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Diese
Erfindung betrifft ein Verfahren zur Analyse einer Nichtprotein-Zielkomponente
eines aus einer biologischen Probe stammenden Gemischs aus Nichtprotein-
und Protein-Komponenten mit einer Protease aus einem Bacillus-Stamm.
Die Erfindung betrifft zudem ein Verfahren zur Analyse einer Nukleinsäure-Zielkomponente
eines Gemischs aus Nukleinsäuren
umfassenden Nichtprotein-Komponenten und Protein-Komponenten, wobei
das Gemisch aus einer biologischen Probe stammt, wobei man in den
Verfahrensschritten das Gemisch mit einer Protease aus einem Bacillus-Stamm
inkubiert, gegebenenfalls die Nukleinsäure-Zielkomponente amplifiziert
und die Nukleinsäure-Zielkomponente bestimmt
oder nachweist.
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Stand der Technik
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Viele
biologische Substanzen, insbesondere Nukleinsäuren, bieten spezielle Herausforderungen
hinsichtlich der Isolation aus ihrer natürlichen Umgebung. Einerseits
sind sie oft in sehr geringen Konzentrationen zugegen, und andererseits
findet man sie oft in der Anwesenheit vieler anderer fester und
gelöster
Substanzen, beispielsweise nach der Lyse von Zellen. Dadurch werden
sie schwer zu isolieren oder zu messen, insbesondere in biospezifischen
Tests, die die Erfassung spezifischer Analyten, beispielsweise Nukleinsäuren, oder
spezifischer Analyt-Eigenschaften ermöglichen, und sie spielen eine
größere Rolle
auf dem Gebiet der Diagnostik und Bioanalytik in Forschung und Entwicklung.
Beispiele für
biospezifische Tests sind Hybridisierungstests, Immuntests und Rezeptor-Liganden-Tests. Hybridisierungstests
verwenden die spezifische Basenpaarung für den molekularen Nachweis
von Nukleinsäure-Analyten,
beispielsweise RNA und DNA. Somit können Oligonukleotid-Sonden
mit 18 bis 20 Nukleotiden Länge
die spezifische Erkennung einer ausgewählten komplementären Sequenz,
beispielsweise im Humangenom, ermöglichen. Ein weiterer Test,
der die selektive Bindung von zwei Oligonukleotid-Primern verwendet,
ist die Polymerasekettenreaktion (PCR), die in
US 4 683 195 beschrieben ist. Dieses
Verfahren ermöglicht
die selektive Amplifikation eines spezifischen Nukleinsäure-Bereichs
auf nachweisbare Mengen durch eine thermostabile Polymerase in der
Anwesenheit von Desoxynukleotidtriphosphaten in mehreren Zyklen.
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Wie
vorstehend beschrieben, können
die biologischen Substanzen vor ihrer Analyse in einer der vorstehend
genannten Tests oder ihrer Verwendung für andere Verfahren isoliert
oder aus biologischen Proben gereinigt werden, die komplexe Gemische
verschiedener Komponenten enthalten, wie beispielsweise Protein- oder
Nicht-Protein-Komponenten. Für
die ersten Schritte werden oft Verfahren verwendet, die die Anreicherung
der interessierenden Komponente ermöglichen, beispielsweise des
Nichtprotein-Materials, wie Nukleinsäuren. Diese sind oft in einer
Bakterienzelle, einer Pilzzelle, einem Viruspartikel oder der Zelle
eines komplexeren Organismus enthalten, wie einer Humanblutzelle
oder einer Pflanzenzelle. Die interessierende Komponente kann auch
als "Zielkomponente" bezeichnet werden.
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Zur
Freisetzung der Zellen oder Partikel können diese mit Enzymen oder
mit Chemikalien behandelt werden, so dass die Zellwände dieser
Organismen gelöst,
abgebaut oder denaturiert werden. Dieses Verfahren wird allgemein
als Lyse bezeichnet. Die resultierende Lösung, die ein solches lysiertes
Material enthält, wird
als Lysat bezeichnet. Ein Problem, dem man oft bei der Lyse begegnet,
ist, dass andere Enzyme die interessierende Nichtprotein-Komponente
abbauen, beispielsweise kommen Nukleinsäuren abbauende Desoxyribonukleasen
oder Ribonukleasen mit der interessierenden Komponente während der
Lyse in Kontakt. Diese abbauenden Enzyme können auch außerhalb
der Zellen zugegen sein, oder können
in verschiedenen Zellkompartimenten vor der Lyse räumlich getrennt
sein und dann mit der interessierenden Komponente in Kontakt kommen.
Andere Komponenten, die bei diesem Verfahren freigesetzt werden,
können
beispielsweise Endotoxine sein, die zur Familie der Lipopolysaccharide
gehören,
die für
Zellen toxisch sind und Probleme für Produkte verursachen können, die
bei der Therapie von Mensch oder Tier verwendet werden sollen.
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Es
gibt eine Reihe von Maßnahme
zur Behebung dieses vorstehend genannten Problems. Es werden üblicherweise
chaotrope Mittel verwendet, wie beispielsweise Guanidiniumthiocyanat
oder anionische, kationische, zwitterionische oder nichtionische
Detergenzien, wenn Nukleinsäuren
freigesetzt werden sollen. Es ist ebenfalls vorteilhaft, Proteasen
zu verwendet, die diese Enzyme oder ungewünschten Proteine rasch zersetzen.
Dieses kann jedoch ein anderes Problem erzeugen, da die Substanzen
oder Enzyme die Reagenzien oder Komponenten in den nachfolgenden
Schritten stören
können.
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Enzyme,
die vorteilhafterweise in solchen Lyse- oder Probenpräparationsverfahren verwendet
werden können,
sind Enzyme, die die Amidbindungen in Proteinsubstraten spalten
und die als Proteasen (oder austauschbar) Peptidasen klassifiziert
werden können
(siehe Walsh, 1979, Enzymatic Reaction Mechanisms, W. H. Freeman
and Company, San Francisco, Kapitel 3). Proteasen, die im Stand
der Technik verwendet werden, sind beispielsweise alkalische Proteasen
(
WO 98/04730 ) oder
saure Proteasen (
US 5 386 024 ).
Die allgemein im Stand der Technik verwendete Protease für die Probenpräparation
zur Isolation von Nukleinsäuren
ist Proteinase K aus Tritirachium album (siehe beispielsweise Sambrook
et al., 1989), die bei etwa neutralem pH-Wert aktiv ist und zur
Familie von Proteasen gehört,
die dem Fachmann als Subtilisine bekannt sind. Ein Subtilisin ist
eine Serinprotease, die durch grampositive Bakterien oder Pilze
produziert wird.
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Bakterien
der Bacillus-Art sezernieren zwei extrazelluläre Spezies der Protease, eine
neutrale oder Metalloprotease, und eine alkalische Protease, die
funktionell eine Serin-Endopeptidase ist, welche als Subtilisin
bezeichnet wird. Eine Serinprotease ist ein Enzym, das die Hydrolyse
von Peptidbindungen katalysiert, worin sich ein essentieller Serin-Rest
an der aktiven Stelle befindet (White, Handler und Smith, 1973, "Principles of Biochemistry," 5. Auflage, McGraw-Hill Book Company,
N. Y., S. 271–272).
Die Serinproteasen haben Molekulargewichte im Bereich von 25,000
bis 30,000 Da (Dalton). Sie hydrolysieren einfache terminale Ester und
haben ähnliche
Aktivität
wie eukaryotisches Chymotrypsin, das auch eine Serinprotease ist.
Der alternative Begriff, alkalische Protease, spiegelt das hohe
pH-Optimum der Serinproteasen, von pH 9,0 bis 11,0 wider (für einen Überblick
siehe Priest, 1977, Bacteriological Rev. 41: 711–753).
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Es
wurde eine große
Vielzahl an Subtilisinen identifiziert (siehe beispielsweise Kurihara
et al., 1972, J. Biol. Chem. 247: 5629–5631; Stahl und Ferrari, 1984,
J. Bacteriol. 158: 411–418;
Vasantha et al., 1984, J. Bacteriol. 159: 811–819, Jacobs et al., 1985,
Nucl. Acids Res. 13: 8913–8926;
Nedkov et al., 1985, Biol. Chem. Hoppe-Seyler 366: 421–430; Svendsen
et al., 1986, FEBS Lett 196: 228–232; Meloun et al., 1985,
FEBS. Lett. 183: 195–200)
einschließlich
Proteinase K aus Tritirachium album (Jany und Mayer, 1985, Biol.
Chem. Hoppe-Seyler 366: 584–492).
Subtilisine sind durch ihre Primär-
und ihre Tertiärstruktur
gut charakterisiert (siehe beispielsweise Kraut, 1977, Ann. Rev.
Biochem. 46: 331–358;
Kurihara et al., 1972, J. Biol. Chem. 247: 5629–5631; Stahl und Ferrari, 1984,
J. Bacteriol. 158: 411–418;
Vasantha et al., 1984, J. Bacteriol. 159: 811–819; Jacobs et al., 1985,
Nucl. Acids Res. 13: 8913–8926;
Nedkov et al., 1985, Biol. Chem. Hoppe-Seyler 366: 421–430; Svendsen
et al., 1986, FEBS Lett. 196: 228–232; Meloun et al., 1985,
FEBS Lett. 183: 195–200; Jany
und Mayer, 1985, Biol. Chem. Hoppe-Seyler 366: 485–492).
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Im
erfindungsgemäßen Zusammenhang
sind die Aminosäure-
und DNA-Sequenzen von zwei weiteren Serinproteasen von besonderem
Interesse. Diese Proteasen stammten aus zwei Bacillus lentus Varianten, 147
und 309, die bei der NCIB hinterlegt sind und mit den Zugriffsnummern
NCIB 10147 bzw. NCIB 10309, bezeichnet werden (siehe
WO 89/06279 und
US 3,723,250 ). Der Einfachheit halber
werden die durch diese Stämme
produzierten Subtilisine als Subtilisin 147 bzw. Subtilisin 309
bezeichnet, and die Gene, die diese Proteine codieren, werden als
die Subtilisin 147- und 309-Gene bezeichnet. Die Offenbarung dieser
Sequenzen findet sich in
WO
89/06279 . Die Äquivalente
dazu sind
EP 396608 und
US 5 741 694 . Subtilisine
werden häufig in
der Industrie verwendet, insbesondere in Detergenzformulierungen,
die zum Wäschewaschen
verwendet werden.
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In
den nächsten
Schritten der Probenpräparation,
die auf den Lyseschritt folgen, wird die interessierende Komponente
weiter angereichert. Wenn die Nichtprotein-Komponenten von Interesse
beispielsweise Nukleinsäuren
sind, werden sie gewöhnlich
aus dem komplexen Lysegemisch extrahiert, bevor sie in einem Test
auf Sondenbasis verwendet werden.
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Es
gibt verschiedene Verfahren zur Extraktion von Nukleinsäuren:
- – Sequenzabhängige oder
biospezifische Verfahren, wie beispielsweise:
- • Affinitätschromatographie
- • Hybridisierung
an immobilisierte Sonden
- – Sequenzunabhängige oder
physikalisch-chemische Verfahren, wie beispielsweise:
- • Flüssigkeits-Flüssigkeits-Extraktion
mit beispielsweise Phenol-Chloroform
- • Fällung mit
beispielsweise reinem Ethanol
- • Extraktion
mit Filterpapier
- • Extraktion
mit micellenbildenden Mitteln, wie Cetyl-Trimethyl-Ammoniumbromid
- • Bindung
an immobilisierte, interkalierende Farbstoffe, beispielsweise Acridin-Derivate
- • Adsorption
an Silicagel oder Diatomeenerde
- • Adsorption
an magnetische Glaspartikel (MGP) oder Organosilanpartikel unter
chaotropen Bedingungen
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Besonders
interessant für
Extraktionszwecke ist die Adsorption von Nukleinsäuren an
eine Glasoberfläche,
obgleich auch andere Oberflächen
möglich
sind. Viele Verfahren zur Isolation von Nukleinsäuren aus ihrer natürlichen
Umgebung wurden in den letzten Jahren durch die Verwendung ihres
Bindungsverhalten an Glasoberflächen
vorgeschlagen.
