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Die
Erfindung betrifft eine Kommunikationsvorrichtung, so beispielsweise
ein kleines mobiles Endgerät
oder ein tastenloses Kartenendgerät, sowie ein Antennensystem,
das in der Kommunikationsvorrichtung verwendet wird.
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Hintergrund
der Erfindung
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12A und 12B zeigen
eine herkömmliche
Kleinantenne, die in einer mobilen Kommunikationsvorrichtung, so
beispielsweise einem Funkrufempfänger
(Pager), verwendet wird. Eine Rahmenantenne 100, die aus
einem leitenden Metall besteht, ist an einer Seite einer Anzeige 105 angeordnet,
die wiederum auf einem Basisträger 104 angeordnet
ist. Die Antenne 100 weist eine Öffnung auf, die direkt senkrecht
zu dem Basisträger
ist. Die Öffnung
der Antenne ist, wenn der Funkrufempfänger in der Nähe des menschlichen
Körpers
benutzt wird, senkrecht zum menschlichen Körper. Da der menschliche Körper als
Reflektor wirkt, weist ein magnetischer Strom, der im Inneren des
menschlichen Körpers
erzeugt wird, dieselbe Richtung wie ein magnetischer Dipol auf,
der von der Rahmenantenne 100 gebildet wird. Entsprechend
kann die Antennenverstärkung
vergrößert werden,
da magnetische Felder an der Vorderseite des menschlichen Körpers addiert
werden.
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Ein
Ende der Rahmenantenne 100 ist mit einem speisenden Teil 102 über einen
ersten Anpasskondensator 101a gleichstromkurzgeschlossen,
wohingegen das andere Ende hiervon mit einem Massenkurzschlussteil 103 über einen
dritten Anpasskondensator 101c gleichstromkurzgeschlossen
ist. Der speisende Teil 102 ist mit dem Massenkurzschlussteil 103 über einen
zweiten Anpasskondensator 101b gekoppelt. Die Elementlänge der
Rahmenantenne ist grundsätzlich
so gewählt,
dass sie gleich der halben Wellenlänge der Betriebsfrequenz ist. Funkrufempfänger bedienen
sich in Japan beispielsweise des 280-MHz-Bandes, sodass die Hälfte der Wellenlänge bei
dieser Frequenz bei etwa 500 mm liegt. Eine Antenne mit einer Elementlänge von
500 mm kann jedoch schwerlich in einen kleinen Funkrufempfänger eingebaut
werden. Daher wird die Größe der Rahmenantenne
dadurch geändert,
dass die Elementlänge
zum Zwecke der Unterbringung in dem Funkrufempfänger kleiner als 500 mm gewählt wird und
die Antenne mittels der Anpasskondensatoren 101a, 101b und 101c angepasst
wird.
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Die
vorstehend beschriebene herkömmliche Antenne
benötigt
Kondensatoren zur Impedanzanpassung, wobei der Leistungsverlust
in den Kondensatoren eine beträchtliche
Verschlechterung der Strahlungsverstärkung der Antenne verursacht.
Darüber
hinaus bewirken ein Massemuster und eine Komponente in einer Anbringung
auf dem Träger, dass
sich die Strahlungsverstärkung
der Antenne verschlechtert.
