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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Kamm, der dazu bestimmt ist,
die Herstellung von Frisuren mit gefärbten oder aufgehellten Strähnen zu vereinfachen.
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Die
Patente
US 5 152 306 und
US 5 694 953 beschreiben
Kämme mit
hakenförmigen
Zinken, die dazu bestimmt sind, Haarsträhnen aufzugreifen, um sie vom
Rest des Kopfhaars zu trennen und zu behandeln.
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Das
Patent
US 5,018,542 beschreibt
einen Kamm mit Zinken, die auf einer Seite des Kamms angeordnet
sind, wobei mit Haken versehene Zinken es ermöglichen, Haarsträhnen zu
isolieren, wobei die Zwischenräume
zwischen benachbarten Zinken alle die gleiche Höhe haben.
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Aus
dem Patent
US 6,523,547 ist
ein Kamm mit Zinken bekannt, die jeweils mit komplexen Haken versehen
sind, die sich in den zwischen benachbarten Zinken definierten Zwischenräumen erstrecken, um
Strähnen
zwischen den Böden
der Zwischenräume
und den Haken zu isolieren.
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Bei
solchen Kämmen
hängt die
Anzahl von von den hakenförmigen
Zinken aufgenommenen Haaren vom Eindrücken des Kamms in das Kopfhaar ab,
und die Menge von Haaren, die jede herausgenommene Strähne bilden,
kann von einen zum anderen Mal stark variieren, was die Herstellung
bestimmter Frisuren durch eine unerfahrene Person schwierig gestalten
kann.
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Es
gibt ebenfalls den Bedarf, Strähnen
in wiederholbarer Weise im gesamten Kopfhaar färben oder aufhellen zu können.
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Die
vorliegende Erfindung hat insbesondere zum Ziel, das Formen von
gleichen Strähnen
zu vereinfachen und die Wiederholbarkeit einer Behandlung des Kopfhaars
zu verbessern.
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Gemäß einem
ihrer Aspekte hat die Erfindung einen Kamm für die Haare zum Gegenstand, der
aufweist:
- – einen
Körper
mit einer Längsachse,
- – mindestens
einen ersten Zwischenraum, der zwischen zwei Zinken eines ersten
Paars von Zinken, insbesondere zwei benachbarten Zinken, definiert
ist, wobei dieser erste Zwischenraum eine erste Höhe hat,
- – mindestens
einen zweiten Zwischenraum, der zwischen zwei Zinken eines zweiten
Paars von Zinken, insbesondere zwei benachbarten Zinken, definiert
ist, wobei dieser zweite Zwischenraum eine zweite Höhe geringer
als die erste Höhe
hat,
wobei von den Zinken, die den ersten und den zweiten
Zwischenraum definieren, nur die Zinken, die den zweiten Zwischenraum
definieren, angeordnet sind, um eine Haarsträhne zurückzuhalten, wobei mindestens
eine der Zinken, die den zweiten Zwischenraum definieren, ein Relief
aufweist, das einen Vorsprung in diesen zweiten Zwischenraum bildet,
wobei alle den ersten und den zweiten Zwischenraum definierenden
Zinken sich auf der gleichen Seite des Körpers des Kamms befinden.
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Die
Zinken des ersten und des zweiten Zwischenraums erstrecken sich
dann so, dass ihre freien Enden nicht zueinander entgegengesetzt,
sondern im Wesentlichen in der gleichen Richtung bezüglich der
Längsachse
des Körpers
ausgerichtet sind. Insbesondere können die freien Enden der Zinken
sich im Wesentlichen auf einer nach außen konkaven Linie befinden,
wobei diese Linie vorzugsweise eine im Wesentlichen der Krümmung des
Schädels
angepasste Krümmung
hat.
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Erfindungsgemäß wird die
Höhe eines
Zwischenraums in einer Richtung lotrecht zur Langsachse des Körpers zwischen
dem Boden des Zwischenraums und einem freien Ende mindestens einer
diesen Zwischenraum definierenden Zinken gemessen. Wenn die einen
Zwischenraum definierenden Zinken nicht die gleiche Länge bezüglich der
Längsachse haben,
wird die Höhe
dieses Zwischenraums als der Abstand zwischen dem Boden und dem
freien Ende der Zinke gemessen, die bezüglich der Langsachse die höchste ist.
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Die
Anzahl von zweiten Paaren von Zinken liegt zum Beispiel zwischen
2 und 20.
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Die
Menge von Haaren, die sich in den zweiten Zwischenraum einfügen und
vom Kamm angehoben werden können,
wird insbesondere durch die Höhe
dieses zweiten Zwischenraums begrenzt, die geringer ist als die
Höhe des
ersten Zwischenraums. Die Höhe
des zweiten Zwischenraums kann bei der Herstellung des Kamms in
Abhängigkeit
von der Größe der Haarsträhnen gewählt werden,
die man isolieren möchte.
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Der
zweite Zwischenraum kann in bei jeder Benutzung des Kamms wiederholbaren
Weise mit einer maximalen Menge von Haaren gefüllt werden. Dies kann es erlauben,
auf leichtere Weise behandelte Strähnen mit gleicher Größe zu formen.
