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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung
eines Formteils, hergestellt aus einem Stahlblechteil, beispielsweise
ein Karosserieblechteil oder einem Strukturteil für eine Karosserie von
Fahrzeugen wie etwa von Kraftfahrzeugen.
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Wie
allgemein bekannt ist, besteht auf dem Gebiet von Fahrzeugen wie
Kraftfahrzeugen und dergleichen zusätzlich zu der Nachfrage nach
einer Verbesserung der Wirtschaftlichkeit beim Betrieb des Fahrzeugs seit
einiger Zeit auch eine starke Nachfrage nach einer Verbesserung
der Kraftstoffsparsamkeit im Hinblick auf Umweltprobleme. Insbesondere
besteht die Forderung nach einem noch stärker reduzierten Gewicht der
Karosserie, die einen Großteil
des Fahrzeuggewichts ausmacht. Andererseits ist es zur Aufrechterhaltung
und Verbesserung des Passagierschutzes im Falle eines Zusammenstoßes des
Fahrzeugs erforderlich, eine Karosseriestärke und -steifigkeit zu gewährleisten,
die über
einem gewissen Niveau liegt.
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Wie
vorstehend beschrieben, ist es bei einer Kraftfahrzeugkarosserie
erforderlich, gleichzeitig eine Gewährleistung der Karosseriefestigkeit
und der Karosseriesteifigkeit zur Verbesserung der Sicherheit im
Falle eines Zusammenstoßes
sowie eine Gewichtsreduzierung zur Verbesserung der Kraftstoffsparsamkeit
zu erreichen.
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Es
ist in der Technik wohl bekannt, daß es zur Verbesserung des Passagierschutzes
im Falle eines Zusammenstoßes
des Fahrzeugs erforderlich ist, die Festigkeit des Stahlblechs selbst,
das zum Bilden eines Karosserieblechteils und eines Strukturteils
der Karosserie verwendet wird, zu erhöhen oder die Strukturstabilität durch
eine Vergrößerung der
Dicke des Stahlblechs oder durch Bereitstellen eines zusätzlichen
Verstärkungsteils
zu verbessern.
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Von
diesen Ansätzen
läßt sich
das letztere (Verstärkung
der Struktur) jedoch prinzipiell schwer übernehmen, da eine Vergrößerung der
Dicke des Stahlblechs und die zusätzliche Bereitstellung eines
Verstärkungsteils
notwendigerweise eine Erhöhung
des Karosseriegewichts zur Folge haben.
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Wie
bei dem ersten Ansatz (Erhöhung
der Festigkeit des Stahlblechs selbst) ist andererseits bekannt, daß gewöhnlich nur
Stahlbleche von Klassen mit einer Zugfestigkeit von bis zu 440 MPa
(sogenanntes 440-MPa-Stahlblech, dessen Mindestwert der Zugfestigkeit
in der Spezifikation 440 MPa beträgt, wobei die Zugfestigkeit
tatsächlich
in dem Bereich von etwa 440 bis 550 MPa liegt) verwendet werden
können,
da die Gewährleistung
der plastischen Verformbarkeit des Stahlblechs durch Prellformen
und dergleichen eingeschränkt
ist, und daß sich
Stahlbleche mit größerer Festigkeit äußerst schwer
formen lassen.
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In
dem Fall des obigen Zugfestigkeitsbereichs (etwa 500 MPa oder weniger),
ist es jedoch auch bei dem Versuch, die Dicke unter Verwendung eines
Stahlblechs mit großer
Festigkeit zu reduzieren, schwierig, eine ausreichende Wirkung hinsichtlich
der Reduktion des Karosseriegewichts und der Produktionskosten zu erzielen.
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Als
eine Art der Wärmebehandlung
von Stahlmaterialien ist übrigens
allgemein bekannt, daß es
möglich
ist, durch Aussetzen eines Stahlmaterials, enthaltend ein Nitridbildungselement
(sogenannter Nitridbildungsstahl), einem gewissen Maß an Wärmebehandlung
(Nitridierungsbehandlung), ein Stahlteil mit einem weichen Inneren
und mit einer äußerst großen Härte in dem
Oberflächenteil
und der Umgebung zu erhalten.
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Diese
Nitridierungsbehandlung zielt im wesentlichen auf eine Verbesserung
der Abriebbeständigkeit des
Oberflächenteils,
während
die Erhöhung
der inneren Härte
des Teils beschränkt
und die Zähigkeit
gewährleistet
wird, und ist nicht dafür
bestimmt, die Festigkeit des ganzen Teils zu verbessern. In letzter
Zeit ist allerdings im Hinblick darauf, daß gleichzeitig sowohl ein reduziertes
Gewicht als auch die Festigkeit/Steifigkeit der Fahrzeugkarosserie
gewährleistet
werden soll, erwägt
worden, Oberflächenwärmebehandlungstechniken,
einschließlich
Nitridierungsbehandlung, auf Strukturteile und Verstärkungsteile
für Kraftfahrzeuge
anzuwenden. Beispielsweise offenbart die ungeprüfte japanische Offenlegungsschrift
HEI 11-279685, daß zum
Zweck der Herstellung eines Preßformteils
mit großer
Festigkeit, das eine ausgezeichnete Stoßabsorptionsfähigkeit
und eine ausreichende Maßgenauigkeit
sowie niedrige Produktionskosten aufweist, ein Nitridbildungsstahlblech mit
einer speziellen Zusammensetzung nach der Preßarbeit einer Nitridierungsbehandlung
unterzogen wird.
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Bei
dem obigen Stand der Technik ist jedoch auch bei der Bemühung, die
Festigkeit des Stahlblechs selbst zu verbessern und dabei die Preßformbarkeit
dadurch zu gewährleisten,
daß das
Nitridbildungsstahlblech nach dem Preßformen einer Nitridierungsbehandlung
unterzogen wird, in der Praxis die nach der Nitridierungsbehandlung
erhaltene Festigkeit (Zugfestigkeit), welche maximal etwa 700 MPa
beträgt,
noch nicht ausreichend, und daher war es nicht möglich, eine wesentliche Wirkung
hinsichtlich der Reduktion des Karosseriegewichts und der Produktionskosten
zu erhalten.
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Wenn
die Strukturstabilität
durch eine Vergrößerung der
Dicke des Stahlblechs, das zum Bilden des Karosserieblechteils und
des Strukturteils zum Verbessern des Passagierschutzes bei einem
Zusammenstoß des
Fahrzeugs verwendet wird, verbessert wird, ist es im Hinblick auf
eine Reduktion des Karosseriegewichts und der Produktionskosten übrigens
nicht bevorzugt, die Blechdicke solcher Karosserieteile und Strukturteile, bei
denen der Beitrag zur Steifigkeit der ganzen Karosserie relativ
gering ist, zu vergrößern.
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Es
ist daher nicht ungewöhnlich,
daß es
erwünscht
ist, einen Abschnitt mit anderen Eigenschaften als andere Abschnitte
in einem Karosserieblechteil und einem Strukturteil, die ursprünglich als
ein einteiliges Preßformteil
erhalten werden sollten, bereitzustellen.
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In
bezug auf diesen Bedarf ist ein sogenanntes Tailored-Blanks-Verfahren
als ein Verfahren zum Bilden eines Anteils mit anderen Eigenschaften
als andere Anteile in einem einteiligen Teil bekannt. Das Tailored-Blanks-Verfahren
soll durch Schweißen
und dergleichen Rohlingmaterialien (Blechteile) mit unterschiedlichen
Eigenschaften hinsichtlich einer vorbestimmten Spezifikation (wie
Blechdicke und/oder Wärmebehandlungseigenschaften)
verbinden, wodurch ein einteiliges Blechteil (Vorform) erhalten
wird, und danach das plastische Verformen wie Preßformen
durchführen,
wodurch ein fertiges Formteil erhalten wird.
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Durch
ein solches Verfahren ist es möglich,
ein Formteil mit einem darin enthaltenen Anteil, dessen Eigenschaften
sich von anderen Anteilen hinsichtlich einer vorbestimmten Spezifikation
gemäß den Eigenschaften
des Rohlingmaterials unterscheiden, zu erhalten, während allgemein
der Nutzen des Blechmaterials verbessert wird.
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Es
ist daher möglich,
durch die Anwendung des Tailored-Blanks-Verfahrens auf die Produktion
der Karosserien von Kraftfahrzeugen den Nutzen des Stahlblechmaterials
zu verbessern und einem Anteil mit anderen Eigenschaften als die
anderen Anteile in einem einteiligen Teil, das einen Abschnitt der
Fahrzeugkarosserie ausmacht, zu bilden. Es ist somit ebenfalls möglich, das
optimale Material für
das Stahlblechmaterial, die Blechdicke, Wärmebehandlung, Oberflächenbehandlung
und dergleichen unter Berücksichtigung
der erforderlichen Eigenschaften (beispielsweise Festigkeit, Steifigkeit,
Korrosionsbeständigkeit
und dergleichen) und der Wirkung der Reduktion des Karosseriegewichts
und der Produktionskosten zu bestimmen.
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Bisher
ist die Anwendung des Verfahrens jedoch dann, wenn ein Formteil,
welches einen Anteil mit größerer Festigkeit
als andere Anteile, aufweist, durch Anwendung des Tailored-Blanks-Verfahrens
gebildet werden soll, auf einen bestimmten Bereich beschränkt, da
im Hinblick auf die Aufrechterhaltung der Preßformbarkeit des Stahlblechs,
wie oben beschrieben, nur das Stahlblech, dessen Zugfestigkeit bis
zu etwa 440 MPa beträgt,
verwendet werden kann. Es ist daher schwierig, eine ausreichende
Wirkung der Reduktion des Karosseriegewichts und der Produktionskosten
zu erhalten.
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In
dem zugeschnittenen Tailored-Blanks-Verfahren wird nach dem Schweißen der
Rohlingmaterialien eine plastische Verformung durchgeführt. Daher
treten insbeson dere dann, wenn ein Rohlingmaterial mit hoher Zugfestigkeit
verwendet wird, gewöhnlich
Schäden
wie Risse an dem verbundenen Teil auf, da sich die mechanischen
Eigenschaften des Rohlingmaterials wesentlich von denen des anderen
Rohlingmaterials unterscheiden. Das kann ein Hauptfaktor sein, der
die Anwendung des Verfahrens einschränkt.
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Als
eines der Verfahren zur Verstärkung
eines Formteils, beispielsweise eines Rahmenteil, das in einer Karosserie
von Fahrzeugen wie Kraftfahrzeugen verwendet wird, ist es übrigens
bekannt, Schaummaterial (beispielsweise Schaumurethanharz) als ein
inneres Füllmaterial
in mindestens einen Teil des geschlossenen Abschnitts eines Formteils
zu füllen.
Dadurch ist es möglich,
die Festigkeit, die Steifigkeit und die Energieabsorptionseigenschaften
für die
Stoßbelastung
zu verbessern, ohne eine starke Vergrößerung des Gewichts, wie in
Fällen,
wo die Blechdicke des Formteils vergrößert wird oder eine Verstärkung durchgeführt wird.
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Im
Fall einer Verbesserung der Festigkeit, der Steifigkeit und der
Energieabsorptionseigenschaften des Formteils durch Füllen von
Füllmaterial
in dessen geschlossenen Abschnitt ist es bekannt, daß die Verstärkungswirkung
nicht nur in Abhängigkeit
von der Art des Füllmaterials,
dessen mechanischen Eigenschaften und der Art, wie das Füllmaterial
in den Abschnitt des Formteils gefüllt wird, sondern ebenso in
Abhängigkeit
von der Konfiguration, wie das Füllmaterial
in dem Abschnitt des Formteils gehalten und/oder fixiert wird, schwankt.
Beispielsweise wird bei Vorliegen eines bestimmten Niveaus oder
weniger der Scherhaftfestigkeit des Fixierteils des Füllmaterials
in dem Formteil die Haltbarkeit des Formteils, von dem ein Teil
durch Füllmaterial
verstärkt
wird, wesentlich reduziert.
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Bisher
bestand daher das Fixierverfahren beispielsweise darin, daß Haftbindungen
auf die innere Oberfläche
des Blechteils, das ein Formteil darstellt, aufgebracht wurden und
das Füllmaterial
durch eine Haftschicht an dem Formteil fixiert wurde. Dieses Verfahren
ist jedoch zum Verbessern der Produktivität des verstärkten Formteils nachteilig,
da ein zusätzlicher
Schritt zum Aufbringen der Haftbindung nötig ist, und zum Trocknen des
Haftmittels, das auf das Blechmaterial des Formteils aufgebracht
ist, viel Zeit benötigt
wird.
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Andererseits
kann in Erwägung
gezogen werden, ein vorbestimmtes Schaumfüllmaterial als Füllmaterial
zu verwenden und das Füllmaterial
auf der inneren Oberfläche
des Formteils durch das Haftvermögen
des Schaumfüllmaterials
selbst zu fixieren. Es ist jedoch schwierig, einen erforderlichen
Wert des Haftvermögens beständig zu
erreichen.
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Ein
sogenanntes Hydroform-Verfahren ist übrigens allgemein als ein Form-Verfahren
zum Bilden eines Metallteils bekannt. Das Verfahren umfaßt die folgenden
Schritte: das Bilden einer Vorform mit einer Form, die der Endform
des Formteils in etwa ähnelt,
durch Bilden eines Metallteils mit einem geschlossenen Abschnitt; das
Legen der Vorform in eine vorbestimmten Preßform; und das Umformen der
Vorform in ihre Endform entsprechend der Form der Preßform, indem
dem geschlossenen Abschnitt Druckflüssigkeit zum Ausüben eines inneren
Drucks in dem geschlossenen Abschnitt der Vorform zugeführt wird.
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Durch
die Anwendung des Hydroform-Verfahrens ist es möglich, ein Formteil mit einer
relativ komplexen Form in einem Stück zu bilden, ohne eine Vielzahl
an Teilen zusammenzubauen und sie zu verbinden. Dadurch ist es möglich, die
Produktionskosten durch eine Reduktion der Anzahl der Teile und
die Beseitigung von Arbeitsschritten zu reduzieren.
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In
dem Hydroform-Verfahren kann ein Rohrteil wie ein Stahlrohr, das
einteilig durch Ziehen gebildet ist, als ein Metallteil verwendet
werden, das dem Verfahren unterzogen wird. Wenn die Dicke im Vergleich
zu dem Durchmesser relativ dünn
ist, kann ebenfalls ein Rohrformteil, erhalten durch Walzen eines
Stahlblechs und Schweißen
des Walzstahlteils, als Metallteil verwendet werden, das dem Hydroform-Verfahren
unterzogen wird.
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Bisher
ist jedoch dann, wenn ein Stahlformteil mit hoher Festigkeit durch
die Anwendung des Hydroform-Verfahrens gebildet werden soll, die
Anwendung des Verfahrens auf einen bestimmten Bereich beschränkt, da
im Hinblick auf die Aufrechterhaltung der Preßformbarkeit des vorstehend
beschriebenen Stahlblechs nur das Stahl blech, dessen Zugfestigkeit
bis zu etwa 440 MPa beträgt,
verwendet werden kann. Es ist daher schwierig, eine ausreichende
Wirkung hinsichtlich einer Reduktion des Formteilgewichts und der
Produktionskosten zu erreichen.
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Es
ist außerdem
nicht unüblich,
daß hinsichtlich
des Formteils, das durch das Hdroform-Verfahren erhalten wird, nur
eine Verstärkung
eines bestimmten Bereichs erforderlich ist. Um einen solchen Bedarf
zu befriedigen, ist es daher erwünscht,
eine teilweise Verstärkung
zuverlässig
und leicht durchzuführen.
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US-A-3,847,682 beschreibt
einen Tiefziehstahl, der durch eine Legierungs-Stickstoff-Fällungs-Verstärkung auf
eine minimale durchschnittliche Dehngrenze von 50 ksi verstärkt ist.
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US-A-3,887,362 beschreibt
nitridierbare Stähle,
die zum Bilden von Teilen durch Formverfahren unter starker Kälte verwendet
werden können,
wobei danach die so gebildeten Teile durch Nitridieren gehärtet werden
können,
damit sie eine große
Oberflächenhärte aufweisen.
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Im
Hinblick auf die obigen Angaben ist ein wesentlicher Gegenstand
der Erfindung, dann, wenn ein Formteil eines Stahlblechteils mit
hoher Festigkeit durch die Durchführung einer Nitridierungsbehandlung
nach der plastischen Verformung unter Verwendung eines Stahlblechmaterials
erhalten wird, ein Formteil mit einer ausreichend hohen Festigkeit
nach der Nitridierungsbehandlung sicher zu erhalten, während die
plastische Formbarkeit eines Stahlblechs gewährleistet ist.
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Es
ist ebenfalls ein Gegenstand der Erfindung, ein Formteil mit einem
Anteil ausreichend hoher Festigkeit im Vergleich zu der Festigkeit
der anderen Anteile sicher zu erhalten und gleichzeitig den Nutzen
des Stahlblechmaterials zu verbessern.
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Es
ist außerdem
ein Gegenstand der Erfindung, das Schaummaterial an dem Formteil
in einer relativ einfachen Konfiguration zu fixieren und eine große Verstärkungswirkung
durch das Befüllen
mit Schaum bei der Verstärkung
des Formteils durch die Befüllung
mit Schaum zu erhalten.
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Es
ist außerdem
ein Gegenstand der Erfindung, zuverlässig ein Formteil mit ausreichend
hoher Festigkeit zu erhalten und es zu ermöglichen, daß sich eine teilweise Verstärkung zuverlässig und
leicht durchführen
läßt.
