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Gebiet der
Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft schnell in Wasser dispergierbare
Tabletten, die Domperidon oder pharmazeutisch verträgliche Salze
davon zur oralen Verabreichung enthalten. Die Formulierungen enthalten Domperidon,
ungefähr
60–80
% eines „Hilfs"-granulats (Gew./Gew.) und ungefähr 10–30 % mikrokristalline Zellulose
(Gew./Gew.), ausgedrückt
im Verhältnis
zu dem Endgewicht der Tabletten, einen Süßstoff, ein Geschmacksmittel
und ein Gleitmittel.
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Die
meisten in Wasser dispergierbaren Tabletten haben hohe Prozentanteile
von Auflösungsmitteln, die
eine Tendenz aufweisen, die Struktur der Tablette zu schwächen, was
zu einer stärkeren
Bröckeltendenz und
niedrigeren Härtewerten
führt.
Es gibt Beschreibungen von anderen in Wasser dispergierbaren Tabletten, die
Mikropartikel enthalten, die bei Kontakt mit dem wässrigen
Medium anschwellen; in diesen Tabletten werden diese Mikropartikel
als einzelne Körner
in dem Mund in einer unangenehmen Weise wahrgenommen. Im Allgemeinen
sind in Wasser dispergierbare Tabletten auch sehr porös und sehr
empfindlich gegen Feuchtigkeit. Um all diese oben beschriebenen
Nachteile zu vermeiden, schlägt
die vorliegende Erfindung eine Formulierung mit niedrigeren Prozentanteilen
der Auflösungsmittel
als bei den bekannten Formulierungen vor und verwendet zur Verbesserung
der Auflösungszeit
der Tabletten und der entsprechenden Auflösung des aktiven Inhaltsstoffes
ein „Hilfs"-granulat, das durch
seine hohe Löslichkeit
in Wasser gekennzeichnet ist. Die Verwendung des „Hilfs"-granulats stellt
die Verringerung des Prozentanteils der Auflösungsmittel zur Verfügung, die für die oben
genannten Probleme verantwortlich sind, die mit einer niedrigen
Härte-
und hohen Bröckelwerten der
Tabletten assoziiert sind. Das „Hilfs"-granulat wird durch die Nassgranulierung
von D-Mannitol mit Maisstärkegummi
auf einen fertigen Prozentanteil von 3 Maisstärke und 97 % D-Mannitol erhalten.
Die Mannitolkörner
wirken als ein „Hilfs-mittel" oder als ein Verbesserer" der Fliessfähigkeit
und Komprimierbarkeit der Mischung und tragen zur schnellen Dispersion
der Tablette bedingt durch ihre hohe Löslichkeit in Wasser bei. Die Formulierungen
haben eine verbesserte strukturelle Festigkeit, zum Beispiel mit
einer Bröckeltendenz
von weniger als 1,0 %, stellen Härtewerte zwischen
3 und 6 Kp zur Verfügung
und sind in der Lage, sich innerhalb von 3 Minuten in Wasser, vorzugsweise
innerhalb von 2 Minuten und am meisten bevorzugt innerhalb von 1 Minute,
aufzulösen,
um eine Dispersion zur Verfügung
zu stellen, die durch ein Sieb mit einer Maschengröße von 710 μm im Durchmesser
passt, die einen angenehmen Geschmack und die Abwesenheit wahrnehmbarer Körper im
Mund bereit stellt. Diese Erfindung bezieht sich auch auf das Verfahren
zur Herstellung dieser pharmazeutischen Zubereitungen.
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Hintergrund
der Erfindung
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Domperidon,
5-Chlor-1-[1-[3-(2-oxo-2,3-diphydro-1H-benzimidazol-1-yl)propyl]piperidin-4-yl]-1,3-dihydro-2H-benzimidazol-2-on
ist eine schwache Base (pKa = 7,89), die in Wasser praktisch unlöslich ist
und ein Lipid zu Wasser-Verhältnis
(log P) von 3,90 aufweist. Es ist ein starker peripherer Dopamin2-Antagonist, der seine gastrokinetische
Wirkung durch Einwirkung auf die peripheren Dopamin2-Rezeptoren
in dem Magen ausübt,
und es ist eine einzigartige Verbindung mit sowohl gastrokinetischer
wie auch antiemetischer Aktivität. Im
Gegensatz zu Metoclopramid, einem anderen Dopaminrezeptorantagonisten, überschreitet
Domperidon die Blut-Hirn-Schranke nicht leicht, daher hat es eher
minimale extrapyramidale Nebenwirkungen. Klinisch wurde von Domperidon
gezeigt, dass es zur Behandlung einer Reihe gastrischer Motilitätserkrankungen,
nämlich
der chronischen und subakuten Gastritis, um gastrointestinale Symptome
zu verhindern, die mit der Verwendung von Dopaminagonisten bei der
Parkinsonschen Krankheit assoziiert sind, der diabetischen Gastroparese,
der Anorexie Nervosa und in Patienten mit Gastroparese nach Vagotomie
nützlich
ist.
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Therapeutisch
wirksame Verbindungen werden an Patienten häufig in der Form einer Tablette
verabreicht, wenn das Medikament zur oralen Verabreichung vorgesehen
ist, da Tabletten eine besonders leicht handhabbare pharmazeutische
Form zur Herstellung, Lagerung und allgemeinen Verwendung darstellen.
Jedoch können
Probleme bei der Verabreichung solcher Tabletten an Patienten entstehen,
die Schwierigkeiten mit dem Schlucken haben, zum Beispiel Kinder, ältere Personen
oder stärker
kranke Patienten, insbesondere, wenn die Tabletten groß sind.
Suspensionsdosierungsformen könnten
dieses Problem lösen,
aber diese haben andere Nachteile: Sie müssen vor der Verabreichung
rekonstituiert werden und manchmal unter gekühlten Bedingungen gelagert
werden, um diese vor einer Zersetzung zu bewahren. Suspensionen
können
auch schlecht zu transportieren sein, während man reist, und involvieren
das Risiko einer ungenauen Messung und Dosierung. Gefriertrocknungsverfahren
wurden verwendet, um sich schnell auflösende Dosierungsformen herzustellen.
Abhängig
von dem Herstellungsverfahren ist das erhaltene Produkt durch eine
hochporöse
Mikrostruktur des löslichen
Trägermittels
gekennzeichnet, in dem der aktive Inhaltsstoff homogen dispergiert
ist. Obwohl diese Technologie ein Produkt liefert, das sich leicht
in Wasser oder in der Mundhöhle
auflöst,
ist die schlechte physikalische Festigkeit ihrer physikalischen
Struktur ein Nachteil, der weitere Herstellungsschritte wie das
Bilden von Blisterpackungen stark einschränkt. Ein anderer wesentlicher
Nachteil der Gefriertrocknungstechnologie sind bedingt durch die
langen Gefriertrocknungszyklen und die Komplexizität und Spezifität der industriellen
Anlagen die hohen Produktionskosten, wichtige Faktoren, die die
Verwendung dieser Technologie im großen Maßstab für die Entwicklung von sich
schnell auflösenden
Tabletten beeinträchtigen.
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Eine
andere Art von in Wasser dispergierbaren Tabletten umfasst Brauseformulierungen,
die auf der Bildung eines Gases basieren, das die Tablette schnell
aufbricht, aber dies involviert teure Herstellungsverfahren und
streng gefasste Vorschriften für
eine solche Herstellung.
