-
GEBIET DER ERFINDUNG
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft Computernetze im Allgemeinen und
genauer Verfahren und Vorrichtungen für die Topologiebestimmung in ATM-Netzen.
-
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
-
In
Asynchronübertragungsmodus-(asynchronous
transfer mode, ATM-)Netzen kommunizieren Netz-Endpunkte über virtuelle
Kanalverbindungen (virtual channel connections, VCC). Es gibt typischerweise
zwei Verfahren, anhand derer eine VCC eingerichtet werden kann.
Bei einem Verfahren wird eine feste virtuelle Verbindung (permanent
virtual circuit, PVC) manuell an jeder der ATM-Vermittlungsstellen
zwischen den beiden Endpunkten konfiguriert. Bei einem anderen Verfahren
sendet der erste ATM-Endpunkt eine „SETUP"-Nachricht gemäß dem ATM-Zugangssignalisierungsprotokoll,
auch als Nutzer/Netz-Schnittstellen-(user-network interface, UNI-)Protokoll
bezeichnet, an eine ATM-Vermittlungsstelle
bzw. einen Schalter, mit der bzw. mit dem er verbunden ist. Die
ATM-Vermittlungsstelle
kommuniziert dann mit anderen ATM-Vermittlungsstellen, an denen
sie angebracht ist, entsprechend dem ATM-Netzsignalisierungsprotokoll,
auch als Netz/Knoten-Schnittstellen-(network-node interface, NNI-)Protokoll
bezeichnet, bis ein Pfad zum gewünschten
zweiten ATM-Endpunkt gefunden ist. Der zweite ATM-Endpunkt akzeptiert
dann die Verbindung (oder weist diese ab) und erlaubt somit den
Beginn der Kommunikation zwischen den Endpunkten über die
VCC. Eine solche VCC wird als vermittelter virtueller Kreis (switched
virtual circuit, SVC) bezeichnet.
-
Eine
VCC besteht aus einer Sequenz von virtuellen Kanälen (virtual channels, VC),
wobei jeder VC von einer logischen Verbindung zwischen zwei ATM-Netzknoten über eine
physische Verknüpfung bzw.
einen Link zwischen einem Port an dem einem Knoten und einem Port
an dem anderen Knoten definiert ist. Der Einfachheit halber umfasst „Knoten", wie hierin gebraucht,
sowohl ATM-Endpunkte als auch ATM-Vermittlungsstellen. Somit umfasst
eine VCC zwischen zwei Endpunkten A und D, die von zwei Vermittlungsstellen
B und C auf dem Pfad A-B-C-D vermittelt wird, drei VCs, jeweils
eine zwischen A und B, B und C und C und D. Jeder VC wird in den
beiden Vermittlungsstellen an jedem Ende des VC durch einen Identifizierer
für virtuelle
Kanäle
(virtual channel identifier, VCI) und in der Regel auch durch einen Identifizierer
für virtuelle
Pfade (virtual path identifier, VPI) identifiziert, wobei beide
Identifizierer an den verschiedenen Vermittlungsstellen entlang
der VCC entweder manuell oder gemäß Signalisierungsprotokollen
zugeordnet werden. Üblicherweise
variieren in ATM-Netzen die VPI/VCI jedes VC entlang einer einzigen
VCC, und es liegt an jeder Vermittlungsstelle entlang der VCC, durch
Speichern des Vermittlungsstellenports und der VPI/VCI eines VC
im Speicher und deren Mapping auf den Vermittlungsstellenport und
die VPI/VCI des nächsten
VC jeden eingehenden VC mit jedem ausgehenden VC abzugleichen bzw.
abzustimmen. Jeder ATM-Endpunkt verfolgt auch in der Regel den Endpunkt-Port
und die VPI/VCI jedes VC, über
den der Endpunkt kommuniziert, nach.
