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DE60126558T2 - Blutreservoir - Google Patents

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Publication number
DE60126558T2
DE60126558T2 DE60126558T DE60126558T DE60126558T2 DE 60126558 T2 DE60126558 T2 DE 60126558T2 DE 60126558 T DE60126558 T DE 60126558T DE 60126558 T DE60126558 T DE 60126558T DE 60126558 T2 DE60126558 T2 DE 60126558T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
blood
filter
withdrawn
reservoir
sucked
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE60126558T
Other languages
English (en)
Other versions
DE60126558D1 (de
Inventor
Kenji Nakai-machi Ashigarakami-gun Yokoyama
Kazuhiko Fujinomiya-shi Takeuchi
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Terumo Corp
Original Assignee
Terumo Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Priority claimed from JP2000365086A external-priority patent/JP2002165878A/ja
Priority claimed from JP2001136076A external-priority patent/JP4485707B2/ja
Application filed by Terumo Corp filed Critical Terumo Corp
Publication of DE60126558D1 publication Critical patent/DE60126558D1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE60126558T2 publication Critical patent/DE60126558T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61MDEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
    • A61M1/00Suction or pumping devices for medical purposes; Devices for carrying-off, for treatment of, or for carrying-over, body-liquids; Drainage systems
    • A61M1/36Other treatment of blood in a by-pass of the natural circulatory system, e.g. temperature adaptation, irradiation ; Extra-corporeal blood circuits
    • A61M1/3621Extra-corporeal blood circuits
    • A61M1/3627Degassing devices; Buffer reservoirs; Drip chambers; Blood filters
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61MDEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
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    • A61M1/3627Degassing devices; Buffer reservoirs; Drip chambers; Blood filters
    • A61M1/3632Combined venous-cardiotomy reservoirs

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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Blutreservoir.
  • Beispielsweise wird in der offenen Herzchirurgie ein extracorporaler Blutkreislauf in einer derartigen Weise durchgeführt, daß Blut von Venen (großen Venen) eines Patienten abgezogen wird, ein Gasaustausch in dem But durch einen Oxygenator durchgeführt wird, und das Blut zu dem arteriellen System des Patienten durch Betrieb einer Blutpumpe zurückgebracht wird.
  • Ein extracorporales Blutkreislaufsystem umfaßt einen Hauptkreis mit einer Blutrückkehrleitung von großen Venen und einer Blutrückkehrleitung zu dem arteriellen System, einen Saugkreis für abgesaugtes Blut, das sich im Operationsfeld angesammelt hat, und einen Abzugskreis für abgesaugtes Blut, das sich in dem Herz angesammelt hat.
  • Bei diesen Saug- und Abzugskreisen wird von dem Operationsfeld (außerhalb des Herzens) abgesaugtes Blut und von dem inneren des Herzens abgezogenes Blut in ein Blutreservoir (kardiotomisches Reservoir) eingeführt, um das von diesen Regionen abgesaugte Blut zeitweise zu speichern. Ein in dem Blutreservoir vorgesehenes Filterteil filtert Fremdstoffe aus dem Blut und entfernt Bläschen aus dem Blut. Das Blut, welches der Filterung und Bläschenentfernung in dem Blutreservoir unterworfen wurde, wird zu dem Patientenkörper zurückgebracht. Das Blutreservoir hat ebenfalls eine Speicherfunktion, um die Blutrückkehrrate durch Regulierung des Blutvolumens in dem Kreislauf konstant zu halten.
  • Die Schriften US-A-5,849,186 und US-A-5,800,721 betreffen Blutreservoire für die Behandlung und Sammlung von zwei Blutarten: Das erste ist venöses Blut und das zweite ist kardiotomisches Blut. Kardiotomisches Blut kommt von einer Operationsseite und wird behandelt, um Fremdstoffe zu entfernen. Venöses Blut kommt von dem zirkulären System des Patienten und wird behandelt, um jegliche enthaltenen Gasbläschen zu entfernen. Beide Arten von Blut werden zu dem Patienten zurückgeleitet.
  • Bei Blut, das dazu gebracht wird, in das oben erwähnte Blutreservoir einzuströmen, enthält von dem Außenraum des Herzens abgesaugtes Blut vergleichsweise große Mengen von Fremdstoffen wie etwa Fetttröpfchen, Gewebebruchstücken, denaturierten Proteinen und Aggregaten anders als die der gewöhnlichen Blutinhalte. Andererseits hat von dem Inneren des Herzens abgezogenes Blut geringere Inhalte von derartigen Fremdstoffen und ist weniger beschädigt und ist im allgemeinen das gleiche wie das Blut, welches von großen Venen abgezogen wird.
  • Das herkömmliche Blutreservoir ist derart aufgebaut, daß Blut, welches von dem Außenraum des Herzens abgesaugt wird, und Blut, das von dem Innenraum des Herzens abgezogen wird, nach deren Zusammenfluß in dem Blutreservoir von einer gemeinsamen Filtereinheit gefiltert wird. Vor und während des Weges des abgezogenen Blutes durch das Filterteil in dem Blutreservoir kontaktiert daher das weniger beschädigte abgezogene Blut Fremdstoffe, die von dem abgesaugten Blut ausgefiltert wurden, und wird durch Reaktion mit den Fremdstoffen aktiviert.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Blutreservoir bereitzustellen, das dazu ausgelegt ist, Schäden in darin gespeichertem Blut zu reduzieren.
  • Wie beansprucht, umfaßt ein Blutreservoir ein Gehäuse mit einem Einlaß für abgesaugtes Blut, durch den Blut einströmen kann, das von dem Außenraum des Herzens abgesaugt wird, einen Einlaß für venöses Blut, durch den Blut von einer großen Vene einströmen kann, und einen Blutauslaß. Das Reservoir umfaßt ebenfalls eine Filterkammer für abgesaugtes Blut, die mit dem Einlaß für abgesaugtes Blut in Verbindung steht, und wenigstens teilweise von einen Filterteil abgesaugtes Blut zum Filtern des durch den Bluteinlaß für abgesaugtes Blut strömenden abgesaugten Blutes gebildet ist, und eine in dem Gehäuse vorgesehene Filtereinheit für venöses Blut mit einem Filterteil für venöses Blut zum Filtern von durch den Einlaß für venöses Blut strömenden Blut. Gemäß der Erfindung umfaßt das Reservoir weiter einen Einlaß für abgezogenes Blut, durch den von dem Inneren des Herzens abgezogenes Blut einströmen kann, und eine Filterkammer für abgezogenes Blut, die in Verbindung mit dem Einlaß für abgezogenes Blut steht, und wenigstens teilweise durch ein Filterteil für abgezogenes Blut zum Filtern des durch den Einlaß für abgezogenes Blut strömenden abgezogenen Blutes gebildet ist. Das in das Gehäuse strömende abgezogene Blut kann daher durch das Filterteil für abgezogenes Blut gelangen, ohne mit Fremdstoffen in Kontakt zu kommen, die von dem abgesaugten Blut ausgefiltert wurden.
