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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren für die Verwendung von thermisch
zersetztem Chromitsand, welcher ein Nebenprodukt beim Gießereibetrieb
und entbehrlicher Abfall ist, welcher im Allgemeinen als Müll entsorgt
wird, zum Formen eines verschleißfesten Teilstücks von
aus Stahl hergestellten Verschleißteilen.
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Hintergrund der Erfindung
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Verschiedene
Gießereierzeugnisse,
von denen beabsichtigt ist, dass diese intensivem Verschleiß widerstehen,
werden häufig
durch Gießen
in eine harzgebundene Formsandform hergestellt.
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Der
Formsand kann beispielsweise ein aus natürlichen Quellen erhaltener
Sand sein, wie beispielsweise Quarz-, Chromit-, Olivin- oder Zirkoniumoxidsand,
oder kann Sand sein, welcher daraus durch Zerkleinern und Aussieben
zu einer korrekten Korngröße hergestellt
worden ist. Der in einem Gießereiprozess
eingesetzte Formsand weist typischerweise eine Korngröße in einem
Bereich zwischen 0,2 und 0,4 mm auf.
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Das
Sandbindemittel ist im Allgemeinen aus der Gruppe der durch eine
Polymerisationsreaktion härtbaren
Harzen ausgewählt;
oder es kann alternativ dazu ein anorganisches Bindemittel, wie
beispielsweise Wasserglas, gewählt
werden.
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Gießen in sogenannte
Grünsandformen
wird ebenfalls eingesetzt. Hier sind die Bindemittel unterschiedlich,
wobei das Bindemittel herkömmlicherweise
ein natürliches
Tonmaterial, wie beispielsweise Bentonit, ist.
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Chromitsand
ist eine typische Sandsorte in Harz verbundenen Gießsandformen
in Eisen- und Stahlgießereien.
Dieser Sand weist bei hohen Temperaturen eine gute Beständigkeit
auf. Ein Nachteil von Chromitsand ist allerdings dessen hoher Preis verglichen
mit gewissen anderen Sandsorten. Daher verwenden viele Gießereien
in deren Gießformen zwei
unterschiedliche Sandsorten. Insbesondere werden beispielsweise
Hotspots, welche nahe der Oberfläche
des Gießobjektes
auftreten, unter Verwendung von Chromitsand geformt, wohingegen
der Rest des Formsandvolumens der Form, der in einer größeren Entfernung
von dem Heißgießen platziert ist
und folglich näher
an der Formkastenrahmenwand platziert ist, mit Quarzsand, welcher
als Unterstützungssand
dient, gefüllt
wird.
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Natürlicher
Chromit, welcher in Chromitsand auftritt, ist Oxide von Chrom und
Eisen enthaltendes Mineral, wobei diese Komponenten in einem gewissen
Gewichtsprozentverhältnis,
beispielsweise 50 bis 80 % Chromoxid und 20 bis 50 % Eisenoxid,
vorliegen. Hinsichtlich seiner kristallinen Struktur und seiner
mineralogischen Art weist Chromit eine Spinelzusammensetzung, nämlich AB2X4, auf. Die Hauptkomponente
des Chromitsandes ist Ferrochromit FeCr2O4, aber in der Natur können ebenfalls geringe Mengen
anderer Oxide, wie beispielsweise Oxide von Magnesium und Aluminium,
plus solchen Materialien, wie beispielsweise MgCr2O4, FeAl2O4 und MgAl2O4, vorliegen.
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Untersuchungen
haben gezeigt, dass sich die Spinelstruktur der Chromitoberfläche unter
gewissen thermischen Behandlungsbedingungen auflöst, wodurch eine Veränderung
des Oxidverhältnisses
beobachtet werden kann, so dass die Chromitkornoberfläche eine
relativ größere Menge
an Eisenoxid Fe3O4 als
Chromoxid an Cr2O3 aufweist.
