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Die
Erfindung bezieht sich auf den Bereich Multimediakommunikationen
vor allem in asynchronen Netzwerken.
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Unter „Multimedia" ist hier sowohl
Audio (Sprache und Töne)
als auch Video (feststehende oder bewegte Bilder), oder der „unmittelbare" Nachrichtendienst
oder die Darstellung oder die gemeinsame Benutzung von einem Dokument/Dokumenten und
vergleichbares zu verstehen.
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Bei
Multimediakommunikationen hat der Ton-(oder Audio-)Teil oft eine
große
Bedeutung. Nun induziert die Übertragung
von Paketströmen
mit Audio-(oder Sprach-)Daten in asynchronen Netzwerken, wie zum
Beispiel Netzwerken mit dem IP-Protokoll, eine erhebliche Beeinträchtigung
der ursprünglichen
Tonqualität.
Dieses resultiert vor allem aus dem Jitter (oder den Schwankungen)
der Übertragungsverzögerungen,
Paketverlusten, Leitungs- und Schallechos.
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Um
diesem Nachteil abzuhelfen wurde vorgeschlagen, manuell parallel
zu einer ersten über
ein asynchrones Netzwerk aufgebauten Multimediakommunikation eine
zweite für
Audio dedizierte Kommunikation über
ein herkömmliches
geschaltetes Telefonnetz aufzubauen. In dieser Situation wird die
erste Kommunikation zwischen mindestens zwei Multimedia-(oder Video-)Kommunikationsendgeräten aufgebaut,
deren Lautsprecher und Mikrofon zuvor außer Betrieb gesetzt wurden,
und die zweite Verbindung wird zwischen mindestens zwei Audio-Kommunikationsendgeräten aufgebaut.
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Unter „Audio-Kommunikationsendgerät" (oder Audio-Endgerät) verstehen
wir hier jegliche Ausrüstung
eines Kommunikationsnetzes, die im Stande ist, Audiodaten auszutauschen,
wie beispielsweise ein Telefon. Ebenso ist hier unter "Multimedia-(oder
Video-)Kommunikationsendgerät" (oder Video-Endgerät) jegliche
Ausrüstung
eines Multimedia-Kommunikationsnetzes zu verstehen, die im Stande
ist, Videodaten auszutauschen, wie zum Beispiel ein Personal Computer.
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Diese
Lösung
bringt eine Desynchronisation zwischen den Audiodaten und den Videodatenpaketen
mit sich, die von den Audio- und Video-Endgeräten ein und desselben Nutzers
stammen. Genauer gesagt treffen die Audiodaten im allgemeinen vor
den Videopaketen ein, weil die Übertragung
von Audiodaten in einem herkömmlichen
Telefonnetz quasi unmittelbar erfolgt, während die Übertragungszeiten von Paketen
mit Videodaten in asynchronen Netzwerken länger und vom „nicht
deterministischen" Typ
sind. Hier ist unter „nicht
deterministisch" die
Tatsache zu verstehen, dass ein variables zeitlich nicht beherrschbares
(oder stochastisches) Kennzeichen aufgewiesen wird. Dokument WO 99/44363
beschreibt ein Verfahren und ein Gateway, um Audiodaten und die
Pakete mit Videodaten, die von Audio- und Video-Endgeräten ein
und desselben Nutzers stammen, zu resynchronisieren, wobei das Audiosignal
und eventuell das Videosignal über
ein asynchrones Netzwerk wie z.B. ein lokales Rechnernetz übertragen
wird. Das Gateway enthält
Mittel, um auf die Audiodaten eine Übertragungsverzögerung anzuwenden,
die variabel und so eingestellt ist, dass zumindest teilweise ein
Unterschied betreffend die Übertragungsdauer
zwischen den Audiodaten und den Videodaten kompensiert wird.
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Das
Gateway muss Parameterwerte für
jedes Endgerät
kennen, das seine Dienste nutzen wird: einen Namen oder eine Kennung
dieses Endgeräts; den
Typ dieses Endgeräts;
die Kennung eines anderen Endgeräts,
wenn das betrachtete Endgerät
mit einem weiteren Endgerät
zusammenwirkt, um einen Multimedia-Verbund zu bilden; einen Typ
Anschlussleitungsnetz für
das Endgerät;
eine Adresse des Endgeräts
in einem Rechnernetz; die Normen, die vom Endgerät unterstützt werden; Kalibrierungsinformationen.
Dokument WO 99/44363 gibt an, dass diese Parameterwerte entweder
von einem Bediener geliefert werden, der auf das Gateway zugreifen
kann, oder vom Nutzer eines Endgeräts, durch einen Online-Zugriff.
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Es
ist häufig
so, dass ein Nutzer zunächst eine
Multimedia-Kommunikation (Video und Audio) über ein asynchrones Netzwerk
aufbaut, dann das Bedürfnis
empfindet, über
ein herkömmliches
Telefonnetz eine Audioverbindung aufzubauen; insbesondere wenn er
findet, dass die Qualität
der Audioübertragung
auf dem asynchronen Netzwerk unzureichend ist. Dann muss er sich
rasch die Telefonnummer des anzurufenden Telefonendgeräts besorgen,
indem er seinen Partner über
einen herkömmlichen
oder unmittelbaren elektronischen Nachrichtendienst kontaktiert,
oder durch manuelles Suchen in einem Telefonbuch. Dann muss der
Nutzer diese Nummer auf dem Ziffernfeld seines herkömmlichen Telefonendgeräts wählen. Der
Aufbau der Audioverbindung über
ein anderes Netz als dasjenige, das für die ursprüngliche Multimediakommunikation
verwendet wird, ist folglich nicht sehr praktisch für den Nutzer,
insofern als dieser Nutzer zweimal gefordert wird: zunächst um
die Multimediakommunikation aufzubauen, dann um eine Telefonverbindung
aufzubauen.
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Zweck
der Erfindung ist es also, diesem vorgenannten Nachteil abzuhelfen.
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Hierfür bietet
sie eine Vorrichtung an zur Verwaltung von Multimediakommunikationen über ein asynchrones
Netzwerk und ein herkömmliches
Telefonnetz zwischen zum einen einem ersten Audio-Kommunikationsendgerät, das mit
einem ersten Video-Kommunikationsendgerät verknüpft ist, und zum anderen einem
zweiten Audio-Kommunikationsendgerät, das mit einem zweiten Video-Kommunikationsendgerät verknüpft ist;
diese Video-Kommunikationsendgeräte
sind geeignet den Aufbau einer Multimediakommunikation durch das
asynchrone Netzwerk anzufordern, die im Stande ist, mindestens ein Videosignal
zu übertragen;
dadurch gekennzeichnet, dass sie folgendes enthält:
- – Verbindungsmittel,
die geeignet sind, auf Befehl eine Telefonverbindung zwischen diesem
ersten und diesem zweiten Audio-Kommunikationsendgerät über dieses
herkömmliche
Telefonnetz aufzubauen,
- – und
Mittel, die geeignet sind, den Verbindungsmitteln automatisch die
Kennungen des ersten und des zweiten Audio-Kommunikationsendgeräts zu liefern,
wenn eine Multimediaverbindung zwischen diesem ersten und diesem
zweiten Video-Kommunikationsendgerät über das
asynchrone Netzwerk aufgebaut werden soll.
