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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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1. Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Kombination von Reagenzbehältern, die
ein zur Durchführung
einer Analyse verwendetes Reagens beinhalten können, und insbesondere auf
eine Kombination von Reagenzbehältern,
die so ausgelegt ist, dass sie eine Einheit aus mehreren miteinander
verbundenen Reagenzbehältern
bilden.
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2. Beschreibung des Stands der Technik
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Auf
dem Gebiet der automatischen Analyse ist eine automatische Analysevorrichtung
vom Random-Access-Typ mit mehreren Reaktionseinheiten und wahlfreiem
Zugriff entwickelt worden, und die Analysekapazität ist drastisch
gesteigert worden. Diese Entwicklung hat den Verbrauch von Reagenzien
beschleunigt und die Häufigkeit
erhöht,
mit der Reagenzbehälter
ausgetauscht werden müssen.
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Darüber hinaus
ist entsprechend der Fortschritte in der Messtechnik eine automatische
Analysevorrichtung entwickelt worden, die ein breiteres Spektrum
von Analysegegenständen
messen kann. Dementsprechend hat auch die Anzahl der in einen Reagenzvorratsbehälter einsetzbaren
Reagenzbehälter
zugenommen.
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In
den bekannten automatischen Analysevorrichtungen werden Reagenzvorratsbehälter unterschiedlicher
Form, zum Beispiel mit runder oder kastenähnlicher Form, verwendet, und
die Reagenzbehälter
werden jeweils in diese Reagenzvorratsbehälter eingesetzt. Die Eingabe
der Informationen, an welcher Stelle ein Reagens für welche
Messung (in den Vorratsbehälter)
eingesetzt ist, muss durch den Bediener erfolgen. Ferner muss der
Bediener zum Beispiel, wenn das Re agens während der Messung aufgebraucht
wird, erneut ähnliche
Aufgaben ausführen.
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Vor
kurzem ist eine automatische Analysevorrichtung praktisch eingesetzt
worden, die eine automatische Reagenzienverwaltung erlaubt, indem
ein Strichcode-Etikett, das Informationen wie die Art des Reagens,
die Chargennummer und das Verfallsdatum enthält, auf einen Reagenzbehälter geklebt
wird und indem diese Informationen mit einem in einem Reagenzvorratsbehälter angeordneten
Strichcodeleser gelesen werden, und die somit die Arbeitsbelastung
des Bedieners verringern und menschliche Fehler wie zum Beispiel
ein falsches Positionieren der Reagenzbehälter verhindern kann.
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In
einer solchen automatischen Analysevorrichtung können zwei Arten von Reagenzbehältern verwendet
werden. Bei einer Art wird auf jeden Reagenzbehälter ein Strichcode geklebt,
der Informationen über
das in dem Reagenzbehälter
enthaltene Reagens angibt. Bei der anderen Art werden mehrere für einen
Analysegegenstand verwendete Reagenzien miteinander in einer Kassette
kombiniert, die einem Analysegegenstand entspricht, und in diesem Fall
wird ein Strichcode, der Informationen über alle Reagenzien angibt,
auf die Kassette geklebt.
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Werden
die Informationen, die den Inhalt des Reagenzbehälters angeben, pro Reagenzbehälter verwaltet,
umfasst ein Reagenzstrichcode verschiedene Arten von Informationen,
zum Beispiel die Art des Reagens (zum Beispiel ein erstes oder zweites Reagens,
das je nach Zeitpunkt der Zugabe des jeweiligen Reagens klassifiziert
ist), den Code des Reagenzbehälters
(Volumen des Reagens) und die Häufigkeit
der möglichen
Verwendung des Reagens für
die Messung. Zu den in der automatischen Analysevorrichtung für jeden
Analysegegenstand eingestellten Analyseparametern zählen die
grundlegenden Analysebedingungen wie die Messwellenlänge und
die Probenmenge sowie der Code des Reagenzbehälters pro Reagens.
