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DE60126744T2 - Verfahren zur herstellung von 2-hydroxy-4-methylthio-buttersäure-estern - Google Patents

Verfahren zur herstellung von 2-hydroxy-4-methylthio-buttersäure-estern Download PDF

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DE60126744T2
DE60126744T2 DE60126744T DE60126744T DE60126744T2 DE 60126744 T2 DE60126744 T2 DE 60126744T2 DE 60126744 T DE60126744 T DE 60126744T DE 60126744 T DE60126744 T DE 60126744T DE 60126744 T2 DE60126744 T2 DE 60126744T2
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DE
Germany
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acid
hydroxy
alcohol
ester
catalyst
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Claude Casse
Georges Gros
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Adisseo Ireland Ltd
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Adisseo Ireland Ltd
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C319/00Preparation of thiols, sulfides, hydropolysulfides or polysulfides
    • C07C319/14Preparation of thiols, sulfides, hydropolysulfides or polysulfides of sulfides
    • C07C319/20Preparation of thiols, sulfides, hydropolysulfides or polysulfides of sulfides by reactions not involving the formation of sulfide groups

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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein technisches Verfahren zur Herstellung von 2-Hydroxy-4-methylthiobuttersäureestern.
  • 2-Hydroxy-4-methylthiobuttersäure wird bekanntlich als Methionin-Analogon zur Fütterung von Zuchttieren verwendet. Dieses Produkt wird unter den Handelsnamen Rhodimet AT 88TM und AlimetTM vertrieben.
  • 2-Hydroxy-4-methylthiobuttersäure ist bekanntlich nach verschiedenen Verfahren durch Hydrolyse von 2-Hydroxy-4-methylthiobuttersäurenitril erhältlich. Die Hydrolyse kann mit einer anorganischen Säure, wie Salzsäure oder Schwefelsäure, durchgeführt werden. Alternativ dazu kann die Reaktion durch enzymatische Hydrolyse durchgeführt werden.
  • Auch 2-Hydroxy-4-methylthiobuttersäureester wird als Mittel zur Zufuhr von Methionin zu Tieren verwendet und kann in der Tat als Alternative zur Säure verwendet werden. Es hat sich herausgestellt, daß der Ester stabiler als die Säure ist und daß Methionin aus dem Ester schneller freigesetzt wird als aus der Säureform. Daher ist die Esterform zu einem bevorzugteren Mittel zur Einführung von Methionin in den Blutstrom des Tiers, insbesondere bei Wiederkäuern, geworden, wie in der französischen Patentanmeldung 98 14249 beschrieben.
  • 2-Hydroxy-4-methylthiobuttersäureester kann auch durch Veresterung des Hydrochloridsalzes der Säure und nachfolgende Umsetzung dieses Salzes mit dem Alkohol hergestellt werden. Derartige Verfahren sind aus den US-Patentschriften 3,850,987 und 3,761,518 bekannt. 2-Hydroxy-4-methylthiobuttersäureester können auch nach einem Verfahren hergestellt werden, bei dem man 2-Hydroxy-4-methylthiobuttersäurenitril mit Schwefelsäure hydratisiert und dann das erhaltene Produkt verestert.
  • Derartige Verfahren werden in den US-Patentschriften 4524077 und 4912257 sowie WO 96/40630 beschrieben.
  • Es ist an sich bekannt, daß die monomere Form von 2-Hydroxy-4-methylthiobuttersäure oder Derivaten davon biologisch wirksamer ist als die dimeren und oligomeren Formen. Wenn das Produkt als Additiv in Tierfutter verwendet werden soll, ist es somit bevorzugt, ein Produkt mit möglichst wenig Dimeren und Oligomeren herzustellen.
