-
Gebiet der Erfindung
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft das Gebiet von Motorrädern und
ihren Komponenten. Genauer gesagt, betrifft die vorliegende Erfindung
einen neuen modularen Trägerring,
der auf einer oder beiden Seiten einer Motorrad-Radnabe zur Halterung
von Zubehör,
wie z.B. den Vorder- oder Hinterradbremsenrotoren und dem Hinterradantriebskettenrad und/oder
-antriebstrommel, angebracht werden kann.
-
Beschreibung des Stands der
Technik
-
Praktisch
alle Motorräder
mit Ketten- oder Riemenantrieb werden durch eine offene Ketten- oder
Gummischlaufe oder einen Verbundmaterialriemen angetrieben, die/der
sich zwischen dem Triebrad, das sich von dem Motorradmotor erstreckt,
und einem Antriebskettenrad oder einer Antriebstrommel, die auf
der Nabe des Hinterrads des Motorrads angeordnet ist, erstreckt.
Zusätzlich
dazu nutzen fast alle Motorräder
Bremsscheiben an beiden Rädern,
wobei eine Bremsscheibe auf der Nabe des Vorder- und des Hinterrads
angeordnet ist.
-
Motorradräder umfassen
im Allgemeinen ein zentrales, zylinderförmiges Element, das als "Nabe" bezeichnet wird
und eine Doppelfunktion erfüllt,
nämlich
eine Vielzahl von Speichen oder anderen das Rad unterstützenden
Elementen abzuspannen, die an einer kreisförmigen, peripheren Felge angebracht sind,
der schließlich
einen Reifen trägt,
und auf dem Vorderrad den Bremsrotor zu halten und sicher zu befestigen
und auf dem Hinterrad einen Bremsrotor und ein Antriebskettenrad
oder eine Antriebstrommel zu befestigen. Die Nabe umfasst im Allgemeinen achsenstützende Lager
in Gleit- oder Kugellagerform und Dichtungen, die eine Achse umgeben,
auf der sich das Rad dreht. Naben sind einstückig, zweistückig oder
in mehreren Stücken
ausgebildet, die herkömmlicherweise
für jeden
Hersteller und jeden Motorradtyp extra gestaltet werden.
-
Seit
ihrer Einführung
haben sich Motorräder technisch
stark weiterentwickelt und weisen Komponenten auf, die speziell
für verschiedene
Umweltbedingungen herge stellt werden. Viele Hersteller produzieren
beispielsweise Felgen-Reifen-Kombinationen, die speziell auf Asphaltstrecken,
im Gegensatz zu Aschenbahnen, Anwendung finden. Weitere Kombinationen
sind speziell auf die Verwendung bei Geländetouren und auf Strecken
ausgerichtet, die Hindernisse aufweisen, um die das Motorrad schart
herumgelenkt oder in die Luft getrieben werden muss, um diese zu überspringen.
Motorradfahrer können
dadurch, dass sie nicht alle erforderlichen Radsätze (Nabe-Felge-Reifen-Kombinationen)
besitzen, in ihrer Fähigkeit,
an verschiedenen Orten konkurrenzfähig zu sein, eingeschränkt werden.
Leider gestalten die Hersteller dieser Kombinationen die Komponenten
extra für
jedes Motorradmodell und in vielen Fällen auch extra für jedes
Baujahr eines bestimmten Modells. Wenn diese Kombinationen keine
Gemeinsamkeiten aufweisen, steigert diese Praxis die Kosten für die Beschaffung
von zusätzlichen
Radsätzen oft
so, dass diese die finanziellen Möglichkeiten der Rennfahrer übersteigen.
-
Es
wurden Versuche unternommen, eine Nabe-Speiche-Felge-Kombination
in einer modularen Ausführung
zu gestalten, die diesen Bereich des Motorradgebiets ökonomischer
gestalten würde.