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Sind
andererseits mehrere für
einen Analysegegenstand verwendete Reagenzien in einer Kassette
entsprechend einem Analysegegenstand miteinander kombiniert und
die Informationen über
all diese Reagenzien an der Kassette angebracht, werden mehrere
bei der betreffenden Analyse verwendete Reagenzbehälter in
die Kassette eingesetzt. Die Kombination der in die Kassette eingesetzten
Reagenzbehälter
ist festgelegt und kann nicht geändert werden.
Die Analyseparameter für
die Reagenzkassette sind als die für die automatische Analysevorrichtung
eingestellten Analysebedingungen vorgegeben, wobei der Code der
Reagenzkassette als Schlüssel
dient. Diese Art von Reagenzbehälter
ist zum Beispiel in Referenzpatent 1,
JP-A 5-302924 , beschrieben.
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US 6149872 A beschreibt
eine modulare Kartusche für
Reagenzbehälter
mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1. Ähnliche
Reagenzbehälter-Einheiten
sind auch in
EP 1524526
A , veröffentlicht
nach dem Prioritätsdatum
der vorliegenden Offenlegungsschrift, sowie in
US 5397542 A beschrieben.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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In
einem klinischen Test zur Analyse eines Bestandteils in einer biologischen
Probe werden normalerweise zwei oder mehrere Arten von Reagenzien
verwendet, weil es schwierig ist, die Analyse mit nur einem Reagens
durchzuführen.
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Wenn
die Informationen, die den Inhalt des Reagenzbehälters angeben, pro Reagenzbehälter verwaltet
werden, muss der Bediener für
jeden Analysegegenstand zwei Arten von Reagenzien vorbereiten. Die
für die
Verwaltung und Vorbereitung der Reagenzien erforderlichen Aufgaben
lassen sich problemlos ausführen,
wenn ein bestimmter Bediener für
diese Aufgaben verantwortlich ist; wenn jedoch ein weniger erfahrener
Bediener diese Aufgaben ausführt,
treten leicht Schwierigkeiten auf. Außerdem muss beim Einstellen
vieler Analysegegenstände eine
große
Anzahl von Reagenzbehältern
in den Reagenzvorratsbehälter
eingesetzt werden, was für den Bediener
eine hohe Arbeitsbelastung darstellt und zu einer unzureichenden
Nutzung des verfügbaren
Platzes führt.
Unter diesen Bedingungen ist es wichtig, dass jeder Bediener unabhängig von
seinen Kenntnissen die Reagenzbehälter problemlos in den richtigen
Kombinationen anordnen kann und dass der vorhandene Platz besser
genutzt wird.
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Werden
andererseits mehrere für
einen Analysegegenstand verwendete Reagenzien miteinander in einer
Kassette entsprechend dem einen Analysegegenstand kombiniert, sind
die vom Bediener auszuführenden
Aufgaben relativ einfach und der Platz, der im Reagenzvorratsbehälter zur
Aufnahme der Reagenzbehälter
erforderlich ist, lässt
sich auf die Hälfte
verringern. Da der bekannte Reagenzbehälter jedoch derart ausgebildet
ist, dass eine Reagenzflasche in einen dafür vorgesehenen Halter eingesetzt
und ein Verschluss auf dem Halter angebracht wird, ist die Flexibilität bei der
Auswahl der Reagenzkombinationen eingeschränkt.
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Daher
ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung die Bereitstellung eines
Reagenzbehälters
für automatische
Analysen in einer automatischen Analysevorrichtung, die ein einfaches
Einsetzen der Reagenzien erlaubt und die Flexibilität bei der
Auswahl der Reagenzkombinationen erhöhen kann.
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Um
das vorstehend genannte Ziel zu erreichen, ist die vorliegende Erfindung
nach Anspruch 1 ausgelegt.
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Bei
einem Reagenzbehälter,
der mindestens eine abdichtbare Öffnung
aufweist und ein Reagens beinhalten kann, weist der Reagenzbehälter einen Verbindungsabschnitt
auf, der es ermöglicht,
dass mindestens zwei Reagenzbehälter
unmittelbar miteinander verbunden werden können, und die Summe der Längen der
durch entsprechende Verbindungsabschnitte unmittelbar miteinander
verbundenen Reagenzbehälter
ist im Wesentlichen konstant.