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Es
gibt einen Bedarf an Dosierungsformen, die den Komfort der Verabreichung
von Suspensionen aufweisen sowie all die Vorteile von Tabletten-
und Kapselformulierungen aufweisen. Eine dispergierbare Tablette ist
eine Dosierungsform, die diesen Bedürfnissen entspricht. Sie sind
leicht zu transportieren und können
genau und bequem in Wasser oder wässrigem Medium direkt vor deren
Verabreichung an Patienten rekonstituiert werden, wodurch die Notwendigkeit
der Lagerung von Lösungen
oder Dispersionen mit dem Risiko einer Hydrolyse vermieden wird.
Der Patient sollte die erhaltene Lösung leicht trinken können.
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Sich
schnell auflösende
Tabletten sind aus der
EP 0 211
946 oder der WO 86/04817 bekannt, die eine kontrolliert
freisetzende Kaliumchloridtablette beschreiben, die Kaliumchloridkristalle
mit einer Siebgröße von ungefähr 30 bis
ungefähr
50 Mesh enthält,
die mit Ethylzellulose und Hydroxypropylzellulose beschichtet sind. Die
Tablette löst
sich schnell in einer wässrigen
Umgebung auf, jedoch enthalten diese Tabletten Mikropartikel, die
bei der Aufnahme als einzelne Körner
im Mund in einer unangenehmen Weise wahrgenommen werden.
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EP 0 685 231 , die U.S. Patente
Nr. 4,886,669 und 5,698,226 beschreiben in Wasser dispergierbare Tabletten,
die Lamotrigin und 0,25 bis 40 % Gew./Gew. eines pharmazeutisch
verträglichen
quellbaren Tons enthalten, der in den Körnern einer Tablette vorhanden
ist. Jedoch kann die Verwendung von quellbaren Tonsorten die Auflösungszeit
der Tablette in unerwünschter
Weise verzögern.
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EP 1 058 538 bezieht sich
auf schnell dispergierbare Tabletten, die einen Wirkstoff in einer
multipartikulären
Form enthalten, einen oder mehrere wasserunlösliche anorganische Hilfsstoffe,
ein oder mehrere Auflösungsmittel
und optional einen oder mehrere im Wesentlichen wasserlösliche Hilfsstoffe,
wobei die Menge der Inhaltsstoffe derart ist, dass sie eine Auflösungszeit
für die
Tablette im Bereich von 75 Sekunden oder weniger, typischerweise
30 Sekunden oder weniger, zur Verfügung stellt. Die wasserlöslichen
Komponenten liegen im Bereich von 0–25 Gew.-% der gesamten Formulierung,
mehr bevorzugt von ungefähr
4 – 16
Gew.-% vor. Der im Wesentlichen wasserunlösliche anorganische Füller ist
hydratisiertes oder wasserfreies dibasisches Kalziumphosphat.
EP 1 156 786 betrifft schnell
auflösende
Tabletten, wie solche, die so konstruiert sind, dass sie sich im
Mund bei Kontakt mit Speichel in weniger als 30 Sekunden aufzulösen, die
eine leicht zu schluckende Suspension bilden und auf einer aktiven
Substanz in der Form von beschichteten Mikrokristallen oder Mikrokörnern sowie
einer Mischung von Trägermitteln
basieren, die wenigstens ein Auflösungsmittel, ein lösliches
Mittel und ein Gleitmittel enthalten.
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Das
Patent
EP 1 331 001 beschreibt
neue galenische dispergierbare und lösliche Formulierungen von Paracetamol,
die eine Mischung aus Paracetamol und Zitronensäure in einem Verhältnis von
85 : 15 bis 90 : 10 Gew./Gew. neben anderen pharmazeutisch verträglichen
Komponenten in einem getrockneten Zustand enthalten, der einem Prozentanteil
von Wasser von weniger als 0,6 % entspricht, und die in der Form
eines Pulvers, Granulats oder einer Tablette vorliegen.
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Die
Anmeldung
EP 1999 0 941 105 bezieht
sich auf eine Dosierungsform, die sich schnell im Mund auflöst und eine
viskose Aufschlämmung
aus entweder Mikrokapseln oder ein Pulver bildet.
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Die
Anmeldung
EP 1997 0 927 372 bezieht
sich auf eine intraoral zu verabreichende sich schnell auflösende Tablette,
die einen Zuckeralkohol oder ein Saccharid mit einem durchschnittlichen
Teilchendurchmesser von nicht mehr als 30 μm, einen aktiven Inhaltsstoff
und ein Auflösungsmittel
enthält.
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Die
Anmeldung
EP 1999 0 954 046 betrifft
eine verbesserte multipartikuläre
Tablette, die sich im Mund bei Kontakt mit Speichel in weniger als
40 Sekunden auflöst,
die durch Partikel des beschichteten Wirkstoffes gekennzeichnet
ist, wobei die Partikel intrinsische Kompressionseigenschaften aufweisen,
und durch eine Mischung von Trägermitteln
in einem Verhältnis
der Trägermischung
relativ zu den Wirkstoffpartikeln von 0,4 bis 0,6 Gewichtsanteilen
gekennzeichnet ist.
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Die
Anmeldung
EP 2000 0 113 571 offenbart
eine blitzartig schmelzende pharmazeutische Dosierungsform, die
ein Medikament und eine Kombination aus vier Hilfs stoffen enthält, die
aus einem Superauflösungsmittel,
einem Dispersionsmittel, einem Verteilungsmittel und einem Bindemittel
besteht. Die vier Hilfsstoffe können
mit dem Wirkstoff und geeigneten konventionellen Inhaltsstoffen
trocken granuliert werden.
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Die
Anmeldung
EP 2001 0 904 162 bezieht
sich auf eine in Wasser dispergierbare Formulierung von Paroxetin
zur sofortigen oralen Verabreichung, die eine trockene Mischung
aus Paroxetin, einem wasserlöslichen
Dispersionsmittel, das aus Polyvinylpyrrolidon, Kalziumcarbonat
und Natriumstärkeglycolat
ausgewählt ist,
und einem geschmacksmaskierenden Mittel enthält, das aus der Kaliumform
von Polyacrylsäureionenaustauschharzen, β-Cyclodextrin,
Lecithin und Metacrylsäure-Copolymeren
ausgewählt
ist, die als ein dispergierbares Pulver dargestellt wird oder in
eine Tablette geformt wird.
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Die
Anmeldung
EP 2002 0 727 563 bezieht
sich auf schnell auflösende
Tabletten, die durch direktes Verpressen erhalten werden, die Meloxicam
oder ein pharmazeutisch verträgliches
Salz davon enthalten, die 20–50
% (Gew./Gew.) Stärke
enthalten und frei von Zellulose sind.
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Die
Anmeldung
EP 2003 0 764 046 bezieht
sich auf ein Verfahren zur Herstellung einer dispergierbaren Tablettendosierungsform,
die β-Lactam-Antibiotika
zur oralen Verabreichung sowie ein Auflösungsmittel enthält, die
beide sowohl intragranulär
wie auch extragranulär
verwendet werden.
