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Die
Erfindung betrifft die Realisierung eines digitalen Filters, insbesondere
die Realisierung eines digitalen FIR-Filters der Ordnung N, welches
ein modifiziertes digitales Filter der Ordnung 1 umfasst, das mit
einer höheren
Abtastrate arbeitet. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren
zum Filtern eines M-fach gemultiplexten Eingangssignals mit einem
solchen digitalen FIR-Filter.
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Die
Druckschrift
DE 31 11
889 A offenbart ein digitales Filter des FIR-Typs, in welchem
zwei Speicher bereitgestellt sind, und in beiden Speichern alle Abtastwerte
eines Eingangssignals gespeichert werden. Die abgetasteten Eingangssignale
werden in der Reihenfolge des Empfangs und in seitlich invertierter
Reihenfolge aus den Speichern ausgelesen und addiert. Die addierten
Abtastwerte werden dann mit entsprechenden Filterkoeffizienten multipliziert, wobei
die Koeffizienten zu der Mitte des Eingangs-Abtastwerts symmetrisch
sind. Dann werden die Produkte addiert und am Ausgang des digitalen Filters
bereitgestellt.
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Ein
digitales Filter der Ordnung 2N, welches ein M-fach gemultiplextes
Eingangssignal empfängt, welches
ein modifiziertes Filter der Ordnung 1 umfasst, in welchem 2N Filterkoeffizienten
periodisch mit einer Taktfrequenz umgeschaltet werden, die gleich
M·2N
mal die Abtastrate des Eingangssignals ist, um das Filter periodisch
in M·2N
interne Filterzustände
zu versetzen, in jedem von welchen ein interner Ausgangswert berechnet
wird, bevor ein vollständiger
Abtastwert des M-fach gemultiplexten Ausgangssignals ausgegeben
wird, ist in der europäischen
Patentanmeldung
EP 98 114 111.2 der
Anmelderin beschrieben.
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Eine
spezielle, kostengünstige
Realisierung eines solchen Filters ist in der europäischen Patentanmeldung "Memory and Gate Effect
Realization of a Digital Filter" der
Anmelderin beschrieben.
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Diese
beiden Druckschriften zeigen digitale Filter, bevorzugt IIR-Filter,
welche eine Taktfrequenz haben, die gleich der Abtastrate · der Anzahl
von Multiplexern · der
Filterordnung ist. Daher könnte
es in Abhängigkeit
von dem Eingangssignal und der gewollten Filterordnung notwendig
sein, das jeweilige Filter mit einer vergleichsweise hohen Taktrate
zu betreiben, welches in einer hohen benötigten Verarbeitungsleistung
auf dem Chip, auf dem das Filter realisiert ist, resultiert.
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Der
Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes digitales
Filter und ein Verfahren zum Filtern eines Eingangssignals mit einem digitalen
Filter bereitzustellen, welche eine verringerte Berechnungsleistung
erfordern.
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Das
digitale Filter gemäß der Erfindung
ist in dem unabhängigen
Anspruch 1 definiert, und das Verfahren zum Filtern eines Eingangssignals
mit einem digitalen Filter gemäß der Erfindung
ist in dem unabhängigen
Anspruch 6 definiert. Bevorzugte Ausführungsbeispiele derselben sind
jeweils in den jeweils folgenden Unteransprüchen definiert. Computerprogrammprodukte
gemäß der Erfindung
sind in den Ansprüchen
10 und 11 definiert.
