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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Gasgenerator zum Aufblasen
eines Airbags und im Besonderen auf einen Gasgenerator, der die Gasabgabeleistung
entsprechend dem Schweregrad eines Crashs sowie der Größe und der
Position eines Fahrzeuginsassen passend abstimmen kann.
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Ein
Gasgenerator wird in einem Kraftfahrzeug verwendet, um ein aufblasbares
Luftkissen während
eines Crashs schnell zu füllen.
Aufblasbare Luftkissen sind im Fachgebiet als Airbags allgemein bekannt.
Kraftfahrzeuge können
mehrere Airbags aufweisen, die mit Füllgas von Gasgeneratoren gefüllt werden,
um die Fahrzeuginsassen bei einem Crash vor Verletzungen zu schützen. Ein
pyrotechnischer Gasgenerator erzeugt durch Verbrennen eines Treibstoffes
ein Füllgas.
Der Treibstoff ist eine Mischung aus einem Brennstoff und einem
Oxidationsmittel und erzeugt auf die Zündung hin gasförmige Verbrennungsprodukte.
Der pyrotechnische Gasgenerator kann eine oder mehrere Kammern aufweisen,
die Treibstoff enthalten. Ein pyrotechnischer Gasgenerator, der
Treibstoff in zwei Kammern aufweist, die unabhängig voneinander durch zwei
Zünder
gezündet
werden, wird in diesem Dokument als zweistufiger Gasgenerator bezeichnet.
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Ein
zweistufiger Gasgenerator weist mehrere Betriebsszenarien auf. Beim
ersten Szenario wird nur eine erste Stufe aktiviert, wodurch eine
fest vorgegebene Menge des Füllgases
erzeugt wird. Beim zweiten Szenario wird die erste Stufe aktiviert
und nach einer vorgegebenen Verzögerung
wird eine zweite Stufe aktiviert. Beim dritten Szenario werden die
erste Stufe und die zweite Stufe gleichzeitig aktiviert. Das Profil
der Gasabgabeleistung, das eine Kennlinie des Gasdruckes im Airbag
in Abhängigkeit der
Zeit ist, variiert bei allen Zündszenarien.
Der zweistufige Gasgenerator besitzt die Flexibilität, die Gasabgabeleistung
so passend abzustimmen, dass den verschiedenen Größen und
Positionen der Fahrzeuginsassen ein maximaler Schutz geboten wird.
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Es
wurden viele zweistufige Gasgeneratoren entwickelt. JP-A-11059318
bezieht sich auf einen Airbag-Gasgenerator, der ein Gehäuse sowie
eine obere Brennkammer (
2), die im oberen Teil des Gehäuses (
9)
ausgebildet ist, und eine untere Brennkammer (
3) umfasst,
die im unteren Teil des Gehäuses (
10)
ausgebildet ist. Das Gehäuse
ist in die zwei Brennkammern (
2,
3) mittels einer
Teilerplatte (
4) unterteilt, die im unteren Teil (
10)
des Gehäuses
positioniert ist. Jede der Kammern (
2,
3) ist
mit einer Zündvorrichtung
(
7,
8) versehen, die im unteren Teil des Gehäuses (
10)
befestigt ist. Eine andere Variante umfasst einen trommelförmigen Gasgenerator,
der eine Teilerplatte aufweist, die sich quer zur Länge des Gasgenerators
erstreckt, wodurch der Gasgenerator in zwei Stufen oder Brennkammern
unterteilt ist. In
US 6 199 906 und
in US 2003/0030259A1 wird ein trommelförmiger Gasgenerator gelehrt,
der eine erste und eine zweite Gasbrennkammer aufweist, die in einer
Weise angeordnet sind, bei der eine Brennkammer oben auf die andere
Brennkammer gestapelt ist. Wegen des in der Branche der Sicherheitsrückhaltesysteme
vorhandenen Bedarfs an zweistufigen Gasgeneratoren besteht der Wunsch,
billigere und zuverlässigere
zweistufige Gasgeneratoren zu konstruieren.
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Der
Gasgenerator der vorliegenden Erfindung ist ein zweistufiger Gasgenerator,
der eine erste Brennkammer und eine zweite Brennkammer aufweist.