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Wie
bereits erwähnt,
ist die Protease, die weithin im Stand der Technik zur Probenpräparation
zur Isolation von Nukleinsäuren
verwendet wird, Proteinase K aus Tritirachium album. Diese Protease
hat jedoch den Nachteil, dass die Produktion relativ teuer ist.
Proteinase K ist zudem nachteilig bei Verfahren, die Magnetglasteilchen
zur Nukleinsäure-Isolation
aus EDTA-, Heparin- oder Citrat-Blut-Plasma verwenden, da die Partikel
oft aneinander kleben. Dies ist sehr nachteilig für automatische
Prozesse, die zur Analyse einer sehr großen Probenzahl verwendet werden.
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Daher
war eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung die Bereitstellung eines
neuen Verfahrens zur Analyse der Nichtprotein-Zielkomponenten, insbesondere
Nukleinsäuren,
mit einer Protease, die relativ billig ist, gleich bleibende Qualität hat, und
in einer Reihe von Verfahren verwendet werden kann. Es sollte daher möglich sein,
diese zur Analyse von (mindestens) einer Nukleinsäure-Zielkomponente
aus einer Reihe verschiedener Matrizen zu verwenden, beispielsweise
EDTA-, Citrat-, oder Heparin-Blutplasma oder Blutserum. Dieses Verfahren
sollte sich besonderes in automatisierten Verfahren eignen. Idealerweise
ist die Protease sehr aktiv in Anwesenheit chaotroper Mittel, die
häufig
bei den Verfahren zur Reinigung von Nukleinsäuren verwendet werden.
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Dieses
Problem wurde durch die Befunde der vorliegenden Erfindung gelöst, die
durch die beigefügten Ansprüche definiert
ist, und die ein Verfahren zur Analyse einer (mindestens einer)
Nichtprotein-Ziel-Bestandteil eines aus einer biologischen Probe
stammenden Gemischs aus Nichtprotein- und Protein-Komponenten betrifft,
wobei man in einem Verfahrensschritt das Gemisch mit einer (mindestens
einer) eine Aminosäuresequenz
mit wenigstens 80% Identität
mit der Aminosäuresequenz
SEQ ID NO 1 aufweisenden Protease der Protease Subtilisin 147 aus
Bacillus lentus inkubiert. Aus dem Beispiel geht hervor, dass die
Protease in der Anwesenheit chaotroper Mittel sehr aktiv ist oder
gleichermaßen
aktiv ist für
die Spaltung von Citrat- oder EDTA-Blutplasma. Dies war aus dem Stand der
Technik nicht abzusehen.
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Zusammengefasst
betrifft diese Erfindung ein Verfahren zur Analyse einer (mindestens
einer) Nicht-Protein-Zielkomponente
eines aus einer biologischen Probe stammenden Gemischs aus Nicht-Protein- und
Protein-Komponenten, mit der Protease aus einem Bacillus-Stamm gemäß der Definition
in den beigefügten
Ansprüchen.
Die Erfindung betrifft zudem ein Verfahren zur Analyse einer (mindestens
einer) Nukleinsäure-Zielkomponente aus
einem Gemisch von Nukleinsäuren
umfassenden Nicht-Protein-Komponenten und Protein-Komponenten, wobei
das Gemisch aus einer biologischen Probe stammt, wobei man in den
Verfahrensschritten das Gemisch mit einer (mindestens einer) eine
Aminosäuresequenz
mit wenigstens 80% Identität
mit der Aminosäuresequenz
SEQ ID NO 1 aufweisenden Protease der Protease Subtilisin 147 aus
Bacillus lentus inkubiert, die (mindestens eine) Nukleinsäure-Zielkomponente
amplifiziert und die (mindestens eine) Nukleinsäure-Zielkomponente bestimmt oder nachweist.
Gegebenenfalls sind die Nukleinsäuren
und die (wenigstens eine) Nukleinsäure-Zielkomponente an ein Material
mit einer Affinität
dazu gebunden, die gegebenenfalls gewaschen werden und gegebenenfalls
aus dem Material mit einer Affinität dazu freigesetzt werden,
wobei das Material mit einer Affinität zu den Nukleinsäuren und
der (mindestens einen) Nukleinsäure-Zielkomponente
ein Material mit einer Siliciumdioxid-Oberfläche, insbesondere magnetische
Glaspartikel umfasst. Die Erfindung betrifft zudem die Verwendung
der erfindungsgemäßen Protease
in der Diagnostik, Forschung und Bioanalytik beispielsweise zur
Reinigung von Nukleinsäuren,
zur Analyse einer (mindestens einer) Nicht-Protein-Zielkomponente
aus einem aus einer biologischen Probe stammenden Gemisch von Nicht-Protein- und Protein-Komponenten,
zur Anreicherung einer (mindestens einer) Nicht-Protein-Zielkomponente
aus einem aus einer biologischen Probe stammenden Gemisch von Nicht-Protein-
und Protein-Komponenten, oder zur Reinigung oder Isolation einer
(mindestens einer) Nicht-Protein-Zielkomponente aus einem aus einer
biologischen Probe stammenden Gemisch von Nicht-Protein- und Proteinkomponenten. Die
Erfindung betrifft auch ein Kit, das die erfindungsgemäße Protease
umfasst und die Verwendung eines erfindungsgemäßen Kits in der Diagnostik
und/oder zur Reinigung von Nukleinsäuren. Die Erfindung wird nachstehend
eingehender beschrieben.
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Figurenlegenden:
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Es
zeigt:
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1a:
Vergleich der Spaltung von EDTA-Plasma gegen Citrat-Plasma mit Esperase
wie durch Hochdruckflüssigkeitschromatographie
analysiert;
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1b: Vergleich der Spaltung von EDTA-Plasma
vs Citrat-Plasma mit Proteinase K wie durch Hochdruckflüssigkeitschromatographie
analysiert;
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2:
Bestimmung des pH-Wert-Optimums von Esperase;
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3:
Bestimmung der Restaktivität
von Esperase vs Proteinase K in Abhängigkeit von der Konzentration
eines chaotropen Mittels. Die höchste
Aktivität
wird auf einen Wert von 100% eingestellt und die anderen Konzentrationen
relativ zum höchsten
Wert berechnet.
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4:
Bestimmung der Stabilität
der Esperase vs Proteinase K in Abhängigkeit von der Konzentration von
Guanidiniumthiocyanat. Die Aktivität der Protease wird direkt
nach der Zugabe von Guanidiniumthiocyanat und nach 15 min bei 25°C in der
Anwesenheit von Guanidiniumthiocyanat gemessen. Der Prozentsatz
der Restaktivität
bei verschiedenen Guanidiniumthiocyanat-Konzentrationen ist in dieser Figur
gezeigt.
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5 Stabilität im Aufbewahrungspuffer
(Zusammensetzung: 10 mM Tris-Acetat, 5 mM Calciumchlorid, 5 mM Calciumacetat,
1 mM EDTA, 50% (Vol/Vol) Glycerin) mit einem pH-Wert von 5,5) von
Esperase vs Proteinase K.
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Beschreibung der Erfindung
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Eine
Aufgabe dieser Erfindung ist die Bereitstellung eines Verfahrens
zur Analyse einer (mindestens einer) Nicht-Protein-Zielkomponente
eines aus einer biologischen Probe stammenden Gemischs aus Nicht-Protein
und Proteinkomponenten, wobei man in einem Verfahrensschritt das
Gemisch mit einer eine Aminosäuresequenz
mit wenigstens 80% Identität
mit der Aminosäuresequenz
SEQ ID NO 1 aufweisenden Protease inkubiert. Der Begriff "stammt" bedeutet, dass eine
biologische Probe so manipuliert oder behandelt wird, dass man ein
Gemisch aus Nicht-Protein- und Protein-Komponenten erzeugt, die ursprünglich in
der biologischen Probe enthalten sind. Aus diesem Gemisch sollte
man spezifische Nicht-Protein-Komponenten analysieren, isolieren,
anreichern oder reinigen können.
Der Begriff "Analyse" bedeutet, dass die
Anwesenheit oder die Menge der Nicht-Protein-Zielkomponente untersucht wird, d. h.
die Nicht-Protein-Zielkomponente
wird nachgewiesen oder bestimmt, oder die Menge davon wird bestimmt.
Die Manipulations- oder Behandlungsschritte umfassen chemische oder
physikalische Manipulationsschritte, die dem Fachmann bekannt sind.
Dies kann insbesondere durch Lysieren der biologischen Probe erfolgen.
Biologische Proben sind Proben, die einer Pflanze oder einem Tier
(einschließlich
einem Mensch) entnommen werden und die fest oder flüssig sind.
Spezifische Beispiele werden nachstehend eingehender beschrieben.
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In
einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung hat das Verfahren weitere Schritte nach der Inkubation,
wie die Bindung der Nicht-Protein-Zielkomponente an ein Material
mit einer Affinität
dazu, gegebenenfalls waschen und gegebenenfalls Freisetzen der Nicht-Protein-Zielkomponenten
aus dem Material mit einer Affinität dazu. Danach kann die Nicht-Protein-Zielkomponente durch
Standard-Analyseverfahren, die dem Fachmann bekannt sind, und beispielsweise
beschrieben sind in Sambrook et al., (1989), Molecular Cloning,
Cold Spring Harbor University Press, New York, NY USA oder in "Bioanalytik", Lottspeich und
Zorbas (Hrsg.), 1. Auflage, 1998, Spektrum Akademischer Verlag,
Heidelberg, Berlin, Deutschland, bestimmt oder nachgewiesen werden.
Die Menge der Nicht-Protein-Zielkomponente
wird vorzugsweise durch die hier beschriebenen Verfahren bestimmt.
Das erfindungsgemäße Verfahren
wird vorzugsweise in der Forschung, Bioanalytik, insbesondere in
der Diagnostik oder in Diagnoseuntersuchungen in der Medizin, d.
h. in Verfahren, die zur Bestimmung der Ursache für eine Krankheit
oder eine Beschwerde in Menschen oder Tieren verwendet werden, eingesetzt.
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Daher
ist eine Bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung ein Verfahren zur Analyse einer Nicht-Protein-Zielkomponente
eines aus einer biologischen Probe stammenden Gemischs aus Nicht-Protein-
und Protein-Komponenten, wobei man in den Verfahrensschritten:
- a) das Gemisch mit der erfindungsgemäßen Protease
inkubiert,
- b) die Nicht-Protein-Zielkomponente an ein Material mit einer
Affinität
dazu bindet,
- c) die Nicht-Protein-Zielkomponente gegebenenfalls wäscht und
aus dem Material mit einer Affinität dazu gegebenenfalls freisetzt
und
- d) die Nicht-Protein-Zielkomponente bestimmt oder nachweist.
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In
der am stärksten
bevorzugten Ausführungsform
ist der Schritt c) nicht wahlfrei, d. h. die gebundene Nicht-Protein-Zielkomponente
wird gewaschen und aus dem Material mit einer Affinität dazu freigesetzt.
Die Menge der Nicht-Protein-Zielkomponente wird vorzugsweise bestimmt.
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Die
erfindungsgemäße Protease
baut die Proteinkomponenten ab, d. h. die Komponenten, die Peptidbindungen
enthalten, die hydrolysiert werden sollen, wenn die Nicht-Protein-Zielkomponente
der biologischen Probe angereichert, isoliert oder gereinigt werden
soll. Die erfindungsgemäße Protease
kann in fester Form, beispielsweise als Tablette oder als Pulver,
oder in einer gelösten
Form in einer gepufferten oder ungepufferten Lösung auf ähnliche Weise wie für Proteinase
K beschrieben zugegeben werden.
