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TECHNISCHES GEBIET DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung einer
Zeitbasis in einem Mobiltelefon. Genauer schlägt die Erfindung eine Lösung vor,
um ständig
in einem Mobiltelefon eine Zeitbasis zu erzeugen, deren Erzeugung
weniger Energie als die vergleichbaren Verfahren des Standes der
Technik verbraucht.
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Das
Gebiet der Erfindung ist ganz allgemein jenes des Mobiltelefonwesens.
Auf diesem Gebiet ist es wesentlich, eine perfekt genaue Zeitbasis
an die Mikroprozessoren der Mobiltelefon zu liefern, insbesondere
damit sie sich perfekt auf den Mobilfunktelefonnetzen, von denen
sie abhängen,
synchronisieren können.
Die Zeitbasis wird ganz allgemein von Oszillatoren, beispielsweise
Quarzoszillatoren, geliefert. So war beispielsweise im Falle des
GSM ursprünglich
ein einziger Oszillator verfügbar,
der ein Zeitsignal mit 13 MHz (Megahertz) liefert, um die Funktion des
Telefons zu takten. Ein solcher Oszillator musste ständig eine
hohe spektrale Reinheit aufweisen und verbrauchte folglich eine
nicht zu vernachlässigende Menge
an Energie.
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Die
Telefonhersteller, die der übermäßige Verbrauch
eines solchen Oszillators störte,
wandten sich massiv einer Architektur zu, die mindestens zwei Oszillatoren
einsetzt. Eine schematische Darstellung eines Beispiels einer solchen
Architektur ist in 1 gezeigt.
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In
dieser Figur umfasst ein Mobiltelefon 100 auf vereinfachte
Weise einen Funkblock 101 und einen Block 102 zur
Bearbeitung der Informationen im Basisband. Der Funkblock 101 dient
insbesondere für
die verschiedenen Sende- /Empfangsschritte,
die mit dem Mobiltelefon durchgeführt werden. Er ist mit einer
Antenne 106 verbunden. Zu diesem Zweck muss er ein besonders
genaues Zeitsignal empfangen, das von einem ersten Quarzoszillator 103, Hochfrequenzoszillator
genannt, geliefert wird, der ein hinsichtlich Temperatur und Zeit
sehr stabiles Signal von großer
spektraler Reinheit mit beispielsweise 13 MHz liefert. Der erste
Oszillator kann beispielsweise vom Typ VCXO (Voltage Controlled
Crystal Oscillator auf Englisch) oder vom Typ VTXCO (Voltage Temperature
Controlled Crystal Oscillator auf Englisch) sein. In weiteren Ausführungsbeispielen liefert
der erste Oszillator ein Signal mit 26 MHz.
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Der
Basisbandblock 102 dient insbesondere dazu, eine Gesamtheit
von vom Netz empfangenen Informationen auszuwerten, empfangene Signale
zu demodulieren, ... Er empfängt
ein Zeitsignal, das von einem zweiten Quarzoszillator 104 geliefert
wird, der ein Signal mit einer niedrigeren Frequenz als jene des
ersten Oszillators von typischerweise 32 KHz (Kilohertz) liefert.
Der zweite Oszillator 104 weist eine geringere spektrale
Reinheit, eine niedrigere Frequenz und eine weniger gute Stabilität als der
erste Oszillator auf, wodurch es ihm insbesondere möglich ist,
weniger zu verbrauchen. Er wird insbesondere als Zeitbasis für die Kalenderzeit
des Mobiltelefon verwendet.
