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Die
vorliegende Erfindung betrifft das Gebiet der kontinuierlichen Verarbeitungsausrüstung, die
in der Süßwaren oder
Backindustrie Anwendung findet. Die erfindungsgemäße Vorrichtung
ist für
das Ablegen von Massesträngen
bestimmt, die in Größe oder zu
Masseklumpen geschnitten werden sollen, welche in einem weiteren
Verarbeitungsschritt dekoriert oder sogar in eine Gestalt geformt
werden könnten.
Die Süßwarenmasse
könnte
beispielsweise Schokoladenmasse mit einem Anteil aus oder aus reiner
Kakaomasse oder irgendeine Masse mit einem Anteil an Schokoladen-ähnlicher
Masse sein. Es könnte Marzipan
oder Karamellmasse oder Toffeemasse oder sogar Marmelade sein oder
es könnte
irgendeine Art von Teig sein, aus dem Kekse oder Kuchen oder Ähnliches
gebacken werden sollen.
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Die
Vorrichtung umfasst einen länglichen Trog
und wenigstens eine Walze, die in Längsrichtung im Trog zum Transport
der Masse in einer gegen den Boden des Trogs gerichteten Richtung
angeordnet ist. Typischerweise sind zwei Walzen angeordnet. Des
Weiteren ist ein Dosiermittel am Boden angeordnet, das eine Drehachse
aufweist, die sich in Längsrichtung
im Trog erstreckt.
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Die
Masse aus Süßware oder
Teig wird kontinuierlich als Stränge
oder Haufen oder Klumpen auf eine darunter liegende Fördereinrichtung
abgelegt. Im Falle des Teigs werden Reihen aus Teigklumpen abgelegt
und zu einem Backofen transportiert und möglicherweise weiter zu Stationen,
die die abschließenden
Verarbeitungen mit Dekorationsmassen, wie Schokolade, Schokolade-ähnlichen
Rezepturen, oder mit andere Arten von Rezepturen mit Zuckergehalt,
vornehmen. Irgendeine Art von Masse, die für Dekorationszwecke auf Backwaren
verwendet wird, kommt in Frage. Wenn die Masse Süßware darstellt, wie Schokolade
oder Schokolade-ähnliche
Masse, dann wird typischerweise die Masse zu Formgebungszwecken
in darunter liegende, formgebende Hohlräume abgelegt oder unmittelbar
auf das Förderband
abgelegt.
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Die
bekannten Vorrichtungen umfassen einen Trog, der symmetrisch auf
jeder Seite einer zentralen, vertikalen Symmetrieebene aufgebaut
ist. In dem Trog sind wenigstens zwei parallele Walzen angeordnet,
die jeweils symmetrisch auf jeder Seite der zentralen, vertikalen
Symmetrieebene angeordnet sind, die sich ebenfalls durch den Trog
erstreckt. Die Dosiermittel sind auch zentral und symmetrisch auf jeder
Seite der Symmetrieebene angeordnet. Die zwei Walzen werden durch
einen separaten Motor gegeneinander in Rotation versetzt. Die Süßwarenmasse
oder der Teig im Trog wird dann zentral in dem Trog zwischen den
Walzen geführt
und dann nach unten in Richtung der darunter liegenden Dosiermittel
geführt.
Die Dosiermittel, bei denen das Doppelzykloidenprinzip verwirklicht
ist, bestehen aus mehreren Paaren in Eingriff stehender Zahnräder, die
von zwei parallelen Wellen angetrieben werden, die auf jeder Seite
der Symmetrieebene angeordnet sind. Jedes Paar in Eingriff stehender,
Zahnräder
arbeitet als separate Pumpe, unter dem eine Öffnung zum Ablegen angeordnet
ist. Die Anzahl der Öffnungen entspricht
dann der Anzahl von Masseklumpen, die in jeder, sich über die
Fördereinrichtung
erstreckenden Reihe abgelegt sind. Eine Düse ist typischerweise unter
jeder Öffnung
angeordnet, die jedem Klumpen die gewünschte Form verleiht. Die gewünschte Menge
der Masse in jedem Klumpen wird unter Verwendung von Vakuum bestimmt,
indem die Wellen und dadurch die Zahnräder ihre Drehrichtung umkehren. Ein
Drahtschneider könnte
auch unter der Reihe aus Öffnungen
angeordnet sein, wenn die Masse als extrudierte Stränge abgelegt
wird.
