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Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Elastomerzusammensetzung mit
niedriger Durchlässigkeit,
die einen Nanoton enthalten kann, und insbesondere eine Zusammensetzung
eines Copolymers auf Isobutylen mit einem Füllstoff, wie Ruß und Ton,
mit Polybuten-Prozessöl,
um eine Luftbarriere zu bilden, z.B. eine Zwischenlage für einen
Reifen.
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Hintergrund
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Brombutyl-
und Chlorbutylkautschuke sind die Polymere der Wahl zum Halten von
Luft in schlauchlosen Reifen. Bromiertes Poly(isobutylen-co-α-methylstyrol)
(BIMS), wie in
US 5,162,445 und
US 5,698,640 offenbart,
wird in ähnlicher
Weise typischerweise verwendet, wenn Wärmebeständigkeit oder eine andere wichtige
Eigenschaft von Bedeutung ist. Die Auswahl der Bestandteile für die kommerziellen
Formulierungen der Elastomere hängt
von der gewünschten
Ausgewogenheit der Eigenschaften und der Anwendung und Endanwendung
ab. In der Reifenindustrie sind die Verarbeitungseigenschaften des
grünen
(ungehärteten)
Kompounds in der Reifenanlage beispielsweise der Gebrauchsleistung
des gehärteten
Kautschukreifenverbunds gegenüberzustellen,
und die Art des Reifens, d. h. Gürtel-
gegen Radialreifen und Personen- gegen Lastwagen- gegen Luftfahrtreifen
sind alles wichtige Überlegungen,
die in Einklang gebracht werden müssen.
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Ein
Verfahren zur Änderung
der Produkteigenschaften und zur Verbesserung der Luftbarriereeigenschaften
ist die Zugabe von Tonen zu Elastomeren unter Bildung eines "Nanokonposits". Nanokomposits sind Polymersysteme,
die anorganische Teilchen mit mindestens einer Dimension im Nanometerbereich
enthalten. Einige Beispiele hierfür sind in
US 6,060,549 ,
US 6,103,817 ,
US 6,034,164 ,
US 5,973,053 ,
US 5,936,023 ,
US 5,883,173 ,
US 5, 807, 629 ,
US 5, 665, 183 ,
US 5, 576, 373 und
US 5, 576, 372 offenbart. Ein verbreiteter
Typ von anorganischem Teilchen, der in Nanokomposits verwendet wird,
sind Phyllosilikate, eine anorganische Substanz aus der allgemeinen
Klasse der sogenannten "Nanotone" oder "Tone". Die Interkalation
sollte idealerweise in dem Nanokomposit stattfinden, wobei sich
das Polymer in den Raum oder die Galerie zwischen den Tonoberflächen einfügt. Letztendlich
ist nahezu vollständige
Exfolierung erwünscht,
bei der das Polymer mit den individuellen Tonplättchen von Nanometergröße vollständig dispergiert
ist. Wegen der allgemeinen Verbesserung der Luftbarrierequalitäten verschiedener
Polymerzusammensetzungen, wenn Tone vorhanden sind, ist ein Nanokomposit
mit niedriger Luftdurchlässigkeit
erwünscht.
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Nanokomposite
sind auch mit bromierten Copolymeren von Isobutylen und para-Methylstyrol
gebildet worden. Siehe beispielsweise Elspass et. al.,
US 5,807,629 ,
US 5,883,173 und
US 6,034,164 . Eine weitere Verbesserung
der Eigenschaften dieser Elastomerzusammensetzungen im ungehärteten und
gehärteten
Zustand kann durch die Verwendung von Verarbeitungshilfsmitteln
erreicht werden. Harze und Öle
(oder "Verarbeitungshilfsmittel"), wie naphthenische,
paraffinische und aliphatische Harze, können zur Verbesserung der Verarbeitbarkeit
von elastomeren Kompounds verwendet werden. Verbesserte Verarbeitbarkeit
in Gegenwart von Ölen
und Harzen hat jedoch neben anderen unerwünschten Auswirkungen auf verschiedene
andere Eigenschaften den Preis, dass die Luftundurchlässigkeit
schlechter wird und die unerwünschte
Farbe zunimmt.
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Polybuten
und Prozessöle
vom paraffinischen Typ sind in
US
4,279,284 von Spadone,
US
5,964,969 von Sandstrom et al. und
EP 0 314 416 von Mohammed offenbart
worden. Ein Prozessöl
vom paraffinischen Typ ist in US-5 631 316 von Costemalle et al.
offenbart worden. WO-94/01295 von Gursky et al. offenbart die Verwendung
von Erdölwachsen
und naphthenischen Ölen
und Harzen in einer Kautschukzusammensetzung für Reifenseitenwände, und
die US-Patentanmeldung mit dem Aktenzeichen 09/691,764, einge reicht
am 18. Oktober 2000 (übertragen
auf den Rechtsnachfolger der vorliegenden Erfindung) von Waddell
et al, offenbart färbbare
Kautschukzusammensetzungen. Andere Offenbarungen von Verarbeitungsölen oder
harzhaltigen Elastomer- oder Klebstoffzusammensetzungen schließen
US 5,005,625 ,
US 5,013,793 ,
US 5,162,409 ,
US 5,178,702 ,
US 5,234,987 ,
US 5,234,987 ,
US 5,242,727 ,
US 5,397,832 ,
US 5,733,621 ,
US 5,755,899 , EP-A1-0 682 071, EP-B1-0376
558, WO-92/16587 und
JP 11005874 ,
JP 05179068 A and
JO 3028244 ein. Keine dieser Offenbarungen
löst das
Problem der Verbesserung der Verarbeitbarkeit von Elastomerzusammensetzungen, die
für Reifen,
Luftbarrieren, usw. brauchbar sind, während die Luftundurchlässigkeit
dieser Zusammensetzungen erhalten bleibt oder verbessert wird.
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Es
ist daher nach wie vor ein Problem, einen als Luftbarriere geeigneten
Nanokomposit zu erreichen, insbesondere eine Luftbarriere, die das
Copolymer (oder "Interpolymer") von C4- bis C7-Isomonoolefin
und para-Methylstyrol und para-Halogenmethylstyrol und/oder halogenierten
verzweigten Butylkautschuk einbaut. Während die Barriereeigenschaften
der elastomeren Zusammensetzungen verbessert werden, neigt die Nanokompositbildung
dazu, auf Kosten der Verarbeitbarkeit zu gehen.
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Es
bleibt auch problematisch, Naturkautschuk in Gemische mit diesen
Copolymeren einzubauen, da einige erwünschte Eigenschaften bei Zusatz
des Naturkautschuks verloren gehen. Es werden eine elastomere Zusammensetzung
und Nanokompositzusammensetzung gebraucht, die erwünschte Luftbarrierequalitäten beibehält, jedoch
verbesserte Verarbeitbarkeit hat, die Prozessöle und -harze sogar in Anwesenheit
von Naturkautschukgemischen liefern können.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung ist eine elastomere Zusammensetzung, die mindestens
ein statistisches Copolymer ist, das eine von C4-
bis C7-Isomonoolefin abgeleitete Einheit
enthält,
mindestens einen Füllstoff und
ein Polybutenöl
mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht (Zahlenmittel, Mn) von 400 bis 10.000 enthält. Das
Copolymer ist ausgewählt
aus Poly(isobutylen-co-p-methylstyrol), halogeniertem Poly(isobutylen-co-p-methylstyrol),
halogeniertem, sternförmig
verzweigtem Butylkautschuk, halogeniertem Butylkautschuk und Mischungen
davon. Die Zusammensetzung enthält
auch einen Füllstoff
und einen Schichtton und gegebenenfalls ein thermoplastisches Harz.
Zu geeigneten thermoplastischen Harzen gehören Polyolefine, Nylons und
andere Polymere. Der Füllstoff
ist ausgewählt
aus Calciumcarbonat, Ton, Glimmer, Siliciumdioxid und Silikaten,
Talkum, Titandioxid, Stärke
und anderen organischen Füllstoffen,
wie Holzmehl und Ruß und
Mischungen davon. Der Schichtton ist ausgewählt aus natürlichem oder synthetischem
Schichtmontmorillonit, Nontronit, Beidellit, Volkonskoit, Laponit,
Hectorit, Saponit, Sauconit, Magadit, Kenyait, Stevensit, Vermiculit, Halloysit,
Aluminiumoxiden, Hydrotalkit und Mischungen davon. Diese Zusammensetzungen
sind bei Luftbarriereanwendungen brauchbar, wie beispielsweise Inneneinsätze für Reifen.
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Detaillierte Beschreibung
der Erfindung
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Der
Begriff "phr" bedeutet Teile auf
100 Teile Kautschuk und ist ein in der Technik gebräuchliches
Maß, wobei
Komponenten einer Zusammensetzung relativ zu einer Hauptelastomerkomponente
gemessen werden, bezogen auf 100 Gewichtsteile des Elastomers oder
der Elastomere.
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Es
wird hier in Bezug auf die "Gruppen" des Periodensystems
das neue Nummerierungsschema für die
Gruppen des Periodensystems verwendet, wie im HAWLEY'S CONDENSED CHEMICAL
DICTIONARY 852 (13. Auflage, 1997).
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Der
Begriff "Elastomer" bezieht sich hier
auf jedes Polymer oder jede Zusammensetzung von Polymeren, die in Übereinstimmung
mit der ASTM D1566 Definition sind. Der Begriff "Elastomer" kann austauschbar mit dem Begriff "Kautschuk" verwendet werden,
wie er hier verwendet wird.
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Elastomer
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Erfindungsgemäße Zusammensetzungen
schließen
mindestens ein Elastomer ein. Das Elastomer ist in einer Ausführungsform
der Erfindung ein Homopolymer oder Copolymer auf Isobutylenbasis.
Diese Polymere können
als statistisches Copolymer einer von C4-
bis C7-Isomonoolefin abgeleiteten Einheit,
wie von Isobutylen abgeleiteter Einheit, und mindestens einer anderen
polymerisierbaren Einheit beschrieben werden. Das Copolymer auf
Isobutylenbasis kann halogeniert sein oder nicht.
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In
einer Ausführungsform
der Erfindung ist das Elastomer auf Isobutylenbasis ein Kautschuk
vom Butyltyp oder verzweigter Kautschuk vom Butyltyp, insbesondere
halogenierte Versionen dieser Elastomere. Brauchbare Elastomere
sind ungesättigte
Butylkautschuke, wie Homopolymere und Copolymere von Olefinen oder
Isoolefinen und Multiolefinen, oder Homopolymere von Multiolefinen.
Diese und andere Typen von Elastomeren, die erfindungsgemäß geeignet
sind, sind wohl bekannt und in RUBBER TECHNOLOGY 209-581 (Herausgeber
Maurice Morton, Chapman & Hall
1995), THE VANDERBILT RUBBER HANDBOOK 105-122 (Herausgeber Robert
F. Ohm, R. T. Vanderbilt Co., Inc. 1990), und Edward Kresge und
X. C. Wang in 8 KIRK-OTHMER ENCYCLOPEDIA OF CHEMICAL TECHNOLOGY
934-955 (John Wiley & Sons,
Inc. 4. Auflage 1993) beschrieben. Nicht einschränkende Beispiele für ungesättigte Elastomere,
die in dem erfindungsgemäßen Verfahren
und der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
brauchbar sind, sind Poly(isobutylen-co-isopren), Polyisopren, Polybutadien,
Polyisobutylen, Poly(styrol-co-butadien), Naturkautschuk, sternförmig verzweigter
Butylkautschuk und Mischungen davon. Brauchbare erfindungsgemäße Elastomere
können
mit jedem geeigneten Mittel hergestellt werden, das in der Technik
bekannt ist, und die Erfindung ist hier nicht durch das Verfahren
der Herstellung des Elastomers begrenzt.