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Die
so gekennzeichnete Vorrichtung ermöglicht einem Teilnehmer das
einfache Aufbauen einer Telefonverbindung durch ein herkömmliches
Telefonnetz, parallel zu einer Multimediakommunikation, die lediglich
zur Videoübertragung
verwendet wird, weil die Mittel, die geeignet sind, automatisch
die Kennungen des ersten und des zweiten Audio-Kommunikationsendgeräts an das Verbindungsmittel
zu liefern, den Teilnehmer davon entlasten, die Kennung des anzurufenden
Audio-Endgeräts
zu suchen, und ausgehend von dieser Kennung eine Verbindung aufzubauen.
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Gemäß einer
ersten Ausführungsart
enthalten die Mittel, die geeignet sind, die Kennungen des ersten
und des zweiten Audio-Kommunikationsendgeräts automatisch an die Verbindungsmittel
zu liefern, in jedem Video-Kommunikationsendgerät:
- – ein Mittel,
um an das andere Video-Kommunikationsendgerät eine Kennung des Telefonendgeräts zu schicken,
das mit dem betreffenden Video-Endgerät verknüpft ist;
- – ein
Mittel, um von dem anderen Video-Kommunikationsendgerät eine Kennung
des Telefonendgeräts
zu empfangen, das mit diesem anderen Video-Endgerät verknüpft ist;
- – und
ein Mittel, um die Verbindungsmittel zu steuern, damit eine Telefonverbindung
aufgebaut wird.
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Gemäß einer
ersten Ausführungsart
enthalten die Mitteil, die geeignet sind, die Kennungen des ersten
und des zweiten Audio-Kommunikationsendgeräts automatisch an die Verbindungsmittel
zu liefern, in einem Knotenpunkt des herkömmlichen Telefonnetzes ein
Mittel:
- – zum
Suchen der Kennungen des ersten und des zweiten Audio-Kommunikationsendgeräts in einem
zentralen Telefonbuch;
- – und
zum Steuern der Verbindungsmittel zum Aufbauen einer Telefonverbindung
zwischen den beiden so identifizierten Endgeräten.
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Für die Mittel
zum Verwalten können
mehrere Ausführungsarten
ins Auge gefasst werden. Sie können
nämlich
so aufgebaut werden, dass auf die Audiodaten eine Übertragungsverzögerung von
festgelegter Dauer (eventuell konstant) oder von variabler Dauer
angewandt wird.
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In
Falle einer variablen Dauer können
mehrere Fälle
ins Auge gefasst werden. Zum Beispiel können die Mittel zur Verwalten
so aufgebaut sein, dass sie die Dauer in Abhängigkeit von Hilfsdaten bestimmen,
die ihnen entweder von Verwaltungsschnittstellenmittel der Vorrichtung
geliefert werden oder durch das erste oder das zweite Video-Endgerät, nachdem
die Verbindungsmittel die Verbindungen, die so genannten Signalisierungsverbindungen mit
diesen Video-Endgeräten über das
asynchrone Netzwerk aufgebaut haben.
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In
dieser letzten Situation können
mindestens zwei Ausführungsarten
ins Auge gefasst werden. Sie beruhen alle beide auf der Nutzung
des Mikrofons jedes Video-Endgeräts,
um die Töne
(Audiodaten) einzufangen, die vom Teilnehmer an sein Audio-Endgerät geliefert
werden oder die vom Lautsprecher des Audio-Endgeräts geliefert
werden.
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Bei
der ersten Ausführungsart
beinhaltet die Vorrichtung Hilfsmodule, die jeweils in einem Video-Endgerät an ein
Mikrofon gekoppelt sind, und die Aufgabe haben, den Unterschied
hinsichtlich der Übertragungsdauer
der Audiodaten auf der Multimediaverbindung und auf der Telefonverbindung
zu bestimmen, und Hilfsdaten zu generieren, die für diese Differenz
stehen.
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Zu
diesem Zweck kann jedes Hilfsmodul beispielsweise folgendes enthalten:
- • Mittel
zur Verarbeitung, die den Auftrag haben beim Empfangen von Audiodaten
(Töne,
die vom Mikrofon des Video-Endgeräts eingefangen werden) einen
Teil davon herauszuziehen, dann ein primäres Paket zu bilden mit den
Audiodaten des Teils, dann das primäre Paket mit dem ausgetauschten
Videostrom zu synchronisieren und schließlich das synchronisierte primäre Paket zum
Hilfsmodul zu übertragen,
das im Video-Endgerät
angesiedelt ist, mit dem ihr eigenes Video-Endgerät eine Multimediaverbindung
aufgebaut hat, und
- • Mittel
zum Rechnen, die den Auftrag haben beim Empfangen eines primären Pakets
das primäre Paket
zu datieren, dann den in diesem datierten primären Paket enthaltenen Teil
Audiodaten mit den datierten Telefonieaudiodaten zu vergleichen, die
zuvor über
das Audio-Endgerät
und das Mikrofon empfangen wurden, dann bei Identität zwischen
dem Teil und einigen der Telefonieaudiodaten den Unterschied bezüglich der Übertragungsdauer
der Audiodaten auf der Multimediaverbindung und auf der Telefonverbindung
zu bestimmen, dann Hilfsdaten zu generieren, die für diese Differenz
stehen und schließlich über eine
Signalisierungsverbindung die Hilfsdaten zum Verbindungsmodul zu übertragen.
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In
diesem Fall können
die Mittel zur Verarbeitung so aufgebaut sein, dass beim Empfangen
von Audiodaten und vor Übertragung
das primären
Pakets ein sekundäres
Auslösungspaket
gebildet wird und dieses mit dem ausgetauschten Videostrom synchronisiert
wird, dann dieses sekundäre
Paket zum Rechenmodul übertragen
wird, das im Video-Endgerät angesiedelt
ist, mit dem ihr eigenes Video-Endgerät eine Multimediaverbindung
aufgebaut hat, und zum anderen sind die Mittel zum Rechnen so aufgebaut,
dass sie wenn sie ein sekundäres
Paket empfangen, die Speicherung und Datierung der Telefonieaudiodaten,
die über
das Mikrofon vom Audio-Endgerät
herkommen, anordnen.
