-
Die
vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf eine Bilderfassung
und insbesondere auf ein Fingerabdruckbilderfassungsverfahren und
-system.
-
Biometrik
ist die Wissenschaft eines Verwendens eindeutiger persönlicher
und physikalischer Charakteristika als einem Weg, um die beanspruchte Identität einer
Person zu verifizieren. Eine der ältesten Biometrikwissenschaften
betrifft die Verwendung von Fingerabdrücken, um eine Person zu identifizieren.
Da Fingerabdrücke
sich während
einer fetalen Entwicklung ausbilden und man der Ansicht ist, dass dieselben
das ganze Leben hindurch unverändert bleiben,
seltene Fälle
ausgenommen, bei denen der Fingerabdruck sich aufgrund von Krankheiten
oder Narben eventuell verändert.
-
Es
ist auf breiter Basis akzeptiert, dass keine Finger identische Abdrücke aufweisen,
selbst von der gleichen Person oder von eineiigen Zwillingen. Die
systematische Klassifizierung von Fingerabdrücken begann in den 1800er Jahren
und wurde seit dieser Zeit durch die extensive Verwendung von Fingerabdrücken durch
Strafverfolgung und forensische Gesellschaften entwickelt.
-
In
einer aktuellen Verwendung basiert ein Fingerabdruckvergleich auf
Details (minutia, d. h. einzelne Charakteristika innerhalb des Fingerabdruckmusters).
Diese Details können
beispielsweise Rillenendungen und Furchungen in dem Fingerabdruck
umfassen. Die relative Position eines Details wird für einen
Vergleich verwendet und gemäß empirischer
Studien weisen zwei Einzelpersonen typischerweise keine acht oder
mehr gemeinsame Details auf. Eine typische Abtastung eines Fingerabdrucks
umfasst 30–40
Details.
-
Da
Fingerabdrücke
eine große
Menge an Daten aufweisen, weist eine Fingerabdruckbiometrik eine
hohe inhärente
Ge nauigkeit auf, die niedrige Raten einer falschen Akzeptanz (wenn
ein Biometriksystem die Identität
einer Person fälschlicherweise verifiziert)
und einer falschen Ablehnung (wenn ein Biometriksystem nicht in
der Lage ist, die legitime beanspruchte Identität einer Person zu verifizieren)
ermöglicht.
-
In
den letzten Jahren gab es viel Interesse an einem Entwickeln von
Fingerabdruckbiometriksystemen. Es gibt beispielsweise mehrere im
Handel erhältliche
Fingerabdrucksysteme. Ein System ist von Veridicom aus Santa Clara,
Kalifornien erhältlich.
Ein zweites System ist von IDEX AS aus Heggedal, Norwegen, erhältlich.
-
Ein
wichtiger Aspekt eines jeglichen Fingerabdruckbiometriksystems ist
die genaue Aufnahme des Fingerabdruckbilds. Um eine genaue Aufnahme sicherzustellen,
besteht ein Ansatz, der durch Firmen wie der Veridicom genommen
wird, darin, ein Array von Sensoren aufzuweisen, das die gesamte
Fläche des
Fingerabdrucks abdeckt. Ein Nachteil dieses Voll-Array-Typs von
Fingerabdruckbilderfassungsvorrichtungen besteht darin, dass diese
Bilderfassungsvorrichtungen ein großes Sensorarray benötigen, um
die Bildaufnahme durchzuführen.
Diese Fingerabdruckbilderfassungsvorrichtung des Stands der Technik
setzt typischerweise ein Sensorarray ein, dessen Fläche der
Fläche
des gesamten Fingerabdrucks entspricht. Das große Sensorarray benötigt einen
Sensor für
jeden Punkt des Fingerabdrucks. Ein Standardsensorarray beispielsweise
weist 400000 Sensoren auf, die als 500 Pixel mal 800 Pixel angeordnet
sind, so dass das gesamte Bild des Fingerabdrucks auf einmal aufgenommen
werden kann.
-
Es
ist gut bekannt, dass die Kosten einer integrierten Schaltung eine
Funktion der Größe oder Fläche der
integrierten Schaltung sind. Es wäre erwünscht, wenn es einen Mechanismus
gäbe, um
einen Fingerabdruck durch ein Verwenden eines Arrays von Sensoren
abzubilden, das weniger Sensoren als die Anzahl von Sensoren aufweist,
die benötigt werden,
um die gesamte Fläche
des Fingerabdrucks abzudecken. Durch ein Reduzieren der Anzahl von
Sensoren, die benötigt
werden, um das Fingerabdruckbild genau aufzunehmen, kann die Fläche der
integrierten Schaltung verringert werden, was dadurch zu Kosteneinsparungen
führt.
Leider liefern die Ansätze
des Stands der Technik einen derartigen Mechanismus nicht.
-
Ein
zweiter Ansatz, dem Firmen folgen, wie beispielsweise IDEX AS aus
Heggedal, Norwegen, besteht darin, einen Abtastansatz zu verwenden,
bei dem ein Benutzer den Finger desselben über ein Array von Sensoren
bewegen muss, das im Wesentlichen kleiner als die Gesamthöhe des Fingers
ist. Dieser Ansatz ist in der PCT-Patentanmeldung mit der Internationalen
Veröffentlichungsnummer
WO 99/43258 mit dem Titel „Fingerprint
Sensor" beschrieben.
Leider weist diese Bilderfassungsvorrichtung vom Abtasttyp mehrere
Mängel
auf. Erstens verwendet der IDEX-Ansatz einen gekrümmten Sensor und
Gleitanordnungen (siehe 2 bis 5),
um sich Fingern unterschiedlicher Größen anzupassen und dieselben
zu führen.
Diese Rillen und Krümmungen und
Anordnungen erhöhen
die Komplexität
und zugehörigen
Kosten, um den Fingerabdrucksensor herzustellen. Zweitens kann die
U-förmige
Rille für
einige unbequem sein und durch andere schwierig zu verwenden sein.