-
In
ATM-Netzen dient genau wie in anderen Netzen die Kenntnis der Netztopologie
oder der Verbindungen zwischen Netzelementen beispielsweise der
Bestimmung der Stelle von Netzdefekten und der Bestimmung des kürzesten
Kommunikationspfads zwischen zwei Endpunkten. In ATM-Netzen mit SVC-Unterstützung, ebenso
wie in Netzen mit OSPF (open shortest path first) oder RIP(routing
information protocol)-Unterstützung
verwaltet das zugrunde liegende Netz die Topologie über ein
bestimmtes Adressierungsschema, wodurch Verwaltungsfunktionen diese
Informationen vom Netz abrufen können, ohne
dass weitere Topologiebestimmungen nötig wären. In einem Atm-Netz ohne
inhärente
Topologieunterstützung,
wie in ATM-PVC-Netzen, müssen
jedoch indirektere Verfahren genutzt werden. Bestimmte Topologiebestimmungsverfahren
des Standes der Technik nutzen einen Prozess des Floodings von Topologieinformationen
innerhalb des Netzes. In solchen Systemen sendet jede Vorrichtung
auf jedem ihrer Links Linkstatusinformationen an jeden ihrer Nachbarn
und jeder ihrer Nachbarn sendet wiederum die Nachricht an jeden
seiner eigenen Nachbarn. Auf diese Weise kann schließlich die
gesamte Netztopologie an jeder Vorrichtung im Netz berechnet werden. Es
liegt auf der Hand, dass in solchen Systemen die Verwendung einer
Flooding-Technik zu Endlosschleifen führen kann, wenn nicht irgendeine
Steuerung vorhanden ist. Ferner wird auch mit einer solchen Steuerung
eine große
Zahl von Nachrichten erzeugt.
-
US-A-5,781,537 offenbart
ein Verfahren zum Einstellen bzw. Installieren, Aufheben und Speichern von
Verbindungen in einem Kommunikationsnetz. Reservierungsnachrichten
werden an Knoten im Netz gesendet, um Ressourcen zu reservieren,
und dann wird eine Setup-Nachricht auf dem vorgeschlagenen Weg gesendet,
bis diese ihr Ziel erreicht. Die Vermittlungsstellen auf dem Pfad
konfigurieren sich selbst als Antwort auf die Setup-Nachricht.
-
US-A-5,648,969 offenbart
eine digitale Funkverbindung mit einem Eingang für ATM-Zellen, die über eine drahtlose Verbindung
an eine Empfangsschaltung gesendet werden können. In dem System kann eine
Dienstgüteverwaltung
vorgesehen sein.
-
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
-
Die
vorliegende Erfindung strebt ein neuartiges Verfahren für die Topologiebestimmung
in ATM-Netzen an.
-
Gemäß einem
Aspekt wird ein Verfahren für die
Topologiebestimmung in einem ATM-Netz geschaffen, wobei das Verfahren
Folgendes umfasst: Verwalten eines Topologiegraphen, der einen Graphen
der Verbindungen zwischen einer Vielzahl von Ports einer Vielzahl
von ATM-Vorrichtungen im ATM-Netz umfasst; Konfigurieren einer Vielzahl
von nicht-abgeglichenen aktiven Ports der Vielzahl von ATM-Vorrichtungen
mit einem VPI/VCI, von dem bekannt ist, dass er in dem Netz existiert,
wobei ein aktiver Port ein Port ist, durch den ein Strom von bidirektionalem
Netzverkehr innerhalb einer jüngst
vergangenen, vom Nutzer definierbaren Zeitspanne erfasst wurde,
ein nicht-abgeglichener Port ein Port ist, der keinen abgeglichenen
VC-Endpunkt aufweist, wodurch ein VC ein virtueller Kanal ist und
abgeglichene VC-Endpunkte VC-Portinformationen einschließlich des
gleichen VCI/VPI-Paars aufweisen; Einrichten eines VC zwischen einer Übertragungsquelle
innerhalb des Netzes und einem ausgewählten Port aus einer Vielzahl
von nicht-abgeglichenen aktiven Ports der Vielzahl von ATM-Vorrichtungen
auf einem bekannten Pfad; Übertragen
einer Zelle von der Übertragungsquelle über den
VC; Erfassen des Eingangs der Zelle an einem anderen der nicht-abgeglichenen
aktiven Ports; und Speichern bzw. Ver walten eines Links zwischen
dem nicht-abgeglichenen aktiven Zielport und dem Empfangspunkt im
Topologiegraphen, wenn die Zelle von nur einem von den anderen Ports
empfangen wird.
