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Hintergrund der Erfindung
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Die
Erfindung betrifft Vorläuferlösungen und Verfahren
zur Verwendung der Vorläuferlösungen.
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Mehrschichtige
Artikel können
in vielerlei Anwendungen eingesetzt werden. Beispielsweise können Supraleiter,
einschließlich
Oxid-Supraleiter, aus mehrschichtigen Artikeln ausgebildet werden.
Solche Supraleiter schließen
gewöhnlich
eine Schicht aus Supraleitermaterial und eine Schicht, die allgemein als
Substrat bezeichnet wird und die die mechanische Festigkeit des
mehrschichtigen Artikels erhöhen
kann, ein.
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Neben
dem Erhöhen
der Festigkeit des mehrschichtigen Supraleiters sollte das Substrat
im Allgemeinen bestimmte andere Eigenschaften aufweisen. Zum Beispiel
sollte das Substrat eine niedrige Curie-Temperatur haben, so dass
das Substrat bei der Anwendungstemperatur des Supraleiters nicht ferromagnetisch
ist. Des Weiteren sollten chemische Spezies innerhalb des Substrats
nicht in die Schicht des Supraleitermaterials diffundieren können und
der thermische Expansionskoeffizient des Substrats sollte ungefähr genauso
groß wie
der des Supraleitermaterials sein. Wenn das Substrat für einen
Oxid-Supraleiter
verwendet wird, sollte das Substratmaterial zudem relativ resistent
gegen Oxidation sein.
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Bei
einigen Materialien, wie beispielsweise Yttrium-Barium-Kupfer-Oxid
(YBCO), hängt
die Fähigkeit
des Materials, im supraleitenden Zustand einen hohen Transportstrom
bereitzustellen, von der Kristallorientierung des Materials ab.
Ein solches Material kann beispielsweise dann eine relativ hohe
kritische Stromdichte (Jc) bereitstellen, wenn die Oberfläche des
Materials biaxial strukturiert ist.
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Wie
hierin verwendet, bezeichnet „biaxial strukturiert" eine Oberfläche, bei
der die Kristallkörner
genau in eine Richtung in der Ebene der Oberfläche ausgerichtet sind. Eine
Art einer biaxial strukturierten Oberfläche ist eine würfelförmig strukturierte Oberfläche, bei
der die Kristallkörner
auch genau in eine Richtung, die senkrecht zu der Oberfläche verläuft, ausgerichtet
sind. Beispiele für
würfelförmig strukturierte
Oberflächen
schließen
die (100)[001]- und (100)[011]-Oberflächen ein und ein Beispiel für eine biaxial
strukturierte Oberfläche
ist die (113)[211]-Oberfläche.
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Bei
bestimmten mehrschichtigen Supraleitern ist die Schicht aus Supraleitermaterial
eine epitaxiale Schicht. Wie hierin verwendet, bezeichnet eine „epitaxiale
Schicht" eine Schicht
aus Material, deren Kristallorientierung direkt mit der kristallographischen
Ausrichtung der Oberfläche
einer Schicht aus Material, auf der die epitaxiale Schicht abgeschieden
wird, verwandt ist. Bei einem mehrschichtigen Supraleiter, der eine
auf einem Substrat abgeschiedene, epitaxiale Schicht aus Supraleitermaterial besitzt,
ist die Kristallorientierung der Schicht aus Supraleitermaterial
beispielsweise direkt mit der Kristallorientierung des Substrats
verwandt. Neben den oben angegebenen Eigenschaften eines Substrats kann
daher auch gewünscht
sein, dass ein Substrat eine biaxial strukturierte Oberfläche oder
eine würfelförmig strukturierte
Oberfläche
hat.
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Einige
Substrate weisen noch nicht alle der oben erwähnten Eigenschaften auf, so
dass eine oder mehrere Intermediat-Schichten, die üblicherweise
als Pufferschichten bezeichnet werden, zwischen dem Substrat und
der Supraleiter-Schicht aufgebracht werden können. Die Pufferschicht(en)
kann (können)
resistenter gegen Oxidation sein als das Substrat und die Diffusion
chemischer Spezies zwischen dem Substrat und der Supraleiterschicht
vermindern. Ferner kann (können)
die Pufferschicht(en) einen thermischen Expansionskoeffizienten
haben, der gut mit dem Supraleitermaterial zusammenpasst.
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In
der Regel ist eine Pufferschicht eine epitaxiale Schicht, so dass
ihre Kristallorientierung direkt mit der Kristallorientierung der
Oberfläche,
auf der die Pufferschicht abgeschieden wird, in Beziehung steht.
In einem mehrschichtigen Supraleiter, der aus einem Substrat, einer
epitaxialen Pufferschicht und einer epitaxialen Schicht aus Supraleitermaterial
besteht, ist die Kristallorientierung der Oberfläche der Pufferschicht beispielsweise
direkt mit der Kristallorientierung der Oberfläche des Substrats verwandt und
die kristallgraphische Ausrichtung der Schicht aus Supraleitermaterial
steht direkt mit der Kristallorientierung der Pufferschicht in Beziehung.
Daher können
die supraleitenden Eigenschaften, die ein mehrschichtiger Supraleiter
mit Pufferschicht besitzt, von der Kristallorientierung der Oberfläche der
Pufferschicht abhängen.
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Bestimmte
Supraleiter-Vorläuferlösungen können eine
relativ lange Zeit dafür
benötigen,
ein Supraleiter-Intermediat (z.B. ein Metalloxihalogenid-Intermediat)
auszubilden. In manchen Fällen kann
der Versuch, diese Zeitdauer zu verringern, in einem Intermediat
mit einer Dichte von Defekten resultieren, so dass eine weitere
Behandlung zum Ausbilden eines Supraleitermaterials zu einer Schicht aus
Supraleitermaterial mit einer relativ geringen kritischen Stromdichte
führt.
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Die
europäische
Patentanmeldung 277 020 offenbart ein Verfahren zum Herstellen eines
supraleitenden Materials mit einer supraleitenden Schicht aus einem
Doppeloxid von Metallen, die auf einem Substrat bereitgestellt wird.
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Die
europäische
Patentanmeldung 0 301 591 offenbart eine Zusammensetzung zum Ausbilden
einer Metalloxidverbindung mit bestimmter Zusammensetzung und ein
Verfahren zum Herstellen dieser Oxidverbindung. Die Zusammensetzung
umfasst ein Alkoxid eines Seltenerdmetalls, ein Alkoxid eines Erdalkalimetalls
und ein Salz einer organischen Säure
eines organischen Kupferkomplexes.
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Die
europäische
Patentanmeldung 0 349 444 offenbart einen supraleitenden Film, der
aus einem Seltenerd-Erdalkali-Kupferoxid besteht, das eine kristalline
R1A2C3-Phase über einer
kristallinen R2A1C1-Phase aufweist.
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Die
europäische
Patentanmeldung 431 813 offenbart ein Verfahren zum Herstellen von Hoch-Tc-1-2-3-Supraleitern mit Perovskit-Struktur unter
Verwendung von Verfahren in Lösung.
Zur Ausbildung eines harzigen, vor-keramischen Materials mit kontrollierter
Viskosität,
durch die dessen Ausbildung in supraleitende Artikel, wie beispielsweise
Fasern, Kabel, Bänder,
Filme und Ähnliches
erleichtert wird, verwendet das Verfahren zwei Lösungsmittelsysteme. Mit diesem
Verfahren wird eine Vor-Keramik erhalten, die biegsam ist und strukturell
ausreichend intakt ist, um einer normalen Handhabung standzuhalten.
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Das
US-Patent Nr. 5,231,074 offenbart einen mittels Metall-Organischer-Abscheidung
(Metall Organic Deposition, MOD) auf Substraten, einschließlich gitterangepassten,
nicht gitterangepassten, inerten und nicht inerten Materialien,
erzeugten, dünnen Film
aus hochstrukturiertem Supraleiteroxid.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Die
Erfindung betrifft zum Teil die Erkenntnis, dass eine während der
Ausbildung von bestimmten Seltenerd-Erdalkali-Übergangsmetalloxiden (z.B. YBCO-Verbindungen,
wie beispielsweise YBa2Cu3O7-x) auftretende Ausbildung von Defekten durch
Auswählen
einer Vorläuferlösung bzw.
Precursorlösung,
die ein geeignetes Salz des Seltenerdmetalls, ein geeignetes Salz
des Erdalkalimetalls, ein geeignetes Salz des Übergangsmetalls, ein oder mehrere
geeignete Lösungsmittel
und gegebenenfalls Wasser enthält,
verringert oder verhindert werden kann. Solche Vorläuferlösungen können dazu verwendet
werden, in einer relativ kurzen Zeitspanne (z.B. in weniger als
ungefähr
5 Stunden) ein relativ hochqualitatives (z.B. geringe Defektdichte),
relativ dickes (z.B. mindestens ungefähr ein Mikrometer dick) Intermediat
des Seltenerd-Erdalkali-Übergangsmetallsoxids
(z.B. ein Metalloxihalogenid-Intermediat)
auszubilden. Das Intermediat kann dann weiter verarbeitet werden,
um ein Seltenerd-Erdalkali-Übergangsmetalloxid
(z.B. eine YBCO-Verbindung, wie beispielsweise YBa2Cu3O7-x) mit geringer
Defektdichte und/oder relativ kritischer Stromdichte (z.B. mindestens
ungefähr
0,5 × 106 Ampere pro Quadratzentimeter) auszubilden.
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Eine
veranschaulichende, aber nicht einschränkende Liste von Lösungsmitteln
schließt
Wasser, Alkohole (z.B. Methanol, 2-Methoxyethanol, Butanol, Isopropanol),
Acetonitril, Tetrahydrofuran, 1-Methyl-2-pyrrolidinon und Pyridin
ein. Es können auch
Kombinationen aus zwei oder mehreren dieser Lösungsmittel verwendet werden.
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Die
Bestandteile der Vorläuferlösung sollten so
ausgewählt
sein, dass während
der Verarbeitung der Vorläuferlösung zum
Ausbilden des Intermediats des Seltenerd-Erdalkali-Übergangsmetalloxids mindestens
einer, und vorzugsweise im Wesentlichen alle, der folgen Parameter
eingehalten werden.
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Ein
Parameter ist, dass eine minimale Bildung von Erdalkalicarbonaten
(z.B. BaCO3) auftritt, wenn die Vorläuferlösung zur
Ausbildung des Intermediats (z.B. Metalloxihalogenid) verarbeitet
wird. Vorzugsweise ist die Menge an gebildetem Erdalkalicarbonat
nicht mit Röntgenstrahlbeugung
nachweisbar. Ohne sich an irgendeine Theorie binden zu wollen, wird
vermutet, dass die Bildung von Erdalkalicarbonaten unerwünscht sein
kann, weil das Erdalkalicarbonat (z.B. BaCO3)
bei Temperaturen oberhalb der Bildungstemperatur des Seltenerd-Erdalkali-Übergangsmetalloxids
(z.B. YBa2Cu3O7-x) thermisch stabil sein kann, und dadurch
die Menge an gebildetem Seltenerd-Erdalkali-Übergangsmetalloxid reduziert.
In bestimmten Ausführungsformen
sind die in der Vorläuferlösung enthaltenen
Erdalkalimetallsalze so ausgewählt,
dass sie statt Erdalkalioxid(e) (z.B. BaO) auszubilden, vorzugsweise
Erdalkaliverbindungen ausbilden, die eine, wenn überhaupt, nur geringe Umwandlung
zu Erdalkalicarbonaten (z.B. Erdalkalihalogenid(e), wie beispielsweise BaF2, BaCl2, BaBr2 und/oder BaI2)
durchlaufen. Die Erdalkaliverbindung (z.B. Erdalkalihalogenid) sollte sich
zu einem späteren
Zeitpunkt, wenn das (die) Erdalkalioxid(e) unter Ausbildung des
Seltenerdmetall-Erdalkalimetall-Übergangsmetalloxids
(z.B. einer YBCO-Verbindung, wie beispielsweise YBa2Cu3O7-x) schnell mit
dem (den) Seltenerdoxid(en) (z.B. Y2O3) und dem (den) Übergangsmetalloxid(en) (z.B.
CuO) reagieren wird (werden), in das (die) entsprechende(n) Erdalkalioxid(e)
(z.B. BaO) umwandeln lassen.
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Ein
weiterer Parameter ist, dass eine minimale Bildung von Defekten
während
der Ausbildung des Seltenerd-Erdalkali-Übergangsmetalloxid-Intermediats
(z.B. Metalloxihalogenid-Intermediat) auftritt. Wie hierin verwendet,
bezeichnet ein „Defekt" einen Riss oder
eine Blase, wie beispielsweise einen Riss oder eine Blase, die durch
visuelle (oder optische) Inaugenscheinnahme nachweisbar sind.
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Ein
weiterer Parameter ist, dass das Seltenerdmetall-Erdalkalimetall-Übergangsmetalloxid-Intermediat
keine in der zusammengesetzten Phase auftretenden Abscheidungen,
die größer als
ungefähr
ein Zehntel der Dicke des Intermediat-Films sind, aufweist. Eine
weitere Verarbeitung eines solchen Intermediats kann in einem im
Wesentlichen homogenen Seltenerdmetall-Erdalkalimetall-Übergangsmetalloxid
(z.B. YBa2Cu3O7-x, das im Wesentlichen in der 123-Phase
vorliegt) resultieren.
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Ein
weiterer Parameter ist, dass, während der
Umwandlung des Vorläufers
in das Intermediat (z.B. Metalloxihalogenid), eine minimale Vernetzung zwischen
den einzelnen Molekülen
des Übergangsmetalls
(z.B. Kupfermolekülen)
auftritt. Ohne sich an irgendeine Theorie binden zu wollen, wird
vermutet, dass bei der Verarbeitung der Vorläuferlösung zum Ausbilden des Intermediats
(z.B. Metalloxihalogenid) einige Übergangsmetallsalze chemische
Reaktionen durchlaufen können,
bei denen einzelne Kupfermoleküle
miteinander vernetzt werden. Es wird vermutet, dass solche vernetzten
Moleküle
relativ stark anfällig für die Ausbildung
von Defekten sind. Ohne sich an irgendeine Theorie binden zu wollen,
wird vermutet, dass diese Vernetzung dann auftreten kann, wenn das
Wasser, das in den oktaedrischen Stellen des Übergangsmetalls (z.B. Kupfer)
koordiniert ist, während
der Verarbeitung (bei einigen Übergangsmetallsalzen
z.B. bei einer Temperatur zwischen ungefähr 200°C und ungefähr 220°C) verdrängt wird, und dadurch Bindungsstellen
an dem Übergangsmetallatom eines Übergangsmetallmoleküls für eine Wechselwirkung
mit Atomen (z.B. Sauerstoff oder Fluor) eines anderen Übergangsmetallmoleküls aufmacht.
Bei einigen Ausführungsformen
wird vermutet, dass die Ausbildung derart vernetzter, einzelner Übergangsmetallmoleküle dadurch
verringert werden kann, dass ein Übergangsmetallsalz (z.B. Kupfersalz)
ausgewählt
wird, das die Vernetzung während
der Verarbeitung (indem z.B. relativ große organische Gruppen oder
relativ große
Atome, wie beispielsweise Chlor, Brom oder Iod, in dem Übergangsmetallsalz verwendet
werden oder indem relativ elektropositive Atome, wie beispielsweise
Wasserstoff, im Übergangsmetallsalz
verwendet werden) sterisch und/oder chemisch hindert.
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Ein
weiterer Parameter ist, dass das Seltenerdmetallsalz so ausgewählt sein
sollte, dass das Salz während
der Verarbeitung, im Gegensatz zu anderen Verbindungen, in das (die)
Seltenerdmetalloxid(e) (z.B. Y2O3) umgewandelt wird.
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In
einem Aspekt stellt die Erfindung ein Verfahren bereit, das das
Aufbringen einer Vorläuferlösung auf
eine Oberfläche
einer Schicht einschließt, um
so einen Vorläuferfilm
auszubilden. Der Vorläuferfilm
schließt
ein Carboxylatsalz eines Seltenerdmetalls, ein fluoriertes Carboxylatsalz
eines Erdalkalimetalls und ein nicht-halogeniertes Carboxylatsalz eines Übergangsmetalls
(z.B. ein Propionatsalz eines Übergangsmetalls)
ein. Das Übergangsmetallsalz
kann beispielsweise Cu(O2CC2H5)2 sein. Das Verfahren
schließt
auch das Behandeln des Vorläuferfilms
zum Ausbilden einer Schicht aus einem Intermediat eines Seltenerdmetall-Erdalkalimetall-Übergangsmetalloxids
ein.
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Allgemein
kann ein Vorläuferfilm
durch Aufbringen einer Vorläuferlösung auf
der Oberfläche
einer Schicht aus Material, mit oder ohne weiter verarbeitet zu
werden, ausgebildet werden (z.B. kann der Vorläuferfilm aus den gleichen chemischen
Bestandteilen wie die Vorläuferlösung ausgebildet
werden). Ein Vorläuferfilm
kann zum Beispiel durch beispielsweise Tauchbeschichtung (Dip-Coating),
Rotationsbeschichtung (Spin-Coating), Schlitzdüsenbeschichtung (Slot-Coating)
oder Bahnbeschichtung (Web-Coating) auf die Oberfläche einer
Schicht aus Material aufgebracht werden. In einigen Ausführungsformen
kann die Vorläuferlösung, ohne
weitere Verarbeitung, mit dem Verfahren des Ausbringens der Vorläuferlösung (z.B.
Spin-Coating) auf der Schicht aus Material in einen Vorläuferfilm
(indem z.B. das (die) Lösungsmittel
zumindest teilweise aus der Vorläuferlösung abgezogen
wird (werden)) umgewandelt werden.
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In
einem weiteren Aspekt stellt die Erfindung eine Zusammensetzung
bereit, die noch eine Lewis-Base enthält.
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Das
Supraleiter-Intermediat kann beispielsweise teilweise oder vollständig aus
einer oder mehreren Metalloxihalogenidverbindungen ausgebildet sein.
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Die
Erfindung kann insbesondere von Vorteil sein, wenn ein Supraleiter
in Form eines Gegenstandes mit relativ großer Oberfläche, wie beispielsweise ein
Band oder eine Scheibe, hergestellt wird.
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In
einigen Ausführungsformen
wird das Supraleitermaterial vorzugsweise aus YBCO (z.B. YBa2Cu3O7-x)
ausgebildet.
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Das
Supraleitermaterial kann einen kritischen Strom von mindestens ungefähr 200 Ampere pro
Zentimeter einer Breite (z.B. mindestens ungefähr 300 Ampere pro Zentimeter
einer Breite, mindestens ungefähr
500 Ampere pro Zentimeter einer Breite) haben.
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Soweit
nicht anders definiert, haben alle hierin verwendeten technischen
und wissenschaftlichen Begriffe die gleiche Bedeutung, wie sie allgemein
von einem Fachmann, an den diese Erfindung gerichtet ist, verstanden
wird. Obwohl bei der praktischen Ausführung der Erfindung auch Verfahren
und Materialien verwendet werden können, die den hierin beschriebenen ähnlich oder äquivalent
sind, werden im Folgenden geeignete Verfahren und Materialien beschrieben.
