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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung einer
Verbindungsweiterschaltung, die von einem drahtlosen Übertragungsnetzwerk
zu einem anderen erfolgt, wobei das Verfahren in dem Oberbegriff
des unabhängigen
Anspruchs 1 vorgestellt ist. Die Erfindung betrifft auch ein System, welches
das Verfahren implementiert, wobei das System in dem Oberbegriff
des beigefügten
unabhängigen
Anspruchs 5 beschrieben ist.
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Die
in dem Internet verwendeten Wegsuche- bzw. Routing-Algorithmen wurden
ursprünglich
unter der Annahme entwickelt, dass die Position der Rechner in Bezug
auf die Struktur des Netzwerkes sich nicht ändert. Der Rechner weist eine
IP-Adresse (Internet-Protokoll)
auf, die feststeht und in einigen spezifischen Unternetzwerken angeordnet
ist. Wenn es gewünscht
ist, die Position des Rechners zu ändern, muss die IP-Adresse
auf eine andere geändert
werden, da im Falle eines anderen Unternetzwerkes das Routing an
die fragliche IP-Adresse nicht funktioniert. Das Ändern der
IP-Adresse erfordert eine Wartungsarbeit, die nicht immer einfach
ist. Als eine Lösung des
Problems wurde das Mobil-IP entwickelt, das für mobile Endgeräte bzw.
mobile Terminals (nachfolgend Terminal) entworfen wurde. Ein mobiles
Terminal betrifft hier ein elektronisches Gerät, das zumindest zur drahtlosen
Datenübertragung
in einer kurzreichweitigen Funkverbindung in der Lage ist. Das elektronische
Gerät unterstützt vorteilhaft
auch andere bekannte drahtlose Datenübertragungsverfahren.
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Das
Mobil-IP löst
die Probleme, die bei einer Verbindungsweiterschaltung durch Ändern des
Routings auftreten, welches mittels Agenten implementiert ist. Ein
Heimatnetzwerk ist für
jedes Terminal spezifiziert, an den eingehender Verkehr gerichtet
ist. In dem Heimatnetzwerk ist ein Heimatagent vorgesehen, der die
aktuellen Positionen der Terminals kennt, die zu seinem Heimatnetzwerk
gehören.
In einem Unternetzwerk, das Dienste für besuchende Terminals anbietet,
ist ein Fremdagent vorgesehen, der weiß, welche Besucher sich in
dem Unternetzwerk befinden.
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Somit
behält
das Terminal seine IP-Adresse unbeachtlich seiner Position. Der
Heimatagent handhabt das Ausrichten des Verkehrs zu dem Fremd-Agenten,
der die Datenpakete an das Terminal verteilt und das Routing nach
außen
von dem Terminal handhabt. Beim Bestimmen der Positionsdaten eines
Terminals werden Verfahren, beispielsweise Agentenermittlung und
Registrierung verwendet. Mittels der Agentenermittlung empfängt das
Terminal Informationen über
sein aktuelles Gastgeber-Netzwerk (Host-Netzwerk)
und mittels der Registrierung werden Daten von dem Terminal an seinen
Heimatagenten übermittelt.
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Die
Heimat- und Fremdagenten jedes Netzwerkes informieren über ihre
Existenz diese Verbindungen, an die sie Dienste anbieten. Zusammen
damit weiß das
Terminal, welches das Netzwerk verwendet, ob es in seinem Heimatnetzwerk
ist oder ob es einen Fremdagenten verwenden muss, um seinen Verkehr
handzuhaben. Zusätzlich
findet das Terminal heraus, über
welchen Fremdagenten es arbeiten kann und welche die Adressen dieser
Agenten sind. Wenn das Terminal sich aus dem Bereich des Netzwerkes
nach außen
verlegt, entfernt es aus dem Adressbuch diese Agenten, mit denen
es nicht länger in
Verbindung steht.
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Durch
Registrieren kann das Terminal seinen aktuellen Fremd-Agenten auffordern,
den ausgehenden Verkehr auszurichten oder Informationen über seine
Existenz zu übermitteln.
