DE602004008331T2 - Mikrokomponente mit einer hermetischen mikrokavität und verfahren zur herstellung solch einer mikrokomponente - Google Patents
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Description
- Technischer Bereich der Erfindung
- Die Erfindung betrifft eine Mikrokomponente, die eine hermetisch abgeschlossene Mikrokavität aufweist, die von einer Kappe begrenzt wird, die eine erste Schicht umfasst, in der mindestens eine Öffnung gebildet ist, sowie eine zweite Schicht, welche die Mikrokavität hermetisch abdichtet, wobei die Mikrokomponente eine dritte Schicht, die zwischen der ersten und zweiten Schicht angeordnet ist, eine zusätzliche Mikrokavität, die mit der Öffnung verbunden und zwischen der ersten und dritten Schicht angeordnet ist, und mindestens eine zusätzliche Öffnung umfasst, die angrenzend an die zusätzliche Mikrokavität, in der dritten Schicht gebildet und bezüglich der Öffnung versetzt angeordnet und durch die zweite Schicht verschlossen ist.
- Stand der Technik
- Es gibt zahlreiche Gründe, weshalb elektromechanische Mikrosysteme hermetisch verkapselt sein sollten. Insbesondere können Staub und Feuchtigkeit die Funktion der beweglichen Teile stören, und die Elektrokontakte können durch den Sauerstoff aus der Umgebungsluft Schaden nehmen.
- In der Regel sind elektromechanische Mikrosysteme hermetisch in einer Mikrokavität eingeschlossen, die von einer Kappe begrenzt wird. Ein bekanntes Herstellungsverfahren einer hermetisch dichten Kappe ist in den
1 und2 dargestellt. Die elektromechanische Mikrosysteme1 sind im Allgemeinen auf einem Substrat2 angeordnet. Wie in1 dargestellt, wird die Kappe auf dem Substrat2 und auf einer auf dem Substrat2 gebildeten Opferschicht3 von einer ersten Schicht4 gebildet, in der eine Öffnung5 oder gegebenenfalls mehrere Öffnungen5 gebildet ist/sind. Anschließend wird die Opferschicht3 durch die Öffnung5 entfernt, sodass eine Mikrokavität6 entsteht, wie in2 dargestellt. Anschließend wird eine zweite Schicht7 oder Verschluss schicht auf die erste Schicht4 aufgebracht, sodass die Mikrokavität6 hermetisch abgedichtet wird. - Die Herstellung mittels einer Opferschicht
3 bringt unter anderem zwei Probleme mit sich, nämlich die einer ungenügenden Dichtheit und einer hohen Dauer der Entfernungsphase der Opferschicht3 , insbesondere bei Kappen mit größeren Abmessungen. - Um nämlich den hermetischen Verschluss der Kappe zu gewährleisten, sind die Öffnungen
5 in der Regel klein und in Bereichen der Opferschicht3 und somit der Mikrokavität6 mit geringer Dicke angeordnet, wie in1 dargestellt. In der Regel beträgt die Dicke der Opferschicht3 im Bereich der Öffnung5 in einer Randzone der Mikrokavität6 , etwa 0,5 Mikron, während die Dicke der Opferschicht3 , die die elektromechanische Mikrosysteme bedeckt, in der Größenordnung von 10 Mikron liegt. Das Wegätzen der Opferschicht3 ist dann lang und aufwändig. Dies ist umso nachteiliger, als die Dicke der Opferschicht3 im Bereich der Öffnung5 manchmal unter 0,2 Mikron gebracht wird, um ein perfektes Abdichten zu gewährleisten. - Das Dokument
