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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Präzisionsmaske zum Beschichten,
die hauptsächlich
zur Bildung einer Lochtransportschicht, einer Emissionsschicht und
dgl. einer organischen Elektrolumineszenz- (electroluminescence – EL) Anzeige
verwendet wird und ein Verfahren zur Herstellung derselben.
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Eine
herkömmliche
Beschichtungsmaske kann durch Nassätzen eines Einkristall-Siliciumwafers
mit Oberflächenorientierung
(100) mittels Kaliumhydroxid oder dgl. gebildet werden,
um die Dicke der Mitte des Wafers zu verringern, und dann durch Trockenätzen des
Wafers, um eine Beschichtungsöffnung
entsprechend jedem Bildpunkt der organischen EL-Anzeige auszubilden
(siehe z. B. die JP 2001-185350 A). Die Beschichtungsmaske entspricht
der Präzisionsmaske
zum Beschichten gemäß der Erfindung.
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Eine
herkömmliche
Aufdampfmaske kann durch Nassätzen
eines Einkristall-Siliciumwafers mit Oberflächenorientierung (100)
mittels Kaliumhydroxid oder dgl. gebildet werden, um die Dicke eines Teils
des Wafers zu verringern, und weiteres Nassätzen des Wafers mittels Kaliumhydroxid
oder dgl., um ein aufgedampftes Muster (eine Öffnung) zu bilden (siehe z.
B. die JP 4-236758 A). Die Aufdampfmaske entspricht der Präzisionsmaske
zum Beschichten gemäß der Erfindung.
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Eine
herkömmliche
Präzisionsmaske
zum Beschichten mit einem Einkristali-Siliciumwafer, die für eine organische
EL-Anzeige verwendet wird, kann eine Mehrzahl länglicher Öffnungen haben, die einige
Dutzend Mikrometer breit und ausgerichtet wie in 9 dargestellt
sind. Die Öffnungen
ermöglichen es,
gleichzeitig Bildpunkte auszubilden, die in Längsrichtung angeordnet sind
und jeweils entweder rotes, grünes
oder blaues Licht emittieren.
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Die
herkömmliche
Beschichtungsmaske mit einer Öffnung
zum Beschichten entsprechend jedem Bildpunkt der organischen EL-Anzeige
(siehe z. B, die JP 2001-185350 A) ist mit folgendem Problem behaftet.
Es ist erforderlich, die Maske zum Beschichten auf ein Glassubstrat
auszurichten, auf das eine Emissionsschicht mit einer Toleranz von ± fünf (5) Mikrometern
(μm) sowohl
längs-
als auch kreuzweise in einem Vakuum-Aufdampfraum aufgedampft wird. Dies
beeinträchtigt
die Produktivität.
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Die
herkömmliche
Maske zum Aufdampfen, die durch Nassätzen eines Einkristall-Siliciumwafers mit
Oberflächenorientierung
(100) zur Bildung einer Öffnung gebildet wird (siehe
z. B. die JP 4-236758 A), ist mit dem folgenden Problem behaftet.
Wenn eine Mehrzahl länglicher Öffnungen,
die einige Dutzend Mikrometer breit sind, wie in 9 dargestellt
ist, ausgerichtet sind, ist ein Teil des Siliciumwafers, der sich
zwischen zwei Öffnungen
befindet, zu schwach zum Tragen. Ein bedampfter Wafer ist deshalb
nicht genau strukturiert (gemustert).
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Die
US 2002/01 11035 A1 offenbart eine Maske, die zur Ausbildung eines
Dünnschichtmusters
eines organischen Elektrolumineszenzelements mit hochpräzisen Bildpunkten
verwendet wird. Die Maske wird durch Nassätzen eines (100) Siliciumwafers
auf kristallorientierungsabhängige
anisotrope Weise so hergestellt, dass Durchgangslöcher mit (111)
orientierten Wänden
gebildet werden, die als Öffnungen
entsprechend eines auszubildenden Dünnschichtmusters dienen. Bei
diesem Stand der Technik finden sich die gleichen Probleme wie oben erörtert.
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In
Anbetracht dieser Probleme zielt die Erfindung darauf ab, eine Präzisionsmaske
zum Beschichten (im Folgenden einfach als "Beschichtungsmaske" bezeichnet) bereitzustellen, die sich
beim Aufdampfen einer Emissionsschicht und dgl. einer organischen
EL-Anzeige leicht auf ein Glassubstrat ausrichten lässt und
stark genug ist, ein genaues aufgedampftes Muster zu bilden. Die
Erfindung ist außerdem
auf die Bereitstellung eines Verfahrens zur einfachen und genauen
Herstellung einer solchen Beschichtungsmaske gerichtet.