Es wäre
wünschenswert,
eine Fingerabdruckbilderfassungsvorrichtung vom Abtasttyp mit relativ
planaren Sensoren und ohne die oben beschriebenen Anordnungen zu
haben.
-
Die
PCT-Patentanmeldung mit der Internationalen Veröffentlichungsnummer WO 98/58342
mit dem Titel „Method
and Apparatus for Measuring Structures in a Fingerprint" beschreibt ferner
ein System, bei dem ein Sensor vom Abtasttyp verwendet werden kann.
Dieses System setzt ein Sensorarray mit zwei oder mehr Sensorzeilen
ein, um Strukturen des Fingerabdrucks zu messen, die kleiner als
die Beabstandung der Sensoren sind. Da dieses System zwei oder mehr
Zeilen von Sensoren verwendet, um eine einzige Zeile des Fingerab drucks
abzubilden, muss das System das Problem eines Kombinierens dieser
Messungen unterschiedlicher Zeilen zu einem einzigen Signal ansprechen,
das die einzige Zeile in dem Fingerabdruck darstellt.
-
Um
diese Signale zu einem einzigen Signal zu kombinieren, beschreibt
die Patentanmeldung unterschiedliche Korrelationstechniken, die
eingesetzt werden können,
um Signale zu kombinieren, die von unterschiedlichen Zeilen von
Sensoren gemessen werden. Das System verwendet ein Einstellungsschema,
das die Zeitverzögerung
zwischen den Signalen von Sensoren in unterschiedlichen Zeilen korrigiert.
Leider können
diese Techniken die Kosten und die Komplexität des Systems erhöhen. Folglich wäre es erwünscht, ein
System aufzuweisen, das eine einzige Reihe von Sensoren einsetzt,
die eine vergleichbare Auflösung
aufweist und gleichzeitig keine komplexen Signalkorrelationstechniken
erfordert.
-
Ein
anderes Problem, vor dem Systeme vom Abtasttyp stehen, die bei Sensorsystemen
vom Voll-Array-Typ nicht angetroffen werden, besteht darin, dass
die Bewegung des Fingers bestimmt werden muss. Um beispielsweise
die Genauigkeit des aufgenommenen Bilds zu erhöhen, muss die Bewegung des
Fingers mit Bezug auf den Sensor bestimmt werden. Systeme des Stands
der Technik führen
diese Bestimmung durch ein Verwenden einer Software durch, die auf
einem Host-Computer ausgeführt
wird, der sich entfernt von dem Sensor befindet. Leider ist die
Hostcomputerlösung
eventuell nicht angemessen in der Lage, die Rate einer Datenübertragung
zwischen dem Sensorchip und dem Hostcomputer zu handhaben, wenn
kein Hochgeschwindigkeitsbus verwendet wird, den zu implementieren
unannehmbar teuer sein kann. Folglich ist es erwünscht, dass ein System eine
Einzelchiplösung aufweist,
die ein Sensorarray und einen Mechanismus zum Bestimmen der Bewegung
des Fingers aufweist.
-
Basierend
auf dem Vorhergehenden bleibt ein Bedarf nach einer Vorrichtung
und einem Verfahren zum Aufnehmen eines Bilds eines Fingerabdrucks
bestehen, die bzw. das einen einzigen Sensorchip einsetzt, der eine
integrierte Navigationsmaschine zum Bestimmen der Veränderung
bei einer Position des Fingers bezüglich der Zeit aufweist.
-
Die
EP 0 813 164 A1 beschreibt
ein Fingerabdrucklesesystem, das einen Fingerabdrucksensor aufweist,
der für
den Druck und die Temperatur eines Fingers empfindlich ist. Der
Fingerabdrucksensor, der eine integrierte Schaltung und eine aktive
Oberfläche
aufweist, ist mit einem A/D-Wandler an dem gleichen Substrat integriert.
Um ein Fingerabdruckbild zu lesen, ist eine Relativbewegung zwischen dem
Finger und dem Sensor vorgesehen, derart, dass die empfindlichen
Elemente des Sensors aufeinander folgende partielle Bilder erzeugen,
wobei zumindest eines der Bilder sich mit dem nächsten teilweise überlappt.
Die Bilder werden zu dem A/D-Wandler
geliefert, der das Bild digitalisiert und die resultierenden Daten
zu einem Mikroprozessor sendet, der in dem Gerät des Systems angeordnet ist,
das die Identifikation durchführt.
-
Die
WO 8606266 A offenbart eine Vorrichtung zum optischen Abtasten eines
Fingerabdrucks. Die Vorrichtung weist eine Abtastoberfläche auf,
die eine Messeinrichtung zum Messen einer Bewegungsrate des Fingers
relativ zu der Abtastoberfläche
aufweist. Die Vorrichtung weist ferner eine Abtasteinrichtung zum
optischen Abtasten der Oberfläche
des Fingers entlang einer Abtastlinie auf. Die Abtasteinrichtung
weist ein Photoarray auf, das durch Steuersignale gesteuert ist,
derart, dass lediglich eine Photozelle zu einer Zeit ein elektrisches
Signal gibt, das die Lichtintensität darstellt. Die Rate einer Bewegung,
die mit einer Messeinrichtung gemessen wird, wird zum Synchronisieren
oder Skalieren der Abtastvorrichtung (des Scanners) verwendet.
-
Die
US 5,195,145 zeigt eine
Vorrichtung zum Abtasten und Aufzeichnen einer Hautoberflächentopografie.