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Das
digitale FIR-Filter der Ordnung N, das ein Eingangssignal mit einer
vorbestimmten Abtastrate empfängt
und ein Ausgangssignal ausgibt, gemäß der Erfindung umfasst: eine
Kombiniereinheit beinhaltend einen ersten Puffer, welcher das Eingangssignal
empfängt
und jede der zweiten Hälfte der
letzten N empfangenen Eingangsabtastungen jedes Eingangssignals
in der zeitlich umgekehrten Reihenfolge des Empfangs während der
Zeit ausgibt, in welcher die tatsächliche Eingangsabtastung dem FIR-Filter
zugeführt
wird, einen zweiten Puffer, welcher jede der ersten Hälfte der
letzten N empfangenen Eingangsabtastungen jedes Eingangssignals
in der Reihenfolge des Empfangs während der Zeit ausgibt, in
welcher die tatsächliche
Eingangsabtastung dem FIR-Filter zugeführt wird, und einen ersten
Addierer, welcher die gleichzeitig ausgegebenen Abtastungen des
ersten und des zweiten Puffers, welche gleichen Filterkoeffizienten
unterzogen werden müssen,
empfängt
und addiert und ein kombiniertes Ausgangssignal ausgibt, einen Multiplizierer,
der das kombinierte Ausgangssignal empfängt und jede Abtastung desselben
mit einem jeweils entsprechenden Filterkoeffizienten multipliziert,
und einen Integrator, der die multiplizierten Abtastungen des kombinierten Ausgangssignals
empfängt,
diese während
einer ersten Zeitspanne, in welcher die tatsächliche Eingangsabtastung dem
FIR-Filter zugeführt
wird integriert, und die tatsächliche
Ausgangsabtastung am Ende der ersten Zeitspanne bereitstellt.
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Erfindungsgemäß ist das
digitale Filter dadurch gekennzeichnet, dass der erste Puffer umfasst: einen
ersten Schalter, der das Eingangssignal an einem ersten festen Anschluss
empfängt
und die Ausgangsabtastungen des ersten Puffers an einem veränderlichen
Anschluss desselben bereitstellt, ein erstes Verzögerungselement,
das mit dem veränderlichen
Anschluss des ersten Schalters verbunden ist und verzögerte Eingangsabtastungen
für den
zweiten Puffer bereitstellt, und ein zweites Verzögerungselement,
das mit dem Ausgang des ersten Verzögerungselements verbunden ist
und weiter verzögerte Eingangsabtastungen
für einen
zweiten festen Anschluss des ersten Schalters bereitstellt, und
dass der zweite Puffer umfasst: einen zweiten Schalter, der die
verzögerten
Eingangsabtastungen an einem ersten festen Anschluss empfängt und
die Ausgangsabtastungen des ersten Puffers an einem veränderlichen
Anschluss desselben bereitstellt, und ein drittes Verzögerungselement,
das mit einem veränderlichen
Anschluss des zweiten Schalters verbunden ist und die Ausgangsabtastungen
des zweiten Puffers bereitstellt, welche zusätzlich einem zweiten festen
Anschluss des zweiten Schalters zugeführt werden, wobei der veränderliche
Anschluss des ersten Schalters und der veränderliche Anschluss des zweiten
Schalters während
einer zweiten Zeitspanne mit dem jeweiligen ersten festen Anschluss
verbunden werden, um eine neue Eingangssignalabtastung zu laden,
und während
einer dritten Zeitspanne mit dem jeweiligen zweiten festen Anschluss
verbunden werden, um das kombinierte Ausgangssignal zu berechnen
und auszugeben.
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In
dieser Darstellung bedeutet die erste Hälfte der letzten N empfangenen
Eingangsabtastungen die ersten N/2 Abtastungen für gerades N und die ersten
(N + 1)/2 Abtastungen für
ungerades N. Ferner bedeutet die zweite oder letzte Hälfte der
letzten N empfangenen Eingangsabtastungen die letzten N/2 Abtastungen
für gerades
N und die letzten (N + 1)/2 Abtastungen für ungerades N; die zweite Hälfte beinhaltet
die neueste (tatsächlich
zugeführte)
Abtastung. Daher wird im Fall eines ungeraden N die Mittenabtastung,
d. h. die Abtastung (N + 1)/2 verdoppelt.
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Damit
wird in Übereinstimmung
mit der Erfindung ein FIR-Filter realisiert, welches, Vorteil aus
der Symmetrie der Impulsantwort von FIR-Filtern ziehend, nur eine
reduzierte Berechnungsleistung benötigt.
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Bevorzugt
kombiniert in dem digitalen Filter gemäß der Erfindung für gerades
N die Kombiniereinheit die ersten N/2 der letzten N empfangenen Eingangssignalabtastungen
des Eingangssignals, welches die tatsächlich dem FIR-Filter zugeführte Eingangsabtastung
in der Reihenfolge des Empfangs umfasst, mit den letzten N/2 der
letzten N empfangenen Eingangssignalabtastungen des Eingangssignals,
welches die tatsächlich
dem FIR-Filter zugeführte
Eingangsabtastung in der zeitlich umgekehrten Reihenfolge umfasst.