  • Daher ist es bei der Herstellung des Esters ausgehend von der Säure oder dem Salz davon wesentlich, daß die Säure bzw. das Salz im wesentlichen in monomerer Form vorliegt. Zur Verringerung der Dimer- und Oligomermenge in der Säure kann die Säure auf verschiedenen Wegen gereinigt werden, z.B. durch Flüssig/Flüssig-Extraktion. Diese behandelte Säure kann dann zur Herstellung des Esters verwendet werden.
  • Es wurde gefunden, daß durch Veresterung von 2-Hydroxy-4-methylthiobuttersäure 2-Hydroxy-4-methylthiobuttersäureester mit geringem Oligomerengehalt hergestellt werden kann, ohne daß man die Säure vor der Veresterungsreaktion vorbehandeln muß, wenn man die Veresterungsreaktion unter speziellen Bedingungen durchführt. Es wurde nämlich gefunden, daß der Ester aus der Säure mit hohem Oligomerengehalt hergestellt werden kann, der resultierende Ester aber bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens oligomerenarm ist. Ferner wurde gefunden, daß dieses Verfahren besonders gut zur Anwendung als technisches Verfahren geeignet ist.
  • Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist demgemäß ein Verfahren zur Herstellung eines 2-Hydroxy-4-methylthiobuttersäureesters in monomerer Form, bei dem man: aus der Hydrolyse von 2-Hydroxy-4-methylthiobuttersäurenitril direkt 2-Hydroxy-4-methylthio buttersäure erhält, welche ein Gemisch von Monomeren, Dimeren und höheren Oligomeren enthält, und die 2-Hydroxy-4-methylthiobuttersäure in Gegenwart von Wasser und einem sauren Katalysator bei einer Temperatur von 30 bis 150°C mit einem Alkohol umsetzt.
  • Wie für den Fachmann leicht ersichtlich ist, enthält die als direktes Produkt der Hydrolyse von 2-Hydroxy-4-methylthiobuttersäurenitril erhaltene 2-Hydroxy-4-methylthiobuttersäure ein Gemisch von Monomeren, Dimeren und höheren Oligomeren.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren erbringt gegenüber dem Stand der Technik den Vorteil, daß die Säure vor der Veresterung nicht gereinigt werden muß. Dies ist natürlich bei einem technischen Verfahren ein wichtiger Vorteil, durch den auf die Verwendung von zusätzlichen großen Einrichtungen verzichtet werden kann.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird direkt aus der Hydrolyse von 2-Hydroxy-4-methylthiobuttersäurenitril erhaltene 2-Hydroxy-4-methylthiobuttersäure mit einem Alkohol umgesetzt. Bei der Säure handelt es sich somit um das direkte Produkt eines technischen Verfahrens und daher um ein Gemisch von Monomeren, Dimeren und höheren Oligomeren. Die Säure kann auch Verunreinigungen enthalten, wie Wasser, Schwefelsäure und Ammoniumsulfat. Insbesondere kann die Säure nach einem technischen Verfahren zur Herstellung von 2-Hydroxy-4-methylthiobuttersäure hergestellt werden und beispielsweise RhodimetTM AT 88, das von Rhône Poulenc vertrieben wird, sein. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren kann diese unbehandelte Säure direkt zur Herstellung des Esters verwendet werden, und es ist überraschend, daß der erhaltene Ester einen geringen Oligomerengehalt aufweist.
  • Der Alkohol, der zur Verwendung bei dem in Rede stehenden Verfahren geeignet ist, kann ein aliphati scher Alkohol mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen sein. Der Alkohol kann linear oder verzweigt sein. Vorzugsweise ist der Alkohol verzweigt, insbesondere Isopropylalkohol. Die Verwendung von Isopropylalkohol ist besonders bevorzugt, da der 2-Hydroxy-4-methylthiobuttersäureisopropylester eine hohe biologische Wirksamkeit besitzt.