Die Vorrichtung weist eine Trageoberfläche auf, die eine längliche Schlitzöffnung zum
Abtasten einer Fingerspitze aufweist, die linear in eine Richtung
orthogonal zu der Richtung der Schlitzöffnung bewegt wird. Die Oberfläche der
Fingerspitze wird auf ein erstes lineares Erfassungsarray aufgelöst, das
ein Signal ausgibt, das lineare Abschnitte der Oberfläche der
Fingerspitze darstellt. Die Vorrichtung weist eine zweite längliche
Schlitzöffnung
zum Überwachen
der Bewegung der Fingerspitze während
der Abtastung auf. Die zweite Schlitzöffnung ist durch eine Lichtquelle
beleuchtet und die Oberflächenmerkmale
der Fingerspitze werden auf ein zweites lineares Erfassungsarray
umsortiert, das Signale ausgibt, die eine lineare Bewegung der Fingerspitze
darstellen. Die Signale des ersten und des zweiten Sensors werden
digital codiert und kombiniert, um ein Bild der Oberflächentopografie
der Fingerspitze zu rekonstruieren. Die erste und die zweite Schlitzöffnung sind
orthogonal zueinander angeordnet.
-
Die
WO 99/35964 offenbart ein Gerät
zum Authentifizieren einer Person auf der Basis der Fingerabdrücke derselben.
Das Gerät
weist ein Kunststoffgehäuse
auf, das eine elektronische Schaltung enthält, die mit einem Fingerabdrucksensor
verbunden ist. Der Sensor ist an einer Spur zum Schieben des Fingers
angeordnet, die einen konvex gekrümmten Abschnitt aufweist, der
ein regelmäßiges Ansteigen
gestattet und das Schieben des Fingers optimiert.
-
Die
EP 0 923 018 A2 zeigt
ein Personenauthentifizierungssystem, das einen Fingerabdrucksensor
aufweist, der in eine Tastatur integriert ist. Der Fingerabdrucksensor
ist mit einer Adapterschaltung verbunden, um Signale zum Durchführen einer
vorbestimmten Operation zum Erfassen eines Zusammenfalls mit Fingerabdruckinformationen,
die in einer Fingerabdruckdatenbank registriert sind, an einen Computer
auszugeben.
-
Es
ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes Aufnehmen
eines Fingerabdruckbilds zu schaffen.
-
Diese
Aufgabe wird durch eine Fingerabdruckbilderfassungsvorrichtung gemäß Anspruch
1 gelöst.
-
Bei
einem Verfahren und System zum Abbilden eines Objekts gemäß einem
Ausführungsbeispiel
werden Bewegungsinformationen des Objekts durch ein Verwenden eines
Navigationssensorarrays und einer Navigationsmaschine bestimmt.
Basierend auf den Bewegungsinformationen wird ein Bilderfassungssensorübernahmesignal
(Bilderfassungssensor-Strobe-Signal) selektiv aktiviert, um ein
Bilderfassungssensorarray zu steuern. Ansprechend auf ein aktiviertes
Bilderfassungssensorübernahmesignal nimmt
das Bilderfassungssensorarray Teilbilder des Objekts auf. Das Bilderfassungssensorarray
weist eine Mehrzahl von Pixeln zum Abbilden eines Abschnitts des
Objekts zu einer Zeit auf. Die Mehrzahl von Teilbildern wird nacheinander
durch das Bilderfassungssensorarray aufgenommen, wenn sich das Objekt
mit Bezug auf das Bilderfassungssensorarray bewegt. Dann wird basierend
auf den aufgenommenen Teilbildern ein zusammengesetztes Bild des
Objekts erzeugt.
-
Die
vorliegende Erfindung ist durch ein Beispiel und keine Einschränkung in
den Figuren der zugehörigen
Zeichnungen dargestellt, in denen sich gleichartige Bezugszeichen
auf ähnliche
Elemente beziehen.
-
1(a) ist ein Blockdiagramm der Fingerabdruckbilderfassungsvorrichtung,
die gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung für eine
Bilderfassungsanwendung konfiguriert ist. 1(b) ist
ein Blockdiagramm der Fingerabdruckbilderfassungsvorrichtung, die
gemäß einem
alternativen Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung für
eine Cursorsteueranwendung konfiguriert ist.
-
2 ist
ein Flussdiagramm, das die Schritte darstellt, die durch die Fingerabdruckbilderfassungsvorrichtung
von 4 durchgeführt werden.
-
3 ist
ein Flussdiagramm, das ein Verfahren zum Abbilden eines Objekts
gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung darstellt.
-
4(a) und 4(b) stellen
exemplarische aufgenommene bzw. korrigierte Fingerabdruckbilder dar.
-
5(a) und 5(b) stellen
exemplarische aufgenommene bzw. korrigierte Fingerabdruckbilder dar.
-
6 stellt
ein Ausführungsbeispiel
der Bilderfassungsvorrichtung der vorliegenden Erfindung dar, bei
der das ISA und das NSA konfiguriert sein können, um zumindest einen Sensor
gemeinschaftlich zu verwenden.
-
7 stellt
ein alternatives Ausführungsbeispiel
der Bilderfassungsvorrichtung der vorliegenden Erfindung dar, bei
der das ISA und das NSA konfiguriert sind, so dass dieselben keine
Sensoren gemeinschaftlich verwenden.
-
8(a), 8(b), 8(c) und 8(d) stellen
dar, wie die Fingerabdruckbilderfassungsvorrichtung der vorliegenden
Erfindung bestimmt, ob sich ein Finger um einen vorbestimmten Abstand
in eine erste Richtung oder einen vorbestimmten Abstand in eine
zweite Richtung bewegt hat, gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung.
-
Ein
Verfahren und eine Vorrichtung zum Abbilden eines Fingerabdrucks
sind beschrieben. In der folgenden Beschreibung sind zu Erläuterungszwecken
zahlreiche spezifische Einzelheiten dargelegt, um ein gründliches
Verständnis
der vorliegenden Erfindung zu liefern. Einem Fachmann auf dem Gebiet ist
jedoch ersichtlich, dass die vorliegende Erfindung ohne diese spezifischen
Einzelheiten praktiziert werden kann. In anderen Fällen sind
gut bekannte Strukturen und Geräte
in Blockdiagrammform gezeigt, um ein unnötiges Verschleiern der vorliegenden
Erfindung zu vermeiden.