Ein Treibstoff ist in der ersten Brennkammer vorhanden und zusätzlich ist
ein Treibstoff in der zweiten Brennkammer enthalten. Der Treibstoff
in den Brennkammern wird durch getrennte Zündmittel gezündet. Ein
Gasgenerator gemäß der vorliegenden
Erfindung kann Füllgas
freisetzen, das nur von der Verbrennung des Treibstoffes in der
ersten Brennkammer stammt. Der Gasgenerator kann Füllgas entweder
von der ersten oder von der zweiten Brennkammer freisetzen und nach
einem vordefinierten Zeitablauf Gas von der anderen Brennkammer freisetzen.
Der Gasgenerator kann zum gleichen Zeitpunkt Füllgas freisetzen, das von der
ersten Brennkammer und der zweiten Brennkammer stammt.
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Ein
Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die Aufnahme einer Teilerplatte,
die mit der Innenseite einer umlaufenden Naht zwischen dem Gehäuseunterteil
und dem Gehäuseoberteil
Berührungspunkte
hat. Die Teilerplatte dient dazu, den Gasgenerator in zwei Brennkammern
zu unterteilen. Die Teilerplatte weist eine im Allgemeinen flache
Form auf.
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Ein
weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung eines
Verstärkerrohres.
Das Verstärkermaterial
füllt den
Raum im Verstärkerrohr aus
und die Zündung
des ersten Zünders
zündet
die Verstärkerpellets
im Verstärkerrohr,
die wiederum den Treibstoff in der ersten Brennkammer zünden. Das
Verstärkerrohr
ist teilweise mittels einer Presspassung in einer Öffnung in
der Teilerplatte angebracht. Infolge der Presspassung und einer
zylindrischen Auskragung, die sich von der Teilerplatte aus hin
zum Gehäuseoberteil
erstreckt, kann das Füllgas von
der zweiten Brennkammer nicht in die erste Brennkammer gelangen.
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Ein
weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung von
zwei Filtern. Die Verbrennung des Treibstoffes in einer ersten Brennkammer
erzeugt ein heißes
Füllgas,
das nur durch den ersten Filter wandert. Die Verbrennung des Treibstoffes
in der zweiten Brennkammer erzeugt ein heißes Füllgas, das nur durch den zweiten
Filter strömt.
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1 ist
ein Querschnitt des Gasgenerators der vorliegenden Erfindung.
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2 ist
eine Explosionsdarstellung des Gasgenerators der vorliegenden Erfindung.
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3 ist
ein Querschnitt einer alternativen Ausführungsform des Gasgenerators
im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung.
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In
den 1 und 2 stellt ein Gasgenerator 10 gemäß der vorliegenden
Erfindung Füllgas zum
Füllen
eines gefalteten Airbags (nicht dargestellt) bereit. Der Gasgenerator 10 weist
ein Gehäuseunterteil 12 auf,
das mittels einer Stumpfnaht oder einem sonstigen geeigneten Mittel
an einem Gehäuseoberteil 11 fest
angebracht ist. Die Ausdrücke „obere(r/s)" bzw. „Ober-" und „untere(r/s)" bzw. „Unter-", wie sie hier in
der Beschreibung und in den Patentansprüchen verwendet werden, sind
so zu verstehen, dass sie sich nach der Montage des Gasgenerators
auf relative Orte der Bauteile eines Gasgenerators beziehen. Die
Gehäuse
sind aus einem metallischen Material, wie z.B. Stahl, Baustahl und
dergleichen, hergestellt. Das Gehäuseunterteil weist eine schalenförmige Anordnung
mit einer Vielzahl von zweiten Austrittsöffnungen 14 auf, die
um den Umfang desselben herum angeordnet sind. Das Gehäuseunterteil
weist eine erste Öffnung 16 für die Aufnahme
der ersten Zünderhaltevorrichtung 20 und eine
zweite Öffnung 17 für die Aufnahme
der zweiten Zünderhaltevorrichtung 21 auf.
Die erste Öffnung 16 weist
eine im Allgemeinen runde Form auf und die zweite Öffnung 17 weist
ebenso eine im Allgemeinen runde Form auf. Sowohl die erste Öffnung 16 als auch
die zweite Öffnung 17 sind
mit einem Abstand zur Mittelachse 45 des Gasgenerators 10 angeordnet.