  • Die Säure und der Alkohol können geeigneterweise in einem Molverhältnis von 1 bis 20 umgesetzt werden. Bei kontinuierlichem Betrieb des Verfahrens beträgt das Gesamtmolverhältnis von Säure zu Alkohol vorzugsweise 1 bis 10. Die Alkoholmenge bei der kontinuierlichen Umsetzung kann durch Rezyklierung auf dem gewünschten Niveau gehalten werden. Bei diskontinuierlichem Betrieb des Verfahrens beträgt das Molverhältnis von Säure zu Alkohol vorzugsweise 2 bis 10. Nicht umgesetzter Alkohol kann rezykliert werden.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren wird in Gegenwart von Wasser durchgeführt. Das Wasser kann in das Reaktionsgefäß gegeben oder in situ produziert werden. Insbesondere wurde gefunden, daß die Umwandlung von Säureoligomeren besonders begünstigt ist, wenn Wasser zu Beginn der Veresterungsreaktion vorliegt.
  • Das Verfahren wird in Gegenwart eines sauren Katalysators durchgeführt. Zu den Katalysatoren, die zur Verwendung bei dem Verfahren geeignet sind, gehören u.a. Säuren mit einem pKa-Wert von weniger als 3, beispielsweise Schwefelsäure, Xylolsulfonsäure und Trifluoressigsäure. Alternativ dazu kann man zur Katalyse des Verfahrens ein saures Harz verwenden, insbesondere ein Sulfonsäureharz, beispielsweise Amberlyst 15 von Rohm & Haas. Das Verfahren kann auch mit Aluminiumoxid oder einem Aluminosilicat, beispielsweise einem Zeolith, oder mit einem Enzym, beispielsweise Esterase, katalysiert werden.
  • Der Katalysator kann in dem Umsetzungsverfahren in einer Konzentration von geeigneterweise mindestens 0,01 mol Katalysator pro mol 2-Hydroxy-4-methylthiobuttersäure und vorzugsweise 0,02 bis 0,2 mol Katalysator pro mol Säure vorliegen.
  • Das Verfahren kann unter Normaldruck oder erhöhtem Druck durchgeführt werden. Bei Durchführung des Verfahrens unter erhöhtem Druck kommt ein beliebiger geeigneter Druck in Betracht, beispielsweise bis zu 50 bar.
  • Das Verfahren wird bei einer Temperatur von 30 bis 150°C durchgeführt. Vorzugsweise wird das Verfahren bei einer Temperatur von 60 bis 120°C und insbesondere 80 bis 100°C durchgeführt.
  • Das Verfahren kann kontinuierlich, halbkontinuierlich oder diskontinuierlich durchgeführt werden. Insbesondere für ein technisches Verfahren ist eine kontinuierliche Fahrweise bevorzugt.
  • Da das Verfahren eine Gleichgewichtsreaktion involviert, wird bei der Reaktion gebildetes Wasser vorzugsweise kontinuierlich entfernt, um die Reaktion in Richtung der Esterprodukte zu verschieben. Das bei der Reaktion gebildete Wasser kann auf jedem für ein technisches Verfahren geeigneten Weg entfernt werden, beispielsweise durch Destillation. In einigen Fällen kann der Alkohol zur Bildung eines Azeotrops zugegeben und durch azeotrope Destillation abgetrennt werden.
  • Der resultierende Produktstrom enthält den Ester, Wasser, nicht umgesetzen Alkohol, nicht umgesetzte Säure, eine kleine Menge von Säureoligomeren und Katalysator. Das Esterprodukt kann durch eine beliebige geeignete Behandlungsmethode von den übrigen Komponenten des Produktstroms abgetrennt werden.
