DE602004007601T2 - Armaturenbrett für Kraftfahrzeuge - Google Patents
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft ein Armaturenbrett für Kraftfahrzeuge.
- In Kraftfahrzeugen ist das Armaturenbrett in einem Fahrgastraum, in der Nähe des Motorraums und am unteren Ende einer Windschutzscheibe angeordnet. Das Armaturenbrett ist im Allgemeinen aus einer Unterstützungsstruktur gebildet, die eine obere Platte umfasst, die mit einem Überzug abgedeckt ist und dafür ausgelegt ist, dass sie vormontierte Baugruppen trägt.
- Die obere Platte sowie der Überzug weisen Schlitze zum Ausblasen von Luft in das Innere des Fahrgastraums des Fahrzeugs und außerdem eine Entfrostungsdüse für die Windschutzscheibe, die sich parallel zum unteren Ende dieser Windschutzscheibe erstreckt, auf. Diese Entfrostungsdüse ist durch einen Versorgungskanal mit Belüftungsmitteln wie beispielsweise einem Ventilator verbunden.
- Nun müssen aber Armaturenbretter von Kraftfahrzeugen immer strengere Konstruktionskriterien erfüllen, sowohl hinsichtlich der Vibrationsanforderungen, die sie einhalten müssen, wobei sie gleichzeitig so leicht wie möglich sein sollen, als auch hinsichtlich der Verminderung der vom Belüftungssystem abgegebenen Geräusche.
- Der Lärm, der vom Belüftungssystem abgegeben wird, ist nämlich beträchtlich, wenn es sich in der Entfrostungsstellung befindet, und zwar wegen des starken Luftvolumenstroms in dieser Stellung und auch wegen der komplizierten Form des Luftversorgungskanals sowie der Entfrostungsdüse.
- Aus dem Dokument
US-A-5 709 601 ist ein Armaturenbrett für Kraftfahrzeuge bekannt, des Typs, der eine Unterstützungsstruktur mit einer am unteren Ende einer Windschutzscheibe angeordneten oberen Platte, die mit einem Überzug abgedeckt ist, umfasst, wobei die Platte und der Überzug mit Schlitzen zum Ausblasen von Luft in das Innere des Fahrgastraums und mit einer Entfrostungsdüse für die Windschutzscheibe, die sich parallel zum unteren Ende dieser Windschutzscheibe erstreckt und durch einen Versorgungskanal mit Belüftungsmitteln verbunden ist, versehen sind. - Bei diesem Armaturenbretttyp ist jedoch der in den Luftleitungen erzeugte Lärm beträchtlich.
- Die Erfindung hat zur Aufgabe, ein Armaturenbrett zu schaffen, das ermöglicht, den Lärm zu verringern, der vom Belüftungssystem in der Entfrostungsstellung und auch von der Entfrostungsdüse abgegeben wird, während es gleichzeitig die Steifigkeitskriterien erfüllt, die erforderlich sind, um Vibrationsprobleme zu vermeiden.
- Folglich hat die Erfindung ein Armaturenbrett für Kraftfahrzeuge zum Gegenstand, des Typs, der eine Unterstützungsstruktur mit einer am unteren Ende einer Windschutzscheibe angeordneten oberen Platte, die mit einem Überzug abgedeckt ist, umfasst, wobei die Platte und der Überzug mit Schlitzen zum Ausblasen von Luft in das Innere des Fahrgastraums und mit einer Entfrostungsdüse für die Windschutzscheibe, die sich parallel zum unteren Ende dieser Windschutzscheibe erstreckt und durch einen Versorgungskanal mit Belüftungsmitteln verbunden ist, versehen sind und wobei die Unterstützungsstruktur unter der oberen Platte wenigstens einen inneren Hohlraum aufweist, der mit wenigstens einer Leitung für die Verbindung mit dem Kanal verbunden ist, um wenigstens einen Schallresonator zu bilden und um die Geräuschemission der Entfrostungsdüse zu verringern, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum einen transversalen Querschnitt mit viereckiger Form aufweist, der einen ersten Teil im Wesentlichen in Form eines "L", der eine einteilig mit der oberen Platte ausgebildete Versteifungsrippe bildet, und einen zweiten Teil im Wesentlichen in Form eines umgedrehten "L", der zu dem ersten Teil komplementär ist und unter der oberen Platte befestigt ist, umfasst, wobei der zweite Teil die Leitung für die Verbindung mit dem Kanal umfasst.