DE 100 05 555 beschreibt eine Mikrokomponente mit einer hermetisch durch eine Kappe verschlossenen Kavität. Die Kappe umfasst eine untere und eine obere Schicht, die jeweils zueinander versetzte und im oberen Teil der Kappe angeordnete Öffnungen aufweisen. Während des Verfahrens zur Herstellung der Mikrokomponente werden die untere und die obere Schicht auf eine erste und zweite Opferschicht aufgebracht. Das Entfernen der Opferschichten erfolgt durch die Öffnungen der oberen Schicht hindurch. Die erste Opferschicht wird darüber hinaus durch die Öffnungen der unteren Schicht hindurch entfernt. Die obere Schicht bildet Verbindungsstege, die sich über die Öffnungen der unteren Schicht erstrecken und zwischen zwei Öffnungen der oberen Schicht angeordnet sind. Die Öffnungen der oberen und unteren Schicht kommunizieren miteinander jeweils über zusätzliche Kavitäten, die zwischen der unteren und oberen Schicht angeordnet sind. Während des Herstellungsprozesses werden die zusätzlichen Kavitäten mittels der zweiten Opferschicht gebildet. Am Ende des Prozesses werden die Öffnungen der oberen Schicht durch eine Verschlussschicht abgedichtet, die auf die obere Schicht aufgebracht wird und Stopfen in den Öffnungen bildet. Die untere Schicht kann unter intrinsischer mechanischer Spannung hergestellt werden. - Der Artikel "Vacuum sealing of microcavities using metal evaporation" von M. Bartek et al. (Sensors and Actuators A 61 (1997) 364–368) beschreibt ein Verfahren zur Herstellung einer Mikrokomponente. Eine Opferschicht wird in einer Kavität eines Substrats angeordnet und teilweise mit einer Schicht aus Siliziumnitrid bedeckt, sodass eine Öffnung bestehen bleibt, die zur Opferschicht hin mündet. Die Siliziumnitridschicht steht unter geringer mechanischem Druck. Dann wird eine zweite Opferschicht in der Öffnung und am Umfang der Öffnung aufgebracht. Die zweite Opferschicht wird anschließend teilweise mit einer Schicht aus Polysilizium bedeckt. Die Opferschichten werden entfernt und die entstehenden Vertiefungen werden durch Aufbringen einer Versiegelungsschicht aus Aluminium oder Polysilizium verschlossen. Man erhält eine Mikrokomponente mit einer hermetisch verschlossenen, von einer Kappe bedeckten Mikrokavität. Die Kappe wird nacheinander von der Schicht aus Siliziumnitrid, der Polysiliziumschicht und der Versiegelungsschicht gebildet. Zwischen der Siliziumnitridschicht und der Polysiliziumschicht ist eine kleine zusätzliche Mikrokavität angeordnet, durch welche hindurch die Opferschicht während des Verfahrens entfernt wird.
- Das Dokument
EP0451992 beschreibt eine Mikrokomponente mit einer Kavität, die zwischen einem Substrat und einer Kappe angeordnet ist, die zwischen zwei Elementen schwebend angeordnet ist. In der Kavität ist ein schwebender Balken angeordnet. Die Kavität ist mit dem Äußeren über Kanäle verbunden, die mit einer Oxidschicht verschlossen werden. Das Herstellungsverfahren umfasst einen Glühschritt, um die gewünschte Spannungshöhe und das gewünschte Verformungsmaß des Balkens herzustellen. - Gegenstand der Erfindung
- Die Erfindung will diesen Nachteilen abhelfen und insbesondere die hermetische Abdichtung einer Mikrokavität sicherstellen, dabei jedoch die Dauer des Verfahrens zur Herstellung der Mikrokavität verkürzen.
- Nach der Erfindung wird dieses Ziel durch die anhängenden Ansprüche und insbesondere dadurch erreicht, dass die dritte Schicht bzw. die Verschlussschicht eine Schicht ist, die unter mechanischer Spannung steht und über der ersten Schicht angeordnet ist, wobei die unter mechanischer Spannung stehende Schicht in Richtung auf die erste Schicht nachgibt und eine Verkleinerung des durch die Verschlussschicht zu verschließenden Raums bewirkt.