-
Ein
neuartiger Aspekt der vorliegenden Erfindung besteht in der Verwendung
eines Bilderfassungsarrays, das Teilbilder oder Abschnitte des Objekts,
das abgebildet werden soll (z. B. eines Fingerabdrucks) zu einer
Zeit aufnimmt, und eines Mechanismus zum Erzeugen eines zusammengesetzten Bilds
des Objekts (z. B. eines Fingerabdrucks) durch ein Verwenden der
aufgenommenen Teilbilder.
-
Mit
Bezug auf 6 ist eine exemplarische Fingerabdruckbilderfassungsvorrichtung
mit einem Bilderfassungssensorarray (ISA = imaging sensor array) 204 gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung konfiguriert. Bei diesem Ausführungsbeispiel
umfasst das Bilderfassungssensorarray (ISA) 204 eine einzige
Reihe von Sensoren. Wie es zu erkennen ist, nutzt die Fingerabdruckbilderfassungsvorrichtung
viel weniger Sensoren, wodurch die Kosten, um die integrierte Schaltung
der Fingerabdruckbilderfassungsvorrichtung herzustellen, wesentlich
verringert werden.
-
Es
ist zu beachten, dass das ISA 204 in alternativen Anordnungen
konfiguriert sein kann. Beispielsweise kann anstelle einer einzigen
Reihe von Sensoren eine vorbestimmte Anzahl (M) von Reihen von Sensoren
eingesetzt werden. Falls beispielsweise die Fingerabdruckbilderfassungsvorrichtung
zum Aufnehmen von Fingerabdrücken
konfiguriert ist, wenn ein Finger in einer Bewegung allgemein von links
nach rechts durchgezogen wird, kann eine oder können mehrere Spalten von Sensoren
verwendet werden. Es ist zu beachten, dass die Anzahl von Sensoren
und die Ausrichtung dieser Sensoren eingestellt werden können, um
zu den Anforderungen einer speziellen Anwendung zu passen. Diese
alternativen Anordnungen sind mit Bezug auf 6 und 7 detaillierter
beschrieben.
-
Mit
Bezug auf 4(b), ein exemplarisches Fingerabdruckbild 304,
und wie Teilbilder oder Abschnitte 308 des Fingerabdrucks
nacheinander durch die Fingerabdruckbilderfassungsvorrichtung der
vorliegenden Erfindung aufgenommen werden.
-
In
Betrieb positioniert ein Benutzer die Finger des Benutzers an einer
Bilderfassungsoberfläche und
zieht oder rollt den Finger über
die Bilderfassungsoberfläche
in eine Bewegungsrichtung. Die Bilderfassungsoberfläche kann
eine physische Oberfläche,
wie beispielsweise eine Glasebene, oder eine optische Bilderfassungsebene
sein. Es ist zu beachten, dass die Lehren der vorliegenden Erfindung
gleichermaßen
auf irgendeinen Typ eines Bilderfassungssensors angewandt werden
können,
wie beispielsweise die Sensoren vom optischen Typ, Sensoren vom
Widerstandstyp und Sensoren vom kapazitiven Typ.
-
Wie
es hierin im Folgenden detaillierter beschrieben wird, kann die
tatsächliche
Bewegungsrichtung durch einen Bewegungsvektor dargestellt sein,
der in eine erste Komponente in eine erste Richtung (z. B. eine
Veränderung
in die x-Richtung)
und eine zweite Komponente in eine zweite Richtung (z. B. eine Veränderung
in die y-Richtung) zerlegt werden kann.
-
Es
ist zu beachten, dass bei diesem Ausführungsbeispiel der Finger in
eine allgemein nach unten gerichtete vertikale Richtung bewegt wird.
Jedes Teilbild oder jeder Streifen (1 bis N) wird nacheinander aufgenommen,
wenn sich der Finger in die allgemein nach unten gerichtete vertikale
Richtung bewegt, wie es durch den Pfeil angegeben ist. Die Teilbilder
werden nachfolgend verbunden, um ein zusammengesetztes Bild des
Fingerabdrucks zu erzeugen.
-
Fingerabdruckbilderfassungsvorrichtung 400
-
1(a) ist ein Blockdiagramm der Fingerabdruckbilderfassungsvorrichtung 400,
die gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung konfiguriert ist. Die Fingerabdruckbilderfassungsvorrichtung 400 umfasst
eine integrierte Sensorschaltung 404 (hierin im Folgenden
als ein Sensorchip bezeichnet), die hierin im Folgenden detaillierter
beschrieben ist, und ein Host-Gerät 460 (z. B. ein Host-Personalcomputer
(PC)), das mit derselben gekoppelt ist. Wie es hierin im Folgenden
detaillierter beschrieben ist, kann der Sensorchip 404 konfiguriert sein,
um durch ein Verwenden unterschiedlicher Softwareanwendungen, die
auf dem Host-PC 460 ausgeführt werden, unterschiedliche
Anwendungen zu implementieren.
-
Ein
Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung eines Sensorchips 404,
der eine integrierte Navigationsmaschine 420 zum Bestimmen der
Positionsänderung
(z. B. einer Änderung
in die x-Richtung und einer Änderung
in die y-Richtung) des Fingers aufweist. Durch ein Integrieren der
Navigationsmaschine 420 in den Sensorchip und ein Liefern
einer Einzelchiplösung
erhöht
die vorliegende Erfindung die Verarbeitungsgeschwindigkeit verglichen
mit einem Verwenden einer Software auf dem Host für ähnliche
Berechnungen, verringert Kosten und umgeht den Bedarf nach einem
Hochgeschwindigkeitsbus oder einer Verbindung zwischen dem Host 460 und
dem Sensorchip 404.
