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GEBIET DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Gerät, ein System und ein Verfahren
für eine
verbesserte Unterstützung
des mobilen Internetprotokolls einer bei Kommunikation mit dem mobilen
Internetprotokoll, und betrifft insbesondere ein Gerät, ein System und
ein Verfahren für
verbessertes Routing mit dem mobilen Internetprotokoll in Kommunikationsnetzwerken.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Mit
der fortlaufenden Entwicklung mobiler und drahtloser Kommunikationssysteme
und Netzwerke in den letzten Jahren zusammen mit der Verfügbarkeit
immer zunehmender Auswahl an tragbaren und mobilen Geräten, die
verbesserte Verbindungsfähigkeit
(Konnektivität)
bieten, erwecken insbesondere Informations- und Nachrichtenquellen und
Dienste, die durch das Internet angeboten werden, wachsende Aufmerksamkeit.
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Obwohl
das Internet lange Zeit stationär
gewesen war und nur in einem Sinn vor langem tragbar wurde, sind
die heutigen Anstrengungen in einem wesentlichen Umfang auf mobile
EDV (Computing) und Vernetzung (Networking) konzentriert, in denen Aktivitäten nicht
unterbrochen werden, wenn ein Anwender den Anschlusspunkt an das
Internet seiner Ausstattung ändert,
aber sämtlich
benötigte
Neuverbindung automatisch und nicht interaktiv erfolgt.
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Zu
diesem Zweck wurde das mobile Internetprotokoll (bzw. Mobile Internet
Protocol, Mobile IP) als Standardprotokoll vorgeschlagen, das auf
dem Internetprotokoll (IP) von der Version 4 (IPv4) an und weiter
verbessert in Version 6 (IPv6) aufbaut, um Mobilität für Anwendungen
und bestehende höhere
Protokollschichten transparent macht.
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Dadurch
hängt ein
effektiver Einsatz des mobilen IP bzw. Mobile IP (IPv6, oder IPv4
mit Leitwegoptimierung) im Wesentlichen von der Unterstützung für Mobile
IP durch so genannte korrespondierende Knoten bzw. Korrespondenzknoten
ab, wie IP-Netzwerkserver wie zum Beispiel Web-Server, E-Mail-Server, Streaming-Medien-Server,
Sofortmitteilungs-Server, Telefonie-Server, Proxy-Server und ähnliche,
oder IP-Peer-Endgeräte
bzw. IP-Partner-Endgeräte.
Routing zu Korrespondenzknoten bzw. korrespondierenden Knoten wird
basierend auf der Zieladresse in den IP-Paketen durchgeführt. Jedoch
ist direktes Routing vom Korrespondenzknoten zurück zum mobilen Knoten von einem
durch den Korrespondenzknoten bzw. korrespondierenden Knoten verwalteten
Bindungszwischenspeicher (Binding Cache) abhängig. Einträge in den Bindungszwischenspeicher
halten eine Abbildung, (Mapping) zwischen der langfristigen Heimatadresse
des mobilen Knotens und der kurzfristigeren Care-of-Adresse des mobilen
Knotens aufrecht. Ohne den Bindungszwischenspeicher würden Pakete
an den mobilen Knoten über
die Heimatadresse geleitet bzw. geroutet werden, was signifikante
zusätzliche
Routing-Verarbeitung verursachen würde und damit die Paketauslieferung
verzögert.
Mit dem Bindungszwischenspeicher ist der Korrespondenzknoten in
der Lage, das Paket direkt an die aktuelle Care-of-Adresse des mobilen
Knotens zu leiten bzw. zu routen, womit unnötige Routing-Verarbeitung und
zugehörige
Verzögerung
vermieden wird.
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Mobilität gibt jedoch
Veranlassung zu signifikanten Sicherheitsproblemen hinsichtlich
der Sicherstellung der IP-Paketauslieferung nur an den beabsichtigten
Empfänger.
Dies ist extrem wichtig, da andererseits zum Beispiel ein Schurken-Host die IP-Konnektivität eines
mobilen Knotens beanspruchen könnte,
sodass der Korrespondenzknoten nicht mehr mit dem echten mobilen
Knoten, oder dem Host, kommunizieren würde, der die betroffene Heimatadresse
besitzt, sondern der gesamte Verkehr für diese Adresse würde stattdessen
an den Schurken-Host geleitet werden.