-
Es
wird auch ein Verfahren für
die Topologiebestimmung in einem ATM-Netz beschrieben, wobei das
Verfahren die Identifizierung eines aktiven VC zwischen zwei ATM-Netzvorrichtungsports
und das Speichern eines Links zwischen den ATM-Netzvorrichtungsports
in einem Topologiegraphen, wenn der aktive VC die gleichen VPI/VCI
an beiden Ports aufweist, einschließt. Ferner schließt der Identifizierungsschritt
gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung die Identifizierung des aktiven VC als
eines VC, der einen Verkehrsanzeiger an jedem der Ports aufweist,
der anzeigt, dass ein Strom von bidirektionalem Netzverkehr innerhalb einer
vom Nutzer definierbaren Zeitspanne erfasst wurde, ein.
-
Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung schließt
der Speicherungsschritt ferner eine Speicherung ein, wenn die Vorrichtungen
und die Ports kompatible Betriebsprofile aufweisen.
-
Zusätzlich schließt der Speicherungsschritt gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung eine Speicherung ein, wenn kein anderer
ATM-Vorrichtungsport im Netz VPI/VCI für einen aktiven VC aufweist,
die den VPI/VCI für
den aktiven VC gleich sind, die an den Ports identifiziert wurden.
-
Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung schließt
der Identifizierungsschritt ferner das Identifizieren des aktiven
VC in einem Topologiegraphen von Verbindungen zwischen einer Vielzahl
von ATM-Vorrichtungsports, für die
VC-Informationen gesammelt wurden, ein.
-
Hierin
wird auch ein Verfahren für
die Topologiebestimmung in einem ATM-Netz beschrieben, wobei das
Verfahren einschließt,
dass in einem Topologiegraphen, der mindestens einen Link zwischen zwei
ATM-Vorrichtungsports aufweist, der Link zwischen den ATM-Vorrichtungsports
in dem Topologiegraphen gespeichert wird, wenn ein aktiver VC mit den
gleichen VPI/VCI an beiden Ports für den Link identifiziert wird,
der Link zwischen den ATM-Vorrichtungsports aus dem Topologiegraphen
gelöscht
wird, wenn kein aktiver VC mit den gleichen VPI/VCI an beiden Ports
für die
Verbindung identifiziert wird.
-
Ferner
schließt
gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung der Löschungsschritt
eine Löschung
ein, wenn mindestens einer der Ports keinen aktiven VC aufweist.
-
Darüber hinaus
schließt
gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung der Löschungsschritt
eine Löschung
ein, wenn ein aktiver VC, dessen VPI/VCI nicht definiert sind, für mindestens
einen der Ports gefunden wird.
-
Ebenfalls
gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung schließt der Löschungsschritt eine Löschung ein,
wenn ein aktiver VC, der an einem der Ports identifiziert wird,
kein aktiver VC an dem anderen der Ports ist.
-
Darüber hinaus
schließt
gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung der Speicherungsschritt eine Speicherung
ein, wenn die Vorrichtungen und die Ports kompatible Betriebsprofile
aufweisen, und der Löschungsschritt
schließt eine
Löschung
ein, wenn die Vorrichtungen oder die Ports inkompatible Betriebsprofile
aufweisen.
-
Außerdem schließt der Speicherungsschritt gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung eine Speicherung ein, wenn kein anderer
ATM-Vorrichtungsport im Netz VPI/VCI für einen aktiven VC aufweist,
die den VPI/VCI für
den aktiven VC, der für
den Link identifiziert wurde, gleich ist.
-
Ebenfalls
gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung schließt das Verfahren ferner die
Löschung
eines Links zwischen den ATM-Vorrichtungsports aus dem Topologiegraphen
ein, wenn ein anderer ATM-Vorrichtungsport im Netz VPI/VCI für einen
aktiven VC aufweist, die den VPI/VCI für den aktiven VC, der für die Verbindung identifiziert
wurde, gleich ist.