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Für den Zweck
der vorliegenden Erfindung soll der Begriff "Esperase" die erfindungsgemäße Protease bedeuten, d. h.
die Protease Subtilisin 147, die aus der Bacillus lentus Variante
147 stammt, die bei der NCIB unter der Zugriffs-Nr. NCIB 10147 hinterlegt
wurde. Die Aminosäuresequenz
SEQ ID NO 1 ist die Volllängen-Aminosäuresequenz
der Protease Subtilisin 147 (oder Esperase), einschließlich einer
Signalsequenz, die nach der Sekretion durch die Wirkung der Proteasen
entfernt wird. Eine Signalsequenz ist eine Sequenz, die die Sekretion
eines exprimierten Proteins aus der Wirtszelle steuert und nach
der Sekretion proteolytisch entfernt wird. Die SEQ ID NO 2 ist die
Sequenz der Esperase ohne Signalsequenz. Der Begriff "Esperase" soll auch proteolytische
Derivate der SEQ ID NO 1, die durch unvollständige oder ungenaue Verarbeitung
der Signalsequenz erzeugt werden können, und die noch die proteolytische
Aktivität
zwar mit einer niedrigeren, aber noch genügend hohen Aktivität aufweisen,
umfassen. Die Aminosäuresequenz
des Proteins kann durch das Subtilisin 147-Gen codiert sein, d.
h. die Nukleotidsequenz SEQ ID NO 3, Teile davon oder eine degenerierte Version
davon. Degenerierte Sequenzen sind innerhalb der Bedeutung des genetischen
Codes insofern degeneriert, als eine uneingeschränkte Anzahl von Nukleotiden
durch andere Nukleotide ersetzt wird, ohne dass die ursprünglich codierte
Aminosäuresequenz
geändert
wird.
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Erfindungsgemäß soll der
Begriff "Proteinmaterial" Material beschrieben,
das eine (mindestens eine) Peptidbindung enthält, daher ist "Proteinmaterial" vorzugsweise eine
Zusammensetzung aus Substanz, die ein (mindestens ein) Protein mit
natürlichen
Aminosäuren
enthält.
Die meisten dieser Peptidbindungen können je nach der chemischen
Natur der benachbarten chemischen Gruppen (oder Aminosäuren) und
der Zugänglichkeit
der Peptidbindung durch die erfindungsgemäße Protease hydrolysiert werden,
d. h. das Proteinmaterial ist ein Substrat für die erfindungsgemäße Protease.
Folglich beschreibt der Begriff "Nicht-Proteinmaterial" ein Material, das
keine Peptidbindung enthält
und das kein Substrat für
die erfindungsgemäße Protease
ist.
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Die
Protease Subtilisin 147 aus Bacillus lentus ist dem Fachmann auf
dem Gebiet z. B. von Roche Molecular Biochemicals, Mannheim, Deutschland
oder von Novo Nordisk, Dänemark,
zugänglich.
Eine weitere Möglichkeit
zur Gewinnung dieser Protease ist, das Gen aus dem hinterlegten
Mikroorganismus zu isolieren, oder das Gen, das diese Protease codiert,
gemäß Standardverfahren
zu synthetisieren, siehe z. B. Sambrook et al. (1989), Molecular
Cloning, Cold Spring Harbor University Press, New York, NY, USA.
Die Aminosäure-Sequenz
des Pro-Proteins, das eine Signalsequenz umfasst (SEQ ID NO 1),
die Aminosäure-Sequenz der sezernierten
Protease (SEQ ID NO 2) und die DNA Sequenz (siehe SEQ ID NO 3) dieses
Proteins sind aus
WO 89/06279 ,
EP 396 608 und
WO 98/20115 bekannt. Die Hauptform
des sezernierten Proteins wird durch die Nukleotide 280 bis 1083
von SEQ ID NO 3 codiert, d. h. das Signalpeptid wird durch die Nukleotide
1 bis 279 von SEQ ID NO 3 codiert. Die Isolierung des Mikroorganismus
ist in
US 3 723 250 beschrieben.
Der isoliert Stamm ist unter NCIB 10147 hinterlegt. Kundenspezifische
Gen-Synthese kann beispielsweise von Operon Technologies, Alameda,
CA, USA durchgeführt
werden, die vor kurzem von Qiagen, Deutschland erworben wurden.
Mit Standard-Methodik kann der Fachmann einen Expressionsvektor
konstruieren, das Gen-Produkt exprimieren und das Protein im Wesentlichen
isolieren, wie in
WO 89/06279 oder
in
WO 98/20115 beschrieben.
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Mit
dieser verfügbaren
Information kann der Fachmann auf dem Gebiet auch ein Gen konstruieren
und exprimieren, das eine Protease mit einer Aminosäure-Sequenz mit 80% Identität mit der
Aminosäure-Sequenz von
Subtilisin 147 codiert, indem er verschiedene Aminosäuren ersetzt.
Dafür setzt
er Standard-Verfahren ein, wie in Sambrook et al. (1989), Molecular
Cloning, Cold Spring Harbor University Press, New York, NY, USA beschrieben
oder Verfahren, wie in
WO 89/06279 oder
in
WO 98/20115 beschrieben.
Die Tests für
die proteolytische Aktivität
werden in diesen beiden internationalen Anmeldungen oder in dieser
Erfindung beschrieben.
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In
einer weiteren Ausführungsform
wird ein erfindungsgemäßes Verfahren
offenbart, dadurch gekennzeichnet, dass die Aminosäuresequenz
der Protease die Aminosäuresequenz
SEQ ID NO 1, ein proteolytisches Derivat davon mit Proteaseaktivität oder die
Aminosäuresequenz
SEQ ID NO 2 ist. In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird
ein erfindungsgemäßes Verfahren
offenbart, dadurch gekennzeichnet, dass die Aminosäuresequenz
der erfindungsgemäßen Protease
von der Nukleinsäuresequenz
SEQ ID NO 3, einem Teil davon, der eine aktive Protease gemäß der Erfindung
codiert, oder einer degenerierten Version der Nukleinsäuresequenz
SEQ ID NO 3 codiert.
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In
einer Ausführungsform
der Erfindung soll die biologische Probe Viren oder Bakterienzellen,
sowie isolierte Zellen aus mehrzelligen Organismen wie z. B. menschliche
und tierische Zellen, wie Leukozyten und immunologisch aktive chemische
Verbindungen mit niedrigem und hohem Molekulargewicht, wie Haptene,
Antigene, Antikörper
und Nukleinsäuren,
Blut-Plasma, Liquor, Sputum, Stuhl, Biopsie-Proben, Knochenmark, Mund-Spülungen,
Blutserum, Gewebe, Urin oder Gemische davon umfassen. In einer bevorzugten
Ausführungsform
der Erfindung ist die biologische Probe eine Flüssigkeit aus einem menschlichem
oder tierischen Körper,
vorzugsweise ist die biologische Probe Blut, Blutplasma, Blutserum
oder Urin. Das Blutplasma ist vorzugsweise EDTA-, Heparin- oder
Citratblutplasma. In einer Ausführungsform
der Erfindung umfasst die biologische Probe Bakterienzellen, eukaryontische
Zellen, Viren oder Gemische davon.
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Die
biologische Probe kann auch von einem Typ sein, der für Umweltanalyse,
Nahrungsmittelanalyse oder Molekularbiologie-Forschung verwendet
wird, z. B. aus Bakterienkulturen, Phagenlysaten. In bestimmten Fällen kann
die Probe ohne Vorbehandlung im erfindungsgemäßen Verfahren verwendet werden.
In vielen Fällen
sollte die Probe jedoch mit einem geeigneten Verfahren lysiert werden
und die in der Probe enthaltenen biologischen Substanzen freigesetzt
werden, wodurch ein aus der biologischen Probe stammendes Gemisch von
Protein- und Nicht-Protein-Komponenten erhalten wird. Verfahren
zum Lysieren der Proben sind dem Fachmann bekannt und können chemischer,
enzymatischer oder physikalischer Natur sein. Eine Kombination dieser
Verfahren ist außerdem
anwendbar. Die Lyse kann beispielsweise mit Ultraschall, hohem Druck,
durch Scherkräfte,
mit Alkali, Detergenzien oder chaotropen Kochsalzlösungen oder
mittels der Proteasen oder Lipasen durchgeführt werden. In Bezug auf das
Lyse-Verfahren zur Gewinnung von Nukleinsäuren wird speziell Bezug genommen
auf Sambrook et al.: Molecular Cloning, A Laboratory Manual, 2.
Auflage, Cold Spring Harbor Laboratory Press, Cold Spring Harbour,
NY, USA und Ausubel et al.: Current Protocols in Molecular Biology 1987,
J. Wiley and Sons, NY, USA.
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Es
ist zudem ein Fall beschrieben, bei dem die biologische Probe ein
(mindestens ein) glykosyliertes Protein umfasst, das teilweise oder
völlig
durch die erfindungsgemäße Protease
abgebaut wird. Folglich ist auch die Verwendung der erfindungsgemäßen Protease
für den
partiellen oder vollständigen
Abbau der glykosylierten Proteine, d. h. Proteine mit kovalent gebundenen
Kohlenhydrat-Einheiten, beschrieben.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
kann weitere Schritte nach der Inkubation wie die Bindung der Nicht-Protein-Zielkomponente
an ein Material mit einer Affinität dazu, gegebenenfalls Waschen
und gegebenenfalls Freisetzen der Nicht-Protein-Zielkomponente vom Material mit einer
Affinität
dazu aufweisen. Danach kann die Nicht-Protein-Zielkomponente durch
dem Fachmann bekannte und z. B. in Sambrook et al. (1989), Molecular
Cloning, Cold Spring Harbor University Press, New York, NY, USA
oder in "Bioanalytik", Lottspeich und
Zorbas (Hrsg.), 1. Auflage 1998, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg,
Berlin, Deutschland, beschriebene analytische Standardverfahren
bestimmt oder nachgewiesen werden.
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Zur
Bindung der Nicht-Protein-Zielkomponente an ein Material mit einer
Affinität
dazu wird das Gemisch der Nicht-Protein- und Protein-Komponenten
mit dem Material mit einer Affinität zur Nicht-Protein-Zielkomponente unter
Bedingungen zusammengebracht, in denen die Nicht-Protein-Zielkomponent
an die Oberfläche
des Materials bindet. Die Bedingungen dafür hängen vom Typ der beteiligten
Nicht-Protein-Zielkomponente ab, sind aber im Allgemeinen dem Fachmann
auf dem Gebiet geläufig.
Sie hängen
auch von dem Verfahren ab, durch das die Nicht-Protein-Zielkomponente
an die Oberfläche
gebunden wird. Z. B. wenn modifizierte Nukleinsäuren die Nicht-Protein-Zielkomponenten
sind, kann die Bindung über
die Gruppen der Nukleinsäuren
erfolgen, die die Modifikation darstellen, z. B. Biotin über die
Bindung mit Streptavidin-beschichteten Oberflächen.
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Wenn
unmodifizierte Nukleinsäuren
die Nicht-Protein-Zielkomponenten
sind, wird eine direkte Bindung der Nukleinsäuren an ein Material mit einer
Siliciumdioxid-Oberfläche
bevorzugt, weil ansonsten die Nukleinsäuren nicht modifiziert werden
müssen
und sogar native Nukleinsäuren
gebunden werden können.
Diese Verfahren werden im Detail durch verschiedene Dokumente beschrieben.
