-
Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur dynamischen und fortlaufenden
Verlegung einer klebbaren Dichtung insbesondere auf einer Karosserie oder
einem Karosserieteil eines Kraftfahrzeugs.
-
In
einer allgemeinen Art und Weise können die derzeitig verwendeten
Dichtungen zur Karosserieabdichtung auf vielfache Weise angebracht
werden. Folgendes ist gebräuchlich:
Klipse zur Positionierung und/oder Halterung, welche an den Dichtungen
angebracht oder in diesen integriert sind; Dichtungen mit einer
starren oder halbsteifen Klemme in U-Form, die zum Aufsetzen auf
dem Falz eines Aufnahmeträgers
vorgesehen ist; Befestigungsschienen, in welchen die Dichtungen
eingeklipst sind; oder klebbare Verbindungsabschnitte, welche an
dem Aufnahmeträger
fest anhaften.
-
Die
klebbaren Dichtungen, welche durch Klebung befestigt sind, weisen
eine große
Zahl von Vorteilen auf, von den die folgenden angegeben werden können: eine
ausgezeichnete Abdichtung zwischen der Dichtung und ihrem Aufnahmeträger, ein geringes
Gewicht, ein vereinfachtes Konzept, welches kein Vorhandensein von
angebrachten Elementen erfordert, und eine automatisierbare Verlegung.
-
Die
Verlegung einer klebbaren Dichtung, die zuvor mit ihrem Klebesystem
versehen worden ist, wird derzeit mit Hilfe eines Gerätes ausgeführt, welches
speziell zur Anpassung an die Geometrie des Aufnahmeträgers ausgelegt
ist. Ein Bediener nimmt die Dichtung auf, positioniert sie auf dem
Verlegungsgerät
und zieht den Schutzfilm (englisch: „liner") des Klebesystems ab.
-
Dann
positioniert sich das Gerät
automatisch in der Nähe
des Aufnahmeträgers
und verlegt auf diesem die Dichtung, wobei es auf dem gesamten Umfang
des Trägers
während
einiger Sekunden einen ausreichenden Druck aufbringt, damit das
Klebesystem fehlerfrei haftet.
-
Eine
derartige Verlegungstechnologie erwähnter klebbarer Dichtungen
mit statischem Ablegen weist jedoch eine bestimmte Anzahl von Grenzen
auf. Genauer gesagt, ist das Gerät
zur Aufbringung der klebbaren Dichtung spezifisch für jeden Aufnahmeträger, was
große
Investitionen zur Folge hat; die Vermehrung von Verlegegeräten erzeugt
einen Raumbedarf des Montagebands, eine ziemlich bedeutende Gesamtmontagezeit
(Einlegezeit der Dichtung in das Gerät durch den Bediener, Zustellzeit des
Aufnahmeträgers,
Zeit zum Aufbringen von Druck, ...); ein Unterdrucksetzen, was nicht
auf dem gesamten Umfang der Dichtung optimal ist; und ein menschliches
Eingreifen, um die Dichtung auf dem für jeden Aufnahmeträger spezifischen
Gerät zu montieren.
-
Kürzlich ist
eine neue Verlegungstechnologie erwähnter klebbarer Dichtungen
mit dynamischem Ablegen in Erscheinung getreten. Gemäß einer
ersten Ausführungsform
ist das System aus einem Roboter gebildet, welcher den Aufnahmeträger der Dichtung
handhabt, um ihn vor einen festen Verlegekopf zu führen, der
die klebbare Dichtung aufbringt. Der Verlegekopf integriert mehrere
mit Motoren versehene Rollen, welche den Vorschub der Dichtung, das
fortschreitende Ablösen
des Schutzfilms und das Aufbringen eines Drucks auf die Dichtung
gegen den Aufnahmeträger
ermöglichen.
Der Roboter verstellt den Aufnahmeträger gemäß Translations- und/oder Rotationsbewegungen
genau so, wie die motorisierten Rollen des Verlegekopfs die Dichtung
abrollen und aufbringen. In dem Fall einer auf dem gesamten Umfang des
Aufnahmeträgers
ununterbrochen abgelegten Dichtung und wenn dabei der Roboter eine Rotationsbewegung
von 360° ausgeführt hat,
die mit Translationsbewegungen verbunden ist, um der Form des Aufnahmeträgers zu
folgen, schneidet der Verlegekopf die Dichtung dergestalt ab, dass
die beiden Enden der Dichtung voreinander liegen, ohne dass ein
Spiel zwischen diesen beiden Enden entsteht. In einer zweiten Ausführungsform
dieser neuen Technologie steht der Aufnahmeträger fest und der Roboter handhabt
den Verlegekopf.