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Es
werden im Wesentlichen drei Verwendungsarten eines Mobiltelefon
unterschieden: eine erste Verwendungsart, Ausschaltmodus genannt,
bei dem das Telefon ausgeschaltet ist und keinen Anruf empfangen
kann; eine zweite Betriebsart, Einschaltmodus genannt, bei dem ein
Benutzer des Telefons nicht gerade mit seinem Telefon ein Gespräch führt, bei
dem der Benutzer aber auf seinem Telefon erreichbar ist; eine dritte
Betriebsart, Gesprächsmodus genannt,
bei dem der Benutzer das Telefon für ein Gespräch nutzt. Typischerweise muss
ein Mobiltelefon, wenn es sich im Einschaltmodus befindet, weiterhin
eine Aktivität,
Einschaltaktivität
genannt, haben: es muss insbesondere seinen Paging-Kanal überwachen,
um ständig
erreichbar zu sein, und Monitoring-Aufgaben sicherstellen, die in
verschiedenen Schritten zum Messen und Erfassen von Signalen auf
benachbarten Zellen zu der, an der es angeschlossen ist, bestehen.
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Die
Aktivitätsphasen
des Einschaltmodus des Mobiltelefons erfordern die Verwendung des
ersten Oszillators 103. Allerdings sind diese Aktivitätsphasen
des Einschaltmodus nicht permanent: die Paging- und Monitoring-Aufgaben
sind periodisch und finden zu perfekt definierten Zeitpunkten statt. Um
den Energieverbrauch insbesondere während des Einschaltmodus zu
begrenzen, wurde vorgeschlagen, den ersten Oszillator nur während der
Aktivitätsphasen
des Einschaltmodus zu verwenden, während derer seine hohe Frequenz
unerlässlich
ist. Die restliche Zeit im Einschaltmodus wird nur der zweite Oszillator 104 verwendet.
Zu diesem Zweck wird ein Aktivierungs-/Deaktivierungssignal Senable für den
ersten Oszillator 103 durch den Übertragungsblock 102 an
den ersten Oszillator übertragen.
Dieses Signal steuert die Ingangsetzung und das Ausschalten des
ersten Oszillators 103. Der erste Oszillator 103 empfängt überdies
ein so genanntes automatisches Frequenzkontrollsignal S, dessen
Rolle später
im Detail angeführt
ist.
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Während der
Inaktivitätsphasen
des Einschaltmodus sichert der zweite Oszillator die Bewahrung der
Zeitbasis, um es zu ermöglichen,
eine Synchronisierung mit dem Mobilfunktelefonnetz, von dem angenommen
wird, dass das Telefon mit ihm verbunden ist, aufrecht zu erhalten.
Außerhalb
der Aktivitätsphasen
des Einschaltmodus ist es somit wichtig zu wissen, mit welcher Frequenz
der zweite Oszillator 104 im Vergleich mit dem ersten Oszillator 103 verbunden
ist. Zu diesem Zweck ist das Vorhandensein eines Systems 105 zum
Messen des Versatzes des zweiten Oszillators 104 zum ersten
Oszillator 103 vorgesehen. Das Messsystem 105 empfängt somit,
während
sich das Mobiltelefon im Gesprächsmodus
befindet, und eventuell während
der Aktivitätsphasen
des Einschaltmodus ein erstes Signal SH1, das
dem vom ersten Oszillator 103 entsandten Signal entspricht,
und ein zweites Signal SH2, das dem vom zweiten
Oszillator 104 entsandten Signal entspricht, um beispielsweise
einen Abgleich des zweiten Signals durch das erste Signal durchzuführen. So
werden Abweichungen des zweiten Oszillators 104 vermieden,
und es ist somit während
der Inaktivitätsphasen
des Einschaltmodus ein Zeitsignal verfügbar, das eine Zeitbasis liefert,
deren Merkmale perfekt beherrscht werden, und die es ermöglicht,
eine Synchronisierung mit dem Netz zu bewahren.
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Das
Messsystem 105 und die Informationen, die es liefert, werden überdies
in Vorbereitungsphasen auf die Aktivitätsphasen im Einschaltmodus
verwendet. Damit der erste Oszillator optimal während der Aktivitätsphasen
des Einschaltmodus funktionieren kann, muss nämlich eine so genannte Weckphase
des ersten Oszillators vorgesehen werden, während der sich der erste Oszillator
stabilisiert, wobei insbesondere eine gewisse Anzahl von internen
Zählern
des ersten Oszillators, die momentan auf die Frequenz des zweiten
Oszillators getaktet waren, wieder eingestellt wird.