Das Gehäuseoberteil 11 weist
außerdem
eine schalenförmige
Anordnung mit einer Vielzahl von ersten Austrittsöffnungen 13 auf,
die um den Umfang desselben herum angeordnet sind. Die ersten Austrittsöffnungen 13 stellen
einen Durchgang für
das Füllgas
bereit, das von der ersten Brennkammer 42 erzeugt wird,
damit es aus dem Gasgenerator 10 austritt und die zweiten Austrittsöffnungen 14 stellen einen
Durchgang für
das Füllgas
von der zweiten Brennkammer 43 bereit, damit es den Gasgenerator 10 verlässt.
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Ein
erster Zünder 37 wird
in der ersten Zünderhaltevorrichtung 20 und
ein zweiter Zünder 38 wird
in der zweiten Haltevorrichtung gehalten. Der erste Zünder 37 und
der zweite Zünder 38 weisen
die gleichen physikalischen Bauteile auf und arbeiten in der gleichen
Weise, der erste Zünder 37 unterscheidet
sich aber hinsichtlich der Zündmaterialladung vom
zweiten Zünder 38.
Der erste Zünder 37 zündet den
Treibstoff 34 in der ersten Brennkammer 42, während der
zweite Zünder 38 den
Treibstoff 34 in der zweiten Brennkammer 43 zündet. Der
Gasgenerator 10 in 1 weist
eine erste Brennkammer 42 auf, die hinsichtlich des Volumens
größer ist
als die zweite Brennkammer 43 und daher ist die Zündmaterialladung
für den
ersten Zünder 37 größer als
die für den
zweiten Zünder 38.
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Der
Zünder
kommuniziert elektrisch mit einem elektronischen Steuergerät (nicht
dargestellt), das sich in einem Fahrzeug befindet. Der elektrische Zünder weist
zwei Elektroden auf, die gegeneinander isoliert sind. Die Elektroden
weisen einen Brückendraht
auf, der die zwei Elektroden verbindet, und der Brückendraht
ist in mehrere Lagen des Zündmaterials,
z.B. von Zirkonium-Kalium-Perchlorat, eingebettet. Der Brückendraht
weist einen hohen Widerstand auf und während des Stromflusses durch
den Brückendraht
erzeugt der Brückendraht
eine ausreichende Wärme,
um das Zündmaterial
zu zünden. Das
elektronische Steuergerät
empfängt
elektrische Signale von einem oder mehreren Crashsensoren und Fahrzeuginsassensensoren.
Wenn das elektronische Steuergerät
ermittelt, dass ein Crash unmittelbar bevorsteht oder auftritt,
sendet das elektronische Steuergerät ein Zündsignal an den Zünder, was
das Zünden
des Zünders
bzw. das Anzünden
des darin befindlichen Zündmaterials
zur Folge hat. Es ist vorgesehen, dass jeder geeignete Zünder in
einem Gasgenerator, wie in der vorliegenden Erfindung beschrieben,
eingesetzt werden kann, der einen Zünder mit einer Halbleiterbrücke oder
einer sonstigen geeigneten Heizquelle anstelle des Brückendrahtes umfasst.
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Der
erste Zünder 37 wird
in der ersten Zünderhaltevorrichtung 20 gehalten.
Jetzt wird auf 1 Bezug genommen. Das Verstärkerrohr 23 ist
mittels einer Presspassung fest auf der ersten Zünderhaltevorrichtung 20 angebracht.
Das Verstärkerrohr 23 ist mit
Verstärkerpellets 36 gefüllt, die
eine pyrotechnische Mischung sind, die mittels des ersten Zünders 37 gezündet wird.
Die Verstärkerpellets 36 verbrennen
schnell, um heiße
Verbrennungsgase zu liefern, die den ersten Treibstoff 34 zünden. Ein
Distanzstück 40 ist
im Verstärkerrohr 23 angeordnet,
und zwar in dem Teil, der den geringsten Abstand zum Gehäuseoberteil 11 hat.