Bei Streitigkeiten gilt die vorliegende Beschreibung, einschließlich ihrer
Definitionen. Des Weiteren sind die Materialien, Verfahren und Beispiele
nur zu Veranschaulichungszwecken gedacht und sollen nicht einschränken.
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Weitere
Eigenschaften und Vorteile der Erfindung werden aus der Beschreibung
der bevorzugten Ausführungsformen,
der Figuren und der Ansprüche offenkundig
werden.
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Kurze Beschreibung der Figuren
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1 stellt
eine Schnittzeichnung einer Ausführungsform
eines mehrschichtigen Artikels dar;
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2 stellt
eine Schnittzeichnung einer anderen Ausführungsform eines mehrschichtigen
Artikels dar;
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3 stellt
eine Schnittzeichnung einer weiteren Ausführungsform eines mehrschichtigen
Artikels dar; und
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4 zeigt
eine optische Mikroaufnahme eines Films aus einem Intermediat-Material;
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5 zeigt
den θ-2θ-Durchlauf
einer Röntgenstrahlbeugung
eines Films aus YBa2Cu3O7-x;
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6 zeigt
den θ-2θ-Durchlauf
einer Röntgenstrahlbeugung
eines Films aus YBa2Cu3O7-x;
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7 zeigt
eine optische Mikroaufnahme eines Films aus einem Intermediat-Material;
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8 zeigt
eine optische Mikroaufnahme eines Films aus einem Intermediat-Material;
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9 zeigt
eine optische Mikroaufnahme eines Films aus einem Intermediat-Material;
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10 zeigt
eine optische Mikroaufnahme eines Films aus einem Intermediat-Material;
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11 zeigt
den θ-2θ-Durchlauf
einer Röntgenstrahlbeugung
eines Films aus YBa2Cu3O7-x;
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12 zeigt
den θ-2θ-Durchlauf
einer Röntgenstrahlbeugung
eines Films aus YBa2Cu3O7-x; und
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13 zeigt
den θ-2θ-Durchlauf
einer Röntgenstrahlbeugung
eines Films aus YBa2Cu3O7-x.
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Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
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Die
Erfindung betrifft Vorläuferlösungen und Verfahren
zur Verwendung der Vorläuferlösungen.
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Die
Vorläuferlösungen enthalten
ein Carboxylatsalz eines Seltenerdmetalls, ein fluoriertes Carboxylatsalz
eines Erdalkalimetalls, ein nicht-halogeniertes Carboxylatsalz eines Übergangsmetalls
und ein oder mehrere Lösungsmittel.
Gegebenenfalls können
die Vorläuferlösungen Wasser
enthalten. In einigen Ausführungsformen
können
die Vorläuferlösungen eine
oder mehrere Lewis-Basen enthalten.
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Das
Seltenerdmetall kann Yttrium, Lanthan, Europium, Gadolinium, Terbium,
Dysprosium, Holmium, Erbium, Thulium, Ytterbium, Cer, Praesodym, Neodym,
Promethium, Samarium oder Lutetium sein. Generell kann das Seltenerdmetallsalz
jedes Seltenerdmetallsalz sein, das in dem (den) in der Vorläuferlösung enthaltenen
Lösungsmittel(n)
löslich
ist und das, wenn es zum Ausbilden eines Intermediats (z.B. eines
Metalloxihalogenid-Intermediats) verarbeitet wird, ein Seltenerdoxid(e)
(z.B. Y2O3) ausbildet.
Entsprechende Salze können
beispielsweise die Formel M(O2C-(CH2)n-CXX'X'')(O2C-(CH2)m-CX'''X''''X''''')(O2C-(CH2)p-CX''''''X'''''''X'''''''')
haben. M ist das Seltenerdmetall. n, m und p sind jeweils mindestens
eins, aber kleiner als eine Zahl, bei der das Salz in dem (den)
Lösungsmittel(n)
unlöslich
bleiben würde
(z.B. zwischen eins und zehn). X, X', X'', X''',
X'''',
X''''', X'''''', X''''' und X'''''''' sind
jeweils H, F, Cl, Br oder I. Beispiele für solche Salze schließen nicht-halogenierte
Carboxylate, halogenierte Acetate (z.B. Trifluoracetat, Trichloracetat,
Tribromacetat, Triiodacetat) ein. Beispiele für solche nicht-halogenierten
Carboxylate schließen
nicht-halogenierte Acetate (z.B. M(O2C-CH3)3) ein.
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Das
Erdalkalimetall ist gewöhnlich
Barium, Strontium oder Calcium. Generell kann das Erdalkalimetallsalz
jedes fluorierte Carboxylat-Erdalkalimetallsalz sein, das in dem
(den) in der Vorläuferlösung enthaltenen
Lösungsmittel(n)
löslich
ist und das, wenn es zum Ausbilden eines Intermediats (z.B. eines
Metalloxihalogenid-Intermediats) verarbeitet wird, vor dem Ausbilden
eines (von) Erdalkalioxid(en) (z. B. BaO) eine Erdalkalihalogenidverbindung
(z.B. BaF2, BaCl2,
BaBr2, BaI2) ausbildet.
Entsprechende Salze können
beispielsweise die Formel M'(O2C-(CH2)n-CXX'X'')(O2C-(CH2)m-CX'''X''''X''''')
haben. M' ist das
Erdalkalimetall. n und m sind jeweils mindestens eins, aber kleiner
als eine Zahl, bei der das Salz in dem (den) Lösungsmittel(n) unlöslich bleiben
würde (z.B.
zwischen eins und zehn). X, X',
X'', X''',
X'''' und
X''''' sind jeweils H,
F, Cl, Br oder I. R kann eine halogenierten oder nicht-halogenierten
Kohlenstoff enthaltende Gruppe sein. Beispiele für solche Salze schließen halogenierte
Acetate (z.B. Trifluoracetat) ein.
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Das Übergangsmetall
ist gewöhnlich
Kupfer. Das Übergangsmetallsalz
sollte in dem (den) in der Vorläuferlösung enthaltenen
Lösungsmittel(n)
löslich sein.
Während
der Umwandlung des Vorläufers
in das Intermediat (z.B. Metalloxihalogenid) sollte vorzugsweise
eine minimale Vernetzung zwischen den einzelnen Molekülen des Übergangsmetalls
(z.B. Kupfermolekülen)
auftreten. Entsprechende Übergangsmetallsalze
können
beispielsweise die Formel M''(O2C-(CH2)n-CXX'X'')(O2C-(CH2)m-CX'''X''''X''''')
haben. M'' ist das Übergangsmetall.
In der Regel sind n und m jeweils mindestens eins, aber kleiner
als eine Zahl, bei der das Salz in dem (den) Lösungsmittel(n) unlöslich bleiben
würde (z.B.
zwischen eins und zehn). X, X',
X'', X''',
X'''',
X''''' sind jeweils H oder
eine nicht-halogenierte Alkylgruppe. Diese Salze schließen zum
Beispiel nicht-halogenierte Acetate (z.B. M''(O2C-CH3)2) ein. Beispiele
für solche
Salze schließen
Cu(OOCC7H15)2, Cu(CH3COCHCOCH3)2, Cu(CH3CH2CO2CHCOCH3)2 oder CuO(C5H6N)2 ein. Das Übergangsmetallsalz
ist ein nicht-halogeniertes Carboxylatsalz,
wie beispielsweise ein Propionatsalz des Übergangsmetalls (z.B. ein nicht-halogeniertes Propionatsalz
des Übergangsmetalls).
Ein Beispiel für
ein nicht-halogeniertes
Propionatsalz eines Übergangsmetalls
ist Cu(O2CC2H5)2. In manchen Ausführungsformen
können
n und/oder m den Wert null annehmen.
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Eine
veranschaulichende und nicht einschränkende Liste von Lewis-Basen
schließt
Stickstoff enthaltende Verbindungen, wie beispielsweise Ammoniak
und Amine, ein. Beispiele für
Amine schließen
CH3CN, C5H5N und R1R2R3N ein. R1R2R3 sind
jeweils unabhängig
voneinander H, eine Alkylgruppe (z.B. eine geradkettige Alkylgruppe,
eine verzweigte Alkylgruppe, eine aliphatische Alkylgruppe, eine
nicht-aliphatische Alkylgruppe und/oder eine substituierte Alkylgruppe)
oder Ähnliches.
Ohne sich an irgendeine Theorie binden zu wollen, wird vermutet,
dass die Gegenwart einer Lewis-Base in der Vorläuferlösung die Vernetzung von Kupfer
während
des Ausbildung des Intermediats verringert. Es wird vermutet, dass
dies deshalb erreicht wird, weil eine Lewis-Base mit Kupferionen
koordinieren (z.B. selektiv koordinieren) kann und dadurch die Fähigkeit
des Kupfers zu Vernetzung reduziert.
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In
bestimmten Ausführungsformen
können die
Vorläuferlösungen eine
relativ geringe Gesamtkonzentration an freien Säuren aufweisen. In manchen
Ausführungsformen
haben die Vorläuferlösungen eine
Gesamtkonzentration an freien Säuren
von weniger als ungefähr
1 × 10–3 Mol
(z.B. weniger als ungefähr
1 × 10–5 Mol,
ungefähr
1 × 10–7 Mol).
Beispiele für
freie Säuren,
die in der Vorläuferlösung enthalten
sein können,
schließen
Trifluoressigsäure,
Essigsäure,
Salpetersäure,
Schwefelsäuren,
Säuren von
Iodiden, Säuren
von Bromiden und Säuren
von Sulfaten ein.
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In
einigen Ausführungsformen,
beispielsweise wenn die Vorläuferlösungen Wasser
enthalten, können
die Vorläuferlösungen einen
relativ neutralen pH haben. Der pH der Vorläuferlösungen kann zum Beispiel mindestens
ungefähr
3 sein (z.B. mindestens ungefähr
5, ungefähr
7).
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Die
Vorläuferlösungen können einen
relativ geringen Wassergehalt besitzen. In bestimmten Ausführungsformen
haben die Vorläuferlösungen einen Wassergehalt
von weniger als 50 Vol.-% (z.B. weniger als ungefähr 35 Vol.-%,
weniger als 25 Vol.-%).
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Die
Menge des Übergangsmetalls,
Erdalkalimetalls und Seltenerdmetalls kann so ausgewählt sein,
dass das Verhältnis
der molaren Mengen von jedem dieser Elemente (z.B. im ionischen
Zustand) in der Vorläuferlösung ungefähr 3:2:1
beträgt.
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In
bestimmten Ausführungsformen
ist das Erdalkalimetallsalz (z.B. Bariumsalz) die vorwiegende (z.B.
ausschließliche)
Bezugsquelle des Halogens, das zum Ausbilden des Erdalkalimetallhalogenids
verwendet wird, wenn die Vorläuferlösung zum Ausbilden
des Intermediats (z.B. des Metalloxihalogenid-Intermediats) verarbeitet
wird. In anderen Ausführungsformen,
beispielsweise wenn das Seltenerdmetallsalz gleichzeitig mit dem
Erdalkalimetallsalz aufgeschlossen wird, kann das Seltenerdsalz
auch das Erdalkalimetall mit Halogen versorgen. In manchen Ausführungsformen,
beispielsweise wenn das Übergangsmetallsalz
gleichzeitig mit dem Erdalkalimetallsalz aufgeschlossen wird, kann
das Übergangsmetallsalz
auch das Erdalkalimetall mit Halogen versorgen. In manchen Ausführungsformen, wenn
sowohl das Seltenerdmetallsalz als auch das Übergangsmetallsalz gleichzeitig
mit dem Erdalkalimetallsalz aufgeschlossen werden, können das
Seltenerdmetallsalz und das Übergangsmetall
auch das Erdalkalimetall mit Halogen versorgen.
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Generell
können
die Vorläuferlösungen hergestellt
werden, indem die Salze des Seltenerdmetalls, des Übergangsmetalls
und des Erdalkalimetalls mit dem (den) gewünschten Lösungsmittel(n) und gegebenenfalls
Wasser und/oder einer oder mehrerer Lewis-Base(n) vereinigt werden.
In bestimmten Ausführungsformen
werden die Salz so miteinander vereinigt, dass das Molverhältnis von Übergangsmetallsalz:Erdalkalimetallsalz:
Seltenerdmetallsalz in der Vorläuferlösung bei
ungefähr
3:2:1 liegt.
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Nach
der Ausbildung der Vorläuferlösung kann
die Lösung
auf die Oberfläche
einer darunter liegenden Schicht (z.B. Pufferschicht, Supraleiter-Schicht
oder Substrat) aufgebracht werden. Das (die) verwendete(n), spezielle(n)
Lösungsmittel
sowie die in den Vorläuferlösungen enthalten
Mengen des (der) Lösungsmittel(s)
und/oder Wasser können ausgehend
von dem Verfahren, das zum Aufbringen der Vorläuferlösung auf der Oberfläche der
darunter liegenden Schicht verwendet wird, ausgewählt werden.
Wenn die Lösung
beispielsweise mittels Dip-Coating, Spin-Coating oder Web-Coating
auf die Oberfläche
der darunter liegenden Materialschicht aufgebracht wird, können ein
oder mehrere Alkohole (z.B. Methanol, 2-Methoxyethanol, Butanol
und/oder Isopropanol) verwendet werden und die Menge an Lösungsmittel(n)
kann so ausgewählt
werden, dass die gewünschte
Viskosität
und der gewünschte
Feststoffgehalt erreicht wird.
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In
Ausführungsformen,
in denen die Vorläuferlösung mittels
Web-Coating auf die darunter liegende Schicht aufgebracht werden
soll, kann es wünschenswert
sein, dass die Vorläuferlösung eine
kinematische Viskosität
von ungefähr
einem centiStoke bis ungefähr
10 centiStoke besitzt.
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Nach
dem Aufbringen auf der Oberfläche
der darunter liegenden Schicht wird die Lösung so behandelt, dass eine
Schicht aus Supraleitermaterial ausgebildet wird. Diese Behandlung
schließt
in der Regel das Erhitzen mit geeigneten Geschwindigkeiten und in
einer geeigneten Gasumgebung ein, so dass sich während der Umwandlung der Vorläuferlösung in
das Intermediat (z.B. ein Metalloxihalogenid-Intermediat) eine minimale
Menge an Erdalkalicarbonat (z.B. BaCO3)
bildet und eine minimale Vernetzung zwischen den einzelnen Molekülen des Übergangsmetalls
(z.B. Kupfermoleküle)
auftritt. Das Intermediat (z.B. Metalloxihalogenid-Intermediat) wird
dann weiter erhitzt, um das gewünschte
Supraleitermaterial auszubilden. Bestimmte Verfahren zum Ausbilden
des Intermediats und des Supraleitermaterials werden im Folgenden
beschrieben.
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1 zeigt
einen mehrschichtigen Supraleiter 10 gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung, der unter Verwenden der oben beschriebenen Verfahren
hergestellt wurde. Artikel 10 schließt eine Substratschicht 12 mit
einer Oberfläche 13 und
einer Schicht aus Supraleitermaterial 14 mit einer Oberfläche 15 ein.
Die Schicht 14 wird auf die Oberfläche 13 aufgebracht.
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Die
Schicht 12 kann aus irgendeinem, zum Trägern der Schicht 14 geeigneten
Material ausgebildet sein. I000n Ausführungsformen, in denen der
Artikel 10 ein mehrschichtiger Supraleiter ist, kann die Schicht 12 aus
einem Substratmaterial ausgebildet sein. Beispiele für Substratmaterialien,
die als Schicht 12 verwendet werden können, schließen zum
Beispiel Metalle und/oder Legierungen, wie beispielsweise Nickel,
Silber, Kupfer, Zink, Aluminium, Eisen, Chrom, Vanadium, Palladium,
Molybdän und/oder
deren Legierungen, ein.
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Die
Oberfläche 13 der
Schicht 12 kann auch unter Verwenden von Verfahren im Vakuum,
wie beispielsweise ionenstrahlgestützter Abscheidung, Abscheidung
auf geneigtem Substrat (inclined substrate deposition) und anderen
Technik im Vakuum, die im Stand der Technik zum Ausbilden einer
biaxial strukturierten Oberfläche
auf beispielsweise einer zufällig ausgerichteten,
polykristallinen Oberfläche
bekannt sind, ausgebildet werden.
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In
manchen Ausführungsformen
kann eine Pufferschicht unter Verwenden von ionenstrahlgestützter Abscheidung
(ion beam assisted deposition, IBAD) ausgebildet werden. Bei dieser
Technik wird ein Pufferschichtmaterial unter Verwenden von beispielsweise
Elektronenstrahlverdampfung, Abscheidung durch Zerstäubung oder
gepulster Laserabscheidung verdampft, indem ein Ionenstrahl (z.B.
ein Argon-Ionenstrahl) auf eine glatte, amorphe Oberfläche eines
Substrats gerichtet wird, auf das das verdampfte Pufferschichtmaterial
abgeschieden wird.
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Die
Pufferschicht kann beispielsweise durch ionenstrahlgestützte Abscheidung
ausgebildet werden, indem ein Pufferschichtmaterial mit steinsalzartiger
Struktur (z.B. ein Material mit Steinsalz-Struktur, wie beispielsweise
ein Oxid, einschließlich
MgO, oder ein Nitrid) so auf einer glatten, amorphen Oberfläche (z.B.
einer Oberfläche
mit einer quadratischen Mittenrauheit von weniger als ungefähr 10 nm
(100 Angström))
eines Substrats verdampft wird, dass das Pufferschichtmaterial eine
Oberfläche
mit einer wesentlichen Ausrichtung (z.B. ungefähr 13° oder weniger) in sowohl der
gleichen wie auch in anderen Ebenen hat.
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Die
während
der Abscheidung des Pufferschichtmaterials verwendeten Bedingungen
können zum
Beispiel eine Substrattemperatur von ungefähr 0°C bis ungefähr 400°C (z.B. von ungefähr Raumtemperatur
bis ungefähr
400°C),
eine Abscheidungsgeschwindigkeit von ungefähr 0,1 nm (1,0 Angström) pro Sekunde
bis ungefähr
0,44 nm (4,4 Angström) pro
Sekunde, eine Ionenenergie von ungefähr 200 eV bis ungefähr 1200
eV und/oder eine Ionenflussdichte von ungefähr 110 Mikroampere pro Quadratzentimeter
bis ungefähr
120 Mikroampere pro Quadratzentimeter einschließen.
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In
einigen Ausführungsformen,
bei denen IBAD verwendet wird, wird das Substrat aus einem Material
ausgebildet, das eine polykristalline, nicht-amorphe Grundstruktur
(z.B. eine Metalllegierung, wie beispielsweise eine Nickellegierung)
mit glatter, amorpher Oberfläche,
die aus verschiedenen Materialien (z.B. Si3N4) ausgebildet ist, besitzt.
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In
bestimmten Ausführungsformen
kann eine Vielzahl von Pufferschichten durch epitaxiales Wachstum
auf einer ursprünglichen
IBAD-Oberfläche abgeschieden
werden. Jede Pufferschicht kann eine wesentliche Ausrichtung (z.B.
ungefähr
13° oder
weniger) in sowohl der gleichen wie auch in anderen Ebenen aufweisen.
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Diese
Verfahren sind in der PCT-Veröffentlichung
Nr. WO 99/25908 beschrieben, die am 27. Mai 1999 veröffentlicht
wurde und den Titel „Thin
Films Having A Rock-Salt-Like Structure Deposited on Amorphous Surfaces" trägt.