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TECHNOLOGISCHER HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Überdies
kann der Verbrauch eines Mobiltelefons des Standes der Technik folgendermaßen, wie in 2 mit
Hilfe eines Chronogramms dargestellt, das die Entwicklung der Stärke des
vom Telefon bezogen auf die Zeit verbrauchten Stroms anzeigt, betrachtet
werden.
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Ein
erster Verbrauchsmodus 200 entspricht dem Ausschaltmodus
des Mobiltelefons. In einem solchen Modus funktioniert nur der zweite
Oszillator, insbesondere um die Kalenderzeit des Telefons aufrecht
zu erhalten; sein Verbrauch ist typischerweise 20 μA (Mikroampere),
zu denen 100 μA
für den
Verbrauch des übrigen
Telefons hinzuzufügen
sind. Der Gesamtverbrauch im Ausschaltmodus beträgt somit 120 μA.
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Ein
zweiter Verbrauchsmodus 201, der dem Einschaltmodus des
Mobiltelefons entspricht, kann in drei unterschiedliche Phasen unterteilt
werden:
- – eine
erste Phase 202, die einer Inaktivitätsphase des Einschaltmodus
entspricht, während
der nur der zweite Oszillator funktioniert; in dieser Phase ist
der Verbrauch des Mobiltelefons, der für die Versorgung des zweiten
Oszillators und verschiedener Prozessoren und Speicher des Telefons
erforderlich ist, typischerweise 200 μA im Durchschnitt; dieser Verbrauch
wird Basisverbrauch des Mobiltelefons genannt;
- – eine
zweite Phase 203, während
der der erste Oszillator wieder aktiviert wird, um ihm Zeit zu geben,
sich zu stabilisieren, bevor er für die verschiedenen Paging-
und Monitoring-Schritte betriebsbereit ist; diese zweite Phase umfasst
typischerweise eine erste Stufe 205 von ungefähr 20 mS
(Millisekunden), während
der der Verbrauch 10 mA beträgt,
dann eine zweite Stufe 206 von ungefähr 16 mS, während der der Verbrauch 7 mA
beträgt,
zusätzlich
zum Basisverbrauch; der Beitrag der zweiten Phase 203 erfolgt
somit im Durchschnitt über
einen Zeitraum von 1 Sekunde, der dem durchschnittlichen Zeitraum
im Falle des GSM zwischen den Paging-Schritten von 312 μA (= 7·16 + 10·20) entspricht;
- – eine
dritte Phase 204, die einer Aktivitätsphase des Einschaltmodus
entspricht, während
der der erste Oszillator im stabilisierten Zustand funktioniert,
und während
der Verbrauchsspitzen 207 erreicht werden. Der durchschnittliche
Beitrag dieser dritten Phase beträgt typischerweise ungefähr 2000 μA.
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In
dem dargestellten Beispiel beträgt
der durchschnittliche Verbrauch eines Mobiltelefons im Einschaltzustand
somit ungefähr
2512 μA.
Der Beitrag der zweiten Phase 203 ist somit hinsichtlich
des Energieverbrauchs nicht zu vernachlässigen.
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Die
Funktion der Mobiltelefone des Standes der Technik ist somit nicht
völlig
zufrieden stellend: einerseits erhöht das Vorhandensein eines
zweiten Quarzoszillators und eines Systems zum Messen der Abweichung
zwischen dem ersten und dem zweiten Oszillator die Herstellungskosten
des Mobiltelefons; andererseits könnte der Verbrauch des Mobiltelefons während der
Einschaltphasen noch verbessert werden, insbesondere wenn eine Funktion
vorgeschlagen würde,
die es ermöglicht,
die Vorbereitungsphasen auf die Aktivitätsphasen im Einschaltmodus
zu vermeiden.