Das Distanzstück 40 ist
aus einem keramischen Material oder einem sonstigen geeigneten Material
hergestellt und wird für
die Verstärkerpellets 36 als
Abriebschutz und Rasselschutz verwendet. Das Verstärkerrohr 23 weist
eine Vielzahl von Verstärkerrohrlöchern 22 auf,
die um den Umfang desselben herum im Bereich des Verstärkers angeordnet sind,
der in der ersten Brennkammer 42 liegt. Die von der Verbrennung
der Verstärkerpellets 36 erzeugten Verbrennungsgase
wandern durch die Verstärkerrohrlöcher 22 hindurch
in die erste Brennkammer 42. Der hinterste Teil 41 des
Verstärkerrohres 23 ist
am Gehäuseoberteil 11 durch
Schweißen
oder ein sonstiges geeignetes Befestigungsmittel fest angebracht. Diese
Befestigung des Verstärkerrohres 23 am
Gehäuseoberteil 11 schließt aus,
dass sich bei der Verbrennung des Treibstoffes das Gehäuse während des
Zeitrahmens der erhöhten
Verbrennungsdrücke ausbeult.
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Der
Treibstoff 34 ist in der ersten Brennkammer 42 vorhanden.
Die erste Brennkammer 42 ist als der Bereich definiert,
der das Verstärkerrohr 23 umgibt
und der von dem ersten Filter 33, der Teilerplatte 26 und
dem Gehäuseoberteil 11 umgeben
wird. Die Verstärkerpellets 36 aus
dem Verstärkerrohr 23 zünden den
Treibstoff 34 in der ersten Brennkammer 42. Der
Treibstoff ist ein pyrotechnisches Material, das schnell verbrennt,
um das Füllgas
zu erzeugen, das zum Aufblasen eines Airbags nützlich ist. Das Füllgas, das
durch die Verbrennung des Treibstoffes 34 in der ersten
Brennkammer 42 erzeugt wird, wandert nur durch den ersten
Filter 33 und tritt aus dem Gasgenerator 10 über die
ersten Austrittsöffnungen 13 aus.
Der erste Filter 33 dient als Wärmesenke, um das heiße Füllgas zu
kühlen.
Der erste Filter 33 fängt außerdem die
Feststoffteilchen oder Schlacke auf, die aufgrund der Verbrennung
des Treibstoffes erzeugt werden bzw. wird, um zu verhindern, dass
die Feststoffteilchen in das Airbagluftkissen eintreten. Der erste
Filter 33 ist aus einem zusammengedrückten Metalldrahtgestrick oder
einem anderen geeigneten Material hergestellt.
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In 2 weist
der erste Filter 33 einen vergrößerten Teil 39 oder
einen Bereich erhöhter
Dicke an einem Längsende,
distal von der Teilerplatte 26, auf. Der erste Filter 33 wird
durch den vergrößerten Teil 39 und
die Zünderhaltevorrichtungen
in seiner Position gesichert. Der erste Filter 33 kann
außerdem dadurch
gesichert werden, dass der vergrößerte Teil 39 oben
auf dem ersten Filter 33 platziert wird. Der vergrößerte Teil 39 des
ersten Filters 33 stellt sicher, dass ein Luftspalt oder
eine Luftkammer 46 zwischen der Außenfläche des ersten Filters 33 und
dem Gehäuseoberteil 11 existiert.
Die Luftkammer 46 verhindert, dass der erste Filter 33 möglicherweise
die Austrittsöffnungen
zusetzt, was geschehen kann, wenn der erste Filter 33 schmilzt
und der erste Filter 33 sich in unmittelbarer Nähe oder
in engem Kontakt mit dem Gehäuseoberteil 11 befindet.
Die Luftkammer 46 ist von Vorteil, da sie die Verteilung
des Füllgases über den
gesamten ersten Filter 33 hinweg erleichtert. Ohne die
Luftkammer 46 müsste
das Füllgas
in den Bereich des Filters wandern, der ganz eng an den ersten Austrittsöffnungen 13 anliegt.
Die ersten Austrittsöffnungen 13 sind
durch eine Berstfolie 44 abgedeckt, die aus einem dünnen, metallischen
Material besteht, das über
die ersten Austrittsöffnungen 13 geklebt
ist.
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Der
zweite Zünder 38 zündet einen
Verstärkerkreisring 35,
der wiederum den Treibstoff 34 in der zweiten Brennkammer 43 zündet. Der
zweite Zünder 38 wird
mittels Quetschen oder eines sonstigen geeigneten Befestigungsmittels
in der zweiten Zünderhaltevorrichtung 21 gehalten.
Die zweite Zünderhaltevorrichtung 21 ist
am Gehäuseunterteil 12 mittels Schweißen, z.B.
