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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Harzgussverfahren zum Schutz
der Wicklung eines Drehgebers. Das Harz dient zum Schutz der Wicklung,
die um Mehrfach-Magnetpole eines Stapels des Drehgebers gewickelt
ist.
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Bei
dem Stand der Technik werden zur Erfassung eines Ablenkungswinkels
Drehgeber eingesetzt, die einen drehbaren, zusammengebauten Rotorstapel
und einen Statorstapel aufweisen. Der Statorstapel umfasst eine
aufgespulte Erregerwicklung und eine Ausgangswicklung, die um mehrere
Magnetpole gewickelt ist. Der Wicklungsteil des Statorstapels ist
typischerweise mit einem Harzmaterial wie Lack beschichtet, um die
Windungen zu befestigen und die Isoliereigenschaften zu verbessern.
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Bei
den bekannten Beschichtungsverfahren, bei denen ein Harzmaterial
wie Lack auf den Wicklungsteil aufgetragen wird, erweisen sich indessen Prozesse
wie das Trocknen des Harzmaterials als kompliziert. Ferner sind
zahlreiche Anforderungen einzuhalten wie z.B. die Steuerung des
Beschichtungsvolumens des Harzmaterials sowie die Steuerung der
Trocknungstemperatur. Dadurch ist es schwierig, die Zuverlässigkeit
der Schutzstruktur des Wicklungsteils zu gewährleisten.
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Deswegen
werden bei einem aus der EP-A-1 211 782 bekannten Harzgussverfahren
der Wicklungsteil und ein Signalausgangsteil durch Guss einer Harzschicht
auf den Wicklungsteil und auf den Signalausgangsteil des Drehgebers
geschützt.
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Bei
einem weiteren Gussverfahren gemäß der EP-A-0
507 211 wird mindestens die Wicklung des Statorstapels durch Einspritzen
eines geschmolzenen Harzgussmaterials in einen Raum gegossen, der
zwischen einer oberen und einer unteren Gussform ausgebildet ist,
während
der ringförmige
Statorstapel des Drehgebers, einschließlich einer aufgespulten Wicklung,
zwischen der oberen und dem unteren Gussform eingebettet wird. Jedoch
können
im Falle von dünnen
Windungen (z.B. mit einem Durchmesser von 0,08 mm bis 0,14 mm) Fehler
wie eine Durchtrennung oder ein Kurzschlusses einer Lage aufgrund
der Einwirkung von Umwelteinflüssen
auf das Harzgussmaterial auftreten. Aus diesem Grund wurden dickere
Windungen und ein Teilgussverfahren eingesetzt. Allerdings bestehen
bei den bekannten Gussverfahren zusätzliche Probleme, wie nachstehend
erläutert
wird.
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Der
Statorstapel des Drehgebers wird dadurch aufgebaut, dass dünne Silizium-Stahlplatten, die
in Ringform gestanzt sind, aufgeschichtet und dann geklebt oder
gepresst werden. Die Dicke der Silizium-Stahlplatte ist indessen
nicht gleichmäßig und diese
Ungleichmäßigkeit
kumuliert sich über
die Anzahl der Silizium-Stahlplatten. Deswegen ist die Dicke des
Statorstapels ungleichmäßig. Die
Abweichung der Dicke einer einzelnen Silizium-Stahlplatte beträgt 8–10 %. Bei
der Dicke des Statorstapels ergibt sich dann eine Abweichung gleich
der Anzahl von Silizium-Stahlplatten multipliziert mit 8–10 %. Aus
diesem Grund ergeben sich Lücken
zwischen dem Statorstapel und der Gussform während des Harzvergusses, womit
eine Stabilisierung der Abmessungen schwierig ist.
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Um
den unregelmäßigen Schichtstärken des Statorkerns
zu begegnen, ist aus
JP
60 249849 A ein Gussverfahren bekannt, bei dem der Statorkern
zwischen einer oberen Gussform und einer unteren Gussform eingelegt
und ein zahnförmiger
Stirndichtungskern zum Abdichten des Endes eines Zahnabschnitts
in einem Hohlraum des Gussformkernes angeordnet wird. Der Dichtungskern
ist längs
der Beschichtungsrichtung des Statorkerns beweglich ausgebildet,
derart, dass der Bewegungsspielraum wesentlich größer ist
als die veränderliche
Breite der Schichtgröße des Statorkerns.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung wurde unter Berücksichtigung der oben aufgeführten Probleme
entwickelt. Eine Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines Harzgussverfahrens
zum Schutz der Wicklung (7) eines Drehgebers (1),
welches Lücken
zwischen dem Statorstapel (2) und der Gussform auf Grund von
Dickenschwankungen des Statorstapels (2) vermeidet, um
die Qualität
zu verbessern.