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In
anderen Ausführungsformen
kann das Substrat aus Legierungen ausgebildet werden, die eine oder
mehrere biaxial strukturierte (z.B. (113)[211]) oder würfelförmig strukturierte
(z.B. (100)[001] oder (100)[011]) Oberflächen besitzen. Die Legierungen
können
eine relativ niedrige Curie-Temperatur (z.B. höchstens ungefähr 80 K, höchstens
ungefähr
40 K oder höchstens
ungefähr 20
K) haben.
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In
einigen dieser Ausführungsformen
ist das Substrat eine Zweistofflegierung, die zwei der folgenden
Metalle enthält:
Kupfer, Nickel, Chrom, Vanadium, Aluminium, Silber, Eisen, Palladium,
Molybdän, Gold
und Zink. Eine Zweistofflegierung kann beispielsweise aus Nickel
und Chrom ausgebildet werden (z.B. Nickel und höchstens 20 Atomprozent Chrom,
Nickel und zwischen ungefähr
fünf und
ungefähr
18 Atomprozent Chrom oder Nickel und zwischen ungefähr 10 und
ungefähr
15 Atomprozent Chrom). Eine Zweistofflegierung kann beispielsweise auch
aus Nickel und Kupfer ausgebildet werden (z.B. Kupfer und zwischen
ungefähr
fünf und
ungefähr
45 Atomprozent Nickel, Kupfer und zwischen ungefähr 10 und ungefähr 40 Atomprozent
Nickel oder Kupfer und zwischen ungefähr 25 und ungefähr 35 Atomprozent
Nickel). Eine Zweistofflegierung kann zudem relativ kleine Mengen
an Unreinheiten (z.B. weniger als ungefähr 0,1 Atomprozent Unreinheiten,
weniger als ungefähr
0,01 Atomprozent Unreinheiten oder weniger als ungefähr 0,005
Atomprozent Unreinheiten) enthalten.
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In
bestimmten dieser Ausführungsformen enthält das Substrat
mehr als zwei Metalle (z.B. eine Dreistofflegierung oder eine Vierstofflegierung).
In diesen Ausführungsformen
kann die Legierung eine oder mehrere Oxid bildende Substanzen (z.B.
Mg, Al, Ti, Cr, Ga, Ge, Zr, Hf, Y, Si, Pr, Eu, Gd, Tb, Dy, Ho, Lu, Th,
Er, Tm, Be, Ce, Nd, Sm, Yb und/oder La, wobei Al die bevorzugte
Oxid bildende Substanz ist) sowie zwei der folgenden Metalle: Kupfer,
Nickel, Chrom, Vanadium, Aluminium, Silber, Eisen, Palladium, Molybdän, Gold und
Zink enthalten. Die Legierungen können mindestens ungefähr 0,5 Atomprozent
Oxid bildende Substanzen (z.B. mindestens ungefähr ein Atomprozent Oxid bildende
Substanzen oder mindestens ungefähr
zwei Atomprozent Oxid bildende Substanzen) und höchstens ungefähr 25 Atomprozent
Oxid bildende Substanzen (z.B. höchstens
ungefähr
10 Atomprozent Oxid bildende Substanzen oder höchstens ungefähr vier
Prozent Oxid bildende Substanzen) enthalten. Die Legierung kann
beispielsweise eine Oxid bildende Substanz (z.B. mindestens ungefähr 0,5 Atomprozent
Aluminium), zwischen ungefähr
25 Atomprozent und ungefähr
55 Atomprozent Nickel (z.B. zwischen ungefähr 35 Atomprozent und ungefähr 55 Atomprozent
Nickel oder zwischen ungefähr
40 Atomprozent und ungefähr
55 Atomprozent Nickel) und den Rest als Kupfer enthalten. Als weiteres
Beispiel kann die Legierung eine Oxid bildende Substanz (z.B. mindestens
ungefähr
0,5 Atomprozent Aluminium), zwischen ungefähr fünf Atomprozent und ungefähr 20 Atomprozent Chrom
(z.B. zwischen ungefähr
10 Atomprozent und ungefähr
18 Atomprozent Chrom oder zwischen ungefähr 10 Atomprozent und ungefähr 15 Atomprozent
Chrom) und den Rest als Nickel enthalten. Die Legierungen können relativ
kleine Mengen an weiteren Metallen (z.B. weniger als ungefähr 0,1 Atomprozent
weitere Metalle, weniger als ungefähr 0,01 Atomprozent weitere
Metalle oder weniger als ungefähr
0,005 Atomprozent weitere Metalle) enthalten.
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Ein
aus einer Legierung ausgebildetes Substrat kann beispielsweise durch
Vereinigen der Bestandteile in Pulverform, Schmelzen und Abkühlen oder
durch beispielsweise Untereinander-Verteilen der pulverförmigen Bestandteile
im festen Zustand hergestellt werden. Anschließend kann die Legierung durch
Strukturierung unter Verformung (z.B. Glühen und Auswalzen, Kneten,
Extrusion und/oder Zugumformen) ausgebildet werden, um so eine strukturierte Oberfläche (z.B.
biaxial strukturiert oder würfelförmig strukturiert)
auszubilden. Alternativ dazu können
die Bestandteile der Legierung in einer „Biskuitrollen"-artigen Konfiguration gestapelt werden
und dann unter Verformung strukturiert werden. In einigen Ausführungsformen
kann ein Material mit einem relativ niedrigen thermischen Expansionskoeffizienten
(z.B. Nb, Mo, Ta, V, Cr, Zr, Pd, Sb, NbTi, eine intermetallische Verbindung,
wie beispielsweise NiAl oder Ni3Al oder deren
Mischungen) zu einer Stange ausgebildet werden und vor der Strukturierung
unter Verformung in die Legierung eingebettet werden.
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In
manchen Ausführungsformen
kann die stetige Bildung von Oxiden solange abgeschwächt werden,
bis eine erste epitaxiale Schicht (z.B. Puffer) auf der biaxial strukturierten
Oberfläche
der Legierung ausgebildet wurde, wobei eine auf die Oberfläche des
Substrats aufgebrachte Intermediat-Schicht verwendet wird. Intermediat-Schichten,
die zur Verwendung in der vorliegenden Erfindung geeignet sind,
schließen
jene epitaxialen Metall- oder
Legierungsschichten ein, die keine Oxide auf der Oberfläche ausbilden,
wenn sie Bedingungen, wie den für das
anfängliche
Wachstum von epitaxialen Pufferschichtfilmen erforderlichen, durch
pO2 und Temperatur gegebenen Bedingungen,
ausgesetzt werden. Daneben fungiert die Pufferschicht als Barriere,
um zu verhindern, dass ein Substratelement(e) zu der Oberfläche der
Intermediat-Schicht wandert(n) und während des anfänglichen
Wachstums der epitaxialen Schicht Oxide bildet(n). Wenn keine solche
Intermediat-Schicht vorhanden ist, würde(n) ein oder mehrere Element(e)
im Substrat erwartungsgemäß ein thermodynamisch
stabile(s) Oxid(e) an der Substratoberfläche ausbilden, das (die) die
Abscheidung von epitaxialen Schichten aufgrund von, beispielsweise,
einer fehlenden Struktur in dieser Oxidschicht deutlich erschweren
würde(n).
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In
einigen dieser Ausführungsformen
ist die Intermediat-Schicht nur von vorübergehender Natur. „Vorübergehend", wie es hierin verwendet
wird, bezeichnet eine Intermediat-Schicht, die nach der anfänglichen
Keimbildung und des Wachstums des epitaxialen Films ganz oder zum
Teil in das biaxial strukturierte Substrat eingeschlossen oder mit
diesem verbunden ist. Die Intermediat-Schicht und das biaxial strukturierte
Substrat bleiben sogar unter diesen Umständen voneinander getrennt,
bis sich der epitaxiale Charakter des abgeschiedenen Films eingestellt
hat. Die Verwendung vorübergehender
Intermediat-Schichten
kann bevorzugt sein, wenn die Intermediat-Schicht einige unerwünschte Eigenschaften besitzt,
wie wenn die Intermediat-Schicht zum Beispiel magnetisch ist, wie
beispielsweise Nickel.
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Beispielhafte
Intermediat-Metallschichten schließen Nickel, Gold, Silber, Palladium
und deren Legierungen ein. Weitere Metalle oder Legierungen können Legierungen
aus Nickel und/oder Kupfer einschließen. Epitaxiale Filme oder
Schichten, die auf der Intermediat-Schicht abgeschieden wurden,
können
Metalloxide, Chalkogenide, Halogenide und Nitride einschließen. In
einigen Ausführungsformen
wird die Intermediat-Metallschicht unter den Bedingungen für die Abscheidung
des epitaxialen Films nicht oxidiert.
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Es
sollte Sorgfalt darauf angewendet werden, dass die abgeschiedene
Intermediat-Schicht nicht
vollständig
in das Substrat eingeschlossen wird oder nicht vollständig in
das Substrat diffundiert, bevor Keimbildung und Wachstum der anfänglichen Pufferschichtstruktur
den Aufbau der epitaxialen Schicht bewirken. Das bedeutet, dass
nach dem Auswählen
des Metalls (oder der Legierung) mit geeigneten Eigenschaften, wie
beispielsweise konstante Diffusion in die Substratlegierung, thermodynamische Stabilität gegen
Oxidation unter den praktischen Wachstumsbedingungen für die epitaxiale
Pufferschicht und Gitteranpassung mit der epitaxialen Schicht, die
Dicke der abgeschiedenen Metallschicht an die Bedingungen für die Abscheidung
der epitaxialen Schicht, insbesondere an die Temperatur, angepasst
werden muss.
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Die
Abscheidung der Intermediat-Metallschicht kann in einem Verfahren
im Vakuum, wie beispielsweise Verdampfung oder Zerstäuben, oder
mit elektrochemischen Mitteln, wie beispielsweise Galvanisierung
(mit oder ohne Elektroden) vorgenommen werden. Diese abgeschiedenen
Intermediat-Metallschichten können
nach der Abscheidung epitaxial sein oder nicht (abhängig von
der Substrattemperatur während
der Abscheidung), eine epitaxiale Ausrichtung kann jedoch auch anschließend während einer
nach der Abscheidung erfolgenden Hitzebehandlung erhalten werden.
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In
bestimmten Ausführungsformen
kann das Substrat 12 in Form eines Gegenstandes mit relativ großer Oberfläche (z.B.
eines Bandes oder einer Scheibe) vorliegen. In diesen Ausführungsformen wird
das Substrat 12 vorzugsweise aus einem relativ biegsamen
Material (z.B. unter Verformung strukturiertem Nickel oder einer
unter Verformung strukturierten Nickellegierung) ausgebildet.
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Die
Oberfläche 13 der
Schicht 12 hat vorzugsweise eine relativ genau definierte
Kristallorientierung. Die Oberfläche 13 kann
beispielsweise eine biaxial strukturierte Oberfläche (z.B. eine (113)[211]-Oberfläche) oder
eine würfelförmig strukturierte
Oberfläche
(z.B. eine (100)[011]-Oberfläche oder
eine (100)[001]-Oberfläche)
sein. Die Peaks in der Polfigur einer Röntgenstrahlbeugung der Oberfläche 13 haben
eine volle Halbwertsbreite (FHWM) von weniger als ungefähr 20° (z.B. weniger
als ungefähr
15°, weniger
als ungefähr
10° oder
zwischen ungefähr
5° und ungefähr 10°).
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Die
Schicht 14 kann unter Verwenden von einer oder mehreren
einer Vielzahl von Techniken hergestellt werden.
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Die
Schicht 14 wird in der Regel unter Verwenden der oben beschriebenen
Supraleiter-Vorläuferlösung hergestellt.
Die Vorläuferlösung wird
beispielsweise mittels Spin-Coating oder anderen, Fachleuten bekannten
Techniken auf eine Oberfläche
(z.B. die Oberfläche
einer Pufferschicht) aufgebracht und anschließend erhitzt. Der Vorläufer wird zunächst in
einer relativ kurzen Zeit (z.B. in weniger als ungefähr fünf Stunden,
weniger als ungefähr
zwei Stunden, weniger als ungefähr
einer Stunde, weniger als ungefähr
30 Minuten, weniger als ungefähr
10 Minuten) in ein Supraleiter-Intermediat (z.B. ein Metalloxihalogenid-Intermediat) umgewandelt.
Das Supraleiter-Intermediat kann relativ dick sein (z.B. mehr als ungefähr einen
Mikrometer dick, mehr als ungefähr zwei
Mikrometer dick, mehr als ungefähr
drei Mikrometer dick, mehr als ungefähr vier Mikrometer dick, mehr
als ungefähr
fünf Mikrometer
dick, mehr als ungefähr
sechs Mikrometer dick, mehr als ungefähr sieben Mikrometer dick,
mehr als ungefähr
acht Mikrometer dick, mehr als ungefähr neun Mikrometer dick, mehr
als ungefähr
10 Mikrometer dick). Das Supraleiter-Intermediat kann eine relativ
niedrige Defektdichte aufweisen. Beispielsweise kann das Supraleiter-Intermediat
im Wesentlichen frei von irgendwelchen Defekten mit einer maximalen
Ausdehnung von mehr als ungefähr
200 Mikrometern sein und die Defekte können weniger als ungefähr 20 Prozent
irgendeines Volumenelements des Supraleiter-Intermediats, das durch
eine Projektion eines Quadratzentimeters der Oberfläche des
Supraleiter-Intermediats definiert ist, ausmachen (z.B. weniger
als ungefähr
10 Prozent irgendeines Volumenelements des Vorläufer-Intermediats, das durch
eine Projektion eines Quadratzentimeters der Oberfläche des
Supraleiter-Intermediats definiert ist, weniger als ungefähr fünf Prozent
irgendeines Volumenelements der Zusammensetzung, das durch die Projektion
eines Quadratzentimeters der Oberfläche des Supraleiter-Intermediats
definiert ist).
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Ein
Volumenelement einer Schicht aus Material, das durch die Projektion
einer gegebenen Fläche einer
Oberfläche
der Schicht aus Material definiert ist, entspricht dem Volumen der
Schicht aus Material, dessen Ränder
senkrecht zu der gegebenen Fläche der
Oberfläche
der Schicht aus Material stehen.
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Die
Vorläufer
können
unter Verwenden einer Vielzahl von Reaktionsbedingungen, einschließlich Gasumgebung
und Temperatur, verarbeitet werden. In der Regel sind die ausgewählten Bedingungen
so, dass die Vorläuferlösung in
relativ kurzer Zeit (z.B. in weniger als ungefähr fünf Stunden, weniger als ungefähr drei
Stunden, weniger als ungefähr
zwei Stunden, weniger als ungefähr
einer Stunde, weniger als ungefähr
30 Minuten, weniger als ungefähr
10 Minuten) in ein Intermediat (z.B. ein Metalloxihalogenid-Intermediat)
mit niedriger Defektdichte umgewandelt wird.
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In
bestimmten Ausführungsformen,
wenn ein Intermediat-Film (z.B. ein Metalloxihalogenid-Film) mit
einer Dicke von mindestens ungefähr
einem Mikrometer (z.B. mindestens ungefähr zwei Mikrometern, mindestens
ungefähr
drei Mikrometern, mindestens ungefähr vier Mikrometern, mindestens
ungefähr
fünf Mikrometern,
mindestens ungefähr
sechs Mikrometern, mindestens ungefähr sieben Mikrometern, mindestens
ungefähr
acht Mikrometern, mindestens ungefähr neun Mikrometern, mindestens
ungefähr
10 Mikrometern) ausgebildet wird, kann die Temperatur mit einer
Geschwindigkeit von mindestens ungefähr 0,5°C pro Minute (z.B. mindestens
ungefähr
1°C pro
Minute, mindestens ungefähr
2°C pro Minute,
mindestens ungefähr
5°C pro
Minute, mindestens ungefähr
10°C pro
Minute, mindestens ungefähr
15°C pro
Minute, mindestens ungefähr
20°C pro
Minute) von ungefähr
200°C auf
ungefähr
220°C hochgefahren
werden.
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In
einigen Ausführungsformen
kann die Vorläuferlösung in
weniger als ungefähr
fünf Stunden (z.B.
in weniger als ungefähr
zwei Stunden, in weniger als ungefähr einer Stunde, in weniger
als ungefähr
30 Minuten, in weniger als ungefähr
10 Minuten) in ein Intermediat (z.B. ein Metalloxihalogenid-Intermediat)
mit einer Dicke von mindestens ungefähr einem Mikrometer (z.B. mindestens
ungefähr
zwei Mikrometern, mindestens ungefähr drei Mikrometern, mindestens
ungefähr
vier Mikrometern, mindestens ungefähr fünf Mikrometern, mindestens
ungefähr sechs
Mikrometern, mindestens ungefähr
sieben Mikrometern, mindestens ungefähr acht Mikrometern, mindestens
ungefähr
neun Mikrometern, mindestens ungefähr 10 Mikrometern) umgewandelt
werden. Defekte, die in dem Film aus dem Intermediat enthalten sind,
können
weniger als ungefähr
20 Prozent (z.B. weniger als ungefähr 10 Prozent, weniger als
ungefähr
fünf Prozent,
weniger als ungefähr
ein Prozent) irgendeines Volumenelements des Intermediats, das durch
eine Projektion eines Quadratzentimeters der Oberfläche des
Intermediats definiert ist, ausmachen und das Intermediat ist frei
von irgendwelchen Defekten mit einer maximalen Abmessung von mehr
als ungefähr
200 Mikrometern (z.B. frei von irgendwelchen Defekten mit einer
maximalen Ausdehnung von mehr als ungefähr 100 Mikrometern, frei von
irgendwelchen Defekten mit einer maximalen Ausdehnung von mehr als
ungefähr
50 Mikrometern).
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In
einigen Ausführungsformen,
wenn ein Intermediat-Film (z.B. ein Metalloxihalogenid-Film) mit einer
Dicke von weniger als ungefähr
einem Mikrometer ausgebildet wird, kann die Temperatur mit einer
Geschwindigkeit von mindestens ungefähr 1°C pro Minute (z.B. mindestens
ungefähr
5°C pro
Minute, mindestens ungefähr
10°C pro
Minute, mindestens ungefähr
15°C pro
Minute, mindestens ungefähr 20°C pro Minute)
von ungefähr
200°C auf
ungefähr 220°C hochgefahren
werden.