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Daher
liegt es in der Verantwortung des Korrespondenzknotens, einen mobilen
Knoten zu authentifizieren, in dem eine Bindungsaktualisierung (Binding
Update) gesendet wird, und den mobilen Knoten zu autorisieren, dass
ihm erlaubt ist, den Besitz der beanspruchten Heimatadresse zu beanspruchen.
Dies wird mit einer so genannten Führung des Bindungszwischenspeichers
(Binding Cache Management) durchgeführt.
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Es
ist jedoch aus den folgenden Gründen
unerwünscht,
einer derartigen Führung
des Bindungszwischenspeichers zusätzlichen Berechnungsaufwand
und Sicher heitsfunktionalitäten,
Konfiguration und damit in Verbindung stehende Fürhung, der Verantwortlichkeit
einiger Korrespondenz-Hosts hinzuzufügen.
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Ein
erster Grund besteht darin, dass zum Beispiel in einem Serverpool,
in dem individuelle Serverauslastung typischerweise während hohen
Verkehrs in bestimmten Perioden des Tages Maximalwerte erreicht,
und zusätzliche
Berechnungs- und/oder Speicherauslastung es notwendig machen würde, zusätzliche
Server in den Pool einzufügen.
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Ein
zweiter Grund liegt in der Möglichkeit, dass
ein mobiles IP-Anwender-Endgerät mit einer beliebigen
Anzahl individueller Server aus demselben Pool in Kontakt stehen
kann. In diesem Fall würde
jeder Server die übertragenen
Bindungsaktualisierungen separat verarbeiten, das heißt die Nachrichten,
die eine neue Bindung zu einer Einheit, die eine neue Care-of-Adresse
für einen
mobilen Knoten kennen muss, bereitstellt, was zur Gesamtauslastung
des Server-Pool oder der Server-Farm entsprechend zusätzlich hinzukäme. Zusätzlich,
wenn ein Auslastungsausgleichungsverfahren verwendet wird, bei dem
IP-Pakete für
eine einzelne IP-Adresse auf eine Anzahl separater Hosts zur Verarbeitung
verteilt werden, ist zu erwarten, dass nur ein individueller Server
die Bindungsaktualisierung vom mobilen Host empfängt, was dazu führt, dass
der mobile Knoten eine virtuell unbegrenzte Anzahl an zusätzlichen
Bindungsaktualisierungen sendet, selbst wenn eine positive Bindungsbestätigung durch
einen individuellen Server-Host zurückgesendet wurde.
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Als
ein dritter Grund liegt darin, dass Internetdienstanbieter des Korrespondenzknoten
im Allgemeinen keine ökonomische
Motivation haben, Unterstützung
für mobiles
IP in jeden Korrespondenzknoten hinzuzufügen. Wenn mobiles IP durch
Korrespondenzknoten nicht unterstützt wird, würde der gesamte Verkehr für den mobilen
Knoten über
den Heimatagenten des mobilen Knotens gesendet werden und daher
die Verkehrsauslastung zu sowohl dem Heimatagenten als auch dem
Heimatnetzwerk hinzufügen,
da üblicherweise über den
Heimatagenten geleitete Pakete einen längeren Leitweg (Route) nehmen
als direkt vom Korrespondenzknoten an den aktuellen Netzwerkanschlusspunkt
des mobilen Knotens geleitete Pakete.
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Entsprechend
gibt es zwei Hauptnachteile für
Unterstützung
von mobilen IP in Korrespondenzknoten, die wesentliche Probleme
für Internetdienstanbieter
darstellen: Das erste besteht darin, dass Bindungsaktualisierungen
für mobiles
IP beim Verarbeiten in Bindungszwischenspeichereinträge der IP-Schicht übersetzt
werden, die sowohl Platz als auch Verarbeitungszeit für jeden
Korrespondenzknoten in Anspruch nehmen; und der zweite besteht darin,
dass, um die Bindungsaktualisierung zu verarbeiten, jeder Korrespondenzknoten
Sicherheitsverarbeitung durchführen
muss, wie zum Beispiel Internet-Protokoll-Sicherheit-(bzw. Internet
Protocol Security, IPsec)-Verarbeitung einschließlich Schlüsselverwaltung, Sitzungsschlüsselerzeugung
und Ähnlichem
oder beliebigen anderen geeigneten Sicherheitsverarbeitung, was
zu signifikantem Berechnungsoverhead und zusätzliche Zuständen führt, die für jeden
verbundenen Host über
die Lebenszeit der zum Beispiel individuellen Übertragungssteuerungsprotokoll-(Transfer Control
Protocol, TCP)-Verbindungen verwaltet werden müssen.