-
Außerdem wird
gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ein Verfahren für die Topologiebestimmung in
einem ATM-Netz geschaffen, wobei das Verfahren Folgendes umfasst:
das Konfigurieren einer Vielzahl von aktiven Ports einer Vielzahl
von ATM-Vorrichtungen mit VPI/VCI, von denen bekannt ist, dass sie
im Netz vorhanden sind, die Einrichtung eines VC zwischen einer Übertragungsquelle
innerhalb des Netzes und einer ausgewählten ATM-Vorrichtung auf einem
bekannten Pfad, wobei die ausgewählte
ATM-Vorrichtung mindestens einen aktiven Zielport aufweist, von dem
nicht bekannt ist, dass für
ihn ein Link zu einem anderen der Ports in dem Netz existiert, das Übertragen
einer Zelle von der Übertragungsquelle
zur ausgewählten
ATM-Vorrichtung auf dem Pfad und durch den Zielport, das Erfassen
des Eingangs der Zelle an irgendeinem anderen von den Ports und
das Speichern eines Links zwischen dem Zielport und einem anderen
Port, wenn die Zelle nur an dem einen anderen Port ankommt.
-
Ferner
schließt
gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung der Konfigurierungsschritt das Konfigurieren
nur derjenigen Ports, von denen nicht bekannt ist, dass für sie ein
Link zu einem anderen Port im Netz existiert, ein.
-
Es
sei darauf hingewiesen, dass in der gesamten Patentschrift und den
Ansprüchen
der Ausdruck „Link" eine Verbindung
zwischen einem Port einer ATM-Vorrichtung, wie einer Vermittlungsstelle, und
einem Port einer anderen ATM-Vorrichtung bezeichnet; der Ausdruck „VC-Endpunkt" ein VPI/VCI-Paar
bezeichnet, das einen VC auf einem einzigen Port darstellt; der
Ausdruck „aktiver
Link" einen Link
bezeichnet, über
den der Strom von bidirektionalem Netzverkehr in einer jüngst vergangenen, vom
Nutzer definierbaren Zeitspanne auf beliebige bekannte Weise erfasst
wurde, beispielsweise durch einen Portverkehrszähler; der Ausdruck „aktiver
VC" eine virtuelle
Verbindung oder einen Link bezeichnet, über die bzw. den der Strom
von bidirektionalem Netzverkehr in einer jüngst vergangenen, vom Nutzer
definierbaren Zeitspanne auf eine beliebige bekannte Weise erfasst
wurde, beispielsweise durch einen VC-Verkehrszähler, der Ausdruck „aktiver
Port" einen Port
bezeichnet, über
den ein Strom von bidirektionalem Netzverkehr in einer jüngst vergangenen,
vom Nutzer definierbaren Zeitspanne auf eine beliebige bekannte
Weise erfasst wurde, beispielsweise durch einen Portverkehrszähler; und
der Ausdruck „Topologiegraph" ein be kanntes Aufzeichnungs-,
Datenstruktur-, Tabellen-, Graph- oder anderes Mittel zur Beschreibung,
Expression, Darstellung und/oder Speicherung einer Netztopologie
bezeichnet.
-
Es
sei klargestellt, dass in der gesamten Patentschrift und den Ansprüchen der
Ausdruck „Beflaggung" als jeder in der
Technik bekannte physische oder logische Akt einer Platzhaltersetzung, Kennzeichnung
oder Identifizierung zu verstehen ist, der auf physische und/oder
logische Elemente, die von der vorliegenden Erfindung behandelt
werden, angewendet werden kann.
-
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
-
Die
vorliegende Erfindung wird anhand der folgenden ausführlichen
Beschreibung im Zusammenhang mit der beigefügten Zeichnung besser verstanden,
wobei:
-
1A und 1B zusammen
die Darstellung eines Ablaufschemas eines Verfahrens für die Topologiebestimmung
bei der Identifizierungsabgleichung von virtuellen Pfaden/virtuellen
Kanälen
in ATM-Netzen ist, das gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung angewendet wird; und
-
2 die
Darstellung eines Ablaufschemas eines Verfahrens für die Topologiebestimmung
in ATM-Netzen unter Verwendung einer Identifikation von fiktiven
virtuellen Pfaden/virtueller Kanälen
ist, das gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung angewendet wird.