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Alternativ
oder zusätzlich
kombiniert in dem digitalen Filter gemäß der Erfindung für ungerades
N die Kombiniereinheit die ersten (N – 1)/2 der letzten N empfangenen
Eingangssignalabtastungen des Eingangssignals, welches die tatsächlich dem FIR-Filter
zugeführte
Eingangsabtastung in der Reihenfolge des Empfangs umfasst, mit den
letzten (N – 1)/2
der letzten N empfangenen Eingangssignalabtastungen des Eingangssignals,
welches die tatsächlich
dem FIR-Filter zugeführte
Eingangsabtastung in der zeitlich umgekehrten Reihenfolge umfasst,
und verdoppelt den (N + 1)/2-Abtastwert.
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Natürlich kann
die Reihenfolge der Kombination der Eingangsabtastungen auch zusammen
mit der Bereitstellung der Koeffizienten in der jeweils entsprechenden
Reihenfolge zeitlich invertiert werden.
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In
diesem Ausführungsbeispiel
ist das Eingangssignal bevorzugt ein M-fach gemultiplextes Eingangssignal.
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Ferner
umfasst in dem digitalen Filter gemäß den vorstehend beschriebenen
Ausführungsbeispielen
der Integrator bevorzugt: einen zweiten Addierer, der die multiplizierten
Abtastungen des kombinierten Ausgangssignals als jeweils erste Summanden
empfängt
und die tatsächliche
Ausgangsabtastung an dem Ende der ersten Zeitspanne bereitstellt,
ein viertes Verzögerungselement,
das das Ausgangssignal des zweiten Addierers empfängt, und
einen dritten Schalter, welcher veränderliche Anschluss jeweilige zweite
Summanden für
den zweiten Addierer bereitstellt, welcher ein Nullsignal an einem
ersten festen Anschluss und das verzögerte Ausgangssignal des zweiten
Addierers an einem zweiten festen Anschluss empfängt, wobei der veränderliche
Anschluss des dritten Schalters während einer zweiten Zeitspanne
mit dem ersten festen Anschluss verbunden wird, um eine neue Eingangssignalabtastung
zu laden, und während
einer dritten Zeitspanne mit dem jeweiligen zweiten festen Anschluss
verbunden wird, um die tatsächliche
Ausgangsabtastung zu berechnen und auszugeben.
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Das
Verfahren zum Filtern eines Eingangssignals mit einem digitalen
FIR-Filter der Ordnung N, welches ein modifiziertes FIR-Filter der
Ordnung 1 gemäß der Erfindung
umfasst, umfasst die Schritte des: Haltens, in einem ersten Puffer,
welcher das Eingangssignal empfängt
und jede der zweiten Hälfte der
letzten N empfangenen Eingangsabtastungen jedes Eingangssignals
in der zeitlich umgekehrten Reihenfolge des Empfangs während der
Zeit ausgibt, in welcher die tatsächliche Eingangsabtastung dem FIR-Filter
zugeführt
wird, Haltens, in einem zweiten Puffer, welcher jede der ersten
Hälfte
der letzten N empfangenen Eingangsabtastungen jedes Eingangssignals
in der Reihenfolge des Empfangs während der Zeit ausgibt, in
welcher die tatsächliche
Eingangsabtastung dem FIR-Filter zugeführt wird, und Addierens, in
einem ersten Addierer, der gleichzeitig ausgegebenen Abtastungen
des ersten und des zweiten Puffers, welche gleichen Filterkoeffizienten zu
unterziehen sind, und Ausgebens eines kombinierten Ausgangssignals,
Multiplizierens jeder Abtastung des kombinierten Ausgangssignals
mit einem jeweils entsprechenden Filterkoeffizienten, und Integrierens
der multiplizierten Abtastungen des kombinierten Ausgangssignals
während
einer ersten Zeitspanne, in welcher die tatsächliche Eingangsabtastung dem