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Diese
Aufgabe wird durch eine Präzisions-Beschichtungsmaske
gemäß Anspruch
1, ein Verfahren gemäß Anspruch
7 und deren bevorzugte Ausführungsformen
gemäß den Unteransprüchen gelöst.
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Gemäß der Erfindung
dient die zweite Strebe, die die zweiten Öffnungen definiert, als Verstärkung für die erste
Strebe, die die ersten Öffnungen definiert.
Die ersten Öffnungen
sind einige Dutzend Mikrometer breit und einige Zentimeter lang,
wodurch sie eine längliche
Form haben. Da die zweite Strebe mit der ersten Strebe verbunden
ist und als Verstärkung
dient, wird die erste Strebe nicht gebogen. Als Ergebnis kann ein
genau aufgedampftes Muster bereitgestellt werden. Da außerdem die
ersten Öffnungen
eine längliche
Form haben, kann die Beschichtungsmaske auf einfache Weise auf das Glassubstrat
ausgerichtet werden, wenn die Emissionsschicht usw. aufgedampft
wird, was nachstehend ausführlicher
beschrieben wird.
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Da
vorzugsweise die erste Strebe und die zweite Strebe so ausgebildet
sind, dass sie mit dem Maskensubstrat verbunden werden, stellt die
Beschichtungsmaske gemäß der Erfindung
eine hohe Genauigkeit und Steifigkeit bereit.
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Durch
das Maskensubstrat, das vorzugsweise aus Einkristall-Silicium besteht,
stellt die Beschichtungsmaske gemäß der Erfindung eine hohe Genauigkeit
und Steifigkeit bereit. Ferner lässt
sich die Beschichtungsmaske durch Nassätzen auf einfache Weise herstellen.
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Da
mindestens eine der Seitenflächen
der ersten und zweite Strebe vorzugsweise eine Oberflächenorientierung
(111) hat, lässt
sich die Beschichtungsmaske gemäß der Erfindung
durch anisotropes Ätzen
des Maskensubstrats, das aus Einkristall-Silicium besteht, mittels
Kaliumhydroxid oder dgl. beim Ausbilden der ersten und zweiten Öffnungen
auf einfache Weise herstellen.
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Gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung dient die zweite Strebe, die die zweiten Öffnungen
des Maskensubstrats definiert, als Verstärkung der ersten Strebe, die
die ersten Öffnungen
des Maskensubstrats definiert. Da die zweite Strebe mit der ersten
Strebe verbunden ist und als Verstärkung dient, wird die erste
Strebe nicht gebogen. Als Ergebnis kann ein genau aufgedampftes
Muster bereitgestellt werden. Da sowohl die Seitenflächen der
ersten Strebe als auch der zweiten Strebe eine Oberflächenorientierung
(111) haben, lässt
sich die Beschichtungsmaske durch Nassätzen eines Siliciumwafers mittels
Kaliumhydroxid oder dgl. beim Ausbilden der ersten und zweiten Öffnungen
auf einfache Weise herstellen.
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Die
bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung stellt eine Beschichtungsmaske bereit, die durch die
Verwendung eines Einkristall-Siliciumwafers mit niedriger Sauerstoffkonzentration
eine höhere
Genauigkeit bereitstellt, wodurch die Entwicklung von Kristallfehlern
vermieden wird, wenn das Maskensubstrat bei der Herstellung der
Beschichtungsmaske eine hohe Temperatur erreicht.
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Beim
erfindungsgemäßen Verfahren
wird der Ätzschutzfilm
sowohl auf der Oberfläche
(Vorderseite) als auch auf der Rückseite
eines Einkristall-Siliciumwafers ausgebildet. Der Einkristall-Siliciumwafer wird
dann mittels Fotolithographie oder dgl. strukturiert und Teile,
die strukturiert sind, die die Öffnungen werden
sollen, werden durch anisotropes Ätzen entfernt. Durch das diese
Schritte enthaltende Verfahren kann eine Beschichtungsmaske, die
ein genaues aufgedampftes Muster bilden kann, auf einfache und genaue
Weise hergestellt werden.