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Wenn
der bekannte Ablegetrog von Vorneherein zum Ablegen lediglich einer
einzelnen Art von Masse konstruiert ist, ist das Hilfsmittel auf
diesen Zweck festgelegt, da spätere
Modifikationen zum Ablegen von zwei oder drei Arten von Massen unmöglich sind.
Der Ableger muss einfach für
den beabsichtigten Zweck und die Anzahl der zu handhabenden Massen
ausgelegt sein. Die bekannte, zentrale Anordnung des Stroms zum
Ablegen der Masse, die durch die zentrale oder symmetrische Anordnung
der Dosiermittel mit den Doppelwellen mit den Zahnrädern erforderlich
ist, macht jede gleichzeitige, externe Dosierung anderer Massen
an demselben Zulieferpunkt an der Düse in einem späteren Stadium
unmöglich.
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Falls
die Möglichkeit
des Ablegens von mehr als einer Art von Masse oder auch von Bestandteilen erforderlich
ist, muss der bekannte Ableger einfach von Beginn an so aufgebaut
sein, dass er Partitionen für
die gewünschten,
typischerweise zwei oder drei, unterschiedlichen Massen oder Bestandteile,
die abzulegen sind, enthält.
Die erforderlichen zwei Zuführwalzen
und die darunter liegenden Dosiermittel für jede Masseart sind in jeder
Partitionierung oder separaten Kammern im Trog angeordnet, so dass
die Massen zu selben zentralen Ablegeöffnung oder Düse kanalisiert
werden, um Teil desselben Artikels oder Kuchens zu sein. Dann, falls
das Ablegen drei unterschiedlicher Arten von Massen erforderlich
ist, sind drei Paare aus Zuführwalzen
und die darunter liegenden Dosiermittel symmetrisch zur vertikalen Ebene
im Trog angeordnet. Die Bauweise wird teuer und die Konstruktion
wird voluminös
und schwer und schafft Probleme bei der Befestigung an der Produktionslinie
an erforderlicher Stelle. Das hohe Gewicht bedeutet, dass die Halterung
einen besonders stabilen Aufbau erfordert, da es zur Bewegung mit
der Fördereinrichtung
während
des Ablegens kommt und dadurch große kinetische Energie beteiligt
ist. Die Befestigung und Wiederanbringung der voluminösen Ablegeeinheit
zu Zwecken der Reinigung und Wartung ist auch beschwerlich. Falls
lediglich eine der Kammern während
der Herstellungsdauer verwendet wird, dann werden die zwei anderen
Kammern überflüssig und
schaffen aufgrund des zu hohen Gewichts und der Raumanforderungen
Nachteile.
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Ebenso
ist die bekannte Lösung
der Zahnräder
nicht besonders geeignet für
den Transport von Masse mit Bestandteilen. Die Zähne der gegenüberliegenden
Räder schaffen
einfach mehrere kleine Volumina, jedes davon ist nicht in der Lage,
größere Bestandteile,
wie Rosinen, Schokoladenstücke,
Früchte usw.,
aufzunehmen, welche dann gepresst, flach gedrückt oder sogar zerteilt werden.
Bestandteile werden auch zwischen der äußersten Spitze jedes Zahns
und dem Dosiergehäuse
gefangen, so dass die Bestandteile gemahlen oder zerkleinert werden.
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Wenn
die Umkehrtechnik der Wellen und Zahnräder verwendet wird, variiert
das abgetrennte Volumen der Masse von Zeit zu Zeit. Der bekannte Aufbau,
bei dem ein dreieckförmiges
Volumen der Masse immer zwischen den Zähnen und der Öffnung zurückbleibt,
schließt
jegliches sauberes Abschneiden an der Oberseite der Öffnung aus.
