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Hintergrund der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf Computernetze, und insbesondere
auf ein Verfahren zur Verkehrsplanung in einem Virtual Private LAN-Dienst
eines Metro Ethernet-Netzes. Insbesondere bezieht sich die vorliegende
Erfindung auf ein Computerprogramm gemäß Anspruch 1.
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Ethernet-Netze
sind in zahlreichen Anwendungen in der Netzwerkbranche aus verschiedenen
Gründen
beliebt. Beispielsweise ist das Ethernet ein weit verbreitetes und
kostengünstiges
Medium mit zahlreichen Schnittstellen, das Verbindungen und verschiedene
Geschwindigkeiten bis in den Gbps-Bereich hinein bieten kann. Ethernet-Netze
können
zur Einrichtung eines Metro Ethernet-Netzes („MEN") eingesetzt werden, bei dem es sich
im Allgemeinen um ein öffentlich
zugängliches
Netz handelt, das einen Großstadtbereich
umfasst, typischerweise unter der Kontrolle eines einzelnen Administrators,
wie beispielsweise einem Internet Service Provider („ISP"). Ein MEN wird typischerweise
eingesetzt, um die Verbindung zwischen einem Teilnehmernetz und
einem Kernnetz zu gewährleisten.
Das Teilnehmernetz umfasst typischerweise private oder Endnutzer,
die die Connectivity zum Netz herstellen. Das Kernnetz wird eingesetzt,
um die Verbindung zu anderen Metro Ethernet-Netzen herzustellen,
und das Kernnetz übernimmt
in erster Linie eine Paketvermittlungsfunktion.
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Ein
MEN besteht typischerweise aus einer Reihe von Provider Edge („PE")-Knoten, die vor
einer Verbindung für
den Paketverkehr für
die Kommunikation untereinander identifiziert und konfiguriert werden.
Die PE-Knoten sind im Punkt-zu-Punkt-Verfahren miteinander verbunden,
jeder PE-Knoten ist über
einen emulierten und bidirektionalen virtuellen Knoten mit einem
anderen PE-Knoten verbunden, wobei jede dieser Verbindungen über einen
Label Switched Path („LSP") hergestellt wird.
Ein LSP wird manchmal informell auch als Link bezeichnet. Somit
kann jeder PE-Knoten mit einem benachbarten PE-Knoten kommunizieren
und Pakete von diesem empfangen. Des Weiteren sind in jedem LSP,
zwischen benachbarten PE-Knoten,
häufig
eine Reihe von Provider-Knoten („P") angeordnet. Die P-Knoten pflegen keine
Statusinformationen und übernehmen hauptsächlich Routingfunktionen,
sie sind daher so konzipiert, dass sie die Punkt-zu-Punkt-Verbindung
zwischen den PE-Knoten des MEN nicht stören, bei denen es sich um intelligentere
Geräte
handelt. Eine unterschiedliche Anzahl an P-Knoten kann in einer
Verbindungsrichtung zwischen zwei benachbarten PE-Knoten angeschlossen
sein, im Vergleich zur umgekehrten Verbindungsrichtung zwischen
diesen zwei benachbarten PE-Knoten.
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PE-Knoten
im MEN sind ebenfalls mit einem oder mehreren Customer Edge („CE")-Knoten verbunden,
wobei diese Knoten damit die Schnittstelle zwischen dem MEN und
einem benachbarten Teilnehmernetz darstellen. Häufig erfolgt die Verbindung
zwischen einem PE-Knoten und einem CE-Knoten beim gegenwärtigen Stand
der Technik über
einen Zwischenknoten zwischen dem PE-Knoten und dem CE-Knoten, wobei
dieser Zwischenknoten als Layer 2 Provider Edge („L2PE")-Knoten bezeichnet
wird. Die Connectivity zwischen einem L2PE-Knoten und zusätzlichen
PE-Knoten im MEN wird normalerweise als Homing bezeichnet. Genauer
gesagt wird die Verbindung als Singlehome-Verbindung bezeichnet, wenn der L2PE-Knoten
mit einem einzelnen PE-Knoten
verbunden ist, ist der L2PE-Knoten dagegen mit mehr als einem PE-Knoten
verbunden, wird die Verbindung als Multihome-Verbindung bezeichnet.
Während
L2PE-Knoten multihomed (d.h. mit mehr als einem anderen PE-Knoten
verbunden) sein können,
ist dies bei den CE-Knoten eines benachbarten Teilnehmernetzes nicht
möglich,
d.h. jeder CE-Knoten
kann nur mit einem einzigen L2PE-Knoten verbunden sein.
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Bei
der Ausarbeitung der MEN-Architektur wurden außerdem zusätzliche Topologien in Verbindung mit
einem solchen Netz entwickelt. Ein Beispiel, das sich auf die im
Folgenden beschriebenen, bevorzugten Ausführungsvarianten bezieht, ist
der Virtual Private LAN-Dienst („VPLS"). Ein VPLS bildet ein emuliertes Local
Area Network („LAN")-Segment für eine gegebene
Anzahl an Knoten in einem MEN. Das VPLS bietet eine ISO Layer 2-Broadcast
Domain, die vollständig
in der Lage ist, Ethernet MAC-Adressen zu erfassen und weiterzuleiten,
die einer bestimmten Anzahl an Knoten vorbehalten sind. Mit dem
VPLS können
daher Pakete an alle Knoten im VPLS gesendet werden. VPLS kann auch
in den oben beschriebenen Rahmen integriert werden, der PE- und
L2PE-Knoten umfasst und verschiedenen Beschränkungen unterliegt. Erstens
kann mehr als ein VPLS in ein einzelnes MEN integriert werden, und
daher können
bestimmte PE-Knoten dieses MEN Bestandteil von mehr als einem VPLS
sein. Zweitens kann ein L2PE-Knoten in einem MEN mit mehreren VPLS mehr
als ein VPLS unterstützen,
wobei jedes dieser VPLS ein eigenes Homing aufweist, d.h. für jeden
VPLS weist dieser L2PE eine Verbindung zu einem (und nur einem)
PE-Knoten in dem MEN auf.
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Aufgrund
der verschiedenen, oben beschriebenen und dem Fachmann bekannten
Knoten, Attribute sowie der Connectivity entstehen komplexe Vorgaben
für die
Verkehrsplanung mit diesen Parametern, d.h. bei der Herstellung
von Netzwerkverbindungen, der entsprechenden Anzahl von VPLSs, der
Connectivity und dem effizienten Einsatz der Bandbreite. Diese komplexen
Vorgaben entstehen sowohl bei der ersten Einrichtung dieser Parameter
für ein
neues Netz, als auch bei der Änderung
dieses Netzes, wenn sich ein oder mehrere Faktoren im Lauf der Zeit ändern, z.B.
wenn ein neuer VPLS hinzugefügt
wird. Diese komplexen Vorgaben werden durch den Wunsch weiter verschärft, einen
1 + 1-Schutz in dem Netz zu gewährleisten,
wobei ein erster Parameter-Satz vorgegeben wird, manchmal auch als
primäres
Netz bezeichnet, der jedoch durch einen zweiten Parameter-Satz ergänzt wird,
manchmal auch als sekundäres
oder Backup-Netz bezeichnet, das eingesetzt wird, falls das erste
Netz ausfällt.
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Angesichts
der oben stehenden Erläuterungen
bieten die bevorzugten Ausführungsvarianten
ein Gerät
(z.B. einen Netzknoten) mit ausreichender Verarbeitungskapazität, das entsprechend
programmiert ist, um die Verkehrsplanung eines VPLS-Netzes mit Multi-Homing,
Unicast- und Multicast-Verkehr und mit 1 + 1-Schutz zu gewährleisten,
wie im Folgenden erläutert
wird.
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Der
gegenwärtige
Stand der Technik wird in den Patenten US-B-6 584 071 1 und WO 03/079614
A beschrieben.
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KURZE ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Die
oben genannten Probleme werden durch das Computerprogramm gemäß Anspruch
1 gelöst.