FIR-Filter zugeführt
wird, und Bereitstellens der tatsächlichen Augangsabtastung am
Ende der ersten Zeitspanne. Dieses Verfahren ist gekennzeichnet
durch die Schritte des Umschaltens des Eingangssignals auf den ersten
Addierer und auf ein erstes Verzögerungselement
in dem ersten Puffer während
einer zweiten Zeitspanne, um eine neue Eingangssignalabtastung zu
laden; Verzögerns
des Eingangssignals in dem ersten Verzögerungselement und Bereitstellens
verzögerter
Eingangsabtastungen; Verzögerns
der verzögerten
Eingangsabtastungen in einem zweiten Verzögerungselement in dem ersten
Puffer; Umschaltens erster weiter verzögerter Eingangsabtastungen,
die von dem zweiten Verzögerungselement
ausgegeben wurden, auf den ersten Addierer und auf das erste Verzögerungselement während einer
dritten Zeitspanne, um das kombinierte Ausgangssignal zu berechnen
und auszugeben; Umschaltens der verzögerten Eingangsabtastungen auf
ein drittes Verzögerungselement
in dem zweiten Puffer während
der zweiten Zeitspanne; Verzögerns der
verzögerten
Eingangsabtastungen in dem dritten Verzögerungselement und Ausgeben
zweiter weiter verzögerter
Eingangsabtastungen an den ersten Addierer; und Umschaltens der
zweiten weiter verzögerten
Eingangsabtastungen auf den Eingang des dritten Verzögerungselements
während
der dritten Zeitspanne.
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In
dem Verfahren gemäß der Erfindung
werden bevorzugt für
gerades N die ersten N/2 der letzten N empfangenen Eingangssignalabtastungen
des Eingangssignals, welches die tatsächlich dem FIR-Filter zugeführte Eingangsabtastung
in der Reihenfolge des Empfangs umfasst, mit den letzten N/2 der
letzten N empfangenen Eingangssignalabtastungen des Eingangssignals,
welches die tatsächlich dem
FIR-Filter zugeführte
Eingangsabtastung in der zeitlich umgekehrten Reihenfolge umfasst,
kombiniert.
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Alternativ
oder zusätzlich
werden in dem Verfahren gemäß der Erfindung
bevorzugt für
ungerades N die ersten (N – 1)/2
der letzten N empfangenen Eingangssignalabtastungen des Eingangssignals,
welches die tatsächlich
dem FIR-Filter zugeführte
Eingangsabtastung in der Reihenfolge des Empfangs umfasst, mit den
letzten (N – 1)/2
der letzten N empfangenen Eingangssignalabtastungen des Eingangssignals,
welches die tatsächlich
dem FIR-Filter zugeführte
Eingangsabtastung in der zeitlich umgekehrten Reihenfolge umfasst,
kombiniert, und wird der (N + 1)/2-Abtastwert verdoppelt.
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Ferner
ist in dem Verfahren gemäß der Erfindung
bevorzugt das Eingangssignal ein M-fach gemultiplextes Eingangssignal.
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Ein
Computerprogrammprodukt gemäß der Erfindung
umfasst ein Computerprogrammittel, das zum Verkörpern des digitalen Filters
wie in einem beliebigen der vorstehenden Ausführungsbeispiele der Erfindung
definiert angepasst ist, wenn das Computerprogrammprodukt auf einem
Computer, einem digitalen Signalprozessor oder dergleichen ausgeführt wird.
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Ferner
umfasst ein Computerprogrammprodukt gemäß der Erfindung ein Computerprogrammmittel,
das zum Ausführen
der Verfahrensschritte wie in einem beliebigen der vorstehenden
Ausführungsbeispiele
der Erfindung definiert angepasst ist, wenn das Computerprogrammprodukt
auf einem Computer, einem digitalen Signalprozessor oder dergleichen ausgeführt wird.