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Solange
die Bedingung erfüllt
ist, dass die Summe der Längen
der Reagenzbehälter
im miteinander verbundenen Zustand im Wesentlichen konstant ist,
können
die Reagenzbehälter
durch Verwendung einer Kombination aus einer Ausspa rung und einem
Vorsprung, eines Klebebands oder eines Strichcode-Etiketts über die
Verbindungsabschnitte miteinander verbunden werden. Außerdem lassen sich,
solange die Summe der Längen
der miteinander verbundenen Reagenzbehälter im Wesentlichen konstant
ist, Kombinationen von miteinander verbundenen Reagenzbehältern mit
unterschiedlichem Volumen zusammenstellen.
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Der
Begriff „abdichtbare Öffnung" bedeutet eine Öffnung,
die mit einer beliebigen Einrichtung abgedichtet werden kann, um
den Kontakt mit der Atmosphäre
während
der Lagerung zu verhindern. Als Beispiel für eine solche Einrichtung ist
ein Schraubverschluss oder eine Dichtung zu nennen, die vor Gebrauch
des Reagenzbehälters
abgezogen wird.
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Der
vorstehend verwendete Begriff „im
Wesentlichen", zum
Beispiel in der Formulierung „die Summe
der Längen
der durch entsprechende Verbindungsabschnitte unmittelbar miteinander
verbundenen Reagenzbehälter
ist im Wesentlichen konstant", bedeutet,
dass bei einer automatischen Analysevorrichtung, in die der Reagenzbehälter eingesetzt
ist, die Größe eines
Reagenzbehälter-Tabletts
normalerweise innerhalb eines bestimmten Genauigkeitsbereichs festgelegt
ist und dass sich die Summe der Längen der miteinander verbundenen
Reagenzbehälter
innerhalb eines zulässigen
Bereichs der vorgegebenen Größe bewegen
muss. Obwohl der durch den Begriff „im Wesentlichen" angedeutete Spielraum
abhängig
von der Maßgenauigkeit
variiert, die für
das in der Analysevorrichtung verwendete Reagenzbehälter-Tabletts
erforderlich ist, in das der Reagenzbehälter eingesetzt ist, können mehrere
Millimeter oder kleinere Werte als in den Bereich „im Wesentlichen
konstant" fallend
angesehen werden.
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Nach
der vorliegenden Erfindung kann ein Reagenzbehälter erhalten werden, der ein
einfaches Einsetzen der Reagenzien ermöglicht und die Flexibilität bei der
Auswahl der Kombinationen der Reagenzien verbessert.
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KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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1 zeigt
eine schematische Perspektivansicht einer automatischen Analysevorrichtung
mit Reagenzkassetten, die jeweils Reagenzbehälter nach der vorliegenden
Erfindung beinhalten.
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2A und 2B zeigen
die erste Ausführungsform
des Reagenzbehälters,
der keine Ausführungsform
der Erfindung ist.
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3A und 3B zeigen
die zweite Ausführungsform
des Reagenzbehälters,
der eine Ausführungsform
der Erfindung ist.
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4A und 4B zeigen
die dritte Ausführungsform
des Reagenzbehälters,
der keine Ausführungsform
der Erfindung ist.
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5A und 5B zeigen
die vierte Ausführungsform
des Reagenzbehälters,
der keine Ausführungsform
der Erfindung ist.
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6A bis 6F sind
erläuternde
Ansichten, die eine andere hervorspringende Form nach der ersten
Ausführungsform
des Reagenzbehälters
zeigen.
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7A bis 7F sind
erläuternde
Ansichten, die eine weitere hervorspringende Form nach der ersten
Ausführungsform
des Reagenzbehälters zeigen.
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8A bis 8F sind
erläuternde
Ansichten, die noch eine weitere hervorspringende Form nach der
ersten Ausführungsform
des Reagenzbehälters
zeigen.