  • In einer Ausführungsform umfaßt das Blutreservoir weiter eine in dem Gehäuse vorgesehene Filtereinheit, wobei die Filtereinheit ein Filterteil aufweist, das das Filterteil für abgezogenes Blut und das Filterteil für abgesaugtes Blut bildet.
  • Vorzugsweise sind die Filterkammer für abgezogenes Blut und die Filterkammer für abgesaugtes Blut gebildet, indem eine Trennung zur Aufspaltung eines von dem Filterteil umgebenen Raums verwendet wird.
  • Vorzugsweise sind die Filterkammer für abgezogenes Blut und die Filterkammer für abgesaugtes Blut durch getrennte Filterteile gebildet.
  • In einer weiteren Ausführungsform umfaßt das Blutreservoir eine in dem Gehäuse vorgesehene Filtereinheit für abgezogenes Blut, welche das Filterteil für abgezogenes Blut aufweist, und eine in dem Gehäuse vorgesehene Filtereinheit für abgesaugtes Blut, welche das Filterteil für abgesaugtes Blut aufweist. Das Reservoir umfaßt weiter ein in der Filtereinheit für abgesaugtes Blut angeordnetes Antischäumungsmittel, wobei das Antischäumungsmittel an einer Stelle angeordnet ist, welche ausgelegt ist, mit dem durch den Einlaß für abgesaugtes Blut strömenden abgesaugten Blut in Berührung zu kommen. Das durch den Einlaß für abgezogenes Blut einströmende abgezogene Blut kann durch das Filterteil für abgezogenes Blut gelangen, ohne mit dem Antischäumungsmittel in Berührung zu kommen.
  • Vorzugsweise sind wenigsten eine in dem Filterteil für abgezogenes Blut festgelegte Bedingung und wenigstens eine in dem Filterteil für abgesaugtes Blut festgelegte Bedingung voneinander verschieden.
  • Vorzugsweise weist das Filterteil für abgezogenes Blut einen Siebfilter auf.
  • Vorzugsweise weist das Filterteil für abgesaugtes Blut einen Tiefenfilter auf.
  • Vorzugsweise weist das Filterteil für abgesaugtes Blut einen Vliesstoff auf.
  • Vorzugsweise sind die wirksame Fläche des Filterteils für abgezogenes Blut und die wirksame Fläche des Filterteils für abgesaugtes Blut voneinander verschieden.
  • Vorzugsweise umfaßt das Blutreservoir weiter eine Entschäumungseinrichtung, die an dem Filterteil und/oder einem Halteteil gehalten ist.
  • Vorzugsweise ist das Antischäumungsmittel an dem in der Filtereinheit für abgesaugtes Blut vorgesehenen Halteteil und/oder dem Filterteil für abgesaugtes Blut gehalten.
  • Vorzugsweise ist das Antischäumungsmittel ebenfalls unterhalb eines Maximalblutpegels vorgesehen.
  • Vorzugsweise weist die Filtereinheit für abgezogenes Blut ein Antischäumungsmittel auf, das derart an einer Stelle oberhalb des Maximalblutpegels angeordnet ist, das das durch den Einlaß für abgezogenes Blut einströmende abgezogene Blut in einer Normalsituation nicht mit dem Antischäumungsmittel in Berührung kommt.
  • Vorzugsweise umfaßt das Blutreservoir weiter:
    ein an dem Filterteil, welches die Filterkammer für abgezogenes Blut bildet, und/oder einem an der Filterkammer für abgezogenes Blut angeordneten Halteteil erhaltenes Antischäumungsmittel;
    ein an dem Filterteil, welche die Filterkammer für abgesaugtes Blut bildet und/oder einem an der Filterkammer für abgesaugtes Blut angeordneten Halteteil gehaltenes Antischäumungsmittel; und
    die insgesamt gehaltenen Mengen der obigen Antischäumungsmittel sind voneinander verschieden.
  • Vorzugsweise umfaßt das Blutreservoir weiter ein Einführrohr für abgezogenes Blut zum Führen von Blut von dem Einlaß für abgezogenes Blut in die Filterkammer für abgezogenes Blut, und ein Einführrohr für abgesaugtes Blut zum Führen von Blut von dem Einlaß für abgesaugtes Blut in die Filterkammer für abgesaugtes Blut.
  • Vorzugsweise ist die gleiche Art von Filterteil wie das Filterteil für venöses Blut als Filterteil für abgezogenes Blut verwendet.
  • In den beiliegenden Zeichnungen:
  • 1 ist eine Seitenansicht eines Blutreservoirs, welches eine erste Ausführungsform der vorliegenden Erfindung darstellt;
  • 2 ist eine ein entlang der Linie A-A aus 1 genommene Querschnittsansicht;
  • 3 ist eine entlang der Linie C-C von 2 genommene Querschnittsansicht;
  • 4 ist eine entlang der Linie B-B aus 1 genommene Querschnittsansicht;
  • 5 ist ein einen extra extracorporalen Blutkreislauf zeigendes Kreislaufdiagramm;
  • 6 ist eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, eines Blutreservoirs, welches eine zweite Ausführungsform der vorliegenden Erfindung darstellt;
  • 7 ist eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, eines Blutreservoirs, welches eine dritte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung darstellt;
  • 8 ist eine entlang er Linie X-X aus 7 genommene Querschnittsansicht; und
  • 9 ist ein Diagramm, das einen Blutzirkulationskreis zeigt, der in einem Experiment verwendet wurde, welches für Beispiele der vorliegenden Erfindung durchgeführt wurde.
  • Blutreservoire in Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden unten mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen im Detail beschrieben.
  • <Erste Ausführungsform>
  • Ein Blutreservoir, das eine erste Ausführungsform der vorliegenden Erfindung darstellt, wird mit Bezug auf die 1 bis 5 beschrieben. 1 ist eine Seitenansicht eines Blutreservoirs, die eine erste Ausführungsform der vorliegenden Erfindung darstellt, 2 ist eine Querschnittansicht, die entlang der Linie A-A von 1 genommen ist, 3 ist eine Querschnittsansicht, die entlang der Linie C-C aus 2 genommen ist, 4 ist eine Querschnittsansicht, die entlang der Linie B-B von 1 genommen ist, und 5 ist ein Kreislaufdiagramm, das einen extracorporalen Blutkreislauf zeigt.
