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GEBIET DER ERFINDUNG
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Diese
Erfindung betrifft neue Verfahren zur Herstellung von Disaccharid-
oder Trisaccharid-(C6-C12)-fettsäureestern
mit hohem α-Gehalt
und daraus hergestellte Materialien. Die Erfindung betrifft auch Verfahren
zur Herstellung von Cellobiose-(C6-C12)-fettsäureestern
mit hohem α-Gehalt
und daraus hergestellte Materialien.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Hochsubstituierte
Fettsäureester
von Disacchariden und Trisacchariden sind nützliche Materialien. Diese
Materialien können
diskotische kolumnale Flüssigkristalle
bilden. Sie können
auch als Verdickungsmittel, Weichmacher und Viskositätsveränderer dienen.
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Cellobiosealkanoate
besitzen einzigartige physikalische Eigenschaften. Es ist bekannt,
dass die α-Anomerform
des Cellobioseesters im Allgemeinen stabilere Mesophasen bildet
als das β-Anomer.
Takada und Mitarbeiter beschreiben die Herstellung von Cellobioseoctanonanoat
("CBON") mit hohem α-Gehalt.
(Takada, A.; Ide, N.; Fukuda, T.; Miyamoto, T. Liq. Crystals 1995,
19, 441–448).
Diese Veröffentlichung
beschreibt in begrenzten Einzelheiten ein Verfahren zur Erzeugung
von Cellobioseoctanonanoat sowohl mit hohem α-Gehalt als auch mit hohem β-Gehalt sowie
anderen Fettsäureestern.
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Es
ist bis jetzt kein effizientes Verfahren zur Herstellung von Cellobiosefettsäureestern
mit hohem α-Gehalt
beschrieben worden. Ein hauptsächlicher
Nachteil der Verfahren des Standes der Technik ist das Erfordernis
für eine
umfangreiche Verarbeitung des Produkts, um eine ausreichend hohe
Reinheit der Disaccharid- und
Trisaccharidfettsäureester
direkt aus der Veresterungsreaktion zu erhalten. Der Fachmann würde erkennen,
dass weitere Anreicherungen der Reinheit des Produkts (alpha-Gehalt)
durch zusätzliche
Umkristallisation anhand von irgendeiner Zahl von Standardverfahren
erhalten werden können.
Der Fachmann erkennt, dass eine wiederholte Umkristallisation die
Produktion erheblich verteuern kann und die Produktausbeute in großem Maß verringern
kann, was das Verfahren für
einen industriellen Maßstab
ungeeignet macht. Deshalb wäre
es hoch wünschenswert,
ein Verfahren zur Herstellung von hochreinen Disaccharid- und Monosaccharidfettsäureestern
zu entwickeln, bei dem derartige Materialien, wie sie aus einer
Veresterungsreaktion hergestellt werden, ohne das Erfordernis für eine Reinigung
verwendet werden können.
Darüber
hinaus wäre
es höchst
wünschenswert,
Verfahren zu entwickeln, in denen neue Disaccharid- und Trisaccharidfettsäureester hergestellt
werden.
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KURZE ZUSAMMENFASSUNG DER
ERFINDUNG
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Diese
Erfindung betrifft neue Verfahren zur Herstellung von Disaccharid-
oder Trisaccharid-(C6-C12)-fettsäureestern
mit einem hohen α-Gehalt
und daraus hergestellte Materialien. Die Erfindung betrifft auch
Verfahren zur Herstellung von Cellobiose-(C6-C12)-fettsäureestern
mit hohem α-Gehalt
und daraus hergestellte Materialien.
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Zusätzliche
Vorteile der Erfindung werden teilweise in der detaillierten Beschreibung
angegeben, die folgt, und werden teilweise aus der Beschreibung
ersichtlich oder können
anhand der Durchführung
der Erfindung gelernt werden. Die Vorteile der Erfindung werden
mittels der Elemente und Kombinationen verwirklicht und erzielt,
die speziell in den beigefügten
Ansprüche
angegeben sind. Es versteht sich, dass sowohl die vorangehende allgemeine
Beschreibung als auch die folgende detaillierte Beschreibung beispielhafte
und erklärende
Aspekte der Erfindung sind und die Erfindung, wie sie beansprucht
ist, nicht beschränken.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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1 stellt
die chemische Struktur von α-
und β-Cellobioseoctanonanoat
dar.
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2 zeigt
die Umwandlung von β-D-Cellobiose-
in α-D-Cellobioseoctanonanoat.
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3 zeigt
ein 1H-NMR-Spektrum von Cellobioseoctanonanoat,
wobei die anomeren α-
und β-Ringwasserstoffe
des reduzierenden Endes expandiert sind.
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4 zeigt
die Auftrennung des α-
und β-Anomers
von Cellobioseoctanonanoat in einem HPLC-Diagramm.
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5 zeigt
ein Diagramm des α-Gehalts
gegen Volumina von Fällungslösung.
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6 zeigt
das MALDI-Spektrum von gemischten Nonan- und Decansäurecellobiose-C6- bis C12-estern.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung stellt chemische Verfahren zur Herstellung
von Disaccharid- und Trisaccharid-C6- bis
C12-fettsäureestern mit hohem α-Gehalt bereit,
wie in größerer Einzelheit
in den beigefügten
Ansprüchen
angegeben. Weiter noch stellt die Erfindung Materialien bereit,
die durch die hierin offenbarten Verfahren hergestellt sind.
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Die
vorliegende Erfindung kann leichter mit Bezug auf die folgende detaillierte
Beschreibung der Erfindung und die darin angegebenen Beispiele verstanden
werden. Es versteht sich, dass diese Erfindung nicht auf die speziellen
beschriebenen Verfahren, Formulierungen und Bedingungen beschränkt ist,
die als solche natürlich
variieren können.
Es versteht sich auch, dass die hierin verwendete Terminologie nur
dem Zweck der Beschreibung spezieller Aspekte dient und nicht beschränkend sein
soll.
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In
dieser Beschreibung und in den Ansprüchen, die folgen, wird auf
eine Anzahl von Ausdrücken
Bezug genommen, die so definiert sind, dass sie die folgenden Bedeutungen
aufweisen.
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Die
Singularformen "ein", "eine" und "der, die, das" schließen Pluralbezüge ein,
falls es der Zusammenhang nicht klar anders diktiert.
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In
einem ersten Hauptaspekt stellt die Erfindung ein Verfahren zur
Herstellung eines Disaccharid- oder Trisaccharid-(C6-C12)-fettsäureesters
bereit, welches die Schritte umfasst: a) Vereinigen eines Disaccharid- oder
eines Trisaccharid-haltigen
Materials, eines (C6-C12)-Fettsäureanhydrid
enthaltenden Materials und eines Katalysators, um eine Reaktionsmischung
bereitzustellen; und b) In-Kontakt-Bringen der Reaktionsmischung über eine
ausreichende Zeit und bei einer ausreichenden Temperatur, um einen
Disaccharid- oder Trisaccharid-(C6-C12)-fettsäureester
mit einem α-Gehalt
von mehr als 50% bis 100% bereitzustellen. In einem weiteren Aspekt
beträgt
der α-Gehalt
des Disaccharid- oder Trisaccharid-(C6-C12)-fettsäureesters
75 bis 100%. Der α-Gehalt
kann mindestens 75% oder noch weiter 75% bis 100% betragen. Weiter
kann der α-Gehalt
55% bis 60% oder 70% oder 75% oder 80% oder 85% oder 90% oder 95%
betragen, wobei jeder höhere
Wert mit jedem niedrigeren Wert verwendet werden kann.
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Disaccharid-
und Trisaccharid-haltige Materialien, die zur Verwendung in der
vorliegenden Erfindung geeignet sind, umfassen, ohne jedoch darauf
beschränkt
zu sein: Cellobiose, Cellotiose, Maltose, Lactose und andere Disaccharide
und Trisaccharide von Hexose-Zuckern. Anhydrid-haltige Materialien
umfassen, ohne jedoch darauf beschränkt zu sein: Hexansäureanhydrid,
Heptansäureanhydrid,
Octansäureanhydrid,
Nonansäureanhydrid,
Decansäureanhydrid,
Undecansäureanhydrid
und Dodecansäureanhydrid,
Mischungen davon, zusammen mit den entsprechenden Carbonsäuren und
deren Mischungen.
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In
einem weiteren Aspekt umfasst das Disaccharid- oder Trisaccharid-haltige
Material Cellobiose, wodurch ein Cellobiose-C6-
bis C12-ester bereitgestellt wird. Wie hierin
verwendet, bedeutet "Cellobiose" 4-O-β-D-Glucopyranosyl-D-glucose.
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Cellobiose,
die zur Verwendung in der Erfindung geeignet ist, kann aus irgendeiner
Quelle abstammen, einschließlich,
ohne jedoch darauf beschränkt
zu sein, des enzymatischen Verdaus von Cellulose zu Cellobiose oder
der chemischen Deacetylierung von Cellobioseoctaacetat. Cellobiose
kann zum Beispiel von CMS Chemicals (Oxfordshire, UK) erhalten werden.
Cellobiose kann auch erhalten werden, indem man alpha-D-Cellobioseoctaacetat
einem Methanolyse-Schritt unterzieht. Ein Verfahren zur Herstellung
von alpha-D-Cellobioseoctaacetat
ist im
U.S. Patent Nr. 5,294,793 offenbart,
dessen Offenbarung hierin in ihrer Gesamtheit durch Bezugnahme aufgenommen
wird.