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Die
Butylpolymere werden hergestellt, indem eine Mischung von Monomeren,
die mindestens (1) eine C4- bis C12-Isoolefinmonomerkomponente wie Isobutylen
enthalten, mit (2) einer Multiolefinmonomerkomponente umgesetzt
wird. Das Isoolefin ist in einer Ausführungsform im Bereich von 70
bis 99,5 Gew.-% der gesamten Monomermischung vorhanden, und in einer
anderen Ausführungsform
im Bereich von 85 bis 99,5 Gew.-%. Die Multiolefinkomponente ist
in einer Ausführungsform
in der Monomermischung in 30 bis 0,5 Gew.-% und in einer anderen
Ausführungsform
in 15 bis 0,5 Gew.-% vorhanden. In einer anderen Ausführungsform
sind 8 bis 0,5 Gew.-% der Monomermischung Multiolefin.
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Das
Isoolefin ist eine C
4- bis C
12-Verbindung.
Nicht einschränkende
Beispiele hierfür
sind Verbindungen wie Isobutylen, Isobuten, 2-Methyl-1-buten, 3-Methyl-1-buten,
2-Methyl-2-buten,
1-Buten, 2-Buten, Methylvinylether, Inden, Vinyltrimethylsilan,
Hexen und 4-Methyl-1-penten. Das Multiolefin ist ein C
4-
bis C
14-Multiolefin, wie Isopren, Butadien,
2,3-Dimethyl-1,3-butadien, Myrcen, 6,6-Dimethylfulven, Hexadien,
Cyclopentadien und Piperylen und andere Monomere, wie in EP-0 279
456 und
US 5, 506, 316 und
US 5, 162, 425 offenbart
sind. Andere polymerisierbare Monomere, wie Styrol und Dichlorstyrol,
sind für
die Homopolymerisation oder Copolymerisation zu Butylkautschuken
auch geeignet. Eine Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Butylkautschukpolymers
wird durch Umsetzen von 95 bis 99,5 Gew.-% Isobutylen mit 0,5 bis
8 Gew.-% Isopren oder 0,5 Gew.-% bis 5,0 Gew.-% Isopren in einer
weiteren Ausführungsform
erhalten. Butylkautschuke und Verfahren zu ihrer Herstellung sind
detailliert beispielsweise in
US
2,356,128 ,
US 3,968,076 ,
US 4,474,924 ,
US 4,068,051 und
US 5,532,312 beschrieben.
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Ein
kommerzielles Beispiel für
einen erwünschten
Butylkautschuk sind die EXXONTM BUTYL Sorten von
Poly(isobutylen-co-isopren)
mit einer Mooney-Viskosität
von 32 ± 2
bis 51 ± 5
(ML 1+8 bei 125°C).
Ein weiteres kommerzielles Beispiel für einen erwünschten Kautschuk vom Butyltyp
ist VISTANEXTM Polyisobutylenkautschuk mit
einem Molekulargewicht (Viskositätsmittel)
von 0,9 ± 0,15
bis 2,11 ± 0,23 × 106.
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Eine
weitere Ausführungsform
des erfindungsgemäß brauchbaren
Butylkautschuks ist ein verzweigter oder "sternförmig ver zweigter" Butylkautschuk.
Diese Kautschuke sind beispielsweise in EP-B1-0 678 529,
US 5,182,333 und
US 5,071,913 beschrieben.
In einer Ausführungsform
ist der sternförmig
verzweigte Butylkautschuk ("SBB") eine Zusammensetzung
von Butylkautschuk, der halogeniert ist oder nicht, und Polydien
oder Blockcopolymer, das halogeniert ist oder nicht. Die Erfindung
ist nicht durch das Verfahren zur Bildung des SBB eingeschränkt. Die
Polydiene/das Blockcopolymer oder Verzweigungsmittel (anschließend "Polydiene") sind typischerweise
kationisch reaktiv und während
der Polymerisation von Butyl- oder halogeniertem Butylkautschuk
vorhanden, oder können
mit dem Butylkautschuk gemischt werden, um den SBB zu bilden. Das
Verzweigungsmittel oder Polydien kann jedes geeignete Verzweigungsmittel
sein, und die Erfindung ist nicht auf den zur Herstellung des SBB
verwendeten Polydientyp begrenzt.
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In
einer Ausführungsform
ist der SBB typischerweise eine Zusammensetzung von dem Butyl- oder
halogenierten Butylkautschuk wie bereits beschrieben und einem Copolymer
von Polydien und partiell hydriertem Polydien ausgewählt aus
der Gruppe, zu der Styrol, Polybutadien, Polyisopren, Polypiperylen,
Naturkautschuk, Styrol-Butadien-Kautschuk, Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk, Styrol-Butadien-Styrol-
und Styrol-Isopren-Styrol-Blockcopolymere
gehören.
Diese Polydiene sind, bezogen auf die Gewichtsprozent Monomer, in einer
Ausführungsform
in mehr als 0,3 Gew.-% und in einer anderen Ausführungsform in 0,3 bis 3 Gew.-%
und in einer anderen Ausführungsform
in 0,4 bis 2,7 Gew.-% vorhanden.
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Eine
kommerzielle Ausführungsform
des erfindungsgemäßen SBB
ist SB Butyl 4266 (ExxonMobil Chemical Company, Houston TX, USA)
mit einer Mooney-Viskosität
(ML 1+8 bei 125°C,
ASTM D 1646) von 34 bis 44. Die Härtungscharakteristika von SB
Butyl 4266 sind ferner wie folgt: MH ist 69 ± 6 dN·m, ML ist 11, 5 ± 4,5 dN·m (ASTM
D2084).
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Der
Kautschuk auf Isobutylenbasis kann in einer gewünschten Ausführungsform
des erfindungsgemäß brauchbaren
Copolymers auf Isobutylenbasis auch halogeniert werden. Halogenierter
Bu tylkautschuk wird durch die Halogenierung des oben beschriebenen
Butylkautschukprodukts hergestellt. Die Halogenierung kann mit jedem
Mittel durchgeführt
werden, und die Erfindung ist hier durch das Halogenierungsverfahren
nicht eingeschränkt.
Verfahren zum Halogenieren von Polymeren wie Butylpolymeren sind
in
US 2, 631, 984 ,
US 3, 099, 644 ,
US 4, 554, 326 ,
US 4,681,921 ,
US 4,650,831 ,
US 4,384,072 ,
US 4,513,116 und
US 5,681,901 offenbart. In einer Ausführungsform
wird der Butylkautschuk in Hexanverdünnungsmittel bei 4 bis 60°C unter Verwendung
von Brom (Br
2) oder Chlor (Cl
2)
als Halogenierungsmittel halogeniert. Der halogenierte Butylkautschuk
hat in einer Ausführungsform
eine Mooney-Viskosität
von 20 bis 70 (ML 1+8 bei 125°C)
und in einer Ausführungsform
25 bis 55. Der Halogengewichtsprozentsatz beträgt in einer Ausführungsform
0,1 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des halogenierten Butylkautschuks,
und in einer anderen Ausführungsform 0,5
bis 5 Gew.-%. In einer anderen Ausführungsform ist der Halogengewichtsprozentsatz
des halogenierten Butylkautschuks 1 bis 2,5 Gew.-%.
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Eine
kommerzielle Ausführungsform
des erfindungsgemäßen halogenierten
Butylkautschuks ist Bromobutyl 2222 (ExxonMobil Chemical Company).
Seine Mooney-Viskosität
beträgt
27 bis 37 (ML 1+8 bei 125°C,
ASTM 1646, modifiziert), und der Bromgehalt ist 1,8 bis 2,2 Gew.-%
relativ zu dem Bromobutyl 2222. Die Härtungscharakteristika von Bromobutyl
2222 sind ferner wie folgt: MH ist von 28 bis 40 dN·m, ML
ist von 7 bis 18 dN·m
(ASTM D2084). Eine weitere kommerzielle Ausführungsform des halogenierten
Butylkautschuks ist Bromobutyl 2255 (ExxonMobil Chemical Company).
Seine Mooney-Viskosität
beträgt
41 bis 51 (ML 1+8 bei 125°C,
ASTM 1646), und der Bromgehalt ist 1,8 bis 2,2 Gew.-%. Die Härtungscharakteristika
von Bromobutyl 2255 sind ferner wie folgt: MH ist von 34 bis 48
dN·m,
ML ist von 11 bis 21 dN·m
(ASTM D2084).
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In
einer anderen Ausführungsform
der erfindungsgemäßen bromierten
Kautschukkomponente wird ein verzweigter oder "sternförmig verzweigter" halogenierter Butylkautschuk
verwen det. In einer Ausführungsform
ist der sternförmig
verzweigte halogenierte Butylkautschuk ("HSSB")
eine Zusammensetzung von Butylkautschuk, der halogeniert ist oder
nicht, und Polydien oder Blockcopolymer, das halogeniert ist oder
nicht. Das Halogenierungsverfahren ist detailliert in
US 4,074,035 ,
US 5,071,913 ,
US 5,286,804 ,
US 5,182,333 und
US 6,228,978 beschrieben. Die Erfindung
ist nicht durch das Verfahren zur Bildung des HSSB eingeschränkt. Die Polydiene/das
Blockcopolymer oder Verzweigungsmittel (anschließend "Polydiene") sind typischerweise kationisch reaktiv
und während
der Polymerisation von Butyl- oder halogeniertem Butylkautschuk
vorhanden, oder können
mit dem Butyl- oder halogenierten Butylkautschuk gemischt werden,
um den HSSB zu bilden. Das Verzweigungsmittel oder Polydien kann
jedes geeignete Verzweigungsmittel sein, und die Erfindung ist nicht
auf den zur Herstellung des HSSB verwendeten Polydientyp begrenzt.
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In
einer Ausführungsform
ist der HSSB typischerweise eine Zusammensetzung aus dem Butyl-
oder halogenierten Butylkautschuk wie bereits beschrieben und einem
Copolymer von Polydien und partiell hydriertem Polydien ausgewählt aus
der Gruppe, zu der Styrol, Polybutadien, Polyisopren, Polypiperylen,
Naturkautschuk, Styrol-Butadien-Kautschuk, Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk, Styrol-Butadien-Styrol-
und Styrol-Isopren-Styrol-Blockcopolymere
gehören.
Diese Polydiene sind, bezogen auf die Gewichtsprozent Monomer, in einer
Ausführungsform
in mehr als 0,3 Gew.-% und in einer anderen Ausführungsform 0,3 bis 3 Gew.-%
und in einer anderen Ausführungsform
0,4 bis 2,7 Gew.-% vorhanden.
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Eine
kommerzielle Ausführungsform
des erfindungsgemäßen HSSBs
ist Bromobutyl 6222 (ExxonMobil Chemical Company), mit einer Mooney-Viskosität (ML 1+8
bei 125°C,
ASTM 1646) von 27 bis 37, und einem Bromgehalt von 2,2 bis 2,6 Gew.-%
relativ zu dem HSSB. Die Härtungscharakteristika
von Bromobutyl 6222 sind ferner wie folgt: MH ist von 24 bis 38
dN·m,
ML ist von 6 bis 16 dN·m
(ASTM D2084).