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Die
Lösung
des obigen technischen Problems wird durch die Bereitstellung des
Gegenstands, der in den Ansprüchen
erläutert
wird, erreicht. Insbesondere wird ein Verfahren zur Herstellung
eines fertigen Formteils (30, 50, 50', 60, 70, 80),
hergestellt aus einem Stahlblech, umfassend die folgenden Schritte
bereitgestellt:
Herstellen eines Stahlblechmaterials, welches
eine Zugfestigkeit von 500 MPa oder weniger aufweist und ein Nitridierungs-
bzw. Nitridbildungselement (im folgenden als Nitridbildungselement
bezeichnet) enthält,
Bilden
eines intermediären
Formteils (30')
mit einer vorbestimmten Form durch Durchführen einer plastischen Verformung
an dem Stahlblechmaterial, wobei das Formen des fertigen Formteils
(30, 50, 50', 60, 70, 80)
mit einer vorbestimmten Form durch ein Verfahren durchgeführt wird,
umfassend die Schritte:
Herstellen eins ersten Rohlingmaterials
und eines zweiten Rohlingmaterials mit unterschiedlichen Eigenschaften
zur Steigerung der Zugfestigkeit aufgrund einer Nitridierungsbehandlung,
wobei die Nitridierungsbehandlung die Zugfestigkeit von einem der
Rohlingmaterialien mehr als die des anderen steigert, als die Stahlblechmaterialien,
Bilden einer Vorform durch Verbinden dieser Rohlingmaterialien und
Durchführen einer
plastischen Verformung an der Vorform, um ein intermediäres Formteil
(30') mit
einer vorbestimmten Form zu bilden, und
Durchführen einer
Nitridierungsbehandlung an dem intermediären Formteil (30'), so daß eine durchschnittliche Härte in der
Blechdickenrichtung des resultierenden Stahlblechteils Hv 300 oder
mehr in Vickers Härte
beträgt, wobei
der Unterschied in der Härte
zwischen dem Oberflächenteil
und dem inneren Zentralteil in der Dickenrichtung des Stahlblechteils
des fertigen Formteils (30, 50, 50', 60, 70, 80)
Hv 200 oder weniger in Vickers Härte
beträgt,
wobei die Zugfestigkeit des Stahlblechs nach Nitridierungsbehandlung
1000 MPa oder mehr beträgt.
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Wie
vorstehend beschrieben, unterscheidet sich allgemein die Wirkung
(insbesondere der wirtschaftliche Nutzen) in Abhängigkeit von der erreichten
Festigkeit des Stahlblechs, wenn eine Reduktion des Karosseriegewichts
und der Produktionskosten durch Verstärken des Stahlblechs selbst
erreicht werden sollen. Im Hinblick auf die obenerwähnten technischen
Probleme haben die Erfinder der vorliegenden Erfindung als Ergebnis
sorgfältiger
Untersuchungen festgestellt, daß sich
der erreichte wirtschaftliche Nutzen bei einer speziellen Zugfestigkeit
(etwa 1.000 MPa) als Grenzlinie signifikant unterscheidet, wie in 5 dargestellt
ist.
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Das
heißt,
es kann bei einer Zugfestigkeit des Stahlblechs von weniger als
etwa 1.000 MPa nur die Wirkung erreicht werden, daß die Blechdicke
des Stahlblechs der Karosserie in Übereinstimmung mit der Steigerung
der Zugfestigkeit dünner
geformt werden kann, aber bei einer Zugfestigkeit des Stahlblechs
von etwa 1.000 MPa oder mehr kann nicht nur die Blechdicke reduziert
werden, sondern es fällt
auch die Notwendigkeit eines Verstärkungsteils weg, so daß nicht
nur das Karosseriegewicht und die Materialkosten reduziert, sondern
auch die Kosten der Preßform
und des Montageverfahrens beseitigt werden können, was einen wesentlichen
wirtschaftlichen Nutzen zur Folge hat.
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Wenn
die Reduktion des Karosseriegewichts durch Verstärken des Stahlblechs selbst
(d. h. durch Reduzieren der Dicke des Stahlblechmaterials) erwogen
wird, so ist es im allgemeinen nicht bevorzugt, solche Karosserieteile
und Strukturteile, bei denen nicht nur die Festigkeit, sondern auch
die Steifigkeit in bezug auf die Karosseriestruktur gewährleistet
werden müssen
(mit anderen Worten der Beitrag hinsichtlich der Steifigkeit der
ganzen Karosserie hoch ist) als einen Gegenstand auszuwählen, der
zur Gewichtsreduktion dünner gemacht
werden soll, da selbst bei einer Gewährleistung der Festigkeit durch
ein Verstärken
des Stahlblechs selbst die reduzierte Blechdicke in bezug auf die
Gewährleistung
der Steifigkeit eine negative Wirkung aufweist. Es ist jedoch bevorzugt,
eine Anwendung dieser Maßnahme
für solche
Karosserieteile und Strukturteile in Erwägung zu ziehen, bei denen der
Beitrag in bezug auf die Steifigkeit der ganzen Karosserie relativ
gering ist und ein bestimmtes Maß an Festigkeit oder mehr erforderlich
ist.
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Die
Erfinder der vorliegenden Erfindung haben im Laufe der weitergeführten Untersuchung
und der Entwicklung hin zu einer Anwendung dieser Nitridierungsbehand lungstechnik
auf ein Stahlblech einer Fahrzeugkarosserie ferner festgestellt,
daß sich
die Härte
eines Stahlblechs, das einer Nitridierungsbehandlung unterzogen
wurde, auf verschiedene Weise in der Blechdickenrichtung entsprechend
dem Unterschied in dem Stahlblechmaterial selbst und einem Unterschied
in den Behandlungsbedingungen verteilt, aber es besteht eine hohe
Korrelation zwischen der durchschnittlichen Härte und der Zugfestigkeit,
so daß es
durch Einstellen der durchschnittlichen Härte in der Blechdickenrichtung
auf einen vorbestimmten Wert möglich
ist, eine erwünschte
Zugfestigkeit gemäß dem bereitgestellten
Wert zu erhalten. Außerdem
ist bei derselben durchschnittlichen Härte der Unterschied in der
Härte zwischen
dem Oberflächenteil
(Oberfläche
und Umgebung) und dem inneren Zentralteil des Blechmaterials um
so größer, je
geringer die Zugfestigkeit und die Dehnungseigenschaft sind, und
insbesondere fallen die Zugfestigkeit und Dehnungseigenschaft stark
ab, wenn der Unterschied in der Härte einen vorbestimmten Wert übersteigt.
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Die
Erfinder der vorliegenden Erfindung haben außerdem als Ergebnis sorgfältiger Untersuchungen der
Anwendung des Tailored-Blank-Verfahrens auf die Herstellung von
Kraftfahrzeugkarosserien festgestellt, daß, wie für die mechanischen Eigenschaften
des Rohlingmaterialien, die durch Schweißen und dergleichen verbunden
werden sollen, in dem Fall, wo der Unterschied in der Dehnungseigenschaft
vor dem Preßformen zwischen
den beiden Rohlingmaterialien auf einen bestimmten, kleinen Bereich
oder auf etwa das gleiche Niveau beschränkt ist, in dem verbundenen
Anteil nicht so leicht Schäden
wie Risse oder Brüche
auftreten können,
selbst wenn eine plastische Verformung nach dem Schweißen durchgeführt wird.
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Außerdem haben
die Erfinder der vorliegenden Erfindung festgestellt, daß dann,
wenn ein Stahlblechmaterial einer Wärmebehandlung (insbesondere
einer Nitridierungsbehandlung) unterzogen wird, eine intermetallische
Verbindung (im Fall einer Nitridierungsbehandlung Nitrid) mit mikroskopischer
Porosität
(als porös bezeichnet)
in der Oberfläche
und der Umgebung des Stahlblechs erzeugt wird, so daß es möglich ist,
viel bessere Hafteigenschaften als bei dem Stahlblech, das keiner
Wärmebehandlung
unterzogen wurde, zu erhalten.
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Die
Erfinder der vorliegenden Erfindung haben außerdem als Ergebnis sorgfältiger Untersuchungen der
Anwendung des Hydroform-Verfahrens auf die Herstellung eines Kraftfahrzeugkarosserieteils
festgestellt, daß das
Hydroform-Verfahren, nachdem ein Metallmaterial, welches vorbestimmte
Wärmebehandlungselemente
enthält,
durch das Hydroform-Verfahren gebildet und das Formteil einer vorbestimmten
Wärmebehandlung
unterzogen worden ist, ohne Probleme durchgeführt werden kann, und es dabei
gleichzeitig möglich
ist, ein Formteil mit ausreichend hoher Festigkeit zu erhalten und
eine teilweise Verstärkung
leicht durchzuführen.
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Im
Hinblick auf das oben Dargestellte umfaßt ein Verfahren zur Herstellung
eines Formteils, hergestellt aus einem Stahlblechteil gemäß einem
ersten Aspekts der vorliegenden Erfindung die Schritte: Herstellen
eines Stahlblechmaterials, welches eine Zugfestigkeit von 500 MPa
oder weniger aufweist und ein Nitridbildungselement enthält, Bilden
eines Formteils mit einer vorbestimmten Form durch Durchführen einer
plastischen Verformung an dem Stahlblechmaterial, und Durchführen einer
Nitridierungsbehandlung an dem Formteil, so daß eine durchschnittliche Härte in der
Blechdickenrichtung des resultierenden Stahlblechteils Hv 300 oder
mehr in Vickers-Härte
beträgt.
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Die
Obergrenze der Zugfestigkeit des Stahlblechteils wurde auf 500 MPa
festgelegt, da, wenn die Zugfestigkeit diesen Wert überschreitet,
die plastische Verformbarkeit bei einem Preßformen stark gemindert ist, so
daß es
schwierig ist, eine plastische Verformung durchzuführen. Es
sollte beachtet werden, daß ein
im Handel erhältliches,
sogenanntes 440 MPa-Stahlblech, bei dem die Untergrenze der Zugfestigkeit
in der Spezifikation 440 MPa beträgt, tatsächlich eine Zugfestigkeit in
dem Bereich von etwa 440 MPa bis etwa 500 MPa aufweist. Außerdem wurde
die Untergrenze der durchschnittlichen Härte in der Blechdickenrichtung
des Stahlblechmaterials nach der Nitridierungsbehandlung auf Hv
300 festgelegt, da, wie oben beschrieben, zum Erhalt eines hinreichend
großen
wirtschaftlichen Nutzens, der dadurch erhalten wird, daß nicht
nur eine Reduktion der Blechdicke ermöglicht wird, sondern auch die
Notwendigkeit eines Verstärkungsteils
wegfällt,
sowie daß nicht
nur eine Reduktion des Karosseriegewichts und der Materialkosten
ermöglicht
wird, sondern auch die Notwendigkeit von Kosten, die beim Formen
und beim Aufbau entstehen, bei dem Teil wegfällt, die Zugfestigkeit des
Stahlblechs etwa 1.000 MPa oder mehr betragen muß und die durchschnittliche
Härte Hv
300 oder mehr betragen muß,
damit diese Zugfestigkeit erhalten werden kann.
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Gemäß dem Verfahren
zur Herstellung eines Formteils, hergestellt aus einem Stahlblechteil
gemäß dem ersten
Aspekt der vorliegenden Erfindung, ist es möglich, die plastische Verformbarkeit
zum Preßformen und
dergleichen vor der Nitridierungsbehandlung ausreichend zu gewährleisten,
da die Zugfestigkeit des Stahlblechmaterials 500 MP oder weniger
beträgt.
Außerdem
ist es möglich,
einen bedeutend großen
wirtschaftlichen Nutzen deshalb zu erhalten, daß die durchschnittliche Härte in der
Blechdickenrichtung des Stahlblechteils 300 Hv oder mehr und die
Zugfestigkeit des Stahlblechmaterials etwa 1.000 MPa oder mehr beträgt. Beispielsweise
können
bei dessen Anwendung auf ein Karosserieblechteil oder ein Strukturteil
für eine
Kraftfahrzeugkarosserie nicht nur die Blechdicke reduziert, sondern
auch die Notwendigkeit eines Verstärkungsteils beseitigt werden,
so daß nicht
nur das Karosseriegewicht und die Materialkosten, sondern auch die
Kosten, die beim Formen und beim Zusammenbau entstehen, reduziert
werden können,
was einen wesentlichen wirtschaftlichen Nutzen ergibt.
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In
einem zweiten Aspekt der Erfindung ist das Verfahren zur Herstellung
eines Formteils, hergestellt aus einem Stahlblech gemäß dem ersten
Aspekt, dadurch gekennzeichnet, daß das Stahlblechmaterial als
Nitridbildungselement eine vorbestimmte Menge von mindestens einem
Element von Titan (Ti), Niob (Nb), Bor (B), Vanadium (V) und Aluminium
(Al) enthält.
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Es
ist bevorzugt, daß der
Anteil an Titan (Ti) 0,14 Gew.-% oder mehr, der Anteil an Niob (Nb)
0,1 Gew.-% oder weniger, der Anteil an Bor (B) 0,005 Gew.-% oder
weniger, der Anteil an Vanadium (V) 0,1 Gew.-% oder weniger und
der Anteil an Aluminium (Al) 0,06 Gew.-% oder weniger beträgt.
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Gemäß dem zweiten
Aspekt der vorliegenden Erfindung kann im Grunde die gleiche Wirkung
wie bei dem ersten Aspekt erreicht werden. Insbesondere, da das
obige Stahlblechteil eine vorbestimmte Menge von mindestens einem
Element von Titan (Ti), Niob (Nb), Bor (B), Vanadium (V) und Aluminium
(Al) als Nitridbildungselement enthält, ist es möglich, den
Wärmebehandlungseffekt
durch die Nitridierungsbehandlung zuverlässig zu erhalten.
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Gemäß einem
dritten Aspekt der vorliegenden Erfindung, ist das Verfahren zur
Herstellung eines Formteils, hergestellt aus einem Stahlblech gemäß dem ersten
Aspekt, dadurch gekennzeichnet, daß der Unterschied in der Härte zwischen
dem Oberflächenteil
und dem inneren Zentralteil in der Dickenrichtung des Stahlblechteils
des Formteils Hv 200 oder weniger in Vickers-Härte beträgt.
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Die
Obergrenze des Unterschieds in der Härte zwischen dem Oberflächenteil
und dem inneren Zentralteil in der Blechdicke des Stahlblechteils
des Formteils wurde auf Hv 200 festgelegt, da, da wie oben beschrieben,
bei derselben durchschnittlichen Härte in der Blechdickenrichtung
die Zugfestigkeit und Dehnungseigenschaft desto niedriger sind,
je stärker
der Unterschied in der Härte
zwischen dem Oberflächenteil
(Oberfläche
und Umgebung) und dem inneren Zentralteil des Blechmaterials zunimmt,
wobei die Zugfestigkeit und Dehnungseigenschaft insbesondere dann
plötzlich
abnehmen, wenn der Unterschied in der Härte Hv 200 überschreitet.
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Gemäß dem dritten
Aspekt der vorliegenden Erfindung kann im Grunde die gleiche Wirkung
wie bei dem ersten Aspekt erreicht werden. Insbesondere, nehmen
aufgrund der Steigerung des Unterschieds in der Härte zwischen
dem Oberflächenteil
(Oberfläche
und Umgebung) und dem inneren Zentralteil des Stahlblechteils selbst
bei derselben durchschnittlichen Härte in der Blechdickenrichtung
die Zugfestigkeit und Dehnungseigenschaft ab; jedoch kann durch
Einstellen des Unterschieds in der Härte zwischen dem Oberflächenteil
und dem inneren Zentralteil in der Blechdickenrichtung des Stahlblechteils
des Formteils auf Hv 200 oder weniger verhindert werden, daß die Zugfestigkeit
und Dehnungseigenschaft plötzlich
abnehmen, wodurch eine stabilere Verstärkung erhalten werden kann.
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Außerdem ist
gemäß einem
vierten Aspekt der vorliegenden Erfindung das Verfahren zur Herstellung eines
Formteils, hergestellt aus einem Stahlblech gemäß dem ersten Aspekt dadurch
gekennzeichnet, daß nur ein
spezieller Bereich des Formteils durch die Nitridierungsbehandlung
verstärkt
wird und, wenn das Formteil biegeverformt wird, es sich an der Grenze
zwischen dem speziellen Bereich und dem nicht speziellen Bereich als
Ursprung verformt.
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Gemäß dem vierten
Aspekt der vorliegenden Erfindung kann im Grunde die gleiche Wirkung
wie bei dem ersten Aspekt erreicht werden. Insbesondere der Verformungsmodus
kann zur Zeit der Biegeverformung insbesondere deswegen ohne die
Notwendigkeit, ein anderes Teil wie ein Verbindungsteil, Teilverstärkungsteil und
dergleichen bereitzustellen, bei einem einteiligen Formteil nach
Wunsch kontrolliert werden, da nur der spezielle Bereich des Formteils
durch die Nitridierungsbehandlung verstärkt wird, so daß, wenn
das Formteil biegeverformt wird, es sich an der Grenze zwischen
dem speziellen Bereich und dem nicht speziellen Bereich als Verformungsursprung
verformt.
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Außerdem ist
gemäß einem
fünften
Aspekt der vorliegenden Erfindung das Verfahren zur Herstellung eines
Formteils, hergestellt aus einem Stahlblech gemäß dem vierten Aspekt dadurch
gekennzeichnet, daß vor
der Nitridierungsbehandlung eine Maskierungsbehandlung an dem Teil
durchgeführt
werden kann, das sich von dem speziellen Bereich des Formteils unterscheidet.
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Gemäß dem fünften Aspekt
der vorliegenden Erfindung kann im Grunde die gleiche Wirkung wie
bei dem vierten Aspekt erreicht werden. Insbesondere, da die Maskierungsbehandlung
an dem anderen Teil als dem speziellen Bereich des Formteils vor
der Nitridierungsbehandlung durchgeführt wird, ist es möglich, nur den
speziellen Bereich des Formteils zuverlässig und leicht durch die Nitridierungsbehandlung
zu verstärken.
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Außerdem ist
gemäß einem
sechsten Aspekt der vorliegenden Erfindung das Verfahren zur Herstellung
eines Formteils, hergestellt aus einem Stahlblech gemäß dem vierten
Aspekt, dadurch gekennzeichnet, daß die Nitridierungsbehandlung
dann durchgeführt
wird, wenn nur der spezielle Bereich des Formteils in ein Salzbad
eingetaucht wird.
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Gemäß dem sechsten
Aspekt der vorliegenden Erfindung kann im Grunde die gleiche Wirkung
wie bei dem vierten Aspekt erreicht werden. Insbesondere, da die
Nitridierungsbehandlung dann durchgeführt wird, wenn nur der spezielle
Bereich des Formteils in ein Salzbad eingetaucht wird, ist es möglich, nur
den spezielle Bereich des Formteils zuverlässig durch die Nitridierungsbehandlung
zu verstärken
ohne die Notwendigkeit, ein anderes Verfahren bereitzustellen.
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Außerdem ist
gemäß einem
siebenten Aspekt der vorliegenden Erfindung das Verfahren zur Herstellung
eines Formteils, hergestellt aus einem Stahlblech gemäß dem ersten
Aspekt dadurch gekennzeichnet, daß das Bilden des Formteils
mit einer vorbestimmten Form durch ein Verfahren durchgeführt wird,
umfassend die Schritte: Herstellen eines ersten Rohlingmaterials
und eines zweiten Rohlingmaterials mit unterschiedlichen Eigenschaften
gemäß einer
vorbestimmten Spezifikation als die Stahlblechmaterialien, Bilden
einer Vorform durch Verbinden dieser Rohlingmaterialien und Durchführen einer
plastischen Verformung an der Vorform, um ein Formteil mit einer
vorbestimmten Form zu erhalten.
