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GEBIET DER
ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft monoklonale Antikörper, welche spezifisch den
menschlichen Rezeptor für
Lipoproteine mit geringer Dichte (LDLR, low-density lipoprotein
receptor) erkennen. Diese Antikörper sind
bedeutsam, beispielsweise zur Identifizierung und Aufreinigung von
menschlichem löslichen
LDLR (hsLDLR) in Produktionsprozessen, wie auch in der Identifizierung
und Behandlung von Erkrankungen, wie z.B. Hepatitis C-Infektionen
(HCV).
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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Cholesterol
ist eine Komponente, von allen eukaryontischen Plasmamembranen und
ist essentiell für das
Wachstum und die Überlebensfähigkeit
von Zellen in höheren
Organismen. Jedoch verursachen hohe Serum-Niveaus von Cholesterol
Erkrankungen und Tod dadurch, dass sie zur Ausbildung von atherosklerotischen
Plaquen in Arterien über
den gesamten Körper
hinweg beitragen. Die Hauptstelle der Cholesterolsynthese in Säugetieren
ist die Leber. Merkliche Mengen von Cholesterol werden auch im Darm
gebildet. Die Rate der Cholesterolausbildung durch diese Organe
ist hoch responsiv auf die Menge an Cholesterol absorbiert aus Nahrungsquellen.
Zellen außerhalb
der Nähe
des Darms nehmen Cholesterol aus dem Plasma auf, anstelle es de
novo zu synthetisieren. Cholesterol und andere Lipide werden transportiert
in Körperflüssigkeiten
durch Lipoproteine, welche klassifiziert werden entsprechend zunehmender
Dichte. Ein Lipoprotein ist ein Partikel, welcher aus einem Kern
von hydrophoben Lipiden besteht, umgeben durch eine Schale von polaren
Lipiden und Apoproteinen. Diese Lipoproteine spielen zwei Rollen.
Sie lösen
hochhydrophobe Lipide auf und sie enthalten Signale, welche die
Bewegung von speziellen Lipiden in und aus spezifischen Targetzellen
und Geweben regulieren. Cholesterol wird in Körperflüssigkeiten transportiert durch
Lipoproteine von geringer Dichte (LDL), welche an einen spezifischen
Rezeptor an der Plasmamembran von nicht hepatischen Zellen binden. Der
Rezeptor-LDL-Komplex wird dann in die Zelle eingeschleust durch
einen Transportmechanismus, welcher als Rezeptor mediatisierte Endocytose
bezeichnet wird (Goldstein et al. 1979). Der low density lipoprotein (LDL)-Rezeptor
ist der Prototyp einer Familie von strukturell verwandten Zelloberflächenrezeptoren,
welche die Endocytose von multiplen Liganden in Säugetierzellen
vermitteln.
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Der
LDL-Rezeptor besteht aus 822 Aminosäureresten und weist ein Molekulargewicht
von 164.000 auf. Er besteht aus mehreren Domänen, wobei einige davon eine
Sequenzhomologie mit anderen Proteinen zeigen. Seine NH2-terminate
Ligandenbindende Domäne
besteht aus 292 Resten, angeordnet in 7 Cystein-reichen unvollständigen Wiederholungen.
Jede Wiederholung enthält
6 Cystein-Reste, welche über
Disulfid gebunden sind in dem Muster eins zu drei, zwei zu fünf und vier
zu sechs (Bieri et al. 1995). Auf diese Domäne folgen vier weitere Domänen: die
erste besteht aus 400 Aminosäureresten
und ist homolog zum EGF-Rezeptor, die zweite besteht aus 58 Aminosäureresten,
welche reich an O-verknüpften
Zuckern sind, die dritte ist eine einzelne Transmembrandomäne von 22
Aminosäureresten
und die vierte ist eine cytoplasmische Domäne von 50 Aminosäureresten
(Sudhof et al. 1985), (Brown et al. 1986).
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Die
physiologische Bedeutung des LDL-Rezeptors wurde duch die Untersuchungen
von Brown und Goldstein zur familiären Hypercholesterolemie (FH)
begründet.
Diese Erkrankung zeigte sich als ausgelöst durch einen molekulargenetischen
Defekt, welcher von der Abwesenheit oder Effizienz von funktionellen
Rezeptoren für
LDL herrührte
(Brown et al. 1976). Mehrere Klassen von FH-Mutationen wurden charakterisiert (Goldstein
et al. 1975).
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Eine
lösliche
Form des sLDLR, welche antivirale Aktivität zeigte, wurde identifiziert
und isoliert aus Kulturüberstand
von Interferon-induzierten Zellen (Fischer et al., 1993) und in
Körperflüssigkeiten
(Fischer et al.). Mehrere Interferon-induzierte Proteine wurden
identifiziert, welche instrumentell in der Induktion des antiviralen
Zustandes durch IFNs sind. Ein solches Protein, welches antivirale
Aktivität
zeigt, wurde produziert und akkumuliert in Kulturüberstand
von menschlichem Amnion WISH-Zellen. Dieses Protein wurde zur Homogenität aufgereinigt
und als der sLDLR identifiziert (siehe
EP 0 553 667 und Fischer et al. 1993).
Der sLDLR zeigte sich als in das Medium durch Säugetierzellen sekretiert, welche
einen antiviralen Zustand als Antwort auf Interferon einleiten.
Im Gegensatz zu Interferon induziert sLDLR nicht einen antiviralen
Zustand in den Zellen, sondern ist selbst antiviral. Es zeigte sich,
dass sLDLR offensichtlich über
den Prozess der viralen Replikationsreifung und Knospung hinweg
vorlag, was nahe legt, dass er in einen komplexen Prozess involviert
ist, welcher zur Inhibierung von Virusanordnung und Knospung führt (nicht
publizierte Daten). Endocytose von Hepatitis C-Virus wurde in jüngster Zeit
gezeigt als ein Vorgang, der durch LDL-Rezeptoren in kultivierten
Zellen mediatisiert wird (Agnello et al., 1999). Diese und andere
Ergebnisse legen nahe, dass die Familie von LDL-Rezeptoren als viraler
Rezeptor fungieren kann. Folglich können Antikörper, induziert gegen den sLDLR-Rezeptor
den Eintritt und die Knospung von viralen Partikeln blockieren durch
Binden an den zellulären
LDL-Rezeptor.
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Der
einzig verfügbare
monoklonale Antikörper
gegen LDLR, der bislang bekannt ist, ist C7, ein Antikörper gegen
LDLR aus Rindern (Beisiegel et al., 1981, kommerziell verfügbar von
Amersham, UK), welcher hergestellt wurde durch Immunisierung von
Mäusen
mit dem adrenalen Cortex LDLR von Rindern, aufgereinigt zur Homogenität. Membrane
aus dem adrenalen Cortex von Rindern wurde gelöst und der Rezeptor wurde teilweise
aufgereinigt durch Eluieren aus einer DEAE-Cellulosesäure (Beisiegel
et al. 1981). Der Antikörper
gegen Rinder-LDLR ist nur schwach kreuzreaktiv mit menschlichem
LDLR.
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Tatsächlich fand
sich, dass der C7 Mab gegen Rinder-LDLR signifikante Nachteile aufwies,
wenn er zum Nachweis und zur Quantifizierung von rekombinantem menschlichem
LDLR eingesetzt wurde:
er zeigt eine sehr geringe Affinität gegenüber menschlichem
LDLR;
er reagiert signifikant über Kreuz mit Zellkultur-abgeleiteten
Verunreinigungen.
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Van
Driel I. et al., The Journal of Biological Chemistry, vol. 264,
no. 16, 5 June 1989 (1989-06-05), pp. 9533-9538 offenbart einen
Festphasen-Liganden-Bindungsassay für LDLR-Rezeptoren, wobei Antikörper gerichtet
auf eine entsprechende Domäne
des LDLR-Rezeptors verwendet werden. Explizit erwähnt sind
die monoklonalen Antikörper
C7, 15C8, HL1, und 4A4, verwendet gegen den menschlichen LDL-Rezeptor.
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Driel,
I. et al., The Journal of Biological Chemistry, vol. 262, Nr. 33,
16127-16134, 1987 offenbart die Verwendung der monoklonalen Antikörper C7,
15C8, und HL1 in einer Untersuchung bezüglich der Rolle der cytoplasmischen
Domäne
des LDL-Rezeptors bei der Selbstassoziierung in Oligomere und beim
Clustering in Coated Pits.
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Driel,
I. et al., The Journal of Biological Chemistry, vol. 262, Nr. 36,
17443-17449, 1987 offenbart das Binden der erste cysteinreichen
Widerholung der Liganden-Bindungsdomäne von LDLR
gegen Antikörper 15C8
und C7.
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V.
Agnello et al., Proceedings of the National Academy of the Sciences
of the USA, vol. 96, no. 22, 26 October 1999 (1999-10-26), pp. 12766-12771
offenbart, dass die Endocytose des Hepatitis-C-Virus mediatisiert
wird durch LDL-Rezeptoren in kultivierten Zellen. Innerhalb der
präsentierten
Untersuchungen wird ein monoklonaler Anti-LDL-Rezeptor-Antikörper, d.h. C7, verwendet, um
die Endocytose zu inhibieren.
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Neben
diesen Antikörpern
waren spezifische Antikörper
gegen menschliches LDLR zuvor nicht verfügbar. Dies erscheint überraschend,
da es sehr üblich
ist, Antikörper
gegen neue Proteine zu induzieren, sei es zur Aufreinigung, oder
zur Identifizierung für
die Assayentwicklung. Es ist möglich,
dass solche Antikörper bislang
nicht erzeugt worden sind, da eine Bedingung zum Erzeugen solcher
monoklonaler Antikörper
die Verfügbarkeit
von hinreichend großen
Mengen an hoch aufgereinigtem Antigen ist, was die effiziente Immunisierung
von Mäusen
ermöglicht.
Ein hoch aufgereinigtes Antigen ist eines, welches in einem einzigen
Hauptpeak in RP-HPLC erscheint. Desweiteren waren Verfahren zur
Identifizierung und Quantifizierung von Antigen während Aufreinigungsprozessen
nicht leicht zu etablieren. In Übereinstimmung
mit der Erfindung wurde ein antiviraler Aktivitätsassay, wie hier beschrieben,
eingesetzt zur Identifizierung von LDLR während Aufreinigungsprozessen.
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Es
besteht ein Bedarf, spezifische Mabs gegenüber menschlichem LDLR zu erzeugen,
um die Mittel zum Entwickeln eines effizienten Immunoassays (ELISA)
bereitzustellen sowie für
die Identifizierung des Proteins im Western Blot. Diese Antikörper sind
nötig für das Studieren
und die Quantifizierung des rekombinanten menschlichen löslichen
LDLR während
der Entwicklung der Produktions- und Aufreinigungsprozesse des rekombinanten
Proteins sowie zum Nachweis des natürlichen Proteins.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung ermöglicht
die Erzeugung von Hybridoma-Zelllinien, welche monoklonale Antikörper erzeugen,
die in der Lage sind, spezifisch den menschlichen LDLR-Rezeptor
und Fragmente davon zu erkennen und zu binden.
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Genauer
gesagt, ermöglicht
die vorliegende Erfindung die Erzeugung von Hybridoma-Zelllinien, welche
monoklonale Antikörper
erzeugen, die in der Lage sind, spezifisch den menschlichen löslichen
LDLR-Rezeptor zu erkennen und zu binden.