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Wenn
die Temperatur des Maskensubstrats zwischen 500 und 800°C liegt,
ist dieser Temperaturbereich vorzugsweise rasch zu durchlaufen,
in dem sich ein Kristallfehler am wahrscheinlichsten entwickelt,
indem das Maskensubstrat mit einer durchschnittlichen Abkühlrate von
mindestens 3°C/min
abgekühlt
wird. Somit stellt die Beschichtungsmaske gemäß der Erfindung eine höhere Genauigkeit
bereit.
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Bevorzugte
Ausführungsformen
der Erfindung werden nachstehend unter Bezugnahme auf die beiliegenden
Zeichnungen ausführlich
beschrieben.
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1 ist
eine schematische Darstellung einer Beschichtungsmaske gemäß einer
ersten Ausführungsform
der Erfindung.
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2 ist
eine Schnittansicht eines Elektrodenteils einer organischen EL-Anzeige.
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3 ist ein Diagramm, das ein Verfahren zur
Herstellung einer Beschichtungsmaske gemäß der Erfindung darstellt.
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4 ist
ein Graph der Temperaturänderungen
durch die in 3A dargestellte thermische Oxidation.
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5 ist
eine Zeichnung eines Musters auf der Oberfläche des Maskensubstrats.
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6 ist
eine Zeichnung eines Musters auf der Rückseite des Maskensubstrats.
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7 ist
eine Vergleichstabelle der Elektrodenkonfigurationen für eine organische
EL-Anzeige.
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8 ist
eine Zeichnung der räumlichen
Beziehung zwischen dem Glassubstrat und der Beschichtungsmaske bei
Anwendung des Aufdampfens.
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9 ist
eine Zeichnung einer herkömmlichen
Beschichtungsmaske.
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Erste Ausführungsform
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1 ist
eine schematische Darstellung einer Beschichtungsmaske gemäß einer
ersten Ausführungsform
der Erfindung. Die Maske ist entlang der Linie A-A in 1 geschnitten,
und in diesem Diagramm nicht dargestellte Abschnitte sind mit dem gleichen
Muster ausgebildet. Ein Maskensubstrat 1 wird bereitgestellt,
indem ein Einkristall-Siliciumwafer rechteckig zugeschnitten wird.
Zur Rückseite
des Maskensubstrats 1 weisend ist eine erste Strebe 3 bereitgestellt.
In diesem Diagramm enthält
die erste Strebe 3 eine Mehrzahl Streben, die in gegebenen Abständen parallel
zueinander angeordnet sind. Die Abstände bilden eine Mehrzahl erster Öffnungen 2. Zur
Oberseite (Frontseite) des Maskensubstrats 1 weisend ist
eine zweite Strebe 5 bereitgestellt. In diesem Diagramm
enthält
die zweite Strebe 5 eine Mehrzahl Streben, die eine Mehrzahl
zweiter Öffnungen 4 bilden.
Die erste Strebe 3 und die zweite Strebe 5 sind
zur Verbindung mit dem Maskensubstrat 1 ausgebildet, das
aus Einkristall-Silicium besteht. Ein Verfahren zu ihrer Herstellung
wird nachstehend in Zusammenhang mit der dritten Ausführungsform
beschrieben. An einem Punkt, in dem sich die erste Strebe 3 und
die zweite Strebe 5 schneiden, ist die obere Oberfläche der
ersten Strebe 3 mit der unteren Oberfläche der zweiten Strebe 5 verbunden.
Beim Aufdampfen eines organischen EL-Materials kommt die erste Strebe 3 mit
dem aufgedampften Material in Kontakt.
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1 stellt
die Beschichtungsmaske schematisch dar. Im Allgemeinen beträgt die Breite "d" der ersten Öffnungen 2 zwischen
einigen Mikrometern bis zu mehreren Dutzend Mikrometern. Die erste Strebe 3 ist
etwa doppelt so breit wie die ersten Öffnungen 2. Die Länge der
ersten Öffnungen 2 beträgt im Allgemeinen
zwischen einigen Zentimetern bis zu mehreren Dutzend Zentimetern.
Die ersten Öffnungen 2 haben
also eine langgestreckte Form.