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Bei
der zweiten Ausführungsart
sind zum einen die Mittel zum Verwalten so aufgebaut, dass sie nach
dem Aufbauen der Telefonverbindung gleichzeitig an das erste und
an das zweite Video-Endgerät über die
Telefonverbindung und ihre jeweilige Mikrofone eine Nachricht übertragen,
die einen Anfangszeitpunkt definiert, und zum anderen enthält die Vorrichtung
Hilfsmodule, die jeweils an ein Mikrofon in einem Video-Endgerät gekoppelt
sind, und den Auftrag haben, die Übertragungsdauer der Videodaten
auf der Multimediaverbindung zu bestimmen und Hilfsdaten zu generieren,
die für
diese Dauer stehen.
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Zu
diesem Zweck kann jedes Hilfsmodul beispielsweise enthalten:
- • Datierungsmittel,
die so aufgebaut sind, dass sie zum einen beim Empfangen einer Nachricht
einen Zeitzähler
auslösen
und jedem Videopaketstrom, der an das Video-Endgerät übertragen werden soll, mit
dem ihr eigenes Video-Endgerät
eine Multimediaverbindung aufgebaut hat, eine Zeitmarkierung für das Senden
hinzufügen,
die für
die Zeit steht, die seit der Auslösung des Zeitzählers verstrichen
ist, und zum anderen beim Empfangen eines markierten Videopaketstroms
zu diesem Strom eine Zeitmarkierung für den Empfang hinzufügen, die
für die
Zeit steht, die seit der Auslösung
des Zeitzählers
verstrichen ist, und
- • Mittel
zum Rechnen, die so aufgebaut sind, dass sie ausgehend von den Zeitmarkierungen
für Senden
und Empfangen die Übertragungsdauer
der Videodaten auf der Multimediaverbindung, die über das
asynchrone Netzwerk zwischen dem ersten und dem zweiten Video-Endgerät aufgebaut
wurde, ermitteln, dann Hilfsdaten generieren, die für diese Übertragungsdauer
stehen, und die Hilfsdaten über
eine Signalisierungsverbindung zum Verbindungsmodul übertragen.
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In
diesem Fall sind zum einen die Mittel zum Verwalten vorzugsweise
so aufgebaut, dass sie eine tatsächliche Übertragungsdauer
der Videodaten auf der Multimediaverbindung durch Addition der empfangenen Übertragungsdauer
und des Ergebnisses der Subtraktion zwischen einer ersten Übertragungsdauer
der Nachricht zwischen den Mitteln zum Verwalten und dem Hilfsmodul,
das im zweiten Video-Endgerät
angesiedelt ist und einer zweiten Übertragungsdauer der Nachricht
zwischen den Mitteln zum Verwalten und dem Hilfsmodul, das im ersten
Video-Endgerät
angesiedelt ist, ermitteln. Diese erste und zweite Dauer können zum
Beispiel durch den Einsatz einer Akustikechotechnik, vorzugsweise durch
die Mittel zum Verwalten erzielt werden.
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Weitere
Kennzeichen und Vorteile der Erfindung treten bei der Analyse der
nachstehenden detaillierten Beschreibung und der beigefügten Zeichnungen
zutage, wobei:
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1 schematisch
ein erstes Ausführungsbeispiel
für eine
Vorrichtung gemäß der Erfindung veranschaulicht,
die in einer Kommunikationsanlage angesiedelt ist, und
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2 schematisch
ein zweites Ausführungsbeispiel
für eine
Vorrichtung gemäß der Erfindung veranschaulicht,
die in einer Kommunikationsanlage angesiedelt ist.
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Die
beigefügten
Zeichnungen können
nicht nur zur Ergänzung
der Erfindung dienen, sondern gegebenenfalls zu deren Definition
beitragen.
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Die
Erfindung bezieht sich auf Multimediakommunikationen in asynchronen
Netzwerken und herkömmlichen
Telefonnetzen zwischen zum einen einem ersten unabhängigen Audio-Kommunikationsendgerät und einem
ersten unabhängigen
Video-Kommunikationsendgerät, und zum
anderen einem zweiten unabhängigen
Audio-Kommunikationsendgerät und einem
zweiten unabhängigen
Video-Kommunikationsendgerät.
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Im
Nachstehenden wird beispielhaft das asynchrone Netzwerk als ein
Netzwerk mit IP-Protokoll
betrachtet und das Telefonnetz ist vom so genannten Typ „mit Zeitmultiplex" (oder TDM für „Time division
Multiplexing").
Aber die Erfindung ist weder auf asynchrone Netzwerke mit IP-Protokoll
noch auf TDM-Telefonnetze beschränkt.
Sie bezieht sich auf alle asynchronen Netzwerke mit „Paketvermittlung", in denen die Übertragung
von Paketströmen
mit Audio- oder Videodaten vom nicht deterministischen (oder stochastischen)
Typ ist, sowie auf alle herkömmlichen
geschalteten Telefonnetze, bei denen die Übertragungszeiten kurz und
voraussagbar sind.
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Außerdem betrachtet
man im Nachstehenden beispielhaft jedes Audio-Kommunikationsendgerät als ein festes Telefon, das
mit einem Lautsprecher und einem Mikrofon ausgestattet ist und per
Drahtverbindung mit dem TDM-Telefonnetz verbunden ist. Außerdem betrachtet
man im Nachfolgenden beispielhaft jedes Video-Kommunikationsendgerät als einen Multimedia-Personal-Computer,
der mit einem Lautsprecher und einem Mikrofon ausgestattet ist und
im Stande ist, Videodaten über
das asynchrone IP-Netzwerk auszutauschen, und eventuell an eine Videokamera
gekoppelt ist. Aber die Erfindung ist nicht auf (feststehende oder
tragbare) PC beschränkt.
Sie bezieht sich auf jedwede Kommunikationsausrüstung, die im Stande ist, Multimediadaten (insbesondere
Video) über
das asynchrone IP-Netzwerk auszutauschen.
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Folglich
bezeichnen nachfolgend die Ausdrücke „Telefon" und „Computer" ein Audio-Kommunikationsendgerät (oder
Audio-Endgerät)
und ein Video-Kommunikations-IP-Endgerät (oder
Video-IP-Endgerät).
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Die
Erfindung bietet eine Vorrichtung zum Verwalten an, die es Nutzern
ermöglichen
soll, Audio-(oder Sprach-)Daten und Video-(oder Bild-)Daten synchronisiert
auf ihrem Telefon beziehungsweise ihrem PC (die unabhängig sind)
auszutauschen.
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Wir
beziehen uns auf 1, um ein erstes Ausführungsbeispiel
einer Vorrichtung zum Verwalten gemäß der Erfindung zu beschreiben.
