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DE60133634T2 - Verfahren zur herstellung von alkalisiertem kakao - Google Patents

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DE60133634T2 DE60133634T DE60133634T DE60133634T2 DE 60133634 T2 DE60133634 T2 DE 60133634T2 DE 60133634 T DE60133634 T DE 60133634T DE 60133634 T DE60133634 T DE 60133634T DE 60133634 T2 DE60133634 T2 DE 60133634T2
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Description

  • Erfindungsgebiet
  • Die vorliegende Erfindung betrifft die Produktion von alkalisiertem Kakao.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Bei der Herstellung von Kakao ist es oft wünschenswert, für zahlreiche Anwendungen einen alkalisierten Kakao herzustellen. Alkalisierter Kakao hat einmalige Geschmackseigenschaften und ein dunkleres oder fast schwarz erscheinendes Aussehen im Gegenteil zu Kakao, der nicht alkalisiert wurde. Alkalisieren (auch bekannt als „Dutching") wird in einer bekannten Art und Weise durchgeführt, indem die Kakaomasse mit dem alkalisierenden Stoff, typischerweise in Form einer wässrigen Lösung, in Kontakt gebracht wird. Solche alkalisierenden Stoffe umfassen zum Beispiel Kaliumhydroxid, Kaliumkarbonat, Natriumhydroxid, Natriumkarbonat, Natriumbikarbonat, Ammoniumbikarbonat, Ammoniumhydroxid oder Mischungen aus diesen. Die FDA hat strenge Regeln zur Regulierung sowohl der zugelassenen Alkalisierungsstoffe und der obersten Grenze, bis zu der die Alkalisierungsstoffe oder Kombinationen von diesen benutzt werden dürfen.
  • Im Speziellen wird das Alkalisieren typischerweise sowohl an Kakaobohnenkernen oder Nibs, als auch an Kakaopulver angewandt, oder an Stücken von Presskuchen, die zunächst auf ein bestimmtes Maß von weniger als 6,35 mm (1/4 inch) oder noch gebräuchlicher weniger als 3,18 mm (1/8 inch) Durchmesser zerkleinert werden. Der Kakao wird dann mit einer wässrigen Lösung von einem oder mehreren der zugelassenen Alkalisierungsstoffe in bekannter Weise gemischt. Dieses Gemisch wird dann normalerweise während des Vermischens in einem Kessel erhitzt. Für rötlich gefärbte Kakaos wird normalerweise noch während der Reaktionsphase Luft in den Mixer eingeblasen. Für die Produktion von schwarzen Kakaos wird die Zugabe von Luft minimiert. Das Kochen kann unter atmosphärischen Bedingungen oder unter Druck durchgeführt werden, gefolgt von atmosphärischen oder sogar Vakuumbedingungen, um das Trocknen (das heißt, das Entfernen von Feuchte) zu beschleunigen. Wenn die Alkalisierungsbehandlung in Bezug auf die alkalisierten Nibs beendet ist, werden sie zu einer mehlartigen Masse gemahlen, und der Fettgehalt wird durch die Benutzung von hydraulisch angetriebenen Pressen reduziert, um alkalisierten Kakaopresskuchen zu erzeugen. Der alkalisierte Kakao wird normalerweise in sehr feine Teilchengrößen gemahlen (typischerweise zu einer Spezifikation von 99% durch einen 200er Siebraster). In der Patenschrift US 3,997,680 wird beispielsweise ein Verfahren zum Alkalisieren von pulverisiertem Kakaopresskuchen beschrieben.
  • Ein nachteiliger Effekt der durch das Alkalisieren von Kakao verursacht wird, ist die Bildung von Seife, wegen des Zusammenwirkens des Alkalisierungsstoffs und dem Fett (und/oder freien Fettsäuren), die in der Kakaomasse vorhanden sind. Die Seifenbildung tritt noch in größerem Umfang als ein Resultat von extremen Alkalisierungsbedingungen auf, die gebraucht werden zur Ausbildung von sehr dunklem oder schwarzem alkalisierten Kakao. Zusammengefasst kann gesagt werden, dass obwohl in erster Linie zur Bestimmung der Qualität des alkalisierten Kakaos der Duft und die Farbe dienen, ein quantitativer Maßstab die Menge von Seife in dem hergestellten Kakao ist.