  • Wenn es sich bei dem bei dem Verfahren verwendeten Katalysator um einen sauren Katalysator handelt, kann der nicht umgesetzte Katalysator im Produktstrom durch Zugabe einer Base, nämlich Neutralisation, entfernt werden. Dieser Neutralisationsschritt kann in einer beliebigen Stufe durchgeführt werden. Wenn es sich bei dem Katalysator um Schwefelsäure handelt, kann man diesen Schritt durch Zugabe einer Base mit einem pKa-Wert von mehr als 8, beispielsweise Ammoniak oder Ammoniumhydroxid oder Natriumhydroxid, durchführen. Wenn es sich bei dem bei dem Verfahren verwendeten Katalysator um einen Feststoff, wie ein Harz, handelt, wird der Katalysator vorzugsweise am Ende der Reaktion durch Filtration aus dem Produktstrom entfernt. Zusätzliche feste Nebenprodukte können ebenfalls durch Filtration aus dem Produktstrom abgetrennt und entfernt werden.
  • Die übrigen Nebenprodukte können durch Destillation und/oder Verdampfung vom Ester abgetrennt werden.
  • Bei einer geeigneten Methode zur Abtrennung des Esters von den Nebenprodukten kann man zunächst zur Entfernung der leichten Produkte, nämlich des nicht umgesetzten Alkohols und des Wassers, destillieren. Der resultierende Strom kann kann gegebenenfalls zur Neutralisation des sauren Katalysators wie oben beschrieben behandelt werden, gefolgt von einem dritten Schritt, bei dem man zur Entfernung der schweren Produkte destilliert. Die Destillationsprodukte können in den Reaktor zurückgeführt werden.
  • Alternativ dazu kann man das Esterprodukt durch Verdampfung des Alkohols und nachfolgende Kurzdestillation, beispielsweise mit einem Dünnschichtverdampfer, isolieren.
  • Der den Ester enthaltende behandelte Produktstrom kann dann gewaschen werden. Der Waschschritt wird vorzugs weise durch Zugabe von Wasser, das gegebenenfalls ein Additiv zur Verbesserung der Phasentrennung enthält, durchgeführt. Geeignete Additive sind u.a. Salze, wie Ammoniumsulfat. Die resultierende Mischung trennt sich in eine organische Phase und eine wäßrige Phase. Die organische Phase kann dann isoliert und gegebenenfalls mindestens noch einmal gewaschen werden. Die resultierende organische Phase kann zur Abtrennung des Esters von jeglichen verbleibenden, unerwünschten Nebenprodukten destilliert werden. Die von dem Esterprodukt abgetrennten unerwünschten Nebenprodukte können in den Reaktor zurückgeführt werden.
  • Der resultierende Produktstrom enthält eine hohe Ausbeute an monomerem Ester, mindestens 90% und insbesondere mindestens 95%.
  • Die vorliegende Erfindung wird nun anhand der folgenden Beispiele erläutert.
  • Beispiel 1: Synthese von 2-Hydroxy-4-methylthiobuttersäureisopropylester (HMBI) unter Verwendung eines sauren Katalysators
    • Schritt (a) – Veresterung: Ein Reaktor wurde mit 170,7 g Rhodimet AT88, das 88% Säure (68% Monomere und 20% Oligomere) und 12% Wasser enthielt, und 180,3 g Isopropanol beschickt. Dann wurden 19,6 g 95%ige Schwefelsäure zugegeben, wobei die Temperatur bei Rückflußtemperatur gehalten wurde. Die Säure wurde in einem Guß zugegeben. Nach dem Eintragen der Säure in den Reaktor wurde der Ansatz zwei Stunden bei Rückflußtemperatur gehalten. Die Temperatur wurde auf 90°C erhöht. Über einen Zeitraum von 5 Stunden wurde kontinuierlich zusätzliches Isopropanol (420 g) zugegeben, und das Azeotrop aus Alkohol und Wasser wurde kontinuierlich entfernt.
    • Schritt (b) – Neutralisation/Entfernung von Wasser: Die Reaktionsmischung wurde auf 40°C abgekühlt und dann durch Zugabe von 22 g 32 gew.-%igem Ammoniumhydroxid auf pH 7/8 neutralisiert. Das resultierende Produkt wurde unter einem Druck von 50 Millibar ungefähr 1 Stunde bei 60°C destilliert.