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Die
Cellobiose-(C6-C12)-fettsäureester
der vorliegenden Erfindung können
einen Cellobiose-(C8-C10)-ester
mit einem α-Gehalt
von mehr als 50% bis 100% umfassen, oder noch weiter kann der α-Gehalt 75%
bis 100% betragen. In einem speziellen Aspekt umfasst der Cellobiosefettsäureester
ein Cellobioseoctanonanoat mit einem α-Gehalt von mehr als 50%, oder
noch weiter kann der α-Gehalt
mindestens 75% oder noch weiter 75% bis 100% betragen. Noch weiter
kann der α-Gehalt
55% bis 60% oder 70% oder 75% oder 80% oder 85% oder 90% oder 95%
betragen, wobei jeder höhere
Wert mit jedem niedrigeren Wert verwendet werden kann.
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In
noch einem weiteren Aspekt kann der Disaccharid- oder Trisaccharid-(C6-C12)-fettsäureester,
unabhängig
davon, ob er einen Cellobiosefettsäureester umfasst, einer Reinigung
oder einem Umkristallisationsschritt nach Schritt (b) unterzogen
werden, wodurch der α-Gehalt
des Disaccharid- oder Trisaccharid-C6 bis C12-esters erhöht wird.
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Es
wurde gemäß den Verfahren
hierin gefunden, dass eine zusätzliche
Anomerisierung der Disaccharid- und Trisaccharid-(C6-C12)-fettsäureester
nach Schritt (b) stattfinden kann, wenn die Reaktionsmischung rückständigen Katalysator,
Fettsäure
und/oder Anhydrid-haltiges Material enthält, das (C6-C12)-Fettsäureanhydrid
und/oder (C6-C12)-Fettsäure umfasst.
Wenn zum Beispiel das Anhydrid-haltige Material Nonansäureanhydrid
umfasst, wodurch ein Cellobioseoctanonanoat bereitgestellt wird,
könnte
ein Bereich von rückständigen Reaktanten
500 bis 3000 ppm Katalysator und 5 bis 25% Nonansäure, Nonansäureanhydrid
oder eine Mischung derselben betragen. Ein spezieller Endα-Gehalt des
Disaccharid- oder Trisaccharid-C6- bis C12-fettsäureesters
kann 85 bis 95% bei diesem Nachreaktions-Anomerisierungsprozess
sein. So kann gemäß den Verfahren
und Zusammensetzungen hierin der Disaccharid- oder Trisaccharid-(C6-C12)-fettsäureester,
unabhängig
davon, ob er aus der Reaktionsmischung gereinigt oder umkristallisiert
ist, bei 20°C
bis 60°C
in Anwesenheit von ausreichend Reaktant (Katalysator, Anhydrid und/oder
Fettsäureester)
nach Schritt (b) behandelt werden, wodurch der α-Gehalt des Disaccharid- oder
Trisaccharid-C6- bis C12-fettsäureesters
erhöht
wird, während
eine weitere glycosidische Spaltung und Nebenproduktbildung minimiert
wird. Ein gewöhnlicher
Fachmann erkennt, dass in einem Aspekt die glycosidische Spaltung
und Nebenproduktbildung minimiert werden, um die nützlichen
Eigenschaften der hierin hergestellten Materialien zu verbessern.
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Mit
Bezug auf die Veresterungs/Anomerisierung der Disaccharid- oder
Trisaccharid-(C6-C12)-fettsäureester
hierin können
die Materialien, welche die Reaktionsmischung umfasst (Disaccharid-
oder Trisaccharid-haltiges Material) bei einer Temperatur von 40°C bis 110°C oder noch
weiter von 70°C
bis 100°C
in Kontakt gebracht werden.
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Der
gewöhnliche
Fachmann erkennt, dass die Temperatur der Reaktion, Äquivalente
von Anhydrid und Menge an Katalysator, die verwendet werden, die
für die
Veresterung erforderliche Zeit und die Anomerisierungsgeschwindigkeit,
zum Beispiel Grad und Menge, beeinflussen können.
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Ohne
durch eine Theorie gebunden zu sein, wird bemerkt, dass unter einem
chemischen Gesichtspunkt angenommen wird, dass zwei Prozesse in
der Reaktionsmischung stattfinden, welche ein Disaccharid- oder
Trisaccharid-haltiges Material, ein C6-
bis C12-Fettsäureanhyrid-haltiges Material
und einen Katalysator umfasst. In einem Aspekt der Reaktion wird
die Hydroxyl-Komponente des Disaccharid- oder Trisaccharid-haltigen
Materials verestert. In einem weiteren Aspekt der Reaktion wird
die anomere Hydroxylgruppe und/oder C6-
bis C12- Estergruppe
am reduzierenden Ende des Disaccharid- oder Trisaccharid-haltigen
Materials aus der beta-Orientierung zu der alpha-Orientierung anomerisiert,
wie es in 2 mit Cellobiose veranschaulicht
ist. Bemerkenswerterweise kann in einigen Disaccharid- oder Trisaccharid-haltigen
Materialien das hemiacetale Hydroxyl vorwiegend als beta-Anomer
vorliegen. Mit Standard-Veresterungsverfahren
kann das anomere Hydroxyl nicht von der ursprünglichen beta-Orientierung
in die alpha-Orientierung überführt werden.
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Zum
Beispiel kann in einem üblichen
Veresterungsverfahren ein Alkohol mit einem Säurechlorid und Pyridin behandelt
werden. Die gegenwärtigen
Erfinder haben beobachtet, dass, wenn die Cellobiose mit Nonanoylchlorid
behandelt wird, wie in dem Verfahren von Takada et al., nahezu keine
Anomerisierung beobachtet wird und beta-Cellobioseoctanonanoat mit
hoher Stereoselektivität
(> 91% mittels 1H-NMR)
erhalten wird. Darüber
hinaus hat ohne die Verwendung von Pyridin, um ein nicht-saures
Reaktionsmedium aufrechtzuerhalten, die Behandlung von Kohlenhydraten
mit Säurechloriden
im Allgemeinen die Spaltung von glycosidischen Bindungen zur Folge,
was Glycosylchloride ergibt, wie von Debenham und Mitarbeiter (Debenham,
J. S.; Madsen, R; Roberts, C.; Fraser-Reid, B. J. Am. Chem. Soc. 1995, 117,
3302–3303)
demonstriert.
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Die
vorliegende Erfindung verwendet einen neuen chemischen Ansatz, um
das Veresterungs/Anomerisierungsverfahren mit einer ausgezeichneten
Ausbeute an Materialien mit hohem α-Gehalt zu bewirken. Darüber hinaus
wurde gemäß den vorliegenden
Verfahren überraschend
gefunden, dass es nicht erforderlich war, das exotische und teure
TFAA für
die Veresterung von Disaccharid- und Trisaccharid-Materialien, wie
Cellobiose, mit langkettigen Fettsäuren zu verwenden, wie es im
Verfahren des Standes der Technik von Takada et al. erforderlich
ist. Demgemäß umfasst
die Reaktionsmischung in einem Aspekt kein TFAA.
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Gemäß dem vorliegenden
Verfahren kann das Material mit hohem α-Gehalt direkt aus der Reaktionsmischung
erhalten werden. Natürlich
ist es möglich,
den C6- bis C12-Disaccharid-
oder Trisaccharidfettsäureester
einem oder mehreren Reinigungsschritten zu unterziehen, um den α-Gehalt des
resultierenden Materials weiter zu erhöhen. Jedoch wurde im Gegensatz
zu den Verfahren von Takada et al. überraschend gefunden, dass
es möglich
ist, ein Material mit hohem α-Gehalt
direkt aus der Reaktionsmischung zu erhalten.
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Die
vorliegende Erfindung unterscheidet sich weiter von dem Verfahren
von Takada et al. bezüglich der
Reaktantenmengen, die verwendet werden, um das Material mit hohem α-Gehalt herzustellen.
Das heißt, obwohl
es möglich
ist, mit dem Verfahren von Takada et al. einen hohen α-Gehalt zu
erhalten, werden beträchtlich
mehr als katalytische Mengen (d. h. 24 Äquivalente) TFAA benötigt, um
eine derartige Reinheit zu erhalten. (Siehe Beispiel 5B unten).
Wenn katalytische Mengen (1 Äquivalent)
TFAA verwendet werden, beträgt
der α-Gehalt
des Produkts nur 43%. (Siehe Beispiel 5A unten). Im Gegensatz dazu
ermöglicht
die vorliegende Erfindung die Verwendung von katalytischen Mengen
eines Veresterungskatalysators, um Disaccharid- oder Trisaccharid-(C6-C12)-fettsäureester
mit einem α-Gehalt
hoher Reinheit direkt aus der Reaktionsmischung zu erhalten.
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Der
Unterschied zwischen einem Veresterungskatalysator und einem Veresterungspromotor
sollte klar gemacht werden. Ein Katalysator wie Methansulfonsäure ist
ein Material, welches die Geschwindigkeit einer chemischen Reaktion
erhöht,
ohne dass es selbst eine dauerhafte chemische Veränderung
eingeht. Im Gegensatz dazu geht der Veresterungspromotor TFAA im
Verlauf der Veresterungsreaktion eine dauerhafte chemische Änderung
ein. Ohne durch eine Theorie gebunden zu sein, wird im Allgemeinen
angenommen, dass im Verlauf des Veresterungsprozesses (zum Beispiel
unter Bildung eines Nonanoatesters) in situ ein sehr reaktives gemischtes
Anhydrid {CF3CO2CO(CH2)7CH3}
gebildet wird. Die Nonanoylkette kann dann durch die Trifluoracetylgruppe
aktiviert werden, was die anschließende Übertragung der Fettsäurekette
auf Cellobiose ermöglicht.