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In
der bevorzugten Ausführungsvariante
ist eine Verarbeitungsvorrichtung entsprechend programmiert, um
Homing-Pfade für
eine Vielzahl von Virtual Private LAN-Diensten in einem Ethernet-Netz,
das aus einer Vielzahl von PE-Knoten besteht, festzulegen. Die Verarbeitungsvorrichtung
ist entsprechend programmiert, um die Schritte zur Berechnung einer
Vielzahl von Sätzen
mit unterschiedlichen Homing-Konfigurationen, zur Berechnung einer
Kostenfunktion für
jeden Satz mit unterschiedlichen Homing-Konfigurationen aus der Vielzahl von
Sätzen
mit unterschiedlichen Homing-Konfigurationen und zur Auswahl eines
Satzes einer Homing-Konfiguration
aus der Vielzahl von Sätzen
mit unterschiedlichen Homing-Konfigurationen als Antwort auf eine
entsprechende Kostenberechnungsfunktion auszuführen. Jede Homing-Konfiguration
in jedem Satz mit unterschiedlichen Homing-Konfigurationen wird
durch eine entsprechende Iteration aus Schritten berechnet, wobei
jeder Schritt jeweils einem Virtual Private LAN-Dienst aus der Vielzahl
von Virtual Private LAN-Diensten sowie jeweils einem ausgewählten Layer
2 Provider Edge-Knoten im Ethernet-Netz entspricht. Jede Iteration
umfasst die Schritte zur Auswahl eines PE-Eingangsknotens und eines
PE-Ausgangsknotens, zur Festlegung der Bandbreite in den PE-Eingangsknoten,
zur Festlegung der Bandbreite aus dem PE-Ausgangsknoten und zur Spezifikation
eines ersten Pfades zur Datenübertragung
von dem PE-Ausgangsknoten an den PE-Eingangsknoten und eines zweiten
Pfades zur Datenübertragung
von dem PE-Eingangsknoten zum
PE-Ausgangsknoten, wobei jeder Pfad unter dem ersten und dem zweiten
Pfad mindestens einen P-Knoten umfasst.
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Weitere
Aspekte werden ebenfalls beschrieben und in den Ansprüchen formuliert.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER VERSCHIEDENEN ZEICHNUNGEN
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1 stellt
ein Netzsystem gemäß der bevorzugten
Ausführungsvariante
und mit der entsprechenden Connectivity dar, das von einem zentralen
Manager im Netzsystem ebenfalls gemäß der bevorzugten Ausführungsvariante
konfiguriert werden kann.
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2 stellt
ein Ablaufdiagramm des Verfahrens des zentralen Managers gemäß der bevorzugten Ausführungsvariante
zur Festlegung der VPLS-Connectivity im Netz dar.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Anhand
der Darstellung einer bevorzugten Ausführungsvariante der Erfindung
stellt 1 ein Netzsystem dar, das allgemein mit der Referenz 10 bezeichnet
wird. Das Netzsystem 10 umfasst in den bevorzugten Ausführungsvarianten
ein Metro Ethernet-Netz („MEN"), das einen Virtual
Private LAN-Dienst („VPLS") umfasst. Wie in 1 dargestellt,
zeigt das System 10 ein solches Netz mit verschiedenen
Aspekten, die dem Fachmann allgemein bekannt sind, wobei die Abbildung
aufgenommen wurde, um verschiedene Konzepte und Konventionen vorzustellen,
und weil sie gemäß den bevorzugten
Ausführungsvarianten
erstellt und geändert wurde,
wie dies im Folgenden noch näher
erläutert
wird.
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Als
Beispiel umfasst das MEN des Systems 10 fünf Provider
Edge („PE")-Knoten PE1, PE2, PE3, PE4 und PE5, wobei die Anzahl fünf nur als Beispiel dient und
es für
den Fachmann sicherlich offensichtlich ist, dass eine beliebige
Anzahl dieser Knoten vorhanden sein kann. Es ist tatsächlich darauf
hinzuweisen, dass ein MEN häufig
wesentlich mehr als fünf
PE-Knoten umfasst. Jeder PE-Knoten kann von einem Fachmann als Verarbeitungsvorrichtung
konzipiert sein, unter Verwendung unterschiedlicher Hardware, Software
und Programmierungen, um die in dem vorliegenden Dokument beschriebenen
und dem Fachmann bekannten Funktionen auszuführen. Außerdem versteht es sich von
selbst, dass in einem MEN-System, wie dies zwar hier nicht dargestellt
ist, jedoch weiter oben im Abschnitt „Hintergrund der Erfindung" in diesem Dokument
erläutert
wurde, zwischen benachbarten PE-Knoten eine Reihe von Provider („P")-Knoten angeordnet
sein kann. Im MEN des Systems 10 ist das Netz vorzugsweise
vollständig
vermascht, d.h. dass jeder PE-Knoten PEx mit
jedem anderen PE-Knoten im System verbunden ist, wobei jede Verbindung über den
jeweiligen Label Switched Path („LSP") erfolgt und in 1 mit einem
Pfeil gekennzeichnet ist. Aus Gründen
der Referenz in dem vorliegenden Dokument erfolgt die bidirektionale
Verbindung zwischen zwei Knoten außerdem über zwei LSPs mit umgekehrter
Bewegungsrichtung, d.h. über
ein LSP-Paar („LSPP"), das einen LSP
für Datenübertragungen
in einer Richtung von einem ersten PE-Knoten an einen zweiten Knoten
sowie einen anderen LSP für
Datenübertragungen
in umgekehrter Richtung umfasst, d.h. von dem zweiten PE-Knoten
an den ersten PE-Knoten. Beispielsweise ist der PE-Knoten PE1 über
die vier jeweiligen LSPPs mit jedem der PE-Knoten PE2,
PE3, PE4 und PE5 verbunden. Entsprechend der Konvention
kennzeichnet das für
jedes LSPP in 1 verwendete Label die beiden
PE-Knoten, zwischen denen das LSPP angeschlossen ist. Zwischen den
PE-Knoten PE1 und PE2 ist
beispielsweise das LSPP1A2 angeordnet; als
weiteres Beispiel ist zwischen den PE-Knoten PE3 und
PE4 das LSPP3A4 angeordnet.
Um 1 zu vereinfachen, sind nur ein paar dieser LSPPs
auf diese Weise gekennzeichnet. Aufgrund der Connectivity des Systems 10 kann
jeder PE-Knoten als Quelle Daten direkt über einen LSP an jeden anderen
PE-Knoten als Ziel übertragen,
wobei dieser PE-Zielknoten Daten über einen anderen LSP (allerdings über einen
anderen Satz P-Knoten) in umgekehrter Richtung zurück an den
PE-Quellknoten übertragen
kann. Eine einzelne Datenübertragung
zwischen zwei PE-Knoten in einer Richtung und auf diese Weise wird
in der Fachwelt als Unicast-Übertragung
bezeichnet und somit definieren die verschiedenen LSPPs des Systems 10 in 1 die
Punkt-zu-Punkt-Schnittstellen, über
die der Unicast-Verkehr übertragen
werden kann. Versucht dagegen ein einzelner PE-Knoten, ein Datenpaket an mehr als einen
PE-Zielknoten zu übertragen,
wird eine solche Datenübertragung
in der Fachwelt als Multicast-Übertragung
bezeichnet.
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Wiederum
in Bezug auf das MEN aus dem System 10 in 1,
umfasst dies auch eine Reihe von Layer 2 PE-Knoten („L2PE-Knoten") L2PE1,
L2PE2, L2PE3, L2PE4 und L2PE5, wobei
die Zahl fünf
nur als Beispiel dient und es für
den Fachmann sicherlich offensichtlich ist, dass eine beliebige
Anzahl solcher Knoten integriert werden kann. Jeder L2PE ist außerdem mit
mindestens einem PE-Knoten im MEN verbunden. Genauer gesagt unterstützt jeder
L2PE eine oder mehrere logische Einheiten, die einem oder mehreren
VPLSs entsprechen, und jede dieser logischen VPLS-Einheiten verfügt über eine
einzelne LSPP-Verbindung mit nur einem PE-Knoten im MEN; um die
Darstellung zu vereinfachen, ist jede einzelne LSPP-Verbindung mit
einer gestrichelten Linie dargestellt, obwohl es sich von selbst
versteht, dass zwei LSPs auf die gleiche Weise wie die anderen PE-Knoten-zu-PE-Knoten-Verbindungen
in 1 vorliegen müssen.
