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Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft im Allgemeinen ein Gerät zum kontrollierten
Herablassen, das zur Verwendung auf Industrie- oder Freizeitschauplätzen vorgesehen
ist. Insbesondere auf Industrieschauplätzen wird die vorliegende Erfindung zur
Notrettung oder Evakuation von Personal aus einer Höhe verwendet,
indem sie mit einer kontrollierten Geschwindigkeit abgesenkt und
in Sicherheit gebracht werden. Auf Freizeitschauplätzen, wie
zum Beispiel dem Klettern auf künstlichen
Felswänden, dient
es als ein Freihandsicherungsgerät,
das einen Kletterer mit einer kontrollierten Geschwindigkeit zum
Boden absenkt.
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Hintergrund der Erfindung
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Geräte zum kontrollierten
Herablassen verschiedener Arten sind in der allgemeinen Industrie als
Komponente in Rettungs- und
Evakuationssystemen auf Gebäuden,
Brücken,
Türmen,
Kranbäumen, Leitern,
Dächern
und Tanks und in einer Vielzahl von Schauplätzen, einschließlich der
Produktion, dem Bau, einem Ölfeld,
einer Raffinerie und der Wartung verwendet worden. Ein Beispiel
eines solchen Geräts wird
zur Zeit von Rose Manufacturing unter dem Produktnamen Dynescape®-Herablasser
produziert.
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Wie
in den 1–3 gezeigt
ist, ist der Dynescape®-Herablasser ein Gerät 100 zum kontrollierten
Herablassen, das hauptsächlich
aus einem Stahlgehäuse 101 mit
einer Halteklammer 120, einer inneren, federbelasteten
Trommel 103, um die eine Drahtleine 102 gewickelt
ist, und einem Karabinerhaken 105 auf der Leine zum Anbringen
eines Ganzkörpergurtes
(nicht dargestellt), der vom Benutzer getragen wird, besteht. An
dem Gehäuse 101 ist
ein Zentrifugalbremsmechanismus 107 angebracht, der auf die
Trommel 103 wirkt, um die Geschwindigkeit des Herablassens
zu begrenzen. Die Drahtleine 102 führt um eine Rolle 123 und
durch eine Düse 104,
bevor sie aus dem Gehäuse 101 austritt.
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Während des
Herausziehens der Leine durch Krafteinwirkung erzeugt die Leine,
die um die Trommel 103 herumgewickelt ist, ein Moment,
das bewirkt, dass sich die Trommel 103 um ihre Achse 108 dreht.
Während
des Zurückziehens
der Leine wirkt eine Feder 106 mit konstanter Kraft, die
in der Richtung des Zurückziehens
vorgespannt ist, auf die Trommel 103 und bewirkt, dass
sie sich in der Richtung dreht, in der die Leine um die Trommel 103 läuft. Ein
Zentralrad 109, das fest an der Trommel 103 befestigt
ist, dreht sich mit der Trommel 103. Das Zentralrad 109 ist
mit einem Ritzel 110 im Eingriff. Die Drehachse des Ritzels 110 ist
an dem Zentrifugalbremsmechanismus 107 ausgerichtet. Das
Ritzel 110 ist mit einer Ritzelwelle 111 verbunden
und ist in so einer Weise verbunden, dass sich beide zusammen drehen,
wenn die Rotation in der Richtung während des Herausziehens der
Leine erzeugt wird. Während
des Zurückziehens
der Leine bleiben die Ritzelwelle 111 und das Ritzel 110 ungekoppelt,
so dass sich das Ritzel 110 frei auf der Ritzelwelle 111 dreht
und die Ritzelwelle 111 stationär bleibt. Durch diese Wechselwirkung
des Ritzels 110 und der Ritzelwelle 111 greift
der Zentrifugalbremsmechanismus nur während des Herausziehens der
Leine ein, um sich zu drehen.