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Die
vorstehend erwähnten
Nachteile können insbesondere
sich zu praktisch unverwaltbaren Belastungen führen, in einem Fall, in dem
zum Beispiel ein individueller Server eine große Anzahl Kurzdienstanforderungen
für eine
große
Anzahl an individuellen mobilen Client Hosts bedient.
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US
2001/0012777 A1 offenbart ein Kommunikationssystem eines Netzwerks,
das ein mobiles Endgerät
unterstützt.
Dort führen
innerhalb eines Netzwerks eingerichtete Geräte eine Kommunikation zum Verwalten
oder Einstellen von Kommunikationsparametern, die benötigt werden,
wenn ein mobiles Endgerät,
das sich zwischen Unternetzwerken bewegt, mit einem Korrespondenzendgerät kommuniziert,
das dann mit einem mobilen Endgerät über diese Geräte kommuniziert.
Dadurch muss das Korrespondenzendgerät nicht eine besondere Fähigkeit aufweisen,
um einen Kommunikationsdienst mit einem mobilen Endgerät zu empfangen,
so dass das Korrespondenzendgerät
niemals einer hohen Verarbeitungsauslastung ausgesetzt wird.
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Ein
weiterer Stand der Technik, die Spezifikation RFC 2002, das ein
Internetstandardverfolgungsprotokoll für die Internetcommunity spezifiziert, spezifiziert
Protokollverbesserungen, die transparentes Routing von Internetprotokoll-(IP)-Datagrammen an mobile
Knoten im Internet ermöglichen.
In RFC 2002 werden neue Einheiten für die Architektur eingeführt. Gemäß diesem
Stand der Technik verwendet ein mobiler Knoten seine Heimatadresse
als die Quelladresse für
alle IP-Datagramme, die er sendet, ausgenommen den Datagrammen,
die für
bestimmte Mobilitätsverwaltungsfunktionen
gesendet werden. Soweit es die Ausnahme betrifft, wird stattdessen eine
Care-of-Adresse verwendet oder die IP-Quelladresse bei der RFC 2002, wenn
ein mobiler Knoten in einem fremden Netzwerk registriert ist.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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In
Ansehung des oben Stehenden besteht die Aufgabe der Erfindung im
Bereitstellen eines Geräts,
eines Verfahrens und eines Systems, die Unterstützung für mobiles IP zu einem bestehenden
Netzwerk derart hinzufügen,
dass Korrespondenzhosts, die einen Teil der bestehenden Netzwerke
bilden, nicht in irgendeiner Weise verändert werden müssen, und
dass Führung
(Management) von Sicherheitszuordnungen und Richtlinien für die Korrespondenzhostseite
als ein Ganzes vereinfacht wird.
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Gemäß der Erfindung
wird diese Aufgabe gelöst
durch ein Gerät,
wie in Anspruch 1 definiert, ein Verfahren, wie in Anspruch 16 definiert,
bzw. ein System, wie in Anspruch 25 definiert.
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Vorteilhafte
Weiterentwicklungen der Erfindung sind Gegenstand der begleitenden
abhängigen Ansprüche.
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Insbesondere
wird ein Gerät
für Internet-Protokoll-Routing
zur Verfügung
gestellt, das gekennzeichnet ist durch Verwaltungsmittel, die eingerichtet sind,
einen Mobilitätsbezogenen
Bindungszwischenspeicher außerhalb
eines individuellen Korrespondenzknotens zu verwalten; und Führungsmittel,
die eingerichtet sind, den Bindungszwischenspeicher im Namen des
Korrespondenzknotens zu führen.
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Demzufolge
stellt das vorgeschlagene Netzwerkgerät und korrespondierende Verfahren
die Fähigkeit
zur Verfügung,
den Bindungszwischenspeicher, der bei der Auslieferung mobiler IP-Pakete
außerhalb
eines individuellen Korrespondenzhost benötigt wird, zu verwalten und
zu führen
und außerdem
für die
zu geordneten Sicherheitsfunktionen Sorge zu tragen, damit ein individueller
Korrespondenzhost von jeglicher auf den mobilen IP-Korrespondenzknoten
bezogene Funktionalität
entlastet wird.