Als Beispiel in Bezug auf den L2PE-Knoten L2PE1 weist
dieser eine logische VPLS-Einheit
VPLS1 auf, die mit dem PE-Knoten PE2 verbunden ist, eine logische VPLS-Einheit
VPLS2, die mit dem PE-Knoten PE1 verbunden
ist, und eine logische VPLS-Einheit VPLS3,
die mit dem PE-Knoten PE5 verbunden ist.
Jede logische VPLS-Einheit ist Bestandteil eines allgemeinen VPLS;
beispielsweise ist die logische VPLS-Einheit VPLS1 im
L2PE1 Bestandteil von VPLS1, der
ebenfalls von L2PE3 und L2PE4 unterstützt wird.
Zudem ist darauf hinzuweisen, dass es sich bei dem L2PE-Knoten L2PE1 um einen Multihome-Knoten handelt, d.h.
er ist mit mehr als einem PE-Knoten verbunden; im Gegensatz dazu
ist der L2PE-Knoten
L2PE5 ein Singlehome-Knoten, da er nur eine
einzige logische VPLS-Einheit (d.h. VPLS3)
unterstützt
und nur mit einem einzigen PE-Knoten
PE1 verbunden ist.
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Ungeachtet
des Singlehoming des L2PE-Knotens L2PE5 wird
das Netzsystem 10 als Multihome-System betrachtet, da es
ein oder mehrere andere L2PE-Multihome-Knoten umfasst. Per Definition
bietet ein L2PE-Knoten außerdem
eine Schnittstelle zwischen dem MEN und einem Teilnehmernetz, das
Kundenknoten umfasst, wobei jeder L2PE-Knoten an dieser Schnittstelle mit einer
oder mehreren Customer Edge („CE")-Knoten verbunden
ist; typischerweise ist ein einzelner L2PE-Knoten nämlich für jede logische VPLS-Einheit
in diesem L2PE-Knoten mit einem CE-Knoten verbunden, d.h. jeder
CE-Knoten ist einer entsprechenden logischen VPLS-Einheit im L2PE-Knoten
zugeordnet. Um diese Aspekte darzustellen und als Beispiel in Bezug
auf den L2PE-Knoten
L2PE1 ist dieser mit drei CE-Knoten CE1.1, CE1.2 und CE1.3 verbunden, die seinen drei logischen VPLS-Einheiten
VPLS1, VPLS2 und
VPLS3 entsprechen. Eine ähnliche Connectivity ist für alle anderen L2PE-Knoten
L2PEx im System 10 dargestellt,
die jeweils mit mehreren CE-Knoten verbunden sind; wenn zum Beispiel
jeder L2PE-Knoten über
V logische VPLS-Einheiten verfügt,
so ist der L2PE-Knoten mit V CE-Knoten verbunden.
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In
Anbetracht der Connectivity in
1 ist es
für den
Fachmann ersichtlich, dass in dem Beispiel drei verschiedene VPLSs
beschrieben werden, wobei das Homing zwischen jedem L2PE und seinen
entsprechenden PE-Knoten in der folgenden Tabelle 1 zusammengefasst
wird:
Tabelle
1
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Aus
Tabelle 1 und
1 ist ersichtlich, dass unterschiedliche
logische VPLS-Einheiten im gleichen L2PE-Knoten mit dem gleichen
PE-Knoten verbunden sein können,
wie dies als Beispiel für
den L2PE-Knoten L2PE
4 dargestellt ist, der
sowohl die logische VPLS-Einheit VPLS
2 als
auch die logische VPLS-Einheit VPLS
3 unterstützt, die
beide mit dem gleichen PE-Knoten PE
4 verbunden
sind. Außerdem
kann eine Reihe von PE-Knoten, die jeweils mit einer VPLS verbunden
sind, gemäß der folgenden
Tabelle 2 zusammengefasst werden:
Tabelle
2
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In
Tabelle 2 sind also die PE-Knoten aufgeführt, die zum jeweiligen VPLS
gehören;
beispielsweise gehören
nur die PE-Knoten PE2, PE3 und
PE5 zu VPLS1 usw.
für die
anderen beiden VPLSs mit ihren entsprechenden PE-Knoten. Somit sind
für den
Fachmann aufgrund der Darstellung in 1 sowie
aufgrund von Tabelle 1 und 2 sicherlich die drei verschiedenen VPLSs
und die PE-Knoten, die über
einen solchen VPLS miteinander verbunden sind, ersichtlich.
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Aufgrund
der Beschreibung von 1 ist es außerdem offensichtlich, dass
nur eine erste Einheit an Verbindungen für ein erstes oder primäres Netz
dargestellt wird. Mit anderen Worten ist für jede logische VPLS-Einheit,
die von dem jeweiligen L2PE-Knoten unterstützt wird, für diese logische VPLS-Einheit
nur die Verbindung mit einem einzigen PE-Knoten dargestellt; es
versteht sich jedoch von selbst, dass 1 mit einer
anderen Connectivity gezeichnet werden kann, um ein zweites oder
Backup-Netz darzustellen, wobei jede logische VPLS-Einheit, die
von dem entsprechenden L2PE unterstützt wird, im Vergleich zur
Darstellung in 1 mit einem anderen PE-Knoten
verbunden ist. Bei der Kombination von primärem und Backup-Netz ist es
für den
Fachmann sicher offensichtlich, dass dadurch ein so genannter 1
+ 1-Schutz geboten werden soll, so dass, wenn in einem Netz (z.B.
im „primären" Netz) ein Verbindungsausfall
auftritt, der Verkehr alternativ über das zweite oder Backup-Netz
hergestellt werden kann. Schließlich
ist noch darauf hinzuweisen, dass der PE-Knoten PE1 in
der Darstellung aus 1 einen Block umfasst, der einen
zentralen Manager CM darstellt. In der bevorzugten Ausführungsvariante
soll der zentrale Manager CM eine allgemeine Verarbeitungsfunktion darstellen,
die die Verkehrsplanung in dem Multihome-Netzsystem 10 durchführt. Diese
Funktion kann in einen der PE-Knoten integriert werden, wie in 1 dargestellt,
alternativ dazu kann der zentrale Manager auch in einem separaten
Knoten oder einer Berechnungsvorrichtung angeordnet werden, der/die
kein PE-Knoten im Netz ist. In jedem Fall stellt der zentrale Manager
CM eine Verarbeitungsvorrichtung mit ausreichenden Kenntnissen des
Netzstatus dar, mit dem sie verbunden ist, um die übrigen,
im vorliegenden Dokument beschriebenen Funktionen zu gewährleisten.
Die tatsächlich
eingesetzte Hardware, Software und Programmierung zur Umsetzung
einer solchen Vorrichtung sind aufgrund der Funktionsbeschreibung
in diesem Dokument für
den Fachmann sicherlich offensichtlich.
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2 stellt
ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens 20 mit Schritten dar,
die von dem zentralen Manager CM aus 1 ausgeführt werden,
um die oben genannte Verkehrsplanung umzusetzen, d.h. der zentrale Manager
CM ist entsprechend programmiert, um diese Schritte mit den im Folgenden
beschriebenen Ergebnissen durchzuführen. Als zusätzliche
Hintergrundinformationen zum Verfahren 20 ist allgemein
darauf hinzuweisen, dass das Verfahren 20 auf iterative
Weise arbeitet, um eine Kostenfunktion zu optimieren, die nach ihrer
Optimierung neben den LSPs primäre
und Backup-Homes im Netzsystem 10 bietet. Im Allgemeinen
ist die bevorzugte Ausführung
von Homes für
die verschiedenen VPLSs und die Konzeption des primären und des
Backup-Pfads dergestalt, dass der Verkehr über die verschiedenen PE- und
P-Knoten und Links im Netz optimiert und der 1 + 1-Schutz im Fall
eines Knoten- oder Linkausfalls gewährleistet ist. Zudem werden
hauptsächlich
der Unicast- und Multicast-Verkehr betrachtet. Auch kann die bevorzugte
Ausführungsvariante
im Hinblick auf einen entkoppelten VPLS oder einen hierarchischen
VPLS umgesetzt werden. In einem entkoppelten VPLS wird Multihoming
unterstützt,
mit einem Home für
jeden VPLS innerhalb eines L2PE-Knotens L2PEx,
wie in 1 dargestellt. In einem hierarchischen VPLS wird
nur ein duales Homing unterstützt,
wobei es sich bei einem Home um das primäre Home und bei dem anderen
Home um das Backup-Home handelt. Auf jeden Fall geht man aus Gründen der
Vereinfachung in der folgenden Besprechung von einem entkoppelten
VPLS aus, wie in 1 dargestellt, wobei für den Fachmann
die vergleichbaren Aspekte bei der Anwendung auf einen hierarchischen
VPLS sicherlich offensichtlich sind. Außerdem wird der Leser für weitere
Details in Bezug auf den entkoppelten VPLS auf K. Kompella et al.,
Decoupled Virtual Private LAN Services, IETF Draft, „draftkompella-ppvpn-dtls-02.txt" verwiesen. Gleichermaßen findet
der Leser weitere Einzelheiten zu einem hierarchischen VPLS in M.