US-Patent Nr. 4.508.392 offenbart beispielsweise eine Radnabe, die
eine Struktur für
das Anbringen von Zubehör
umfasst, wie z.B. ein Buchsenpaar, das an beiden Seiten des Rads
eingeführt
und verschraubt werden kann, um eine Nabe zu bilden. Die getrennt
voneinander verschraubten Teile weisen Antriebskettenräder und
andere externe Komponenten auf, die mit den Nabenhälften einstückig ausgebildet
sind, um die Anzahl an erforderlichen Komponenten für das Anbringen
von Bremsscheiben und Kettenrädern
an der Nabe zu reduzieren. Leider erfordert jeder externe Teil eine
spezielle Nabenhälfte,
so dass die Gesamtkosten der Anordnung und die Zeit für deren
Anbringen gegenüber
der derzeitigen Praxis nicht wesentlich reduziert werden.
-
US-Patent
Nr. 5.372.407 offenbart eine Motorrad-Radnabe, die aus zwei Hälften mit
innen ausgebildeten Elementen für
deren Verbindung besteht und Löcher
in den Hälften
für das
Spannen der Speichen aufweist. Diese Erfindung erfordert, dass die beiden
Hälften
zusammengedrückt
werden, damit die Verbindungselemente ineinander greifen. Eine solche
Kombination erfordert jedoch Befestigungsvorrichtungen und eine
spezielle Ausstattung für
die Kombination der Komponenten, und diese Ausstattung ist oft an
den Austragungsorten der Rennen nicht verfügbar.
-
US-Patent
Nr. 5.988.407 offenbart eine Radnaben- und Bremsscheibenanordnung
für ein
Kraftfahrzeugrad unter Einsatz eines Feststellrings, um eine beschränkte axiale
Belastung der Bremsscheibe während
des Einsatzes des Rads zu ermöglichen. Wenngleich
dies einen weiteren Versuch dargestellt, das Anbringen einer Nabe
weniger kompliziert zu gestalten, löst sich der Feststellungsring
unter den großen
Belastungen, die bei Motorradrennen zum Tragen kommen. Dementsprechend
besteht weiterhin ein Bedarf für
vereinfachte Möglichkeiten
zum Anbringen einer Bremsscheibe an einer Radnabe, ohne dass zusätzliche
Teile und Komponenten erforderlich sind.
-
Das
japanische Patent JP 2-155803 offenbart einen Adapter für das Anbringen
einer Scheibenbremse.
-
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
-
Für Motorradfahrer
stellt die vorliegende Erfindung ein kostengünstiges Verfahren für den Erwerb
von Radnaben/Reifensatz-Kombinationen für den Einsatz an verschiedenen
Motorradsport- und/oder Motorradrennorten dar. Das zentrale Element
der vorliegenden Erfindung ist ein modularer Trägerring, der bei der Vorderradanordnung
zwischen der Radnabe und der Scheibenbremsenplatte angeordnet wird
und bei der Hinterradanordnung zwischen der Radnabe und der Scheibenbremsenplatte
und der Radnabe und dem Antriebskettenrad oder der -antriebstrommel
angeordnet ist. In ihrer bevorzugten Ausführungsform umfasst die Erfindung eine
flache Platte, die einen Zentralflansch mit einem darin ausgebildeten
Zentralbohrloch zum Anordnen über
der Radachse umfasst, wobei der Zentralflansch eine Vielzahl an
in diesem ausgebildeten, beabstandeten Durchgangslöchern für die angepasste Anordnung
mit einer ähnlichen
Vielzahl an beabstandeten Gewindelöchern beinhaltet, die in der
Radnabe ausgebildet sind, wobei die Durchgangslöcher und die Gewindelöcher für die Aufnahme
von Gewinde-Befestigungsmitteln, wie z.B. Schrauben, angeordnet
sind, um die flache Platte und die Radnabe fest zusammenzuhalten.
Der Zentralflansch umfasst eine Vielzahl an beabstandeten flachen Öffnungen
in aufeinanderfolgender beabstandeter Anordnung mit den Durchgangslöchern für die passende
Anordnung mit einer ähnlichen
Vielzahl an flachen Öffnungen, die
in der Radnabe für
die Aufnahme von gewindelosen (glatten) Ankerstiften dazwischen
ausgebildet sind. Eine Vielzahl von beabstandeten Querstücken erstrecken
sich von dem Zentralflansch nach außen hin und enden in einem
Ankerring. Eine Vielzahl an Nasen erstreckt sich von dem Ankerring
nach außen hin,
wobei jede Nase ein in dieser ausgebildetes Durchgangsloch für das Anbringen
an einer Radkomponente des Motorrads, wie z.B. einer Bremsscheibe,
einem Antriebskettenrad oder einer Antriebstrommel, aufweist.