In Proc. Natl. Acad. USA 76, 615–691 (1979) wird zum Beispiel
ein Verfahren zur Bindung von Nukleinsäuren aus Agarosegelen in Anwesenheit
von Natriumiodid an gemahlenes Flintglas vorgeschlagen. Die Reinigung
von Plasmid DNA aus Bakterien auf Glasstaub in Anwesenheit von Natriumperchlorat
wird in Anal. Biochem. 121, 382–387
(1982) beschrieben. In
DE-A
37 34 442 wird die Isolierung von einzelsträngiger M13
Phagen DNA auf Glasfaserfiltern beschrieben, wobei man Phagenpartikel
mit Essigsäure
fällt und
die Phagenpartikel mit Perchlorat lysiert. Die an die Glasfaserfiltern
gebundenen Nukleinsäuren
werden gewaschen und dann mit einem Methanol enthaltenden Tris/EDTA
Puffer eluiert. Ein ähnliches
Verfahren zur Reinigung von DNA aus Lambda-Phagen ist in Anal. Biochemie.
175, 196–201
(1988) beschrieben. Das Verfahren bewirkt die selektive Bindung
der Nukleinsäuren
an die Glasoberflächen
in den chaotropen Salzlösungen
und die Trennung der Nukleinsäuren
von Kontaminanten wie Agarose, Proteinen oder Zellresten. Zur Trennung
der Glaspartikel von den Kontaminanten können die Partikel entweder
zentrifugiert werden, oder Flüssigkeiten
werden durch Glasfaserfilter gezogen. Dies ist ein limitierender
Schritt, jedoch verhindert dies, dass das Verfahren zur Verarbeitung
großer
Mengen Proben verwendet wird. Der Gebrauch von Magnetpartikeln zur
Immobilisation von Nukleinsäuren
nach der Ausfällung,
durch Zugabe von Salz und Ethanol ist vorteilhafter und z. B. beschrieben
in Anal. Biochem. 201, 166–169
(1992) und PCT
GB 91/00212 .
In diesem Verfahren werden die Nukleinsäuren zusammen mit den Magnetpartikeln
agglutiniert. Das Agglutinat wird vom ursprünglichen Lösungsmittel abgetrennt, indem
ein Magnetfeld angelegt und ein Waschschritt durchgeführt wird.
Nach einem Waschschritt werden die Nukleinsäuren in einem Tris-Puffer gelöst. Dieses
Verfahren hat jedoch insofern einen Nachteil, als die Fällung für Nukleinsäuren nicht
selektiv ist. Es wird eher ebenfalls eine Anzahl von Feststoffen
und gelösten
Substanzen agglutiniert. Infolgedessen kann dieses Verfahren nicht
verwendet werden, um möglicherweise
anwesende bedeutende Mengen irgendwelcher Inhibitoren der spezifischen
Enzymreaktionen zu entfernen. Magnetisches poröse Glas ist auch auf dem Markt
erhältlich,
das Magnetpartikel in einer porösen,
speziellen Glasmatrix enthält und
mit einer Streptavidin enthaltenden Schicht beschichtet ist. Dieses
Produkt kann zur Isolation biologischer Materialien, z. B. Proteine
oder Nukleinsäuren,
verwendet werden, wenn sie in einem komplexen Herstellungs-Schritt
modifiziert werden, damit sie kovalent an Biotin binden. Magnetisierbare
spezielle Adsorbtionsmittel erwiesen sich für die automatische Proben-Präparation
als sehr leistungsfähig
und geeignet. Ferrimagnetische und ferromagnetische sowie superparamagnetische
Pigmente werden zu diesem Zweck verwendet. Die am stärksten bevorzugte
MGPs sind in
WO 01/37291 beschrieben.
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Im
Detail kann das Verfahren zur Bindung der Zielnukleinsäure an Glaspartikel
wie folgt beschrieben werden. Es wird vorzugsweise in Anwesenheit
chaotroper Salze mit einer Konzentration zwischen 1 und 8 mol/l
und vorzugsweise zwischen 2 und 6 Mol/l durchgeführt. Chaotrope Salze können Natriumiodid,
Natrium-Perchlorat,
Guanidiniumthiocyanat, Guanidiniumisothiocyanat oder Guanidiniumhydrochlorid
sein. Andere Substanzen sind auch möglich. Der Reinigungeffekt
resultiert aus dem Verhalten von DNA oder von RNA, zur Bindung an
Material mit einer Glasoberfläche
unter diesen Bedingungen, d. h. in Anwesenheit bestimmter Konzentrationen
eines chaotropen Mittels, höheren
Konzentrationen organischer Lösungsmittel
oder unter sauren Bedingungen. Zum Zusammenbringen der Probe mit
dem Material mit einer Affinität
zur Nicht-Protein-Zielkomponente wird die Probe mit dem Material
gemischt und so lange inkubiert, dass die Bindung erfolgt. Dem Fachmann
ist die Dauer des Inkubationsschritts aus Verfahren zur Durchführung der
Behandlung mit nichtmagnetischen Partikeln geläufig. Dieser Schritt kann optimiert
werden, indem man die Menge des immobilisierten biologischen Materials
auf der Oberfläche
an verschiedenen Zeitpunkten feststellt. Inkubationszeiten zwischen 10
Sekunden und von 30 Minuten können
für Nukleinsäuren angebracht
sein. Nach Inkubation wird die gebundene Nicht-Protein-Zielkomponente
von der Flüssigkeit
abgetrennt. Dieses kann im Allgemeinen durch Schwerkraft erzielt
werden, oder im einfachen Fall von Nukleinsäuren, die an magnetische Glaspartikel
gebunden sind, durch Trennen des an die Magnetpartikel gebundenen
Materials, durch Anlegen eines Magnetfelds. Zum Beispiel können die
magnetischen Partikel zur Wand des Behälters gezogen werden, in dem
die Inkubation durchgeführt
wurde. Die Flüssigkeit,
welche den Probe-Inhalt
enthält,
der nicht an die Magnetpartikel gebunden ist, kann dann entfernt
werden. Das verwendete Entfernungs-Verfahren hängt vom Typ des Behälters ab,
in dem die Inkubation durchgeführt
wurde. Geeignete Schritte umfassen das Entfernen der Flüssigkeit durch
Pipettieren oder Absaugen. Das Material mit der gebundenen DNA oder
der RNA kann dann mindestens einmal vorzugsweise mit einem Gemisch
von 70 Volumen-Teilen Ethanol mit 30 Volumen-Teilen Wasser ("70% Ethanol") gewaschen werden.
Es wird eine Wasch-Lösung
verwendet, die es nicht bewirkt, dass die (mindestens eine) Nicht-Protein-Zielkomponente
von der Materialoberfläche
freigesetzt wird, aber die die unerwünschten Kontaminanten so gänzlich wie
möglich
wegwäscht.
Dieser Waschschritt findet vorzugsweise statt, indem das Material
mit der gebundenen Nicht-Protein-Zielkomponente
mit der Waschlösung
inkubiert wird. Das Material wird während dieses Schritts vorzugsweise
resuspendiert. Die verschmutzte Wasch-Lösung wird vorzugsweise genau
wie im oben für
die Bindung des biologischen Materials beschriebenen Schritt entfernt.
Nach dem letzten Waschschritt kann das Material in einem Vakuum
kurz getrocknet werden oder man lässt die Flüssigkeit verdunsten. Ein Vorbehandlungsschritt
mit Aceton kann auch durchgeführt
werden. Danach können
die Bedingungen umgekehrt werden, z. B. wird die Konzentration des
chaotropen Mittels oder des organischen Lösungsmittels verringert, um
die am Material gebundene DNA oder RNA zu eluieren. Vorzugsweise
wird das Verfahren zum Trennen der magnetischen Glaspartikel vom
Rest der Probe durchgeführt,
indem man das immobilisierte biologische Material pelletiert, z.
B. durch Schwerkraft oder durch die Verwendung eines Magnets im
Falle der magnetischen Glaspartikel, und Entfernung des Überstands.
Dann werden die magnetischen Glaspartikel mit dem immobilisierten
biologischen Material in einer Lösung
ohne oder nur mit einer niedrigen Menge des chaotropen Mittels und/oder
des organischen Lösungsmittels
resuspendiert. Alternativ kann die Suspension mit einer Lösung ohne
oder nur mit einer geringen Menge des chaotropen Mittels und/oder
des organischen Lösungsmittels
verdünnt
werden. Derartige Puffer sind aus
DE
3724442 und Analytical Biochemistry 175, 196–201 (1988)
bekannt. Die Elutionspuffer mit einem niedrigen Salzgehalt sind
insbesondere Puffer mit einem Gehalt von weniger als 0,2 Mol/l.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform enthält der Elutionspuffer
die Substanz Tris für
Pufferzwecke. In einer anderen speziellen Ausführungsform ist der Elutionspuffer
entmineralisiertes Wasser. Die Lösung,
die gereinigte DNA oder RNA enthält,
kann jetzt für
andere Reaktionen verwendet werden.
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Für Wasch-
und Bindungs-Schritte werden vorzugsweise Flüssigkeiten verwendet, die für Verfahren in
der Molekularbiologie geeignet sind, insbesondere Reinigungsverfahren
für Desoxyribonukleinsäure (DNA) oder
Ribonukleinsäure
(RNA), die die Bindung dieser Substanzen an Glaspartikel unter bestimmten
Bedingungen nutzen. Bevorzugte Flüssigkeiten umfassen Alkohole
und/oder Ketone oder alle möglichen
Gemische davon mit Wasser. Alkohole sollen erfindungsgemäß vorzugsweise
primäre,
sekundäre
oder tertiäre
Alkohole der allgemeinen Formel R-OH, worin R für die allgemeine Formel -(-CH2)n-CH3 mit
n >= 0 steht, umfassen.
Jedoch können
auch andere Alkohole verwendet werden, wenn sie für Molekularbiologie-Zwecke
geeignet sind wie z. B. Glycerin. Besonders geeignet sind die Alkohole
Isopropanol, Ethanol oder Gemische davon mit Wasser, vorzugsweise
ein Gemisch von 80 Volumen-Teilen Isopropanol mit 20 Volumen-Teilen
Wasser. In einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung umfasst die Flüssigkeit
Ketone, wie z. B. Aceton.
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Die
in der vorliegenden Erfindung verwendeten magnetischen Glaspartikel
können
in unterschiedlichen Formulierungen zur Verfügung gestellt werden. Man kann
sie in Form einer Tablette, als Pulver oder vorzugsweise als Suspension
bereitstellen. Diese Suspensionen können zwischen 5 bis 60 mg/ml
magnetische Glaspartikel (MGPs) enthalten. In einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung wird das Siliciumdioxid-enthaltende Material in wässrigen
Puffer-Lösungen,
die gegebenenfalls ein chaotropes Mittel in einer Konzentration
zwischen 2 und 8 mol/l, und vorzugsweise zwischen 4 und 6 Mol/l,
beliebig enthalten können,
suspendiert. Chaotrope Salze sind Natriumiodid, Natriumperchlorat,
Guanidiniumthiocyanat, Guanidiniumisothiocyanat oder Guanidiniumhydrochlorid.
Andere Verbindungen, die dem Fachmann auf dem Gebiet bekannt sind,
sind auch möglich.
Ein erfindungsgemäßes chaotropes
Mittel ist eine beliebige chemische Substanz, die die geordnete
Struktur von flüssigem
Wassers stört
und die bewirkt, dass DNA oder RNA an die magnetischen Glaspartikel
bindet, wenn dieses Mittel in der DNA oder in der RNA enthaltenden
Lösung
vorliegt. Dem Fachmann ist die Herstellung geeigneter wässriger
Pufferlösungen
geläufig.