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13 zeigt
eine weitere herkömmliche Kleinantenne,
die in einer mobilen Kommunikationsvorrichtung, so beispielsweise
dem Funkrufempfänger,
verwendet wird. Diese Antenne ist in der japanischen Patentveröffentlichung
mit der Nummer 6-93635 offenbart. Eine Metallplatte 1101 stellt
eine Masseebene dar, die ein Element einer Mikrostreifenantenne
ist. Eine Leiterplatte 1105 weist eine der Funkkommunikation
dienende Schaltung auf, die an der Metallplatte 1101 angebracht
ist, wobei eine leitende Platte 1102 über der Metallplatte 1101 über ein dielektrisches
Element 1104 angeordnet ist. Die leitende Platte 1102 weist
eine geringere Breite als die Metallplatte 1101 auf und
weist zu der Metallplatte 1101 hin. Ein Freiraum zwischen
der Metallplatte 1101 und der leitenden Platte 1102 ist
mit dem dielektrischen Element 1104 gefüllt. Die Leiterplatte 1105 ist
derart angebracht, dass sie denjenigen Teil nicht bedeckt, wo die
Metallplatte 1101 und die leitende Platte 1102 zueinander
weisen. Die Metallplatte 1101 und die leitende Platte 1102 sind
an ihren jeweiligen Enden mit einer Verbindungsplatte 1103 derart
mechanisch und elektrisch verbunden, dass die Metallplatte 1101,
die leitende Platte 1102 und die Verbindungsplatte 1103 in
Zusammenwirkung eine U-förmige
Mikrostreifenantenne bilden. Um diese Mikrostreifenantenne auf eine
gewünschte
Frequenz abzustimmen, wird das andere Ende der leitenden Platte 1102 über einen
Kondensator 1106 mit Masse verbunden, und es wird zum Zwecke
der Anpassung eine Speisung 1107 reguliert.
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Die
vorbeschriebene Mikrostreifenantenne erfordert aufgrund der Einbeziehung
der leitenden Platte eine genauere Metallbearbeitung bezüglich ihrer
Abmessungen, um eine Massenfertigung zu ermöglichen. Es ist daher schwierig,
die leitende Platte an der Metallplatte anzubringen. Darüber hinaus kann
der einzelne Kondensator 1106 aufgrund der Tatsache, dass
eine Mikrostreifenantenne mit einem kleinen Bereich der regulierbaren
Impedanz bereitgestellt wird, aufgrund eines Effektes, bei dem eine Komponente
oder ein Metall in der Nähe
der Mikrostreifenantenne befindlich sind, die Impedanzanpassung
nicht erreichen. Darüber
hinaus kann die Antenne aufgrund der Tatsache, dass sie nur auf
ein Frequenzband abstimmbar ist, bei dieser Anwendung die Betriebsfrequenz
nicht ändern.
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Die
Druckschrift EP-A-0 623 967 beschreibt eine Antennenvorrichtung
mit Antennenelementen, die sich parallel zu einer Masseebene erstrecken, wobei
die Elemente L-förmig sind
und mit Vorteil in miniaturisierter Form bereitgestellt werden können. Zwei
derartige Antennenelemente sind in derselben Masseebene vorgesehen,
um so eine Antennendiversität
zu erreichen. Zudem ist eine Schalteinrichtung vorgesehen, die in
einem Empfangsmodus zwischen den Antennenelementen schaltet und
die bei Betrieb der Vorrichtung im Sendemodus auf nur eines der
Antennenelemente schaltet. Die Schalteinrichtung ist derart angeordnet,
dass sie eine Speisungsverbindung desjenigen Antennenelementes mit
Masse verbindet, das nicht zum Senden oder Empfangen ausgewählt ist,
um so das Antennenelement passiv zu machen.
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Die
Druckschrift US-A-5,300,996 offenbart eine Antenne zum Empfangen
von Signalen in einer Mehrzahl von Frequenzbändern, die in tragbaren oder
fahrzeugfesten Kommunikationsgeräten
eingesetzt wird und die aus einer dielektrischen Schicht besteht,
die an einer Metallplatte angeordnet ist, die als Masseebene dient.
Mikrostreifenantennenelemente in Form eines planaren Strahlers,
der von einem Rahmenstrahler eingeschlossen ist, sind auf der dielektrischen
Schicht angeordnet. Ein Stabstrahler, der normal zu der Platte ausgerichtet
ist, erstreckt sich durch den Patchstrahler und die dielektrische Schicht
und ist von einem dielektrischen Zylinder umgeben, der den Stabstrahler
von dem planaren Strahler und der Platte isoliert. Der planare Strahler
kann als Patchstrahler, als Spiralstrahler oder als Kreuzdipolstrahler
ausgebildet sein.
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Die
Druckschrift US-A-6,163,305 spezifiziert eine Rahmenantenne, die
eine erste Antenne, die ein erstes magnetisches Feld erzeugt, und
eine zweite Antenne, die ein zweites magnetisches Feld erzeugt, derart
aufweist, dass das erste magnetische Feld und das zweite magnetische
Feld jeweils eine andere Achse aufweisen. Eine Serienresonanzschaltung und
eine Parallelresonanzschaltung sind für die erste Antenne beziehungsweise
die zweite Antenne vorgesehen.
