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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Motorfahrzeug mit einer Trittleiter
gemäß dem Obergriff des
Anspruchs 1, wie aus dem Dokument
US 6,179,312 bekannt
ist.
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Die
Motorfahrzeuge, z.B. Baumaschinen vom Typ Fördergerät, Lader oder Hubvorrichtung, vom
Typ Erdbaumaschine wie Schürfbagger
oder Entsprechendes, umfassen eine erhöhte Führerkabine, um der Bedienungsperson
eine umfassende Sicht zur Überwachung
ihrer Arbeit zu ermöglichen.
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Stand der Technik
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Bei
einer Baumaschine und insbesondere bei einem klassischen Löffelbagger
ist die Trittleiter zwischen den Rädern zentriert und auf die äußere Umgrenzungslinie
der Maschine ausgerichtet.
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Mehrere
Probleme sind die Ursache von Zwischenfällen, die für die Gesundheit der Bedienungsperson
mehr oder weniger schwerwiegend sind. Die Trittleiter ist gegenüber der Öffnung der
Tür häufig stark
versetzt. Dies zwingt die Bedienungsperson dazu, sich an der beweglichen
Tür festzuhalten
und sich beim Hochsteigen bis zur Kabine hochzuziehen, oder die
Bedienungsperson drückt
sich beim Herabsteigen seitlich gegen die Kabine, um nicht zu fallen,
ehe sie die oberste Stufe erreicht hat.
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Zudem
ragt die Kabine über
die Trittleiter hinaus. Dies erschwert das Hochsteigen, denn die
Bedienungsperson muss Armkraft aufbringen. Das Herabsteigen ist
gefährlich,
weil die Bedienungsperson die erste Stufe nicht sieht.
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Die
aktuellen Bauweisen von Trittleitern entsprechen somit nicht den
Erwartungen der Benutzer. Tatsächlich
haben die Fahrer den Hang dazu, über die
Reifen und/oder Stabilisatoren auf das Fahrzeug hinaufzusteigen
und von demselben herabzusteigen oder auch direkt von der Kabine
herabzuspringen (die sich mehr als einen Meter über dem Erdboden befindet).
Diese beiden Elemente sind nicht nur für diesen Zweck nicht vorgesehen,
sondern sind aufgrund der Baustellenbedingungen auch noch sehr rutschig.
Gegenwärtig
ist das Besteigen der Führerkabine
und das Herabsteigen von derselben somit ein echtes Sicherheitsproblem.
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Gemäß dem Dokument
US 6,179,312 ist eine echte
einziehbare Treppe mit Stufen bekannt, die zum Einsteigen in ein
eine Kabine umfassendes Fahrzeug und zum Aussteigen aus demselben
bestimmt ist. Die Stufen können
bewegt werden zwischen einer eingezogenen Position, in der die Stufen sich
unter der Führerkabine
befinden, und einer ausgefahrenen Position, in der die Stufen freigelegt
sind, um dem Fahrer leichteres Hinaufsteigen und Herabsteigen zu
ermöglichen.
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Aufgrund
ihrer Kompliziertheit und ihrer Geometrie erweist es sich indessen
tatsächlich
als schwierig, eine solche Treppe für Fahrzeuge vorzusehen, die
als Baumaschinen verwendet werden, welche insbesondere auf Baustellen
Feuchtigkeits- und
Schlammbedingungen, anderen Verschmutzungen und diversen Stößen (Zurücksetzen
ohne Sicht, seitliche Vertiefung nahe der Trittleiter usw.) ausgesetzt
sind.
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Offenbarung der Erfindung
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Eine
erste Aufgabe, die durch die Erfindung gelöst werden soll, besteht darin,
ein System von einziehbaren Stufen zu erhalten, das die oben dargestellten
Probleme löst.
Eine zweite gestellte Aufgabe besteht darin, ein Motorfahrzeug und
insbesondere eine Baumaschine mit einer Trittleiter zu versehen,
in die Stufen eingefügt
sind, die den Anforderungen an die Ergonomie, die Zuverlässigkeit
und die Robustheit genügen,
die für
ein derartiges Element notwendig sind.