  • Die Fließeigenschaften von Kakaomasse oder von hergestelltem Kakao ist eine weitere wichtige Erwägung bei der Herstellung von Kakao. Speziell ist es wünschenswert, die Entwicklung eines Kakaos zu verhindern, der dazu tendiert, leicht an den Herstellungsgeräten zu kleben. Das kann Verzögerungen in der Herstellung verursachen, Schwierigkeiten beim Zermahlen in die gewünschte Feinheit, und zu möglichen Schäden an den Maschinenteilen. Alkalisierter Kakao tendiert oft dazu, dass es wahrscheinlicher ist, diese nachteiligen Fließeigenschaften zu entwickeln.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung stellt ein Verfahren zur Herstellung von alkalisiertem Kakao zur Verfügung, das folgende Schritte umfasst: zuerst wird Fett aus der Kakaomasse entfernt, um eine fettreduzierte Kakaomasse zu bilden, dann wird der fettreduzierte Kakao alkalisiert, um alkalisierten Kakao zu bilden. Der Schritt des Fettentfernens wird durchgeführt, bis die fettreduzierte Kakaomasse einen Fettgehalt von weniger als vier Gewichtsprozent aufweist.
  • Diese Reihenfolge der Verarbeitung führt zu einer Minimierung der Seifenbildung, verbessert den Geschmack, und führt im Ergebnis zu einem veredelten Kakao mit verbesserten Verarbeitungseigenschaften gegenüber einem Kakao, der zuerst alkalisiert wird. Die Erfindung führt zu den effektivsten und wertvollsten Ergebnissen, wenn sie extremeren Alkalisierungsbedingungen ausgesetzt wird, wie zum Beispiel solchen zur Herstellung von sehr dunklem oder schwarz alkalisiertem Kakaopulvern.
  • Ein Ziel ist es, ein alkalisiertes Kakaopulver von höherer Qualität herzustellen, als nach den konventionellen Methoden hergestellt werden kann, wenn mit einem Kakaopresskuchen oder Kakaopulver mit normalen Fettgehalt (typischer Kakaobuttergehalt 10–12%) begonnen wird. Im Ergebnis umfassen die Schritte des Verfahrens einer Ausführungsform der Erfindung zuerst die Reduktion des Fettgehalts des Kakaos von dem Fettgehalt, der typischerweise durch konventionelles hydraulisches Pressen von Kakaopulver oder Kakaopresskuchen (10–12% Fett) vorhanden ist, das Alkalisieren des fettreduzierten Kakaos, und optional die Wiedereinführung von Kakaobutter und/oder anderen Fetten, um den Kakao „wieder herzustellen". Der kritische Verfahrensschritt ist das Entfernen eines erheblichen Teils der Kakaobutter vor dem Alkalisierungsprozess.
  • Sowohl die vorstehende allgemeine Beschreibung, als auch die folgende detaillierte Beschreibung sollen als beispielhaft für die Erfindung verstanden werden, nicht als einschränkend.
  • Detaillierte Beschreibung der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung ist auf ein Verfahren zur Herstellung von alkalisiertem Kakao gerichtet. Die Erfindung umfasst das Entfernen von Fett aus einer Kakaomasse, um eine fettreduzierte Kakaomasse herzustellen, und die anschließende Alkalisierung des fettreduzierten Kakaos, um alkalisierten Kakao zu bilden. Wie hierin benutzt, bezieht sich der Begriff „Kakaomasse" auf eine Mischung von Kakaofett und Kakaofeststoffen, die noch nicht alkalisiert wurde. Zum Beispiel beinhaltet die Kakaomasse Kakaoflüssigkeit, welche von dem Mahlen der geschälten Kakaobohnen herrührt und typischerweise einen Fettgehalt von 50–58% hat. Die Kakaomasse schließt auch Kakaopresskuchen, ein Kuchen, der durch hydraulische oder Schraubenpressung gebildet wird, um einen Teil des Fett aus der Kakaoflüssigkeit zu entfernen, ein, oder Kakaopulver, das gemahlener oder zerkleinerter Kakaopresskuchen ist. Kakaopresskuchen oder Kakaopulver haben oft einen Fettgehalt zwischen 10 bis 12 Prozent. Die Kakaomasse kann jede Mischung von Kakaofett und Kakaofeststoffen enthalten, einschließlich einer, aus der noch kein Fett entfernt wurde, einer die einer teilweisen Pressung unterzogen wurde (wie zwischen 20–50%) oder einer, die der vollen hydraulischen oder Schraubenpressung unterzogen wurde, wie eine mit einem Fettgehalt so niedrige wie ca. 8%. Insgesamt umfasst der Begriff Kakaomasse eine nicht alkalisierte Mischung mit einem Fettgehalt so hoch wie er in der Kakaoflüssigkeit zu finden ist, bis zu einem niedrigen Fettgehalt, der aber immer noch einen merkbaren Einfluss hat, und, wenn alkalisiert, einen (im Geschmack) wahrnehmbaren Seifenanteil aufweist.
