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Diese
Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung und ein Verfahren zum
Verschweißen
von nickelbasierten und eisenbasierten Superlegierungskomponenten
und auf nickelbasierte und eisenbasierte Superlegierungskomponenten,
die unter Verwendung des Verfahrens gemäß der vorliegenden Erfindung
hergestellt werden. Konkreter ist diese Erfindung auf einen Schweißvorgang,
der einen oxidativen Wärmebehandlungsschritt
enthält,
und durch den Schweißvorgang
hergestellte Erzeugnisse gerichtet.
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Eisenbasierte
und nickelbasierte Superlegierungen werden weit verbreitet zur Herstellung
bestimmter Komponenten von Gasturbinentriebwerken und anderen Turbinentriebwerken,
einschließlich
tragender Komponenten, Brennkammern und Turbinenschaufelblättern, wie
z.B. Leit- und Laufschaufeln, verwendet. Während Hochtemperatur-Superlegierungskomponenten
häufig
durch Gießen
gebildet werden, gibt es Umstände,
unter denen Superlegierungskomponenten vorzugsweise oder notwendigerweise
durch Verschweißen
separater Anordnungen hergestellt werden. Zum Beispiel können Komponenten
mit komplexen Konfigurationen, wie z.B. Turbinenmidframes und Mantelträgerringe
leichter durch miteinander Verschweißen getrennter, gegossener oder
bearbeiteter Formen hergestellt werden. Daher ist es häufig praktischer
und kostengünstiger,
komplexe Komponenten durch miteinander Verschweißen einzelner Anordnungen herzustellen,
statt die Komponente als ein einstückiges Erzeugnis zu gießen oder
zu schmieden. Die Schweißverfahren
sind sehr arbeitsintensiv, zeitaufwendig und teuer, insbesondere
wenn die Lösungsbehandlung
vor dem Schweißen,
die zur Vorbereitung des Erzeugnisses zum Schweißen erforderlich ist, in einem
Vakuum durchgeführt
werden muss. WIG-Schweißverfahren werden
allgemein häufig
verwendet, um nickelbasierte und eisenbasierte Superlegierungsanordnungen zu
schweißen.
Ein solches Verfahren ist z.B. in
US
5 319 179 offenbart. Der breiter Schweißbereich verursacht eine erhebliche
Verzerrung und ein relativ großes
Volumen der Wärmeeinflusszone.
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Jüngste Fortschritte
in der Technologie der Eindringverbesserung für Flussmittel unterstütztes WIG-Schweißen haben
ein Flussmittel hervorgebracht, das die Anwendung des Wolframinertgas (WIG)-Schweißens zum
Verbinden einer Materialdicke größer als
etwa 2,5 mm (0,1 Zoll) in einem einzigen Durchlauf mit einer I-Stoß-Anordnung
zulässt, wobei
diese Verarbeitung anstelle des Elektronenstrahl (EB)-Schweißens für nickelbasierte
und eisenbasierte Superlegierungen verwendet worden ist. Außerdem ist
die gleiche Verarbeitung angewandt worden, um dünnere Abschnitte zu schweißen, aber
verglichen mit dem konventionellen WIG-Verfahren mit einem erheblich verringerten
Wärmeeintrag.
Ein als FASTIG SS-7TM bekanntes eigenes
Schweißflussmittel,
das dem Edison Welding Institut gehört, ist vor kurzem geschaffen
worden und enthält
gemischte feste Pulver, die in einen Träger, wie z.B. Methylethylketon
(MEK), hineingemischt sind, wobei solche gemischten Pulver NiO,
Ti2O3, TiO2, TiO und eine Mangansilikatverbindung enthalten.
FASTIG SS-7TM enthält mehrere verschiedene Metalloxide
und wird in Form einer Paste auf die Seitenflächen der zu verschweißenden Erzeugnisse
aufgetragen. Wenn das Flussmittel auf die Seitenfläche eines
nickelbasierten oder eisenba sierten Superlegierungssubstrates aufgetragen
wird und ein WIG-Verfahren zum Verschweißen der Substrate verwendet
wird, wird eine viel tiefere und engere Schweißstelle erzeugt, als sie normalerweise
bei einem WIG-Verfahren erzeugt wird. Die Verwendung eines Flussmittels,
wie z.B. FASTIG SS-7TM ist jedoch beim Auftragen
zeitaufwendig und fügt
dem Schweißverfahren
für Superlegierungssubstrat
zusätzliche
Produktkosten hinzu. Wenn ein Flussmittel, wie z.B. FASTIG SS-7TM, verwendet wird, kann das Flussmittel
außerdem
unbeabsichtigt auf die Fügeflächen aufgetragen
werden, was einen Fehlschlag des WIG-Verfahrens bewirkt.