-
Diese
beiden Roboterverlegesysteme weisen eine große Anzahl an Vorteilen in Bezug
auf den besagten statischen Fall auf, insbesondere: die Flexibilität des Roboters,
der ein Ablegen einer Dichtung auf mehreren Typen von Aufnahmeträgern für eine gleiche
Palette von Fahrzeugen oder bei unterschiedlichen Fahrzeugen gestattet;
die Möglichkeit, mehrere
Dichtungsausführungen
auf einem gleichen Träger
oder auf unterschiedlichen Trägern
abzulegen, indem ebenso viele Verlegeköpfe wie Referenzdichtungen
vorgesehen werden; der Roboter kann einen sehr starken lokalen Druck
aufbringen, um eine ausgezeichnete Haftung des Klebers sicherzustellen; die
Möglichkeit
der Realisierung von besagten regulierbaren Dichtungen mit dem Ziel,
Fertigungsschwankungen der Karosserieteile (Tiefung und Scharniere
bzw. Beschläge
der Karosserie und der beweglichen Karosserieteile, Fertigungstoleranzen der
Fenster und anderer Felder, die zur Aufnahme einer Dichtung vorgesehen
sind) zu kompensieren, wobei dieser Bedarf zur Kompensation der
Schwankungen sehr hoch für
die Kraftfahrzeugkonstrukteure ist, um Fahrzeuge mit gleichmäßiger Leistungsfähigkeit
zu produzieren, und dieses sogar in Anfangsphasen neuer Produktionen,
während
die Werkzeuge noch nicht vollständig
stabilisiert sind; in bedeutender Weise verringerte Investitionen;
und eine erheblich reduzierte Verlegezeit.
-
Eine
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zur dynamischen und
fortlaufenden Verlegung einer klebbaren Dichtung zu verbessern,
um sie leistungsfähiger
zu machen, insbesondere indem eine Zuführung einer Dichtung vorgesehen
ist, die in großer
Länge zum
Beispiel auf einer Spule oder in einem Behälter gespeichert bzw. abgelegt
ist.
-
Eine
solche Zuführung
der Dichtung ergibt jedoch Probleme, die hiernach aufgeführt werden.
-
Ein
erstes Problem ergibt sich, wenn die klebbare Dichtung in einem
konstanten Abstand bzw. einer konstanten Teilung perforiert ist,
damit die in ihr enthaltene Luft beim Schließen der zu öffnenden Teils entweichen kann.
Dann kommt es vor, dass sich ein Entlüftungsloch in einem Bereich
mit einem geringen Krümmungsradius
des Aufnahmeträgers
der Dichtung befindet. Daraus resultiert, dass bei unter Spannung
stehender Dichtung das Vorhandensein eines Lochs ein bedeutenderes
Einsinken der Dichtung mit dem Auftreten von zum Beispiel Verdrehungen,
kleinen Falten oder Einfaltungen.
-
Ein
zweites Problem tritt auf, wenn die Dichtung Entwässerungslöcher aufweist,
die sich auf der Höhe
einer Unterseite der Karosserie oder eines Karosserieteils befinden
müssen,
wobei bekannt ist, dass der Abstand zwischen zwei Löchern unterschiedlich
ist und dass sich die Gesamtlänge
der Dichtung nach dem in Frage kommenden Träger ändert.
-
Ein
drittes Problem besteht in der Tatsache, dass die Abdichtung zwischen
einer Karosserie und einem beweglichen Karosserieteil angebracht
ist, und die Position der Dichtung dergestalt sein muss, dass die
Verformung der Dichtung für
alle die Fahrzeuge, wenn möglich,
konstant sein muss, die auf der Montagelinie gefertigt werden.