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Die
Ritzelwelle 111 wird von zwei Wälzlagern 112 getragen
und ist fest mit einer Bremsnabe 113 verbunden. Drei Zylinderstiftspeichen 114 stehen
axial von der Nabe vor und greifen in drei Bremsbacken 115 ein.
Die Bremsbacken 115 sind aus bogenförmigen Stahlmassen gebildet,
wobei ein Bremsbelagmaterial 121 mit ihren äußeren Flächen verbunden ist.
Das Ende jeder Speiche 114 ist in einer Bohrung 122 angeordnet,
die in den Bremsbacken 115 zentral angeordnet ist. Die
Bohrung 122 weist ein Übermaß in Bezug
auf den Speichendurchmesser auf, wodurch sie eine Spielpassung bereitstellt,
die sowohl axiale als auch rotatorische Freiheitsgrade der Bremsbacken 115 in
den Begrenzungen des Bremsengehäuses 116 erlaubt.
Die drei Bremsbacken 115 sind in einem Bremsengehäuse 116 mit
einem zylindrischen Inneren 117 untergebracht. Während des Bremsens
passt diese zylindrische Fläche 117 mit dem
Belagmaterial 121 der gebogenen Bremsbacken zusammen. Während des
Herausziehens der Leine drehen sich das Ritzel 110, die
Ritzelwelle 111, die Nabe 113, die Speichen 114 und
die Bremsbacken 115 alle gleichzeitig innerhalb des Gehäuses. Während sich
die Bremsbacken 115 mit einer ausreichenden Winkelgeschwindigkeit
drehen, werden sie aufgrund der Zentripetalbeschleunigung nach außen gedrückt, entlang
der Achsen der Speichen 114, in Richtung des Bremsengehäuses 116.
Die Zentripetalbeschleunigung, die auf die Bremsbacke 115 wirkt, drückt die
Bremsbacke 115 gegen die zylindrische Fläche 117 des
Gehäuses,
wodurch eine Reibung erzeugt wird, die dem Herausziehen der Leine
entgegensteht. Die Reibungskraft wird durch die nach außen gerichtete
Wirkung der Bremsbacken 115 erhöht. Weil die Bohrung 122 in
der Bremsbacke ein Übermaß in Bezug
auf die Speiche 114 aufweist, wird die Backe 115 kippen,
wenn sie in Gleitkontakt mit dem Bremsengehäuse 116 ist. Dieses
Kippen drückt das
führende
Ende der Backenbremsfläche
nach außen
in Richtung des Gehäuses 116,
wobei die Bremsreibungskraft erhöht
wird.
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Wie
vorher erwähnt
wurde, erlaubt der Mechanismus, der die Ritzelwelle 111 mit
dem Ritzel 110 verbindet, nur in einer Richtung eine relative
Drehung zwischen diesen beiden Komponenten. Die Ritzelwelle 111 weist
einen rechteckigen Schlitz (siehe 3) auf,
der senkrecht zu ihrer Achse eingeschnitten ist. Dieser Schlitz
enthält
einen Gleitschlüssel 118 mit
zwei Enden. Der Schlüssel
wirkt mit einem inneren Nockenprofil 119 zusammen, das
in die Schulter des Ritzels eingeschnitten ist. Das Nockenprofil 119 weist
in einer Richtung eine Ratschenform mit drei hohen Punkten, drei
niedrigen Punkten und drei Stufen auf. Diese Form erzeugt einen
erzwungenen Eingriff des Gleitschlüssels 118 gegen die
Ratschenstufe, wenn die Rotation des Ritzels in die Richtung des Herausziehens
der Leine gerichtet ist. Der hohe Punkt des Profils drückt gegen
ein Ende des Gleitschlüssels 118,
so dass das entgegengesetzte Ende in den niedrigen Punkt und gegen
die Ratschenstufe auf der gegenüberliegenden
Seite des Nockenprofils gedrückt
wird. Während
des Zurückziehens
der Leine ermöglichen
ein Freiwinkel an dem Schlüssel 118 und
das Nockenprofil 119, dass der Schlüssel im Schlitz vor- und zurückflattert,
ohne in die Stufe des Nockenprofils 119 einzugreifen. Das
Ritzel 110 kann sich dadurch während des Zurückziehens
der Leine frei um die Ritzelwelle 111 drehen, wobei der
Bremsmechanismus von der Trommel 103 abgekoppelt bleibt.
