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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Adressierung
in einem Anschaltenetz oder einer Satelliten-Infrastruktur, ein Verfahren zur Bestimmung
und dynamischen Optimierung eines Adress-Labels und auf ein Satelliten-Kommunikationssystem,
in dem diese Verfahren und die Komponenten eines solchen Systems
eingesetzt werden.
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Bei
Telekommunikationssystemen ist in den letzten Jahren eine offensichtlich
unvermeidliche Entwicklung in Richtung einer Datenübertragung
gemäß dem Internet-Protokoll
(häufig
als IP bezeichnet) festzustellen, insbesondere da dieses eine Interaktivität bietet,
die herkömmlichen Übertragungssystemen
fehlt; siehe beispielsweise: WO-A-98/16046 (Microsoft).
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Diese
Entwicklung betrifft hauptsächlich
terrestrische Netze, sie erstreckt sich heute jedoch auch auf Netze,
die auf Satelliten-Infrastrukturen
basieren.
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Um
diesen neuen Bedarf zu erfüllen,
sind Satellitennetze also mit neuen technischen Schwierigkeiten konfrontiert.
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Es
wurden bereits Lösungen
vorgeschlagen, um Datenpakete vom Typ IP über ein Satellitennetz zu übermitteln,
aber diese Lösungen,
die häufig
in einer Anpassung von Systemen bestehen, die ursprünglich für die Punkt-zu-Punkt-Übertragung
von Sprachdatenströmen
oder Video-Datenströmen
zur allgemeinen Übertragung
(man spricht hier auch von „Broadcast-Übertragung") konzipiert waren,
setzen dabei nicht optimierte Protokolle ein.
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Auf
herkömmliche
Weise bietet ein Satelliten-Telekommunikationssystem
nämlich Übertragungsdienste,
d.h. die Übertragung
von Daten in einer Richtung, von einem Sender an eine Einheit von
Empfängern, sowie
Dienste zur Kommunikation im Leitungsmodus, d.h. von einem gegebenen
Punkt über
einen „Draht" oder eine virtuelle „Leitung", die temporär zwischen
den beiden Punkten im Hinblick auf die gegenseitige Kommunikation
hergestellt wird, zu einem anderen gegebenen Punkt.
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In
der Welt des Internet erfordern Kommunikationsdienste zwischen zwei
Nutzern eine spezielle, doppelte Leitung von jedem Nutzer zu ihrem
gemeinsamen Internet-Provider, so dass eine Verbindung zwischen einem
Nutzer und einem anderen Nutzer über
das Satellitensystem eine doppelte Verknüpfung, d.h. eine doppelte Nutzung
des Satelliten verursacht. Und dieses Phänomen der Mehrfach-Verknüpfung verschärft sich, wenn
die beiden Nutzer nicht bei dem gleichen Zugangsserver registriert
sind, da diese Verknüpfungen
dann erforderlich sich, um die Zugangsserver miteinander zu verbinden.
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Die
gleichen Schwierigkeiten treten auf, wenn es darum geht, Daten an
eine bestimmte Nutzergruppe zu versenden, unabhängig davon, ob dies mit Hilfe
eines einfachen Verteilerdienstes erfolgt, einem Dienst, der häufig als « Mehrfachempfänger- » oder « Multicast-Dienst » bezeichnet
wird (im Vergleich zum Broadcast-Dienst, der auf sämtliche
Nutzer des Systems abzielt), oder anhand einer Kommunikation innerhalb
eines privaten, virtuellen Unternetzes, das bestimmte Nutzer zusammenfasst.
Für eine Übermittlung
vom Typ Multicast oder in einem virtuellen Unternetz werden die
Pakete, die für
mehrere Nutzer bestimmt sind, für
diese Anzahl an Empfängern
kopiert, und die Daten werden über
ebenso viele dedizierte Datenverkehrskanäle oder Leitungen übertragen,
wodurch die Netzauslastung unnötig
erhöht
wird.
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Eine
weitere Vorgabe, die berücksichtigt
werden muss, besteht darin, dass Satellitennetze, die die Möglichkeit
zur Übertragung
gemäß dem Internet-Protokoll
bieten, sich auf transparente Weise in terrestrische Netze integrieren
lassen müssen,
damit die Nutzer jede Internet-Adresse im weltweiten Netz erreichen
können,
sowohl zum Versand als auch zum Empfang von Daten, ohne sich um
den Weg kümmern
zu müssen, den
die Datenpakete nehmen, um die Übertragung
zu gewährleisten,
und auf diese Weise alle Internet-Dienste nutzen zu können, die
bereits in terrestrischen Netzen zur Verfügung stehen.
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Eines
der Ziele der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Verfahren
zur Adressierung vorzuschlagen, das innerhalb eines Satelliten-Telekommunikationssystems
die Möglichkeit
bietet, Daten entweder an einen einzelnen Empfänger oder an eine Gruppe von
Empfängern
zu schicken, und zwar ohne dass dazu eine Verbindung hergestellt
werden muss.
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Ein
weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, die einfache
Erstellung von Gruppen mit mehreren Empfängern und Unternetzen in einem
Satelliten-Telekommunikationssystem zu ermöglichen, ohne in Abhängigkeit
von der Anzahl an von dem Datenversand betroffenen Empfängern Kopien
von den Paketen zu erstellen.
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Die
vorliegende Erfindung hat außerdem
zum Ziel, die Funkressourcen zu minimieren, die üblicherweise zur Signalisierung
von Datenpaketen erforderlich sind, die zur Herstellung einer Verbindung
zwischen Sender und Empfänger
erforderlich sind, indem sie dem Satellitensystem ermöglicht,
im Offline-Modus zu arbeiten.
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Des
Weiteren zielt die Erfindung darauf ab, die Integration eines Satelliten-Telekommunikationssystems
in ein terrestrisches Telekommunikationssystem transparent zu machen.