An seinen Heimatagenten überträgt das Terminal
die Adresse von seinem aktuellen Fremdagenten. An den Fremagenten sendet
das Terminal eine Re-Registrierungsanforderung,
wenn sich seine Registrierung verlängert oder eine Registrierungsentfernungsanforderung,
wenn es zu seinem Heimatnetzwerk zurückkehrt. Mittels der Registrierung
kann das Terminal, falls es erforderlich ist, bestimmen, über welchen
Fremdagenten es arbeitet, oder, falls es erforderlich ist, gleichzeitig verschiedene
Fremdagenten verwenden, wenn die Vorrichtung diese Möglichkeit
unterstützt.
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Das
in dem Mobil-IP verwendete Routing wird als Triangular-Routing bezeichnet.
Die Grundlage des Triangular-Routings ist derart, dass, wenn ein Datenpaket
an das Terminal gesendet wird, es an das Heimatnetzwerk des Terminals
geleitet wird. Der Agent des Heimnetzwerkes leitet es weiter an
einen Fremdagenten in dem Unternetzwerk, in dem sich das Terminal
befindet. Der Fremdagent setzt das Senden des Paketes an das Terminal
fort. Der ausgehende Verkehr wird in normaler Weise direkt an das Unternetzwerk
des Zielterminals geleitet. Durch Ändern des Routings bleiben die
verwendeten IP-Adressen sowie die Protokolle der Transportschicht
und des Anwendungsniveaus sowie das IP-Protokoll die gleichen.
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Das
Mobil-IP stellt ein Verfahren zur Steuerung einer Verbindungsweiterschaltung
bereit, aber fortgesetzte Übertragungen
innerhalb eines relativ kleinen geografischen Bereiches neigen dazu,
eine signifikante Signalisierungsmenge aufgrund der Nachrichten
zwischen dem Heimatagenten und dem Terminal zu bilden. Es ist mit
den Verfahren gemäß dem Stand
der Technik schwierig, schnelle und undurchsichtige Übertragungen
zu implementieren.
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Lösungen wurden
für das
beschriebene Problem entwickelt, beispielsweise eine hierarchisierende
Verbindungsweiterleitung. Die Verbindungsweiterleitung ist in zwei
Niveaus aufgeteilt, in die Mirkobeweglichkeit und in die Makrobeweglichkeit.
Die Makrobeweglichkeit beschreibt eine Verbindungsweiterleitung
von einem Terminal eines Steuerungsnetzwerkbereiches zu einem anderen.
Die Verbindungsweiterleitung innerhalb eines Steuerungsnetzwerkes wird
mit Mirkobeweglichkeit bezeichnet. Es ist ebenfalls möglich, die
Begriffe Inter-Domain und Intea-Domain für die Hierarchieniveaus zu
verwenden. 1 zeigt ein Beispiel einer Netzwerkarchitektur,
in der zwei separate drahtlose Netzwerke WAN mit dem Internet verbunden
sind. Die Makrobeweglichkeit MA ist ein Status, in dem das Terminal
T von einem Bereich zu einem anderen wechselt. Die Mikrobeweglichkeit
MI bedeutet eine Verbindungsweiterschaltung innerhalb eines drahtlosen
Netzwerkes und sie ist undurchsichtig für andere Teile des Netzwerkes.
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2 zeigt
ein hierarchisches Mobil-IP (HMIP), welches ein Weg zur Steuerung
einer Verbindungsweiterschaltung ist. Um die Steuerungssignalisierung
zwischen dem Terminal T in einem fremden Netzwerk F und dem Heimatagenten
HA sowie die entsprechenden Netzwerkknoten zu reduzieren, verwendet
das HMIP das Netzwerkelement MAP (Map Anchor Point). Der Zweck des
MAP-Elementes ist es, das Terminal T dem Heimatagenten zu zeigen und
somit die dahinter stehende Mikrobeweglichkeit zu verbergen.