Während
des Herausziehens der Leine bleibt das Ritzel 110 rotierend
auf der Ritzelwelle 111 befestigt, wobei der Bremsmechanismus
eingreift, um sich zu drehen, während
sich die Trommel 103 dreht.
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Da
der Dynescape®-Herablasser
für einen Notgebrauch
vorgesehen ist, ist er typischerweise keinem längeren Gebrauch ausgesetzt.
Während
eines längeren
Gebrauchs könnte
es nötig
sein, dass Komponenten des Dynescape®-Herablassers
aufgrund von er höhtem
Verschleiß ersetzt
werden müssen.
Der Gleitschlüssel 118 kann
während
eines längeren
Gebrauchs durch das Nockenprofil abgenutzt werden. Der Gleitschlüssel 118 kann
auch gebogen oder deformiert werden, wenn er einer schlagartigen Belastung
ausgesetzt wird. Eine schlagartige Belastung kann bei Freizeitanwendungen
auftreten, wenn eine Kletterer versucht, zu einem Halt zu springen, der
außerhalb
seiner Reichweite ist, und an der Leine frei fällt. So ein längerer Gebrauch
oder ein Missbrauch wird schließlich
zu einer beeinträchtigten Leistung
des Bremsmechanismus führen,
der sowohl während
des Zurückziehens
als auch während
des Herausziehens der Leine eingreifen kann.
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Daher
besteht ein Bedarf für
eine robustere Konstruktion, die einem wiederholten Gebrauch und einer
schlagartigen Belastung standhält
und deren Komponenten unempfindlich gegen Verschleiß während eines
längeren
Gebrauchs sind.
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Ein
weiteres Merkmal des Dynescape®-Herablassers ist, dass
die Leine 102 ein Drahtseil ist. Über einen längeren Gebrauch neigt diese
Drahtseilleine 102 zum Aufdrehen (Auftrennen oder Knicken). Es
wird empfunden, dass das Aufdrehen ein Ergebnis des Leinenmaterials
und der Art ist, in der die Leine auf die Trommel aufgeschichtet
ist. Weil die Leine nicht in auf einander folgenden Schichten gestapelt ist,
und sich überkreuzen
kann, kann sie sich verklemmen und gegen sich selbst reiben, während sie während des
Zurückziehens
und Herausziehens der Leine auf die Rolle auf- und von ihr abgewickelt
wird. Außerdem
ist die Drahtleine 102, da sie ein steifes Element ist,
nicht in der Lage, in dem Fall, dass ein Benutzer sich an einer
losen Leine im freien Fall befindet, eine beträchtliche Energie zu absorbieren.
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Daher
besteht ein weiterer Bedarf, eine Leine zu entwickeln, die nicht
zum Ausdrehen neigt, und die in der Lage ist, während eines Falls des Benutzers
als Stoßdämpfer zu
dienen. Ein weiterer Bedarf besteht für eine im Feld ersetzbare Leine,
die ermöglicht,
dass eine abgenutzte oder schlecht gewordene Leine durch eine neue
Leine ersetzt wird, ohne dass das Gerät zur Fabrik zurückgebracht
werden muss.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung umfasst ein Gerät zum kontrollierten Herablassen
zum Gebrauch auf Industrie- oder Freizeitschauplätzen zum Herablassen eines
Benutzers zum Boden mit einer kontrollierten Geschwindigkeit.
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Ebenso
wie das Gerät
Dynescape®-Herablasser
schließt
das erfindungsgemäße Gerät zum kontrollierten
Herablassen ein Stahlgehäuse
ein, das eine Leine enthält,
die um eine federbelastete Trommel gewickelt ist. Die Leine wird
durch eine Düse
aus dem Gehäuse
herausgeführt.