-
Der
Sensorchip 404 umfasst ein Bildsensorarray (ISA) 204 zum
Abbilden eines Abschnitts des Fingerabdrucks zu einer Zeit und ein
Navigationssensorarray (NSA = navigation sensor array) 410 zum
Aufnehmen eines Navigationsbilds des Fingerabdrucks ansprechend
auf ein aktiviertes Navigationssensorarray-Übernahmesignal (NSA-Übernahmesignal) 414.
Die Rate des NSA-Übernahmesignals 414 kann
vorbestimmt sein und befindet sich vorzugsweise in dem Bereich von
1500 bis 2000 Rahmen pro Sekunde. Es ist zu beachten, dass die Rate
des NSA-Übernahmesignals 414 verändert werden
kann, um zu einer speziellen Anwendung zu passen.
-
Bei
einem Ausführungsbeispiel
weist das Navigationssensorarray (NSA) 410 eine Mehrzahl von
Pixeln auf, die in einem quadratischen Bereich angeordnet sind (z.
B. ein Array von Sensoren, die in einem quadratischen Bereich angeordnet
sind, der etwa 20 Sensoren mal etwa 20 Sensoren aufweist). Es ist
zu beachten, dass die Pixel in dem NSA 410 in einem Bereich
mit anderen geometrischen Formen angeordnet sein können, wie
beispielsweise einer allgemein rechteckigen Form, einer allgemein
kreisförmigen
Form oder einer allgemein elliptischen Form. Die Anzahl von Pixeln
in dem NSA 410 und die spezifische Anordnung der Pixel
in dem NSA 410 können verändert werden,
um zu einer speziellen Anwendung zu passen.
-
Wie
vorhergehend angemerkt, umfasst die Fingerabdruckbilderfassungsvorrichtung 400 ferner eine
Navigationsmaschine 420 zum selektiven Aktivieren des Navigationssensorarray-Übernahmesignals (NSA-Strobe-Signals),
Empfangen des Navigationsbilds von dem NSA 410 und zum
Erzeugen von Bewegungsinformationen ansprechend darauf. Die Navigationsmaschine 420 bestimmt,
wenn sich ein Objekt, das abgebildet werden soll (z. B. ein Fingerabdruck),
um einen vorbestimmten Einheitsabstand mit Bezug zu dem NSA 410 bewegt
hat. Der Einheitsabstand kann über
Anwendungen hinweg variieren und kann bezüglich einer Auflösung ausgedrückt sein,
wie beispielsweise ein Pixel, 1/2 eines Pixels, 1/10 eines Pixels
etc. Die Navigationsmaschine 420 bewirkt, dass die Rate,
mit der das ISA 204 Bilder des Objekts aufnimmt, von der
Bewegungsgeschwindigkeit des Objekts abhängt, das abgebildet werden
soll.
-
Das
US-Pat. Nr. 5,729,008 mit dem Titel „Method and Device for Tracking
Relative Movement by Correlating Signals from an Array of Photoelements", das hierin durch
Bezugnahme aufgenommen ist, beschreibt den Betrieb und eine exemplari sche
Implementierung der Navigationsmaschine 420 und des NSA 410 detaillierter.
-
Die
Lösungen
des Stands der Technik sind auf eine konstante vorbestimmte Rate
einer Bildaufnahme begrenzt, was wie zuvor beschrieben eine größere Wahrscheinlichkeit
von Fehlern bei dem resultierenden Bild bewirkt. Im Gegensatz dazu
nimmt die vorliegende Erfindung Bilder des Objekts mit einer variierenden
Rate basierend auf der Geschwindigkeit des sich bewegenden Objekts
(z. B. des Fingers) auf, um gleichmäßig beabstandete Teilbilder
zu liefern. Diese Teilbilder können
dann durch ein Verwenden einer Software, die Durchschnittsfachleuten auf
dem Gebiet gut bekannt ist, zu dem zusammengesetzten Bild zusammengefügt werden.
-
Die
Fingerabdruckbilderfassungsvorrichtung 400 umfasst ferner
das Bilderfassungssensorarray (ISA) 204 zum Aufnehmen eines
Abschnitts eines Bilds des Fingerabdrucks ansprechend auf ein aktiviertes
Bilderfassungssensorarray-Übernahmesignal (ISA-Übernahmesignal) 444.
Bei einem Ausführungsbeispiel
umfasst das Bilderfassungssensorarray (ISA) 440 l mal etwa
350 Sensoren. Die verwendete Pixelanzahl kann verändert werden,
um zu einer speziellen Anwendung zu passen und um eine erwünschte Auflösung zu
erreichen. Falls beispielsweise 500 Bildpunkte pro Zoll (dpi = dots
per inch) erwünscht
sind und das Objekt, das abgebildet werden soll, ein Finger ist,
der im Allgemeinen eine Breite von etwa 0,75 Zoll aufweist, werden
etwa 350 bis etwa 400 benötigt,
um eine derartige Auflösung
zu liefern. Es ist zu beachten, dass die Größe der Sensoren, die bei dem
ISA 204 verwendet werden, die gleiche Pixelgröße oder
eine unterschiedliche Pixelgröße als diese
Sensoren sein kann, die bei dem NSA 410 verwendet werden.
-
6 stellt
eine erste Anordnung oder Platzierung des ISA 204 mit Bezug
auf das NSA 410 dar. Es ist zu beachten, dass das ISA 204 ein
M×N-Array von
Sensoren sein kann, das vorzugsweise ein 1 × N ist, wobei N für eine Auflösung von
500 dpi etwa 350 bis 400 beträgt.
Das NSA 410 kann ferner ein P×Q-Array von Sensoren sein.