    • Schritt (c) – Waschen: Das Destillatprodukt wurde dann durch Zugabe von 95 g 5%igem wäßrigem Ammoniumsulfat unter Rühren gewaschen. Die resultierende Mischung wurde 15 Minuten bei einer Temperatur von 40°C gerührt. Dann wurde der Rührer abgestellt und die Mischung 30 Minuten bei 40°C stehen gelassen. Danach wurde die wäßrige Phase von der organischen Phase abgetrennt. Die organische Phase wurde erneut mit 30 g Wasser gewaschen.
    • Schritt (d) – Entfernung von Wasser/Isopropanol: Die organische Phase wurde dann unter einem Druck von 5 mbar ungefähr 2 Stunden bei 100°C destilliert, was einen hauptsächlich den Ester enthaltenden Produktstrom ergab. Der resultierende Produktstrom enthielt gemäß Analyse 92% monomeren Ester, 5% Dimer und 2,5% nicht umgesetzte Säure.
  • Beispiel 2: Synthese von 2-Hydroxy-4-methylthiobuttersäureisopropylester (HMBI) unter Verwendung eines Harzkatalysators
  • Ein Reaktor wurde mit 179,6 g Rhodimet AT88, das 88% Säure (68% Monomere und 20% Oligomere) und 12% Wasser enthielt, und 179,6 g Isopropanol beschickt. Dann wurden 30 g Amberlyst-15-Harz zugegeben, wobei die Temperatur bei Rückflußtemperatur gehalten wurde. Der Ansatz wurde 5 Stunden bei dieser Temperatur gehalten. Die Analyse des erhaltenen Produkts zeigte einen 65%igen Umsatz von Säure (Monomeren und Oligomeren) mit einer Ausbeute von 60% monomerem Ester und 5% dimerem Ester. Dieses Beispiel zeigt, daß die Verwendung eines Harzkatalysators möglich ist.
  • Beispiel 3: Veresterung des Nebenproduktstroms
  • Ein Reaktor wurde mit 101 g eines Destillationsstroms, der 40 g dimeren Ester, 16 g monomere Säure und 6,5 g dimere Säure enthielt, 224 g Isopropanol und 17 g Wasser beschickt. Dann wurden 11,5 g 95%ige Schwefelsäure in einem Guß zugegeben. Nach dem Eintragen der Säure in den Reaktor wurde der Ansatz fünf Stunden bei Rückflußtemperatur gehalten. Dann wurde die Reaktion beendet und der Produktstrom analysiert. Er enthielt 55 g monomeren Ester, 17 g monomere Säure, 4 g dimeren Ester und 3 g dimere Säure.
  • Dieses Beispiel belegt, daß die Rezyklierung eines eine wesentliche Menge der Esterdimere enthaltenden Stroms möglich ist.
  • Beispiel 4: Synthese von 2-Hydroxy-4-methylthiobuttersäureisopropylester (HMBI) unter Verwendung eines sauren Katalysators mit Rezyklierung der schweren Produkte und Reinigung durch Destillation
    • Schritt (a) – Rezyklierung der schweren Produkte: Ein Reaktor wurde mit 113 g eines Rezyklierungsstroms, der 41 g monomeren Ester, 19 g monomere Säure, 11 g dimeren Ester und 88 g Isopropanol enthielt, beschickt. Dann wurden 10 g 95%ige Schwefelsäure in einem Guß zugegeben. Dann wurde der Ansatz eine Stunde bei Rückflußtemperatur gehalten. Die resultierende Mischung enthielt 61 g monomeren Ester, 11 g monomere Säure, 7,9 g dimeren Ester und 2,1 g dimere Säure.