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Dementsprechend
besteht Bedarf an einer verbesserten Technik zum Verschweißen von
Erzeugnissen, die aus nickelbasierten und eisenbasierten Superlegierungen
hergestellt sind. Die vorliegende Erfindung befriedigt diesen Bedarf
und bietet weiterhin damit zusammenhängende Vorteile.
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Die
vorliegende Erfindung ist auf Verbesserungen bei den Schweißverfahren
gerichtet, die zur Fertigung und Wiederherstellung von Gasturbinentriebwerks-
und anderen Turbinentriebwerkskomponenten und -teilen verwendet
werden, um ein WIG-Schweißen
zu ermöglichen,
das weniger teuer und von höherer
Qualität
ist. Das Verfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung ermöglicht
die Anwendung eines WIG-Schweißverfahrens
als einen Ersatz für
ein EB-Schweißverfahren.
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Die
vorliegende Erfindung schafft im Wesentlichen ein Verfahren zum
Schweißen
eines Superlegierungserzeugnisses, das wenigstens zwei Anordnungen
enthält.
Die nickelbasierten oder eisenbasierten Anordnungen werden zur Bildung
eines einstückigen
Erzeugnisses durch ein Verfahren miteinander verschweißt, das
zuerst die Bildung einer haftenden Oxidschicht auf der Oberfläche der
Anordnungssubstrate enthält,
die verbunden werden sollen. Zuerst werden die Anordnungen in einer
Luftatmosphäre
mit einer Geschwindigkeit, die zur Minimierung der geometrischen
Verzerrung geeignet ist, auf eine Temperatur in dem Bereich von
760°C (1400°F) bis 1090°C (2000°F) erhitzt,
um auf der Oberfläche
der Anordnungen, die verbunden werden sollen, eine haftende Oxidschicht
zu bilden. Dieser Erhitzungsschritt kann wahlweise auch als eine
Lösungswärmebehandlung
vor dem Schweißen
dienen. Die Temperatur wird für
eine Zeit, die zur Lösung der
Anordnungen und zur Bildung einer Oxidschicht von ausreichender
Dicke, um die Fluidströmung
in einem anschließenden
WIG-Schweißbad
zu verändern,
auf der Oberfläche
der Anordnungen ausreicht, in einem Bereich von 760°C (1400°F) bis 1090°C (2000°F) gehalten.
Die Anordnungen werden danach mit einer Geschwindigkeit, die ausreicht,
um sowohl eine Abscheidung unerwünschter
Metallphasen zu verhindern als auch die Formbeständigkeit zu erhalten, auf die
Umgebungstemperatur abgekühlt.
Die Oxidschicht wird danach wenigstens von den Fügeflächen der zu verbindenden Anordnungen,
aber nicht von den Seitenflächen
der Anordnungen entfernt. Die Anordnungen werden danach unter Verwendung
eines WIG-Schweißverfahrens
zur Bildung eines einstückigen
Erzeugnisses miteinander verschweißt. Die Erzeugnisse werden
danach für
eine geeignete Zeitdauer bei einer geeigneten Temperatur wärmebehandelt,
wobei beide von der Art der Superlegierung(en), die in dem geschweißten Erzeugnis vorhanden
ist, und den gewünschten
Eigenschaften abhängig
sind. Die Erzeugnisse können
danach wahlweise bei einer geeigneten Temperatur für eine geeignete
Zeitdauer gealtert werden, wobei beide von der Art der in dem geschweißten Erzeugnis
vorhandenen Superlegierung(en) und den gewünschten Eigenschaften abhängig sind.
Wenn hierin der Ausdruck „Fügefläche" verwendet wird, bezeichnet
dieser die aneinander anstoßenden
oder benachbarten Oberflächen
der zu verschweißenden
Anordnungen, die einen Schweißstoß vor dem
Schweißen
bilden, wenn sie zusammen angeordnet sind, wobei die Schweißstelle
im Wesentlichen parallel zu diesen an benachbarten Oberflächen gebildet
wird.