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In
einigen Ausführungsformen
kann die Vorläuferlösung in
weniger als ungefähr
fünf Stunden (z.B.
in weniger als ungefähr
zwei Stunden, in weniger als ungefähr einer Stunde, in weniger
als ungefähr
30 Minuten, in weniger als ungefähr
10 Minuten) in ein Intermediat (z.B. ein Metalloxihalogenid-Intermediat)
mit einer Dicke von weniger als ungefähr einem Mikrometer umgewandelt
werden. Defekte, die in dem Film aus dem Intermediat enthalten sind,
können
weniger als ungefähr
20 Prozent (z.B. weniger als ungefähr 10 Prozent, weniger als
ungefähr
fünf Prozent,
weniger als ungefähr
ein Prozent) irgendeines Volumenelements des Intermediats, das durch eine
Projektion eines Quadratzentimeters der Oberfläche des Intermediats definiert
ist, ausmachen und das Intermediat ist frei von irgendwelchen Defekten mit
einer maximalen Ausdehnung von mehr als ungefähr 200 Mikrometern (z.B. frei
von irgendwelchen Defekten mit einer maximalen Ausdehnung von mehr als
ungefähr
100 Mikrometern, frei von irgendwelchen Defekten mit einer maximalen
Ausdehnung von mehr als ungefähr
50 Mikrometern).
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In
einigen Ausführungsformen
kann die Vorläuferlösung eine
geeignete Zeit lang (z.B. für
ungefähr
10 Minuten bis ungefähr
fünf Stunden,
für ungefähr 10 Minuten
bis ungefähr
zwei Stunden, für
ungefähr
10 Minuten bis ungefähr
eine Stunde, ungefähr 30
Minuten) bei einer geeigneten Temperatur (z.B. mindestens ungefähr 300°C, zwischen
mindestens ungefähr
300°C und
ungefähr
400°C, ungefähr 350°C) in einen
vorgeheizten Ofen gestellt werden, um so ein Intermediat (z.B. ein
Metalloxihalogenid-Intermediat) auszubilden. Das Intermediat kann
relativ dick sein (z.B. mindestens ungefähr einen Mikrometer, mindestens
ungefähr
zwei Mikrometer, mindestens ungefähr drei Mikrometer, mindestens
ungefähr vier
Mikrometer, mindestens ungefähr
fünf Mikrometer,
mindestens ungefähr
sechs Mikrometer, mindestens ungefähr sieben Mikrometer, mindestens
ungefähr
acht Mikrometer, mindestens ungefähr neun Mikrometer, mindestens
ungefähr
10 Mikrometer). Das Intermediat kann eine relativ niedrige Defektdichte aufweisen.
Die Defekte, die in dem Film aus dem Intermediat enthalten sind,
können
beispielsweise weniger als ungefähr
20 Prozent (z.B. weniger als ungefähr 10 Prozent, weniger als
ungefähr
fünf Prozent, weniger
als ungefähr
ein Prozent) irgendeines Volumenelements des Intermediats, das durch
eine Projektion eines Quadratzentimeters der Oberfläche des Intermediats
definiert ist, ausmachen und das Intermediat ist frei von irgendwelchen
Defekten mit einer maximalen Ausdehnung von mehr als ungefähr 200 Mikrometern
(z.B. frei von irgendwelchen Defekten mit einer maximalen Ausdehnung
von mehr als ungefähr
100 Mikrometern, frei von irgendwelchen Defekten mit einer maximalen
Ausdehnung von mehr als ungefähr
50 Mikrometern).
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Gewöhnlich werden
diese Verfahren in einer Gasumgebung durchgeführt, die ausreichend Sauerstoff
enthält,
so dass die gebildeten organischen Moleküle in Form oxidierter Kohlenwasserstoffe
entfernt werden. In einigen Ausführungsformen
kann die während
des Erhitzens der Vorläuferlösung verwendete
Gasumgebung wie folgt sein.
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In
bestimmten dieser Ausführungsformen wird
die Lösung
zunächst
in feuchtem Sauerstoff (z.B. mit einem Taupunkt zwischen ungefähr 20°C und ungefähr 75°C) auf eine
Temperatur von ungefähr
300°C bis
ungefähr
500°C erhitzt.
Die Beschichtung wird dann ungefähr
eine Stunde lang in einer feuchten Stickstoff-Sauerstoff-Gasmischung
(z.B. mit einer Zusammensetzung, die ungefähr 0,5 % bis ungefähr 5 % Sauerstoff
enthält)
auf eine Temperatur von weniger als ungefähr 860°C (z.B. weniger als ungefähr 810°C) erhitzt.
Gegebenenfalls kann die Beschichtung für ungefähr fünf bis ungefähr 25 Minuten weiter
auf eine Temperatur von ungefähr
860°C bis ungefähr 950°C erhitzt
werden. Danach wird die Beschichtung mindestens ungefähr acht
Stunden lang in trockenem Sauerstoff auf eine Temperatur von ungefähr 400°C bis ungefähr 500°C erhitzt.
Anschließend
kann die Beschichtung in trockenem Sauerstoff auf Raumtemperatur
abgekühlt
werden. Diese Verfahren sind im U.S. Patent Nr. 5,231,074, das am
27. Juli 1993 ausgegeben wurde und den Titel „Preparation of Highly Textured
Oxide Superconducting Films from MOD Precuror Solutions" trägt, beschrieben.
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In
alternativen Ausführungsformen
wird die Vorläuferlösung bei
einem Wasserdampfdruck von ungefähr
6,6 hPa (5 Torr) bis ungefähr
66 hPa (50 Torr) Wasserdampf (z.B. von ungefähr 6,6 hPa (5 Torr) bis ungefähr 40 hPa
(30 Torr) Wasserdampf oder von ungefähr 13,3 hPa (10 Torr) bis ungefähr 33,3
hPa (25 Torr) Wasserdampf) von einer Anfangstemperatur (z.B. Raumtemperatur)
auf eine Temperatur von ungefähr
190°C bis
ungefähr
215°C (z.B. ungefähr 210°C) erhitzt.
Der nominale Sauerstoffpartialdruck kann beispielsweise zwischen
ungefähr 0,13
hPa (0,1 Torr) und ungefähr
1013 hPa (760 Torr) liegen. Bei diesen Ausführungsformen kann das Erhitzen
bei einem Wasserdampfdruck von ungefähr 6,6 hPa (5 Torr) bis ungefähr 66 hPa
(50 Torr) Wasserdampf (z.B. von ungefähr 6,6 hPa (5 Torr) bis auf ungefähr 40 hPa
(30 Torr) Wasserdampf oder von ungefähr 13,3 hPa (10 Torr) bis auf
ungefähr
33,3 hPa (25 Torr) Wasserdampf) weiter bis auf eine Temperatur von
ungefähr
220°C bis
ungefähr
290°C (z.B.
ungefähr
220°C) fortgesetzt
werden. Der nominale Sauerstoffpartialdruck kann beispielsweise
zwischen ungefähr
0,13 hPa (0,1 Torr) und ungefähr
1013 hPa (760 Ton) liegen. Darauf folgt ein Erhitzen auf ungefähr 400°C mit einer
Geschwindigkeit von mindestens ungefähr 2°C pro Minute (z.B. mindestens
ungefähr
3°C pro
Minute oder mindestens ungefähr
5°C pro
Minute) bei einem Wasserdampfdruck von ungefähr 6,6 hPa (5 Torr) bis ungefähr 66,6
hPa (50 Torr) Wasserdampf (z.B. von ungefähr 6,6 hPa (5 Torr) bis ungefähr 40 hPa
(30 Torr) Wasserdampf oder von ungefähr 13,3 hPa (10 Torr) bis ungefähr 33,3
hPa (25 Torr) Wasserdampf), um ein Intermediat aus dem Supraleitermaterial
(z.B. ein Metalloxifluorid-Intermediat) auszubilden. Der nominale
Sauerstoffpartialdruck kann beispielsweise zwischen ungefähr 0,13
hPa (0,1 Torr) und 1013 hPa (760 Torr) liegen.
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In
anderen Ausführungsformen
schließt
das Erhitzen der Vorläuferlösung einen
oder mehrere Schritte ein, in denen die Temperatur, nach einer ersten
Temperaturstufe auf eine Temperatur oberhalb der Raumtemperatur,
für eine
relativ lange Zeit (z.B. mehr als ungefähr eine Minute, mehr als ungefähr fünf Minuten,
mehr als ungefähr
30 Minuten, mehr als ungefähr
eine Stunde, mehr als ungefähr
zwei Stunden, mehr als ungefähr
vier Stunden) im Wesentlichen konstant (z.B. konstant auf ungefähr 10°C, auf ungefähr 5°C, auf ungefähr 2°C, auf ungefähr 1°C) gehalten
wird. Bei diesen Ausführungsformen
kann das Erhitzen der Vorläuferlösung das
Verwenden von mehr als einer Gasumgebung (z.B. einer Gasumgebung
mit relativ hoher Wasserdampfdruck und einer Gasumgebung mit relativ
niedrigem Wasserdampfdruck), während
des im Wesentlichen Konstanthaltens der Temperatur (z.B. konstant
auf ungefähr 10°C, auf ungefähr 5°C, auf ungefähr 2°C, auf ungefähr 1°C) für eine relativ
lange Zeit (z.B. mehr als ungefähr
eine Minute, mehr als ungefähr
fünf Minuten, mehr
als ungefähr
30 Minuten, mehr als ungefähr eine
Stunde, mehr als ungefähr
zwei Stunden, mehr als ungefähr
vier Stunden) beinhalten. In einer Umgebung mit hohem Wasserdampfdruck
kann der Wasserdampfdruck beispielsweise zwischen ungefähr 6,6 hPa
(5 Torr) und ungefähr
53,3 hPa (40 Torr) (z.B. zwischen ungefähr 33,3 hPa (25 Torr) und ungefähr 50,7
hPa (32 Torr), wie beispielsweise ungefähr 42,7 hPa (32 Torr)) liegen.
Eine Umgebung mit niedrigem Wasserdampfdruck kann einen Wasserdampfdruck
von weniger als ungefähr
1,3 hPa (1 Torr) (z.B. weniger als ungefähr 0,13 hPa (0,1 Torr), weniger
als ungefähr
1,3 Pa (10 Millitorr), ungefähr
0,66 Pa (fünf Millitorr)
haben.
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In
bestimmten Ausführungsformen
kann das Erhitzen der Vorläuferlösung das
Einstellen der beschichteten Probe in einen vorgeheizten Ofen (z.B. bei
einer Temperatur von mindestens ungefähr 100°C, mindestens ungefähr 150°C, mindestens
ungefähr
200°C, höchstens
ungefähr
300°C, höchstens ungefähr 250°C, ungefähr 200°C) einschließen. Die Gasumgebung
in dem Ofen kann beispielsweise einen Gasgesamtdruck von ungefähr 1013
hPa (760 Torr), einen vorher bestimmten Wasserdampfpartialdruck
(z.B. mindestens ungefähr
13,3 hPa (10 Torr), mindestens ungefähr 20 hPa (15 Torr), höchstens
ungefähr
33,33 hPa (25 Torr), höchstens
ungefähr
26,7 hPa (20 Torr), ungefähr
22,7 hPa (17 Torr) und den Rest als molekularen Sauerstoff haben.
Nachdem die beschichtete Probe die Ofentemperatur erreicht hat, kann
die Ofentemperatur mit einer vorher bestimmten Geschwindigkeit zum
Hochfahren der Temperatur (z.B. mindestens ungefähr 0,5°C pro Minute, mindestens ungefähr 0,75°C pro Minute,
höchstens
ungefähr
2°C pro
Minute, höchstens
ungefähr
1,5°C pro Minute,
ungefähr
1°C pro
Minute) erhöht
werden (z.B. auf mindestens ungefähr 225°C, mindestens ungefähr 240°C, höchstens
ungefähr
275°C, höchstens
ungefähr
260°C, ungefähr 250°C). Dieser
Schritt kann mit der gleichen nominalen Gasumgebung durchgeführt werden,
die in dem ersten Schritt des Erhitzens verwendet wird. Die Temperatur
des Ofens kann anschließend
mit einer vorher festgelegten Geschwindigkeit zum Hochfahren der
Temperatur (z.B. mindestens ungefähr 5°C pro Minute, mindestens ungefähr 8°C pro Minute,
höchstens
ungefähr
20°C pro
Minute, höchstens
ungefähr
12°C pro
Minute, ungefähr
10°C pro
Minute) weiter erhöht
werden (z.B. auf mindestens ungefähr 350°C, mindestens ungefähr 375°C, höchstens
ungefähr
450°C, höchstens ungefähr 425°C, ungefähr 450°C). Dieser
Schritt kann mit der gleichen nominalen Gasumgebung durchgeführt werden,
die im ersten Schritt des Erhitzens verwendet wird.
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In
einigen Ausführungsformen
kann die Herstellung eines Supraleitermaterials das Auftragen der Beschichtung
mit Vorläuferlösung mittels
Slot-Coating beinhalten (z.B. auf ein Band, wie zum Beispiel ein
Band, das aus einem strukturierten Nickelband, auf das nacheinander
folgend epitaxiale Puffer- und/oder Deckelschichten, wie beispielsweise Gd2O3, YSZ und CeO2, aufgetragen wurden, ausgebildet wurde).
Der aufgetragene Vorläuferfilm
kann in einer H2O enthaltenden Atmosphäre (z.B.
zwischen ungefähr
6,6 hPa (5 Torr) H2O und ungefähr 20 hPa (15
Torr) H2O, zwischen ungefähr 12 hPa
(9 Torr) H2O und ungefähr 17,3 hPa (13 Torr) H2O, ungefähr
14,7 hPa (11 Torr) H2O) abgeschieden werden.
Der Rest der Atmosphäre
kann ein inertes Gas (z.B. Stickstoff) sein. Der Gesamtdruck während der
Abscheidung des Films kann bei beispielsweise ungefähr 1013 hPa
(760 Torr) liegen. Der Vorläuferfilm
kann aufgeschlossen werden, indem beispielsweise das beschichtete
Band durch einen Rohrofen (z.B. einen Rohrofen mit einem Durchmesser
von ungefähr
6,35 cm (2,5 Inch) mit einem Temperaturgradienten transportiert
wird. Die entsprechenden Temperaturen und Gasatmosphären der
Gradienten in dem Ofen, sowie die Transportgeschwindigkeit der Probe
durch jeden Gradienten, können
so ausgewählt
sein, dass die Verarbeitung des Films im Wesentlichen den oben genannten
Verfahren entspricht.
-
Die
vorhergehenden Behandlungen einer Vorläuferlösung können zu einem Metalloxihalogenid-Intermediat
führen.
Das Metalloxihalogenid-Intermediat weist vorzugsweise eine relativ
geringe Defektdichte auf. Das Metalloxihalogenid-Intermediat kann
weiter erhitzt werden, um so die gewünschte Supraleiter-Schicht
auszubilden. Dieser Schritt wird üblicherweise durchgeführt, indem
auf eine Temperatur von ungefähr
700°C bis
ungefähr
825°C erhitzt wird.
Während
dieses Schrittes kann die nominale Gasumgebung in der Regel zwischen
ungefähr
0,13 hPa (0,1 Torr) und ungefähr
66,7 hPa (50 Torr) Sauerstoff und zwischen ungefähr 0,13 hPa (0,1 Torr) und
ungefähr
200 hPa (150 Torr) (z.B. ungefähr
16 hPa (12 Torr)) Wasserdampf und den Rest als Stickstoff und/oder
Argon enthalten.
-
Alternativ
dazu wird das Intermediat anschließend ungefähr eine Stunde lang in einer
feuchten, reduzierenden, Sickstoff-Sauerstoff-Gasmischung (z.B.
mit einer Zusammensetzung, die zwischen ungefähr 0,5 % und ungefähr 5 % Sauerstoff enthält) auf
eine Temperatur von weniger als ungefähr 860°C (z.B. weniger als ungefähr 810°C) erhitzt. Gegebenenfalls
kann die Beschichtung ungefähr
5 bis ungefähr
25 Minuten lang weiter auf eine Temperatur von ungefähr 860°C bis ungefähr 950°C erhitzt werden.
Anschließend
wird die Beschichtung für
mindestens ungefähr
8 Stunden in trockenem Sauerstoff auf eine Temperatur von ungefähr 400°C bis ungefähr 500°C erhitzt.
Dann kann die Beschichtung in einer stationären Atmosphäre aus trockenem Sauerstoff
auf Raumtemperatur abgekühlt
werden. Dieser Ansatz ist im U.S. Patent Nr. 5,231,074 beschrieben.
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In
anderen Ausführungsformen
wird das Metalloxihalogenid mit einer Umwandlungsgeschwindigkeit,
die über
die Einstellung der Temperatur, des Dampfdrucks des gasförmigen Wassers
oder von beiden ausgewählt
ist, in einen Oxid-Supraleiter umgewandelt. Das Metalloxihalogenid
kann beispielsweise bei 25°C
in einem Prozessgas mit einem Feuchtegehalt von weniger als 100
% relative Feuchte (z.B. weniger als ungefähr 95 % relative Feuchte, weniger
als ungefähr
50 % relative Feuchte oder weniger als ungefähr 3 % relative Feuchte) umgewandelt
werden, um so etwas Oxid-Supraleiter auszubilden, wobei die Umwandlung
dann unter Verwenden eines Prozessgases mit einem höheren Feuchtegehalt
(z.B. zwischen ungefähr
95 % relativer Feuchte und ungefähr
100 % relativer Feuchte bei 25°C)
vollendet wird. Die Temperatur zum Umwandeln des Metalloxihalogenids
kann zwischen ungefähr
700°C und ungefähr 900°C (z.B. zwischen
ungefähr
700°C und ungefähr 835°C) liegen.
Das Prozessgas kann zwischen ungefähr 1 Volumenprozent Sauerstoffgas und
ungefähr
10 Volumenprozent Sauerstoffgas enthalten.
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In
bestimmten Ausführungsformen
können die
Verfahren zum Behandeln der Lösung
dazu verwendet werden, die Bildung unerwünschter, an der a-Achse ausgerichteter
Körner
in der Oxidschicht zu minimieren, indem sie die Bildung der Oxidschicht solange
hemmen, bis die erforderlichen Reaktionsbedingungen erreicht wurden.
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Herkömmliche
Verfahren, die für
den Aufschluss und die Umsetzung Fluorid enthaltender Vorläufer entwickelt
wurden, verwenden eine konstante und niedrige, nicht turbulente
Strömung
des Prozessgases, das in den Ofen für den Aufschluss in einer Richtung
eingeführt
wird, die parallel zu der Oberfläche
des Films verläuft,
so dass eine stabile Grenzschicht an der Übergangsstelle zwischen Film
und Gas entsteht. Bei den Vorrichtungstypen, die gewöhnlich zum
Aufschluss und zur Umsetzung der Oxidschicht-Vorläufer
verwendet werden, scheint die Diffusion der gasförmigen Reaktanten und Produkte durch
die Grenzschicht zwischen Gas und Film die gesamten Reaktionsgeschwindigkeiten
zu kontrollieren. Bei dünnen,
kleinen Filmen (zum Beispiel weniger als ungefähr 0,4 Mikrometer dick und
weniger als ungefähr
ein Quadratzentimeter groß)
treten die Diffusion von H2O in den Film
und die Diffusion von HF aus dem Film heraus bei solchen Geschwindigkeiten auf,
bei denen die Ausbildung der YBa2Cu3O7-x-Phase solange
nicht mit einer signifikanten Geschwindigkeit startet, bis die Probe
die Prozesstemperatur erreicht. Wenn jedoch die Dicke oder Fläche des
Films zunehmen, nehmen die Diffusionsgeschwindigkeiten der gasförmigen Stoffe
in den Film und aus dem Film heraus ab und alle anderen Parameter
bleiben gleich. Dies führt
zu längeren
Reaktionszeiten und/oder einer unvollständigen Ausbildung der YBa2Cu3O7-x-Phase
und damit zu einer verminderten kristallographischen Strukturierung,
einer geringeren Dichte und einer vermindertem kritischen Stromdichte.
Somit wird die Gesamtgeschwindigkeit der Ausbildung der YBa2Cu3O7-x-Phase,
bis zu einem hohen Grad, von der Diffusion der Gase durch die Grenzschicht
an der Oberfläche
des Films bestimmt.