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Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung eines
Harzgussverfahrens zum Schutz der Wicklung (7) eines Drehgebers
(1), bei dem selbst eine dünne Wicklung (7) wirksam durch
Harz geschützt
werden kann, um einen Schutz gegen Durchtrennungen oder Kurzschluss
einer Lage zu erzielen.
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Die
vorliegende Erfindung erfüllt
die oben genannten Aufgaben und besteht in einem Harzgussverfahren
zum Schutz der Wicklung (7) eines Drehgebers (1)
gemäß dem unabhängigen Anspruch
1.
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Weitere
Einzelheiten des Harzgussverfahrens sind in den abhängigen Ansprüchen 2 bis
4 angegeben.
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Selbst
dann, wenn Ungleichmäßigkeiten
in der Dicke des Stators (2) auftreten, gleichen die Gussformteile
jegliche Ungleichmäßigkeit
der Dicke des Stators (2) aus, solange der bewegliche Teil (20c)
in das gegenüberliegende
Gussformteil einrastet. Dadurch ist gewährleistet, dass der Stator
(2) stets zwischen den Gussformteilen gehalten wird. In Folge
dessen wird ein Auslaufen des Harzgussmaterials verhindert, was
die Qualität
des hergestellten Produkts verbessert.
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Gemäß Anspruch
4 wird der bewegliche Teil (12) in eine Innenöffnung des
Stators (2) während des
Einspritzens eingelegt. Dadurch wird ein Auslaufen des Harzgussmaterials
verhindert.
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Gemäß Anspruch
3 wird als Harzgussmaterial eine Heißschmelze aus copolymerisierendem Polyester
verwendet, das keinen Glasübergangspunkt
innerhalb des Temperaturbereichs aufweist, dem der Drehgeber (1)
normalerweise ausgesetzt ist.
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Aus
diesem Grund wird das Harzgussmaterial durch Umwelteinflüsse nicht
beeinträchtigt.
Selbst wenn die Wicklung (7) eines Drehgebers (1)
mit dünnen
Windungen aufgespult ist, wird sie auf wirksame Weise durch das
Harzgussmaterial geschützt.
Dies verhindert das Auftreten von Fehlern wie eine Durchtrennung
oder ein Kurzschluss einer Lage der Wicklung (7).
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Die
beigefügten
Zeichnungen, in denen gleiche Bezugszeichen sich in den einzelnen
Ansichten stets auf identische oder funktional ähnliche Elemente beziehen und
die zusammen mit der nachfolgenden detaillierten Beschreibung in
die Patentbeschreibung aufgenommen und Teil derselben sind, dienen zur
weiteren Veranschaulichung verschiedener Ausführungsformen und zur Erläuterung
verschiedener Prinzipien und Vorteile der vorliegenden Erfindung.
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1 ist
eine perspektivische Darstellung eines Drehgebers gemäß der vorliegenden
Erfindung;
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2 ist
eine Draufsicht eines Statorstapels des Drehgebers nach 1;
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3 zeigt
einen Schnitt entlang der Linie 3-3 von 2;
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4 ist
eine Draufsicht eines Statorkerns des Statorstapels nach 2;
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5 ist
eine Draufsicht auf die Unterseite eines oberen Gussformteils;
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6 zeigt
einen Schnitt längs
der Schnittlinie 6-6 in 5;
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7 ist
eine vergrößerte Ansicht
eines Fensters C in 6
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8 ist
eine Draufsicht auf die Oberseite eines unteren Gussformteils;
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9 zeigt
einen Schnitt längs
der Schnittlinie 9-9 in 8;
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10 ist
ein Querschnitt durch einer Gussform im Gießzustand.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN
AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Zunächst wird
der Aufbau des Drehgebers anhand von 1 bis 4 beschrieben.
Der in 1 dargestellte Drehgeber 1 wird verwendet,
um Ablenkungswinkel o. Ä.
zu erfassen, und umfasst einen ringförmigen Rotorstapel 3,
der drehbar innerhalb eines ringförmigen Statorstapels 2 angebracht ist.