Puffersysteme, die für
Molekularbiologie-Zwecke geeignet sind, finden sich z. B. in Sambrook
et al. (1989), Molecular Cloning, Cold Spring Harbor University
Press, New York, NY, USA. Bevorzugte Puffersubstanzen sind Tris-(hydroxymethyl)aminomethan (TRIS),
Phosphat, N-(2-Hydroxyethyl)piperazin-N'-(2-ethansulfonsäure) (HEPES),
Salze davon oder andere geeignete Substanzen. Zusätzlich können Substanzen
vorhanden sein, die die Ionenstärke
der Lösung
modifizieren, wie z. B. NaCl, KCl oder CaCl2 oder
die Metallkation-Komplexbildner sind, wie z. B. Ethylen-Diamin-Tetraessigsäure (EDTA)
oder die Salze davon. Andere biologische Substanzen, die dem Fachmann
auf dem Gebiet bekannt sind, können
auch zugegen sein. Das erfindungsgemäße Verfahren ist für die Reinigung von
Nukleinsäuren,
d. h. RNA oder DNA, aus komplexen Gemischen mit anderen biologischen
Substanzen, die sie enthalten, geeignet. Dadurch können auch
Gemische unterschiedlicher Nukleinsäuren gereinigt werden, sogar
Gemische, die eine interessierende Nukleinsäure in niedriger Abundanz enthalten.
In einer Ausführungsform
der Erfindung werden Gemische der spezifischen Nukleinsäuren gereinigt,
in denen die Zielnukleinsäure(n)
ein kleinerer Bestandteil in Bezug auf die Konzentration sein können (oder
kann in niedriger Abundanz zugegen sein).
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Das
beschriebene Verfahren kann zur Isolation von nativem oder modifiziertem
biologischen Material verwendet werden. Unter nativem biologischen
Material versteht man ein Material, dessen Struktur verglichen mit
den natürlich
vorkommenden biologischen Materialien nicht irreversibel verändert war.
Dies bedeutet jedoch nicht, dass andere Komponenten der Probe modifiziert
werden können.
Modifizierte biologische Materialien umfassen Materialien, die nicht
in der Natur auftreten z. B. Nukleinsäuren, die modifiziert werden,
indem Gruppen daran gebunden werden, die reaktiv, nachweisbar oder
zur Immobilisierung fähig
sind. Ein Beispiel hierfür
sind biotinylierte Nukleinsäuren.
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Nach
den oben beschriebenen Schritten können die mit dem erfindungsgemäßen Verfahren
isolierten Nicht-Protein-Komponenten
jetzt weiter verwendet werden, falls erforderlich. Zum Beispiel
können
sie als Substrat für
verschiedene Enzymreaktionen verwendet werden. Wenn Nukleinsäuren beteiligt
sind, können
sie für Sequenzierung,
radioaktive oder nicht-radioaktive Markierung, Amplifikation von
einer oder mehrer Sequenzen, die sie enthalten, Transkription, Hybridisierung
mit markierten Sonden-Nukleinsäuren,
Translation oder Ligation verwendet werden. In einer stärker bevorzugten
Ausführungsform
der Erfindung wird bei einem Verfahrensschritt folglich die (mindestens
eine) gebundene Nicht-Protein-Zielkomponente vom Material mit einer
Affinität
dazu freigesetzt. Wenn gewünscht,
kann die auf diese Weise gereinigte (mindestens eine) Nicht-Protein-Zielkomponente,
wie oben beschrieben vom Material abgetrennt werden.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung wird bei einem Verfahrensschritt eine Nicht-Protein-Zielkomponente nachgewiesen
oder bestimmt. Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist
folglich das oben beschriebene Reinigungsverfahren, dem ein Bestimmungs-
oder Nachweisschritt folgt, oder Reinigungsverfahren, dem ein Amplifikations-
und Bestimmungs- oder Nachweisschritt folgt. Im Falle von Nukleinsäuren können die
Zielnukleinsäure
oder die interessierenden Nukleinsäuren in einer Matrix der Nicht-Zielnukleinsäuren enthalten
sein, und können sogar
ein kleiner Bestandteil in dem Gemisch von spezifischen Nukleinsäuren sein.
Geeignete DNA Nachweis-Verfahren sind dem Fachmann auf dem Gebiet
bekannt und sind in den Standardlehrbüchern beschrieben wie Sambrook
et al.: Molecular Cloning, A Laboratory Manual, 2. Auflage, Cold
Spring Harbor Laboratory Press, Cold Spring Harbor, NY, und Ausubel
et al.: Current Protocols in Molecular Biology 1987, J. Wiley and
Sons, NY. Es kann auch weitere Reinigungsschritte geben, bevor der DNA
Nachweis-Schritt durchgeführt
wird, wie z. B. ein Fällungsschritt.
Die Nachweis-Verfahren
können
umfassen, sind aber nicht eingeschränkt auf die Bindung oder Interkalation
spezifischer Farbstoffe wie Ethidiumbromid, das in Doppelstrang-DNA
interkaliert und danach seine Fluoreszenz ändert. Die gereinigte DNA kann auch
durch Elektrophorese-Verfahren gegebenenfalls nach einer Restriktionspaltung
abgetrennt und danach sichtbar gemacht werden. Es gibt auch Tests
auf Sondenbasis, die die Oligonukleotidhybridisierung an die spezifischen
Sequenzen und den nachfolgenden Nachweis des Hybrids ausnutzen.
Man kann auch die DNA nach den weiteren Schritten sequenzieren,
die dem Fachmann auf dem Gebiet geläufig sind. Andere Verfahren wenden
viele verschiedene DNA Sequenzen auf einem Siliciumchip an, an den
spezifische Sonden gebunden sind und ein Signal ergeben, wenn komplementäre Sequenzen
binden.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung umfasst das Gemisch aus Nicht-Protein- und Protein-Komponenten Nukleinsäuren, wobei
die Nukleinsäuren
DNA oder RNA oder beide umfassen.
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Eine
bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung betrifft ein Verfahren zur Analyse einer Nukleinsäure-Zielkomponente eines
aus einer biologischen Probe stammenden Gemischs aus Nukleinsäuren umfassenden
Nicht-Protein-Komponenten und Protein-Komponenten, wobei man in
den Verfahrensschritten:
- a) das Gemisch mit
einer wenigstens 80% Identität
mit der Aminosäuresequenz
SEQ ID NO 1 aufweisenden Protease inkubiert,
- b) die Nukleinsäure-Zielkomponente
gegebenenfalls amplifiziert
- c) die Nukleinsäure-Zielkomponente
gegebenenfalls bestimmt oder nachweist.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung wird die Menge der Nukleinsäure-Zielkomponente bestimmt.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung ist die Aminosäuresequenz
der Protease die Aminosäuresequenz
SEQ ID NO 1, ein proteolytisches Derivat davon mit Proteaseaktivität oder die
Aminosäuresequenz
SEQ ID NO 2. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist
die Aminosäuresequenz
der erfindungsgemäßen Protease
von der Nukleinsäuresequenz
SEQ ID NO 3, einem Teil davon oder einer degenerierten Version der
Nukleinsäuresequenz
SEQ ID NO 3 codiert. In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung soll
die biologische Probe Viren oder Bakterienzellen, sowie isolierte
Zellen aus mehrzelligen Organismen, wie z. B. menschliche und tierische
Zellen wie Leukozyten und immunologisch aktive chemische Verbindungen
mit niedrigem und hohem Molekulargewicht, wie Haptene, Antigene,
Antikörper
und Nukleinsäuren,
Blutplasma, Liquor, Sputum, Stuhl, Biopsieproben, Knochenmark, Mund-Spülungen,
Blutserum, Gewebe, Urin oder Gemische davon umfassen. In einer bevorzugten
Ausführungsform
der Erfindung ist die biologische Probe eine Flüssigkeit aus dem menschlichen
oder tierischen Körper,
vorzugsweise handelt es sich bei der biologischen Probe um Blut,
Blutplasma, Blutserum oder Urin. Das Blutplasma ist vorzugsweise EDTA-,
Heparin- oder Citratblutplasma.
In einer Ausführungsform
der Erfindung umfasst die biologische Probe Bakterienzellen, eukaryontische
Zellen, Viren oder Gemische davon.
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In
einer bevorzugten Ausbildung der Erfindung umfasst das Gemisch aus
Nukleinsäuren
und Protein-Material
Desoxyribonukleinsäure
(DNA), oder Ribonukleinsäure
(RNA) oder beide, vorzugsweise stammt die DNA oder die RNA oder
beide aus einem (wenigstens einem) Virus oder einem (wenigstens
einem) Mikroorganismus. Bei dem Virus kann es sich um das Hepatitis-A-Virus
(HAV), das Hepatitis-B-Virus (HBV), das Hepatitis-C-Virus (HCV),
das menschliche Immunschwächevirus
(HIV), das menschliche Papilloma-Virus
(HPV) oder Parvovirus B19 handeln.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung werden eine (wenigstens eine) Nukleinsäure-Zielkomponente und
die anderen Nukleinsäuren
im Wesentlichen wie oben beschrieben gereinigt. Dann wird die (wenigstens
eine) Nukleinsäure-Zielkomponente,
verarbeitet und nachgewiesen, d. h. mit der Polymerase-Kettenreaktion amplifiziert,
die spezifisch Zielsequenzen auf nachweisbare Mengen amplifiziert.
Andere mögliche
Amplifikations-Reaktionen sind die Ligase-Kettenreaktion (LCR, Wu
und Wallace, 1989, Genomics 4: 560–569 und Barany, 1991, Proc.
Natl. Acad. Sci. USA 88: 189–193);
Polymerase Ligase-Kettenreaktion (Barany, 1991, PCR Methods and
Applic. 1: 5–16);
Gap-LCR (PCT Patent
Veröffentlichung
No.
WO 90/01069 ); Repair-Kettenreaktion
(
Europäische Patentveröffentlichung
No. 439,182 A2 ), 3SR (Kwoh et al., 1989, Proc. Natl. Acad.
Sci. USA 86: 1173–1177;
Guatelli et al., 1990, Proc. Natl. Acad. Sci. USA 87: 1874–1878; PCT
Patent Publication No.
WO
92/0880 A ), und NASBA (
U.S.
Pat. No. 5,130,238 ). Zudem gibt es Strang-Verdrängungsamplifikation
(SDA), transkriptionsvermittelte Amplifikation (TMA) und Qβ-Amplification (für einen Überblick
siehe beispielsweise Whelen und Persing (1996). Annu. Rev. Microbiol.
50, 349–373;
Abramson und Myers, 1993, Current Opinion in Biotechnology 4: 41–47).
-
Ein
besonders bevorzugtes Nachweisverfahren ist das TaqMan
®-Verfahren,
das in
WO 92/02638 und in
den entsprechenden US Patenten
US
5 210 015 ,
US 5 804
375 ,
US 5 487 972 offenbart
ist. Dieses Verfahren nutzt die Exonuklease-Aktivität einer
Polymerase zur Erzeugung eines Signals. Im Detail wird die Nukleinsäure-Zielkomponente durch
ein Verfahren nachgewiesen, bei dem die Probe mit einem Oligonukleotid
nachgewiesen wird, das eine zu einem Bereich der Nukleinsäure-Zielkomponente komplementäre Sequenz
enthält, und
einem markierten Oligonukleotid, das eine zu einem zweiten Bereich
des gleichen Nukleinsäure-Zielkomponenten-Sequenz-Strangs komplementäre Sequenz
enthält,
jedoch nicht die Nukleinsäuresequenz,
welche die durch das erste Oligonukleotid definierte Sequenz umfasst,
so dass man ein Gemisch aus Doppelsträngen unter Hybridisierungsbedingungen
erzeugt, worin die Doppelstränge
die Zielnukleinsäure
umfassen, die an das erste Oligonukleotid und an das markierte Oligonukleotid
hybridisieren, so dass das 3'-Ende
des ersten Oligonukleotids nahe dem 5'-Ende des markierten Oligonukleotids
ist. Dann wird dieses Gemisch mit einer Matrizen-abhängigen Nukleinsäure-Polymerase
mit einer 5'→3'-Nuklease-Aktivität unter
Bedingungen behandelt, die es ermöglichen, dass die 5'→3'-Nuklease-Aktivität der Polymerase das hybridisierte
markierte Oligonukleotid spaltet und die markierten Fragmente freisetzt.