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Gemäß der Erfindung
wird diese Aufgabe durch ein Motorfahrzeug gelöst, das die Merkmale gemäß Anspruch
1 umfasst.
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Ein
Motorfahrzeug umfasst eine Führerkabine
für eine
Bedienungsperson und eine Trittleiter mit wenigstens zwei Stufen,
die den Zugang zur Führerkabine
durch eine Öffnung
ermöglicht,
die durch eine Tür
geschlossen werden kann. Die Stufen können bewegt werden zwischen
einer eingezogenen Position, in der die Stufen sich unter der Führerkabine
befinden, und einer ausgefahrenen Position, in der die Stufen freigelegt
sind, um der Bedienungsperson leichteres Hinaufsteigen und Herabsteigen
zu ermöglichen.
Durch Schwenken um eine im Wesentlichen vertikale Drehachse gehen
die Stufen von der eingezogenen Position in die ausgefahrene Position über und
umgekehrt.
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Gemäß der Erfindung
ist das Motorfahrzeug dadurch gekennzeichnet, dass die Stufen in
der ausgefahrenen Position in der Waagerechten gegeneinander und
zu beiden Seiten der im Wesentlichen vertikalen Drehachse deutlich
versetzt sind.
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Mit
anderen Worten: Durch diese Versetzung kann die Bedienungsperson
in ihre Kabine hinaufsteigen, indem sie einen Fuß auf eine der Stufen, dann
den anderen Fuß auf
die andere Stufe setzt usw.. Die Bedienungsperson steigt nicht mehr
durch Armkraft hinauf, sondern gemäß einer vollkommen ergonomischen
Bewegung des Hinaufsteigens einer Treppe und ohne durch übereinander
liegende Stufen oder Sprossen aus dem Gleichgewicht gebracht zu
werden.
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Sehr
bevorzugt kann die Trittleiter zwei Stufen umfassen, die in unterschiedlichen
Höhen angeordnet
sind, eine obere Stufe und eine untere Stufe. Vorteilhaft kann die
obere Stufe im Wesentlichen rechteckig sein. In der ausgefahrenen
Position weist diese obere Stufe eine lange Seite auf, die im Wesentlichen
parallel zur Öffnung
für die
Tür angeordnet sein
kann. Diese obere Stufe kann vorteilhaft in Höhe der Öffnung für die Tür der Führerkabine angeordnet sein.
Die Bedienungsperson sieht somit die erste Stufe beim Herabsteigen,
und diese Stufe befindet sich direkt gegenüber der Öffnung der Kabine. Die untere
Stufe kann im Wesentlichen rechteckig sein. In der ausgefahrenen
Position weist diese untere Stufe eine lange Seite auf, die im Wesentlichen
senkrecht zur Öffnung
für die
Tür angeordnet
sein kann.
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Die
Stufen können
jeweils auf einer anderen und im Wesentlichen senkrechten Drehachse
montiert sein. Die Stufen können
in entgegengesetzter Richtung schwenken, um von der eingezogenen
Position in die ausgefahrene Position überzugehen und umgekehrt. Um
die Stufen einfahren und ausfahren zu lassen, besteht eine Möglichkeit
darin, einen hydraulischen Zylinder zu montieren, der dann eine Umlenkstange
für jede
der Stufen antreiben kann. In einer ersten Alternative können die
Umlenkstangen so montiert sein, dass sie sich auf einem Schwenkbolzen
drehen, der direkt mit einer der Stufen verbunden ist. In einer
zweiten Alternative können
die Umlenkstangen so montiert sein, dass sie sich auf der Drehachse
einer der anderen Stufen drehen.