Im Verlauf der Reaktion kann das Trifluoressigsäureanhydrid (TFAA) in Trifluoressigsäure überführt werden.
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Wie
hierin verwendet, kann das (C6-C12)-Fettsäureanhydrid-haltige
Material (C6-C12)-Fettsäureanhydrid,
(C6-C12)-Fettsäure oder
eine Mischung derselben umfassen. In einem Aspekt kann das (C6-C12)-Fettsäureanhydrid
in dem Anhydrid-haltigen
Material weniger als 6 Gew.-% Verunreinigungen umfassen, wobei derartige
Verunreinigungen verzweigtkettige Carbonsäure- oder Anhydrid-Materialien umfassen.
In noch einem weiteren Aspekt umfasst das Anhydrid-haltige Material
60 Gew.-% bis 100 Gew.-% (C6-C12)-Fettsäureanhydrid und
weniger als 40 Gew.-% (C6-C12)-Fettsäure.
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In
einem weiteren Aspekt umfasst das (C6-C12)-Fettsäureanhydrid-haltige
Material, das bei der Veresterungs/Anomerisierung verwendet wird,
Verunreinigungen in einer Menge, die ein Endprodukt mit weniger
als 15 Gew.-% verzweigten Estergruppen zum Ergebnis haben. Noch
weiter umfasst das (C6-C12)-Fettsäureanhydrid-haltige
Material, das bei der Veresterung/Anomerisierung verwendet wird,
Verunreinigungen, die ein Endprodukt mit einer Menge von weniger
als 8 Gew.-% verzweigter Estergruppen zum Ergebnis haben. Der gewöhnliche
Fachmann erkennt, dass es in einigen Fällen wirtschaftlicher ist,
Reaktanten zu verwenden, die keine 100%-ige Reinheit besitzen. Bezüglich der
hierin verwendeten (C6-C12)-Fettsäureanhydride
ist das Endprodukt für
die beabsichtigten Verwendungen annehmbar, solange der Gehalt an
verzweigten Estergruppen in dem Produkt unter 15 Gew.-% und noch
weiter unter 8 Gew.-% gehalten wird.
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In
noch einem weiteren Aspekt umfasst das Anhydrid-haltige Material
ein Nonansäureanhydrid-haltiges
Material, wodurch ein Disaccharid- oder Trisaccharid-C9-fettsäureester
bereitgestellt wird. Der Fachmann erkennt, dass es schwierig sein
kann, reine C9-Materialien in Mengen zu
erhalten, die im kommerziellen Maßstab verwendbar sind. Derartige
Materialien können
Nebenprodukte oder Verunreinigungen enthalten. Deshalb kann es gemäß dem Verfahren
der vorliegenden Erfindung annehmbar sein, dass das Anhydrid-haltige Material
Nonansäure
zusätzlich
zu Nonansäureanhydrid
umfasst, ohne von den angestrebten Verwendungen der Erfindung abzuweichen.
In einem Aspekt umfasst das Nonansäureanhydrid in dem Nonansäureanhydrid-haltigen
Material mindestens etwa 8 Gew.-% Verunreinigungen, wobei derartige
Verunreinigungen Materialien mit kürzer- oder längerkettigen
Carbonsäuren
umfassen. In noch einem weiteren Aspekt umfasst das Nonansäureanhydrid-haltige
Material 60 Gew.-% bis 100 Gew.-% Nonansäureanhydrid und weniger als
etwa 40 Gew.-% Nonansäure.
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In
noch einem weiteren Aspekt kann die Menge des Anhydrids in der Reaktionsmischung
1,00 bis 3,00 Äquivalente
pro Hydroxylgruppe am Disaccharid- oder Trisaccharid-haltigen Material
betragen, wodurch ein Substitutionsgrad am Disaccharid- oder Trisaccharid-C6- bis C12-fettsäureester
von mindestens 90% bereitgestellt wird. Wie hierin verwendet, wird
die Zahl der Äquivalente
durch die Menge an Anhydrid in dem Anhydrid-haltigen Material gemessen,
ohne Berücksichtigung
jeglicher Verunreinigungen oder Nebenprodukte, wie Säure.
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Mit
Bezug auf den in den Verfahren der vorliegenden Erfindung verwendeten
Katalysator kann der Katalysator eine Alkyl- oder Arylsulfonsäure umfassen,
wobei die Sulfonsäure
substituiert oder unsubstituiert sein kann. Weiter noch kann der
Katalysator eine oder mehrere von: Methansulfonsäure, Ethansulfonsäure, p-Toluolsulfonsäure und
Benzolsulfonsäure
umfassen. Der gewöhnliche
Fachmann erkennt, dass Mischungen der angegebenen Katalysatormaterialien
ebenfalls in der vorliegenden Erfindung verwendet werden können. In
einem speziellen Aspekt umfasst der Katalysator Methansulfonsäure.
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In
weiteren Aspekten wird der Katalysator in katalytischen Mengen verwendet.
In einem weiteren Aspekt beträgt
die Menge an Katalysator in der Reaktionsmischung mindestens etwa
2 mg bis weniger als 20 mg pro Gramm Anhydrid-haltiges Material.
Noch weiter beträgt
die Menge an Katalysator in der Reaktionsmischung mindestens 6 mg
bis weniger als 16 mg pro Gramm Anhydrid-haltiges Material. Der gewöhnliche
Fachmann erkennt, dass die Menge an Katalysator in der Reaktion
auch in ppm gemessen werden kann.
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Bei
der Durchführung
der vorliegenden Verfahren wurde gefunden, dass es manchmal nützlich ist,
den Disaccharid- oder Trisaccharid-C6- bis
C12-fettsäureester
einem Farbverringerungsschritt zu unterziehen. Speziell kann der
Farbverringerungsschritt das In-Kontakt-Bringen des Disaccharid-
oder Trisaccharid-C6- bis C12-fettsäureesters
mit Kohlenstoff in einer Menge von 0,1 bis 20 Gew.-%, bezogen auf
das Gesamtgewicht der Reaktionsmischung, umfassen. Der gewöhnliche
Fachmann erkennt, dass andere Verfahren verwendet werden können, um
die Farbe der Disaccharid- oder Trisaccharid-C6-
bis C12-fettsäureester zu verringern, einschließlich, jedoch
ohne darauf beschränkt
zu sein, Chromatographie, Filtration und Bleichen.
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Wenn
der Disaccharid- oder Trisaccharid-C6- bis
C12-fettsäureester während des Farbverringerungsschritts
mit Kohlenstoff in Kontakt gebracht wird, kann es erforderlich sein,
den Kohlenstoff vor der Isolierung des Disaccharid- oder Trisaccharid-C6- bis C12-fettsäureesters
zu entfernen. Techniken, die dem Fachmann bekannt sind, wie Filtration
oder Zentrifugieren, können
verwendet werden, um den Kohlenstoff zu entfernen. Jedoch wurde
bei der Durchführung
der vorliegenden Verfahren gefunden, dass Filtrationszeiten zur
Entfernung des Kohlenstoffs in einigen Aspekten unannehmbar lange
sein können,
insbesondere, wenn das Disaccharid Cellobiose ist und das Cellobiose-Ausgangsmaterial
durch Acetolyse von Cellulose hergestellt wird, die aus Holzhalbstoff
erhalten wird. Es wird angenommen, dass derartige ausgedehnte Filtrationszeiten
auf der Anwesenheit von Verunreinigungen in der Cellobiose beruhen;
diese Verunreinigungen können
das Ergebnis von rückständigen Materialien
in der Cellobiose, wie Hemicellulose, sein. Im Fall von langen Filtrationszeiten
wurde gefunden, dass der Zusatz von gewissen Cosolventien die Zeit
erheblich erhöhen
kann, die erforderlich ist, um die Lösung zu filtrieren. Spezielle
Cosolventien können
ohne Beschränkung
Aceton, Ethylacetat, Toluol und Methylethylketon einschließen. Wenn
Cellobiose mit Verunreinigungen verwendet wird, wurde gefunden,
dass der Zusatz eines Cosolvens die Filtrationsgeschwindigkeit um
mehr als 25% gegenüber
der Geschwindigkeit erhöht,
die ohne den Zusatz des Cosolvens beobachtet wird.
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In
einem Aspekt beträgt
das Verhältnis
von Cosolvens zu Disaccharid- oder Trisaccharid-C6-
bis C12-fettsäureester 30:70 bis 70:30. Noch
weiter kann das Verhältnis
40:60 oder 45:55 oder 55:45 oder 60:40 betragen. In weiteren Aspekten
wird die Filtration bei 25°C
bis 75°C
durchgeführt.
Noch weiter kann die Filtration bei 30°C oder 35°C oder 40°C oder 45°C oder 50°C oder 55°C durchgeführt werden. Dei Filtrationszeit kann
auch 10 oder 30 oder 40 oder 60 oder 80 oder 100 oder 120 oder 140
oder 160 Minuten betragen, wobei der angegebenen Werte als oberer
oder unterer Endpunkt verwendet werden kann, wie geeignet.