  • Der Schritt zum Entfernen von Fett aus einer Kakaomasse umfasst jede Kombination von bekannten Fettentfernungsmethoden, wie die Nutzung einer hydraulischen Presse, einer Schraubenpresse, oder einen Extraktionsprozess, oder Kombinationen davon. Wenn die Kakaomasse zum Beispiel ein Kakaopulver oder ein Kakaopresskuchen ist, kann der Schritt des Fettentfernens die Extraktion des Fetts durch einen Kontakt der Kakaomasse mit einem verflüssigtem Lösemittel umfassen, und das Verfahren umfasst auch die Trennung des Lösemittels von der fettreduzierten Kakaomasse. Zu diesem Zweck kann jedes bekannte Lösungsmittel benutzt werden, wie beispielsweise unter vielen anderen Propan, Butan und Hexan. Überkritisches CO2 kann auch benutzt werden, um Fett aus der Kakaomasse zu entfernen, wie in dem US Patent Nr. 5,753,296 beschrieben ist, das ein Verfahren zur Bereitung eines hyperallergischen Kakaopulvers beschreibt. Für das hierin beschriebene Verfahren wird das Fett aus der Kakaomasse jedoch durch die Extraktion mit einem Lösungsmittel entfernt, und nicht mit überkritischem CO2. Es gibt zahlreiche bekannte Verfahren in dem Fachbereich um diese Extraktion zu erreichen, zum Beispiel solche, wie im US Patent Nr. 6,111,119 beschrieben sind. Die international veröffentlichte Anmeldung WO 98/34496 beschreibt ebenfalls ein Verfahren zur Extraktion von Fett aus einer sehr fetthaltigen Kakaomasse mittels Lösungsmitteln.
  • Alternativ, wenn auch weniger bevorzugt, kann die Kakaomasse eine Kakaoflüssigkeit sein, wobei dann der Schritt der Fettentfernung aus der Kakaomasse umfassen kann, dass zuerst Druck in einer Presse ausgeübt wird, um einen ersten Teil des besagten Fetts zu entfernen, und einen zweiten Teil des Fetts durch einen Kontakt der Kakaomasse mit einem verflüssigtem Lösungsmittel zu extrahieren, wie oben beschrieben, wobei in diesem Fall das Verfahren auch die Trennung des Lösemittels von der fettreduzierten Kakaomasse mit einschließt. Alternativ kann der Schritt des Fettentfernens eine Extraktion von Fett aus der Kakaoflüssigkeit allein durch den Kontakt der Kakaoflüssigkeit mit einem verflüssigten Lösemittel aufweisen, wodurch der Einsatz einer hydraulischen oder Schraubenpresse vermieden wird.