-
In
einer anderen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung umfasst diese ein Kombinationsmotorradrad,
das eine hohle, zylinderförmige
Nabe umfasst, die in ersten und zweiten Nabenendabschnitten endet.
Eine Vielzahl an kurzen Stutzen erstreckt sich von den ersten und
zweiten Nabenendabschnitten strahlenförmig nach außen, wobei
jede der Stutzen ein in dieser ausgebildetes Paar an speichenhaltenden Öffnungen
umfasst. Eine Vielzahl an länglichen
Speichen erstreckt sich von der Nabe in beabstandeter Anordnung
nach außen
und endet in einer Radfelge, die für das Tragen eines Reifens
auf der Außenseite
der Felge gestaltet ist. Jede längliche Speiche
endet an einem Ende in einem Anschlussstück, das angeordnet ist, um
in einer der Stutzenöffnungen
verankert zu sein, und am anderen Ende in einem einstellbaren Anschlussstück, wie
z.B. eine hohle, Gewindemuffe mit Querverstrebungen, das am inneren
Abschnitt an der Radfelge befestigt ist. Ein Paar an Gleit- oder
Kugellagern ist in der hohlen Nabe zur Lagerung einer achsenzentralen
Position in der Nabe angeordnet, und erstrecken sich über den Nabenendabschnitt
hinaus. Eine flache Platte ist Teil eines Zentralflanschs mit einem
darin ausgebildeten Zentralbohrloch zum Anordnen über der
Radachse und dem ersten Nabenabschnitt. Der Zentralflansch umfasst
eine Vielzahl an beabstandeten Durchgangslöchern für ein passendes Ineinandergreifen mit
einer ähnlichen
Vielzahl an beabstandeten Gewindelöchern, die in dem ersten Nabenabschnitt
ausgebildet sind. Die Durchgangslöcher und die Gewindelöcher sind
für die
Aufnahme von Gewinde-Befestigungsmitteln, wie z.B. Schrauben, ausgebildet,
um die Platte und den ersten Nabenabschnitt fest zusammenzuhalten.
Der Zentralflansch weist eine Vielzahl an darin ausgebildeten, sammenzuhalten.
Der Zentralflansch weist eine Vielzahl an darin ausgebildeten, beabstandeten,
flachen Öffnungen
in aufeinanderfolgender beabstandeter Anordnung mit den Durchgangslöchern auf
für das
passende Ineinandergreifen mit einer ähnlichen Vielzahl an flachen Öffnungen,
die in der Radnabe für
die Aufnahme von gewindelosen (glatten) Ankerstiften dazwischen
ausgebildet sind. Eine Vielzahl von beabstandeten Querstücken erstreckt
sich von dem Zentralflansch nach außen hin und endet in einem
Ankerring. Eine Vielzahl an Nasen erstreckt sich von dem Ankerring
nach außen,
wobei jede Nase ein Durchgangsloch für das Anbringen einer Radkomponente
des Motorrads umfasst.
-
Dementsprechend
ist es das Hauptziel der vorliegenden Erfindung, eine Möglichkeit
für die
Anordnung einer Vielzahl an Radsätzen
für den
Einsatz für
ein bestimmtes Motorrad unter Verwendung eines modularen Trägerrings
oder modularer Trägerringe, die
zu den Befestigungslöchern
verschiedener Bremsscheiben, verschiedener Antriebskettenräder und
verschiedener Antriebstrommeln mit nur einem Radnabenaufbau passen.