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Im
Stand der Technik ist überdies
die Patentanmeldung PCT bekannt, die unter der
WO 98/2189 veröffentlicht wurde und einen
Oszillator beschreibt, der eine Gesamtheit von unterschiedlichen
Frequenzen liefern kann, um sich an die Übertragungsnormen anzupassen,
die in einem Multimode-Mobiltelefon wesentlich sind. Aber dieses
Dokument kümmert sich
nicht darum, in einem Mobiltelefon eine Zeitbasis zu erzeugen, die
in einem Einschaltmodus des Mobiltelefon nutzbar ist, um den Verbrauch
dieses letztgenannten zu begrenzen. Ein weiteres Beispiel ist in dem
Dokument D1: US-BI-6333939 (YU NICHOLAS KETAL) vom 25. Dezember
2001 zu finden.
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ALLGEMEINE BESCHREIBUNG DER
ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung schlägt
eine Lösung
für die
oben erwähnten
Probleme vor. Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung besteht
insbesondere darin, ein Verfahren zur Erzeugung einer Zeitbasis
in einem Mobiltelefon vorzuschlagen, bei dem nur ein Hochfrequenzoszillator
von typischerweise 13 MHz zum Einsatz kommt, wobei der Niederfrequenzoszillator
von typischerweise 32 KHz weggelassen wurde. Das Verzichten auf
die Verwendung eines Niederfrequenzoszillators ermöglicht es
somit, das Vorhandensein eines Einstellungssystems des Niederfrequenzoszillators
in Bezug zum Hochfrequenzoszillator zu vermeiden. Ferner werden
so wesentliche Einsparungen bei der Herstellung des Mobiltelefon
erzielt. Es wird somit zu einer ursprünglichen Architektur zurückgekehrt,
bei der nur ein Hochfrequenzoszillator verwendet wurde, um eine
Zeitbasis in einem Mobiltelefon zu erzeugen. Aber bei der Erfindung
ist, um den Verbrauch eines Mobiltelefon, das sich nicht in einem
Gesprächsmodus
befindet, zu begrenzen, die Definition verschiedener Betriebsarten
vorgesehen, wobei jede Betriebsart mit einem spezifischen Versorgungsmodus
des Systems zur Erzeugung einer Zeitbasis verbunden ist, wobei das Mobiltelefon
von einem Versorgungsmodus zum nächsten
in Abhängigkeit
von seinen Aktivitätsbedingungen übergeht.
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Die
Erfindung betrifft somit im Wesentlichen ein Verfahren zur Erzeugung
einer Zeitbasis in einem Mobiltelefon, umfassend einen Hochfrequenzoszillator,
der ein Basissignal mit einer ersten Frequenz erzeugt, dadurch gekennzeichnet,
dass es die verschiedenen Schritte umfasst, die darin bestehen,
in Abhängigkeit
von den Aktivitätsbedingungen
des Mobiltelefons verschiedene Betriebsarten abzuwechseln:
- – eine
erste Betriebsart des Mobiltelefons, der einer Aktivitätsphase
des Einschaltmodus entspricht und darin besteht, mit Hilfe eines
ersten Versorgungsniveaus den Hochfrequenzoszillator zu versorgen
und einen Leistungsverstärker,
der mit dem Hochfrequenzoszillator verbunden ist, zu versorgen,
um das Basissignal zu verstärken,
um ein verstärktes
Basissignal zu erhalten;
- – eine
zweite Betriebsart des Mobiltelefons, die einer Inaktivitätsphase
des Einschaltmodus des Mobiltelefons entspricht und darin besteht,
mit Hilfe eines ersten Versorgungsniveaus den Hochfrequenzoszillator
zu versorgen, ohne den Leistungsverstärker zu versorgen;
und
dass die erste und die zweite Betriebsart den zusätzlichen
Schritt umfassen, der darin besteht, aus dem vom Hochfrequenzoszillator
erzeugten nicht verstärkten
Basissignal ein Nebensignal mit einer zweiten Frequenz zu erzeugen.