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Bei
diesem Beispiel verfügt
ein erster Nutzer über
ein erstes Ausrüstungspaar,
das ein erstes Telefon T1 und einen ersten Videodaten enthaltenden (oder
an eine Videokamera, die Videodaten liefert, wie beispielsweise
eine „web
cam" angeschlossenen)
Computer PC1 beinhaltet. Ebenso verfügt ein zweiter Teilnehmer über ein
zweites Ausrüstungspaar,
das ein zweites Telefon T2 und einen zweiten Videodaten enthaltenden
(oder an eine Videokamera, die Videodaten liefert, wie beispielsweise
eine „web
cam angeschlossenen) Computer PC2 beinhaltet.
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Jeder
Computer PCi (hier i = 1 und 2) ist mit einem (nicht dargestellten)
Lautsprecher, einem Mikrofon MPi und einem Videoanwendungsmodul
MAVi ausgestattet, das an eine IP-Kommunikationsschnittstelle ICi gekoppelt
ist, so dass er mit Videodaten versorgt wird, die in einem Speicher
gespeichert sind oder von einer Videokamera herkommen, wobei die Schnittstelle
ICi an ein IP-Netz IPN angeschlossen ist. Außerdem ist jedes Telefon Ti
mit einem Lautsprecher HPTi und einem Mikrofon MTi ausgerüstet und
an ein herkömmliches
TDMN-Telefonnetz mit synchronem Zeitmultiplex angeschlossen.
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Dieses
herkömmliche
TDMN-Telefonnetz enthält
ein Verwaltungsgehäuse
B, das zum Beispiel in einer Netzvermittlungsstelle (oder PBX für „Private Branch
eXchange") angesiedelt
ist, in dem ein Teil der Vorrichtung zum Verwalten gemäß der Erfindung angesiedelt
sein kann. Genauer gesagt enthält
das Gehäuse
zum Verwalten B mindestens ein Verbindungsmodul ML und ein Verwaltungsmodul
MG. Das Verbindungsmodul ML hat die die Aufgabe, über das TDMN-Telefonnetz
eine Telefonverbindung zwischen einem Telefon T1 und einem Telefon
T2 unter dem Kommando des Verwaltungsmoduls MG aufzubauen.
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Das
Verwaltungsmodul MG empfängt
einen Befehl zum Aufbauen einer Audioverbindung L1, wenn eine Multimediaverbindung
L2-L3 zwischen zwei Video-Kommunikationsendgeräten PC 1,
PC2 via das asynchrone Netzwerk IPN aufgebaut werden soll. Das Modul
MG befiehlt dann dem Verbindungsmodul ML, eine Telefonverbindung
L1 zwischen den Telefonen T1 und T2 aufzubauen, und zwar via das herkömmliche
TDMN-Netz; und zum
anderen bestimmt es eine Übertragungsverzögerung,
die auf die Audiodaten, die über
die Telefonverbindung L1 ausgetauscht werden, anzuwenden ist, um
zumindest teilweise den Unterschied zu kompensieren bezüglich der Übertragungsdauer
zwischen den Audiodaten, die die Telefone T1 und T2 über die
Telefonverbindung L1 miteinander austauschen müssen, und den Videodaten, die
die Computer PC1 und PC2 über
eine Multimediaverbindung L2–L3
miteinander austauschen müssen,
die im IPN-Netz aufgebaut ist. Diese Multimediaverbindung besteht
nämlich
aus zwei Verbindungen: einer Verbindung L2 zum Übertragen eines Videosignals
und einer Verbindung L3, die zum Übertragen eines Audiosignals
vorgesehen ist. Diese Verbindung L3 hat annahmegemäß eine Qualität, die für die Nutzer
nicht zufrieden stellend ist. Diese wollen lieber eine Audioverbindung
L1 über das
herkömmliche
TDMN-Netz nutzen.
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Obschon
das nicht illustriert wird, kann das Verwaltungsgehäuse B ebenfalls
ein Modul zur Echounterdrückung
einschließen,
in der Art derjenigen, die üblicherweise
verwendet werden, wenn eine Audioverzögerung, die über einem
gewählten Schwellenwert
liegt, eingeführt
werden muss. Der Schwellenwert wird im Allgemeinen in Abhängigkeit von
einer Empfehlung gewählt.
Er ist beispielsweise gleich 10 bis 20 ms (Millisekunden).
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Bei
dem Beispiel, das dargestellt wird, beinhaltet das Gehäuse zum
Verwalten B auch ein Einfügungsmodul
MI, das vom Verbindungsmodul ML mit Audiodaten versorgt wird, die
verzögert
werden sollen (von einem Telefon Ti stammend), und den Auftrag hat,
auf diese Audiodaten die Übertragungsverzögerung anzuwenden,
die vom Verwaltungsmodul MG bestimmt wurde. Nachdem diese Verzögerung angewandt
wurde, kehren die Audiodaten in das Verbindungsmodul ML zurück, das
sie über
die Verbindung L1 zum Empfängertelefon
Tj überträgt. Das
Einfügungsmodul
MI kann Bestandteil des Verwaltungsmoduls MG sein, aber es kann
auch anderswo als im Verwaltungsgehäuse B angesiedelt sein.
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Damit
die Telefonverbindung L1 in Verknüpfung mit der Videoverbindung
L2 der Multimediaverbindung L2–L3
aufgebaut werden kann, ist es natürlich erforderlich, dass die beiden
Computer PC1 und PC2 hierfür
konfiguriert wurden, und genauer gesagt ihr Multimediakommunikationsanwendungsmodul MAVi.
Die Konfigurierung besteht insbesondere darin, dem Multimediakommunikationsanwendungsmodul
MAVi des Computers PCi die vollständige telefonische Kennung
(einschließlich
Gebiets- und Staatscodes) des zugehörigen Telefons Ti zu liefern.
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Wenn
ein Nutzer UI, der einen Computer PCi und ein Telefon Ti besitzt
eine Multimediakommunikation mit einem Nutzer Uj aufbauen will,
der einen Computer PCj und ein Telefon Tj besitzt, aktiviert er somit
das Multimediakommunikationsanwendungsmodul MAVi seines Computers
PCi, indem er ihm die IP-Kommunikationskennung des Computers PCj
liefert. Es gibt zwei Funktionsvarianten des Anwendungsmoduls MAVi,
wenn ein Nutzer Ui so den Aufbau einer Multimediakommunikation anfordert:
- – entweder
ist das MAVi-Modul so programmiert, dass es systematisch zwei Verbindungen
aufbaut, wenn ein Teilnehmer Ui den Aufbau einer Multimediaverbindung
anfordert: eine Multimediaverbindung L2–L3, die a priori ein Videosignal
und ein Audiosignal unterstützen
kann, aber lediglich dafür
verwendet wird, über
das asynchrone Netzwerk IPN ein Videosignal zum Multimediaendgerät, das aus
dem Computer PCj besteht, zu übertragen;
und eine Telefonverbindung L1 zum Telefonendgerät Tj, das mit dem Computer
PCj des entsprechenden Teilnehmers Uj verknüpft ist, über das herkömmliche
TDMN-Netz.