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Gemäß dem siebenten
Aspekt der vorliegenden Erfindung kann im Grunde die gleiche Wirkung
wie bei dem ersten Aspekt erreicht werden. Insbesondere, da nach
der plastischen Verformung der Vorform, welche durch Verbinden des
ersten Rohlingmaterials mit dem zweiten Rohlingmaterial mit unterschiedlichen
Eigenschaften gemäß einer
vorbestimmten Spezifikation gebildet wurde, ein spezieller Teil
des Formteils, welcher durch die plastische Verformung erhalten
wurde, durch die Nitridierungsbehandlung gehärtet wird, ist es möglich, die
plastische Verformbarkeit vor der Wärmebehandlung ausreichend zu
gewährleisten.
Und die Nitridierungsbehandlung, die nach der plastischen Verformung
durchgeführt
wird, verleiht dem speziellen Teil des Formteils die erwünschte Festigkeit.
Das heißt,
durch Anwendung des Tailored-Blank-Verfahrens
ist es möglich,
ein Formteil mit einem Teil darin zu erhalten, dessen Festigkeit
ausreichend höher
als die anderer Teile ist, wobei der Nutzen des Blechmaterials verbessert
wird.
-
Außerdem ist
gemäß einem
achten Aspekt der vorliegenden Erfindung das Verfahren zur Herstellung eines
Formteils, hergestellt aus einem Stahlblech gemäß dem ersten Aspekt, dadurch
gekennzeichnet, daß das
Formteil eine geschlossene Abschnittsform aufweist und durch ein
Verfahren verstärkt
wird, umfassend die Schritte: Einbringen eines Schaummaterials an
einen Bereich, der der Nitridierungsbehandlung unterzogen wird,
und Veranlassen, daß sich
das Schaummaterial durch Erwärmen
des Formteils ausdehnt.
-
Gemäß dem achten
Aspekt der vorliegenden Erfindung kann im Grunde die gleiche Wirkung
wie bei dem ersten Aspekt erreicht werden. Insbesondere, da nach
dem Bilden eines Formteils mit einer geschlossenen Abschnittsform
durch Unterziehen eines Blechmaterials, welches das Nitridbildungselement
enthält,
einer plastischen Verformung, die Nitridierungsbehandlung an mindestens
einem vorbestimmten Bereich des Formteils durchgeführt wird,
wird eine intermetallische Verbindung mit einer Porosität (als porös bezeichnet)
in der Oberfläche
und der Umgebung der Oberfläche
in bezug auf diesen vorbestimmten Bereich erzeugt. Da nach Einbringen
eines Schaummaterials an diesen vorbestimmten Bereich veranlaßt wird,
daß sich
das Schaummaterial durch Erwärmen
des Formteils ausdehnt, wird dann das Schaummaterial in bezug auf
den vorbestimmten Bereich, dessen Oberfläche und dessen Umgebung porös sind,
ausgedehnt und gehärtet,
so daß es möglich ist,
viel bessere Hafteigenschaften als bei den Stahlblechen, die keiner
Wärmebehandlung
unterzogen wurden, zu erhalten. Das heißt, beim Verstärken des
Formteils durch Einfüllen
des Schaums ist es möglich, den
Schaum an das Formteil mit einer relativ einfachen Konfiguration
zu fixieren und eine große
Verstärkungswirkung
durch Einfüllen
des Schaums zu erhalten.
-
Außerdem ist
gemäß einem
neunten Aspekt der vorliegenden Erfindung das Verfahren zur Herstellung eines
Formteils, hergestellt aus einem Stahlblech gemäß dem ersten Aspekt dadurch
gekennzeichnet, daß das
Bilden des Formteils mit einer vorbestimmten Form durch ein Verfahren
durchgeführt
wird, umfassend die Schritte: Bilden einer Vorform mit einer geschlossenen
Abschnittsform, welche der Endform des Formteils relativ ähnlich ist,
Geben der Vorform in eine vorbestimmte Preßform und Bilden der Vorform,
indem dem geschlossenen Abschnittsbereich eine Druckflüssigkeit
zugeführt
wird, um das Formteil entsprechend der Form der Preßform zu
erhalten.
-
Gemäß dem neunten
Aspekt der vorliegenden Erfindung kann im Grunde die gleiche Wirkung
wie bei dem ersten Aspekt erreicht werden. Insbesondere, da sich
die Vorform mit einer geschlossenen Abschnittsform, welche der Endform
des Formteils relativ ähnlich
ist, in der vorbestimmten Preßform
befindet, und durch das Zuführen
von Druckflüssigkeit
in den geschlossenen Abschnittsbereich der Vorform wird das Formteil durch
die Nitridierungsbehandlung nach dem Bilden des Formteils entsprechend
der Form der Preßform
gehärtet,
wodurch es möglich
ist, eine befriedigende plastische Verformbarkeit zum Zeitpunkt
der Verformung vor der Wärmebehandlung
zu gewährleisten.
Anschließend
ist es durch die Nitridierungsbehandlung, die nach der plastischen
Verformung durchgeführt
wird, auch möglich,
den speziellen Bereich des Formteils mit einer erwünschten
Festigkeit bereitzustellen. Das heißt, wenn ein Formteil durch
die Anwendung des sogenannten Hydroform-Verfahrens erhalten wird,
ist es möglich,
zuverlässig
das Formteil mit befriedigender Festigkeit zu erhalten.
-
Außerdem weist
ein Formteil, hergestellt aus einem Stahlblechteil gemäß einem
zehnten Aspekts, durch die plastische Verformung eines Stahlblechteils,
das eine Zugfestigkeit von 500 MPa oder weniger aufweist und ein
Nitridbildungselement enthält,
zu einer vorbestimmten Form und unter Durchführung einer Nitridierungsbehandlung
nach der plastischen Verformung eine durchschnittliche Härte in der
Blechdickenrichtung von Hv 300 oder mehr in Vickers-Härte auf.
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Die
Obergrenze der Zugfestigkeit des Stahlblechteils wurde auf 500 MPa
oder weniger festgelegt und die Untergrenze der durchschnittlichen
Härte in
der Dickenrichtung des Stahlblechteils nach der Nitridierungsbehandlung
wurde aus demselben Grund wie bei dem ersten Aspekt der Erfindung
auf Hv 300 festgelegt.
-
Bei
dem Formteil, hergestellt aus einem Stahlblechteil gemäß dem zehnten
Aspekt, ist es möglich,
die plastische Verformbarkeit, wie Preßformen vor der Nitridierungsbehandlung,
ausreichend zu gewährleisten,
da die Zugfestigkeit des Stahlblechmaterials 500 MPa oder weniger
beträgt.
Da die durchschnittliche Härte
in der Blechdickenrichtung des Stahlblechteils nach der Nitridierungsbehandlung
Hv 300 oder mehr beträgt,
ist es außerdem
möglich,
daß die
Zugfestigkeit dieses Stahlblechteils 1.000 MPa oder mehr beträgt, so daß ein bedeutend
großer
wirtschaftlicher Nutzen erhalten werden kann. Bei der Anwendung
auf ein Karosserieblechteil oder Strukturteil für eine Kraftfahrzeugkarosserie
beispielsweise, kann nicht nur die Blechdicke reduziert werden,
sondern es fällt
auch die Notwendigkeit eines Verstärkungsteils weg, so daß nicht
nur das Karosseriegewicht und die Materialkosten reduziert, sondern
auch die Kosten der Form und des Montageverfahrens beseitigt werden
können,
was einen wesentlichen wirtschaftlichen Nutzen zur Folge hat.
-
Außerdem ist
gemäß einem
elften Aspekt das Formteil, hergestellt aus einem Stahlblechteil
gemäß dem zehnten
Aspekt, dadurch gekennzeichnet, daß das Formteil durch eine plastische
Verformung an einer Vorform, erhalten durch Verbinden eines ersten
Rohlingmaterials und eines zweiten Rohlingmaterials mit unterschiedlichen
Eigenschaften gemäß einer
vorbestimmten Spezifikation, mit einer vorbestimmten Form gebildet
wird.
-
Gemäß dem elften
Aspekt kann im Grunde die gleiche Wirkung wie bei dem zehnten Aspekt
erhalten werden. Insbesondere, da nach der plastischen Verformung
die Vorform, welche durch Verbinden des ersten Rohlingmaterials
und des zweiten Rohlingmaterials mit unterschiedlichen Eigenschaften
gemäß einer
vorbestimmten Spezifikation gebildet wurde, ein spezieller Teil
des Formteils, der durch die plastische Verformung erhalten wurde,
durch die Nitridierungsbehandlung gehärtet wird, ist es möglich, die
plastische Verformbarkeit vor der Wärmebehandlung ausreichend zu
gewährleisten.
Die Nitridierungsbehandlung, die nach der plastischen Verformung
durchgeführt
wird, verleiht dem speziellen Teil des Formteils eine erwünschte Festigkeit. Das
heißt,
durch die Anwendung des Tailored-Blank-Verfahrens ist es möglich, ein
Formteil mit einem Teil darin zu erhalten, dessen Festigkeit ausreichend
höher ist
als die der anderen Teile, wobei der Nutzen des Blechmaterials verbessert
wird.
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Außerdem ist
gemäß einem
zwölften
Aspekt das Formteil, hergestellt aus einem Stahlblechteil gemäß dem zehnten
Aspekt, dadurch gekennzeichnet, daß das Formteil eine geschlossene
Abschnittsform aufweist und durch Einfüllen eines Schaum materials
in mindestens einen Bereich, der der Nitridierungsbehandlung unterzogen
wird, und Veranlassen, daß sich
das Schaummaterial durch Erwärmen
des Formteils ausdehnt, mindestens ein Teil des Formteils mit Schaummaterial
gefüllt
wird.
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Gemäß dem zwölften Aspekt
kann im Grunde die gleiche Wirkung wie bei dem zehnten Aspekt erreicht werden.
Insbesondere, da nach dem Bilden eines Formteils das eine geschlossene
Abschnittsform aufweist, durch Unterziehen eines Blechmaterials,
welches das Nitridbildungselement enthält, einer plastischen Verformung
die Nitridierungsbehandlung an mindestens einem vorbestimmten Bereich
des Formteils durchgeführt wird,
wird eine intermetallische Verbindung mit einer Porosität (als porös bezeichnet)
in der Oberfläche
und der Umgebung der Oberfläche
in bezug auf diesen vorbestimmten Bereich erzeugt. Da nach dem Einbringen
eines Schaummaterials an diesen vorbestimmten Bereich veranlaßt wird,
daß sich
das Schaummaterial durch Erwärmen
des Formteils ausdehnt, wird dann das Schaummaterial in bezug auf
den vorbestimmten Bereich ausgedehnt und gehärtet, wobei die Oberfläche und
die Umgebung porös
sind, so daß es
möglich
ist, viel bessere Hafteigenschaften als bei Stahlblechen, die keiner
Wärmebehandlung
unterzogen wurden, zu erhalten. Das heißt, beim Verstärken des
Formteils durch Einfüllen
des Schaums ist es möglich,
den Schaum an dem Formteil mit einer relativ einfachen Konfiguration
zu fixieren und durch Einfüllen
des Schaums eine große
Verstärkungswirkung
zu erhalten.
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Außerdem ist
gemäß einem
dreizehnten Aspekt das Formteil, hergestellt aus einem Stahlblechteil
gemäß dem zehnten
Aspekt, dadurch gekennzeichnet, daß das Formteil mit einer vorbestimmten
Form durch Bilden einer Vorform mit einer geschlossenen Abschnittsform,
welche der Endform des Formteils relativ ähnlich ist, Einbringen der
Vorform in eine vorbestimmte Preßform und Bilden der Vorform,
indem dem geschlossenen Abschnittsbereich Druckflüssigkeit
zugeführt
wird, geformt wird, um das Formteil entsprechend der Form der Preßform zu
erhalten.
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Gemäß dem dreizehnten
Aspekt kann im Grunde die gleiche Wirkung wie bei dem zehnten Aspekt
erreicht werden. Insbesondere, da sich die Vorform mit einer geschlossenen
Abschnittsform, welche der Endform des Formteils relativ ähnlich ist,
in der vorbestimmten Preßform
befindet und durch Befüllen
des geschlossenen Ab schnittsbereichs der Vorform mit einer Druckflüssigkeit
wird das Formteil durch die Nitridierungsbehandlung nach dem Bilden
des Formteils entsprechend der Form der Preßform, gehärtet, wodurch es möglich ist,
zum Zeitpunkt der Formgebung vor der Wärmebehandlung eine plastische
Verformbarkeit zu gewährleisten.
Dann ist es durch die Nitridierungsbehandlung, die nach der plastischen
Verformung durchgeführt
wird, auch möglich,
dem speziellen Bereich des Formteils eine erwünschte Festigkeit zu verleihen.
Das heißt,
wenn ein Formteil durch Verwendung des sogenannten Hydroform-Verfahrens
erhalten wird, ist es möglich,
das Formteil mit befriedigender Festigkeit zuverlässig zu
erhalten.
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1 ist
eine graphische Darstellung eines Testergebnisses für Prüfkörper a in
einem Test zur Untersuchung der Wirkung einer Legierungszusammensetzung
eines Stahlblechmaterials auf die Härteverteilung und die durchschnittliche
Härte in
der Blechdickenrichtung;
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2 ist
eine graphische Darstellung eines Testergebnisses für Prüfkörper b in
dem obenbeschriebenen Test;
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3 ist
eine graphische Darstellung eines Testergebnisses für Prüfkörper c in
dem obenbeschriebenen Test;
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4 ist
eine graphische Darstellung eines Testergebnisses für Prüfkörper d in
dem obenbeschriebenen Test;
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5 ist
eine schematische graphische Darstellung der Beziehung zwischen
der Zugfestigkeit eines Stahlblechs und des Einflusses auf die Reduktion
des Karosseriegewichts eines Kraftfahrzeugs und der dabei anfallenden
Produktionskosten;
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6 ist
eine graphische Darstellung der Beziehung zwischen der Zugfestigkeit
und der durchschnittlichen Härte
in der Blechdickenrichtung eines Stahlblechs;
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7 ist
eine graphische Darstellung der Beziehung zwischen der Zugfestigkeit
und dem Unterschied in der Härte
in der Blechdickenrichtung eines Stahlblechs;
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8 ist
eine graphische Darstellung der Beziehung zwischen der Dehnungseigenschaft
und dem Unterschied in der Härte
in der Blechdickenrichtung eines Stahlblechs;
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9A ist
eine Vorderansicht, in der schematisch eine B-Säulen-Verstärkung vor der Wärmebehandlung
als ein konkretes Beispiel für
ein Formteil erläutert
wird;
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9B ist
eine Vorderansicht, in der schematisch eine B-Säulen-Verstärkung nach der Wärmebehandlung
als ein konkretes Beispiel für
das Formteil erläutert
wird;
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10 ist
eine perspektivische Ansicht, in der schematisch ein Frontrahmen
als ein weiteres konkretes Beispiel für das Formteil erläutert wird;
-
11A ist eine perspektivische Ansicht, in der schematisch
ein Frontrahmen vor der Wärmebehandlung
als noch ein weiteres konkretes Beispiel für das Formteil erläutert wird;
-
11B ist eine perspektivische Ansicht, in der schematisch
ein Frontrahmen nach der Wärmebehandlung
als noch ein weiteres konkretes Beispiel für das Formteil erläutert wird;
-
12 ist
noch ein weiteres Beispiel einer graphischen Darstellung der Beziehung
zwischen der Zugfestigkeit in bezug auf die Dehnung vor und nach
der Nitridierungsbehandlung von jedem Rohlingmaterial, das in dem
Frontrahmen gemäß den obigen
Angaben verwendet wurde;
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13 ist
eine Explosionsdarstellung eines Beispiels, bei dem das Tailored-Blank-Verfahren auf die fahrerseitige
Baugruppe eines Kraftfahrzeugs angewendet wurde;
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14 eine
Explosionsdarstellung eines weiteren Beispiels, bei dem das Tailored-Blank-Verfahren auf die
fahrerseitige Baugruppe eines Kraftfahrzeugs angewendet wurde;
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15 ist
eine Darstellung, in der eine Abschnittsstruktur vor dem Einbringen
eines Schaummaterials in einen Karosserierahmen zu dessen Verstärkung durch
einen Schaum erläutert
wird;
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16 ist
eine Darstellung, in der eine Abschnittsstruktur, die sich in so
einem Zustand befindet, in dem das Schaummaterial in den Karosserierahmen
zur Verstärkung
durch den Schaum gefüllt
wird, erläutert wird;
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17 ist
eine Darstellung, in der eine Abschnittsstruktur nach der Ausdehnung
des Schaummaterials in dem Karosserierahmen zur Verstärkung durch
den Schaum erläutert
wird;
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18 ist
eine Darstellung, in der schematisch ein Testgerät zum Durchführen eines
statischen Cantilever-Biegetests eines Karosserierahmens erläutert wird;
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19 ist
eine Darstellung der Beziehung zwischen dem Biegewinkel und dem
Biegemoment von Rahmen, umfassend verschiedene Arten von Füllmaterialien,
in dem Cantilever-Biegetest;
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20 ist
eine Darstellung des maximalen Biegemoments und der Menge an Energieabsorption
von Rahmen, umfassend verschiedene Arten von Füllmaterialien, in dem Cantilever-Biegetest;
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21 ist
eine Darstellung der Beziehung zwischen der Scherhaftfestigkeit
einer Haftschicht und dem maximalen Biegemoment;
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22 ist
eine Darstellung von Scherhaftfestigkeiten eines konkreten Beispiels,
wobei ein spezieller Bereich eines Rahmens einer Wärmebehandlung
unterzogen wurde, und eines Vergleichsbeispiels, wobei keine Wärmebehandlung
durchgeführt
wurde;
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23A ist eine Ansicht aus einer Reihe von Prozeßansichten,
in denen das Verfahren zur Herstellung eines Metallformteils durch
ein Hydroform-Verfahren erläutert
wird;
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23B ist eine Ansicht aus einer Reihe von Prozeßansichten,
in denen das Verfahren zur Herstellung des Metallformteils durch
das Hydroform-Verfahren erläutert
wird;
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23C ist eine Ansicht aus einer Reihe von Prozeßansichten,
in denen das Verfahren zur Herstellung des Metallformteils durch
das Hydroform-Verfahren erläutert
wird;
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23D ist eine Ansicht aus einer Reihe von Prozeßansichten,
in denen das Verfahren zur Herstellung des Metallformteils durch
das Hydroform-Verfahren erläutert
wird;
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24A ist eine Ansicht aus einer Reihe von Prozeßansichten,
in der die Teilnitridierungsbehandlung in einem Verfahren zur Herstellung
eines Metallformteils durch ein Hydroform-Verfahren erläutert wird;
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24B ist eine Ansicht aus einer Reihe von Prozeßansichten,
in der die Teilnitridierungsbehandlung in dem Verfahren zur Herstellung
des Metallformteils durch das Hydroform-Verfahren erläutert wird;
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25A ist eine Ansicht aus einer Reihe von Prozeßansichten,
in denen ein weiteres Beispiel für
eine Teilnitridierungsbehandlung in dem obigen Verfahren erläutert wird;
-
25B ist eine Ansicht aus einer Reihe von Prozeßansichten,
in denen ein weiteres Beispiel für
die Teilnitridierungsbehandlung in dem obigen Verfahren erläutert wird;
-
25C ist eine Ansicht aus einer Reihe von Prozeßansichten,
in denen ein weiteres Beispiel für
die Teilnitridierungsbehandlung in dem obigen Verfahren erläutert wird.
