgenden Formel (VII) zu erhalten: wobei P1 und P2 dieselbe Bedeutung wie in Anspruch 2 haben; b6) Kupplung der Verbindung der Formel (VII) mit der Valinverbindung der Formel (V), gegebenenfalls als Salz mit einer mineralischen oder organischen Säure: wobei R2 und R3 dieselbe Bedeutung wie in Anspruch 1 haben, um eine Verbindung der Formel (XIII) zu erhalten: wobei P1, P2, R2 und R3 dieselbe Bedeutung wie oben haben; b7) Eliminieren der Schutzgruppe P1 aus der Verbindung der Formel (XIII), um die Verbindung der folgenden Formel (XIV), gegebenenfalls als Salz mit einer mineralischen Säure oder organischen Säure, zu erhalten: wobei P2, R2 und R3 dieselbe Bedeutung wie oben haben; b8) Amidierung der NH2(α)-Gruppe des Lysinrests der Verbindung der Formel (XIV) mit der Verbindung der Formel (VI-A) oder der Verbindung der folgenden Formel (VI-B), gegebenenfalls als Salz mit einer Mineralsäure oder organischen Säure: wobei R1, R'1 und R''1 dieselben Bedeutungen wie in Anspruch 1 haben, um die Verbindung der folgenden Formel (XII) zu erhalten: wobei P2, R1, R'1, R''1, R2 und R3 dieselbe Bedeutung wie oben haben.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Stufe b) die folgenden Stufen umfasst: b9) Eliminieren der Schutzgruppe P1 der Verbindung der Formel (VII), in der die Gruppe P3 eine Hydroxylgruppe darstellt, um die Verbindung der folgenden Formel (XV) zu erhalten: wobei P2 dieselbe Bedeutung wie in Anspruch 2 hat; b10) Amidbildung der NH2(α)-Gruppe des Lysinrestes der Verbindung der Formel (XV) mit der Verbindung der Formel (VI-A) oder der Verbindung der folgenden Formel (VI-B): wobei R1, R'1 und R''1 dieselben Bedeutungen wie in Anspruch 1 haben, um die Verbindung der folgenden Formel (XI), gegebenenfalls als Salz mit einer organischen Base oder einer mineralischen Base, zu erhalten: wobei P2, R1, R'1 und R''1 dieselbe Bedeutung wie oben haben; b11) Kupplung der Verbindung der Formel (XI) mit der Valinverbindung der folgenden Formel (V), gegebenenfalls als Salz mit einer Mineralsäure oder organischen Säure: wobei R2 und R3 dieselbe Bedeutung wie in Anspruch 1 haben; um die Verbindung der Formel (XII) zu erhalten: wobei P2, R1, R'1, R''1, R2 und R3 dieselbe Bedeutung wie oben haben.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass in der Verbindung der Formel (II) die Schutzgruppe P1 t-Butyloxycarbonyl (BOC) ist und die Schutzgruppe P2 Benzyloxycarbonyl (Z) ist.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass in der Verbindung der Formel (III) die Schutzgruppe P3 die Benzylestergruppe OBzl ist.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass in der Verbindung der Formel (I) die Gruppen R1, R'1 und R''1 jeweils ein Wasserstoffatom darstellen.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass in der Verbindung der Formel (I) die Gruppen R2 und R3 jeweils ein Wasserstoffatom darstellen.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzgruppe P1 t-Butyloxycarbonyl (BOC) ist, die Schutzgruppe P2 Benzyloxycarbonyl (Z) ist und die Schutzgruppe P3 der Benzylester OBzl ist.
- Diamidderivat oder Salz des Diamidderivats des Tripeptids KPV der folgenden Formel (IA): wobei: a) R1, R'1 und R''1 unabhängig voneinander darstellen: – lineares oder verzweigtes C1-C22-Alkyl, gegebenenfalls unterbrochen durch ein Heteroatom wie O oder N oder S oder Si, – C4-C10-Cycloalkyl, – lineares oder verzweigtes C1-C22-Polyfluoralkyl oder -Perfluoralkyl, – Aryl, gegebenenfalls substituiert mit einem oder mehreren Halogenatomen wie Cl, F, Br oder I oder einer oder mehreren linearen oder verzweigten C1-C4-Alkylgruppen, – Aralkyl – oder R1 und R'1 mit C(R''1) einen gesättigten Ring mit 3 bis 7 Atomen, der gegebenenfalls mit einem oder mehreren linearen oder verzweigten C1-C4-Alkylresten substituiert ist und/oder gegebenenfalls ein Heteroatom wie O, S oder N umfasst, bilden können, – Wasserstoff, unter der Maßgabe, dass die Gruppe R1(R'1)(R''1)CO keinen Aminosäurerest oder Peptidrest darstellt, wobei wenigstens eines der R1, R'1, R''1 von Wasserstoff verschieden ist; b) R2 und R3 unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom darstellen oder – lineares oder verzweigtes C1-C24-Alkyl, das gegebenenfalls durch ein Heteroatom wie O oder N oder S oder Si unterbrochen ist, – C4-C10-Cycloalkyl, – lineares oder verzweigtes C1-C22-Polyfluoralkyl oder -Perfluoralkyl, – Aryl, gegebenenfalls substituiert mit einem oder mehreren Halogenatomen wie Cl, F, Br oder I oder einer oder mehreren linearen oder verzweigten C1-C4-Alkylgruppen, – Aralkyl darstellen, – oder R2 und R3 mit dem Stickstoffatom einen gesättigten Ring mit 5 oder 6 Atomen, der gegebenenfalls mit einem oder mehreren linearen oder verzweigten C1-C4-Alkylresten substituiert ist, bilden können, wobei ein gesättigter Ring gegebenenfalls ein Heteroatom wie O, S oder auch ein zusätzliches Stickstoffatom umfasst, wobei wenigstens einer der Reste R2 oder R3 von Wasserstoff verschieden ist, mit der Maßgabe, dass die Gruppe N(R2)(R3) keinen Aminosäurerest oder Peptidrest darstellt.
- Salz eines Diamidderivats des Tripeptids KPV gemäß Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Salz unter den Chlorhydraten, Bromhydraten, Sulfaten, Acetaten, Citraten, Tartraten, Lactaten, Phosphaten, Hydrogenphosphaten, Propionaten und Succinaten ausgewählt ist.
- Diamidderivat oder Salz des Diamidderivats des Tripeptids KPV gemäß Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Reste der Aminosäuren Lysin, Prolin oder Valin ein beliebiges der Stereoisomeren jeder dieser Reste sein können.
- Zusammensetzungen, die in einem physiologisch annehmbaren Medium ein Derivat (IA) nach einem der Ansprüche 20 bis 22 enthalten.
- Zusammensetzungen nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass das Milieu ein kosmetisches Milieu ist und das Derivat (IA) mit einem Gehalt von 10–8 bis 10–3 g/100 g vorliegt.
- Zusammensetzung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass das Milieu ein pharmazeutisches Milieu ist und dass das Derivat (IA) in einem Gehalt von über 5·10–4 g/100 g vorliegt.
- Verwendung eines Derivats (IA) nach einem der Ansprüche 20 bis 22 in einer kosmetischen Zusammensetzung oder zur Herstellung einer dermatologischen Zusammensetzung für/oder bestimmt zur Behandlung von trockener Haut und/oder empfindlicher Haut.
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