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In
einem weiteren Aspekt kann der Disaccharid- oder Trisaccharid-C6- bis C12-fettsäureester über Fällung mit
einem Fällungsmittel
bei einer Temperatur von 0°C
bis 65°C,
insbesondere zwischen 15°C
und 50°C, aus
der Reaktionsmischung isoliert werden. In weiteren Aspekten kann
das Fällungsmittel
Methanol, Ethanol und/oder Isopropanol umfassen. Der gewöhnliche
Fachmann erkennt, dass diese Alkohole entweder in wässriger
oder nicht-wässriger
Form verwendet werden können
und dass deren Mischungen verwendet werden können, ohne vom Bereich der
Erfindung abzuweichen. In speziellen Aspekten kann das Fällungsmittel
in einer Menge von 2 bis 6 Volumina oder von 2 bis 4 Volumina, bzogen
auf das Gesamtvolumen der Reaktionsmischung, verwendet werden. Noch
weiter kann das Fällungsmittel
Methanol, Ethanol und/oder Isopropanol umfassen, wobei der Alkohol
mehr als 0% bis weniger als 8% Wasser enthält. Mit "Gesamtvolumen der Reaktionsmischung" ist das Volumen
der Reaktionsmischung am Ende des Veresterungs/Anomerisierungsverfahrens
gemeint. Wenn die anfängliche
Fällung
des Produkts vollständig
ist, kann zusätzliches
Wasser dazugegeben werden, um das Produkt zu härten und/oder jegliches verbleibende
Produkt aus der Lösung
herauszutreiben. Der tatsächliche
Wassergehalt des Alkohols, falls vorhanden, kann durch die Zahl
der Volumina (relativ zum Volumen der Reaktionsmischung) des Alkohols
und die Menge an Anhydrid-haltigem Material, das bei der Veresterung
verwendet wird, bestimmt werden.
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In
noch einem weiteren Aspekt können
die Verfahren der vorliegenden Erfindung umfassen, dass man den
C6- bis C12-Disaccharid-
oder Trisaccharid-C6- bis C12-fettsäureester
nach dem Schritt (b) einem Säurehydrolyseschritt
unterzieht, wodurch ein partiell hydrolysierter Disaccharid- oder
Trisaccharid-C6- bis C12-fettsäureester
bereitgestellt wird. In einem weiteren Aspekt weist der partiell
hydrolysierte Disaccharid- oder Trisaccharid-C6-
bis C12-fettsäureester einen S. G. von 50%
bis 90% oder von 50% bis 85% auf.
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Es
gibt Fälle,
in denen die Herstellung von gemischten Estern oder Substraten wünschenswert
sein kann. Deshalb beinhaltet in einem weiteren Aspekt die Erfindung
das In-Kontakt-Bringen eines Disaccharids oder Trisaccharids, eines
Nonansäureanhydrid-haltigen
Materials und einer bzw. eines oder mehrerer verschiedener C6-8- bis C10-12-Fettsäuren oder
-Fettsäureanhydride,
wobei ein gemischter Disaccharid- oder Trisaccharid-C6-
bis C12-fettsäureester mit einem S. G. des
C9-Esters von 50% bis 99% und einem S. G.
des oder der Nicht-C9-Ester(s) von 1 bis 50% bereitgestellt
wird.
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Im
Fall von gemischten Estern kann ein Cellobiosenonanoat, das eine
geringere Menge an Decansäureester
enthält,
durch die Zugabe von Decansäure
zum allgemeinen Verfahren dieser Erfindung hergestellt werden. Im
Verlauf der Reaktion kann sich ein gemischtes Anhydrid bei der erhöhten Temperatur
bilden, was eine leichte Veresterung mit der Decan-Spezies ermöglicht.
Dies ist in den Beispielen erläutert.
Wie oben angemerkt, können
gemischte Ester von Cellobiosenonanoat durch die Zugabe einer Nicht-C9-Säure
oder von Nicht-C9-Anhydriden zu der Nonansäureanhydrid/Säure-Lösung und
Cellobiose hergestellt werden. In diesem Aspekt wird ein Disaccharid-
oder Trisaccharidfettester mit einem S. G. des C9-Esters
von 50% bis 99% und einem S. G. des Nicht-C9-Esters
von 1% bis 50% hergestellt. Der gewöhnliche Fachmann erkennt, dass
das Substitutionsmuster der Ester in hohem Maß von den Mengen, der Reihenfolge
der Zugabe, der sterischen und elektronischen Natur der verwendeten
Säuren
und Anhydride abhängen
kann. Ein spezielles Substitutionsmuster der Cellobioseester weist
einen S. G. der C9-Ester von mindestens
4 auf, ein weiteres Muster weist einen S. G. der C9-Ester
von mindestens 6 auf und ein weiteres Muster weist einen S. G. der
C9-Ester von mindestens 7 auf.
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In
einem weiteren Hauptaspekt stellt die Erfindung Disaccharid- oder
Trisaccharid-(C6-C12)-fettsäureester
bereit, die gemäß den obigen
Verfahren hergestellt sind. Noch weiter stellt die Erfindung Cellobiose-(C6-C12)-fettsäureester
bereit, die gemäß dem obigen
Verfahren hergestellt sind.
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Die
Erfindung wird nun in größerer Einzelheit
mit Bezug auf die folgenden nichtbeschränkenden Beispiele beschrieben.
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BEISPIELE
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Die
folgenden Beispiele werden angegeben, um dem Fachmann eine vollständige Offenbarung
und Beschreibung zu geben, wie die hierin beanspruchten Materialzusammensetzungen
und Verfahren hergestellt und bewertet werden, und sollen den Bereich
dessen, was die Erfinder als die Erfindung betrachten, nicht beschränken. Es
sind Anstrengungen unternommen worden, um Genauigkeit bezüglich Zahlen
(z. B. Mengen, Temperatur usw.) sicherzustellen, aber einige Fehler
und Abweichungen sollten in Betracht gezogen werden. Falls nicht
anders angegeben, ist der Druck bei oder nahe Atmosphäre.
-
In
den folgenden Beispielen wurden typisch 1H-
und 13C-NMR (kernmagnetische Resonanz)-Spektroskopie,
Röntgenfluoreszenz,
EI (Elektronenimpakt)-, FD (Felddesorptions)- oder MALDI (Matrix-assistierte
Laserdesorption/Ionisation)-Massenspektrometrie
verwendet, um die Produkte zu charakterisieren. Die Gew.-% Nonansäureanhydrid
wurden durch 1H-NMR-Analyse bestimmt. Die
Anomeren-Gehalte wurden entweder durch 1H-NMR-Integration
der anomeren Protonen (3) oder durch normierte HPLC
(Hochleistungs-Flüssigkeitschromatographie)-Gew.-%
(kalibriert mit reinen Standards) (4) bestimmt.
Das HPLC-Verfahren wird nachstehend in mehr Einzelheiten beschrieben:
-
Instrumente und Verfahrensbedingungen:
-
Ein
Hewlett-Packard 1100-Flüssigkeitschromatograph
mit integrierter Pumpe und Autosampler wurden für diese Arbeit verwendet. Der
Nachweis wurde unter Verwendung eines Sedex Modell 55 Verdampfungs-Lichtstreudetektors
vorgenommen, der bei 37°C
und 1,6 Bar eingestellt war. Die quantitative Bestimmung wurde unter
Verwendung eines Perkin Elmer Turbochrom Clint/Server-Datensammlungssystems
durchgeführt. Chromatographiebedingungen
| Säule | Hypersil
BDS CN (150 × 4,6
mm), Keystone Scientific – Teilenummer
865155-402 |
| Mobile
Phase | 0,5%
Essigsäure,
1,0% THF in Hexan |
| Durchsatz | 1,5
ml/min |
| Injektionsvolumen | 20 μl |
| Detektion | Verdampfungs-Lichtstreuung |
-
Standard- und Probenpräparation:
-
Standards
und Proben wurden in 1,0% THF in Hexan präpariert. Ein Vorratsstandard
wurde durch Lösen
von etwa 0,08 g α-D-Cellobioseoctanonanoat
und 0,02 g β-D-Cellobioseoctanonanoat
in einem 100 ml-Messkolben
hergestellt. Verdünnungen
von 2,5 ml, 5,0 ml und 7,5 ml auf 10,0 ml wurden mit dem Vorrat vorgenommen,
um Standards zu ergeben, die einen Konzentrationsbereich von 200
bis 800 ppm bei α-D-Cellobioseoctanonanoat
und 50 bis 200 ppm bei β-D-Cellobioseoctanonanoat
aufwiesen. Diese Konzentrationen wurden für eine typische Probe gewählt, die
etwa 15% β-D-Cellobioseoctanonanoat
und 85% dann α-D-Cellobioseoctanonanoat
enthält.
Proben wurden bei einer Konzentration von etwa 700 ppm (0,07 g auf
100 ml) hergestellt.
-
HPLC
konnte auch verwendet werden, um im Vergleich zu dem voll substituierten
Material (S. G. 8)den Substitutionsgrad (S. G.) zu bestimmen, wenn
weniger als voll substituiertes Produkt beobachtet wurde (S. G. 7).
Das Verfahren verwendete die folgenden Bedingungen.
- Säule: Keystone
Scientific BDS Hypersil C18 (4,6 × 150 mm)
- Durchsatz: 1,2 ml/min
- Detektion: Brechungsindex
- Injektionsvolumen: 20 μl
- Temperatur: 40°C
- Mobile Phase: 15/85 THF/MeOH
- Probenpräp.:
(in 15/85 THF/MeOH) etwa 100 mg Probe auf 25 ml
-
Das
Röntgenfluoreszenzverfahren
zur Bestimmung von rückständigem Schwefel
wird nachstehend in mehr Einzelheiten beschrieben:
Ein Philips
PW2400 Wellenlängen-dispersives
Röntgenspektrometer
mit einer Chromanode-Röntgenröhre, die
bei 50 kV und 40 mA und unter Heliumatmosphäre arbeitet, wurde für diese
Arbeit verwendet. Die Probe wird in Form eines feinen Pulvers in
einen Somar-Flüssigprobenbecher
mit einem ID von 24 mm und einem dünnen Polypropylen-Fenster gegeben.