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Gemäß einer
vorteilhaften Weiterbildung kann das Gerät weiter umfassen Untersuchungsmittel,
die eingerichtet sind, jedes Paket, das durch das Gerät geleitet
wird, nach Nachrichten, die mit IP-Adressbindungen in Beziehung
stehen, zu durchsuchen; Verarbeitungsmittel, die eingerichtet sind, die
Nachrichten, die mit IP-Adressbindungen in Beziehung stehen, die
in einem Paket erfasst wurden, einschließlich aller notwendiger Signalisierung
für den
Abschluss der Adressbindungsverarbeitung zu verarbeiten; und Bindungszwischenspeichereintrag-Bildungsmittel, die
eingerichtet sind, einen Bindungszwischenspeichereintrag in einen
Bindungszwischenspeicher basierend auf der Adressbindungsverarbeitung
zu bilden.
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Ein
derartiges Gerät
umfasst bevorzugt weiter Verwaltungsmittel, die eingerichtet sind,
für die
zugeordneten Sicherheitsfunktionen Sorge zu tragen.
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Bevorzugt
können
die Modifikationsmittel eingerichtet sein, die Nachrichten, die
mit IP-Adressbindungen in Beziehung stehen, des Pakets nach der Verarbeitung
durch die Verarbeitungsmittel zu entfernen.
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In
Fällen,
in denen mehrere Korrespondenzknoten in der Routing-Richtung vorhanden
sind, können
die Verarbeitungsmittel eingerichtet sein, die Verarbeitung der
mit der IP-Adresse in Verbindung stehenden Bindungsnachrichten nach
Verarbeitung der ersten Adressbindungsverarbeitung, die dieselbe Heimatadresse
für die
Care-of-Adress-Abbildung spezifiziert, zu beenden.
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Gemäß einer
vorteilhaften Weiterbildung können
die Untersuchungsmittel eingerichtet sein, jedes Paket, das durch
das Gerät
geleitet wird, nach einer Quelladresse zu durchsuchen und optional
nach einer mobilen IP-Heimatadressoption,
die zu einem bestehenden Bindungszwischenspeichereintrag passt;
Ersetzungsmittel können
vorgesehen sein, um eine Care-of-Adresse in einem Quelladressfeld
des passenden Pakets durch eine Heimatadresse, wie sie in dem passenden Bindungszwischenspeichereintrag
spezifiziert ist, zu ersetzen; und Routing-Mittel können vorgesehen
sein, um das Paket an einen Korrespondenzknoten zu leiten, der durch
die Zieladressen in dem Paket spezifiziert wird.
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Darüber hinaus
können
Entfernungsmittel vorgesehen sein, um die mobile IP-Heimatadressoption
aus dem Paket nach der Verarbeitung durch die Verarbeitungsmittel
zu entfernen.
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Gemäß einer
anderen vorteilhaften Weiterbildung können die Untersuchungsmittel
eingerichtet sein, die Zieladresse jedes IP-Pakets, das durch das Gerät geleitet
wird, nach einem Passen bzw. einer Übereinstimmung mit einer Heimatadresse
in einem bestehenden Bindungszwischenspeichereintrag zu untersuchen.
In diesem Fall können
Abfangmittel vorgesehen sein, um das passende bzw. übereinstimmende
IP-Paket abzufangen und das Paket an die Care-of-Adresse des Empfängers, wie sie aus dem passenden
bzw. übereinstimmenden
Bindungszwischenspeichereintrag gefunden wurde, zu tunneln. Darüber hinaus
können
Hinzufügungsmittel vorgesehen
sein, um einen Routing-Header zum passenden bzw. übereinstimmenden
IP-Paket hinzuzufügen,
um das Paket an die Care-of-Adresse des Empfängers, wie sie aus dem passenden
bzw. übereinstimmenden
Bindungszwischenspeichereintrag gefunden wurde, zu leiten.
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Das
Routing-Gerät
kann in einem oder einer Vielzahl von Routern bzw. Routing-Einrichtungen, durch
die der Verkehr zu und von dem Korrespondenzknoten geleitet wird,
angeordnet sein. Für
einen individuellen Korrespondenzknoten kann das Routing-Gerät in einem
Zugangs-Router bzw. in einer Zugangs-Routing-Einrichtung, die den individuellen Korrespondenzknoten
bedient, angeordnet sein.