- – oder
das MAVi-Modul ist so programmiert, dass es nur die Multimediaverbindung
L2–L3
aufbaut und dem Teilnehmer Ui als Option anbietet, zusätzlich eine
Telefonverbindung L1 (von besserer Qualität) zum Telefonendgerät Tj, das
mit dem Computer PCj des entsprechenden Teilnehmers Uj verknüpft ist, über das
herkömmliche
Netz TDMN aufzubauen. Wenn der Teilnehmer Ui positiv antwortet,
wird das Anwendungsmodul MAVi in einem Speicher des Computers Pci
die Kennung des Telefonendgeräts
Tj, das mit dem Multimediaendgerät
verknüpft
ist, das aus dem Computer Pcj des entsprechenden Teilnehmers Uj
besteht, ablesen, wobei diese Kennung zuvor in diesem Speicher gespeichert
wurde.
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Die
beiden Multimediakommunikationsanwendungsmodule MAVi und MAVj des
Computers PCi und PCj handeln eine Multimediaverbindung L2–L3 aus
und sie bauen diese Multimediaverbindung L2–L3 über das IPN-Netz auf.
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Gemäß einer
ersten Ausführungsart
des Verwaltungsgehäuses
B und der Videoanwendungsmodule MAVi und MAVj teilen sich letztere
die telefonischen Kennungen der Telefone Ti und Tj mit, denen sie
jeweils verknüpft
sind. Die beiden Teilnehmer brauchen also nicht aktiv zu werden,
um sich die Telefonnummer ihres jeweiligen Partners zu beschaffen.
Nach dem Aufbauen der Multimediaverbindung L2–L3 adressiert der Computer
PCi an das Verwaltungsgehäuse
B (dessen IP-Kommunikationskennung er kennt) eine Anforderung für den Aufbau
einer Telefonverbindung, die vor allem die Telefonkennungen der
beiden Telefone Ti und Tj enthält.
Das Verwaltungsmodul MG verarbeitet die Anforderung und ordnet dem
Verbindungsmodul ML gegenüber
an, die Telefonverbindung L1 aufzubauen. Die Multimediakommunikation über die
Video-Endgeräte
PCi und PCj (betreffend die Bilder) und die Audio-Endgeräte Ti und
Tj (für
die Sprache) kann also beginnen. Das Aufbauen dieser Telefonverbindung
L1 wird möglich, dadurch
dass die Vermittlungsstellen über
eine Kapazität
verfügen,
Spezialrouting zu einem Verwaltungsgehäuse B durchzuführen, dank
der Verwendung von dedizierten Anrufprefixen und eines Protokolls
wie z.B. CSTA.
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Der
Start des Verfahrens zum Aufbauen der Telefonverbindung L1 zusätzlich zur
Multimediaverbindung L2–L3
kann also entweder systematisch erfolgen, beispielsweise durch eine
vorherige Konfiguration des Multimediakommunikationsanwendungsmoduls
MAVi; oder auf Anforderung durch den Nutzer Ui, zum Beispiel durch
Auswahl einer Option, die auf seinem Computerbildschirm von seinem Multimediakommunikationsanwendungsmodul
MAVi angeboten wird. Aber in allen Fällen wird dieses Verfahren
vereinfacht, da der Teilnehmer sich nicht die Kennung des Telefons
seines Gesprächspartners
zu beschaffen braucht.
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Gemäß einer
zweiten (nicht dargestellten) Ausführungsart des Verwaltungsgehäuses B und
der Videoanwendungsmodule MAVi, MAVj, die insbesondere an Netzwerke
von Unternehmen angepasst ist, werden die Telefonkennungen der Endgeräte Ti und Tj
in einem Telefonbuchserver gespeichert und eine Anwendung wird auf
einem Anwendungsserver ausgeführt,
wobei diese Server in Knotenpunkten des Netzwerks des Unternehmens
gelegen sind. Diese Anwendung baut auf Anforderung eines Video-Kommunikationsendgeräts, zum
Beispiel PC1, eine Multimediaverbindung L2–L3 über das asynchrone Netz IPN
auf, und baut eventuell zusätzlich
eine Telefonverbindung L1 über
das herkömmliche
TDMN-Netz auf, vollautomatisch. Es gibt zwei Funktionsvarianten dieser
Anwendung:
- – entweder ist diese Anwendung
so programmiert, dass sie systematisch zwei Verbindungen aufbaut,
wenn ein Teilnehmer Ui den Aufbau einer Multimediaverbindung anfordert:
eine Multimediaverbindung L2–L3,
die a priori ein Videosignal und ein Audiosignal unterstützen kann,
aber lediglich dafür
verwendet wird, über
das asynchrone Netzwerk IPN ein Videosignal zum Multimediaendgerät, das aus
dem Computer PCj besteht, zu übertragen;
und eine Telefonverbindung L1 zum Telefonendgerät Tj, das mit dem Computer
PCj des entsprechenden Teilnehmers Uj verknüpft ist, über das herkömmliche
TDMN-Netz.
- – oder
sie ist so programmiert, dass sie nur eine Multimediaverbindung
L2–L3
aufbaut, die a priori ein Videosignal und ein Audiosignal via das
asynchrone Netzwerk IPN übertragen
kann, und dem Nutzer als eine Option anbietet, zusätzlich eine Telefonverbindung
L1 (von besserer Qualität)
zum Telefonendgerät,
das mit dem Multimediaendgerät
des Partners verknüpft
ist, über
das herkömmliche
Netz TDMN aufzubauen.
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In
beiden Fällen
ist das Verfahren zum Aufbauen der Telefonverbindung automatisiert,
der Nutzer braucht sich nicht die Nummer des Telefonendgeräts, das
angerufen werden soll, zu verschaffen. Die Anwendung ist so programmiert,
dass sie automatisch die Kennung des Telefonendgeräts sucht,
das mit dem Multimediaendgerät
des Partners verknüpft ist,
im Telefonbuchserver, der mit der Vermittlungsstelle zusammenwirkt.
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Die
auf die Audiodaten angewandte Übertragungsverzögerung kann
von festgelegter Dauer sein (eventuell konstant). Aber es ist vorzuziehen,
wenn sie von variabler Dauer ist, um die Synchronisation der Audiodaten
und der Videodaten zu optimieren.