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Zu
diesem Zweck hat die Erfindung zunächst ein Verfahren zur Adressierung
von Datenpaketen in einem Anschaltenetz oder einer Satelliten-Infrastruktur
zum Gegenstand, das als Unterstützung
für logische IP-Unternetze,
private virtuelle Netze oder Gruppen mit mehreren Empfängern dient,
die verschiedene Datenendeinrichtungen umfassen, in dem jedem Datenpaket
ein Adressheader zugeordnet ist und in dem jedes Datenendgerät im Netz
mit einem Satellitenterminal oder einer Verbindungsstation verbunden
ist, die sich innerhalb des Abdeckungsbereichs eines bestimmten
Spots eines bestimmten Satelliten befindet, dadurch gekennzeichnet,
dass der Adressheader jedes Datenpakets außerdem ein „Labelfeld" umfasst, das die spezifische Kennung
eines virtuellen Unternetzes, zu dem die genannte Datenendeinrichtung
gehört,
und des Spots enthält,
in dem sich die Satellitenstation oder die Verbindungsstation befindet,
mit der die genannte Datenendeinrichtung verbunden ist.
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In
einer besonderen Ausführungsvariante
basiert dieses Verfahren auf dem Offline-Modus zwischen der Sender-Satellitenstation
oder der Sender-Verbindungsstation und der Empfänger-Satellitenstation oder der
Empfänger-Verbindungsstation.
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In
diesem Fall erfolgt der Versand von Datenpaketen ohne Verbindung
zwischen Sender und Empfänger.
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Gemäß einem
besonderen Merkmal dieses Verfahrens bestehen die mit den Satellitenstationen
oder den Verbindungsstationen verbundenen Datenendeinrichtungen
aus Benutzerstationen, Routern, Daten- oder Diensteservern, und
insbesondere aus Adressauflösungsservern.
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Es
ist verständlich,
dass das zur Umsetzung des Verfahrens gemäß der Erfindung eingesetzte
Netz, die Benutzerstationen, die Router, die Daten- oder Diensteserver über Satellitenstationen
oder Verbindungsstationen mit dem oder den Satelliten des Telekommunikationssystems
kommunizieren.
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In
einer besonderen Ausführungsvariante
können
eine Datenendeinrichtung und eine Satellitenstation oder eine Datenendeinrichtung
und eine Verbindungsstation jedoch nur aus ein und demselben Gerät bestehen,
indem sie in einem Gehäuse
angeordnet sind. Insbesondere können
eine Benutzerstation und eine Satellitenstation ein einziges, tragbares
Gerät bilden.
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Die
in der Erfindung vorgeschlagene Lösung bietet die Möglichkeit,
in einem Satelliten-Telekommunikationssystem Nutzergruppen mit Hilfe
von Labels zu adressieren, d.h. die wesentlichen Vorteile von Satelliten zu
nutzen, also ihre Fähigkeit,
Daten an zahlreiche Nutzer zu übertragen,
dabei jedoch weder mehr Energie, noch mehr Ressourcen aufzuwenden
als für
einen einzelnen Nutzer.
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Dank
der Erfindung werden die Datenpakete, die über einen Satelliten transportiert
werden, von dem Satelliten oder seiner Leitzentrale direkt in den
Spot geleitet, der die Satellitenstation abdeckt, mit der der Empfänger der
Datenpakete verbunden ist.
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Ein
weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Bestimmung
und dynamischen Optimierung eines Labels auf der Grundlage der Adresse
einer Ziel-Datenendeinrichtung, dem Empfänger eines Datenpakets.
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Um
die physische (oder Hardware-) Adresse einer Ziel-Datenendeinrichtung
zu ermitteln, ist bereits das Adressauflösungsprotokoll IP (Internet
Protocol) bekannt, das darin besteht, ein Datenpaket vom Typ « ARP-Anfrage », das insbesondere
die Hardware-Adresse des Senders und die Protokoll-Adresse (oder IP-Adresse) des Zielknotens
enthält,
im Sendemodus (Broadcast-Modus), d.h. an alle Datenendeinrichtungen im
Netz, zu übertragen.
Dieses Datenpaket vom Typ Anfrage durchläuft jede Datenendeinrichtung,
aber nur die Ziel-Datenendeinrichtung erkennt ihre Protokoll-Adresse
und sendet ein ähnliches
Datenpaket vom Typ « ARP-Antwort » an den
Sender zurück,
in dem sie das Feld, das für
ihre eigene Hardware-Adresse
vorgesehen ist, ausfüllt.
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Auf
diese Weise kann der Sender die Hardware-Adresse der Ziel-Datenendeinrichtung
verwenden und anschließend
Datenpakete an sie adressieren.
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Die
Erfindung geht von diesem bekannten Adressauflösungsverfahren aus, um ein
dynamisches Verfahren zur Bestimmung von Labeln im Hinblick auf
die Umsetzung des oben definierten Verfahrens zur Adressierung von
Datenpaketen in einem Satelliten-Telekommunikationssystem zu liefern.
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Gemäß der Erfindung
ist das Verfahren zur Bestimmung und Optimierung von Labeln dadurch
gekennzeichnet, dass es darin besteht, einen zentralen Server zur
Bestimmung von Labeln (im Folgenden als „Label-Server" bezeichnet) in jedem
Internet-Zugangsserver
zu installieren, der das Satellitennetz nutzt, das diesem Label-Server
entsprechende Label an jede Satellitenstation oder Verbindungsstation
des Netzes zum Zeitpunkt der Registrierung eines Nutzers, dessen
Benutzerstation mit dieser Satellitenstation oder dieser Verbindungsstation
verbunden ist, beim Internet-Zugangsserver
zu übermitteln,
und von der Satellitenstation (oder der Verbindungsstation), mit
der die Benutzerstation eines Nutzers verbunden ist, der Daten an
eine Ziel-Datenendeinrichtung senden will, die mit einer anderen
Satellitenstation oder einer anderen Verbindungsstation verbunden
ist, an den Label-Server seines Zugangsservers senden zu lassen,
wobei das dem Label-Server entsprechende Label benutzt wird, wobei
ein Datenpaket vom Typ « Label-Anfrage » die IP-Adresse
der Ziel-Datenendeinrichtung enthält, vom Label-Server ein Datenpaket
vom Typ « Label-Antwort », das das
Label des Unternetzes enthält,
zu dem die Ziel-Datenendeinrichtung gehört, an die Sender-Satellitenstation
oder die Verbindungsstation senden zu lassen und dabei das dem genannten
Sender entsprechende Label zu verwenden.
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Gemäß einem
besonderen Merkmal der Erfindung wird das Datenpaket vom Typ « Label-Antwort », das vom
Label-Server geliefert wird, in Abhängigkeit vom Hardware-Standort
der Ziel-Datenendeinrichtung erstellt.