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Als
eine weitere Option kann das Routing-Gerät als eine Anwendung eingerichtet
sein, die angepasst ist, in ein Netzwerk von Korrespondenzknoten
eingefügt
zu werden und für
alle mit dem mobilen IP-Korrespondenzknoten in Beziehung stehende
Funktionalitäten
für alle
Korrespondenz-Hosts im Netzwerk Sorge zu tragen. Insbesondere kann
das Routing-Gerät
als eine Erweiterung für
Sicherheitsanwendungen und/oder Auslastungsausgleichungsanwendungen
vorgesehen sein.
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Für einen
individuellen Korrespondenzknoten kann das Routing-Gerät in einer
höheren
Schicht eines den Korrespondenzknoten bedienenden Routers angeordnet
sein.
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Unter
Verwendung eines Geräts,
das wie vorstehend dargestellt konstruiert ist, schlägt die Erfindung
somit eine Netzwerkeinheit, ein Verfahren und ein System vor, das
es dem Korrespondenzknoten ermöglicht,
einen mobilen Host zu bedienen, ohne irgendeine zusätzliche
Funktionalität
für oder Konfiguration
des Korrespondenzknotens selbst zu benötigen und gleichzeitig von
direktem Routing Gebrauch zu machen, das durch die Bindungsaktualisierung,
die durch einen mobilen Knoten Gebrauch zu machen (das heißt Pakete
an den mobilen Knoten nicht über
seinen Heimatagenten zu leiten).
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Somit
wird gemäß der vorliegenden
Erfindung die Führung
von Sicherheitsrichtlinien im Vergleich zu deren Führung innerhalb
individueller Korrespondenzknoten wesentlich vereinfacht und zusätzlich Verarbeitungskapazität kann für Authentifizierung
und Autorisierung der Bindungsaktualisierungsanforderungen auf die
vorgeschlagene Netzwerkeinheit statt einer separaten Übertragung
auf jeden Korrespondenzknoten übertragen
werden.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Die
vorliegende Erfindung wird nun detailliert unter Bezug auf ein bevorzugtes
Ausführungsbeispiel,
das im Moment als beste Art zut Ausführung der Erfindung angesehen
wird, in Zusammenhang mit der begleitenden Zeichnung beschrieben,
in der
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1 schematisch
ein Strukturdiagramm eines Netzwerks zeigt zum Bereitstellen eines
mobilen Zugriffs einschließlich
eines Geräts
gemäß einem
bevorzugten Ausführungsbeispiel.
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BESCHREIBUNG DES BEVORZUGTEN
AUSFÜHRUNGSBEISPIELS
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Das
in 1 dargestellte Netzwerk basiert grundsätzlich auf
bekannten Protokollen und Mechanismen, die für die Internet-Netzwerkschicht
entwickelt worden sind, um Mobilität gemäß den Spezifikationen des mobilen
IP zu unterstützen, die
der Internet-Netzwerkschicht-Protokoll IP durch Bereitstellen von
Routing in einem dynamischen Netzwerk mit Änderungen bei der Konnektivität Mobilitätsunterstützung hinzufügen.
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Zu
diesem Zweck ermöglicht
das mobile IP im Wesentlichen einem mobilen Knoten (MN) 1 aus einer
Vielzahl von mobilen Knoten MN1 bis MNn, die Bindungsaktualisierungen senden, zwei
IP-Adressen zu verwenden, eine Heimatadresse, die den mobilen Knoten
logisch als an sein Heimatnetzwerk angeschlossen erscheinen lässt und
eine so genannte Care-of-Adresse, die sich an jedem neuen Anschlusspunkt ändert und
den jeweiligen Anschlusspunkt im Hinblick auf die Netzwerktopologie
des mobilen Knotens identifiziert. In der obigen Konfiguration erfordert mobiles
IP die Anwesenheit eines Netzwerkknotens, der als ein Heimatagent
(HA) 2 fungiert, der Pakete, die an die Heimatadresse des
mobilen Knotens gesendet wurden, an den mobilen Knoten an seiner
aktuellen Care-of-Adresse
tunnelt.