-
AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG BEVORZUGER AUSFÜHRUNGSFORMEN
-
Nun
wird auf 1A und 1B Bezug
genommen, die zusammen die Darstellung eines Ablaufschemas eines
Verfahrens für
die Topologiebestimmung in ATM-Netzen unter Verwendung einer Identifizierungsabgleichung
von virtuellen Pfaden/virtuellen Kanälen ist, das gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung angewendet wird. Im Verfahren der 1A und 1B werden
VC-Portinformationen einer Vielzahl von vernetzten ATM-Vorrichtungen
unter Anwendung eines beliebigen bekannten Verfahrens, wie SNMP,
Telnet oder TL1, für
eine Zielvorrichtung unter Verwendung eines beliebigen bekannten
Computers und/oder von elektronischer Hardware und/oder Software
gesammelt, wobei Schritte des vorliegenden Verfahrens wie nachstehend
beschrieben ausgeführt
werden (Schritt 100). Solche VC-Portinformationen schließen vorzugsweise
die VPI/VCI aller VCs, die einen Port nutzen, ebenso wie jeden bekannten
Anzeiger für
Netzverkehr für
jede Netzvorrichtung und jeden Port ein, beispielsweise Zellenzähler. Ein „Best Guess"-Topologiegraph der
Verbindungen zwischen den ATM-Vorrichtungen, für die VC-Portinformationen
gesammelt wurden, wie die letzte bekannte Topologie, die Links zwischen
den verschiedenen ATM-Vorrichtungen anzeigt, kann als Ausgangspunkt
für das
vorliegende Verfahren verwendet werden (Schritt S102). Die beiden
Ports an den Enden jedes existierenden Links im Topologiegraphen
werden überprüft, um zu sehen,
ob sie übereinstimmende
VC-Endpunkte haben,
d. h. ob die VC-Portinformationen für jeden der beiden Ports das
gleiche VPI/VCI-Paar einschließen (Schritt 104).
Wenn eine solche Übereinstimmung gefunden
wird, wird der VC, der von den passenden VC-Endpunkten angezeigt
wird, überprüft, um zu
sehen, ob der VC an beiden Enden des Links als aktiver VC betrachtet
wird, z. B. ob die Verkehrsanzeiger an jedem Port, der den Link
verbindet, zeigen, dass der VC ein aktiver VC ist (Schritt S106).
Wenn ja, wird eine Aufzeichnung des Links im Topologiegraphen gespeichert
(Schritt 112). Wenn kein solcher aktiver VC für einen
Link gefunden wird, wird der Link aus der Topologie gelöscht (Schritt
S116). Somit wird beispielsweise, wenn ein aktiver VC-Endpunkt an
einem Ende eines Links gefunden wird, aber seine VPI/VCI am anderen
Ende des Links definiert sind, oder seine VPI/VCI definiert sind,
aber der VC am anderen Ende des Links nicht aktiv ist, der Link
gelöscht.
-
Optional
können
die ATM-Vorrichtungen und/oder -Ports überprüft werden, um zu bestimmen, ob
die beiden Vorrichtungen/Ports für
die verlinkten Ports kompatible Betriebsprofile aufweisen, wie kompatible
maximale Datenraten, kompatible physische Verbinder usw. (Schritt 108).
Wenn eine grundsätzliche
Inkompatibilität
gefunden wird, dann kann die VPI/VCI-Übereinstimmung nur ein Zufall
sein, und der Link wird aus dem Topologiegraphen gelöscht (Schritt 116).
-
Ebenfalls
optional können
für jeden
Link, für den übereinstimmende
VPI/VCI gefunden werden, die VC-Informationen für alle anderen Vorrichtungen/Ports
durchsucht werden, um zu bestimmen, ob ein anderer VPI/VCI für einen
aktiven VC existiert (Schritt 110). Wenn mehr als eine Übereinstimmung gefunden
wird, dann kann der Link so behandelt werden, als ob keine Übereinstimmung
gefunden wurde, in welchem Fall die Vorrichtung/die Ports beflaggt werden
(d. h. die drei oder mehr Vorrichtungen/Ports mit aktiven VCs mit
dem gleichen VPI/VCI) (Schritt 114), und der Link aus dem
Topologiegraphen gelöscht
wird (Schritt S116).