Zum Beispiel ist das NSA 410 bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
ein Array von 20 mal 20 Sensoren. Es ist zu beachten, dass das ISA 204 und
das NSA 410 zumindest ein gemeinsames Pixel oder einen
gemeinsamen Sensor (z. B. einen Sensor 610) gemeinschaftlich
verwenden. Die gemeinsamen Pixel oder gemeinschaftlich verwendeten
Pixel führen
die zweifache Funktion eines Aufnehmens der Teilbilder für das ISA 204 und
ferner eines Aufnehmens von Bildern für das NSA 410 durch.
-
Wenn
das NSA 410 und das ISA 204 gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung konfiguriert sind, ist es bevorzugt,
dass die Sensoren, die durch das NSA 410 und das ISA 204 eingesetzt
werden, die gleichen Abmessungen oder die gleiche Abstandsdichte
(Pitch-Dichte) aufweisen. Zum Beispiel können alle Sensoren Abmessungen von
50 Mikrometer mal 50 Mikrometer aufweisen. Dieses erste Ausführungsbeispiel,
das die Sensorteilhabungskonfiguration aufweist, weist den Vorteil eines
weiteren Reduzierens der Herstellungskosten der Fingerabdruckbilderfassungsvorrichtung
der vorliegenden Erfindung durch ein Reduzieren der Anzahl von Sensoren
auf, die benötigt
werden, um die Bilderfassungsvorrichtung zu implementieren.
-
7 stellt
eine alternative Anordnung oder Platzierung des ISA 204 bezüglich des
NSA 410 dar. Es ist zu beachten, dass das ISA 204 angeordnet
ist, um von dem NSA 410 getrennt zu sein, und keine Sensoren
oder Pixel zwischen denselben gemeinschaftlich verwendet werden.
-
Wenn
das NSA 410 und das ISA 204 gemäß dem zweiten
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung konfiguriert sind, können die Abmessungen der Sensoren
bei dem NSA 410 und dem ISA 204 von unterschiedlichen
Abmessungen oder Abstandsdichten sein. Für bestimmte Anwendungen kann
es insbesondere bevorzugt sein, bei den Sensoren des NSA 410 Abmessungen
zu haben, die kleiner als die Sensoren des ISA 204 sind, damit
das NSA 410 eine bessere Auflösung als das ISA 204 aufweist.
Zum Beispiel können
die Sensoren für
das ISA 204 Abmessungen von 50 Mikrometer mal 50 Mikrometer
aufweisen, während
die Sensoren für
das NSA 410 Abmessungen von 20 Mikrometer mal 20 Mikrometer
aufweisen können.
-
Die
Fingerabdruckbilderfassungsvorrichtung 400 umfasst ferner
eine ISA-Steuerung 430 zum Empfangen der Bewegungsinformationen
von der Navigationsmaschine 420 und zum selektiven Aktivieren
des ISA-Übernahmesignals
ansprechend darauf. Wie es vorhergehend angemerkt ist, bewirkt ein aktiviertes
ISA-Übernahmesignal,
dass die ISA 204 einen Abschnitt des Fingerabdrucks abbildet
(d. h. einen Abschnitt des Fingerabdruckbilds aufnimmt).
-
Authentifizierungsanwendung
-
Der
Host 420 kann ein Programm 464 zur Erzeugung eines
zusammengesetzten Bilds umfassen, das die Abtastungen oder Teilbilder
und die Verlagerung jedes Teilbilds mit Bezug auf ein vorhergehendes
Teilbild empfängt
und basierend darauf ein zusammengesetztes Bild des Fingerabdrucks
erzeugt, bei dem eine Schrägstellung
aufgrund einer ungleichmäßigen Bewegung
oder eines „Rollens" des Fingers korrigiert
ist, wenn sich derselbe mit Bezug auf das ISA 204 bewegt.
Der Host 460 kann ferner eine Authentifizierungsanwendung 470 umfassen, die
Detailinformationen aus dem Fingerabdruckbild extrahiert, die Detailinformationen
mit vorhergehend gespeicherten Detailinformationen vergleicht und
einen Zugriff auf eine Ressource (z. B. ein Computersystem oder
eine Datei) gewährt,
falls es eine Übereinstimmung
zwischen dem Detail des abgetasteten Fingerabdrucks und einem der
vorhergehend gespeicherten Details gibt.
-
Cursorsteueranwendung
-
1(b) stellt ein alternatives Ausführungsbeispiel
dar, bei dem die Bilderfassungsvorrichtung der vorliegenden Erfindung
verwendet wird, um eine Cursorsteueranwendung zu implementieren.
Bei dieser Anwendung werden das ISA 204 und der ISA-Übernahmesignalgenerator 430 nicht
benötigt. Der
Host 460 kann eine Cursorsteueranwendung 480 umfassen,
die die Abtastungen oder Teilbilder, die durch das ISA 204 erzeugt
werden, ignoriert und lediglich die Bewegungsinformationen verwendet, die
durch die Navigationsmaschine 420 erzeugt werden, um den
Cursor zu steuern. Bei dieser Anwendung dient das NSA 410 dazu,
um als ein Miniberührungsfeld
zu wirken, und die Navigationsmaschine 420 wird verwendet,
um eine erwünschte
Bewegung eines Cursors zu bestimmen.
-
2 ist
ein Flussdiagramm, das die Schritte darstellt, die durch die Bilderfassungsvorrichtung
von 1 durchgeführt werden. Um die Bilderfassungsvorrichtung
zu verwenden, positioniert ein Benutzer den Finger desselben an
einer Oberfläche
und bewegt den Finger entlang der Oberfläche in eine erste Richtung.