Die Probe wurde in das Spektrometer gegeben und die Intensität bei der
Schwefel-Ka-Linie sowie die Hintergrundintensität auf beiden Seiten der Linie
wurde unter Verwendung eines Graphitkristalls zur Auflösung der
Linie gemessen. Der Hintergrund wurde gemittelt und von der Intensität der Emissionslinie
substrahiert. Die Intensität
wurde unter Verwendung einer Kalibrierung auf der Basis von bekannten
Mengen an Schwefelsäure,
gelöst
in 95%-igem Ethanol, in die Konzentration umgerechnet. Dies sollte
eine Überschätzung der
tatsächlichen
Konzentration in dem CBON sein, da der höhere Prozentsatz an Kohlenstoff
und niedrigere Prozentsatz an Sauerstoff in CBON eine wirksamere
Durchlässigkeit
der Schwefel-Röntgenstrahlen
im Vergleich zu Ethanol zur Folge haben sollte. Der berechnete Korrekturfaktor
ist 0,85. Der tatsächliche
Korrekturfaktor sollte etwas verschieden sein, da CBON ein loses
Pulver ist und die Kalibrierung eine Flüssigkeit verwendet. Die angegebenen
Ergebnisse waren unkorrigiert. Da unkorrigierte Ergebnisse verwendet
wurden, ist das Verfahren nicht vollständig quantitativ, jedoch sollten
die mitgeteilten Schwefelwerte eine gute Anzeige der relativen Schwefelkonzentrationen
(die mit rückständigem Methansulfonsäure-Katalysator gleichgesetzt
werden können)
in den Proben sein.
-
Beispiel 1: Herstellung von α-Cellobioseoctanonanoat
aus Cellobiose
-
Das
Folgende ist eine Zusammenfassung eines Verfahrens zur Herstellung
von α-Cellobioseoctanonanoat
aus Cellobiose gemäß den erfindungsgemäßen Verfahren
hierin.
-
Cellobiose
(5,00 g, 14,61 mMol), Nonansäureanhydrid
(1,4 Äquivalente
pro Hydroxyl, 53,14 g zu 91,9 Gewichts-% (Gew.-%) Reinheit, wobei
der Rest Nonansäure
ist) und Methansulfonsäure
(0,744 g, 7,742 mMol) wurden vereinigt und 12,25 Stunden auf 77°C erwärmt. Die
Lösung
wurde auf Raumtemperatur abgekühlt,
bevor sie in einem etwa zweifachen Überschuss an wässrigem
Methanol (7,7 ml H2O und 120,3 ml Methanol) gefällt wurde.
Die Filtration des Festkörpers
und das Waschen des Kuchens mit wässrigem Methanol lieferten 20,35
g Material nach Waschen (95% Ausbeute). Die HPLC-Analyse zeigte
an, dass der alpha-Gehalt des Produkts 81,6% betrug.
-
Beispiel 2: Herstellung von CBON unter
Verwendung einer Isolierung bei niedrigem Volumen, die auch etwas Selektivität des α- gegenüber dem β-Anomers bei der Isolierung
zeigte
-
Cellobiose
(64,29 g, 187,8 mMol), Nonansäureanhydrid
(857,8 g zu 73,5 Gew.-% Anhydrid, wobei der Rest Nonansäure war)
und Methansulfonsäure
(12,01 g, 124,97 mMol) wurden vereinigt und 14 Stunden auf 80°C erwärmt. Die
Reaktionslösung
wurde auf 30°C
abgekühlt,
wo 33,3% der Lösung
für Fällungsstudien
verwendet wurden, um optimale Bedingungen für die Produktisolierung zu
finden. Die verbleibenden 66,7% (680 ml) wurden in 1360 ml (2 Volumina)
wässrigem
Methanol (H2O-Gehalt 6%) gefällt. Der
Festkörper
wurde abfiltriert und mit wässrigem
Methanol (H2O-Gehalt 3%) gewaschen. Das
Produkt wurde im Vakuum getrocknet, was 175,3 g CBON lieferte (95,6%
Ausbeute). Die HPLC-Analyse zeigte an, dass der α-Gehalt 83,5% betrug. Interessanterweise
konnten zusätzliche
3,66 g (2,0% Ausbeute) CBON nach Abkühlen aus dem Filtrat erhalten werden,
nachdem die Methanolspülungen
mit dem anfänglichen Filtrat
vereinigt worden waren. Die HPLC-Analyse zeigte an, dass das Material
der zweiten Fraktion einen verringerten α-Gehalt von 66,9% aufwies.
-
Dieses
Beispiel demonstriert, dass das vorstehend erörterte Beispiel 1 hinaufskaliert
werden kann, wobei ein guter α-Gehalt
aufrechterhalten wird. Dieses Beispiel demonstriert auch, dass das
durch diese Erfindung verwendete Isolierungsverfahren einige Selektivität für das α-Monomer
zeigt, wobei ermöglicht
wird, dass das β-Anomer
während
der Produktfällung
teilweise in Lösung
verbleibt, wodurch die Reinheit des isolierten Produkts erhöht wird.
-
Beispiel 3: Fällung von CBON unter Verwendung
von 8 Volumina bis 2 Volumina wässrigem
Methanol und die Auswirkung auf den α-Gehalt
-
Cellobiose
(29,23 g), Nonansäureanhydrid
(373,1 g zu 76,5 Gew.-% Anhydrid, wobei der Rest Nonansäure ist)
und Methansulfonsäure
(5,22 g) wurden vereinigt und 14,5 h auf 80°C erwärmt. Die Lösung wurde auf 29°C abgekühlt, bevor
50 ml-Portionen
der Lösung
unter verschiedenen Bedingungen isoliert wurden. Jede 50 ml-Portion
wurde in einer Lösung
von 96,7% Methanol und 3,3% H
2O gefällt und
die Menge der Lösung
wurde von einem 8-fachen bis zu einem 2-fachen Überschuss an wässrigem
Methanol (400 bis 100 ml Isolierungslösung) variiert. Die 7 Ansätze machten
77% der Reaktionsmischung aus und lieferten 86,58 g Produkt, was
89% angepasster Ausbeute entspricht. Wie aus der folgenden Tabelle
und der graphischen Darstellung ersichtlich ist, tritt eine Erhöhung des
alpha-Gehalts beim isolierten CBON ein, wenn das Volumen der Isolierungslösung verringert
wird. Dieser Trend kann mit einer 1/x-Anpassung mit einem R
2-Wert von 0,96 und einem mittleren quadratischen
Fehler von 0,55% alpha moduliert werden (
5). Tabelle 1. Zunahme des α-Gehalts
mit abnehmendem Volumen der Fällungslösung.
| Volumina | α-Gehalt mittels
HPLC |
| 8 | 84,08 |
| 7 | 84,20 |
| 6 | 84,30 |
| 5 | 84,38 |
| 4 | 86,20 |
| 3 | 86,70 |
| 2 | 90,96 |
- Normaierte alpha-Gew.-% = 81,3139 + 18,4083
Rzip (Volumina an Lösungsmittel)
Zusammenfassung
der Anpassung | R-Quadrat | 0,959701 |
| R-Quadrat
angep. | 0,951641 |
| Fehler
der mittleren Quadratwurzel | 0,548838 |
| Mittel
der Anwort | 85,83143 |
| Beobachtungen
(oder Summe Gew.) | 7 |
Varianzanalyse | Quelle | DF | Summe
der Quadrate | Mittleres
Quadrat | F-Verhältnis |
| Modell | 1 | 35,867371 | 35,8674 | 119,0725 |
| Fehler | 5 | 1,506115 | 0,3012 | Wahrsch. > F |
| Gesamt-C | 6 | 37,373486 | | 0,0001 |
Parameter-Abschätzungen | Ausdruck | Abschätzung | Std.-Fehler | t-Verhältnis | Wahrsch>|t| |
| Achsenabschnitt | 81,313891 | 0,46306 | 175,60 | < 0,0001 |
| Rezip
(Volumina an Lösungsmittel) | 18,408262 | 21,686969 | 10,91 | 0,0001 |
wobei Rezip (Volumina an Lösungsmittel) = 1/(Volumina
an Lösungsmittel)
-
Dieses
Beispiel demonstriert, dass die Verringerung der Volumina der Isolierungslösung, während man
die % H2O konstant hält, die Isolierung von CBON
mit einer entsprechenden Zunahme des α-Gehalts ermöglichen kann.
-
Beispiel 4: Anwendung des Verfahrens der
Erfindung auf eine Maltose und Lactose
-
Maltose-Monohydrat
(2,00 g, 5,551 mMol) wurde mit Nonansäureanhydrid (26,26 g, 71,8
Gew.-% Anhydrid) und MsOH (0,368 g, 3,83 mMol) vereinigt. Die Reaktion
wurde 4,5 Stunden auf 80°C
enwärmt,
als die Reaktion dann auf Raumtemperatur abgekühlt wurde. Das Material wurde
in 8 Volumina wässriges
Methanol (H2O-Gehalt 3,3%) gegossen, wobei das Produkt
als Öl
aus der Lösung
ausfiel. Das wässrige
Methanol wurde von dem flüssigen
Produkt abdekantiert und das Öl
wurde 3-mal mit wässrigem
Methanol (H2O-Gehalt 0,5%) gewaschen. Dieses
Produkt wurde im Vakuum getrocknet, was ein Öl lieferte (7,783 g, 96% Ausbeute). 1H-NMR zeigte an, dass der α-Gehalt des
Produkts 76% betrug.