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Die
Anmeldung
EP 2003 0 706 747 bezieht
sich auf schnell auflösende
Tabletten, die einen Wirkstoff und ein oder mehrere Auflösungsmittel
enthalten, die dadurch gekennzeichnet sind, dass die Tabletten Agglomerate
mit agglomerierten Partikeln von wenigstens 50 μm aufweisen, wobei die Agglomerate
wenigstens 10 Gewichtsprozent eines superauflösenden Mittels enthalten, das
aus Croscarmellosezellulose, Crospovidon und Natriumstärkeglycolat
ausgewählt
ist und frei vom Wirkstoff ist.
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Die
Anmeldung
EP 2003 0 769 384 betrifft
dispergierbare Tabletten, die Deferacirox oder pharmazeutisch verträgliche Salze
davon in einer Menge von 5 bis 40 Gewichtsprozent nach dem Gewicht
der Gesamttablette enthalten und wenigstens einen Füllstoff
in einer Gesamtmenge von ungefähr
35 bis 55 %, wenigstens ein Auflösungsmittel
in einer Gesamtmenge von ungefähr
10 bis 35 %, wenigstens ein Bindemittel in einer Gesamtmenge von
1,5 bis 5 %, wenigstens ein Tensid in einer Gesamtmenge von ungefähr 0,2 bis
1 %, wenigstens ein Schmiermittel in einer Gesamtmenge von ungefähr 0,1 bis
0,5 % und wenigstens ein Gleitmittel in einer Gesamtmenge von weniger
als 0,4 Gewichtsprozent enthalten, wobei alle diese Stoffe im Verhältnis zum Gesamtgewicht
der Tablette ausgedrückt
werden.
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Die
Anmeldung
EP 2003 0 784 317 betrifft
dispergierbare Tabletten von Cephalexin, die die Granulierung von
Cephalexin mit Auflösungsmittel
und kolloidalem Siliciumdioxid und einer Bindemittellösung zur
Bildung von Körnern,
das Trocknen und Mischen der Körner
mit Auflösungsmitteln,
Füllstoffen,
Gleitmitteln und optional anderen Hilfsmitteln umfassen.
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Die
Anmeldung WO 2004/000281 betrifft sich schnell auflösende Tabletten,
die als oral dispergierbare Tabletten oder dispergierbare Tabletten
vorgesehen sind. Sie werden entweder durch das Dispergieren direkt in
dem Mund oder in Wasser aufgenommen und enthalten silicifizierte
mikrokristalline Zellulose.
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Es
gibt mehrere Formulierungen für
sich gut auflösende
Tabletten, aber diese Tabletten haben mehrere Nachteile. Normalerweise
haben diese Tabletten hohe Prozentanteile von Auflösungsmitteln
und sind sehr porös
und daher sehr empfindlich gegenüber
Feuchtigkeit. Zudem tendiert das Vorhandensein solcher Inhaltsstoffe
dazu, die Struktur der Tablette zu schwächen, was zu einer höheren Bröckeltendenz
und niedrigeren Härtwerten
führt.
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Es
ist das Ziel der vorliegenden Erfindung, die oben genannten Probleme
zu vermeiden und eine schnell in Wasser dispergierbare Tablette
zur Verfügung
zu stellen, die Domperidon enthält,
um eine Dispersion zur Verfügung
zu stellen, die durch ein Sieb mit einer Maschengröße von 710 μm im Durchmesser
passt, die in der Lage ist, sich in Wasser innerhalb von 3 Minuten,
vorzugsweise innerhalb von 2 Minuten und am meisten bevorzugt innerhalb
von 1 Minute, zu dispergieren, mit einer verbesserten strukturellen
Festigkeit, zum Beispiel mit einer Bröckeltendenz von weniger als
1,0 %, mit einem angenehmen Geschmack und der Abwesenheit wahrnehmbarer
Körner
im Mund.
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Die
vorliegende Erfindung offenbart auch das Verfahren zur Gewinnung
der oben genannten Formulierungen.
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Kein
Dokument des Standes der Technik beschreibt schnell in Wasser dispergierbare
Tabletten, die Domperidon enthalten.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft schnell in Wasser dispergierbare
Tabletten, die Domperidon zur oralen Verabreichung enthalten. Die
Formulierungen umfassen Domperidon oder pharmazeutisch verträgliche Salze
davon, ungefähr
60–80
% Mannitolkörner
(Gew./Gew.), ungefähr
10–30
% mikrokristalline Zellulose (Gew./Gew.), ausgedrückt im Verhältnis zu
dem Gesamtgewicht der Tabletten, einen Süßstoff und ein Geschmacksmittel
und ein Gleitmittel, um eine Dispersion bereit zu stellen, die durch
ein Sieb mit einer Maschengröße von 700 μm im Durchmesser
passt. Diese Formulierungen sind in der Lage, innerhalb von 3 Minuten, vorzugsweise
innerhalb von 2 Minuten und am meisten bevorzugt innerhalb von 1
Minute, zu dispergieren, haben eine verbesserte strukturelle Festigkeit,
haben zum Beispiel eine Bröckeltendenz
von weniger als 1,0 % und Härtewerte
zwischen 3 und 6 Kp, und zeigen einen angenehmen Geschmack und die
Abwesenheit wahrnehmbarer Körner
im Mund.
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Die
Komponenten der Dosierungsform sind:
- (1) der
Wirkstoff Domperidon
- (2) „Hilfs"-Granulat
- (3) Auflösungsmittel
- (4) Süßstoff
- (5) Geschmacksmittel
- (6) Gleitmittel.
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Der
Wirkstoff Domperidon oder die pharmazeutisch verträglichen
Salze davon werden mit einem halben Anteil der mikrokristallinen
Zellulose vorvermischt oder damit in Verbindung gebracht, vermischt
und durch ein Sieb mit einer Maschengröße von 0,7 mm im Durchmesser
kalibriert, und diese Vormischung wird mit dem „Hilfs"-Granulat vermischt und mit der verbleibenden
mikrokristallinen Zellulose vermischt, dann werden die anderen Hilfsstoffe
hinzu gegeben, nämlich
der Süßstoff und
die Geschmacksmittel und vermischt, und zuletzt wird das Gleitmittel
hinzu gegeben und für
eine kurze Zeit vermischt.
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Die
Mannitolkörner
werden durch hoch scherendes Granulieren mit 13 % Maisstärkegummi
hergestellt und enthalten nach dem Trocknen auf 3,0 % Feuchtigkeit
ungefähr
3 % Maisstärke
und 97 % D-Mannitol (Gew./Gew.). Nach dem Trocknen werden die Mannitolkörner durch
ein Sieb mit einer Maschengröße von 1 mm
im Durchmesser kalibriert. Die vorliegende Erfindung stellt auch
die Mannitolkörner,
deren Herstellung und deren Verwendung in schnell in Wasser dispergierbaren
Tabletten zur Verfügung.
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Die
vorliegende Erfindung offenbart auch das Verfahren der Gewinnung
der zuvor genannten Formulierungen.
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Kurze Beschreibung
der Figuren
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1 zeigt
die Auswirkung der Härte
auf die Auflösungszeit
(a) und die Bröckeltendenz
(b) der in Wasser dispergierbaren Domperidon-Tabletten der vorliegenden
Erfindung.
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Die
Ergebnisse zeigen, dass mit Härtewerten
zwischen 3 und 6 Kp die Auflösungszeiten
zwischen 30 und 55 Sekunden (a) liegen und die jeweiligen Bröckeltendenzen
zwischen 0,6 und 0,3 % (b) gehalten werden. Diese Ergebnisse schlagen
vor, dass bei Härtewerten
von mehr als 6 Kp die Auflösungszeiten
höher als
eine Minute sein sollten, was aber nicht vorgesehen ist.