-
Ein
viertes Problem tritt auf, wenn die Dichtung um einen Aufnahmeträger herum
aufgebracht ist, der die Form eines Feldes, beispielsweise einer Tür des Fahrzeugs,
mit scharfkantigen Ecken aufweist, wobei die Dichtung eine Tendenz
hat, in diesen Ecken zusammenzusacken. Wenn die Dichtungen auf Länge vorgeschnitten
sind, besteht eine Lösung darin,
einen vorangehenden lokalisierten Formvorgang, zum Beispiel durch
Warmformung, der Dichtung in dem Bereich der Dichtung auszuführen, der sich
gegenüber
der scharfkantigen Ecke befindet. Andererseits ist es in dem Fall,
bei welchem eine Dichtung von großer Länge zum Beispiel auf einer Spule
aufgewickelt oder in einem Behälter
gespeichert ist, nicht möglich,
im Voraus eine lokale Warmformbearbeitung der Dichtung durchzuführen.
-
Ein
fünftes
Problem besteht in der Tatsache, dass, wenn die Dichtung nicht in
Schleifenform zugeführt
wird, die Enden der Dichtung (Anfang und Ende des Ablegens) nicht
mit einander verbunden sind, woraus sich lokal möglicher Eintritt von Wasser, Staub
und/oder Lärm
in den Fahrgastraum des Fahrzeugs ergeben kann.
-
Eine
Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung zur Verlegung
einer klebbaren Dichtung zu schaffen, welche die vorhergehend aufgeführten Probleme
vollständig
oder teilweise berücksichtigen.
-
Zu
diesem Zweck schlägt
die Erfindung eine Vorrichtung zur dynamischen und fortlaufenden
Verlegung einer klebbaren Dichtung insbesondere auf einer Karosserie
oder einem Karosserieteil eines Kraftfahrzeugs vor, wobei diese
Vorrichtung mindestens aufweist: eine Zuführeinrichtung für ein extrudiertes
Profil mit einem klebbaren und mit einem Schutzfilm bedeckten Befestigungsabschnitt;
einen automatisierten Verlegekopf für die in dem Profil durch Schneidemittel
geschnittene Dichtung; einen Roboter, welcher entweder das Teil
der Karosserie um den feststehenden automatisierten Kopf herum oder
den automatisierten Kopf um die feststehende Karosserie oder das
feststehende Karosserieteil herum handhabt, dadurch gekennzeichnet,
dass die Vorrichtung zur Verlegung zumindest Abtastmittel für das Vorhandensein
von Entlüftungslöchern und/oder Entwässerungslöchern in
dem Profil und/oder Perforationsmittel für zumindest eines dieser Löcher in dem
Profil aufweist.
-
In
einer allgemeinen Art und Weise kann das Profil kein Entlüftungsloch
oder Entwässerungsloch aufweisen,
kann das Profil Entlüftungslöcher in
regelmäßigen Abständen aufweisen,
oder kann das Profil gleichzeitig Entlüftungslöcher und Entwässerungslöcher aufweisen.
-
Welcher
Fall auch in Betracht gezogen wird, ist die Vorrichtung in einer
solchen Weise programmiert, dass sich ein perforiertes oder zu perforierendes
Entlüftungsloch
und/oder ein perforiertes oder zu perforierendes Entwässerungsloch
nicht am Anfangspunkt der Verlegung der Dichtung auf der Karosserie
oder auf dem Element der Karosserie bzw. dem Karosserieteil befindet,
und dass sich ein Entlüftungsloch
nicht in einer Ecke mit einem geringen Krümmungsradius der Karosserie
oder des Elementes der Karosserie befindet.
-
Die
Erfindung kann in anderen Bereichen zum Einsatz kommen als in der
Automobilindustrie, insbesondere zum Beispiel im Bauwesen.
-
Weitere
Vorteile, Merkmale und Details der Erfindung gehen aus der folgenden
ergänzender.