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Die
Erfindung ist ein Antennensystem entsprechend Anspruch 1 oder 10
sowie eine Kommunikationsvorrichtung, die sich dieses Systems bedient.
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Kurzbeschreibung
der Zeichnung
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1A ist
eine Draufsicht auf eine Kommunikationsvorrichtung entsprechend
einem ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung, während 1B ein
Schnitt durch die Kommunikationsvorrichtung ist.
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2 ist
eine Draufsicht auf ein Antennensystem entsprechend einem zweiten
Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
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3 ist
eine Draufsicht auf ein Antennensystem entsprechend einem dritten
Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
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4 ist
eine perspektivische Draufsicht auf ein Antennensystem entsprechend
einem vierten Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
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5A bis 5C zeigen
eine Beziehung zwischen einer Position eines Kurzschlussdurchgangsloches
und dem Strahlungswirkungsgrad des Antennensystems entsprechend
dem vierten Ausführungsbeispiel.
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6 ist
eine Unteransicht des Antennensystems entsprechend dem vierten Ausführungsbeispiel.
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7 ist
eine Unteransicht eines weiteren Antennensystems entsprechend dem
vierten Ausführungsbeispiel.
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8 ist
eine Unteransicht eines weiteren Antennensystems entsprechend dem
vierten Ausführungsbeispiel.
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9 ist
eine perspektivische Draufsicht auf ein Antennensystem entsprechend
einem fünften Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
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10 ist
eine perspektivische Draufsicht auf eine Antenne entsprechend einem
sechsten Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
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11A bis 11C sind
Draufsichten auf jeweilige Schichten eines Antennensystems entsprechend
einem siebten Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
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12A ist ein schematisches Blockdiagramm einer
herkömmlichen
Antenne, während 12B eine perspektivische Außenansicht der Antenne ist.
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13 ist
eine schematische Ansicht einer weiteren herkömmlichen Antenne.
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Beschreibung
der bevorzugten Ausführungsbeispiele
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Ausführungsbeispiel 1
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1 zeigt eine kartenartige Kommunikationsvorrichtung
entsprechend einem ersten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung. Ein Basisträger 6 weist eine Fläche, die
mit einer Masse 7 versehen ist, und eine weitere Fläche, die
eine darauf angebrachte Hochfrequenzschaltung 5 aufweist,
auf. Eine Rahmenantenne 8 mit ungefähr 100 Windungen umgibt die
Masse 7 und die Hochfrequenzschaltung 5. Die Rahmenantenne 8 sendet
und empfängt
ein Niederfrequenzsignal. Ein erster Strahler 1 mit Durchgangslöchern 2 und
einem spiralförmigen
leitenden Muster, das auf der Fläche
des Basisträgers 6 aufgedruckt
ist, ist derart angeordnet, dass dessen Mittelachse im Wesentlichen
parallel zu einer Seite der Masse 7 ist. Damit kann die
Strahlungsverstärkung
des Antennensystems verbessert werden, da der erste Strahler 1 einen
magnetischen Dipol bildet und ein magnetischer Strom, der an der
Masse des Basisträgers 6 induziert
wird, dieselbe Richtung aufweist und damit addiert wird. Die kartenartige
Kommunikationsvorrichtung kann beispielsweise in einer Hemdtasche
verwendet werden. Auch in diesem Fall weisen der magnetische Dipol,
der von dem ersten Strahler 1 gebildet wird, und der magnetische
Strom, der innerhalb des menschlichen Körpers gebildet wird, dieselbe
Richtung auf, sodass die Strahlungsverstärkung in einer Richtung entgegengesetzt
zum menschlichen Körper
vergrößert wird.
Damit kann das Antennensystem auch in der Nähe des menschlichen Körpers verwendet
werden.