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Wenn
die Verzögerung
von variabler Dauer ist, können
mindestens drei Fälle
ins Auge gefasst werden. Das Verwaltungsmodul MG kann zum Beispiel
die Dauer der Verzögerung
in Abhängigkeit
von Hilfsdaten bestimmen, die ihm von einem Bediener über eine
Verwaltungsschnittstelle IG der Vorrichtung geliefert werden, oder
vom Nutzer Ui von einem der Computer PCi über beispielsweise eine so
genannte Signalisierungsverbindung, L4-i, oder durch die Computer
PC1, PC2 nachdem das Verbindungsmodul ML mit letzteren via IPN-Netzwerk so genannte Signalisierungsverbindungen
L4-i aufgebaut hat.
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Das
Beispiel für
eine Verwaltungsvorrichtung, das in 1 veranschaulicht
wurde, soll ausgehend von Hilfsdaten, die vom Computer PC1 oder vom
Computer PC2 geliefert werden, eine variable Verzögerung bestimmen
und anwenden. Zu diesem Zweck enthält die Verwaltungsvorrichtung
Hilfsmodule (oder Rechenvorrichtungen) MAi, die in jedem Computer
PCi angesiedelt sind und an die IP-Kommunikationsschnittstelle ICi
gekoppelt sind. Jedes Hilfsmodul MAi ist an das Mikrofon MPi des
Computers PCi, in dem es angesiedelt ist, gekoppelt, und hat bei
diesem Beispiel die Aufgabe, den Unterschied hinsichtlich der Übertragungsdauer
der Audiodaten auf der Videomultimediaverbindung L2 und auf der Telefonverbindung
L1 zu bestimmen (oder zu schätzen),
und Hilfsdaten zu generieren, die für diese Differenz stehen.
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Wie
in 1 illustriert enthält jedes Hilfsmodul MAi (zum
Beispiel MA1) ein Verarbeitungsmodul PMi (zum Beispiel PM1), das
den Auftrag hat, wenn es vom Mikrofon Mi (in diesem Beispiel M1)
Audiodaten empfängt,
die für
Worte (oder Tonsignale) SS1 stehen und vom Nutzer U1 an das Mikrofon
MT1 seines Telefons T1 gesendet werden, daraus einen Teil PSS1 herauszuziehen,
dann ein primäres
Paket mit den Audiodaten des Teils PSS1 zu bilden, dann das primäre Paket
mit dem Videostrom zu synchronisieren, der auf der Videomultimediaverbindung
L2 ausgetauscht wird, und schließlich das synchronisierte primäre Paket
an das Hilfsmodul MA2 zu übertragen, das
im Computer PC2 angesiedelt ist. Da dieses primäre Paket Audiodaten enthält, benutzt
es also den Audioteil L3 der Multimediaverbindung, die zwischen den
beiden Computern PC1 und PC2 im IP-Netz IPN aufgebaut wurde.
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Außerdem enthält jedes
Hilfsmodul MAi (zum Beispiel MA2) ein Rechenmodul CMi (zum Beispiel
CM2), das den Auftrag hat, jedes von ihm empfangene primäre Paket
zu datieren, dann den Teil PSS1 an Audiodaten, der in diesem datierten
primären
Paket enthalten ist, mit den datierten Telefonieaudiodaten SS1 zu
vergleichen, die zuvor vom Telefon T2 über die Telefonverbindung L1
empfangen wurden, auf seinem Lautsprecher HPT2 verbreitet wurden
und durch das Mikrofon MP2 eingefangen wurden, dann im Falle der
Identität
zwischen dem empfangenen Teil PSS1 und einigen der eingefangenen Telefonieaudiodaten
SS1 den Unterschied bezüglich der Übertragungsdauer
der Audiodaten auf der Audiomultimediaverbindung L3 und auf der
Telefonverbindung L1 zu bestimmen, anschließend Hilfsdaten zu generieren,
die für
diesen Unterschied stehen, und schließlich die Hilfsdaten über eine
Signalisierungsverbindung L4-2, die es zuvor mit dem Computer PC2
aufgebaut hat, zum Verbindungsmodul ML des Verwaltungsgehäuses B zu übertragen.
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Bei
dieser Ausführungsart
enthält
die vom Verwaltungsmodul MG empfangene Aufforderung zum Verbindungsaufbau
ebenfalls die IP-Kommunikationskennungen der beiden Computer PC1
und PC2. Nachdem das Verbindungsmodul ML die Telefonverbindung L1
aufgebaut hat, erteilt ihm das Verwaltungsmodul MG folglich den
Befehl, mit jedem Computer PCi eine Signalisierungsverbindung L4-i über das
IP-Netz IPN aufzubauen, um es diesen Computern PCi zu ermöglichen,
ihre Hilfsdaten an es zu übertragen.
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Bei
dieser Ausführungsart
hat also das Hilfsmodul MAj des Empfängercomputers PCj die Aufgabe,
den Unterschied bezüglich
der Übertragungsdauer
der Audiodaten PSSi, die vom Computer PCi stammen, auf der Audiomultimediaverbindung
L3 und der Audiodaten SSi, die vom Telefon Ti stammen, auf der Telefonverbindung
L1 zu bestimmen, wobei die Audiopakete mit den entsprechenden Videopaketen
durch ein beliebiges dem Fachmann bekanntes Synchronisationsverfahren
synchronisiert wurden.
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Beim
Empfangen Teils Teils PSS1 vergleicht das Rechenmodul CMj seine
Audiodaten mit denjenigen, die es gerade gespeichert und datiert
hat. Dann berechnet es im Falle von Identität den Unterschied, wobei es
die Subtraktion zwischen der Uhrzeit des Eintreffens der Audiodaten
des Teils PSSi, der vom Computer PCi herkommt, und der Uhrzeit des
Eintreffens der Audiodaten SSi, die vom Telefon Ti herkommen, vornimmt.
Hier sind wir nämlich
der Ansicht, dass die Zeit, die zwischen dem Sendezeitpunkt der
Töne SSi
durch den Nutzer Ui und dem Verarbeitungszeitpunkt dieser Töne durch
das Verarbeitungsmodul PMi verstreicht, etwa gleich ist mit der Zeit,
die zwischen dem Sendezeitpunkt der Töne SSi durch den Lautsprecher
HPTj und dem Datierungszeitpunkt dieser Töne durch das Rechenmodul CMj verstrichen
ist, die einer Speicherung in einem Speicher des (nicht dargestellten)
Hilfsmoduls MAj vorausgeht.