Beschreibung mit Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen hervor, welche
beispielhaft angegeben sind. hierbei zeigt:
-
1 eine
schematische Ansicht einer Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur
fortlaufenden Verlegung einer klebbaren Dichtung, wobei diese Vorrichtung
insbesondere ein Roboterhandhabungsgerät und einen automatisierten Verlegekopf
aufweist;
-
2 eine
Schnittansicht eines Beispiels einer von der Vorrichtung nach 1 verlegten
klebbaren Dichtung;
-
3 eine
schematische Draufsicht einer Ausführungsform eines automatisierten
Verlegekopfs der Dichtung;
-
4 eine
schematische Ansicht zum Illustrieren von Mitteln zur lokalen Erwärmung des
Profils, aus denen die Abdichtung kommt;
-
5 eine
perspektivische Ansicht eines Greifelementes, das von dem Roboterhandhabungsgerät der Vorrichtung
der 1 getragen ist;
-
6 eine
schematische Teilansicht zum Illustrieren der Verlegung der Dichtung
unter Berücksichtigung
der realen Abmessungen zwischen einer Tür und der Karosserie des Kraftfahrzeugs;
-
7 eine
schematische Ansicht zum Illustrieren des Herstellungsprinzips eines
Kraftfahrzeugs mit der Vor richtung zur fortlaufenden Verlegung nach 1;
-
8 eine
vereinfachte Ansicht einer weiteren Ausführungsform einer Vorrichtung,
bei welcher eine Dichtung durch einen beweglichen automatisierten
Kopf um eine fest stehende Tür
verlegt wird;
-
9 eine
vereinfachte Ansicht einer weiteren Ausführungsform einer Vorrichtung,
bei welcher eine Dichtung auf der Karosserie eines Kraftfahrzeugs
verlegt wird; und
-
10 eine
vereinfachte Ansicht einer weiteren Ausführungsform einer Vorrichtung,
bei welcher eine Dichtung einer Verglasung um eine Glasscheibe herum
verlegt wird.
-
In
einer allgemeinen Art und Weise betrifft die Erfindung eine Vorrichtung
zur dynamischen und fortlaufenden Verlegung einer Dichtung, insbesondere
einer klebbaren Dichtung, zum Beispiel auf der Karosserie oder einem
Element der Karosserie eines Kraftfahrzeugs in dem Bereich der Automobilindustrie.
Unter dem Begriff Karosserie ist global die Karosserie bzw. das
Chassis des Kraftfahrzeugs zu verstehen, welche eine Karosserie
bildet, und unter dem Begriff Element der Karosserie bzw. Karosserieteil
ist ein bewegliches Karosserieteil, wie zum Beispiel eine Tür, zu verstehen,
aber ebenfalls eine Verglasung auf deren Kontur die Vorrichtung
eine Abdichtung verlegt.
-
In
dem in 1 illustrierten Ausführungsbeispiel ist die Vorrichtung 1 zur
fortlaufenden Verlegung einer Dichtung 3a auf der Kontur
eines Karosserieteils, zum Beispiel einer Tür P, ausgebildet. Diese Vorrichtung 1 weist
insbesondere Folgen des auf: eine Zuführeinrichtung P1,
in welcher zum Beispiel auf einer Spule B1 ein
klebbares Dichtungsprofil 3 gespeichert ist; ein Handhabungsroboter
R, welcher eine Tür
P ergreift, die beispielsweise durch eine Wiegenaufhängung zugeführt worden
ist, um sie vor eine feste Einrichtung P2 zur
Verlegung zu bringen, welche insbesondere einen automatisierten
Kopf 10 aufweist, der zumindest eine aus der Zuführeinrichtung
P1 gezogene Dichtung 3a auf Länge in dem
Profil 3 abschneidet, um sie auf der beweglichen Tür P aufzubringen,
welche dann auf die Wiegenaufhängung
durch den Roboter R zurück
gebracht wird.
-
In 2 ist
die Form der Dichtung 3a dargestellt, welche zum Beispiel
einen im Wesentlichen ebenen Befestigungsabschnitt 4 aufweist,
der auf einer Seite von einem röhrenartigen
Dichtabschnitt 5 überragt
wird. Die freie Seite des Befestigungsabschnitts 4 nimmt
ein Klebesystem 6 auf, beispielsweise ein doppelseitiges
Klebeband, das mit einem Schutzfilm 7 bedeckt ist. Das
Dichtungsprofil 3 ist durch Extrusion oder Koextrusion
eines oder mehrerer Elastomerwerkstoffe, Thermoplaste oder thermoplastischer
Elastomere hergestellt worden, wobei das Klebesystem 6 auf
dem Profil nach dessen Extrusion oder Koextrusion aufgebracht wurde.