-
Die
Schritte 104–116 können einmal
oder mehrmals durchgeführt
werden, in der Regel bis der Topologiegraph sich zwischen Iterationen
nicht mehr ändert
(Schritt 118). Dann werden für jeden unbeflaggten, aber
aktiven Port, für
den noch keine definitive Übereinstimmung
gefunden wurde, die VC-Informationen für den Port mit denen jeder
bzw. jedes anderen unbeflaggten und nicht übereinstimmenden Vorrichtung/Ports
verglichen (Schritt 120) und auf ähnliche Weise wie in den Schritten 104–112 oben bewertet
(Schritte 122–126).
Wenn ein aktiver VC mit einer bzw. einem aktiven, aber nicht übereinstimmenden
Vorrichtung/Port und vorzugsweise nur einem anderen aktiven VC an
einer bzw. einem aktiven, aber nicht abgeglichenen Vorrichtung/Port übereinstimmt,
wird ein Link für
die übereinstimmenden
Vorrichtungen/Ports im Topologiegraphen erzeugt (Schritt 128),
ansonsten wird der Port beflaggt (Schritt 130).
-
Nun
wird auf 2 Bezug genommen, die ein Ablaufschema
eines Verfahrens für
die Topologiebestimmung in ATM-Netzen unter Verwendung der Identifikation
von fiktiven virtuellen Pfaden/virtuellen Kanälen darstellt, welches gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung angewendet wird. Das Verfahren von 2 wird
vorzugsweise anschließend
an und in Kombination mit der Anwendung des Verfahrens von 1 angewendet. Im Verfahren von 2 wird
jede bzw. jeder nicht-abgeglichene, aber aktive ATM-Vorrichtung/Port
mit dem gleichen VPI/VCI auf eine beliebige bekannte Weise konfiguriert,
vorzugsweise wenn der VPI/VCI „fiktiv" ist, d. h. wenn
bekannt ist, dass er nicht im Netz existiert (Schritt 200).
Ein Pfad im Topologiegraphen, dessen Links anhand des Verfahrens von 1 oder eines anderen bekannten Verfahrens verifiziert
wurden, wird von einer Übertragungsquelle zu
einer ATM-Vorrichtung mit mindestens einem abgegli chenen Port und
mindestens einem nicht-abgeglichenen, aber aktiven Port gefunden,
hierin auch als nicht-abgeglichener Übertragungsport bezeichnet (Schritt 202).
Ein fester VC wird zwischen einer Sendequelle im Netz und dem nicht-abgeglichenen Übertragungsport über den
abgeglichenen Port eingerichtet (Schritt 204). Eine Übertragung
wird dann über den
PVC (Schritt 206) geschickt. Alle anderen nicht-abgeglichenen
Ports, die mit dem fiktiven VPI/VCI konfiguriert wurden, werden
dann auf beliebige bekannte Weise, wie durch Überprüfen des Verkehrszählers jedes
Ports vor und nach der Sendung der Übertragung, überprüft, um eine
Zunahme des Zählers
zu erfassen, um zu bestimmen, ob irgendein Port die Übertragung
empfangen hat (Schritt S208). Wenn ein anderer Port die Übertragung
empfangen hat, wird dann ein Link für den Empfangsport und den nicht-abgeglichenen
Sendeport im Topologiegraphen erzeugt (Schritt 210).
-
Die
Schritte 200–210 können einmal
oder mehrmals für
jede ATM-Vorrichtung mit einem abgeglichenen Port und einem nicht-abgeglichenen,
aber aktiven Port durchgeführt
werden, in der Regel, bis der Topologiegraph sich zwischen Iterationen
nicht mehr ändert.
-
Obwohl
die vorliegende Erfindung, wie sie hierin offenbart wurde, mit Bezug
auf spezielle Computer und/oder Netz-Hardware oder -Software beschrieben
worden sein kann, wurde die vorliegende Erfindung auf eine Weise
beschrieben, die es einem Durchschnittsfachmann ermöglicht,
im Handel erhältliche
Computer und/oder Netz-Hardware und -Software nach Bedarf anzupassen,
um eine der Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung ohne unverhältnismäßige Experimente und unter
Verwendung herkömmlicher
Technik in die Praxis umzusetzen.
-
Obwohl
die vorliegende Erfindung mit Bezug auf eine oder mehrere Ausführungsformen
beschrieben wurde, soll die Beschreibung die Erfindung nur die Erfindung
insgesamt erläutern
und soll die Erfindung nicht auf die dargestellten Ausführungsform
beschränkt
werden.