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Eine
weitere Ausführungsform
des erfindungsgemäß brauchbaren
Elastomers auf Isobutylenbasis ist ein Isoolefincopolymer, das eine
von Halogenmethylstyrol abgeleitete Einheit enthält. Das Elastomer ist in einer
Ausführungsform
der Erfindung ein statistisches Copolymer, das mindestens von C4- bis C7-Isoolefin abgeleitete
Einheiten, wie von Isobutylen abgeleitete Einheiten, und von Halogenmethylstyrol
abgeleitete Einheiten enthält.
Die Halogenmethylstyroleinheit kann eine ortho-, meta- oder para-alkylsubstituierte
Styroleinheit sein. In einer Ausführungsform ist die von Halogenmethylstyrol
abgeleitete Einheit ein p-Halogenmethylstyrol, das mindestens 80
Gew.-%, insbesondere
mindestens 90 Gew.-% des para-Isomers enthält. Die "Halogen"-Gruppe kann jedes Halogen sein, wünschenswerterweise
Chlor oder Brom. Das halogenierte Elastomer kann auch funktionalisierte
Interpolymere einschließen,
wobei mindestens einige der in den Styrolmonomereinheiten vorhandenen
Alkylsubstituentengruppen benzylisches Halogen oder irgendeine andere
funktionale Gruppe enthalten, die nachfolgend beschrieben wird.
Diese Interpolymere werden hier als "Isoolefincopolymere, die eine von Halogenmethylstyrol
abgeleitete Einheit enthalten" oder
einfach "Isoolefincopolymer" bezeichnet.
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Das
Isoolefincopolymer kann auch von anderem Monomer abgeleitete Einheiten
einschließen.
Das Isoolefin des Copolymers kann eine C
4-
bis C
12-Verbindung sein, nicht einschränkende Beispiele
hierfür
sind Verbindungen wie Isobutylen, Isobuten, 2-Methyl-1-buten, 3-Methyl-1-buten,
2-Methyl-2-buten, 1-Buten, 2-Buten, Methylvinylether, Inden, Vinyltrimethylsilan,
Hexen und 4-Methyl-1-penten. Das Copolymer kann ferner auch von
Multiolefin abgeleitete Einheiten enthalten. Das Multiolefin ist
ein C
4- bis C
14-Multiolefin,
wie Isopren, Butadien, 2,3-Dimethyl-1,3-butadien, Myrcen, 6,6-Dimethylfulven,
Hexadien, Cyclopentadien und Piperylen und andere Monomere, wie
in EP-0 279 456 und
US 5,506,316 und
US 5,162,425 offenbart sind.
Wünschenswerte,
von styrolischem Monomer abgeleitete Einheiten, die das Copolymer
ausmachen können,
schließen Styrol,
Methyl styrol, Chlorstyrol, Methoxystyrol, Inden und Indenderivate
und Kombinationen davon ein.
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In
einer anderen Ausführungsform
der Erfindung ist das Interpolymer ein statistisches elastomeres
Copolymer einer von Ethylen abgeleiteten Einheit oder von einem
C3- bis C6-α-Olefin abgeleiteten
Einheit und einer von Halogenmethylstyrol abgeleiteten Einheit,
vorzugsweise para-Halogenmethylstyrol, das mindestens 80 Gew.-%,
insbesondere mindestens 90 Gew.-% des para-Isomers enthält, und
schließen
auch funktionalisierte Interpolymere ein, wobei mindestens einige
der in den Styrolmonomereinheiten vorhandenen Alkylsubstituentengruppen
benzylisches Halogen oder irgendeine andere funktionale Gruppe enthalten.
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Bevorzugte
Isoolefincopolymere können
als Interpolymere charakterisiert werden, die die folgenden Monomereinheiten
statistisch entlang der Polymerkette beabstandet enthalten:
wobei R und R
1 unabhängig Wasserstoff,
niederes Alkyl, vorzugsweise C
1- bis C
7-Alkyl und primäre oder sekundäre Alkylhalogenide
sind und X eine funktionale Gruppe wie Halogen ist. Erwünschte Halogene
sind Chlor, Brom oder Kombinationen davon. Vorzugsweise sind R und
R
1 jeweils Wasserstoff. Die -CRR
1H und -CRR
1X Gruppen
können
am Styrolring in den ortho-, meta- oder para-Positionen substituiert
sein, vorzugsweise para. Bis zu 60 Mol.% des in der Interpolymerstruktur
vorhandenen p-substituierten Styrols können in einer Ausführungsform
die obige funktionalisierte Struktur (2) sein, und in einer anderen
Aus führungsform
0,1 bis 5 Mol.%. In einer anderen Ausführungsform beträgt die Menge
der funktionalisierten Struktur (2) 0,4 bis 1 Mol.%.
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Die
funktionale Gruppe X kann Halogen oder irgendeine andere funktionale
Gruppe sein, die durch nukleophile Substitution von benzylischem
Halogen mit anderen Gruppen wie Carbonsäuren, Carboxysalzen, Carboxyestern,
Amiden und Imiden, Hydroxy, Alkoxid, Phenoxid, Thiolat, Thioether,
Xanthat, Cyanid, Cyanat, Amino und Mischungen davon eingebracht
worden sein kann. Diese funktionalisierten Isomonoolefincopolymere,
ihr Herstellungsverfahren, Funktionalisierungsverfahren und ihre
Härtung
sind insbesondere in
US 5,162,445 offenbart.
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Besonders
brauchbare derartige funktionalisierte Materialien sind elastomere
statistische Interpolymere von Isobutylen und p-Methylstyrol, die
0,5 bis 20 Mol.% p-Methylstyrol enthalten, wobei bis zu 60 Mol.%
der an dem Benzylring vorhandenen Methylsubstituentengruppen ein
Brom- oder Chloratom enthalten, vorzugsweise ein Bromatom (p-Brommethylstyrol)
sowie säure-
oder esterfunktionalisierte Versionen davon, wobei das Halogenatom
durch Maleinsäureanhydrid
oder Acryl- oder Methacrylsäurefunktionalität verdrängt worden ist.
Diese Interpolymere werden als "halogeniertes
Poly(isobutylen-co-p-methylstyrol)" oder "bromiertes Poly(isobutylen-co-p-methylstyrol)" bezeichnet und sind
im Handel unter dem Namen EXXPROTM Elastomers (ExxonMobil
Chemical Company, Houston, TX, USA) erhältlich. Es sei darauf hingewiesen,
dass die Verwendung der Begriffe "halogeniert" oder "bromiert" nicht auf das Verfahren zur Halogenierung
des Copolymers begrenzt ist, sondern lediglich das Copolymer beschreibt,
das die von Isobutylen abgeleiteten Einheiten, die von p-Methylstyrol
abgeleiteten Einheiten und die von p-Halogenmethylstyrol abgeleiteten
Einheiten enthält.
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Diese
funktionalisierten Polymere haben vorzugsweise eine im Wesentlichen
homogene Zusammensetzungsverteilung, so dass mindestens 95 Gew.-%
des Polymers einen p-Alkylstyrolgehalt innerhalb von 10 % des durchschnittlichen
p-Alkylstyrolgehalts des Polymers haben. Bevorzugtere Polymere sind
auch durch eine enge Molekulargewichtsverteilung (Mw/Mn) von weniger als 5, insbesondere weniger
als 2,5, ein bevorzugtes durchschnittliches Molekulargewicht (Viskositätsmittel)
im Bereich von 200.000 bis 2.000.000, und ein bevorzugtes durchschnittliches
Molekulargewicht (Zahlenmittel) im Bereich von 25.000 bis 750.000
gekennzeichnet, bestimmt gemäß Gelpermeationschromatographie.
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Die
Copolymere können
durch eine Aufschlämmungspolymerisation
der Monomermischung unter Verwendung von Lewissäurekatalysator und anschließende Halogenierung,
vorzugsweise Bromierung, in Lösung in
Gegenwart von Halogen und Radikalinitiator, wie Wärme und/oder
Licht und/oder chemischem Initiator, und gegebenenfalls anschließender elektrophiler
Substitution von Brom durch einen anderen funktionalen Anteil hergestellt
werden.
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Bevorzugtes
halogeniertes Poly(isobutylen-co-p-methylstyrol) sind bromierte
Polymere, die allgemein 0,1 bis 5 Gew.-% Brommethylgruppen enthalten.
In einer anderen Ausführungsform
beträgt
die Menge der Brommethylgruppen 0,2 bis 2,5 Gew.-%. Anders gesagt enthalten bevorzugte
Copolymere 0,05 bis zu 2,5 Mol.% Brom, bezogen auf das Gewicht des
Polymers, insbesondere 0,1 bis 1,25 Mol.% Brom, und sind im Wesentlichen
frei von Ringhalogen oder Halogen in der Polymergerüstkette.
In einer Ausführungsform
der Erfindung ist das Interpolymer ein Copolymer aus von C4- bis C7-Isomonoolefin
abgeleiteten Einheiten, von p-Methylstyrol abgeleiteten Einheiten
und von p-Halogenmethylstyrol abgeleiteten Einheiten, wobei die
p-Halogenmethylstyroleinheiten in dem Interpolymer von 0,4 bis 1
Mol.% vorhanden sind, bezogen auf das Interpolymer. In einer anderen
Ausführungsform
ist das p-Halogenmethylstyrol p-Brommethylstyrol. Die Mooney-Viskosität (1+8,
125°C, ASTM
D1646, modifiziert) beträgt
30 bis 60 MU.
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Die
in erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
vorhandene elastomere Komponente kann verschiedene Mengen von einem,
zwei oder mehr unterschiedlichen Elastomeren enthalten. Ausfüh rungsformen
von erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
können
beispielsweise 5 bis 100 phr halogenierten Butylkautschuk, 5 bis
95 phr sternförmig
verzweigten Butylkautschuk, 5 bis 95 phr halogenierten, sternförmig verzweigten
Butylkautschuk oder 5 bis 95 phr halogeniertes Poly(isobutylen-co-p-methylstyrol)
enthalten. In einer anderen Ausführungsform
enthalten die Zusammensetzungen 40 bis 100 phr halogeniertes Polyisobutylen-co-p-methylstyrol
und/oder 40 bis 100 phr halogenierten, sternförmig verzweigten Butylkautschuk
(HSSB). Die elastomeren Zusammensetzungen der Erfindung können andere
Elastomere oder sogenannte "sekundäre" Elastomerkomponenten
enthalten.
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Sekundäre elastomere Komponente
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Eine
sekundäre
elastomere Komponente kann in erfindungsgemäßen Zusammensetzungen vorhanden
sein. Zu diesen Kautschuken gehören
Naturkautschuke, Polyisoprenkautschuk, Styrol-Butadien-Kautschuk
(SBR), Polybutadienkautschuk, Isopren-Butadien-Kautschuk (IBR), Styrol-Isopren-Butadien-Kautschuk (SIBR),
Ethylen-Propylen-Kautschuk, Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM),
Polysulfid, Nitrilkautschuk, Propylenoxidpolymere, sternförmig verzweigter
Butylkautschuk und halogenierter, sternförmig verzweigter Butylkautschuk,
bromierter Butylkautschuk, chlorierter Butylkautschuk, sternförmig verzweigter
Polyisobutylenkautschuk, sternförmig
verzweigter, bromierter Butyl(polyisobutylen/isopren-copolymer)kautschuk,
Isobutylen/Methylstyrol-Copolymere, wie Isobutylen/meta-Brommethylstyrol,
Isobutylen/Brommethylstyrol, Isobutylen/Chlormethylstyrol, halogeniertes
Isobutylen-Cyclopentadien und Isobutylen/Chlormethylstyrol und Mischungen
davon, jedoch nicht darauf begrenzt.