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Beschreibung der Zeichnungen
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Die
Erfindung lässt
sich ohne Weiteres verstehen und ihre verschiedenen Vorteile und
unterschiedlichen Merkmale werden besser zur Geltung gebracht anhand
der folgenden Beschreibung eines nicht einschränkenden Ausführungsbeispiels
unter Bezugnahme auf die beigefügten
schematischen Zeichnungen, wobei:
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1 eine
perspektivische Teilansicht einer Baumaschine darstellt, die mit
einer erfindungsgemäßen Trittleiter
versehen ist,
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2 eine
vergrößerte perspektivische
Teilansicht der Baumaschine mit der Trittleiter in eingezogener
Position darstellt,
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3 eine
vergrößerte perspektivische
Teilansicht der Baumaschine mit der Trittleiter in ausgefahrener
Position darstellt,
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4 eine
perspektivische Ansicht der Trittleiter in eingezogener Position
darstellt,
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5 eine
perspektivische Ansicht der Trittleiter in ausgefahrener Position
darstellt, und
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6 eine
perspektivische Ansicht der Trittleiter mit ihrem isolierten Einziehmechanismus
darstellt.
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Ausführliche Beschreibung
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Ein
Motorfahrzeug, z.B. eine Baumaschine (1), wie sie in der 1 dargestellt
ist, umfasst ein Fahrgestell (2), Räder (3), einen Motorraum
(4), ein Arbeitsgerät
(6) in Form eines Gelenkarms, an dessen Ende ein Arbeitswerkzeug
(nicht dargestellt) installiert ist, und eine Führerkabine (7). Eine
Bedienungsperson (8) steuert die Baumaschine (1)
und gelangt durch eine Öffnung
(9), die durch eine Tür
(11) verschlossen ist, in die Führerkabine (7). Die
Bedienungsperson (8) sitzt auf einem Sitz (12),
der in der Führerkabine
(7) vorgesehen ist.
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Eine
Trittleiter ist vorgesehen, damit die Bedienungsperson (8)
problemlos in die Führerkabine (7)
gelangen kann. Die Trittleiter umfasst eine im Wesentlichen waagerechte
untere Stufe (13) und eine im Wesentlichen waagerechte
obere Stufe (14). Erfindungsgemäß ist die untere Stufe (13)
in der Waagerechten bezüglich
einer vertikalen Achse (V) nach rechts versetzt, und die obere Stufe
(14) ist in der Waagerechten bezüglich der vertikalen Achse
(V) nach links versetzt.
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Die
untere Stufe (13) und die obere Stufe (14) sind
im Wesentlichen rechteckig. Wenn sie ausgefahren ist, weist die
obere Stufe (14) eine lange Seite (16) auf, die
im Wesentlichen parallel zur Öffnung
(9) der Tür
(11) angeordnet ist. Wenn sie ausgefahren ist, weist die
untere Stufe (13) eine lange Seite (17) auf, die
im Wesentlichen senkrecht zur Öffnung
(9) der Tür
(11) angeordnet ist.
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Diese
Unterschiede in der freigelegten Länge ermöglichen es, die Trittleiter
analog zu einer schrägen
Treppe auszubilden. Die erste untere Stufe (13) weist somit
eine Randleiste (18) auf, die vom Fahrgestell (2)
und von der Baumaschine (1) entfernt ist und für den ersten
Fuß der
Bedienungsperson (8) leicht zugänglich ist. In der ausgefahrenen
Position ist die obere Stufe (14) von der Führerkabine
(7) herab sichtbar. In der Position mit ausgefahrenen Stufen (13 und 14)
gibt es keinen Überhang
bzw. kein direktes senkrechtes Aufsteigen in die Führerkabine
(7) mehr.
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Die
obere Stufe (14) befindet sich in Höhe der Öffnung (9) für die Tür (11)
der Führerkabine
(7). Somit wird es der Bedienungsperson (8) durch
die letzte Fußbewegung
ermöglicht,
direkt in die Kabine (7) einzutreten, ohne dass es erforderlich
wäre, einen Abstand
zu überbrücken, und
folglich ohne Sturzrisiko.