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Man
unterscheidet daher, ob die Ziel-Datenendeinrichtung:
- – vom
Satellitennetz aus zugänglich
und bei dem gleichen Internet-Zugangsserver registriert ist wie
die des Senders;
- – vom
Satellitennetz aus zugänglich,
jedoch bei einem anderen Internet-Zugangsserver registriert ist
als die des Senders;
- – vom
Satellitennetz aus nicht zugänglich
ist und die Übermittlung über einen
Router des gleichen Internet-Zugangsservers erfordert wie dem des
Senders,
- – vom
Satellitennetz aus nicht zugänglich
ist und die Übermittlung über einen
Router eines anderen Internet-Zugangsservers erfordert wie dem des
Senders.
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In
der Annahme, dass die Übermittlung über mindestens
einen Zwischenrouter, der zum gleichen Satellitennetz gehört, erforderlich
ist, bietet die Erfindung außerdem
ein Verfahren zur Optimierung der Leitweglenkung.
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Dieses
Verfahren ist durch die Tatsache gekennzeichnet, dass bei einer
Anfrage beim Label-Server, an den ein Datenpaket vom Typ « Label-Anfrage » gesandt
wird, das der Adresse einer Ziel-Datenendeinrichtung
entspricht, bei der der Label-Server das Label eines Routers als
Antwort auf die Anfrage ermittelt, der genannte Label-Server ein
Datenpaket vom Typ « Label-Optimierung » an den
genannten Router adressiert, das die Adresse der Ziel-Datenendeinrichtung
als Empfänger-Adresse
enthält,
und jede Verbindungsstation, die zu dem Satellitennetz gehört, und
die von ihrem Router zur Weiterleitung dieses Datenpakets vom Typ « Label-Optimierung » an einen
anderen Router aufgefordert wird, sendet dem Label-Server eine Angabe,
der zufolge es sich bei dem Label des für diese Ziel-Datenendeinrichtung
zu verwendenden Routers um das Label des Routers handelt, an den
diese Verbindungsstation das Datenpaket « Label-Optimierung » weiterleitet.
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Auf
diese Weise kann der Label-Server das Label des dem Empfänger am
nächsten
gelegenen Routers angeben. Da das Optimierungspaket von Router zu
Router weitergeleitet wird und nacheinander alle Verbindungsstationen
durchläuft,
wird der Label-Server
bei jedem neuen Zwischenrouter aktualisiert und gibt schließlich das
Label des Routers an, der dem Empfänger im Satellitennetz am nächsten gelegen
ist. Die mit diesem Label versandten Datenpakete erreichen den Empfänger dann über eine
einzige Verknüpfung
im Satellitennetz.
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Entsprechend
einem besonderen Merkmal dieses Verfahrens weist das Datenpaket
vom Typ « Label-Optimierung » außerhalb
des Satellitennetzes eine eingeschränkte Lebensdauer auf, damit
es sich von selbst löscht,
wenn sich bei seiner Übermittlung
von einer Verbindungsstation zur anderen ergibt, dass keine Optimierung
der Leitweglenkung mehr erreicht werden kann.
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Dank
der Label gemäß der Erfindung
kann man eine Gruppe von Endeinrichtungen und/oder Gateways adressieren,
und zwar nicht nur im Rahmen einer Verbindung innerhalb eines virtuellen
Unternetzes, sondern auch im Rahmen einer Übertragung an mehrere Empfänger.
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Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung handelt es sich bei den Datenpaketen
um Aufnahmelemente, die unter anderem IP-Pakete enthalten können, d.h.
die den Normen für
die Datenübertragung
in Netzen vom Typ Internet entsprechen.
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Im
Fall der Übertragung
gemäß dem Internet-Protokoll
erweist sich das Verfahren gemäß der Erfindung
als besonders effizient, da es neben den bereits genannten Vorteilen
die Möglichkeit
bietet, das Zugangsprotokoll zum Satelliten zu optimieren, wie dies
im Folgenden noch näher
erläutert
wird.
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Gemäß der Erfindung
wird jede Datenendeinrichtung des Satellitennetzes als zu einem
virtuellen Unternetz gehörig
betrachtet. Dieses virtuelle Unternetz kann nur aus der genannten
Datenendeinrichtung bestehen, wie dies bei einem bestimmten Gateway
der Fall sein kann, wie beispielsweise einer Verbindungsstation, einem
Router, einem Label-Server oder einem Adressauflösungsserver, oder es kann aus
einer Gruppe von Datenendgeräten
bestehen, wie z.B. Gruppen aus Benutzerstationen, die in einem privaten,
virtuellen Netz oder einer Gruppe aus mehreren Nutzern zusammengefasst
sind.
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Bei
der Bestimmung des Header-Labels, das einem Datenpaket zugeordnet
wird, das, wie bereits erläutert,
ein virtuelles Unternetz, zu dem die Empfänger-Datenendeinrichtung des
Pakets gehört,
und einen Spot kennzeichnet, innerhalb dessen sich die Datenendeinrichtung
befindet, können
zwei verschiedene Situationen auftreten:
Wenn die Sender-Datenendeinrichtung
des Datenpakets mit einer Satellitenstation oder einer Verbindungsstation
verbunden ist, die in einem Satellitennetz registriert ist und selbst
wiederum bei einem Internet-Zugangsserver registriert ist, verfügt sie über alle erforderlichen
Informationen zur Bestimmung der Kennung, aus der das Label besteht,
ausgehend von der IP-Adresse (d.h. definiert entsprechend dem Internet-Protokoll)
der Empfänger-Datenendeinrichtung
des Datenpakets.
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Wenn
die Satellitenstation der Sender-Datenendeinrichtung jedoch nicht
in dem Satellitennetz registriert ist oder wenn die Satellitenstation
oder die Verbindungsstation in dem Netz registriert ist, die Datenendeinrichtung
jedoch noch nicht beim Zugangsserver registriert ist, muss vorab
eine Autorisierungsanfrage beim Internet-Zugangsserver vorgenommen
werden; zu diesem Zweck muss ein Signalisierungsverfahren befolgt werden,
das insbesondere die Verwendung eines zu diesem Zweck vordefinierten
Labels beinhaltet, um ein Datenpaket an den Internet-Zugangsserver
zu übermitteln.
Anders ausgedrückt
ist die Kennung, aus der das Label besteht, in diesem Fall von dem
Signalisierungsverfahren vordefiniert.