  • Wie oben erwähnt, umfasst die vorliegende Erfindung zuerst die Entfernung von Fett aus einer Kakaomasse, dann die Alkalisierung des fettreduzierten Kakaos, um einen alkalisierten Kakao zu bilden. Der Umfang, um welches das Fett entfernt wird, muss nicht grundsätzlich das ganze in der Kakaomasse vorhandene Fett sein, sondern nur die Menge, damit das anschließende Alkalisieren der fettreduzierten Kakaomasse nicht in der Bildung einer wahrnehmbaren oder spürbaren Menge von Seife resultiert. Das obere Limit des Fettgehalts der fettreduzierten Kakaomasse hängt ab vom Endgebrauch des verarbeiteten Kakaos und dem Umfang des notwendigen Alkalisieren. Wenn beispielsweise die Verwendung des Kakaos einen sehr dunklen Kakao verlangt, was extreme Alkalisierungsbedingungen verlangt, wird die Seifenbildung regelmäßiger und in einem größeren Umfang auftreten. In diesem Fall würde ein relativ niedriger Ausgangsfettgehalt in der fettreduzierten Kakaomasse benötigt werden. Ein Fettgehalt von ungefähr vier Gewichtsprozent wäre ausreichend, um einen hergestellten Kakao zu erhalten, der eine reduzierte Menge an Seife, und damit einen verbesserten Geschmack, verbesserte Farbe und/oder verbesserte Fliescharakteristiken aufweist, als ein hergestellter Kakao, der dem Alkalisieren mit einem höheren Fettgehalt unterzogen wird. Der Schritt des Fettentfernens wird fortgesetzt, bis eine fettreduzierte Kakaomasse mit einem Fettgehalt von weniger als vier Gewichtsprozent erreicht ist, noch bevorzugter weniger als ein Gewichtsprozent.
  • Der Schritt des Dutchens oder Alkalisierens der fettreduzierten Kakaomasse kann nach jeder in den Fachkreisen bekannten Art durchgeführt werden. Wie oben erwähnt, umfasst das Alkalisieren der fettreduzierten Kakaomasse typischerweise den Kantakt der fettreduzierten Kakaomasse mit einer wässrigen Lösung eines Alkalisierungsmittels, das aus einer Gruppe, die aus Kaliumhydroxid, Kaliumkarbonat, Natriumhydroxid, Natriumkarbonat, Natriumbikarbonat, Ammoniumbikarbonat, Ammoniumhydroxid oder einer Mischung aus diesen besteht. Die speziellen Alkalisierungsbedingungen sind nicht entscheidend, um die Zielsetzungen der vorliegenden Erfindung zu erreichen, sondern sie werden eher durch die gewünschte Endverwendung des herzustellenden Kakaos vorgegeben.
  • Alkalisieren mit einer fettreduzierten Kakaomasse verlangt einige Überlegungen bezüglich der Anlagen, insbesondere wenn der Fettgehalt weniger als 1% ist. Strengere Staubkontrollmaßnahmen müssen getroffen werden, speziell innerhalb des Alkalisierungsreaktors, um feine Kakaopartikel daran zu hindern, mit dem Wasserdampf oder Wasserstrom während des Trocknungszyklus zu entweichen. Spezielle Hochtemperaturfilterbeutel oder -kassetten sind im Handel erhältlich zum Einbau in eine erhöhte Kuppel auf dem Reaktor. Wenn sehr dunkle, speziell schwarze Kakaos hergestellt werden, werden wegen der großen Wassermenge in dem Rezept hohe Viskositäten erreicht. Die Benutzung von Kakaos mit weniger Fett führt zu noch höheren Viskositäten. Dies verlangt noch robuster ausgeführte Rührbewegungen oder reduzierte Gebindegrößen. In der Produktion von schwarzem Kakao mittels Kakao mit weniger Fett werden auch wesentlich härtere Partikel gebildet, wodurch eine intensivere Mahlung oder Zerkleinerung notwendig wird.
  • Mit diesem Verfahren werden zwei Produkte entwickelt: Kakaobutter und alkalisiertes Kakaopulver. In einer Ausführung der vorliegen Erfindung kann das alkalisierte Kakaopulver als alkalisiertes Kakaopulver mit niedrigem Fettgehalt verkauft werden. Gemäß einer alternativen Ausführung wird nach dem Alkalisierungsprozess Fett zurück zu dem entfetteten alkalisierten Kakaopulver gegeben. Die Art des Fetts, falls eines zu dem entfetteten alkalisiertem Kakao dazugegeben wird, kann Kakaobutter oder nach Wunsch jede andere Art von Fett, oder Mischungen aus Fetten sein. Natürlich würden sich, wenn andere Fette als Kakaobutter dazugegeben werden, die Auszeichnungserfordernisse für das Produkt verändern. Dies kann in dem gleichen Behälter oder nach dem Transfer in einem anderen Behälter speziell für diesen Zweck erfolgen. Die Menge der zugegebenen Kakaobutter kann von Null bis zu jeder gewünschten Menge zur Herstellung eines alkalisierten Kakaopulvers mit dem erforderlichen Fettanteil variieren. Typischerweise sind alkalisierte Kakaos mit einem Fettgehalt (z. B. Kakaobutter) von weniger als 1% bis hin zu einem Fettgehalt von 24% erhältlich.