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Um
eine Verbindungsweiterschaltung zu steuern, gibt es auch andere
Verfahren, beispielsweise das schnelle Mobil-IP (FMIP), zelluläre IP (CIP), HAWAII,
CARD, TIMIP, EMA, BRAIN etc.
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Die
beschriebenen Verfahren reduzieren die Netzwerkwechsel, die Signalisierungen,
die für
den Heimatagenten sichtbar sind. Zusätzlich ist es möglich, einen
neuen Router zu finden und dieses mit dessen Mitteln zu formatieren.
Diese Stand-der-Technik-Verfahren
benötigen
jedoch bestimmte Routertypen sowie Protokolle zwischen den Komponenten.
Da es der Zweck dieser Verfahren ist, die Anzahl der Registrierungen
zu reduzieren und die Übertragungen
zu beschleunigen, sind sie ungeeignet in Bezug auf Abläufe, die
in Verbindung mit der Registrierung und der IP-Autokonfiguration
erforderlich sind. Der Begriff Autokonfiguration bezieht sich auf
ein Ereignis, in dem eine IP-Adresse einem Terminal zugeordnet wird,
durch welche dieses mit externen Netzwerken kommunizieren kann.
Hauptsächlich
findet dies statt mit dem DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol)
oder dem BOOTP (BOOTstrap Protocol). Zusätzlich zu dem Vorstehenden
lösen die
Stand-der-Technik-Verfahren nicht die Null-Konfiguration, bei dem
im Wesentlichen keine Abläufe
von dem Anwender bei dem Ereignis der Registrierung erforderlich
ist. Dadurch ist die Einführung verschiedener
Dienste nicht ersichtlich für
den Anwender.
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Ein
Verfahren und ein System zur Steuerung einer Verbindungsweiterschaltung
gemäß den Oberbegriffen
der Ansprüche
1 bzw. 5 sind offenbart in der IETF Internet Draft, Nov. 1998, Seiten
1-21, von S. F. Foo et al.
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Der
Zweck der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren für diese
Ereignisse bereitzustellen, die mit der Null-Konfiguration und der
Autokonfiguration zwischen dem IP und dem Mobil-IP in Verbindung stehen.
Die Erfindung hilft, die Registrierung des Mobil-IP und die Autokonfiguration
des IP zu steigern. Gemäß der Erfindung
kann dies beispielsweise durch Reduzieren der Anzahl erforderlicher
Nachrichtenänderungen
(Rundreise bzw. round-trip) implementiert werden, die erforderlich
sind, wenn ein Netzwerkwechsel und eine Autokonfiguration durchgeführt werden.
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Um
dies zu implementieren, ist das Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung
hauptsächlich dadurch
gekennzeichnet, dass eine Autokonfiguration zum Bereitstel len einer
Adresse für
das Terminal durchgeführt
wird, die zum Weiterleiten des ausgehenden Verkehrs verwendet wird,
und ein Fremdagent wird gefunden, um die Position des Terminals
zu bestimmen, wobei in dem Verfahren die früheren Abläufe kombiniert werden, um im
Wesentlichen gleichzeitig mittels eines neuen Nachrichtenpaares
einer Dienstanfrage/Antwort stattzufinden, das gebildet wird, um
dem EAP-Protokoll hinzugefügt
zu werden, und als ein Teil des internen Nachrichtenaustausches des
drahtlosen Datenübertragungsnetzwerkes übertragen
wird. Das System gemäß der Erfindung
ist hauptsächlich
dadurch gekennzeichnet, dass das System Mittel zum Ausführen einer
Autokonfiguration aufweist, um eine Adresse für das Terminal bereitzustellen,
die zum Weiterleiten von ausgehendem Verkehr verwendet wird, und
Mittel zur Ermittlung eines Fremd-Agenten und zur Bestimmung einer
gegenwärtigen
Position des Terminals, wobei in diesem Fall die Autokonfiguration
und die Ermittlung des Fremdagenten eingerichtet sind, um im Wesentlichen während eines
Nachrichtenaustausches mit einem neuen Nachrichtenpaar für eine Dienstanfrage/-Antwort
abzulaufen, das durch Einrichtung des Systems gebildet und zum EAP-Protokoll
hinzugefügt
wird.