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Ein
Vorteil des Verfahrens gemäß der vorliegenden
Erfindung besteht darin, dass WIG-Schweißen mit niedrigerer Energie
anstelle von WIG-Schweißen
mit höherer
Energie angewandt werden kann, was zu einem weniger teuren Schweißverfahren
und einer weniger teuren Fertigungsverarbeitung als ohne die Verwendung
eines Schweißflussmittels
führt.
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Ein
weiterer Vorteil des Verfahrens gemäß der vorliegenden Erfindung
besteht darin, dass das WIG-Schweißen anstelle des EB-Schweißens angewandt
werden kann, was zu einem weniger teuren Schweißverfahren führt.
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Ein
weiterer Vorteil des Verfahrens gemäß der vorliegenden Erfindung
besteht darin, dass die Lösungswärmebehandlung
und die Oxidation vor dem Schweißen nicht in einer teureren
Vakuum-, neutralen oder Schutzatmosphäre ausgeführt zu werden brauchen. Der
wesentliche Teil der Reinigung des Schweißstoßes ist auf die Fügeflächen reduziert,
während
die Seitenflächen
nur zur Entfernung von losen Rückständen, Schmutz
oder Fett eine Reinigung erfordern.
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Ein
weiterer Vorteil des Verfahrens gemäß der vorliegenden Erfindung
besteht darin, dass das mit der vorliegenden Erfindung verbundene WIG-Schweißen zu einer
geringeren geometrischen Verzerrung und einem wesentlich kleineren
Vo lumen der Wärmeeinflusszone
als bei einem typischen WIG-Schweißen führt.
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Weitere
Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden aus der
folgenden detaillierteren Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform
in Verbindung mit den beigefügten
Zeichnungen deutlich, die im Wege eines Beispiels die Prinzipien
der Erfindung darstellen:
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1 zeigt
ein Verfahrensflussdiagramm, das ein Verfahren darstellt, durch
das ein Superlegierungssubstrat unter Anwendung des Wolframinertgasschweißens verschweißt wird.
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2 zeigt
ein Ausführungsbeispiel
eines I-Stoßes
gemäß der vorliegenden
Erfindung.
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Mit
Bezug nun auf 1: Es ist ein Flussdiagramm
des Verfahrens gemäß der vorliegenden
Erfindung gezeigt, wie es auf das miteinander Verschweißen von
nickelbasierten oder eisenbasierten Superlegierungserzeugnissen
(oder Kombinationen derselben) verwendet wird, um ein einziges nickelbasiertes
oder eisenbasiertes (oder Kombinationen derselben) Erzeugnis zu
bilden. Das eisenbasierte Superlegierungserzeugnis(se) weist vorzugsweise
wenigstens etwa 18 Gewichtsprozent (Gew.-%) Chrom und wenigstens
etwa 8 Gew.-% Nickel auf. Das nickelbasierte Superlegierungserzeugnis(se)
weist vorzugsweise wenigstens etwa 50 Gew.-% Nickel und wenigstens
etwa 12 Gew.-% Chrom auf. Der erste Schritt des Verfahrens 100 ist
das Bereitstellen von wenigstens zwei Superlegierungsanordnungen,
die miteinander verschweißt
werden sollen. Die Anordnungen können
eisenbasierte Superlegierungen, nickelbasierte Superlegierungen
oder Kombinatio nen derselben sein. Die Zusammensetzungen der Anordnungen
bestehen jedoch vorzugsweise aus dem gleichen oder aus ähnlichen
Materialien, um Probleme im Zusammenhang mit dem Schweißen ungleichartiger
Metalle zu vermeiden. Andersherum ausgedrückt werden nickelbasierte Superlegierungszusammensetzungen
vorzugsweise mit nickelbasierten Superlegierungszusammensetzungen
verschweißt,
und eisenbasierte Superlegierungszusammensetzungen werden vorzugsweise
mit eisenbasierten Superlegierungszusammensetzungen verschweißt. In einer
bevorzugten Ausführungsform
sind die Anordnungen neu hergestellt. In einer bevorzugteren Ausführungsform
enthält
jede Anordnung die wohlbekannte nickelbasierte Superlegierung INCONEL® 718.
INCONEL® ist
eine Marke der Huntington Alloys Corporation aus Huntington, West
Virginia. In einer anderen alternativen Ausführungsform sind die Anordnungen reparierte
Gussstücke.
In einer alternativen Ausführungsform
enthält
jede Anordnung gegossenes INCONEL® 718.