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2 zeigt
das Auflösungsprofil
von Motilium®-Tabletten,
von Tabletten der vorliegenden Verbindung, die gemäß der Formulierung
hergestellt wurden, die in Beispiel 10 gezeigt wird, und von einer
Wasserdispersion aus Tabletten der vorliegenden Erfindung, die gemäß der Formulierung
10 hergestellt wurden und zu dem Inkubationsmedium hinzu gegeben
wurden. Die vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass das Auflösen für die Wasserdispersion,
die aus Tabletten der vorliegenden Erfindung hergestellt wurde,
(d. h. 100 % Auflösen
nach Inkubation für
1 Minute) schneller ist, und danach kommen die in Wasser dispergierbaren
Tabletten der vorliegenden Erfindung, die direkt in Inkubationsmedium
gestellt wurden (d. h. 94,8 % Auflösen nach Inkubation für 3 Minuten)
und zuletzt kommen die konventionellen Motilium®-Tabletten,
die direkt in Inkubationsmedium gestellt wurden (d. h. nur 23,2
% Auflösen
nach Inkubation für
3 Minuten). Die Ergebnisse zeigen vor, dass die pharmazeutische
Wirkung, die durch die Verabreichung der Formulierungen der vorliegenden
Erfindung hergestellt wird, schneller als mit konventionellen Tabletten
erreicht wird.
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Detaillierte
Beschreibung der Erfindung
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Mit „dispergierbare
Tablette" ist eine
Tablette gemeint, die in wässriger
Phase, z. B. in Wasser vor der Verabreichung, dispergiert. Eine
in Wasser dispergierbare Tablette gemäß dem britischen Pharmacopoeia
und dem europäischen
Pharmacopoeia sollte den Erfordernissen des Tests für dispergierbare
Tabletten in Bezug auf die Dispersionszeit (< 3 Minuten) und die Dispersionsqualität (d. h.
durch ein Sieb mit 710 μm
passen) entsprechen. Die vorliegende Erfindung offenbart eine schnell
in Wasser dispergierbare Tablette, die Domperidon enthält, die
in der Lage ist, in Wasser innerhalb von 3 Minuten, vorzugsweise
innerhalb von 2 Minuten und am meisten bevorzugt innerhalb von 1
Minute, zu dispergieren, mit einer verbesserten strukturellen Festigkeit, zum
Beispiel mit einer Bröckeltendenz
von weniger als 1,0 % und Härtewerten
zwischen 3 und 6 Kp, die eine Dispersion zur Verfügung stellt,
die durch ein Sieb von 710 μm
passt, mit einem angenehmen Geschmack und der Abwesenheit wahrnehmbarer
Körner
im Mund.
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Die
vorliegende Erfindung offenbart auch das Verfahren zur Gewinnung
der genannten Formulierungen.
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Die
Komponenten der Dosierungsform sind:
- (1) der
Wirkstoff Domperidon
- (2) „Hilfs"-Granulat
- (3) Auflösungsmittel
- (4) Süßstoff
- (5) Geschmacksmittel
- (6) Gleitmittel.
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Der
Wirkstoff Domperidon ist ein weißes Pulver, das in Wasser praktisch
unlöslich
ist. Er sollte so, wie er ist, oder in der Form eines pharmazeutisch
verträglichen
Salzes, zum Beispiel eines Maleats, das in Wasser löslich ist,
verwendet werden. In der vorliegenden Erfindung ist der Wirkstoff
nicht mikronisiert.
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Mannitol
ist ein Polyolmolekül,
das in Wasser sehr löslich
ist und einen sehr angenehmen Geschmack aufweist. Die meisten bekannten
in Wasser dispergierbaren Tabletten verwenden große Mengen
an Auflösungsmittel,
um die leichte Auflösung
der Tablette in Wasser sicherzustellen. Der Hauptnachteil der Verwendung
von hohen Prozentanteilen der Auflösungsmittel ist die geringere
Härte,
die hohe Porosität
und die hohe Empfindlichkeit der Tabletten gegenüber Feuchtigkeit. In der vorliegenden
Erfindung verwenden wir, um eine gute Dispergierbarkeit der Domperidon-Tabletten
zu erhalten, ein „Hilfs"-granulat, das D-Mannitol
enthält,
das durch seine sehr hohe Wasserlöslichkeit gekennzeichnet ist.
Um die Fliessfähigkeit
und die Komprimierbarkeit der Mischung zu erhöhen, um Tabletten mit guten
Eigenschaften zu erhalten, granulierten wir Mannitol mit Maisstärkegummi.
Maisstärkegummi
wurde durch das Erwärmen
einer Maisstärkedispersion
hergestellt, die mit 13 % (Gew./Gew.) mit gereinigtem Wasser hergestellt
wird. Die Mannitolkörner
werden hergestellt, damit sie 3 % Maisstärke und 97 % Mannitol enthalten.
Nach dem Trocknen bei 45 ± 5°C auf einen
Feuchtigkeitswert < 3,0
% (Karl-Fischer-Verfahren) werden die Körner durch ein Sieb mit einer
Maschengröße von 1,0
mm im Durchmesser kalibriert. Diese Mannitolkörner fungieren als ein „Hilfs-"granulat, das die
Fliessfähigkeit
und Komprimierbarkeit der fertigen Lösung verbessert und gleichzeitig
zu der schnellen Dispergierbarkeit der Formulierung in Wasser bedingt
durch seine sehr hohe Löslichkeit
in Wasser beiträgt.
Die erhaltenen Mannitolkörner
können
mit dem Wirkstoff und mit den restlichen Hilfsstoffen vermischt
und verpresst werden.
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Mehrere
Auflösungsmittel
wie mikrokristalline Zellulose (d. h. Avicel PH101), vorgelatinierte
Maisstärke
(d. h. Stärke
1500), Natriumstärkeglycolat
(Explotab) und Kalziumcarboxymethylzellulose werden in der vorliegenden
Erfindung getestet. Im Allgemeinen verwenden wir Mengen der Auflösungsmittel,
die geringer als solche sind, die von anderen verwendet werden.
Die Beispiele zeigen unterschiedliche Formulierungen mit unterschiedlichen
Mengen der Auflösungsmittel,
die allein oder miteinander vermischt werden.
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Es
werden Süßstoffe
zur Verfügung
gestellt, um den Geschmack der Dispersion zu verbessern. Die in der
vorliegenden Erfindung verwendeten Süßstoffe können künstliche Süßstoffe wie zum Beispiel Aspartam, Natriumsaccharin,
Acesulfamkalium oder auch natürliche
Zucker oder andere pharmazeutisch verträgliche Süßstoffe sein, die auf dem Gebiet
bekannt sind. Künstliche
Süßstoffe
sind in der vorliegenden Erfindung wegen des Interesses, die Formulierung
an Diabetespatienten zu verabreichen bevorzugt.
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Geschmacksmittel
werden verwendet, um den Geschmack des Wirkstoffes in der Formulierung
zu maskieren. In der vorliegenden Erfindung können Geschmacksmittel aus konventionellen
Geschmacksmitteln wie natürlichen
Geschmacksmitteln, naturidentischen Geschmacksmitteln und künstlichen
Geschmacksmitteln mit unterschiedlichen Geschmacksnoten ausgewählt werden.