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Die
Beschichtungsmaske gemäß der in 1 dargestellten
ersten Ausführungsform
wird durch Schneiden des Maskensubstrats 1 aus einem Einkristall-Siliciumwafer
der Oberflächenorientierung (110)
gebildet. Die Seitenflächen
der ersten Strebe 3 sind senkrecht (111) zur Oberflächenorientierung (170)
des Maskensubstrats. Die Seitenflächen der zweiten Strebe 5 schneiden
die Seitenflächen
der ersten Strebe 3 und sind ebenfalls senkrecht (111) zur
Oberflächenorientierung
des Maskensubstrats. Die Seitenflächen der Streben weisen weder
zur Oberfläche
noch zur Rückseite
des Maskensubstrats 1 für
die Seitenflächen
der Streben 5. Die Beschichtungsmaske wird beispielsweise
durch Schneiden eines Einkristall-Siliciumwafers der Oberflächenorientierung
(110) zu einem Rechteck bereitgestellt, das das Maskensubstrat 1 sein
soll. Die ersten Öffnungen 2 und
die zweiten Öffnungen 4 werden
auf einfache Weise durch anisotropes Ätzen mit Kaliumhydroxid oder
dgl. gebildet. Ein Verfahren zum Herstellen der Beschichtungsmaske
gemäß der Erfindung
wird nachstehend anhand einer zweiten Ausführungsform ausführlicher
beschrieben.
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Es
sei darauf hingewiesen, dass die Seitenflächen der ersten Strebe 3 und
der zweiten Strebe 5 bei der ersten Ausführungsform
zwar senkrecht zur Oberfläche
des Maskensubstrats 1 sind, es jedoch nicht immer erforderlich
ist, die Seitenflächen
der Streben senkrecht zur Oberfläche
des Maskensubstrats auszuführen.
Wenn die erste Strebe 3 z. B. mit einem trapezförmigen Querschnitt
ausgebildet ist, haben die ersten Öffnungen 2 einen umgekehrten trapezförmigen Querschnit.
Dadurch kann Material in einem weiten Winkel aufgedampft werden.
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Außerdem kann
die erste Strebe 3 aus einem anderen Material als die zweite
Strebe 5 bestehen.
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2 ist
eine Schnittansicht eines Elektrodenteils einer organischen EL-Anzeige,
die ein Beispiel für
eine mit der Beschichtungsmaske gemäß der ersten Ausführungsform
der Erfindung hergestellte EL-Anzeige
ist. Die Skizze zeigt, dass am Boden ein Glassubstrat 6 vorgesehen
ist. Auf diesem Substrat werden eine TFT-Verdrahtungsschicht 7,
ein einebnender Isolierfilm 8 und eine ITO-Schicht 9 in dieser
Reihenfolge aufgebracht. ITO bedeutet "indium thin oxide" (Indiumdünnoxid) und dient als Anode, um
einen elektrischen Strom an Bildpunkte anzulegen. Danach wird eine
Siliciumoxidschicht 10 auf einem kein Licht emittierenden
Teil um jeden Bildpunkt aufgebracht. Anschließend werden eine Lochtransportschicht 11,
eine Emissionsschicht 12 und eine Elektroneninjektionsschicht 13,
die in ihrer Gesamtheit eine EL-Schicht bilden und aus einem organischen
EL-Material bestehen, z. B. durch Aufdampfen im Vakuum aufgebracht.
Darüber
werden eine ITO-Schicht 14, die als Katode dient, und ein
transparenter Dichtfilm 15 aufgebracht. Die in 1 dargestellte
Beschichtungsmaske dient hauptsächlich
als Maske zum Aufdampfen der Lochtransportschicht 1i, der
Emissionsschicht 12 und der Elektroneninjektionsschicht 13.
Außerdem
kann die Maske als Maske beim Sputtern verwendet werden, wenn die ITO-Schicht 9 durch
Sputtern gebildet wird. Die EL-Schicht
kann ggf. eine Lochinjektionsschicht und dgl. sowie die Lochtransportschicht 11,
die Emissionsschicht 12 und die Elektroneninjektionsschicht 13 enthalten.
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Die
Beschichtungsmaske (das Maskensubstrat 1) gemäß der ersten
Ausführungsform
enthält
die zweite Strebe 5, die mit der ersten Strebe 3 verbunden
ist. Deshalb ist die Maske stark genug zum Tragen und bildet ein
genaues aufgedampftes Muster. Hinsichtlich der Beschichtungsmaske
gemäß der ersten
Ausführungsform
wird außerdem
wie bei der vierten Ausführungsform
gezeigt, die später
ausführlich
beschrieben wird, die Emissionsschicht 12 etc. aufgebracht,
während
die ersten Öffnungen 2 mit länglicher
Form auf einen Abschnitt auf dem Glassubstrat 6 ausgerichtet
sind, wo Bildpunkte gebildet werden. Dadurch wird die Ausrichtung
des Maskensubstrats 1 auf das Glassubstrat 6 vereinfacht,
wodurch die Produktivität
verbessert werden kann.