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Ein
Ansatz zur Beseitigung dieser Grenzschichten ist die Erzeugung einer
turbulenten Strömung
an der Oberfläche
des Films. Unter solchen Bedingungen wird die lokale Gaszusammensetzung an
der Übergangsstelle
im Wesentlichen zu der des Gases im Großen gleichgehalten (dass heißt, dass der
pH2O konstant ist und der pHF nahezu
null ist). Die Konzentration der gasförmigen Produkte/Reaktanten in
dem Film wird somit nicht von der Bedingung der Diffusion durch
die Grenzschicht zwischen dem Gas und der Oberfläche des Films kontrolliert,
sondern von der Diffusion durch den Film. Um die Keimbildung von
an der a-Achse ausgerichteten Körner
von YBa2Cu3O7-x auf einer Substratoberfläche zu minimieren,
wird die Ausbildung der YBa2Cu3O7-x-Phase so lange gehemmt, bis die gewünschten
Prozessbedingungen erreicht wurden. Beispielsweise kann die Ausbildung
der YB2Cu3O7-x-Phase so lange gehemmt werden, bis die
gewünschte
Prozesstemperatur erreicht wird.
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In
einer Ausführungsform
wird eine Kombination aus: 1) niedriger (nicht-turbulenter) Strömung des
Prozessgases, so dass eine stabile Grenzschicht an der Übergangsstelle
zwischen Film und Gas während
des Hochfahrens der Temperatur aufgebaut wird, und 2) eine hohe
(turbulente) Strömung
des Prozessgases, so dass die Grenzschicht an der Übergangsstelle
zwischen Film und Gas unterbrochen wird, verwendet. Die Strömung in
einem beispielsweise 7,62 cm- (drei Inch) Rohrofen kann während des
Hochfahrens der Temperatur von Raumtemperatur auf die gewünschte Prozesstemperatur zwischen
ungefähr
0,5 bis ungefähr
2,0 l/min liegen. Danach kann die Strömung auf einen Wert von ungefähr 4 bis
ungefähr
15 l/min erhöht
werden, währenddessen
der Film verarbeitet wird. Die Geschwindigkeit der Ausbildung von
YBa2Cu3O7-x und der Ausbildung einer epitaxialen
Strukturierung kann somit bei einer hohen Temperatur erhöht werden,
während
die Menge an unerwünschter
Keimbildung in Richtung der a-Achse und das Wachstum bei einer niedrigen Temperatur
während
des Hochfahrens der Temperatur minimiert wird. Entsprechend diesen
Prozessen sind die in Richtung der a-Achse ausgebildeten Körner wünschenswerter
Weise in einer Menge von weniger als ungefähr 1 % vorhanden, wie mit Rasterelektronenmikroskopie
bestimmt wird.
-
In
bevorzugten Ausführungsformen
weist die Schicht 14 eine relativ hohe kritische Stromdichte (z.B.
mindestens ungefähr
0,5 × 106 Ampere pro Quadratzentimeter) auf. Die
Schicht 14 hat vorzugsweise eine kritische Stromdichte
von mindestens ungefähr
0,5 × 106 Ampere pro Quadratzentimeter, besonders
bevorzugt mindestens ungefähr
1 × 106 Ampere pro Quadratzentimeter, und ganz
besonders bevorzugt mindestens ungefähr 2 × 106 Ampere
pro Quadratzentimeter, wie mit einer Transportmessung bei 77 K im
Selbstfeld (d.h. kein angelegtes Feld) unter Verwenden eines Kriteriums
von 1 Mikrovolt pro Zentimeter bestimmt wurde.
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In
bestimmten Ausführungsformen
kann die Schicht 14 einen relativ hohen kritischen Strom
bereitstellen, der in der Einheit Ampere pro Einheit Breite gemessen
wird. Zum Beispiel kann der kritische Strom in der Einheit Ampere
pro Zentimeter Breite ausgedrückt
sein. Natürlich
muss die Schicht 14 keinen ganzen Zentimeter breit sein.
Dieser Wert kann vielmehr der Einfachheit halber dazu verwendet
werden, den Strom für
Materialien mit verschiedenen Breiten, auf Werte von Breitenverhältnissen
zu normieren. Beispielsweise würde
eine Probe, die einen Strom von 100 Ampere aufweist und 0,5 Zentimeter breit
ist, einen kritischen Strom von 200 Ampere pro Zentimeter Breite
haben. Eine Probe die einen Strom von 200 Ampere bereitstellt und
einen Zentimeter breit ist, würde
ebenso einen kritischen Strom von 200 Ampere pro Zentimeter Breite
haben. In bevorzugten Ausführungsformen
weist die Schicht 14 einen kritischen Strom von mindestens
ungefähr
200 Ampere pro Zentimeter Breite (z.B. mindestens ungefähr 300 Ampere
pro Zentimeter Breite, mindestens ungefähr 500 Ampere pro Zentimeter
Breite) auf.
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In
bevorzugten Ausführungsformen
ist die Schicht 14 exakt geordnet (z.B. biaxial strukturiert oder
würfelförmig strukturiert).
Die Schicht 14 kann mindestens ungefähr einen Mikrometer dick (z.B. mindestens
ungefähr
zwei Mikrometer dick, mindestens ungefähr drei Mikrometer dick, mindestens
ungefähr
vier Mikrometer dick, mindestens ungefähr fünf Mikrometer dick) sein.
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2 zeigt
eine Ausführungsform
eines Artikels 20, der mit den erfindungsgemäßen Verfahren ausgebildet
werden kann. Artikel 20 umfasst die Schichten 12 und 14.
Der Artikel 20 schließt
auch eine Schicht 16 ein, die so zwischen den Schichten 12 und 14 aufgebracht
ist, dass die Schicht 16 auf eine Oberfläche 13 aufgebracht
ist und die Schicht 14 auf eine Oberfläche 17 der Schicht 16 aufgebracht ist.
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Die
Schicht 16 kann aus irgendeinem, zum Trägern der Schicht 14 geeigneten
Material ausgebildet sein. Die Schicht 16 kann beispielsweise
aus einer oder mehreren Schichten aus Pufferschichtmaterial ausgebildet
werden. Beispiele für
Pufferschichtmaterialien schließen
Metalle und Metalloxide, wie beispielsweise Silber, Nickel, TbOx, GaOx, CeO2, mit Yttriumoxid stabilisiertes Zirkonoxid
(YSZ), Y2O3, LaAlO3, SrTiO3, Gd2O3, LaNiO3, LaCuO3, SrRuO3, NdGaO3, NdAlO3 und/oder einige Nitride, wie sie Fachleuten
bekannt sind, ein. Ein Puffermaterial kann unter Verwenden von Techniken
in der Lösungsphase,
einschließlich
metallorganischer Abscheidung, wie sie beispielsweise bei S.S. Shoup
et al., J. Am. Cer. Soc., Ausg. 81, 3019; D. Beach et al., Mat.
Res. Soc. Symp. Proc., Ausg. 495, 263 (1988); M. Paranthaman et
al., Superconductor Sci. Tech., Ausg. 12, 319 (1999); D.J. Lee et
al., Japanese J. Appl. Phys., Ausg. 38, L178 (1999) und M.W. Rupich
et al., I.E.E.E. Trans. On Appl. Supercon., Ausg. 9, 1527, offenbart
ist, hergestellt werden.
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In
bestimmten Ausführungsformen
können Beschichtungs-Verfahren
in Lösung
zur Abscheidung einer oder einer Kombination von irgendwelchen der Oxidschichten
auf den strukturierten Substraten verwendet werden; sie können jedoch
auch insbesondere zur Abscheidung der anfänglichen (Keim-) Schicht auf
einem strukturierten Metallsubstrat anwendbar sein. Die Rolle der
Keimschicht ist es, 1) einen Schutz des Substrats vor Oxidation
während
der Abscheidung der nächsten
Oxidschicht, bei der Durchführung
in einer bezogen auf das Substrat oxidierenden Atmosphäre (z.B.
Abscheidung mittels Magnetronzerstäuben von mit Yttriumoxid stabilisiertem
Zirkonoxid von einem Oxid-Target); und 2) eine epitaxiale Matrize
für das
Wachstum nachfolgender Oxidschichten bereitzustellen. Um diese Erfordernisse
zu erfüllen,
sollte die Keimschicht epitaxial über die gesamte Oberfläche des
Metallsubstrats wachsen und frei von irgendwelchen Verunreinigungen
sein, die die Abscheidung der nachfolgenden, epitaxialen Oxidschichten
stören
könnten.
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Die
Ausbildung von Oxidpufferschichten kann so ausgeführt werden,
dass die Benetzung einer darunter liegenden Substratschicht begünstigt wird.
Daneben kann die Ausbildung von Metalloxidschichten in bestimmten
Ausführungsformen
unter Verwenden von Metallalkoxidvorläufern (z.B. „Solgel"-Vorläufern) durchgeführt werden,
bei denen die Menge an Kohlenstoff-Verunreinigungen in anderen bekannten
Verfahren, die Metallalkoxidvorläufer
verwenden, größtenteils
reduziert werden kann.
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Wenn
das unter einer Oxidschicht liegende Substrat unzureichend mit einer
Vorläuferlösung, die zur
Herstellung der Oxidschicht verwendet wurde, bedeckt ist, wird die
Oxidschicht nicht den gewünschten
Schutz des Substrats vor Oxidation während der Abscheidung der nachfolgenden
Oxidschichten bei Durchführung
in einer bezogen auf das Substrat oxidierenden Atmosphäre bereitstellen,
und sie wird keine vollständige
Matrize für
das epitaxiale Wachstum nachfolgender Schichten bereitstellen. Indem
ein Solgel-Vorläuferfilm
erhitzt wird und dadurch zulässt, dass
der Vorläufer
in die Grenzflächen
zwischen den Substratkörnern
fließt,
kann eine vollständige
Bedeckung erreicht werden. Das Erhitzen kann bei relativ niedrigen
Temperaturen, beispielsweise bei ungefähr 80°C bis ungefähr 320°C, zum Beispiel bei ungefähr 100°C bis ungefähr 300°C oder bei
ungefähr
100°C bis
ungefähr
200°C, erfolgen.
Entsprechende Temperaturen können
ungefähr
1 bis ungefähr
60 Minuten lang, beispielsweise ungefähr 2 bis ungefähr 45 Minuten
lang oder ungefähr
15 bis ungefähr
45 Minuten lang gehalten werden. Der Schritt des Erhitzens kann
auch unter Verwenden von höheren
Temperaturen für
eine kürzere
Zeitdauer durchgeführt
werden, zum Beispiel kann ein Film innerhalb von zwei Minuten bei
einer Temperatur von 300°C
verarbeitet werden.
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Dieser
Schritt des Erhitzens kann nach oder gleichzeitig mit dem Trocknen
des überschüssigen Lösungsmittels
aus dem Solgel-Vorläuferfilm
durchgeführt
werden. Er muss jedoch vor dem Aufschluss des Vorläuferfilms
erfolgen.
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Die
Kohlenstoff-Verunreinigung, die mit der herkömmlichen Herstellung von Oxidfilmen
in einer reduzierenden Umgebung (z.B. 4 % H2-Ar)
einhergeht, ist vermutlich das Ergebnis einer unvollständigen Entfernung
der organischen Bestandteile des Vorläuferfilms.
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Das
Auftreten von Kohlenstoff enthaltenden Verunreinigungen CxHy und CaHbOc in
oder nahe der Oxidschicht kann von Nachteil sein, weil es die epitaxiale
Abscheidung nachfolgender Oxidschichten verändert. Daneben ist es wahrscheinlich,
dass die eingeschlossenen, Kohlenstoff enthaltenden Verunreinigungen,
die in dem Film verborgen sind, während der Verfahrensschritte
für nachfolgende
Oxidschichten, bei denen oxidierende Atmosphären verwendet werden können, oxidiert
werden können.
Die Oxidation der Kohlenstoff enthaltenden Verunreinigungen kann zur
Bildung von CO2 und einer nachfolgenden
Blasenbildung im Film und zu einer möglichen Delaminierung des Films
oder anderen Defekten in der Verbundstruktur führen. Daher ist es nicht erwünscht zuzulassen,
dass Kohlenstoff enthaltende Verunreinigungen aus dem Aufschluss
des Metallalkoxids nur nach der Ausbildung der Oxidschicht oxidiert
werden. Die Kohlenstoff enthaltenden Verunreinigungen werden vorzugsweise
oxidiert (und damit als CO2 aus der Struktur
des Films entfernt), während
der Aufschluss erfolgt. Auch das Vorhandensein von Kohlenstoff enthaltenden
Spezies auf oder nahe von Filmoberflächen kann das epitaxiale Wachstum
nachfolgender Oxidschichten hemmen.
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Gemäß bestimmten
Ausführungsformen kann
die Vorläuferlösung, nach
Beschichtung eines Metallsubstrats oder einer Pufferschicht, an
der Luft getrocknet werden und anschließend in einem ersten Schritt
des Aufschlusses erhitzt werden. Alternativ dazu kann die Vorläuferlösung direkt
in einem ersten Schritt des Aufschlusses, unter einer Atmosphäre, die,
bezogen auf das Metallsubstrat reduzierend wirkt, erhitzt werden.
Wenn die Oxidschicht einmal mit der Ausbildung von Keimen auf dem
Metallsubstrat in der gewünschten
epitaxialen Ausrichtung begonnen hat, wird die Menge an Sauerstoff
in dem Prozess durch beispielsweise Zugeben von Wasserdampf oder
Sauerstoff erhöht.
Unter den üblichen Bedingungen
benötigt
der Schritt der Keimbildung zwischen ungefähr 5 Minuten und ungefähr 30 Minuten.
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In
bestimmten Ausführungsformen
kann eine epitaxiale Pufferschicht unter Verwenden eines Abscheidungsverfahrens
bei niedrigem Vakuumdampf (z.B. eines Verfahrens, das bei einem
Druck von mindestens ungefähr
0,13 Pa (1 × 10–3 Torr)
durchgeführt wird)
ausgebildet werden. Das Verfahren kann das Ausbilden der epitaxialen
Schicht unter Verwenden einer relativ hohen Geschwindigkeit und/oder
eines gerichteten Gasstrahls aus Pufferschichtmaterial einschließen.
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Das
Pufferschichtmaterial in dem Gasstrahl kann eine Geschwindigkeit
von mehr als ungefähr
einen Meter pro Sekunde (z.B. mehr als ungefähr 10 Meter pro Sekunde oder
mehr als ungefähr
100 Meter pro Sekunde) haben. Mindestens ungefähr 50 % des Pufferschichtmaterials
in dem Strahl können
auf die Target-Oberfläche
einfallen (z.B. mindestens ungefähr
75 % des Pufferschichtmaterials in dem Strahl können auf die Target-Oberfläche einfallen
oder mindestens ungefähr
90 % des Pufferschichtmaterials in dem Strahl können auf die Target-Oberfläche einfallen).
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Das
Verfahren kann das Platzieren einer Target-Oberfläche (z.B.
einer Substratoberfläche
oder einer Pufferschichtoberfläche)
in einer Umgebung mit geringem Vakuum und das Erhitzen der Target-Oberfläche auf
eine Temperatur, die größer als
die Schwellenwertemperatur zum Ausbilden einer epitaxialen Schicht
des gewünschten
Materials auf der Target-Oberfläche
in einer Umgebung mit hohem Vakuum (z.B. weniger als ungefähr 0,13
Pa (1 × 10–3 Torr),
wie beispielsweise weniger als ungefähr 0,013 Pa (1 × 10–4 Torr))
ist, unter ansonsten identischen Bedingungen, umfassen. Ein das
Pufferschichtmaterial und gegebenenfalls ein inertes Trägergas enthaltender
Gasstrahl wird mit einer Geschwindigkeit von mindestens ungefähr einem
Meter pro Sekunde auf die Target-Oberfläche gerichtet. Ein konditionierendes
Gas wird in der Umgebung mit niedrigem Vakuum bereitgestellt. Das
konditionierende Gas kann in dem Gasstrahl enthalten sein oder das
konditionierende Gas kann auf andere Weise in die Umgebung mit niedrigem
Vakuum (z.B. in die Umgebung entwichen) eingeführt werden. Das konditionierende
Gas kann mit auf der Target-Oberfläche vorhandenen Spezies (z.B.
Verunreinigungen) reagieren, so dass die Spezies entfernt werden
und die Keimbildung der epitaxialen Pufferschicht begünstigt werden
kann.
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Die
epitaxiale Pufferschicht kann unter Verwenden eines niedrigen Vakuums
(z.B. mindestens ungefähr
0,13 Pa (1 × 10–3 Torr),
mindestens ungefähr
13,3 Pa (0,1 Torr) oder mindestens ungefähr 1,3 hPa (1 Torr)) bei einer
Oberflächentemperatur
oberhalb der Temperatur, die zum Wachsenlassen der epitaxialen Schicht
unter Verwenden von physikalischer Dampfabscheidung bei hohem Vakuum
(z.B. höchstens
ungefähr
0,013 Pa (1 × 10–4 Torr)
verwendet wird, auf einer Target-Oberfläche anwachsen gelassen werden.
Die Temperatur der Target-Oberfläche
kann zum Beispiel zwischen ungefähr
25°C und ungefähr 800°C (z.B. zwischen
ungefähr
500°C und ungefähr 800°C oder zwischen
ungefähr
50°C und ungefähr 650°C) liegen.
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Die
epitaxiale Schicht kann mit relativ schneller Geschwindigkeit, wie
mit beispielsweise mindestens ungefähr 5 nm (50 Angström) pro Sekunde,
anwachsen gelassen werden.
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Diese
Verfahren sind im U.S. Patent Nr. 6,027,564, das am 22. Februar
2000 ausgegeben wurde und den Titel „Low Vacuum Process for Producing
Epitaxial Layers";
trägt;
im U.S. Patent Nr. 6,022,832, das am 8. Februar 2000 ausgegeben
wurde und den Titel „Low
Vacuum Process for Producing Superconductor Articles with Epitaxial
Layers" trägt, beschrieben.
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In
anderen Ausführungsformen
kann eine epitaxiale Pufferschicht durch Zerstäuben eines Metall- oder Metalloxid-Targets
mit hohem Durchsatz abgeschieden werden. Das Erhitzen des Substrats kann
durch Heizen mit einer Widerstandsheizung oder durch Vorspannen
und elektrischem Potential erfolgen, um so eine epitaxiale Morphologie
zu erhalten. Eine Verweilzeit der Abscheidung kann zur Ausbildung
eines epitaxialen Oxidfilms aus einem Metall- oder Metalloxid-Target
verwendet werden.
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Die üblicherweise
auf Substraten vorhandene Oxidschicht kann durch Aussetzen der Substratoberfläche gegen
energetische Ionen in einer reduzierenden Umgebung, was auch als
Ionenstrahlätzen bekannt
ist, entfernt werden. Ionenstrahlätzen kann dazu verwendet werden,
das Substrat vor der Abscheidung des Films zu reinigen, wobei Oxidrückstände oder
Unreinheiten von dem Substrat entfernt werden und so eine im Wesentlichen
oxid-freie, vorzugsweise biaxial strukturierte Substratoberfläche bereitgestellt
wird. Dies verbessert den Kontakt zwischen dem Substrat und dem
nachfolgend abgeschiedenen Material. Energetische Ionen können mit verschiedenen
Ionenkanonen, wie zum Beispiel solchen, die Ionen, wie beispielsweise
Ar+, zu einer Substratoberfläche hin
beschleunigen, erzeugt werden. Vorzugsweise werden Gitterionenquellen
mit Strahlspannungen von mehr als 150 eV verwendet. Alternativ dazu
kann in einem Bereich nahe der Substratoberfläche ein Plasma erzeugt werden.