In einer weiteren alternativen Ausführungsform enthält jede
Anordnung bearbeitetes INCONEL® 718. Sowohl die Zusammensetzungen
aus gegossenem INCONEL® 718 als auch aus bearbeitetem
INCONEL® 718
sind in der Fachwelt wohlbekannt. INCONEL® 718
ist eine Bezeichnung für
eine Legierung, die etwa 19 Gew.-% Eisen, etwa 18 Gew.-% Chrom,
etwa 5 Gew.-% Tantal und Niob, etwa 3 Gew.-% Molybdän, etwa
0,9 Gew.-% Titan, etwa 0,5 Gew.-% Aluminium, etwa 0,05 Gew.-% Kohlenstoff,
etwa 0,009 Gew.-% Bor, maximal etwa 1 Gew.-% Kobalt, maximal etwa
0,35 Gew.-% Mangan, maximal etwa 0,35 Gew.-% Silizium und max. etwa 0,1
Gew.-% Kupfer enthält,
wobei der Rest Nickel ist. In einem alternativen Ausführungsbeispiel
ist eine Anordnung eine reparierte gegossene Anordnung und eine
zweite Anordnung ist ein neu hergestellt oder alternativ ein repariertes
Schmiedestück.
In einer bevorzugteren Ausführungsform
enthält
eine Anordnung repariertes gegosse nes INCONEL® 718, und
eine zweite Anordnung enthält
bearbeitetes INCONEL® 718. Der nächste Schritt
des Verfahrens 110 ist eine oxidative Wärmebehandlung der Anordnungen,
um auf der Außenoberfläche der
Anordnungen eine Oxidschicht zu bilden und wahlweise die Anordnungen
einem Lösungsglühen zu unterziehen, um
Spannungen in den Anordnungen abzubauen und um wahlweise geeignete
Abscheidestoffe in den Anordnungen in Lösung zu bringen. Die Anordnungen
werden in einer sauerstoffhaltigen Atmosphäre, vorzugsweise in Luft, mit
einer Geschwindigkeit, die zur Minimierung der geometrischen Verzerrung
geeignet ist, auf eine Temperatur in dem Bereich von 760°C (1400°F) bis 1090°C (2000°F) erhitzt,
um auf der Oberfläche
des Erzeugnisses eine Oxidschicht zu bilden sowie als eine Lösungswärmebehandlung vor
dem Schweißen.
Die Temperatur der Anordnungen wird dann für eine vorgewählte Zeitdauer
in dem Bereich von etwa 0,25 Stunden bis zu etwa einer Stunde in
einem Bereich von 760°C
(1400°F)
bis 1090°C
(2000°F)
gehalten, um auf der Oberfläche der
Anordnungen eine Oxidschicht von ausreichender Dicke zu bilden,
um die Fluidströmung
des geschmolzenen Metalls während
eines anschließenden WIG-Schweißvorgangs
zu verändern,
um wahlweise die Anordnungen einem Lösungsglühen zu unterziehen und um wahlweise
Spannungen in den Anordnungen abzubauen. In einer bevorzugten Ausführungsform
liegt die Oxidschicht in dem Bereich von 0,01 mm (0,0005 Zoll) Dicke
bis 0,1 mm (0,005 Zoll) Dicke. In der am meisten bevorzugten Ausführungsform
wird die Temperatur der Anordnungen für etwa eine Stunde auf etwa
950°C (1750°F) gehalten.
In Abhängigkeit
von der Natur, der Größe und den
Unregelmäßigkeiten
und den Eigenschaften, die für
die Anordnungen erreicht werden sollen, die durch Schweißen miteinander
verbunden werden sollen, enthält
die Wärmebehandlung
vor dem Schweißen eine
Temperatur und Haltezeiten, die für jede einzelne Anordnung ver schieden
sein können.
Die Zusammensetzung der Oxidschicht ist von der Zusammensetzung
des darunter liegenden Substrats abhängig. Eine solche Oxidbildung
ist in der Fachwelt bekannt. Der nächste Schritt des Verfahrens 120 ist
ein Kühlen der
Anordnungen auf die Umgebungstemperatur mit einer Geschwindigkeit,
die ausreicht, um eine Abscheidung von unerwünschten metallurgischen Phasen
zu vermeiden, und mit einer geeigneten Geschwindigkeit, die zum
Erhalten der Formbeständigkeit
ausreicht.