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Außerdem sind
gemäß der ersten
Ausführungsform
die Seitenflächen
der ersten Strebe 3 und der zweiten Strebe 5 senkrecht
(111) zum Maskensubstrat 1. Dadurch lässt sich
die Beschichtungsmaske durch anisotropes Ätzen mit Kaliumhydroxid oder
dgl. auf einfache Weise ausbilden. Da außerdem die Seitenflächen der
ersten Strebe 3 senkrecht zum Maskensubstrat 1 sind,
können
die ersten Öffnungen 2 präzise ausgebildet
werden.
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Zweite Ausführungsform
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3 zeigt Schnittansichten des Maskensubstrats 1 zur
Veranschaulichung eines Verfahrens zur Herstellung der Beschichtungsmaske
gemäß der ersten
Ausführungsform.
Zunächst
wird das Maskensubstrat 1 bereitgestellt, indem ein Einkristall-Slliciumwafer
mit Oberflächenorientierung
(110) zu einem Rechteck geschnitten wird. Nach der Reinigung
des Maskensubstrats 1 wird ein Ätzschutzfilm 17 aus
Siliciumdioxid (SiO2) durch thermische Oxidation
so ausgebildet, dass er das Maskensubstrat 1 umgibt (siehe 3A).
Der Ätzschutzfilm 17 kann
dadurch erhalten werden, dass ein Siliciumnitridfilm durch chemische
Abscheidung aus der Dampfphase (chemical vapour deposition (CVD))
oder ein Film aus einer Gold-Chrom-Legierung durch Sputtern anstelle der
Ausbildung des Siliciumoxidfilms durch thermische Oxidation ausgebildet
wird.
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Gemäß der zweiten
Ausführungsform
wird Einkristall-Silicium für
das Maskensubstrat 1 verwendet, das eine Sauerstoffkonzentration
von 1,7·1018 atm/cm3 oder darunter
hat. Wenn die Temperatur des Maskensubstrats 1 nach dem
Ausbilden des Ätzschutzfilms 17 durch
thermische Oxidation zwischen 500 und 800°C liegt, wird das Maskensubstrat 1 mit einer
durchschnittlichen Abkühlrate
von mindestens 3°C/min
abgekühlt.
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4 ist
ein Graph, der ein Beispiel der Temperaturänderungen beim Ausbilden des Ätzschutzfilms 17 durch
thermische Oxidation wie in 3A gezeigt
darstellt. Wenn die Temperatur 800°C erreicht hat, wird sie auf
bis zu 1100°C
erhöht,
indem Sauerstoff in einen Raum für
die thermische Oxidation geliefert wird. Wenn die Temperatur 1100°C erreicht
hat, wird Dampf in den Raum für
die thermische Oxidation geliefert, um die thermische Oxidation
zu beschleunigen. Wenn die thermische Oxidation nachdem die Temperatur
eine gewisse Zeit auf 1100°C
gehalten worden ist, abgeschlossen ist, wird Stickstoff zugeführt, um
den Ätzschutzfilm 17 zu
stabilisieren. Danach wird die Temperatur von 1100°C aus abgesenkt.
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Wenn
die Temperatur des Maskensubstrats 1 zwischen 500 und 800°C liegt,
wird das Maskensubstrat 1 mit einer durchschnittlichen
Abkühlrate von
mindestens 3°C/min
abgekühlt.
Der Grund hierfür
ist, dass die Wahrscheinlichkeit, Kristallfehler des Einkristall-Siliciums
zu entwickeln, in diesem Temperaturbereich am höchsten ist. Wenn das Maskensubstrat 1 einen
Kristallfehler hat, können
die Öffnungen durch
anisotropes Ätzen
nicht genau ausgebildet werden. Die Entwicklung eines solchen Kristallfehlers
kann vermieden werden, indem dieser Temperaturbereich rasch durchlaufen
wird.
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Das
Maskensubstrat erreicht auch eine Temperatur von 500°C oder höher, wenn
der Ätzschutzfilm 17 aus
Siliciumnitrid durch CVD oder aus einer Gold-Chrom-Legierung durch
Sputtern anstelle der thermischen Oxidation gebildet wird. Auch
in diesen Fällen
kann dann, wenn die Temperatur des Maskensubstrats zwischen 500
und 800°C
liegt, die Entwicklung eines Kristallfehlers verhindert werden,
indem das Maskensubstrat mit einer durchschnittlichen Abkühlrate von
mindestens 3°C/min
abgekühlt
wird.