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Folglich
betrifft die vorliegende Erfindung einen monoklonalen Antikörper, chimären Antikörper, vollständig humanisierten
Antikörper,
Anti-Anti-ID-Antikörper
oder ein Fragment davon, welches spezifisch menschlichen löslichen
LDL-Rezeptor erkennt und bindet sowie Fragmente davon, welcher in
der Lage ist, die Replikation des Hepatitis-C-Virus zu inhibieren, und welcher erhältlich ist
durch Immunisieren von Tieren mit menschlichem löslichen LDLR+291, d.h. der
menschlichen löslichen
Rezeptorform, welche die Aminosäuresequenz
von Asp+4 bis Glu+291 der menschlichen löslichen LDLR-Sequenz einschließt, außer den
monoklonalen Antikörper
C7.
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Die
vorliegende Erfindung stellt solche Antikörper zur Verfügung, welche
menschlichen löslichen LDLR
erkennen und binden und die folgenden Anforderungen erfüllen:
Antikörper, welche
als ein Paar in einem ELISA eingesetzt werden können, beispielsweise einem
Sandwich-ELISA (Enzyme Linked Immuno Sorbent Assay) zum Nachweis
von menschlichem löslichen
LDLR.
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Mabs,
welche verwendet werden können
zur Identifizierung des LDLR in Wester Blot-Anaylse.
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Mabs,
welche verwendet werden können,
um die antivirale biologische Aktivität des menschlichen löslichen
LDLRs zu neutralisieren.
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Mabs,
welche verwendet werden können,
um virale Infektion, wie z.B. von HCV, zu inhibieren.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ein in vitro-Verfahren zur Verfügung zum
Inhibieren der Replikation von Hepatitis-C-Virus umfassend das Inkontaktbringen
der Zellen mit dem monoklonalen Antikörper der Erfindung vor der
Infektion durch den Hepatitis C-Virus, im die Replikation des Hepatitis
C in der Zelle zu inhibieren, wie auch die Verwendung des monoklonalen
Antikörpers
der Erfindung zur Herstellung eines Medikamentes für die Behandlung
der Hepatitis-C-Infektion.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft des weiteren ein Verfahren zum Nachweis
und/oder zur Quantifizierung von menschlichem LDLR, welches die
Verwendung des spezifischen monoklonalen Antikörpers gemäß der Erfindung in einer bekannten
Art und Weise für
diesen Zweck involviert.
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Die
vorliegende Erfindung stellt auch geklonte Hybridoma zur Verfügung, umfassend
eine Milzzelle von einem Säugetier,
immunisiert mit dem rekombinanten menschlichen LDLR sowie eine homogene
oder heterogene Lymphoidzelle.
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Ein
monoklonaler Antikörper
entsprechend der Erfindung wird hergestellt auf konventionelle Art
und Weise, d.h. beispielsweise durch Kultivieren eines geklonte
Hybridoms, umfassend eine Milzzelle von einem Säugetier, immunisiert mit hsLDL
sowie eine homogene oder heterogene Lymphoidzelle in flüssigem Medium oder
Säugetier-Abdomen, um zu ermöglichen,
dass das Hybridom den monoklonalen Antikörper erzeugt und akkumuliert.
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Die
Erfindung stellt in einem weiteren Aspekt ein Verfahren zur Verfügung, zum
Herstellen eines monoklonalen Antikörpers umfassend das Kultivieren
eines geklonten Hybridoms umfassend eine Milzzelle von einem Säugetier,
immunisiert mit hoch aufgereinigten menschlichem löslichem
LDLR+291, d.h. der menschlichen löslichen Rezeptorform, einschließend die
Aminosäuresequenz
von Asp+4 bis Glu+291 der menschlich löslichen LDLR-Sequenz und eine
homogene oder heterogene lymphoide Zelle in flüssigem Medium oder Säugetier-Abdomen,
um zu ermöglichen,
dass das Hybridom den monoklonalen Antikörper erzeugt und akkumuliert.
Desweiteren wird ein Verfahren zum Aufreinigen von menschlichem
LDLR bereitgestellt, welches das Inkontaktbringen eines Materials,
welches rohen menschlichen LDLR umfasst mit dem monoklonalen Antikörper der
vorliegenden Erfindung umfasst.
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Eine
Säule mit
adsorbiertem LDLR-spezifischen monoklonalen Antikörper kann
verwendet werden, als ein Affinitätsaufreinigungsschritt, in
dem Aufreinigungsprozess des rekombinanten Proteins.
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Ein
Verfahren zum Nachweis und Messen von rekombinantem menschlichem
LDLR, welches die Verwendung der monoklonalen Antikörper der
vorliegenden Erfindung als Antikörperkomponente
in einem ELISA-Assay umfasst, wird in Beispiel 5 beschrieben. Als
den LDLR oder als Fragment eines LDLRs zum Immunisieren von Tieren
kann irgendein LDLR verwendet werden, solange als er der LDLR eines
Warmblut-Säugetiers
ist. Eine mutierte Form von LDLR kann auch verwendet werden. Ein
repräsentatives
Beispiel eines solchen Säugetier-menschlichen,
löslichen
LDLRs ist die lösliche
LDLR+291 Form, welche die Aminsoäuresequenz
einschließt,
die an der Aminosäure
Asp an Position +4 beginnt und mit der Aminosäure Glu an Position +291 der
Sequenz von menschlichem LDLR endet, wobei jede andere Form ebenso
verwendet werden kann, wie z.B. die +292-Form etc.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER FIGUREN
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1 ist
ein Flussdiagramm, welches die Entwicklung von monoklonalen Antikörpern gegen
r-hsLDLR zeigt.
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2 zeigt
eine Western Blot Analyse der +291-Form von r-hsLDLR in Zeile 1,
den Urin-hsLDLR in Zeile 2 und dem rekombinanten menschlichen p55
TNF-Rezeptor als Negativkontrolle (r-hsTBP-1) in Zeile 3, wobei
die monoklonalen Antikörper
unter jedem Streifen angezeigt werden. Die Pfeile auf der linken
Seite der Figur zeigen die Position der Molekulargewichtmarker und
die Pfeile auf der rechten Seite der Figur zeigen die Position der
hsLDLR-Form, welche oberhalb eines jeden Pfeiles angegeben wird.
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3 zeigt
die Effekte von Mabs 12.6, 28 und 29.8 auf die Produktion von HCV(+)
und (-) Stämmen in
Kultur FT167. Zellen wurden 30 Minuten vor der Infektion mit Mab
Anti-LDLR (8 oder
2 μg/ml)
behandelt. Anschließend
wurden die Zellen über
Nacht infiziert mit 25 μl
von HCV(+) Serum (N°42;1b).
Am Tag nach der Infektion wurden drei Waschungen durchgeführt und
neues Medium wurde hinzugefügt
und alle 48 Stunden verändert.
Fünf Tage
nach Infektion wurden die Hepatocyten geerntet, RNA wurde aufgereinigt
und 1 μg
zelluläre
RNA wurde analysiert durch rTth RT-PCR (Perkin Elmer). Die Assays
wurden doppelt durchgeführt.
- +SP: positiver Stamm: RNA-Assay; -SP: negativer Stamm: RNA-Assay;
X: leer.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Monoklonale
Antikörper
(Mabs) gegen menschliches lösliches
LDLR (hsLDLR) wurden erzeugt. Unter Verwendung dieser monoklonalen
Antikörper
wurden ein ELISA und eine Westernblot-Prozedur zur Identifizierung
von hsLDLR sowie ein Neutralisierungsassay für die antivirale Aktivität von hsLDLR
entwickelt.
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Die
Mabs wurden erzeugt in Mäusen,
immunisiert mit der rekombinanten +291 Form von hsLDLR, welcher
aus der N-terminalen liganden Bindungsdomäne des menschlichen löslichen
LDLRs besteht, von Asp +4 bis Glu +291. Die rekombinante +291 Form
von hsLDLR wurde erzeugt in CHO-Zellen und aufgereinigt zur Homogenität.
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Die
immunisierten Mäuse
erzeugten signifikante Titer von spezifischen Antikörpern. Nach
dem Screenen der Hybridomas wurden 5 Klone (Nummern 12, 28, 29,
30 und 50) identifiziert als diejenigen, welche die meisten Antikörper produzierten.
Diese Klone wurden ausgewählt
für weiteres
Subklonieren. Nach dem Subklonieren wurden 29 Subklone, welche hohe
Antikörperproduktivität aufwiesen,
isoliert und Ampullen aus den Elternklonen, bzw. von Subklonen wurden
gefroren.
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Ein
Paar von monoklonalen Antikörpern
wurde ausgewählt
für den
ELISA für
den r-hsLDLR. Mab
28 wurde ausgewählt
als Coating-Antikörper
und Mab 29.8, gelabelt mit Biotin, wurde als zweiter Antikörper ausgewählt. Mabs
12.6 und 29.8 zeigten sich als geeignet für die Identifikation des nativen
und rekombinanten hsLDLR in Westernblotanalyse und die Mabs 28 und
30 zeigten sich als geeignet für
die Identifizierung des rekombinanten hsLDLR in Westernblotanalyse.
Mabs 12.6 und 50.30 zeigten sich als geeignet für die Inhibition der antiviralebn
Aktivität
von hsLDLR.
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Es
zeigte sich ebenfalls in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung, dass Mabs 12.6, 28 und 29.8 die
Replikation des viralen Genoms von Hepatitis C Virus (HCV) in menschlichen
Hepatocyten Primärkulturen
inhibierten. Folglich können
diese Antikörper
für die
Behandlung von Hepatitis C Infektion (3) verwendet
werden.
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Der
Subklassen-Isotyp des Mabs, erzeugt durch die Klone, wurde bestimmt.
Klone 12.6, 28, 29.8 und 30 wurden identifiziert als IgG1, wobei der Klon 50.3 als IgM identifiziert
wurde.
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Die
Mabs, entwickelt gegen die +291 Form von hsLDLR, erkannten auch
andere Formen des hsLDLR, d.h. die +292 Form und die +331 Form des
r-hsLDLR, erzeugt in rekombinanten CHO-Zellen, in ELISA und Westerblotanalyse.
Die +292 Form umfasst den N-terminalen Abschnitt des Rezeptors vom
Aminosäurerest Asp
+4 bis Cys +292 und die +331 Form umfasst den N-terminalen Abschnitt
des Rezeptors von Aminosäurerest
Asp +4 bis Cys +331.
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Das
Antigen, verwendet zum Immunisieren von Mäusen, zum Erzeugen von monoklonalen
Antikörpern
war die r-hsLDLR +291 Form, welche in CHO-Zellen produziert wurde.
Die Produktion von r-hsLDLR wurde durchgeführt in Bioreaktoren unter Verwendung
des stationären
Phasenfibracel-Matrixsystems. Der r-hsLDLR wurde aufgereinigt zur
Homogenität
und zum Immunisieren von Mäusen
verwendet.
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Immunomilzzellen
aus den besten Mausrespondern wurden zur Fusion und zur Erzeugung
von Hybridomas verwendet.
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Was
die Antikörper
anbelangt, die hier über
die Beschreibung hinweg erwähnt
sind, soll der Begriff "monoklonaler
Antikörper" monoklonale Antikörper einschließen, chimäre Antikörper, vollständig humanisierte Antikörper, Antikörper gegen
anti-Ideotyp-Antikörper (Anti-Anti-ID-Antikörper), welche
in löslicher
oder gebundener Form gelabelt werden können, sowie Fragmente davon,
bereitgestellt durch irgendeine bekannte Technik, wie z.B., jedoch
nicht limitiert auf enzymatisches Schneiden, Peptidsynthese oder
rekombinante Techniken.
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Ein
monoklonaler Antikörper
enthält
eine substantiell homogene Population von Antikörpern, spezifisch für Antigene,
wobei die Population substantiell ähnliche Epitopbindungsstellen
enthält.