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Daher
wird in Übereinstimmung
mit der Erfindung eine Realisierung eines digitalen Filters vorgeschlagen,
die aus nur einem Multiplexer besteht, d. h. welche mit einer höheren Taktrate
arbeitet und den Koeffizienten an dem Multiplizierer bei jedem Taktzyklus ändert, in
welcher aber die Taktrate des Multiplizierers im Vergleich zu bekannten
Filtern durch Berücksichtigen
gleicher Filterkoeffizienten, beispielsweise auf der Grundlage der
Symmetrie von FIR-Filterkoeffizienten, reduziert ist. In Übereinstimmung
mit der Erfindung werden bevorzugt die Abtastungen, die zu gleichen
Filterkoeffizienten gehören,
im Voraus addiert, um die Anzahl von Multiplikationen zu reduzieren,
welches in einer reduzierten Taktrate für das Filter, einer reduzierten
benötigten
Berechnungsleistung und daher einem reduzierten Leistungsverbrauch
resultiert.
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In
einem solchen besonderen bevorzugten Ausführungsbeispiel eines digitalen
Filters in Übereinstimmung
mit der Erfindung, welches ein digitales FIR-Filter realisieren
könnte,
kann die Symmetrie von FIR-Filterkoeffizienten leicht berücksichtigt
werden. Wie vorstehend in allgemeinen Begriffen definiert wurde,
sind zwei Ringpuffer angeordnet, um die richtigen Abtastungen zur
richtigen Zeit bereitzustellen. Beide speichern "etwa die Hälfte" der benötigten Abtastungen für die Filterkoeffizienten.
Um Vorteil aus der Symmetrie zu ziehen und die richtigen, in dem Puffer
rotierenden Abtastungen bereitzustellen, stellt einer der Ringpuffer
die Abtastungen in "zeitlich
invertierter" Reihenfolge
bereit.
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Die
Speicherung von "etwa
der Hälfte" der benötigten Abtastungen
für die
Filterkoeffizienten ist in dem Sinne zu verstehen, dass im Fall
einer geraden Filterordnung N, d. h. einer geradzahligen Anzahl von
Filterkoeffizienten, jeder der Puffer N/2 Abtastungen bereitstellt,
einer in der Reihenfolge des Empfangs, d. h. die erste Abtastung,
die zweite Abtastung, die dritte Abtastung, ..., die N/2-te Abtastung, und
der andere in zeitlich invertierter bzw. umgekehrter Reihenfolge,
d. h. die N-te Abtastung, die (N – 1)-te Abtastung, ..., die
(N/2 + 1)-te Abtastung. Im Fall einer ungeraden Filterordnung N
jedoch, d. h. einer ungeradzahligen Anzahl N von Filterkoeffizienten, speichert
jeder der Puffer (N + 1)/2 Abtastungen des Eingangssignals, so dass
die (N + 1)/2-te Abtastung in beiden Puffern gespeichert ist, d.
h. der die Abtastungen in der Reihenfolge des Empfangs speichernde
Puffer stellt die erste Abtastung, die zweite Abtastung, die dritte
Abtastung, ..., die (N + 1)/2-te Abtastung bereit, und der die Abtastungen
in zeitlich invertierter Reihenfolge speichernde Puffer speichert
die N-te Abtastung, die (N – 1)-te
Abtastung, ..., die (N + 1)/2-te Abtastung und gibt diese aus.
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Aufgrund
dieses Verfahrens wird eine besonders einfache Realisierung für beide
Fälle,
d. h. eine gerade und eine ungerade Filterordnung N, unter Berücksichtigung
dessen erreicht, dass der (N + 1)/2-te Filterkoeffizient im Fall
einer ungeraden Filterordnung N durch 2 dividiert werden muss.
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Weitere
Merkmale und Vorteile des digitalen Filters und des Verfahrens zum
Filtern eines M-fach gemultiplexten Eingangssignals mit einem digitalen Filter
gemäß der Erfindung
werden aus der folgenden Beschreibung beispielhafter Ausführungsbeispiele derselben
in Verbindung mit den beigefügten
Figuren ersichtlich, in welchen:
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1 ein
Blockdiagramm einer digitalen FIR-Filter-Realisierung gemäß der Erfindung
für einen
Filter mit ungerader Filterordnung zeigt,
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2 ein
Blockdiagramm einer digitalen FIR-Filter-Realisierung gemäß der Erfindung
für einen
Filter mit gerader Filterordnung zeigt, und
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3 ein
Blockdiagramm einer digitalen FIR-Filterstruktur gemäß der Erfindung
für ein
Filter mit ungerader Filterordnung und ein M-fach gemultiplextes
Eingangssignal zeigt.