Der Hauptvorteil der vorliegenden Erfindung besteht in dem Einsatz
eines Naben-Speichen-Felgen-Aufbaus und einer Vielzahl an modularen
Trägerringen
für das
Anbringen von ausreichenden verschiedenen Arten und Ausformungen
von Scheibenbremsen und Kettenrädern,
so dass Motorradbegeisterte nicht eine Veilzahl an teueren Radsätzen für den Einsatz
an verschiedenen Motorradrennenorten kaufen müssen, wodurch finanzielle Mittel
eingespart werden können,
die an anderer Stelle effizienter eingesetzt werden können. Der
erfindungsgemäße modulare
Trägerring
ermöglicht
bei Verwendung in Kombination mit einer der kostengünstigen
Naben-Speichen-Felgen-Anordnungen, die derzeit auf dem Markt verfügbar sind,
die Befestigung von verschiedenen Reifenformen an der modularen
Anordnung und die Verwendung für
verschiedene Motorräder,
wodurch nicht nur die Ausstattungskosten für Motorradfahrer sinken, sondern auch
die Zeit reduziert werden kann, die gewöhnlicherweise erforderlich
ist, um die herstellerspezifischen Designs an verschiedenen Naben-Speichen-Felgen-Kombinationen
zu befestigen und an diese anzupassen.
-
Weitere
Ziele der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung von Möglichkeiten
für das
Anbringen von verschiedenen Bremsscheiben und Antriebskettenrädern an
uni versellen Nabe-Speichen-Felge-Anordnungen, wobei die Trägerringe
mit anderer Aufbauanordnung an den Endabschnitten einer Nabenkombination
angebracht sind, ohne dass eine Vielzahl von Teilen für das Zusammenbauen
unter Verwendung von speziellen Werkzeugen erforderlich ist.
-
Diese
und weitere Ziele der Erfindung werden durch das Lesen der folgenden
Beschreibung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen deutlicher.
Der von den Erfindern angestrebte Schutzumfang kann den Ansprüchen, die
diese Beschreibung abschließen,
entnommen werden.
-
BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
-
1 zeigt
eine Seitenansicht eines typischen Motorrads, für das die vorliegende Erfindung angewandt
werden kann;
-
2 ist
eine Seitenansicht einer typischen Bremsscheibe, die unter Einsatz
der vorliegenden Erfindung an den Rädern eines Motorrads angebracht
werden kann;
-
3 ist
eine Seitenansicht eines Teils eines typischen Antriebskettenrades,
das unter Einsatz der vorliegenden Erfindung an den Rädern eines
Motorrads angebracht werden kann;
-
4 ist
eine Seitenansicht eines typischen Riemenantriebsrades, unter Einsatz
der vorliegenden Erfindung an den Rädern eines Motorrads angebracht
werden kann;
-
5 ist
eine perspektivische Ansicht einer Nabe, an die die Trägerplatte
der vorliegenden Erfindung angebracht und dann eingesetzt werden
kann;
-
6 ist
eine Seitenansicht, teilweise im Querschnitt, eines Endes der in 5 dargestellten Nabe;
-
7 ist
eine teilweise Seitenansicht, teilweise im Querschnitt, eines Teils
einer typischen Reifenfelge, bei der die vorliegende Erfindung angewandt
werden kann;
-
8 ist
eine Vorderansicht einer bevorzugten Ausführungsform der Trägerplatte
der vorliegenden Erfindung;
-
9 ist
eine Rückansicht
der in 8 dargestellten Ausführungsform der Trägerplatte;
-
10 ist
eine Querschnittsseitenansicht der in 8 und 9 dargestellten
Ausführungsform
der Trägerplatte;
und
-
11 ist
eine perspektivische Ansicht einer typischen Motorradradnabe, an
der ein erfindungsgemäßer Trägerring
an beiden Seiten der Nabe angebracht ist.
-
BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN
AUSFÜHRUNGSFORM
-
Unter
Bezugnahme auf die Zeichnungen, in denen Elemente mit Zahlen bezeichnet
sind und ähnliche
Elemente in allen 11 Zeichnungen mit denselben Zahlen bezeichnet
sind, kann die Erfindung auf Motorräder wie das in 1 dargestellte
angewandt werden. Das Motorrad weist im Allgemeinen eine Karosserie 1 mit
einem Motor 3 auf, der an einem Rahmen 5 angebracht
ist, wobei der Motorradfahrer (nicht dargestellt) auf einem Sitz 7 sitzt
und das Motorrad unter Verwendung der Lenkstange 9 steuert. Ein
Vorderrad 13, das an der Lenkstange 9 angebracht
ist, und ein Hinterrad 15, das durch den Motor 3 angetrieben
wird, ermöglichen
es dem Motorrad, sich fortzubewegen. In 1 wird das
Motorrad durch eine Kette 17 betrieben, die von einem am
Motor angebrachten Antriebskettenrad (nicht dargestellt) zu einem
am Hinterrad 15 angebrachten Antriebskettenrad 19 gespannt
ist. Das Motorrad wird unter Einsatz von Bremsklötzen gebremst (nicht dargestellt),
die in eine am Vorder- und Hinterrad 13 und 15 angebrachte
Bremsscheibe 21 eingreifen.