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EP 0 909 534 A2 offenbart
eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 zum Extrudieren von Teig. Die scheibenförmigen Rotoren
sind als flache Scheiben ausgebildet, die den Teig mittels Reibeinwirkung
in den Zwischenkanälen
zwischen den scheibenförmigen
Rotoren während
der Drehung transportieren. Dieser Aufbau sorgt für eine zunehmende
Kompression des Trogs vom Einlass in Richtung des Auslasses augrund
der Reibeinwirkung auf den Teig.
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Die
erfindungsgemäße Lösung ist
dadurch gekennzeichnet, dass der scheibenförmige Rotor als ein wellenförmiger Verdränger ausgebildet
ist.
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Der
scheibenförmige
Rotor ist als ein wellenförmiger
Verdränger
ausgebildet, der von einer ebenen Scheibe abweicht. In der zylindrischen
Kammer verläuft
die wellenförmige
Scheibe vor und zurück zwischen
den gegenüberliegenden
Seiten der Kammer, so dass separate Volumina um die Welle zum Transport
der Süßwarenmasse
oder des Teigs durch die Ablegeöffnung
geschaffen werden.
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Während der
Rotation wird die Masse zu den Dosiermitteln transportiert, in denen
die Rotoren die Masse sanft zu den Ablegeöffnungen weiter transportiert.
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Da
die Dosiermittel lediglich eine Welle anstatt zwei aufweisen, ist
gewährleistet,
dass die Dosiermittel asymmetrisch im Trog angeordnet werden können. Dadurch
wird es möglich,
den Trog mit einem anderen Trog zum Ablegen einer weiteren Masse
oder eines Bestandteils zu verbinden, falls erforderlich. Falls
dann lediglich eine Art von Masse für das Ablegen zu einem späteren Stadium
wieder erforderlich ist, kann der überschüssige Trog oder die Tröge einfach
wieder entfernt werden.
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Diese
Aufbauweise erweist sich als besonders optimal, wenn die Dosiermittel
am Übergang zwischen
den Boden des Trogs und einer der Längsseitenwände des Trogs angeordnet sind.
Dann kann die eine der Längsseitenwände des
Trogs, an der die Dosierung angebracht ist, vorteilhaft die Gestalt
einer im Wesentlichen flachen, vertikalen Oberfläche aufweisen, welche die Anbringung
eines weiteren Trogs oder einer Ablegeeinheit verbessert.
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Wenn
der Boden und die Seitenwand ein Teil des Gehäuses des Dosiermittels darstellen,
können die
Ablegeöffnungen
im Übergang
zwischen dem Boden und der Wand des Trogs angeordnet werden, so dass
die Masse an der darunter liegenden Düse mit einer oder mehreren
anderen Massen oder Bestandteilen aus einem optionalen, seitlich
angebrachten Trog oder einer Ablegeeinheit zusammengeführt werden
kann.
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Die
geschaffene Geometrie der Dosiermittel, mittels der der äußere Umfang
des Rotors die innere Oberfläche
des Dosiergehäuses
in einer wellenartigen, intermittierenden Bewegung kehrt, sorgt
dafür, dass
beliebige Masse mit einem Gehalt an Bestandteilen, die groß oder klein
oder weich oder hart sind, sicher in die Dosierkammern gekehrt wird,
diese sicher durch die Dosiermittel zusammen mit der Masse transportiert
werden und sicher an der Öffnung
abgelegt werden. Die gegenüber
dem Stand der Technik weniger und viel größeren Dosierkammern gewährleisten,
dass keine Beschädigung
an den Bestandteilen während
des Passierens des Rotorgehäuses
vorkommt.
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Wenn
die Masse die Ablegeöffnung
erreicht, kehrt der Umfang des Rotors wieder die Ablegeöffnung in
einer wellenförmigen,
intermittierenden Bewegung, was für ein sauberes und präzises Schneiden
der Masse bei jedem Ablegen sorgt. Dadurch wird die Dosiergenauigkeit
im Vergleich zu bekannten Lösungen
erheblich gesteigert, bei denen das dreieckförmige Volumen der Masse unter
den verzahnten Walzen unkontrollierbare, variierende Mengen freisetzt,
was eine Inkonsistenz hinsichtlich der Mengen der Masse, die tatsächlich auf
der Fördereinrichtung
abgelegt werden, hervorruft.