Mabs können
erhalten werden durch Verfahren, die den Fachleuten auf dem Gebiet
bekannt sind. Siehe beispielsweise Kohler und Milstein, Nature,
256:495-497 (1975); U.S. Patent No. 4,376,110; Ausubel et al., eds.,
Harlow and Lane ANTIBODIES : A LABORATORY MANUAL, Cold Spring Harbor
Laboratory (1988); and Colligan et al., eds., Current Protocols
in Immunology, Greene Publishing Assoc. and Wiley Interscience N.Y.,
(1992-1996), wobei deren Inhalte per Verweis zur Gänze hier
eingeschlossen sind. Solche Antikörper können irgendwelche der Immunoglobulinklasse
sein, einschließend
IgG, IgM, IgE, IgA, GILD bzw. irgendeine Subklasse davon. Ein Hybridom,
welches einen Mab der vorliegenden Erfindung erzeugt, kann kultiviert
werden in vitro, in situ oder in vivo. Die Erzeugung von hohen Titern
von Mabs in vivo oder in situ macht dies zur derzeit bevorzugten
Methode der Produktion.
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Chimäre Antikörper sind
Moleküle,
aus welchen unterschiedliche Abschnitte von unterschiedlichen Tierspezies
abgeleitet sind, wie z.B. diejenigen, welche variable Regionen aufweisen,
abgeleitet von einem murinen Mab und menschliche Immunoglobulin-konstante
Regionen. Chimere Antikörper
werden in erster Linie verwendet, um die Immunogenizität in der
Anwendung zu reduzieren und die Ausbeute in der Produktion zu erhöhen, beispielsweise
wo murine Mabs höhere
Ausbeuten aus Hybridomas aufweisen, jedoch höhere Immunogenizität in Menschen,
so dass menschlich/murine chimäre
Mabs verwendet werden. Chimäre
Antikörper und
Verfahren für
ihre Produktion sind im Stand der Technik bekannt (Cabilly et al.,
Proc. Natl. Acad. Sci. USA 81:3273-3277 (1984); Morrison et al.,
Proc. Natl. Acad. Sci. USA 81:6851-6855 (1984); Boulianne et al.,
Nature 312:643-646 (1984); Cabilly et al., European Patent Application
125023 (veröffentlicht
am 14. November 1984); Neuberger et al., Nature 314:268-270 (1985);
Taniguchi et al., European Patent Application 171496 (veröffentlicht
am 19. Februar 1985); Morrison et al., European Patent Application
173494 (veröffentlicht
am 5. März
1986); Neuberger et al., PCT-Application WO 8601533, (veröffentlicht
am 13. März
1986); Kudo et al., European Patent Application 184187 (veröffentlicht
am 11. Juni 1986); Sahagan et al., J. Immunol. 137:1066-1074 (1986);
Robinson et al., International Patent Application No. WO8702671
(veröffentlicht
am 7. Mai 1987); Liu et al., Proc. Natl. Acad. Sci USA 84:3439-3443
(1987); Sun et al., Proc. Natl. Acad. Sci USA 84:214-218 (1987);
Better et al., Science 240:1041-1043 (1988); Riechmann et al., Nature
332:323-327 und Harlow und Lane, ANTIBODIES: A LABORATORY MANUAL,
supra. Diese Referenzen sind zur Gänze per Verweis hier eingeschlossen.
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"Vollständig humanisierte
Antikörper" sind Moleküle, welche
sowohl variable als auch konstante Regionen von menschlichem Immunoglobulin
enthalten. Vollständig
humanisierte Antikörper
können
potentiell für therapeutische
Anwendungen verwendet werden, wo wiederholte Behandlungen benötigt sind
für chronische oder
wiederkehrende Erkrankungen, wie z.B. Autoimmunerkrankungen. Ein
Verfahren zum Herstellen von vollständigen menschlichen Antikörpern besteht
aus der "Humanisierung" des humoralen Maus-Immunsystems, d.h.
der Produktion von Mausstämmen,
die in der Lage sind, menschliches Ig (Xenomaus) zu erzeugen, und zwar
durch Einbringen von Immunoglobulin (Ig) Loc in Mäuse, in
welchen die endogenen Ig-Gene inaktiviert wurden. Die Ig-Loci sind über alle
Maßen
komplex mit Blick sowohl auf ihre physikalische Struktur als auch
ihre Genanordnung und Expressionsprozesse benötigt, um ultimativ eine breite
Immunantwort zu erzeugen. Antikörperdiversität wird in
erster Linie erzeugt durch die kombinatorischen Neuanordnungen zwischen
den unterschiedlichen V, D und J-Genen, die in Ig-Loci vorliegen.
Diese Loci enthalten auch die durchsetzten regulatorischen Elemente,
welche die Antikörper-Expression
die Allel-Exklusion,
das Class-Switching und die Affinitätsreifung steuern. Das Einbringen
von nicht neu angeordneten menschlichen Ig-Transgenen in Mäusen zeigte,
dass die Maus-Rekombinationsmaschinerie
kompatibel mit menschlichen Genen ist. Desweiteren können Hybridomas,
welche antigenspezifische hu-mAbs sekretieren, von verschiedenen
Isotypen erhalten werden durch Xenomaus-Immunisierung mit Antigen.
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Vollständig humanisierte
Antikörper
und Verfahren für
ihre Produktion sind bekannt im Stand der Technik (Mendez et al.,
Nature Genetics 15:146-156 (1997): Buggemann et al., Eur. J. Immunol.
21:1323-1326 (1991); Tomizuka et al., Proc. Natl. Acad. Sci. USA
97:722-727 (2000), Patent WO98/24893.
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Ein
anti-idiotypischer (anti-Id) Antikörper ist ein Antikörper, welcher
einzigartige Determinanten erkennt, die im allgemeinen assoziiert
sind mit der Antigen-Bindungsstelle
eines Antikörpers.
Ein ID-Antikörper kann
hergestellt durch Immunisieren eines Tieres mit der gleichen Spezies
und des gleichen genetischen Typs (beispielsweise Mausstamm) wie
die Quelle des Mabs, für
welchen ein Anti-Id hergestellt werden soll. Das immunisierte Tier
wird die idiotypischen Determinanten des immunisierenden Antikörpers erkennen
und darauf antworten durch Produzieren eines Antikörpers gegen
diese idiotypischen Determinanten (den Anti-Id-Antikörper). Dies offenbart
beispielsweise U.S. Patent No. 4,699,880, welches hier vollständig per
Verweis eingeschlossen ist.
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Der
Anti-Id-Antikörper
kann auch verwendet werden als ein "Immunogen", um eine Immunantwort in einem weiteren
Tier zu induzieren, welches einen so genannten Anti-Anti-Id-Antikörper erzeugt.
Der Anti-Anti-Id kann epitopisch identisch mit dem ursprünglichen
Mab sein, welcher den Anti-Id induzierte. Folglich ist es unter
Verwendung von Antikörper
gegen ideotypische Determinanten eines Mabs, möglich, andere Klone zu identifizieren,
welche Antikörper
von identischer Spezifität
exprimieren.
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Dementsprechend
können
Mabs, erzeugt gegen LDLR, ihre Isoformen, Analoge, Fragmente oder
Derivate der vorliegenden Erfindung verwendet werden, um Anti-Id-Antikörper in
geeigneten Tieren, wie z.B. BALB/c-Mäusen zu induzieren. Milzzellen
von solchen immunisierten Mäusen
werden verwendet, um Anti-Id-Hybidomas zu erzeugen, welche Anti-Id-Mabs
sekretieren. Desweiteren können
Anti-Id-Mabs an einem Träger
gekoppelt werden, wie z.B. das Keyhole Limpet Hemocyanin (KLH) und
verwendet werden, um weitere BALB/c-Mäuse zu immunisieren. Seren
aus diesen Mäusen
werden Anti-Anti-Id-Antikörper
enthalten, welche die Bindungseigenschaften des ursprünglichen
Mabs aufweisen, spezifisch für
ein Epitop des oben genannten LDLR-Proteins, oder von analogen Fragmenten
oder Derivaten davon.
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Die
Anti-Id-Mabs haben folglich ihre eigenen idiotypischen Epitope oder "Idiotope", welche strukturell ähnlich sind
zu den zu untersuchenden Epitopen. Der Begriff "monoklonaler Antikörper" soll sowohl intakte Moleküle, wie
auch Fragmente davon einschließen,
wie z.B. Fab und F(ab')2,
welche in der Lage sind, an ein Antigen zu binden. Fab und F(ab')2-Fragmente weisen
kein Fc-Fragment des intakten Antikörpers auf, entleeren sich schneller
aus dem Kreislauf und können
weniger nicht gewebsspezifisches Binden als intakte Antikörper aufweisen
(Wahl et al., J. Nucl. Med. 24:136-325 (1983)).
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Es
wird eingesehen werden, dass Fab und F(ab')2 und andere Fragmente der Antikörper, die
bedeutsam in der vorliegenden Erfindung sind, verwendet werden können für den Nachweis
und die Quantifizierung des LDLR-Proteins entsprechend den Verfahren,
die hier für
intakte Antikörpermoleküle offenbart
werden. Solche Fragmente werden typischerweise produziert durch
proteolytisches Schneiden unter Verwendung von Enzymen, wie z.B.
Papain, (um Fab-Fragmente zu erzeugen) oder Pepsin, (um F(ab')2-Fragmente) zu
erzeugen.
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Ein
monoklonaler Antikörper
wird also "in der
Lage zum Binden" bezeichnet,
für ein
Molekül,
das in der Lage ist, spezifisch mit dem Molekül zu reagieren und damit das
Molekül
an den Antikörper
zu binden. Der Begriff "Epitop" soll sich auf den
Abschnitt irgend eines Moleküls
beziehen, der in der Lage ist, durch den Antikörper gebunden zu werden, welcher
auch durch den Antikörper
erkannt werden kann. Epitope oder "antigene Determinanten" bestehen üblicherweise
aus chemisch aktiven Oberflächengruppierungen
von Molekülen, wie
z.B. Aminosäuren
oder Zuckerseitenketten und weisen spezifische dreidimensionale
strukturelle Charakteristika auf, wie auch spezifische Ladungscharakteristika.
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Ein "Antigen" ist ein Molekül oder ein
Abschnitt eines Moleküls,
welches in der Lage ist, durch einen Antikörper gebunden zu werden, wobei
das Antigen darüber
hinaus in der Lage ist, in einem Tier die Produktion von Antikörpern zu
induzieren, die in der Lage sind, an das Epitop dieses Antigens
zu binden. Ein Antigen kann ein oder mehr als ein Epitop aufweisen.
Die spezifische Reaktion, auf die oben Bezug genommen wird, soll anzeigen,
dass das Antigen in einer hochselektiven Art und Weise reagieren
wird mit einem Epitop gegen seinen korrespondierenden Antikörper und
nicht mit der Vielzahl von anderen Antikörpern, welche durch andere Antigene
induziert werden können.
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Die
Antikörper,
die Fragmente von Antikörpern
einschließen,
die bedeutsam sind in der vorliegenden Erfindung, können verwendet
werden zum quantitativen oder qualitativen Nachweis der LDLR-Proteine
in einer Probe oder zum Nachweis des Vorliegens von Zellen, welche
die LDLR-Proteine der Erfindung exprimieren. Dies kann realisiert
werden durch Immunofluoreszenztechniken, welche fluoreszent gelabelte
Antikörper einschließen (siehe
unten), gekoppelt mit Fluoreszenzmikroskopie, oder Durchflusscytometrie
oder fluorometrischer Detektion.
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Die
Antikörper
(oder Fragmente davon), die in der vorliegenden Erfindung bedeutsam
sind, können histologisch
eingesetzt werden in Form einer Immunofluoreszenz- oder Immunoelektronen-Mikroskopie,
zur in situ-Detektion der LDLR-Proteine der vorliegenden Erfindung.