    • Schritt (b) – Veresterung: Ein Reaktor wurde mit 170 9 Rhodimet AT88, das 88% Säure (68% Monomere und 20% Oligomere) und 12% Wasser enthielt, und 168 g Isopropanol beschickt, wobei die Temperatur bei Rückflußtemperatur gehalten wurde. Der Ansatz wurde eine Stunde bei Rückflußtemperatur gehalten. Die Temperatur wurde auf 90°C erhöht, wonach über einen Zeitraum von 1,5 Stunden kontinuierlich zusätzliches Isopropanol (300 g) zugegeben wurde. Das Azeotrop aus Alkohol und Wasser wurde kontinuierlich entfernt.
    • Schritt (c) – Neutralisation/Entfernung von Wasser: Die Mischung wurde dann durch Zugabe von 16,5 g 50 gew.-%igem Natriumhydroxid auf pH 2,5/3,5 neutralisiert. Das resultierende Produkt wurde unter einem Druck von 50 mbar ungefähr 1 Stunde bei 80°C destilliert.
    • Schritt (d) – Destillation: Das Destillatprodukt wurde dann unter einem Druck von 10 mbar ungefähr 1 Stunde bei etwa 150°C destilliert. Es wurden 183 g destilliertes Produkt erhalten. Die Analyse des Produkts ergab das Vorliegen von 97% monomerem Ester.
    • Schritt (e) – Waschen des Destillats: Das verbleibende Destillat (119 g) wurde mit 39 g Wasser bei einer Temperatur von etwa 70°C gewaschen. Die wäßrige Phase wurde von der organischen Phase abgetrennt. 10% der organischen Phase wurden abgelassen, was 113 g Produkt, das 41 g monomeren Ester, 19 g monomere Säure, 11 g dimeren Ester und 7,6 g dimere Säure enthielt, ergab.
  • Beispiel 5: Synthese von 2-Hydroxy-4-methylthiobuttersäureisopropylester (HMBI) unter Verwendung eines sauren Katalysators
  • Es wurde analog Beispiel 4 verfahren, jedoch ohne den Neutralisationsschritt (c). Die Schritte (a) und (b) wurden wie in Beispiel 4 durchgeführt.
  • Schritt (c) : Destillation
  • Das Produkt wurde unter einem Druck von 10 mbar ungefähr 1 Stunde bei etwa 150°C destilliert. Die Destillation verlief langsamer als in Beispiel 4. Es wurden 4,83 9 destilliertes Produkt erhalten. 187 g Destillat verblieben in der Destillationsblase.
  • Die Analyse der beiden Produktströme ergab das Vorliegen von 93% monomerem Ester und ungefähr 3% Verunreinigung. Der Destillatstrom enthielt 8,3% monomeren Ester und 24% dimeren Ester.
  • Beispiel 6: Synthese von 2-Hydroxy-4-methylthiobuttersäureisopropylester (HMBI) unter Verwendung von kontinuierlicher Reaktivdestillation
  • Als Destillationssäule diente eine adiabatische Older-Shaw-Säule mit einem Innendurchmesser von 55 mm und 40 Böden, die mit einem Verdampfer mit einer Kapazität von 2 Litern ausgestattet war. Ein Strom von 683 g/Stunde, der 91 Gew.-% AT88 und 9 Gew.-% 95%ige Schwefelsäure enthielt, wurde auf ungefähr 90°C vorerhitzt und dem Kopf der Säule zugeführt. Ein Strom von 3190 g/Stunde auf ungefähr 80°C vorgewärmtem Isopropanol wurde in den Verdampfer eingetragen. Nach Erreichen des stationären Zustands (Verdampfertemperatur 88°C und Säulenkopftemperatur 91°C) wurden Kondensate mit einer Rate von 1895 g/Stunde am Kopf der Säule und Destillate mit einer Rate von 1978 g/Stunde am Boden der Säule abgezogen.
  • Die Analyse des Destillats ergab 22% monomeren Ester, 4,7% dimeren Ester, 1% monomere Säure und 3% dimere Säure.