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Eine
sekundäre
Kautschukkomponente kann auch in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
und der erfindungsgemäßen Luftbarriere
vorhanden sein. Eine Ausführungsform
der vorliegenden sekundären Kautschukkomponente
ist Naturkautschuk. Naturkautschuke sind detailliert von Subramaniam
in RUBBER TECHNOLOGY 179-208 (1995) beschrieben worden. Erwünschte Ausführungsfor men
der erfindungsgemäßen Naturkautschuke
sind ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus malaysischem Kautschuk, wie SMR CV, SMR
5, SMR 10, SMR 20 und SMR 50 und Mischungen davon, wobei die Naturkautschuke
eine Mooney-Viskosität
bei 100°C
(ML 1+4) von 30 bis 120, insbesondere 40 bis 65 haben. Der hier
genannte Mooney-Viskositätstest
ist gemäß ASTM D-1646.
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Einige
kommerzielle Beispiele für
diese erfindungsgemäß brauchbaren
synthetischen sekundären Kautschuke
sind NATSYNTM (Goodyear Chemical Company)
und BUDENETM 1207 oder BR 1207 (Goodyear Chemical
Company). Ein erwünschter
Kautschuk ist Polybutadien mit hohem cis-Gehalt (cis-BR). Mit "cis-Polybutadien" oder "Polybutadien mit
hohem cis-Gehalt" ist
gemeint, dass 1,4-cis-Polybutadien verwendet wird, bei dem die Menge
der cis-Komponente mindestens 95 % beträgt. Ein Beispiel für in der
Zusammensetzung verwendete kommerzielle cis-Polybutadienprodukte
ist BUDENETM 1207. Ein geeigneter Ethylen-Propylen-Kautschuk
ist im Handel erhältlich
als VISTALONTM (ExxonMobil Chemical Company).
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In
einer Ausführungsform
der Erfindung ist ein sogenanntes semikristallines Copolymer ("SCC") als sekundärer Kautschuk
vorhanden. Semikristalline Copolymere sind in der US-Patentanmeldung
09/569 363 beschrieben, eingereicht am 11. Mai 2000 (übertragen
auf den Rechtsnachfolger der vorliegenden Erfindung). Das SCC ist
allgemein ein Copolymer aus von Ethylen oder Propylen abgeleiteten
Einheiten und von α-Olefin abgeleiteten
Einheiten, wobei das α-Olefin
in einer Ausführungsform
4 bis 16 Kohlenstoffatome hat, und in einer anderen Ausführungsform
ist das SCC ein Copolymer aus von Ethylen abgeleiteten Einheiten
und von α-Olefin
abgeleiteten Einheiten, wobei das α-Olefin 4 bis 10 Kohlenstoffatome
hat, wobei das SCC einen gewissen Kristallinitätsgrad hat. In einer weiteren
Ausführungsform
ist das SCC ein Copolymer aus von 1-Buten abgeleiteten Einheiten
und von einem anderen α-Olefin
abgeleiteter Einheit, wobei das andere α-Olefin 5 bis 16 Kohlenstoffatome
hat, wobei das SCC auch einen gewissen Kristallinitätsgrad hat.
Das SCC kann auch ein Copolymer von Ethylen und Styrol sein.
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Die
sekundäre
Kautschukkomponente der Elastomerzusammensetzung kann in einer Ausführungsform
in einem Bereich von bis zu 50 phr, in einer andere Ausführungsform
von bis zu 40 phr und in einer anderen Ausführungsform in bis zu 30 phr
vorhanden sein.
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Thermoplastisches Harz
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Die
erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
können
gegebenenfalls ein thermoplastisches Harz enthalten. Die für die Durchführung der
vorliegenden Erfindung geeigneten thermoplastischen Harze können einzeln
oder in Kombination verwendet werden und sind Harze, die Stickstoff,
Sauerstoff, Halogen, Schwefel oder andere Gruppen enthalten, die
zur Wechselwirkung mit aromatischen funktionalen Gruppen in der
Lage sind, wie Halogen oder saure Gruppen. Die Harze sind in dem
Nanokomposit von 30 bis 90 Gew.-% des Nanokomposits in einer Ausführungsform
und von 40 bis 80 Gew.-% in einer anderen Ausführungsform und von 50 bis 70
Gew.-% in einer anderen Ausführungsform
vorhanden. In einer anderen Ausführungsform
ist das Harz in einem Gehalt von mehr als 40 Gew.-% des Nanokomposits
vorhanden, und in einer anderen Ausführungsform mehr als 60 Gew.-%.
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Zu
geeigneten thermoplastischen Harzen gehören Harze ausgewählt aus
der Gruppe bestehend aus Polyamiden, Polyimiden, Polycarbonaten,
Polyestern, Polysulfonen, Polylactonen, Polyacetalen, Acrylnitril-Butadien-Styrolharzen
(ABS), Polyphenylenoxid (PPO), Polyphenylensulfid (PPS), Polystyrol,
Styrol-Acrylonitril-Harzen
(SAN), Styrol-Maleinsäureanhydrid-Harzen
(SMA), aromatischen Polyketonen (PEEK, PED und PEKK) und Mischungen
davon.
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Geeignete
thermoplastische Polyamide (Nylons) umfassen kristalline oder harzartige
feste Polymere mit hohem Molekulargewicht einschließlich Copolymeren
und Terpolymeren mit sich wiederholenden Amideinheiten innerhalb
der Polymerkette. Polyamide können
durch Polymerisation von einem oder mehreren ε-Lactamen hergestellt werden,
wie Caprolactam, Pyrrolidion, Lauryllactam und Aminoundecansäurelactam
oder Aminosäure,
oder durch Kondensation von zweibasigen Säuren und Diaminen. Sowohl faserbildende
Nylons als auch Nylons von Formungsqualität sind geeignet. Beispiele
für derartige
Polyamide sind Polycaprolactam (Nylon-6), Polylauryllactam (Nylon-12),
Polyhexamethylenadipamid (Nylon-6,6) Polyhexamethylenazelamid (Nylon-6,9),
Polyhexamethylensebacamid (Nylon-6,10), Polyhexamethylenisophthalamid
(Nylon-6, IP) und das Kondensationsprodukt von 11-Aminoundecansäure (Nylon-11).
Weitere Beispiele für
befriedigende Polyamide (insbesondere jene mit einem Erweichungspunkt
unter 275°C)
sind in 16 ENCYCLOPEDIA OF CHEMICAL TECHNOLOGY 1-105 (John Wiley & Sons 1968), CONCISE
ENCYCLOPEDIA OF POLYMER SCIENCE AND ENGINEERING 748-761 (John Wiley & Sons, 1990) und
10 ENCYCLOPEDIA OF POLYMER SCIENCE AND TECHNOLOGY 392-414 (John
Wiley & Sons
1969) beschrieben. Im Handel erhältliche
thermoplastische Polyamide können
vorteilhaft zur Durchführung
dieser Erfindung verwendet werden, wobei lineare kristalline Polyamide
mit einem Erweichungspunkt oder Schmelzpunkt zwischen 160 und 260°C bevorzugt
sind.
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Geeignete
verwendbare thermoplastische Polyester beinhalten die Polymerreaktionsprodukte
von einem oder einer Mischung von aliphatischen oder aromatischen
Polycarbonsäureestern
von Anhydriden und einer oder einer Mischung von Diolen. Zu Beispiele
für befriedigende
Polyester gehören
Poly(trans-1,4-cyclohexylen),
C2-6-Alkandicarboxylate wie Poly(trans-1,4-cyclohexylensuccinat)
und Poly(trans-1,4-cyclohexylenadipat); Poly(cis- oder trans-1,4-cyclohexandimethylen)alkandicarboxylate
wie Poly(cis-1,4-cyclohexandimethylen)oxalat und Poly-(cis-1,4-cyclohexandimethylen)succinat,
Poly(C2-4-alkylenterephthalate) wie Polyethylenterephthalat
und Polytetramethylenterephthalat, Poly(C2-4-alkylenisophthalate
wie Polyethylenisophthalat und Polytetramethylenisophthalat und ähnliche
Materialien. Bevorzugte Polyester leiten sich von aromatischen Dicarbonsäuren ab,
wie Naphthalin- oder Phthalsäuren
und C2- bis C4-Diolen,
wie Polyethylenterephthalat und Polybutylenterephthalat. Bevorzugte
Polyester haben einen Schmelzpunkt im Bereich von 160°C bis 260°C.
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Thermoplastische
Poly(phenylenether)-Harze (PPE), die erfindungsgemäß verwendet
werden können,
sind bekannte, im Handel erhältliche
Materialien, die durch die oxidative Kopplungspolymerisation von
alkylsubstituierten Phenolen produziert werden. Sie sind allgemein
lineare amorphe Polymere mit einer Glasübergangstemperatur im Bereich
von 190°C
bis 235°C.
Diese Polymere, ihr Herstellungsverfahren und Zusammensetzungen
mit Polystyrol sind ferner in
US
3,383,435 beschrieben.
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Andere
thermoplastische Harze, die verwendet werden können, schließen die
Polycarbonatanaloga der oben beschriebenen Polyester ein, wie segmentiertes
Poly(ether-co-phthalate); Polycaprolactonpolymere; Styrolharze wie
Copolymere von Styrol mit weniger als 50 Mol% Acrylnitril (SAN)
und harzartige Copolymere von Styrol, Acrylnitril und Butadien (ABS);
Sulfonpolymere wie Polyphenylsulfon; Copolymere und Homopolymere
von Ethylen und C2- bis C8-α-Olefinen,
in einer Ausführungsform
ein Homopolymer aus von Propylen abgeleiteten Einheiten und in einer
anderen Ausführungsform
ein statistisches Copolymer oder Blockcopolymer aus von Ethylen
abgeleiteten Einheiten und von Propylen abgeleiteten Einheiten und ähnliche
thermoplastische Harze, wie in der Technik bekannt sind.
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Polybuten-Prozessöl
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In
der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
ist Polybuten-Prozessöl vorhanden.
In einer Ausführungsform
der Erfindung ist das Polybuten-Prozessöl ein Homopolymer oder Copolymer
mit niedrigem Molekulargewicht (Mn unter
15.000) aus von Olefin abgeleiteten Einheiten mit 3 bis 8 Kohlenstoffatomen,
in einer anderen Ausführungsformen
4 bis 6 Kohlenstoffatomen. In einer anderen Ausführungsform ist das Polybuten ein
Homopolymer oder Copolymer eines C4-Raffinats.
Eine Ausführungsform
dieser Polymere mit niedrigem Molekulargewicht, die als "Polybuten"-Polymere bezeichnet
werden, ist beispielsweise in SYNTHETIC LUBRICANTS AND HIGH-PERFORMANCE
FUNCTIONAL FLUIDS 357-392 (Herausgeber Leslie R. Rudnick & Ronald L. Shubkin,
Marcel Dekker 1999) (nachfolgend "Polybuten-Prozessöl" oder "Polybuten") beschrieben.