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Durch
integriertes Einbeziehen des ersten Strahlers 1 und der
Hochfrequenzschaltung 5 in den Basisträger 6 weist die kartenartige
Kommunikationsvorrichtung eine erhöhte Festigkeit gegenüber einer
Biegekraft auf. Auch beim Herstellen können Leistungsschwankungen
verringert werden, da das Antennensystem ortsgenau angeordnet ist.
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Die
Rahmenantenne weist eine Elementlänge auf, die zum Anpassen entsprechend
einer Verstärkung
der Anzahl der Windungen notwendig ist, weshalb das Antennensystem
keinen Anpasskondensator benötigt.
Das Positionieren einer Mittelachse der Rahmen antenne parallel zu
der Seite der Masse auf dem Träger
bewirkt, dass ein magnetischer Dipol, der von der Rahmenantenne
gebildet wird, und der magnetische Strom, der an der Masse induziert wird,
dieselbe Richtung aufweisen, weshalb die Strahlungsverstärkung verbessert
wird.
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Die
Vergrößerung der
Größe der Masse,
die als Teil des Antennensystems wirkt, verbessert den Strahlungswirkungsgrad
und vergrößert die
Bandbreite des Antennensystems.
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Die
Rahmenantenne kann im Wesentlichen entlang des Umfanges der Masse
an wenigstens einer der Flächen
des Trägers
ausgebildet sein. Hierdurch können
eine Verkleinerung der Bandbreite der Rahmenantenne und eine Verringerung
der Strahlungsleistung aufgrund der Anordnung der Masse an der Rückfläche der
Rahmenantenne verhindert werden.
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Der
erste Strahler kann für
ein Hochfrequenzsignal bestimmt sein, wohingegen die Rahmenantenne
für ein
Niederfrequenzsignal bestimmt sein kann. Die Rahmenantenne, die
eine große
Elementlänge
aufweisen kann, wird für
eine Kommunikation bei Niederfrequenz verwendet, wodurch ein Antennensystem
mit hoher Strahlungsverstärkung bereitgestellt
wird.
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Ausführungsbeispiel 2
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2 zeigt
eine Kommunikationsvorrichtung entsprechend einem zweiten Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung. Der erste Strahler 1 von Spiralform
ist an einer Seite des Basisträgers 6 mit
einer darauf angebrachten elektronischen Schaltung, so beispielsweise
einer Hochfrequenzschaltung 5 oder dergleichen, angeordnet.
Der erste Strahler 1 weist ein Ende auf, das mit der Hochfrequenzschaltung 5 mit
einer Speisung 6 verbunden ist, während das andere Ende mit einer
Masse mit einer Kurzschlussleitung 3 verbunden ist. In
der Nähe
des ersten Strahlers 1 ist ein mäanderförmiger zweiter Strahler 11 in
einem isolierten Zustand angeordnet. Die Strahler vergrößern den
Bereich der regulierbaren Antennenimpedanz, wodurch das Antennensystem in
zwei Frequenzbändern
verwendet werden kann. Der mäanderförmige zweite
Strahler 7 kann auch dann, wenn er von Linear- oder Spiralform
ist, dieselbe Charakteristik aufweisen.
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Eine Änderung
des Nennabstandes, der Elementbreite und der Elementlänge des
mäanderförmigen Strahlers
ermöglicht
eine Regulierung der Antennenimpedanz. Durch Einbeziehen der in
einem leitenden Muster ausgebildeten Antenne auf einem Träger kann
das Antennensystem kostengünstig
hergestellt werden.
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Der
erste Strahler kann zum Senden und Empfangen verwendet werden, während die
Rahmenantenne nur zum Empfangen verwendet werden kann. Die Kommunikation
mit niedriger Datenrate, das heißt bei Niederfrequenz, nimmt
beim Senden und Empfangen von Daten sehr viel Zeit in Anspruch. Daher
kann die Rahmenantenne nur zum Empfangen zum Zwecke des Einschaltens
einer eingebauten Schaltung der Kommunikationsvorrichtung verwendet
werden, während
zum tatsächlichen
Senden und Empfangen von Daten ein Hochfrequenzsignal verwendet
werden kann, was die Vorrichtung in die Lage versetzt, das Signal
effizient zu senden und zu empfangen.