- Die Erfindung hat ferner ein Herstellungsverfahren für eine solche hermetisch abgeschlossene Mikrokavität einer Mikrokomponente nach der Erfindung zum Ziel, das nacheinander umfasst:
- – das Aufbringen einer Opferschicht, die die Mikrokavität begrenzen soll, auf ein Substrat,
- – das Aufbringen einer ersten Schicht, die eine Kappe bildet, auf das Substrat und die Opferschicht,
- – das Ätzen mindestens einer Öffnung in die erste Schicht, welche Öffnung zur Opferschicht hin mündet, das Entfernen der Opferschicht durch die Öffnung hindurch, damit eine Mikrokavität entsteht,
- – das Aufbringen einer Verschlussschicht, um die Mikrokavität hermetisch abzudichten, Verfahren, das dadurch gekennzeichnet ist, dass es nach dem Ätzen der Öffnung und vor dem Entfernen der Opferschicht folgende Schritte umfasst:
- – das Aufbringen einer zusätzlichen Opferschicht, die die Öffnung und einen Teil der ersten Schicht bedeckt, auf den Umfang der Öffnung,
- – das Aufbringen einer dritten Schicht auf die erste Schicht und die zusätzliche Opferschicht,
- – das Ätzen mindestens einer zusätzlichen Öffnung in die dritte Schicht, die bezüglich der Öffnung versetzt ist und zur zusätzlichen Opferschicht mündet, wobei das Entfernen der Opferschicht und der zusätzlichen Opferschicht durch die zusätzliche Öffnung hindurch erfolgt, sodass die Mikrokavität entsteht, und das Aufbringen der Verschlussschicht auf die dritte Schicht erfolgt, sodass die zusätzliche Öffnung verschlossen wird, wobei die dritte Schicht oder die Verschlussschicht eine Schicht ist, die unter mechanischer Spannung steht, über der ersten Schicht angeordnet ist und zur ersten Schicht hin nachgibt und eine Verkleinerung des mit der Verschlussschicht abzudichtenden Raums bewirkt.
- Kurzbeschreibung der Zeichnungen
- Weitere Vorteile und Merkmale gehen klarer aus der nachfolgenden Beschreibung besonderer Ausführungsformen der Erfindung hervor, die beispielhaft und nicht erschöpfend gegeben und in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt sind, in denen:
- die
1 und2 zwei Schritte eines Verfahrens zur Herstellung einer Mikrokomponente nach dem Stand der Technik darstellen; - die
3 ,5 und7 in Draufsicht drei aufeinander folgende Schritte einer besonderen Ausführungsform eines Herstellungsverfahrens für eine Mikrokomponente nach der Erfindung darstellen; - die
4 ,6 und8 im Schnitt jeweils entlang der Achsen A-A, B-B und C-C die drei in den3 ,5 und7 dargestellten Schritte darstellen; - die
9 und10 zwei weitere Schritte des Verfahrens nach den3 bis8 zeigen; - die
11 und12 zwei Schritte einer weiteren besonderen Ausführungsform eines Herstellungsverfahrens für eine Mikrokomponente nach der Erfindung darstellen, die dem Aufbringen der Verschlussschicht vorausgehen; -
13 einen Schritt einer weiteren besonderen Ausführungsform eines Herstellungsverfahrens für eine Mikrokomponente nach der Erfindung darstellt, die dem Aufbringen der Verschlussschicht vorausgeht. - Beschreibung besonderer Ausführungsformen
- Wie in den
3 und4 gezeigt sind die Öffnungen5 (zwei Öffnungen in den Figuren), die in die erste Schicht4 geätzt und zur Opferschicht3 münden, vorzugsweise in einem oberen Bereich der Mikrokavität angeordnet, d.h. an Stellen, an denen die Opferschicht3 eine maximale Dicke von beispielsweise etwa 8 bis 10 Mikron aufweist. So wird die spätere Phase des Entfernens der Opferschicht3 durch die Öffnungen5 hindurch bezüglich dem Stand der Technik wesentlich verkürzt. - In den
5 und6 ist eine zusätzliche Opferschicht8 , die zur Begrenzung einer zusätzlichen Mikrokavität11 bestimmt ist, mit jeder der Öffnungen5 verbunden. - Die zusätzlichen Opferschichten