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Mittels
der vorliegenden Erfindung ist es möglich, die Übertragung des Terminals zu
beschleunigen, und zusätzlich
wird die Verbindungsweiterschaltung zwischen zwei unterschiedlichen
drahtlosen Netzwerken, beispielsweise einem WLAN oder dergleichen,
erleichtert. Das ist sehr vorteilhaft, da die Mikrobeweglichkeit
zwischen Basisstationen, die für
ein drahtloses Lokalbereichsnetzwerk charakteristisch und intern
des Netzwerkes angeordnet ist, nicht möglich ist, wenn die Makrobeweglichkeit
zwischen Netzwerken auf dem Mobil-IP-Niveau stattfindet.
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Die
Autokonfiguration, die mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens implementiert
wird, ist zusätzlich
sehr datensicher aufgrund des Lokalbereichs-Netzwerkstandards, der
verwendet wird. Die Anzahl der erforderlichen Nachrichtenaustausche kann
von vier auf nur zwei mittels der Erfindung reduziert werden. Zusätzlich ist
anzumerken, dass, selbst wenn die Erfindung auf eine WLAN-Umgebung
fokussiert ist, sie rückwärts kompatibel
im Wesentlichen zu allen Anschaltnetzwerken ist. Zusätzlich zur Autokonfiguration
und Ermittlung des Agenten ist es mittels der Erfindung möglich, auch
andere Daten auf der Topologie des fraglichen WLAN-Netzwerkes auf das
Terminal sowie von Zugriffsroutern zu übertragen. Somit können die
erforderlichen Daten zum Beschleunigen der Verbindungsweiterschaltung
an das Terminal übertragen
werden.
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Die
vorliegende Erfindung wird detaillierter nachfolgend unter Bezug
auf die beigefügten
Zeichnungen beschrieben, in denen
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1 prinzipiell
eine Netzwerkarchitektur und die damit verbundene Mikrobeweglichkeit
und Makrobeweglichkeit darstellt,
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2 prinzipiell
die Struktur eines hierarchischen IP-Netzwerkes zeigt,
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3a-c
Beispiele eines Dienstanfrage/Antwortpaketes zeigen, das sich erfindungsgemäß entwickelt,
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4a-c
ein besonders vorteilhaftes Beispiel einer Signalisierung des erfindungsgemäßen Verfahrens
darstellen, und
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5 ein
anderes besonders vorteilhaftes Beispiel einer Signalisierung des
erfindungsgemäßen Verfahrens
darstellen.
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Die
vorliegende Erfindung verwendet den 802.1X-Standard (IEEE, 802.1X)
in der WLAN-Umgebung, der als der Datensicherheitsstandard bekannt
ist. Die Erfindung wird detaillierter zuerst durch eine Lösung gemäß dem Stand
der Technik beschrieben, da in diesem Fall die Vorteile, die von
dem erfindungsgemäßen Verfahren
bereitgestellt werden, besser realisiert werden können. Der
802.1 X-Standard wurde zur Identifikation, zur Bestimmung von Rechten
sowie zum Austauschen von Daten entworfen, die mit dem Fakturieren
verbunden sind, bevor die Autokonfiguration für das IP ausgeführt wird.
Der 802.1X verwendet das EAP-Protokoll (Extensible Authentication
Protocol) oder eine davon vorgenommene Variation. Gemäß dem Stand
der Technik ist ein Zugang zu dem IP in der WLAN-Umgebung nur möglich, nachdem
eine erfolgreiche Identifikation durch den 802.1X ausgeführt wurde,
wobei in diesem Fall die Autokonfiguration ausgeführt wird.