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Indem
ferner Einkristall-Silicium, dessen Sauerstoffkonzentration 1,7·1018 atm/cm3 oder weniger
beträgt,
für das
Maskensubstrat 1 verwendet wird, kann die Entwicklung eines
Kristallfehlers bedingt durch einen Prozess bei höheren Temperaturen verhindert
werden.
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Als
Nächstes
werden Konfigurationen entsprechend den ersten Öffnungen 2, die durch
die erste Strebe 3 definiert sind, auf der Rückseite
des Maskensubstrats 1, wo sich der Ätzschutzfilm 17 befindet,
ausgebildet. Außerdem
werden Konfigurationen entsprechend den zweiten Öffnungen 4, die durch
die zweite Strebe 5 definiert sind, auf der Oberfläche des Maskensubstrats
ausgebildet. Diese Muster werden durch Fotolithographie in anderen
Abschnitten als den Öffnungen
ausgebildet. 5 zeigt ein Muster auf der Oberfläche des
Maskensubstrats 1, während 6 ein
Muster auf der Rückseite
des Maskensubstrats 1 zeigt. Fotolithographie wird in den
schraffierten Bereichen der 5 und 6 ausgeführt. Die Pfeile "J" und "K" in
den 5 und 6 geben die Richtung von (111)
an. Dann wird das Maskensubstrat 1, auf dem die Muster
ausgebildet werden, mittels einer Lösung aus Flusssäure und
Ammoniumfluorid geätzt,
um den Ätzschutzfilm
an den Teilen, wo die Öffnungen
sein sollen, zu entfernen (siehe 3B). Dabei
wird auch ein Element, das eine Ausrichtmarke 20 werden
soll, die zur Einstellung der Position zum Aufdampfen der Emissionsschicht 12 etc.
der organischen EL-Anzeige, die in der ersten Ausführungsform
erwähnt
wird, geätzt.
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Das
Maskensubstrat 1, das wie in 3B dargestellt
geätzt
worden ist, wird dann anisotrop mit einer Kaliumhydroxidlösung geätzt, um
die ersten Öffnungen 2 und
die zweiten Öffnungen 4 auszubilden
(siehe 3C). Durch Nassätzen mit
Kaliumhydroxid wird der Teil des Maskensubstrats, der nicht mit
Siliciumoxid bedeckt ist, genau mit den Seitenflächen der Oberflächenorientierung
(111) geätzt.
Wenn die organische EL-Anzeige einen Halbleiter enthält, werden
bevorzugt organische alkalische Lösungen wie Tetramethylammoniumhydrixidlösung anstelle der
Kaliumhydroxidlösung
zum Ätzen
verwendet. Der Grund hierfür
ist, dass der Halbleiter durch Kalium verunreinigt werden kann.
Auch in diesem Fall kann anisotropes Ätzen wie mit dem Kaliumhydroxid
ausgeführt
werden.
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Schließlich wird
der Ätzschutzfilm 17,
der auf dem Maskensubstrat 1 verblieben ist, wie in 3C dargestellt
durch eine Puffer-Fluorwasserstofflösung oder dgl. entfernt. Als
Ergebnis wird die Beschichtungsmaske gebildet (siehe 3D).
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Indem
anisotropes Ätzen
nach dem Ausbilden des Ätzschutzfilms
ausgeführt
wird, ist es mit dem Verfahren zur Herstellung einer Beschichtungsmaske
gemäß der zweiten
Ausführungsform
möglich,
eine Präzisionsbeschichtungsmaske
auf einfache und genaue Weise herzustellen, die stark genug für ein aufgedampftes
Muster ist, wie in 1 dargestellt ist. Indem ferner
das Maskensubstrat 1 mit einer durchschnittlichen Abkühlrate von
3°C/min
abgekühlt wird,
wenn die Temperatur zwischen 500 und 800°C liegt, um diesen Temperaturbereich,
in dem sich ein Kristallfehler wahrscheinlich entwickelt, rasch
zu durchlaufen, und indem Einkristall-Silicium mit einer Sauerstoffkonzentration
von 1,7·1018 atm/cm3 oder darunter
als das Maskensubstrat 1 verwendet wird, ist es mit dem
Verfahren möglich,
die Entwicklung eines Kristallfehlers zu vermeiden und dadurch anisotropes Ätzen genau
auszuführen.