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Im
Folgenden werden beispielhafte bevorzugte Ausführungsbeispiele von digitalen
Filtern gemäß der Erfindung
beschrieben. Da in beispielsweise digitalen Empfängern verwendete digitale Filter
häufig
auf einem ASIC realisiert sind, ist zu wünschen, dass die Filterschaltungen
so klein wie möglich
gemacht werden, um die Kosten zu reduzieren. Dies bedeutet, dass
die Filter mit so wenig Elementen wie möglich realisiert werden sollten.
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Daher
umfassen die beispielhaften bevorzugten Ausführungsbeispiele von digitalen
FIR-Filter-Realisationen
nur einen Multiplizierer zum Realisieren eines FIR-Filters der Ordnung
N. Ähnlich
zu den Realisierungen der vorstehend identifizierten europäischen Patentanmeldungen,
deren Inhalt in diese Spezifikation durch Bezugnahme einbezogen wird,
beruht die Realisierung eines FIR-Filters der Ordnung N mit einem
Multiplizierer auf der Verwendung einer höheren Taktrate für das tatsächliche
Filter und einer Bereitstellung der Filterkoeffizienten in einer
speziellen Reihenfolge an dem Multiplizierer. Ferner sind in Übereinstimmung
mit der Erfindung Berechnungsleistungsanforderungen in Bezug auf eine
benötigte
Taktrate aufgrund des Kombinierens von gleichen Filterkoeffizienten
unterzogenen Abtastungen reduziert.
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In Übereinstimmung
mit den beschriebenen bevorzugten Ausführungsbeispielen der Erfindung, welche
nur die Symmetrie von FIR-Filter-Koeffizienten berücksichtigen,
beträgt
die Taktrate für
ein Filter ungerader Ordnung N(N + 1)/2·fs·M, mit
fs als der Abtastrate des Eingangssignals
und M als der Anzahl von Multiplexen des Eingangssignals. Im Fall
einer geraden Filterordnung N beträgt die Taktrate N/2·fs·M.
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Da
die Symmetrie eines FIR-Filters dazu verwendet wird, die Anzahl
von Multiplikationen zu reduzieren, werden zwei Ringpuffer verwendet,
um die richtigen Abtastungen zur richtigen Zeit bereitzustellen.
Einer der Ringpuffer stellt die Abtastungen in der Empfangsreihenfolge
bereit, und der andere stellt die Abtastungen in zeitlich invertierter
Reihenfolge bereit. Dann werden die Abtastungen, welche auf symmetrische
Koeffizienten angewendet werden müssen, im Voraus addiert, um
die Anzahl von Multiplikationen entsprechend Abtastungen zu reduzieren.
Um einen Überlauf
zu vermeiden, werden die Eingangsabtastungen bevorzugt im Maßstab geändert.
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Nachdem
die addierten Abtastungen ihren Filterkoeffizienten unterzogen,
d. h. mit dem jeweiligen Filterkoeffizienten multipliziert, worden
sind, bildet ein Integrator, welcher für jede neu ausgegebene Abtastung
initialisiert wird, die Summe der (N + 1)/2 im Fall einer ungeraden
Filterordnung und N/2 im Fall einer geraden Filterordnung N kombinierten
und gewichteten Eingangsabtastungen.
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1 zeigt
ein Blockdiagramm der FIR-Filterstruktur gemäß der Erfindung für ein Filter
mit ungerader Filterordnung N.
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Das
Eingangssignal, welches nicht gemultiplext ist, wird einer Kombiniereinheit
zugeführt,
die einen ersten Ringpuffer 1, einen zweiten Ringpuffer 2, und
einen Addierer 3 umfasst, welcher zumindest die letzten
N empfangenen Eingangsabtastungen hält, diese kombiniert, so dass
Eingangsabtastungen, welche gleichen Filterkoeffizienten basierend
auf der FIR-Filter-Koeffizientensymmetrie
zu unterziehen sind, addiert werden, und die letzten N kombinierten Eingangsabtastungen,
d. h. (N + 1)/2 Eingangsabtastungen, während der Zeit, bei welcher
die tatsächliche
Eingangsabtastung dem gesamten FIR-Filter zugeführt wird, dem Multiplizierer 4 bereitstellt,
welcher entsprechend (N + 1)/2 Filterkoeffizienten umschaltet bzw.