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Die
Gleitmittel werden vorzugsweise aus der Gruppe der hydrophoben Gleitmittel
wie den hydrierten Fettölen,
Magnesiumstearat und Stearinsäure
ausgewählt.
Das bevorzugte Gleitmittel war Kalziumstearat.
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Die
vorliegende Erfindung stellt zudem ein Verfahren zur Herstellung
der schnell in Wasser dispergierbaren Tabletten von Domperidon zur
Verfügung,
wie sie in dem ersten Aspekt der Erfindung definiert werden, wobei
das Verfahren die Herstellung von Mannitolkörnern, das Vormischen oder
in Verbindung bringen eines hälftigen
Anteils der mikrokristallinen Zellulose mit Domperidon und das Sieben
und Mischen dieser Vormischung, die Zugabe der Mannitolkörner zu
dieser Vormischung und zu dem restlichen Teil der mikrokristallinen Zellulose
und das Mischen und die Zugabe von anderen Hilfsstoffen, nämlich dem
Süßmittel
und Geschmacksmittel, das anschließende Mischen und zuletzt die
Zugabe des Gleitmittels und das Mischen der fertigen Mischung umfasst.
Vorzugsweise umfasst das Verfahren die folgenden Schritte:
- a) Die Herstellung von Maisstärkegummi
durch Erwärmen.
- b) Die Herstellung des „Hilfs"-granulats durch
das Nassgranulieren des D-Mannitols mit dem Maisstärkegummi
durch hochscherendes Granulieren.
- c) Das Trocknen des Granulats in einem Wirbelschichttrockner
oder einem horizontalen statischen Ofen auf eine Feuchtigkeit < 3,0 %, wie es durch
das Karl-Fischer-Verfahren
ausgewertet wird.
- d) Das Kalibrieren der Körner
durch ein Sieb mit einer Maschengröße von 1,0 mm im Durchmesser.
- e) Das Vormischen von Domperidon und eines halben Anteils des
Auflösungsmittels
(d. h. der mikrokristallinen Zellulose) und das Kalibrieren durch
ein Sieb mit einer Maschengröße von 0,7
mm im Durchmesser.
- f) Die Zugabe der Vormischung mit den Mannitolkörnern und
des verbleibenden Auflösungsmittels
und Mischen.
- g) Die Zugabe der anderen Hilfsmittel wie des Süßstoffes
und des Geschmacksmittels und Mischen.
- h) Die endgültige
Homogenisierung der Mischung mit dem Gleitmittel für einen
kurzen Zeitraum.
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Vorzugsweise
beträgt
die Dispersionszeit der Tabletten gemäß der Erfindung weniger als
3 Minuten, mehr bevorzugt weniger als 2 Minuten und am meisten bevorzugt
weniger als 1 Minute. Die in Wasser dispergierbaren Tabletten von
Domperidon entsprechen den Erfordernissen des Tests für dispergierbare
Tabletten in Bezug auf die Dispersionszeit (< 3 Minuten) und die Dispersionsqualität (d. h.
sie passen durch ein Sieb mit 710 μm im Durchmesser) gemäß dem britischen
Pharmacopoeia und dem europäischen
Pharmacopoeia und haben eine verbesserte strukturelle Festigkeit,
zum Beispiel eine Bröckeltendenz
von weniger als 1,0 % und Härtewerte
zwischen 3 und 6 Kp mit einem angenehmen Geschmack und der Abwesenheit
wahrnehmbarer Körner
im Mund.
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Die
vorliegende Erfindung stellt auch das Folgende zur Verfügung:
- a) Die Herstellung des „Hilfs"-granulats aus D-Mannitol und Maisstärke.
- b) Die Verwendung der Mannitolkörner, wie sie oben definiert
werden, zur Herstellung von schnell in Wasser dispergierbaren Tabletten
von Domperidon.
- c) Schnell in Wasser dispergierbare Tabletten, wie sie hierin
definiert werden, die Domperidon zusammen mit Mannitolkörnern, mikrokristalliner
Zellulose, einem Süßstoff,
einem Geschmacksmittel und einem Gleitmittel enthalten.
- d) Ein Verfahren zur Herstellung der schnell in Wasser dispergierbaren
Tabletten von Domperidon, das die Schritte der Herstellung der Mannitolkörner und
die Herstellung der zu verpressenden Mischung umfasst.
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Die
Tabletten der vorliegenden Erfindung können die existierenden pädiatrischen
Suspensionsformulierungen, die Domperidon enthalten, ersetzen.
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Die
vorliegende Erfindung wird durch die Beispiele 7 bis 10 ohne irgendeine
Beschränkung
durch diese dargestellt. Die Beispiele 1 bis 6 stellen Formulierungen
dar, die den Erfordernissen nicht entsprechen, nämlich denen in Bezug auf die
Bröckeltendenz,
die Auflösungszeit
oder beide Faktoren.
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BEISPIELE:
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Die
Beispiele 1, 2, 3 und 4 sind Assays, die wir durchgeführt haben,
um durch direktes Verpressen die schnell in Wasser dispergierbaren
Tabletten von Domperidon mit den vorgesehenen Eigenschaften zu erhalten.
In diesen 4 Beispielen werden die Tabletten gemäß dem folgenden allgemeinen
Verfahren hergestellt:
- a) Die trockenen Komponenten
werden durch einfache Siebgrößen kalibriert.
- b) Eine trockene Mischung aller Komponenten außer dem
Süßstoff,
dem Geschmacksmittel und dem Gleitmittel wurde hergestellt und für 30 Minuten
vermischt.
- c) Das Süßmittel
und die Geschmacksmittel wurden hinzu gegeben und für 10 Minuten
vermischt.
- d) Das Gleitmittel wurde dann hinzu gegeben und die fertige
Mischung wurde für
nur 3 Minuten gemischt.
-
Die
Zusammensetzungen der durch direktes Verpressen erhaltenen Tabletten
sind die Folgenden:
-
Die
Tabletten wurden für
ein Endgewicht von 260 mg hergestellt. Es war der Vorsatz, gute
Härte-
und Bröckelwerte
und angemessene Auflösungszeiten
für die
in Wasser dispergierbaren Tabletten von Domperidon zu erhalten.
Wie man aus der oben gezeigten Tabelle erkennen kann, sind die Bröckeltendenz
und/oder die Auflösungszeiten
außerhalb
der Spezifikation, obwohl die Härtewerte
relativ hoch sind.
-
Unter
Berücksichtigung
der Ergebnisse, die in den Beispielen 1 bis 4 erhalten wurden, entschieden wir,
das direkte Verpressen der Mischungen mit großen Mengen an Auflösungsmitteln
aufzugeben und das Nassgranulieren sehr löslicher Hilfsstoffe in Kombination
mit geringeren Mengen der Auflösungsmittel
aufzunehmen. Das gewählte
sehr lösliche
Hilfsmittel war D-Mannitol und das Bindemittel war Maisstärkegummi.
-
Die
Mannitolkörner
werden wie folgt hergestellt:
-
Herstellung von Maisstärkegummi:
-
Zum
Nassgranulieren wurde das Maisstärkegummi
mit 13 % (Gew./Gew.) Maisstärke
in gereinigtem Wasser hergestellt. Das Gummi wurde durch das Erwärmen und
Rühren
der Maisstärkesuspension
bis zur Erhöhung
der Viskosität
hergestellt.