Innerhalb dieses Bereichs treten die Ionen chemisch mit einer Substratoberfläche in Wechselwirkung,
so dass sie Material von der Oberfläche, einschließlich Metalloxiden,
entfernen, und damit eine im Wesentlichen oxid-freie Metalloberfläche erzeugen.
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Ein
weiteres Verfahren zum Entfernen von Oxidschichten von einem Substrat
ist, das Substrat elektrisch vorzuspannen. Wenn das Substratband oder
das Substratkabel in Bezug auf das Anodenpotential negativ gemacht
wird, wird es vor der Abscheidung (wenn das Target umschalt ist)
oder während der
Abscheidung des gesamten Films einer stetigen Bombardierung mit
Ionen aus dem Gas unterworfen. Diese Bombardierung mit Ionen kann
die Oberfläche des
Kabels oder des Bandes von adsorbierten Gasen reinigen, die ansonsten
in den Film eingeschlossen werden könnten und auch das Substrat
auf erhöhte Temperaturen
für die
Abscheidung erhitzen. Eine solche Bombardierung mit Ionen kann des
Weiteren auch vorteilhaft sein, um die Dichte oder Glätte des epitaxialen
Films zu verbessern.
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Nach
der Ausbildung einer geeignet strukturierten, im Wesentlichen oxid-freien
Substratoberfläche
kann die Abscheidung einer Pufferschicht beginnen. Es können ein
oder mehrere Pufferschichten, von denen jede eine Einzelmetall-
oder Oxidschicht umfasst, verwendet werden. Bei einigen Ausführungsformen
wird das Substrat durch eine Vorrichtung treten gelassen, die an
die Durchführung
der Schritte des Abscheidungsverfahrens dieser Ausführungsformen
angepasst wurde. Wenn das Substrat die Form eines Kabels oder eines
Bandes hat, kann das Substrat zum Beispiel linear von einer Abwickelspule
zu einer Aufwickelspule laufen gelassen werden und die Schritte
können,
während
das Substrat zwischen den Spulen läuft, ausgeführt werden.
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Gemäß einigen
Ausführungsformen
werden die Substratmaterialien auf erhöhte Temperaturen erhitzt, die
tiefer als ungefähr
90 % des Schmelzpunkts des Substratmaterials, aber höher als
die Schwellenwerttemperatur zum Ausbilden einer epitaxialen Schicht
des gewünschten
Materials auf dem Substratmaterial in einer Vakuumumgebung mit der
vorher festgelegten Abscheidungsgeschwindigkeit sind. Um die geeignete
Kristallstruktur der Pufferschicht und Glätte der Pufferschicht auszubilden,
werden in der Regel hohe Substrattemperaturen bevorzugt. Übliche Temperaturen
für das
Anwachsenlassen von Oxidschichten auf Metall an der unteren Grenze
liegen bei annähernd
200°C bis
800°C, vorzugsweise 500°C und 800°C und besonders
bevorzugt bei 650°C
bis 800°C.
Verschiedene gut bekannte Verfahren, wie beispielsweise Strahlungsheizen,
Konvektionsheizen und Konduktionsheizen sind für kurze (2 cm bis 10 cm) Substratlängen geeignet,
für längere (1
m bis 100 m) Längen
können
sich diese Techniken jedoch nicht so gut eignen. Um auch die gewünschten
Hochdurchsatzgeschwindigkeiten in einem Herstellungsverfahrens zu
erhalten, muss sich das Substratkabel oder band während des
Verfahrens auch zwischen den Abscheidungsstationen bewegen oder zwischen
diesen übertragen
werden. Gemäß bestimmten
Ausführungsformen
werden die Substrate durch Heizen mit einer Widerstandsheizung,
das heißt,
durch Leiten eines Stromes durch das Metallsubstrat, was leicht
an Herstellungsverfahren für
lange Längen
angepasst werden kann, erhitzt. Dieser Ansatz funktioniert insofern
gut, als er ohne Verzögerung
eine schnelle Bewegung zwischen diesen Zonen zulässt. Eine Temperaturkontrolle
kann durch Verwenden optischer Pyrometer und geschlossener Rückkopplungssysteme
erfolgen, wobei die Leistung, die dem zu erhitzenden Substrat zugeführt wird, kontrolliert
wird. Der Strom kann dem Substrat über Elektroden, die mit dem
Substrat an mindestens zwei verschiedenen Abschnitten des Substrats
in Kontakt stehen, zugeführt
werden. Wenn das Substrat, in Form eines Bandes oder Kabels, zwischen
Spulen läuft,
können
diese Spulen zum Beispiel selbst als Elektroden fungieren. Alternativ
dazu können,
wenn Führungsschienen
zur Übertragung
des Substrats zwischen den Spulen verwendet werden, diese Führungsschienen
als Elektroden fungieren. Die Elektroden könnten jedoch auch vollständig unabhängig von irgendwelchen
Führungsschienen
oder Spulen sein. In manchen Ausführungsformen wird der Strom
zwischen Stromspulen auf das Band aufgebracht.
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Damit
die Abscheidung auf einem Band mit der geeigneten Temperatur ausgeführt wird,
wird das Metall- oder Oxidmaterial, das auf dem Band abgeschieden
wurde, wünschenswerter
Weise in einem Bereich zwischen den Stromspulen abgeschieden. Da
die Stromspulen effiziente Kühlkörper sein
könnten
und daher das Band in Bereichen nahe der Rollen abkühlen können, wird
das Material wünschenswerter
Weise nicht in Bereichen nahe dieser Rollen abgeschieden. Falls
Zerstäubung
verwendet wird, sollte das geladene Material, das auf dem Band abgeschieden
wird, wünschenswerter
Weise nicht von anderen geladenen Oberflächen oder Materialien nahe
dem Fließweg
des Zerstäubers
beeinflusst werden. Aus diesem Grund ist die Zerstäuberkammer
vorzugsweise so aufgebaut, dass Bestandteile und Oberflächen, die
den Zerstäuberfluss
beeinflussen oder umlenken könnten,
einschließlich
den Kammerwänden,
und anderen Elementen zur Abscheidung, an Positionen angeordnet
sind, die von der Abscheidungszone entfernt sind, so dass sie nicht
den gewünschten
linearen Fließweg
und die Abscheidung von Metall oder Metalloxid in Bereichen des
Bandes mit der geeigneten Abscheidungstemperatur verändern.
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In
bestimmten Ausführungsformen
kann die Schicht 16 so konditioniert (z.B. thermisch konditioniert
und/oder chemisch konditioniert) sein, dass die Schicht 14 auf
einer konditionierten Oberfläche
ausgebildet wird. Die konditionierte Oberfläche der Schicht 16 kann
biaxial strukturiert sein (z.B. (113)[211]) oder würfelförmig strukturiert
sein (z.B. (100)[011] oder (100)[011]), Peaks in der Polfigur einer
Röntgenstrahlbeugung
aufweisen, die ein volle Halbwertsbreite von weniger als ungefähr 20° (z.B. weniger
als ungefähr
15°, weniger
als ungefähr
10° oder
weniger als ungefähr
5° bis ungefähr 10°) haben,
glatter sein als vor der Konditionierung, wie durch hochauflösende Rasterelektronenmikroskopie oder
Atomkraftmikroskopie bestimmt wurde, eine relativ hohe Dichte haben,
eine relativ geringe Dichte an Unreinheiten aufweisen, verbesserte
Adhäsion
an andere Materialschichten (z.B. eine Supraleiter-Schicht oder
eine Pufferschicht) zeigen und/oder eine relativ wenig pendelnde
Kurvenbreite zeigen, wie mittels Röntgenstrahlbeugung gemessen
wurde.
-
„Chemisches
Konditionieren",
wie es hierin verwendet wird, bezeichnet ein Verfahren, das eine oder
mehrere chemische Spezies (z.B. chemische Spezies in der Gasphase
und/oder chemische Spezies in der Lösungsphase) verwendet, um so
Veränderungen
in der Oberfläche
einer Materialschicht, wie beispielsweise einer Pufferschicht oder
einer Schicht aus Supraleitermaterial, zu bewirken, damit die resultierende
Oberfläche
eine oder mehrere der oben genannten Eigenschaften aufweist.
-
„Thermisches
Konditionieren",
wie es hierin verwendet wird, bezeichnet ein Verfahren, das erhöhte Temperaturen
dazu verwendet, mit oder ohne chemischem Konditionieren, Veränderungen
in der Oberfläche
einer Materialschicht, wie beispielsweise einer Pufferschicht oder
einer Schicht aus Supraleitermaterial, zu bewirken, so dass die
resultierende Oberfläche
eine oder mehrere der oben genannten Eigenschaften aufweist. Ein
thermisches Konditionieren kann mit oder ohne Verwendung von chemischem
Konditionieren durchgeführt
werden. Vorzugsweise findet das thermische Konditionieren in einer
kontrollierten Umgebung (z.B. bei kontrolliertem Gasdruck, kontrollierter
Gasumgebung und/oder kontrollierter Temperatur) statt.
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Thermisches
Konditionieren kann das Erhitzen der Oberfläche der Schicht 16 auf
eine Temperatur von mindestens ungefähr 5°C oberhalb der Abscheidungstemperatur
oder der Kristallisationstemperatur der darunter liegenden Schicht
(z.B. von ungefähr
15°C bis
ungefähr
500°C oberhalb
der Abscheidungstemperatur oder der Kristallisationstemperatur der
darunter liegenden Schicht, von ungefähr 75°C bis ungefähr 300°C oberhalb der Abscheidungstemperatur
oder der Kristallisationstemperatur der darunter liegenden Schicht
oder von ungefähr 150°C bis ungefähr 300°C oberhalb
der Abscheidungstemperatur oder der Kristallisationstemperatur der
darunter liegenden Schicht) umfassen. Beispiele für solche
Temperaturen liegen bei ungefähr
500°C bis
ungefähr
1200°C (z.B.
bei ungefähr
800°C bis
ungefähr
1050°C).
Thermisches Konditionieren kann unter vielerlei Druckbedingungen,
wie beispielsweise oberhalb von Atmosphärendruck, unterhalb von Atmosphärendruck
oder bei Atmosphärendruck,
durchgeführt
werden. Das thermische Konditionieren kann auch unter Verwenden
einer Vielzahl von Gasumgebungen, wie beispielsweise einer Umgebung
zum chemischen Konditionieren (z.B. einer oxidierenden Gasumgebung,
einer reduzierenden Gasumgebung) oder einer inerten Gasumgebung,
durchgeführt
werden.
-
Die „Abscheidungstemperatur", wie sie hierin verwendet
wird, bezeichnet die Temperatur, bei der konditionierte Schicht
abgeschieden wurde.
-
Die „Kristallisationstemperatur", wie sie hierin
verwendet wird, bezeichnet die Temperatur, bei der eine Schicht
aus Material (z.B. die darunter liegende Schicht) eine kristalline
Form annimmt.
-
Chemisches
Konditionieren kann Techniken im Vakuum (z.B. reaktives Ionenätzen, Plasmaätzen und/oder Ätzen mit
Fluorverbindungen, wie beispielsweise BF3 und/oder
CF4) einschließen. Techniken zum chemischen
Konditionieren sind beispielsweise in Silicon Processing for the
VLSI Era, Ausg. 1, Hrsg. S. Wolf und R.N. Tanber, S. 539-574, Lattice
Press, Sunset Park, CA, 1986, offenbart.
-
Alternativ
oder zusätzlich
dazu kann chemisches Konditionieren Techniken in der Lösungsphase
umfassen, wie sie beispielsweise in Mettalurgy and Mettalurgical
Engineering Series, 3. Ausg, George L. Kehl, McGraw-Hill, 1949,
offenbart sind. Entsprechende Techniken können das In-Kontakt-Bringen
der Oberfläche
der darunter liegenden Schicht mit einer relativ milden Säurelösung (z.B.
einer Säurelösung, die
weniger als ungefähr
10 Prozent Säure, weniger
als ungefähr
zwei Prozent Säure
oder weniger als ungefähr
ein Prozent Säure
enthält)
umfassen. Beispiele für
milde Säurelösungen schließen Perchlorsäure, Salpetersäure, Flusssäure, Salzsäure, Essigsäure und
gepufferte Säurelösungen ein.
In einer Ausführungsform
ist die milde Säurelösung ungefähr einprozentige
wässrige
Salpetersäure.
In bestimmten Ausführungsformen
können
Bromid enthaltende und/oder Brom enthaltende Zusammensetzungen (z.B.
eine flüssige
Bromlösung)
zur Konditionierung der Oberfläche
einer Pufferschicht oder einer Supraleiter-Schicht verwendet werden.
-
Alternativ
dazu kann die Schicht 16 aus einem Supraleitermaterial
ausgebildet werden, das, wie oben beschrieben wurde, hergestellt
werden kann. In Ausführungsformen,
in denen die Schicht 16 aus einem Supraleitermaterial ausgebildet
wird, kann die relative Dicke der Schichten 16 und 14 je
nach dem zur Herstellung des Artikels 20 verwendeten Verfahren
und/oder der angestrebten Verwendung des Artikels 20 variieren.
Beispielsweise kann die Schicht 14 dicker sein als die
Schicht 16 oder die Schicht 16 kann dicker sein
als die Schicht 14.
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In
manchen Ausführungsformen
kann die Schicht 16 beispielsweise eine Dicke von weniger
als ungefähr
einem Mikrometer (z.B. weniger als ungefähr 0,5 Mikrometer, wie zum
Beispiel zwischen ungefähr
0,005 Mikrometer und ungefähr
0,2 Mikrometer) haben, und die Schicht 14 kann eine Dicke
von mehr als ungefähr
einem Mikrometer (z.B. mehr als ungefähr zwei Mikrometern, mehr als
ungefähr
drei Mikrometern, mehr als ungefähr
vier Mikrometern, mehr als ungefähr
fünf Mikrometern)
haben.
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Bei
Ausführungsformen,
in denen die Schicht 16 aus einem Supraleitermaterial ausgebildet
wird, kann die Dicke der Schichten 14 und 16 zusammen
je nach den zur Herstellung des Artikels 20 verwendeten
Verfahren und/oder der angestrebten Verwendung des Artikels 20 variieren.
Beispielsweise kann die Dicke der Schichten 14 und 16 zusammen
weniger als zwei Mikrometer oder mehr als zwei Mikrometer sein.
Vorzugsweise ist die Dicke der Schichten 14 und 16 zusammen
größer als
ungefähr ein
Mikrometer (z.B, größer als
ungefähr
zwei Mikrometer, größer als
ungefähr
drei Mikrometer, größer als
ungefähr
vier Mikrometer, größer als
ungefähr fünf Mikrometer,
größer als
ungefähr
sechs Mikrometer, größer als
ungefähr
sieben Mikrometer, größer als
ungefähr
acht Mikrometer, größer als
ungefähr neun
Mikrometer, größer als
ungefähr
10 Mikrometer).
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In
Ausführungsformen,
in denen die Schicht 16 aus einem Supraleitermaterial ausgebildet
ist, kann die Oberfläche
der Schicht 16, wie oben beschrieben ist, chemisch und/oder
thermisch konditioniert sein.
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In
bestimmten Ausführungsformen,
in denen die Schicht 16 aus einem Supraleitermaterial ausgebildet
ist, kann die Schicht 14 aus festen, oder halbfesten, Vorläufermaterialien
bestehen, die in Form einer Dispersion abgeschieden werden. Diese
Vorläuferlösungen lassen
zum Beispiel die wesentliche Beseitigung von BaCO3-Bildung
in den finalen supraleitenden YBCO-Schichten zu und lassen daneben auch
eine Kontrolle der Keimbildung und des Wachstums des Films zu.
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Für die Formulierung
von Vorläuferlösungen werden
zwei allgemeine Ansätze
angegeben. In einem Ansatz werden die kationischen Bestandteile der
Vorläuferlösung in
Bestandteilen, die eine feste Form, entweder als Elemente, oder,
vorzugsweise, in Verbindungen mit anderen Elementen, einnehmen, bereitgestellt.
Die Vorläuferlösung wird
in Form von ultrafeinen Teilchen bereitgestellt, die so verteilt
sind, dass sie auf eine Oberfläche
eines geeigneten Substrats, eines mit Intermediat beschichteten
Substrats oder eines mit Puffer beschichteten Substrats aufgebracht
werden können
und daran haften bleiben. Diese ultrafeinen Teilchen können mit
Hilfe eines Aerosol-Sprays, durch Verdampfen und ähnliche
Techniken, die in der Bereitstellung der gewünschten chemischen Zusammensetzungen
und Größen kontrollierbar
sind, erzeugt werden. Die ultrafeinen Teilchen sind kleiner als
ungefähr
500 nm, vorzugsweise kleiner als ungefähr 250 nm, besonders bevorzugt
kleiner als ungefähr
100 nm und ganz besonders bevorzugt kleiner als ungefähr 50 nm.
In der Regel besitzen die Teilchen eine Dicke von weniger als ungefähr 50 %
der gewünschten
Dicke des finalen Films, vorzugsweise von weniger als ungefähr 30 %,
ganz besonders bevorzugt von weniger als ungefähr 10 % der gewünschten
Dicke des finalen Films. Die Vorläuferlösung kann beispielsweise ultrafeine
Teilchen aus einem oder mehreren Bestandteilen der supraleitenden
Schicht in einer im Wesentlichen stöchiometrischen Mischung, die
auf in einem Träger
vorliegt, umfassen. Dieser Träger
umfasst ein Lösungsmittel,
einen Weichmacher, ein Bindemittel, ein Dispergiermittel oder ein ähnliches,
im Stand der Technik bekanntes System zur Ausbildung einer Dispersion
solcher Teilchen. Jedes ultrafeine Teilchen kann eine im Wesentlichen
von der Zusammensetzung her einheitliche, homogene Mischung aus
solchen Bestandteilen enthalten. Beispielsweise kann jedes Teilchen
BaF2 und Seltenerdoxid und Kupferoxid oder
Seltenerd/Barium/Kupferoxihalogenid in einer im Wesentlichen stöchiometrischen
Mischung umfassen. Eine Analyse solcher Teilchen würde wünschenswerter
Weise ein Verhältnis
von Seltenerd:Barium:Kupfer von im Wesentlichen 1:2:3 in der Stöchiometrie
mit einem Verhältnis
von Fluor:Barium von im Wesentlichen 2:1 in der Stöchiometrie
offenbaren. Die Teilchen können
entweder eine kristalline oder eine amorphe Form aufweisen.
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In
einem zweiten Ansatz können
die Bestandteile des Vorläufers
aus elementaren Quellen oder aus einer im Wesentlichen stöchiometrischen Verbindung,
welche die gewünschten
Bestandteile enthält,
hergestellt werden. Beispielsweise könnte die Verdampfung eines
Feststoffs, der eine im Wesentlichen stöchiometrische Verbindung aus
gewünschten
REBCO-Bestandteilen (beispielsweise YBa2Cu3O7-x) oder eine
Reihe von Feststoffen, von denen jeder einen bestimmten Bestandteil
der gewünschten,
finalen supraleitenden Schicht (beispielsweise Y2O3, BaF2, CuO) umfasst,
enthält,
dazu verwendet werden, die ultrafeinen Teilchen zur Herstellung
der Vorläuferlösungen herzustellen.