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Gemäß der Erfindung
wird das Label, das dem Header jedes Datenpakets hinzugefügt wird,
einerseits von dem oder den Satelliten verwendet, um die Datenpakete
an die dem Label entsprechenden Spots zu übertragen, und andererseits
von den Satellitenstationen und/oder den Verbindungsstationen zum
Herausfiltern der Pakete, die für
sie bestimmt sind.
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Zusammenfassend
ermöglicht
das Vorhandensein des Labels im Header des Datenpakets die Berücksichtigung
der beiden folgenden Tatsachen:
- – eine Satellitenstation
oder eine Verbindungsstation befindet sich innerhalb des Abdeckungsbereichs
eines gegebenen Spots eines gegebenen Satelliten und
- – eine
Datenendeinrichtung, d.h. eine Benutzerstation, ein Router, ein
Daten- oder Diensteserver, der mit einem Satellitenterminal verbunden
ist, gehört
zu einem gegebenen privaten Unternetz.
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Und
das Label richtet sich nach den folgenden Regeln:
- – Ein oder
mehrere Label werden einem gegebenen virtuellen Unternetz zugeordnet.
- – Ein
Label ist jedoch nur für
ein einziges, gegebenes virtuelles Unternetz bestimmt.
- – Für jedes
Label kennt der Satellit die verschiedenen Spots, die ihm zugeordnet
sind.
- – Jede
Satellitenstation kennt die Label, die für sie freigegeben sind.
- – Jeder
IP-Adresse (definiert gemäß dem Internet-Protokoll)
ist das Label ihres virtuellen Unternetzes zugeordnet.
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Zur
Umsetzung des Verfahrens gemäß der Erfindung
muss die Verwaltung der verschiedenen Label eingeplant werden, wobei
diese Verwaltung die Vorgänge
zur Zuordnung, zum Löschen
und zur Aktualisierung der Label in den verschiedenen Adressauflösungstabellen
der Netzadressen umfasst.
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Zu
diesem Zweck sieht die Erfindung ein Verfahren zur Registrierung
eines Nutzers bei einem Internet-Zugangsserver vor, ein Verfahren,
bei dem der Internet-Zugangsserver der Benutzerstation Folgendes
zur Verfügung
stellt:
- – ein
Label für
den Datenempfang, das von den anderen Datenendeinrichtungen im Netz
verwendet wird, um Datenpakete an den Nutzer zu senden;
- – ein
Label für
den Datenversand an den Internet-Zugangsserver;
- – ein
Zugangslabel für
den Adressauflösungsserver
des Internet-Zugangsservers,
um die den IP-Adressen entsprechenden Label zu erfassen, zu denen
der Nutzer eine Verbindung herstellen will.
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Die
Einzelheiten zu diesem Registrierungsverfahren und die Vorgänge für den Versand
und den Empfang von Datenpaketen durch die Benutzerstation werden
im Folgenden in Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen an einem
Beispiel detailliert erläutert.
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Die
Erfindung hat außerdem
eine Satellitenstation eines Satelliten-Telekommunikationssystems
zum Gegenstand, in der das oben beschriebene Verfahren umgesetzt
wird. Diese Station ist dadurch gekennzeichnet, dass sie über eine
Tabelle pro Zugangsserver verfügt,
an den die mit der Satellitenstation verbundenen Benutzerstationen
angeschlossen sind, die die Adressen der Ziel-Benutzerstationen mit den ihnen zugeordneten
Labeln in Beziehung setzt, indem sie die Empfangslabel der Unternetze,
zu denen die daran angeschlossenen Benutzerstationen gehören, abruft.
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Gemäß einer
besonderen Ausführungsvariante
der Erfindung speichert die Satellitenstation die Senderlabel der
Verbindungsstation, an die sie angeschlossen ist, d.h. die Label,
mit denen sie an die genannte Verbindungsstation übermittelte
Datenpakete versenden kann.
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In
einer weiteren besonderen Ausführungsvariante
der Erfindung, die mit den vorgenannten Varianten kompatibel ist,
stellen die Datenendeinrichtung und die Satellitenstation, mit der
sie verbunden ist, ein und dasselbe Gerät dar, indem sie in einem Gehäuse angeordnet
sind.
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Gemäß einer
besonderen Version dieser Ausführungsvariante
handelt es sich bei der Datenendeinrichtung um eine Benutzerstation,
die zusammen mit der Satellitenstation ein und dasselbe Gerät darstellt.
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Die
Erfindung hat außerdem
einen Zugangsserver eines Satelliten-Telekommunikationssystems zum Gegenstand,
der das oben beschriebene Verfahren umsetzt, dadurch gekennzeichnet,
dass er mit einem Label-Server
verbunden ist, der in der Lage ist, ein Adresslabel in Abhängigkeit
von einer Adresse der Ziel-Datenendeinrichtung eines Datenpakets
zu liefern.
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Die
Erfindung hat außerdem
einen Satelliten eines Satelliten-Telekommunikationssystems zum Gegenstand,
der das oben beschriebene Verfahren umsetzt, dadurch gekennzeichnet,
dass er über
eine Tabelle verfügt,
die die den Unternetzen zugeordneten Label mit den Spots seines
Satellitensystems in Beziehung setzt, sowie über Mittel zum Versand von
Datenpaketen, die einem gegebenen Label nur für den oder die Spots angehängt werden,
die dem genannten Label zugeordnet sind.
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Gemäß der Erfindung
kann die genannte Tabelle in dem Satelliten angeordnet sein oder
sich in einem Netz-Kontrollzentrum befinden.
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Die
Erfindung hat außerdem
eine Verbindungsstation eines Telekommunikationssystems zum Gegenstand,
die das oben beschriebene Verfahren zur Optimierung der Leitweglenkung
umsetzt, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Mittel zur Erkennung
eines Datenpakets vom Typ « Label-Optimierung » umfasst,
das von einem Label-Server stammt und die genannte Verbindungsstation
in Richtung einer Ziel-Datenendeinrichtung über einen
mit der Verbindungsstation verbundenen Router durchläuft, sowie
zur Adressierung einer Angabe an den Label-Server, der zufolge es
sich bei dem für
diese Ziel-Datenendeinrichtung
zu berücksichtigenden
Label um das handelt, an das die genannte Verbindungsstation das
Datenpaket vom Typ « Label-Optimierung » weiterleitet.