Ein Schnapphaken oder Karabiner am freien Ende der Leine wird verwendet,
um einen Ganzkörpergurt
daran anzubringen, der vom Benutzer getragen wird. Eine Feder mit konstanter
Rückzugskraft
wirkt auf die Trommel, um die Leine in das Gehäuse zurückzuziehen, während der
Benutzer hochsteigt oder wenn die Leine entlastet wird. Ein zentrifugaler
Bremsmechanismus greift in die Trommel ein, um eine Widerstandskraft
zu erzeugen, wenn die Leine herausgezogen wird. Dieser Bremsmechanismus
verlangsamt die Geschwindigkeit beim Herablassen eines Benutzers
durch Laufenlassen der herausgezogenen Leine mit kontrollierter
Geschwindigkeit.
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Der
erfindungsgemäße Bremsmechanismus ist
in der Funktion dem des Geräts
Dynescape® ähnlich,
jedoch sind das Ritzel, die Ritzelwelle und die Bremsnabe jeweils
modifiziert worden. Das Ritzel, der Gleitschlüssel und die Ritzelwelle sind
durch ein einziges Ritzel mit einer Welle ersetzt worden. Die Bremsnabe
ist nicht mehr fest mit der Welle verbunden. Stattdessen wird die
Nabe durch ein Einweg-Wälzlager
auf der Welle getragen. Das Einweg-Wälzlager, das die Welle mit
der Nabe verbindet, ermöglicht
ein Eingreifen des Bremsmechanismus nur während des Herausziehens des
Kabels. Während
des Zurückziehens
wird sich das Ritzel mit der Welle frei drehen, während die
Nabe, die Speichen und die Bremsbacken stationär bleiben. Das Ritzel mit der
Welle und das Einweg-Wälzlager
sind während
eines längeren
Gebrauchs unempfindlich gegen Verschleiß.
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Die
erfindungsgemäße Leine
ist aus einem flachen Gewebematerial wie zum Beispiel Nylon aufgebaut,
das in auf einander folgenden Schichten um die Trommel gewickelt
ist. Weitere geeignete Materialien schließen Polyester oder jedes Gewebe
mit ähnlichen
elastischen Eigenschaften ein, das eine Mindestbruchdehnung von
20% aufweisen. Die Verwendung des Gewebes in dieser Anordnung hat mehrere
Vorteile gegenüber
einer Drahtleine. Da sich Nylongewebe oder Ähnliches unter Belastung dehnen
wird, dient das Gewebe als Stoßdämpfer in
dem Fall, dass ein Kletterer in freiem Fall an einer entspannten
Leine fällt.
Die Art, in der das Gewebe in auf einander folgenden Schichten um
die Trommel gewickelt ist, dient ebenfalls als Stoßdämpfermechanismus.
Während
der Arretierung bei freiem Fall zieht die Spannung auf die Leine
die Wicklungen des Gewebes fester um die Trommel. Die Reibung zwischen den
auf einander folgenden Schichten des Gewebes absorbiert die Energie
eines Falls. Auf diese Weise wirkt das Gewebe auf der Trommel als
ein effizien ter Stoßdämpfer, wenn
die Leine vollständig
abgerollt ist oder wenn die Leine vollständig zurückgezogen ist. Wenn sie vollständig abgerollt
ist, absorbiert die Dehnung der herausgezogenen Leine unter Last
die Energie eines Falls. Wenn sie vollständig zurückgezogen ist, absorbieren
die Wicklungen um die Trommel die Energie eines Falls.
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Da
die erfindungsgemäße gewebte
Leine empfindlich gegenüber
Abrieb und Verschleiß ist, kann
die vorliegende Erfindung vorzugsweise eine Verbindung einschließen, die
ermöglicht,
dass eine verschlissene oder schlecht gewordene Leine entfernt wird
und vom Benutzer im Feld wieder eine neue Leine angebracht wird.