Lasserre, V. Kompella et al., Virtual Private LAN Services over
MPLS, IETF Draft, „draft-lasserre-vkompella-ppvpn-vpls-03.txt".
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Im
Folgenden wird das Verfahren 20, das mit dem Schritt 30 beginnt,
im Detail beschrieben. In Schritt 30 erfährt der
zentrale Manager CM die physische Topologie des Netzsystems 10 sowie
die verfügbare
Bandbreite des Systems 10. Dieser Schritt 30 dient
daher der Darstellung, dass dem zentralen Manager CM unterschiedliche
Informationen über
Topologie und Bandbreite zur Verfügung gestellt werden. Die Art
und Weise der Übermittlung
dieser Informationen an den zentralen Manager CM kann in mancher
Hinsicht automatisiert werden, beispielsweise dadurch, dass die
verschiedenen Knoten in dem System 10 Signalisierungen
an den zentralen Manager CM vornehmen, um die Topologie-Informationen
zu übermitteln.
Alternativ dazu können
einige oder sämtliche
Informationen manuell an den zentralen Manager übertragen werden. Wird das
Verfahren 20 durchgeführt,
um die Verkehrsplanung in einem bereits konfigurierten Netz zu aktualisieren,
können
bestimmte Topologie-Informationen zudem auf elektronischem Wege
von einem oder mehreren Knoten im Netzsystem 10 übermittelt
werden. Auf jeden Fall umfassen die Topologie-Informationen in der bevorzugten Ausführungsvariante
die gesamte Anzahl aller P-Knoten, aller PE-Knoten und aller L2PE-Knoten
im MEN; in dem Beispiel aus 1 umfassen
die Topologie-Informationen die PE-Knoten PE1 bis
PE5, die P-Knoten (nicht abgebildet, jedoch
oben beschrieben) und die L2PE-Knoten L2PE1 bis
L2PE5. Zusätzlich umfassen die Topologie-Informationen
vorzugsweise alle physischen Links, wobei es sich bei einem Link,
auch als Verbindungseinrichtung bezeichnet, um die Verbindungseinrichtung
e = (a, b) handelt, wobei a oder b zu allen Knoten gehören, und
es sich bei der Verbindungseinrichtung daher um eine Verbindung
zwischen zwei solcher Knoten handelt. Zusätzlich wird der zentrale Manager
CM über
die Netz-Bandbreite entsprechend der physischen Topologie informiert.
Genauer gesagt umfasst die Bandbreite die Bandbreitenkapazität zwischen
jedem benachbarten P-Knoten P1 und Pj innerhalb des MEN. Zusätzlich umfasst die Bandbreite
die Bandbreitenkapazität
zwischen jedem L2PE-Knoten L2PEi und jedem
PE-Knoten PEj. Schließlich umfasst die Bandbreite
den erwarteten Verkehr zwischen verschiedenen CEs für verschiedene
VPLSs, d.h. für
alle CEs, die zu einem VPLS gehören,
wobei der Verkehr, der von dem CE-Knoten CEi zu
CEj übertragen
wird, gegeben ist. Es ist darauf hinzuweisen, dass dieser erwartete
Verkehr in der bevorzugten Ausführungsvariante
in Form einer zweidimensionalen Matrix dargestellt werden kann,
die Bandbreiten-Prognosen für
den Unicast- und
Multicast-Verkehr umfasst; eine solche Matrix für den Unicast- und Multicast-Verkehr
kann beispielsweise die Informationen enthalten, die in der folgenden
Tabelle 3 aufgeführt
sind.
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In
Tabelle 3 sollen die Begriffe Eingang und Ausgang die Datenverkehrsrichtung
für einen
gegebenen CE-Knoten bezeichnen, der den Datenverkehr in Bezug auf
das MEN überträgt. Der
CE-Eingangsknoten
CEn ist daher ein Knoten, der Datenverkehr
empfängt,
der in das MEN gelangt, und der CE-Ausgangsknoten CEn ist
der Knoten, der den Datenverkehr empfängt, der das MEN verlässt. Wiederum
in Schritt 30 und in Bezug auf die Bandbreiteninformation
im Hinblick auf einen CE-Knoten und seinen entsprechenden VPLS,
wird der zentrale Manager CM über
die gewünschten
VPLSs für
jeden L2PE-Knoten informiert; wie im Folgenden noch erläutert wird,
wird das gewünschte
Ergebnis jedoch nicht zwangsläufig
in einer optimalen Connectivity-Konfiguration erreicht, diese Information
steht jedoch zur Verfügung
und bietet tatsächlich
teilweise eine Basis, von der ausgehend die bevorzugte Ausführungsvariante
die Connectivity innerhalb des Netzsystems 10 festlegt. Auf
jeden Fall geht das Verfahren 20 von Schritt 30 zu
Schritt 32 über,
sobald dem zentralen Manager CM in Schritt 30 die physische
Topologie, die Bandbreite und die VPLS-Informationen zur Verfügung gestellt
werden.
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Beginnend
mit Schritt 32 führt
der zentrale Manager CM verschiedene Operationen in Bezug auf einen gegebenen
VPLS-Knoten des Netzsystems 10 aus, wobei die ersten Operationen
in einer beispielhaften Ausführungsvariante
für einen
ersten VPLS in einem ersten L2PE-Knoten durchgeführt werden, gefolgt von Operationen
für den
ersten VPLS in einem zweiten L2PE-Knoten und so weiter, bis alle
L2PE-Knoten berücksichtigt
wurden. Anschließend
werden die Schritte für
einen zweiten VPLS im ersten L2PE-Knoten wiederholt, gefolgt von
Operationen für
den zweiten VPLS im zweiten L2PE-Knoten und so weiter, bis schließlich die
verschiedenen Connectivity-Konfigurationen
für alle
gewünschten
VPLSs sämtlicher
L2PE-Knoten des MEN geprüft
wurden, wie dies aus der folgenden Beschreibung ersichtlich wird.
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Im
Folgenden wird Schritt 32 detaillierter erläutert, in
dem der zentrale Manager CM das durchführt, was als die drei allgemeinen
Operationen in Bezug auf einen gegebenen VPSL betrachtet werden
kann. Betrachtet man nur einen ersten L2PE-Knoten (z.B. den L2PE-Knoten L2PE1 in 1), besteht
die erste der drei Operationen aus Schritt 32 in der Auswahl
eines primären
Eingangsknotens, im Folgenden als PE-Knoten PEpi bezeichnet,
und eines primären
PE-Ausgangsknotens,
im Folgenden als PE-Knoten PEpe bezeichnet,
wobei in beiden Fällen
die Bezeichnung „primär" für diese
PE-Knoten darauf hinweisen soll, dass diese als primärer Anteil
der 1 + 1-Konfiguration zu berücksichtigen
sind, im Gegensatz zum Backup-(oder sekundären) Anteil der gleichen Konfiguration.