-
-
Herstellung von Mannitolkörnern:
-
Die
Mannitolkörner
sollten 3 % Maisstärke
enthalten. Zur Herstellung von 1 kg Mannitolkörnern sollte die Zusammensetzung
wie folgt sein:
- a) Mannitol wird in einen hoch scherenden Granulator
platziert und das Maisstärkegummi
wird hinzu gegeben.
- b) Die Granulierung erfolgt bei hoher Geschwindigkeit bis die
Granulierung beendet ist (d. h. für ungefähr 2 Minuten).
- c) Die nassen Körner
werden bei 45°C ± 5°C in einem
Fliessbetttrockner oder in einem statischen horizontalen Ofen getrocknet,
bis < 3 % Feuchtigkeit
durch das Karl-Fischer-Verfahren gemessen wird.
- d) Die Körner
werden dann durch ein Sieb mit einer Sieböffnungsgröße von 1,0 mm kalibriert und
können dann
als ein Rohmaterial zur Herstellung der schnell in Wasser dispergierbaren
Domperidon-Tabletten verwendet werden.
-
Herstellung
der Tabletten
-
Die
folgenden Beispiele zeigen Formulierungen, die mit Mannitolkörnern hergestellt
wurden, die wie oben beschrieben hergestellt wurden. Vorgelatinierte
Stärke,
Natriumstärkeglycolat
und kolloidales Siliziumdioxid wurden ausgenommen und Mannitolkörner wurden
in die Formulierung aufgenommen.
-
In
den Beispielen 5–10
wurden Tabletten gemäß dem folgenden
allgemeinen Verfahren hergestellt:
- a) Mannitolkörner wurden
wie oben beschrieben hergestellt.
- b) Die trockenen Komponenten wurden durch Siebe mit passender
Siebgröße kalibriert.
- c) Eine Vormischung mit einer Hälfte der mikrokristallinen
Zellulose und Domperidon wurde hergestellt und gemischt und dann
durch ein Sieb mit einer Maschengröße von 7mm im Durchmesser kalibriert.
- d) Zugabe der Mannitolkörner
zu der zuvor genannten Vormischung und der anderen Hälfte der
mikrokristallinen Zellulose und Mischen für 15 Minuten.
- e) Zugabe der verbleibenden Inhaltsstoffe (Süßstoff und Geschmacksmittel)
und Mischen für
10 Minuten.
- f) Das Gleitmittel wurde dann hinzu gegeben und die fertige
Mischung für
nur 3 Minuten homogenisiert.
-
-
Die
Tabletten wurden für
ein Endgewicht von 260 mg hergestellt. Es war der Vorsatz, Härtewerte
zwischen 3 und 6 Kp, Bröckelwerte < 1,0 % und Auflösungszeiten
von vorzugsweise < 1
Minute für
in Wasser dispergierbare Domperidon-Tabletten zu erzielen. Wie man
in der Tabelle sehen kann, zeigen die Beispiele 5 und 6 zwei Auflösungsmittel,
mikrokristalline Zellulose und Carboxymethylzellulosekalzium; in
diesen Beispielen passen die Härtewerte,
aber die Bröckelwerte
sind außerhalb
der Spezifikation. In Beispiel 7 wurde Carboxymethylzellulosekalzium
ausgenommen, die Menge der mikrokristallinen Zellulose auf ungefähr 20 %
(d. h. 19,2 %) festgelegt und die Menge der Mannitolkörner betrug
ungefähr
70 % (d. h. 27,6 %). Beispiel 7 zeigt gute Leistungseigenschaften
für die
drei spezifizierten Parameter Härte,
Bröckeltendenz
und Auflösungszeit
für die schnell
in Wasser dispergierbaren Tabletten von Domperidon.
-
In
den Beispielen 8 und 9 testeten wir eine Änderung in den Anteilen des
Auflösungsmittels
(d. h. der mikrokristallinen Zellulose) und der Mannitolkörner, um
die Wirkung dieser Änderung
auf das Verhalten der Formulierung zu untersuchen. Beispiel 8 zeigt
ungefähr
10 % mikrokristalline Zellulose (d. h. 11 %) und ungefähr 80 %
Mannitolkörner
(d. h. 80,8 %). Das Beispiel 9 zeigt 30 % mikrokristalline Zellulose
und ungefähr
60 % Mannitolkörner
(d. h. 61,8 %). Beide Beispiele zeigen gute Ergebnisse für die untersuchten
Parameter.
-
-
Wir
beobachteten, dass bei größeren Mengen
von mikrokristalliner Zellulose die Bröckeltendenz außerhalb
des spezifizierten Bereichs bleibt. Im Hinblick auf die vorliegenden
Ergebnisse haben wir festgestellt, dass es möglich ist, schnell in Wasser
dispergierbare Tabletten von Domperidon mit einer Härte zwischen
3 und 6 Kp, einer Bröckeltendenz
von weniger als 1 % und einer Auflösungszeit unter 1 Minute mit
Formulierungen zu erreichen, die eine Menge an mikrokristalliner
Zellulose zwischen ungefähr
10 und ungefähr
30 (Gew./Gew.) und Mannitolkörner
zwischen 60 und 80 % (Gew./Gew.), ausgedrückt in Bezug auf das Verhältnis des
Gesamtgewichts der Formulierung, umfassen.
-
Mit
der folgenden Formulierung (die sehr ähnlich zu Beispiel 7 war) untersuchten
wir die Auswirkung der Härte
auf die Auflösungszeit
und die Bröckeltendenz
von sich schnell in Wasser dispergierbaren Domperidon-Tabletten:
-
Wir
beobachteten, dass durch die Erhöhung
der Härte
der Tabletten sich auch die Auflösungszeit
erhöhte.
Bei Tabletten mit Härtewerten
zwischen 3 und 6 Kp lagen die Auflösungszeiten zwischen 30 und
55 Sekunden (siehe 1(a)). Deswegen
sollte die Härte
dieser Tablette nicht höher
als 6 Kp sein, um nicht die Auflösungszeiten
auf Werte von mehr als 1 Minute zu erhöhen. Auf der anderen Seite
beobachteten wir bei Härtewerten
zwischen 3 und 6 Kp, dass die Bröckelwerte
jeweils zwischen 0,6 und 0,3 % lagen (siehe 1(b)). Die
Ergebnisse schlagen vor, dass die Härte nicht niedriger als 3 Kp
oder höher
als 6 Kp sein sollte, damit diese Tabletten den spezifizierten Werten
für die
Bröckeltendenz
und die Auflösungszeit
entsprechen.
-
Wir
verglichen auch die Auflösungsgeschwindigkeit
der schnell in Wasser dispergierbaren Domperidon-Formulierungen
der vorliegenden Erfindung (d. h. Beispiel 10, Charge DND001) mit
Motilium®-Tabletten, die
auf dem Markt erhalten wurden (Charge 028Q159) (siehe 2).
Es wurden Lösungsprofile
in einer Lösungsvorrichtung
mit Paddeln durchgeführt.