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Der
Statorstapel 2 wird dadurch hergestellt, dass mehrere Jochplatten 4,
die durch Stanzen von dünnen
Silizium-Stahlplatten mit der in 4 gezeigten
Form hergestellt wurden, übereinander
geschichtet (laminiert) und durch Pressen befestigt werden, um einen
Statorkern 5 mit einer bestimmten Dicke zu bilden. Ein
Wicklungsteil und ein Signalausgangsteil des Statorkerns 5 (später beschrieben)
werden mit einem Harzgussmaterial 6, das ein Isoliermaterial
ist, vergossen (siehe 1 bis 3).
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In 4 sind
ortsfeste Magnetpole 4b (zehn in der Zeichnung) gezeigt,
die von der Innenfläche
eines Jochkörpers 4a radial
nach innen ragen. Auf den Enden eines jeden ortsfesten Magnetpols 4b sind
bogenförmige
Zähne 4c einstückig angeformt.
Außerdem
ist ein Signalausgangsteil 4d vorgesehen, der einstückig auf
einem Abschnitt des Umfangs des Jochkörpers 4a ausgebildet
ist. Der Signalausgangsteil steht in der gezeigten Weise nach außen gerichtet
hervor. Auf dem Jochkörper 4a und
den ortsfesten Magnetpolen 4b der Jochplatten 4 sind
auch mehrere Passstifte 4e zur Befestigung vorgesehen.
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Um
jeden der ortsfesten Magnetpole 4b des Statorkerns 5 sind
Wicklungen (Erreger- und Ausgangswicklungen) 7 gewickelt,
wie in 3 gezeigt ist. Aus dem Signalausgangsteil 4d werden
Mehrfachleitungen 8, die mit den Wicklungen 7 verbunden sind,
heraus geführt.
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Die
Struktur des Statorstapels entsteht durch Gießen einer Schutzschicht aus
Harzgussmaterial 6 auf den Wicklungsteil des Statorkerns 5 (d.h.,
auf die Magnetpole, um welche die Wicklungen 7 gewickelt werden)
und auf den Signalausgangsteil 4d.
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Nach
dem bevorzugten Harzgussverfahren werden ein Wicklungsteil und ein
Signalausgangsteil 4d des Stapels 2 durch Einspritzen
eines geschmolzenen Harzgussmaterials in einen Hohlraum, der sich
zwischen einem oberen Gussformteil 10 und einem unteren
Gussformteil 20 bildet, mittels einer nicht dargestellten
Spritzgiessmachine vergossen, wenn der ringförmige Stapel 2 des
Drehgebers 1 und eine gespulte Wicklung 7 zwischen
dem oberen Gussformteil 10 und dem unteren Gussformteil 20 eingebettet
sind.
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Wie
in 5 und 6 gezeigt, ist eine runde Aussparung 11a,
deren Durchmesser dem Innendurchmesser des Stapels 2 ungefähr gleicht,
in der Mitte der Unterseite eines Körpers 11 eines oberen Gussformteils 10 vorgesehen.
Ein beweglicher Teil 12, der scheibenförmig ist, ist in die runde
Aussparung 11a eingepasst und kann sich in axialer Richtung
(vertikale Richtung in 6) bewegen. Mehrere Federn 13 schieben
die Scheibe in Abwärtsrichtung.
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Mit
anderen Worten ist die bewegliche Scheibe 12 über mehrere
Stifte 14 (vier in dem dargestellten Beispiel) mit dem
Körper 11 so
verbunden, dass sie in axialer Richtung bewegt werden kann. Die
Federn 13 sind in gezeigter Weise jeweils um die Stifte 14 gewickelt.
Wenn daher, wie in 5 und 6 gezeigt
ist, das obere Gussformteil 10 mit dem unteren Gussformteil 20 nicht
verbunden ist, bildet sich eine Lücke zwischen dem Körper 11 und
der beweglichen Scheibe 12 in der runden Aussparung 11a,
wobei die Lücke
auf eine Größe eingestellt
wird, die größer ist
als die Dickenschwankungen des Stapels 2. Eine Gewindebohrung 12a ist
in der Mine der beweglichen Scheibe 12 vorgesehen; ferner
ist bündig
mit der Gewindebohrung 12a eine Durchgangsbohrung 11b in
dem Körper 11 vorgesehen.