Die in situ-Detektion kann realisiert werden durch Entfernen einer
histologischen Probe aus einem Patienten und Bereitstellen des gelabelten Antikörpers der
vorliegenden Erfindung für
solch eine Probe. Der Antikörper
(oder das Fragment) wird vorzugsweise bereitgestellt durch Einbringen
oder durch Überschichten
des gelabelten Antikörpers
(oder Fragments davon) in eine biologische Probe. Durch die Verwendung
einer solchen Prozedur wird es möglich,
das Vorliegen von LDLR-Proteinen zu bestimmen, sondern auch ihre
Verteilung im untersuchten Gewebe. Unter Verwendung der vorliegenden
Erfindung werden die Fachleute auf dem Gebiet leicht einsehen, dass
irgendeines einer großen Vielzahl
von histologischen Verfahren (wie z.B. Anfärbeprozeduren) modifiziert
werden kann, um solch eine in situ-Detektion zu erzielen.
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Solche
Assays für
die LDLR-Proteine der vorliegenden Erfindung umfassen typischerweise
das Inkubieren einer biologischen Probe, wie z.B. einer biologischen
Flüssigkeit,
eines Gewebsextraktes, frisch geernteter Zellen, wie z.B. Lymphozyten
oder Leukozyten oder Zellen, welche inkubiert in Gewebskulturen
wurden, in der Gegenwart eines gelabelten Antikörpers, der in der Lage ist,
die LDLR-Proteine zu identifizieren sowie den Nachweis des Antikörpers durch
irgendeine einer Vielzahl von Techniken, die im Stand der Technik
wohl bekannt sind.
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Die
biologische Probe kann an eine Festphasenunterlage oder einen Träger, wie
z.B. Nitrozellulose gebunden sein, oder irgendeine andere feste
Unterlage oder Träger,
welcher in der Lage ist, Zellen zu immobilisieren, Zellpartikel
oder lösliche
Proteine. Die Unterlage oder der Träger können dann gewaschen werden mit
geeigneten Puffern, gefolgt von Behandlung mit einem gelabelten
Antikörper
in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung, wie oben erwähnt. Die Festphasen-Unterlagen
oder der Träger
können
dann mit dem Puffer ein zweites Mal gewaschen werden, um ungebundene
Antikörper
zu entfernen. Die Menge an gebundenem Label oder an Festphasenunterlage
oder Träger
können
dann nachgewiesen werden mit Hilfe von konventionellen Mitteln.
Durch "Festphasenunterlage" oder "Festphasenträger", "feste Unterlage", "fester Träger", "Unterlage" oder "Träger" soll irgendeine
Unterlage oder irgendein Träger
bezeichnet werden, die in der Lage sind, Antigene oder Antikörper zu
binden. Wohl bekannte Unterlagen oder Träger schließen Glas, Polystyrol, Polypropylen,
Polyethylen, Dextran, Nylonamilasen, natürliche oder modifizierte Zellulosen
Polyacrylamide, Gabbros und Magnetit ein. Die Natur des Trägers kann
entweder löslich
bis zu einem gewissen Grad sein oder unlöslich für den Zweck der vorliegenden
Erfindung. Das Unterlagenmaterial kann virtuell irgendeine mögliche Strukturkonfiguration
aufweisen, solange das gekoppelte Molekül in der Lage ist, an ein Antigen
oder einen Antikörper
zu binden. Folglich kann die Konfiguration der Unterlage des Trägers sphärisch sein,
in Form eines Beads, zylindrisch, wie beispielsweise auf der inseitigen
Oberfläche
einer Testtube, oder eine äußere Oberfläche eines
Stabes. Alternativ kann die Oberfläche flach sein, wie z.B. ein
Blatt, ein Teststreifen etc. Bevorzugte Unterlagen oder Träger schließen Polystyrol-Beads
ein. Die Fachleute auf dem Gebiet werden mögliche andere geeignete Träger zum
Binden von Antikörpern
oder Antigenen kennen, oder werden in der Lage sein, zu solchen
mit Hilfe von Routineexperimenten zu gelangen.
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Die
Bindungsaktivität
einer gegebenen Menge von Antikörpern
der Erfindung, wie oben erwähnt,
kann bestimmt werden, entsprechend von wohl bekannten Verfahren.
Die Fachleute auf dem Gebiet werden in der Lage sein, operative
und optimale Assaybedingungen für
jede Bestimmung durch Einsetzen von Routineexperimenten zu bestimmen.
Andere solche Schritte, wie Waschen, Rühren, Schütteln, Filtrieren od. dgl.,
können ergänzt werden
in den Assays, je nach Bedarf von Kunden oder Notwendigkeit für die vorliegende
Situation.
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Einer
der Wege, auf welchem ein Antikörper
in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung gelabelt werden kann, ist mit Hilfe
von Binden desselben an ein Enzym verwendet in einem Enzym-Immunoassay (EIA).
Dieses Enzym wird wiederum, wenn es später einem geeigneten Substrat
ausgesetzt wird, mit dem Substrat in einer solchen Weise reagieren,
dass es eine chemische Gruppe erzeugt, welche nachgewiesen werden kann,
beispielsweise auf spektrofotometrischem Weg, fluorometrischem Weg
oder durch irgendwelche sichtbare Mittel. Enzyme, welche verwendet
werden können,
um nachweisbare Antikörper
zu labeln, schließen
ein, sind jedoch nicht limitiert auf Malat-Dehydrogenase, staphylococcale
Nuklease, Delta-5-Sterotid-Isomerasen, Hefe-Alkohol Dehydrogenase, Alpha-Glycerophosphatnuklease,
Trioasephosphatisomerase, Meerrettich-Peroxidase, alkalische Phosphatase,
Asparaginase, Glukoseoxidase, Beta-Galactosidase, Ribonuklease, Unease,
Catalase, Glukose-6-Phosphatase, Dehydrogenase, Glukoamylase und
Acetylcholin-Esterase. Der Nachweis kann realisiert werden mit colormetrischen
Verfahren, welche ein chromogenes Substrat für das Enzym einsetzen. Der
Nachweis kann auch realisiert werden durch visuellen Vergleich des
Ausmaßes
einer enzymatischen Reaktion eines Substrates im Vergleich mit ähnlich hergestellten
Standards.
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Der
Nachweis kann realisiert werden durch Verwendung von irgendeinem
einer Vielzahl von anderen Immunoassays. Beispielsweise ist es mit
Hilfe von aktivem Labeling der Antikörper oder der Antikörperfragmente
möglich,
R-PTPase durch die Verwendung eines Radioimmunoassay (RIA) nachzuweisen.
Eine gute Beschreibung von einem RIA findet sich beispielsweise
in Laboratory Techniques and Biochemistry in Molecular Biology,
by Work, T.S. et al., North Holland Publishing Company, NY (1978)
mit speziellem Verweis auf das Kapitel mit dem Titel "An Introduction to
Radioimmune Assay and Related Techniquest" von Chard. T., hier eingefügt per Verweis.
Das radioaktive Isotop kann nachgewiesen werden mit Mitteln, wie
der Verwendung eines G-Zählers
oder eines Scintillationszählers
oder einer Autoradiografie.
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Es
ist also möglich,
einen Antikörper
in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung zu labeln mit einer fluoreszierenden
Substanz. Wenn der Fuoreszent-gelabelte Antikörper gegen Licht in einer geeigneten Wellenlänge exponiert
wird, kann sein Vorliegen dann aufgrund der Fluoreszenz nachgewiesen
werden. Unter den am häufigsten
verwendeten Fluoreszenz-Labelverbindungen sind Fluorescein-Isothiocyanat,
Rhodamin, Phycoerythrin, Pycocyanin, Allophycocyanin, O-Phthaldehyd
und Fluorescamine.
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Der
Antikörper
kann auch nachweisbar gelabelt werden unter Verweis auf Fluoreszenzemittierende Metalle,
wie z.B. 152E, oder andere aus der Reihe
der Lanthaniden. Diese Metalle können
angebunden werden an den Antikörper
unter Verwendung solcher Metall-Chelat-bildenden Gruppen, wie z.B.
Diethylentriamin-Essigsäure
(ETPA).
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Der
Antikörper
kann auch nachweisbar gelabelt werden durch sein Koppeln an eine
chemilumineszierende Verbindung. Das Vorliegen der chemilumineszierendengetaggten
Antikörper
wird dann bestimmt durch Nachweis des Vorliegens der Lumineszenz,
welche auftritt, während
dem Verlauf einer chemischen Reaktion. Beispiele von speziell bedeutsamen
chemilumineszierenden Labelverbindungen sind. Luminol, Isoluminol, theromatischer
Acridiniumester, Imidazol, Acridiniumsalz und Oxalatester.
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Desweiteren
kann eine biolumineszente Verbindung verwendet werden, um den Antikörper der
vorliegenden Erfindung zu labeln. Bioluminszenz ist ein Typ der
Chemilumineszenz, die sich in biologischen Systemen findet, in welchem
ein katalytisches Protein die Effizienz der Chemilumineszenzreaktion
erhöht.
Das Vorliegen eines biolumineszenten Proteins wird bestimmt durch
Nachweis des Vorliegens der Lumineszenz. Bedeutsame biolumineszente
Verbindungen zum Zwecke des Labelns sind Luciferin, Luciferase und
Aequorin.
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Ein
Antikörpermolekül der vorliegenden
Erfindung kann zum Einsatz in einem immunometrischen Assay angepasst
werden, auch bekannt als ein "zweiseitiger" oder "Sandwich"-Assay. In einem
typischen immunometrischen Assay wird eine Menge eines ungelabelten
Antikörpers
(oder ein Fragment eines Antikörpers) an
eine feste Unterlage oder einen Träger gebunden und eine Menge
von nachweisbar gelabeltem Antikörper wird
hinzugefügt,
um den Nachweis und/oder die Quantifizierung des ternären Komplexes
zu ermöglichen, welcher
zwischen dem Festphasen-Antikörper,
dem Antigen und dem gelabelten Antikörper ausgebildet wird.
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Typischerweise
schließen
bevorzugte immunometrische Assays "Vorwärts"-Assays ein, in welchen der
Antikörper,
der an die feste Phase gebunden ist, zunächst mit der Probe, welche
getestet werden soll, in Kontakt gebracht wird, um das Antigen aus
der Probe durch Ausbildung eines binären Festphasen-Antikörper-Antigenkomplexes
zu extrahieren. Nach einem geeigneten Inkubationszeitraum wird die
feste Unterlage oder der Träger
gewaschen, um den Rest der flüssigen
Probe zu entfernen, einschließend
nicht reagiertes Antigen, falls irgendein solches vorliegt und anschließend mit
der Lösung
in Kontakt gebracht, welche eine unbekannte Menge des gelabelten
Antikörpers
enthält
(welche als ein "Reportermolekül" funktioniert). Nach
einer zweiten Inkubationsperiode, um zu ermöglichen, dass der gelabelte
Antikörper
mit dem Antigen, welches an die feste Unterlagen an den Träger durch
den ungelabelten Antikörper
gebunden ist, komplexiert, werden die feste Unterlage oder der Träger ein
zweites Mal gewaschen, um den nicht reagierten gelabelten Antikörper zu entfernen.
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In
einem weiteren Typ von "Sandwich"-Assay, welcher bedeutsam
sein kann für
die Antigene der vorliegenden Erfindung, werden die sogenannten "simultanen" und "reversen" Assays eingesetzt.