Die Tabletten wurden über
30 Minuten in 0,1 M Hydrochlorid-Medium
bei einem pH-Wert von 1,2 inkubiert und bei 50 Upm gerührt. Nach
der Inkubationszeit wurden die Proben durch einen Filter von 0,45 μm durchgeführt und
durch HPLC über
einem Nachweis bei 280 nm analysiert. Die 2 zeigt
die Lösungsprofile,
die für
beide Formulierungen erhalten wurden. Die Punkte stellen den Durchschnittswert
dar, der für
6 Tabletten von jeder Formulierung erhalten wurde. Die Daten zeigen,
dass nach 1, 2 und 3 Minuten Inkubation die in Wasser dispergierbaren
Domperidon-Tabletten der vorliegenden Erfindung jeweils 25,1 %,
60,2 % und 94,8 % des Wirkstoffes freisetzten, wohingegen Motilium®-Tabletten
nach den gleichen Zeiten nur 5,1 %, 15,0 % und 23,2 % freisetzen.
Nach 6 Minuten liegt der Unterschied zwischen dem Domperidon, das
durch beide Formulierungen freigesetzt wird, immer noch bei ungefähr 30 %.
Nur nach 20 Minuten Inkubation liegt die Menge des Domperidons,
das durch beide Formulierungen freigesetzt wird, bei ähnlichen
Werten. Aus diesem Experiment schlossen wir, dass die Auflösung der
Domperidon-Formulierung der vorliegenden Erfindung schneller als
die auf dem Markt existierenden konventionellen Tabletten ist. Diese Ergebnisse
schlagen vor, dass die pharmakologische Wirkung, die durch die Verabreichung
der Formulierungen der vorliegenden Erfindung hergestellt werden
können,
schneller als mit konventionellen Tabletten erreicht werden können.
-
Unter
Berücksichtigung,
dass in Wasser dispergierbare Domperidon-Tabletten der vorliegenden
Erfindung in Wasser zu dispergieren sind und danach durch den Patienten
aufgenommen werden, haben wir ein anderes Experiment durchgeführt, um
das Auflösungsprofil
von Domperidon aus der Wasser dispergierbaren Tablette zu untersuchen.
Zu diesem Zweck dispergierten wir eine Tablette der vorliegenden
Erfindung (Beispiel 10 (dispergierte Tablette)) in 100 ml Wasser
und wir gaben diese Dispersion zu dem Inkubationsmedium der Lösungsvorrichtung.
Die Werte des gelösten
Domperidons, die in 2 dargestellt werden, wurden
unter Berücksichtigung
des Verdünnungsfaktors
korrigiert.
-
Die
in diesem Experiment erhaltenen Ergebnisse zeigen, dass Domperidon
nach 1 Minute Inkubation der Dispersion in dem Inkubationsmedium
vollständig
aufgelöst
ist. Diese Ergebnisse schlagen vor, dass die pharmakologische Wirkung
der Dispersion, die nach der Dispersion der Tabletten der vorliegenden
Erfindung in Wasser erhalten wurde, schneller hergestellt werden
könnte,
als durch das Schlucken der gleichen Tabletten und wesentlich schneller
als mit den konventionellen Motilium®-Tabletten.
-
STEUERUNG
DES FERTIGEN PRODUKTS
-
Die
Tabletten wurden gemäß den folgenden
Verfahren ausgewertet:
Feuchtigkeit: Mahle 30 in Wasser dispergierbare
Domperidon-Tabletten und nimm eine Probe von ungefähr 260 mg.
Werte die Feuchtigkeit durch das Karl-Fischer-Verfahren aus. Der
erhaltene Wert sollte < 3,0
% betragen.
-
Härte: Untersuche
die Härte
von 30 dispergierbaren Domperidon-Tabletten unter Verwendung einer Vanderkam
VK200- oder Scheuniger 6D-Vorrichtung. Die Werte sollten zwischen
3 und 6 Kp liegen.
-
Bröckeltendenz:
Bestimme den Gewichtsverlust unter Verwendung einer Roche-Bröckelvorrichtung unter
Verwendung von 20 in Wasser dispergierbaren Tabletten von Domperidon.
Zwanzig genau gewogene Tabletten wurden 100 Umdrehungen ausgesetzt
und danach erneut gewogen und der durch Zerbröckeln bedingte Verlust wurde
als 1 Prozentanteil des anfänglichen
Gewichts berechnet. Die Ergebnisse sollten < 1,0 % betragen.
-
Auflösungszeit:
Unter Verwendung einer Auflösungsvorrichtung
mit einer Badtemperatursteuerung und 6 Tabletten pro Assay wird
die Auflösungszeit
in 900 ml gereinigtem Wasser bei 15 bis 25°C ausgewertet, so wie es in
dem europäischen
Pharmacopoeia beschrieben wird. Die Ergebnisse sollten niedriger
als 3 Minuten sein.
-
Dispersionsgualität: Gemäß dem Test
der Einheitlichkeit einer Dispersion im europäischen Pharmacopoeia für dispergierbare
Tabletten wurden zwei Tabletten in 100 ml Wasser platziert und dispergieren
gelassen. Es wurde eine feine Dispersion hergestellt, die durch
ein Maschensieb mit einer nominalen Maschenöffnung von 710 μm durchgeführt wurde.
-
Assay:
Wiege und mahle 10 dispergierbare Domperidon-Tabletten. Nimm ungefähr 1,3 g
Pulver und löse
es in DMF auf. Verdünne
es entsprechend in DMF, führe
es durch einen Filter mit 0,45 μm
und injiziere es in die HPLC-Anlage mit einem Nachweis bei 280 nm.
Stelle den externen Standard von Domperidon unter Verwendung der
gleichen Prozedur her. Die stationäre Phase ist eine C18-Säule (d.
h. LiChrospher 100 RP-18 (5 μm))
und die mobile Phase ist Methanol : Ammoniumacetat mit 0,5 % (60
: 40). Der verwendete Fluss ist 1,5 ml/Min. Die Ergebnisse sollten
zwischen 9,5 und 10,5 mg/Tablette liegen.
-
Auflösungsassay:
Führe den
Assay mit 6 Tabletten gemäß dem Verfahren
durch, das in dem europäischen
Pharmacopoeia beschrieben wird, und zwar in einer Lösungsvorrichtung
unter Verwendung von 900 ml 0,1 N Hydrochlorid bei 37°C (0,5°C), gerührt bei
50 Upm für
30 Minuten. Nach der Inkubation wird das Medium durch einen Filter
mit 0,45 μm
filtriert und in eine HPLC-Vorrichtung gemäß dem für den Assay beschriebenen Verfahren
injiziert. Die Werte sollten höher
als 80 % sein.
-
Verunreinigungen:
Das Verfahren ist ähnlich
zu demjenigen, das für
den Assay verwendet wurde, aber die mobile Phase ist ein Gradient,
der wie folgt dargestellt wird:
-
Der
externe Standard zur Auswertung von Verunreinigungen enthält Domperidon
sowie Droperidol.
-
STABILITÄTSTESTs
-
Um
die Stabilität
der pharmazeutischen Dosierungsformen der vorliegenden Erfindung
zu untersuchen, wurde ein Stabilitätsprotokoll mit 3 unterschiedlichen
Chargen der schnell in Wasser dispergierbaren Domperidon-Tabletten
etabliert, die gemäß der Erfindung
hergestellt wurden (d. h. CND 001, CND 002 und CND 003). Die Tabletten
wurden in Polyamid/Aluminium/PVC-Blisterpackungen mit Aluminiumfolie
von 25 μm versiegelt
und unter beschleunigten Bedingungen bei einer Temperatur von 40°C ± 2°C und 75
% ± 5
% relativer Feuchtigkeit über
6 Monate sowie bei normalen Bedingungen bei einer Temperatur von
25°C ± 2°C und relativer
Feuchtigkeit von 60 % ± 5
% für 2
Jahre gelagert. Es wurden regelmäßig mehrere
Parameter bestimmt.