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Eine
Innennut 11c, die eine Seite des Wicklungsteils und Signalausgangsteils 4d des
Stapels 2 während
des Vergusses abdeckt, ist an der Außenseite der runden Aussparung 11a des
oberen Gussformteils 10 vorgesehen. Die Innennut 11c umfasst einen
ringförmigen
Abschnitt 11c-1, der eine Seite des Wicklungsteils des
Stapels 2 bedeckt, sowie einen radialen Abschnitt 11c-2,
der eine Seite des Signalausgangsteils 4d des Stapels 2 bedeckt.
Ein Einschnitt 11d ist auf dem radialen Abschnitt 11c-2 der Nut 11c vorgesehen.
Ein Gießloch 11e,
das senkrecht zur Zeichenebene von 6 verläuft, öffnet sich
auf der Oberfläche
des Körpers 11.
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Eine
ringförmige
Außennut 11f,
die eine Seite des Stapels 2 (Statorkern (5) während des
Vergusses berührt,
befindet sich ferner auf der Außenseite der
Innennut 11c. Eine kleine, ringförmige Nut 11g befindet
sich in der gezeigten Weise auf der Außenseite der Außennut 11f.
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Wie
in 5 und 6 gezeigt, ist eine Vielzahl
(fünf in
dem dargestellten Beispiel) von schrägen Bolzenlöchern 15 außerhalb
der Nut 11g in dem oberen Gussformteil 10 vorgesehen.
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Wie
in 8 und 9 gezeigt, ist eine ringförmige Außennut 20a,
die der Außennut 11f des oberen
Gussformteils 10 entspricht, auf der Oberseite des unteren
Gussformteils 20 ausgebildet. Der Außendurchmesser der Außennut 20a ist
etwa gleich dem Außendurchmesser
des Stapels 2. Ferner ist eine ringförmige Innennut 20b des
unteren Gussformteils 20, die der ringförmigen Innennut 11c des oberen
Gussformteils 10 entspricht, auf der Oberseite des unteren
Gussformteils 20 längs
der Innenkante der ringförmigen
Außennut 20a ausgebildet.
Dadurch wird in der Mitte des unteren Gussformteils 20, wie
in 9 gezeigt ist, ein zylinderförmiger Vorsprung 20c gebildet,
dessen Durchmesser dem Innendurchmesser des Stapels 2 ungefähr gleich
ist. Die Außennut 20a des
unteren Gussformteils 20 berührt die Seite des Stapels 2 (Statorkern
(5)) während des
Vergusses, wie in 10 gezeigt ist, und die Innennut 20b bedeckt
eine Seite des Wicklungsteils und Signalausgangsteils 4d des
Stapels 2. Die Innennut 20b des unteren Gussformteils 20 umfasst
einen ringförmigen
Abschnitt 20b-1, der eine Seite des Wicklungsteils des
Stapels 2 bedeckt, sowie einen radialen Abschnitt 20b-2,
der eine Seite des Signalausgangsteils 4d des Stapels 2 bedeckt.
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Ein
mittiges Entlüftungsloch 21 ist
in der Mitte des zylinderförmigen
Vorsprungs 20c des unteren Gussformteils 20 ausgebildet,
und eine Vielzahl (vier in dem dargestellten Beispiel) von zusätzlichen
Entlüftungslöchern 22 ist
rund um das mittige Entlüftungsloch 21 ausgebildet.
Ein Arretierungselement 23, das zur Erfassung der Außenkante
des Signalausgangsteils 4d des Stapels 2 dient,
ist mit zwei Bolzen 24 auf dem radialen Abschnitt 20b-2 der
Innennut 20b des unteren Gussformteils 20 angebracht. Das
Arretierungselement 23 wird mittels eines Ausrichtungselements 26,
das durch einen Bolzen (25) befestigt ist, ausgerichtet.
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Außerdem sind,
wie in 8 und 9 gezeigt ist, untere Gewindebohrungen 27,
deren Anzahl der Anzahl der oberen Bolzenlöcher 15 in dem oberen
Gussformteils 10 entspricht, rund um die Außennut 20a in
dem unteren Gussformteil 20 ausgebildet, welche mit den
oberen Bolzenlöchern 15 bündig sind.
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Wie
oben erwähnt,
werden der Wicklungsteil und der Signalausgangsteil 4d des
Stapels 2 mittels des oberen Gussformteils 10 und
des unteren Gussformteils 20 mit Harz vergossen. Zuerst
wird der Stapel 2 (Statorkern 5) auf dem unteren
Gussformteil 20 angebracht, wie in 10 gezeigt
ist. Dies bedeutet, dass die Innenkante des Stapels 2 auf
den zylinderförmigen
Vorsprung 20c des unteren Gussformteils 20 angebracht
wird, wobei eine Seite des Stapels 2 die Außennut 20a des
unteren Gussformteils 20 berührt. Die Außenkante des Signalausgangsteils
des Stapels 2 wird durch das Arretierungselement 23 erfasst.