  • In 1 zeigt das Bezugszeichen 1 ein Blutreservoir an; 2, ein Gehäuse; 3, einen Gehäusekörper; 4, einen Deckel; 5a, einen Einlaß für abgezogenes Blut; 5c, einen Einlaß für venöses Blut; 5d, einen Vorbehandlungslösungseinlaß; 6, einen Blutauslaß; 7a und 7b, Filter und Entschäumungsvorrichtungen; 25, einen Blutreservoirraum; und 31, einen Vorsprungsbereich.
  • In 1 ist das Blutreservoir 1 aufgebaut, indem ein Reservoir zur zeitweisen Aufbewahrung von von großen Venen abgezogenen Bluts und ein Reservoir (kardio tomisches Reservoir), welches der zeitweisen Speicherung von Blut dient, das von dem Außenraum eines Herzens abgesaugt wird, und von Blut, welches von dem Herzinneren abgezogen wird, integral kombiniert sind. Das Blutreservoir 1 hat ein Gehäuse 2, das von einem Gehäusekörper 3 und einem Deckel 4 gebildet ist. Ein Blutreservoirraum 25 zur Speicherung von Blut ist in dem Gehäuse 2 gebildet.
  • Der Gehäusekörper 3 ist in der Form einer Box gebildet und weist einen vorspringenden Bereich 31 auf, der nach unten vorragt. Ein mit dem Blutreservoirraum 25 in Verbindung stehender zylindrischer Blutauslaß 6 ist unterhalb des Vorsprungsbereichs 31 gebildet.
  • Der Deckel 4 ist an einen oberen Endbereich des Gehäusekörpers 3 angepaßt, um eine obere Öffnung in dem Gehäusekörper 3 abzudecken. Zylindrische Bluteinlässe 5a (Einlaß für abgezogenes Blut), 5b (Einlaß für abgesaugtes Blut), und 5c (Einlaß für venöses Blut) sind an vorbestimmten Stellen in dem Deckel 4 gebildet.
  • Die Bluteinlässe 5a bis 5c und der Blutauslaß 6 sind in einem extracorporalen Blutkreislauf wie unten beschrieben eingebunden.
  • In 5 zeigt Bezugsnummer 1 ein Blutreservoir an; 5a, einen Einlaß für abgezogenes Blut; 5b, einen Einlaß für abgesaugtes Blut; 5c einen Einlaß für venöses Blut; 6, einen Blutauslaß; 7a, eine Filter- und Entschäumungsvorrichtung; 80, einen Abzieh-Saugleitung; 81, eine intrakardialische (Intrathorax) Saugleitung; 82 und 83, Pumpen; 84, eine Blutabzugsleitung; 85, eine Blutpumpe; 86, ein Oxygenator; 87 ein arterischer Filter; und 88, eine Blutrückkehrleitung.
  • Mit Bezug auf 5 ist ein Rohr in einer Abzieh-Saugleitung 80 mit dem Einlaß für abgezogenes Blut 5a verbunden. Das heißt, Blut, das von dem Innenraum des Herzens (insbesondere von dem linken Atrium und dem linken Ventrikel des Herzens) von einer Pumpe 83 (hiernach als „Abziehpumpe" bezeichnet) abgesaugtes Blut strömt durch den Einlaß 5a für abgesaugtes Blut in das Blutreservoir 1. Dieses abgezogene Blut ist weniger beschädigtes Blut hinsichtlich seines Inhalts von Fremdstoffen wie etwa Fetttröpfchen, Gewebebruchstücke, denaturierten Proteinen und anderen als in gewöhnlichen Blutinhalten auftretenden Zusätzen, die vergleichsweise klein sind. Ebenfalls ist die in dem abgezogenen Blut enthaltene Menge von Bläschen vergleichsweise gering.
  • Ein Rohr in einem intrakardiaischen (Intrathorax) Saugleitung 81 ist mit dem Einlaß 5b für abgesaugtes Blut verbunden. Das heißt, Blut, welches von dem Operationsfeld wie etwa einer intrakardiaischen (Intrathorax) Region (dem Außenraum des Herzens) durch eine Pumpe 82 (hiernach als „abgesaugtes Blut" bezeichnet) abgesaugt wird, strömt durch den Einlaß 5b für abgesaugtes Blut in das Blutreservoir 1. Dieses abgesaugte Blut weist vergleichsweise große Inhalte von Fremdstoffen wie etwa die oben erwähnten auf, und enthält ebenfalls eine vergleichsweise große Menge von Bläschen.
  • Ein Rohr in einer Blutabzugsleitung 84 ist mit dem Einlaß 5c für venöses Blut verbunden. Das heißt, Blut, welches von den großen Venen abgezogen wird, strömt in das Blutreservoir 1 durch den Einlaß 5c für venöses Blut.
  • Filter- und Entschäumungsvorrichtungen 7a und 7b, die unten beschrieben werden, entfernen Fremdstoffe und Bläschen von dem Blut, welches durch die Einlässe 5a bis 5c in das Blutreservoir 1 strömt. Hiernach strömt das Blut durch den Blutauslaß 6 aus.
  • Ein Rohr in einer Leitung, die mit einem Oxygenator 86 verbunden ist, ist mit dem Blutauslaß 6 verbunden. Eine Blutpumpe 85 ist in einem Zwischenbereich dieser Leitung vorgesehen.
  • Von dem Oxygenator 86 sauerstoffangereichertes Blut strömt durch ein Rohr, welches eine Blutrückkehrleitung 88 bildet, um in das arterielle System eingespeist zu werden. Ein arterieller Filter 87 ist in einem Zwischenbereich der Blutrückkehrleitung vorgesehen.
  • Mit Bezug auf 4 ist in dem Deckel 4 an der Seite des Einlasses 5c für venöses Blut ein Einlaß 5d für eine Vorbehandlungslösung gebildet, der verwendet wird, um eine Vorbehandlungslösung in die Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7b zu injizieren, welche unten beschrieben wird.
  • Eine Entlüftungsöffnung 5e ist in dem Deckel 4 an der Seite des Einlasses 5c für venöses Blut entgegengesetzt dem Einlaß 5d für die Vorbehandlungslösung gebildet. Ein Teil der von mittels den unten beschriebenen Filter- und Entschäumungsvorrichtungen 7a und 7b gespaltenen Bläschen erzeugten Luft wird durch die Entlüftungsöffnung 5e nach außen freigegeben. Luft wird in die Lage versetzt, durch die Entlüftungsöffnung 5e im Einklang mit der Erhöhung bzw. der Abnahme der Blutmenge in dem Blutreservoir 1 ein- bzw. auszutreten.