Daher können
in dieser ersten Operation in dem Beispiel aus 1 der PE-Knoten
PE2 als PE-Knoten PEpi und
der PE-Knoten PE5 als PE-Knoten PEpe gewählt
werden. In einer zweiten Operation legt der zentrale Manager CM
die Bandbreite fest, die dem primären Eingangsknoten PEpi zur Verfügung gestellt werden soll;
in der bevorzugten Ausführungsvariante
kann diese Festlegung unter Bezug auf die zweidimensionale Bandbreitentabelle
aus Schritt 30 erfolgen, wie in Tabelle 3 beispielhaft
dargestellt, da diese Tabelle die Bandbreite von CE-Knoten zu CE-Knoten
vorgibt, und diese Connectivity erfolgt anhand der PE-Knoten im
System 10. In einer dritten Operation legt der zentrale
Manager CM die Bandbreite fest, die ausgangs des primären Ausgangsknotens
PEpe zur Verfügung gestellt werden soll;
in der bevorzugten Ausführungsvariante
kann diese Festlegung ebenfalls unter Bezug auf die zweidimensionale
Bandbreitentabelle aus Schritt 30 erfolgen, wie anhand
eines Beispiels in Tabelle 3 dargestellt. Anschließend geht
das Verfahren von Schritt 32 zu Schritt 34 über.
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In
Schritt 34 geht der zentrale Manager CM auf vergleichbare
Weise wie in Schritt 32 vor, allerdings mit dem Unterschied,
dass die PE-Knoten ausgangs von Schritt 34 für die Backup-(oder
sekundäre)
Connectivity in der 1 + 1-Schutzkonfiguration vorgesehen sind. Daher
besteht Schritt 34 ebenfalls aus dem, was als drei Operationen
betrachtet werden kann. Zunächst
wählt der
zentrale Manager CM einen sekundären
Eingangsknoten, im Folgenden als PE-Knoten PEsi bezeichnet,
und einen sekundären
PE-Ausgangsknoten aus, im Folgenden als PE-Knoten PEse bezeichnet,
wobei die Bezeichnung „sekundär" in beiden Fällen darauf
hinweisen soll, dass diese als sekundärer Anteil der 1 + 1-Konfiguration
zu betrachten sind. In einer zweiten Operation legt der zentrale
Manager CM die Bandbreite fest, die dem sekundären Eingangsknoten PEsi zur Verfügung gestellt werden soll,
und in einer dritten Operation legt der zentrale Manager CM die
Bandbreite fest, die ausgangs des sekundären Ausgangsknotens PEse zur Verfügung gestellt werden soll.
Es sei nochmals daran erinnert, dass in oben genanntem Schritt 32 die
Bandbreite in und aus den PE-Knoten
PEpi bzw. PEpe festgelegt wurde;
in Schritt 34 werden die gleichen Bandbreiten-Werte für die PE-Knoten
PEsi bzw. PEse verwendet,
damit die gleiche Bandbreite für
die primären
und sekundären
Strecken zur Verfügung
gestellt wird. Anschließend geht
das Verfahren von Schritt 34 zu Schritt 36 über.
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In
Schritt 36 erstellt der zentrale Manager CM LSPPs zwischen
den PE-Knoten PEpi und PEpe,
d.h. für die
primäre
Strecke. In der bevorzugten Ausführungsvariante
erfolgt die Auswahl der LSPPs durch Auswahl der P-Knoten, die diese
LSPPs bilden sollen, und wie später
erläutert
wird, unterliegt diese Auswahl ebenfalls verschiedenen Beschränkungen.
Des Weiteren basieren die Kriterien für die Auswahl in Schritt 36 vorzugsweise
entweder auf der Verteilung der Auslastung auf alle P-Knoten im
LSPP oder alternativ dazu auf der geringsten Anzahl von P-Knoten
im LSPP. Im Fall einer Verteilung der Auslastung kann es für einen
LSP akzeptabel sein, zahlreiche P-Knoten-Hops zu durchlaufen, solange
ein bestimmter P-Hop im Vergleich zu anderen P-Knoten-Hops nicht
deutlich mehr ausgelastet ist; daher kann ein bestimmter Prozentanteil
oder ein Toleranzgrenzwert vorgegeben werden, wobei die jeweilige
Hop-Auslastung innerhalb
eines bestimmten Prozentbereichs der Gesamtauslastung aller anderen
Hops in dem LSP liegt. Für
den Fall einer Minimierung der Anzahl an P-Knoten im LSPP wird die
bevorzugte Methode im Folgenden erläutert. Bei einer gegebenen
Anzahl von P-Knoten
und den PE-Knoten PEpi und PEpe wird
die Verbindungseinrichtung zwischen den P-Knoten mit einem Wert
von eins gekennzeichnet, wenn Bandbreite zur Verfügung steht,
oder mit dem Wert unendlich, wenn keine Bandbreite zur Verfügung steht.
Anschließend
lässt man
in der bevorzugten Ausführungsvariante
einen Dijkstra-Algorithmus und Abfragen laufen, ob der resultierende
LSP zwischen den PE-Knoten PEpi und PEpe die Laufzeit-Vorgaben erfüllt und über ausreichend
Bandbreite verfügt,
um den Verkehr zu übertragen.
Diese Schritte werden wiederholt, bis ein optimaler LSP in beiden
Richtungen zwischen den PE-Knoten PEpi und
PEpe gefunden wird. Anschließend geht
das Verfahren 20 von Schritt 36 zu Schritt 38 über.
-
In
Schritt 38 erstellt der zentrale Manager LSPPs zwischen
den PE-Knoten PEsi und PEse,
d.h. für
die sekundäre
Strecke. In der bevorzugten Ausführungsvariante
erfolgt die Auswahl dieser LSPPs auf die gleiche Weise wie für die LSPPs
der primären
Strecke, die in Bezug auf Schritt 36 erläutert wurde
(z.B. die geringste Anzahl an P-Knoten-Hops oder gleichmäßige oder
praktisch gleichmäßige Verteilung
der Auslastung auf alle P-Knoten im LSP). Zudem sind die für die Auswahl
in Schritt 36 verwendeten P-Knoten jedoch von einer Berücksichtigung
bei der Auswahl in Schritt 38 ausgeschlossen. Dies gewährleistet,
dass die Backup-LSPs physisch von den LSPs der primären Strecke
getrennt sind, während
gleichzeitig ausreichend Bandbreite für einen 1 + 1-Schutz zur Verfügung gestellt
wird. Anschließend
geht das Verfahren von Schritt 38 zu Schritt 40 über.
-
In
Schritt 40 legt der zentrale Manager CM fest, ob die bis
dahin erstellte Konfiguration (z.B. PE-Knoten-Connectivity und primäre und Backup-LSPs)
irgendwelche Vorgaben aus dem festgelegten Vorgabensatz verletzt.
In der bevorzugten Ausführungsvariante
können
die Vorgaben eine oder mehrere der im Folgenden aufgeführten Bedingungen
beinhalten, und zwar werden die Vorgaben, die sich auf die Strecken
beziehen, für jede
Richtung spezifiziert, d.h. für
jeden LSP in einem LSPP. Als erste Vorgabe kann ein gegebener L2PE-Knoten das Multi-Homing
nur für
diejenigen PE-Knoten in einer bestimmten geographischen Nähe bieten;
beispielsweise kann diese Einschränkung in einer Größenordnung
von 10 km liegen, allerdings unter Berücksichtigung der Tatsache,
dass Anzahl oder Bereich von der jeweiligen Implementierung abhängig sein
können.
Als zweite Vorgabe kann eine logische VPLS-Einheit an einem gegebenen
L2PE-Knoten nur
eine Verbindung mit einem PE-Knoten herstellen. Als dritte Vorgabe
darf die Bandbreite an einem Knoten einen bestimmten Grenzwert nicht überschreiten,
in Abhängigkeit
von der Verarbeitungskapazität
dieses Knotens, d.h. unterschiedliche Knoten können unterschiedliche Verarbeitungskapazitäten aufweisen
(z.B. kann der PE-Knoten PE1 insgesamt 10G
verarbeiten, während
der PE-Knoten PE2 nur 5G verarbeiten kann usw.; Gleiches
gilt für
P-Knoten). Als vierte Vorgabe bezieht sich, bzw. umfasst ein VPLS,
der aus den logischen VPLS-Einheiten innerhalb verschiedener L2PEs
besteht, zahlreiche PE-Knoten. Als fünfte Vorgabe sollte der Datenverkehr
zwischen einer logischen VPLS-Einheit und einem PE-Knoten PEx kleiner oder gleich der verfügbaren Bandbreite
in der Verbindung zwischen dieser logischen VPLS-Einheit und dem
PE-Knoten PEx sein. Als sechste Vorgabe
kann ein PE-Knoten für
jeden VPLS nur mit einer bestimmten Anzahl an P-Knoten eine Verbindung
herstellen, d.h. dass unter allen verfügbaren P-Knoten einige nicht
für die
Connectivity mit einem gegebenen VPLS in Frage kommen. Als siebte
Vorgabe sollte die Bandbreite ausglichen sein, d.h. dass die Summe
der Bandbreiten, die in einen PE-Knoten PEx gelangt
(möglichst
von mehreren L2PE-Knoten) plus der Summe der Bandbreiten, die in
diesen PE-Knoten PEx von den P-Knoten gelangt,
gleich der Bandbreite sein soll, die diesen PE-Knoten PEx verlässt (in
Richtung eines oder mehrerer L2PE-Knoten) plus der Summe der Bandbreiten,
die aus diesem PE-Knoten PEx in Richtung
beliebiger P-Knoten verlässt.