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Ebenso
weist die Dosierkapazität
der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ein riesiges Potenzial im Vergleich zum Stand der Technik mit dem
Paar aus verzahnten Walzen auf. Hat sich der erfindungsgemäße Rotor
um 5° gedreht,
wird dieselbe Menge an Masse abgelegt, wie bei einer Drehung der
verzahnten Walzen des Standes der Technik um 180°. Und darüber hinaus ist die Gesamtgröße jeder
erfindungsgemäßen Dosierkammer
nicht größer als
die Gesamtgröße beim
Gehäuse
des Standes der Technik. Dies bedeutet, dass das neue Dosiermittel
eine potentielle Kapazität
aufweist, die 36-mal größer als die
der vorbekannten Lösung
ist.
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Die
Form und Krümmung
der Wellenform des Rotors könnte
im Wesentlichen irgendeine innerhalb der erfindungsgemäßen Idee
sein, so lange sie einen gleichmäßigen und
glatten Verlauf aufweist.
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Eine
sinuswellenförmige
Ausgestaltung des Verdrängers,
der vier Wellen aufweist, die sich jeweils über 90° des Rotors erstrecken, hat
sich jedoch, als einfach und schnell herzustellen, erwiesen.
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Ebenso
im Bestreben, die Kompression der zu dosierenden Masse zu eliminieren,
hat sich die Lösung,
bei der die Wellen des Rotors durch im Wesentlichen gerade Linien,
die die oberen und unteren Scheitel der Wellen verbinden, geformt
werden, als überraschend
erfolgreich erwiesen. Insbesondere, wenn es bei der Handhabung des
Teigs von herausragender Wichtigkeit für das gebackene Endresultat ist,
dass das Gefüge
des Teiges während
des Ablegens möglichst
unverändert
beibehalten wird. Nur dann kann der Teig exakt das präzise Gefüge beibehalten,
wie es vom Bäcker
geschaffen und erwünscht ist.
Dies bedeutet, dass die Kompression des Teigs durch den Ableger
minimal sein muss. Es ist jedoch gut bekannt, dass der vorbekannte
Ableger, wie die zuvor beschriebenen, eine Einwirkung auf das Teiggefüge aufweisen,
dessen Umfang für
den speziellen, zu handhabenden Teigtyp nicht vorhersehbar ist und
was immer zu berücksichtigen
und zu kompensieren ist.
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Teste
mit einigen in der Backwarenindustrie meist verwendeten Teigtypen,
die mit der erfindungsgemäßen Lösung abgelegt
wurden, offenbarten, dass es tatsächlich zu keiner Kompression
der Teigmasse kam. So wurde mit der obigen, erfindungsgemäßen Lösung festgestellt,
dass das Dosiermittel beachtlich geringe oder verschwindende Auswirkung sogar
auf Massen hatte, die empfindlich gegenüber Scherung waren oder eine „kritisches" Gefüge hatten,
welches den gesamten Verlauf des Verfahrens bewahrt werden musste.
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Allgemein
auf Grundlage dieses Wissens und aufgrund intensiver Tests mit unterschiedlichen Massen
konnte dann geschlossen werden, dass der Rotor, wenn die Wellen
des Rotors durch im Wesentlichen gerade Linien, die die oberen und
unteren Scheitel der Wellen verbinden, im Wesentlichen keine Auswirkung
auf die Struktur des Teigs hat. Es konnte angenommen werden, dass
dieser Vorteil auch realisiert wird, wenn andere Arten von Massen wie
eine beliebige Art von Süßwarenmasse
gehandhabt werden.
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Ebenso
wurde bei dieser Lösung
die Verteilung der Bestandteile beim Passieren der Dosiermittel
beibehalten.