Dadurch wird vermieden, dass das Gerät zur Fabrik zurückgebracht
werden muss, um die Leine austauschen zu lassen.
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Somit
kann man sehen, dass ein verbessertes Gerät zum kontrollierten Herablassen
bereit gestellt wird, dessen Bremskomponenten weniger zum Verschleiß neigen
und dessen Leine verbesserte Stoßdämpfereigenschaften vorsieht
und im Feld austauschbar ist.
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Kurzbeschreibung der Zeichnungen
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Eine
darstellende und momentan bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist
in den beigefügten
Zeichnungen gezeigt, in denen:
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1 eine
Vorderansicht des Dynescape®-Herablassers, teilweise
im Schnitt, nach dem Stand der Technik ist;
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2 eine
Querschnittsansicht entlang der Linie C-C der 1 ist;
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3 eine
teilweise Querschnittsansicht entlang der Linie B-B der 2 ist;
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4 eine
Vorderansicht, teilweise im Schnitt, der vorliegenden Erfindung
ist;
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5 eine
Querschnittsansicht entlang der Linie C-C der 4 ist;
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6 eine
Querschnittsansicht entlang der Linie D-D der 5 ist,
die ein Einweg-Lager vom Freilauftyp ist;
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7 eine
Querschnittsansicht entlang der Linie D-D der 5 ist,
die ein Einweg-Lager vom Schrägrollentyp
zeigt;
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8 eine
Vorderansicht der vorliegenden Erfindung ist, die die bevorzugte
Ausführungsform des
im Feld austauschbaren Merkmals zeigt;
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9 eine
Vorderansicht der vorliegenden Erfindung ist, die eine zweite Ausführungsform
des im Feld austauschbaren Merkmals zeigt;
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10 eine
Vorderansicht der vorliegenden Erfindung ist, die eine dritte Ausführungsform
des im Feld austauschbaren Merkmals zeigt.
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Ausführliche Beschreibung der Erfindung
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Das
erfindungsgemäße Gerät 10 zum
kontrollierten Herablassen, das in den 4 bis 10 gezeigt
ist, umfasst ein Stahlgehäuse 1,
das eine Leine 23 enthält,
die einen Karabiner 5 oder Ähnliches an einem Ende aufweist,
das um die Trommel 24 gewickelt ist. Eine Rückzugsfeder 6 mit
konstanter Kraft stellt eine Kraft auf die Trommel 24 bereit,
um die Leine 23 in das Gehäuse 1 zurückzuziehen.
Ein zentrifugaler Bremsmechanismus 7, wie der Bremsmechanismus
des Dynescape®-Herablassers
ist an dem Gehäuse
angebracht und greift in die Trommel ein, um eine Widerstandskraft
zu erzeugen, wenn die Leine herausgezogen wird. Die bevorzugte Ausführungsform
des Bremsmechanismus 7 schließt eine Bremsnabe 13 ein,
drei Speichen 14, Bremsbacken 15 und ein Bremsgehäuse 16,
die dem Dynescape®-Herablasser in Form und
Funktion ähnlich
sind. Ein Ritzel mit einer Welle 29 wird von zwei Wälzlagern 12 auf
dem Bremsengehäuse 16 getragen.
Die Bremsnabe 13 wird von einem Einweg-Wälzlager 21 und
einem zusätzlichen
Lager 12a auf der Welle getragen.
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Dieses
Einweg-Lager 21 kann eines von mehreren Arten hergestellter
Mechanismen sein, wie zum Beispiel die, die handelsüblich bei
Morse und Formsprag® erhältlich sind, die eine Drehbewegung in
einer Richtung und eine feste Bewegung in der entgegengesetzten
Richtung erzeugen, wie zum Beispiel Rückhalte-, Kupplungs- oder Teilungs-Lager, schrägartige
Wälzlager
oder Freilaufkupplungen und Freilaufkupplungs-/-wälzlagerkombinationen.