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In
der IP-Paketübertragung
wird Adressierung unter Verwendung von Bindungen ausgeführt, die
enthalten die Heimatadresse des mobilen Knotens, das heißt die Adresse
in dem zugeordneten Heimatnetzwerk, die Care-of-Adresse des mobilen Knotens
und eine Registrierungslebensdauer. Wann immer ein mobiler Knoten 1 sich
in ein fremdes Netzwerk bewegt, ist eine Bindungsaktualisierung
erforderlich, die eine Nachricht ist, die einer Netzwerkeinheit,
die die dann neue Care-of-Adresse
für den
mobilen Knoten 1 kennen muss, eine neue Bindung zur Verfügung stellt.
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Im
Allgemeinen kann jeder beliebige IP-Knoten die Eigenschaft besitzen,
ein mobiler Knoten oder ein Korrespondenzknoten zu sein. Darüber hinaus wird
angemerkt, dass 1 keine zusätzlichen Router zeigt, die
möglicherweise
zur Bereitstellung von Verbindungen zum Internet/Verbindungsnetzwerk eingerichtet
sind.
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Basierend
auf dem Vorstehenden wird das vorliegende Ausführungsbeispiel im Folgenden
mittels eines Beispiels einer Server-Farm genau beschrieben, die
auf der Seite der 1 rechter Hand dargestellt ist,
in der ein Server-Aufstellungsortsnetzwerk
oder eine Server-Farm 4 mit dem Internet über einen Zugangsrouter
(R) 5 verbunden ist, der sämtlichen mit mobilen IP in
Verbindung stehenden Korrespondenzknoten, oder Hosts, Verarbeitung
für eine Anzahl
von Servern (S1, S2,
..., Sn) 4a bis 4n zur
Verfügung
stellt.
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Gemäß dem Ausführungsbeispiel
enthalten die Server 4a bis 4n keine Bindungszwischenspeicher.
Stattdessen wird ein Bindungszwischenspeicher außerhalb der individuellen Korrespondenzknoten
(zum Beispiel S1 bis Sn 4a bis 4n)
des serverseitigen Netzwerks 4 in einer Netzwerkeinheit
bzw. einem Netzwerkelement, wie hier vorgeschlagen, verwaltet, der
dann die erforderliche Bindungszwischenspeicherverarbeitung und
Sicherheitsfunktionen für alle
Server 4a bis 4n in dem serverseitigen Netzwerk 4 bereitstellt
und damit die individuellen Korrespondenzknoten von allen Funktionalitäten in Bezug
mit einem mobilen IP-Korrespondenzknoten
entlastet.
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Das
Netzwerkelement, das diese Funktionalität bereitstellt, wird hier ein
Korrespondenzagent (CA) 6 genannt und ist bevorzugt in
einem oder einer Vielzahl von Routern integriert, durch die der
Verkehr zu und von dem zugeordneten Korrespondenzknoten oder den
Knoten geleitet wird.
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Im
Allgemeinen kann für
einen individuellen Korrespondenzknoten, wie zum Beispiel ein Partner-Mobilendgerät, der Korrespondenzagent 6 in zum
Beispiel den Zugangsrouter 5 oder irgendeinen Router auf
einer höheren
Schicht integriert werden, der diesen Korrespondenzknoten bedient.
Soweit es Netzwerke am Aufstellungsort der Server, wie zum Beispiel
das Serveraufstellungsortsnetzwerk 4, das in 1 gezeigt
ist, betrifft, ist bzw. sind die bzw. der Router 5, der
bzw. die das Unternetze bzw. die Unternetzwerke des Aufstellungsorts
bedient bzw. bedienen, in diesem Fall bevorzugt angepasst, die Bindungszwischenspeicher
im Namen aller Server 4a bis 4n, wie schematisch
veranschaulicht, zu führen.
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Etwas
genauer umfasst der Korrespondenzagent Abrufmittel, die IP-Pakete,
die von dem Internet/Verbindungsnetzwerk kommen, durch Erfassen ankommender
IP-Pakete, die durch das Gerät
geleitet werden, abrufen, Untersuchungsmittel, die jedes ankommende
Paket nach mobilen IP-Bindungsaktualisierungen, die darin enthalten
sind, untersuchen, Verarbeitungsmittel, die eine in einem Paket
erfasste Bindungsaktualisierung verarbeiten, Bindungszwischenspeicherein tragsbildungsmittel,
die einen Bindungszwischenspeichereintrag in einem zugeordneten
Bindungszwischenspeicher außerhalb
des Korrespondenzknotens basierend auf der erfassten Bindungsaktualisierung
bilden, Austauschmittel, die die Care-of-Adresse des mobilen Knotens,
die in einem Quelladressfeld der Bindungsaktualisierung enthalten
ist, mit einer mobilen IP-Heimatadresse, wie sie in dem gebildeten
Bindungszwischenspeichereintrag spezifiziert ist, austauschen und
Routing-Mittel, die das Paket dann an einen Korrespondenzknoten
leiten.