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Bei
Umdrehung der Welle könnte
die Winkelgeschwindigkeit gemäß der Größe des tatsächlichen Volumenabschnitts
an der Öffnung
reguliert werden, so dass der abgelegte Massestrang oder -Klumpen wie
gewünscht
geformt wird. Wenn ein Strang extrudiert wird, könnte die Winkelgeschwindigkeit
so eingestellt werden, dass der Strang eine konstante Breite aufweist
oder dass ein konstantes Volumen der Masse pro Zeiteinheit abgelegt
wird. Ebenso könnte die
Winkelgeschwindigkeit weniger und weniger und schließlich umgekehrt
eingestellt werden, wenn ein Klumpen abgelegt wird, um eine tropfenförmige Gestalt
zu erreichen. Mit einem Versuch-und-Irrtum-Test ist eine beliebige Ausgestaltung
erreichbar.
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Die
Erfindung wird nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsformen
sowie anhand der Figuren erläutert,
in denen
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1 schematisch
in perspektivischer Ansicht eine erfindungsgemäße Vorrichtung und eine darunter
liegende Fördereinrichtung
zeigt, auf die die Masse kontinuierlich in Reihen abgelegt wird,
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2 in
vertikalem Schnitt die Vorrichtung aus 1 zeigt,
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3 schematisch
und in perspektivischer Ansicht und teilweise im Schnitt das längliche
Dosiermittel aus 1 zeigt,
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4 schematisch
in perspektivischer Ansicht und teilweise im Schnitt eine der Dosierkammern
aus 3 zeigt,
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5 schematisch
in perspektivischer Ansicht die einzelne Welle mit mehreren Rotoren
des Dosiermittels, das in 3 offenbart
ist, zeigt,
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6 zwei
unterschiedliche Ausgestaltungen des Musters des Umfangs des wellenförmigen Rotors
zeigt,
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7 in
vertikalem Schnitt zwei erfindungsgemäße Vorrichtungen gemäß 1 zeigt,
die spiegelbildlich Seite an Seite angebracht sind, und
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8 in
vertikalem Schnitt eine weitere Ablegeeinheit zu Dekorierungszwecken
zeigt, die an der Seite der erfindungsgemäßen Vorrichtung aus 1 angebracht
ist.
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Die
erfindungsgemäße Vorrichtung 1,
die schematisch in 1 veranschaulicht ist, umfasst ein
oberes Teil, den länglichen
Trog 2, welcher die essbare, abzulegende Masse enthält. Wenn
die abzulegende Masse gekneteter Teig ist, wird er typischerweise
in den Trog als große
Klumpen verbracht. Jedoch könnte
die Masse auch kontinuierlich über Röhren dem
Trog zugeführt
werden, wenn sie ausreichendes Fließvermögen, wie zum Beispiel flüssige Schokolade,
hat. Das untere Teil der Vorrichtung umfasst das Dosiermittel 3.
Die essbare Masse wird auf einem darunter liegenden Förderband 4 abgelegt. Bei
dem offenbarten Beispiel wird die Masse als Klumpen 5 der
Masse folglich in Reihen auf dem Band 4 abgelegt während die
Fördereinrichtung
das Band nach jedem Dosiervorgang weiter bewegt. Das Förderband 4 könnte kontinuierlich
weiter bewegt werden oder mit intermittierenden Start-Stop-Bewegungen.
Die Masse ist typischerweise Süßware oder Teig.
Die Vorrichtung wird durch einen schematisch offenbarten Stützrahmen 6 gelagert.
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Die
Reihen aus Klumpen 5 der Masse werden weiter zu einem Backofen
transportiert, wenn es sich um Teig handelt, und möglicherweise
weiter zu Stationen, bei denen eine abschließende Bearbeitung mit Dekorationsmassen,
wie mit Schokolade oder mit Schokolade-ähnlichen Rezepturen, erfolgt. Wenn
die Masse Süßware, wie
Toffee, Karamell oder Schokolade oder Schokolade-ähnliche
Masse ist, dann wird die Masse typischerweise zu Formgebungszwecken
in darunter liegende Formgebungshohlräume oder direkt auf die Fördereinrichtung
abgelegt, wie es in 1 und 2 gezeigt
ist.