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BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Nachstehend
werden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung beschrieben.
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1 zeigt
eine schematische Ansicht einer automatischen Analysevorrichtung
mit Reagenzkassetten nach der vorliegenden Erfindung.
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Die
automatische Analysevorrichtung in 1 umfasst
einen Probenbecher 1, einen Probenteller 2, einen
Computer 3, eine Schnittstelle 4, einen Probenabgabefühler 5,
eine Reaktionszelle 6, eine Probenpumpe 7, einen
Reagenzabgabefühler 8,
einen Reaktionsbehälter 9,
eine Reagenzpumpe 11, eine Reagenzkassette 12,
eine Rühreinrichtung 13, ein
Multi-Wellenlängen-Photometer 15,
einen A/D-Wandler 16, einen Drucker 17, einen
Monitor 18 einer Konsoleneinheit, eine Reinigungseinrichtung 19,
eine Tastatur 21, einen Reagenz-Strichcodeleser 23, eine Festplatte 25 und
einen Reagenzienteller 26. Die Festplatte 25 speichert
Analyseparameter, die Häufigkeit
der möglichen
Verwendung der einzelnen Reagenzflaschen für Analysen, die maximale Anzahl der
durchführbaren
Analysen, Kalibrierungsergebnisse, Analyseergebnisse usw.
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Die
Analyseparameter umfassen den jedem Messgegenstand zugewiesenen
Code, die Messwellenlänge,
die abzugebende Probenmenge, das Kalibrierverfahren, die Konzentration
der einzelnen Standardlösungen,
die Anzahl der Standardlösungen,
einen Prüfwert
zur Erkennung anomaler Analyseergebnisse sowie den Code der für jeden
Messgegenstand benötigten
Reagenzkassette.
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Ein
auf die Reagenzkassette 12 geklebter Reagenzstrichcode
enthält
als Reagenzinformation die Chargennummer des jeweiligen Reagens,
die Größe des jeweiligen
Reagenzbehälters,
das Verfallsdatum des jeweiligen Reagens und die laufende Nummer.
Die laufende Nummer ist eine Nummer, die für jede Kassette unterschiedlich
und somit eindeutig identifizierbar ist.
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Die
Registrierung der Reagenzkassette 12 erfolgt auf folgende
Weise. Zunächst
wird die Reagenzkassette 12 in eine Analysestation auf
dem Reagenzienteller 26 eingesetzt. Sodann wird in Reaktion
auf die Eingabe eines Befehls zum Lesen der Reagenzinformation der
Reagenzienteller 26 gedreht, und der Reagenz-Strichcodeleser 23 liest
den Reagenzstrichcode während
der Drehung. Mit dem in den gelesenen Informationen des Reagenzstrichcodes
enthaltenen Reagenzkassetten-Code als Schlüssel sucht der Computer 3 unter
den bereits als Analyseparameter registrierten Gegenständen nach dem
zugehörigen
Messgegenstand und speichert die Reagenzinformation pro Reagenzkassette
auf der Festplatte 25.
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Der
Betrieb der automatischen Analysevorrichtung läuft mit den Schritten Probenahme,
Reagenzabgabe, Rühren,
Photometrie, Reinigen der Reaktionszelle und Datenverarbeitung wie
etwa Umwandlung in Konzentrationswerte, wie nachstehend beschrieben,
in der genannten Reihenfolge ab.
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Ein
Probenbecher 1 mit einer Probe darin wird mehrfach auf
einem Gestell positioniert. Die Bewegung des Gestells wird vom Computer 3 über die Schnittstelle 4 gesteuert.