Als ein Ergebnis davon empfängt
das Terminal eine IP-Adresse. Nach der Autokonfiguration wird eine
für das
Mobil-IP typische Agentenermittlung mittels Routerbekanntmachungen
sowie Routeraufforde rungen durchgeführt. Anschließend wird
die für
das Mobil-IP (Bindung, Bindung-Update)
erforderliche Registrierung gemäß dem Stand
der Technik durchgeführt.
Nach der Registrierung ist es möglich,
den normalen IP-Verkehr fortzusetzen, der von den Anwendungen verwendet
wird, beispielsweise der TCP-Verkehr (Transport Control Protocol).
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Die
vorstehende Beschreibung ist ein Beispiel des Standes der Technik.
Bei dem Verfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung ist die Aufteilung von der IP-Adresse (Autokonfiguration)
und der Ermittlung des Agenten kombiniert und wird als ein Teil der
internen Aushandlung des 802.1X übertragen. Dies
ist durch Zufügen
eines neuen Nachrichtenpaares Dienstanfrage/Antwort zu dem EAP-Protokoll
implementiert, das von dem 802.1 X verwendet wird, durch das eine
Autokonfiguration vermieden wird, die verschiedene Nachrichtenaustausche
enthält
(die typische Anzahl für
das DHCP ist 2 bis 4). In ähnlicher Weise
wird die explizite Ermittlung des Agenten vermieden, was üblicherweise
wiederholte, gruppierte Übertragungen
an das Netzwerk, das Horchen auf die Antworten für diese sowie die Vorbereitung
von Auszeiten erfordert.
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Die
Erfindung kann vorteilhaft in Richtung der Null-Konfiguration erweitert
werden. Deshalb überträgt beispielsweise
das Terminal seinen eigenen APN-Bezeichner (Access Point Name) während einer
EAP-Aushandlung. Auf der Basis des APN (bekannt aus GPRS-Netzwerken)
ist es möglich,
das Heimatnetzwerk des Terminals zu finden und mit der Autokonfiguration
und Null-Konfiguration verbundene Parameter dem Terminal hinzuzufügen.
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Die
erfindungsgemäße Erweiterung
des EAP-Protokolls des 802.1X kann gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform
derart implementiert werden, dass der „händlerspezifische" Typ (Typ = 255)
in den EAP-Anfrage/Antwortnachrichten für Nachrichten verwendet wird. 3a zeigt
die Paketform für die
Nachricht. Das Feld „Händler-ID" des Paketes gibt
den Code des Dienstanbieters (SMI Netzwork Management Private Enterprise
Code des Händlers) wieder,
welcher in der IETF RFC 1007 bestimmt ist. Der „Händlertyp" beschreibt einen zentrierten Verfahrenstyp
eines Dienstanbieters. Der Inhalt des „händlerspezifischen" Feldes wird durch
jeden Dienstanbieter bestimmt.
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Gemäß einer
anderen vorteilhaften Ausführungsform
der Erfindung wird die Erweiterung derart implementiert, dass ein
neuer EAP-Anfrage/Antwortnachrichtentyp zusätzlich zu den existierenden
erzeugt wird. In diesem Fall muss die Typnummer von der IANA (Internet
Assigned Numbers Authority) der IETF (Internet Engieneering Task
Force) akzeptiert werden. 3b zeigt
die Form des Anfrage- und Antwortpaketes. Das „Type = XXX" ist für die Autokonfiguration
(Typ = Autokonfig). Das Typ-Feld bestimmt den Typ der Dienstanfrage
oder -Antwort. Ein neuer Typ muss durch die IETF benannt werden.
Das „Typ-Daten"-Feld variiert zwischen
dem Dienstanfragetyp und dem entsprechenden Antworttyp.
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Die
dritte vorteilhafte Ausführungsform
zur Implementierung der Erweiterung gemäß der Erfindung besteht darin,
die Expansionen zu einem Teil des Aushandlungsprotokolls innerhalb
des EAP zu machen, beispielsweise als ein Teil des EAP-SIM-Verfahrens (Subscriber
Identiy Module) oder des EAP/AKA-Verfahrens (Authentication and Key
Agreement). Somit müssen
neue Versionen der fraglichen Protokolle durch Standardisierung
erfasst werden. Das EAP/SIM ist ein erweitertes GSM-Identifikations-Verfahren
(Global Standard for Mobile Communication), welches es ermöglicht,
die existierenden SIM-Karten und GSM-Netzwerkbesuche zu verwenden.