Das Profil 3 wurde danach mit einer großen Länge auf einem provisorischen
Träger
gespeichert bzw. gelagert, der zum Beispiel aus der Spule B1 bestehen
kann, die drehbar montiert ist (1).
-
Die
fest stehende Einrichtung P2 zur Verlegung
der 1 und 3 weist insbesondere den automatisierten
Kopf 10 zur dynamischen Verlegung einer Dichtung 3a auf,
die von der Spule B1 abgewickelt wird, indem sie von mindestens
zwei Antriebsrollenpaaren G1 und G2 gezogen wird, welche jeweils
auf dem Befestigungsabschnitt 4 und dem Dichtabschnitt 5 des
Profils 3 zur Anlage kommen. Der automatisierte Kopf 10 weist
zumindest Schneide mittel 20 für das Profil 3 mit
dem Schutzfilm 7 zum Abschneiden der Länge der Dichtung 3a im
Verlauf der Verlegung auf der Tür
P auf. Diese Schneidemittel 20 bestehen aus einem Schneidewerkzeug 22, das
auf einer Seite des Profils 3 angeordnet ist und von einem
beweglichen Träger 24 in
einer Hin- und Herbewegung getragen werden kann, und das mit einer
festen Gegenform 25 zusammenwirkt, die auf der anderen
Seite des Profils 3 angeordnet ist. Die Schneidemittel 20 sind
zum Beispiel zwischen den beiden Antriebsrollenpaaren G1 und G2
angeordnet.
-
Der
automatisierte Kopf 10 weist Greifmittel 30 für den Schutzfilm 7 des
Profils 3 auf, wenn das Profil 3 auf die Länge der
Dichtung 3a im Verlauf der Verlegung auf der Tür P abgeschnitten
wird, oder in dem Fall eines lokalen Abschneidens einer Dichtung, die
zum Beispiel einen teilweise oder vollständig abgeschnittenen Schutzfilm
auf einer Verglasung aufweist. Diese Greifmittel 30 für den Schutzfilm 7 können zum
Beispiel aus einer Kratzrolle 32 bestehen, welche auf dem
Befestigungsabschnitt 4 des Profils 3 abrollt
und an welcher der Schutzfilm 7 anhaftet, nachdem er von
dem Profil 3 abgelöst
worden ist. Die Kratzrolle 32 kann von einer der Antriebsrollen
G2 des Profils 3 angetrieben werden, welche ebenfalls eine
Mitnahmerolle 34 für
den Schutzfilm 7 zu einem Ablagebehälter 35 antreiben
kann.
-
Der
automatisierte Kopf 10 bringt die Dichtung 3a ohne
ihren Schutzfilm 7 auf der Tür P mittels zumindest einer
Druckrolle G4 auf, wobei diese Rolle ein
Motor ist und synchron mit den Antriebsrollen G1 und
G2 arbeitet.
-
In
einer allgemeinen Art und Weise besitzt eine auf einer Karosserie
oder einem Karosserieteil eines Kraftfahrzeugs verlegte Dichtung
Entlüftungslöcher 50 und
Entwässerungslöcher 52 auf,
welche in dem Dichtungsabschnitt 5 der Dichtung durchstochen
bzw. eingebracht sind. Derartige Löcher 50 und 52 sind
in 2 dargestellt. Das Profil 3 ist mit den Entlüftungslöchern 50 in
regelmäßigen Abständen perforiert,
während
die Entwässerungslöcher 52 nur dazu
vorgesehen sind, dass sie sich am unteren Abschnitt der Karosserie
oder des Karosserieteils befinden, wenn die Dichtung verlegt ist.
-
Im
Folgenden werden drei Fälle
für das
auf der Spule B1 gelagerte Profil 3 betrachtet,
nämlich: das
Profil 3 weist weder ein Entlüftungsloch noch ein Entwässerungsloch
auf; das Profil weist nur Entlüftungslöcher auf;
und das Profil weist gleichzeitig Entlüftungslöcher und Entwässerungslöcher auf.
-
Um
diese drei Fälle
behandeln zu können, weist
die automatisierte Vorrichtung 10 Mittel 60 zur Abtastung
von Entlüftungslöchern und
Entwässerungslöchern sowie
Perforationsmittel 62 für
diese Löcher
auf. Die Abtastmittel 60 für die Entlüftungslöcher 50 können zum
Beispiel aus einer Kamera 65 oder einem Laserstrahl bestehen.