-
Im
folgenden werden Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung mit Verweis auf die anhängenden
Zeichnungen ausführlich
beschrieben.
-
Zuerst
wird eine Erläuterung
zu dem Stahlblechmaterial, das als ein Material für ein Formteil
gemäß der vorliegenden
Ausführungsform
verwendet wurde, gegeben. In der vorliegenden Ausführungsform
wird als ein Materialstahlblech für das Formteil ein sogenanntes
Nitrierstahlblech, welches ein Nitridbildungselement enthält, verwendet,
dessen Legierungszusammensetzung fünf Stahlgrundelemente (C, Si,
Mn, P und S) mit einem Gehalt (Gew.-%) in dem Bereich, wie in Tabelle
1 unten gezeigt, und mindestens eine der Nitridbildungselemente
mit einem Gehalt (Gew.-%) in dem in Tabelle 1 gezeigten Bereich
umfaßt.
-
Der
hierin verwendete Begriff „Nitridierungsbehandlung" schließt nicht
nur eine allgemeine Nitridierungsbehandlung, sondern auch eine Carbo-Nitridierungsbehandlung
ein, wenn nicht anders angegeben, und schließt alle Arten von Nitridierungs-
und Carbo-Nitridierungsbehandlungen wie eine Flüssignitridierungsbehandlung,
umfassend eine Salzbad-Nitridierungsbehandlung, und Gasnitridierungsbehandlung,
umfassend eine Ionen-Nitridierungsbehandlung, ein. Tabelle 1:
(Einheit: Gew.-%)
| C | Si | Mn | P | S | Ti | Nb | B | V | Al |
| 0,003 oder weniger | 0,05 oder weniger | 0,5
oder weniger | 0,05 oder weniger | 0,02 oder weniger | 0,14 oder weniger | 0,1
oder weniger | 0,005 oder weniger | 0,1
oder weniger | 0,06 oder weniger |
-
Der
Grund, warum die entsprechenden Anteile der Legierungselemente wie
in Tabelle 1 definiert sind, ist folgender.
-
Das
heißt,
die Obergrenze des Gehalts an Kohlenstoff (C) wurde auf 0,003 Gew.-%
festgelegt, da in dem Stahlblechmaterial gemäß der vorliegenden Ausführungsform
ein Nitridbildungselement wie Titan (Ti) und Niob (Nb) zum Verbessern
der durchschnittlichen Härte
in der Blechdickenrichtung durch eine Nitridierungsbehandlung zugegeben
wurde; wenn der Gehalt an C jedoch mehr als 0,003 Gew.-% beträgt, wird
er sich mit dem Nitridbildungselement verbinden, wodurch Carbide
(TiC, NiC und dergleichen) leicht ausfallen, so daß eine Reduktion
der plastischen Verformbarkeit vor der Nitridierungsbehandlung sowie
die Zugabe einer größeren Menge
an Nitridbildungselement nötig
ist.
-
Die
Obergrenze des Gehalts an Silicium (Si) wurde auf 0,05 Gew.-% festgelegt,
denn, wenn der Gehalt an Si über
dieser Grenze liegt, vergrößert sich
die Menge an fester Lösung
zu einer Ferritstruktur, wodurch sich die plastische Verformbarkeit
vor der Nitridierungsbehandlung verschlechtert, und es wird sich
bei der Nitridierungsbehandlung mit Stickstoff (N) verbinden, wodurch
ein Nitrid (SiN) leicht ausgefällt
wird, so daß sich
eine flache Verteilung der Härte
in der Blechdickenrichtung aufgrund des Eindringens von N in das
Stahlblechmaterial schwer erreichen läßt.
-
Die
Obergrenze des Gehalts an Mangan (Mn) wurde auf 0,5 Gew.-% festgelegt,
da Mn ein Feststofflösungs-Verstärkungselement
ist, welches in einer Ferritstruktur feststofflöslich ist, und es hat eine
negative Wirkung auf N, das bei der Nitridierungsbehandlung in das
Stahlblechmaterial eindringt, und verbindet sich mit Schwefel (S),
wodurch MnS ausgefällt
wird, was einen Oberflächenfehler
zur Folge hat, so daß eine
Beschränkung
des Gehalts an Mn, vorzugsweise auf 0,5 Gew.-% oder weniger, nötig ist.
-
Die
Obergrenze des Gehalts an Phosphor (P) wurde auf 0,05 Gew.-% festgelegt,
da P ein Feststofflösungs-Verstärkungselement
ist, welches in einer Ferritstruktur feststofflöslich ist, und es hat eine
negative Wirkung auf die plastische Verformbarkeit vor der Nitridierungsbehandlung
sowie eine negative Wirkung auf N, das bei der Nitridierungsbehandlung
in das Stahlblechmaterial eindringt, so daß eine Beschränkung des
Gehalts an P, vorzugsweise auf 0,05 Gew.-% oder weniger, nötig ist.
-
Die
Obergrenze des Gehalts an Schwefel (S) wurde auf 0,02 Gew.-% festgelegt,
da sich S mit Mn verbinden wird, wodurch MnS ausgefällt wird,
was einen Oberflächefehler
zur Folge hat, wie oben beschrieben, so daß eine Beschränkung des
Gehalts an S, vorzugsweise auf 0,02 Gew.-% oder weniger, nötig ist.
-
Die
Untergrenze an Titan (Ti) wurde auf 0,14 Gew.-% festgelegt, da Ti
in der Lage ist, Ausfällungen von
C oder N, die in einer Ferritstruktur in Form einer festen Lösung gelöst sind,
zu bewirken und zu fixieren, wodurch sich die plastische Verformbarkeit
der Struktur erhöht,
und außerdem
ist es ein Nitridbildungselement und ist somit in der Lage, ein
Nitrid mit größerer Härte (TiN)
auszufällen,
indem es bei einem Gehalt von 0,14 Gew.-% oder mehr zugegeben wird,
was zu einer Verbesserung der durchschnittlichen Härte in der
Blechdickenrichtung führt.
Wenn der Gehalt weniger als 0,14 Gew.-% beträgt, ist der obige Effekt nicht
befriedigend.
-
Ähnlich wie
Ti, ist Niob (Nb) ebenfalls in der Lage, Ausfällungen von C oder N, die in
einer Ferritstruktur in Form einer festen Lösung gelöst sind, zu bewirken und zu
fixieren, wodurch sich die plastische Verformbarkeit der Struktur
erhöht,
und außerdem
ist es ein Nitridbildungselement und ist somit in der Lage, ein
Nitrid mit hoher Härte
auszufällen,
indem es zugegeben wird, wodurch die Nitridierungsbehandlung zu
einer Verbesserung der durchschnittlichen Härte in der Blechdickenrichtung
führt.
Vorzugsweise ist es möglich,
durch Zugabe von Nb mit einem Gehalt von 0,04 Gew.-% oder mehr diese
Wirkung sicherer zu erreichen. Die Obergrenze des Gehalts an Nb
wurde auf 0,1 Gew.-% festgelegt, denn, wenn die zugegebene Menge
an Nb diese Grenze überschreitet,
wird der Effekt gesättigt
sein.
-
Bor
(B) fällt
ein Nitrid (BN) durch eine Nitridierungsbehandlung aus und ist in
der Lage, durch die Nitridierungsbehandlung die durchschnittliche
Härte in
der Blechdickenrichtung zu verbessern. Vorzugsweise ist es bei einem
Gehalt an B von 0,001 Gew.-% oder mehr möglich, diese Wirkung sicherer
zu erreichen. Die Obergrenze des Gehalts an B wurde auf 0,005 Gew.-%
festgelegt, denn, wenn der Gehalt an B diese Grenze überschreitet,
wird sich die plastische Verformbarkeit vor der Nitridierungsbehandlung
verschlechtern.
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Vanadium
(V) fördert
die Diffusion von N und fällt
ein Nitrid (VN) aus, und kann bei einer bestimmten Menge von mehr
als 0 (null) Gew.-% die durchschnittliche Härte in der Blechdickenrichtung
durch die Nitridierungsbehandlung verbessern. Die Obergrenze des
Gehalts an V wurde auf 0,1 Gew.-% festgelegt, denn, wenn der Gehalt
an V diese Grenze überschreitet,
wird eine große
Menge an Nitrid auf der Oberflächenseite
des Stahlblechs ausgefällt,
wodurch ein Eindringen von N in das Stahlblech verhindert wird;
infolgedessen ist ein ausreichendes Härten des Stahlblechinneren
nicht mehr möglich,
so daß sich
eine flache Verteilung der Härte in
der Blechdickenrichtung schwer erreichen läßt.
-
Aluminium
(Al) ist ein Nitridbildungselement, und durch Zugabe von Al ist
es möglich,
die Härte
zu verbessern. Vorzugsweise ist es bei einem Gehalt an Al von 0,03
Gew.-% oder mehr möglich,
diese Härtungswirkung
sicherer zu verbessern. Die Obergrenze des Gehalts an Al wurde auf
0,06 Gew.-% festgelegt, denn wenn der Gehalt an Al diese Grenze überschreitet,
wird das Härten
auf der Oberflächenseite
ausschlaggebend, so daß sich
eine flache Verteilung der Härte
in der Blechdickenrichtung schwer erreichen läßt.
-
Wie
oben beschrieben, ist es dann, wenn das Stahlblechmaterial mindestens
ein Element von Titan (Ti), Niob (Nb), Bor (B), Vanadium (V) und
Aluminium (Al) enthält,
möglich,
durch eine Nitridierungsbehandlung die Wirkung der Wärmebehandlung
sicher zu erreichen. Von den obigen Nitridbildungselementen wird
hauptsächlich
Ti verwendet, und vorzugsweise werden gegebenenfalls andere Nitridbildungselemente
(Nb, B, V und Al) als Hilfselemente von Ti verwendet. Das heißt, es gibt
einen Fall, in dem die Zugabe einer zu großen Menge eines Elemententyps
(Ti) als Nitridbildungselement nicht bevorzugt ist, und in einem
solchen Fall ist es bevorzugt, eine angemessene Menge anderer Nitridbildungselemente
(Nb, B, V und Al) zuzugeben, während
der Gehalt an Ti auf einen gewissen Grad beschränkt wird.
-
Test 1
-
Bevor
eine Erläuterung
spezieller Beispiele für
Formteile und zu Produktionsverfahren gemäß der vorliegenden Ausführungsform
gegeben wird, wird eine Erläuterung
zu verschiedenen Tests und zu Testberechnungen, die zur Untersuchung
verschie dener mechanischer Eigenschaften und erhältlicher Zugfestigkeiten durchgeführt wurden,
und zu dem wirtschaftlichen Nutzen (der Wirkung hinsichtlich der
Reduktion des Karosseriegewichts eines Kraftfahrzeugs und der Kosten)
von Stahlblechen gegeben, die unter Verwendung verschiedener Prüfkörper und
Proben und durch deren Unterziehen einer Nitridierungsbehandlung
erhältlich
sind.
-
Zuerst
wurde Test 1 zur Untersuchung der Wirkung einer Legierungszusammensetzung
eines Stahlblechmaterials auf die Härteverteilung und die durchschnittliche
Härte in
der Blechdickenrichtung nach der Nitridierungsbehandlung durchgeführt.
-
Die
Art des Stahls, des Materials sowie die Blechdicke und Legierungszusammensetzung
(5 Grundelemente) von jeder der Prüfkörper a bis d, die in diesem
Test verwendet wurden, sind in Tabelle 2 aufgeführt. Diese Prüfkörper stimmen
mit der Spezifikation des Japan Iron and Steel Federation Standard
(JFS) überein. Tabelle 2:
(Einheit: Gew.-%)
| Prüfkörper | Stahlart | Material und
Blechdicke | C | Si | Mn | P | S |
| a | Stahl
mit geringem Kohlenstoffgehalt | JFS JSH270C 1,4
t | 0,04 | 0,003 | 0,27 | 0,015 | 0,006 |
| b | Stahl
mit ultra geringem Kohlenstoffgehalt | JFS JSC270E 1,2
t | 0,002 | 0,01 | 0,11 | 0,013 | 0,004 |
| c | Stahl
mit ultra geringem Kohlenstoffgehalt | JFS JSC260G 1,4
t | 0,001 | 0,004 | 0,1 | 0,007 | 0,004 |
| d | hochzugfester Stahl | JFS JSC590Y 1,4
t | 0,08 | 0,72 | 1,4 | 0,015 | 0,002 |
-
Prüfkörper a ist
ein sogenannter Stahl mit geringem Kohlenstoffgehalt, in dem der
Gehalt an Si, Mn, P und S mit dem speziellen Bereich, der in obiger
Tabelle 1 aufge führt
ist, übereinstimmt,
während
der Gehalt an C wesentlich größer ist
(mehr als das 10fache der Obergrenze). Außerdem ist Prüfkörper d ein
sogenannter hochzugfester Stahl, in dem die Gehalte an anderen Legierungselementen
als P und S die spezifizierten Bereiche, die in obiger Tabelle 1
aufgeführt
sind, wesentlich überschreiten,
und er weist eine Zugfestigkeit von 440 MPa oder mehr auf.
-
Prüfkörper b und
Prüfkörper c sind
beide ein sogenannter Stahl mit ultra geringem Kohlenstoffgehalt, und
sie enthalten Titan (Ti), das sich mit Kohlenstoff (C) und Stickstoff
(N) verbindet, die in der Ferritstruktur in Form einer festen Lösung gelöst sind,
so daß Carbid
und Nitrid ausfallen (gewöhnlich
enthält
ein Stahl mit ultra geringem Kohlenstoffgehalt etwa 0,05 Gew.-%
Ti), und Prüfkörper c enthielt
mehr Ti als Prüfkörper b.
-
Jeder
der Prüfkörper a bis
d wurde einer Nitridierungsbehandlung unter denselben Behandlungsbedingungen
(Gas-Carbo-Nitridierungsbehandlung unter einer Atmosphäre von 570°C) unterzogen.
Fünf Proben von
jedem Prüfkörper, die
durch die Nitridierungsbehandlungen mit variierenden Nitridierungsbehandlungszeiten
von 0,5 Stunden (h) bis 10,0 Stunden (h) erhalten wurden, wurden
hinsichtlich der Verteilung der Vickers-Härte (Hv: Meßlast 200 g) in der Blechdickenrichtung
gemessen.
-
Die
Meßergebnisse
waren so, wie in den 1 bis 4 gezeigt.
Aus diesen Meßergebnissen
geht deutlich hervor, daß,
obwohl Prüfkörper a eine
hohe Härte
des Ausgangsmaterials vor der Nitridierungsbehandlung aufweist,
da es mehr C als die Prüfkörper b und
c enthält,
dennoch das Ausmaß der
Steigerung der Härte
aufgrund einer Nitridierungsbehandlung äußerst klein ist. Außerdem war
in dem Fall von Prüfkörper a der
Unterschied in der Härte
zwischen dem Oberflächenteil
des Stahlblechs und dem Zentralteil in der Blechdickenrichtung äußerst klein,
und die Härteverteilung
in der Blechdickenrichtung wies eine fast flache (ebene) Form auf.
Im Fall einer Verlängerung
der Nitridierungsbehandlungszeit wurde zwar eine geringe Wirkung
des Abflachens der Härteverteilung
in der Blechdickenrichtung beobachtet, doch, da ursprünglich ein
geringer Härtegrad
(die durchschnittliche Härte
in der Blechdickenrichtung) vorlag, war die Wirkung nicht signifikant.
-
Wie
oben beschrieben, konnte bestätigt
werden, daß in
dem Fall von Prüfkörper a die
durchschnittliche Härte
in der Blechdickenrichtung nach der Nitridierungsbehandlung gering
war, und die Härteverteilung
in der Blechdickenrichtung davon war fast flach.
-
In
dem Fall von Prüfkörper b war
aufgrund der Nitridierungsbehandlung der Wert der Zunahme der Härte größer als
bei Prüfkörper a,
aber geringer als bei Prüfkörper c.
Außerdem
war der Unterschied in der Härte
zwischen dem Oberflächenteil
und dem inneren Zentralteil in der Blechdickenrichtung des Stahlblechs zwar
bei kurzer Nitridierungsbehandlungszeit groß, doch mit ansteigender Behandlungszeit
verringerte sich der Unterschied, so daß die Härteverteilung in der Blechdickenrichtung
eine fast flache (ebene) Form aufwies. Es wurde eine deutliche Wirkung
des Abflachens der Härteverteilung
in der Blechdickenrichtung durch Verlängern der Nitridierungsbehandlungszeit
beobachtet.
-
Wie
oben beschrieben, konnte bestätigt
werden, daß in
dem Fall von Prüfkörper b sich
die durchschnittliche Härte
in der Blechdickenrichtung nach der Nitridierungsbehandlung leicht
erhöhte
(im Vergleich zu dem Fall von Prüfkörper a)
und die Härteverteilung
in der Blechdickenrichtung über
eine gewisse Behandlungszeit oder länger fast flach war.
-
In
dem Fall von Prüfkörper c war
aufgrund der Nitridierungsbehandlung der Wert der Zunahme der Härte größer als
bei Prüfkörper b.
Das lag wohl daran, daß Prüfkörper c eine
größere Menge
an Ti als Prüfkörper b enthielt.
Andererseits war der Unterschied in der Härte zwischen dem Oberflächenteil
und dem inneren Zentralteil in der Blechdickenrichtung des Stahlblechs
zwar bei kurzer Nitridierungsbehandlungszeit äußerst groß, doch mit ansteigender Behandlungszeit
verringerte sich der Unterschied, so daß in dem Fall einer Behandlungszeit
von 6 Stunden oder mehr die Härteverteilung
in der Blechdickenrichtung insgesamt eine flache (ebene) Form aufwies,
wenn auch noch eine geringe Ausdehnung vorlag. Auch in dem vorliegenden
Fall wurde eine deutliche Wirkung des Abflachens der Härteverteilung
in der Blechdickenrichtung durch eine Verlängerung der Nitridierungsbehandlung
beobachtet.