Ein simultaner Assay involviert einen einzelnen Inkubationsschritt,
da der Antikörper,
der an die feste Unterlage oder den Träger gebunden ist, und gelabelte
Antikörper
jeweils zur Probe hinzugefügt
werden, die getestet werden soll, und zwar zur selben Zeit. Nach
Abschluss der Inkubation wird die feste Unterlage oder der Träger gewaschen,
um den Rückstand
von flüssiger
Probe sowie unkomplexierten gelabelten Antikörper zu entfernen. Das Vorliegen des
gelabelten Antikörpers,
assoziiert mit der festen Unterlage oder dem Träger, wird dann bestimmt, wie
dies auch der Fall sein würde
in einem konventionellen "Vorwärts"-Sandwich-Assay.
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In
dem "reversen" Assay wird schrittweise
die Zugabe zuerst einer Lösung
von gelabeltem Antikörper zur
Flüssigkeitsprobe,
gefolgt von der Zugabe von ungelabeltem Antikörper, gebunden an die feste
Unterlage oder den Träger,
nach einem geeigneten Inkubationszeitraum eingesetzt. Nach einer
zweiten Inkubation wird die feste Phase in konventioneller Art gewaschen,
um sie vom Rückstand
der Probe, welche getestet werden soll, und der Lösung von
unreagiertem gelabeltem Antikörper
zu befreien. Die Bestimmung des gelabeltem Antikörpers, assoziiert mit einer
festen Unterlage oder einem Träger
wird dann durchgeführt,
wie in den "simultanen" und "vorwärts" Assays.
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Die
Erfindung wird nun illustriert durch die folgenden nicht limitierenden
Beispiele.
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BEISPIELE
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Beispiel 1 Herstellung
von CHO r-hsLDLR
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Stabile
rekombinante CHO-Zellen, welche menschlichen löslichen LDLR exprimieren, wurden
erzeugt durch Co-Transfektion von CHO-DUKX-Zellen, welchen das Dehydrofolatreduktase
(DHFR)-Gen fehlte (Urlaub, G. et al., 1980), mit den zwei Expressionsvektoren:
psLDLR01, welcher die N-terminate Liganden-Bindungsdomäne des LDLRs
enthält,
beginnend am Aminosäurerest
Asp (+4) bis zu Glu 291 (+291) und pDHFR, welche das murine Gen
für DHFR
enthält,
beide unter der Steuerung durch den Promotor und die Transkriptions-Terminationselemente
der frühen
SV40-Region. Die Transfektion wurde durchgeführt durch kationische Liposome
unter Verwendung von LipofectAmine (Gibco BRL) entsprechend dem
Protokoll, beschrieben durch den Hersteller. 72 Stunden nach Transfektion
wurden die Zellen in ein selektives Medium transferriert, welchem
Deoxy- und Ribonukleoide fehlten und welches angereichert war mit
10% dialysiertem FCS. Zellen, welche DHFR-Aktivität exprimierten,
waren in der Lage, Kolonien auszubilden, welche isoliert wurden
durch Anheben der Zellen mit Trypsin-vollgesaugten Papierscheiben.
Die Zellen wurden kultiviert und auf r-hsLDLR- Aktivität gescreent. Die transfizierten
Zellen wurden dann einer Genamplifikation unterzogen durch MTX,
gefolgt von Subklonieren und Auswahl der stabilen Producer-Klone.
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r-hsLDLR
(+291 Form) wurde erzeugt mit Zellen eines stabilen CHO-Producer-Klons,
mit der Bezeichnung #33-10-29-21, in einem 5 l CelliGen-Bioreaktor
in serumfreiem Medium (Gibco CHO-A-SFM Cat. No. 95-0091 DJ). Der
Rohextrakt wurde geklärt
durch Filtration durch eine 0,8 bis 2 μ Cartridge-Filter und (Gelman Cat.
No. CSS92DSCCK) und hundertfach über
eine 5-kDa-Membran aufkonzentriert. Die +291 Form des r-hsLDLR,
verwendet für
die ersten Immunisierungen, wurde aufgereinigt unter Verwendung
eines Aufreinigungsprozesses im kleinen Maßstab. In diesem Prozess wurde
eine DEAE-Sepharose
Kationenaustauschsäule
verwendet, gefolgt von einem hydrophoben Wechselwirkungsschritt
auf einer Butyl-TSK-Säule,
gefolgt von einer HTP-Säule
und einer Größenausschluss-Chromatografie
(SEC, size exclusion chromatography)-Schritt auf einer Sephacryl
100-Säule.
Fraktion #27 des SEC wurde ausgewählt, da sie eine spezielle
antivirale Aktivität von
780 Einheiten/Mikrogramm enthielt, nachgewiesen in dem antiviralen
Assay, beschrieben in Beispiel 9 unten. Das Protein in dieser Fraktion
wurde identifiziert als r-hsLDLR durch N-terminale Analyse.
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Ein
zweites Batch von CHO +291 r-hsLDLR wurde aufgereinigt und verwendet
für Boost-Injektionen der Mäuse. Es
wurde aufgereinigt unter Verwendung eines verfeinerten Prozesses
mit einer verbesserten Ausbeute, welcher die folgenden Schritte
umfasset: a) Klärung
und Konzentration ×100
des Rohextraktes; b) eine HQ POROS-Anion-Austauschersäule und c) zwei hydrophobe
Wechselwirkungs-(HIC)-Schritte; Einfangen auf einer Butyl-TSK-Säule und
Fluss durch eine Phenyl 5PW-Säule.
Die ungebundene Fraktion des letzten HIC-Schrittes wurde dialysiert
und über
eine HS-POROS-Kationenaustauschsäule gereinigt.
Der letzte Schritt war eine Hydroxyapatit-(HTTP)-Säule.
Der r-hsLDLR, der so erhalten wurde, wurde auf etwa 90% aufgereinigt, wobei
ein einzelner Hauptpeak in RP-HPLC eluiert wurde.
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Beispiel 2 Immunisierung
von Mäusen
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10 μg eines aufgereinigten
r-hsLDLR von Fraktion #27 der SEC-Säule von Beispiel 1, oben bei
einer Konzentration von 100 μg/ml
wurden homogenisiert mit vollständigen Freud'schen Adjuvans (CFA,
50% v/v) und den Fußballen
eines jeden von fünf
7 Wochen alten weiblichen Balb/C-Mäusen injiziert.
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Vier
Wochen nach der ersten Immunisierung wurden die Mäuse geboostet,
und zwar intramuskulär
mit 10 μg
der gleichen Fraktion an aufgereinigtem r-hsLDLR in einer 50% (v/v)-Lösung von
CFA.
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Zwei
Wochen nach der zweiten Injektion wurden die Mäuse-Seren auf Antikörper gegen
r-hsLDLR getestet unter Verwendung des direkten ELISAs, wie in Beispiel
3 beschrieben.
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Die
beiden Mäuse
M-1 und M-2 mit der am signifikantesten spezifischen Immunoreaktivität mit r-hsLDLR
wurden desweiteren geboostet, zehn Wochen nach der zweiten Injektion,
mit 10 μg
des aufgereinigten r-hsLDLR, erhalten in dem verfeinerten Aufreinigungsprozeß, wie in
Beispiel 1, oben beschrieben.
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Den
Mäusen
wurde Blut 14 Wochen später
abgenommen und auf Antikörper
gegen r-hsLDLR in
PBS getestet. Ihnen wurden zwei weitere Boosts von 50 μg r-hsLDLR
in PBS der erste intraperitoneal als auch intravenös, verabreicht.
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Den
Mäusen
wurde zwei Wochen nach der zweiten Injektion Blut abgenommen und
das Antiserum wurde auf Anti-r-hsLDLR-Aktivität getestet durch unmittelbaren
ELISA von Beispiel 3, unten. Jedes Antiserum wurde seriell verdünnt 1:100-1:32,000
und doppelt auf eine 96-Wellplatte, gecoatet mit 10U/Well von r-hsLDLR,
aufgereinigt unter Verwendung des verfeinerten Aufreinigungsprozesses,
wie in Beispiel, unten beschrieben, aufgebracht. Assay-Puffer und
DMEM +10% HS, enthaltend PBS +1 % BSA oder Gelatin + 0,05% Tween
20 + 0,05% Thimerosal wurden als Kontrollen in dem ersten Well einer
ersten Reihe eingesetzt. Normales Mausserum, (NMS) wurde im gleichen
Verdünnungsbereich
in den letzten beiden Reihen als negative Kontrollen eingesetzt.
Der Absorptionsgrad der Enzymreaktion wurde gemessen mit einem ELISA-Lesegerät bei 492
und 405 nm.
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Die
Ergebnisse dieses Tests zeigten, dass Seren aus der Maus M-1 eine
höhere
spezifische Immunoreaktivität
aufwiesen mit r-hsLDLR und diese wurde daher geopfert und Milzzellen
wurden zur Fusion mit Myelon-Zellen gesammelt (Eshhar Z., 1985).
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Beispiel 3 Direkter ELISA
zum Antiserumtest und zum Screenen auf Hybridoma-Klonen
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Der
direkte ELISA zum Screenen auf positive Antiseren wurde durchgeführt wie
folgt: 96 Well-Platten wurden gecoatet mit 100 μl an r-hsLDLR (aufgereinigt
durch den verfeinerten Aufreinigungsprozess von Beispiel 1), 100
Einheiten/ml (10 U/well) in PBS + 1% Gelatine (Sigma, Cat. No. G-7765)
+0,9mM Ca+2 und 0,5mM Mg+2,
pH 5,6, im folgenden hier als Assaypuffer bezeichnet für 90 Min.
bei 37°C
unter Schütteln.
Die Platten wurden sechsfach gewaschen in PBS + 0,05% Tween 20 (Polyoxyethylen-Sorbitan Monolaurat-Sigma P-1379),
im folgenden hier als Waschlösung
bezeichnet.
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Antiserum-Proben
von den immunisierten Mäusen,
seriell 1:100-1:32.000 verdünnt
oder Überstand aus
Hybridomzellkulturen wurde zu den Wells hinzuaddiert und für 90 Min.
bei 37°C
inkubiert unter Schütteln, gefolgt
von sechs Waschungen in Waschlösung.
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100 μl an Meerrettich-Peroxidase
(HRP)-APA-konjugierter Ziege-Antikörper-gegen Maus-Fab (Sigma-Cat.
NO. 4601-1 ), verdünnt
1:1,200, wurde zu den Wells hinzugegeben und für 90 Min. bei 37°C inkubiert unter
Schütteln
und anschließend
sechsfach mit Waschlösung
gewaschen.
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100 μl an Substratlösung, (hergestellt
durch Auflösen
einer Tablette von OPD und einer Tablette of H2O2 in 20ml Wasser) wurden zu den Wells hinzugegeben
und bei RT für
30 Min. inkubiert. Die enzymatische Reaktion wurde durch Zugabe
von 100 μl/Well
von 4N HCL gestoppt.
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Der
Absorptionsgrad in den 96 Wellplatten wurde gelesen unter Verwendung
eines ELISA-Lesegerätes
bei 492 und 405 nm und die Ergebnisse wurden berechnet unter Verwendung
der vier logistischen, parametrischen Algorithmen durch die MultiCalc-Software des PC-Computers,
verbunden dem ELISA-Lesegerät.