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Ein
weiteres wesentliches Merkmal des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin,
dass die Schritte ferner während
einer Unterbrechungsphase des Mobiltelefons eine dritte Betriebsart
des Mobiltelefons einsetzen, die darin besteht, mit Hilfe eines zweiten
Versorgungsniveaus, das geringer als das erste Versorgungsniveau
ist, den Hochfrequenzoszillator zu versorgen, ohne den Leistungsverstärker zu versorgen,
und die den zusätzlichen
Schritt umfasst, der darin besteht, aus dem vom Hochfrequenzoszillator
erzeugten Basissignal ein Nebensignal mit einer zweiten Frequenz
zu erzeugen. Bei der Erfindung werden in den Einschalt- und Ausschaltmodi
des Mobiltelefons nur diese Betriebsarten verwendet; es sind keine
weiteren Betriebsarten als diese drei soeben erwähnten Betriebsarten vorgesehen.
Es ist keine zusätzliche
Betriebsart, insbesondere um die Aktivitätsphasen des Einschaltmodus
vorzubereiten, im Rahmen der Erfindung notwendig.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
umfasst vorzugsweise ein oder mehrere zusätzliche Merkmale, unter anderem:
- – das
zweite Versorgungsniveau ist gleich der Hälfte des ersten Versorgungsniveaus
auf 40 Prozent genau;
- – das
Nebensignal wird mit Hilfe eines Frequenzteilers erzeugt, der am
Eingang das nicht verstärkte
Basissignal empfängt;
- – der
Frequenzteiler leitet einen Verlust an Spektralreinheit zwischen
dem Basissignal und dem zweiten Signal ein;
- – das
Basissignal hat eine Frequenz von 13 MHz oder eine Mehrfachfrequenz;
- – das
zweite Signal hat eine Frequenz von 32,768 KHz;
- – der
Frequenzteiler von 13 MHz zu 32,768 KHz ist in dieselbe Schaltung
wie der Oszillator 13 MHz integriert.
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Die
Erfindung und ihre verschiedenen Anwendungen werden durch die Studie
der nachfolgenden Beschreibung und der begleitenden Figur besser verständlich.
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KURZBESCHREIBUNG DER FIGUREN
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Diese
haben nur hinweisenden und keinesfalls für die Erfindung einschränkenden
Charakter. Die Figuren zeigen:
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1,
bereits beschrieben, eine schematische Darstellung einer Architektur
eines Mobiltelefons des Standes der Technik;
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2,
ebenfalls bereits beschrieben, ein Chronogramm, das verschiedene
Phasen des Verbrauchs eines Mobiltelefons des Standes der Technik darstellt;
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3 eine
schematische Darstellung der verschiedenen Betriebsarten eines Systems
zur Erzeugung einer Zeitbasis, das bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
eingesetzt wird;
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4 ein
Chronogramm, das verschiedene Phasen des Verbrauchs eines Mobiltelefons,
das das erfindungsgemäße Verfahren
einsetzt, darstellt.
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BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN
AUSFÜHRUNGSARTEN
DER ERFINDUNG
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3 zeigt
eine erste Betriebsart 301, eine zweite Betriebsart 302 und
eine dritte Betriebsart 303 eines Systems zur Erzeugung
einer Zeitbasis, die alternativ in Abhängigkeit von den Aktivitätsbedingungen
des Mobiltelefons in dem erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzt werden.