8 werden nach dem Ätzen der Öffnungen5 und vor dem Entfernen der Opferschicht3 aufgebracht, um die Öffnungen5 und einen Teil der ersten Schicht4 am Umfang der Öffnungen5 zu bedecken. Die Dicke der zusätzlichen Opferschichten8 beträgt beispielsweise 0,3 Mikron. Dann wird, wie in den7 und8 dargestellt, eine dritte Schicht9 auf die erste Schicht4 und die zusätzlichen Opferschichten8 aufgebracht. Anschließend wird in die dritte Schicht9 mindestens eine zusätzliche Öffnung10 (zwei in den7 und8 ) geätzt, die bezüglich jeder Öffnung5 versetzt angeordnet ist und zur entsprechenden zusätzlichen Opferschicht8 hin mündet. Anschließend erfolgt, wie in9 dargestellt, das Entfernen der Opferschicht3 und der zusätzlichen Opferschichten8 durch die zusätzlichen Öffnungen10 hindurch, um die Mikrokavität6 und die zusätzliche Mikrokavität11 entstehen zu lassen, die mit der jeweiligen Öffnung5 und den entsprechenden zusätzlichen Öffnungen10 verbunden und zwischen der ersten Schicht4 und der dritten Schicht9 angeordnet ist. - Anschließend wird, wie in
10 dargestellt, die zweite Schicht7 oder Verschlussschicht auf die dritte Schicht9 aufgebracht, um die zusätzlichen Öffnungen10 zu verschließen und die Mikrokavität6 hermetisch abzudichten. So ist die dritte Schicht9 zwischen der ersten Schicht4 und der zweiten Schicht7 mit einer zusätzlichen Mikrokavität11 zwischen der ersten Schicht4 und der dritten Schicht9 angeordnet. Da die zusätzlichen Öffnungen10 bezüglich der Öffnung5 versetzt sind und in die zusätzliche Mikrokavität11 geringer Dicke münden, wird das Verschließen der zusätzlichen Öffnungen10 durch die zweite Schicht7 vereinfacht, wodurch die Mikrokavität6 hermetisch verschlossen werden kann. - In den
7 bis10 sind jeder Öffnung5 zwei weitere Öffnungen10 zugeordnet, sodass ein schwebender Verbindungssteg12 , der in der dritten Schicht9 gebildet und von den beiden zusätzlichen Öffnungen10 begrenzt wird, die Öffnung5 bedeckt. Der Versatz zwischen der Öffnung5 und jeder zusätzlichen Öffnung10 ist so vorgesehen, dass keine zusätzliche Öffnung10 die Öffnung5 bedeckt, und zwar nicht einmal teilweise. So wird der Teil der zweiten Schicht7 , der die Öffnungen10 verschließt, von der ersten Schicht4 getragen und kann sich so nicht in die Mikrokavität6 legen. - Das Material der Opferschichten
3 und8 kann ein Polymer sein, beispielsweise ein Polyimid oder ein Fotoresist, der ein schnelles Ätzen, beispielsweise ein Trockenätzen, zulässt. Die Opferschichten3 und8 können auch durch Kathodenzerstäubung hergestellt sein, damit man beispielsweise ein Phosphorsilikatglas ("PSG: phosphosilicate glass") oder eine Metallschicht aus beispielsweise Wolfram oder Nickel erhält. Die erste Schicht4 , die zweite Schicht7 und die dritte Schicht9 können aus Siliziumdioxid (SiO2), Siliziumnitrid (Si3N4) oder aus Metall bestehen. Die erste Schicht4 kann beispielsweise durch Aufbringen von Siliziumdioxid in beispielsweise einer Dicke von 1,5 Mikron hergestellt werden. Die dritte Schicht9 wird vorzugsweise durch Aufbringen von Siliziumdioxid in beispielsweise einer Dicke von 1,5 Mikron hergestellt. Die zweite Schicht7 besteht beispielsweise aus Siliziumnitrid und hat eine Dicke von 2 Mikron. - Wie in
11 dargestellt, kann die dritte Schicht9 aus einer Mehrschichtenstruktur bestehen, die mindestens zwei übereinander angeordnete Unterschichten umfasst, die zunächst auf die zusätzlichen Opferschichten8 und die erste Schicht4 aufgebracht werden. In diesem Fall ist eine erste Unterschicht9a , die unter mechanischer Spannung hergestellt ist, von einer zweiten Unterschicht9b bedeckt, die unter mechanischer Druckspannung hergestellt wurde. Da die Spannungen der ersten Unterschicht9a und der zweiten Unterschicht9b entgegengerichtet sind, behalten die beiden Unterschichten9a und9b nach Entfernen der Opferschichten3 und8 ihre Form. Wie in12 dargestellt, gibt nach dem Entfernen