-
Wie
oben beschrieben, konnte in dem Fall von Prüfkörper c bestätigt werden, daß in dem
Fall von Prüfkörper c sich
die durchschnittliche Härte
in der Blechdickenrichtung nach der Nitridierungsbehandlung erhöhte (im
Vergleich zu dem Fall von Prüfkörper b)
und die Härteverteilung
in der Blechdickenrichtung über
eine gewisse Behandlungszeit oder länger fast flach war.
-
In
dem Fall von Prüfkörper d wurde
durch Verlängern
der Nitridierungsbehandlungszeit ein beträchtlich hoher Wert für die durchschnittliche
Härte in
der Blechdickenrichtung erhalten, doch auch bei einer über einen längeren Zeitraum
durchgeführten
Nitridierungsbehandlung wurde fast keine Erhöhung der Härte in dem inneren Zentralteil
in der Blechdickenrichtung des Stahlblechs und seiner Umgebung beobachtet,
der Unterschied in der Härte
zwischen dem Oberflächenteil
und dem inneren Zentralteil in der Blechdickenrichtung des Stahlblechs
war äußerst groß, und die
Härteverteilung
in der Blechdickenrichtung wies insgesamt die Form einer inversen
Parabel auf. Das lag wohl daran, daß eine große Menge an Legierungselementen
enthalten waren und N aufgrund des Ausfällens von Nitriden in der Umgebung
der Oberfläche
nicht in das Stahlblech eindringen konnte, so daß die Erhöhung der Härte durch die Nitridierungsbehandlung
auf die Oberfläche
und dessen Umgebung beschränkt
war.
-
Wie
oben beschrieben, konnte bestätigt
werden, daß es
in dem Fall von Prüfkörper d möglich war, durch
Durchführen
einer Nitridierungsbehandlung über
eine gewisse Behandlungszeit oder länger die durchschnittliche
Härte in
der Blechdickenrichtung zu erhöhen,
doch war es nicht möglich,
die Härte
des angrenzenden Zentralteils und dessen Umgebung in der Blechdickenrichtung
zu erhöhen,
so daß sich
der Unterschied in der Härte
zwischen dem Oberflächenteil
und dem Zentralteil in der Blechdickenrichtung des Stahlblechs bedeutend
vergrößerte.
-
Bei
der Härtemessung,
wie oben beschrieben, wurde die durchschnittliche Härte in der
Blechdickenrichtung derart berechnet, daß Vickers-Härte für jede vorbestimmte Diagrammbreite
(beispielsweise 0,05 mm breit) beispielsweise in der Blechdickenrichtung
gemessen wurde, und von allen diesen Messungen wurde zur Berechnung
der durchschnittlichen Härte
der Durchschnitt ermittelt. Alternativ kann die durch schnittliche
Härte auch
durch Verbinden aller so eingezeichneten Meßpunkte zum Zeichnen einer
Härteverteilungskurve
berechnet werden, wobei die Fläche
des Bereichs, die von dieser Härteverteilungskurve
und den Koordinatenachsen (Bezugslinie für eine Härte von null und zwei Bezugslinien,
welche die Enden des Blechteils darstellen) umgeben ist, berechnet
und diese Fläche
durch die Blechdicke dividiert wird.
-
Test 2
-
Anschließend wurde
ein Test zur Untersuchung der Korrelation zwischen der Zugfestigkeit
des Stahlblechs und der durchschnittlichen Härte in der Blechdickenrichtung
nach der Nitridierungsbehandlung durchgeführt. In diesem Test wurde eine
Anzahl von Proben mit unterschiedlicher durchschnittlicher Härte in der Blechdickenrichtung
nach der Nitridierungsbehandlung, ausgedehnt auf einen breiten Bereich
(Bereich von etwa Hv 80 bis Hv 330), durch Modifizieren der Stahlart
und der chemischen Zusammensetzung oder der Bedingung der Nitridierungsbehandlung
auf verschiedene Weisen hergestellt und die Zugfestigkeit zur Untersuchung
der Korrelation mit der durchschnittlichen Härte für jede Probe gemessen.
-
Die
Testergebnisse sind in 6 aufgeführt, und es konnte bestätigt werden,
daß eine
hohe Korrelation zwischen der durchschnittlichen Härte in der
Blechdickenrichtung des Stahlblechs nach der Nitridierungsbehandlung
(Vickers-Härte
Hv: Meßlast
200 g) und der Zugfestigkeit besteht.
-
Bei
einem Versuch, das Karosseriegewicht und die Produktionskosten durch
Erhöhen
der Festigkeit des Stahlblechs selbst, das zum Bilden eines Karosserieblechteils
oder eines Strukturteils verwendet wird, zu reduzieren, wird die
Wirkung (insbesondere der wirtschaftliche Nutzen) abhängig von
der erreichten Festigkeit des Stahlblechs unterschiedlich sein.
Angesichts dessen wurde ein wirtschaftlicher Nutzen, der durch eine Steigerung
der Zugfestigkeit des Stahlblechs auf etwa 440 MPa oder mehr, was
im Hinblick auf die Gewährleistung
der Preßformbarkeit
die Obergrenze ist, erhalten werden kann, durch Simulierung zum
Test berechnet. Diese Versuchsberechnung wurde für eine Personenkraftwagenkarosserie
als Objekt durchgeführt.
-
Als
Ergebnis davon wurde, wie in 5 gezeigt,
festgestellt, daß ein
bedeutender Unterschied in dem wirtschaftlichen Nutzen bei einer
bestimmten Zugfestigkeit und dessen Umgebung (in der vorliegenden
Berechnung etwa um 1.000 MPa) als Grenze entsteht. Das heißt, in dem
Fall, wo die Zugfestigkeit des Stahlblechs weniger als etwa 1.000
MPa beträgt,
wird nur die Wirkung, daß die
Blechdicke des Karosseriestahlblechs entsprechend der Verbesserung
der Zugfestigkeit dünner
sein kann, erreicht, während
in dem Fall, wo die Zugfestigkeit des Stahlblechs etwa 1.000 MPa
oder mehr beträgt,
nicht nur die Blechdicke dünner
sein kann, sondern auch die Notwendigkeit von Verstärkungsteilen
wegfallen kann, was dazu führt,
daß nicht
nur die Reduktion des Karosseriegewichts und der Materialkosten
aufgrund des Wegfalls solcher Verstärkungsteile, sondern auch die
Notwendigkeit von Preßformkosten
und Montageverfahren wegfallen, wodurch sich der wirtschaftliche
Nutzen wesentlich erhöht.
-
Mit
Verweis auf die Testergebnisse des obigen Tests (6)
ist ebenfalls ersichtlich, daß mit
der durchschnittlichen Härte
in der Blechdicke von etwa Hv 300 oder mehr die Zugfestigkeit von
etwa 1.000 MPa oder mehr erreicht werden kann, wodurch der obengenannte
bedeutende wirtschaftliche Nutzen erreicht wird.
-
Test 3
-
Anschließend wurde
ein Test zur Untersuchung des Einflusses, den das Härtungsmuster,
das heißt
die Verteilungsform der Härteverteilung
in der Blechdickenrichtung nach der Nitridierungsbehandlung (mit
anderen Worten der Unterschied in der Härte zwischen dem Oberflächenteil
und dem Zentralteil in der Blechdickenrichtung des Stahlblechs),
auf die Zugfestigkeit und Dehnungseigenschaft des Stahlblechs hat,
durchgeführt.
In diesem Test wurde eine Anzahl von Proben mit der gleichen durchschnittlichen
Härte in
der Blechdickenrichtung (beispielsweise Hv 280) und unterschiedlichen
Härtungsmustern
hergestellt, und die Zugfestigkeit und Dehnung jeder Probe wurden
zur Bestimmung der Beziehung zu dem Unterschied in der Härte gemessen.
-
Die
Testergebnisse sind in 7 (Zugfestigkeit) und 8 (Dehnungseigenschaft)
aufgeführt,
und es wurde festgestellt, daß mit
größer werdendem
Unterschied in der Härte
zwischen dem Oberflächenteil
und dem Zentralteil in der Blechdickenrichtung des Stahlblechs sich
der Meßwert
der Zugfestigkeit sowie der Dehnungseigenschaft verringert. Das
liegt wohl daran, daß,
da das Oberflächenteil
des Stahlblechs härter
als das Innere ist, wenn die Zugbelastung in der Längsrichtung
des Stahlblechs wirkt, es im Grunde unwahrscheinlich ist, daß sich die
Oberfläche
dehnt, wobei sich wahrscheinlich nur das Innere dehnt, so daß sich die
Beanspruchung in dem Oberflächenteil
konzentriert, was zu einem Riß und
aufgrund einer schnellen Ausbreitung des Risses zu einer Verringerung
der Festigkeit führt.
-
Außerdem konnte
ebenfalls bestätigt
werden, daß eine
solche Verringerung der Zugfestigkeit und der Dehnung aufgrund eines
geringeren Unterschieds in der Härte
zwischen dem Oberflächenteil
und dem Zentralteil in der Blechdickenrichtung des Stahlblechs insbesondere
dann erheblicher sind, wenn der Unterschied in der Härte Hv 200 überschreitet.
-
Wie
oben beschrieben, kann, auch wenn die durchschnittliche Härte in der
Blechdickenrichtung über einem
gewissen Niveau gehalten wird, dann, wenn der Unterschied in der
Härte zwischen
dem Oberflächenteil und
dem Zentralteil in der Blechdickenrichtung des Stahlblechs über einem
gewissen Niveau liegt, nicht einfach geschlußfolgert werden, daß ein erwünschter
Wert entsprechend der durchschnittlichen Härte für die Zugfestigkeit des Stahlblechs
erhalten werden kann, doch es ist möglich, durch ein größtmögliches
Abflachen der Form des Härtungsmusters
in der Blechdickenrichtung, genauer durch ein Beschränken des
Unterschieds in der Härte
zwischen dem Oberflächenteil
und dem Zentralteil in der Blechdickenrichtung des Stahlblechs auf etwa
Hv 200 oder weniger, eine drastische Verringerung der Zugfestigkeit
und der Dehnung zu vermeiden und eine Steigerung der Festigkeit
dauerhafter zu erreichen.
-
Wie
oben beschrieben, ist es zum Erhalt einer Zugfestigkeit des Stahlblechs
von etwa 1.000 MPa oder mehr, um einen großen wirtschaftlichen Nutzen
durch eine Steigerung der Festigkeit des Stahlblechs selbst zu erreichen,
erforderlich, daß die
durchschnittliche Härte
in der Blechdickenrichtung etwa Hv 300 oder mehr und der Unterschied
in der Härte
zwischen dem Oberflächenteil
und dem Zentralteil in der Blechdickenrichtung des Stahlblechs Hv
200 oder weniger beträgt.
-
In
diesem Fall wurden als Stahlmaterial vor der Nitridierungsbehandlung
jene mit einer Zugfestigkeit von 500 MPa oder weniger im Hinblick
auf den Erhalt der Verformbarkeit bei der plastischen Verformung
wie Preßformen,
das vor der Nitridierungsbehandlung durchgeführt wurde, verwendet.
-
Wie
oben beschrieben, ist es bei einer Zugfestigkeit des Stahlmaterials
von 500 MPa oder weniger möglich,
die plastische Verformbarkeit wie Preßformen vor der Nitridierungsbehandlung
ausreichend zu gewährleisten.
Außerdem
ist es bei einer durchschnittlichen Härte in der Blechdickenrichtung
des Stahlblechteils nach der Nitridierungsbehandlung von Hv 300
oder mehr möglich,
daß die
Zugfestigkeit dieses Stahlblechteils etwa 1.000 MPa oder mehr beträgt, so daß ein bedeutend
großer
wirtschaftlicher Nutzen erreicht werden kann. Beispielsweise kann
bei der Anwendung auf ein Karosserieblechteil oder Strukturteil
einer Kraftfahrzeugkarosserie nicht nur die Blechdicke dünner gemacht
werden, sondern es kann auch die Notwendigkeit von Verstärkungsteilen
wegfallen, was dazu führt,
daß nicht
nur eine Reduktion des Karosseriegewichts und der Materialkosten
erreicht werden kann, sondern auch die Notwendigkeit von Preßformkosten
und Montageverfahren wegfällt,
wodurch sich der wirtschaftliche Nutzen erheblich vergrößert.
-
Auch
für die
gleiche durchschnittliche Härte
in der Blechdickenrichtung verringern sich außerdem mit größer werdendem
Unterschied in der Härte
zwischen dem Oberflächenteil
und dem Zentralteil in der Blechdickenrichtung des Stahlblechs die
Zugfestigkeit und Dehnungseigenschaft, doch ist es durch Einstellen
des Unterschieds in der Härte
zwischen dem Oberflächenteil
und dem inneren Zentralteil in der Blechdickenrichtung des Stahlblechs
des obigen Formteils auf Hv 200 oder weniger möglich, eine drastische Verringerung
der Zugfestigkeit und Dehnung zu vermeiden und eine dauerhaftere
Festigung des Stahlblechs zu erreichen.
-
Während sich
die obige Erläuterung
auf ein Stahlblechmaterial (Blechstahlmaterial) bezieht, kann nicht
nur mit einem solchem Blechmaterial, sondern beispielsweise auch
mit einem Rohrstahlmaterial mit einer vorbestimmten Wanddicke die
gleiche Wirkung wie mit dem obenbeschriebenen Stahlmaterial erreicht
werden, wenn die Zugfestigkeit des Stahlmaterials 500 MPa oder weniger
beträgt,
die durchschnittliche Härte
in der Dickenrichtung des Stahlteils nach der Nitridierungsbehandlung
Hv 300 oder mehr beträgt
und der Unterschied in der Härte
zwischen dem Oberflächenteil
und dem Zentralteil in der Dickenrichtung des Stahlteils nach der
Nitridierungsbehandlung Hv 200 oder weniger beträgt.
-
Nachstehend
werden verschiedene konkrete Beispiele für ein Stahlteil (Formteil),
das wie oben beschrieben durch Unterziehen der Stahlmaterialien
einer Nitridierungsbehandlung hergestellt wurde, erklärt. in den
folgenden Erläuterungen
der entsprechenden konkreten Beispiele wird die Beschreibung nicht
wiederholt, um Wiederholungen zu vermeiden, doch enthält mindestens
ein Stahlmaterial, das für
ein Teil oder einen Teil zur Durchführung der Nitridierungsbehandlung
verwendet wird, die fünf
Stahlgrundelemente (C, Si, Mn, P und S) in einem Bereich, der in
vorstehender Tabelle 1 definiert ist, und enthält weiter eine vorbestimmte
Menge (siehe Tabelle 1) von mindestens einem von Titan (Ti), Niob
(Nb), Bor (B), Vanadium (V) und Aluminium (Al) als Nitridbildungselement
wie oben beschrieben, und weist darüber hinaus eine Zugfestigkeit
von 500 MPa oder weniger auf wie oben beschrieben. Außerdem wird
die Bedingung der Nitridierungsbehandlung derart gesteuert, daß die durchschnittliche
Härte in
der Stahldickenrichtung des Stahlteils nach der Nitridierungsbehandlung
Hv 300 oder mehr beträgt
und der Unterschied in der Härte
zwischen dem Oberflächenteil
und dem inneren Zentralteil in der Blechdickenrichtung des Stahlteils
nach der Nitridierungsbehandlung Hv 200 oder weniger beträgt.
-
Zuerst
wird ein konkretes Beispiel für
ein Formteil eines Stahlteils und dessen Herstellungsverfahren anhand
des Falls in dem es beispielsweise auf ein Verstärkungsteil einer Karosseriesäule eines
Kraftfahrzeugs angewendet wird.
-
Die 9A und 9B sind
Vorderansichten, in denen die Bedingungen vor und nach der Nitridierungsbehandlung
eines Verstärkungsteils
eines Stahlblechs, das in das Innere einer Zentrumssäule, die
sich vertikal annähernd
in dem inneren Zentralteil der Karosserie eines Kraftfahrzeugs (Zentralsäulenverstärkung: hierin
nachste hend geeigneterweise mit „Zentralsäulen-Verst." abgekürzt) ausdehnt, eingeschlossen
werden sollen, schematisch gezeigt wird.
-
Wie
in diesen Figuren gezeigt, besteht eine Zentralsäulen-Verst. 10 (siehe 9B)
aus einem Karosseriehauptteil 11, welcher sich in der vertikalen
Richtung (Verst.-Körper) ausdehnt,
einem oberen Basisteil 12, der nach vorn und nach hinten
gerichtet ist, der auf dem oberen Ende des Verst.-Körpers 11 ausgebildet
ist und in einen Dachrahmen (nicht gezeigt), der sich an der Seite
des Karosseriedachs befindet, eingebaut werden soll, und einem unteren
Basisteil 13, der nach vorn und nach hinten gerichtet ist,
der an dem unteren Ende des Verst.-Körpers 11 ausgebildet
ist und in einen Türschweller
(nicht gezeigt) eingebaut werden soll, der sich an der Bodenseite
der Karosserie befindet, wobei alle diese Teile 11, 12 und 13 vollständig durch
Preßformen eines
einzigen Nitrierblechs gebildet sind.
-
Wie
in der Technik allgemein bekannt ist, kann die Zentralsäule (nicht
gezeigt), in die die Zentralsäulen-Verst. 10 als
ein Hauptverstärkungsteil
eingebaut werden soll, bei einem Zusammenstoß des Fahrzeugs die Funktion
des Schutzes der Passagiere durch die Verteilung der Kollisionsenergie übernehmen.
Durch eine erwünschte
Steuerung des Deformationsweges der Biegedeformation zur Zeit des
Seitenzusammenstoßes
ist es möglich,
die Sicherheit der Passagiere noch weiter zu verbessern.
-
Konkreter
ausgedrückt,
setzt sich der Verst.-Körper 11 der
Zentralsäulen-Verst. 10 aus
einem Abschnitt in Gurthöhe 11U im
oberen Teil und einem Gelenkabschnitt 11L im unteren Teil,
das dem Insassenblech, welches eine Grenze ist, entspricht, zusammen,
und es ist erwünscht,
daß ein
Eindringen des Abschnitts in Gurthöhe 11U, das der Insassenposition
entspricht, in das Innere so weit wie möglich verhindert wird, wenn
sich die Zentralsäule
zum Zeitpunkt des Seitenzusammenstoßes verbiegt. Mit anderen Worten
ist es bevorzugt, daß die
Deformation des Gelenkabschnitts 11L, der sich unter dem
Abschnitt in Gurthöhe 11U befindet,
der Deformation des Abschnitts in Gurthöhe 11U vorausgeht.