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Ausführungsbeispiel 3
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3 zeigt
eine Kommunikationsvorrichtung entsprechend einem dritten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung. Der erste Strahler 1 setzt sich
aus zwei Enden in Verbindung mit einer Masse über eine Kurzschlussleitung 3 und
einem beliebigen Punkt, der nicht mit einem der beiden Enden zusammenfällt und
der mit der Hochfrequenzschaltung 5 mit einer Speisung 4 verbunden
ist, zusammen. Die Position des Verbindungspunktes der Speisung 4 und des
ersten Strahlers 1 kann die Antennenimpedanz in einem Bereich
von 50 Ohm regulieren, wodurch eine Vorrichtung mit ausreichender
Strahlungscharakteristik und ohne Strahlungsverlust bereitgestellt wird,
der durch ein Element, wie es eine Anpassschaltung darstellt, verursacht
würde.
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Ein
Kurzschlusselement zur Verbindung mit einer Masse eines Metallgehäuses in
der Nähe
eines speisenden Teils einer Antenne ermöglicht, dass die Impedanz für eine Rahmenantenne
mit einer niedrigen Strahlungsresistanz angepasst wird.
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Bei
einer Kommunikationsvorrichtung, die ein Antennensystem entsprechend
den Ausführungsbeispielen
1 bis 3, eine Steuereinheit zum Steuern des Sendens und Empfangens
eines Signals, eine Ansteuereinheit zum Ansteuern der Steuereinheit
und ein Gehäuse
zur Aufnahme des Antennensystems umfasst, können die Steuereinheit und
die Ansteuereinheit auch dann eine ausreichende Kommunikation bewerkstelligen,
wenn sie in der Nähe
eines menschlichen Körpers
verwendet werden. Die Kommunikationsvor richtung kann entweder nur
das Senden oder nur das Empfangen des Signals bewerkstelligen.
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Ausführungsbeispiel 4
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4 zeigt
ein Antennensystem entsprechend einem vierten Ausführungsbeispiel
der Erfindung. An einer Fläche
eines Basisträgers 1003 sind eine
Parallelplattenantenne 1001 und eine Rahmenantenne 1002,
die aneinander anschließen,
sowie eine erste Hochfrequenzschaltung 1004, die von der Rahmenantenne 1002 umgeben
ist, angebracht. An der anderen Fläche des Basisträgers 1003 sind
eine erste Masse 1005, die der Parallelplattenantenne 1001 gegenüberliegt,
sowie eine zweite Masse 1006, die der ersten Hochfrequenzschaltung 1004 gegenüberliegt,
angeordnet. Ein Masseverbindungsteil 1013 verbindet die
ersten und zweiten Massen und kreuzt einen Teil der Rahmenantenne 1002.
Mit Ausnahme eines Bereiches, der dem Masseverbindungsteil 1013 entspricht,
ist keine Masse an der Rückfläche der
Rahmenantenne 1002 angeordnet, um die Dämpfung der Antennenverstärkung zu
verringern. Ein speisender Teil 1014 an einem Rand der
Parallelenplattenantenne 1001 ist an eine speisende Anschlussfläche 1011 angelötet, um
die Parallelplattenantenne 1001 zu speisen. Ein erstes
Durchgangsloch 1008 erstreckt sich von einem Teil des strahlenden
Teiles 1007 mit Ausnahme von dessen Rand zu einer Rückfläche der
Antenne, damit eine Impedanzanpassung der Parallelenplattenantenne 1001 erfolgen
kann. Ein Ende des ersten Durchgangsloches, das an der Rückfläche der
Antenne angeordnet ist, ist an eine Kurzschlussanschlussfläche 1009 an
der Fläche
des Basisträgers 1003 angelötet. Ein
zweites Durchgangsloch 1010 verbindet die Kurzschlussanschlussfläche 1009 und
die erste Masse 1005. Die 5A bis 5C zeigen Änderungen
des Strahlungswirkungsgrades des Antennensystems, der mittels Simulationen