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In
dem länglichen
Trog 2 ist wenigstens eine Walze, bei dem in 2 dargestellten
Beispiel zwei offenbarte Walzen 7, 8 zum Transport
der Masse in Richtung des Bodens 9 des Trogs 2,
angeordnet. In dem Trog 2 ist ein Dosiermittel 3 angeordnet,
dass sich Längsrichtung
am Boden 9 des Trogs 2 erstreckt.
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Das
Dosiermittel 3 umfasst eine einzelne, schematisch offenbarte
und sich in Längsrichtung
erstreckende Welle 10. Bei der dargestellten Ausführungsform
umfasst das Dosiermittel 3 mehrere zylindrische Dosierkammern 11,
welche in einer Linie mit der Welle 10 als eine gemeinsame
Welle angeordnet sind, wie in 3.
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Die
Walzen 7, 8 und die gemeinsame Welle 10 des
Dosiermittels 3 werden durch einen nicht dargestellten
Motor und ein Getriebe angetrieben.
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Das
Dosiermittel 3 umfasst eine sich in Längsrichtung erstreckende Bodenplatte 12 mit Öffnungen 13 für das Ablegen
der Masse durch Düsen 14.
Alle Teile des Dosiermittels sind in einem Gehäuse 15 aufbewahrt.
Die Düsen 14 könnten unterschiedliche
Formen und Querschnitte aufweisen, so dass unterschiedliche Querschnitte
der abgelegten Masse erreicht werden.
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Jede
Dosierkammer 11 ist zylindrisch, und in jeder Kammer ist
ein scheibenförmiger
Rotor 16 angeordnet, der als ein wellenförmiger Verdränger ausgebildet
ist, der durch die gemeinsame, sich in Längsrichtung erstreckende Welle 10 in
Drehung versetzt wird. Während
der Drehung wird die Masse zum Dosiermittel 3 transportiert,
in welchem die Rotoren 16 die Masse sanft an die Ablegeöffnungen 13 bewegen.
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Die
einzelnen Dosierkammern 11 sind hinsichtlich Gestalt und
Aufbau identisch. Jede Kammer 11 ist durch zwei identische
Halbschalen 17, 18 umgeben, wie es in 4 offenbart
ist.
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Der
Rotor 16 jeder Kammer 11 ist zwischen den zwei
Halbschalen 17, 18 angeordnet. Die Halbschalen 17, 18 werden
im gemeinsamen Gehäuse 15 aufbewahrt,
wie es in 3 dargestellt ist.
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Eine
Verschlussplatte 19 ist so angeordnet, dass sie in Längsrichtung
und Radialrichtung durch jede Dosierkammer 11 verläuft, um
die Saugseite von der Druckseite der Dosierkammer 11 zu
trennen, wie es in 4 dargestellt ist. Die Verschlussplatte 19 ist in
Nocken 20, 21 in den Halbschalen 17, 18 angeordnet.
Die Verschlussplatte 19 umfasst ferner einen Nocken 22 in
den der Rotor 16 eingreift und gleitet, so dass die Verschlussplatte 19 durch
den wellenförmigen
Rotor 16 in eine Hin- und Herbewegung versetzt wird.
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Die
Rotoren 16 sind alle auf der gemeinsamen Welle 10 angeordnet,
wovon ein Teil schematisch in 5 dargestellt
ist. Typischerweise werden die Rotoren 16 und die Welle 10 durch
Formfräsen
eines Stücks
hergestellt.
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Die
Rotoren 16 sind unebene Scheiben, die als wellenförmige Verdränger ausgestaltet
sind.
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Bei
der in den 4 und 5 dargestellten Ausführungsform
sind die Wellen jedes scheibenförmigen
Rotors 16 aus im Wesentlichen gerade Linien (X) gebildet,
die die oberen Scheitel (T) und die unteren Scheitel (S) der Wellen
verbinden. Dies ist in Beispiel A der 6 offenbart,
wobei das Muster des Umfangs des wellenförmigen Rotors dargestellt wird.