-
Es
ist daher bevorzugt, daß sich
der Verst.-Körper 11 der
Zentralsäulen-Verst. 10 derart
biegt, daß dann,
wenn ein unmittelbar angrenzender Unterseitenbereich 11P des
Abschnitts in Gurthöhe 11U so
ausgebildet ist, daß er
sich leicht biegen kann, und dann eine seitliche Kollisionslast
ausgeübt
wird, dieser unmittelbar angrenzende Unterseitenbereich 11P des
Abschnitts in Gurthöhe
sich vorher verbiegt und der Gelenkabschnitt 11L sich vorher
deformiert, da dieses unmittelbar angrenzende Unterseitenbereich 11P sein
Ursprung ist. Durch eine derartige Einstellung des Deformationsweges
zum Zeitpunkt des Biegens ist es möglich, zu verhindern, daß der Abschnitt
in Gurthöhe 11U in
das Innere eindringt, wodurch die Sicherheit der Insassen werter verbessert
wird.
-
Angesichts
der obigen Ausführungen
wurde in dem vorliegenden konkreten Beispiel ein Teil eines Zentralsäulen-Verst.-Formteils 10' (siehe 9A),
der den Zustand vor der Nitridierungsbehandlung der Zentralsäulen-Verst. 10 darstellt,
teilweise einer Nitridierungsbehandlung unterzogen, und eine Grenze
zwischen einem Hochverstärkungsbereich 10H,
umfassend den Abschnitt in Gurthöhe 11U,
für den
eine Steigerung der Festigkeit erwünscht ist, und einem unverstärkten Bereich 10M,
umfassend den Gelenkabschnitt 11L, dessen Biegung dem Abschnitt
in Gurthöhe 11U vorausgehen
soll, und der als der obenerwähnte
unmittelbar angrenzende Unterseitenbereich 11P eines Abschnitts
in Gurthöhe
definiert ist.
-
Durch
die oben beschriebene Einstellung tritt ein Unterschied in der Festigkeit
zwischen dem verstärkten
Bereich 10H und dem unverstärkten Bereich 10M in
dem Grenzbereich 11P auf, so daß sich die Zentralsäulen-Verst. 11 an
diesem Grenzbereich 11P leicht biegen kann. Außerdem ist
eine Deformation des Abschnitts in Gurthöhe 11U, der dem verstärkten Bereich 10H entspricht
und sich oberhalb des unmittelbar an diesen angrenzenden Unterseitenbereich 11P befindet,
unwahrscheinlich, da seine Festigkeit durch eine Nitridierungsbehandlung
gesteigert wird, während
der Gelenkabschnitt 11L, der sich unterhalb des unmittelbar an
den Abschnitt in Gurthöhe
angrenzenden Unterseitenbereich 11P befindet und dem unverstärkten Bereich 10M entspricht,
relativ leicht deformiert wird, da seine Festigkeit nicht gesteigert
wird (d. h., seine Deformation geht der des Abschnitts in Gurthöhe 11U voraus).
-
Eine
solche teilweise (selektive) Nitridierungsbehandlung kann nur durch
das Bewirken einer Maskierungsbehandlung auf dem Nichtverstärkungsbereich 10M vor
der Nitridierungsbehandlung erreicht werden. Diese Maskierungsbehandlung
kann beispielsweise durch Abdecken des Nichtverstärkungsbereichs 10M mit einem
geeigneten Abdeckmaterial (umfassend Filme wie beispielsweise Plattierungsfilme)
erreicht werden. Nach der Durchführung
der Maskierungsbehandlung kann irgendeins der Gasnitrierverfahren
und Salzbadnitrierverfahren angewendet werden.
-
Wie
oben beschrieben, ist es möglich,
durch das Bewirken einer Maskierbehandlung auf dem Bereich des Formteils 10 (nicht
spezieller Bereich 10M), der ein anderer ist als der spezielle
Bereich 10H, vor der Nitridierungsbehandlung, nur die Festigkeit
des speziellen Bereichs 10H des Formteils 10 durch
die Nitridierungsbehandlung genau und leicht zu erhöhen.
-
In
dem Fall, wo eine solche Maskierbehandlung nicht durchgeführt wird,
wird das Salzbadverfahren angewendet, in dem nur der Verstärkungsbereich 10H in
das Salzbad eingetaucht wird und der Nichtverstärkungsbereich 10M außerhalb
des Salzbads gehalten wird.
-
Auf
diese Weise ist es möglich,
in dem Fall, wo die Nitridierungsbehandlung durchgeführt wird,
während
nur der spezielle Bereich 10H des Formteils 10 in
das Salzbad eingetaucht wird, nur die Festigkeit des speziellen
Bereichs 10H des Formteils 10 sicher zu erhöhen, ohne
daß ein
anderes Verfahren (Maskierungsverfahren) bereitgestellt werden muß.
-
Wie
oben beschrieben, wird durch die Nitridierungsbehandlung nur der
spezielle Bereich (Verstärkungsbereich 10H)
des Formteils (Zentralsäulen-Verst. 10)
verstärkt,
so daß,
wenn sich das Formteil biegeverformt, es sich von dem Grenzbereich 11P zwischen
dem speziellen Bereich 10H und dem nicht speziellen Bereich
(unverstärkter
Bereich 10M) als seinem Biegeursprung verformt, wodurch
es möglich
ist, den Deformationsweg zum Zeitpunkt der Biegedeformation für das einteilige
Formteil 10 ohne die Notwendigkeit, ein anderes Teil wie
beispielsweise ein Verbindungsteil oder ein Teilverstärkungsteil
und dergleichen bereitzustellen, nach Wunsch zu steuern.
-
Im
folgenden wird ein anderes konkretes Beispiel für das Formteil eines Stahlblechteils
erläutert,
wobei als Beispiel ein Frontrahmen, der ein Karosserierahmen eines
Kraftfahrzeugs ist, genommen wird.
-
10 ist
eine perspektivische Darstellung, in der schematisch ein Frontrahmen
gezeigt wird, der sich in dem linken und dem rechten Seitenteil
des Frontteils eines Kraftfahrzeugs nach vorn und hinten ausdehnt. Wie
in dieser Figur gezeigt, wird ein Frontrahmen 20 durch
Verbinden eines Paars zweier Stahlblechteile 20a und 20b,
so gebildet, daß sich
die Öffnungen
ihrer Querschnitte gegenüberstehen,
wobei die Stahlblechteile 20a und 20b so preßgeformt
wurden, daß sie
eine hutförmige
Querschnittsform aufwiesen (so eine Form, daß ein flanschartiger Abschnitt,
der sich nach außen
hin ausdehnt, an jedem Ende des U-förmigen Querschnitts erstreckt).
-
Wie
allgemein bekannt ist, kann der Frontrahmen 20 beim Frontalzusammenstoß des Fahrzeugs
zwar die Funktion des Schutzes der Insassen durch eine Absorption
der Kollisionsenergie übernehmen,
doch in diesem Fall wird der Rahmen 20 selbst gestaucht,
wodurch er die Kollisionsenergie im Verlauf des Stauchens absorbiert.
In dem Fall, daß eine
Energieabsorption durch Stauchen des Rahmens selbst erreicht wird,
ist es dadurch, daß sich
der Rahmen 20 durch Stauchen verformen kann, so daß er so
weit wie möglich
gefaltet wird, möglich,
eine wirkungsvollere Energieabsorption zu erreichen.
-
Im
Hinblick auf die obigen Ausführungen
wird in dem vorliegenden konkreten Beispiel nach Bilden eines Frontrahmenformteils
unter Verwendung eines Nitrierstahlblechs als Material eine teilweise
(selektive) Nitridierungsbehandlung durchgeführt, so daß eine Vielzahl von verstärkten Bereichen 20H mit
einer vorbestimmte Breite, die in der Längsrichtung des Rahmens 20 ausgerichtet
sind, ausgebildet werden, wobei unverstärkte Bereiche 20M dazwischen
angeordnet sind, wie in 10 gezeigt.
-
Alternativ
ist es ebenso möglich,
anstelle des Bewirkens einer Teilnitridierungsbehandlung nach dem Bilden
eines Frontrahmenformteils aus preßgeformten Nitrier stahlblechen
eine Teilnitridierungsbehandlung auf jedem Preßformteil nach dem Preßformen
der Nitrierstahlbleche durchzuführen
und danach diese Teile zur Fertigstellung des Frontrahmens zu verbinden.
-
Durch
die Durchführung
einer solchen Teilnitridierungsbehandlung in dem Frontrahmen 20 werden
die verstärkten
Teile 20H (die verstärkten
Bereiche) in der Längsrichtung
erhalten, wobei unverstärkte
Teile 20M (unverstärkte
Bereiche) dazwischen angeordnet sind, so daß Bereiche mit unterschiedlichen
Festigkeiten periodisch wiederholt werden (jeder mit vorbestimmter
Breite), wodurch der Rahmen 20 bei Ausüben einer Kollisionslast in
der Längsrichtung
leicht durch Biegen verformt werden kann, so daß er gefaltet wird, und dadurch eine
wirkungsvolle Verbesserung des Energieabsorptionswerts möglich ist.
-
Eine
solche Teilnitridierungsbehandlung kann durch die Durchführung einer
Maskierbehandlung auf den unbehandelten Bereichen 20M vor
der Nitridierungsbehandlung erreicht werden. Diese Maskierbehandlung
kann beispielsweise durch Abdecken des unbehandelten Bereichs 20M mit
einem geeigneten Abdeckmaterial (umfassend beispielsweise Filme
wie Plattierungsfilme) erreicht werden. Nach der Durchführung der Maskierungsbehandlung
kann irgendeins der Gasnitrierverfahren und Salzbadnitrierverfahren
angewendet werden.
-
Als
Verfahren zum Bilden eines Teils mit einer anderen Festigkeit als
andere Teile in einem einteiligen Formteil steht ein Verfahren zur
Verfügung,
das ein Teil, das durch ein sogenanntes Tailored-Blank-Verfahren gebildet
wird, verwendet.
-
Im
folgenden wird ein anderes konkretes Beispiel für das Formteil, hergestellt
aus einem Stahlblechteil, mit Verweis auf die 11A und 11B erläutert. Ähnlich wie
bei dem in 10 gezeigten Beispiel wurde
ein Frontrahmen 30 gemäß dem vorliegenden
konkreten Beispiel (siehe 11B)
durch Verbinden eines Paars zweier Stahlblechteile 30a und 30b,
so daß sich
die Öffnungen
ihrer Querschnitte gegenüberstanden gebildet,
wobei die Stahlblechteile 30a und 30b preßgeformt
wurden, so daß sie
eine hutförmige
Querschnittsform aufwiesen.
-
Dieser
Frontrahmen 30 wurde durch Unterziehen eines Frontrahmenformteils 30', gezeigt in 11A, einer vorbestimmten Härtungswärmebehandlung (z. B. einer
Nitridierungsbehandlung in dem vorliegenden konkreten Beispiel)
erhalten, wobei das Frontrahmenformteil 30' aus einem ersten Preßformteil 31', das nicht durch
die Nitridierungsbehandlung verstärkt werden soll, und einem
zweiten Preßformteil 32', das durch
die Nitridierungsbehandlung verstärkt werden kann, bestand.
-
Das
heißt,
das Frontrahmenformteil 30' wurde
durch ein sogenanntes Tailored-Blank-Verfahren
gebildet. Wenn auch nicht ausdrücklich
in den Zeichnungen gezeigt, wurden in dem obigen Verfahren beispielsweise
ein erstes Rohlingmaterial (Stahlblechmaterial), hergestellt aus
einem Stahlblechmaterial, das kein Nitridbildungselement enthielt
und somit nicht durch die Nitridierungsbehandlung verstärkt werden
konnte, und ein zweites Rohlingmaterial, das ein Nitridbildungselement
enthielt und somit durch die Nitridierungsbehandlung verstärkt werden
konnte, durch Schweißen
verbunden, wodurch eine Vorform gebildet wurde, und dann wurde ein
so erhaltenes einzelnes Blechmaterial (Vorform) zur Herstellung
eines Stahlblechteils 30a' mit
einer hutförmigen
Querschnittsform preßgeformt.
In gleicher Weise wurde ebenfalls ein Stahlblechteil 30b' hergestellt,
das damit verbunden werden soll, und diese beiden Teile 30a' und 30b' wurden durch
Schweißen
miteinander verbunden, wodurch das Frontrahmenformteil 30', welches das
erste Preßformteil 31' und das zweite
Preßformteil 32' aufweist, gebildet
wurde.
-
Es
sollte beachtet werden, daß das
erste Preßformteil 31' beispielsweise
unter Verwendung eines Stahlblechs, das, wie oben beschrieben, kein
Nitridbildungselement enthält,
als ein Material (erstes Rohlingmaterial) oder unter Verwendung
eines Stahlblechs mit einer bestimmten Spezifikation (z. B. Blechdicke),
die sich von der des zweiten Rohlingmaterials unterscheidet, auch
wenn es sich weiter um ein Nitrierstahlblech handelt, welches in
bezug auf das Material (erstes Rohlingmaterial) ein Nitridbildungselement
als ein Material enthält,
gebildet werden kann. Andererseits bildet das zweite Preßformteil 32' einen Formteil-Teil,
der unter Verwendung eines Nitrierstahlblechs als ein Material (zweites
Rohlingmaterial) gebildet wird und durch eine Nitridierungsbehandlung
verstärkt
werden soll.
-
In
diesem Fall kann eine solche Teilnitridierungsbehandlung nur durch
die Durchführung
einer Maskierbehandlung an dem ersten Preßformteil 31' vor der Nitridierungsbehandlung
erreicht werden. Diese Maskierbehandlung kann beispielsweise durch
Abdecken des ersten Preßformteils 31' mit einem geeigneten
Abdeckmaterial (umfassend Filme wie beispielsweise Plattierungsfilme)
erreicht werden. Bei der Durchführung der
Maskierbehandlung kann irgendeins von Gasnitridierungsverfahren
und Salzbadnitridierungsverfahren angewendet werden. In dem Fall,
daß eine
solche Maskierbehandlung nicht durchgeführt wird, wird das Salzbadverfahren
angewendet, wobei nur das zweite Preßformteil 32', das verstärkt werden
soll, in das Salzbad eingetaucht wird, und das erste Preßformteil 31', das nicht
verstärkt
werden soll, außerhalb
des Salzbads gehalten wird.
-
In
dem Fall, daß eine
Maskierbehandlung an dem ersten Preßformteil 31' durchgeführt wird,
wird die Maskierbehandlung vorzugsweise durch Plattieren durchgeführt. Der
Grund dafür
ist, daß in
dem Fall von Teilen, die in einem unteren Teil einer Kraftfahrzeugkarosserie
verwendet werden, trotz der strengen Anforderung an die Korrosionsbeständigkeit
allein durch die Nitridierungsbehandlung keine ausreichende Korrosionsbeständigkeit
bereitgestellt werden kann; durch Abdecken des ersten Preßformteils 31' mit einem Plattierungsfilm ist
es hingegen möglich,
die Korrosionsbeständigkeit
zu verbessern.
-
Wie
oben beschrieben, ist es durch Unterziehen des Frontrahmenformteils 30', welches aus
dem ersten Preßformteil 31' und dem zweiten
Preßformteil 32' besteht, einer
Nitridierungsbehandlung möglich,
den Frontrahmen 30 zu erhalten, welcher aus dem Bereich 31,
der nicht verstärkt
ist (unverstärkter
Bereich), und dem Bereich 32, der verstärkt ist (verstärkter Bereich),
besteht.
-
Es
ist wahrscheinlich, daß sich
ein solcher Frontrahmen 30, da sich die Festigkeit an der
Grenze zwischen dem unverstärkten
Bereich 31 und dem verstärkten Bereich 32 stark
unterscheidet, von dieser Grenze als ein Ursprung unter Stauchen
biegt, was ein Falten in dem unverstärkten Bereich 31,
der nicht verstärkt
ist, zur Folge hat, so daß eine
hochwirksame Absorption der Kollisionsenergie möglich ist.
-
In
dem Fall, daß ein
Teil mit einer Festigkeit, die sich von der anderer Teile unterscheidet,
in einem einteiligen Teil unter Verwendung eines Teils, das durch
das Tailored-Blank-Verfahren wie oben beschrieben gebildet wird,
entsteht aufgrund des Verbindens von Stahlblechmaterialien (Rohlingmaterialien)
mit unterschiedlichen mechanischen Eigenschaften zum Preßformen
miteinander allgemein ein Unterschied in der Preßformbarkeit (mit anderen Worten
der Dehnungseigenschaft des Materials) zwischen diesen Rohlingmaterialien,
was das Auftreten von Schäden
wie Rissen oder Brüchen
an dem verbundenen Teil zur Folge haben kann.
-
Im
Hinblick auf die obigen Ausführungen
wurden in dem vorliegenden konkreten Beispiel Stahlblechmaterialien,
die fast die gleiche Dehnungseigenschaft aufwiesen, als Rohlingmaterialien
hergestellt; aus diesen Materialien wurde durch das Tailored-Blank-Verfahren ein
Formteil gebildet, und dieses Formteil wurde einer Nitridierungsbehandlung
unterzogen, wodurch ein einteiliges Teil mit einem Teil darin, welcher
eine andere Festigkeit als andere Teile aufwies, erhalten wurde.
-
Die
Spezifikationen wie Stahlart und chemische Zusammensetzung jedes
Rohlingmaterials, das in dem vorliegenden konkreten Beispiel verwendet
wurde, sind in Tabelle 3 aufgeführt.
Hinsichtlich des Rohlingmaterial 1 ist vorgegeben, daß der Gehalt
an Titan (Ti), das eine Art von Nitridbildungselementen ist, nicht
mehr als 0,05 Gew.-% beträgt,
so daß selbst
bei Durchführen
einer Nitridierungsbehandlung keine bedeutend stabile Verstärkung des
Materials zu erwarten ist. Andererseits ist bei dem Rohlingmaterial
2 der Gehalt an Ti auf 0,05 Gew.-% oder mehr festgelegt, so daß eine ausreichend
stabile Verstärkung
zu erwarten ist. Tabelle 3:
(Einheit: Gew.-%)
| | Material und
Blechdicke | C | Si | Mn | P | S | Ti |
| Rohlingmaterial
1 | JFS JSC270F 1,2
t | 0,002 | 0,01 | 0,11 | 0,013 | 0,004 | 0,05
oder weniger |
| Rohlingmaterial
2 | JFS JSC260G 1,4
t | 0,001 | 0,004 | 0,1 | 0,007 | 0,004 | 0,05
oder mehr |
-
Außerdem waren
die mechanischen Eigenschaften (Zugfestigkeit und Dehnungseigenschaft)
in dem Materialzustand (vor der Nitridierungsbehandlung) von Rohlingmaterial
1 und 2 wie in der linken Spalte von Tabelle 4 gezeigt. Bei einem
Vergleich der Dehnungseigenschaft jedes Materials vor der Nitridierungsbehandlung
betrug diese 50 % bzw. 55 %, und somit betrug der Unterschied nur
5 %, so daß geschlußfolgert
werden kann, daß die
Dehnungen fast gleich sind. Tabelle 4:
| | vor der
Nitridierungsbehandlung | nach der
Nitridierungsbehandlung |
| Zugfestigkeit (MPa) | Dehnung
(%) | Zugfestigkeit (MPa) | Dehnung
(%) |
| Rohlingmaterial
1 | 289 | 50 | 466 | 25 |
| Rohlingmaterial
2 | 267 | 55 | 651 | 23 |
-
Unter
Verwendung der oben beschriebenen Rohlingmaterialien und durch die
Anwendung des Tailored-Blank-Verfahrens wurde beispielsweise ein
Teil mit einem Teil darin, dessen Festigkeit sich von der anderer Teile
unterschied, in gleicher Weise wie bei dem in 11 gezeigten
Frontrahmen 30 hergestellt.