-
Die
Vorderradbremsscheibe 21 wird in 2 dargestellt
und umfasst eine äußere Bremsoberfläche 25,
die von einem inneren Ring 27 gehalten wird, der eine Vielzahl
an Löchern 29 aufweist,
die darauf für
die Befestigung am Vorderrad 13 ausgebildet sind. 3 zeigt
ein typisches Antriebskettenrad 19, das eine Scheibe 31 mit
einer Vielzahl an Antriebszähnen 33,
die am äußeren Rand
derselben ausgebildet sind, und eine Reihe von Löchern 37 umfasst, die
in der Nähe
des inneren Randes für
das Anbringen am Rückrad 15 ausgebildet
sind. 4 zeigt eine Antriebstrommel 39 für den Einsatz
mit einem Antriebsriemen anstelle der Ketten-Kettenrad-Rad-Kombination.
Die Antriebstrommel 39 umfasst einen etwas breiteren Randbereich 41 für die Aufnahme
eines festen, elastischen Bandes oder Antriebsriemens (nicht dargestellt)
darauf und eine Vielzahl an in der Nähe des inneren Randes ausgebildeten
Löchern 43 für das Anbringen
am Hinterrad 15.
-
Wie
bereits angemerkt ist die vorliegende Erfindung in Kombination mit
einer Motorrad-Nabe-Speichen-Felge-Kombination sinnvoll einsetzbar, um
das Anbringen von vielen verschiedenen Bremsscheiben, Antriebskettenrädern und
Antriebstrommeln an der Nabe der Kombination, um die Anzahl solcher
Kombinationen, die ein Motorradfahrer erwerben muss, um an Rennen
an verschiedenen Orten teilnehmen zu können, zu reduzieren. Eine typische
Nabe, an der die Erfindung angebracht wird, wird in 5 und 6 dargestellt
und umfasst eine hohle, zylinderförmige Nabe 45 mit
begrenzter Länge,
die in ersten und zweiten Endabschnitten 49 bzw. 51 endet.
Die Nabe 45 hat eine Doppelfunktion, nämlich die die Radfelge und
Reifenanordnung unter Einsatz von Speichen an ihrem Platz zu halten
und die Bremsscheibe an einer Vorderradbefestigung und eine Bremsscheibe
und ein Antriebskettenrad an einer Hinterradbefestigung mit Befestigungsvorrichtungen
an ihrem Platz zu halten und zu befestigen. Die Nabe 45 wird üblicherweise
aus Aluminium und dessen Legierungen, Edelstahl, hochfestem Kohlenstoffstahl
und in manchen Fällen
aus Titan hergestellt.
-
Eine
Vielzahl an kurzen Stutzen 53 erstrecken sich strahlenförmig von
den ersten und zweiten Nabenendabschnitten 49 und 51 nach
außen,
wobei jede Stutze ein darin ausgebildetes Paar an Öffnungen 55 aufweist.
Vorzugsweise ist die Anzahl der kurzen Stutzen 53 gleichmäßig zwischen
dem ersten Nabenendabschnitt 49 und dem zweiten Nabenendabschnitt 51 aufgeteilt,
so dass jeder Stutzenabschnitt dieselbe Anzahl an Speichen aufweist.
Eine Vielzahl an länglichen
Speichen 57 (siehe 6 und 7)
erstreckt sich von jedem Nabenabschnitt 49 und 51 in
beabstandeter, regelmäßiger Anordnung
in Richtung der Innenwand 61 einer Reifenfelge 63,
an der diese enden, nach außen.