Das EPA/AKA ist ein Verfahren, bei dem die USIM/SIM-Karten (User
Services Identity Module) in den UMTS/GSM-Netzwerkbesuchen (Universal Mobile
Telecommunication System) verwendet werden. 3c zeigt
eine Form der EAP/SIM-Anfrage-/Antwortpakete.
Das Feld „Typ
= 18" gibt an, dass es
EAP/SIM ist. Diese Art eines EAP-Typs hat das Feld „Untertyp", zu dem eine neue
Typanzahl zur Autokonfiguration (Subtype = Autoconfig) bestimmt
ist. Der hier markierte neue Typ ist von der IETF zu bestimmen. „Untertyp"-Daten bestimmen
die Daten, die mit dem Feld (Attribute, Länge, Wert etc.) verbunden sind.
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Eine
vorteilhafte Ausführungsform
der Erfindung von einer Auto-/Null-Konfigurations-Aushandlung ist in
den 4a bis c gezeigt. Die Signalisierungsdiagramme,
die in der Figur dargestellt sind, zeigen eine einfache „Eingabe"-Typ („push-type)
Anfrage-Antwort-Autokonfiguration,
bei der die Pakete gemäß den 3a bis
c entsprechend verwendet werden. Das die Anwender-Authentifikation
ausführende
Element (später
Authentifikator) identifiziert das Terminal (Kunde) mit einer EAP-Anfrage- Identitätsanfrage,
auf das das Terminal mit einer EAP-Antwort-Identitätsantwort
reagiert. Nach dieser Authentifikation findet ein Nachrichtenaustausch,
der mit einer bestimmten EAP (3a, 3b)
oder EAP/SIM (3c) verbunden ist, zwischen
dem Terminal und dem Authentifikator statt.
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Anschließend werden
mit der Auto-/Null-Konfiguration verbundene Parameter ausgetauscht,
die das Terminal entweder akzeptiert oder zurückweist. In Abhängigkeit
von dem verwendeten, erweiterten Paket findet der Nachrichtaustausch
in der folgenden Weise statt. Durch Verwendung des Pakets des Typs
225 (3a) weist der Nachrichtenaustausch, der mit der
Auto-/Null-Konfiguration verbunden ist, eine EAP-Anfrage/händlerspezifische-Anfrage und
eine entsprechende Antwort auf. In dem Autokonfigurationstyppaket
(3b) findet der Nachrichtenaustausch in der folgenden
Weise statt, wobei in diesem Fall die Anfrage und die Antwort EAP-Anfrage/Autokonfig-Nachrichten
sowie EAP-Antwort-/Autokonfig-Nachrichten bilden. In Verbindung
mit dem EAP/SIM sind die Nachrichten EAP-Anfrage/SIM-Autokonfig
und EAP-Antwort/SIM-Autokonfig. Weitere Aushandlungen oder Nachrichten-Austausche werden
nicht länger
durchgeführt.
Wenn das Terminal die Auto-/Null-Konfiguration
innerhalb des EAP nicht unterstützt,
weist dieses die Nachricht einfach zurück und es wird nach den EAP-Aushandlungen
mit üblichen
Konfigurationsverfahren auf dem vIP-Niveau (virtual Internet Protocol) fortsetzen.
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5 zeigt
eine zweite vorteilhafte Ausführungsform
der Auto-/Null-Konfigurationsaushandlung gemäß der Erfindung, die verschiedene
Dienstanfrage-Antworten-Nachrichtenaustausche
aufweist. Zuerst wird das Terminal identifiziert, wonach der Nachrichtenaustausch
ein mit den EAP verbundener Nachrichtenaustausch ist. Als nächstes ist
die von dem Authentifikator angebotene Dienstanfrage in der Praxis
ein Vorschlag, die Aushandlung (EAP/Anfrage-/Autokonfig-Anfrage)
fortzuführen.