Laserschweißen,
angebracht. Wie in 1 ersichtlich, nimmt eine Vertiefung 30 in
der Teilerplatte 26, die zum Gehäuseunterteil 12 zeigt, teilweise
den Verstärkerkreisring 35 auf.
Der Verstärkerkreisring 35 ist
mittels einer Presspassung um den Metalltopf des zweiten Zünders 38 herum
angebracht und in seiner Position gesichert. Der Verstärkerkreisring 35 ist
aus einem pyrotechnischen Material hergestellt, das schnell verbrennt.
Der Treibstoff 34 in der zweiten Brennkammer 43 füllt den
Raum aus, der die zweite Zünderhaltevorrichtung 21 und
das Verstärkerrohr 23 umgibt.
Das Gehäuseunterteil 12,
der zweite Filter 24 und die Teilerplatte 26 umgeben
die zweite Brennkammer 43. Der zweite Filter 24 weist einen
vergrößerten Teil 25 oder
einen Bereich erhöhter
Dicke an einem Längsende,
distal von der Teilerplatte 26, auf, wodurch eine Luftkammer 46 zwischen dem
Gehäuseunterteil 12 und
dem zweiten Filter 24 entsteht. Die zweiten Austrittsöffnungen 14 weisen eine
dünne,
metallische Berstfolie 44 auf, die durch Kleben am Gehäuseunterteil 12 angebracht
ist, um die zweiten Austrittsöffnungen 14 abzudecken.
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The
Teilerplatte 26 trennt die erste Brennkammer 42 von
der zweiten Brennkammer 43 ab. Die Teilerplatte 26 weist
in Radialrichtung mit der Innenseite der umlaufenden Naht 47 zwischen
dem Gehäuseunterteil 12 und
dem Gehäuseoberteil 11 Berührungspunkte
auf; die Teilerplatte 26 erstreckt sich quer zum gesamten
Gasgenerator 10. Die Teilerplatte 26 ist im Gasgenerator 10 unterhalb
einer Ebene angeordnet, die durch die zweiten Austrittsöffnungen 14 hindurch
verläuft
und einer Ebene, die durch die ersten Austrittsöffnungen 13 hindurch
verläuft.
Die ersten Austrittsöffnungen 13 bei
der vorliegenden Erfindung sind auf der gleichen Ebene angeordnet
und ebenso sind die zweiten Austrittsöffnungen 14 auf der
gleichen Ebene angeordnet. Es ist vorhergesehen, dass die ersten
Austrittsöffnungen 13 und
die zweiten Austrittsöffnungen 14 in
zwei oder mehr Reihen angeordnet sein können. Folglich wäre die Teilerplatte 26 unterhalb
der Ebene angeordnet, die durch die höchsten ersten Austrittsöffnungen
und die untersten zweiten Austrittsöffnungen 14 hindurch
verläuft.
Der Gehäuseunterteil 12 weist
einen Absatz 15 auf, der dazu dient, die ordnungsgemäße Positionierung
der Teilerplatte 26 im Gasgenerator 10 sicherzustellen.
Bei der Montage wird die Teilerplatte 26 auf dem Absatz 15 des
Gehäuseunterteils 12 platziert; durch
das Schweißen
des Gehäuseunterteils 12 an das
Gehäuseoberteil 11 wird
die Teilerplatte 26 sowohl am Gehäuseunterteil 12 als
auch am Gehäuseoberteil 11 fest
angebracht. Ungefähr
die Hälfte
der Dicke der Teilerplatte 26 ist am Gehäuseunterteil 12 fest
angebracht und ungefähr
die Hälfte
der Dicke der Teilerplatte 26 ist am Gehäuseoberteil 11 fest
angebracht. Die Teilerplatte 26 weist eine Öffnung 31 durch
dieselbe auf, die im Wesentlichen den gleichen Durchmesser aufweist
wie der Durchmesser der Außenfläche des
Verstärkerrohres 23.
Die Teilerplatte 26 weist eine zylindrische Auskragung 32 auf,
die sich von der Teilerplatte 26 aus hin zum Gehäuseoberteil 11 erstreckt.
Außerdem
wird bei der vorliegenden Erfindung eine zylindrische Auskragung 32 in
Erwägung
gezogen, die sich von der Teilerplatte 26 aus hin zum Gehäuseunterteil 12 erstreckt.