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Entsprechend
der Reihenfolge der zu untersuchenden Proben wird das Gestell in
eine Position unter dem Probenabgabefühler 5 transportiert,
und eine vorbestimmte Probenmenge im zugehörigen Probenbecher 1 wird
mit der Probenpumpe 7, die mit dem Probenabgabefühler 5 verbunden
ist, in eine Reaktionszelle 6 abgegeben. Die Reaktionszelle 6,
in die die Probe abgegeben wurde, wird sodann in dem Reaktionsbehälter 9 in
die Zugabeposition für
das erste Reagens transportiert. Zu der auf diese Weise transportierten
Reaktionszelle 6 wird eine vorbestimmte Menge des ersten
Reagens zugegeben, das durch den Betrieb der mit dem Reagenzabgabefühler 8 verbundenen
Reagenzpumpe 11 aus der zugehörigen Reagenzkassette 12 angesaugt
wird. Nach Zugabe des ersten Reagens wird die Reaktionszelle 6 in
eine Position der Rühreinrichtung 13 transportiert, wo
ein erstes Rühren
durchgeführt
wird. Die genannten Schritte Reagenzzugabe und Rühren werden für das erste
bis vierte Reagens wiederholt. Die Reaktionszelle 6 passiert
nach dem Umrühren
des Inhalts einen von einer Lichtquelle ausgesandten Lichtstrahl, und
dabei misst das Multi-Wellenlängen-Photometer 15 die
Extinktion der Probe. Ein Signal der gemessenen Extinktion wird über den
A/D-Wandler 16 und die Schnittstelle 4 dem Computer 3 zugeführt und
zur Umwandlung in eine Konzentration einer Datenverarbeitung unterzogen.
Nach Umwandlung in eine Konzentration werden die Daten über die
Schnittstelle 4 mit dem Drucker 17 ausgedruckt.
Die Reaktionszelle 6 wird nach Beendigung der photometrischen
Messung in eine Position der Reinigungseinrichtung 19 transportiert,
wo der Inhalt ausgegossen und die Reaktionszelle 6 mit
Wasser gereinigt wird. Die gereinigte Reaktionszelle 6 wird
für die
nächste
Analyse wiederverwendet.
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Erste Ausführungsform
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2A und 2B zeigen
die erste Ausführungsform
des Reagenzbehälters
für die
automatische Analysevorrichtung.
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Die
Reagenzkassette 12 wird auf den Reagenzienteller 26 gesetzt.
Wie in 2A und 2B gezeigt,
ist ein erster Reagenzbehälter 51 an
seiner Seitenfläche
mit Aussparungen oder Vorsprüngen versehen,
und ein zweiter Reagenzbehälter 52 ist
an seiner Seitenfläche
mit Vorsprüngen
oder Aussparungen ausgebildet. Die Aussparungen oder Vorsprünge des
ersten Reagenzbehälters 51 und
die Vorsprünge
oder Aussparungen des zweiten Reagenzbehälters 52 können nur
schwer trennbar derart miteinander verbunden werden, dass das relative Positionsverhältnis zwischen
dem ersten Reagenzbehälter 51 und
dem zweiten Reagenzbehälter 52 fest
bestehen bleibt. Darüber
hinaus sind die äußeren Abmessungen
der Reagenzkassette 12, die den ersten und den zweiten
Reagenzbehälter
in miteinander verbundenem Zustand enthält, derart bemessen, dass die
Reagenzkassette 12 ohne Spiel in einen auf dem Reagenzienteller 26 befindlichen
Reagenzkassettenhalter eingesetzt werden kann. Ferner sind in der
Reagenzkassette 12 eine Öffnung 53 des ersten
Reagenzbehälters 51 und
eine Öffnung 54 des
zweiten Reagenzbehälters 52,
das heißt
entsprechende Reagenzansaugstellen, abhängig von den äußeren Abmessungen
der Reagenzkassette 12 innerhalb eines vorbestimmten Positionsbereichs
aneinander ausgerichtet. Darüber
hinaus können
der erste und der zweite Reagenzbehälter, da sie allein stehen
können
und auch in einem mit Reagenzien gefüllten Zustand nicht umkippen,
mit hoher Effizienz gehandhabt werden. Auf die Reagenzkassette 12 wird ein
Strichcode-Etikett 55 geklebt, das Informationen hinsichtlich
der Öffnung 53 des
ersten Reagenzbehälters 51,
der Öffnung 54 des
zweiten Reagenzbehälters 52,
der Größe der jeweiligen
Reagenzbehälter,
der Art der jeweiligen Reagenzien, der Analyseparameter, der Chargennummer
usw. enthält.