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Teste
mit einigen in der Backwarenindustrie meist verwendeten Teigtypen,
die mit der erfindungsgemäßen Lösung des
Beispiels A abgelegt wurden, ergaben, dass es tatsächlich zu
keiner Kompression der Teigmasse kam. So wurde mit der obigen, erfindungsgemäßen Lösung festgestellt,
dass das Dosiermittel beachtlich geringe oder verschwindende Auswirkung
sogar auf Massen hatte, die empfindlich gegenüber Scherung waren oder eine „kritisches" Gefüge hatten,
welches den gesamten Verlauf des Verfahrens bewahrt werden musste.
Es konnte angenommen werden, dass dieser Vorteil auch realisiert wird,
wenn andere Arten von Massen wie eine beliebige Art von Süßwarenmasse
gehandhabt werden.
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In 6 ist
auch ein Beispiel B offenbart, bei dem die Wellen sinusförmig sind.
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Allgemein
auf Grundlage intensiver Tests wurde herausgefunden, dass ein allgemein
wellenförmiger
Rotor Massen mit Bestandteilen ohne Beschädigung der Bestandteile handhabt,
unabhängig davon,
ob die Form des Rotors wie in Beispiel A oder wie in Beispiel B
oder dazwischen ist.
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Während der
Umdrehung der Welle 10 ist die Dosierung aktiv, und der äußere Umfang 23 des
Rotors 10 kehrt sanft über
die innere Oberfläche 24 der Dosierkammer 11 in
einer wellenförmigen,
intermittierenden Bewegung. Dies gewährleistet, dass beliebige Masse
mit Bestandteilen, die groß oder
klein oder weich oder hart sind, sicher in die Dosierkammer 11 gekehrt
wird, diese zusammen mit der Masse durch die Kammer transportiert
werden und sicher an den Ausgebeöffnungen 13 ausgegeben
werden.
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Der
wellenförmige
Rotor 16 aus 5 teilt die Dosierkammer 11 in
vier Hauptkapseln, die den Transport der Masse und der Bestandteile
durch die Dosierkammer bewirken. Dies sichert eine große Kapazität im Vergleich
zum Stand der Technik.
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Ebenso,
wenn die Masse die Ablegeöffnung 13 erreicht,
kehrt der Umfang 23 des Rotors 16 wieder die Ablegeöffnung 13 in
einer wellenförmigen,
intermittierenden Bewegung, wodurch eine präzise Aufteilung der Masse bei
jedem Ablegen geschaffen wird. Dann wird die Dosiergenauigkeit im
Vergleich zu den bekannten Lösungen
erheblich verbessert, bei denen ein dreieckförmiges Volumen der Masse unter
den verzahnten Walzen und über
der Ablegeöffnung
unkontrollierbare, variierende Mengen freisetzt, was eine Inkonsistenz
hinsichtlich der Mengen der Masse, die tatsächlich auf der Fördereinrichtung abgelegt
werden, hervorruft.
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Da
das Dosiermittel lediglich eine Welle anstatt zwei wie bei manchem
Stand der Technik aufweist, ist gewährleistet, dass das Dosiermittel
asymmetrisch im Trog angeordnet werden kann. Dadurch wird es möglich, einen
Trog 25 mit einem anderen Trog 26, wie in 7 dargestellt
ist, zum Ablegen einer weiteren Masse oder von weiteren Bestandteilen bei
Bedarf zu verbinden. Falls dann lediglich eine Art von Masse in
einem späteren
Stadium wieder für
das Ablegen erforderlich ist, dann wird der überflüssige Trog 26 oder
die Tröge
einfach wieder entfernt. Wie in 7 offenbart,
sind der Trog 25 und der spiegelbildliche, seitlich montierte
Trog 26 vorteilhaft identisch. Eine gemeinsame Platte 27 für die Düsen 28 könnte angeordnet
werden.
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In 8 ist
eine weitere Vorrichtung offenbart, bei der der Trog 26 aus 7 durch
eine Ablegeeinheit 29 zu Dekorierungszwecken ausgetauscht wurde,
die an der Seite der erfindungsgemäßen Vorrichtung angebracht
ist. Die Einheit 29 könnte
Zucker, Schokolade oder beliebige Masse zum Zweck des Dekorierens
ablegen. Die Einheit 29 könnte jedoch auch Marmelade
oder Ähnliches
ablegen.