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Anschließend wird
das obere Gussformteil 10 über das untere Gussformteil 20 aufgesetzt,
und zwar mit der beweglichen Scheibe 12 nach unten gerichtet.
Dann wird die bewegliche Scheibe 12 auf den zylinderförmigen Vorsprung 20c so
angebracht, dass sie durch die Kraft der Federn 13 einrastet.
Gleichzeitig berührt
die Außennut 11c des
oberen Gussformteils 10 die Seite des Stapels 2 (Statorkern 5). Schwankt
die Dicke des Stapels 2, kann der Körper 11 – anders
als die bewegliche Scheibe auf dem oberen Gussformteil 10 – vertikal
verschoben werden, um Ungleichmäßigkeiten
des Stapels 2 auszugleichen, während die bewegliche Scheibe 12 des
oberen Gussformteils 10 in dem unteren Gussformteil 20 eingerastet
bleibt. Deswegen fängt
die vertikale Bewegung des Körpers 11 jegliche
Dickenschwankungen des Stapels 2 auf. Dies gewährleistet
den Eingriff von beiden Seiten des Stapels 2 zwischen der
Außennut 11f auf
dem oberen Gussformteil 10 und der Außennut 20a des unteren
Gussformteils 20. Deswegen bilden sich keine Lücken weder
zwischen dem oberen Gussformteil 10 und dem Stapel noch
zwischen dem unteren Gussformteil 20 und dem Stapel 2.
Die gesamte axiale Abmessung des durch die Nuten 11f und 20a erzeugten
Raums, gemessen in vertikaler Richtung von 10, ist
so bemessen, dass sie die Dicke des Stapels 2 ein wenig
unterschreitet.
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Wenn
das obere Gussformteil (10) auf das untere Gussformteil
(20) aufgesetzt ist, wird, wie oben beschrieben ist, die
bewegliche Scheibe 12 durch Einsetzen eines Bolzens 28 in
eine in dem Körper 11 vorgesehene
Bolzenbohrung 11b befestigt, ferner durch Einsetzen des
Bolzens 28 in eine Gewindebohrung 12a, die in
der beweglichen Scheibe 12 vorgesehen ist. So wird die
enge Passung zwischen der beweglichen Scheibe und dem unteren Gussformteil
(20) beibehalten.
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Das
obere Gussformteil 10 und das untere Gussformteil 20 werden
durch Bolzen 29 zusammengehalten, die jeweils in eine Vielzahl
von Bolzenbohrungen, die in dem oberen Gussformteil vorgesehen sind,
eingesetzt werden. Die Bolzen 29 werden in Gewindebohrungen 27,
die in dem unteren Gussformteil 20 vorgesehen sind, eingeschraubt.
Wenn die Gussformteile 10, 20 zusammengebaut sind,
befinden sich der Wicklungsteil und der Signalausgangsteil 4d des
Stapels 2 gegenüber
dem Raum, der durch die Innennut 11c des oberen Gussformteils 10 und
der Innennut 20b des unteren Gussformteils 20 gebildet
ist. Die Mehrfachleitungen (8) werden durch den Einschnitt 11d des
oberen Gussformteils 10 geführt.
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Ist
der Stapel 2 zwischen dem oberen Gussformteil 10 und
dem unteren Gussformteil 20 eingebettet, so wird geschmolzenes
Harzgussmaterial in den Hohlraum, der zwischen dem oberen Gussformteil 10 und
dem unteren Gussformteil 20 gebildet ist, durch eine nicht
dargestellte Spritzgießmaschine
eingespritzt. Wenn geschmolzenes Harzgussmaterial an dem Gießloch 11e auftritt,
das auf dem oberen Gussformteil 10 vorgesehen ist, füllt das
geschmolzene Harzgussmaterial den Hohlraum aus, der zwischen dem
oberen Gussformteil 10 und dem unteren Gussformteil 20 vorhanden
ist.
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Wenn
das geschmolzene Harzgussmaterial gekühlt und erstarrt ist, werden
das obere Gussformteil 10 und das untere Gussformteil 20 abgebaut
und der Stapel 2 wird entfernt. Dann werden der Wicklungsteil
und der Signalausgangsteil 4d des Stapels 2 mit
dem geschmolzenen Harzgussmaterial 6 vergossen, wie dies
in 1 bis 3 gezeigt ist.