wechselt, um eine jeweilige Gewichtung der kombinierten Eingangsabtastungen
durchzuführen. Alle
(N + 1)/2 kombinierten und gewichteten Eingangsabtastungen werden
einem Integrator 5 zugeführt, an dessen Ausgang das
entsprechend gefilterte Eingangssignal zur Verfügung steht, nachdem alle (N
+ 1)/2 kombinierten und gewichteten Eingangsabtastungen addiert
sind.
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Der
erste Ringpuffer 1 umfasst einen ersten Schalter S1, welcher das Eingangssignal an seinem ersten
festen Anschluss S10 empfängt und
das Ausgangssignal des ersten Ringpuffers 1 dem Addierer 3 an
seinem variablen Anschluss zuführt.
Dieses Ausgangssignal wird auch einem ersten Verzögerungselement
D1 mit einer Verzögerung von 2 Taktzyklen zugeführt, welches
sein Ausgangssignal dem Eingang des zweiten Ringpuffers 2 und
einem zweiten Verzögerungselement
D2 des ersten Ringpuffers 1 mit
einer Verzögerung
(N – 1)/2
zuführt.
Das zweite Verzögerungselement
D2 liefert sein Ausgangssignal an den zweiten
festen Anschluss S11 des ersten Schalters
S1.
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Der
zweite Ringpuffer 2 umfasst einen zweiten Schalter S2, welcher das Eingangssignal des zweiten
Ringpuffers 2 an seinem ersten festen Anschluss S20 empfängt
und das Eingangssignal eines dritten Verzögerungselements D3 an
seinem variablen Anschluss liefert. Das dritte Verzögerungselement
D3 hat eine Verzögerung (N – 1)/2 und liefert das Ausgangssignal
des zweiten Ringpuffers 2 an den ersten Addierer 3.
Das Ausgangssignal des dritten Verzögerungselements D3 wird
weiter dem zweiten festen Anschluss S21 des
zweiten Schalters S2 zugeführt.
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Der
erste Addierer 3 addiert das Ausgangssignal des ersten
Ringpuffers 1 und das Ausgangssignal des zweiten Ringpuffers 2 und
liefert ein kombiniertes Ausgangssignal an den Multiplizierer 4.
Das Ausgangssignal des ersten Ringpuffers 1 umfasst die zweite
Hälfte der
letzten N Eingangsabtastungen in zeitlich invertierter Reihenfolge,
d. h. S1, S2, ..., S(N+1)/2. Das Ausgangssignal des zweiten Ringpuffers 2 liefert
die erste Hälfte
der letzten N Eingangsabtastungen in ihrer ankommenden Reihenfolge,
d. h. SN, SN-1,
..., S(N+1)/2. In dieser Schreibweise ist
S1 die neueste Abtastung, d. h. die tatsächlich der
Kombiniereinheit, d. h. dem ersten Ringpuffer 1, zugeführte Abtastung,
und ist die Abtastung SN die älteste,
für den gegenwärtigen Filterprozess
berücksichtigte
Abtastung.
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Der
Multiplizierer 4 gewichtet jede der Abtastungen des kombinierten
Ausgangssignals mit einem entsprechenden Filterkoeffizienten a1, a2, ..., a(N-1)/2, und – da die Mittenabtastung der
ungeradzahligen N Eingangsabtastungen, d. h. die Abtastung S(N+1)/2, verdoppelt wird – diese Mittenabtastung wird
mit einem Filterkoeffizienten a(N+1)/2 gewichtet,
welcher durch 2 dividiert ist. Alle gewichteten Abtastungen des
kombinierten Ausgangssignals, welche der tatsächlichen, dem FIR-Filter zugeführten Eingangsabtastung
entsprechen, werden durch den Integrator 5 integriert.