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Das
System zur Erzeugung einer Zeitbasis umfasst im Wesentlichen:
- – einen
Quarzoszillator 304, der ein Hochfrequenzbasissignal Sb
liefern kann, das sehr stabil ist und eine große Spektralreinheit aufweist;
in einem Beispiel hat das Basissignal eine Frequenz von 13 MHz;
- – einen
Leistungsverstärker 305,
an den das Basissignal Sb übertragen
wird und der ein verstärktes
Basissignal Sba liefert, das ebenfalls sehr stabil ist und eine
große
Spektralreinheit aufweist;
- – einen
Frequenzteiler 306, der an seinem Eingang das nicht verstärkte Basissignal
Sb empfängt,
das im Bereich einer Abzweigung 307 abgelenkt wurde; der
Frequenzteiler 306 ermöglicht es,
ein zweites Signal S2 mit einer geringeren Frequenz als das Basissignal
von beispielsweise 32 KHz (32,768 KHz in der Praxis) zu erhalten. Um
die Herstellungskosten des Mobiltelefons zu begrenzen, kann der
Frequenzteiler relativ einfach sein, wobei die Spektralreinheit
des zweiten Signals S2 in diesem Fall nicht so gut wie jene des Basissignals
Sb ist. Da das Verhältnis
13 MHz/32,768 KHz nicht ganz ist, ist der Teiler 306 vorzugsweise
vom Typ Bruchteiler. Er kann beispielsweise mit Hilfe eines zeitgemultiplexten
Teilungsranges ausgeführt
sein: beispielsweise wird die erste Frequenz 13 MHz während einer
ersten Zeitdauer durch 396 geteilt, dann während einer zweiten
Zeitdauer durch 397.
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Der
Verbrauch des Teils, der die 32 KHz erzeugt, ist gering, da sich
die Einheit in der integrierten Schaltung befindet, für die die
Arbeitsimpedanzen sehr stark sind (ungefähr zehn Kiloohm und ein Zehntel
Picofarad). Nur der Niederfrequenzausgang 32 KHz ist außerhalb
der Schaltung vorhanden und ermöglicht
es, relativ geringe Impedanzen (von ungefähr einem Kiloohm und einem
Picofarad) anzugreifen, ohne einen hohen Verbrauch hervorzurufen.
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Die
erste Betriebsart 301 entspricht der folgenden Aktivitätsbedingung
des Telefons: Aktivitätsphase
des Einschaltmodus. Während
einer solchen Betriebsart, die den vorher beschriebenen Paging- und
Monitoringschritten entspricht, benötigt das Telefon eine stabile
Zeitbasis mit großer
Spektralreinheit. Zu diesem Zweck wird der Oszillator 304 mit
Hilfe eines ersten Versorgungsniveaus, das einem Strom I1 entspricht,
versorgt, das ausreicht, damit das Basissignal Sb stabil und von
großer
Spektralreinheit ist. Beispielsweise ist das erste Versorgungsniveau 100 μA. Bei dieser
Betriebsart wird auch der Leistungsverstärker 305 versorgt,
der einen Strom mit der Stärke 12 von
typischerweise 2 mA (Milliampere) empfängt. Das Basissignal kann so
unter guten Bedingungen eine relativ geringe Impedanz angreifen.
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Die
zweite Betriebsart 302 entspricht der folgenden Aktivitätsbedingung
des Telefons: Inaktivitätsphase
des Einschaltmodus. Währen
einer solchen Betriebsart, die den Perioden entspricht, die sich
zwischen den vorher beschriebenen Paging- und Monitoringschritten
befinden, ist nur das zweite Signal S2 notwendig, um eine Zeitbasis
zu erzeugen. In der Erfindung wird somit vorgeschlagen, die Versorgung
des Leistungsverstärkers 305 zu
unterbrechen, allerdings wird das erste Versorgungsniveau beibehalten,
um den Oszillator 304 zu versorgen. So wird der Verbrauch
des Systems zur Erzeugung einer Zeitbasis begrenzt und gleichzeitig
eine Frequenzstabilität
des Systems aufrechterhalten: die Tatsache, dass das erste Versorgungsniveau
beibehalten wird, um den Oszillator 304 zu versorgen, sichert nämlich die
Beibehaltung einer guten Frequenzstabilität, und die Stabilisierungsphasen
des Oszillators 304 bei jedem Neustart dieses letztgenannten
müssen
nicht mehr sein; überdies
werden auf diese Weise die Kalibriervorgänge, die im Stand der Technik
für das
zweite Signal in Bezug zum Basissignal vor den Aktivitätsphasen
unerlässlich
sind, unnötig.