Alternativ dazu könnte
Sprühtrocknen
oder Aerosolisierung einer metallorganischen Lösung, die eine im Wesentlichen
stöchiometrische
Mischung aus den gewünschten
REBCO-Bestandteilen
umfasst, zum Herstellen der in den Vorläuferlösungen verwendeten, ultrafeinen
Teilchen verwendet werden. Alternativ dazu können einer oder mehrere kationische
Bestandteile in der Vorläuferlösung als
ein metallorganisches Salz oder eine metallorganische Verbindung
bereitgestellt werden und in Lösung
vorliegen. Die metallorganische Lösung kann als Lösungsmittel,
oder Träger,
für die
anderen festen Elemente oder Verbindungen dienen. Gemäß dieser
Ausführungsform
können
Dispergiermittel und/oder Bindemittel im Wesentlichen aus der Vorläuferlösung entfernt
werden. Die Vorläuferlösung kann
zum Beispiel ultrafeine Teilchen aus Seltenerdoxid und Kupferoxid
in einem im Wesentlichen stöchiometrischen
Verhältnis
von 1:3, zusammen mit einem solubilisierten, Barium enthaltenden
Salz, wie beispielsweise in einem organischen Lösungsmittel, wie zum Beispiel
Methanol, gelöstes
Bariumtrifluoracetat, umfassen.
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Die
Vorläuferlösungen können mit
einer Reihe von Verfahren, die auf die Erzeugung von Beschichtungen
mit im Wesentlichen homogener Dicke gerichtet sind, auf ein Substrat
oder mit Puffer behandelte Substrate aufgebracht werden. Die Vorläuferlösungen können beispielsweise
unter Verwenden von Spin-Coating, Slot-Coating, Gravurbeschichtung (gravure
coating), Dip-Coating, Band-Spritzguss oder Sprayen aufgebracht
werden. Das Substrat ist wünschenswerter
Weise einheitlich beschichtet, so dass ein supraleitender Film mit
ungefähr
einem bis 10 Mikrometern (z.B. mindestens ungefähr einem Mikrometer, mindestens
ungefähr
zwei Mikrometern, mindestens ungefähr drei Mikrometern, mindestens ungefähr vier
Mikrometern, mindestens ungefähr
fünf Mikrometern)
erhalten wird.
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In
Ausführungsformen,
in denen die Schicht 16 aus einem Supraleitermaterial ausgebildet
ist, kann die kritische Stromdichte der Schichten 14 und 16 in
Artikel 20 zusammen relativ hoch sein. Vorzugsweise beträgt die kritische
Stromdichte der Schichten 14 und 16 in Artikel 20 zusammen
mindestens ungefähr
5 × 105 Ampere pro Quadratzentimeter, besonders
bevorzugt mindestens ungefähr
1 × 106 Ampere pro Quadratzentimeter, wie zum Beispiel
mindestens ungefähr
2 × 106 Ampere pro Quadratzentimeter, wie in einer
Transportmessung bei 77 K im Selbstfeld unter Verwenden eines Kriteriums
von 1 Mikrovolt pro Zentimeter bestimmt wurde.
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Während in
der vorhergehenden Diskussion mehrschichtige Artikel mit zwei Schichten
aus Material (d.h. ohne Intermediat-Schicht) und mit drei Schichten
aus Material (d.h. mit einer Intermediat-Schicht) beschrieben wurden,
ist die Erfindung nicht in diesem Sinne beschränkt. Stattdessen können mehrere
Intermediat-Schichten verwendet werden. Jede dieser Intermediat-Schichten
kann aus einem Pufferschichtmaterial oder einem Supraleitermaterial
ausgebildet werden. 3 zeigt beispielsweise einen
mehrschichtigen Supraleiter 30 gemäß einer noch weiteren Ausführungsform
der Erfindung. Der Artikel 30 schließt die Schichten 12, 14 und 16 ein.
Artikel 30 umfasst ferner eine zusätzliche Intermediat-Schicht(en) 18 und 22 mit
den Oberflächen 19 bzw. 23.
Die Schichten 18 und 22 werden zwischen den Schichten 16 und 14 aufgebracht.
Jede der Schichten 16, 18 und 22 kann
aus einem Pufferschichtmaterial oder einem Supraleitermaterial ausgebildet
werden. Des Weiteren können
die Oberflächen 19 und 23 unter
Verwenden der hierin diskutierten Verfahren hergestellt werden.
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In
einigen Ausführungsformen
schließt
ein Supraleiter-Artikel drei Pufferschichten zwischen dem Substrat
und dem Supraleitermaterial ein. Eine Schicht aus Y2O3 oder CeO2 (z.B.
zwischen ungefähr 20
Nanometer und ungefähr
50 Nanometer dick) wird auf der Substratoberfläche (z.B. unter Verwenden von
Elektronenstrahlverdampfung) abgeschieden oder eine Schicht aus
Gd2O3 wird aus der
Lösung
abgeschieden. Eine Schicht aus YSZ (z.B. zwischen ungefähr 0,2 Mirkometer
und ungefähr
1 Mikrometer dick, wie zum Beispiel ungefähr 0,5 Mikrometer dick) wird
unter Verwenden von Zerstäuben
(z.B. unter Verwenden von Magnetronzerstäuben) auf der Oberfläche der
Y2O3-, CeO2 oder Gd2O3-Schicht abgeschieden. Eine CeO2-Schicht
(z.B. ungefähr
20 Nanometer dick) wird auf der YSZ-Oberfläche (z.B. unter Verwenden von
Magnetronzerstäuben)
abgeschieden oder eine Schicht aus Gd2O3 wird aus der Lösung auf der YSZ-Oberfläche abgeschieden.
Eine oder mehrere der Pufferschichten können so, wie es hierin beschrieben
ist, chemisch und/oder thermisch konditioniert sein.
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Erfindungsgemäße Supraleiter-Artikel
können
auch eine Schicht aus einem Deckelmaterial umfassen, das aus einem
Metall oder einer Legierung ausgebildet sein kann, deren Reaktionsprodukte
mit dem Supraleitermaterial (z.B. YBa2Cu3O7-x) unter den zum
Ausbilden der Schicht aus Deckelmaterial verwendeten Reaktionsbedingungen
thermodynamisch instabil sind. Beispiele für Deckelmaterialien schließen Silber,
Gold, Palladium und Platin ein.
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Während in
der vorhergehenden Diskussion mehrschichtige Artikel mit bestimmten
Strukturen beschrieben wurden, ist die Erfindung in diesem Sinne nicht
beschränkt.
In einigen Ausführungsformen
werden beispielsweise mehrschichtige Hochtemperatur-Supraleiter
bereitgestellt, die erste und zweite mit Hochtemperatur-Supraleitern
beschichtete Elemente einschließen.
Jedes Element schließt
ein Substrat, mindestens eine auf dem Substrat abgeschiedene Pufferschicht,
eine Schicht aus Hochtemperatur-Supraleiter und gegebenenfalls eine
Deckelschicht ein. Die ersten und zweiten mit Hochtemperatur-Supraleitern beschichteten
Elemente können
an den ersten und zweiten Deckelschichten oder an der Zwischen-, vorzugsweise
metallischen, Schicht miteinander verbunden sein. Beispiele für Verbindungstechniken schließen Löten und
Diffusionsverbinden ein.
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Ein
solcher mehrschichtiger Aufbau kann eine verbesserte Stromausnutzung,
geringere Hystereseverluste bei Wechselstrombedingungen, eine verstärkte elektrische
und thermische Stabilität
sowie verbesserte mechanische Eigenschaften bereitstellen. Nützliche
Leiter mit mehreren, bezogen aufeinander gestapelten und/oder laminierten
Bändern können hergestellt
werden, um so eine ausreichende Strombelastbarkeit, Formbeständigkeit
und mechanische Festigkeit bereitzustellen. Solche Ausführungsformen
stellen auch ein Mittel zum Verbinden von Fragmenten des beschichteten
Bandes und zum Beenden von Stapeln oder Leiterelementen aus dem beschichteten
Band bereit.
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Des
Weiteren wird erwartet, dass dieser Aufbau einen signifikanten Nutzen
für Wechselstrom-(AC-)anwendungen
bereitstellen kann. Es wird gezeigt, dass die AC-Verluste umgekehrt
proportional zu der effektiven kritischen Stromdichte im Leiter, insbesondere
in der Querschnittsfläche, über die
der Strom geführt
wird, sind. Bei einem mehradrigen Leiter würde dies die Fläche des „Bündels" aus supraleitenden
Adern, ausschließlich
irgendwelchen Hüllmaterials
um das Bündel
herum, sein. Bei einem „face-to-face"-Aufbau würde die
kritische Stromdichte des „Bündels" nur die Filme aus
Hochtemperatur-Supraleiter (HTS) und die Dicke der Deckelschichtstruktur
umfassen. Die Deckelschicht kann aus einer oder mehreren Schichten
ausgebildet werden und schließt
vorzugsweise mindestens eine Schicht aus Edelmetall ein. Ein „Edelmetall", wie es hierin verwendet
wird, ist ein Metall, dessen Reaktionsprodukte unter den zur Herstellung
des HTS-Bandes verwendeten Reaktionsbedingungen thermodynamisch
instabil sind. Beispiele für
Edelmetalle schließen,
zum Beispiel Silber, Gold, Palladium und Platin ein. Edelmetalle
stellen einen geringen Widerstand zwischen den beiden Flächen der
HTS-Schicht und der Deckelschicht bereit. Daneben kann die Deckelschicht
eine zweite Schicht aus normalem Metall (beispielsweise Kupfer oder
Aluminium oder Legierungen aus normalen Metallen) umfassen. Bei Gleichspannungsanwendungen
würden
weitere „face-to-face"-Drähte gebündelt oder
gestapelt werden, um so die erforderliche Strombelastbarkeit und Geometrie
für eine
gegebene Anwendung bereitzustellen.
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Zusätzlich könnte der
Film aus Hochtemperatur-Supraleiter an der Oberfläche der
Bänder
so behandelt werden, dass lokale Unterbrechungen, d.h. nicht-supraleitende
Bereiche oder Streifen in dem Film entlang der Länge des Bandes (in der Richtung
des Stromflusses) erzeugt werden. Die auf dem Film aus Hochtemperatur-Supraleiter
abgeschiedene Deckelschicht würde
dann dazu dienen, die nicht-supraleitenden Zonen mit einem duktilen,
normalen Metallbereich zu überbrücken. Ein
Versatz in der Ausrichtung der Ränder
der schmalen Streifen oder Adern, ähnlich dem Ziegelmuster eines
laufenden Bandes, würde
eine Stromübertragung
auf verschiedene schmale, supraleitende Adern sowohl über die Deckelschichten
als auch auf benachbarte Adern zulassen, was die Redundanz weiter
erhöht
und die Stabilität
verbessert.
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In
allen Ausführungsformen
könnte
eine normale Metallschicht entlang des Randes des Leiters eingeschlossen
werden, um so die Filme aus Hochtemperatur-Supraleiter hermetisch
abzudichten und eine Stromübertragung
in den Film, und je nach Bedarf, von dem Film in das Substrat bereitzustellen.
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In
manchen Ausführungsformen
können
beschichtete Leiter so hergestellt werden, das die bei Wechselstromanwendungen
auftretenden Verluste minimiert werden. Die Leiter werden mit mehrfachen Leiterbahnen
hergestellt, von denen jede Bahnabschnitte umfasst, die über mindestens
zwei leitende Schichten und weiter zwischen diesen Schichten hervorstehen.
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Jede
supraleitende Schicht besitzt eine Mehrzahl von Abschnitten aus
leitenden Bahnen, die über
die Breite der Schicht, von einem Rand zum anderen, hervorstehen
und die Bahnabschnitte besitzen auch ein Bauteil zur Verbindung
entlang der Länge
der supraleitenden Schicht. Die Bahnabschnitte in der Oberfläche der
supraleitenden Schicht sind in elektrisch leitender Verbindung mit
den Zwischenschicht-Verbindungen, die dazu dienen, einen Stromfluss
von einer supraleitenden Schicht zur anderen zuzulassen. Bahnen,
die aus Bahnabschnitten hergestellt wurden, sind regelmäßig aufgebaut,
so dass der Stromfluss in der Regel zwischen zwei supraleitenden
Schichten in zweischichtigen Ausführungsformen wechselt und die
Schichten über
Zwischenschicht-Verbindungen überquert.
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Supraleitende
Schichten können
so konstruiert sein, dass sie eine Mehrzahl an Bahnabschnitten enthalten,
die sowohl über
ihre Breiten als auch über ihre
Längen
hervorstehen. Supraleitende Schichten können zum Beispiel so mit Mustern
ausgebildet sein, dass ein hoher spezifischer Widerstand oder eine
vollständig
isolierende Barriere zwischen jeder Mehrzahl an Bahnabschnitten
erreicht wird. Eine gleichmäßige, regelmäßige Anordnung
von diagonalen Bahnabschnitten kann beispielsweise auf die Schicht
entlang der gesamten Länge
des Bandes aufgebracht werden. Eine Ausbildung von Mustern auf den
supraleitenden Schichten zur Erzeugung solcher Anordnungen kann
mit einer Vielfalt an Fachleuten bekannten Mitteln, einschließlich beispielsweise Laserritzen,
mechanisches Stanzen, Implantation, lokalisierte, chemische Behandlung
durch eine Maske und anderen bekannten Verfahren, vorgenommen werden.
Ferner werden die supraleitenden Schichten daran angepasst, eine
elektrische Verbindung der Abschnitte aus leitenden Bahnen in ihren
Oberflächen
mit den leitenden Zwischenschicht-Verbindungen, die zwischen den
Schichten verlaufen, an oder nahe ihrer Ränder zuzulassen. Die Zwischenschicht-Verbindungen
werden in der Regel normal leitend (nicht supraleitend) sein, könnten aber
in speziellen Anordnungen supraleitend sein. Die Zwischenschicht-Verbindungen
stellen eine elektrische Kommunikation zwischen supraleitenden Schichten, die
durch nicht-leitendes oder hochohmiges Material, das zwischen den
supraleitenden Schichten angeordnet ist, getrennt sind, bereit.
Solche nicht-leitenden oder hochohmigen Materialien können auf
einer supraleitenden Schicht abgeschieden werden. An den Rändern des
isolierenden Materials können Durchgänge erzeugt
werden, die das Einführen
von Zwischenschicht-Verbindungen zulassen, und darauf kann die Abscheidung
einer weiteren supraleitenden Schicht erfolgen. Eine umgedrehte
Anordnung mit beschichteten Leitern kann erreicht werden, indem eine
supraleitende Schicht mit einem Muster aus Adern, die parallel zu
der Achse des Bandes verlaufen, versehen wird und das Band spiralförmig um eine
zylindrische Form gewunden wird.
-
Die
folgenden Beispiele sind nur zu Veranschaulichungszwecken gedacht.
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Beispiel I (keine Ausführungsform der Erfindung)
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Eine
Vorläuferlösung wurde
wie folgt hergestellt. Ungefähr
1,36 Gramm Y(CF3CO2)3 4 H2O, ungefähr 2,46
Gramm Ba(CF3CO2)2 und ungefähr 2,51 Gramm Cu(CF3CO2)2 2H2O wurden in ungefähr 5 Milliliter CH3OH
gelöst.
Dann wurden ungefähr
0,86 Milliliter Wasser dazugegeben und das Gesamtvolumen der Lösung wurde
mit Methanol auf ungefähr
10 Milliliter eingestellt.
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Die
Vorläuferlösung wurde,
wie folgt, mittels Spin-Coating auf die (100)-Oberfläche eines
Einkristall-SrTiO3-Substrats aufgebracht.
Das Substrat wurde in ungefähr
0,5 Sekunden von ungefähr
null Drehzahlen pro Minute (revolutions per minute, RPM) auf ungefähr 2000
RPM hochgefahren. Die Rotationsgeschwindigkeit wurde ungefähr fünf Sekunden
lang auf ungefähr
2000 RPM gehalten und dann in ungefähr 0,5 Sekunden auf ungefähr 4000
RPM hochgefahren. Die Rotationsgeschwindigkeit wurde ungefähr 60 Sekunden
lang auf ungefähr
4000 RPM gehalten und dann auf ungefähr null RPM reduziert.
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Die
beschichtete Probe wurde wie folgt aufgeschlossen. Die Probe wurde
in einer nominalen Gasumgebung mit einem Gesamtgasdruck von ungefähr 1013
hPa (760 Torr) (Wasserdampfdruck von ungefähr 32 hPa (24 Torr) und der
Rest als Sauerstoff) mit einer Geschwindigkeit von ungefähr 10°C pro Minute
von Raumtemperatur auf ungefähr
210°C erhitzt.
Das Erhitzen wurde in einem Ofen mit einem Durchmesser von ungefähr 2,25'' unter Verwenden einer Fließgeschwindigkeit
des Gases von ungefähr 0,127
m3/h (4,5 Standardkubikfuß pro Stunde)
durchgeführt.
Während
die im Wesentlichen gleiche nominale Gasumgebung beibehalten wurde,
wurde die Temperatur mit einer Geschwindigkeit von ungefähr 0,5°C pro Minute
auf ungefähr
220°C erhöht, worauf ein
Erhitzen auf ungefähr
400°C mit
einer Geschwindigkeit von ungefähr
5°C pro
Minute folgte, um so einen dünnen
Intermediat-Film auszubilden.
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Nach
dem Aufschluss wurde der Intermediat-Film mit einer Geschwindigkeit
von ungefähr
10°C pro
Minute auf ungefähr
725°C erhitzt
und ungefähr drei
Stunden lang in einer Umgebung mit einem nominalen Gesamtgasdruck
von ungefähr
1013 hPa (760 Torr) (Wasserdampfdruck von ungefähr 22,7 hPa (17 Torr), Sauerstoffgasdruck
von ungefähr
0,1 hPa (76 Millitorr) und der Rest als Sauerstoff) gehalten, worauf
das Halten der Temperatur bei ungefähr 725°C für ungefähr 10 Minuten in einer Umgebung mit
einem nominalen Gasgesamtdruck von ungefähr 1013 hPa (760 Torr) (Sauerstoffgasdruck
von ungefähr
0,1 hPa (76 Millitorr) und der Rest als Stickstoff) folgte. Der
Film wurde in der gleichen nominalen Gasumgebung auf ungefähr 450°C abgekühlt und
ungefähr
eine Stunde lang in einer Gasumgebung mit einem nominalen Gesamtgasdruck
von ungefähr
1013 hPa (760 Torr) (ungefähr
1013 hPa (760 Torr) Sauerstoff) auf dieser Temperatur gehalten und
anschließend
auf Raumtemperatur abgekühlt.
-
Die
resultierende Schicht war (001)-strukturiertes YBa2Cu3O7-x und ungefähr 0,4 Mikrometer dick.