auf Grundlage eines Momentverfahrens in Abhängigkeit von der Position des
ersten Durchgangsloches 1008 berechnet wurde. Wird das Kurzschlussdurchgangsloch
von dem Rand (X = 0) der Antenne aus entlang der X-Koordinate versetzt, so
nimmt der Strahlungswirkungsgrad entsprechend zu. Wird das Durchgangsloch
von dem speisenden Teil aus (Y = 0) versetzt, so verschlechtert
sich der Strahlungswirkungsgrad entsprechend. Das Ergebnis zeigt,
dass das Antennensystem einen ausreichenden Strahlungswirkungsgrad
aufweist, wenn das Kurzschlussdurchgangsloch der Parallelplattenantenne
einwärts
von dem Rand der Antenne in dem strahlenden Teil der Antenne angeordnet
ist. Die Impedanzanpassung der Parallelplattenantenne 1001 kann
durch Ändern
der Position des ersten Durchgangsloches reguliert werden. Die Impedanzanpassung
kann ebenfalls durch Ändern
der Form des Massever bindungsteiles 1013 reguliert werden,
da ein Hochfrequenzstrom während
des Betriebes des Antennensystems durch die erste Masse 1005,
die zweite Masse 1006 und den Masseverbindungsteil 1013 fließt. 6 und 7 zeigen,
dass der Masseverbindungsteil 1013 (dargestellt durch einen schraffierten
Teil) in seiner Form modifiziert wird, um eine Impedanzanpassung
der Parallelplattenantenne 1001 zu bewerkstelligen. 8 zeigt
ein Antennensystem, das eine erste Masse 1005 aufweist,
die Schlitze 1014 umfasst. Die Modifizierungen ermöglichen
eine Regelung der Impedanzcharakteristik der Parallelplattenantenne.
Die Modifizierungen, die in 6 bis 8 dargestellt
sind, können
zudem eine Impedanzcharakteristik einer Rahmenantenne 1002 regulieren,
da die Rahmenantenne 1002 magnetisch mit der ersten Masse 1005 und
der zweiten Masse 1006 gekoppelt ist.
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Das
Antennensystem des vierten Ausführungsbeispieles
kann flexibel mit jeweiligen Impedanzschwankungen der ersten und
zweiten Antennen umgehen, die von der ersten Hochfrequenzschaltung
oder einer Batterie hervorgerufen werden. Die erste Antenne von
den beiden Antennen verringert, wenn sie in Bereitschaft für ein Niederfrequenzsignal
verwendet wird, während
des Bereitschaftszustandes (Standby) den Strom, der in der Empfangsschaltung
verbraucht wird. Bei Verwendung zum Senden und Empfangen von Daten
mit hoher Frequenz ermöglicht
die zweite Antenne (die andere Antenne) bei Verwendung zum Senden
und Empfangen eines Hochfrequenzsignals, dass das Signal mit hoher
Geschwindigkeit gesendet und empfangen wird.
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Die
Masse kann an einem Abschnitt des Trägers ausgebildet sein, der
nicht den ersten Strahler umfasst und der dieselbe Größe wie dieser
Abschnitt aufweist. In einem resultierenden Antennensystem weist
der erste Strahler eine Bandbreite, deren Verringerung verhindert
wird, und eine Strahlungsleistung, deren Verringerung aufgrund einer
Anordnung der Masse an der Rückfläche des
ersten Strahlers verhindert wird, auf.
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Das
Antennensystem des vierten Ausführungsbeispieles
ist in der Lage, flexibel mit einer Impedanzschwankung der ersten
und zweiten Antenne umzugehen, die von der ersten Hochfrequenzschaltung
oder der Batterie hervorgerufen wird. Die erste Antenne von den
beiden Antennen verringert, wenn sie für einen Bereitschaftszustand
für ein
Niederfrequenzsignal verwendet wird, den Strom, der in einer Empfangsschaltung
verwendet wird. Die zweite Antenne (die andere Antenne) ermöglicht,
wenn sie zum Senden und Empfangen von Daten mit hoher Frequenz verwendet
wird, dass Daten mit hoher Geschwindigkeit gesendet und empfangen
werden.