  • Bei der Auswahl der Kapazität des Reservoirraums 25 in dem oben beschriebenen Gehäuse 2 wird keine besondere Einschränkung auferlegt. Es wird jedoch bevorzugt, daß die Kapazität auf etwa 3000 bis 5000 ml für Erwachsene und auf etwa 1000 bis 2500 ml für kleine Kinder gesetzt ist.
  • Das Material von jeweils dem Gehäusekörper 3 und dem Deckel 4 kann ausgewählt werden aus Polycarbonat, einem Acrylharz, Polyethylenterephthalat, Polyethylen, Polypropylen, Polystyrol, Polyvinylchlorid, acrylisch-styrolem Copolymer, acrylisch-butadien-styrolem Copolymer, und ähnlichem. Unter diesen Materialien sind Polycarbonat, ein acrylischer Harz, Polystyrol und Polyvinylchlorid besonders bevorzugt.
  • Vorzugsweise sind der Gehäusekörper 3 und der Deckel 4 im wesentlichen durchsichtig hergestellt, um zu ermöglichen, daß die Menge des gespeicherten Blutes, der Blutzustand, usw. in dem Gehäuse visuell kontrolliert werden kann.
  • Vorzugsweise ist eine (nicht gezeigte) Skala zur Anzeige der gespeicherten Blutmenge an einer Vorderfläche (einer Endfläche zur Seite der linken Hand wie in 1 gesehen) oder einer Seitenfläche des Gehäusekörpers 3 vorgesehen.
  • In dem so-aufgebauten Blutreservoir 1 sind zwei Filter- und Entschäumungsvorrichtungen 7a und 7b zur Entfernung von Fremdstoffen und Bläschen, die in dem in den Reservoirraum 25 strömenden Blut enthalten sind. Der Aufbau von jeweils den Filter- und Entschäumungsvorrichtungen 7a und 7b wird beschrieben.
  • Die Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7a bildet einen kardiotomischen Filter. Von dem Einlaß 5a für abgezogenes Blut abgezogenes Blut und von dem Einlaß für abgesaugtes Blut abgesaugtes Blut strömen in diesen Filter.
  • In 2 zeigt das Bezugszeichen 5a einen Einlaß für abgezogenes Blut an; 5b, einen Einlaß für abgesaugtes Blut; 7a, eine Filter- und Entschäumungsvorrichtung; 14, ein Einführrohr für abgesaugtes Blut; 15, ein Filterteil; 16, ein Entschäumungsteil; 17, ein Blutverteilteil; 18, ein Vergießmaterial; 19, eine Trennung; 20, ein Einführrohr für abgezogenes Blut; 71, eine Filterkammer für abgezogenes Blut; 72, eine Filterkammer für abgesaugtes Blut; und 161, eine untere Endfläche des Entschäumungsteils.
  • Mit Bezug auf 2 hat die Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7a ein Einführrohr 20 für abgezogenes Blut, das mit dem Einlaß 5a für abgezogenes Blut verbunden ist, ein Einführrohr 14 für abgesaugtes Blut, das mit dem Einlaß 5b für abgesaugtes Blut verbunden ist, ein Filterteil 15, ein Entschäumungsteil 16, welches entlang der inneren Fläche eines oberen Bereichs des Filterteils 15 plaziert ist, ein Blutverteilerteil 17, und eine Trennung 19.
  • Der Ausdruck „eine Filter- und Entschäumungsvorrichtung" in der Beschreibung der vorliegenden Erfindung bezieht sich auf eine Filtereinheit, welche ein Entschäumungsteil aufweist (ebenfalls aufweisend ein Filterteil, ein Einführrohr, und, wenn notwendig, ein Blutverteilerteil und eine Trennung), oder bezieht sich nur auf eine Filtereinheit.
  • Das Einführrohr 14 für abgesaugtes Blut ist ein rohrförmiges Teil, das sich nach unten und im allgemeinen vertikal erstreckt, während es gradual in seinem Innendurchmesser verringert wird. Ein oberer Endbereich des Einführrohrs 14 für abgesaugtes Blut steht in Verbindung mit dem Einlaß 5b für abgesaugtes Blut. Das obere Ende des Einführrohrs 14 für abgesaugtes Blut ist leicht höher als die untere Endfläche 161 des Entschäumungsteils 16 positioniert. Blut (abgesaugtes Blut), das dazu gebracht wird, von dem Einlaß 5b für abgesaugtes Blut in das Einführrohr 14 für abgesaugtes Blut zu strömen, fällt von dem unteren Ende des Einführrohrs 14 für abgesaugtes Blut, und wird so dem Innenraum der Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7a zugeführt, ohne in Kontakt mit dem Entschäumungsteil 16 gebracht zu werden. Da das untere Ende des Einführrohrs 14 für abgesaugtes Blut an einer vergleichsweise höheren Lage (höher als das untere Ende des Einführrohrs 20 für abgezogenes Blut) liegt, wird es nicht in das Blut in der Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7a eingetaucht, selbst wenn der Flüssigkeitspegel des Blutes durch die von dem Filterteil 15 ausgefilterten Fremdstoffe auf ein gewisses Niveau gehoben ist, und dadurch wird Schaumbildung unterdrückt.
  • Das obere Ende des Einführrohrs 20 für abgezogenes Blut steht mit dem Einlaß 5a für abgezogenes Blut in Verbindung. Vorzugsweise ist das untere Ende des Einführrohrs 20 für abgezogenes Blut im Vergleich mit dem unteren Ende des Einführrohrs 14 für abgesaugtes Blut nach unten erstreckt. Wenn das Einführrohr 20 für abgezogenes Blut in dieser Weise gebildet ist, fällt Blut, das von dem unteren Ende des Einführrohrs 20 für abgezogenes Blut herabfällt, sanft auf das Blutverteilerteil 17, wodurch das Maß an Schaumbildung verringert wird.
  • Das Material von jeweils dem Einführrohr 14 für abgesaugtes Blut und dem Einführrohr 20 für abgezogenes Blut kann aus polymerischen Materialien ausgewählt sein, z. B. Polycarbonat, einer acrylisches Harz, Polyethylenterephthalat (PET), Polybutylenterephthalat (PBT), Polyethylen, Polypropylen, Polystyrol, Polyvinylchlorid, acrylisch-styroles Copolymer, und acrylisch-butadien-Styrolcopolymer, verschiedene Gläser, verschiedene Keramiken, z. B. Alumina und Silica, Metalle, z. B. rostfreier Stahl, Aluminium, Kupfer, und Titan, verschiedene Kohlenstoffmaterialien, oder kann als Kombination von zwei oder mehrerer dieser Materialien ausgewählt sein. Unter diesen Materialien werden Polyvinylchlorid, Polycarbonat, Polystyrol, PET und rostfreier Stahl in besonderer Weise bevorzugt.