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Schließlich hat
die Erfindung außerdem
ein Satelliten-Telekommunikationssystem
zur Umsetzung des oben beschriebenen Verfahrens zum Gegenstand,
dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens eine Satellitenstation,
mindestens einen Zugangsserver und mindestens einen Satelliten entsprechend
der oben stehenden Beschreibung umfasst.
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In
einer besonderen Ausführungsvariante
umfasst das Telekommunikationssystem außerdem mindestens eine Verbindungsstation
entsprechend der oben stehenden Beschreibung.
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Um
das Verständnis
der Erfindung zu erleichtern, werden im Folgenden Ausführungsbeispiele
anhand der beiliegenden Zeichnungen erläutert, wobei:
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1 eine
schematische Darstellung eines Teils eines Satellitennetzes darstellt;
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2 eine
perspektivische Ansicht einer Satellitenstation und einer Verbindungsstation
darstellt;
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3 eine
perspektivische Ansicht einer Satellitenstation und eines Internet-Zugangsservers
darstellt;
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4 eine
perspektivische Ansicht von zwei Satellitenstationen, die mit zwei
Benutzerstationen verbunden sind, eines Satelliten und eines Internet-Zugangsservers
darstellt;
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5 ein
Schaltbild ist, in dem der Austausch von Datenpaketen zwischen einer
Benutzerstation, die Daten versendet, einem Label-Server eines Zugangsservers
und einer Empfänger-Benutzerstation dieser
Daten darstellt;
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6 ein
analoges Schaltbild zu dem aus 5 ist, in
dem die Empfänger-Benutzerstation
der Daten den gleichen Zugangsserver aufweist wie der Sender;
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7 ein
Schaltbild ist, das den Austausch von Datenpaketen zwischen einer
Benutzerstation, die Daten versendet, einem ersten Label-Server
eines ersten Zugangsservers, einem zweiten Label-Server eines zweiten
Zugangsservers und einer Empfänger-Benutzerstation dieser
Daten darstellt;
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8 ein
Schaltbild ist, das den Austausch von Datenpaketen zwischen einer
Benutzerstation, die Daten versendet, einem Label-Server eines ersten
Zugangsservers, einem Router und einem Internet-Zugangsserver darstellt,
der mit dem Empfänger
der Daten verbunden ist;
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9 ein
Schaltbild ist, das den Austausch von Datenpaketen zwischen einer
Benutzerstation, die Daten versendet, einem ersten Label-Server
eines ersten Zugangsservers, einem zweiten Label-Server eines zweiten
Zugangsservers, einem Router und einem Internet-Zugangsserver darstellt,
der mit dem Empfänger der
Daten verbunden ist;
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10 eine Übersicht über ein
Satellitennetz ist, das mehrere Zugangsserver abdeckt und in ein
terrestrisches Netz integriert ist.
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In
Bezug auf 1 werden im Folgenden die von
den Labeln gemäß der Erfindung
zwischen den virtuellen Unternetzen, den Satellitenspots und den
Benutzerstationen erstellten Verbindungen beschrieben.
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Um
die Erklärung
zu vereinfachen, beschränkt
sich das in dem Beispiel beschriebene Netz auf einen einzigen Satelliten,
der zwei Spots SP1 und SP2 umfasst.
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Acht
Nutzer U1 bis U8 sind mit dem Netz verbunden. Die Nutzer U2, U3,
U4, U6 und U8 sind in einem ersten, privaten, virtuellen Unternetz
SR1 und die Nutzer U1, U5 und U7 sind in einem zweiten, privaten,
virtuellen Unternetz SR2 zusammengefasst.
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Die
Satellitenstationen T1 bis T6 ermöglichen einer oder mehreren
Benutzerstationen, über
einen der Spots eine Verbindung zum Satellitennetz herzustellen.
Auf diese Weise verbindet die Satellitenstation T1 die beiden Benutzerstationen
U1 und U2 über
den ersten Spot SP1 mit dem Satelliten.
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Jede
Satellitenstation umfasst ihre eigene ARP-Adressauflösungstabelle, die anhand der
von der Satellitenstation versandten und empfangenen Daten aktualisiert
wird, wie dies im ARP-Protokoll
bekannt ist.
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Im
vorliegenden Fall enthält
die ARP-Tabelle jeder Satellitenstation außerdem ein Labelfeld, das unter den
gleichen Bedingungen aktualisiert wird wie die Felder der Tabelle
für die
Hardware-Adressen.
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Gemäß der Erfindung
sind die Label L1, L2 und L3 entsprechend einer Tabelle, die im
Folgenden dargestellt ist, den virtuellen Netzen SR1, SR2 und den
Spots SP1, SP2 zugeordnet.
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Will
ein Nutzer Daten an einen anderen Nutzer adressieren, liest seine
Verbindungsstation auf diese Weise aus dem Adressheader jedes Datenpakets
das Labelfeld mit dem entsprechenden Wert für diesen anderen Nutzer aus.
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Der
Nutzer U2 gehört
beispielsweise zum virtuellen Netz SR1 und ist über die Satellitenstation T1,
die sich im Spot SP1 befindet, mit dem Satellitennetz verbunden.
Infolgedessen enthalten die für
ihn bestimmten Pakete den Wert L1 als Label.
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Im
Folgenden werden die 2 bis 5 erläutert, um
ein Verfahren zur Registrierung eines Nutzers U1 bei einem Zugangsserver
ISP1 zu beschreiben.
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Beim
Einschalten der Satellitenstation T1, die mit der Benutzerstation
U1 verbunden ist, muss sich die Satellitenstation zunächst im
Satellitennetz anmelden.
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Zu
diesem Zweck umfasst die Satellitenstation T1 einen Speicher, in
dem die Label enthalten sind, die ihr ermöglichen, mit der Verbindungsstation
G1 zu kommunizieren, um das Satelliten-Telekommunikationssystem zu steuern.
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Bei
diesen Labeln handelt es sich um:
- – ein Empfangslabel
Label_Broadcast_G1, das der genannten Satellitenstation ermöglicht,
die Daten zu erfassen, die im Sendemodus von der Verbindungsstation
G1 übertragen
werden,
- – ein
Senderlabel Label_G1, das ihr ermöglicht, Daten an die Verbindungsstation
G1 zu senden.
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Diese
Label wurden insbesondere in Abhängigkeit
von den Spots SP1 und SP2 zugeordnet, innerhalb denen sich die Satellitenstation
T1 bzw. die Verbindungsstation G1 befindet.