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Beispiel 4 Fusion, Hybridom-Herstellung,
Auswahl der Klone und Aufreinigung von Antikörpern gegen Aszites-Flüssigkeiten
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Der
Fusionsprozess und die Hybridom-Zellauswahl wurden durchgeführt entsprechenden
Protokollen in (Eshhar Z., 1985). Kurz gesagt wurden Milzzellen
aus Maus-M1, welche 2-4 Tage vor Fusion geboostet wurde, mit Myelom-Zellen
durch eine kurze Inkubation mit PEG fusioniert. Das PEG wurde zunächst kurzzeitig
verdünnt
mit DMEM und abschließend
vollständig
per Zentrifugation entfernt. Die Zellen wurden erneut suspendiert
in DMEM-HAT-Medium, verteilt in 96-Wellplatten bei einer Konzentration
von ungefähr
3,4 × 10-4 Zellen/Well und inkubiert für 10-14
Tage in einem 8% CO2-Inkubator bei 37°C. Das Medium
in all den Hybridom-Wells wurde innerhalb von 10 Tagen verändert nach
DMEM, angereichert mit 10% Pferde-Serum (HS). Hybridomkultur-Überstandproben
wurden auf das Vorliegen von Mabs gegen r-hsLDLR gescreent durch
den direkten ELISA, wie in Beispiel 3 oben beschrieben. Assay-Puffer
und DMEM+10% HS wurden verwendet als Kontrollen. Mab C7, (kommerziell
verfügbar
von Amersham) und M-1 Antiserum wurden verwendet als Positivkontrollen,
während
durch einen monoklonalen Antikörper
gegen den lösliche
p55 TNF- das Vorliegen von Antikörpern
in dem Kulturüberstand
nachgewiesen wurde, wurden auf 24 Wellplatten überführt und anschließend auf
25 cm2 T-Kolben. Die ausgebreiteten Kulturen
wurden auf Sekretion von Mabs gegen r-hsLDLR überwacht. Ampullen von Rezeptor
verwendet wurde als Negativkontrolle. Zellen von Wells, mit Zellen
aus positiven Kulturen wurden gefroren und gelagert in flüssigem Stickstoff.
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Insgesamt
etwa 1.000 Kulturen wurden gescreent auf den Nachweis von Antikörpern gegen
r-hsLDLR. 54 Kulturen mit der höchsten
Immunoaktivität
wurden mehrere Male erneut getestet. Fünf Kulturen (12, 28, 29, 30
und 50) mit der höchsten
Aktivität
wurden kloniert durch begrenzende Verdünnung in 96 Wellplatten. Überstände von
den wachsenden Klonen wurden mehrfach auf Antikörper gegen r-hsLDLR durch den
direkten ELISA getestet.
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Zellen
von positiven Hybridom-Klonen wurden in Gewebskulturkolben in DMEM
gezüchtet,
enthaltend 15% Pferdeserum, und die Ampullen wurden aus Teilen der
Kulturen eingefroren. Parallel wurden Zellen von unterschiedlichen
Hybridom-Klonen injiziert jeweils in 2-4 Mäuse, um Aszites-Flüssigkeiten
zu erhalten. Antikörper
wurden aufgereinigt aus Aszites-Flüssigkeit, entweder durch Ammoniumsulfat-Fällung oder
eine Protein-G-Säule.
Kurz gesagt, wurden 7,5 mm an Aszites-Flüssigkeit 1:3 in 20 mM Phosphatpuffer
bei pH 7 verdünnt
und auf eine 5 ml Protein-G-Säule
(C10/10) beladen. Die Säule
wurde gewaschen mit 20 mM Phosphatpuffer bei pH 7 und die Mabs wurden
eluiert mit 100 mM Glycinpuffer bei pH 2,7. Der pH der Elutionsfraktion wude
eingestellt auf 7-7,5 mit 1M Tris-Puffer bei pH 9,3.
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Beispiel 5 Screenen auf
Paare von Mabs, welche in ELISA verwendet werden sollen und Optimierung
der ELISA-Parameter
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Die
Mabs, aufgereinigt aus den Aszites-Flüssigkeiten, wie in Beispiel
4 oben wurden verwendet, um einen Satz von Experimenten in einem
Matrixformal durchzuführen,
um das beste geeignete Paar von Mabs auszuwählen, welche als erste und
zweite Antikörper
in dem Sandwich-ELISA für
r-hsLDLR, beschrieben in Beispiel 6 unten, verwendet werden sollen.
Kurz gesagt wurden 96-Well-Platten mit Aszites-Flüssigkeiten,
abgeleitet aus fünf
Hybridomas (#12, 28.28, 29.08, 30 und 50.05), gecoatet, aufgereinigt,
entweder durch Ammonium-Sulfatfällung
oder eine Protein-G-Säule.
Die Antikörper
wurden gescreent unter Verwendung der +291 Form, wie auch der +292
Form (vom Aminosäurerest
Asp + 4 bis Cys + 292) sowie +331 Form (vom Aminosäurerest
Asp + 4 bis Cys + 331) von r-hsLDLR, hergestellt in CHO-Zellen,
als Antigene. 1 ml von jedem der oben teilweise aufgereinigten Mabs
wurde mit Biotin für
ein schnelles Screenen ihre Empfänglichkeit
als zweite Antikörper
in einem Sandwich-ELISA gelabelt. Kurz gesagt, wurden 1,5 mg an
Ammoniumsulfat-Fällung-aufgereinigten
Mabs auf pH 8,5 eingestellt mit 30 μl mit 0,5 M NaHCO3.
0,75 mg von Biotin-Osu N-Hydroxysuccinimido-Biotin (Biotin-OSu,
Sigma, Cat. #H1759, aus einer Lösung
von 5 mg in 200 μl
DMSO) wurden zur Antikörperlösung hinzugegeben
und für
zwei Stunden bei Raumtemperatur unter mildem Schütteln inkubiert, gefolgt von
einer Inkubation über
Nacht bei 2-8°C.
Die Reaktionslösung
wurde auf eine Sephadex G25M (Pharmacia Cat. #17-0851-01) PD10-Säule beladen, um zwischen den
biotinylierten Mabs und dem Überschuss
von nicht umgesetztem Biotin-OSU zu trennen.
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Die
ersten Vorabexperimente zeigten, dass Mabs 29.08 und 30 das höchste Signal über dem
Untergrund erzeugten, wenn sie als zweite Antikörper in dem ELISA verwendet
wurden.
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Die
Reaktion dieser beiden Klone wurde erneut gegen zweite Antikörper getestet
mit den Antikörpern 12,
28, 29.08 und 50, verwendet zum Coaten von Platten. Die Ergebnisse
dieses Experiments zeigten klar, das Mab 28 der Antikörper war,
der am meisten zum Coaten geeignet war.
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Die
besten Ergebnisse mit Blick auf die Signalintensität und Spezifität wurden
erhalten mit Mab 28, verwendet zum Coaten der Mikrotiterplatte und
Mab 29,08 gelabelt mit Biotin aus einem zweiten Antikörper. Unter
Verwendung dieser Mabs wurden gute Ergebnisse erhalten mit allen
drei Formen (+291, +292 und +331) der r-hsLDLR. Mit allen Formen
wurde der Absorptionsgrad bei 492/405 nm zu ungefähr 1,3 OD
bestimmt.
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Die
drei Formen des r-hsLDLR-Antigens wurden analysiert in seriellen
Verdünnungen
in einem Konzentrationsbereich von 0,9-1000 ng/ml. Eine Dosis-Antwortkurve
wurde erhalten mit Mab 28, verwendet zum Coaten und dem biotinylierten
Mab 29.08 als einem zweiten Antikörper. Diese Kombination ergab
eine lineare Antwort bei einem Konzentrationsbereich von 1-10 ng/ml
von r-hsLDLR.
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Die
verschiedenen Parameter, welche den ELISA-Test beeinflussen könnten, wie
z.B. Konzentration von Reagenzien, Inkubationszeiträume, Auswahl
von Puffern und Platten, wurden optimiert durch Testen der folgenden
Parameter:
- – Coaten von Mikrotiterplatten-Wells
mit 5-10 μg/ml
von Mab28 in PBS.
- – Pufferzusammensetzung:
- a) PBS+ Tween 20
- b) Tris+Ca+2 + NaCl + Tween 20
- – Blockierungslösungen:
- a) 1 % Gelatine in PBS, 0,05% Tween, 0,005% Thimerosal
- b) 1 % BSA in PBS, 0,05% Tween, 0,005% Thimerosal
- c) 1 % FBS in PBS, 0,05% Tween, 0,005% Thimerosal
- d) 1 % Milk in PBS, 0,05% Tween, 0,005% Thimerosal
- e) 1 Block, Hy Pep und Hy Yeast
- – Zweiter
Mab 29,08, gelabelt mit Biotin, bei Konzentrationen von 1:500, 1:1000,
1:2000, 1:4000, 1:8000, 1:10,000 äquivalent zu einem Konzentrationsbereich
von 10,74-0,537 μg/ml.
- – Extravidin-Konzentrationen
1:500, 1:1000, 1:2000, 1:4000, 1:8000, 1:10,000, äquivalent
zu einem Konzentrationsbereich von 4-0,2 μg/ml.
-
Auf
der Basis dieser Experimente wurde die letztendliche Prozedur für den Sandwich-ELISA-Test, beschrieben
in Beispiel 6, unten, etabliert.
-
Beispiel 6 Etablierung
von Sandwich-ELISA für
r-hsLDLR
-
Ein
Sandwich-ELISA gegen den r-hsLDLR wurde etabliert unter Verwendung
von Mabs 28 und 29,08. Kurz gesagt wurden 96 Wellplatten gecoatet
mit 100 μl
eines Protein G, aufgereinigten Mab 28 (5 μg/ml) über Nacht bei 28°C für 3 Stunden
bei 37°C.
Die Platten wurden dann gewaschen 5 mal mit PBS+0,05% Tween 20. Die
Platten wurden inkubiert mit 200 μl
an Blockierungslösung
(PBS+1%BSA oder Gelatine + 0,05% Tween 20 + Thimerosal 0,05% für eine Stunde
bei 37°C
oder über
Nacht bei 4°C
und 5fach gewaschen mit PBS+0,05% Tween 20. 100 μl von Proben oder ein Kalibrationskurven-Antigen (CHO+291
r-hsLDLR, 0,5-32 ng/ml, verdünnt
in Blockierungslösung),
wurden für
den Wells hinzugegeben und für
90 Minuten bei 37°C
unter Schütteln
inkubiert. Die Platten wurden anschließend fünffach gewaschen mit PBS+0,05%
Tween 20.
-
100 μl/Well an
biotinyliertem Mab 29,08 (0,67 μg/ml)
in Blockierungslösung
wurden hin zugegeben und unter Schütteln für 1 Stunde bei 37°C inkubiert.
Die Platten wurden fünffach
gewaschen mit PBS+0,05% Tween 20. 100 μl an kommerziellem Extravidin-Peroxidase-Konjugat
(ExtrAvidin TM-Peroxidase BioMakor, Cat.# 0645-1) verdünnt 1:10,000
wurden zu den Wells hinzugegeben und unter Schütteln für 1 Stunde bei 37°C inkubiert.
Die Platten wurden anschließend
fünffach
gewaschen mit PBS+0,05% Tween 20. 125 μl der oben genannten Substratlösung wurden
zu jedem Well hinzugegeben und für
zehn Minuten inkubiert, bis sich Farbe zur gewünschten Intensität entwickelte.
Die Reaktion wurden gestoppt durch Zugabe von 125 μl aus 4N HCl.
Der Absorptionsgrad in den 96 Wellplatten wurde gelesen unter Verwendung
eines ELISA-Lesegeräts
bei Wellenlängen
von 492 und 405 nm und die Ergebnisse wurden berechnet durch die
MultiCalc-Software des PC-Computers, der an das ELISA-Lesegerät angeschlossen
war.
-
Beispiel 7 Monoklonale
Antikörper-Isotypen
-
Der
monoklonale Antikörper
Ig-Isotyp wurde bestimmt unter Verwendung eines kommerziellen Isotypisierungskits
(PharMingen International), entsprechend der Assayprozedur des Herstellers.
Die Klone 12.6, 29.8 und 30 wurde identifiziert als IgG1,
wohingegen der Klon 50.30 sich als eine IgM-Klasse zeigte.