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Der
nächste
Schritt des Verfahrens 130 ist ein Entfernen der Oxidschicht
von den Fügeflächen der
Anordnungen. Alternativ kann die Oxidschicht an ihrer Bildung auf
den Fügeflächen gehindert
werden, wie z.B. durch Abdecken bzw. Maskieren der Fügeflächen. Die
Maske kann nach der Oxidation der Seitenflächen entfernt werden. Wahlweise
kann die Oxidschicht von allen Bereichen der Anordnungen mit Ausnahme
der Seitenflächen
entfernt werden. Die vorliegende Erfindung erfordert es nicht, dass eine
Oxidschicht auf der Wurzelseite der Anordnungen vorhanden ist, in
denen die Nahtwurzel gebildet ist. Die Oxidschicht auf den Fügeflächen kann
durch ein beliebiges geeignetes Verfahren entfernt werden, wie z.B.
durch Schleifen oder Wegbürsten
der Oxidschicht mit Draht. Die Oxidschicht sollte nach dem Schweißen gemäß der vorliegenden
Erfindung von allen Oberflächen
des Erzeugnisses entfernt werden. Die Oxidschicht kann in Abhängigkeit
von der Natur des Erzeugnisses durch Bearbeiten des neu geschweißten Erzeugnisses
oder während
des abschließenden
Reinigens des Erzeugnisses entfernt werden. Der nächste Schritt
des Verfahrens 140 ist ein Reinigen der Fügeflächen der
Anordnungen mit einem geeigneten Reinigungsmittel, um zurückbleibende
Verunreinigungen zu entfernen.
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Der
nächste
Schritt des Verfahrens 150 ist die Bildung eines Schweißstoßes durch
Platzieren der Anordnungen in einer Weise, dass ihre im Wesentlichen
oxidfreien Fügeflächen einander
gegenüberliegen,
um aneinander zu stoßen
oder einen schmalen Spalt zwischen sich zu bilden. Der nächste Schritt
des Verfahrens 160 ist das Verschweißen der Erzeugnisse unter Anwendung
eines WIG-Schweißverfahrens.
Das Schweißen
wird vorzugsweise durch mechanisches Befestigen der Erzeugnisse
aneinander und durch das Richten eines Lichtbogens auf einen im
Voraus ausgewählten
Bereich durchgeführt, wo
die Erzeugnisse aufeinander treffen, um die Superlegierung in dem
im Voraus ausgewählten
Bereich lokal zu schmelzen, so dass die Erzeugnisse miteinander
zu einem einstückigen
Erzeugnis verschmolzen werden. Ein Unterlegstreifen kann verwendet
werden, wenn es erforderlich ist. Das WIG-Schweißen wird nach wohlbekannten
Verfahren durchgeführt.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist
die Schweißstelle
eine ohne einen Zusatzwerkstoff bzw. ein Füllmaterial gebildete Schweißstelle, die
allgemein als eine Autogenschweißstelle bekannt ist.
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In
einer alternativen Ausführungsform
verwendet das WIG-Schweißverfahren
ein Füllmaterial zum
Verbinden der Anordnungen. Es muss ein Füllmaterial ausgewählt werden,
das mit dem Grundmaterial der Anordnungen kompatibel ist. Für die dünneren Stöße in dem
Bereich bis zu einer Dicke von etwa 0,18 Zoll wird nur ein WIG-Schweißdurchgang
benötigt.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
werden die Anordnungen in einem I-Stoß mit einer Dicke in dem Bereich
von 3,2 mm (0,125 Zoll) bis 12,7 mm (0,5 Zoll) verschweißt. In der
am meisten bevorzugten Ausführungsform
weist der I-Stoß eine
Dicke in dem Bereich von 6,4 mm (0,25 Zoll) bis 9,5 mm (0,375 Zoll)
auf. Ein solcher I-Stoß 10 ist
in 2 gezeigt. Wie in 2 gezeigt,
sind zwei Superlegierungsanordnungen 12, 14 zueinander
benachbart angeordnet, wobei ihre Fügeflächen 16, 18 zueinander
weisen. Die oberen oder Seitenflächen 20, 22 weisen
eine dünne
Oxidschicht 24 auf. Die Fügeflächen 16, 18 sind
jedoch im Wesentlichen oxidfrei, wie z.B. durch eine Entfernung
des Oxids, das sich auf ihnen gebildet haben kann. Die Entfernung
solchen Oxids kann mechanisch, wie z.B. durch Schleifen oder ein
anderes in der Fachwelt bekanntes Verfahren erreicht werden. Ein
Unterlegstreifen 26 wird vorgesehen, wo die Schweißwurzel
gebildet wird, und die Rückseiten 28, 30 der
Anordnungen weisen ebenfalls eine dünne Oxidschicht 24 auf.