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Als
geschmolzenes Harzgussmaterial 6 wird ein copolymerisierendes
Heißschmelz-Polyester
verwendet, das keinen Glasübergangspunkt
in dem Temperaturbereich aufweist, dem der Drehgeber ausgesetzt
ist. Der Glasübergangspunkt
von co-polymerisiertem Heißschmelz-Polyester
liegt bei einer Temperatur von –70°C, und der
Glasübergangspunkt von
PBT (Polybutylen-Terephtalat)
liegt bei einer Temperatur von 10°C.
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Bei
dem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung,
rastet die auf dem oberen Gussformteil 10 des Körpers 11 angebrachte
bewegliche Scheibe 12 in das untere Gussformteil 20 selbst
bei Ungleichmäßigkeiten
des Stapels 2 ein. Der Körper 11 des oberen
Gussformteils 10 kann senkrecht zur beweglichen Scheibe 12 verschoben
werden, um Ungleichmäßigkeiten
des Stapels 2 auszugleichen. Deswegen ist der Stapel 2 stets
zwischen dem Körper 11 und
dem unteren Gussformteil 20 eingerastet. Deswegen entsteht
auch keine Lücke,
und zwar weder zwischen dem Stapel 2 und dem oberen Gussformteil 10 noch
zwischen dem Stapel und dem unteren Gussformteil 20. Daher
fließt
auch kein Harzgussmaterial 6 in eine solche Lücke. Auf
diese Weise wird ein Auslaufen des Harzgussmaterials 6 vermieden,
was die Qualität
des Stapels 2 und des Drehgebers 1 stabilisiert.
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Aus
diesen Gründen
wird bei vorliegender Erfindung ein copolymerisierendes Heißschmelz-Polyester
als Harzgussmaterial (6) verwendet, das keinen Glasübergangspunkt
in dem Temperaturbereich aufweist, dem der Drehgeber ausgesetzt
ist. Auf das Harzgussmaterial (6) wirken sich die Umweltbedingungen,
denen der Drehgeber ausgesetzt ist, nicht aus. Auf diese Weise sind
die Windungen durch das Harzgussmaterial (6) geschützt, sogar
wenn die Wicklungen des Drehgebers (1) dünn sind,
womit Fehler, wie eine Durchtrennung oder ein Kurzschluss einer
Lage der Wicklungen (7), verhindert werden.
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Wenn
außerdem
der Wicklungsteil des Stapels 2 durch das Harzgussmaterial 6 geschützt wird, ist
keine Beschichtung – z.B.
mit Lack – erforderlich, um
die Wicklungen zu befestigen und die Isolierung zu verbessern. Dadurch
erübrigt
sich die diesbezügliche
Steuerung von Beschichtungsvolumen und Trocknungstemperatur und
es sinkt die Anzahl von Herstellungs- und Qualitätskontrollprozessen, was die
Kosten senkt.
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Ferner
verbessert der Schutz der Wicklungen des Stapels 2 durch
das Harzgussmaterial 6 die Lebensdauer (Belastbarkeit durch
Umwelteinflüsse) gegen
z.B. Staub, Schwingungen oder Stöße.
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Bei
der beschriebenen Ausführungsform
ist die bewegliche Scheibe 12 auf dem oberen Gussformteil
vorgesehen. Mit der beweglichen Scheibe 12 auf dem unteren
Gussformteil 20 werden allerdings dieselben Ergebnisse
erzielt.
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Diese
Offenbarung soll die Herstellung und Verwendung verschiedener Ausführungsformen
gemäß der Erfindung
erläutern.
Die oben stehende Beschreibung soll weder erschöpfend sein noch die Erfindung
auf die offenbarte Ausführungsform
beschränken.
Abwandlungen oder Änderungen
er gegebenen Lehren sind möglich.
Die Ausführungsformen
wurden ausgewählt
und beschrieben, um die bestmögliche
Darstellung der Prinzipien der Erfindung und deren praktischen Anwendung
zu liefern, sowie um es dem Fachmann zu ermöglichen, die Erfindung in verschiedenen
Ausführungsformen
und mit verschiedenen Abwandlungen, passend zu der besonderen vorgesehenen
Anwendung, zu nutzen. Alle solchen Abwandlungen oder Änderungen
liegen in dem Schutzbereich der durch die beigefügten Ansprüche definierten Erfindung.