Die Position, an der das Strichcode-Etikett 55 aufgeklebt
wird, ist nicht auf eine obere Fläche beschränkt, und es kann auch an eine
Seitenfläche
geklebt werden. Obwohl die Öffnungen 53 und 54 des ersten
Reagenzbehälters 51 und
des zweiten Reagenzbehälters 52 in
den Zeichnungen so dargestellt sind, dass sie im Wesentlichen in
der Mitte der jeweiligen oberen Flächen angeordnet sind, können sie auch
zur Mitte versetzt angeordnet sein. Eine derartige zur Mitte versetzte
Anordnung der Öffnungen 53 und 54 ist
sinnvoll, um bei der Kombination von Reagenzienteller 26 und
Reagenzkassettenhalter eine bestimmte Einsetzrichtung der Reagenzkassette 12 festzulegen
und somit ein falsches Einsetzen der Reagenzkassette 12 zu
verhindern. In den jeweiligen Unterteilen beider Reagenzbehälter sind
an Stellen direkt unterhalb der Öffnungen 53 und 54 des
ersten und des zweiten Reagenzbehälters 51 und 52 Ausbuchtungen
ausgebildet, deren Größe den Öffnungen 53 und 54 entspricht.
Das Vorhandensein der Ausbuchtung kann ein Totvolumen des Reagens
im jeweiligen Reagenzbehälter
verringern. Außerdem bewirkt
das Vorhandensein der Ausbuchtung eine Verringerung des Einflusses
der Zentrifugalkraft, wenn der Reagenzienteller mit hoher Drehzahl
gedreht wird. Ein solcher Aufbau ist besonders dann von Vorteil,
wenn die Reagenzmenge gering ist.
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Während 2A und 2B zwei
Reagenzbehälter
zeigen, die für
den Fall der Verwendung von zwei verschiedenen Reagenzien zur Analyse
eines Probenbestandteils geeignet sind, kann bei Verwendung nur
eines Reagens ein Reagenzbehälter benutzt
werden, dessen äußere Abmessungen
und Öffnungen
den beiden Reagenzbehältern
entsprechen. Ferner kann bei Verwendung von drei oder mehr Reagenzien
eine entspre chende Anzahl von Reagenzbehältern in der gleichen Weise
wie vorstehend beschrieben derart miteinander verbunden werden,
dass die jeweiligen Öffnungen
der Reagenzbehälter
mit bestimmten Abständen
in einer geraden Linie ausgerichtet sind.
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Obwohl
in 2A und 2B ein
Beispiel gezeigt ist, bei dem jeder Reagenzbehälter zwei runde Vorsprünge oder
Aussparungen als Verbindungsabschnitte aufweist, kann auch nur ein
Verbindungsabschnitt ausgebildet sein. In letzterem Fall, bei dem in
jedem Reagenzbehälter
ein runder Vorsprung bzw. eine runde Aussparung ausgebildet ist,
besteht die Möglichkeit,
dass die beiden Reagenzbehälter
sich relativ zueinander um ihren Verbindungsabschnitt drehen. Um
diese relative Drehung zu verhindern, kann das Strichcode-Etikett
oder dergleichen so aufgeklebt werden, dass es über die oberen Flächen der beiden
Reagenzbehälter
verläuft,
oder der Verbindungsabschnitt kann derart so sein, dass er eine
polygonale Form, zum Beispiel eine dreieckige oder viereckige Form,
aufweist. Ferner können
bei zwei oder mehr an jedem Reagenzbehälter ausgebildeten Verbindungsabschnitten
diese unterschiedliche Formen aufweisen. Zum Beispiel kann ein Verbindungsabschnitt
eine runde Form und der andere Verbindungsabschnitt eine viereckige
Form haben. Da der Reagenzbehälter
aus einem Kunststoff wie Polyethylen hergestellt wird, sollte der
Reagenzbehälter
vorzugsweise eine möglichst
einfache Form und möglichst
wenig Vorsprünge
oder Aussparungen aufweisen.