Die Abtastmittel für die
Entwässerungslöcher können aus ähnlichen
Mitteln bestehen wie diejenigen für die Abtastung von Entlüftungslöchern und
sind in 3 nicht gezeigt. In einer allgemeinen
Art und Weise sind die Abtastmittel für die Entwässerungslöcher in Bezug auf die Abtastmittel
für die
Entlüftungslöcher winklig
versetzt angeordnet.
-
In
dem ersten Fall eines Profils ohne Entlüftungslöcher und Entwässerungslöcher detektieren die
Abtastmittel kein Vorhandensein dieser Löcher in dem Profil 3,
und die Perforationsmittel für
diese Löcher
werden in Abhängigkeit
des Startpunktes der Verlegung der Dichtung 3a auf der
Karosserie oder dem Karosserieteil in Betrieb genommen. Allerdings muss
es verhin dert werden, dass sich ein Entlüftungsloch 50 nicht
am Anfangspunkt der Verlegung der Dichtung 3a und in einer
Ecke mit geringem Krümmungsradius
der Karosserie oder des Karosserieteils befindet, und es muss sichergestellt
sein, dass sich ein Entwässerungsloch
nicht am Anfangspunkt der Verlegung der Dichtung befindet und dass es
in einem Bereich der Dichtung eingebracht bzw. perforiert wird,
welcher zur Unterseite der Karosserie oder des Karosserieteils korrespondiert.
Die Perforationsmittel 62 für die Löcher sind also dementsprechend
programmiert, wobei sie ebenfalls in der Lage sind, zusätzliche
Entlüftungslöcher einzubringen.
-
In
dem zweiten Fall eines Profils 3, welches nur Entlüftungslöcher 50 aufweist,
wie dies in 3 illustriert ist, kann angenommen
werden, dass der automatisierte Kopf 10 eine berechnete
Länge der Dichtung
so abschneiden könnte,
dass der Anfangs- bzw. Startpunkt der Verlegung der Dichtung auf
der Tür
P in die unmittelbare Nachbarschaft oder auf ein Entlüftungsloch 50 fällt, oder
dass sich ein Entlüftungsloch 50 gegenüber einer
Ecke, die scharfkantig ist oder einen geringen Krümmungsradius
aufweist, der Tür
P befindet. Um diese Schwierigkeiten zu beheben, detektieren die
Abtastmittel 60 die Position des ersten Entlüftungslochs 50 und
geben in Abhängigkeit
dieser Abtastung bzw. Detektion einen Befehl entweder an die Schneidemittel 20 zur
Ausführung eines
Abschneidens eines nicht wieder verwendbaren Abfallstücks oder
an den Roboter R, damit dieser den Anfangspunkt der Verlegung der
Dichtung 3a versetzt. Parallel dazu können die Perforationsmittel 62 für Entwässerungslöcher 52 in
Abhängigkeit
von der Position des Anfangspunkts der Verlegung und der Länge der
Dichtung 3a so gesteuert werden, dass sich das Loch 52 in
dem unteren Abschnitt der Karosserie oder des Karosserieteils befindet.
-
In
dem dritten Fall eines Profils 3, welches Entlüftungslöcher und
Entwässerungslöcher aufweist,
detektieren die Abtastmittel die Entlüftungslöcher und die Schneidemittel 20 schneiden
jeden Dichtung 3a auf eine solche Weise ab, dass sich keines
dieser Löcher
weder im Anfangspunkt der Verlegung der Dichtung 3a, noch
in einer Ecke mit geringem Krümmungsradius
der Karosserie oder des Karosserieteils befindet.
-
In
einer allgemeinen Art weist das Profil P in regelmäßigen Abständen und
in einer bekannten Weise Entlüftungslöcher 50 auf,
welche in seinem röhrenartigen
Dichtungsabschnitt 5 eingebracht bzw. perforiert sind.
Unter diesen Bedingungen ist in Betracht zu ziehen, dass der automatisierte
Kopf 10 eine berechnete Länge der Dichtung so abschneiden könnte, dass
der Anfangspunkt der Verlegung der Dichtung auf der Tür P in die
unmittelbare Nachbarschaft oder auf ein Entlüftungsloch 50 fällt, oder
dass sich ein Entlüftungsloch 50 gegenüber einer
Ecke, die scharkantig ist oder einen geringen Krümmungsradius aufweist, der
Tür P befindet.