Die Oberflächenzusammensetzung
eines unberührten, unverwendeten
Chromitsandkornes kann beispielsweise Cr2O3 48 %, Fe3O4 23 %, Al2O3 17 %, SiO2 2 %, MgO
10 % sein. Im Unterschied dazu kann die Analyse der Oberfläche von
Chromitsand, welcher ausreichend lange unter oxidierenden/reduzierenden Bedingungen,
welche denen in einer Gießform
entsprechen, thermisch behandelt worden ist, beispielsweise die
folgenden Daten ergeben: Cr2O3 3
%, Fe3O4 95 %, Al2O3 1 %, SiO2 1 %. Die modifizierte Zusammensetzung der
dünnen
Oberflächenschicht
auf dem Korn, welche hauptsächlich
Eisenoxid enthält, verringert
die untere Oberflächenspannung
des Chromitsandkorns, was folglich das Eindringen des geschmolzenen
Metalls in die Zwischenräume
zwischen den Körnern
des geschmolzenen Sandes erhöht.
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Diese
Art der thermischen Zersetzung in einem Chromitkorn findet unbeabsichtigt
statt, wenn dieselbe Charge Chromitsand mehrere Male als Formsand
wieder verwendet wird, wobei der Sand, welcher am nächsten an
dem Gießstahl
platziert ist, für
mehrere Stunden bis zu einer Temperatur von über 1.000°C erhitzt wird. In einem Gießverfahren
ist dies ein insofern unerwünschter
Effekt, weil es nicht erwünscht
ist, dass in einem Guss ein Verbund aus Sand und Stahl auftritt.
Folglich verändert
sich Chromitsand eventuell zu nutzlosem Abfall, welcher im Allgemeinen
weggeworfen wird. Als ein Ergebnis hiervon bedeutet Abfall signifikante
Kosten für
Gießereien.
In weniger gut ausgestatteten Gießereien kann die Menge an Chromitsandabfall,
abhängig
von der Art der eingesetzten Gießsande, Formverfahren und Bindemittel,
nahezu gleich oder sogar größer als das
tatsächliche
Volumen des Gießens
sein.
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Um
allerdings die Haldenkosten und Förderkosten zu verringern, ist
Gießsand
traditionell vor dessen Wiederverwendung regeneriert worden. In Verbindung
mit einer Mischung aus Quarz und Chromitsand bedeutet Regeneration
beispielsweise, dass Quarzsand und Chromitsand voneinander getrennt werden,
unverwertbare Korngrößenfraktionen
von den verwertbaren Fraktionen abgetrennt werden und thermisch
zersetzter Chromitsand aus der nicht degenerierten Fraktion von
Chromitsand abgetrennt wird. Recyclefähige Sandsorten und Korngrößenfraktionen
werden in den Gießprozess
zur Wiederverwendung beim Packen der Formen zurückgeführt.
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Für eine Sandregeneration
ist eine Vielzahl von Geräten
kommerziell erhältlich.
Unter Verwendung einer herkömmlichen
Art von kommerziellem Chromitsandsieb gefolgt von geeignetem Sortiermaschinen,
wie beispielsweise Wirbelschicht-Sortiermaschinen, wird die verbrauchte
Mischung aus Quarz/Chromit-Sand typischerweise in vier Fraktionen
unterteilt:
- 1) Staub und andere Feinstoffe,
- 2) hauptsächlich
Quarzsand enthaltender wieder verwertbarer Sand,
- 3) Chromitsand, welcher eine Veränderung durchgemacht hat, d.h.
welcher unter Aussetzung gegenüber
hoher Temperatur zersetzt worden ist, sowie
- 4) nicht zersetzter Chromitsand.
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Von
diesen sind die Fraktionen 2 und 4, d.h. Quarzsand und so genannter
regenerierter Chromitsand, für
die Wiederverwendung geeignet. Die Fraktionen 1 und 3 werden zur
Zeit im Allgemeinen als Müll
entsorgt.
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Unter
Verwendung des vorbeschriebenen Sandregenerationssystems können Gießereien
die Menge an Abfallsand, welcher in der Gießerei hergestellt wird, drastisch
verringern. Durch Kombinieren der besten erhältlichen Formverfahren und
Bindemittel für
die Chromitsandregeneration können
bis zu 90 % des Formsandes wiederverwertet werden, wohingegen lediglich
ungefähr
10 % des Gießsandes
als Müll
entsorgt werden müssen.
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Folglich
ist das einzig verbleibende Problem, welches zu lösen ist,
was mit den verbleibenden 10 % Rest des zersetzten Chromitsandes
anzufangen ist.