Vorzugsweise endet jede Speiche 57 an einem Ende in einem
befestigten Anschlussstück 65,
das so angeordnet ist, dass es in einer der Stutzenöffnungen 55 verankert
ist, und am anderen Ende in einem einstellbaren Anschlussstück 67,
das an der Innenwand 61 der Radfelge angebracht ist.
-
Die
Radspeichen 57 sind großer Belastung ausgesetzt, wenn
das Motorrad schnell gefahren wird, ein Hindernis übersprungen
wird oder in scharfen Kurven um eine Rennstrecke gerissen wird.
Dementsprechend sind diese Speichen herkömmlicherweise dick, wie z.B.
1/16 oder 9/64 eines Zolls im Durchmesser, und bestehen aus festen
Metalllegierungen, wie z.B. Kohlenstoffstahl und dergleichen. Das
feste Anschlussstück 65 der
Speichenenden am inneren Ende der Speiche 57 weist vorzugsweise
die Form eines abgeflachten Endstücks (siehe 6) 69 auf,
das groß genug
ist, so dass es nicht durch die Stutzenöffnung 55 passt und
somit das Ende der Speiche fest in der Stutze 53 hält. Diese
Art der Verankerung der Speiche 57 in der Nabenstutze 53 ist als "Geradezug"-Verankerung der
Nabe in der Reifenfelge 63 bekannt. Geradezug-Verspeichen
stellt in Kombination mit der Trägerplatte
der vorliegenden Erfindung und der oben beschriebenen Nabe eine hochfeste
Nabe-Speiche-Reifen-Kombination
bereit, so dass diese einer fast unbegrenzten Anzahl an Kombinationen
von Rädern
gerecht wird, so dass sich der Motorradfahrer darauf verlassen kann,
dass diese Kombination die erforderliche Festigkeit und Beständigkeit
der Räder
für praktisch
alle Motorradrennstrecken bereitstellt.
-
Das
einstellbare Anschlussstück 67 der äußeren Speichenenden
ist vorzugsweise eine Kombination von Gewinden 73 für die Aufnahme
einer Gewinde-Muffe 75 mit einem flachen Kopf 77,
der in einer Öffnung 79 verankert
ist, die in der inneren Felgenwand 61 ausgebildet ist.
Die Muffe 75 kann eine Verdrehung aufweisen, wie z.B. durch
einen Schraubenzieher, der in einen im flachen Kopf 77 ausgebildeten
Schlitz (nicht dargestellt) eingeführt wird, um die Speiche 57 größerer Belastung
auszusetzen, und die Nabe 45 im Zentrum des Rades anzuordnen.
Gewöhnlicherweise
wird ein aufgeblasener Gummireifen um die Felge 63 angebracht.
-
Lagerungsmittel,
gewöhnlicherweise
in der Form eines Kugellagers (nicht dargestellt), sind in einem
hohlen Bereich, der im Inneren der Nabe 45 für die Lagerung
einer Achse (nicht dargestellt) in zentraler Position in der Nabe 45 ausgebildet
ist, und erstrecken sich in manchen Fällen über den ersten und zweiten
Nabenendabschnitt 49 und 51 hinaus. Wie in 8, 9 und 10 dargestellt,
umfasst die erfindungsgemäße Trägerplatte 81 einen
flachen oder planaren Zentralflansch 85 mit einem darin
ausgebildeten Zentralbohrloch 87 für das Anordnen über der Radachse
oder am ersten Nabenabschnitt 49. Wie in 8 und 9 dargestellt,
weist der Zentralflansch 85 eine Vielzahl an beabstandeten
ersten Durchgangslöchern 89 auf,
die darin für
die passende Anordnung mit einer ähnlichen Anzahl an beabstandeten
zweiten Durchgangs- oder Gewindelöchern 91 (siehe 6)
ausgebildet sind, die wiederum in dem ersten Nabenabschnitt 49 ausgebildet
sind. Die ersten Durchgangslöcher 89 und
die zweiten Durchgangs- oder Gewindelöcher 91 sind so angeordnet, dass
sie aufeinander abgestimmt sind und dann ein Befestigungsmittel 93,
wie z.B. Gewindeschrauben 97, aufnehmen, um den Zentralflansch 85 und
den ersten Nabenabschnitt 99 fest zusammenzuhalten.