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Die
zwei Stufen (13 und 14) gehen durch Schwenken
bezüglich
einer im Wesentlichen senkrechten Achse gleichzeitig von der eingezogenen
Position in die ausgefahrene Position über und umgekehrt, wobei die
zwei Stufen (13 und 14) somit ihre waagerechte
Stellung beibehalten. In der eingezogenen Position werden die Stufen
(13 und 14) in die Außenbegrenzung der Baumaschine
(1) eingezogen, bewegen sich und verbleiben in der Waagerechten vollständig unter
dem Fahrgestell (2). In der eingezogenen Position sind
die Stufen (13 und 14) vor eventuellen seitlichen
Stößen oder
Stößen von
unten geschützt.
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Die
untere Stufe (13) wird zum Schwenken um eine untere, im
Wesentlichen senkrechte Drehachse (19) montiert. Die obere
Stufe (14) wird zum Schwenken um eine obere, im Wesentlichen
senkrechte Drehachse (21) montiert. Die untere Drehachse
(19) dreht sich und wird gehalten in einem Lager (nicht
sichtbar), das in Höhe
einer unteren Stange (22) des Fahrgestelles (2)
vorgesehen ist. Die obere Drehachse (21) dreht sich und
wird in gehalten einem Lager (nicht sichtbar), das in Höhe einer
oberen Stange (23) des Fahrgestelles (2) vorgesehen
ist.
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Ein
hydraulischer Zylinder (24) ermöglicht das Überführen der Stufen (13 und 14)
von der eingezogenen Position in die ausgefahrene Position und von
der ausgefahrenen Position in die eingezogene Position. Der Zylinder
(24) ist an einem Ende mit einer ersten Umlenkstange (26)
verbunden und setzt diese so in Bewegung. Das andere Ende der ersten Umlenkstange
(26) wird dann funktionell mit einer Kurbel (27)
verbunden. Diese Kurbel (27) wird dann mit der unteren
Drehachse (19) der unteren Stufe (13) verbunden.
Der hydraulische Zylinder (24) wird mit einem Ende einer
zweiten Umlenkstange (28) verbunden und setzt diese so
in Bewegung. Das andere Ende der zweiten Umlenkstange (28)
wird dann funktionell mit einem Schwenkbolzen (29) verbunden.
Dieser Schwenkbolzen (29) wird versetzt bezüglich der
oberen Drehachse (21) mit der oberen Stufe (14)
verbunden.
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Diese
kinematische Kette bewirkt, dass die waagerechten Hin- und Herbewegungen
(Pfeile A und B) des hydraulischen Zylinders (24) die untere Stufe
(13) in einer waagerechten Ebene (Pfeile C und D) schwenken
lassen und die obere Stufe (14) in einer waagerechten Ebene
(Pfeile E und F) schwenken lässt.
Die Schwenkbewegungen erfolgen in entgegengesetzter Richtung, um
sie von der eingezogenen Position in die ausgefahrene Position übergehen zu
lassen und umgekehrt.
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Das
Ausfahren und Einziehen des hydraulischen Zylinders (24)
und somit der Stufen (13 und 14) ist mit dem Einziehen
der Sitzkonsolen (12) verbunden, das eine gewollte obligatorische
Aktion seitens der Bedienungsperson (8) vor jedem Verlassen der
Baumaschine (1) ist. Das Inbetriebsetzen kann mit irgendeinem
anderen Zeichen für
das Aussteigen der Bedienungsperson (8) verbunden sein,
etwa das Öffnen
der Tür
(11) oder eine manuelle Betätigung eines Knopfes, der sich
im Inneren oder außen
an der Baumaschine (1) befindet.
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Die
vorliegende Erfindung ist nicht auf das beschriebene und erläuterte Ausführungsbeispiel
beschränkt,
und es können
zahlreiche Abwandlungen vorgenommen werden, ohne von dem Rahmen
abzuweichen, der durch den Bereich des Umfangs der Ansprüche definiert
ist.
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Die
Anzahl und die Form der Stufen können variabel
sein. Ein hydraulischer Zylinder mit Doppelhub oder ein Druckzylinder
mit einfachem Hub mit Rückzugsfeder
können
verwendet werden.