-
Die
obige Reaktion wurde genau wiederholt, außer dass Lactose-Monohydrat
verwendet wurde. Unter diesen Bedingungen zeigte das Produkt einen
alpha-Gehalt von
83% gemäß 1H-NMR.
-
Dieses
Beispiel demonstriert, dass die Erfindung auch mit anderen Oligosacchariden
als Cellobiose kompatibel ist. Es ist von Interesse, dass die säurelabilere
intraglycosidische Glucose1→4glucose-α-Verknüpfung mit
den Reaktionsbedingungen kompatibel war.
-
Beispiel 5a. Vergleichsbeispiel: Verwendung
von TFAA in "katalytischen" Mengen
-
Ein
1000 ml-Dreihalsrundkolben, der mit einem Magnetrührer, Rückflusskühler und
Heizmantel ausgestattet war, wurde mit Nonansäureanhydrid (143 g, 479 mMol,
1,03 Äquivalente/OH),
TFAA (12,3 g, 58,4 mMol, 1 Äquivalent)
und dann Cellobiose (20,0 g, 58,4 mMol) beschickt. Die Reaktion
wurde 17 Stunden bei 80°C
gerührt.
Sehr wenig Cellobiose hatte sich in der Reaktionslösung gelöst (was
eine sehr geringe Reaktionsvollendung anzeigte – dies wurde Dünnschichtchromatographie-Analyse
bestätigt).
Die Reaktion wurde 6 Stunden auf 100°C erwärmt. Zu diesem Zeitpunkt wurde
die Reaktionsmischung durch einen mittleren Glasfrittentrichter
filtriert. Die hellbraune Lösung
wurde in einem Versuch, das Produkt zu fällen, in 450 ml Methanol gegossen.
Jedoch bildete sich kein Niederschlag und das Produkt fiel als Öl/Gel aus
der Lösung
aus. H2O (32 ml) wurde zu der MeOH-Lösung gegeben
und man ließ das Öl weiter
als Öl/Gel
aus der Lösung
ausfallen. Die MeOH-Lösung
wurde von dem Öl/Gel
abdekantiert und das Produkt wurde mit wässrigem Methanol (H2O-Gehalt 3%) gewaschen. Das Produkt wurde
bei verringertem Druck getrocknet, was Cellobioseoctanonanoat geringer
Reinheit lieferte (58,88 g unreines Gel, HPLC-Analyse 62,6 Gew.-%
CBON, 36,86 g tatsächliches
Cellobioseoctanonanoat, 43,1% Ausbeute).
-
Unumgesetzte
Cellobiose (10,37 g) wurde ebenfalls zurückgewonnen. Die HPLC-Analyse des Produkts
zeigte, dass der alpha-Gehalt 41,7% war. Tabelle 2a. Gegenüberstellung von dem TFAA-Promotor-Verfahren
(in geninger Menge verwendet) und dem MsOH-Katalysator-Verfahren
| | TFAA | MsOH |
| Produktausbeute | 43,1% | 95,6% |
| α-Gehalt | 41,7% | 83,5% |
| Äquivalente
von Promotor oder Katalysator | 1 Äq. | 0,67 Äq. |
| Reaktionstemperatur | 80–100°C | 80°C |
| Zurückgewonnene
Cellobiose (% Ausgangsmaterial) | 51,9% | 0% |
| Reaktionszeit
(insgesamt) | 23
Stunden | 14
Stunden |
-
Wie
aus Tabelle 2a ersichtlich ist, ist es nicht möglich, eine gute Ausbeute an
Material unter Verwendung "katalytischer" Mengen TFAA anstelle
eines anderen Katalysators der Erfindung, wie Methansulfonsäure, zu
erhalten. Selbst bei 17 Stunden Reaktionszeit bei 80°C fand sehr
wenig Reaktion statt. Nach zusätzlichen 6
Stunden bei 100°C
wurden immer noch 51,9% des Ausgangsmaterials zurückgewonnen.
Darüber
hinaus wies das Produkt einen sehr niedrigen alpha- Gehalt von 41,7%
auf. Demgemäß liefern,
wenn TFAA in "katalytischen" Mengen verwendet
wird, sowohl der Veresterungs- als auch der Anomerisierungsprozess
Cellobioseoctanonanoat mit niedrigem alpha-Gehalt und schlechter
Ausbeute.
-
Beispiel 5b. Vergleichsbeispiel zu dem
Verfahren von Takada: Takada, A.; Ide, N.; Fukuda, T.; Mivamoto,
T. Liq. Crystals 1995, 19, 441–448
-
Ein
500 ml-Dreihalsrundkolben, der mit einem mechanischen Rührer, Rückflusskühlung und
Heizmantel ausgestattet war, wurde mit Nonansäure (148 g, 935 mMol, 8 Äquivalente/OH)
und TFAA (73,63 g, 350,6 mMol, 3 Äquivalente/OH) beschickt. Die
Lösung
wurde 30 min auf 100°C
erwärmt
und gerührt.
Cellobiose (5,00 g, 14,61 mMol) wurde dann in den Kolben gegeben
und die Reaktion wurde zusätzliche
6 Stunden bei 100°C
gerührt.
Die Reaktion wurde auf Raumtemperatur abgekühlt und die braunschwarze Flüssigkeit
wurde in ein Becherglas gegossen, das 2.060 ml MeOH und 70 ml H
2O enthielt. Der resultierende Niederschlag
wurde von der Flüssigkeit
abfiltriert und 3-mal mit 100 ml-Portionen wässrigem MeOH (3% H
2O/97%
MeOH) gewaschen. Der Festkörper
wurde bei verringertem Druck getrocknet, was Cellobioseoctanonanoat
(12,10 g, 56,6% Ausbeute) lieferte. Die HPLC-Analyse des Produkts
zeigte, dass der alpha-Gehalt 83,9% war. Tabelle 2. Gegenüberstellung des TFAA-Promotor-Verfahrens
und des MsOH-Katalysator-Verfahrens
(Beispiele 5 und 2)
| | TFAA | MsOH |
| Produktausbeute | 56,6% | 95,6% |
| α-Gehalt | 83,9% | 83,5% |
| Äquivalente
an Promotor oder Katalysator | 24 Äq. | 0,67 Äq. |
| Reaktionstemperatur | 100°C | 80°C |
| Volumina
wässriges
Methanol für Produktisolierung | 10
Volumina | 2
Volumina |
| Raum-Zeit-Ausbeute | (0,794)
g (l·hr) | (6,20)
g/(l·hr) |
-
Wie
aus Tabelle 2 ersichtlich ist, gibt es viele Vorteile bei der Verwendung
des Verfahrens dieser Erfindung im Vergleich zu jenem, das von Takada
beschrieben wird (Takada, A.; Ide, N.; Fukuda, T.; Miyamoto, T.
Liq. Crystals 1995, 19, 441–448).
Die Gesamtausbeute des Verfahrens ist in großem Maß verbessert, während es
im Wesentlichen den gleichen α-Gehalt
im direkt isolierten Produkt ergibt. Weiter wird nur eine katalytische
Menge an MsOH verwendet, um die Veresterung und Anomerisierung durchzuführen, verglichen
mit dem großen
(24 moläquivalentem) Überschuss
an TFAA. Dies verringert in großem
Maßstab
den Abfall und die Sicherheitsrisiken des Verfahrens. Als Ergebnis
des effizienteren Isolierungsprotokolls, 2 Volumina wässriges
Methanol anstelle von 10, haben wir eine nahezu 8-fache Erhöhung des
Durchsatzes demonstriert, wie durch die Raum-Zeitausbeute (6,20
g gegenüber
0,794 g pro Reaktor-Liter-Stunde) demonstriert.
-
Beispiel 6. Umkristallisation von Cellobioseoctanonanoat
-
Cellobioseoctanonanoat
(10,00 g, 83,2% α-Gehalt)
wurde bei Raumtemperatur in 15 ml THF gelöst. Methanol (32 ml) wurde
dazugegeben und die klare Lösung
stand 30 min, als wenige feine Kristalle auftraten. Zusätzliche
1,2 ml Methanol wurden zu der Lösung
gegeben. Nach einer weiteren Stunde hatte sich eine messbare Menge
an Kristallen gebildet. Die Kristalle wurden aus der Flüssigkeit
abfiltriert und bei verringertem Druck getrocknet, was 6,70 g Cellobioseoctanonanoat
lieferte. Tabelle 3. Vergleich von α-Gehalt vor
und nach Umkristallisation.
| CBON | α-Gehalt |
| Ausgangsmaterial | 83,2% |
| Produkt | 84,6% |
- Produkt Zurückgewinnung 67%
-
Dieses
Beispiel demonstriert eine Umkristallisation von Cellobioseoctanonanoat
unter Verwendung von THF/Methanol. Man bemerke, dass selbst bei
einer geringen Produktzurückgewinnung
die Erhöhung
des α-Gehalts
nur unwesentlich war. Dies kann erklären, warum das Verfahren von
Takada so viele Umkristallisationen (minimal 4) erforderte, um einen α-Gehalt von
97% zu erzielen (vergleiche Beispiel 5b).
-
Beispiel 7. Herstellung eines gemischten
Cellobioseesters
-
Cellobiose
(50,00 g, 146,1 mMol), Nonansäureanhydrid
(429 g zu 85,4 Gew.-% Anhydrid, wobei der Rest Nonansäure ist,
1,05 Äq./OH),
Decansäure
(25,16 g, 146,0 mMol) und Methansulfonsäure (6,37 g, 66,29 mMol) wurden
vereinigt und 14,5 Stunden auf 80°C
erwärmt.