-
Beispiel II
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Eine
Vorläuferlösung wurde
wie folgt hergestellt. Ungefähr
1,41 Gramm Y(CF3CO2)3, ungefähr 2,39
Gramm Ba(CF3CO2)2 und ungefähr 1,97 Gramm Cu(CH3CO2)2 2H2O wurden in ungefähr 20 Milliliter CH3OH, ungefähr 10 Milliliter Wasser und
ungefähr 0,5
Milliliter NH4OH gelöst. Die Lösung wurde dann durch Abziehen
des Lösungsmittels
unter Vakuum auf ungefähr
20 Milliliter eingeengt.
-
Die
eingeengte Vorläuferlösung wurde
mittels Spin-Coating auf die (100)-Oberfläche eines Einzelkritall-SrTiO3-Substrats aufgebracht und, wie in Beispiel
I beschrieben ist, aufgeschlossen, um so einen Film aus einem Intermediat
auszubilden.
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Die
Dicke des Films des Intermediats betrug ungefähr 0,95 Mikrometer. 4 zeigt
eine optisches Mikroaufnahme des Films (750fache Vergrößerung), das
zeigt, dass der Film keine sichtbaren Risse oder Blasen hat.
-
Der
aufgeschlossene Film wurde dann wie in Beispiel I umgesetzt, um
einen YBa2Cu3O7-x-Film auszubilden.
-
Beispiel III
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Das
Beispiel II wurde wiederholt, außer dass statt Rotationsgeschwindigkeiten
von 2000 RPM 500 RPM und statt 4000 RPM 1000 RPM verwendet wurden.
Nach dem Aufschluss des Vorläuferfilms
war der Intermediat-Film ungefähr
1,4 Mikrometer dick. Der Film wurde wie in Beispiel I weiter umgesetzt,
um so einen YBa2Cu3O7-x-Film auszubilden. 5 zeigt
den θ-2θ-Durchlauf
einer Röntgenstrahlbeugung
eines YBa2Cu3O7-x-Films, der die wesentliche Ausbildung von
strukturiertem YBa2Cu3O7-x neben kleineren, nicht identifizierten
unreinen Phasen zeigt.
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Beispiel IV (keine Ausführungsform
der Erfindung)
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Eine
Vorläuferlösung wurde
wie folgt hergestellt. Ungefähr
1,98 Gramm Cu(CCl3CO2)2 xH2O wurden in
ungefähr
10 Millilitern Methanol gelöst.
Ungefähr
2,46 Gramm Y(CF3CO2)3 und ungefähr 1,20 Gramm Ba(CF3CO2)2 wurden
unter Rühren
hinzu gegeben. Die Lösung
wurde durch Abziehen des Lösungsmittels
unter Vakuum auf ungefähr
fünf Milliliter eingeengt.
Die eingeengte Lösung
war viskos und tiefblau.
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Die
eingeengte Vorläuferlösung wurde
mittels Spin-Coating auf die (100)-Oberfläche eines Einkristall-SrTiO3-Substrats, wie in Beispiel III beschrieben
ist, aufgebracht, außer,
dass statt Rotationsgeschwindigkeiten von 500 RPM 1000 RPM und statt 1000
RPM 2000 RPM verwendet wurden. Der Vorläuferfilm wurde dann, wie in
Beispiel I beschrieben, aufgeschlossen.
-
Nach
dem Aufschluss des Vorläuferfilms
war der Intermediat-Film ungefähr
drei bis ungefähr
vier Mikrometer dick und wies keine sichtbaren Defekte auf. Der
Intermediat-Film wurde wie in Beispiel I weiter umgesetzt, um so
einen YBa2Cu3O7-x-Film auszubilden. 6 zeigt
den θ-2θ-Durchlauf
einer Röntgenstrahlbeugung
eines YBa2Cu3O7-x-Films, der die wesentliche Ausbildung
von strukturiertem YBa2Cu3O7-x neben kleineren, nicht identifizierten
unreinen Phasen zeigt.
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Beispiel V (keine Ausführungsform der Erfindung)
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Das
Beispiel IV wurde wiederholt, außer dass statt Rotationsgeschwindigkeiten
von 1000 RPM 500 RPM und statt 2000 RPM 1000 RPM verwendet wurden.
Nach dem Aufschluss des Vorläuferfilms
war der Intermediat-Film mehr als ungefähr vier Mikrometer dick. Der
Intermediat-Film wurde wie in Beispiel I weiter umgesetzt, um so
einen YBa2CuO7-x-Film
auszubilden.
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Beispiel VI (keine Ausführungsform
der Erfindung)
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Eine
wie in Beispiel I hergestellte Vorläuferlösung wurde mittels Spin-Coating
auf ein mit CeO2 als Deckelschicht versehenes
YSZ-Einkristallsubstrat, wie in Beispiel I beschrieben ist, aufgebracht,
wobei jedoch statt Rotationsgeschwindigkeiten von 2000 RPM 1000
RPM und statt 4000 RPM 2000 RPM verwendet wurden. Der Vorläuferfilm
wurde aufgeschlossen, indem der Vorläufer bei 100°C unter einer Gasumgebung
mit einem Gesamtdruck von ungefähr 1013
hPa (760 Torr) (ungefähr
38,7 hPa (29 Torr) H2O und den Rest als
O2) in den Ofen eingeführt wurde. Der Ofen wurde mit
ungefähr
5°C pro
Minute auf 400°C
erhitzt und für
ungefähr
30 Minuten auf 400°C gehalten,
dann auf Raumtemperatur abgekühlt,
wobei sich ein Film aus einem Intermediat-Material ausbildete. 7 zeigt
eine optische Mikroaufnahme des Films aus dem Intermediat-Material
(750fache Vergrößerung),
das zeigt, dass der Film viele sichtbare Defekte enthält.
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Beispiel VII (keine Ausführungsform
der Erfindung)
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Eine
wie in Beispiel IV hergestellte Vorläuferlösung wurde mittels Spin-Coating
auf ein mit CeO2 als Deckelschicht versehenes
YSZ-Einkristallsubstrat, wie in Beispiel IV beschrieben ist, aufgebracht. Der
Vorläuferfilm
wurde aufgeschlossen, indem der Vorläufer bei 300 °C unter einer
Gasumgebung mit einem Gesamtdruck von ungefähr 1013 hPa (760 Torr) (ungefähr 38,7
hPa (29 Torr) H2O und den Rest als O2) in den Ofen eingeführt wurde. Der Ofen wurde mit
ungefähr
5°C pro
Minute auf 400°C
erhitzt und für ungefähr 30 Minuten
auf 400°C
gehalten, dann auf Raumtemperatur abgekühlt, wobei sich ein Film aus einem
Intermediat-Material ausbildete. 8 zeigt eine
optische Mikroaufnahme des Films aus dem Intermediat-Material (750fache
Vergrößerung),
das zeigt, dass der Film keine sichtbaren Defekte enthält.
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Beispiel VIII (keine Ausführungsform
der Erfindung)
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Eine
wie in Beispiel IV hergestellte Vorläuferlösung wurde mittels Spin-Coating
auf ein mit CeO2 als Deckelschicht versehenes
YSZ-Einkristallsubstrat, wie in Beispiel IV beschrieben ist, aufgebracht. Der
Vorläuferfilm
wurde aufgeschlossen, indem der Vorläufer bei 400°C unter der
in Beispiel VI beschrieben Gasumgebung in den Ofen eingeführt wurde.
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Der
Ofen wurde für
ungefähr
30 Minuten auf 400°C
gehalten, dann auf Raumtemperatur abgekühlt, wobei sich ein Film aus
einem Intermediat-Material ausbildete. 9 zeigt
eine optische Mikroaufnahme des Films aus dem Intermediat-Material (750fache
Vergrößerung),
das zeigt, dass der Film keine sichtbaren Defekte enthält.
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Beispiel IX (keine Ausführungsform
der Erfindung)
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Eine
Vorläuferlösung wurde
wie folgt hergestellt. Ungefähr
fünf Gramm
Trichloressigsäure (CCl3CO2)H wurden in
ungefähr
fünf Milliliter
Methanol gelöst.
Ungefähr
1,974 Gramm Cu(O2C-CH3)2 2H2O, ungefähr 1,022
Gramm Ba(O2C-CH3)2 und ungefähr 0,6762 Gramm Y(O2C-CH3)3 4H2O wurden nacheinander zu der Mischung aus
Trichloracetat und Methanol gegeben. Die Mischung wurde dann unter
Vakuum getrocknet und drei Gramm des getrockneten Feststoffs wurden
in ungefähr
fünf Millilitern
Methanol gelöst,
um so die Vorläuferlösung zu erhalten.
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Die
Vorläuferlösung wurde
mittels Spin-Coating auf ein mit CeO2 als
Deckelschicht versehenes YSZ-Einkristallsubstrat, wie in Beispiel
IV beschrieben ist, aufgebracht. Der Vorläuferfilm wurde dann, wie in
Beispiel I beschrieben ist, aufgeschlossen, um so einen Film aus
einem Intermediat-Material auszubilden. 10 zeigt
eine optische Mikroaufnahme des Films aus dem Intermediat-Material
(37fache Vergrößerung),
das zeigt, dass der Film keine sichtbaren Defekte enthält.
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Beispiel X
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Eine
Vorläuferlösung wurde
wie folgt hergestellt.
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Ungefähr 8,55
Gramm Y(CF3CO2)3 und ungefähr 14,5321 Gramm Ba(CF3CO2)2 wurden
in ungefähr
50 Milliliter Methanol gelöst,
um eine Lösung auszubilden.
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Eine
weitere Lösung
wurde wie folgt hergestellt. Ungefähr 11,98 Gramm Cu(CH3CO2)2 H2O wurden in ungefähr 10 Milliliter Methanol verteilt
und unter Rückfluss
für ungefähr 10 Minuten
erhitzt. Dann wurden ungefähr
20 Milliliter C2H5COOH
zugetropft und unter Rückfluss
30 Minuten lang gekocht, worauf ein Abkühlen auf ungefähr Raumtemperatur
erfolgte.
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Die
obigen zwei Lösungen
wurden zusammen unter 10-minütigem
Rühren
vermischt und dann durch Abziehen des Lösungsmittels unter Vakuum auf
ungefähr
50 Milliliter eingeengt.
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Die
resultierende eingeengte Lösung
wurde mittels Spin-Coating unter Verwenden der in Beispiel I beschriebenen
Parameter für
das Spin-Coating auf ein mit CeO2 als Deckelschicht
versehenes YSZ-Einkristallsubstrat aufgebracht.
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Die
beschichtete Probe wurde wie folgt aufgeschlossen. Die Probe wurde
in den Ofen eingeführt,
indem sie, wie in Beispiel I beschrieben, bei ungefähr 200°C unter einer
nominalen Gasumgebung mit einem Gesamtdruck von ungefähr 1013
hPa (760 Torr) (ungefähr
22,67 hPa (17 Torr) H2O und der Rest als
Sauerstoff) in den Ofen eingeführt
wurde. Dann wurde der Ofen mit einer Geschwindigkeit von ungefähr 1°C pro Minute
auf ungefähr
250°C erhitzt.
Die Probe wurde mit einer Geschwindigkeit von ungefähr 10°C pro Minute
(in der gleichen nominalen Gasumgebung) weiter auf ungefähr 400°C erhitzt
und dann (in der gleichen nominalen Gasumgebung) auf Raumtemperatur
abgekühlt,
um so einen Film aus einem Intermediat-Material auszubilden.
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Nach
dem Aufschluss wurde der Intermediat-Film, wie in Beispiel I beschrieben
ist, weiter umgesetzt, um so eine YBa2Cu3O7-x-Schicht auszubilden. 11 zeigt
den θ-2θ-Durchlauf einer Röntgenstrahlbeugung
der YBa2Cu3O7-x-Schicht, der die Ausbildung einer hochqualitativen,
(001)-strukturiertem YBa2Cu3O7-x-Schicht, die ungefähr 0,41 Mikrometer dick ist,
zeigt. Die YBa2Cu3O7-x-Schicht hat bei 77 K (Selbstfeld) eine
kritische Stromdichte von ungefähr 4,2 × 106 Ampere pro Quadratzentimeter.
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Beispiel XI
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Eine
eingeengte Vorläuferlösung wurde,
wie in Beispiel X beschrieben ist, hergestellt. Die eingeengte Vorläuferlösung wurde
mittels Spin-Coating unter Verwenden der in Beispiel I beschriebenen
Parameter für
das Spin-Coating, außer
dass statt Rotationsgeschwindigkeiten von 2000 RPM 1500 RPM und
statt 4000 RPM 3000 RPM verwendet wurden, auf ein mit CeO2 als Deckelschicht versehenes YSZ-Einkristallsubstrat,
aufgebracht. Der mittels Spin-Coating
aufgetragene Film wurde, wie in Beispiel X beschrieben ist, aufgeschlossen
und der Intermediat-Film wurde, wie in Beispiel I beschrieben ist,
weiter umgesetzt. Die resultierende Schicht bestand aus (001)-strukturiertem
YBa2Cu3O7-x und war ungefähr 0,5 Mikrometer dick. Die YBa2Cu3O7-x-Schicht
hatte bei 77 K (Selbstfeld) eine kritische Stromdichte von ungefähr 3,2 × 106 Ampere pro Quadratzentimeter.
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Beispiel XII
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Eine
Vorläuferlösung wurde
wie folgt hergestellt.
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Eine
erste Lösung
wurde ausgebildet, indem ungefähr
1,35 Gramm Y(CH3CO2)3 4H2O in ungefähr 10 Milliliter
Methanol verteilt wurden. Ungefähr
fünf Milliliter
C2H5COOH und ungefähr drei
Milliliter NH4OH wurden dazugegeben, wobei
solange gerührt wurde,
bis die Lösung
klar wurde.
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Eine
zweite Lösung
wurde ausgebildet, indem ungefähr
2,9 Gramm Ba(CF3CO2)2 in ungefähr 10 Milliliter CH3OH gelöst
wurden.
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Eine
dritte Lösung
wurde ausgebildet, indem ungefähr
2,4 Gramm Cu(CH3CO2)2 H2O in ungefähr 10 ml
Methanol verteilt wurden. Ungefähr
fünf Milliliter
C2H5COOH und ungefähr drei
Milliliter NH4OH wurden solange zugetropft,
bis die Lösung
klar wurde.
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Die
obigen drei Lösungen
wurden zusammen unter 10-minütigem
Rühren
vermischt und dann durch Abziehen des Lösungsmittels unter Vakuum auf
ungefähr
10 Milliliter eingeengt.
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Die
resultierende eingeengte Lösung
wurde mittels Spin-Coating unter Verwenden der in Beispiel I beschriebenen
Parameter für
das Spin-Coating auf ein mit CeO2 als Deckelschicht
versehenes YSZ-Einkristallsubstrat aufgebracht. Der beschichtete
Film wurde, wie in Beispiel X beschrieben ist, aufgeschlossen. Nach
dem Aufschluss wurde der Intermediat-Film, wie in Beispiel I beschrieben
ist, weiter umgesetzt, um so eine YBa2Cu3O7-x-Schicht auszubilden. 12 zeigt
den θ-2θ-Durchlauf
einer Röntgenstrahlbeugung
der YBa2Cu3O7-x-Schicht. Die YBa2Cu3O7-x-Schicht besaß eine (001)-Strukturierung
von hoher Qualität
und war ungefähr
0,3 Mikrometer dick. Die YBa2Cu3O7-x-Schicht hatte bei 77 K (Selbstfeld) eine
kritische Stromdichte von ungefähr 4,8 × 106 Ampere pro Quadratzentimeter.
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Beispiel XIII
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Eine
Vorläuferlösung wurde
wie folgt hergestellt. Ungefähr
8,55 Gramm Y(CF3CO2)3, ungefähr 14,53
Gramm Ba(CF3CO2)2 und ungefähr 12,87 Gramm Cu(CH5CO2)2 wurden
in ungefähr
60 Milliliter Methanol gelöst.
Die Lösung
wurde dann durch Abziehen des Lösungsmittels
unter Vakuum auf ungefähr
50 Milliliter eingeengt.
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Die
eingeengte Vorläuferlösung wurde
mittels Spin-Coating unter Verwenden der in Beispiel I beschriebenen
Parameter für
das Spin-Coating auf ein mit CeO2 als Deckelschicht
versehenes YSZ-Einkristallsubstrat aufgebracht. Der beschichtete
Film wurde, wie in Beispiel X beschrieben ist, aufgeschlossen. Nach
dem Aufschluss wurde der Intermediat-Film, wie in Beispiel I beschrieben
ist, weiter umgesetzt, um so eine YBa2Cu3O7-x-Schicht auszubilden. 13 zeigt
den θ-2θ-Durchlauf
einer Röntgenstrahlbeugung
der YBa2Cu3O7-x-Schicht. Die YBa2Cu3O7-x-Schicht besaß eine (001)-Strukturierung
von hoher Qualität
und war ungefähr
0,8 Mikrometer dick. Die YBa2Cu3O7-x-Schicht hatte bei 77 K (Selbstfeld) eine
kritische Stromdichte von ungefähr 3,8 × 106 Ampere pro Quadratzentimeter und einen kritischen
Strom von ungefähr
300 Ampere pro Zentimeter Breite.
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Beispiel XIV
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Eine
Vorläuferlösung wurde,
wie in Beispiel XIII beschrieben ist, hergestellt. Die Vorläuferlösung wurde
auf einer fortlaufenden Länge
eines Metallbandsubstrats unter Verwenden einer Beschichtungsvorrichtung
mit Schlitzdüse
abgeschieden.
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Das
Metallbandsubstrat wurde aus vier Schichten ausgebildet. Die erste
Schicht war unter Verformung strukturiertes Nickel mit einer Dicke
von ungefähr
50 Mikrometern und einer Dicke von ungefähr 10 Millimetern. Eine ungefähr 50 Nanometer
dicke, epitaxiale Schicht aus Gd2O3 wurde auf die strukturierte Oberfläche des
Nickels aufgebracht. Eine ungefähr
250 Nanometer dicke, epitaxiale Schicht aus YSZ wurde auf die Gd2O3-Schicht aufgebracht.
Eine ungefähr
24 Nanometer dicke, epitaxiale Schicht aus CeO2-Schicht
wurde auf die YSZ-Schicht aufgebracht.
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Der
Vorläuferfilm
wurde in einer ungefähr 14,67
hPa (11 Torr) H2O und den Rest als Stickstoff (Gesamtdruck
von ungefähr
1013 hPa (760 Torr)) enthaltenden Atmosphäre abgeschieden.
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Der
aufgebrachte Vorläuferfilm
wurde aufgeschlossen, indem das beschichtete Band durch einen Rohrofen
mit einem Durchmesser von ungefähr
6,35 cm (2,5 Inch) transportiert wurde. Der Rohrofen hatte Temperatur-
und Gasumgebungsgradienten. Die Probe wurde mit einer solchen Transportgeschwindigkeit
durch den Rohrofen geleitet, dass die Verarbeitung der Probe (d.h.
die Temperaturen und Gasumgebungen, denen die Probe während der
Verarbeitung ausgesetzt war) im Wesentlichen derjenigen, die in
Beispiel X beschrieben ist, glich.
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Der
resultierende YBa2Cu3O7-x-Film war ungefähr 0,8 Mikrometer dick und
hatte keine sichtbaren Defekte.
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Obwohl
hierin bestimmte Ausführungsformen
beschrieben wurden, ist die Erfindung nicht auf diese Ausführungsformen
beschränkt.
Andere Ausführungsformen
sind in den Ansprüchen
zu finden.