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Eine
vorteilhafte Verwendung von Chromitsand zum Formen eines Verbundmaterials
während des
Gießens
ist aus dem Stand der Technik bekannt. Die Patentveröffentlichung
US 3,239,319 beschreibt ein
Verfahren zum Gießen
von Bremsklötzen
mit einer auf einer Gusseisenmatrix basierenden Verbundstruktur.
In einem in der zitierten Druckschrift beschriebenen Beispiel wird
auch vorerhitzter Chromitsand erwähnt. Gemäß der Beschreibung der Erfindung
wird das Erhitzen angewendet, um eine übermäßig schnelle Verfestigung des
Gusseisens zu vermeiden. Wie in dem Stand der Technik bekannt ist, fördert das
Erhitzen der Bestandteile auch das Eindringen des Matrixmaterials
in die Zwischenräume zwischen
den unlöslichen
Partikeln. Allerdings kann der Sandvorerhitzungsschritt, welcher
in dieser Veröffentlichung
beschrieben wird, diese Art der Veränderung in der Chromitsandmikrostruktur,
wie in diesem Text zuvor beschrieben worden ist, nicht erreichen,
weil die Diffusionsveränderung
der Sandkornkristallstruktur mehrere Stunden dauert. Solch eine Veränderung
der Partikelmikrostruktur ist für
ein gutes Eindringen von geschmolzenem Stahl in die Zwischenräume zwischen
den Chromitsandpartikeln zwingend, was aus dem niedrigeren Benetzungswinkel
zwischen Chromitsandpartikeln und geschmolzenem Stahl resultiert.
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Ein
weiterer Nachteil der in der zitierten Patentveröffentlichung
US 3,239,319 offenbarten Erfindung
ist es, dass das Verfahren gemäß der Veröffentlichung
lediglich Gussgegenstände
erzeugt, in welchen die Verstärkungspartikel über alle
Seiten des fertigen Gussteiles einheitlich verteilt sind. Diese
Beschränkung
kompliziert oder schließt
möglicherweise sogar
eine spätere
Verarbeitbarkeit des Gussteiles aus.
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In
dem Verbundmaterial der zitierten Patentveröffentlichung
US 3,239,319 als das Matrixmetall eingesetztes
Gusseisen kann nicht als ein Rohmaterial für Gussteile eingesetzt werden,
welche einem Verschleiß hohen
Ausmaßes
unterworfen werden.
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Für nunmehr
nahezu ein Jahrhundert sing verschleißende Gussteile, von denen
beabsichtigt ist, dass diese intensiver stoßartiger Erosion beispielsweise
in Backenbrechern, Kreiselbrechern, Kegelbrechern, Prallbrechern
und Hammerbrechern sowie Shreddern widerstehen, hauptsächlich aus
austenitischem Mangangussstahl hergestellt worden, der unter Belastungen
eine beträchtliche
Bearbeitungsverstärkung
unterläuft.
Im Allgemeinen ist die Zusammensetzung dieser Art von Manganstahl
C 0,9–1,5
%, Mn 6–25
%, Cr 0–3
%, Mo 0–1
% plus geringe Mengen an anderen Legierungselementen, wie beispielsweise
Si und Al, möglicherweise
auch Ti, Zr und gewisse andere Elemente. Andere Materialien, welche
in den vorgenannten Brechertypen, insbesondere in Prallbrechern,
zum Herstellen ihrer verschleißenden
Gussteile eingesetzt werden, sind so genanntes weißes Gusseisen
(C 2–3,5
%, Cr 10–30 %,
Mo < 3 %, Ni < 2,5 %) sowie martensitischer
getemperter Stahl (C 0,4–0,6
%, Cr 0,7–3,5
%, Ni < 2,0 %,
Mo < 0,5 %).
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Das
Verfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung macht es hier möglich,
im Allgemeinen wenigstens 50 %, vielleicht sogar 100 %, der bei
der Chromitsandregeneration abgetrennten restlichen Chromitsandfraktion,
welche herkömmlicherweise als
zum Recyceln ungeeignet betrachtet wird, vorteilhaft zu recyceln.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Nunmehr
wird nachfolgend ein Verfahren im Detail beschrieben, von dem festgestellt
worden ist, dass dieses zum Verringern der Menge von in einer Gießerei hergestelltem
Formsandabfall geeignet ist und folglich zum Verringern seiner Abfallentfernungskosten
als ein Nebenprodukt des Verfahrens zum Herstellen eines verschleißbeständigen Gussteils und
zum Verwenden solch eines Gussteils. Ein charakteristisches Merkmal
der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung von thermisch zersetztem
Chromitsandabfall in Verbindung mit Manganstahl in solch einer Weise,
dass in einem Manganstahlgussteil lokalisierte verstärkte Verbundmaterialbereiche
ausgebildet werden.