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Das
Empfangslabel Label_Broadcast_G1 ist im Header aller Broadcast-Daten
enthalten, die von der Verbindungsstation versandt werden. Dieses
Label entspricht sämtlichen
virtuellen Unternetzen sowie sämtlichen
Satellitenspots. Es ist in der Liste der von allen Satellitenstationen
freigegebenen Labeln enthalten, damit alle Nutzer im Sendemodus
Daten von der Verbindungsstation G1 empfangen können.
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In
einer Ausführungsvariante
ist das Senderlabel Label_G1 nicht in der Satellitenstation T1 gespeichert,
sondern wird im Sendemodus von der Verbindungsstation G1 übertragen
und beim Einschalten dank des Empfangslabels Label_Broadcast_NCC
von der Satellitenstation erfasst.
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Zur
Registrierung im Satellitennetz sendet die Satellitenstation T1
mit Hilfe des Labels Label_G1 (Schritt E1 in 2) eine
Registrierungsanforderung an die Verbindungsstation G1.
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Die
Verbindungsstation G1 antwortet der Satellitenstation im Sendemodus
mit Hilfe des Labels Label_Broadcast_G1 (Schritt E2 in 2).
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Sobald
die Satellitenstation bei der Verbindungsstation registriert ist,
kann sich der Nutzer bei seinem Zugangsserver registrieren.
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Zu
diesem Zweck übermittelt
die Benutzerstation U1 der Satellitenstation T1 die dem Zugangsserver ISP1
entsprechende Nummer.
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Die
Satellitenstation T1 fragt die Verbindungsstation ab (Schritt E3
in 2) und erfasst die Label, die die Kommunikation
mit dem Zugangsserver ISP1 ermöglichen,
der sich im Spot SP3 befindet (Schritt E4 in 2), d.h.
das Label Label_écoute_ISP1,
das ihr ermöglicht,
Datenpakete vom Zugangsserver ISP1 zu empfangen, sowie das Label
Label_envoi_ISP1, das die Adressierung von Daten an den Zugangsserver
ermöglicht.
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Der
Nutzer kann sich dann beim Zugangsserver ISP1 registrieren.
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Die
Registrierungsanforderung wird mit dem Label Label_envoi_ISP1 an
den Zugangsserver adressiert (Schritt E1 in 3).
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Der
Zugangsserver führt
eine Überprüfung der
Autorisierungen durch, die im Vertrag des Nutzers mit seinem Provider
vorgesehen sind, der den Zugangsserver ISP1 verwaltet, und sendet
(Schritt E2 in 3), sofern die Überprüfung positiv
ausgefallen ist, eine Registrierungsfreigabe, zusammen mit einem
der Benutzerstation noch nicht bekannten Label zurück: Das
Label Label_S-ARP, das dem Nutzer ermöglicht, direkte Anfragen an
den zentralen, mit dem Zugangsserver ISP1 verbundenen Adressauflösungsserver
(nicht abgebildet) zu richten.
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Außerdem kann
der Zugangsserver dynamisch Empfangslabel (Label_ec_ISP1) und Sendelabel (Label_ev_ISP1)
an den Zugangsserver und die Satellitennetze liefern, wobei diese
Empfangslabel in Abhängigkeit
von dem jeweiligen Standort optimiert werden.
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Der
Nutzer wird dann im Netz registriert und verfügt über Mittel zum Versand und
Empfang von Datenpaketen, indem er die Label gemäß der Erfindung verwendet.
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Der
Versand und der Empfang von Datenpaketen erfolgt auf die folgende
Weise, die in Bezug auf 4 erläutert wird.
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Zum
Versand von Daten von der Benutzerstation U1 an die Benutzerstation
U2 empfängt
die Satellitenstation T1 Datenpakete von der Benutzerstation U1,
jeweils mit einem Header, der die Protokolladresse der Benutzerstation
U2 enthält.
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Wenn
der S-ARP-Tabelle der Satellitenstation T1 die Protokolladresse
der Benutzerstation U2 bereits bekannt ist, setzt die Satellitenstation
das Label_n, das der Benutzerstation U2 entspricht (d.h. das die
Tatsache widerspiegelt, dass die Station U2 zu einem virtuellen
Unternetz gehört
und mit der Satellitenstation T2 verbunden ist, die sich im Spot
SP2 befindet), in das Labelfeld ein und sendet das Datenpaket an
den Satelliten.
-
Im
Satelliten wird erkannt, dass die Datenpakete das Label Label_n
aufweisen, und diese werden direkt an den Spot SP2 weitergeleitet.
-
Wenn
der S-ARP-Tabelle der Satellitenstation die Protokolladresse der
Benutzerstation U2 nicht bekannt ist, muss das Verfahren zur dynamischen
Bestimmung eines Empfängerlabels
U2 für
die vom Sender U1 übermittelten
Daten umgesetzt werden.
-
Dieses
Verfahren wird in Bezug auf 5 erläutert, in
der die erste Benutzerstation U1, der mit dem Zugangsserver ISP1
verbundene Labelserver S-ARP1 und die zweite Benutzerstation U2
dargestellt sind.
-
Gemäß der Erfindung
führt die
mit der Benutzerstation U1 verbundene Satellitenstation T1 eine
Adressauflösungsanfrage
durch, allerdings nicht im Sendemodus, da dies den Verkehr im Netz überlasten
würde, sondern
beim zentralen Adressauflösungsserver
S-ARP1, unter Verwendung
des Labels Label_S-ARP1.
-
Der
zentrale Adressauflösungsserver
S-ARP1 bestimmt in Schritt E1 dynamisch das Label Label_n, das der
Benutzerstation U2 entspricht, und übermittelt dieses Label Label_n
als Antwort an die Satellitenstation T1. Das Datenpaket wird verarbeitet
und von der Satellitenstation T1 versandt, wie oben beschrieben.
-
Zum
Empfang von Daten durch die Benutzerstation U1 verfügt die Satellitenstation
T1 über
eine Liste von zugelassenen Labeln, die als Empfangsfilter dient.
Nur die Datenpakete, deren Header ein Label enthält, das in dieser Liste aufgeführt ist,
werden von der Satellitenstation verarbeitet.
-
Die
eigentliche Verarbeitung besteht darin, die Adresse der Empfänger-Benutzerstation
auszulesen und die Datenpakete an diese zu adressieren.