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Dritte Ausführungsform
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Der
Elektrodenteil einer organischen EL-Anzeige, deren EL-Schicht mit
der Beschichtungsmaske gemäß der ersten
Ausführungsform
der Erfindung hergestellt wird, hat einen in 2 dargestellten Querschnitt.
Eine Elektrodenkonfiguration bei Blickrichtung von der Oberflächenseite
einer EL- Anzeige gemäß einer
dritten Ausführungsform
wird als "vertikale
Streifen" bezeichnet.
Drei wesentliche Elektrodenkonfigurationen für eine organische EL-Anzeige werden
nachstehend beschrieben.
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7 ist
eine Vergleichstabelle der Elektrodenkonfigurationen für eine organische
EL-Anzeige bezüglich
der Schwierigkeit der Verdrahtung des Dünnfilmtransistors (thin-film
transistor (TFT)), der Qualität
der Bildanzeige und der Qualität
der Schriftzeichenanzeige. TFT-Verdrahtung bedeutet die allgemeine
Verdrahtung zum Ansteuern einer organischen EL-Anzeige. Sie steuert
das Ein- und Ausschalten jedes Bildpunktes. Elektrodenkonfigurationen
haben einen erheblichen Einfluss auf die Anzeigequalität, insbesondere
hinsichtlich einer niedrigmolekularen organischen Vollfarben-EL-Anzeige. Wie aus 7 ersichtlich
ist, hat eine Konfiguration mit der Bezeichnung "Delta-Konfiguration" die Nachteile einer komplizierten TFT-Verdrahtung
und einer geringen Qualität
der Schriftzeichenanzeige. Eine Konfiguration mit der Bezeichnung "Quadrat-Konfiguration" ist ebenfalls mit
den Nachteilen einer ziemlich komplizierten TFT-Verdrahtung und
hohen Kosten behaftet. Bei der Konfiguration mit der Bezeichnung "vertikale Streifen" sind Bildpunkte
z. B. mit einer Breite von 20 μm
und einer Länge
von 60 μm
angeordnet. Bei einer organischen EL-Anzeige mit vertikalen Streifen
wird nur eine einfache TFT-Verdrahtung benötigt und ihre Kosten sind gering,
während sie
eine hohe Qualität
der Bild- und Schriftzeichenanzeige bietet.
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Da
die in 1 dargestellte Beschichtungsmaske die ersten Öffnungen 2 mit
länglicher
Form enthält,
eignet sie sich zur Herstellung der organischen EL-Anzeige mit vertikalen
Streifen.
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Da
die EL-Anzeige gemäß der dritten
Ausführungsform
mit der ausreichend starken Beschichtungsmaske gemäß der in 1 dargestellten
ersten Ausführungsform
hergestellt wird, stellt die Anzeige eine hohe Präzision mit
genauen Bildpunktmustern bereit. Da die Anzeige außerdem die
Bildpunktkonfiguration der vertikalen Streifen verwirklicht, wird
nur eine einfache TFT-Verdrahtung benötigt und ihre Kosten sind gering,
während
sie eine hohe Qualität der
Bild- und Schriftzeichenanzeige bietet.
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Vierte Ausführungsform
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8 zeigt
die räumliche
Beziehung zwischen dem Glassubstrat 6 und der Beschichtungsmaske
(Maskensubstrat 1), wenn die EL-Schicht auf die organische
EL-Anzeige von 2 bei der Herstellung der organischen
EL-Anzeige im Vakuum aufgedampft wird. Die in 8 dargestellte
organische EL-Anzeige verwirklicht die Bildpunktkonfiguration der
vertikalen Streifen. Die TFT-Verdrahtungsschicht 7, der
einebnende Isolierfilm 8, die ITO-Schicht 9 und die
Siliciumoxidschicht 10 werden auf dem Glassubstrat 6 aufgebracht
(siehe 2). Das Maskensubstrat 1 (in der Skizze
nicht dargestellt) wird so bereitgestellt, dass seine Rückseite
(die Seite, in der die ersten Öffnungen 2 ausgebildet
sind) in Kontakt mit dem Glassubstrat 6 steht. Wie in 8 dargestellt
ist, sind die ersten Öffnungen 2 auf
die senkrechten Zeilen der Bildpunkte ausgerichtet. Außerdem ist
eine Aufdampfquelle an der Seite des Maskensubstrats 1 bereitgestellt.