-
Das
heißt,
zuerst wurden ein erstes Rohlingmaterial, hergestellt aus dem Rohlingmaterial
1, und ein zweites Rohlingmaterial, hergestellt aus dem Rohlingmaterial
2, beispielsweise durch Laserschweißen verbunden, und ein so erhaltenes
einzelnes Blechmaterial (Vorform) wurde beispielsweise preßgeformt,
wodurch ein Formteil mit einer vorbestimmten Form erhalten wurde.
Zu dieser Zeit traten keine Fehler wie Risse oder Brüche an dem
Verbindungsabschnitt beider Rohlingmaterialien auf.
-
Dann
wurde dieses Formteil beispielsweise einer Gas-Carbo-Nitridierungsbehandlung
unterzogen. Konkreter ausgedrückt,
wurde die Carbo-Nitridierungsbehandlung, bei der das Formteil 6
Stunden in einer Atmosphäre
aus einem Mischgas (NH3 : RX = 1 : 1) aus
NH3-Gas und RX-Gas (energieaufnehmend),
gehalten bei einer Behandlungstemperatur von 570°C, durchgeführt. Auch bei dieser Wärmebehandlung
traten keine Fehler wie Risse und Brüche an dem Verbindungsabschnitt
des ersten und zweiten Rohlingmaterials auf.
-
Als
Ergebnis wurde ein Endteil erhalten, welches aus einem Bereich (erster
Rohlingmaterialbereich), hergestellt aus dem ersten Rohlingmaterial
und nicht durch eine Nitridierungsbehandlung verstärkt, und
einem Bereich (zweiter Rohlingmaterialbereich), hergestellt aus
dem zweiten Rohlingmaterial und durch eine Nitridierungsbehandlung
verstärkt,
bestand. Die mechanischen Eigenschaften nach der Nitridierungsbehandlung
des ersten Rohlingmaterialbereichs (Rohlingmaterial 1) und des zweiten
Rohlingmaterialbereichs (Rohlingmaterial 2) des Endteils waren so
wie in der rechten Spalte von Tabelle 4 gezeigt.
-
Außerdem wurden
bei dem Rohlingmaterial 1 und dem Rohlingmaterial 2 die Beziehungen
zwischen der Zugfestigkeit und der Dehnung vor und nach der Nitridierungsbehandlung
in der Darstellung von 12 gezeigt. In dieser Darstellung
von 12 stellen die durchgezogenen Kurven K' und K die Eigenschaften
vor bzw. nach der Nitridierungsbehandlung des zweiten Rohlingmaterials
dar, und die gestrichelten Kurven J' und J stellen die Eigenschaften vor
bzw. nach der Nitridierungsbehandlung des ersten Rohlingmaterials
dar.
-
Wie
aus 12 und obiger Tabelle 4 deutlich ersichtlich ist,
wies das Rohlingmaterial 2 (zweiter Rohlingmaterialbereich) einen
größeren Bereich
der Steigerung der Zugfestigkeit aufgrund einer Nitridierungsbehandlung
als das Rohlingmaterial 1 (erster Rohlingmaterialbereich) auf, und
es wurde ein Formteil mit einem Teil, der im Vergleich zu der Festigkeit
der anderen Teile einen ausreichenden Unterschied in der Festigkeit aufwies,
erhalten.
-
Außerdem wurde
die Zugfestigkeit des zweiten Rohlingbereichs aufgrund einer Nitridierungsbehandlung
auf 651 MPa gesteigert. Dieser Wert ist ein Zugfestigkeitswert,
bei dem das Tailored-Blank-Verfahren bisher kaum angewendet werden
konnte. Das heißt,
gemäß dem Verfahren
der vorliegenden Erfindung war es möglich, durch das Tailored-Blank-Verfahren
ein Formteil eines Stahlblechmaterials mit so einer hohen Festigkeit
zu erhalten, bei dem das Tailored-Blank-Verfahren bisher kaum angewendet
werden konnte.
-
Da,
wie oben beschrieben, nach dem Preßformen der Vorform, die durch
Verbinden von Blechteilen (erstes Rohlingmaterial und zweites Rohlingmaterial)
mit unterschiedlichen Eigenschaften gemäß einer vorbestimmten Spezifikation
gebildet wurde, ein spezieller Teil des Formteils, der durch dieses
Preßformen
erhalten wurde, durch Wärmebehandlung
(Nitridierungsbehandlung) gehärtet
wurde, ist es möglich,
die Preßformbarkeit
vor der Wärmebehandlung
ausreichend zu gewährleisten.
Die nach dem Preßformen
durchgeführte
Wärmebehandlung
stellt den speziellen Teil des Formteils mit einer erwünschten
Festigkeit bereit.
-
Das
heißt,
durch die Anwendung des Tailored-Blank-Verfahrens ist es möglich, ein
Formteil mit einem Teil darin, dessen Festigkeit ausreichend höher als
die anderer Teile ist, zu erhalten, während der Nutzen des Blechmaterials
verbessert wird.
-
In
einem solchen Fall ist es, insbesondere da der Unterschied in der
Dehnungseigenschaft vor dem Preßformen
zwischen dem ersten Rohlingmaterial und dem zweiten Rohlingmaterial
innerhalb eines vorbestimmten Bereichs eingestellt ist, möglich, ein
Auftreten von Fehlern wie Rissen und Brüchen bei dem Preßformen,
das nach Verbinden dieser Materialien durchgeführt wird, zu vermeiden.
-
Im
folgenden wird der Fall, wo das Tailored-Blank-Verfahren wie oben
beschrieben auf die Karosserie eines Kraftfahrzeugs angewendet wird,
erläutert.
-
13 ist
eine perspektivische Explosionsdarstellung, in der eine Struktur
eines Karosserieeinheit (Fahrerhausseiteneinheit), welcher hauptsächlich den
Seitenteil (Fahrerhausseite) des Fahrerhauses der Karosserie eines
Kraftfahrzeugs darstellt. Ge mäß diesem
konkreten Beispiel wurde das Tailored-Blank-Verfahren wie oben beschrieben
auf das innere Karosserieblech 50 der Fahrerhausseite (inneres
Karosserieblech des Seitenteils des Fahrerhauses), eine Verstärkung 60 der
Fahrerhausseite (Verstärkungsteil
des Seitenteils des Fahrerhauses), ein inneres Karosserieblech 70 der
hinteren Säule
(inneres Karosserieblech des hinteren Abschnitts des Seitenteils
des Fahrerhauses) und ein äußeres Karosserieblech 80 der
Fahrerhausseite (äußeres Karosserieblech
des Seitenteils der Karosserie) angewendet, und dann wurden die
entsprechenden Teile schließlich
zusammengebaut.
-
Beispielsweise
wurden das innere Karosserieblech 50 der Fahrerhausseite,
die Verstärkung 60 der Fahrerhausseite,
das innere Karosserieblech der hinteren Säule und das äußere Karosserieblech 80 der
Fahrerhausseite an den Trennlinien L1 bis L4, den Trennlinien L11
bis L16, einer Trennlinie L21 bzw. den Trennlinien L31 bis L34 getrennt.
-
Dann
wurden für
jeden durch diese Trennlinien aufgeteilten Bereich das optimale
Material für
das Stahlblechmaterial, die Blechdicke, Wärmebehandlung, Oberflächenbehandlung
und dergleichen in bezug auf die erforderlichen Eigenschaften (beispielsweise,
Festigkeit, Steifigkeit, Korrosionsbeständigkeit und dergleichen) und
die Wirkungen der Reduktion des Karosseriegewichts und der Produktionskosten
festgelegt.
-
Beispielsweise
lag im Falle des inneren Karosserieblechs 70 der hinteren
Säule eine
einheitliche Blechdicke vor, und es wurde ein Stahlblech, das einer
Plattierungsbehandlung unterzogen wurde, für den unteren Teil der Trennlinie
L21 zum Zweck einer Verbesserung der Korrosionsbeständigkeit
verwendet, während der
obere Teil der Trennlinie L21 keiner speziellen Oberflächenbehandlung
unterzogen wurde. Außerdem
ist es im Falle des äußeren Karosserieblechs 80 der
Fahrerhausseite hinsichtlich der Fläche, die von den Trennlinien
L31 bis L34 umgeben und diagonal schraffiert ist, bevorzugt, das
die Blechdicke unter Verwendung des Tailored-Blank-Verfahrens dicker
als die anderer Teile eingestellt wird.
-
In
bezug auf eine Reduktion des Karosseriegewichts durch eine Verstärkung des
Stahlblechs selbst (d. h. aufgrund einer Reduktion der Dicke des
Stahlblechsmaterials), ist es, wie oben beschrieben, im allgemeinen
nicht bevorzugt, solche Karosserieteile und Strukturteile, bei denen
nicht nur die Festigkeit, sondern auch die Steifigkeit im Hinblick
auf die Karosseriestruktur gewährleistet
sein muß (mit
anderen Worten ist der Beitrag im Hinblick auf die Steifigkeit der
gesamten Karosserie hoch) als ein Objekt, das zur Gewichtsreduktion dünner sein
muß, auszuwählen, da
auch bei einer Gewährleistung
der Festigkeit durch eine Verstärkung
des Stahlblechs selbst die reduzierte Blechdicke im Hinblick auf
die Gewährleistung
der Steifigkeit eine negative Wirkung ausübt. Es ist jedoch bevorzugt,
die Anwendung dieser Maßnahme
auf solche Karosserieteile und Strukturteile, bei denen der Beitrag
im Hinblick auf die Steifigkeit der gesamten Karosserie relativ
gering ist, wobei ein gewisses Maß an Festigkeit oder mehr erforderlich
ist, in Betracht zu ziehen.
-
14 ist
eine perspektivische Explosionsdarstellung, in der ein anderes Beispiel
dargestellt wird, in dem das Tailored-Blank-Verfahren auf eine Fahrerhausseiteneinheit
eines Kraftfahrzeugs angewendet wurde. In diesem konkreten Beispiel
waren die Verstärkung 60 der
Fahrerhausseite, das innere Karosserieblech 70 der hinteren
Säule und
das äußere Karosserieblech 80 der
Fahrerhausseite dieselben wie bei dem in 13 gezeigten
Beispiel, während
bei dem inneren Karosserieblech 50' der Fahrerhausseite, das an den
fünf Trennlinien
L1' bis L5' geteilt ist, die
Teilungsrichtung unterschiedlich von der des in 13 gezeigten
Beispiels ist.
-
Wie
oben beschrieben, ist es durch die Anwendung des Tailored-Blank-Verfahrens
zur Herstellung der Karosserie eines Kraftfahrzeugs möglich, das
optimale Material für
das Stahlblechmaterial, die Blechdicke, Wärmebehandlungseigenschaft,
Oberflächenbehandlung
und dergleichen in bezug auf die erforderlichen Eigenschaften (beispielsweise
Festigkeit, Steifigkeit, Korrosionsbeständigkeit und dergleichen) und
die Wirkung der Reduktion des Karosseriegewichts und der Materialkosten
einzustellen.
-
Im
folgenden wird ein konkretes Beispiel, in dem ein Formteil, hergestellt
aus einem Stahlblechteil, durch einen darin befindlichen Schaum
verstärkt
wurde, erläutert.
-
15 zeigt
eine Querschnittsstruktur eines Karosserierahmenteils für ein Kraftfahrzeug
als ein Formteil gemäß dem vorliegenden
konkreten Beispiel. Als ein Karosserieblechteil zum Bilden des Rahmens
wurde ein JSH270C-Stahlblech, standardisiert von Japan Iron and
Steel Federation (siehe Tabelle 2: Prüfkörper a), welches eine vorbestimmte
Menge von mindestens einem Element von den obenerwähnten Nitridbildungselementen
enthielt, verwendet. Außerdem
betrug die Blechdicke dieses Materials etwa 1 mm.
-
Unter
Verwendung dieses Stahlblechs, wie in 15 gezeigt,
wurden ein äußeres Karosserieblechmaterial
Po (Außenblech),
das in eine U-Querschnittsform, die nach einer Seite hin offen war,
preßgeformt
wurde, und ein flaches Karosserieblechmaterial Pi (Innenblech) verbunden,
um eine Halbhutform zu bilden, und Punktschweißen wurde bei einem Lochabstand
von 60 mm auf einem überlappenden
Teil Lf davon durchgeführt,
wodurch die Montage beendet wurde.
-
Wie
mittels der gedachten Linie von 15 gezeigt
wird, war in dem Fall, wo sich eine Verstärkung Rf in dem Rahmenabschnitt
befand, das Material dieser Verstärkung Rf das gleiche wie das
der Karosserieblechmaterialien Pi und Po des Rahmens FR. In diesem
Fall wurden Flanschteile (nicht gezeigt) an jedem Ende der Verstärkung Rf
zwischen die Flansche (Überlappungsteil
Lf) der Karosserieblechmaterialien Pi und Po eingeschoben, und dann
wurden diese drei Bleche durch Punktschweißen montiert.
-
Folgende
Schaummaterialien, die in den geschlossenen Abschnitt des Rahmens
Fr gefüllt
werden sollen, sind bevorzugt. Außerdem wurde die Dichte jedes
dieser Schaummaterialien bestimmt. Diese Schaummaterialdichte wurde
für jedes
Material bei Raumtemperatur (etwa 20°C) bestimmt.
Schaumurethanharz
(Härte
[8 kg/cm2]): Dichte 0,09 [g/cm3]
Epoxyharz
A: Dichte 0,50 [g/cm3]
Epoxyharz B:
Dichte 0,50 [g/cm3]
-
Ausgehend
von dem Fall des Verstärkens
unter Verwendung der obenerwähnten
Verstärkung
Rf, hergestellt aus einem Stahlblech, war es nun möglich, die
konvertierte Innenrahmendichte aus dem Gewicht der Verstärkung Rf,
die sich in dem Rahmenabschnitt befindet, wie in 15 gezeigt,
und dem Volumen des Rahmens FR entsprechend dem darin befindlichen
Teil der Verstärkung
Rf zu berechnen, und in dem Fall von dem vorliegenden konkreten
Beispiel betrug die konvertierte Innenrahmendichte dieser Verstärkung Rf
0,61 [g/cm3].
-
Im
Hinblick auf die Gewichtsreduktion des Rahmenteils FR ist es daher
bevorzugt, daß die
Dichte des Schaummaterials, das dort eingefüllt werden soll, 0,60 [g/cm3] oder weniger beträgt.
-
In
dem vorliegenden konkreten Beispiel wurde bei der Herstellung des
Rahmens Fr mindestens ein Karosserieblechmaterial (beispielsweise
das flache innere Karosserieblechmaterial Pi), auf das ein Schaummaterial
in dem unausgedehnten Zustand aufgebracht werden soll, vorher einer
Nitridierungsbehandlung unterzogen.
-
Aufgrund
dieser Nitridierungsbehandlung, wies, da ein Nitrid mit einer porösen Oberfläche auf
der Oberfläche
des Innenblechs Pi und in deren Umgebung erzeugt wurde, der Oberflächenzustand
der Fläche, auf
die das Schaummaterial aufgebracht werden sollte, eine mikroskopische
Porosität
auf.
-
Dann
wurde nach dem Einbringen eines Schaummaterials Se' (beispielsweise
Epoxidharz) im unausgedehnten Zustand auf das Innenblech Pi, dessen
Oberfläche
und Umgebung porös
sind, wie in 16 gezeigt, die Rahmenkarosserie
FR auf eine Temperatur in dem Bereich von 150 bis 200°C erwärmt. Dadurch schäumte das
Epoxidharz Se, und es dehnte sich aus, wie in 17 gezeigt,
und härtete,
nachdem der gesamte geschlossene Abschnitt der Rahmenkarosserie
FR vollständig
befüllt
war. Zu dieser Zeit haftete das Epoxidharz aufgrund eigenen Haftvermögens an
die innere Oberfläche
des Blechs. Es sollte beachtet werden, daß bei diesem Ausdehnungsverfahren
das Erwärmen
unter Verwendung der Wärme
in dem Trocknungs verfahren zum Trocknen des Rahmens FR nach dessen
Anstrich erreicht werden kann.
-
Auf
diese Weise wurde das Schaummaterial geschäumt und gehärtet in bezug auf den vorbestimmten Bereich
(Innenblech Pi), wo die Oberfläche
und die Umgebung aufgrund der Wärmebehandlung
porös waren, was
dazu führte,
daß ein
wesentlich höheres
Haftvermögen
im Vergleich zu dem Fall des Stahlblechs, an dem keine Wärmebehandlung
durchgeführt
wurde, erhalten werden konnte. Das heißt, bei der Verstärkung des Formteils
durch Einfüllen
eines Schaums ist es möglich,
den Schaum auf das Formteil mit einer relativ einfachen Konfiguration
zu fixieren und eine größere Verstärkungswirkung
durch Einfüllen
des Schaums zu erhalten.
-
In
dem Fall des Befüllens
des Rahmenabschnitts mit dem Füllmaterial,
ist es durch eine Steigerung des Haftvermögens zwischen mindestens einem
Teil des Karosserieblechmaterials, das den Rahmen und das Füllmaterial
darstellt, möglich,
das maximale Biegemoment, das der Rahmen aushalten kann, und den
Energieabsorptionswert bedeutend zu verbessern.
-
18 ist
eine Darstellung, in der ein Testgerät zum Durchführen eines
statischen Cantilever-Biegetests des Rahmens schematisch erläutert wird.
Nach dem Befüllen
des Abschnitts des Rahmens FR mit einer vorbestimmten Länge, der
die in 17 gezeigte Abschnittsform aufwies,
mit einem Füllmaterial
S, wurde ein Ende des Rahmens FR auf einer Trägerplatte Me fixiert, und die
Trägerplatte
Me wurde auf ein Gerätesubstrat Mf
fixiert. Dann wurde mittels eines Universaltestgeräts eine
statische Last Wm auf die Umgebung des anderen Endes des Rahmens
FR über
ein Lastelement Md ausgeübt,
die Beziehungen zwischen der Verschiebung und dem Biegewinkel und
die Belastung wurden gemessen, und dann wurden das maximale Biegemoment und
der statische Energieabsorptionswert bestimmt.