Bei einem Schritt 504 wird eine Bestimmung vorgenommen,
ob das Objekt (z. B. der Fingerabdruck) vorhanden ist. Diese Bestimmung
kann durch ein Verwenden von Kontakten vorgenommen werden, um den
Widerstandswert zwischen zwei Punkten an der Haut zu erfassen. Wenn
alternativ die Sensoren des NSA 410 oder des ISA 420 von
dem kapazitiven Typ sind, dann können
das NSA 410 oder das ISA 920 aktiv getrieben sein,
um die Oberfläche der
Sensoren kontinuierlich abzutasten und zu bestimmen, ob ein erfasstes
Signal eine vorbestimmte Schwelle einhält. Auf ähnliche Weise kann eine Linse oder
ein optisches System verwendet werden, um das Vorhandensein eines
Objekts zu bestimmen.
-
Falls
kein Objekt, das abgebildet werden soll, erfasst wird, wird der
Schritt 504 wiederholt, bis ein Objekt erfasst wird. Falls
ein Objekt, das abgetastet werden soll, erfasst wird, wird bei einem
Schritt 508 ein Navigationsbild des Objekts aufgenommen.
Basierend auf dem Navigationsbild und vorhergehend aufgenommenen
Navigationsbildern werden Bewegungsinformationen des Objekts bestimmt.
Wie es beispielsweise hierin im Folgenden detaillierter beschrieben
ist, kann die Veränderung
bei einer x-Position und einer y-Position des Objekts durch die
Navigationsbilder bestimmt werden.
-
Bei
einem Schritt 514 wird eine Bestimmung vorgenommen, ob
die Bewegung oder Positionsveränderung
in einer ersten vorbestimmten Beziehung zu vordefinierten Kriterien
steht. Die Positionsveränderung
kann mit Bezug auf ein aktuelles Bild, das durch das NSA 410 geliefert
wird, und ein vorhergehend aufgenommenes Bild (z. B. ein unmittelbar
vorhergehendes Bild) bestimmt werden. Falls die Bewegung oder Positionsveränderung
in einer ersten vorbestimmten Beziehung zu vordefinierten Kriterien steht,
dann wird bei einem Schritt 518 ein Bilderfassungssensorarray-Übernahmesignal
aktiviert und ein Teilbild des Objekts (z. B. einer der Streifen,
die in 4(b) gezeigt sind) aufgenommen.
Eine Verarbeitung kann dann gleichzeitig bei Schritten 504 und 524 fortfahren.
-
Bei
einem Ausführungsbeispiel
bestimmt der Schritt 514, ob die Veränderung bei der x-Position größer oder
gleich einem Einheitsabstand in eine erste Richtung (z. B. ein vorbestimmtes
Delta-x) ist, oder ob die Veränderung
bei der y-Position
größer oder gleich
einem Einheitsabstand in eine zweite Richtung (z. B. ein vorbestimmtes
Delta-y) ist. Falls dem so ist, dann wird das ISA-Übernahmesignal
aktiviert, um ein Teilbild des Objekts aufzunehmen. Andernfalls
wird kein Teilbild aufgenommen.
-
Der
ISA-Übernahmesignalgenerator 430 kann
beispielsweise den Wert einer Bewegung in eine erste Richtung und
den Wert einer Bewegung in eine zweite Richtung verwenden, um zu
bestimmen, ob sich der Finger um eine vorbestimmte Ein heitsstrecke
in eine Richtung bewegt hat. Falls bestimmt wird, dass sich der
Finger um eine vorbestimmte Strecke in eine Richtung bewegt hat,
dann aktiviert der ISA-Übernahmesignalgenerator 430 ein ISA-Übernahmesignal 444,
das das ISA 204 selektiv steuert, um einen Abschnitt des
Fingerabdrucks abzubilden. Falls bestimmt wird, dass sich der Finger nicht
um einen vorbestimmten Abstand in eine Richtung bewegt hat, dann
aktiviert der ISA-Übernahmesignalgenerator 430 das
ISA-Übernahmesignal 444 nicht
und das ISA 204 bildet keinen Abschnitt des Fingerabdrucks
ab.
-
Falls
die Bewegung oder Positionsveränderung
nicht in einer ersten vorbestimmten Beziehung zu vordefinierten
Kriterien steht, dann geht eine Verarbeitung bei dem Schritt 508 weiter.
Die Schritte 508 und 514 werden wiederholt, bis
die Bewegung oder Positionsveränderung
in der ersten vorbestimmten Beziehung zu den vordefinierten Kriterien
steht. Bei dem Schritt 524 werden die Teilbilder, die bei
dem Schritt 518 aufgenommen wurden, zu einem Host-Gerät geliefert,
wie beispielsweise einem Personalcomputer (PC).
-
3 ist
ein Flussdiagramm, das ein Verfahren zum Aufnehmen eines Bilds eines
Objekts gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung darstellt. Bei einem Schritt 600 werden
ein Navigationssensorarray und eine Navigationsmaschine verwendet,
um Bewegungsinformationen eines Objekts zu erhalten, das sich mit
Bezug zu der Bilderfassungsvorrichtung bewegt. Bei einem Schritt 610 wird
ein Bilderfassungssensorarray-Übernahmesignal
basierend auf den Bewegungsinformationen selektiv aktiviert. Bei
einem Schritt 620 wird ein Bilderfassungssensorarray verwendet,
um ein Teilbild oder einen Abschnitt des Objekts ansprechend auf das
aktivierte ISA-Übernahmesignal
zu erhalten. Bei einem Schritt 630 werden die Teilbilder
zu einem Host-Gerät geliefert,
wie beispielsweise einem Personalcomputer (PC). Bei einem Schritt 640 wird
ein zusammengesetztes Bild des Objekts in dem Host basierend auf
den aufgenommenen Teilbildern erzeugt.
-
Bei
einem Schritt 650 werden Detailmerkmale aus dem Objekt
extrahiert, wenn das Objekt ein Fingerabdruck ist. Bei einem Schritt 660 werden
die Detailmerkmale mit vorhergehend gespeicherten Detailmerkmalen
verglichen. Bei einem Schritt 670 wird der Vergleich des
Schritts 660 verwendet, um zu bestimmen, ob Zugriffsprivilegien
auf ein Gerät,
eine Datei, ein Netzwerk etc. zu gewähren sind oder eine Identität eines
Benutzers anderweitig zu authentifizieren ist.