- Gemäß weiteren Merkmalen der Erfindung
- – erstreckt sich der Hohlraum parallel zur Entfrostungsdüse,
- – ist der Hohlraum durch eine Versteifungsrippe der oberen Platte gebildet,
- – ist die Versteifungsrippe einteilig mit der oberen Platte ausgebildet,
- – ist der Hohlraum durch wenigstens eine vertikale, quer verlaufende Trennwand in wenigstens zwei unabhängige Räume unterteilt, die jeweils durch wenigstens eine Leitung für die Verbindung mit dem Kanal verbunden sind,
- – umfasst die Leitung für die Verbindung oder umfassen die Leitungen für die Verbindungen eine vertikale mikroperforierte Platte, die sich senkrecht zur Strömungsrichtung der Luft erstreckt,
- – umfasst der Hohlraum eine vertikale mikroperforierte Platte, die sich parallel zur vorderen Wand dieses Hohlraums erstreckt,
- – ist die mikroperforierte Platte auf die vordere Wand aufgebracht,
- – ist die mikroperforierte Platte in einem Abstand von der vorderen Wand, der im Bereich von 5 bis 95 % der Breite des Hohlraums und vorzugsweise im Bereich von 5 bis 50 % dieser Breite liegt,
- – ist der Anteil der Mikroperforationen der Platte kleiner als 5 % der Fläche der Platte,
- – ist die mikroperforierte Platte durch ein poröses Material gebildet.
- Die Erfindung wird besser verstanden beim Lesen der folgenden Beschreibung, die beispielhaft gegeben ist und sich auf die beigefügte Zeichnung bezieht, worin
-
1 eine schematische, perspektivische Darstellung eines Armaturenbretts gemäß der Erfindung ist, -
2 eine schematische, perspektivische Darstellung einer Unterstützungsstruktur eines Armaturenbretts ist, das nicht durch die Ansprüche abgedeckt ist, -
3 eine Querschnittansicht des Armaturenbretts von2 ist, -
4 eine schematische, perspektivische Darstellung einer Unterstützungsstruktur des nicht durch die Ansprüche abgedeckten Armaturenbretts ist, -
5 eine schematische, perspektivische Darstellung eines Teilstücks eines Schallresonators des Armaturenbretts gemäß der Erfindung ist, -
6 und7 zwei schematische, perspektivische Darstellungen zweier Varianten eines Schallresonators des Armaturenbretts sind. - In
1 bis3 ist ein Armaturenbrett, mit dem allgemeinen Bezugszeichen10 bezeichnet, schematisch dargestellt. Es ist dafür bestimmt, in einem Fahrgastraum eines Kraftfahrzeugs, in der Nähe des Motorraums und am unteren Ende einer Windschutzscheibe1 angeordnet zu werden. - Herkömmlich umfasst das Armaturenbrett
1 eine Unterstützungsstruktur, in ihrer Gesamtheit mit dem Bezugszeichen11 bezeichnet, die dafür ausgelegt ist, verschiedene vormontierte, nicht dargestellte Baugruppen zu unterstützen, wobei diese Unterstützungsstruktur11 eine obere Platte12 umfasst, die mit einem Überzug13 abgedeckt ist. - Die obere Platte
12 und der Überzug13 weisen Schlitze14 zum Ausblasen von Luft in das Innere des Fahrgastraums des Fahrzeugs und außerdem eine Entfrostungsdüse15 für die Windschutzscheibe, die sich parallel zum unteren Ende dieser Windschutzscheibe1 erstreckt, auf. Die Entfrostungsdüse15 ist durch einen Versorgungskanal16 mit Belüftungsmitteln wie beispielsweise einem nicht gezeigten Ventilator verbunden. - Die Unterstützungsstruktur
11 umfasst unterhalb der oberen Platte12 wenigstens einen inneren Hohlraum20 , der durch wenigstens eine Verbindungsleitung21 mit dem Kanal16 verbunden ist, um wenigstens einen Schallresonator zu bilden und die Geräuschemission der Entfrostungsdüse15 zu verringern. - Die Entfrostungsstellung ist nämlich eine der Stellungen, die den meisten Lärm erzeugen, und zwar wegen der starken Volumenströme und der komplizierten Form des Kanals
16 und dieser Entfrostungsdüse15 . - Wie insbesondere
2 zeigt, erstreckt sich der Hohlraum20 parallel zur Entfrostungsdüse15 . - Vorzugsweise ist der Hohlraum