-
Die
Liste der zugelassenen Label wird jedes Mal aktualisiert, wenn ein
neues Label für
die mit der Satellitenstation verbundenen Benutzerstationen freigegeben
wird, d.h. unter den folgenden Bedingungen:
- – Registrierung
der Satellitenstation im Netz,
- – Registrierung
einer mit der Satellitenstation verbundenen Benuzerstation bei einem
Zugangsserver,
- – Verbindung
des Nutzers mit einem Server,
- – Zugehörigkeit
eines Nutzers zu einer Gruppe aus mehreren Empfängern oder zu einem privaten,
virtuellen Netz.
-
In
Bezug auf 6 bis 9 wird im
Folgenden das Verfahren zur dynamischen Bestimmung von Labeln in
Abhängigkeit
vom physischen Standort des Empfängers
erläutert.
-
Im
Fall von 6 ist der Empfänger U2
direkt über
das Satellitennetz erreichbar. Der zentrale Adressauflösungsserver
S-ARP1 (auch als
Label-Server bezeichnet) kennt die Protokolladresse der Benutzerstation U2
und antwortet auf die von der Station U1 übermittelte Labelanfrage, indem
er das der Station U2 entsprechende Label Label_n angibt.
-
Die
Station U1 kann somit mit dem Label Label_n an die Station U2 senden.
-
Im
Fall von 7 ist die Empfängerstation
U2 über
das Satellitennetz erreichbar, ist jedoch bei einem anderen Zugangsserver
ISP2 registriert als dem Zugangsserver ISP1 der Sendestation U1.
-
Die
von U1 an den Label-Server S-ARP1 gesandte Labelanfrage löst auf Seiten
des Letztgenannten eine Anfrage beim Label-Server S-ARP2 aus, der
mit dem Zugangsserver ISP2 verbunden ist.
-
Diese
Anfrage erfolgt gemäß einem
zwischen den Label-Servern S-ARP1
und S-ARP2 vordefinierten Protokoll. Damit der Label-Server ARP1
weiß,
dass im Zugangsserver ISP2 die Adresse der Station U2 verwendet
wird, wird insbesondere ein Adressierungsplan in statischer oder
dynamischer Form erstellt. Der dynamische Adressierungsplan kann
durch die systematische Abfrage aller Zugangsserver erstellt werden,
die eine Vereinbarung mit dem Zugangsserver ISP1 geschlossen haben,
oder anhand des dynamischen Austauschs von Informationen zwischen
den Zugangsservern.
-
Der
Label-Server S-ARP2 sendet dem Label-Server S-ARP1 das Label Label_n
zurück,
das der Station U2 entspricht.
-
Der
Label-Server S-ARP1 wiederum sendet das Label Label_n an die Satellitenstation
der Station U1 zurück
und die Satellitenstation überträgt das bzw.
die Datenpakete, indem sie das auf diese Weise erhaltene Label verwendet.
-
Im
Fall von 8 ist die Empfängerstation
U2 nicht direkt über
das Satellitennetz erreichbar und die Adressierung des Empfängers erfordert
die Weiterleitung durch einen Router R1 an den Zugangsserver ISP2, bei
dem die Empfängerstation
U2 registriert ist.
-
Auf
die gleiche, erste Anfrage hin wie zuvor antwortet der Label-Server
S-ARP1, indem er das dem Router R1, der mit dem Zugangsserver ISP1
verbunden ist, entsprechende Label Label_p übermittelt.
-
Der
Sender sendet dann die Daten an die Station U2, indem er das Label
Label_p verwendet.
-
Die
Datenpakete kommen beim Router R1 an, der diese an den Empfänger U2
weiterleitet.
-
Im
Fall von 9 ist der Empfänger U2
nicht über
das Satellitennetz erreichbar und die Adressierung des Empfängers erfordert
die Weiterleitung durch einen Router R2, der mit einem anderen Zugangsserver ISP2
verbunden ist als der Sender und bei dem U2 registriert ist.
-
Die
an den Server S-ARP1 adressierte Labelanfrage löst bei dem Letztgenannten eine
Leitweglenkung aus, um die Adresse des Routers R2 zu ermitteln,
an den das Datenpaket weitergeleitet werden soll.
-
Der
Server S-ARP1 sendet eine Labelanfrage an den Label-Server S-ARP2
des Zugangsservers ISP2.
-
Der
Server S-ARP2 sendet dem Server S-ARP1 das Label Label_q zurück, das
dem Router R2 des Zugangsservers ISP2 entspricht, bei dem die Benutzerstation
U2 registriert ist. Der Server S-ARP1 antwortet wiederum auf die
Anfrage der mit der Benutzerstation U1 verbundenen Satellitenstation,
indem er das Label Label_q übermittelt.
-
Die
Benutzerstation U1 kann die Daten somit an den Router R2 adressieren,
indem sie das Label Label_q verwendet.
-
In
Bezug auf 10 wird im Folgenden ein Verfahren
zur Optimierung der Leitweglenkung für den Fall beschrieben, in
dem der Empfänger
nicht zum Satellitennetz gehört.
-
Das
Ziel dieser Optimierung besteht darin, den Router, der unmittelbar
vor dem Ausgang der Leitweglenkung aus dem Satellitennetz angeordnet
ist, über
eine einzige Verknüpfung
im Satellitennetz zu erreichen.
-
In 10 ist
Folgendes dargestellt:
- – eine Satellitenstation T1,
die Daten versendet (für
eine nicht abgebildete Benutzerstation) und die zu einem ersten
Netz N1 gehört,
das sich auf eine Verbindungsstation G1, einen Zugangsserver ISP1
und seinen Label-Server S-ARP1 (nicht abgebildet) sowie auf einen
Router R1 stützt,
- – ein
zweites Netz N2, das sich auf eine Verbindungsstation G2 und einen
mit dieser verbundenen Router R2 stützt,
- – ein
drittes Netz N3, das sich auf eine Verbindungsstation G3 und einen
mit dieser verbundenen Router R3 stützt, und
- – eine
Station U2, die die von U1 versandten Daten empfängt.
-
Die
drei Netze N1, N2, N3 unterscheiden sich darin, dass sie verschiedene
Verbindungsstationen und verschiedene Zugangsserver umfassen. Sie
basieren jedoch auf der gleichen Satelliten-Infrastruktur SN.