Nuchar®SA-Kohlenstoff
(12,65 g) wurde dazugegeben und die Reaktion wurde zusätzliche
2 Stunden gerührt.
Die Lösung
wurde filtriert, um den Kohlenstoff zu entfernen, und in Methanol
(1647 ml) gefällt,
wobei man 115,3 ml Wasser dazu gab, um den Festkörper zu härten. Der Festkörper wurde
von den Flüssigkeiten
abfiltriert und mit wässrigem
Methanol (H2O-Gehalt 3%) gewaschen. Das
Produkt wurde im Vakuum getrocknet, was 190,1 g CBON lieferte (89%
Ausbeute auf der Grundlage eines S. G. von 8 für C9-Ester oder 88% auf der Grundlage eines
S. G. von 1 für
C10-Ester und eines S. G. von 7 für C9-Ester). Die HPLC-Analyse
zeigte, dass der α-Gehalt
84,1% betrug. Die Anwesenheit des gemischten Esterprodukts wurde
durch MALDI-Massenspektrometrie
bestätigt
(6).
-
Dieses
Beispiel demonstriert, dass es möglich
ist, gemischte Ester von Cellobiose herzustellen, die vorwiegend
Ester von Nonansäure
aufweisen. Zusätzlich
zeigte, dass eine Kohlenstoffbehandlung der Verfahrensflüssigkeiten
bei der Entfärbung
der Lösung
nützlich
ist. Siehe Beispiel 12 bezüglich
einer näheren
Erläuterung.
-
Beispiel 8. Herstellung von Cellobioseoctanonanoat
unter Verwendung einer minimalen Menge an Nonansäureanhydrid mit Fällung in
nicht-wässrigem
Methanol
-
Cellobiose
(80,00 g, 233,7 mMol), Nonansäureanhydrid
(686,1 g zu 85,4 Gew.-% Anhydrid, wobei der Rest Nonansäure ist,
1,05 Äq.
Anhydrid/OH) und Methansulfonsäure
(9,61 g, 100 mMol) wurden vereinigt und 15 Stunden auf 80°C erwärmt. Die
Reaktionslösung
wurde in 2274 ml (3 Volumina) Methanol gefällt. Wasser (159 ml) wurde
dazugegeben, um den Festkörper
zu härten.
Der Festkörper
wurde abfiltriert und mit wässrigem
Methanol (H2O-Gehalt 3%) gewaschen. Das
Produkt wurde im Vakuum getrocknet, was 309,4 g CBON lieferte (90,4%
Ausbeute). Die HPLC-Analyse zeigte, dass der α-Gehalt 82,8% betrug.
-
Dieses
Beispiel demonstriert, dass so wenig wie 1 Äquivalent Anhydrid verwendet
werden kann, um Cellobioseoctanonanoat gemäß dem Verfahren der Erfindung
herzustellen. Zusätzlich
kann eine ausreichende Fällung
des Produkts in nicht-wässrigem
Methanol stattfinden. Wasser kann nach der Fällung dazugegeben werden, um
das Produkt zu härten,
was eine raschere Filtration ermöglicht.
-
Beispiel 9. Direkte Erhöhung des α-Gehalts
ohne Verwendung von Umkristallisation
-
Cellobiose
(64,29 g, 187,8 mMol), Nonansäureanhydrid
(551,4 g zu 85,4 Gew.-% Anhydrid, wobei der Rest Nonansäure war)
und Methansulfonsäure
(7,22 g, 75,13 mMol) wurden vereinigt und etwa 17 Stunden auf 80°C erwärmt. Die
Reaktionslösung
wurde abgekühlt
und in 2034 ml Methanol gefällt,
wobei man zusätzliche
142 ml Wasser dazugab, um die resultierenden Feststoffe zu härten. Der
Festkörper
wurde abfiltriert, um überschüssige Flüssigkeiten
zu entfernen, und überhaupt
nicht gewaschen. Das Produkt wurde im Vakuum (18–20'' Hg)
bei 37°C
getrocknet, was 406,6 g Material nach etwa 24 Stunden lieferte.
Nach etwa 48 Stunden betrug die Masse nur noch 352,6 g und die Feststoffe
wurden in Aceton (650 ml) gelöst
und mit Nuchar®SA-Kohlenstoff
(8,81 g) 2 Stunden bei 60°C
entfärbt.
Die Lösung
wurde filtriert, um den Kohlenstoff zu entfernen, und das Produkt
wurde in 2275 ml wässrigem
Methanol (1% Wassergehalt) gefällt.
Der Festkörper wurde
durch Filtration isoliert und das Produkt wurde mit wässrigem
Methanol (Wassergehalt 3%) gewaschen. Das Produkt wurde im Vakuum
getrocknet, was 241,7 g CBON (87,9% Ausbeute) lieferte. Die HPLC-Analyse zeigte, dass
der α-Gehalt
87,36% betrug.
-
Dieses
Beispiel demonstriert, dass es möglich
ist, den α-Gehalt
des Produkts nach der Umsetzung ohne Umkristallisation zu erhöhen. Typische α-Gehalte
nach einem Verfahren dieser Erfindung fallen oft in den Bereich
von 82–83,5%.
Wenn jedoch das Produkt isoliert und dann bei erhöhter Temperatur
in Anwesenheit von rückständigem Katalysator
und Nonansäure
getrocknet wird (Bedingungen, die stattfinden würden, wenn das Festprodukt
nach der Isolierung nicht gewaschen wird), nimmt der α-Gehalt signifikant
zu. Dies ist ein unerwartetes Ergebnis, da verlängerte Reaktionszeiten keine ähnlichen
Zunahmen des α-Gehalts
zeigen. Dass dieser Effekt kein Artefakt der Isolierung des Produkts
durch zweimalige Fällung
ist, wird in dem folgenden Beispiel (Beispiel 10) demonstriert.
Die Kohlenstoffbehandlung, wie hierin beschrieben, liefert einen
bequemen Weg, um zur Entfärbung
des Produkts vor der endgültigen
Isolierung beizutragen.
-
Beispiel 10. Direkte Erhöhung des α-Gehalts
ohne Verwendung von Umkristallisation, wie im ungereinigten Produkt
beobachtet
-
Cellobiose
(64,29 g, 187,8 mMol), Nonansäureanhydrid
(614,3 g zu 87,6 Gew.-% Anhydrid, wobei der Rest Nonansäure war)
und Methansulfonsäure
(8,60 g, 89,49 mMol) wurden vereinigt und 14 Stunden auf 80°C erwärmt. Die
Reaktionslösung
wurde abgekühlt
und eine 235 ml-Portion der Verfahrensflüssigkeit wurde in 752 ml Methanol
gefällt,
wobei zusätzlich
60 ml Wasser zugesetzt wurden, um die resultierenden Feststoffe zu
härten.
Der Festkörper
wurde abfiltriert, um überschüssige Flüssigkeiten
zu entfernen, und eine Portion wurde zur Trocknung auf die Seite
gestellt. Der verbleibende Festkörper
wurde einmal mit einer 300 ml-Portion wässrigem
Methanol (Wassergehalt 3%) gewaschen und eine Probe wurde zum Trocknen
beiseite gestellt. Der Waschschritt wurde bei der Hauptmenge der
Probe ein zweites und drittes Mal, wie oben, wiederholt. Nach dem
dritten Waschen wurde eine weitere Probe zum Trocknen entfernt.
Ein viertes Waschen und ein fünftes Waschen
wurden dann wie oben durchgeführt.
Der Rest des Festkörpers
wurde dann (auf gleiche Weise wie die anderen Proben) 24 Stunden
bei 37°C
im Vakuum (18–22'' Hg) getrocknet. Jede Probe wurde durch
HPLC bezüglich
des alpha-Gehalts analysiert und dann mit Base titriert, um den
Gehalt an rückständiger freier
Nonansäure
zu bestimmen. Die Proben wurden auch durch Röntgenfluoreszenz gemessen,
um verbleibende Schwefelmengen zu bestimmen, welche verbleibenden
Katalysator anzeigen würden. Tabelle 4. Änderungen des α-Gehalts
nach Trocknen bei erhöhter
Temperatur in Anwesenheit von abnehmenden Mengen an Nonan- und Methansulfonsäure.
| Methanol-Waschungen | alpha-Gehalt
(%) | Freie
Nonansäure
(%) | Rückständiger Katalysator
(ppm) |
| 0 | 87,2 | 20,1 | 3000 |
| 1 | 84,5 | 9,4 | 878 |
| 3 | 82,6 | 2,0 | 189 |
| 5 | 81,5 | 0,3 | 74 |
-
Dieses
Beispiel demonstriert, dass die Zunahme des α-Gehalts, die beobachtet wird,
wenn das Produkt in Anwesenheit von rückständigem Katalysator und Nonansäure getrocknet
wird, kein Artefakt der zweimaligen Isolierung des Produkts durch
Fällung
ist, da das Produkt nur einer Fällung
unterzogen worden ist.
-
Dieses
Beispiel demonstriert auch, dass eine zusätzliche Erhöhung des α-Gehalts direkt ohne eine Notwendigkeit
für eine
Umkristallisation erhalten werden kann.
-
Wenn
rückständige Nonansäure und
rückständiger Katalysator
nach der anfänglichen
Produktisolierung mit dem Produkt in Kontakt gelassen werden, kann
eine weitere Anomerisierung im Verlauf der Produkttrocknung (18–20'' Hg bei 37°C für 24 Stunden) stattfinden.