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In
einer Ausführungsform
der Erfindung ist das Polybuten-Prozessöl ein Copolymer
aus mindestens von Isobutylen abgeleiteten Einheiten, von 1-Buten
abgeleiteten Einheiten und von 2-Buten
abgeleiteten Einheiten. In einer Ausführungsform ist das Polybuten
ein Homopolymer, Copolymer oder Terpolymer der drei Einheiten, wobei
die von Isobutylen abgeleitete Einheiten 40 bis 100 Gew.-% des Copolymers
sind, die von 1-Buten abgeleiteten Einheiten 0 bis 40 Gew.-% sind
und die von 2-Buten abgeleiteten Einheiten 0 bis 40 Gew.-% des Copolymers
sind. In einer Ausführungsform
ist das Polybuten ein Copolymer oder Terpolymer der drei Einheiten,
wobei die von Isobutylen abgeleitete Einheiten 40 bis 99 Gew.-%
des Copolymers sind, die von 1-Buten abgeleiteten Einheiten 2 bis
40 Gew.-% des Copolymers sind und die von 2-Buten abgeleiteten Einheiten
0 bis 30 Gew.-% des Copolymers sind. In einer Ausführungsform
ist das Polybuten ein Terpolymer der drei Einheiten, wobei die von
Isobutylen abgeleitete Einheiten 40 bis 96 Gew.-% des Copolymers
sind, die von 1-Buten abgeleiteten Einheiten 2 bis 40 Gew.-% sind
und die von 2-Buten abgeleiteten Einheiten 2 bis 20 Gew.-% des Copolymers
sind. In einer anderen Ausführungsform
ist das Polybuten ein Homopolymer und Copolymer von Isobutylen und
1-Buten, wobei die von Isobutylen abgeleiteten Einheiten 65 bis
100 Gew.-% des Homopolymers oder Copolymers sind und die von 1-Buten
abgeleiteten Einheiten 0 bis 35 Gew.-% des Copolymers sind.
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Erfindungsgemäß brauchbare
Polybuten-Prozessöle
haben in der Regel ein durchschnittliches Molekulargewicht (Zahlenmittel,
Mn) von weniger als 10.000 in einer Ausführungsform,
weniger als 8000 in einer anderen Ausführungsform und weniger als
6000 in einer anderen Ausführungsform.
In einer Ausführungsform hat
das Polybutenöl
ein durchschnittliches Molekulargewicht (Zahlenmittel) von mehr
als 400 und in einer weiteren Ausführungsform mehr als 700 und
in einer anderen Ausführungsform
mehr als 900. Eine bevorzugte Ausführungsform kann hier eine Kombination
aus jeglicher unteren Grenze mit jeder oberen Grenze sein. In einer
Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Polybutens
hat das Polybuten beispielsweise ein durchschnittliches Molekulargewicht
(Zahlenmittel) von 400 bis 10.000, und in einer anderen Ausführungsform
700 bis 8000. Brauchbare Viskositäten des Polybuten-Prozessöls liegen
in einer Ausführungsform
im Bereich von 10 bis 6000 cSt (centistokes) bei 100°C, in einer
anderen Ausführungsform
von 35 bis 5000 cSt und in einer weiteren Ausführungsform größer als
35 cSt bei 100°C
und in einer weiteren Ausführungsform
größer als
100 cSt bei 100°C.
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Kommerzielle
Beispiele für
ein derartiges Prozessöl
sind die PARAPOLTM-Reihen der Prozessöle (ExxonMobil
Chemical Company, Houston, TX, USA), wie PARAPOLTM 450,
700, 950, 1300, 2400 und 2500. Die kommerziell erhältlichen
PARAPOLTM-Reihen der Polybuten-Prozessöle sind
synthetische flüssige
Polybutene, wobei jede individuelle Formulierung ein bestimmtes
Molekulargewicht hat und alle Formulierungen davon in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
verwendet werden können.
Die Molekulargewichte der PARAPOLTM-Öle betragen
420 Mn (PARAPOLTM 450)
bis 2700 Mn (PARAPOLTM 2500),
bestimmt mittels Gelpermeationschromatographie. Die Molekulargewichtsverteilung
der PARAPOLTM Öle liegt in einer Ausführungsform im
Bereich von 1,8 bis 3 und in einer anderen Ausführungsform 2 bis 2,8.
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Die
nachfolgende Tabelle 1 zeigt einige der Eigenschaften der PARAPOLTM-Öle,
die in Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung brauchbar sind, wobei die Viskosität gemäß ASTM D445-97
bestimmt wurde und das Molekulargewicht mittels Gelpermeationschromatographie.
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Tabelle
1: Eigenschaften individueller PARAPOL
TM-Sorten
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Andere
Eigenschaften der PARAPOLTM-Prozessöle sind
wie folgt: Die Dichte (g/ml) der PARAPOLTM-Prozessöle variiert
von etwa 0,85 (PARAPOLTM 450) bis 0,91 (PARAPOLTM 2500). Die Bromzahl (CG/G) für PARAPOLTM-Öle
liegt im Bereich von 40 für
das Prozessöl
mit Mn von 450 bis 8 für das Prozessöl mit Mn von 2700.
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Die
erfindungsgemäße elastomere
Zusammensetzung kann ein oder mehrere Polybutentypen als Mischung
enthalten, die entweder vor der Zugabe zu dem Elastomer vermischt
worden sind, oder mit dem Elastomer. Die Menge und Identität (z. B.
Viskosität,
Mn usw.) der Polybuten-Prozessölmischung
kann auf diese Weise variiert werden. PARAPOLTM 450
kann somit verwendet werden, wenn in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
niedrige Viskosität
erwünscht
ist, während
PARAPOLTM 2500 verwendet werden kann, wenn eine
höhere
Viskosität
erwünscht
ist, oder Zusammensetzungen davon, um irgendeine andere Viskosität zu erreichen,
oder irgendein anderes Molekulargewicht. Die physikalischen Eigenschaften
der Zusammensetzung können
auf diese Weise gesteuert werden. Die Formulierungen "Polybuten-Prozessöl" oder "Polybuten-Prozessöl" schließen insbesondere
ein Einzelöl
oder eine Zusammensetzung von zwei oder mehr Ölen ein, die verwendet werden,
um irgendeine gewünschte
Viskosität
oder irgendein gewünschtes
Molekulargewicht (oder andere ge wünschte Eigenschaft) zu erhalten,
wie in den oben offenbarten Bereichen spezifiziert wird.
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Das
Polybuten-Prozessöl
oder die Polybuten-Prozessöle
sind in der erfindungsgemäßen elastomeren Zusammensetzung
in einer Zusammensetzung von 1 bis 60 phr und in einer anderen Ausführungsform
von 2 bis 40 phr und in einer weiteren Ausführungsform von 4 bis 35 phr
und in einer anderen Ausführungsform
von 5 bis 30 phr vorhanden. Das Polybuten-Prozessöl enthält vorzugsweise
keine aromatischen Gruppen oder Ungesättigtheit.
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Füllstoff und Ton
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Die
elastomere Zusammensetzung kann eine oder mehrere Füllstoffkomponenten
enthalten, wie Calciumcarbonat, Ton, Glimmer, Siliciumdioxid und
Silikate, Talkum, Titandioxid, Stärke und andere organische Füllstoffe,
wie Holzmehl, und Ruß.
In einer Ausführungsform
ist der Füllstoff
Ruß oder
modifizierter Ruß.
Der bevorzugte Füllstoff
ist Ruß von
Semiverstärkungsqualität und ist
in einem Gehalt von 10 bis 150 phr der Zusammensetzung, insbesondere
30 bis 120 phr vorhanden. Brauchbare Rußsorten, die in RUBBER TECHNOLOGY
59-85 (1995) beschrieben sind, liegen im Bereich von N110 bis N990.
Besonders erwünschte
Ausführungsformen
des erfindungsgemäß beispielsweise
in Reifenlaufflächen
brauchbaren Rußes
sind N229, N351, N339, N220, N234 und N110, bereitgestellt in ASTM
(D3037, D1510 und D3765). Ausführungsformen
von erfindungsgemäß beispielsweise
in Seitenwänden
von Reifen brauchbarem Ruß sind
N330, N351, N550, N650, N660 und N762. Ausführungsformen des Rußes, die
beispielsweise in Zwischenlagen oder Innenschläuchen brauchbar sind, sind
N550, N650, N660, N762, N990 und Regal 85 (Cabot Corporation Alpharetta,
GA, USA) und dergleichen.
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In
der Zusammensetzung können
auch Schichttone vorhanden sein. Diese Tone, die auch als "Nanotone" bezeichnet werden,
sind wohl bekannt, und ihre Identität, Herstellungsverfahren und
Verfahren zum Mischen mit Polymeren sind beispielsweise in
JP 2000109635 , 2000109605,
11310643;
DE 197 26 278 ;
WO 98/53000;
US 5,091,462 ,
US 4,431,755 ,
US 4,472,538 und
US 5,910,523 offenbart. Für erfindungsgemäße Zwecke
geeignete quellbare, Schichten aufweisende Tonmaterialien schließen natürliche oder
synthetische Phyllosilikate, insbesondere Smektit-Tone wie Montmorillonit,
Nontronit, Beidellit, Volkonskoit, Laponit, Hectorit, Saponit, Sauconit,
Magadit, Kenyait, Stevensit und dergleichen sowie Vermiculit, Halloysit,
Aluminiumoxide, Hydrotalkite und dergleichen ein. Diese Schichten
aufweisenden Tone beinhalten allgemein Teilchen, die eine Vielzahl
von Silikatplättchen
mit einer Dicke von 4 bis 20 Å in
einer Ausführungsform,
8 bis 12 Å in
einer anderen Ausführungsform
enthalten, miteinander verbunden sind und austauschbare Kationen,
wie Na
+, Ca
+2, K
+ oder Mg
+2 enthalten,
die an den Grenzflächenoberflächen vorhanden
sind.
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Der
Schichten aufweisende Ton kann durch Behandlung mit organischen
Molekülen
(Quellmitteln), die Ionenaustauschreaktionen mit den an Zwischenschichtoberflächen vorhandenen
Kationen des Schichten aufweisenden Silikats eingehen können, Interkalation
eingehen und exfoliert werden. Zu geeigneten Quellmitteln gehören kationische
Tenside, wie Ammonium, Alkylamine oder Alkylammonium- (primär, sekundär, tertiär oder quaternär), Phosphonium-
oder Sulfoniumderivate von aliphatischen, aromatischen oder arylaliphatischen Aminen,
Phosphinen und Sulfiden. Gewünschte
Aminverbindungen (oder das entsprechende Ammoniumion) sind jene
mit der Struktur R1R2R3N, wobei R1, R2 und R3 C1- bis C20-Alkyle
oder Alkene sind, die gleich oder verschieden sein können. In
einer Ausführungsform
ist das Exfolierungsmittel sogenanntes langkettiges tertiäres Amin,
wobei mindestens R1 C14-
bis C20-Alkyl oder Alken ist.
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Zu
einer anderen Klasse von Quellmitteln gehören jene, die kovalent an die
Oberflächen
zwischen den Schichten gebunden werden können. Hierzu gehören Polysilane
mit der Struktur -Si(R')2R2, wobei R' bei jedem Vorkommen
gleich oder verschieden ist und ausgewählt ist aus Alkyl, Alkoxy oder
Oxysilan und R2 ein organischer Rest ist,
der mit dem Matrixpolymer des Komposits verträglich ist.