der zweiten Unterschicht9b der Teil der dritten Schicht9 , der durch das Entfernen der entsprechenden zusätzlichen Opferschicht8 freigelegt wurde, d.h. der Teil, der die entsprechende zusätzliche Mikrokavität11 bedeckt, jedoch automatisch in Richtung auf die erste Schicht4 nach. So wird der Durchlass zwischen der Öffnung5 und der zusätzlichen Öffnung10 zur Entfernung der Opferschichten3 und8 verengt oder sogar ganz geschlossen und wird so der zu verschließende Raum kleiner, was den Abdichtungsschritt vereinfacht. In diesem Fall steht die zusätzliche Öffnung10 , die an die zusätzliche Mikrokavität11 angrenzt, nicht mehr in Verbindung mit dieser entsprechenden zusätzlichen Mikrokavität11 . - Die dritte Schicht
9 kann nach Entfernen der Opferschichten3 und8 auch durch eine einzige Schicht gebildet werden, die mechanisch unter Spannung steht. Während des Entfernen der entsprechenden zusätzlichen Opferschicht8 gibt der so freigelegte Teil der dritten Schicht9 automatisch in Richtung auf die erste Schicht4 nach, wodurch die Phase des Wegätzens der Opferschicht3 eventuell länger dauert, was jedoch wie vorstehend den Vorteil eines einfacheren Verschließens eines kleineren zu verschließenden Raums birgt, ohne dass das Aufbringen zweier Unterschichten9a und9b erforderlich ist. - Bei einer weiteren, in
13 dargestellten Ausführungsform ist die dritte Schicht9 mit einer nicht oder nur geringfügig unter Druckspannung stehenden Schicht ausgeführt, was in diesem Fall ein schnelleres Entfernen der Opferschichten3 und8 ermöglicht, indem der Durchlass zwischen den zusätzlichen Öffnungen10 und der Öffnung5 vergrößert wird. Dann wird nach Entfernen der Opferschichten3 und8 eine vierte Schicht13 mit einer mechanischen Spannung auf der dritten Schicht9 hergestellt. Die vierte Schicht13 fügt sich in die Öffnung10 und verschließt diese. Die dritte9 und vierte Schicht13 geben dann in Richtung auf die erste Schicht4 in dem Maße nach, wie sich die Schicht13 darüberlegt, wodurch das Verschließen der zusätzlichen Öffnungen10 vereinfacht wird. - Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten besonderen Ausführungsformen beschränkt. Insbesondere kann die Anzahl Öffnungen
5 beliebig sein, ebenso wie die Anzahl zusätzlicher Öffnungen10 , die mit jeder Öffnung5 verbunden sind und zur entsprechenden zusätzlichen Opferschicht8 mündet. Eventuell kann auch ein und dieselbe zusätzliche Opferschicht8 mehreren Öffnungen5 zugeordnet sein.
Claims (9)
- Mikrokomponente, die eine hermetisch abgeschlossene Mikrokavität (
6 ) aufweist, die von einer Kappe begrenzt wird, die eine erste Schicht (4 ) umfasst, in der mindestens eine Öffnung (5 ) gebildet ist, sowie eine Verschlussschicht (7 ,13 ), welche die Mikrokavität (6 ) hermetisch abdichtet, wobei die Mikrokomponente eine dritte Schicht (9 ), die zwischen der ersten Schicht (4 ) und der Verschlussschicht (7 ,13 ) angeordnet ist, eine zusätzliche Mikrokavität (11 ), die mit der Öffnung (5 ) verbunden und zwischen der ersten (4 ) und dritten (9 ) Schicht angeordnet ist, und mindestens eine zusätzliche Öffnung (10 ) umfasst, die an die zusätzliche Mikrokavität (11 ) angrenzt, in der dritten Schicht (9 ) gebildet, bezüglich der Öffnung (5 ) versetzt angeordnet und durch die Verschlussschicht (7 ,13 ) verschlossen ist, Mikrokomponente, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die dritte Schicht (9 ) bzw. die Verschlussschicht (13 ) eine Schicht ist, die unter mechanischer Spannung steht und über der ersten Schicht (4 ) angeordnet ist, wobei die unter mechanischer Spannung stehende Schicht in Richtung auf die erste Schicht (4 ) nachgibt und eine Verkleinerung des durch die Verschlussschicht (7 ,13 ) zu verschließenden Raums bewirkt. - Mikrokomponente nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zusätzliche Mikrokavität (