  • Das Filterteil 15, welches vorzugsweise eine zylindrische Form hat, wird um das Einführrohr 14 für abgesaugtes Blut und das Einführrohr 20 für abgezogenes Blut plaziert, welche wie oben beschrieben gebildet sind. Das Filterteil 15 hat die Funktion, Fremdstoffe und Bläschen aus dem Blut zu entfernen.
  • Das Filterteil 15 ist aus einem porösen Material gebildet, welches eine ausreichend hohe Blutdurchlässigkeit aufweist. Beispiele für solche poröse Materialien sind ein Maschengitter (Netz), Gewebe und ein Vliesstoff. Eines dieser Teile oder eine Kombination von jeglichen dieser Teile (insbesondere in gestapelter Form) kann verwendet werden. Gemäß der vorliegenden Erfindung wird es bevorzugt, einen Vliesstoff in dem Filterteil 15 einzuschließen, da ein Vliesstoff eine hohe Blutdurchlässigkeit aufweist und dazu ausgelegt ist, in wirksamer Weise Fremdstoffe aus Blut zu entfernen.
  • Das Material des Filterteils 15, insbesondere das Material des Vliesstoffes kann aus polymerischen Materialien gewählt werden, z. B. Polyestern, wie etwa PET und PBT, Nylon (Polyamid), Tetron, Rayon, Polyolefinen, wie etwa Polypropylen und Polyethylen, und Polyvinylchlorid, oder kann als Kombination von zwei oder mehreren dieser Materialien ausgewählt sein. Unter diesen Materialien werden insbesondere Polyester, Polypropylen und Polyethylen bevorzugt.
  • Das Filterteil 15 kann einer hydrophilisierenden Behandlung wie etwa einer Plasmabehandlung oder einer Beschichtung mit einem hydrophilen polymerischen Material unterworfen werden, um dessen Blutdurchlässigkeit weiter zu verbessern. In einem derartigen Fall kann eine Hydrophilisierungsbehandlung wie etwa eine Plasmabehandlung auf Basis einer herkömmlichen Methode durchgeführt werden.
  • In 3 zeigt das Bezugszeichen 14 ein Einführrohr für abgesaugtes Blut an; 15, ein Filterteil; 16, ein Entschäumungsteil; 19, eine Trennung; 20, ein Einführrohr für abgezogenes Blut; 155, eine innere Schicht; und 156, eine äußere Schicht.
  • Das Filterteil 15 hat eine Innenschicht 155, gebildet durch Falten (Plissieren) des oben erwähnten Bestandteils, und eine Außenschicht 156, die an die Umfangsfläche der Innenschicht 155 gebunden ist.
  • Da die Innenschicht 155 gebildet hat, um Falten zu haben, kann das Filterteil 15 eine ausreichend große wirksame Fläche aufweisen. Die Außenschicht 156 hat die Funktion, das Filterteil 15 in einer vorbestimmten Form zu halten, indem Verformungen der Innenschicht 155 zwischen der Außenschicht 156 und dem Entschäumungsteil 16 eingeschränkt werden. Ein Maschengitter, ein Netz oder Rahmenteil mit einer vergleichsweise hohen Festigkeit wird vorzugsweise als die Außenschicht 156 verwendet.
  • Das Blutverteilerteil 17 ist an der unteren Endöffnung des Filterteils 15 angebracht, um in Richtung der Innenseite der Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7a zu ragen. Das Blutverteilerteil 17 hat die Funktion, Blut, welches von dem unteren Ende des Einführrohrs 14 für abgesaugtes Blut herabfällt, auf die Innenfläche des Filterteils 15 zu verteilen.
  • Das untere Ende des Filterteils 15 ist an einem Randbereich des Blutverteilerteils 17 durch ein Vergießmaterial 18 befestigt. Die oberen Enden des Filterteils 15 und das Entschäumungsteil 16 sind an einem Basisbereich des Einführrohrs 14 für abgesaugtes Blut durch ein Vergießmaterial 18 befestigt.
  • Vorzugsweise ist das Entschäumungsteil 16, an dem ein Antischäumungsmittel gehalten ist, entlang der inneren Fläche eines oberen Bereichs des Filterteils 15 plaziert. Es ist möglich, die Bläschen verläßlicher durch das Entschäumungsteil 16 zu entfernen, welches ein Antischäumungsmittel erhält. Das an dem Entschäumungsteil 16 gehaltene Antischäumungsmittel hat die Funktion, die Bläschen zu spalten, wenn die Bläschen mit ihm in Kontakt gebracht werden. Ein typisches Beispiel eines Antischäumungsmittels ist Sililcium (ein Verbindungstyp von Silicium, mit welchen Silica gemischt ist, ein Öltyp von Silicium und ähnliches).
  • Ein derartiges Antischäumungsmittel ist an dem Entschäumungsteil 16 durch z. B. ein Verfahren zum Imprägnieren des Bestandteils mit einer Lösung gehalten, welche Antischäumungsmittel enthält, oder indem die Lösung auf das Teil aufgebracht oder gesprayt wird, und das teil getrocknet wird (beispielsweise bei 30°C für 180 Minuten).
  • Das Material des Entschäumungsteils 16 kann aus verschiedenen porösen Materialien gewählt werden, z. b. geschäumten Materialien, wie etwa Polyurethanschaum, Polyethylenschaum, Polypropylenschaum und Polystyrolschaum, Maschengitter, Gewebe, Vliesstoffe, und gesinterte Materialien, wie etwa poröse Keramiken und Harze. Unter diesen Materialien sind diejenigen bevorzugt, die einen vergleichsweise geringen Widerstand gegen den Durchgang von Blut aufweisen (oder einen geringen Druckerlust).
  • Wenn ein geschäumtes Material, z. B. Polyurethanschaum oder ein anderes poröses Material als Material mit geringem Widerstand gegen Blutdurchgang verwendet wird, beträgt die Porengröße etwa 20 μm bis 5 mm, weiter bevorzugt, etwa 30 μm bis 2 mm.
  • Vorzugsweise ist die Position der unteren Endfläche 161 des Entschäumungsteils 16 nahe oder höher als der Blutpegel (maximaler Lmax) gesetzt, welcher von der maximalen Menge speicherbaren Bluts erreicht wird, d. h., die maximale Menge des in dem Blutreservoir 1 speicherbaren Bluts.
  • Die maximale Menge an speicherbarem Blut ist ein Blutmengenlimit, über das hinaus die Blutmenge so groß ist, daß das Risiko eines Überflusses von Blut aus dem Blutreservoir 1 auftritt. Gewöhnlich beträgt die maximale Menge speicherbaren Bluts etwa 70 bis 100% der effektiven Kapazität des Reservoirraums 25, abhängig von den Funktionen und dem Aufbau des Blutreservoirs 1.