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Mindestens
eine der den zweiten Zwischenraum definierenden Zinken kann eine
Hakenform aufweisen, wobei das erwähnte Relief zum Beispiel einen
Rand aufweist, der sich sowohl zum Boden des zweiten Zwischenraums
als auch zu der anderen diesen zweiten Zwischenraum definierenden
Zinke erstreckt.
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In
einer besonderen Anwendung der Erfindung ist der Abstand zwischen
den den zweiten Zwischenraum definierenden Zinken kleiner als derjenige,
der zwischen den Zinken vorhanden ist, die den ersten Zwischenraum
definieren, wobei dieser Abstand in Höhe des freien Endes der Zinken
gemessen wird.
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Die
Höhe des
zweiten Zwischenraums kann zum Beispiel zwischen 1/4 und 3/4 der
Höhe des
ersten Zwischenraums liegen, insbesondere zwischen 1/2 und 3/4,
zum Beispiel gleich etwa 2/3 der Höhe des ersten Zwischenraums
sein.
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Der
Kamm kann aus einem Stück
durch Formen mindestens eines Kunststoffs hergestellt werden.
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Mindestens
eine der den zweiten Zwischenraum definierenden Zinken kann zumindest
zum Teil aus einem elastisch verformbaren Material hergestellt werden,
insbesondere einem thermoplastischen Material wie einem Polyolefin.
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Jede
der den zweiten Zwischenraum definierenden Zinken kann ein in Richtung
der gegenüberliegenden
Zinke vorstehendes Relief aufweisen.
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Gemäß einem
anderen ihrer Aspekte hat die Erfindung noch ein Verfahren zum Färben oder
Aufhellen mindestens einer Haarsträhne zum Gegenstand, das die
folgenden Schritte aufweist:
- – Isolieren
mindestens einer Haarsträhne
unter Verwendung eines wie oben definierten Kamms,
- – Auftragen
mindestens eines Produkts auf die Strähne, um sie aufzuhellen oder
zu färben.
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Die
Erfindung hat noch ein Verfahren zum Färben oder Aufhellen mehrerer
Haarsträhnen
zum Gegenstand, das die folgenden Schritte aufweist:
- – gleichzeitiges
Isolieren mehrerer Haarsträhnen unter
Verwendung eines wie oben definierten Kamms,
- – Auftragen
mindestens eines Produkts auf die Strähnen, um sie aufzuhellen oder
zu färben.
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Die
Erfindung wird besser verstanden anhand der nachfolgenden ausführlichen
Beschreibung von nicht einschränkend
zu verstehenden Anwendungsbeispielen und der Betrachtung der beiliegenden
Zeichnung. Es zeigen:
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1 eine
Ansicht eines gemäß der Erfindung
hergestellten Kamms,
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die 2 und 3 die
Verwendung des Kamms der 1,
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4 eine
schematische und teilweise Ansicht einer Ausführungsvariante des Kamms, und
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5 eine
Ansicht analog zu 4 einer anderen Ausführungsvariante.
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Der
in 1 dargestellte Kamm 1 hat eine allgemeine
abgeflachte und gemäß einer
Längsachse
X längliche
Form mit einem Stiel 2 und einem Körper 3, der eine Folge
von Gruppen 4 von Zinken aufweist, die im betrachteten
Beispiel je ein Paar von Zinken 5 und 6 aufweisen,
die sich allgemein in einer Richtung lotrecht zur Achse X erstrecken.
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Im
dargestellten Beispiel definieren zwei benachbarte, d. h. aufeinanderfolgende
Zinken 5 und 6, die je zu zwei benachbarten Gruppen 4 gehören, einen
ersten Zwischenraum 8, dessen Höhe H1 höher ist
als die Höhe
H2 des Zwischenraums 9, der von den
Zinken 5 und 6 der gleichen Gruppe 4 gebildet wird.
Die Höhen
H1 und H2 werden
in einer Richtung lotrecht zur Achse X zwischen dem Boden der Zwischenräume 8 oder 9 und
den freien Enden der Zinken gemessen, wie man insbesondere in 1 sehen
kann.
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Der
Abstand e2 zwischen den den zweiten Zwischenraum 9 definierenden
Zinken ist kleiner als derjenige e1, der
zwischen den den erstem Zwischenraum 8 definierenden Zinken
existiert.
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Die
Zinken 5 jeder Gruppe 4 haben im betrachteten
Beispiel alle eine im Wesentlichen geradlinige Langsachse. Diese
Zinken 5 weisen, wenn man sie in einer Richtung lotrecht
zur Achse X und zu ihrer Langsachse betrachtet, im Wesentlichen
parallele oder leicht in Richtung des freien Ende des entsprechenden
Zinken konvergierende gegenüberliegende Seiten 5a und 5b auf.