  • Insgesamt erkennt die vorliegende Erfindung, dass die Behandlung von typischem Kakaomaterial mit Alkalisierungsmitteln und Wasser dazu führt, eine einzigartige Farbe und einen einzigartigen Geschmack zu entwickeln, aber auch zu einer Verseifung eines Teils der Kakaobutter. Die Erfindung schlägt vor, zuerst einen Großteil der Kakaobutter aus dem Kakao zu entfernen, auf weniger als 4%, bevorzugt weniger als 1%. Nach der Reduktion des Fetts wird dann der normale Prozess zum Alkalisieren durchgeführt. Die Alkalisierung tritt bevorzugt dann ein, wenn der Fettgehalt der Kakaomasse seinen niedrigsten Wert während deren Verarbeitung hat.
  • Das Entfernen von Fett vor dem Alkalisieren reduziert die Menge des Fetts (Kakaobutter), die der wässrigen Alkalilösung unter Bedingungen ausgesetzt ist, die zu einer Verseifung eines Teils der Kakaobutter führen. Eine Reduktion der Fettmenge in dem Kakao vor dem Alkalisieren limitiert die Menge der Seife, die während des Alkalisierungsprozesses gebildet werden kann. Dies ist von speziellem Interesse im Hinblick auf die hoch alkalisierten Kakaos (z. B. schwarzer Kakao). Egal ob die Kakaobutter nach der Alkalisierung des Kakaos mit niederem Fettgehalt wieder zurückgegeben wird, oder ob das Produkt als Niederfettprodukt erhalten bleibt, die Verringerung der Seife (speziell im Hinblick auf hoch alkalisierte Kakaos) führt zu einem Produkt mit überragenden Fließeigenschaften, was dazu führt, dass das Mahlen leichter ist und ein Produkt entsteht, mit einem verbesserten Geschmack und dadurch mit einem möglicherweise höheren kommerziellen Wert.
  • Beispiel
  • Das folgende Beispiel ist eingefügt, um noch klarer die Art der Erfindung insgesamt zu demonstrieren. Diese Erfindung ist beispielhaft für die Erfindung, ohne diese zu beschränken.
  • Ein Gebinde von Kakaopresskuchen (Kakaopulver mit Fett mit einem Gewichtsanteil zwischen 10 bis 12%) wurde von einer ersten kommerziellen Quelle bezogen, und das Fett wurde unter Benutzung von Propan auf weniger als 1% Fett auf eine mit dem US Patent 6,111,119 übereinstimmenden Art entzogen. Nach der Herauslösung wurde eine wässrige Lösung von Ammoniumbikarbonat in einer ersten Dosierung zu der Probe gegeben und eine wässrige Lösung aus Natriumhydroxid wurde in einer zweiten Dosis zu der Probe gegeben. Die Mischung wurde dann durch Erhitzen auf über 110°C (230°F), unter Druck für 2 bis 4 Stunden gekocht, und dann unter atmosphärischen Bedingungen für 4 Stunden getrocknet und zum Schluss vakuumgetrocknet für 3 bis 4 Stunden. Die gesamte Zykluszeit zum Entfetten und Alkalisieren erreichte 16 Stunden.