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In Übereinstimmung
mit dem Obigen besteht eine besondere Implementierung des Korrespondenzagenten 6 im
Bereitstellen einer mobilen IP-Korrespondenzanwendung,
die in das Netzwerk des bzw. der Korrespondenzknoten eingefügt bzw.
angeschlossen werden kann und dann für sämtliche Funktionalität betreffend
mobile IP-Korrespondenzknoten für
sämtliche
Korrespondenzknoten an einem Aufstellungsort sorgen.
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Alternativ
kann die Funktionalität
des Korrespondenzagenten 6 auch als ein Erweiterungsgerät für als solches
bekannte Sicherheitsanwendungen und Auslastungsausgleichsanwendungen
eingerichtet werden, die allgemein stromaufwärts auf einer höheren Schicht
des Zugriffsnetzwerkes abhängig
von bestimmten Netzwerkdimensionierungsgründen vorgesehen sind.
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Im
Folgenden wird hier der Betrieb des oben erwähnten Korrespondenzagenten 6 schematisch beschrieben.
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Im
Fall von IP-Paketen, die vom IP-Netzwerk kommen, ruft der Korrespondenzagent 6 ein
Paket ab durch Erfassen und Untersuchen jedes hereinkommenden Pakets,
das durch ihn geleitet wird, nach mobilen IP-Bindungsaktualisierungen
und bildet die Bindungszwischenspeichereinträge basierend auf den von dem
mobilen Knoten 1 empfangenen Bindungsaktualisierungen.
Mit anderen Worten die Bindungsaktualisierung wird an den Korrespondenzknoten
gerichtet bzw. adressiert, aber durch den Korrespondenzagenten 6 verarbeitet.
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Zusätzlich kann
der Korrespondenzagent 6 konfiguriert sein, eine Bindungsbestätigung oder
irgendeine andere benötigte
Signalisierung gemäß dem mobilen
IP, soweit notwendig, zu senden.
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Nachdem
eine erfasste mobile IP-Bindungsaktualisierung verarbeitet worden
ist, falls es andere nicht mobile IP betreffende Optionen oder Nutzlast
in dem Paket gibt, wird das Paket normal an den adressierten Korrespondenzknoten
geleitet, zum Beispiel einen der Server 4a bis 4n oder
einen "alleinstehenden" Korrespondenzknoten 3 des
Internet/Verbindungsnetzwerks. Zu diesem Zweck werden die Inhalte
des hereinkommenden Pakets verändert,
um die Care-of-Adresse
im Quelladressfeld mit der Heimatadresse des mobilen Knotens 1,
wie entweder durch den Bindungszwischenspeichereintrag oder eine mögliche Heimatadressoption
des mobilen IP spezifiziert, zu ersetzen.
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Eine
Care-of-Adresse im Quelladressfeld der Pakete, die zu einem Bindungszwischenspeichereintrag
passt bzw. mit diesem übereinstimmt,
kann in die Heimatadresse des mobilen Knotens geändert werden, wie sie aus dem
Bindungszwischenspeichereintrag ermittelt wurde. Dies eignet sich
für sowohl
Pakete, die eine Bindungsaktualisierungsoption enthalten als auch
für alle
anderen Pakete.
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Für alle hereinkommenden
IP-Pakete mit einer mobilen IP-Heimatadresse, kann der Korrespondenzagent 6 konfiguriert
werden, um sowohl die ursprüngliche
Quelladresse mit der Heimatadresse in der Heimatadressoption zu
ersetzen oder optional die Heimatadressoption aus dem Paket zu entfernen, wenn
das Paket nicht gegen Veränderung
geschützt ist.