-
19 ist
eine Darstellung, in der die Beziehungen zwischen dem Biegewinkel
und dem Biegemoment von Rahmen, die jeweils mit verschiedenen Füllmaterialien
befüllt
worden sind, dargestellt wird. In dieser Darstellung zeigen die
Kurven a bis e die Merkmale von Rahmen unter Verwendung der folgenden
Füllmaterialien.
Kurve
a: kein Füllmaterial
(nur Stahlblech)
Kurve b: Epoxidharz A
Kurve c: Epoxidharz
B
Kurve d: Epoxidharz B, wobei ein Haftmittel (Karosseriedichtmasse
mit einer Scherfestigkeit von 7,3 MPa) zwischen dem Füllmaterial
und dem Karosserieblechmaterial Po oder Pi des Rahmens FR aufgebracht
ist.
Kurve e: Holz (Kiefer)
-
Wie
aus der Darstellung von 19 ersichtlich
ist, steigert sich der Wert des Biegemoments mit steigendem Biegewinkel
bei allen Kurven stark, bis der Biegewinkel einen gewissen Grad
erreicht. Bei den Kurven a bis c und e erreichen die Werte bei einem
bestimmten Biegewinkel den Peak (Höchstwert), und danach nimmt
das Biegemoment mit zunehmendem Biegewinkel ab. In dem Fall der
Kurve a (nur Stahlblechrahmen ohne Füllmaterial) liegt ein besonders
hoher Abnahmegrad vor.
-
Im
Gegensatz dazu wurde bei der Kurve d (Epoxidharz B zuzüglich Haftmittel)
auch nach wesentlicher Zunahme des Biegemoments keine Abnahme des
Biegemoments als Reaktion auf die Zunahme des Biegewinkels beobachtet,
und das Biegemoment blieb weiterhin hoch. Außerdem ist das maximale Biegemoment
in den fünf
Kurven am höchsten.
Im Vergleich zu der Kurve c, in der das gleiche Füllmaterial
(Epoxidharz B) verwendet wurde, wurden wesentliche Unterschiede
sowohl in der Neigung mit bezug auf die Zunahme des Biegewinkels
als auch in dem Ausmaß des
maximalen Biegemoments beobachtet.
-
Das
heißt,
aus den obigen Ergebnissen geht deutlich hervor, daß auch bei
Verwendung des gleichen Füllmaterials
die Biegemomenteigenschaft des Rahmens durch Fixieren des Füllmaterials
an dem Karosserieblechmaterial des Rahmens mittels eines Haftmittels
wesentlich verbessert wurde.
-
20 ist
ein Balkendiagramm, in dem das maximale Biegemoment [Nm] und der
Energieabsorptionswert [J] der Rahmen, die mit verschiedenen Füllmaterialien
in ähnlicher
Weise wie jene von 19 befüllt waren, gezeigt werden.
In diesem Diagramm zeigen die Balken A bis E jeweils die Merkmale
der Rahmen, in die die folgenden Füllmaterialien aufgebracht wurden.
In jedem Balken stellt der linke Zahlenwert (leerer Balken) das
maximale Biegemoment [Nm], und der rechte Zahlenwert (schraffierter
Balken) den Energieabsorptionswert [J] des Rahmens dar.
Balken
A: kein Füllmaterial
(nur Stahlblech)
Balken B: Epoxidharz A
Balken C: Epoxidharz
B
Balken D: Epoxidharz B zuzüglich Haftmittel (Das Füllmaterial
ist Epoxidharz B, und ein Haftmittel (Karosseriedichtmittel mit
einer Scherfestigkeit von 7,2 MPa) wurde zwischen dem Füllmaterial
und dem Karosserieblechmaterial Po oder Pi des Rahmens FR aufgebracht.)
Balken
E: Holz (Kiefer)
-
Wie
aus 20 gut ersichtlich ist, war der Energieabsorptionswert
des Rahmens bei demjenigen, auf den das Epoxidharz B zuzüglich des
Haftmittels aufgebracht wurde (Balken D) am größten, und unter Verwendung
des gleichen Füllmaterials
(Epoxidharz B) wurde ein deutlicher Unterschied im Vergleich zu
dem Energieabsorptionswert von Balken C beobachtet.
-
Das
heißt,
aus dem obigen Ergebnis geht deutlich hervor, daß auch bei Verwendung des gleichen
Füllmaterials
die Energieabsorptionseigenschaft des Rahmens durch Fixieren des
Füllmaterials
an dem Karosserieblechmaterial des Rahmens mittels eines Haftmittels
wesentlich verbessert wurde.
-
21 ist
eine Darstellung, in der die Beziehung zwischen der Scherhaftfestigkeit
der Haftschicht und dem maximalen Biegemoment gezeigt wird.
-
Wie
aus der Darstellung von 21 klar
ersichtlich ist, erhöht
sich mit zunehmender Scherhaftfestigkeit der Haftschicht auch das
maximale Biegemoment, doch bei einer Scherhaftfestigkeit von 3 MPa
oder mehr wird der Steigerungsgrad des maximalen Biegemoments (Anstieg
der Kurve in der Darstellung) gemäßigter als vorher. Das heißt, bei
einer Scherhaftfestigkeit der Haftschicht von 3 MPa oder mehr ist
es möglich,
das maximale Biegemoment, das der Rahmen aushalten kann, mit äußerst hoher
Wirksamkeit zu verbessern, einen ausreichenden Biegemomentwert zu
erreichen und ein hohes Energieabsorptionsvermögen zu erhalten. Es ist daher
im wesentlichen erforderlich, daß die Scherhaftfestigkeit der
Haftschicht 3 MPa oder mehr beträgt.
-
Wird
außerdem
die Scherhaftfestigkeit weiter auf 7 MPa oder mehr erhöht, ist
der Steigerungsgrad des maximalen Biegemoments gesättigt. Mit
anderen Worten ist es bei einer Scherhaftfestigkeit von 7 MPa oder mehr
möglich,
einen Biegemomentwert zu erhalten, der nah an den Maximalwert herankommt.
Es ist daher stärker
bevorzugt, daß die
Scherhaftfestigkeit der Haftschicht 7 MPa oder mehr beträgt.
-
In
dem Fall, wo das Füllmaterial
selbst haftend ist, wie in dem Fall der Epoxidharze in dem vorliegenden
konkreten Beispiel, ist es möglich,
das Füllmaterial
direkt an das Karosserieblechmaterial des Rahmens unter Verwendung
des Haftvermögens
zu kleben und zu fixieren, ohne ein anderes Haftmittel verwenden
zu müssen.
Auch in diesem Fall beträgt
die Scherhaftfestigkeit vorzugsweise 3 MPa oder mehr und stärker bevorzugt
7 MPa oder mehr.
-
22 ist
eine Darstellung, in der die Scherhaftfestigkeiten des konkreten
Beispiels (des vorliegenden Beispiels), wobei das Innenblech Pi,
auf das das Schaummaterial des Rahmens FR aufgebracht werden soll, als
Wärmebehandlung
einer Nitridierungsbehandlung unterzogen wird, und ein Vergleichsbeispiel,
wo eine solche Behandlung nicht durchgeführt wird, dargestellt werden.
Beide Stahlblechsmaterialien des Innenblechs Pi bestanden aus dem
obenerwähnten
JSH270C-Stahlblech. Au ßerdem
wurde die Messung der Scherhaftfestigkeit entsprechend dem Testverfahren,
das durch JIS K 6850 „Testing
Methods for Shear Strength of Adhesive Bonds by Tensile Logding" definiert ist, durchgeführt.
-
Wie
aus dieser Darstellung ersichtlich ist, konnte bestätigt werden,
daß durch
Unterziehen des Blechmaterials, auf das das Schaummaterial aufgebracht
werden soll, einer Nitridierungsbehandlung, die Scherhaftfestigkeit
in dem Bindungsbereich zwischen dem Schaum und dem Blechmaterial
wesentlich verbessert ist.
-
Wie
oben beschrieben, wird, da nach dem Bilden eines Formteils (Rahmenteil
für eine
Fahrzeugkarosserie) mit einer vorbestimmten Form durch Unterziehen
eines Blechmaterials, welches ein vorbestimmtes Wärmebehandlungselement
(Nitridbildungselement) enthält,
einer plastischen Verformung, eine vorbestimmte Wärmebehandlung
(Nitridierungsbehandlung) auf mindestens einem vorbestimmten Bereich
des Formteils durchgeführt
wird, eine intermetallische Verbindung mit einer Porosität (als porös bezeichnet)
in der Oberfläche
und der Umgebung der Oberfläche
in bezug auf diesen vorbestimmten Bereich erzeugt. Da veranlaßt wird, daß sich das
Schaummaterial nach dessen Aufbringen auf diesen vorbestimmten Bereich
durch Erwärmen des
Formteils ausdehnt, wird dann das Schaummaterial in bezug auf den
vorbestimmten Bereich, dessen Oberfläche und dessen Umgebung porös sind,
ausgedehnt und gehärtet,
so daß es
möglich
ist, ein viel höheres
Haftvermögen
als in dem Fall des Stahlblechs zu erhalten, das keiner Wärmebehandlung
unterzogen wurde. Das heißt,
zur Verstärkung
des Formteils durch dessen Befüllen
mit dem Schaum ist es möglich,
den Schaum mit einer relativ einfachen Konfiguration an das Formteil
zu fixieren und eine hohe Verstärkungswirkung
durch Einfüllen
des Schaums zu erhalten.
-
Es
ist insbesondere in bezug auf eine Rahmenkarosserie mit einem geschlossenen
Abschnittsform, der einen Teil einer Kraftfahrzeugkarosserie darstellt,
möglich,
zum Zeitpunkt des Einwirkens einer Kollisionslast die Festigkeit
und Steifigkeit der Rahmenkarosserie der Kraftfahrzeugkarosserie
und die Energieabsorptionseigenschaft zu verbessern.
-
Da
die Dichte des Schaummaterials auf 0,6 [g/cm3]
oder weniger eingestellt ist, werden außerdem, verglichen mit dem
Fall, wo die Verstärkung
unter Verwendung eines Stahlblechs erreicht wird, ein kleineres Gewicht
und höheres
Energieabsorptionsvermögen
erhalten. Da das Schaummaterial ein Epoxidharz ist, ist es außerdem möglich, den
Vorgang des Füllens
in das Formteil leicht und sicher durch Nutzung der Aufschäumbarkeit
des Harzes durchzuführen.
-
In
dem vorliegenden konkreten Beispiel wurde als Karosserieblechmaterial,
das den Rahmen bildet, das Material, das auf einem JSH270C-Stahlblech,
das durch den Japan Iron and Steel Federation Standard (JFS) definiert
ist, basiert und eine vorbestimmte Menge von mindestens einem Element
der obenerwähnten Nitridbildungselemente
enthält,
verwendet, und durch Unterziehen dieses Materials einer Nitridierungsbehandlung
wurden mindestens die Oberfläche
und die Umgebung des vorbestimmten Bereichs porös gemacht (sogenannter poröser Zustand),
und durch Aufbringen und Ausdehnen des Schaummaterials in diesem
vorbestimmten Bereich wurde ein äußerst hohes
Haftvermögen
erhalten, wodurch die Verstärkungswirkung
durch Einfüllen
des Schaums weiter verbessert wurde. Jedoch ist es unter Verwendung
eines JSC260G-Stahlblechs (Tabelle 2: Prüfkörper c) anstelle des obenerwähnten JSH270C-Stahlblechs
als Karosserieblechmaterial, das den Rahmen bildet, möglich, zusätzlich zu
der Verstärkungswirkung
aufgrund der Verbesserung des Haftvermögens zwischen dem Schaum und
dem Karosserieblechmaterial die Festigkeit des Rahmens wirkungsvoller durch
die oben beschriebene Nitridierungsbehandlung (verglichen mit dem
JSH270C-Stahlblech) weiter zu verbessern, da das Karosserieblechmaterial
(Stahlblech) selbst verstärkt
wird.
-
Im
folgenden wird ein konkretes Beispiel eines Metallformteils, das
durch ein sogenanntes Hydroformverfahren gebildet wird, wobei ein
Metallteil unter Verwendung eines hydraulischen Drucks einer Flüssigkeit gebildet
wird, erklärt.
-
Die 23A bis 23D sind
Darstellungen, in denen schematisch eine Reihe von Verfahren in
dem Fall der Herstellung beispielsweise eines sogenannten Kastenrahmens,
der einen Teil einer Federung eines Kraftfahrzeugs darstellt, unter
Verwendung des obenerwähnten
Hydroformverfahrens gezeigt wird.
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Zuerst
wurde, wie in 23A gezeigt, ein gerades Stahlrohrteil
F1 mit einer vorbestimmten Wanddicke als Metallmaterial mit einer
geschlossenen Abschnittsform hergestellt. Dieses Rohrteil F1 wurde
aus einem Nitrierstahl hergestellt. Das Rohrteil kann durch Biegen
eines flachen Stahlblechs mit einer vorbestimmten Wanddicke durch
Schweißen
gebildet werden.
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Anschließend wurde,
wie in 23B gezeigt, dieses Rohrteil
F1 preßgeformt,
wodurch eine Vorform F2 mit einer Form, die der Endform des Formteils
(Kastenrahmen) relativ ähnlich
war (siehe 23C und 23D),
gebildet wurde.
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Nachdem
die Vorform F2 zum Hydroformverfahren in einer vorbestimmten Preßform (nicht
gezeigt) platziert wurde, wurde eine vorbestimmte Flüssigkeit
(beispielsweise hydraulisches Drucköl) in den geschlossenen Abschnitt
der Vorform F2 gefüllt,
und die Flüssigkeit
wurde auf einen vorbestimmten Druck mittels der Druckvorrichtung
(nicht gezeigt) gebracht. Demzufolge fand aufgrund des obigen inneren
Drucks eine plastische Verformung der Vorform F2 statt, so daß ein Metallformteil
F3 mit einer Form entsprechend der Gestalt der Preßformoberfläche der
Preßform
erhalten werden konnte (siehe 23C).
Das heißt,
die Vorform F2 wurde zum Erzeugen des Metallformteils F3 hydrogeformt.
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Dann
konnte durch Härten
des vorbestimmten Bereichs des Metallformteils F3 durch eine Nitridierungsbehandlung
ein Kastenrahmen F4 erhalten werden, bei dem ein spezieller Bereich
(siehe diagonalschraffierter Abschnitt in 23D)
durch die Nitridierungsbehandlung verstärkt war.
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Auf
diese Weise war es möglich,
nur einen gewünschten
Teil des einteiligen Metallformteils F4 zuverlässig zu härten und zu verstärken, da
nur der spezielle Bereich des Metallformteils (Kastenrahmen F4)
durch die Wärmebehandlung
gehärtet
wurde.
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Als
Verfahren zur Verstärkung
von nur einem speziellen Bereich durch eine Nitridierungsbehandlung, wie
oben beschrieben, können
verschiedene Verfahren in Erwägung
gezogen werden.
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Wie
in den 24A und 24B gezeigt,
wurde in dem obigen konkreten Beispiel nur ein spezieller Bereich
Fs (Verstärkungsbereich),
der in dem durch das Hydroformverfahren gebildeten Formteil F3 verstärkt werden
sollte, in dem Salzbadnitridierungsverfahren in das Salzbad S eingetaucht,
so daß die
Nitridierungsbehandlung nur in diesem Teil stattfand.
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Da
die Wärmebehandlung
dann durchgeführt
wurde, als nur der spezielle Bereich Fs des durch das Hydroformverfahren
gebildeten Formteils F3 in das Salzbad S eingetaucht wurde, war
es auf diese Weise möglich,
durch die Wärmebehandlung
nur den speziellen Bereich Fs des Metallformteils F4 zuverlässig zu
härten
und zu verstärken,
ohne daß ein
anderes Verfahren bereitgestellt werden mußte.
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Wie
in den 25A bis 25C gezeigt,
ist es als Alternative ebenso möglich,
daß vor
der Durchführung
einer Nitridierungsbehandlung das durch das Hydroformverfahren gebildete
Formteil F3 einer Maskierbehandlung unterzogen wird, das heißt, der
nicht zu verstärkende
Bereich (Nichtverstärkungsbereich)
wird mit einem geeigneten Maskierungsmaterial (umfassend beispielsweise
Filme wie Plattierungsfilme) (siehe karierter Teil in 25B) abgedeckt, und danach wird das gesamte durch
das Hydroformverfahren gebildete Formteil F3 in das Salzbad S eingetaucht,
wodurch nur der zu verstärkende
Bereich Fs (Verstärkungsbereich),
der nicht mit dem Maskierungsmaterial abgedeckt ist, durch die Nitridierungsbehandlung
verstärkt
wird.
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Da
die Maskierbehandlung auf einem anderen Teil als dem speziellen
Bereich Fs des durch das Hydroformverfahren vor der Wärmebehandlung
gebildeten Formteils F3 durchgeführt
wird, ist es wie oben beschrieben möglich, nur den speziellen Bereich
Fs des Metallformteils F4 zuverlässig
und leicht durch die Wärmebehandlung
zu härten
und zu verstärken.
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Da
die Vorform F2 mit einer geschlossenen Abschnittsform, die der Endform
des Metallformteils F4 relativ ähnlich
ist, sich in der vorbestimmten Preßform befindet, und durch Befüllen des
geschlossenen Abschnittsbereichs der Vorform F2 mit einer Druckflüssigkeit
wird gemäß dem vorliegenden
konkreten Beispiel wie oben be schrieben das Metallformteil F3 nach
Bilden des Metallformteils F3 entsprechend der Form der Preßform durch
die Wärmebehandlung
gehärtet,
wodurch es möglich
ist, zum Zeitpunkt der Formung vor der Wärmebehandlung eine ausreichende
plastische Verformbarkeit zu gewährleisten.
Durch die nach der plastischen Verformung durchgeführte Wärmebehandlung
ist es dann auch möglich,
dem speziellen Bereich Fs des Formteils F4 die erwünschte Festigkeit
zu verleihen.
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Das
heißt,
beim Erhalt eines Metallformteils unter Verwendung des sogenannten
Hydroformverfahrens ist es möglich,
zuverlässig
das Metallformteil F4 mit ausreichender Festigkeit zu erhalten.
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Außerdem ist
es in diesem Fall möglich,
nur den gewünschten
Teil des einteiligen Metallformteils F4 zuverlässig zu härten und zu verstärken, da
nur der spezielle Bereich des Metallformteils (Kastenrahmen F4) durch
die Wärmebehandlung
gehärtet
wurde.