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6A bis 8F sind
erläuternde
Ansichten, die andere Formen für
die Vorsprünge
des zweiten Reagenzbehälters 52 zeigen,
wenn die Verbindungsabschnitte eine dreieckige, viereckige oder
andere Form aufweisen. 6A bis 6F zeigen
ein Beispiel, bei dem ein Vorsprung des zweiten Reagenzbehälters 52 eine
dreieckige Form und der andere Vorsprung eine viereckige Form aufweist. 7A bis 7F zeigen
ein Beispiel, bei dem ein Vorsprung des zweiten Reagenzbehälters 52 eine runde
Form und der andere Vorsprung eine viereckige Form aufweist. 8A bis 8F zeigen
ein Beispiel, bei dem die Vorsprünge
des zweiten Reagenzbehälters 52 beide
jeweils eine viereckige Form aufweisen.
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In
den in 6A bis 8F gezeigten Zeichnungen
des äußeren Erscheinungsbilds
des zweiten Reagenzbehälters 52 ist
ein besonders herausgestellter Abschnitt (Teilzeichnung) mit durchgezogenen
Linien in einem mit einer strichpunktierten Linie dargestellten
Kasten gezeigt, und Abschnitte, die mit denen der vorstehend beschriebenen
Ausführungsform übereinstimmen,
sind durch punktierte Linien dargestellt. Hierbei ist zu beachten,
dass sich die durch punktierte Linien dargestellten Abschnitte in
einigen Bereichen geringfügig
von den entsprechenden Abschnitten des zweiten Reagenzbehälters 52 unterscheiden,
wie er in 2A und 2B gezeigt
ist.
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Bei
näherer
Betrachtung der Zeichnungen in 6A bis 6F ist
festzuhalten, dass es sich bei 6A, 6B, 6C, 6D, 6E und 6F um
eine Draufsicht, linke Seitenansicht, Vorderansicht, rechte Seitenansicht,
Rückansicht
bzw. Unteransicht handelt.
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Bei
näherer
Betrachtung der Zeichnungen in 7A bis 7F ist
festzuhalten, dass es sich bei 7A, 7B, 7C, 7D, 7E und 7F um
eine Draufsicht, linke Seitenansicht, Vorderansicht, rechte Seitenansicht,
Rückansicht
bzw. Unteransicht handelt.
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Bei
näherer
Betrachtung der Zeichnungen in 8A bis 8F ist
festzuhalten, dass es sich bei 8A, 8B, 8C, 8D, 8E und 8F um
eine Draufsicht, linke Seitenansicht, Vorderansicht, rechte Seitenansicht,
Rückansicht
bzw. Unteransicht handelt.
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Zweite Ausführungsform
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3A und 3B zeigen
die zweite Ausführungsform
des Reagenzbehälters
für die
automatische Analysevorrichtung nach der vorliegenden Erfindung.
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Ein
erster Reagenzbehälter 51 und
ein zweiter Reagenzbehälter 52,
die zusammen eine Reagenzkassette 12 bilden, sind dieselben
wie in 2A und 2B. Über den
oberen Flächen
des ersten Reagenzbehälters 51 und
des zweiten Reagenzbehälters 52 ist
ein Verstärkungselement 56 angeordnet.
Das Verstärkungselement 56 dient
nicht nur zur Verstärkung
der Verbindung zwischen dem ersten Reagenzbehälter 51 und dem zweiten
Reagenzbehälter 52,
sondern auch zur exakten Festlegung der äußeren Abmessungen der Reagenzkassette
und zur genaueren Positionierung der Öffnungen 53 und 54 des
ersten Reagenzbehälters 51 und
des zweiten Reagenzbehälters 52.
Während
in 3 der Fall gezeigt ist, bei dem
das Verstärkungselement 56 über den
oberen Flächen
des ersten Reagenzbehälters 51 und
des zweiten Reagenzbehälters 52 angeordnet ist,
kann ein Verstärkungselement
zum selben Zweck auch an den Unterteilen der beiden Reagenzbehälter angeordnet
werden. Die übrigen
Konstruktionen und Funktionen der Reagenzkassette und der Reagenzbehälter sind
die gleichen wie bei der ersten Ausführungsform.