  • Beispiel 7: Reinigung von HMBI durch kontinuierliche Destillation
  • Das Produktgemisch aus Beispiel 6 wurde in zwei Stufen mit einem Filmverdampfer mit einem Durchmesser von 2 cm und einer Höhe von 20 cm unter Erhitzen in einem Ölbad gereinigt.
    • (a) Entfernung von Wasser und Öl – Dem Filmverdampfer wurde bei einer Temperatur von 30°C und unter einem Druck von 10 mbar ein wie in Beispiel 6 erhaltener Produktstrom mit einer Rate von 200 g/Stunde zugeführt. Am Kopf der Säule wurde ein Kondensatstrom mit einer Rate von 88 g/Stunde kontinuierlich abgezogen. Am Boden der Säule wurde ein Destillatstrom mit einer Rate von 112 g/Stunde kontinuierlich abgezogen.
    • (b) Reinigung – Das in Schritt (a) erhaltene Destillat wurde mit einer Strömungsrate von 810 g/Stunde bei einer Temperatur von 182°C und unter einem Druck von 6 mbar einem Filmverdampfer zugeführt. Am Kopf der Säule wurde ein Kondensatstrom mit einer Rate von 394 g/Stunde kontinuierlich abgezogen. Am Boden der Säule wurde ein Destillatstrom mit einer Rate von 288 g/Stunde kontinuierlich abgezogen.
  • Bei der Analyse des Produkts konnten keine Verunreinigungen identifiziert werden, wie sie im Produktstrom aus Beispiel 5 zu finden waren. Das Kondensat enthielt 92% monomeren Ester, 1,5% dimeren Ester und 0,6% Säure. Das Destillat enthielt 3,2% monomeren Ester, 5,6% dimeren Ester, 0,9% monomere Säure und 1% dimere Säure.

Claims (15)

  1. Verfahren zur Herstellung eines 2-Hydroxy-4-methylthiobuttersäureesters in monomerer Form, bei dem man: aus der Hydrolyse von 2-Hydroxy-4-methylthiobuttersäurenitril direkt 2-Hydroxy-4-methylthiobuttersäure erhält, welche ein Gemisch von Monomeren, Dimeren und höheren Oligomeren enthält; die 2-Hydroxy-4-methylthiobuttersäure in Gegenwart von Wasser und einem sauren Katalysator bei einer Temperatur von 30 bis 150°C mit einem Alkohol umsetzt.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die Temperatur 60 bis 120°C beträgt.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, bei dem die Temperatur 80 bis 100°C beträgt.
  4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem es sich bei dem Alkohol um einen linearen oder verzweigten aliphatischen Alkohol mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen handelt.
  5. Verfahren nach Anspruch 4, bei dem es sich bei dem Alkohol um einen verzweigten Alkohol handelt.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, bei dem es sich bei dem Alkohol um Isopropanol handelt.
  7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Molverhältnis von Säure zu Alkohol 1 bis 10 beträgt.
  8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem es sich bei dem sauren Katalysator um eine Säure mit einem pKa-Wert von weniger als 3, ein saures Harz, Aluminiumoxid oder ein Aluminosilicat handelt.
  9. Verfahren nach Anspruch 8, bei dem es sich bei dem sauren Katalysator um Schwefelsäure handelt.
  10. Verfahren nach Anspruch 8, bei dem es sich bei dem sauren Katalysator um einen Harzkatalysator handelt.
  11. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem man Wasser kontinuierlich aus der Reaktion entfernt.
  12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem man jegliche Nebenprodukte durch ein Behandlungsverfahren von dem Esterprodukt abtrennt, bei dem man (a) den Produktstrom zur Entfernung der leichten Produkte destilliert, (b) gegebenenfalls ein Neutralisationsmittel zugibt und (c) den resultierenden Strom zur Entfernung der schweren Produkte destilliert.
  13. Verfahren nach Anspruch 12, bei dem man die destillierten Nebenprodukte in den Reaktor zurückführt.
  14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, das kontinuierlich betrieben wird.
  15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, das diskontinuierlich betrieben wird.
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