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Andere
geeignete Quellmittel schließen
protonierte Aminosäuren
und deren Salze ein, die 2 bis 30 Kohlenstoffatome enthalten, wie
12-Aminododecansäure, ε-Caprolactam
und ähnl
iche Materialien. Geeignete Quellmittel und Verfahren zum Interkalieren
in Schichten aufweisende Silikate sind in
US 4,472,538 ,
US 4,810,734 ,
US 4,889,885 sowie WO-92/02582 offenbart.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung wird das schichtenförmige Additiv mit einem halogenierten
Polymer kombiniert. In einer Ausführungsform schließt das Additiv
alle primären,
sekundären
und tertiären
Amine und Phosphine; Alkyl- und
Arylsulfide und -thiole und ihre polyfunktionalen Versionen ein.
Zu erwünschten
Additiven gehören:
langkettige tertiäre
Amine wie N,N-Dimethyloctadecylamin, N,N-Dioctadecylmethylamin,
sogenanntes Di(hydriertes Talgalkyl)methylamin und dergleichen und
Polytetrahydrofuran mit endständigem
Amin, langkettige Thiol- und Thiosulfatverbindungen wie Hexamethylen-Natriumthiosulfat.
In einer anderen Ausführungsform
der Erfindung wird verbesserte Undurchlässigkeit des Interpolymers
durch die Anwesenheit polyfunktionaler Härtungsmittel erreicht, wie
Hexamethylenbis(natriumthiosulfat) und Hexamethylenbis(zimtaldehyd).
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Die
Menge an Ton oder Schichtton, die in die Nanokomposits gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung eingebaut wird, reicht aus, um eine Verbesserung der
mechanischen Eigenschaften oder Barriereeigenschaften des Nanokomposits
zu entwikkeln, beispielsweise Zugfestigkeit oder Luft/Sauerstoffdurchlässigkeit.
Die Mengen liegen allgemein im Bereich von 0,5 bis 15 Gew.-% in
einer Ausführungsform
und 1 bis 10 Gew.-% in einer anderen Ausführungsform und 1 bis 5 in einer
weiteren Ausführungsform,
bezogen auf den Polymergehalt des Nanokomposits. In Teilen auf 100
Teile Kautschuk (phr) ausgedrückt
kann der Ton oder Schichtton in einer Ausführungsform in 1 bis 30 phr
und in einer anderen Ausführungsform
in 3 bis 20 phr vorhanden sein. In einer Ausführungsform ist der Schichtton
ein Alkylamin-Schichtton.
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Härtungsmittel und Beschleuniger
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Die
erfindungsgemäß hergestellten
Zusammensetzungen enthalten in der Regel andere Komponenten und
Additive, die üblicherweise
in Kautschukgemischen verwendet werden, wie Pigmente, Beschleuniger, Vernetzungs-
und Härtungsmaterialien,
Antioxidantien, Antiozonmittel und Füllstoffe. In einer Ausführungsform können Verarbeitungshilfsmittel
(Harze), wie naphthenische, aromatische oder paraffinische Streckungsöle, in 1
bis 30 phr vorhanden sein. In einer anderen Ausführungsformen fehlen in der
Zusammensetzung naphthenische, aliphatische, paraffinische und andere
aromatische Harze und Öle
im Wesentlichen. Mit "fehlen
im Wesentlichen" ist
gemeint, dass naphthenische, aliphatische, paraffinische und andere
aromatische Harze, wenn überhaupt,
in einem Maße
von nicht mehr als 2 phr der Zusammensetzung vorhanden sind.
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Polymerzusammensetzungen,
z. B. jene, die zur Reifenherstellung verwendet werden, sind allgemein vernetzt.
Bekannt ist, dass die physikalischen Eigenschaften, Leistungscharakteristika
und die Dauerhaftigkeit der vulkanisierten Kautschukkompounds direkt
mit der Anzahl (Vernetzungsdichte) und dem Typ der Vernetzungen
in Beziehung stehen, die während
der Vulkanisierungsreaktion gebildet werden. (Siehe z. B. Helt et al.,
The Post Vulcanization Stabilization for NR, RUBBER WORLD 18-23
(1991). Vernetzungs- und Härtungsmittel
beinhalten Schwefel, Zinkoxid und Fettsäuren. Es können auch Peroxid-Härtungssysteme
verwendet werden. Polymerzusammensetzungen können allgemein durch Zusatz
von Härtungsmolekülen, beispielsweise
Schwefel, Metalloxiden (d. h. Zinkoxid), organometallischen Verbindungen,
Radikalinitiatoren, usw. vernetzt werden, gefolgt von Erwärmen. Die
Folgenden sind insbesondere übliche
Härtungsmittel,
die in der vorliegenden Erfindung funktionieren werden: ZnO, CaO,
MgO, Al2O3, CrO3, FeO, Fe2O3 und NiO. Diese Metalloxide können zusammen
mit dem entsprechenden Metallstearatkomplex verwendet werden (z.
B. Zn(Stearat)2, Ca(Stearat)2,
Mg(Stearat)2 und Al(Stearat)3),
oder mit Stearinsäure
und entweder einer Schwefelverbindung oder einer Alkylperoxid verbindung.
(Siehe auch Formulation Design and Curing Characteristics of NBR
Mixes for Seals, RUBBER WORLD 25-30 (1993). Dieses Verfahren kann
beschleunigt werden und wird oft zur Vulkanisierung von Elastomerzusammensetzungen
verwendet.
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Zu
Beschleunigern gehören
Amine, Guanidine, Thioharnstoffe, Thiazole, Thiurame, Sulfenamide,
Sulfenimide, Thiocarbamate, Xanthate und dergleichen. Die Beschleunigung
des Härtungsprozesses
kann bewirkt werden, indem der Zusammensetzung eine Menge des Beschleunigers
zugefügt
wird. Der Mechanismus zur beschleunigten Vulkanisation des Naturkautschuks
beinhaltet komplexe Interaktionen zwischen dem Härtungsmittel, Beschleuniger,
Aktivatoren und Polymeren. Idealerweise wird das gesamte Härtungsmittel
zur Bildung effektiver Vernetzungen verbraucht, die zwei Polymerketten
miteinander verbinden und die Gesamtfestigkeit der Polymermatrix
erhöhen.
In der Technik sind zahlreiche Beschleuniger bekannt und schließen die Folgenden
ein, wenn auch nicht auf diese begrenzt: Stearinsäure, Diphenylguanidin
(DPG), Tetramethylthiuramdisulfid (TMTD), 4,4'-Dithiodimorpholin (DTDM), Tetrabutylthiuramdisulfid
(TBTD), 2,2'-Benzothiazyldisulfid
(MBTS), Hexamethylen-1,6-bisthiosulfatdinatriumsalzdihydrat,
2-(Morpholinothio)benzothiazol (MBS oder MOR), Zusammensetzungen
von 90 % MOR und 10 MBTS (MOR 90), N-tert.-Butyl-2-benzothiazolsulfenamid (TBBS)
und N-Oxydiethylenthiocarbamyl-N-oxydiethylensulfonamid (OTOS),
Zink-2-ethylhexanoat (ZEH), N,N'-Diethylthioharnstoff.
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In
einer Ausführungsform
der Erfindung ist mindestens ein Härtungsmittel in 0,2 bis 15
phr vorhanden, und in einer anderen Ausführungsform 0,5 bis 10 phr.
Härtungsmittel
schließen
jene oben beschriebenen Komponenten ein, die das Härten der
Elastomere erleichtern oder beeinflussen, wie Metalle, Beschleuniger, Schwefel,
Peroxide und andere Mittel, die in der Technik üblich sind, und wie oben beschrieben.
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Verarbeitung
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Das
Mischen der Komponenten kann durchgeführt werden, indem die Polymerkomponenten
und der Ton in Form eines Interka lats in jeder geeigneten Mischvorrichtung
kombiniert werden, wie einem BanburyTM-Mischer,
BrabenderTM-Mischer oder vorzugsweise einem
Mischer/Extruder. Das Mischen wird bei Temperaturen im Bereich von
bis zu dem Schmelzpunkt des Elastomers und/oder des sekundären Kautschuks,
der in einer Ausführungsform
in der Zusammensetzung verwendet wird, von 80°C bis 340°C in einer anderen Ausführungsform
und 120°C
bis 300°C
in einer anderen Ausführungsform
unter Bedingungen ausreichender Scherung durchgeführt, damit
das Toninterkalat exfolieren kann und in dem Polymer gleichförmig dispergiert wird,
um den Nanokomposit zu bilden.
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In
den Beispielzusammensetzungen wurde das Mischen in einem BR BanburyTM-Innenmischer mittels im Stand der Technik
bekannter Techniken durchgeführt.
In der Regel werden zuerst 70 % bis 100 % des Elastomers oder der
Elastomere 20 bis 90 Sekunden gemischt, oder bis die Temperatur
40 bis 60°C
erreicht. Danach werden typischerweise 3/4 des Füllstoffs und die restliche
Menge des Elastomers, falls vorhanden, in den Mischer gegeben und
das Mischen fortgesetzt, bis die Temperatur 90 bis 150°C erreicht.
Als nächstes
werden der restliche Füllstoff
sowie das Prozessöl
zugefügt,
und das Mischen wird fortgesetzt, bis die Temperatur 140 bis 190°C erreicht.
Die fertige Mischung wird dann fertiggestellt, indem auf einer offenen
Mühle Lagen
gebildet- und auf 60°C
bis 100°C
abgekühlt
werden, wenn die Härtungsmittel
zugefügt
werden.
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Das
Mischen mit den Tonen wird mittels Techniken durchgeführt, die
Fachleuten bekannt sind, wobei der Ton dem Polymer in einer Ausführungsform
gleichzeitig mit dem Ruß zugesetzt
wird. Das Polybuten-Prozessöl
wird in der Regel später
in dem Mischzyklus zugefügt,
nachdem der Ruß und
der Ton adäquate
Dispersion in der elastomeren Matrix erreicht haben.
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Die
gehärteten
erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
können
verschiedene Elastomere und Füllstoffe
mit dem Polybuten-Prozessöl
einschließen.
Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
schließen
typischerweise Elastomere auf Isobutylenbasis ein, wie halogeniertes
Poly(isobutylen-co-p-methylstyrol), Butyl kautschuk oder halogenierten,
sternförmig
verzweigten Butylkautschuk (HSSB) entweder allein oder in irgendeiner
Kombination mit einem anderen, wobei in einer Ausführungsform
das Polybuten-Prozessöl
in 5 bis 30 phr vorhanden ist.
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In
einer Ausführungsform
ist die Zusammensetzung halogeniertes Poly(isobutylen-co-p-methylstyrol) von
50 bis 100 phr, die Naturkautschuk von 5 bis 50 phr und Polybuten-Prozessöl, das von
5 bis 30 phr vorhanden ist, einen Füllstoff wie Ruß mit 20
bis 80 phr und einen Exfolierungs-Ton von 0,5 bis 20 phr in einer Ausführungsform
und von 2 bis 15 phr in einer anderen Ausführungsform einschließen kann.
Die Härtungsmittel,
wie phenolische Harze, Schwefel, Stearinsäure und Zinkoxid, können von
0,1 bis 5 phr vorhanden sein.