Zur Behebung dieser Schwierigkeiten kann ein Prüfmittel 60 zur Detektierung
der Position des ersten Entlüftungslochs 50 vorgesehen
sein und in Abhängigkeit
von dieser Detektion einen Befehl entweder an die Schneidemittel 20 zur
Ausführung
eines Abschneidens eines nicht wieder verwendbaren Abfallstücks des
Profils oder an den Roboter R zur Versetzung des Anfangspunkts der
Verlegung der Dichtung 3a geben. Dieses Steuermittel 60 kann
zum Beispiel aus einer Kamera, einem Pointer oder einem Laserstrahl
gebildet sein.
-
Wie
in 4 illustriert ist, kann der automatisierte Kopf 10 auch
Mittel 70 zur lokalen Erwärmung des Profils 3 vor
seiner Montage aufweisen, um es in einer solchen Weise zu formen,
dass seine Schwächung
in einer Ecke mit geringem Radius der Tür P gering ausfällt. In
einer allgemeinen Art und Weise besitzen diese Mittel 70 die
Funktion, den Dichtungsabschnitt 5 des Profils 3 zu
erwärmen,
damit die Spannungen der zukünftigen
Dichtung in einer Ecke mit einem geringen Krümmungsradius der Tür P nachlassen.
Die Mittel 70 zur Erwärmung
können zum
Beispiel aus Warmluft, einer IR-Quelle oder Mikrowellen gebildet
sein, wobei diese Mittel fest stehend ausgebildet sein können oder
auf einer Schiene 72 mit der Abrollgeschwindigkeit des
Profils 3 verstellbar sind, um die Erwärmungszeit zu verstärken.
-
Die
Vorrichtung 1 zur Verlegung kann auch Mittel aufweisen,
um eine stumpfe Verschweißung der
beiden Enden einer Dichtung sicherzustellen, damit diese beiden
Enden miteinander verbunden sind, und wobei auf diese Weise möglicher
Eintritt von Wasser, Staub oder Lärm bzw. Geräuschen in den Fahrgastraum
des Fahrzeugs vermieden wird. Diese Mittel können zum Beispiel den Gebrauch
eines PE-Films einfügen.
-
Die
Vorrichtung zur Verlegung kann Mittel zum Verbinden des Endes einer
Länge eines
auf einer Spule gespeicherten Profils mit dem Ende einer anderen
Länge eines
auf einer anderen Spule gespeicherten Profils aufweisen, um das
menschliche Einschreiten bei der Speisung des automatisierten Kopfs
zu reduzieren. Diese Mittel können
in der Gestalt eines Schweißsystems
mit heizbarer Klinge mit oder ohne Werkstoffzufuhr ausgebildet sein.
In dem Fall einer Dichtung aus Elastomer, könnte der Zusatzwerkstoff ein
Elastomer, ein thermoplastisches Elastomer oder ein Thermoplast
sein, wohingegen in dem Fall einer Dichtung aus einem thermoplastischen
Elastomer oder einem Thermoplast es möglich ist, nicht auf einen
Zusatzwerkstoff zurückzugreifen.
-
In
einer allgemeinen Art und Weise muss jede Dichtung auf einer Karosserie
oder einem Karosserieteil mit der größtmöglichen Präzision verlegt werden, und
es erscheint notwendig, Mittel für
diesen Zweck vorzusehen.
-
Mit
Bezugnahme auf 5 kann der Handhabungsroboter
R der Tür
P diese mittels einer Greifeinrichtung 100 erfassen, die
einen Körper 102 aufweist,
der mit dem Roboter verbunden ist und mit einem Saugnapf 104 abschließt, welcher
zur Befestigung auf der Tür
P geeignet ist. Der Körper 102 ist seitlich
auf einer Seite durch einen Träger
mit zwei Armen 106 verlängert,
deren freie Enden jeweils zwei Ansätze 108 aufweisen,
die dazu geeignet sind, mit beispielsweise zwei Gelenkscharnieren 110 der
Tür P in
Eingriff zu kommen. Der Körper 102 ist
seitlich auf der anderen Seite durch einen Arm 112 verlängert, dessen
freies Ende einen Präzisionsmarkierungssensor 114,
beispielsweise einen optischen Sensor, für den Schließhaken 116 der
Tür P.