Es wurde eine Erhöhung
des α-Gehalts
von 81,5% auf 87,2% gesehen, wenn man Proben, bei denen die meisten
Rückstände entfernt
worden waren (verbleibende 0,3% Nonansäure und 74 ppm Katalysator)
mit einer Probe vergleicht, bei der immer noch 3000 ppm Katalysator
vorlagen und die 20,1% Nonansäure
enthielt. Dieses überraschende
Ergebnis war ziemlich unerwartet, da nicht beobachtet wurde, dass
verlängerte
Reaktionszeiten ähnliche
Zunahmen des α-Gehalts
erzeugten.
-
Beispiel 11. Hydrolyse von CBON, um Cellobioseester
mit einem Substitutionsgrad von weniger als 8 zu erzeugen
-
Das
Verfahren von Beispiel 9 wurde wie angegeben durchgeführt. Nachdem
man die Reaktion 15 Stunden bei 80°C hat rühren lassen, wurde eine 50
ml-Portion der Reaktionslösung
in 3 Volumina Methanol (150 ml) gefällt, wobei anschließend Wasser
(10,5 ml) dazugegeben wurde, um den Festkörper zu härten. Das Produkt (eine Kontrollprobe)
wurde gründlich
mit wässrigem
Methanol (Wassergehalt 3%) gewaschen und dann im Vakuum (18–20'' Hg) bei 37°C getrocknet. Zum gleichen Zeitpunkt,
als die obige Probe entnommen wurde, wurde eine weitere 320 ml-Portion der Reaktionslösung in
ein anderes Gefäß überführt und
die Temperatur wurde auf 55°C
erniedrigt. Methanol (65 ml) und Wasser (10 ml) wurden zu der Reaktionslösung gegeben
und Proben (50 ml) wurden entnommen, nachdem die Reaktion 1, 3,
5, 7 und 24 Stunden gerührt
worden war. Die Proben wurde wie die Kontrollprobe isoliert, gewaschen
und getrocknet und dann durch HPLC analysiert, um das Ausmaß der Hydrolyse
zu bestimmen. Der alpha-Gehalt in den Proben blieb im Wesentlichen
durch die Hydrolysebedingungen unbeeinflusst und zeigte keine Trends
der Änderung
mit der Zeit (durchschnittlicher α-Gehalt
= 83,0%). Tabelle 5. Hydrolyse von CBON
| Hydrolysezeit | Flächen% S.
G. 7 | Flächen-% S.
G. 8 | S.
G. |
| Kontrolle
(keine
Hydrolyse) | 0 | 100 | 8 |
| 1
Stunde | 1,56 | 98,44 | 7,98 |
| 3
Stunden | 4,01 | 95,99 | 7,96 |
| 5
Stunden | 5,54 | 94,46 | 7,94 |
| 7
Stunden | 6,80 | 93,2 | 7,93 |
| 24
Stunden | 12,78 | 87,22 | 7,87 |
-
Dieses
Beispiel demonstriert, dass Cellobiosenonanoatester mit einem S.
G. von weniger als 8 durch sauer katalysierte Hydrolyse leicht erhältlich sind.
Der Fachmann erkennt, dass unter anderem die Temperatur, das Lösungsmittel
und der Wassergehalt leicht den Grad und die Geschwindigkeit der
Hydrolyse steuern können.
-
Beispiel 12. Die Verwendung von aktiviertem
Kohlenstoff, um die Fettsäure-Verfahrensflüssigkeiten
zu entfärben.
-
Cellobiose
(5,00 g), Nonansäureanhydrid
(54,09 g mit minimal 85 Gew.-% Anhydrid, wobei der Rest Nonansäure war)
und Methansulfonsäure
(0,744 g) wurden vereinigt und 12 Stunden auf 80°C erwärmt. Zu diesem Zeitpunkt wurden
fünf 10
g-Portionen der Reaktionslösung
isoliert. Zu jeder 10 g-Probe wurde dann eine Portion Aktivkohle
(Nuchar
®SA)
gegeben, die 0,8, 2,5, 5,0 und 10 Gew.-% der Probe entsprach. Die
fünfte Probe
wurde als Kontrolle ohne jegliche Kohlenstoffbehandlung behalten.
Die Lösungen
wurden alle 2 Stunden vor Filtration zur Entfernung des Kohlenstoffs
bei 80–84°C gehalten.
Die Extinktion der Lösungen
wurden ohne Verdünnung
bei 40°C
auf einem HP 8452 A-Diodenarray-Spektrophotometer
bei 342 nm unter Verwendung einer Na-Lampe gemessen. Die Absorption
des Ausgangshydrids wurde ebenfalls gemessen. Tabelle 6. Quantifizierung der Farbverringerung
nach Behandlung mit Aktivkohle
| Probe
(Gew.-% Kohlenstoffbehandlung) | Extinktion |
| Anhydrid
(0) | 0,36 |
| Kontrolle
(0) | 3,52 |
| Reaktion
(0,8%) | 1,65 |
| Reaktion
(2,5%) | 1,38 |
| Reaktion
(5,0%) | 1,02 |
| Reaktion
(10%) | 0,91 |
-
Dieses
Beispiel demonstriert, dass es nach der Kohlenstoffbehandlung der
Reaktionslösung
eine signifikante Farbverringerung gibt.
-
Beispiel 13. Direkte Herstellung von CBON
mit hohem alpha-Gehalt durch verlängerte Reaktionshaltezeiten bei
niedrigen Temperaturen
-
Cellobiose
(64,29 g, 187,8 mMol), Nonansäureanhydrid
(460 g), Nonansäure
(96 g) und Methansulfonsäure
(7,78 g, 81,0 mMol) wurden vereinigt und 14 Stunden auf 80°C erwärmt, wonach
die Reaktion auf 23°C
abgekühlt
wurde. Im Verlauf von 15,1 Tagen wurde der α-Gehalt gemessen, indem man
eine Probe entnahm (die Größe ist in
Tabelle 7 angegeben). Die Probe wurde in 4 Volumina Methanol gefällt, wobei
man H
2O zusetzte, um das Produkt zu härten (14
ml bei 50 ml-Proben
und 137 ml bei der letzten Probe). Die Probe wurde durch Filtration
isoliert, mit wässrigem
Methanol (das 3% H
2O enthielt) gewaschen
und dann unter verringertem Druck getrocknet. Die Gesamtmenge an
gewonnenem CBON betrug 239,54 g (87% Ausbeute). Die Ergebnisse sind
in Tabelle 7 zusammengefasst. Tabelle 7. Zunahme des α-Gehalts
mit der Zeit bei 23°C
| Probengröße (ml) | Zeit
(T) | Ausbeute
(g) | α-Gehalt |
| 50 | 0,38 | 16,69 | 83,7 |
| 50 | 1,38 | 17,85 | 85,5 |
| 40 | 2,38 | 17,95 | 86,9 |
| 50 | 3,34 | 17,85 | 87,8 |
| 490 | 15,13 | 169,2 | 92,6 |
-
Dieses
Beispiel demonstriert, dass es möglich
ist, weitere Zunahmen des α-Gehalts zu erzielen,
wenn die anfängliche
Veresterung und Anomerisierung beendet worden ist. Diese weiteren
Zunahmen des alpha-Gehalts können
bei niedriger Temperatur stattfinden, so dass die ausgedehnte Reaktionshaltezeit
keine umfangreiche glycosidische Spaltung und Produktzersetzung
verursacht.
-
Beispiel 14. Die Verwendung von Cosolventien
bei der Filtration von Cellobioseoctanonanoat, um Kohlenstoff zu
entfernen
-
Cellobiose
(75 g), die durch Deacetylierung von Cellobioseoctaacetat erhalten
wurde, welches durch Acetolyse von Cellulose aus Holzhalbstoff erhalten
worden war, Nonansäureanhydrid
(443 g), Nonansäure
(75 g) und Methansulfonsäure
(8,51 g) wurden vereinigt und 16 Stunden auf 80°C erwärmt, bevor 6,9 g Kohlenstoff zu
der Mischung gegeben wurden. Die den Kohlenstoff enthaltende Mischung
wurde 45 Minuten bei 80°C
gerührt,
wonach die Temperatur auf 45°C
verringert wurde. Aliquote von 80 ml wurden entfernt und 60 ml eines Cosolvens
wurde zu jedem Aliquot gegeben. Jedes Aliquot wurde dann unter Vakuum
durch ein Bett aus 7,5 g Celite 521-Filterhilfsmittel filtriert,
das auf einem 150 ml-Glasfilter
enthalten war. Die erforderliche Zeit zum Filtrieren jeder Lösung wurde
dann bestimmt. Für
Vergleichszwecke wurde auch die erforderliche Zeit zum Filtrieren
eines Aliquots, das kein Cosolvens enthielt, bestimmt. Die Ergebnisse
sind in Tabelle 8 zusammengefasst. Tabelle 8. Erforderliche Zeit zur Filtration,
um Kohlenstoff nach dem Entfärbungsschritt
zu entfernen
| Eintrag | Lösungsmittel | Filtrationszeit
(s) |
| 1(a) | Keines | 4358 |
| 2 | Aceton | 212 |
| 3 | Ethylacetat | 241 |
| 4 | Methylethylketon | 305 |
| 5 | Toluol | 1827 |
| 6 | Hexan | 3293 |
- (a) Die Filtration wurde aufgrund der langen
Filtrationszeit gestoppt, nachdem lediglich 40 ml Lösung filtriert worden
waren.
-
Dieses
Beispiel demonstriert, dass Cosolventien, wie Aceton oder Ethylacetat,
wirksam sind, die Geschwindigkeit der Filtration zur Entfernung
des Kohlenstoffs nach dem Entfärbungsschritt
zu erhöhen.
Andere Lösungsmittel,
wie Hexan, sind nicht so wirksam bei der Erhöhung der Filtrationsgeschwindigkeit.