Das durch die Hydrolyse des markierten Oligonukleotids erzeugte
Signal wird nachgewiesen und/oder gemessen. Die TaqMan
® Technologie
beseitigt die Notwendigkeit, dass sich ein an einer Festphase gebundener
Reaktionskomplex bildet und nachweisbar gemacht wird. Allgemeiner
ausgedrückt
wird ein Verfahren zur Reinigung einer Nukleinsäure-Zielkomponente, gefolgt von einem Nachweisschritt
offenbart, worin die Amplifikations- und/oder Nachweis-Reaktion eine homogene
Lösungsphase
ist.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung werden die die Nukleinsäure-Zielkomponente umfassenden
Nukleinsäuren
an ein Material mit einer Affinität dazu gebunden, bevor sie
gegebenenfalls amplifiziert oder bestimmt oder gewiesen werden.
Nach der Bindung werden sie gegebenenfalls gewaschen und gegebenenfalls
vom Material mit einer Affinität
dazu freigesetzt, im Wesentlichen wie oben beschrieben. Folglich
betrifft eine bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung ein Verfahren zu Analyse einer Nukleinsäure-Zielkomponente eines
aus einer biologischen Probe stammenden Gemischs aus Nukleinsäuren umfassenden
Nicht-Protein-Komponenten und Protein-Komponenten wobei man in den
Verfahrensschritten:
- a) das Gemisch mit einer
erfindungsgemäßen Protease
inkubiert
- b) die Nicht-Protein-Zielkomponente an ein Material mit einer
Affinität
dazu bindet,
- c) die Nukleinsäure-Zielkomponente
gegebenenfalls wäscht
und aus dem Material mit einer Affinität dazu gegebenenfalls freisetzt,
- d) die Nukleinsäure-Zielkomponente
gegebenenfalls amplifiziert und
- e) die Nukleinsäure-Zielkomponente
gegebenenfalls nachweist.
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In
der am stärksten
bevorzugten Ausführungsform,
sind die Schritte c) und d) nicht wahlfrei, d. h. dass die gebundene
Nukleinsäure-Zielkomponente
gewaschen und vom Material mit einer Affinität dazu freigesetzt wird, und
die Nukleinsäure-Zielkomponente
wird amplifiziert, bevor sie bestimmt oder nachgewiesen wird. Vorzugsweise
wird die Menge der Nukleinsäure-Zielkomponente
bestimmt.
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Das
Material mit einer Affinität
zu den Nukleinsäuren
und zur Nukleinsäure-Zielkomponente
umfasst ein Material mit einer Siliciumdioxid-Oberfläche, vorzugsweise ist das Material
mit einer Siliciumdioxid-Oberfläche
ein Glas, am stärksten
bevorzugt ist das Material mit einer Affinität zu den Nukleinsäuren eine
Zusammensetzung, die magnetische Glaspartikel umfasst. Die Schritte
werden im Wesentlichen wie bereits oben beschrieben durchgeführt. Zusammenfassend
werden magnetische Glaspartikel zum Lyse-Gemisch mit den Nukleinsäuren, die
die Nukleinsäure-Zielkomponente
umfassen, zugegeben.
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Nach
einem geeigneten Zeitraum für
die Durchführung
der Adsorption – die
durch mechanische Bewegung optimiert werden kann – werden
die Teilchen von der umgebenden Flüssigkeit abgetrennt, die zusätzliche
Bestandteile enthält,
welche nicht nachgewiesen werden sollen. Dieses erfolgt vorzugsweise
durch Anlegen eines Magnetfelds, indem man einen Magnet an der Gefäßwand platziert
und die verbleibende Flüssigkeit
aus dem Röhrchen
entfernt. Zum Entfernen weiterer noch vorhandener Kontaminanten
wird vorzugsweise ein Waschschritt mit einer Flüssigkeit durchgeführt, die
nicht bewirkt, dass die Nukleinsäuren
und die (wenigstens eine) Nukleinsäure-Zielkomponente von der
Glasoberfläche
freigesetzt werden. Ein Elutionspuffer mit Reagenzbedingungen, unter
denen die Nukleinsäuren
und die Nukleinsäure-Zielkomponente
nicht an die Glasoberfläche
gebunden werden und eluiert werden, wird zugegeben, um die Nukleinsäuren einschließlich der
Nukleinsäure-Zielkomponente
von der Glasoberfläche
zu entfernen. Diese Bedingungen sind insbesondere Niedrigsalzbedingungen.
Je nach der beabsichtigten weiteren Verwendung der Nukleinsäuren und
der Nukleinsäure-Zielkomponente,
kann die Flüssigkeit
jetzt von den Partikeln abgetrennt und weiter verarbeitet werden. Dieser
Trennungsschritt wird vorzugsweise über das Anlegen eines Magnetfelds
durchgeführt,
damit die Teilchen vom Eluat abgetrennt werden. Die am stärksten bevorzugten
magnetischen Glaspartikel für
dieses Verfahren sind in
WO
01/37291 beschrieben.
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Vorzugsweise
wird das erfindungsgemäße Verfahren- für diagnostische
Analyse oder Bioanalytik verwendet.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung wird die erfindungsgemäße Protease in der Forschung,
in der Bioanalytik oder in der Diagnostik verwendet. In weiteren
bevorzugten Ausführungsformen
wird die erfindungsgemäße Protease
für die
Analyse einer Nicht-Protein-Zielkomponente
aus einem aus einer biologischen Probe stammenden Gemisch von Nicht-Protein-
und Protein-Komponenten, zur Anreicherung einer Nicht-Protein-Zielkomponente
eines Gemischs aus einem aus einer biologischen Probe stammenden
Gemisch von Nicht-Protein-
und Protein-Komponenten oder zur Reinigung oder Isolation einer
Nicht-Protein-Zielkomponente aus einem aus einer biologischen Probe
stammenden Gemisch von Nicht-Protein- und Protein-Komponenten verwendet.
Vorzugsweise ist die Nicht-Protein-Zielkomponente eine Nukleinsäure, vorzugsweise
aus einem Virus oder einem Mikroorganismus, oder das Gemisch der
Nicht-Protein- und
Protein-Komponenten umfasst Nukleinsäuren. Bevorzugte Viren sind
das Hepatitis-B-Virus, das Hepatitis-C-Virus oder das menschliche
Immunschwächevirus
oder die anderen oben beschriebenen Viren.
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Die
Erfindung betrifft zudem ein Kit of parts, das sich zur Verwendung
in der Diagnostik und/oder zur Aufreinigung von Nukleinsäuren eignet,
dadurch gekennzeichnet, dass darin eine eine Aminosäuresequenz mit
wenigstens 80% Identität
mit der Aminosäuresequenz
SEQ ID NO 1, aufweisende Protease enthalten ist. In einer bevorzugten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist die Aminosäuresequenz der Protease die
Aminosäure-Sequenz
SEQ ID NO 1, ein proteolytisches Derivat davon mit Proteaseaktivität oder die
Aminosäuresequenz
SEQ ID NO 2, vorzugsweise wird die Aminosäuresequenz der erfindungsgemäßen Protease von der
Nukleinsäuresequenz
SEQ ID NO 3, einem Teil davon, der eine aktive Protease codiert,
oder einer degenerierten Version des Nukleinsäuresequenz SEQ ID NO 3 codiert.
Solche Kits des Standes der Technik umfassen weiter Kunststoffwaren,
die während
des Proben-Präparations-Verfahrens
verwendet werden können,
wie z. B. Mikrotiterplatten im Format mit 96 oder 384 Vertiefungen
oder einfach gewöhnliche
Reaktionsröhrchen,
die z. B. von Eppendorf, Hamburg, Deutschland hergestellt werden,
und alle sonstigen Reagenzen zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Daher kann das Kit zusätzlich
ein Material mit einer Affinität
zu Nukleinsäuren
(und zur Nukleinsäure-Zielkomponente)
enthalten, vorzugsweise umfasst das Material mit einer Affinität zu Nukleinsäuren (und
zur Nukleinsäure-Zielkomponente)
ein Material mit einer Siliciumdioxid-Oberfläche. Das Material mit einer
Siliciumdioxid-Oberfläche
ist vorzugsweise ein Glas. Am stärksten
bevorzugt ist das Material mit einer Affinität zu den Nukleinsäuren eine
Zusammensetzung, die magnetische Glaspartikel umfasst. Das Kit kann
weiter oder zusätzlich
einen Lysepuffer umfassen, der z. B. chaotrope Mittel, Detergenzien
oder Alkohole oder Gemische davon enthält, die die Lyse der Zellen
ermöglichen.
Diese Komponenten des erfindungsgemäßen Kits können separat in den Röhrchen oder
Aufbewahrungsbehältern geliefert
werden. Je nach der Natur der Komponenten können diese sogar in einem einzelnen
Röhrchen
oder in einem Aufbewahrungsbehälter
zur Verfügung
gestellt werden. Das Kit kann weiter oder zusätzlich eine Waschlösung umfassen,
die für
den Waschschritt der magnetischen Glasteilchen geeignet ist, wenn
DNA oder RNA daran gebunden ist. Diese Waschlösung kann Ethanol und/oder
chaotrope Mittel in einer gepufferten Lösung oder in Lösungen mit
einem sauren pH-Wert ohne Ethanol und/oder chaotrope Mittel, wie
oben beschrieben enthalten. Häufig
werden die Waschlösung
oder anderen Lösungen
als Stammlösungen
geliefert, die vor Gebrauch verdünnt
werden müssen.
Das Kit kann weiter oder zusätzlich
ein Elutionsmittel oder einen Elutionspuffer umfassen, d. h. eine
Lösung
oder einen Puffer (z. B. 10 mM Tris, 1 mM EDTA, pH-Wert 8,0) oder
reines Wasser, zur Elution von DNA oder RNA, die an die magnetischen
Glaspartikel gebunden sind. Weiter können zusätzliche Reagenzien oder Pufferlösungen zugegen
sein, die für
das Reinigungsverfahren einer Nukleinsäure, d. h. DNA oder RNA, verwendet
werden können.
-
Eine
bevorzugte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens
oder Kits in automatisierbaren Verfahren, wie beispielsweise beschrieben
in
WO 99/16781 . Automatisierbare
Verfahren bedeutet, dass sich die Schritte des Verfahrens zur Durchführung mit
einer Vorrichtung oder einer Maschine eignen, die mit wenig oder
keiner externer Steuerung oder Einfluss durch einen Menschen arbeiten
kann. Automatisiertes Verfahren bedeutet, dass die Schritte des
automatisierten Verfahrens mit einer Vorrichtung oder Maschine durchgeführt werden,
die mit wenig oder keiner externer Steuerung oder Einfluss durch
einen Menschen arbeiten kann. Nur die Präparations-Schritte für das Verfahren
können eigenhändig erfolgen,
z. B. müssen
die Aufbewahrungsbehälter
aufgefüllt
und an Ort und Stelle untergebracht werden, die Wahl der Proben
muss durch einen Menschen erfolgen und weitere Schritte, die dem
Fachmann auf dem Gebiet bekannt sind, z. B. der Betrieb des Steuerungscomputers.
Die Vorrichtung oder die Maschine können z. B. automatisch Flüssigkeiten
zugeben, die Proben mischen oder die Inkubations-Schritte bei bestimmten
Temperaturen durchführen.