  • Das Produkt wurde dann in einer Pinmühle mit einem Windsichter zu einer Feinheit von 99,5% durch eine 200er Siebraster gemahlen. Das Produkt wurde dann in einem Rezept benutzt um eine Waffelprobe herzustellen. Das gleiche Rezept wurde benutzt, um drei zusätzliche Vergleichswaffelproben herzustellen, aber statt eines entfetteten, alkalisiert Kakaos der vorliegenden Erfindung wurde das Folgende benutzt: (1) Kakaopulver aus einem gedutchten (oder alkalisierten) Kakaopresskuchen aus der ersten Quelle; (2) Kakaopulver von einem alkalisierten Presskuchen von einer zweiten kommerziellen Quelle; und (3) Kakaopulver von einem Presskuchen von einer alkalisierten geschälten Kakaobohne (z. B. Nib). Da jedes der Vergleichsbeispiele einen Kakaofettgehalt zwischen 10 bis 12% hatte, wurde der Rest des Fettgehalts der für die Waffeln vorgegeben war für die Waffel der vorliegenden Erfindung durch den Zusatz von Pflanzenfett aufgestockt.
  • Durch eine Blindverkostung durch Testpersonen wurde die Waffel die mit dem entfetteten alkalisierten Kakao der vorliegenden Erfindung im Geschmack als vergleichbar mit der Waffel befunden, die unter Benutzung des Kakaos des Vergleichsbeispiels (3) hergestellt wurde. Beide Waffeln, die mit dem entfetteten alkalisierten Kakao der vorliegenden Erfindung und die mit dem Kakao des Vergleichsbeispiels (3) wurden als besser empfunden, als die Waffeln die mit den Vergleichsbeispielen (1) und (2) hergestellt wurden. Es sollte festgehalten werden, dass alkalisierter Kakao, der von der geschälten Kakaobohne hergestellt wird, im Geschmack besser bewertet wird, als ein aus einem Presskuchen hergestellter alkalisierter Kakao, da etwa 90% der im Alkalisierungsprozess gebildeten Seife während der Pressung, die der Alkalisierung der geschälten Kakaobohne folgt, entfernt werden.

Claims (12)

  1. Verfahren zur Herstellung von alkalisiertem Kakao mit folgenden Schritten: Entfernen von Fett aus einer Kakaomasse zum Bilden einer fettreduzierten Kakaomasse mit weniger als 4% Massenanteil Fett, wobei der Schritt des Entfernens des Fetts Extrahieren des Fetts mit einer verflüssigten Lösung; und Alkalisieren der fettreduzierten Kakaomasse zum Bilden von alkalisiertem Kakao umfasst.
  2. Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei die Kakaomasse Kakaopulver oder Kakaopresskuchen umfasst und das Verfahren ferner das Trennen der Lösung von der fettreduzierten Kakaomasse umfasst.
  3. Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei die Lösung Propan oder Butan oder eine Mischung daraus ist.
  4. Verfahren gemäß Anspruch 2, wobei das Kakaopulver oder der Kakaopresskuchen etwa 10 bis 12% Massenanteil Fett umfasst.
  5. Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei die fettreduzierte Kakaomasse weniger als 1% Massenanteil Fett umfasst.
  6. Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei die Kakaomasse Kakaopaste ist.
  7. Verfahren gemäß Anspruch 6, wobei die Kakaopaste etwa 50 bis 58% Massenanteil Fett umfasst.
  8. Verfahren gemäß Anspruch 6, wobei der Schritt des Entfernen des Fetts Aufbringen von Druck in einer Presse zum Entfernen eines ersten Teils des Fetts und Extrahieren eines zweiten Teils des Fetts durch Kontaktieren der Kakaomasse mit einer verflüssigten Lösung umfasst, wobei das Verfahren ferner das Trennen der Lösung von der fettreduzierten Kakaomasse umfasst.
  9. Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei der Schritt des Alkalisierens der fettreduzierten Kakaomasse Kontaktieren der fettreduzierten Kakaomasse mit einer wässrigen Lösung eines Alkalisierungsmittels aus der Gruppe bestehend aus Kaliumhydroxid, Kaliumcarbonat, Natriumhydroxid, Natriumcarbonat, Natriumbicarbonat, Ammoniumbicarbonat, Ammoniumhydroxid oder einer Mischung daraus umfasst.
  10. Verfahren gemäß Anspruch 1, ferner umfassend ein Hinzufügen von Fett zu dem alkalisierten Kakao zum Bilden eines rekonstituierten Produkts.
  11. Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei das Fett Kakaofett ist.
  12. Produkt hergestellt durch ein Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 11.
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