  • Das gleiche Antischäumungsmittel als dasjenige, was oben beschrieben worden ist, kann an dem Filterteil 15 (insbesondere einem oberen Bereich davon) durch die gleiche Haltemethode gehalten werden.
  • Die Trennung 19 ist innerhalb des Filterteils 15 vorgesehen, um sich in der axialen Richtung (Oben-Untenrichtung) zu erstrecken. Der Raum innerhalb des Filterteils 15 wird dadurch in eine Filterkammer 71 für abgezogenes Blut zur rechten Hand wie in 2 gesehen, und eine Filterkammer 72 für abgesaugtes Blut zur linken Hand wie in 2 gesehen, aufgeteilt. Das heißt, die Filterkammer 71 für abgezogenes Blut ist zwischen der Trennung 19 und dem Bereich des Filterteils 15 an der rechten Seite, wie in 2 gesehen, definiert (davon umgeben). Die Filterkammer 72 für abgesaugtes Blut ist zwischen der Trennung 19 und dem Bereich des Filterteils 15 auf der linken Seite, wie in 2 gesehen, definiert (davon umgeben).
  • Das Einführrohr 20 für abgezogenes Blut ist in der Filterkammer 71 für abgezogenes Blut positioniert, um ein Einströmen von abgezogenem Blut von dem Einlaß 5a für abgezogenes Blut zu ermöglichen. Das Einführrohr 14 für abgesaugtes Blut ist in der Filterkammer 72 für abgesaugtes Blut angeordnet, um ein Einströmen von abgesaugtem Blut von dem Einlaß 5b für abgesaugtes Blut zu ermöglichen. Das heißt, das in die Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7a einströmende abgezogene Blut und abgesaugte Blut kommt vor dem Weg des Bluts durch die Filterkammer 15 nicht miteinander in Berührung.
  • Die oben-beschriebene Anordnung stellt sicher, daß abgezogenes Blut, welches in die Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7a strömt, durch die Filterkammer 15 gelangt, ohne Fremdstoffe wie etwa Fetttröpfchen, Gewebebruchstücke, denatierierte Proteine und Aggregate anders als die gewöhnlichen Blutinhalte zu kontaktieren, welche von dem abgesaugten Blut durch das Filterteil 15 ausgefiltert werden. Daher wird das abgezogene Blut nicht durch Wechselwirkung mit oben erwähnten Fremdstoffen aktiviert, und wird in einem weniger beschädigten Zustand gehalten. Folglich wird der Gesamtschaden für einzuspeisendes (zurückkehrendes) Blut nach der zeitweiligen Speicherung in dem Blutreservoir 1 verringert, wodurch schädliche Wirkungen auf den lebendigen Körper verringert werden.
  • Die Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7b wird als nächstes beschrieben. Die gleichen Details wie diejenigen der Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7a werden nicht wiederholt.
  • In 4 gibt das Bezugszeichen 1 ein Blutreservoir an; 2, ein Gehäuse; 3, einen Gehäusekörper; 4, einen Deckel; 5c, einen Einlaß für venöses Blut; 5d, einen Einlaß für eine Vorbehandlungslösung; 5e, eine Entlüftungsöffnung; 6, einen Blutauslaß; 7b, eine Filter- und Entschäumungsvorrichtung; 8, ein Einführrohr für venöses Blut; 9, ein Filterteil für venöses Blut; 10, ein Entschäumungsteil; 11, ein Einführrohr für eine Vorbehandlungslösung; 12, ein Rahmenteil; 25, einen Blutreservoirraum; 31, einen Vorsprungsbereich; 73, eine Filterkammer für venöses Blut; und 101, eine Position.
  • Mit Bezug auf 4 weist die Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7b ein Einführrohr 8 für venöses Blut auf, welches mit dem Einlaß 5c für venöses Blut verbunden ist, ein Filterteil 9 für venöses Blut, und ein Entschäumungsteil 10, das oberhalb des Filterteils 9 für venöses Blut plaziert ist. In der Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7b ist eine Filterkammer 73 für venöses Blut von dem Filterteil 9 für venöses Blut gebildet. Die Filterkamemr 73 für venöses Blut steht mit dem Einlaß 5c für venöses Blut durch das Einführrohr 8 für venöses Blut in Verbindung. Die auf diese Weise konstruierte Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7b entfernt Bläschen und Fremdstoffe, die in dem Blut enthalten sind, welches von großen Venen abgezogen wird.
  • Das Einführrohr 8 für venöses Blut ist ein gerades Rohr, das sich im allgemeinen vertikal erstreckt und sein oberes Ende mit dem Einlaß 5c für venöses Blut verbunden hat. Das untere Ende des Einführrohrs 8 für venöses Blut ist bis zu der Nähe eines inneren Bodenbereichs der Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7b erstreckt, um sicherzustellen, daß das Blut, welches von dem Einlaß 5c für venöses Blut in das Einführrohr 8 für venöses Blut strömt, zu dem Inneren der Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7b zugeführt wird, ohne in Kontakt mit dem unten beschriebenen Entschäumungsteil 10 zu gelangen, wodurch verhindert wird, daß ein Antischäumungsmittel in das Blut gemischt wird, wenn das Blut in die Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7b strömt.
  • In der Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7b ist ein Einführrohr 11 für eine Vorbehandlungslösung vorgesehen, welches einen Durchmesser hat, der kleiner als derjenige des Einführrohrs 8 für venöses Blut ist. Das obere Ende des Einführrohrs 11 für die Vorbehandlungslösung ist mit dem Einlaß 5d für die Vorbehandlungslösung verbunden. Das untere Ende des Einführrohrs 11 für die Vorbehandlungslösung ist zu der Nähe eines inneren Bodenbereichs der Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7b erstreckt, wie auch das Einführrohr 8 für venöses Blut.
  • Das Filterteil 9 für venöses Blut und das Entschäumungsteil 10 sind um das Einführrohr 8 für venöses und das Einführrohr 11 für die Vorbehandlungslösung plaziert, die wie oben beschrieben gebildet ist.
  • Vorzugsweise ist das Filterteil 9 für venöses Blut aus dem gleichen Material wie dem oben beschriebenen gebildet. Ein Filterteil, das ein Maschengitter enthält, ist in besonderer Weise bevorzugt, da ein Maschengitter eine hohe Blutdurchlässigkeit und eine hohe Öffnungsgenauigkeit aufweist, und dazu ausgelegt ist, in wirksamer Weise Bläschen, usw. zu entfernen.