Als achte Vorgabe muss die Summe der Bandbreiten, die in diesen
P-Knoten gelangt, in einem P-Knoten
kleiner oder gleich der Summe der Bandbreitenkapazität in der
Ausgangsverbindung zwischen diesem P-Knoten und seinen benachbarten
P-Knoten sein. Als neunte Vorgabe muss die Summe der Bandbreiten,
die in alle PE-Knoten gelangt, gleich der Summe der Bandbreiten sein,
die alle PE-Knoten verlässt
(um zu gewährleisten,
dass der Datenverkehr nicht zirkuliert). Als letzte Vorgabe können Grenzwerte
für die
Streckenlaufzeit für
einen oder mehrere Pfade vorgegeben werden (z.B. können bestimmte
Pfade TDM-Verkehr übertragen,
der Laufzeit-empfindlich ist), und diese Laufzeit-Grenzwerte müssen eingehalten
werden. In Abhängigkeit
von einer bestimmten Anzahl aller oder einiger dieser verschiedenen
Vorgaben wird in Schritt 40 ermittelt, ob eine festgelegte
Vorgabe verletzt wurde; ist dies der Fall, streicht das Verfahren 20 den
vorliegenden Satz an Verbindungen, die sich aus den unmittelbar
vorhergehenden Schritten 36 und 38 ergeben haben,
und geht von Schritt 40 zurück zu Schritt 36,
so dass ein neues LSPP für
die primäre
Konfiguration erstellt, und anschließend in Schritt 38 ein
neues LSPP für
die Backup-Konfiguration
erstellt wird, die dann beide anhand der Vorgaben in Schritt 40 überprüft werden.
Schließlich
wird Schritt 40 in vielen Fällen erfüllt, d.h. es wird keine Vorgabe
verletzt, und anschließend
geht das Verfahren 20 von Schritt 40 zu Schritt 42 über. Es
ist jedoch darauf hinzuweisen, dass alternativ dazu in bestimmten
Fällen
im Verfahren zur Verkehrsplanung ein Fall auftreten kann, wo es
nach zahlreichen Schleifen mit den Schritten 36, 38 und 40 einen
Punkt geben kann, an dem kein Satz ermittelt werden kann, der die
in Verbindung mit Schritt 40 aufgeführten Vorgaben erfüllen kann;
zu diesem Zweck kann vom Fachmann eine geeignete heuristische Methode
entwickelt werden, um festzustellen, wann dieser Punkt erreicht
ist, um entsprechend entweder durch eine Änderung im Ablaufdiagramm des
Verfahrens 20, einen Interrupt oder eine andere geeignete
Maßnahme reagieren
zu können,
um mit dem Ablauf fortzufahren und dabei gleichzeitig eine ausreichende
Anzahl an Iterationen zu beachten, die durchgeführt werden, um eine möglichst
optimale Lösung
zu erreichen.
-
In
Schritt 42 speichert der zentrale Manager CM die Connectivity-Informationen,
die er in den vorhergehenden Schritten entwickelt hat, und die die
Vorgaben in Bezug auf Schritt 40 erfüllt haben; so wird für einen Fall,
in dem die Schritte 32 bis 40 zunächst in
Bezug auf einen ersten VPLS und einen ersten L2PE-Knoten durchgeführt wurden,
die entsprechende Connectivity gespeichert. Anschließend geht
das Verfahren 20 von Schritt 42 zu Schritt 44 über.
-
In
Schritt 44 legt der zentrale Manager CM fest, ob das MEN
weitere L2PE-Knoten umfasst, die noch nicht berücksichtigt wurden und für die in
den in Schritt 30 übermittelten
Informationen angegeben wurde, dass sie möglichst in den vorliegenden
VPLS zu berücksichtigen
sind. In Bezug auf 1 beispielsweise, wenn die Schritte 32 bis 42 zunächst in
Bezug auf VPLS1 und im Hinblick auf den
L2PE-Knoten L2PE1 abgeschlossen wurden,
legt Schritt 44 fest, dass VPLS1 außerdem in
Bezug auf den L2PE-Knoten L2PE3 betrachtet
werden sollte. Muss daher ein zusätzlicher L2PE-Knoten berücksichtigt
werden, geht Schritt 44 weiter zu Schritt 46,
der die Betrachtung auf diesen nächsten
L2PE-Knoten (z.B. L2PE3) ausdehnt, und der
Ablauf kehrt wieder zurück
zu Schritt 32. Wenn jedoch alle L2PE-Knoten in Bezug auf
die vorliegenden VPLS (z.B. VPLS1) berücksichtigt
wurden, geht das Verfahren 20 von Schritt 44 weiter
zu Schritt 48.
-
In
Schritt 48 ermittelt der zentrale Manager CM, ob das MEN
einen weiteren VPLS umfasst, der noch nicht berücksichtigt wurde und der in
den in Schritt 30 übermittelten
Informationen aufgeführt
ist. Wiederum in Bezug auf 1, wenn
die Schritte 32 bis 44 zunächst in Bezug auf VPLS1 ausgeführt
wurden, wird in Schritt 48 ermittelt, dass auch VPLS2 in Bezug auf das MEN berücksichtigt
werden sollte. Wenn daher weitere VPLS berücksichtigt werden sollen, geht
Schritt 48 weiter zu Schritt 50, der diesen nächsten VPLS-Knoten (z.B. VPLS2) berücksichtigt,
anschließend
geht das Verfahren zurück
zu Schritt 32. Wenn jedoch sämtliche VPLSs berücksichtigt
wurden, geht das Verfahren 20 von Schritt 48 weiter
zu Schritt 50.
-
In
Schritt 52 ermittelt der zentrale Manager CM eine Kostenfunktion
für die
gespeicherte Connectivity in Bezug auf alle VPLSs für die L2PE-Knoten,
deren VPLSs in den vorangegangenen Schritten 32 bis 42 ermittelt
wurden. Mit anderen Worten ist darauf zu achten, dass nach dem Erreichen
von Schritt 52 ein Satz verschiedener Homing-Konfigurationen
ermittelt wurde, wobei dieser Satz eine unterschiedliche Homing-Konfiguration
für jede
oben beschriebene Iteration umfasst, d.h. es kann jeweils eine unterschiedliche
Homing-Konfiguration für
die Iteration in Bezug auf VPLS1 in L2PE1, für
die Iteration in Bezug auf VPLS1 in L2PE2, ..., für
die Iteration in Bezug auf VPLS1 in L2PE5, für
die Iteration in Bezug auf VPLS2 in L2PE1, für
die Iteration in Bezug auf VPLS2 in L2PE2, ..., für
die Iteration in Bezug auf VPLS2 in L2PE5 usw. bis zur Iteration in Bezug auf VPLS3 in L2PE5 geben.
Gemeinsam ergeben diese Iterationen und die entsprechenden Konfigurationen
einen kompletten Satz an Homing-Konfigurationen, die in diesem Beispiel
die Konfigurationen für
VPLS1 in L2PE1,
..., VPLS3 in L2PE5 umfassen.
Daher ermittelt der zentrale Manager CM in Schritt 52 die
Kostenfunktion für
diesen Satz an Homing-Konfigurationen. Der Fachmann kann zahlreiche,
unterschiedliche Kostenfunktionen ermitteln, die für Schritt 42 berechnet
werden können.