Gewöhnlich
ist eine solche Maschine oder Vorrichtung ein Roboter, der ein Programm
durchführt,
in dem einzelne Schritte und Befehle festgelegt sind. Bevorzugte
automatisierte Verfahren werden in einem Hoch-Durchsatz-Format durchgeführt, was
bedeutet, dass die Verfahren und die verwendete Maschine oder Vorrichtung
für einen
Hoch-Durchsatz der
Proben in einer kurzen Zeitspanne optimiert sind. In einer weiteren
Ausführungsform
der Erfindung werden die erfindungsgemäßen Verfahren oder Kits in halb-automatisiertem
verfahren verwendet, was bedeutet, dass einige Reaktionsschritte
manuell erfolgen müssen.
In einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung, wird eine Suspension, die erfindungsgemäße MGPs
enthält,
aus einem Vorratsbehälter
entnommen, und partielle Volumen werden unterschiedlichen Reaktionsbehältern hinzugefügt. Reaktionsgefäße können Reaktionsröhrchen sein,
die aus Kunststoffen bestehen, möglicherweise
im Mikrotiterplatten-Format und 96 oder 384 oder Vertiefungen enthalten,
in denen eine Reaktion durchgeführt
werden kann. Jedoch können
diese Behälter
auch aus anderem Material hergestellt sein, z. B. aus Stahl.
-
In
den bevorzugten Ausführungsformen
der Erfindung wird das erfindungsgemäße Kit zur Aufreinigung von
Nukleinsäuren
in der Forschung, Bioanalytik oder in der Diagnostik verwendet.
Das erfindungsgemäße Kit oder
das erfindungsgemäße Verfahren
kann in einem Hoch-Durchsatz-Format
verwendet werden, d. h. in einem automatisierten Verfahren, das
die Analyse einer hohen Anzahl unterschiedlicher Proben in einer sehr
kurzen Zeitspanne erlaubt.
-
Der
Fachmann weiß von
den Lehren und dem erfindungsgemäßen Beispiel,
wie man die anderen Proteasen identifiziert, die in einer äquivalenten
Weise wie die erfindungsgemäße Protease,
d. h. die Protease Esperase, arbeiten. Dadurch ist es auch möglich, variante
oder mutierte Proteine der Esperase zu identifizieren, die auf äquivalente
Weise wie Esperase arbeiten. "Mutierte
Aminosäure-Sequenz" "mutiertes Protein" oder "mutiertes Polypeptid" bezieht sich ein auf Polypeptid, dessen
Aminosäuresequenz
von einer nativen Sequenz abweicht oder von einer Nukleotidsequenz
codiert wird, die von einer nativen Sequenz absichtlich variant
gemacht wurde. "Mutiertes
Protein" "Variantes Protein" oder "Mutein" steht für ein Protein,
das eine mutierte Aminosäure-Sequenz
umfasst und Polypeptide aufweist, die sich von der Aminosäuresequenz
der nativen Esperase aufgrund von Aminosäuredeletionen, -substitutionen
oder -beiden unterscheiden. "Native
Sequenz" bezieht
sich auf eine Aminosäure-
oder eine Nukleinsäuresequenz,
die zu einem Wild-Typ oder zu einer nativen Form eines Gens oder
Proteins identisch ist.
-
Zum
Auffinden dieser varianten oder mutierten Proteine stellt man Lösungen her,
die zu den in Beispiel 1 beschriebenen Reagenzien und zu den Puffern
identisch sind, wobei Esperase als Standard für die Bestimmung der Proteaseaktivität verwendet
wird. Hauptsächlich
analysiert der Fachmann auf dem Gebiet die interessierende Protease,
wie im Protokoll zur chromatographischen Analyse der Plasma-Protein-Spaltung
beschrieben (siehe Beispiel 3). Die fragliche Protease wird weiter
durch seine Eigenschaften in der Proben-Präparation
mit nachfolgender PCR-Amplifikation und Nachweis des amplifizierten
Produkts analysiert (siehe Beispiel 2). Für einen Vergleich mit dem offenbartem
Enzym Esperase ist die die Untersuchung der Aufbewahrungsstabilität (siehe
Beispiel 6) oder die Auswertung der Enzymaktivität in Anwesenheit der chaotropen
Mittel (siehe Beispiel 5) von weiterem Interesse. Berücksichtigt
man die Resultate dieser Untersuchungen, kann der Fachmann auf dem
Gebiet entscheiden, ob eine interessierende Protease in einer äquivalenten
Weise als Protease Esperase arbeitet, die durch die Erfindung offenbart
wird.
-
Eine
weitere Ausführungsform
der Erfindung ist eine wässrige
Zusammensetzung einer erfindungsgemäßen Protease, d. h. einer Protease,
die wenigstens 80% Identität
zur Aminosäuresequenz
SEQ ID NO 1 aufweist, wobei die Zusammensetzung 10 mM Tris-Acetat,
5 mM Calciumchlorid, 5 mM Calciumacetat, 1 mM EDTA, 50% (V/V = Volumen/Volumen)
Glycerin mit einem pH-Wert von 5,5 umfasst. Diese Zusammensetzung ist
ein idealer Aufbewahrungspuffer für Esperase (siehe Beispiel
6). Der Fachmann kann unter Berücksichtigung
der Lehren von Beispiel 5 auch die Zusammensetzung des Puffers modifizieren,
solange die erfindungsgemäße Protease
in der modifizierten Puffer-Zusammensetzung gleichmäßig stabil
ist. In einer weiteren Ausführungsform
ist die Aminosäuresequenz
der Protease in der vorstehend beschriebenen Zusammensetzung die
Aminosäuresequenz
SEQ ID NO 1, ein proteolytisches Derivat davon mit Proteaseaktivität oder die
Aminosäuresequenz
SEQ ID NO 2. In einer weiteren Ausführungsform wird die Aminosäuresequenz
der erfindungsgemäßen Protease
in der oben beschriebenen Zusammensetzung von der Nukleinsäuresequenz
SEQ ID NO 3, einem Teil davon oder einer degenerierten Version der
Nukleinsäuresequenz
SEQ ID NO 3 codiert. Die erfindungsgemäße Zusammensetzung kann bei
der Proben-Präparation
oder in den Proben-Präparationsverfahren,
insbesondere im erfindungsgemäßen Verfahren,
zur Aufreinigung der Nukleinsäuren
oder bei der Diagnostik oder in der diagnostischen Analyse verwendet
werden.
-
Die
folgenden Beispiele, Literaturstellen, das Sequenzprotokoll und
die Figuren sollen das Verständnis der
Erfindung lediglich unterstützen,
dessen wahrer Schutzbereich in den beigefügten Ansprüchen festgelegt wird.
-
Beispiel 1: Reagenzien und Puffers
-
1.1 Proteasen
-
Die
folgenden Proteasen wurden auf ihre Eignung bei dem Probenherstellungsverfahren
untersucht
| Alcalase | (Novo
Nordisk) |
| Proteinase
K (60 mg/ml) | Roche
Diagnostics, Cat. No. 1 964 372 |
| Subtilisin
A (19 mg/ml) | (Novo
Nordisk) |
| Esperase
(24 mg/ml) | (Novo
Nordisk) |
| Chirazym
(31 mg/ml) | |
| Novozym
539 | (Novo
Nordisk) |
| Novo
47002 | (Novo
Nordisk) |
| Novocor
PL | (Novo
Nordisk) |
| Pronase | (Roche
Diagnostics, Cat. No. 165 921) |
-
1.2 Puffer:
-
1.2.1 Lyse- und Bindungspuffer:
-
Lyse-
und Bindungspuffer wurden hergestellt aus:
5 M Guanidiumthiocyanat
15%
Polydocanol
1% Dithiothreitol (DTT)
15 mM Bis-TRIS, pH-Wert
6,0
-
1.2.2 Waschpuffer:
-
Der
Waschpuffer hatte die folgende Zusammensetzung:
50% Ethanol
50
mM NaCl
10 mM Bis-TRIS, pH 6,0
-
1.2.3 Elutionspuffer:
-
Der
Elutionspuffer war RNase-freies destilliertes Wasser.
-
1.3 Magnetische Glas-Partikel:
-
Magnetische
Glaspartikel wie beschrieben in
WO
01/37291 wurden in Isopropanol bei einer Konzentration
von 6 mg/ml suspendiert. Die magnetischen Glaspartikel können auch
aus dem MagNA Pure LC DNA Isolations-Kit I (Roche, Mannheim, Deutschland)
entnommen werden.
-
1.4 Puffer für den Protease-Activitätstest
-
Puffer:
-
- 50 mM Tris/HCl pH-Wert 8,2
- 10 mM Calciumchlorid
-
Substratlösung:
-
- 200 mM Suc-Ala-Ala-Pro-Phe-p-Nitroanilid in Dimethylsulfoxid
(DMSO)
-
Beispiel 2 Probenpräparationsverfahren und Polymerasekettenreaktion
-
2.1 Protease-Spaltung und Lyse:
-
80 μl Protease-Lösung wird
mit 420 μl
Probenmaterial (beispielsweise Plasma mit einer spezifischen Viruskonzentration)
versetzt und gemischt. 500 μl
Lyse- und Bindungspuffer werden zugegeben, und die Lösung wird
10 min bei Raumtemperatur gemischt.
-
2.2 Bindung:
-
500 μl der Suspension
der magnetischen Glaspartikel in Isopropanol werden zugegeben, und
die Lösung
wird 20 min bei Raumtemperatur gemischt.
-
2.3 Waschen:
-
Nach
dem Bindungsschritt werden die magnetischen Glaspartikel von der
Lösung
mit einem Magnet getrennt und fünfmal
mit 750 μl
Waschpuffer pro Waschzyklus gewaschen.
-
2.4 Elution:
-
Nach
dem letzten Waschzyklus werden die magnetischen Glaspartikel mit
einem Magnet aus der Suspension getrennt und der Waschpuffer wird
von den magnetischen Glaspartikeln abgesaugt, und es werden 100 μl Elutionspuffer
zugegeben. Die Suspension wird für
15 min bei 80°C
gemischt und inkubiert. Nach dem Elutionsschritt werden die magnetischen
Glaspartikel wieder mit einem Magnet getrennt, und der Überstand, der
die virale Nukleinsäure
enthält,
wird geerntet.
-
2.5 Protokoll Amplifikation/Nachweis:
-
Mit
Ausnahme der Primer wurde alle Reagenzien von Roche Molecular Biochemicals
bezogen. Master Mix HCV:
| Reagenz | konz./PCR |
| Bicine-Puffer
(pH 8,3) | 1× |
| MnOAc | 2,5
mM |
| dNTP
Mix mit dUTP | |
| dUTP | 0,6
mM |
| dATP/dCTP/dGTP | jeweils
0,2 mM |
| Primer
KY 80 (F) | 300
nMol |
| Primer
KY 78-bio (R) | 300
nMol |
| Tth-Polymerase | 10
U |
| Uracil-N-glycosylase
(UNG) | 2
U |
Master Mix HIV:
| Reagenz | konz./PCR |
| Bicine-Puffer
(pH 8,3) | 1× |
| MnOAc | 1,25
mM |
| dNTP
Mix with dUTP | |
| dUTP | 0,6
mM |
| dATP/dCTP/dGTP | jeweils
0,2 mM |
| Primer
SK 462-bio (F) | 200
nMol |
| Primer
SK 431-bio (R) | 200
nMol |
| Tth-Polymerase | 15
U |
| UNG | 2
U |
Master Mix HBV:
| Reagenz | konz./PCR |
| DNA-Master
Mix | 1× |
| MgCl2 | 3,0
mM |
| Primer
1 (F) | 200
nMol |
| Primer
2 (bio (R)) | 200
nMol |
| UNG | 2
U |
-
20 μl des Eluats
aus dem Probenherstellungsverfahren, das die Zielnukleinsäure, beispielsweise
Virus-RNA (HCV, HIV) oder Virus-DNA (HBV) enthält, werden mit 100 μl Mastermix
gemischt. Die Amplifikation erfolgt mit einem Perkin-Elmer Thermocycler
9600 mit den folgenden Thermocycler Programmen: HCV:
| UNG
Schritt | 1× | 10
min 37°C |
| RT
Schritt | 1× | 30
min 60°C |
| | 1× | 1
min 95°C |
| PCR | 2× | 10
sec 95°C |
| | | 20
sec 60°C |
| | 33× | 15
sec 90°C |
| | | 20
sec 60°C |
| | 1× | 7
min 72°C |
HIV:
| UNG
Schritt | 1× | 10
min 37°C |
| RT
Schritt | 1× | 30
min 60°C |
| PCR | 4× | 10
sec 95°C |
| | | 10
sec 55°C |
| | | 10
sec 72°C |
| | 31× | 10
sec 90°C |
| | | 10
sec 60°C |
| | | 10
sec 72°C |
HBV:
| UNG
Schritt | 1× | 10
min 37°C |
| PCR | 35× | 30
sec 92°C |
| | | 30
sec 55°C |
| | | 40
sec 72°C |
-
Für den Nachweis
des amplifizierten Materials wurde ein sehr empfindlicher nicht-isotroper
Ansatz auf der Basis der Elektrochemilumineszenz (ECL) verwendet.