Es wird angemerkt, hinsichtlich des Letzteren, dass durch Belassen
der Heimatadressoption an seiner Stelle kein Schaden für den betroffenen
Korrespondenzknoten entsteht, selbst wenn er die Heimatadressoption
verarbeitet, da sowohl die Heimatadressoption als auch das Quelladressfeld
dieselbe IP-Adresse enthalten.
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Zusätzlich wenn
die Korrespondenzknoten die Heimatadressoptionsverarbeitung wie
durch die Spezifikation des mobilen IP vorgeschrieben implementieren,
gibt es keine funktionelle Beeinträchtigung beim intakt Belassen
der Heimatadressoption und der begleitenden IP-Quelladresse, da
der Korrespondenzknoten die Heimatadresse in der Heimatadressoption
als logische Quelladresse verwenden würde, selbst wenn der Korrespondenzknoten
keinen Bindungszwischenspeicher unterhält.
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Für durch
den Korrespondenzknoten an den mobilen Knoten 1 zurückgesendete
IP-Pakete, kann der Korrespondenzagent 6 wiederum die gesendeten Pakete
abfangen und sie entweder an den mobilen Knoten 1, gerade
so wie es der Heimatagent machen würde, tunneln oder wenn das
Paket nicht gegen Veränderung
geschützt
ist, einen Routing-Header hinzufügen,
gerade so wie der Korrespondenzknoten selbst es tun würde, wenn
er den Bindungszwischenspeicher in sich selbst angeordnet haben
würde (entsprechend
der normalen Korrespondenzknotenfunktionalität des mobilen IP).
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In
Fällen,
in denen der mobile Knoten 1 mit mehr als einem Korrespondenzknoten
hinter dem Korrespondenzagenten 6 korrespondiert, kann
der Korrespondenzagent 6 eingerichtet sein, die Verarbeitung
der Bindungsaktualisierungen nach der ersten empfangenen zu verwerfen
oder zu begrenzen, da bereits eine aktive Bindung für dieselbe
Heimatadresse in einer Korrespondenzknotenadressen-Abbildung (Mapping)
vorhanden ist.
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Darüber hinaus
kann der mobile Knoten 1, der erkennt, dass die IP-Pakete
von zusätzlichen Korrespondenzknoten
nicht über
den Heimatagenten ankommen, sondern direkt geleitet werden, konfiguriert
sein, keine zusätzlichen
Bindungsaktualisierungen zu senden (selbst wenn der mobile Knoten
tatsächlich
keine Bindungsaktualisierung mit der individuellen entsprechenden
Adresse, die das Paket sendet, austauscht).
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Wie
oben beschrieben, ist der vorgeschlagene mobile IP-Korrespondenzagent 6 eine
Netzwerkeinheit, die einen Bindungszwischenspeicher unterhält und mobiles
IP betreffende Bindungsaktualisierungen und Sicherheitsfunktionalität im Namen
der bzw. anstelle der Korrespondenzknoten selbst verwaltet. Sie
ermöglicht
zum Beispiel bestehenden Serverfarmen, unangetastet zu bleiben,
während noch
Unterstützung
für direktes
Routing der Korrespondenzknoten den mobilen IP-Clients hinzugefügt wird.
Optional ermöglicht
der vorgeschlagene Korrespondenzagent 6 einem mobilen Host,
nur eine Bindung mit dem gesamten Server aufstellungsbereich zu führen, selbst
wenn mit mehr als einem Korrespondenzknoten im betroffenen Aufstellungsbereich kommuniziert
wird. Der vorgeschlagene Korrespondenzagent 6 ermöglicht weiter
Anwendungsprodukte mit mobilen IP-Korrespondenzagenten zum Anschließen bzw.
Einfügen
und/oder "Plug-and-Play"-Unterstützung mobiler
Clients seitens eines Serveraufstellungsort aufzubauen. Zusätzlich kann
die Korrespondenzagentenfunktionalität auch in andere Netzwerkelemente
wie zum Beispiel Zugangsrouter integriert werden.
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Es
wird angemerkt, dass die vorliegende Erfindung nicht auf irgendwelche
speziellen Signalisierungssequenzen zur Führung eines Bindungszwischenspeichers
beschränkt
ist, sondern in Verbindung mit beliebigen möglichen Bindungszwischenspeichersignalisierung
verwendet werden kann. Daher kann das bevorzugte Ausführungsbeispiel
innerhalb des Bereichs der beigefügten Ansprüche modifiziert werden.