-
Beispiel 8 SDS-PAGE-Westernblot-Analyse
-
Die
+291 Form des aufgereinigten r-hsLDLR und nativer LDLR, aufgereinigt
aus menschlichem Urin wurden analysiert durch Westerblotanalyse
mit den monoklonalen Antikörpern,
entwickelt gegen r-hsLDLR. Kurz gesagt wurde ein 12% SDS Polyacrylamid-Gel
mit 100 ng/Zeile der CHO +291-Form von r-hsLDLR beladen, oder mit
nativem aus Urin erhaltenem hsLDLR oder TBP-1-Rohextrakt (als Negativkontrolle)
unter reduzierenden Bedingungen (40mM DTT). Eine Zeile wurde mit
Markern mit niedrigem Molekulargewicht (LMW; Low Molecular Weight
Markers), beladen. Dieser Satz von Proben wurde fünffach laufengelassen.
Die Proteine, die sich auf den Gelen trennten, wurden durch Elektroelution
auf Nitrozellulosemembrane transferiert. Die Membrane wurden inkubiert
in PBS, enthaltend 10% fettarme Milch, 0,1% Tween 20 für 16 Stunden.
Die Membrane wurden in Streifen geschnitten und jeder Streifen wurde
für zwei
Stunden für
Raumtemperatur inkubiert mit einem der fünf ausgewählten Mabs: 12.6, 30, 50.30,
28 oder 29.08 (Aszites-Flüssigkeit,
verdünnt
1:4000).
-
Membranstreifen
wurden gewaschen mit PBS, enthaltend 0,1% Tween 20 (3 × 15 Min.)
und inkubiert für
eine Stunde mit dem zweiten Antikörper – Ziege-Anti-Maus, konjugiert
an Meerretichperoxidase-alkalische Phosphatase (verdünnt 1:10.000
BioMakor) für
2 Stunden bei Raumtemperatur.
-
Die
Streifen wurden gewaschen mit PBS, enthaltend 0,1% Tween 20 (3 × 15 Min.).
Die positiven Banden wurden nachgewiesen durch erhöhte Chemilumineszenz
(ECL, Amersham).
-
Monoklonale
Antikörper
#12.6 und #29.8 erkannten sowohl die aus Urin gewonnene Form als
auch die +291-Form des aufgereinigten r-hsLDLR in Westernblot-Analyse
(2). Mabs 28 und 30 erkannten die +291 Form des
aufgereinigten r-hsLDLR.
-
Beispiel 9 Inhibierung
der r-hsLDLR-antiviralen Aktivität
durch monoklonale Antikörper
-
Mabs,
welche spezifisch mit r-hsLDLR reagierten, wurden auf ihre Fähigkeit
getestet, die antivirale Aktivität
von r-hsLDLR (+291 Form) zu blockieren, unter Verwendung eines zytopatischen
Effekts (CPE)-Inhibitionsassays in einem VSV/WISH-System.
-
WISH-Zellen
(von menschlichem Amnion-Ursprung) wurden kultiviert in MEM, angereichert
mit 10% FBS und 4 mM Glutamin in einem 37°C, 5% CO2-Inkubator.
Exponentiell wachsende Zellen wurden ausgesät in 96-Well-Gewebskulturplatten
bei einer Dichte von 540.000 Zellen/Well, 25 Stunden vor Beginn
des Assays. Proben, welche getestet werden sollten und entsprechende
Standards wurden verdünnt
und in die Wells verteilt, welche die Zellen enthielten. VSV wurde
unmittelbar zu den Wells hinzugegeben bei einer Multiplizität der Infektion
(MOI) von 0,5 pfu/Zelle. Die Platten wurden inkubiert für 16-18
Stunden bei 37°C
und anschließend mit
Ethanol gewaschen. Die Monoschicht der überlebenden Zellen wurde durch
Gram Kristallviolett-Färbung untersucht.
Quantifizierung des zytopathischen Effekts relativ zum Standard
wurde durchgeführt
durch Plotten der Farbdichte gegen die Standardkonzentration Zur
Analyse des neutralisierenden Effekts der Antikörper wurde r-hsLDLR für 30 Minuten
bei 37°C
prä-inkubiert
unter wachsenden Konzentrationen von Aszites-Flüssigkeit des getesteten Mabs.
Diese Lösungen
wurden dann zu den Kulturen von WISH-Zellen in 96-Mikrotiterplatten addiert,
gefolgt von der Zugabe von vesikularem Stomatitis-Virus (VSV). Nach
18 Std. Inkubation wurde die VSV-mediatisierte Zell-Lyse bestimmt
durch Anfärben
der verbleibenden Zellen mit Kristallviolett. Semi-Quantifizierung
des zytopathischen Effekts, relativ zum Standard wurde durchgeführt durch
Blotten der Farbintensität
(bestimmt durch ein ELISA-Lesegerät) gegen Standardkonzentration.
-
Der
Effekt der Mabs wurde getestet mit zunehmenden Konzentrationen von
r-hsLDLR. Wie in Tabelle 1 gezeigt, wurden zwei Antikörper (12.6
und 50.30) gefunden, welche neutralisierende Aktivität zeigten.
-
In
dem Experiment, dargestellt in Tabelle 1, wurde der inhibitorische
Effekt der beiden Antikörper
bei einer 1:40-Verdünnung
der Aszites-Flüssigkeiten
getestet. Bei dieser Verdünnung
zeigte Mab 12.6 eine etwas höhere
Aktivität
im Vergleich zu Mab 50:30.
-
In
dem Experiment, dargestellt in Tabelle 1, wurde der inhibitorische
Effekt der Antikörper
bei einer 1:40 Verdünnung
der Aszites der Flüssigkeiten
getestet. Bei dieser Verdünnung
zeigte Mab 12.6 eine etwas höhere
Aktivität
im Vergleich zu Mab 50:30. Dies kann das Ergebnis sein der Eigenschaften
der Mabs, wie auch von den Unterschieden in ihrer Konzentration
in der Aszites-Flüssigkeit
herrühren.
-
Der
inhibitorische Effekt der Mabs könnte
beseitigt werden durch Erhöhen
des hsLDLR relativ zur Mabs-Konzentration. Tatsächlich wurde bei r-hsLDLR-Kontrationen
von 62.5 U/ml gefunden, dass keiner der Mabs irgendeinen Effekt
auf die r-hsLDLR-Aktivität
bei den analysierten Antikörper-Konzentrationen
aufwies. Tabelle
1: Inhibition der r-hsLDLR der antiviralen Aktivität durch
die Klone 12.6 und 50.30
1 - 1Inhibierung von
r-hsLDLR antiviraler Aktivität
gegen VSV-mediatisierte Zell-Lyse von WISH-Zellen. Der inhibitorische
Effekt der Mabs wurde bestimmt bei einer 1:40 Verdünnung der
Aszites-Flüssigkeit.
Die Anzahl der überlebensfähigen Zellen
wird repräsentiert
in der Tabelle in den OD-Werten. Die Zahlen in Klammern repräsentieren
eine Wiederholung, durchgeführt
bei den Konzentrationen 0 und 12,5 U/ml LDLR.
-
Die
Inhibition der antiviralen Aktivität von r-hsLDLR wurde bestimmt
unter Verwendung von zunehmenden Konzentrationen von Mabs 12.6 und
50.30. Mabs 12.6 inhibiert die antivirale Aktivität von r-hsLDLR um
ungefähr
60% bei einer 1:40-Verdünnung
(der Aszites-Flüssigkeit)
und um ungefähr
35% bei einer 1:20.500-Verdünnung.
Der Klon 50:30 inhibierte die r-hsLDLR-Aktivität um ungefähr 45% bei einer 1:40-Verdünnung und
um ungefähr
15% bei einer 1:20.500-Verdünnung.
-
Die
Dosisantwortkurve, erhalten mit beiden Mabs und die Beobachtung,
dass ihr inhibitorischer Effekt durch einen Überschuss von r-hsLDLR verschlechtert
wurde, legt nahe, dass die Mabs ihren Effekt durch Binden an r-hsLDLR
verleihen.
-
Beispiel 10 Inhibition
der HCV-Replikation durch monoklonale Antikörper
-
Mabs,
spezifisch für
r-hsLDLR wurden getestet auf Ihre Fähigkeit, die HCV-Replikation
in menschlichen Hepatocyten einer primären Kultur zu inhibieren. Eine
FT167-Zellkultur wurde abgeleitet von einem 57 Jahre alten männlichen
Patienten, welcher eine Lobektomie-Resektion aus medizinischen Gründen benötigte (Metastase
von Darmtumor, rechte Hälfte).
-
Primäre Kulturen
von menschlichen Hepatocyten wurden hergestellt durch das zweischrittige
Collagenase-Perfusionsverfahren (Maurel P. Adv. Drug Del.Rev. 22:105-132 (1996), Pichard
L. et al. Mol. Pharmacol. 41:1047-1055 (1992), Ferrini JB. Et al.
ChemBiol Interactions 107:31-45 (1997)). Die Überlebensfähigkeit der Zellen vor dem
Plattieren wurde bestimmt unter Verwendung eines Trypan-Blau-Ausschlusstests.
Vier Millionen Zellen in 3 ml an Kulturmedium wurden platziert in
60mm Plastikschalen, welche zuvor mit Kollagen gecoatet wurden.
Das serumfreie Langzeitkulturmedium bestand aus Williams-E., angereichert,
wie veröffentlicht (Lanford
R. et al. In Vitro Cell Dev. Biol. 25:174-182 (1989)). Dieses Medium
wurde nach und nach alle 48 Stunden erneuert. Die Kulturen wurden
bei 37°C
in einer feuchten Atmosphäre
an Luft bei 5% Kohlendioxid beibehalten. Unter diesen Kulturbedingungen
halten menschliche Hepatocyten ihren differenzierten Phenotypen
für zumindest
35 Tage aufrecht (Ferrini JB. Et al. Chem-Biol. Interactons 107:31-45
(1997)) und sind sensitiv für eine
HCV-Infektion und
erlauben die Replikation des viralen Genoms (Fournier C: et al.
J. Gen Viol. 79:2367-2374 (1998)).
-
HCV-positive
Serumprobe: Eine Bank von menschlichen Seren aus Patienten, welche
als Anti-HCV-Antikörper
positiv getestet wurden, durch den EIA HCV 3.0 und Chiron RIBA HCV
3.0 SIA wurde etabliert. Keiner dieser Patienten war mit HBV oder
HIV koinfiziert. Jede RNA von HCV aus der Serumprobe wurde quantifiziert
durch den Roche-Monitor und genotypisiert durch einen Liniensondenassay
(Inno-Lipa HCV II, Innogenetics). Serumproben wurden bei -80°C gelagert
in kleinen Aliquots, um Einfrier-Auftau-Zyklen
zu vermeiden. In diesen Experimenten wurde die Probe S42 (Genotyp
1 b; virale Last: 410.000 Kopien/ml) verwendet.
-
Zur
Infektion und für
nachfolgende Behandlungen wurden Hepatocyten-Kulturen transfiziert
unter sterilen Bedingungen für
ein P3-Labor (hohe Beschränkung
für menschliche
infektiöse
Mikroorganismen). Drei Tage nach dem Plattieren wurde, wenn die
Zellen sich aus der Dramatisierung der Isolation erholt hatten,
in vitro Infektion von Hepatocyten durchgeführt durch eine Übernacht-Inkubation
mit 25 μl
einer HCV-positiven Serum-Probe
(s42) in 3 ml an Medium. Nach Infektion wurden die Zellen dreimal
gewaschen mit 3 ml an frischem Medium und die Kultur wurde fortgeführt unter
normalen Bedingungen in dem Langzeitkulturmedium.