Ruthenium-tris(bipyridyl)-markierte Oligonukleotide (Fangproben)
wurden spezifisch an die biotinylierten denaturierten Amplikons
hybridisiert. Anschließend
wurde das Hybrid an die Oberfläche
der von mit Streptavidin beschichteten Magnetkügelchen gebunden. Nach dem
Fangen der Kügelchen
auf einer Elektrode mit einem permanenten Magnet wurde die ECL-Reaktion
der Rutheniummarkierung durch Anlegen von Spannung getriggert. Für Einzelheiten
des ECL-Nachweisverfahrens siehe Hoyle et al. (13). Der gesamte
automatisierte ECL-Nachweis erfolgte an einer Instrumentalplattform (Präprototyp
von Elecsys 1010); Boehringer Mannheim GmbH). HCV:
| KY80 | SEQ
ID NO: 4 |
| KY78 | SEQ
ID NO: 5 |
| Sonde | SEQ
ID NO: 6 |
HIV:
| SK
462 | SEQ
ID NO: 7 |
| SK
431 | SEQ
ID NO: 8 |
| Sonde | SEQ
ID NO: 9 |
HBV:
| Primer
1 | SEQ
ID NO: 10 |
| Primer
2 | SEQ
ID NO: 11 |
| Sonde | SEQ
ID NO: 12 |
Ergebnis
| Virus | Proteinase
K (ECL Zählungen × 10–3) | Pronase
(ECL Zählungen × 10–3) | Subtilisin
A (ECL Zählungen × 10–3) | Esperase
(ECL Zählungen × 10–3) | Chirazym
(ECL Zählungen × 10–3) |
| HIV | 278 | 62 | 62 | 210 | 214 |
| HCV | 184 | 22 | 49 | 179 | 249 |
| HBV | 371 | 30 | 241 | 300 | 446 |
-
Nur
die Verwendung von Esperase und Chirazym für den Abbau von Plasmaproteinen
bei dem Probenpräparationsverfahren
ergibt ein ECL-Signal, das mit dem Signal vergleichbar ist, das
durch die Verwendung von Proteinase K in dem Probenpräparationsverfahren
erzeugt wird.
-
Example 3 Protokoll Chromatographie-Analysis
der Plasmaprotein-Spaltung:
-
Die
Proteinspaltung und die Lysis erfolgten wie beschrieben. Jeweils
100 μl der
lysierten Lösung
wurden in ein Hochdruckflüssigkeitschromatographie-Gerät (HPLC)
(Dionex, Gynkothek) gespritzt und auf einer Umkehrphasensäule (C4,
Vydac, 4,6 mm × 150
mm) in einem linearen Gradient von 0–80% Acetonitril in 0,1% Trifluoressigsäure (TFA)
getrennt. Peaks wurden bei einer Wellenlänge von 220 nm und 280 nm nachgewiesen.
| Protease | Plasma-Proteinspaltung |
| | mit
ungestresster Protease | mit
Protease, gestresst durch Wärmebehandlung
(nach 3 Tagen Inkubation bei 45°C
in Aufbewahrungspuffer* |
| Esperase | ++ | ++ |
| Proteinase
K | ++ | ++ |
| Pronase | ++ | – |
| Subtilisin
A | ++/+ | + |
| Alcalase | + | nicht
untersucht |
| Novozym
539 | + | nicht
untersucht |
| Novo
47002 | – | nicht
untersucht |
| Novocor
PL | – | nicht
untersucht |
- * Aufbewahrungspuffer-Zusammensetzung:
10 mM Tris-Acetat,
5 mM Calciumchlorid, 5 mM Calciumacetat, 1 mM EDTA, 50% (V/V) Glycerin
mit einem pH-Wert von 5,5
-
In
der 1 ist der Vergleich der Spaltung
von EDTA-Plasma gegen Citratplasma mit Esperase (siehe 1a)
und Proteinase K (siehe 1b) gezeigt.
-
Beispiel 4 Bestimmung des pH-Wert-Optimums
-
Das
pH-Wert-Optimum von Esperase wurde mit dem pH-Wert-Optimum der Proteinase K mit den
Puffern wie grundlegend beschrieben unter 1.1.4 mit variierendem
pH-Wert verglichen. Das pH-Wert-Optimum war mehr im neutralen pH-Wert-Bereich
als bei Proteinase K (siehe 2).
-
Probe:
10 mg Protein werden in 1 ml dest. Wasser gelöst. Vor der Bestimmung wird
die Probe mit dest. Wasser verdünnt,
so dass der Anstieg der Extinktion in dem Test zwischen 0,02 und
0,05 E ist.
-
Probenpuffer:
-
- • pH-Bereich:
5,5 bis 7,5: 50 mM Bis-Tris + 10 mM CaCl2 werden
mit 2 N HCl oder 2 N NaOH auf den jeweiligen pH-Wert eingestellt.
- • pH-Bereich
7,5 bis 9,5: 50 mM Tris-Base + 10 mM CaCl2 werden
mit 2 N HCl oder 2 N NaOH auf den jeweiligen pH-Wert eingestellt.
-
Substrat:
Suc-Ala-Ala-Pro-Phe-p-Nitroanilid (200 mM gelöst in Dimethylsulfoxid (DMSO)). Messung:
| • Pipettierschema: | 2,00
ml Probenpuffer |
| | 0,02
ml Substrate |
| | 0,05
ml Probe |
| • Messtemperatur: | 25°C |
| • Messwellenlänge: | 405
nm |
| • Bestimmung: | Der
lineare Anstieg der Extinktion (de/min) wird zwischen 2 und 6 min
bestimmt. |
| • Schichtdicke: | 1
cm |
-
-
Relative
Aktivität:
Für jede
Probe wird die höchste
gemessene Aktivität
als der Wert für
100% angesehen, und die Aktivitäten
bei anderen pH-Wert-Werten
werden durch Bestimmen der prozentualen Beziehung zu diesem Wert
ermittelt.
-
Beispiel 5 Bestimmung der Enzymaktivität in Anwesenheit
chaotroper Mittel
-
Die
Enzymaktivität
der Esperase wurde mit der Enzymaktivität von Proteinase K in der Anwesenheit chaotroper
Mittel mit den Puffern, wie grundlegend beschrieben unter 1.1.4
beschrieben, mit steigenden Mengen an chaotropem Mittel verglichen.
Die Esperase hielt mehr Aktivität
in der Anwesenheit von chaotropen Mitteln (siehe 3 und 4).
Diese niedrigere Restaktivität
ist vorteilhaft, da die Proteinspaltung durch Esperase sehr rasch
in der Anwesenheit von chaotropen Mitteln (≤ 1 min) verläuft. Dies ist von Vorteil,
da weniger aktive Esperase in die Amplifikationsreaktion überführt wird,
wo sie die Amplifikationsreaktion stören könnte.
- • Protease-Lösung: 20
mg/ml Protease
- • Probe:
500 μl chaotropes
Mittel
50 μl
Protease-Lösung.
- • Die
Aktivität
der Protease wird in verschiedenen Lösungen bestimmt. Dann wird
die Probe für
15 min bei 25°C
inkubiert, und die Restaktivität
in verschiedenen Mitteln bestimmt.
-
Bestimmung der Aktivität:
-
- • Testpuffer:
50 mM Tris·HCl
pH-Wert = 8,2; 10 mM CaCl2
- • Substrat:
200 mM Suc-Ala-Ala-Prp-Phe-p-Nitroanilid in DMSO
- • Messtemperatur:
25°C
- • Messwellenlänge: 405
nm
-
Bestimmung:
siehe Bestimmung des pH-Wert-Optimums.
-
Beispiel 6 – Aufbewahrungsstabilität:
-
Die
Stabilität
der Proteasen wurde durch Beobachten der proteolytischen Aktivität unter
thermischem Stress in Aufbewahrungspuffer (Zusammensetzung: 10 mM
Tris-Acetat, 5 mM Calciumchlorid, 5 mM Calciumacetat, 1 mM EDTA,
50% (V/V) Glycerin mit einem pH-Wert von 5,5) bestimmt. Ein kinetischer
Test mit Suc-Ala-Ala-Pro-Phe-p-Nitroanilid als Substrat wurde verwendet.
Kurz vor der Verwendung muss die Proteaseprobe auf eine Konzentration
von 1–3 μg/ml mit
destilliertem Wasser verdünnt
werden. 2 ml Puffer wurden mit 0,02 ml Substrat und 0,05 ml verdünnter Probe
gemischt. Die Freisetzung von p-Nitroanilin
aus dem Substrat bei 25°C
wurde photometrisch bei 405 nm gemessen. Die Zeitkurve der Stabilität der Esperase
im Vergleich mit Proteinase K ist in der
5 gezeigt.
Als Ergebnis dieses Experiments konnte gezeigt werden, dass die
Esperase in Aufbewahrungspuffer sogar nach einem längeren Zeitraum
sehr stabil ist.
| Protease | Restaktivität nach 3
Tagen Inkubation bei 45°C
in Aufbewahrungspuffer (Zusammensetzung siehe oben) |
| Esperase | 88% |
| Proteinase
K | 94% |
| Pronase | 89% |
| Subtilisin
A | 45% |
-
Literaturliste
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WO 98/20115
-
-
-
-
-
-
-
-
((Key for Sequence listing))
-
Page 1
-
- SEQUENCE LISTING = SEQUENZPROTOKOLL
- Methods for the analysis... = Verfahren zur Analyse von Nicht-Protein-Komponenten
mit einer Protease aus einem Bacillus-Stamm
-
Page 5
-
- modified_base = modifizierte_Base
- Biotin derivatization = Biotinderivatisierung
-
Page 6
-
- modified_base = modifizierte_Base ((3×))
- -derivatisation = -Derivatisierung
- Human immunodeficiency virus = Menschlicher Immunschwächevirus
((2×))
- Biotin derivatization = Biotinderivatisierung ((2×))
-
Page 7
-
- Human immunodeficiency virus = Menschlicher Immunschwächevirus
- modified_base = modifizierte_Base ((2×))
- -derivatisation = -Derivatisierung
- Biotin derivatization = Biotinderivatisierung
- Figure = Figur ((6×))
-
3/6
-
- relative activity = relative Aktivität
-
4/6
-
- relative activity = relative Aktivität
-
5/6
-
- relative activity after 15' at 25°C = relative Aktivität nach 15' bei 25°C
-
6/6
-
- Stability in Storage Buffer at 45°C = Stabilität in Aufbewahrungspuffer bei
45°C
- Recovery = Ausbeute
- Incubation time (days) = Inkubationszeit (Tage)