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Die
dritte Betriebsart 303 entspricht der folgenden Aktivitätsbedingung
des Telefons: Ausschaltmodus. Während
einer solchen Betriebsart muss die Frequenzstabilität des Systems
zur Erzeugung der Zeitbasis nicht unbedingt aufrechterhalten werden.
In einem solchen Modus kann somit die Betriebsart des Oszillators 304 verändert werden,
um dessen Verbrauch zu verringern: zu diesem Zweck wird der Oszillator 304 mit
Hilf eines zweiten Versorgungsniveaus versorgt, das einem Strom
I3 mit einer geringeren Stärke
als der Strom I1 entspricht. So wird der Polarisationspunkt eines
Oszillators verändert.
Das Basissignal Sb ist mm weniger stabil und hat eine weniger große spektrale
Reinheit als bei der ersten Betriebsart. Das zweite Versorgungsniveau
ist beispielsweise 50 μA.
Bei dieser Betriebsart wird der Leistungsverstärker 305 auch nicht
mehr versorgt.
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So
kann der Verbrauch eines Mobiltelefons, das das erfindungsgemäße Verfahren
einsetzt, auf folgende Weise, die in 4 mit Hilfe
eines Chronogramms dargestellt ist, das die Entwicklung der Stärke des
verbrauchten Stroms durch das Telefon in Abhängigkeit von der Zeit angibt,
angenommen werden: Ein erster Verbrauchsmodus 400 entspricht
dem Ausschaltmodus des Mobiltelefons, d. h. der dritten Betriebsart 303.
In einem solchen Modus wird der Oszillator 304 typischerweise
mit einem Strom der Stärke 50 μA versorgt;
sein Gesamtverbrauch ist typischerweise 70 μA, zu denen 100 μA für den Verbrauch
des übrigen
Telefons hinzuzufügen
sind. Der durchschnittliche Gesamtverbrauch im Ausschaltmodus ist
somit 170 μA.
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Ein
zweiter Verbrauchsmodus 401, der dem Einschaltmodus des
Mobiltelefons entspricht, kann in zwei unterschiedliche Phasen unterteilt
werden:
- – eine
erste Phase 402, die der zweiten Betriebsart 302 entspricht;
während
dieser Phase ist der Basisverbrauch des Mobiltelefons, der für die Versorgung
des Oszillators 304 und der verschiedenen Prozessoren und
Speicher des Telefons notwendig ist, typischerweise 300 μA im Durchschnitt;
- – eine
zweite Phase 403, die der ersten Betriebsart 301 entspricht,
während
der der Oszillator 304 stabil funktioniert und während der
der Leistungsverstärker 305 versorgt
wird. Verbrauchsspitzen 404 werden erreicht. Der durchschnittliche
Beitrag dieser dritten Phase ist typischerweise ungefähr 2000 μA, wie vorher.
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In
dem dargestellten Beispiel, das einem Einsatz des erfindungsgemäßen Verfahrens
entspricht, ist der durchschnittliche Verbrauch eines Mobiltelefons
im Einschaltmodus somit im Durchschnitt über einen Zeitraum von 1 Sekunde,
was dem durchschnittlichen Zeitraum im Falle des GSM zwischen den
Pagingschritten entspricht, ungefähr 2300 (= 300 + 2000) μA. Dank des
erfindungsgemäßen Verfahrens
wurde somit der durchschnittliche Verbrauch eines Mobiltelefons
im Einschaltmodus insbesondere dank des Vermeidens einer Stabilisierungsphase
des Hochfrequenzoszillators, die den Aktivitätsphasen des Einschaltmodus
voranging, verringert.
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Der
Verbrauch des Mobiltelefons im Ausschaltmodus ist etwas größer als
in der Situation des Standes der Technik (170 μA an Stelle von 120 μA), aber
dies ist nicht störend,
da das Telefon eine Autonomie im Ausschaltzustand von ungefähr 3 Monaten beibehält, bevor
sein Akku völlig
entladen ist.