Die zylindrische Auskragung 32 vergrößert die Flächenausdehnung der Teilerplatte 26,
die am Verstärkerrohr 23 anliegt,
wodurch die Wahrscheinlichkeit einer sympathetischen Zündung verringert
wird. Die sympathetische Zündung
tritt auf, wenn das Füllgas
von einer Brennkammer den Treibstoff in der anderen Brennkammer
zündet.
Da das Verstärkerrohr 23 mittels
einer Presspassung fest in der Teilerplatte 26 angebracht
ist und die Teilerplatte 26 eine zylindrische Auskragung 32 aufweist,
besteht nur eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass das Füllgas von
einer Brennkammer durch die Öffnung 31 hindurch
zu der anderen Brennkammer wandert. Die Teilerplatte 26 enthält außerdem eine
Vertiefung 30 zur teilweisen Aufnahme eines Verstärkerkreisringes 35.
Die Vertiefung 30 und die Öffnung 31 in der Teilerplatte 26 sind mit
einem Abstand zur Mittelachse 45 angeordnet.
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Der
Gasgenerator 10 bei der vorliegenden Erfindung weist zwei
einzelne Zündketten
auf. Ein erster Zünder 37 löst die erste
Zündkette
aus, während
der zweite Zünder 38 die
zweite Zündkette
zündet.
Der erste Zünder 37 und
der zweite Zünder 38 weisen
jeweils ein Zündmaterial,
z.B. Zirkonium-Kalium-Perchlorat,
auf. Das Zündmaterial
vom ersten Zünder 37 zündet die
Verstärkerpellets 36 im
Verstärkerrohr 23 und
das Zündmaterial
vom zweiten Zünder 38 zündet ebenso
den Verstärkerkreisring 35.
Die Verstärkerpellets 36 und
der Verstärkerkreisring 35 sind
aus einem pyrotechnischen Material hergestellt, das einen Brennstoff
und ein Oxidationsmittel aufweist. Der Brennstoff kann aus einer
oder mehreren der folgenden Komponenten ausgewählt werden: Triazol, Tetrazol,
Aminotetrazol, Nitroguanidin, Guanidinnitrat und dergleichen. Das
Oxidationsmittel kann aus einer oder mehreren der folgenden Komponenten
ausgewählt
werden: Oxide, Nitrate, Ammoniumnitrat, Chlorate und dergleichen.
Die Verstärkerpellets
und der Verstärkerkreisring
können
die gleiche chemische Formulierung aufweisen. Die Verstärkerpellets 36 zünden den
Treibstoff 34 in der ersten Brennkammer 42 und
der Verstärkerkreisring 35 zündet den
Treibstoff 34 in der zweiten Brennkammer 43. Der
Treibstoff ist ein pyrotechnisches Material, das einen Brennstoff
und ein Oxidationsmittel enthält.
Für den
Brennstoff können
eine oder mehrere der folgenden Komponenten verwendet werden: Triazol,
Tetrazol, Aminotetrazol, Nitroguanidin, Guanidinnitrat und dergleichen.
Für das
Oxidationsmittel können
eine oder mehrere der folgenden Komponenten verwendet werden: Oxide,
Nitrate, Ammoniumnitrat, Chlorate und dergleichen. Die Verstärkerpellets 36,
der Verstärkerkreisring 35 und
der Treibstoff können
aus dem gleichen Brennstoff und Oxidationsmittel hergestellt sein.
Die Verstärkerpellets 36 und
der Verstärkerkreisring 35 verbrennen
normalerweise bei einer Temperatur, die höher ist als bei der Verbrennung
des Treibstoffes. Die Verstärkerpellets 36 zünden den Treibstoff 34 in
der ersten Brennkammer 42 schnell und der Verstärkerkreisring 35 zündet den
Treibstoff 34 in der zweiten Brennkammer 43 schnell.