-
Die
erhaltenen Ergebnisse werden wie folgt dargestellt: Charge
CND 001 – Stabilitätstests,
die mit Blisterpackungen von dispergierbaren Domperidon-Tabletten
bei einer Temperatur von 40°C ± 2°C und 75
% ± 5
% relativer Feuchtigkeit durchgeführt wurden.
Charge
CND 002 – Stabilitätstests,
die mit Blisterpackungen von dispergierbaren Domperidon-Tabletten
bei einer Temperatur von 40°C ± 2°C und 75
% ± 5
% relativer Feuchtigkeit durchgeführt wurden.
Charge
CND 003 – Stabilitätstests,
die mit Blisterpackungen von dispergierbaren Domperidon-Tabletten
bei einer Temperatur von 40°C ± 2°C und 75
% ± 5
% relativer Feuchtigkeit durchgeführt wurden.
-
DISKUSSION
-
Die
Beispiele 1 bis 4 beziehen sich auf Domperidon-Tabletten, die durch
das direkte Verpressen aller Komponenten der Mischung erhalten wurden
und stellen Tabletten dar, die den Spezifikationen in Bezug auf Bröckeltendenz,
Auflösungszeiten
oder beiden nicht entsprechen.
-
Die
Beispiele 5 bis 10 betreffen Formulierungen, die D-Mannitol als
ein „Hilfs"-granulat enthalten,
das durch Nassgranulieren erhalten wird und mit den verbleibenden
Komponenten vermischt wird. Die Beispiele 5 und 6 zeigen zwei Auflösungsmittel,
d. h. mikrokristalline Zellulose und Carboxymethylzellulosekalzium.
Für beide
Beispiele waren die Auflösungszeiten
sehr schnell (d. h. < 1
Minute), aber die Bröckeltendenz
liegt bei > 1,0 %
und ist somit außerhalb
der Spezifikation.
-
Die
Beispiele 7 bis 10 zeigen die optimierten Formulierungen, die nur
ein Auflösungsmittel
enthalten, d. h. mikrokristalline Zellulose, wobei die Parameter
davon allen Spezifikationen entsprechen, d. h. der Härte (d.
h. 3 – 6
Kp), der Bröckeltendenz
(d. h. < 1,0 %)
und der Auflösungszeit
(d. h. < 1 Minute).
-
Für die optimierten
Formulierungen beobachteten wir, dass die Härte zwischen 3 und 6 Kp liegen
sollte, um sicherzustellen, dass die Bröckeltendenz und Auflösungszeiten
die spezifizierten Werte nicht überschreiten.
-
Die
Mengen der mikrokristallinen Zellulose und der Mannitolkörner könnte jeweils
zwischen 10 und 30 % (Gew./Gew.) und 60 bis 80 % (Gew./Gew.) des
Gesamtgewichts der Tablette variieren, ohne die Werte der spezifizierten
Bröckeltendenz
und/oder der Lösungszeiten
zu überschreiten.
-
Die
Lösungsprofile
von Domperidon, die für
Motilium®-Tabletten
und für
die in Wasser dispergierbaren Tabletten der vorliegenden Erfindung
erhalten wurden, schlagen vor, dass letztere eine pharmakologische
Wirkung schneller als die konventionellen Tabletten produzieren.
Die durchgeführten
Stabilitätstests
zeigten, dass die optimierten Formulierungen der vorliegenden Erfindung
in dem gewählten
Polyamid/Aluminium/PVC-Aluminium-Blisterverpackungsmaterial
für einen
Zeitraum stabil sind, der der für
pharmazeutische Produkte etablierten Validität entspricht. Gemäß CPMP/QWP/122/02
wird ein Medikament als stabil angesehen, wenn es innerhalb der
definierten/regulatorischen Spezifikationen liegt, wenn es bei 25°C/60 % RF
(2 Jahre) und 40°C/75
% RF (6 Monate) gelagert wird, was für die Formulierungen der vorliegenden
Erfindung beobachtet wurde.
-
Um
den definierten Spezifikationen zu entsprechen, sollten die in Wasser
dispergierbaren Tablettenformulierungen von Domperidon der vorliegenden
Erfindung die folgenden Eigenschaften aufweisen:
- 1)
Eine Menge an Domperidon oder dessen pharmazeutisch verträglichen
Salze, die im Allgemeinen bei Therapeutika mit pharmakologischer
Wirksamkeit verwendet werden.
- 2) Eine Menge mikrokristalliner Zellulose zwischen 10 und 30
% (Gew./Gew.) im Verhältnis
zum Gesamtgewicht der Tablette, um das Auflösen der Tablette innerhalb
des definierten Zeitraums sicherzustellen.
- 3) Eine Menge von Mannitolkörnern
zwischen 60 und 80 % (Gew./Gew.) im Verhältnis zu dem Gesamtgewicht
der Tablette, wobei die Mannitolkörner aus D-Mannitol und Maisstärkegummi hergestellt werden,
um die Fliessfähigkeit
und Verpressbarkeit der Mischung sowie das schnelle Auflösen der
Formulierung sicherzustellen.
- 4) Ein Süßstoff und
ein Geschmacksmittel, um den aktiven Inhaltsstoff zu maskieren und
den Geschmack der Dispersion zu verbessern.
- 5) Ein Gleitmittel, um die gute Leistungsfähigkeit des Tablettierverfahrens
der Mischung sicherzustellen.
- 6)
-
Um
die vorgesehenen Spezifikationen zu erreichen, sollten die Tabletten
gemäß dem wie
folgt kurz beschriebenen Verfahren hergestellt werden:
- 1) Mannitolkörner
werden durch hoch scherendes Granulieren von D-Mannitol mit Maisstärkegummi
hergestellt. Die nassen Körner
werden bei 45°C ± 5°C in einem
Fliessbetttrockner oder in einem statischen horizontalen Ofen auf < 3 % Feuchtigkeit,
wie es durch das Karl-Fischer-Verfahren gemessen wird, getrocknet.
Nach dem Trocknen werden die Körner
durch ein Sieb mit einer Maschenöffnungsgröße von 1,0
mm kalibriert.
- 2) Die verbleibenden trockenen Komponenten werden durch entsprechende
Siebe mit entsprechenden Maschengrößen kalibriert.
- 3) Eine Vormischung mit einer Hälfte der mikrokristallinen
Zellulose und Domperidon wird hergestellt und gemischt und dann
durch ein Sieb mit einer Maschengröße von 0,7 mm im Durchmesser
kalibriert.
- 4) Zugabe der Mannitolkörner
zu der vorherigen Vormischung und der anderen Hälfte der mikrokristallinen Zellulose
und Mischen für
15 Minuten.
- 5) Zugabe der restlichen Inhaltsstoffe (Süßstoff und Geschmacksmittel)
und Mischen für
15 Minuten.
- 6) Dann wird das Gleitmittel hinzu gegeben und die fertige Mischung
wird für
nur 3 Minuten homogenisiert.