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Im
Beispiel der 1 haben die Zinken 6 eine
Hakenform, mit an ihrem Ende einem Relief 11, das einen
Vorsprung in den Zwischenraum 9 bildet, wobei dieses Relief 11 einen
Innenrand 11a hat, der sich in Richtung der Zinke 5 und
der Achse X erstreckt. Das Relief 11 weist ebenfalls einen
zur Zinke 5 geneigten Außenrand 1lb auf, der
die Einführung der
Haare zwischen die Zinken 5 und 6 erleichtert. Der
Innenrand 11a ermöglicht
es, eine Haarsträhne zwischen
den Zinken 5 und 6 zu halten.
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Im
betrachteten Beispiel wird die Gesamtheit des Kamms 1 in
einem Vorgang durch Formen mindestens eines Kunststoffs erhalten,
aber der Rahmen der vorliegenden Erfindung wird nicht verlassen, wenn der
Kamm aus anderen Werkstoffen hergestellt wird, zum Beispiel einem
Metall. Um das Gewicht des Kamms zu minimieren, weisen vorzugsweise
der Stiel 2 und/oder der Körper 3 durchgehende
Löcher auf.
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Der
Kamm kann ganz aus einem elastisch verformbaren Werkstoff hergestellt
werden, zum Beispiel aus Polypropylen oder mit Zusatzstoffen beladenem
Polyethylen, um es einer Haarsträhne
zu ermöglichen,
durch elastische Verformung mindestens einer der Zinken 5 und 6 das
Relief 11 leichter zu überqueren.
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Der
Kamm 1 kann auch aus mehreren Werkstoffen hergestellt werden,
insbesondere durch Bi-Injektion eines Stoffs, wobei nur die Reliefs 11 zum
Beispiel aus einem verformbaren Werkstoff hergestellt werden, während der
Rest des Kamms aus einem steiferen Stoff hergestellt wird.
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In
einer Variante können
die Zinken 5 und 6 jeweils ganz aus einem elastisch
verformbaren Werkstoff und der Rest des Kamms aus einem steiferen Stoff
hergestellt werden.
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In
noch einer Variante kann nur eine der Zinken 5 oder 6 aus
einem elastisch verformbaren Werkstoff und der Rest des Kamms 1 aus
einem steiferen Stoff hergestellt werden.
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Nun
wird unter Bezug auf die 2 und 3 ein Verwendungsbeispiel
des Kamms 1 beschrieben. Letzterer kann in das Kopfhaar
eingeführt und
in diesem verschoben werden, wie in 2 dargestellt,
um es den Haaren zu ermöglichen,
in die zweiten Zwischenräume 9 einzudringen.
Der Kamm 1 kann anschließend angehoben werden, wie
in 3 gezeigt, um Haarsträhnen M zu isolieren, die dann
vom Benutzer ergriffen werden können,
der sie mit einem Produkt behan deln kann, das dazu bestimmt ist,
sie aufzuhellen oder zu färben,
wobei die anderen Haare nicht gehalten werden und durch Schwerkraft
zurückfallen.
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Der
Benutzer kann sich des Kamms bedienen, indem er einen gegebenen
Zwischenraum 9, zum Beispiel denjenigen, der sich am fernen
Ende des Kamms befindet, in einer festgelegten Weise auf dem Kopf
positioniert, ehe er die Behandlung beginnt.
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Gegebenenfalls
kann der Benutzer sich bei jeder neuen Verwendung des Kamms bezüglich einer
bereits behandelten Strähne
zurechtfinden. Dies kann es zum Beispiel erlauben, eine der linken
und rechten Seiten in gleicher Weise wie die andere Seite zu behandeln.
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Natürlich können verschiedene
Veränderungen
an der Erfindung vorgenommen werden, ohne deren Rahmen zu verlassen.
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Insbesondere
kann der Kamm 1 zwischen den Gruppen 4 von Zinken
andere Zinken 13 aufweisen, wobei die Höhe H1 des
zwischen einer der Zinken 5 oder 6 einer Gruppe 4 von
Zinken und einer benachbarten Zinke 13 geformten Zwischenraums 8 höher ist
als die Höhe
H2 des zwischen den Zinken 5 und 6 geformten
Zwischenraums 9, wie im oben erwähnten Ausführungsbeispiel.
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Jede
Gruppe 4 von Zinken kann noch, wie in 5 dargestellt,
mindestens ein Relief 12 auf jeder Zinke aufweisen, zum
Beispiel einen in Richtung der gegenüberliegenden Zinke vorspringenden
Buckel, wobei diese Buckel zwischen sich einen engen Durchgang 14 definieren,
um den Rückhalt
einer Haarsträhne
zu ermöglichen,
wobei dieser Rückhalt ggf.
durch die Wahl des den Kamm bildenden Werkstoffs oder durch eine
auf die Oberfläche
der Zinken aufgebrachte Beschichtung erleichtert wird.
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Die
Zinken können
mit einem im Wesentlichen konstanten Abstand zueinander angeordnet werden.
Der Rahmen der vorliegenden Erfindung wird aber nicht verlassen,
wenn der Zwischenraum zwischen den Zinken gemäß der Langsachse X variiert.
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In
der ganzen Beschreibung, einschließlich der Ansprüche, muss
der Ausdruck "ein
... aufweisend" als
Synonym für "mindestens ein ...
aufweisend" verstanden
werden, es sei denn, es wird deutlich das Gegenteil gesagt.