Wahlweise kann die dünne
Oxidschicht 24 auf den Rückseiten 28, 30 der
Anordnungen vor dem Schweißen
entfernt werden. Es wird erkannt, dass auch andere Schweißstoßanordnungen,
wie z.B. V-Stöße, Doppel-V-Stöße, U-Stöße etc.,
verwendet werden können,
die in der Fachwelt alle wohlbekannt sind. In einer weiteren bevorzugten
Ausführungsform
werden die Anordnungen an einem I-Stoß verschweißt, der eine Dicke von 3,2
mm (0,125 Zoll) bis 4,6 mm (0,18 Zoll) aufweist, und sie erfordern
einen Durchlauf des WIG-Schweißgerätes, um
die Anordnungen ausreichend miteinander zu verschweißen.
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Das
Vorhandensein des Oxidfilms auf der Oberfläche der Superlegierungsanordnungen
verändert
die wohlbekannten Dynamiken des WIG-Schweißverfahrens. Anstatt dass das
WIG-Verfahren ein
relativ breites und flaches Schweißbad erzeugt, ist das von dem
Verfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung erzeugte WIG-Schweißbad
relativ schmal und dringt tiefer in die Metalldicke ein, wodurch
eine Schweißmetallzone
mit einem größeren Verhältnis von
Tiefe zu Breite er zeugt wird, als sie normalerweise mit einem konventionellen
WIG-Prozess erhalten wird. Die vorliegende Erfindung verringert
die Breite des Schweißbades
verglichen mit dem WIG-Schweißbad einer
Schweißstelle,
die auf Anordnungen gebildet worden ist, die keine Oxidbeschichtung
aufweisen, um etwa 30%. Das Schweißbad wird infolge einer Umkehrung
der Fluidströmung eingeengt,
die das heißeste
Fluid durch das Zentrum der Schweißstelle hindurch nach unten
treibt. Die WIG-Schweißstelle
erreicht in Verbindung mit der Oxidschicht auf den Anordnungen ein
ausreichendes Eindringen, um in einigen Anwendungen das EB-Schweißen zu ersetzen.
Im Unterschied zum Eleketronenschweißverfahren erfordert das WIG-Schweißverfahren
während
des Verschweißens der
Anordnungen keine Vakuumumgebung, weil das WIG-Schweißverfahren
gemäß der vorliegenden
Erfindung eine Oxidschicht auf der Oberfläche der Anordnungen erfordert.
Wenn alle übrigen
Schweißparameter
konstant gehalten werden, verringert die vorliegende Erfindung den
Betrag der für
das WIG-Schweißen
erforderlichen Stromstärke
auf etwa 33% bis etwa 50% weniger als beim WIG-Schweißen, das
an Anordnungen durchgeführt
wird, die keine Oxidschicht aufweisen. WIG-Schweißtechniken und
EB-Schweißtechniken
sind in der Fachwelt bekannt.
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Der
nächste
Schritt des Verfahrens 170 ist ein Lösungsglühen und Spannungsfreiglühen oder ein
direktes Altern des geschweißten
Erzeugnisses in einer Schutzatmosphäre bei einer geeigneten, im Voraus
gewählten
Temperatur für
eine geeignete, im Voraus gewählte
Zeitdauer, wobei sowohl die Zeit als auch die Temperatur von der
Art der Superlegierung(en), die in dem geschweißten Erzeugnis vorhanden ist,
und den gewünschten
Eigenschaften abhängig
sind. Solche Zeiten und Temperaturen sind in der Fachwelt wohlbekannt.
Der optionale nächste Schritt
des Verfahrens 180 ist eine Alterungsbehandlung in einer
Schutzatmosphäre
bei einer geeigneten, im Voraus gewählten Temperatur für eine geeignete,
im Voraus gewählte
Zeitdauer, wobei sowohl die Zeit als auch die Temperatur von dem
Typ der Superlegierung(en), die in dem geschweißten Erzeugnis vorhanden ist,
und dem Typ der Mikrostruktur, die durch die Behandlung entwickelt
werden muss, und den gewünschten
Eigenschaften abhängig
sind. Der abschließende
Schritt des Verfahrens 190 ist ein Abkühlen des Erzeugnisses auf Umgebungstemperatur.