-
4(a) und 4(b) stellen
exemplarische aufgenommene Fingerabdruckbilder bzw. korrigierte Fingerabdruckbilder
dar. 4(a) stellt ein erstes exemplarisches
Fingerabdruckbild 704 dar, das durch die Fingerabdruckbilderfassungsvorrichtung
der vorliegenden Erfindung aufgenommen wird, wenn ein Finger im
Allgemeinen in eine Richtung 708 bewegt wird, die gezeigt
ist. Es ist zu beachten, dass die bevorzugte Bewegungsrichtung eine
allgemein vertikale Richtung 710 ist. Das Bild 704 weist
eine schräg gestellte
trapezähnliche
Erscheinung auf, die durch eine Korrektursoftware korrigiert wird,
die in dem Host-Computer 460 resident ist.
-
Die
Korrektursoftware verwendet die Bewegungsinformationen (z. B. x-
und y-Informationen), die durch die Navigationsmaschine 420 geliefert
werden, um die Schrägstellung
bei dem Bild zu korrigieren und ein zusammengesetztes Bild zu erzeugen, bei
dem die Teilbilder allgemein gleichmäßig aufeinander gestapelt sind.
Der x-Versatz und der y-Versatz jeder Abtastung oder jedes Teilbilds
mit Bezug auf eine vorhergehende Abtastung oder ein vorhergehendes
Teilbild werden beispielsweise verwendet, um irgendeine Schrägstellung
zu korrigieren, die durch die Bewegung des Fingers eingebracht wird. Auf
diese Weise ist jede Abtastung oder jedes Teilbild auf der vorhergehenden
Abtastung oder dem vorhergehenden Teilbild gestapelt, um Bilder
zu erzeugen, die allgemein aufrecht sind und anstelle einer trapezförmigen Erscheinung
eine rechteckige Erscheinung aufweisen. 4(b) stellt
das korrigierte Fingerabdruckbild 714 dar, das dem schräg gestellten
Bild 704 entspricht.
-
5(a) und 5(b) stellen
exemplarische aufgenommene Fingerabdruckbilder bzw. korrigierte Fingerabdruckbilder
dar. 4(a) stellt ein erstes exemplarisches
Fingerabdruckbild 804 dar, das durch die Fingerabdruckbilderfassungsvorrichtung
der vorliegenden Erfindung aufgenommen wird, wenn ein Finger allgemein
in eine Richtung 808 bewegt wird, die gezeigt ist. Es ist
zu beachten, dass die bevorzugte Bewegungsrichtung eine allgemein
vertikale Richtung 810 ist. Das Bild 804 weist
eine schräg
gestellte trapezähnliche
Erscheinung auf, die durch eine Korrektursoftware korrigiert wird,
die in dem Host-Computer 460 resident ist. 4(b) stellt
as korrigierte Fingerabdruckbild 814 dar, das dem schräg gestellten
Bild 704 entspricht.
-
8(a), 8(b), 8(c) und 8(c) stellen
dar, wie eine Fingerabdruckbilderfassungsvorrichtung der vorliegenden
Erfindung bestimmt, ob ein Finger sich um einen vorbestimmten Abstand
in eine erste Richtung oder einen vorbestimmten Abstand in eine
zweite Richtung bewegt hat, gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung. Bei einem Ausführungsbeispiel umfasst der
Schritt 514 die folgenden Unterschritte. Erstens wird ein
Navigationsbild entsprechend einer ersten Zeit aufgenommen. Zweitens
wird ein zweites Navigationsbild entsprechend einer zweiten Zeit
aufgenommen. Drittens werden das erste und das zweite Navigationsbild
verglichen, um Bewegungsinformationen abzuleiten. Die Bewegungsinformationen
können
durch einen Vektor dargestellt sein, der sowohl einen Betrag als
auch eine Richtung aufweist.
-
Mit
Bezug auf 8a beispielsweise kann der Bewegungsvektor
in eine allgemein südöstliche Richtung
zeigen. Der Bewegungsvektor kann in eine Horizontal- oder x-Komponente
und eine Vertikal- oder y-Komponente geteilt werden. Die Veränderung bei
der x-Position (Delta-x) wird mit einem vorbestimmten x-Einheitswert
(z. B. einem Pixel) verglichen. Gleichermaßen wird die Veränderung
bei der y-Position (Delta-y) mit einem vorbestimmten y-Einheitswert
(z. B. ei nem Pixel) verglichen. Falls der gemessene Wert bei der
x-Position größer oder
gleich den vorbestimmten Einheitswerten in die x-Richtung ist oder
falls der gemessene Wert bei der y-Position größer oder gleich den vorbestimmten
Einheitswerten in die y-Richtung ist, wird ein ISA-Übernahmesignal aktiviert.
-
8a stellt
den Fall dar, bei dem die x-Komponente kleiner als der vorbestimmte
x-Einheitswert ist, aber die y-Komponente
größer oder gleich
dem vorbestimmten y-Einheitswert
ist. 8b stellt den Fall dar, bei dem x-Komponente größer oder
gleich dem vorbestimmten y-Einheitswert
ist und bei dem die y-Komponente kleiner als der vorbestimmte y-Einheitswert
ist. 8c stellt den Fall dar, bei dem die x-Komponente
größer oder
gleich dem vorbestimmten x-Einheitswert ist und bei dem die y-Komponente größer oder
gleich dem vorbestimmten y-Einheitswert
ist. 8a stellt den Fall dar, bei dem sowohl die x-Komponente
als auch die y-Komponente kleiner als der vorbestimmte x- bzw. der y-Wert
sind. Es ist zu beachten, dass bei dem in 8a–8c dargestellten
Fall das ISA-Übernahmesignal
aktiviert wird.