20 durch eine Versteifungsrippe22 der oberen Platte12 des Armaturenbretts10 gebildet. Die Rippe22 befindet sich in der Nähe der Entfrostungsdüse15 und folglich des Versorgungskanals16 und sie dient zu der mechanischen Versteifung, die für das Vibrationsverhalten des Armaturenbretts10 erforderlich ist. - Die Rippe
22 ist einteilig mit der oberen Platte12 ausgebildet, und diese aus Kunststoff hergestellte Baueinheit wird während ein und desselben Arbeitsgangs geformt. Damit stellt die Rippe22 die Versteifung der oberen Platte12 des Armaturenbretts10 sicher und ermöglicht durch den Hohlraum auch, die Ausbreitung von Schall in der Umgebung von charakteristischen Frequenzen einzuschränken. - Die Rippe
22 kann auch von einem von der oberen Platte12 unabhängigen Teil gebildet sein und kann mit dieser Letzteren durch Kleben oder Kunststoffschweißen zusammengefügt sein. -
2 zeigt einen Hohlraum20 , der einen Schallresonator bildet, der aus einem einzigen Hohlraum gebildet ist, der sich parallel zur Entfrostungsdüse15 erstreckt und durch eine Verbindungsleitung21 mit dem Kanal16 verbunden ist. -
4 zeigt einen Hohlraum20 , der durch mehrere quer verlaufende Trennwände23 in mehrere unabhängige Räume24 unterteilt ist, die jeweils durch eine Verbindungsleitung21 mit dem Kanal16 verbunden sind. Diese quer verlaufenden Trennwände23 ermöglichen, die Steifigkeit der oberen Platte12 des Armaturenbretts10 zu erhöhen. - Der Hohlraum
20 weist im Allgemeinen einen Querschnitt von viereckiger Form auf. Der Hohlraum20 kann auch jede andere Form aufweisen, beispielsweise eine runde Form. - Gemäß der Erfindung ist er aus zwei Teilen gebildet, einem ersten Teil
25 bzw. einem zweiten Teil26 . - Der erste Teil
25 hat im Wesentlichen die Form eines "L", das eine einteilig mit der oberen Platte12 der Verstärkungsstruktur11 ausgebildete Versteifungsrippe bildet, während der zweite Teil26 im Wesentlichen die Form eines umgedrehten "L" hat, das zum ersten Teil25 komplementär ist, um den Innenraum des Hohlraums20 zu bilden. - Der zweite Teil
26 ist unter der oberen Platte12 befestigt und die Verbindungsleitung21 ist in diesem zweiten Teil26 ausgespart. Auch in diesem Fall kann der Hohlraum20 durch mehrere quer verlaufende Trennwände23 in mehrere unabhängige Räume24 unterteilt sein, die jeweils durch eine Verbindungsleitung21 mit dem Kanal16 verbunden sind. Der zweite Teil26 kann aus Kunststoff, durch Gießen hergestellt sein. - Der zweite Teil
26 kann mit der oberen Platte12 durch Kleben oder Kunststoffschweißen zusammengefügt sein, wie auch der erste Teil25 mit dem zweiten Teil26 durch Kleben oder Kunststoffschweißen. - Die Verbindungsleitung oder Verbindungsleitungen
21 können eine vertikale mikroperforierte Platte27 umfassen, die sich senkrecht zur Strömungsrichtung der Luft in der Leitung21 erstreckt, wie in6 gezeigt ist. - Gemäß einer weiteren Variante kann der Hohlraum
20 eine mikroperforierte Platte28 umfassen, die sich parallel zur vorderen Wand20a des Hohlraums20 erstreckt, wie in7 gezeigt ist. Die mikroperforierte Platte28 ist entweder auf diese vordere Wand20a aufgebracht oder aber in einem Abstand, der im Bereich von 5 bis 95 % der Breite "D" des Hohlraums20 (3 ) und vorzugsweise im Bereich von 5 bis 50 % der Breite liegt, angeordnet. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die mikroperforierte Platte28 in einem Abstand von 2 cm von der vorderen Wand. - Der Anteil der Mikroperforationen der Platte
27 oder28 ist kleiner als 5 % der Gesamtfläche der Platte. Die mikroperforierte Platte27 oder28 ist beispielsweise durch ein poröses Material gebildet. - Das Armaturenbrett gemäß der Erfindung ermöglicht, den Raum einer Versteifungsrippe der Unterstützungsstruktur dieses Armaturenbretts zu nutzen, um einen Innenraum zu bilden, der mit dem Versorgungskanal der Entfrostungsdüse verbunden ist, um wenigstens einen Schallresonator zu verwirklichen, der ermöglicht, auf diese Art die Ausbreitung von Schall in der Umgebung von bestimmten charakteristischen Frequenzen einzuschränken.