Die ersten Öffnungen 2 sind
so ausgelegt, dass sie alle drei senkrechten Bildpunktzeilen eine Öffnung bereitstellen
und Bildpunkte aufdampfen, die gleichzeitig dieselbe Farbe emittieren.
Mit anderen Worten, rote Bildpunkte 21R, grüne Bildpunkte 21G und
blaue Bildpunkte 21B sind jeweils in Längsrichtung angeordnet. Bildpunkte
einer gewünschten Farbe
werden aufgedampft, indem nur das Maskensubstrat 1 zur
Bildpunktzeile der betreffenden Farbe bewegt und das Maskensubstrat 1 auf
das Glassubstrat 6 ausgerichtet wird.
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Die
Siliciumoxidschicht 10, bei der es sich um einen Isolator
handelt, wird über
dem Maskensubstrat 1 auf einem Teil, der kein Licht emittiert,
um jeden Bildpunkt aufgebracht, wie in 2 dargestellt ist.
Selbst wenn also die EL-Schicht über
den ersten Öffnungen 2 ausgebildet
wird, sind die Bildpunkte voneinander getrennt. Beim Aufdampfen
der Emissionsschicht 12 etc. im Vakuum reicht es deshalb
aus, nur auf die seitliche Ausrichtgenauigkeit und nicht auf die
Ausrichtgenauigkeit in Längsrichtung
zu achten, wenn das Maskensubstrat 1 auf das Glassubstrat 6 ausgerichtet
wird. Da das Maskensubstrat 1 im Vakuum-Aufdampfraum mit
dem Glassubstrat 6 ausgerichtet wird, bedingt eine hohe
Genauigkeit in Längsrichtung
und Ausrichtgenauigkeit einen erheblichen Zeit- und Kostenaufwand
und verringert deshalb die Produktivität.
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Bei
Verwendung der Beschichtungsmaske (Maskensubstrat 1) von 1 ist
es jedoch einfach, das Maskensubstrat 1 auf das Glassubstrat 6 auszurichten,
wodurch die Produktivität
verbessert wird. Da außerdem
die ersten Öffnungen 2 eine
längliche Form
haben, eignet sich die Maske zur Herstellung der organischen EL-Anzeige
mit einer Bildpunktkonfiguration mit vertikalen Streifen.
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Zum
Vermeiden der Notwendigkeit einer hohen Ausrichtgenauigkeit in Längsrichtung
wie oben erwähnt,
ist eine Möglichkeit,
eine Maske zum Aufdampfen zu verwenden, wie sie in 9 dargestellt ist.
Das Problem hierbei ist, dass die Streben zwischen den länglichen Öffnungen
im Allgemeinen einige Dutzend Mikrometer breit sind, was zum Tragen zu
schwach ist. Dies bedeutet, dass die Herstellung eines genau aufgedampften
Musters schwierig ist. Die in 1 dargestellte
Beschichtungsmaske enthält
jedoch mindestens ein zweite Strebe 5, die mit der ersten
Strebe 3 verbunden ist. Damit kann die erste Strebe 3 nicht
leicht gebogen werden.
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Die
Emissionsschicht 12 usw. wird möglicherweise wegen der zweiten
Strebe 5 nicht gleichmäßig aufgedampft.
Um dieses Problem zu lösen, wird
die Dickenverteilung innerhalb eines Bildpunktes ausgeglichen, indem
das Glassubstrat 6 zusammen mit dem Maskensubstrat 1 in
einem Vakuum-Aufdampfraum
gedreht und eine Aufdampfquelle wie erforderlich bewegt wird.
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Was
ferner das Verfahren zur Herstellung einer EL-Anzeige gemäß der vierten
Ausführungsform betrifft,
wird die Emissionsschicht 12 etc. aufgebracht, während die
ersten Öffnungen 2,
die eine längliche
Form haben, auf einen Abschnitt des Glassubstrats 6 ausgerichtet
werden, wo Bildpunkte ausgebildet werden. Dadurch wird das Ausrichten
des Maskensubstrats 1 auf das Glassubstrat 6 einfach, so
dass die Produktivität
verbessert werden kann. Da außerdem
die Beschichtungsmaske (das Maskensubstrat 1) gemäß der ersten
Ausführungsform
die zweite Strebe 5 enthält, ist die Maske stark genug und
bildet ein genau aufgedampftes Muster.