-
Zellen
wurden behandelt mit drei unterschiedlichen Mabs gegen r-hsLDLR,
Mab 12.6, Mab 28 und Mab 29.8. Dreissig Minuten vor der Infektion
wurden die Zellen gegen zwei oder 8 μg/ml der unterschiedlichen Mabs
exponiert. Anschließend
wurden die Zellen, wie oben beschrieben, infiziert.
-
Kontrollkulturen
wurden unter ähnlichen
Bedingungen infiziert, jedoch in der Abwesenheit der antiviralen
Behandlung. In parallelen Experimenten wurden die gleichen Kulturen
behandelt mit 5000 U/mL IFNα unter ähnlichen
Bedingungen, aus Vergleichsgründen
(IFNα inhibiert
stark die HCV-Replikation in den Zellen ref). Alle Behandlungen
wurden durchgeführt
in zweifacher Ausführung.
-
Am
Tag 5 nach der Infektion wurde das Medium entfernt und die Kulturen
wurden dreifach gewaschen mit kalter Phosphat gepufferter Salzlösung. RNA
wurde gereinigt aus 4 × 106 Hepatozyten unter Verwendung einer Guanidinium-Isothiocyanat-Säure-Phenol-Extraktionsprozedur
(Chomczynski PN, und Sacchi N, Analyt. Biochem. 162:156-159 (1987)). Die
ausgefällte
RNA wurde aufgelöst
in 50 μl
an Diethylpyrocarbonat (DEPC)-behandeltem Wasser und anschließend quantizifiziert.
Ein μg an
zellulärer
RNA wurde analysiert in dem Stamm-spezifischen rTth RT-PCR-Assay.
-
Um
mögliche
Kontamination zu vermeiden, wurde der Stamm-spezifische RT-PCR-Assay nach und nach
durchgeführt
unter Verwendung von drei unterschiedlichen Räumen: einem Prä-PCR-Raum,
einem PCR-Raum und einen Post-PCR-Raum. RNA, aufgelöst in 10 μl an DEPC-behandeltem
Wasser wurde mit Mineralöl
bedeckt und bei 95°C
für 1 Minute
erhitzt. Die Temperatur wurde auf 70°C abgesenkt und 10 μl an vorher
erhitzter cDNA-Reaktionsmischung wurden hinzugegeben. Die Temperatur
wurde dann auf 60°C
für zwei Minuten
abgesenkt zum Annealen und die cDNA-Reaktion durchgeführt für 20 Minuten
bei 70°C
unter Verwendung der rTstdh DNA-Polymerase (Perkin-Elmer). Die Temperatur
wurde bei 70°C
beibehalten, während
40 μl an
vorher erwärmtem
Puffer, enthaltend EGTA als Chelatbildner von Mn2+ hinzugegeben
wurden, um die rTth RT-Aktivität
zu unterdrücken.
Reaktionsgefäße wurden
bei 70°C
gehalten, während
40 μl an
vorher erwärmter PCR-Mischung
hinzugegeben wurden. Die PCR-Bedingungen,
durchgeführt
auf Gene Amp® PCR-System 9600
(Perkin-Elmer) bestanden aus einem ersten Zyklus bei 94°C für eine Minute,
50 Zyklen bei 94°C
bei 15 Sekunden, 58°C
für 30
Sekunden, 72°C
für 30
Sekunden und einem letztendlichen Extensionsschritt bei 72°C für 7 Minuten.
Für den
positiven Stamm-HCV-RNA-Assay ist die Sequenz des reversen Primers
P3 wie folgt: 5'-TGG/ATGCACGGTCTACGAGACCTC-3', (nt 342-320) und
diejenige des Vorwärtsprimers
P4 ist: 5'-CACTCCCCTGTGAGGAGGAACT-3', (nt: 38-56), (Laskus
T. et al. J. Gen. Virol. 78:2747-2750 (1997)). Die gleichen Primer
wurden in ungekehrter Reihenfolge verwendet, um den negativen Strang
nachzuweisen. Ein Zehntel des amplifizierten Produktes wurde durch
Gel-Elektrophorese auf Agarose (2%) analysiert, gefolgt von Anfärben mit
BET und Fotografie unter UV-Licht. In allen Serien der Experimente
wurden Verdünnungen
der synthetischen HCV RNA (+) und (-)-Stränge durchgeführt und
1 μg an
Total-Leber-RNA wurde hinzugegeben, um die Bedingungen für die Analyse
von kultivierten Hepatozyten nachzuahmen. Diese Mischungen wurden als
positive Kontrollen für
den RT-PCR-Assay und die Analyse verwendet.
-
3 zeigt,
dass die Produktion des HCV-negativen Stranges in der Gegenwart
von Mabs gegen LDLr vollständig
inhibiert war in der Kultur FT167. Folglich war die Replikation
des viralen Genoms stark inhibiert. Die Ergebnisse waren konsistent
mit der Ansicht, dass LDLR ein Rezeptor für HCV sein könnte.
-
Beispiel 11 Herstellung
von chimären
Antikörpern
gegen LDLR
-
mRNA
wird aus einer Hybridomlinie aufgereinigt, welche mAb, spezifisch
für LDLR
produziert.
-
Spezifische
cDNA wird synthetisiert mit Oligonukleotiden, welche komplementär für das 5'-Ende des Exons CH1
der variablen Domäne
der schweren Kette (Oligo 1) ist, und von den 5'-Enden des C∝-Hexon der variablen Domäne der leichten
Kette (Oligo 2) unter Verwendung von aufgereinigter mRNA als Templat.
-
Zwei
cDNAs werden erhalten, wobei eines davon die variable Region (spezifische
für LDLR)
der schweren Kette kodiert, und die andere die variable Region (spezifisch
für den
LDLR) der leichten Kette. Die cDNAs werden kloniert und sequenziert.
-
Für die Konstruktion
der chimären
schweren Kette wird die variable Region eines klonierten menschlichen
schweren Ketten-Ig-Gens ausgetauscht (unter Verwendung von genetischer
Manipulation) gegen die geklonte DNA, welche die variable Maus-Domäne (spezifisch
für LDLR)
der schweren Kette kodiert. Die genetischen Manipulationen schließen das
Ausschneiden der variablen Region von menschlichem Ig ein unter
Verwendung von spezifischen Restriktionsenzymen und Ligation der
variablen Maus-Region.
Die gleiche Prozedur wird durchgeführt, um die chimäre leichte
Kette zu erhalten.
-
Zwei
Säugetier-Expressionsplasmide
werden konstruiert, eines, welche das chimäre schwere Ketten-Gen einschließt und die
andere, welche das chimäre
leichte Ketten-Gen einschließt.
Beide Vektoren werden verwendet, um die Hybridom-Zelllinie (SP6)
zu cotransfizieren.
-
Die
Produktion von LDLR-spezifischem Ig wird untersucht durch ELISA
oder Western-Blots
unter Verwendung von einer Kulturbrühe von transfizierten Zellen
als sekundäre
Antikörper.
Die Affinität
des chimären Antikörpers gegen
seinen Liganden wird mittels Biacore überwacht.
-
Beispiel 12 Herstellung
von transgenen Mäusen,
welche konzipiert werden, so dass sie Stellen von menschlichen Immunoglobulin-Genen
enthalten (Xeno-Mäuse) und
Herstellen von menschlichem mAb gegen hLDLR.
-
Die
Xenomaus-Herstellung wird beschrieben in WO 98/24893 und Mendez
M.J., et al. Nature genetics 15:146-56 (1997)).
-
Künstliche
Mensch-Hefe-Chromosom (YAC)-Bibliotheken werden gescreent auf YACs,
welche die variable Region der menschlichen schweren Ketten enthalten
(ungefähr
1000 kb) (das YAC-Klonierverfahren ist das Verfahren der Wahl, wenn
Insertgrößen größer als
100 kb benötigt
werden).
-
Die
YACs werden charakterisiert durch Southern-Blot-Analyse und durch
Pulsefeld-Elektrophorese (PFGE).
Die YACs sollten die Cμ Cδ, Dh und
Vh-Regionen in der Keimbahn-Konfiguration enthalten.
-
Durch
Verwendung von überlappenden
Sequenzen, enthalten in den YACs werden die YACs in Hefe durch schrittweise
Rekombinationsstrategie rekombiniert. Vor der Rekombination wird
das 3'-Ende von
YAC (mit der V-Region) an den HPRT-auswählbaren
Marker legiert. Die Struktur des rekombinierten YACs wird bestätigt durch
PAGE und Southern-Blot-Analyse (Vorliegen der Stelle der menschlichen
schweren Kette von der C-Region zur Vh-Region in der Keimbahn-Konfiguration).
-
Der
akzentrische YAC-Arm ist Ziel für
einen Vektor, welcher die vollständige γ2 konstante
Region trägt, Maus-Enhancer,
Neomycin-Resistenz-Gen, um die letztendliche schwere Kette zu ergeben,
welche die vollständige
variable Region enthält,
d.h. 82 Vh-Gene,
6 Jh-Gene und drei unterschiedliche konstante Regionen Cμ Cδ Cγ mit ihren korrespondierenden
regulatorischen Sequenzen. Dieses YAC wird als yH2 bezeichnet. Dieses
Konstrukt wird verwendet zur Herstellung der Xeno-Maus.
-
Eine ähnliche
Strategie zu der oben verwendeten wird eingesetzt für die Rekonstruktion
der Kappa-Loci, nur dass: der Neomycin-Auswahlmarker an das rekonstruierte
YAC ligiert wird, welches die vollständigen Kappastellen enthält. Dieses
YAC wird als yK2 bezeichnet.
-
YACs,
welche das YH2 enthalten, werden in eine ES-Zelle über Fusion
von YAC eingebracht, welches Hefe-Spheroplast enthält, mit
HPRT-defizienten E14-, TG3B-Maus-ES-Zellen.
HPRT-positive Zellen werden ausgewählt. Positive Klone werden
propagiert und durch Southern Blots analysiert, wie auch durch CHEF-Blotanalyse.
Klone, welche das intakte yH2 YAC enthalten, werden ausgewählt.
-
Einbringen
und Auswahl von yK2 YAC in ES-Zellen wird in ähnlicher Art und Weise durchgeführt, wie beschrieben
für yH2
YAC.
-
YH2,
enthaltend ES-Zellen, werden in die Maus C57BL/6J Blastozyten mikroinjiziert.
Die chimären männlichen
Vertreter, die erzeugt wurden, werden für Keimbahn-Transmission auf
Nachkommen untersucht.
-
yH2
und/oder yK2-transgene Mäuse
werden mit DI-Mäusen
gekreuzt (homozygot für
Gen-zielgerichtete inaktivierte Maus-Schwere und Kappa-Ketten-Stellen).
Jede der yH2; DI transgenen Stämme
werden gekreuzt mit yK2;DI transgenen Stämmen, um Xenomaus-Stämme zu erzeugen.
-
Die
Rekonstitution der B-Zell-Entwicklung und der Antikörperproduktion
in Xenomaus wird durch Flußzytometrie
und ELISA ausgewertet.
-
Die
Immunisierung der Xenomaus wird durchgeführt, wie in Beispiel 2 beschrieben.
-
Die
Verfahren für
die Hymbridom-Herstellung und das Screenen auf positive Klone sind ähnlich zu denjenigen
beschrieben in Beispielen 3 und 4.
-
Die
Hybridom-Klone 12.6, 28, 29.8, 30 und 50.30 wurden hinterlegt am
Collection Nationale de Culture de Microorganismes (CNCM), Institut
Pasteur, Paris gemäß dem Budapester
Vertrag und wurden unter folgenden Hinterlegungsnummern eingeordnet
1-2390, 1-2391,
12392, 1-2393 und 1-2394.
-
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-
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