Der Integrator umfasst einen zweiten Addierer A1,
welcher das Ausgangssignal von dem Multiplizierer 4 als
einen ersten Summanden empfängt und
die tatsächliche
Ausgangsabtastung des FIR-Filters an dem Ende seiner Integrationsperiode
an seinem Ausgang liefert. Die Ausgabe des zweiten Addierers A1 wird einem vierten Verzögerungselement D4 mit
einer Verzögerung
von einem Taktzyklus zugeführt,
welches sein Ausgangssignal dem zweiten festen Anschluss eines Schalters
S3 zuführt.
Der variable Anschluss des Schalters S3 liefert
den zweiten Summanden an den zweiten Addierer A1.
Der erste feste Anschluss des dritten Schalters S3 ist
mit einem Nullsignal 6 verbunden.
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Alle
drei Schalter S1, S2,
S3 werden in dem ersten Taktzyklus auf ihren
ersten festen Anschluss S10, S20,
S30 geschaltet. Hierbei lädt der erste
Schalter S1 die neue Eingangsabtastung, übernimmt
der zweite Schalter S2 eine Eingangsabtastung
aus dem ersten Ringpuffer 1 in den zweiten Ringpuffer 2,
und initialisiert der dritte Schalter S3 den
Integrator 5. Ab dem zweiten Taktzyklus werden sie auf
ihre jeweiligen zweiten festen Anschlüsse S11,
S21, S31 geschaltet,
bis eine Ausgangsabtastung des FIR-Filters ermittelt ist und die
nächste
Eingangsabtastung benötigt
wird.
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2 zeigt
das Blockdiagramm der FIR-Filterstruktur gemäß der Erfindung für ein Filter
mit einer geraden Filterordnung N für ein Eingangssignal, welches
nicht gemultiplext ist, d. h. nur einen Multiplex umfasst. Grundlegend
ist die Filterstruktur gleich der des in 1 gezeigten
FIR-Filters. Nur die Verzögerungen
des ersten, des zweiten und des dritten Verzögerungselements D1,
D2, D3 sind unterschiedlich.
Für eine
gerade Filterordnung N stellt nur das erste Verzögerungselement D1 eine
Verzögerung
von einem Taktzyklus be reit, stellt das zweite Verzögerungselement
D2 eine Verzögerung von N/2 Taktzyklen bereit,
und stellt das dritte Verzögerungselement D3 eine Verzögerung von N/2 – 1 Taktzyklen
bereit. Daher gibt der erste Ringpuffer die Abtastungen S1, S2, ..., SN/2 aus, und gibt der zweite Ringpuffer 2 die Abtastungen
SN, SN-1, ..., SN/ 2+1 aus.
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Ferner
schaltet, da keine Mittenabtastung existiert wie in dem Fall für eine ungerade
Filterordnung N, der Multiplizierer 4 durch die Filterkoeffizienten
a1, a2, ..., aN/2, ohne einen der Filterkoeffizienten dividieren
zu müssen.
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3 zeigt
die grundlegend ähnliche
Filterstruktur für
ein FIR-Filter für
eine ungerade Filterordnung N mit einem M-fach gemultiplexten Eingangssignal,
in welchem nur das zweite und das dritte Verzögerungselement im Vergleich
zu dem in 1 gezeigten Filter dahin gehend
geändert
werden müssen,
dass das zweite Verzögerungselement
des ersten Ringpuffers 1 und das dritte Verzögerungselement
des zweiten Ringpuffers 2 beide eine Verzögerung von
((N – 1)
+ (N + 1)(M – 1))/2
Taktzyklen haben.
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Daher
geben der erste Ringpuffer 1 und der zweite Ringpuffer 2 jeweils
die Hälfte
der letzten N Abtastungen des Multiplexes der gegenwärtig dem FIR-Filter
zugeführten
Eingangsabtastung aus.
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Das
FIR-Filter gemäß der vorliegenden
Erfindung ist in seiner Größe reduziert,
beispielsweise eine Realisierung mit so wenig Elementen wie möglich, da
wegen des Laufen lassens des Filters mit einer höheren Taktrate nur ein Multiplizierer
notwendig ist. Ferner ist die höhere
Taktrate im Vergleich zu bekannten Filtern, welche in der Größe reduziert
sind, verringert. Daher ist die Realisierung auf einem ASIC billiger,
da nur eine reduzierte Berechnungsleistung für eine Filtereinheit kleiner
Größe benötigt wird.