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Insbesondere
ist das Verfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung gekennzeichnet durch das, was in dem kennzeichnenden Teil
von Patentanspruch 1 dargelegt ist.
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Detaillierte Beschreibung
der Erfindung
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Wenn
die zuvor beschriebene Art von Chromitsand, welcher eine Veränderung
in seiner Kristallstruktur und seinen Eigenschaften durchlaufen
hat, entweder alleine oder vermischt mit regeneriertem Chromitsand
eingesetzt wird, wird eine Sandsorte erhalten, welche von der typischen,
ein Eindringen von geschmolzenem Stahl in den Gießsand verhindernden
bekannten Eigenschaft von Chromitsand frei ist. Als ein Ergebnis
hiervon kann diese neue Sandart mit einem Harzbindemittel vermischt
eingesetzt werden, um solch einen porösen Kern herzustellen, welcher
in einer gewünschten
Weise während
des Gießens
veranlasst werden kann, vollständig
mit geschmolzenem Stahl imprägniert
zu werden. Als ein Ergebnis hiervon wird eine aus in harter Stahlmatrix
eingebetteten Chromeisenoxidkörnern
gebildete Verbundstruktur erhalten. Dieses Ergebnis ist in mit geschmolzenem
Manganstahl durchgeführten
praktischen Tests verifiziert worden.
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Das
Verhältnis
von Stahl zu Chromeisenoxid in einer so erhaltenen Verbundstruktur
kann beispielsweise 50/50 oder 30/70 betragen. Das optimale Zusammensetzungsverhältnis kann
im Hinblick auf die beabsichtigte Verwendung des Verbundmaterials eingestellt
werden, wodurch ein hoher Stahlgehalt die Härte des Matrixmaterials in
der Verbundstruktur betont und umgekehrt ein hoher Gehalt an Chromitsand
die Härte
der Verbundstruktur erhöht.
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Ein
für die
Bildung des Verbundmaterials benötigter
poröser
Gießkern
wird aus Chromitsand und einem Bindemittel unter Einsatz derselben
Formtechnik, wie diese bei der Herstellung eines festen Kernes aus
Formsand eingesetzt wird, hergestellt. Zuerst werden Chromitsand
und Bindemittel miteinander vermischt und in einen Formkasten geeigneter
Größe und Form
gepackt, wobei diesen erlaubt wird, zu härten, um einen Gießkern zu
bilden. Allerdings wird die Oberfläche des geformten Gießkernes
auf jeden Fall nicht festgestampft, um den geschmolzenen Stahl während des
Gießens
ein maximal leichtes Eindringen in die Poren des Gießkernes
aus Chromitsand zu ermöglichen.
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In
zu gießenden
Produkten wird der gewünschte
Verbundanteil in dem Material des verschleißenden Gussteils durch Platzieren
eines Gießkernes aus
bindemittelgehärtetem
Ferrochromitoxidsands in der Gießform gebildet. Nachdem der
geschmolzene Manganstahl in die Form gegossen worden ist, werden
die Zwischenräume
zwischen den Oxidsandkörnern
des porösen
Gießkernes
mit dem geschmolzenen Stahl gefüllt,
wodurch in dem Gussprodukt ein Teil der Verbundstruktur enthaltend
eine Stahlmatrix, in der die Ferrochromitkörner eingebettet sind, erzeugt
wird.
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Die
Menge des Verbundmaterialteils in einem Gussprodukt kann ziemlich
gering sein. Hier bezieht sich der Verbundmaterialanteil in einem
Gussprodukt auf einen solchen spezifischen Teil des Gesamtvolumens
eines fertigen Gussstückes,
bei dem ein Verbundstoff aus Stahl und Chromitsand vorliegt. In
einer großen
Anzahl von mit der vorliegenden Erfindung verbundenen Gussprodukten
kann der benötigte
Anteil des Verbundmaterials sehr klein sein. Beispielsweise können die
Dimensionen des zum Bilden des Verbundmaterialanteils benötigten Gießkernes so
klein wie 25 × 25 × 100 mm
sein.