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Der
Speichermechanismus kann auf zwei Arten ausgeführt werden. Eine erste Art
und Weise besteht darin, die Rechenmodule CMi so zu konfigurieren,
dass sie permanent während
eines gewählten Zeitraums
(beispielsweise gleich mehrere Sekunden) alle (abgetasteten) Audiodaten
SSj speichern, die vom sendenden Telefon Tj herkommen.
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Eine
zweite Art und Weise besteht darin, eine Auslösung der Speicherung durch
Senden eines Auslösesignals
durch den sendenden Computer PCj an den empfangenden Computer PCi
vorzusehen. Hierfür
wird das Verarbeitungsmodul PMj so aufgebaut, dass es ein sekundäres Paket
(das ein auslösendes
Signal bildet) jedes Mal dann bildet, wenn es beginnt Audiodaten
SSj zu empfangen, die vom Mikrofon MPj eingefangen werden, und bevor
das primäre
Paket übertragen
wird. Dann synchronisiert das Verarbeitungsmodul PMj das sekundäre Paket
mit dem ausgetauschten Videostrom, überträgt es über die Audiomultimediaverbindung
L3 zum Hilfsmodul MAj, das im empfangenden Computer PCi angesiedelt
ist.
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Das
Rechenmodul CMi ist dann so aufgebaut, dass es jedes Mal, wenn es
ein sekundäres
Paket empfängt,
das vom sendenden Computer PCj stammt, die Speicherung und Datierung
der Telefonieaudiodaten SSj anordnet, die vom sendenden Telefon
Tj herkommen. Diese Speicherung hat vorzugsweise eine gewählte Dauer
(beispielsweise gleich mehrere Sekunden).
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Nachdem
das Verwaltungsmodul MG im Besitz der Hilfsdaten ist, kann es daraus
die Dauer der Verzögerung
ableiten, die auf die Audiodaten anzuwenden ist, um (zumindest teilweise)
die Desynchronisation zwischen den Audiodaten, die vom Telefonnetz
TDMN übertragen
werden, und den Videodatenpaketen, die vom IP-Netz IPN übertragen
werden, zu kompensieren. Es adressiert dann Anweisungen an das Einfügungsmodul
MI, damit es die Audiodaten um die gewählte Dauer verzögert, bevor
sie erneut für
das Empfängertelefon
bestimmt in das Telefonnetz TDMN eingefügt werden.
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Es
ist wichtig festzuhalten, dass die Verzögerung entweder für die gesamte
Dauer der Multimediakommunikation bestimmt werden kann, oder periodisch,
beispielsweise jede Sekunde, bestimmt werden kann.
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Wir
beziehen uns nun auf 2, um ein zweites Ausführungsbeispiel
für eine
Verwaltungsvorrichtung gemäß der Erfindung
zu beschreiben. Diese Ausführungsart
weist zahlreiche Ähnlichkeiten mit
der vorstehend unter Bezugnahme auf 1 beschriebenen
Ausführungsart
auf. Sie kann insbesondere in der gleichen Art von Kommunikationsanlage eingesetzt
werden.
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Was
diese Ausführungsart
von der vorhergehenden unterscheidet ist zum einen der Aufbau des Verwaltungsmoduls
MG' und der Hilfsmodule
(oder Rechenvorrichtungen) MAi',
und zum anderen die Art und Weise wie die Dauer der auf die Audiodaten
anzuwendenden Verzögerung
bestimmt wird.
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Bei
dieser Ausführungsart
ist das Verwaltungsmodul MG' so
aufgebaut, dass es nachdem die Telefonverbindung L1 aufgebaut wurde, über die
Telefonverbindung L1, die Lautsprecher HPT1 und HPT2 der Telefone
T1 und T2 und ihre jeweiligen Mikrofone MP1 und MP2 eine Nachricht
MES, die einen Anfangszeitpunkt definiert, gleichzeitig an den ersten PC1
und den zweiten PC2 Computer überträgt. Außerdem ist
jedes Hilfsmodul MAi' stets
an das Mikrofon MPi des Computers PCi gekoppelt, in dem es angesiedelt
ist, aber es hat nunmehr die Aufgabe, die Übertragungsdauer DT der Videodaten
auf der Videomultimediaverbindung L2 zu bestimmen und Hilfsdaten
zu generieren, die für
diese Dauer stehen. Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass die
Nachricht MES optional periodisch geschickt werden kann, um eine
(periodische) Redefinition des Anfangszeitpunkts zu ermöglichen.
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Wie
in 2 veranschaulicht wird enthält jedes Hilfsmodul MAi' ein Datierungsmodul
CMi, das den Auftrag hat, einen (nicht dargestellten) Zeitzähler auszulösen, wenn
es vom Mikrofon MPi eine Nachricht MES empfängt, die vom Verwaltungsgehäuse B' herkommt und über den
Lautsprecher HPTi verbreitet wird, und die Aufgabe hat, jeden Videopaketstrom, der über die
Videomultimediaverbindung L2 zum Empfängercomputer PCj übertragen
werden soll, zu datieren. Diese Datierung besteht darin, zum Videostrom
eine zeitliche Markierung hinzuzufügen, die so genannte Sendemarkierung,
die für
die Zeit steht, die seit der Auslösung des Zeitzählers verstrichen
ist.
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Das
Datierungsmodul DMi ist ebenfalls so aufgebaut, dass es wenn es über die
Videomultimediaverbindung L2 einen markierten (oder datierten) Videopaketstrom,
der von einem Computer PCj stammt, empfängt, zu diesem Strom eine weitere zeitliche
Markierung, die so genannte Empfangsmarkierung hinzufügt, die
für die
Zeit steht, die seit der Auslösung
seines eigenen Zeitzählers
verstrichen ist.
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Jedes
Hilfsmodul MAi' schließt auch
ein Rechenmodul CMi' ein,
das die Aufgabe hat, ausgehend von den Zeitmarkierungen für Senden
und Empfangen der Videoströme,
die vom sendenden Computer PCj empfangen werden, die Übertragungsdauer
DT der Videodaten auf der Videomultimediaverbindung L2 zu bestimmen,
dann Hilfsdaten zu generieren, die für diese Übertragungsdauer DT stehen,
und sie an das Verwaltungsmodul MG' des Verwaltungsgehäuses B' über
die zuvor vom Verbindungsmodul ML aufgebaute Signalisierungsverbindung
L4-i zu übertragen,
wie zuvor erläutert.
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Diese
Bestimmung erfolgt durch einfache Subtraktion zwischen der Zeitmarkierung
betreffend den Empfang und der Zeitmarkierung für das Senden, die zu jedem
Videostrom hinzugefügt
wird.