- Die Dimensionierung des auf diese Weise durch den Hohlraum
20 gebildeten geschlossenen Raums erfolgt unter Berücksichtigung von mechanischen Belastungen sowie von Schallbelastungen. Genauso wird die Größe der Verbindungsleitung(en)21 entsprechend den Schallbelastungen im Zusammenhang mit dem Innenraum des Hohlraums20 dimensioniert. Die Kombination aus mehreren Innenräumen in dem Hohlraum20 und mehreren Verbindungsleitungen21 ermöglicht, Lärmverminderungswirkungen in der Umgebung von mehreren charakteristischen Frequenzen zu erzielen. Folglich wirkt sich durch Anpassen der Dimensionen unabhängiger Räume und Verbindungsleitungen jeder auf diese Weise verwirklichte Schallresonator in der Umgebung von charakteristischen Frequenzen aus, wobei ihre Kombination eine Optimierung des akustischen Verhaltens des Armaturenbretts über einem größeren Frequenzbereich ermöglicht.
Claims (9)
- Armaturenbrett für Kraftfahrzeuge des Typs, der eine Unterstützungsstruktur (
11 ) mit einer am unteren Ende einer Windschutzscheibe (1 ) angeordneten oberen Platte (12 ), die mit einem Überzug (13 ) abgedeckt ist, umfasst, wobei die Platte (12 ) und der Überzug (13 ) mit Schlitzen (14 ) zum Ausblasen von Luft in das Innere des Fahrgastraums und mit einer Entfrostungsdüse (15 ) für die Windschutzscheibe (1 ), die sich parallel zum unteren Ende dieser Windschutzscheibe (1 ) erstreckt und durch einen Versorgungskanal (16 ) mit Belüftungsmitteln verbunden ist, versehen sind und wobei die Unterstützungsstruktur (11 ) unter der oberen Platte (12 ) wenigstens einen inneren Hohlraum (20 ) aufweist, der mit wenigstens einer Leitung (21 ) für die Verbindung mit dem Kanal (16 ) verbunden ist, um wenigstens einen Schallresonator zu bilden und um die Geräuschemission der Entfrostungsdüse (15 ) zu verringern, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum (20 ) einen transversalen Querschnitt mit viereckiger Form aufweist, der einen ersten Teil (25 ) im Wesentlichen in Form eines "L", der eine einteilig mit der oberen Platte (12 ) ausgebildete Versteifungsrippe bildet, und einen zweiten Teil (26 ) im Wesentlichen in Form eines umgedrehten "L", der zu dem ersten Teil (25 ) komplementär ist und unter der oberen Platte (12 ) befestigt ist, umfasst, wobei der zweite Teil (26 ) die Leitung (21 ) für die Verbindung mit dem Kanal (16 ) umfasst. - Armaturenbrett nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Hohlraum (
20 ) parallel zu der Entfrostungsdüse (15 ) erstreckt. - Armaturenbrett nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum (
20 ) durch wenigstens eine vertikale transversale Trennwand (23 ) in wenigstens zwei unabhängige Räume (24 ) unterteilt ist, die jeweils mit einer Leitung (21 ) für die Verbindung mit dem Kanal (16 ) verbunden sind. - Armaturenbrett nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitung(en) (
21 ) für die Verbindung eine vertikale mikroperforierte Platte (27 ) umfasst (umfassen), die sich senkrecht zur Strömungsrichtung der Luft erstreckt. - Armaturenbrett nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum (
20 ) eine vertikale mikroperforierte Platte (28 ) umfasst, die sich parallel zur vorderen Wand (20a ) dieses Hohlraums (20 ) erstreckt. - Armaturenbrett nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die mikroperforierte Platte (
28 ) auf die vordere Wand (20a ) aufgebracht ist. - Armaturenbrett nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich die mikroperforierte Platte (
28 ) in einem Abstand von der vorderen Wand (20a ) befindet, der im Bereich von 5 bis 95 % der Breite des Hohlraums (20 ) und vorzugsweise im Bereich von 5 bis 50 % dieser Breite liegt. - Armaturenbrett nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Anteil der Mikroperforationen der Platte (
27 ,28 ) kleiner als 5 % der Fläche der Platte ausmacht. - Armaturenbrett nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die mikroperforierte Platte (
27 ,28 ) durch ein poröses Material gebildet ist.
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