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In
einer anderen Ausführungsform
kann die Zusammensetzung ein in 50 bis 100 phr vorhandener HSSB
sein, der in einer Ausführungsform
5 bis 95 phr und in einer anderen Ausführungsform 20 bis 70 phr halogeniertes
Poly(isobutylen-co-p-methylstyrol), und Polybuten-Prozessöl, das von
3 bis 30 phr vorhanden ist, Füllstoff,
wie Ruß von
20 bis 80 phr und exfolierenden Ton von 0, 5 bis 20 phr in einer
Ausführungsform und
von 2 bis 15 phr in einer anderen Ausführungsform einschließen kann.
Die Härtungsmittel,
wie phenolische Harze, Schwefel, Stearinsäure und Zinkoxid, können von
0,1 bis 5 phr vorhanden sein.
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In
einer anderen Ausführungsform
kann die Zusammensetzung ein in 50 bis 100 phr vorhandener halogenierter
Butylkautschuk sein, der in einer Ausführungsform 5 bis 95 phr und
in einer anderen Ausführungsform
20 bis 70 phr halogeniertes Poly(isobutylen-co-p-methylstyrol),
und Polybuten-Prozessöl,
das von 3 bis 30 phr vorhanden ist, Füllstoff, wie Ruß, von 20
bis 80 phr und exfolierenden Ton von 0,5 bis 20 phr in einer Ausführungsform
und von 2 bis 15 phr in einer anderen Ausführungsform einschließen kann.
Die Härtungsmittel,
wie phenolische Harze, Schwefel, Stearinsäure und Zinkoxid, können von
0,1 bis 5 phr vorhanden sein.
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Das
erfindungsgemäß brauchbare
Elastomer auf Isobutylenbasis kann mit verschiedenen anderen Kautschuken
oder Kunststoffen wie hier offenbart gemischt werden, insbesondere
thermoplastischen Harzen, wie Nylons oder Polyolefinen, wie Polypropylen
oder Copolymeren von Polypropylen. Diese Zusammensetzungen sind
in Luftbarrieren brauchbar, wie Blasen und Zwischenlagen, Lufthüllen (wie
in Luftdämpfern),
Diaphragmen sowie anderen Anwendungen, wo hohe Luft- oder Sauerstoffretention
erwünscht
ist. In einer Ausführungsform
hat die gehärtete
Zusammensetzung eine Luftdurchlässigkeit
(Luft, Sauerstoff oder Stickstoff bei 65°C) von 1,2 × 10-8 bis
4 × 10-8 cm3-cm/cm2-sec-atm
und von 1,5 × 10-8 bis 3,5 × 10-8 cm3-cm/cm2-sec-atm in einer anderen
Ausführungsform.
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In
einer Ausführungsform
kann eine Luftbarriere nach dem Verfahren hergestellt werden, bei
dem man mindestens ein statistisches Copolymer, das eine von C4- bis C7-Isomonoolefin
abgeleitete Einheit enthält, mindestens
einen Füllstoff
und Polybutenöl
mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht (Zahlenmittel) von mehr
als 400 und mindestens ein Härtungsmittel
kombiniert und die oben beschriebenen kombinierten Komponenten härtet.
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Testverfahren
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Die
Härtungseigenschaften
wurden mit einer ODR 2000 bei der angegebenen Temperatur und 1 oder 3
Grad Bogen gemessen. Testspezies wurden bei der angegebenen Temperatur,
typischerweise 150°C
bis 160°C,
für eine
Zeit entsprechend Tc90 + entsprechende Form-Nachzeit
gehärtet.
Standard-ASTM-Tests wurden, wenn möglich, zur Bestimmung der physikalischen
Eigenschaften de gehärteten
Kompounds verwendet (siehe Tabelle 2). Spannungs/Dehnungs-Eigenschaften
(Zugfestigkeit, Bruchdehnung, Modulwerte, Bruchenergie) wurden mit
einer Instron 4202 bei Raumtemperatur gemessen. Shore A-Härte wurde
bei Raumtemperatur mit einer Zwick Duromatic gemessen. Der Fehler
(2σ) bei
der Messung des 100 % Moduls ist ± 0,11 MPa Einheiten, der
Fehler (2σ)
beim Messen der Dehnung ist ± 13
% Einheiten.
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Die
hier und in der gesamten Beschreibung verwendeten Werte für "MH" und "ML" beziehen sich auf "maximales Drehmoment" beziehungsweise "minimales Drehmoment". Der "MS"-Wert ist die Anvulkanisierungsdauer
nach Mooney, der "ML(1+4)"-Wert ist der Viskositätswert nach
Mooney. Der Fehler (2σ)
in der letzteren Messung ist ± 0,65
Mooney-Viskositätseinheiten.
Die Werte für "Tc" sind Härtungszeiten
in Minuten, und "Ts" ist Anvulkanisierungszeit
in Minuten
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Das
Molekulargewicht des PARAPOL
TM Polybuten-Prozessöls wurde
durch Gelpermeationschromatographie bestimmt, und die erhaltenen
Werte für
durchschnittliches Molekulargewicht (Zahlenmittel) haben einen Fehler
von ± 20
%. Die Techniken zur Bestimmung des Molekulargewichts (M
n und M
w) und der
Molekulargewichtsverteilung (MWD) sind allgemein in
US 4,540,753 von Cozewith et al. und
dort zitierten Druckschriften sowie in Verstrate et al., 21 MACROMOLECULES
3360 (1988) beschrieben. In einer typischen Messung wurde ein Satz
von 3 Säulen
bei 30°C
betrieben. Das verwendete Eluierungslösungsmittel kann stabilisiertes Tetrahydrofuran
(THF) oder 1,2,4-Trichlorbenzol (TCB) sein. Die Säulen wurden
mit Polystyrol-Standard mit genau bekannten Molekulargewichten kalibriert.
Eine Korrelation des Polystyrol-Retentionsvolumens, das aus den
Standards erhalten wurde, mit dem Retentionsvolumen des getesteten
Polymers ergibt das Molekulargewicht des Polymers. Die Viskosität des PARAPOL
TM Polybuten-Prozessöls (Tabelle 1) wurde gemäß ASTM D445-97
bestimmt.
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Zugmessungen
erfolgten bei Raumtemperatur mit einem Instron Series IX Automated
Materials Testing System 6.03.08. Es wurden Mikrozugprobestücke (Hantelform)
mit einer Breite von 0,08 Zoll (0,20 cm) und einer Länge von
0,2 Zoll (0,5 cm) (zwischen zwei Aufhängepunkten) verwendet. Die
Dicke der Probestücke variierte
und wurde manuell mit einem an den Systemcomputer angeschlossenen
Mitutoyo Digimatic Indicator gemessen. Die Probestücke wurden
mit einer Traversengeschwindigkeit von 20 Zoll/Min (51 cm/Min) auseinandergezogen,
und die Spannungs/Dehnungs-Daten wurden aufgezeichnet. Angegeben
ist der durchschnittliche Spannungs/Dehnungs-Wert von mindestens
drei Probestücken.
Der Fehler (2σ)
der Zugmessungen beträgt ± 0,47
MPa-Einheiten.
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Die
Adhäsion
wurde mittels 1 Zoll-Steifenadhäsion
getestet, wobei 1 Zoll × 3
Zoll Klebebindungen an Kraftpapier hergestellt wurden. Die Proben
wurden horizontal (im Schälmodus)
in einem Umluftofen aufgehängt,
und an das freie Ende der Bindung wurde ein 100 g Gewicht gehängt. Die
Ofentemperatur wurde alle 15 Minuten um 10°F (4,1°C) erhöht. Die Versagenstemperatur
durch Schälung
ist der Mittelwert dreier Ablesungen.
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Der
Fehler der Werte für
Ermüdung-zu-Versagen
beträgt ± 20 %.
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Die
Sauerstoffdurchlässigkeit
wurde mit einem MOCON OxTran Modell 2/61 gemessen, das nach dem Prinzip
des dynamischen Sauerstofftransports durch einen Dünnfilm arbeitet,
wie von R. A. Pasternak et al. in 8 JOURNAL OF POLYMER SCIENCE:
PART A-2 467 (1970), veröffentlicht
wurde. Die Messeinheiten sind cm3-mil/m2-Tag-mm
Hg. Das Verfahren ist allgemein wie folgt: Flache Folien- oder Kautschukproben
werden in Diffusionszellen festgeklemmt, die durch ein sauerstofffreies
Trägergas
von Restsauerstoff gespült
werden. Das Trägergas
wird zu einem Sensor geführt,
bis ein stabiler Null-Wert erhalten wird. Dann wird reiner Sauerstoff
oder Luft in die Außenseite
der Kammer der Diffusionszellen eingebracht. Der durch die Folie
auf die Innenseite der Kammer diffundierende Sauerstoff wird zu
einem Sensor geführt,
der die Sauerstoffdiffusionsgeschwindigkeit misst.
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Die
Luftdurchlässigkeit
wurde nach dem folgenden Verfahren getestet. Dünne vulkanisierte Testprobestücke aus
den Probenzusammensetzungen wurden in Diffusionszellen montiert
und in einem Ölbad
auf 65°C
konditioniert. Zur Bestimmung der Luftdurchlässigkeit wurde die Zeit aufgezeichnet,
die die Luft benötigte,
um durch ein gegebenes Probestück
zu gelangen. Die Testprobestücke
waren runde Platten mit 12,7 cm Durchmesser und 0,38 mm Dicke. Der
Fehler (2σ)
beim Messen der Luftdurch lässigkeit
beträgt ± 0,245
(× 108) Einheiten. Andere Testverfahren sind in
Tabelle 2 beschrieben.
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Beispiele
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Zusammensetzungen
1 bis 15 (Tabellen 3 bis 5) veranschauhichen die Vorteile des Einbringens
von Polybuten-Prozessöl
in Gemische von Isobutylencopolymeren, die eine Halogenmethylstyroleinheit
enthalten. Zusammensetzungen 1, 6 und 11 stehen für Copolymere
von halogeniertem Poly(isobutylen-co-p-methylstyrol), die verschiedene
Halogenierungsgrade und Mengen an p-Methylstyrol (PMS) enthalten
(siehe Tabelle 3). Die Zusammensetzungen, die PARAPOLTM eingebaut
haben, haben verbesserte Luftdurchlässigkeit, während die Verarbeitungseigenschaften,
wie Grünfestigkeitswert
und Verhältniswert
von Ermüdung
zu Versagen, verbessert werden oder erhalten bleiben (Tabellen 6
bis 8).
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Zusammensetzungen
16 bis 21 (Tabelle 9) veranschaulichen die Vorteile des Einbauens
von Polybuten-Prozessöl
in Gemische eines Polymers auf Isobutylenbasis, wie HSSB, mit einem
anderen Kautschuk, wie Naturkautschuk, und einem exfolierenden Ton.