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Dritte Ausführungsform
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4A und 4B zeigen
die dritte Ausführungsform
des Reagenzbehälters
für die
automatische Analysevorrichtung.
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Diese
dritte Ausführungsform
umfasst einen ersten Reagenzbehälter 51,
einen zweiten Reagenzbehälter 52 und
einen Reagenzbehälter-Halter 57, die
zusammen eine Reagenzkassette 12 bilden. An dem ersten
Reagenzbehälter 51 und
dem zweiten Reagenzbehälter 52 oder
an deren Seitenflächen sind
zu Verbindungszwecken weder Aussparungen noch Vorsprünge vorgesehen,
und beide Reagenzbehälter
werden durch den Reagenzbehälter-Halter 57 zusammengehalten.
Der Reagenzbehälter-Halter 57 dient
nicht nur zum Zusammenhalten der beiden Reagenzbehälter, sondern
auch zur exakten Festlegung der äußeren Abmessungen
und der Positionen der Öffnungen 53 und 54,
wenn der erste Reagenzbehälter 51 und
der zweite Rea genzbehälter 52 zusammengehalten
werden. An einem Abschnitt einer Seitenfläche des ersten oder des zweiten
Reagenzbehälters
ist eine Wulst 58 vorgesehen. Das Vorhandensein der Wulst 58 dient
zur Festlegung einer bestimmten Einsetzrichtung der Reagenzkassette 12 und
verhindert somit das falsche Einsetzen der Reagenzkassette 12.
Obwohl 4A und 4B den Fall
zeigen, bei dem der Reagenzbehälter-Halter 57 über den
Oberteilen der beiden Reagenzbehälter
angeordnet ist, kann er auch an den Unterteilen der beiden Reagenzbehälter angeordnet
werden. Die übrigen
Konstruktionen und Funktionen der Reagenzkassette und der Reagenzbehälter sind
die gleichen wie bei der ersten Ausführungsform.
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Vierte
Ausführungsform
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5A und 5B zeigen
die vierte Ausführungsform
des Reagenzbehälters
für die
automatische Analysevorrichtung.
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Bei
dieser Ausführungsform
sind die Konstruktionen und Funktionen der Reagenzkassette und des
Reagenzbehälters
die gleichen wie bei der ersten Ausführungsform. Bei dieser vierten
Ausführungsform
weisen der erste Reagenzbehälter 51 und der
zweite Reagenzbehälter 52 ein
anderes Volumen auf. Die äußeren Abmessungen
der Reagenzkassette und die Positionen der Öffnungen 53 im verbundenen
Zustand bleiben durch entsprechende Kombinationen von Aussparungen
und Vorsprüngen
wie bei der ersten Ausführungsform
erhalten.
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Bei
den ersten bis fünften
Ausführungsformen
des vorstehend beschriebenen Reagenzbehälters ist, da der erste Reagenzbehälter 51 und
der zweite Reagenzbehälter 52 miteinander
verbunden sind, eine große
Flexibilität
bei der Auswahl des Reagenzvolumens gegeben. Solange die äußeren Abmessungen
und die Positionen der Öffnungen
im miteinander verbundenen Zustand erhalten bleiben, können die
Reagenzbehälter
mit unterschiedlichen Volumen abhängig von den benötigten Reagenzmengen
beliebig miteinander kombiniert werden. Ferner ist das Verfahren
zum Verbinden der Reagenzbe hälter
nicht auf die Kombinationen von Aussparungen und Vorsprüngen oder
die Verwendung eines Reagenzbehälter-Halters beschränkt, und
die Reagenzbehälter
können
auch durch Kleben oder mittels Klebeband miteinander verbunden werden. Zum
Verbinden der Reagenzbehälter
wird vorzugsweise auch ein Strichcode-Etikett benutzt.