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Beispiel
1: Als ein erstes Beispiel der vorliegenden Erfindung, das die Eignung
der vorliegenden Erfindung zur Verringerung des Scheißwärmeeintrags
darstellt, erfordert eine WIG-Schweißstelle von einer Dicke von
0,060 Zoll nickelbasierten oder eisenbasierten Materials, die in
Verbindung mit dem Verfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung durchgeführt
wird, einen Strom in dem Bereich von 40 bis 50 Ampere (oder einen
um etwa 33% kleineren Strom als bei einer konventionellen Verarbeitung) und
eine typische Spannung in dem Bereich von etwa 7 bis etwa 10 Volt
und eine Schweißgeschwindigkeit
in dem Bereich von 4 bis 6 Zoll pro Minute, um in einem einzigen
Durchgang eine Schweißstelle
mit einem vollen Eindringen zu erreichen.
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Als
ein zweites Beispiel, das in ähnlicher Weise
die Eignung dieser Erfindung zur Verringerung des Wärmeeintrags
darstellt, erfordert eine WIG-Schweißstelle eines 2,3 mm (0,090
Zoll) dicken nickelbasierten oder eisenbasierten Materials, die
in Verbindung mit dem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung
durchgeführt
wird, einen Strom in dem Bereich von etwa 65 bis 85 Ampere (oder
einen um etwa 33% kleineren Strom als bei einem konventionellen
Verfahren) mit einer Spannung in dem Bereich von etwa 7 bis 10 Volt und
einer Schweißgeschwindigkeit
von etwa 4 bis 6 Zoll pro Minute, um in einem Durchgang eine Schweißstelle
mit einem vollem Eindringen zu erreichen.
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Das
Schweißen
gemäß dem vorliegenden Ansatz
ist in den Begriffen des miteinander Verschweißens verschiedener Anordnungen
beschrieben worden. Das Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung
kann jedoch auch zur Schweißreparatur
eines Erzeugnisses verwendet werden. Vorzugsweise werden die gleichen
Schritte, wie sie zuvor beschrieben worden sind, für die Schweißreparatur
eines Erzeugnisses oder für
Erzeugnisse verwendet, die einen Bereich aufweisen, der eine Reparatur
erfordert, und die wenigstens zwei Fügeflächen und wenigstens zwei Seitenflächen aufweisen.
Oder das Verfahren kann zur Reparatur von Schrumpfungs- oder anderen
Gussdefekten in gegossenen Komponenten ohne eine übermäßige mechanische
Entfernung von Material bei der Vorbereitung der Schweißreparatur verwendet
werden. Zusätzlich
kann ein Füllmaterial aus
kompatiblem Material verwendet werden, um Risse in dem Erzeugnis
zu füllen.
Das Verfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung bildet keine sichtbare Schlacke auf der Oberfläche des
Erzeugnisses, obwohl sich während
des Schweißens
einige Oxide bilden können,
die eine Verfärbung
erzeugen, und nicht kontinuierliche Oxidpartikel auf der Seitenfläche des
geschweißten
Erzeugnisses bilden und/oder ablagern können. Solche Oxidpartikel würden während des
mechanischen Reinigungsvorgangs des geschweißten Erzeugnisses, der nach
dem Schweißen zum
Entfernen der Verfärbung
routinemäßig durchgeführt wird,
wie es in der Fachwelt bekannt ist, von dem geschweißten Erzeugnis
entfernt. Wenn solche Oxidpartikel auf der Oberfläche des
geschweißten Erzeugnisses
zurückgelassen
werden, könnten
Korrosion und eine Feuchtigkeitsabsorption in die Oxidpartikel hinein
das Auftreten einer zusätzlichen
Korrosion bewirken. Eine Reinigung nach dem Schweißen wird
jedoch typischerweise an allen Schweißstellen durchgeführt.
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Zahlreiche
Typen von Gasturbinen- und anderen Turbinentriebwerkskomponenten
können
unter Verwendung des Verfahrens gemäß der vorliegenden Erfindung
hergestellt oder repariert werden. Solche Komponenten enthalten
Turbinenmidframes, Turbinenmantelträgerringe, Brennkammern, Zentralkörper und
Flammenhalter.