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Die
erste Antenne kann aufgrund der Tatsache, dass sie die Rahmenantenne
ist, die die Hochfrequenzschaltung umgibt, eine größere Größe aufweisen.
Darüber
hinaus weist die Antenne eine Windungszahl auf, die reguliert werden
kann, um eine gewünschte
Resonanzfrequenz zu erhalten.
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Das
Antennensystem mit der zweiten Antenne der Parallelplattenantenne
kann auch dann eine ausreichende Antennenverstärkung aufweisen, wenn es in
Kontakt mit einem menschlichen Körper verwendet
wird.
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Das
Antennensystem des Ausführungsbeispiels
kann aufgrund der Tatsache, dass der speisende Teil nicht in Form
eines Metallstiftes, sondern als Endflächenelektrode ausgebildet ist,
auf einfache Weise hergestellt und angebracht werden. Das Durchgangsloch
ist einwärts
von dem Rand der Parallelplattenantenne in dem strahlenden Teil
vorgesehen, um den Strahlungswirkungsgrad zu verbessern.
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Entsprechend
Anspruch 8 der Erfindung umfasst ein Antennensystem nach Anspruch
7 ein Reaktanzelement an einem Rand eines Trägers zur Bildung der zweiten
Antenne. Der Rand ist im Vergleich zu dem den speisenden Teil aufweisenden
Rand anders angeordnet. Das Reaktanzelement weist ein Ende auf,
das mit dem strahlenden Teil der zweiten Antenne verbunden ist,
sowie ein weiteres Ende, das entweder mit der ersten Masse oder
mit der zweiten Masse verbunden ist. Damit kann die zweite Antenne auf
eine gewünschte
Resonanzfrequenz abgestimmt werden.
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Ausführungsbeispiel 5
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9 zeigt
ein Antennensystem entsprechend einem fünften Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Ein Reaktanzlastanschluss 1015 an einem Rand der Parallelplattenantenne 1001 in
einer Anbringung an einer Fläche
des Basisträgers 1003 ist an
einer Anschlussfläche 1016 für den Reaktanzlastanschluss
an dem Basisträger 1003 angeordnet. Das
Reaktanzelement 1017 umfasst ein Ende, das mit der Anschlussfläche 1016 verbunden
ist, und ein weiteres Ende, das mit einer Masse verbunden ist. Hierdurch
kann eine Regulierung der Impedanzcharakteristik der Parallelplattenantenne 1001 vorgenommen
werden.
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Ausführungsbeispiel 6
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10 zeigt
eine Antenne entsprechend einem sechsten Ausführungsbeispiel der Erfindung. Eine
Parallelplattenantenne 1001, die aus einem Träger aufgebaut
ist, umfasst einen verwindungsverhindernden Leiter 1019,
der dem strahlenden Teil 1007 gegenüberliegt. Der Leiter 1019 ist
nicht mit einem Ende des ersten Durchgangsloches 1008 kurzgeschlossen
und verhindert, dass sich die Antenne verwindet, wenn bei der Anbringung
der Antenne das Reflowing durchgeführt wird.
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Die
Antenne 1001 kann aufgrund der Tatsache, dass sie aus dem
Träger
gebildet ist, auf einfache Weise in Massenfertigung an der Platte
angebracht und kostengünstig
hergestellt werden.
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Ausführungsbeispiel 7
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11A bis 11C zeigen
ein Antennensystem entsprechend einem siebten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung. Die obere Trägerschicht 1020 umfasst
eine Parallelplattenantenne 1001, eine Rahmenantenne 1002 und
eine erste Hochfrequenzschaltung 1004, die an ihrer Oberfläche angebracht
sind. Eine innere Trägerschicht 1021,
eine erste Masse 1005 und eine zweite Masse 1006 gegenüberliegend
der Parallelplattenantenne 1001 beziehungsweise der Hochfrequenzschaltung sind
angebracht. An einer unteren Basisträgerschicht 1022 sind
eine zweite Hochfrequenzschaltung 1023 und eine dritte
Hochfrequenzschaltung 1024 in Gegenüberlage zu der ersten Masse
beziehungsweise der zweiten Masse vorgesehen. Ein Grundverbindungsteil 1013 ist
zwischen der zweiten und der dritten Hochfrequenzschaltung vorgesehen
und mit der ersten Masse 1005 und der zweiten Masse 1006 über ein
fünftes
Durchgangsloch 1026 und ein viertes Durchgangsloch 1025 verbunden.