11 ) mit der zusätzlichen Öffnung (10 ) verbunden ist. - Mikrokomponente nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (
5 ) in einem oberen Bereich der Mikrokavität (6 ) angeordnet ist. - Mikrokomponente nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Versatz zwischen der Öffnung (
5 ) und der zusätzlichen Öffnung (10 ) so vorgesehen ist, dass die zusätzliche Öffnung (10 ) die Öffnung (5 ) nicht bedeckt, und zwar nicht einmal teilweise. - Mikrokomponente nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Öffnung (
5 ) zwei zusätzliche Öffnungen (10 ) zugeordnet sind, sodass ein schwebender Verbindungssteg (12 ), der in der dritten Schicht (9 ) gebildet und von den beiden zusätzlichen Öffnungen (10 ) begrenzt wird, die Öffnung (5 ) bedeckt. - Verfahren zur Herstellung einer hermetisch abgedichteten Mikrokavität (
6 ) einer Mikrokomponente nach einem der Ansprüche 1 bis 5, das nacheinander umfasst: – das Aufbringen einer Opferschicht (3 ), die die Mikrokavität (6 ) begrenzen soll, auf ein Substrat (2 ), – das Aufbringen einer ersten Schicht (4 ), die eine Kappe bildet, auf das Substrat (2 ) und die Opferschicht (3 ), – das Ätzen mindestens einer zur Opferschicht (3 ) mündenden Öffnung (5 ) in die erste Schicht (4 ), – das Entfernen der Opferschicht (3 ) durch die Öffnung (5 ) hindurch, um eine Mikrokavität (6 ) entstehen zu lassen, – das Aufbringen einer Verschlussschicht (7 ,13 ), um die Mikrokavität (6 ) hermetisch abzudichten, Verfahren, das dadurch gekennzeichnet ist, dass es nach dem Ätzen der Öffnung (5 ) und vor dem Entfernen der Opferschicht (3 ) folgende Schritte umfasst: – das Aufbringen einer zusätzlichen Opferschicht (8 ), die die Öffnung (5 ) und einen Teil der ersten Schicht (4 ) bedeckt, auf den Umfang der Öffnung (5 ), – das Aufbringen einer dritten Schicht (9 ) auf die erste Schicht (4 ) und die zusätzliche Opferschicht (8 ), – das Ätzen mindestens einer zusätzlichen Öffnung (10 ) in die dritte Schicht (9 ), die bezüglich der Öffnung (5 ) versetzt ist und zur zusätzlichen Opferschicht (8 ) hin mündet, wobei das Entfernen der Opferschicht (3 ) und der zusätzlichen Opferschicht (8 ) durch die zusätzliche Öffnung (10 ) hindurch erfolgt, sodass die Mikrokavität (6 ) entsteht, und das Aufbringen der Verschlussschicht (7 ,13 ) auf die dritte Schicht (9 ) erfolgt, sodass die zusätzliche Öffnung (10 ) verschlossen wird, wobei die dritte Schicht (9 ) oder die Verschlussschicht (13 ) eine Schicht ist, die unter mechanischer Spannung steht, über der ersten Schicht (4 ) angeordnet ist und zur ersten Schicht (4 ) hin nachgibt und eine Verkleinerung des mit der Verschlussschicht (7 ,13 ) abzudichtenden Raums bewirkt. - Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die dritte Schicht (
9 ) unter mechanischer Spannung hergestellt wird, damit der Teil der dritten Schicht (9 ), der durch das Entfernen der zusätzlichen Opferschicht (8 ) freigelegt wurde, in Richtung auf die erste Schicht (4 ) nachgibt. - Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die dritte Schicht (
9 ) von einer ersten Unterschicht (9a ), die unter mechanischer Spannung hergestellt wurde und von einer zweiten Unterschicht (9b ) bedeckt ist, die unter mechanischer Druckspannung hergestellt wurde, gebildet wird, wobei die zweite Unterschicht (9b ) nach Entfernen der Opferschichten (3 ,8 ) entfernt wird. - Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlussschicht nach Entfernen der Opferschichten (
3 ,8 ) auf der dritten Schicht (9 ) unter mechanischer Spannung hergestellt wird, damit die dritte Schicht (9 ) und die Verschlussschicht (13 ) in Richtung auf die erste Schicht (4 ) nachgeben.
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