  • Das Maschengitter kann ein flächiges Maschengitter sein, bei dem Maschen regulär angeordnet sind, und das in der Form eines gewobenen oder gewirkten Faserstoffes vorgesehen ist, eines einstückig gebildeten Teils, eines bearbeiteten Teils, oder ähnlichem.
  • Das Material des Filterteils 9 für venöses Blut, insbesondere das Material für das Gitter kann aus polymerischen Materialien ausgewählt sein, z. B. Polyestern, wie etwa PET und PBT, Nylon (Polymaid), Tetron, Rayon, Polyolefinen, wie etwa Polypropylen und Polyethylen, und Polyvinylchlorid, metallische Materialien, wie etwa Aluminium und rostfreier Stahl, oder als eine Kombination von zwei oder mehreren dieser Materialien ausgewählt werden. Unter diesen Materialien sind Polyester, Polypropylen, Polyethylen und rostfreier Stahl besonders bevorzugt.
  • Die in dem Filterteil 9 für venöses Blut verwendete Filteröffnung beträgt vorzugsweise 15 bis 300 μm und besonders bevorzugt etwa 20 bis 200 μm. Wenn die Öffnung größer als 300 μm ist, können feine Bläschen zusammen mit dem Blut durch das Gitter gelangen. Wenn die Öffnung kleiner als 15 μm ist, ist der Widerstand gegen den Durchgang von Blut so hoch, daß das Blutniveau in der Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7b dazu neigt, übermäßig hoch zu werden.
  • Das Filterteil 9 für venöses Blut kann einer Hydrophilisierungsbehandlung wie etwa einer Plasmabehandlung oder einer Beschichtung mit einem hydrophilen polymerischen Material unterworfen werden, um dessen Blutdurchlässigkeit weiter zu verbessern. In einem derartigen Fall kann eine Hydrophilisierungsbehandlung wie etwa eine Plasmabehandlung auf der Grundlage eines gewöhnlichen Verfahrens durchgeführt werden.
  • Es ist möglich, in wirksamer Weise Bläschen von z. B. etwa 20 μm oder größer im Durchmesser zu entfernen, indem das wie oben beschrieben gebildete Filterteil 9 für venöses Blut verwendet wird.
  • Da das oben-beschriebene Filterteil 9 für venöses Blut selbst von geringer Steifheit ist, wird es von einem leiterartigen Rahmenteil 12 in der in 4 gezeigten Anordnung getragen und daran befestigt. Das Material des Rahmenteils 12 kann das gleiche wie dasjenige des oben beschriebenen Einführrohrs 8 für venöses Blut sein.
  • Vorzugsweise wird das Entschäumungsteil 10, an dem das gleiche Antischäumungsmittel wie das oben beschriebene gehalten ist, oberhalb des Filterteils 9 venöses Blut plaziert. Das Material des Entschäumungsteils 10 ist ebenfalls das gleiche wie das oben beschriebene. Das gleiche Antischäumungsmittel wie das oben beschriebene kann ebenfalls an dem Filterteil 9 für venöses Blut gehalten werden (insbesondere an einem oberen Bereich davon), und zwar durch die gleiche Haltemethode.
  • Vorzugsweise ist die Position 101 der unteren Endfläche des Entschäumungsteils 10 nahe oder höher als das Blutniveau (maximales Blutniveau Lmax) gesetzt, welches von der maximalen Menge des in dem Blutreservoir 1 speicherbaren Bluts erreicht wird.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung kann das Blutreservoir 1 ohne die oben-beschriebene Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7b angeordnet werden.
  • <Zweite Ausführungsform>
  • 6 ist eine Seitenansicht, zum Teil im Schnitt, eines Blutreservoirs, das eine zweite Ausführungsform der vorliegenden Erfindung darstellt.
  • Das Blutreservoir der zweiten Ausführungsform wird mit Bezug auf 6 hauptsächlich hinsichtlich der unterschiedlichen Punkte bezüglich der oben beschriebenen Ausführungsform beschrieben, ohne eine Beschreibung der gleichen Details zu wiederholen.
  • In 6 zeigt das Bezugszeichen 1' ein Blutreservoir an; 2, ein Gehäuse; 4, einen Deckel; 5a, einen Einlaß für abgezogenes Blut; 5b, einen Einlaß für abgesaugtes Blut, 5c, einen Einlaß für venöses Blut; 5d, einen Einlaß für eine Vorbehandlungslösung; 6, einen Blutauslaß, 7b, 7c und 7d, Filter- und Entschäumungsvorrichtungen, 18, ein Vergießmaterial; 21, ein Einführrohr für abgezogenes Blut; 22, ein Filterteil für abgezogenes Blut; 23, ein Entschäumungsteil; 24, ein Blutverteilerteil; 25, ein Blutreservoirraum; 26, ein Einführrohr für abgesaugtes Blut; 27, ein Filterteil für abgesaugtes Blut; 28, ein Entschäumungsteil; 29, ein Blutverteilerteil; 31, einen Vorsprungsbereich; 71, eine Filterkammer für abgezogenes Blut; und 72, eine Filterkammer für abgesaugtes Blut.
  • In 6 ist das Blutreservoir 1' das gleiche wie das der oben beschriebenen ersten Ausführungsform, abgesehen davon, daß eine Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7c zur Filterung von abgezogenem Blut und zur Entfernung von abgezogenem Blut und eine Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7d zur Filterung von abgesaugtem Blut und zur Entfernung von Bläschen aus abgesaugtem Blut anstelle der Filter- und Verformungsvorrichtung 7a des Blutreservoirs 1 vorgesehen sind. Das heißt, der Unterschied bei dieser Ausführungsform gegenüber der ersten Ausführungsform besteht darin, daß eine Filter- und Entschäumungsvorrichtung zur Filterung und Entschäumung von abgezogenem Blut und eine Filter- und Entschäumungsvorrichtung zur Filterung und Entschäumung von abgesaugtem Blut als getrennte Einheiten vorgesehen sind.
  • Die Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7c zur Filterung und Entschäumung von abgezogenem Blut hat ein Einfuhrrohr 21 für abgezogenes Blut, dessen oberes Ende mit dem Einlaß 5a für abgezogenes Blut verbunden ist, ein Filterteil 22 für abgezogenes Blut, das um das Einführrohr 21 für abgezogenes Blut herum plaziert ist, ein Entschäumungsteil 23, das entlang der inneren Fläche eines oberen Bereichs des Filterteils 22 für abgeogenes Blult plaziert ist, und ein Blutverteilerteil 24, das an dem unteren Ende des Filterteils 22 für abgezogenes Blut plaziert ist. Eine Filterkammer 71 für abgezogenes Blut ist in der Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7c gebildet, indem sie von dem Filterteil 22 für abgezogenes Blut umgeben ist.