-
Der
Zentralflansch 85 weist auch eine Vielzahl an darin ausgebildeten
beabstandeten, flachen ersten Öffnungen 99 in
aufeinanderfolgender, beabstandeter Anordnung mit den Durchgangslöchern 89 auf,
wie z.B. zwischen diesen, für
die passende Anordnung mit einer ähnlichen Vielzahl an ähnlichen
flachen zweiten Öffnungen 101,
die im ersten Radnabenabschnitt 49 für das Aufnehmen von gewindelosen
oder glatten Ankerstiften, Rollenstiften oder Passstiften 103 zwischen
diesen ausgebildet sind. Da sowohl die ersten als auch die zweiten Öffnungen 99 und 101 flach
sind, d.h, nicht durch den Zentralflansch 85 hindurchgehen,
fixieren diese durch die Abstimmung aufeinander Ankerstifte 103,
ohne dass eine weitere Befestigung, wie z.B. durch Schrauben oder
dergleichen, erforderlich ist.
-
Wie
in 8 und 9 dargestellt erstreckt sich
eine Vielzahl an beabstandeten Querschenkeln 105 von dem äußeren Rand
des Zentralflanschs 85 in derselben Ebene nach außen hin
und enden in einem Ankerring 109. Der Ankerring 109 ist
vorzugsweise dicker (siehe 10) als
der Zentralflansch 85 und die Querschenkel 105,
so dass dieser die Belastung und das mögliche Verziehen zwischen der
Nabe 45 und den später
daran befestigten Motorradkomponenten lokalisiert und diese Belastungen über einen größeren Bereich
abschwächt.
Vorzugsweise sind die Querschenkel 105 in der Rotationsrichtung
des Motorradrads (siehe Pfeile in 9, die die
Rotationsrichtung angeben), wenn sich dieses in Vorwärtsbewegung
befindet, abgeschrägt,
um die Belastungen darin besser zu verteilen und das Verziehen des Ankerrings 109 bei
starkem in das Motorradrad induziertem Drehmoment, wie z.B. wenn
Rennen gefahren werden, Hindernisse übersprungen werden, schart
um die Kurve gezogen wird etc., zu reduzieren. Der bevorzugte Abschrägungswinkel
der Querschenkel 109 beträgt etwa 20°, wie in 9 dargestellt.
-
Eine
Vielzahl an Nasen 111 erstreckt sich von dem Ankerring 109 nach
außen.
Jede Nase 111 weist ein durch diese ausgebildetes Loch 113 für die Aufnahme
eines Bolzens oder eines anderen Befestigungsmittels für das Verankern
der Motorradbremsscheibe in den Löchern 29, eines Antriebskettenrades
in den Löchern 37 oder
einer Antriebstrommel in den Löchern 43 auf.
In manchen Fällen
sind die Nasen 111 in Paaren (wie in 8 und 9 dargestellt)
oder in Dreieranordnungen um den Ankerring 109 angeordnet,
damit eine Anpassung an die spezielle Ausformung der Bremsscheibe
oder des Antriebskettenrades oder der Antriebstrommel zu erzielen.
Wie in 11 dargestellt, wird eine typische
Motorradhinterradnabe 45 mit Trägerplatten 81 der
vorliegenden Erfindung, die an dem ersten und zweiten Nabenendabschnitt 49 und 51 angeordnet
sind, dargestellt, wobei an diesen eine Bremsscheibe und ein Antriebskettenrad
oder eine Antriebstrommel angebracht werden.
-
Wenngleich
die vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf eine spezielle Ausführungsform
beschrieben wurde, sind Fachleute auf dem Gebiet der Erfindung in
der Lage, verschiedene Modifikationen in Bezug auf die beschriebene
Ausführungsform
der Erfindung vorzunehmen, ohne von dem Geist oder dem Umfange der
vorliegenden Erfindung abzuweichen. Alle Kombinationen von Elementen
und Schritten, die im Wesentlichen auf dieselbe Weise funktionieren,
um im Wesentlichen dasselbe Ergebnis zu erzielen, sollen Teil des
Umfangs der vorliegenden Erfindung sein.