Speziell das Einweg-Lager ermöglicht
eine Drehung seines inneren Laufrings relativ zu seinem äußeren Laufring
in einer Richtung. Wenn sie in entgegengesetzter Richtung gedreht
werden, bleiben die beiden Laufringe fest in Bezug auf einander,
wobei sie sich gemeinsam drehen.
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Das
Lager 35 vom Freilauftyp, das in 6 dargestellt
ist, enthält
eine Reihe von federbelasteten Freiläufen 36, die sich
zwischen den inneren 37 und äußeren 38 Lagerlaufringen
befin den und mit ihnen in Kontakt sind. Wenn die Drehung des äußeren Laufrings 38 relativ
zum inneren Laufring 37 in einer Richtung erfolgt, nocken
diese Freiläufe 36 ein,
wobei der innere Laufring 37 gegen den äußeren Laufring 38 gesperrt
wird. Wenn die Drehung in entgegengesetzter Richtung erfolgt, nocken
diese Freiläufe
aus, wobei ermöglicht
wird, dass sich der innere Laufring 37 relativ zum äußeren Laufring 38 dreht. Freilaufartige
Lager 35 weisen häufig
einen Satz von Rollen 42 auf, die neben den Freiläufen angeordnet sind,
wie in 5 gezeigt ist. Diese Rollen stellen eine Konzentrizität bereit
und erzeugen eine gleichmäßige Rollbewegung
zwischen den Laufringen.
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Das
schrägrollenartige
Lager 40, das in 7 dargestellt
ist, enthält
eine Anordnung von Kugeln oder Rollen 41, die sich zwischen
den inneren Laufringen 37 und den äußeren Laufringen 38 befinden
und mit ihnen in Kontakt sind. Die Fläche des inneren Laufrings 37 ist
schräg 39,
so dass die Kugeln oder Rollen 41 während der Drehung in einer
Richtung die Schrägen 39 hinauf
rollen und in der entgegengesetzten Richtung die Schrägen 39 herunter
rollen. Während
die Kugeln oder Rollen 41 die Schrägen hinauf rollen, klemmen
sie sich zwischen dem inneren 37 und dem äußeren 38 Laufring
fest, wodurch eine relative Drehung zwischen den inneren 37 und den äußeren 38 Laufringen
verhindert wird. Während die
Kugeln oder Rollen die Schrägen 39 herab
rollen, lösen
sie sich und stellen eine Lücke
bereit, damit der äußere Laufring 38 relativ
zum inneren Laufring 37 rollt, wie bei einem Standardwälzlager.
Das Einweg-Wälzlager 21,
das die Welle 29 mit der Nabe 13 verbindet, ermöglicht nur
während
des Herausziehens der Leine einen Eingriff des Bremsmechanismus.
Während
des Zurückziehens
der Leine wird sich das Ritzel mit der Welle 29 frei drehen,
während die
Nabe 13, die Speichen 14 und die Bremsbacken 15 stationär bleiben.
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Die
Leine 23 der vorliegenden Erfindung ist aus einem flachen
Gewebe gebildet, vorzugsweise aus Nylonmaterial. Die Trommel 24,
auf die die Leine 23 gewickelt ist, weist Seitenwände auf,
die etwas weiter als die Gewebebreite von einander beabstandet sind,
so dass sich die Leine 23, wenn die Leine 23 auf
die Trommel 24 gewickelt wird, in auf einander folgenden
Schichten stapelt. Die Leine 23 läuft durch eine Düse 25,
während
sie das Gehäuse 1 verlässt. Die
Düsenöffnung ist
etwas größer dimensioniert
als der Querschnitt des Gewebes. Diese Form ist konstruiert, um
das Gewebe in auf einander folgenden Schichten auf die Trommel 24 zu
wickeln. Das Gewebe läuft
auch quer über
eine zylindrische Rolle 26 zwischen der Düse 25 und
der Trommel 24. Die Rolle 26 hilft, das Gewebe 23 zurückzuführen und
es flach auf die Trommel 24 zu legen.