Als ein Beispiel ist die Kostenfunktion in der bevorzugten Ausführungsvariante
gleich der Gesamtanzahl an VPLS-Verbindungen (oder logischen VPLS-Einheiten),
die in der gespeicherten Connectivity für das MEN-System 10 enthalten
sind. Wenn die gespeicherte Connectivity beispielsweise der Darstellung
in 1 entspricht, wird in Schritt 52 eine
Gesamtanzahl von zehn VPLS-Verbindungen ermittelt, mit drei VPLS-Verbindungen im L2PE-Knoten
L2PE1, einer VPLS-Verbindung im L2PE-Knoten L2PE2, zwei VPLS-Verbindungen im L2PE-Knoten
L2PE3, drei VPLS-Verbindungen im L2PE-Knoten L2PE4 und einer VPLS-Verbindung im L2PE- Knoten L2PE5. Anschließend geht das Verfahren 20 von
Schritt 52 weiter zu Schritt 54.
-
In
Schritt 54 ermittelt der zentrale Manager CM, ob eine ausreichende
Anzahl an Iterationen der oben angeführten Schritte durchgeführt wurde;
es ist darauf hinzuweisen, dass diese Ermittlung in Bezug auf die anwendbare
Kostenfunktion erfolgen kann, d.h. ob eine ausreichende Diversität von Kostenfunktionen
gefunden wurde, die den jeweiligen, unterschiedlichen Homing-Konfigurationen
entsprechen (wobei daran erinnert wird, dass in Schritt 52 für jede Homing-Konfiguration
eine Kostenfunktion ermittelt wird, die in Bezug auf diese Konfiguration
funktioniert).
-
Alternativ
dazu kann Schritt 54 auf einem Vergleich der Anzahl an
Iterationen mit einem bestimmten Grenzwert basieren, wobei ein Zähler für diese
Iterationen geführt
wird. Die allgemeine Verkehrsplanung in einem Multi-homed VPLS-Netz
weist daher gemäß den Urhebern
der vorliegenden Erfindung ein so genanntes NP-Hard Problem auf,
d.h. es gibt hier aufgrund der Unmöglichkeit der vollständigen Untersuchung
der vorhergehenden Alternativen keinen absolut besten Fall; insbesondere
im vorliegenden Kontext, da jede Connectivity-Konfiguration für einen VPLS festgelegt wird,
liegt die Komplexität
darin, diese in Bezug auf die bereits festgelegten Connectivity-Konfigurationen sowohl
für diesen
VPLS als auch für
die anderen VPLSs zu bewerten. Aufgrund dieser Eigenschaft kann
es sein, dass eine absolute Anzahl an Iterationen angenommen werden kann,
um eine optimale, oder zumindest akzeptable Lösung zu finden. Auf jeden Fall
fährt das
Verfahren 20 bei Schritt 54 fort, wenn die Bedingung(en)
aus Schritt 54 vorgeben, dass weitere Iterationen erforderlich
sind, und geht zu Schritt 56 über, der den Ablauf zum ersten
VPLS (z.B. VPLS1) zurückführt, anschließend geht
der Ablauf zurück
zu Schritt 32; daher muss für dieses Beispiel in Schritt 32 ff.
ein neuer Satz an Homing-Konfigurationen ermittelt werden, zuerst
für den
ersten VPLS im ersten L2PE-Knoten, anschließend von diesem ersten VPLS
in einem zweiten L2PE-Knoten, wiederum bis die Connectivity für alle vorgesehenen
L2PE-Knoten und anschließend
für alle
anderen VPLSs in allen gewünschten
L2PE-Knoten berücksichtigt
wurde. Alternativ dazu kann das Verfahren 20, wenn die
Bedingung(en) aus Schritt 54 vorgeben, dass keine weiteren
Iterationen erforderlich sind, von Schritt 54 weiter zu
Schritt 58 gehen.
-
In
Schritt 58, der erreicht wird, nachdem eine Reihe unterschiedlicher
Sätze mit
Homing-Konfigurationen in den vorhergehenden Schritten festgelegt
wurden, wählt
der zentrale Manager CM den Satz mit Homing-Konfigurationen aus,
der unter diesen Konfigurationen die beste Kostenfunktion aufweist.
In dem Fall beispielsweise, in dem die Kostenfunktion der Anzahl
an VPLSs entspricht, die oben in Bezug auf Schritt 52 beschrieben
wurden, kann Schritt 58 den Satz mit Homing-Konfigurationen
auswählen,
die die größte Anzahl
an logischen VPLS-Einheiten für
das MEN aufweisen, und wenn mehr als eine Connectivity-Konfiguration
mit der gleichen maximalen Anzahl an logischen VPLS-Einheiten vorliegt,
kann der Fachmann zusätzliche
Untersuchungen der Kostenfunktion vornehmen, um eine dieser Connectivity-Konfigurationen
auszuwählen.
-
Die
beste Kostenfunktion ist somit einer Ausgangsconnectivity-Konfiguration zugeordnet,
die die Anzahl und die Auswahl an PE-Knoten-Homes, LSPs und die Anzahl an
logischen VPLS-Einheiten umfasst. Diese Auswahl hat zur Folge, dass
diese Connectivity anschließend
in der tatsächlichen
Konfiguration des MEN-Systems 10 eingesetzt wird. Falls
der zentrale Manager CM Bestandteil dieses Systems 10 ist,
werden diese Informationen später
genutzt, um den verschiedenen Knoten mitzuteilen, dass diese Connectivity
zu implementieren ist. Nach Schritt 58 fährt das
Verfahren 20 schließlich
mit Schritt 60 fort, anschließend ist das Verfahren 20 abgeschlossen,
wie aus dem Abschlussstatus 60 ersichtlich ist. Somit verfügt der zentrale
Manager CM nach dem Abschlussschritt 58 oder als Teil dessen über eine
optimale Connectivity-Konfiguration für ein Multihome Mehrfach-VPLS-System
im Netz 10, und diese Connectivity-Konfiguration kann vom
zentralen Manager CM an jeden Knoten übertragen werden, um diese
Connectivity umzusetzen.
-
Die
vorangehende Beschreibung des Verfahrens 20 und seiner
verschiedenen Schritte bietet eine optimale Connectivity-Konfiguration für ein Multihome
Mehrfach-VPLS-System, die implementiert werden kann, wenn ein MEN
erstmals konfiguriert wird. In den bevorzugten Ausführungsvarianten
wird jedoch auch berücksichtigt,
dass das Verfahren 20 auf ein bereits bestehendes MEN angewandt
werden kann, wobei entweder neuer Datenverkehr und/oder neue VPLSs
in das Netz aufgenommen werden. Insbesondere in diesen Fällen legt
die bevorzugte Ausführungsvariante
fest, welcher PE-Knoten für
einen neu hinzugekommenen VPLS in Frage kommt und/oder fügt einem
PE-Knoten möglicherweise
ein neues Home hinzu, wenn die Blockierung überschritten wird. Auf jeden
Fall kann diese zusätzliche
Connectivity erreicht werden, indem das Verfahren 20 durchgeführt wird,
während
die Schritte 32 und 34 ausgelassen werden; anstelle
dieser Schritte wird die gewünschte
Connectivity für
den neu hinzugekommenen Verkehr/VPLS aus den bereits bestehenden
LSPPs ausgewählt,
während
alle anderen Schritte des Verfahrens 20 ausgeführt werden.
Auf diese Weise werden der bestehende Verkehr und der entsprechende
Aufbau dadurch nicht beeinträchtigt.
-
Die
folgenden Merkmale und/oder Kombinationen von Merkmalen können ebenfalls
vorteilhafte Ausführungsvarianten
der beschriebenen und/oder in den Ansprüchen aufgeführten Erfindung darstellen:
- – Die
beschriebene und/oder in den Ansprüchen aufgeführte Verarbeitungsvorrichtung,
wobei der Schritt zur Spezifikation eines dritten Pfads und eines
vierten Pfads als Reaktion auf die Aufteilung der Bandbreitenauslastung
in einer Reihe von P-Knoten-Hops
im dritten Pfad und im vierten Pfad erfolgt, so dass die Bandbreitenauslastung
zwischen jedem aufeinander folgenden Hop zwischen aufeinander folgenden P-Knoten
innerhalb der Toleranz der Bandbreitenauslastung zwischen jedem
aufeinander folgendem Hop zwischen aufeinander folgenden P-Knoten
im gleichen Pfad liegt.