-
Es
handelt sich um Netze, deren Zugangsserver Vereinbarungen in Bezug
auf die Leitweglenkung gemäß dem Internet-Protokoll
miteinander geschlossen haben, die jedoch ihre Satelliten-Adressierung im Hinblick
auf einen Adressierungsplan nicht gemeinsam optimieren wollten und
dabei das Risiko eingehen, dass die Pakete doppelte oder sogar dreifache
Satellitenverknüpfungen
verursachen, indem sie von einem Router zum anderen weitergeleitet
werden.
-
Um
das für
die Adressierung der Station U2 erforderliche Label zu ermitteln,
sendet die Station U1 eine Labelanfrage an den Label-Server S-ARP1, der
mit seinem Zugangsserver verbunden ist (Schritt E1).
-
Da
es sich bei der Adresse der Station U2 nicht um eine Adresse im
Satellitennetz handelt, weist der Label-Server S-ARP1 den Router
R1 als Empfänger
aus und sendet der Station U1 das dem Router R1 entsprechende Label
Label_R1 (Schritt E2).
-
Die
Station U1 beginnt dann, Datenpakete an die Station U2 zu senden,
indem sie das Label Label_R1 verwendet (Schritt E3).
-
Mit
dem Ziel einer Optimierung der Leitweglenkung sendet der Label-Server
S-ARP1 dem Router R1 ein Datenpaket vom Typ « Label-Optimierung », das für die Station U2 bestimmt ist
(Schritt E4).
-
Der
Router R1 legt fest, dass dieses Optimierungspaket, das für die Station
U2 bestimmt ist, an das zweite Netz N2 übermittelt werden muss. Zu
diesem Zweck schickt der Router R1 das Optimierungspaket über die
Verbindungsstation G2 an die Verbindungsstation G1.
-
Die
Verbindungsstation G1 erfasst das Optimierungspaket, das sie an
G2 weiterleiten soll (Schritt E5), und reagiert entsprechend, indem
sie den Label-Server S-ARP1 informiert, dass er das Label Label_G2
der Verbindungsstation G2 verwenden muss, um Daten an die Station
U2 zu senden.
-
Der
auf diese Weise informierte Label-Server S-ARP1 sendet eine Information
zur Aktualisierung der S-ARP Adressauflösungstabelle an die Station
U1, die das Labelfeld beinhaltet (Schritt E6).
-
Die
Station T1 beginnt dann mit der Übertragung
von Datenpaketen, indem sie das Label Label_G2 verwendet, so dass
die Daten über
eine einzige Verknüpfung
von der Station T1 zur Verbindungsstation G2 gelangen, wobei die
Weiterleitung durch den Router R1 umgangen wird (Schritt E7).
-
Da
die Verbindungsstation G2 das Optimierungspaket erhalten hat, legt
sie fest, dass es sich bei der Adresse der Station U2 nicht um eine
Adresse handelt, die über
das zweite Netz erreichbar ist und leitet diese an ihren Router
R2 weiter.
-
Letzterer
legt fest, dass das Paket an das dritte Netz N3 adressiert werden
muss und sendet das Optimierungspaket daher zur Übertragung an das dritte Netz
an die Verbindungsstation G2 zurück.
-
Die
Verbindungsstation G2 erfasst das Optimierungspaket und informiert
den Label-Server S-ARP1, dass es zur Adressierung der Station U2
besser ist, das Label Label_G3 zu verwenden, das der Verbindungsstation
G3 des dritten Netzes entspricht (Schritt E8). Das Optimierungspaket
wird an die Station G3 übertragen (Schritt
E9).
-
Der
Label-Server S-ARP1 sendet eine Information zur Aktualisierung seiner
S-ARP-Tabelle an die Station T1 (Schritt E10), und die Station beginnt
mit der Übertragung
von Datenpaketen an die Station U2, indem sie das Label Label_G3
verwendet (Schritt E11).
-
Die
Daten werden somit über
eine einzige Verknüpfung
zwischen der Station T1 und der Verbindungsstation G3 übertragen.
-
Der
Router R3 sendet das Optimierungspaket an das terrestrische Netz,
wo es aufgrund der Tatsache gelöscht
wird, dass die Protokollschichten dieses nicht mehr berücksichtigen.
-
Um
die Selbstzerstörung
des Optimierungspakets zu gewährleisten,
weist dieses außerhalb
des Satellitennetzes vorzugsweise eine eingeschränkte Lebensdauer auf, so dass
es nicht möglich
ist, es an zwei aufeinander folgende terrestrische Router zu senden.
Konkret erfolgt diese Selbstzerstörung anhand der Abwärtszählung eines
Routing-Zählers,
der bei jeder Übermittlung über eine
Verbindungsstation auf den Wert 2 gesetzt wird und der die Übertragung
des Pakets unterbindet, wenn der Zähler auf Null steht.
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Es
wird deutlich, dass die Erfindung den optimalen Einsatz von Satellitennetzen
ermöglicht,
wobei sie in der Lage ist, sich an Kommunikationen im Leitungsmodus
anzupassen und dabei gleichzeitig die Möglichkeiten zu nutzen, die
Satellitennetze für Übertragungen
an mehrere Empfänger
oder in privaten virtuellen Netzen bieten.
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Die
Protokolle und die Konfiguration von Satellitenstationen werden
nämlich
dadurch vereinfacht. In Verbindungsstationen sind die speziell mit
dem Satellitensystem zusammenhängenden
Funktionen von den Funktionen getrennt, die den Funktionen in einem
terrestrischen Netz entsprechen. In Satelliten ist die Label-Verwaltung
wesentlich weniger aufwändig
als die der Stationen, die sehr viel zahlreicher sind als die Label. Außerdem erfolgt
die Aktualisierung der Label-Tabelle
in einem Satelliten ausschließlich
zum Zeitpunkt von Zuordnung und Löschung von Labeln durch die
Verbindungsstation. Es ist daher insbesondere unnötig, eine
Aktualisierung dieser Tabelle bei einer Verbindung mit einem Nutzer
vorzusehen.
-
In
dem Bemühen
um Klarheit wurde die Erfindung hauptsächlich in Bezug auf die Datenübertragung gemäß dem Internet-Protokoll
beschrieben, dem Fachmann ist es jedoch sicherlich klar, dass die
Erfindung auch auf die Übertragung
aller anderen Typen von Datenpaketen Anwendung finden kann.