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Die
erfindungsgemäße Leine 23 kann
auch im Feld austauschbar sein, wie in den 8–10 gezeigt
ist. Die im Feld austauschbare Leine umfasst einen inneren Teil
der Leine 27, der dauerhaft an der Trommel befestigt ist
und einen distalen Teil der Leine 28, der aus dem Gehäuse herausführt und
austauschbar ist. Die Enden eines jeden Teils sind durch eine Verbindung
verbunden. Die Enden des Gewebes sind in Schlaufen 29 genäht. In der
bevorzugten Ausführungsform,
die in 8 gezeigt ist, enthalten die Schlaufen 29 jeweils
einen Stahlzylinder 30, der so ausgerichtet ist, dass er
mit seinem Durchmesser das Gewebe trägt. Ein Bolzen 31 führt durch
ein Loch, das in dem oberen Teil jeder Schlaufe 29 gebildet
ist, und durch jeden Zylinder. Die Verbindung, einschließlich der
beiden Zylinder 30 weist eine Breite auf, die identisch
mit der Breite des Gewebes ist.
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Die
Form der Verbindung erleichtert es, dass sie in die Trommel passt
und sich flach und ordentlich unter die anderen Schichten des Gewebes
auf die Trommel legt. Um die Leine auszutauschen, entfernt ein Benutzer
die Düse 25 und
zieht die gesamte Leine aus dem Gehäuse heraus bis sich die Verbindung außerhalb
des Gehäuses
befindet. Der Benutzer löst dann
den austauschbaren Teil der Leine durch Entfernen des Bolzens 31,
der die Zylinder verbindet. Eine neue Düse 25, Leine 23,
Zylinder 30 und Bolzen 31 werden dann verbunden,
wobei die verschlissenen Komponenten ausgetauscht werden. Die Leine 23 wird
dann zum Gehäuse
zurückgeführt und
die neue Düse 25 wird
wieder angebracht.
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Es
wird überlegt,
dass jedes Mittel zum Verbinden zweier Gewebeteile, die durch Verwendung von
Schlaufen angebracht sind, die Metallteile enthalten, die mittels
einer Schraube, eines Bolzens oder eines anderen Mittels verbunden
sind, oder zwei Schlaufen, die durch Verwendung einer Schraubensperrverbindung
angebracht sind, durch die oben beschriebene Anordnung ersetzt werden
könnte.
Alternative Verbindungsmechanismen sind in den 9 und 10 dargestellt.
In einer zweiten alternativen Ausführungsform, die in 9 dargestellt
ist, wird eine Stahlplatte 32 durch jede Schlaufe 29 geschraubt.
Mindestens eine Schraube 33 und vorzugsweise zwei Schrauben
führen
durch die Schlaufen 29 und die Platten 33, um
die beiden Gewebeteile an einander zu verankern. 10 stellt
eine dritte alternative Ausführungsform
dar, in der eine Schraubensperrverbindung 34 durch Schlaufen 29 geschraubt
wird.
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Wenn
hierin nicht anders angegeben, kann angenommen werden, dass alle
Komponenten und/oder Verfahren, die oben beschrieben sind, wenn
sie geeignet sind, als durch ähnliche
Komponenten und/oder Verfahren austauschbar angesehen werden können, die
anderswo in der Beschreibung offenbart sind, außer wenn eine gegenteilige
Angabe gemacht wird.
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Es
sollte geschätzt
werden, dass die Vorrichtung und das Verfahren der vorliegenden
Erfindung so angeordnet und ausgeführt werden können, wie es
für die
Anmeldung geeignet ist. Die oben beschriebenen Ausführungsformen
sind in jeder Hinsicht nur als darstellend und nicht als beschränkend anzusehen.
Der Schutzbereich der Erfindung ist eher durch die folgenden Ansprüche definiert
als durch die obige Beschreibung.