Dieser Aufbau lässt
größeren Raum
für die
Hochfrequenzschaltungen, wodurch ein kleineres Informationsendgerät bereitgestellt
wird.
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Eine
Kommunikationsvorrichtung umfasst ein beliebiges der Antennensysteme
entsprechend den Ausführungsbeispielen
4 bis 7, eine Steuereinheit zum Steuern des Sendens und Empfangens
eines Signals, eine Ansteuereinheit zum Ansteuern der Steuereinheit
und ein Gehäuse
zur Aufnahme des Antennensystems. Die Steuereinheit und die Ansteuereinheit
ermöglichen
auch dann eine ausreichende Kommunikation, wenn sie in der Nähe eines
menschlichen Körpers
verwendet werden. Die Kommunikationsvorrichtung kann entweder nur
das Senden oder nur das Empfangen des Signals bewerkstelligen.
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Die
Impedanz des Antennensystems des siebten Ausführungsbeispieles kann mittels
eines einfachen Vorganges, so beispielsweise mittels einer Trimmung
des Verbindungsteiles oder dergleichen, reguliert werden.
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Bei
dem Antennensystem des siebten Ausführungsbeispieles wird die Position
des Durchgangsloches reguliert, um die Charakteristik des Antennensystems
zu regulieren. Ein Vergrößern der
Anzahl der Möglichkeiten
zum Anpassen der Antennenimpedanz ermöglicht, dass die Impedanz jeder
Antenne angepasst und der Reflexionsverlust verringert wird.
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Gewerbliche
Anwendbarkeit
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Ein
Antennensystem der vorliegenden Erfindung, das in ein mobiles Endgerät, so beispielsweise eine
ID-Karte, einen Funkrufempfänger
oder dergleichen eingebaut ist, weist eine verbesserte Strahlungsverstärkung im
freien Raum und auch dann noch eine höhere Strahlungsverstärkung auf,
wenn es in der Nähe
eines menschlichen Körpers
verwendet wird.
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Darüber hinaus
kann das Antennensystem der vorliegenden Erfindung eine ausreichende
Impedanzanpassung bewerkstelligen, sodass der Reflexionsverlust
geringer und die Effizienz hoch ist. Das Antennensystem kann in
zwei Frequenzbändern
verwendet werden, wodurch eine Hochgeschwindigkeitsdatenkommunikation
bei Hochfrequenz und niedrigem Verbrauch elektrischer Leistung bei
Niederfrequenz möglich
werden.
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- 1001
- Parallelplattenantenne
- 1002
- Rahmenantenne
- 1003
- Basisträger
- 1004
- erste
Hochfrequenzschaltung
- 1005
- erste
Masse
- 1006
- zweite
Masse
- 1007
- strahlender
Teil
- 1008
- erstes
Durchgangsloch
- 1009
- Kurzschlussanschlussfläche
- 1010
- zweites
Durchgangsloch
- 1011
- speisende
Anschlussfläche
- 1012
- Speisung
- 1013
- Masseverbindungsteil
- 1014
- Schlitz
- 1015
- Reaktanzlastanschluss
- 1016
- Anschlussfläche für Reaktanzlastanschluss
- 1017
- Reaktanzelement
- 1018
- drittes
Durchgangsloch
- 1019
- verwindungsverhindernder
Leiter
- 1020
- obere
Trägerschicht
- 1021
- innere
Trägerschicht
- 1022
- untere
Trägerschicht
- 1023
- zweite
Hochfrequenzschaltung
- 1024
- dritte
Hochfrequenzschaltung
- 1025
- viertes
Durchgangsloch
- 1026
- fünftes Durchgangsloch
- 1101
- Metallplatte
- 1102
- leitende
Platte
- 1103
- Verbindungsplatte
- 1104
- Dielektrikum
- 1105
- Leiterplatte
- 1106
- Kondensator
- 1107
- Speisung