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Diese Übertragungsdauer
DT ist nicht gleich der tatsächlichen Übertragungsdauer
DTR, denn sie berücksichtigt
nicht die unterschiedlichen Übertragungsdauern
der Nachricht MES zwischen zum einen dem Verwaltungsmodul MG' und dem ersten Computer
PC1 und zum anderen dem Verwaltungsmodul MG' und dem zweiten Computer PC2. Auf Grund
dieses Unterschieds werden die Zeitzählungen im Allgemeinen nicht
gleichzeitig von den Datierungsmodulen DM1 und DM2 ausgelöst.
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Mit
Hilfe des folgenden Beispiels kann dieser Unterschied veranschaulicht
werden. Zum einen setzt man voraus, dass das Datierungsmodul DM1 des
ersten Computers PC1 eine Nachricht MES zum Zeitpunkt To + A = 14
Uhr 50 Minuten 24 Sekunden 300 Millisekunden empfangen hat, wobei
A für die Übertragungsdauer
des Nachricht MES zwischen dem Verwaltungsmodul MG' und dem ersten Computer
PC1 steht, und zum anderen, dass das Datierungsmodul DM2 des zweiten
Computers PC2 die Nachricht MES zum Zeitpunkt To + B = 16 Uhr 51
Minuten 25 Sekunden 250 Millisekunden empfangen hat, wobei B für die Übertragungsdauer
der Nachricht MES zwischen dem Verwaltungsmodul MG' und dem zweiten
Computer PC2 (hier besteht eine Zeitverschiebung von zwei Stunden
zwischen den beiden Computern) steht.
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To
+ A bildet also den Startzeitpunkt der Zeitzählung, die durch das Datierungsmodul
DM1 erfolgt, und To + B bildet den Startzeitpunkt der Zeitzählung, die
durch das Datierungsmodul DM2 erfolgt.
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Ein
Videopaket, das vom ersten Computer PC1 um 14 Uhr 55 Minuten 49
Sekunden 700 Millisekunden gesendet wird, enthält also eine Zeitmarkierung
für das
Senden, deren Wert 00 Uhr 05 Minuten 25 Sekunden 400 Millisekunden
ist. Dieses markierte Videopaket wird zum Beispiel von dem Datierungsmodul
DM2 des zweiten Computers PC2 um 16 Uhr 56 Minuten 50 Sekunden 950
Millisekunden empfangen, so dass dieses Datierungsmodul DM ihm eine Zeitmarkierung
für den
Empfang beigeben kann, deren Wert 00 Uhr 05 Minuten 25 Sekunden
700 Millisekunden ist.
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Zur
Bestimmung der Übertragungsdauer
DT auf der Videomultimediaverbindung L2 führt das Rechenmodul DM2' also die folgende
Rechenoperation durch:
DT = 00 Uhr 05 Minuten 25 Sekunden 700
Millisekunden – 00
Uhr 05 Minuten 25 Sekunden 400 Millisekunden = 300 Millisekunden.
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Die
tatsächliche Übertragungsdauer
DTR wird vorzugsweise durch das Verwaltungsmodul MG' bestimmt, und zwar
ausgehend von der Übertragungsdauer
DT, die in Form von Hilfsdaten durch das Hilfsmodul MAi' des empfangenden
Computers PCi über
die Signalisierungsverbindung L4-i übertragen wird.
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Genauer
gesagt addiert das Verwaltungsmodul MG' zwecks Ermittlung der tatsächlichen Übertragungsdauer
DTR der Videodaten auf der Videomultimediaverbindung L2 zur empfangenen Übertragungsdauer
das Ergebnis der Subtraktion zwischen der Übertragungsdauer der Nachricht
(B) zwischen dem Verwaltungsgehäuse
B' und dem Hilfsmodul MA2', das im zweiten
Computer PC2 angesiedelt ist und der Übertragungsdauer der Nachricht
(A) zwischen dem Verwaltungsgehäuse
B' und dem Hilfsmodul
MA1', das im ersten
Computer PC1 angesiedelt ist, hinzu. Anders ausgedrückt: man
hat das Verhältnis
DTR = DT + B – A.
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Diese
Dauern A und B sind konstant und können zum Beispiel durch den
Einsatz einer Akustikechotechnik durch Hin- und Rücklauf eines
Tonsignals zwischen dem Verwaltungsgehäuse B' und jedem Telefon Ti auf Initiative
des Verwaltungsmoduls MG' hin
gewonnen werden.
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Da
diese Dauern A und B im Allgemeinen klein sind im Vergleich zu den Übertragungsdauern der
Videopakete auf der Videomultimediaverbindung L2, typischerweise
25 Millisekunden verglichen mit 300 Millisekunden, ist es möglich, einen
vereinfachten Funktionsmodus ins Auge zu fassen, bei dem DT gleich
DTR ist. In diesem Fall braucht das Verwaltungsmodul MG' keine zusätzlichen
Berechnungen anzustellen, um die Verzögerung zu bestimmen, die auf
die Audiodaten anzuwenden ist.
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Die
Verwaltungs-, Verbindungs-, Einfügungs-,
Verarbeitungs-, Rechen- und Datierungsmodule der Verwaltungsvorrichtung
und der Rechenvorrichtung gemäß der Erfindung
können
in Form von elektronischen Schaltungen, Software-(oder EDV-)Modulen
oder aus einer Kombination von Schaltungen und Software ausgeführt werden.
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Dank
der Erfindung ermöglicht
zum einen die Übertragung
der Audiodaten einer Multimediakommunikation die Unterdrückung der
Schwankungen der Übertragungsverzögerung,
der Audiopaketeverluste, der Leitungsechos und der Akustikechos,
und zum anderen ermöglicht
die Einfügung
einer Übertragungsverzögerung die
vollständige
oder teilweise Kompensierung der Desynchronisation zwischen den
Audiodaten und den Videodatenpaketen.
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Die
Erfindung beschränkt
sich nicht auf die vorstehend lediglich beispielhaft beschriebenen
Ausführungsarten
von Verwaltungsvorrichtung, Rechenvorrichtung, Video-Kommunikationsendgerät und Verwaltungsgehäuse, sondern
sie schließt
alle Varianten ein, die der Fachmann im Rahmen der nachstehenden
Ansprüche
ins Auge fassen kann.
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So
haben wir Ausführungsbeispiele
beschrieben, die für
Kommunikationen über
asynchrones Netzwerk mit IP-Protokoll und ein Telefonnetz vom Typ
TDM geeignet sind. Aber die Erfindung ist nicht auf diese Netze
beschränkt.
Sie betrifft ganz allgemein zum einen alle Netze mit „Paketvermittlung", bei denen die Übertragung
von Audiodatenpaketströmen
oder Videodatenpaketströmen
vom nicht deterministischen Typ ist, und zum anderen alle herkömmlichen
Telefonnetze, das heißt
geschaltete Netze mit kurzen Übertragungsverzögerungen
vom deterministischen Typ.