Das Terminal antwortet darauf in seiner Antwortnachricht entweder negativ
oder positiv, EAP-Antwort/Autokonfig (NAK/OK). Wenn die Antwort
des Terminals negativ (NAK) ist, wird die Autokonfiguration mit üblichen Verfahren
auf dem IP-Niveau (END) fortgeführt.
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Wenn
das Terminal positiv (OK) antwortet, wird der Austausch der mit
der Konfiguration verbundenen Dienstanfrage/Antwort-Nachrichten
ausgeführt,
wobei in diesem Fall die zu der Auto-Null-/Konfiguration gehörenden Parameter
erklärt
werden. In einer ersten positiven Antwort (EAP-Antwort/Autokonfig-OK)
kann das Terminal den Authentifikator mit Daten über sich selbst sowie mit Parametern
beliefern, die er unterstützt.
Beispiele dieser Parameter weisen beispielsweise AC_APN, was den
APN-Namen wiedergibt, der von dem Terminal bereitgestellt wird;
oder AC_SECASSOC auf, welches Daten für die Sicherheitsparameter
sind, die von dem Terminal (SA, Security Association) angeboten
werden. Zusätzlich
kann das Terminal das Tunnelverfahren, welches es wünscht, sowie
eine Liste der unterstützten Auto-/Null-Konfigurationsparameter
anfragen.
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Bei
der Auto-/Null-Konfiguration ist es zusätzlich möglich, Parameter auszutauschen,
beispielsweise AC_ACCEPT_FA, was eine Datenanfrage von einem Fremd-Agenten
ist; AC_ACCEPT_HA, was Daten von dem Heimatagenten anfragt; AC_ACCEPT_COA,
mit dem die IP-Adresse für
das Terminal (Card of Address) akzeptiert wird; AC_ACCEPT_DNS, mit
dem Daten von einem DNS-Server (Domain Name System) akzeptiert werden,
AC_ACCEPT_GW, mit dem der vorgegebene Netzwerkkoppler (default gateway)
akzeptiert wird. Zusätzlich
kann das Terminal Parameter von einem unterstützten Tunnel sowie mit einer
Fakturisierung verbundene Daten anfragen. Die AC_ACCEPT-Parameterfelder,
wie sie vorstehend beschrieben sind, sind vorteilhaft in der Bit-Maskenform
darzustellen, was Platz spart.
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Der
Authentifikator kann nach einem Teil der Daten fragen, die dem Terminal
von dem Heimatnetzwerk des Terminals angeboten werden. Diese Funktion
ist sehr nützlich
in Roaming-Situationen und damit hat die Verwendung der APN sogar
eine wichtigere Bedeutung, wenn das Heimatnetzwerk des Terminals
gesucht wird und die dem Terminal angebotenen Dienste aufgelistet
werden.
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Die
vorliegende Erfindung kann rückwärtskompatibel
sein. Wenn das Terminal die Erweiterung des angebotenen EAP nicht
versteht, lässt
es vorteilhafterweise die Funktion unerkannt und berücksichtigt
sowohl die Autokonfiguration und das Ermitteln eines Agenten mit
bekannten Mitteln. Die Erfindung erfordert nicht unbedingt einen
Austausch in den WLAN-Basisstationen, sondern lediglich eine Authentifikation
mit einem lokalen Steuerserver sowie dem Terminal.
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Es
ist klar, dass die vorstehend beschriebenen Ausführungsformen der Erfindung
kombiniert werden können,
um verschiedene Ausführungsformen
der Erfindung zu liefern. Deshalb sollen die vorstehend gezeigten
Beispiele nicht als eine Einschränkung
der Erfindung verstanden werden, sondern die Ausführungsformen
der Erfindung können frei
innerhalb des Umfangs der erfinderischen Merkmale variiert werden,
die in den nachfolgenden Ansprüchen
präsentiert
werden.