Jede Tür P
wird auf diese Weise von dem Roboter R in einer gleichen Referenzposition
aufgenommen.
-
In
einer allgemeinen Art und Weise ist die Dichtung zwischen einer
Karosserie und einem beweglichen Karosserieteil montiert, und die
Position der Dichtung auf der Karosserie oder dem beweglichen Karosserieteil
muss so beschaffen sein, dass die Stauchung der Dichtung für alle auf
dem Montageband produzierten Fahrzeuge konstant ist. Zu diesem Zweck
wird gemäß der Erfindung
der dimensionsgerechte reale Luftspalt, der zwischen der Karosserie
C und dem beweglichen Karosserieteil O zum Beispiel in zwei Bereichen
vorhanden ist, so berechnet, dass möglicherweise die Befestigungsposition der
Dichtung 3a gemäß dem Pfeil
F versetzbar ist, um Fertigungsschwankungen des beweglichen Karosserieteils
O und der Karosserie C aufzufangen, welche von einem Fahrzeug zu
einem anderen variieren können
(6)
-
Außerdem durchlaufen
die mit ihren Türen ausgerüsteten Karosserien
auf einem Fabrikationsband eines Kraftfahrzeugs eine Lackiervorrichtung, dann
teilt sich das Band auf zwei Bänder
auf, um eine Transportkette bzw. ein Transportband CT1 der
Karosserien C und eine Transportkette CT2 der
Türen P zu
bilden, die zum Beispiel von den Karosserien C abgenommen sind und
durch Gondeln N transportiert werden, wie dieses schematisch in 7 gezeigt
ist. Zur Messung der realen Abmessung, die zwischen einer Karosserie
C und einer Tür
P vorhanden ist, kann die Vorrichtung 1 gemäß der Erfindung
ein Steuer- und Prüfsystem
S aufweisen, welches sich in ein erstes Untersystem S1,
das die Karosserie C prüft,
und in ein zweites Untersystem S2 aufspaltet, das
die Verlegung einer Dichtung 3a auf einer Tür P sicherstellt
und welches die Vorrichtung 1 zur Verlegung integriert,
wobei diese beiden Untersysteme S1 und S2 von einer Steuer- und Prüfeinheit
U gesteuert werden. Jedes Prüf-Untersystem S1 und S2 kann eine Bilderzeugung
durch Kamera, ein Laser-/Pointerstrahlsystem oder ein weiteres zwei-
oder dreidimensionales Abtastprüfsystem
sein, und es könnte
sich entweder fortlaufend auf die Integralität bzw. Vollständigkeit
der Dichtung indexieren oder sich vorteilhafterweise nur auf eine
Anzahl von Schlüsselpunkten
indexieren, wie zum Beispiel die Position der Scharniere, des Schließhakens,
einer oberen Ecke der Tür
und/oder einer Stütze
bzw. Strebe auf der Tür,
die zum Beispiel eine fest stehende Glasscheibe oder einen Rückspiegel
trägt.
Ausgehend von den gemessenen Daten könnte die Steuer- und Prüfeinheit
U die Trajektorie der Verlegung der Dichtung 3a auf der
Tür P modifizieren.
Selbstverständlich
sind die beiden Untersysteme S1 und S2 invers, wenn die Verlegung
der Dichtung auf den Karosserien C erfolgt.
-
In
den 8 bis 10 sind Ausführungsvarianten der in 1 illustrierten
Vorrichtung zur Verlegung schematisch dargestellt.
-
In
dem Fall der 8 wird der automatisierte Kopf 10 von
dem Handhabungsroboter R getragen, welcher ihn längs der Kontur einer fest gehaltenen Tür P verstellt.
In dem Fall der 9 trägt der Roboter R den automatisierten
Kopf 10 und verlegt die Dichtung 3a auf der Kontur
der fest stehenden Karosserie, die danach ihre Tür P erhält. In dem Fall der 10 ist
das von dem Roboter R getragene Bauteil eine Glasscheibe V, auf
welcher der fest stehende automatisierte Kopf 10 eine Dichtung
verlegt.