- – Die
beschriebene und/oder in den Ansprüchen aufgeführte Verarbeitungsvorrichtung,
wobei der Schritt zur Spezifikation eines ersten Pfads und eines
zweiten Pfads als Reaktion auf die Anzahl an P-Knoten-Hops in dem
ersten Pfad und in dem zweiten Pfad erfolgt.
- – Die
beschriebene und/oder in den Ansprüchen aufgeführte Verarbeitungsvorrichtung,
wobei der Schritt zur Spezifikation eines ersten Pfads und eines
zweiten Pfads als Reaktion auf die Verteilung der Bandbreitenauslastung
in einer Reihe von P-Knoten-Hops im ersten Pfad und im zweiten Pfad
erfolgt, so dass die Bandbreitenauslastung zwischen jedem aufeinander
folgenden Hop zwischen aufeinander folgenden P-Knoten innerhalb
der Toleranz für
die Bandbreitenauslastung zwischen jedem aufeinander folgenden Hop
zwischen aufeinander folgenden P-Knoten im gleichen Pfad liegt.
- – Die
beschriebene und/oder in den Ansprüchen aufgeführte Verarbeitungsvorrichtung,
wobei der Schritt zur Berechung einer Kostenfunktion für jeden
Satz mit unterschiedlichen Homing-Konfigurationen aus der Vielzahl von
Sätzen
mit unterschiedlichen Homing-Konfigurationen die Berechnung der
Gesamtanzahl an Virtual Private LAN-Dienstverbindungen umfasst,
die in jedem Satz mit unterschiedlichen Homing-Konfigurationen enthalten
sind.
- – Die
beschriebene und/oder in den Ansprüchen aufgeführte Verarbeitungsvorrichtung,
wobei der Schritt zur Auswahl eines Satzes mit Homing-Konfigurationen
die Auswahl eines Satzes mit Homing-Konfigurationen mit einer maximalen
Gesamtanzahl an Virtual Private LAN-Dienstverbindungen umfasst,
die in dem ausgewählten
Satz mit Homing-Konfigurationen enthalten sind.
- – Die
beschriebene und/oder in den Ansprüchen enthaltene Verarbeitungsvorrichtung,
wobei der Schritt zur Berechnung einer Kostenfunktion für jeden
Satz mit unterschiedlichen Homing-Konfigurationen aus der Vielzahl an
Sätzen
mit unterschiedlichen Homing-Konfigurationen die Berechnung einer
Gesamtanzahl an Virtual Privat LAN-Dienstverbindungen umfasst, die
in jedem Satz mit unterschiedlichen Homing-Konfigurationen enthalten
sind.
- – Die
beschriebene und/oder in den Ansprüchen enthaltene Verarbeitungsvorrichtung,
wobei der Schritt zur Auswahl eines Satzes mit Homing-Konfigurationen
die Auswahl eines Satzes mit Homing-Konfigurationen umfasst, der eine maximale
Gesamtanzahl an Virtual Private LAN-Dienstverbindungen aufweist,
die in dem ausgewählten
Satz mit Homing-Konfigurationen enthalten sind.
- – Die
beschriebene und/oder in den Ansprüchen enthaltene Verarbeitungsvorrichtung,
wobei das Netz ein Metro Ethernet-Netz umfasst.
- – Die
beschriebene und/oder in den Ansprüchen enthaltene Verarbeitungsvorrichtung,
wobei ein Knoten aus der Vielzahl an Knoten die Verarbeitungsvorrichtung
umfasst.
- – Die
beschriebene und/oder in den Ansprüchen enthaltene Verarbeitungsvorrichtung,
die außerdem
entsprechend programmiert ist, um den Schritt zur Übermittlung
der Informationen an die PE-Knoten
im Ethernet-Netz, die die Informationen empfangen, durchzuführen, wobei
die Informationen als Reaktion auf den ausgewählten Satz mit Homing-Konfigurationen
erfolgen.
- – Ein
Verfahren zur elektronischen Ermittlung von Homing-Pfaden für eine Vielzahl
von Virtual Private LAN-Diensten in einem Ethernet-Netz, das eine
Vielzahl von PE-Knoten umfasst, das aus den folgenden Schritten
besteht: Ermittlung einer Vielzahl von Sätzen mit unterschiedlichen
Homing-Konfigurationen, wobei jede Homing-Konfiguration in jedem Satz mit unterschiedlichen
Homing-Konfigurationen
durch eine entsprechende Iteration von Schritten berechnet wird;
wobei jede Iteration dem jeweiligen Virtual Private LAN-Dienst aus
der Vielzahl von Virtual Private LAN-Diensten entspricht und für den entsprechenden,
ausgewählten
Layer 2 Provider Egde-Knoten im Ethernet-Netz erfolgt; und wobei
jede Iteration die folgenden Schritte umfasst: Auswahl eines PE-Eingangsknotens
und eines PE-Ausgangsknotens; Festlegung der Bandbreite in den PE-Eingangsknoten; Festlegung
der Bandbreite aus dem PE-Ausgangsknoten; Spezifikation eines ersten
Pfades für
die Verbindung von dem PE-Eingangsknoten
zum PE-Ausgangsknoten sowie eines zweiten Pfades zur Verbindung
von dem PE-Ausgangsknoten zum PE-Eingangsknoten, wobei jeder Pfad
aus dem ersten und zweiten Pfad mindestens einen P-Knoten umfasst;
Ermittlung einer Kostenfunktion für jeden Satz mit unterschiedlichen
Homing-Konfigurationen aus der Vielzahl von Sätzen mit unterschiedlichen
Homing-Konfigurationen; und Auswahl eines Satzes mit Homing-Konfigurationen
aus der Vielzahl von Sätzen
mit unterschiedlichen Homing-Konfigurationen als Reaktion auf die
jeweilige, berechnete Kostenfunktion.
-
Aus
den oben angeführten
Darstellungen und Beschreibungen ist es für den Fachmann sicherlich offensichtlich,
dass die bevorzugten Ausführungsvarianten
ein Verfahren zur Verkehrsplanung in einem Multihomed VPLS-Computernetz
bieten. Die beschriebenen, bevorzugten Ausführungsvarianten bieten zahlreiche Vorteile.
Ein Vorteil besteht darin, dass die bevorzugten Ausführungsvarianten
Betrachtungen zur Connectivity mit Multihoming, Schutz und Multicast-Datenverkehr
in den Optimierungsprozess einbeziehen. Ein weiterer Vorteil besteht
darin, dass die bevorzugten Ausführungsvarianten
die dynamische Zuordnung von Homes (d.h. Verbindungen) in Echtzeit
gewährleisten,
wenn neue VPLSs erstellt werden, wobei nicht jedes Mal der vollständige Optimierungsprozess
wiederholt werden muss, wenn ein neuer VPLS eingerichtet wird. Ein
weiterer Vorteil besteht darin, dass die bevorzugten Ausführungsvarianten
keine Umleitung des bestehenden Verkehrsflusses erfordern, wenn
neue VPLSs eingerichtet werden. Ein weiterer Vorteil besteht darin,
dass die bevorzugten Ausführungsvarianten
zentralisiert sind und daher im Vergleich zu einem verteilten Algorithmus
mit Routing-Protokollen wie z.B. PIM-SM und Ähnlichem wahrscheinlich einen
besseren Einsatz der Netzressourcen ermöglichen. Ein weiterer Vorteil
besteht darin, dass die bevorzugten Ausführungsvarianten die Einbindung
von QoS-Betrachtungen
in den Optimierungsprozess ermöglichen.
Noch ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die bevorzugten Ausführungsvarianten
eine Lösung
bieten, die sich gut an eine Erhöhung
der Anzahl an Knoten anpasst. Ein letzter Vorteil besteht darin,
dass trotz der detaillierten Beschreibung der bevorzugten Ausführungsvarianten
verschiedene Ersetzungen, Modifikationen oder Änderungen an den oben angeführten Beschreibungen
vorgenommen werden können,
ohne vom Umfang der Erfindung abzuweichen, der in den folgenden
Ansprüchen
definiert wird.