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In
der Gussform des Verschleißteils
ist der Gießkern
an den Oberflächen
des zu gießenden
Verschleißteils
lokalisiert, welche während
des Verwendens des Teiles der größten Erosion
unterworfen sind. Ein Gießkern
kann direkt gegen die innere Oberfläche des Formhohlraums platziert
werden, wodurch der Gießkern
unmittelbar auf der Oberfläche des
Verschleißteiles
untergebracht wird, oder alternativ dazu kann der Gießkern mit
Hilfe beispielsweise einer Kernstütze oder von Distanzblechen
in einer geringen Entfernung von der Formoberfläche nach innen verlegt sein.
Anstelle von einem herkömmlichen
Kernfixierungsverfahren können
hier alternativ andere Mittel, beispielsweise eine Schraube, ein
Nagel oder ein Klebstoff, eingesetzt werden.
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Ferner
kann der regenerierte Chromitsand so unterteilt werden, dass lediglich
ausgewählte Fraktionen
hiervon für
die Wiederverwendung in dem Gießkern
genommen werden. Feinstoffe können
aus dem recycelten Chromitsand beispielsweise mit Hilfe einer Wirbelschichtsortiermaschine
oder mit einem Sieb entfernt werden. Die Entfernung der feinsten Fraktion
aus dem Chromitsand macht es möglich,
einen poröseren
Gießkern
herzustellen, wodurch das Verhältnis
Sand zu Stahl in dem Verbundmaterialteil des Gussteils zu einem
höheren
Stahlanteil eingestellt werden kann.
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Die
aus dem Chromitformsand und dem Manganstahl auf den Flächen des
Verschleißteils, welche
dem höchsten
erosiven Verschleiß ausgesetzt
sind, gebildete Verbundstuktrur kann die Widerstandsfähigkeit
dieser Flächen
gegenüber
abrasiver und kratzender Erosion so weit erhöhen, dass die Härte des
Chromeisenoxids in einem Bereich zwischen 1.000 und 1.400 HV liegt.
Abhängig
von dem Grad der Bearbeitungshärte
weist der entsprechende Manganstahl lediglich eine Härte zwischen
250 und 600 HV auf.
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Beständigkeitstests
haben eine Verbesserung von 50 % bis 200 % der Lebensdauer eines
Verschleißteils
gezeigt, wenn in einer unter standardisierten Bedingungen betriebenen
Testbrecheranlage die Lebensdauer von aus Manganstahl allein hergestellten
Verschleißteilen
mit der Lebensdauer, welche durch ein Verschleißteil aus einem Manganstahl,
welches lokal von einer Verbundstruktur aus Chromitsand imprägniert mit
Manganstahl verstärkt
ist, geboten wird, verglichen worden ist.
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Bei
der Herstellung des Gießkernes
sind wenigstens 20 %, optimalerweise mehr als 50 %, des Chromitsandes,
welcher hier eingesetzt wird, thermisch zersetzter Chromitsand,
wenn dieser als Formsand recycelt worden ist.
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Die
vorliegende Erfindung ist nicht auf die Wiederverwendung von als
Gießereiabfall
erhältlichem,
zersetztem Chromitsand allein beschränkt, während dieses Material eine
kostengünstige
Quelle für
zersetzten Chromitsand ist. Eine thermische Zersetzung von spinelstrukturiertem
Chromitsand kann nämlich
auch künstlich
durch Halten für
eine längere Zeitspanne
unter einer kontrollierten Atmosphäre und bei erhöhter Temperatur
erreicht werden.
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Während die
vorliegende Erfindung nicht auf die auf Manganstahl bezogenen Anwendungen
alleine beschränkt
ist, ist der in der vorliegenden Erfindung genutzte Effekt, soweit
zur Zeit bekannt ist, in Verbindung mit dieser Stahlsorte optimal
anwendbar. Nichtsdestotrotz kann der Effekt bis zu einem gewissen
Grad das Eindringen der Schmelze in den Gießkern aus Chromitsand auch
für andere
Stahlsorten erhöhen.