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3 zeigt
eine alternate Ausführungsform des
Gasgenerators 10 der vorliegenden Erfindung, wobei die
erste Brennkammer 42 ein kleineres Volumen aufweist als
die zweite Brennkammer 43. Es ist vorgesehen, dass die
erste Brennkammer 42 das gleiche Volumen wie die zweite
Brennkammer 43 aufweisen kann. Die Teilerplatte beim Gasgenerator 10 in 3 befindet
sich näher
am Gehäuseoberteil 11 als
dies beim Gasgenerator 10, der in 1 dargestellt
ist, der Fall ist. Ein weiterer Unterschied zwischen den Gasgeneratoren 10 in
den 3 und 1 ist die Position des ersten
Zünders 37,
Der erste Zünder 37 ist
beim Gasgenerator, der in 3 dargestellt
ist, mit dem Ende des Gehäuseunterteils 12 bündig, wohingegen
der erste Zünder 37 beim
Gasgenerator, der in 1 dargestellt ist, bis über das Ende
des Gehäuseunterteils 12 hinaus
hervorsteht. Das Verstärkerrohr 23 des
Gasgenerators in 3 weist einen Flansch 50 auf,
der verhindert, dass Leckströme
des Füllgases
von einer Brennkammer in die andere Brennkammer entstehen. Der Flansch 50 verringert
die Durchbiegung der Teilerplatte 26 zum Gehäuseoberteil 11 hin,
und zwar während
der Zeiträume,
in denen der Innendruck der zweiten Brennkammer 43 kleiner
ist als der der ersten Brennkammer 42.
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Beim
Beginn eines Crashs sendet das elektronische Steuergerät (nicht
dargestellt) ein Zündsignal
an den Gasgenerator 10. Die bei der vorliegenden Erfindung
in Erwägung
gezogenen Zündszenarien
umfassen: eine einstufige Abgabeleistung, eine verzögerte Abgabeleistung
und eine volle Abgabeleistung, Zu einer einstufigen Abgabeleistung
kommt es, wenn nur der erste Zünder 37 ein
Zündsignal empfängt, das
dazu führt,
dass das Füllgas
von der ersten Brennkammer 42 freigesetzt wird. Zu einer verzögerten Abgabeleistung
kommt es, wenn der erste Zünder 37 betätigt und
nach einer vorgegebenen Zeitspanne der zweite Zünder 38 gezündet wird. Zu
einer verzögerten
Abgabeleistung kann es außerdem
kommen, wenn der zweite Zünder 38 betätigt und
nach einer vorgegebenen Zeitspanne der erste Zünder 37 gezündet wird.
Zu einer vollen Abgabeleistung kommt es, wenn der erste Zünder 37 und
der zweite Zünder 38 gleichzeitig
gezündet
werden.
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Auf
den Empfang eines elektrischen Signals hin wird der erste Zünder 37 betätigt, wodurch
das Zündmaterial
gezündet
wird, das wiederum die Verstärkerpellets 36 zündet. Die
heißen
Verbrennungsgase von der Verbrennung der Verstärkerpellets 36 strömen schnell
durch die Löcher
des Verstärkerrohres 23 hindurch
in die erste Brennkammer 42. Folglich wird der Treibstoff 34 in
der ersten Brennkammer 42 angezündet, wodurch das Füllgas durch
den ersten Filter 33 hindurch und über die ersten Austrittsöffnungen 13 aus
dem Gasgenerator 10 heraus wandert. Auf den Empfang eines
elektrischen Signals hin wird der zweite Zünder 38 betätigt, der
wiederum den Verstärkerkreisring 35 zündet. Die
heißen
Verbrennungsgase von der Verbrennung des Verstärkerkreisringes 35 rufen
die Zündung
des Treibstoffes 34 in der zweiten Brennkammer 43 hervor.
Die heißen Füllgase strömen durch
den zweiten Filter 24 hindurch und wandern anschließend durch
die zweiten Austrittsöffnungen 14.
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Wenn
der Gasgenerator 10 einem Feuer oder einer sonstigen Quelle
extremer Wärme
ausgesetzt ist, ist der Gasgenerator 10 so ausgelegt, dass er
selbst zündet
und in einer normalen Weise funktioniert. Ein Selbstzündungselement
(nicht dargestellt) kann in einem innigen Wärmekontakt mit dem Gehäuseunterteil 12 gebracht
werden und ein weiteres Selbstzündungselement
kann in einem innigen Wärmekontakt
mit dem Gehäuseoberteil 11 gebracht werden.
Bei einer Belastung durch eine hohe Temperatur zünden die Selbstzündungselemente
den Treibstoff in der ersten und der zweiten Brennkammer. Im Falle
des Nichtvorhandenseins eines Selbstzündungselementes im Gasgenerator
kann der Treibstoff schmelzen, was die ballistischen Eigenschaften des
Treibstoffes verändern
würde.