Zusammensetzung 16 ist der HSSB allein (SBB-6222, 104 phr), und
Zusammensetzung 17 ist mit Naturkautschuk und PARAPOLTM allein
(90 phr SBB, 10 phr Naturkautschuk). Typischerweise haben halogenierte
Kautschuke, wie HSSB, erwünschte
niedrige Luftdurchlässigkeit, verglichen
mit beispielsweise Naturkautschuk allein. Wenn diesen Zusammensetzungen
Naturkautschuk zugefügt
wird, ist bekannt, dass die Luftdurchlässigkeit sich erhöht, wie
in Inner Liners for High Performance Tires, C.W. van Hellens in
PROCEEDINGS OF RUBBER DIVISION, AMERICAN CHEMICAL SOCIETY (Indianapolis,
Indiana, USA, Mai 1984), und in Bromobutyl and Chlorobutyl: A Comparison
of Their Chemistry, Properties and Uses, W. Hopkins, R. H. Jones,
J. Walker in INTERNATIONAL RUBBER CONFERENCE PROCEEDINGS 205 (Kyoto,
Oktober 1985) offenbart ist. Wie in Zusammensetzung 17 zu sehen
ist, bleibt die Luftdurchlässigkeit
jedoch erhalten oder bessert sich, sogar wenn Naturkautschuk in
der Zusammensetzung vorhanden ist, wenn das Polybuten vorhanden
ist.
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Die
Zugabe der Schichttone kann die Luftdurchlässigkeit dieser halogenierten
elastomeren Zusammensetzungen weiter verbessern. Zusammensetzungen
18 bis 21 bauen verschiedene Mengen eines Schichttons ein. Diese
Daten zeigen, dass Naturkautschuk die Verarbeitung von HSSB verbessert
(Tabellen 10A und 10B). Weitere Verbesserung der Luftdurchlässigkeit
(niedrigere Werte) werden durch Zugabe des Tons und PARAPOLTM erreicht. Das Zufügen eines naphthenischen Öls (CALSOLTM) in Zusammensetzung 19 erhöht in der
Tat die Luftdurchlässigkeit
des Gemisches in nachteiliger Weise.
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Zusammensetzungen
22 bis 23 (Tabelle 11) veranschaulichen die Vorteile des Einbaus
von Polybuten-Prozessöl
in ein elastomeres Gemisch aus Naturkautschuk, Isobutylen-Copolymeren,
die Halogenmethylstyroleinheit enthalten, und einem Schichtton.
Diese Daten zeigen, dass bei Zugabe von PARAPOLTM die
Verarbeitungseigenschaften verbessert werden oder erhalten bleiben,
während
die Luftdurchlässigkeit
herabgesetzt wird.
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Zusammensetzungen
24 bis 28 (Tabelle 12) veranschaulichen ferner die Vorteile des
Einbaus von Polybuten-Prozessöl
in ein elastomeres Gemisch aus Naturkautschuk, Isobutylen-Copolymeren,
die Halogenmethylstyroleinheit enthalten, und einem exfolierenden
Ton. PARAPOLTM-Prozessöl, Polybuten, verbessert wiederum
die Luftbarriereeigenschaften der Gemische, während die Verarbeitungseigenschaften
erhalten bleiben oder verbessert werden. Die Werte der Zusammensetzung
für Ermüdung-zu-Versagen verbesserten
sich beispielsweise bei Zugabe von PARAPOLTM,
ebenso wie die Grünfestigkeit
(Tabellen 13A und 13B). Zusammensetzungen 27 und 28 stehen für bevorzugte
elastomere Gemische mit den niedrigsten Luftdurchlässigkeitswerten,
wobei EXXPROTM 89-4 mit SBB-622 und Naturkautschuk
und PARAPOLTM vorhanden ist.
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Zusammensetzungen
29 bis 44 veranschaulichen die Vorteile des Einbauens von Polybuten-Prozessölen in verschiedene
Gemi sche von Copolymeren auf Isobutylenbasis. Die Zusammensetzungen
29 bis 32 sind Gemische von bromiertem Butylkautschuk (Bromobutyl
2222) mit PARAPOLTM mit und ohne Tone. Diese Daten
zeigen, dass die Zugabe von PARAPOLTM zu
Zusammensetzungen mit (Zusammensetzung 31) und ohne (Zusammensetzung
30) exfolierenden Ton die Verarbeitungseigenschaften verbessert,
wie Ermüdung-zu-Versagen-Werte,
während
die Luftdurchlässigkeitswerte
verbessert werden. Die Zusammensetzungen mit sowohl Ton als auch
Polybuten sind relativ zu den anderen bromierten Butylkautschukzusammensetzungen
verbessert.
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Zusammensetzungen
33 bis 36 veranschaulichen die Verwendung von EXXPROTM Elastomeren
mit einem PMS-Gehalt von 5 Gew.-% relativ zu dem Copolymer als Ganzes.
Diese Daten zeigen, dass die Zugabe von Polybuten-Prozessöl allein
(Zusammensetzung 34) die Luftbarrierequalitäten des Gemisches verbessert, und
dass die Zugabe eines exfolierenden Tons allein (Zusammensetzung
35) die Luftbarrierequalitäten
verbessert. Die Zugabe von sowohl dem Polybuten-Prozessöl als auch
Ton (Zusammensetzung 36) verbessert die Luftbarrierequalitäten. Die
Verarbeitungseigenschaften werden bei den Gemischen mit 5 Gew.-%
PMS EXXPROTM verbessert, wenn das Polybuten
und Ton (allein oder zusammen) vorhanden sind, wie sich beispielsweise
durch die Grünfestigkeitswerte
und die Werte für
Ermüdung-zu-Versagen
zeigt.
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Zusammensetzungen
37 bis 40 veranschaulichen die Verwendung von EXXPROTM Elastomeren
mit einem PMS-Gehalt von 7,5 Gew.-% relativ zu dem Copolymer als
Ganzes. Die Luftdurchlässigkeit
verbessert sich insgesamt nach Zugabe von PARAPOLTM und/oder
einem Schichtton. Schließlich
veranschaulichen die Zusammensetzungen 41 bis 44 die Verwendung
von EXXPROTM Elastomeren mit einem PMS-Gehalt
von 12 Gew.-% relativ zu dem Copolymer als Ganzes. Die Luftdurchlässigkeit
verbessert sich wiederum durch Zugabe von Polybuten PRRAPOLTM und/oder einem Schichtton, wie auch die
Verarbeitungseigenschaften. Die Werte für Ermüdung-zu-Versagen in dem Copolymer
mit 12 Gew.-% PMS verbessern sich relativ zu den 7,5 Gew.-% PMS-Copolymeren.
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Das
Zufügen
von Polybuten zu den Zusammensetzungen aus Brombutylkautschuk und
bromiertem Poly(isobutylen-co-p-methylstyrol) und Nanoton neigt
dazu, die Luftdurchlässigkeit
zu verbessern, wie durch Zusammensetzungen 29 bis 44 in Tabelle
15B gezeigt wird. In einer Ausführungsform
liegt die Luftdurchlässigkeit
dieser gehärteten
Zusammensetzungen (bei 65°C)
im Bereich von 1,20 × 10-8 bis 1,90 × 10-8 cm3-cm/cm2-sec-atm
und von 1,30 × 10-8 bis 1,8 × 10-8 cm3-cm/cm2-sec-atm
in einer anderen Ausführungsform.
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Die
Zugabe von Polybuten-Prozessölen
mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht (Zahlenmittel) von
400 bis 6000 in einer Ausführungsform
und einer Viskosität
von 10 bis 10.000 cSt bei 100°C
in einer anderen Ausführungsform
haben verbesserte Grünfestigkeit
und verbesserte oder erhalten gebliebene Verarbeitbarkeit sowie
verbesserte (herabgesetzte) Luftdurchlässigkeit. Die Zugabe von Polybuten
zu Zusammensetzungen von Elastomeren verbessert (erhöht) beispielsweise
die Werte für
Ermüdung-zu-Versagen.
Die Verhältnisse
von Ermüdungzu-Versagen
verbessern sich insbesondere, wenn den Elastomer/Nanoton-Zusammensetzungen
Polybuten zugesetzt wird.
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In
einer Ausführungsform
der elastomeren Nanokompositzusammensetzungen, wobei das Elastomer Brombutylkautschuk
ist, sind die Werte für
Ermüdung-zu-Versagen
im gealterten Zustand größer als
40.000 Einheiten, und in einer anderen Ausführungsform größer als
50.000 und in einer weiteren Ausführungsform größer als
60.000. In einer anderen Ausführungsform,
wobei das Elastomer ein bromiertes Poly(isobutylen-co-p-methylstyrol)
ist, sind die Werte für
Ermüdung-zu-Versagen
größer als
70.000 und in einer anderen Ausführungsform
größer als
80.000. Der Anstieg der Werte für
Ermüdung-zu-Versagen
nach Einbau von Polybuten in die Zusammensetzungen ist besonders
vorteilhaft, wenn Tone vorhanden sind, da diese Werte dazu neigen,
bei Zugabe von Tonen zu einem Elastomer abzunehmen. In einer anderen
Ausführungsform
der elastomeren Zusammensetzungen ist die Grünfestigkeit größer als
45 Einheiten, und in einer anderen Ausführungsform größer als
50 Einheiten. Diese Werte können natürlich weiter
verbessert werden, indem die Mengen der verschiedenen Komponenten
in den Zusammensetzungen oder die Viskosität und/oder das Molekulargewicht
des Polybutens verändert
werden.
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Ausführungsformen
des fertigen erfindungsgemäßen Nanokomposits
sind als Luftbarrieren brauchbar, wie sie zur Herstellung von Zwischenlagen
oder Innenschläuchen
für Reifen
von Motorfahrzeugen oder als Schläuche für Motorfahrzeuge verwendet
werden. Die Nanokomposits sind insbesondere brauchbar in Zwischenlagen
für Gegenstände wie
Lastwagenreifen, Busreifen, Personenkraftwagen, Motorradreifen, off-Road-Reifen
und dergleichen. Die verbesserte Wärmealterungsbeständigkeit
der erfindungsgemäßen Zwischenlagenzusammensetzung
macht sie besonders geeignet zur Verwendung in Lastwagenreifen,
um die Runderneuerungsfähigkeit
des Reifens zu erhöhen.
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Obwohl
die vorliegende Erfindung in Bezug auf spezielle Ausführungsformen
beschrieben und illustriert worden ist, werden Durchschnittsfachleute
erkennen, dass sich daraus viele Varianten ergeben, die hier nicht
notwendigerweise illustriert sind. Aus diesem Grund sollte daher
nur auf die angefügten
Ansprüche
verwiesen werden, um den wahren Schutzumfang der vorliegenden Erfindung
zu ermitteln.
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Tabelle
3: Komponenten und Anbieter im Handel
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Tabelle
3: Komponenten von Vergleichs- und Beispielzusammensetzungen 1 bis
5
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Tabelle
4: Komponenten von Vergleichs- und Beispielzusammensetzungen 6 bis
10
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Tabelle
5: Komponenten von Vergleichs- und Beispielzusammensetzungen 11
bis 15
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Tabelle
6: Eigenschaften der Zusammensetzungen 1 bis 5
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Tabelle
7: Eigenschaften der Zusammensetzungen 6 bis 10
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Tabelle
8: Eigenschaften der Zusammensetzungen 11 bis 15
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Tabelle
9: Komponenten von Vergleichs- und Beispielzusammensetzungen 16
bis 21
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Tabelle
10A: Eigenschaften der Zusammensetzungen 16 bis 21
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Tabelle
10B: Eigenschaften der Zusammensetzungen 16 bis 21
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Tabelle
11: Komponenten und Eigenschaften von Beispielzusammensetzungen
22 bis 23
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Tabelle
12: Komponenten der Beispielzusammensetzungen 24 bis 28
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Tabelle
13A: Eigenschaften der Zusammensetzungen 24 bis 28
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Tabelle
13B: Eigenschaften der Zusammensetzungen 24 bis 28
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