  • Die Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7d zur Filterung und Entschäumung von abgesaugtem Blut hat ein Einführrohr 26 für abgesaugtes Blut, dessen oberes Ende mit dem Einlaß 5b für abgesaugtes Blut verbunden ist, ein Filterteil 27 für abgesaugtes Blut, das um das Einführrohr 26 für abgesaugtes Blut plaziert ist, ein Entschäumungsteil 28, das entlang der inneren Fläche eines oberen Bereichs des Filterteils 28 für abgesaugtes Blut plaziert ist, und ein Blutverteilerteil 29, das an dem unteren Ende der Filterkammer 27 für abgesaugtes Blut plaziert ist. Eine Filterkammer 72 für abgesaugtes Blut ist in der Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7d gebildet, indem sie von dem Filterteil 27 für abgesaugtes Blut umgeben ist.
  • Bei diesen Filter- und Entschäumungsvorrichtungen 7c und 7d sind die Details der Filterteile 22 und 27, der Entschäumungsteile 23 und 28, und der Blutverteilerteile 24 und 29 die gleichen wie diejenigen, die oben bezüglich der Filter- und Verformungsvorrichtung 7a der ersten Ausführungsform beschrieben wurden.
  • Vorzugsweise ist das untere Ende des Einführrohrs 21 für abgezogenes Blut zur Führung des abgezogenen Bluts in die Filter- und Verformungsvorrichtung im Vergleich mit dem unteren Ende des Einführrohrs 26 für abgesaugtes Blut weiter nach unten erstreckt, wodurch ein Schaumbildungs-Verringerungseffekt ähnlich demjenigen der ersten Ausführungsform erreicht wird.
  • Bei dieser Ausführungsform gelangt abgezogenes Blut, das dazu gebracht wird, in die Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7c zu strömen, durch das Filterteil 22 für abgezogenes Blut, ohne Fremdstoffe wie etwa Fetttröpfchen, Gewebebruckstücke, denaturierte Proteine und Aggregate anders als die gewöhnlichen Blutinhalte zu kontaktieren, welche von dem abgesaugten Blut durch das Filterteil 27z für abgesaugtes Blut in der Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7d ausgefiltert wurden. Daher wird das abgezogene Blut nicht durch Wechselwirkung mit diesen Fremdstoffen aktiviert. Folglich wird der Gesamtschaden auf das einzuspeisende (zurückkehrende) Blut nach der zeitweiligen Speicherung in dem Blutreservoir 1' verringert, wodurch schädliche Wirkungen auf den lebendigen Körper wie bei der ersten Ausführungsform verringert werden.
  • Die Bedingungen (Konditionen) in dem Filterteil 22 für abgezogenes Blut, das sie Filterkammer 71 für abgezogenes Blut bildet, und Bedingungen in dem Filterteil 27 für abgesaugtes Blut, das die Filterkammer 72 für abgesaugtes Blut bildet, sind voneinander verschieden, um die oben-beschriebene Wirkung zu verbessern. Die Bedingungen in jedem Filterteil sind wirksame Fläche, Material, Form, Struktur, Größe, und Gitteröffnung des Filterteils, usw.
  • Da z. B. die Einströmrate von abgesaugtem blut gewöhnlicherweise höher als diejenige von abgezogenen Blutströmen ist, ist die wirksame Fläche des Filterteils 27 für abgesaugtes Blut zur Filterung von abgesaugtem Blut gegenüber derjenigen des Filterteils 22 für abgezogenes Blut zur Filterung von abgezogenem Blut erhöht, um die Wirksamkeit zu verbessern, mit der Fremdstoffe und Bläschen, die in dem abgesaugten Blut enthalten sind, entfernt werden.
  • Ebenfalls können Materialien und die Öffnungen für das Filterteil 22 für abgezogenes Blut und das Filterteil 27 für abgesaugtes Blut voneinander verschieden gestaltet werden, indem der Unterschied in der Menge der oben beschriebenen gemischten Fremdstoffe beachtet wird.
  • Die Gesamtmenge (das Gesamtgewicht) eines an dem Entschäumungsteil 23 zur Entschäumung von abgezogenem Blut gehaltenen Antischäumungsmittel kann bezüglich der Gesamtmenge des an dem Entschäumungsteil 28 zur Entschäumung von abgesaugtem Blut gehaltenen Antischäumungsmittel verringert sein, um die während des Entschäumens in das Blut gemischte Menge der Antischäumungsmittel zu verringern, und dadurch den Schaden für das Blut zu verringern. Das heißt, die Menge der in dem abgezogenen Blut enthaltenen Bläschen ist gewöhnlicherweise geringer als diejenige in dem abgesaugten Blut, und daher kann die Menge des Antischäumungsmittels zur Entschäumung von abgezogenem Blut verringert werden. Wenn ein Unterschied zwischen den Mengen der an den beiden Entschäumungsteilen 23 und 28 gehaltenen Antischäumungsmitteln festgesetzt ist, wie oben beschrieben, kann die Gesamtmenge der ins Blut gemischten Antischäumungsmittel verringert werden, und ein verbesserter Entschäumungseffekt kann in Stabilität erhalten werden.
  • Um einen Unterschied zwischen den Gesamtmengen der auf den zwei Entschäumungsteilen 23 und 28 gehaltenen Antischäumungsmittel festzusetzen, werden die Mengen der gehaltenen Antischäumungsmittel (die Gewichte pro Einheitsvolumen) oder die Volumen auf den Entschäumungsteilen unterschiedlich voneinander gestaltet, oder sowohl die Mengen der gehaltenen Antischäumungsmittel und die Volumen der Entschäumungsteile werden unterschiedlich voneinander gestaltet.
  • Das Antischäumungsmittel für das Entschäumungsteil 23 und das Antischäumungsmittel für das Entschäumungsteil 28 können die gleiche Zusammenstellung oder unterschiedliche Zusammenstellungen haben (unterschiedlich hinsichtlich der Art und Mengen von Zusätzen).
  • Bei dieser Ausführungsform sind, wie oben beschrieben, die Filter- und Entschäumungsvorrichtung zur Filterung und Entschäumung von abgezogenem Blut und die Filter- und Entschäumungsvorrichtung zur Filterung und Entschäumung von abgesaugtem Blut als getrennte Einheiten vorgesehen, so daß die verschiedenen Bedingungen in jeder Filter- und Entschäumungsvorrichtung in einfacher Weise bezüglich der Blutart kombiniert werden können, um so den Zustand des aus dem Blutreservoir 1' ausströmenden Blutes zu verbessern.
  • In der oben beschriebenen ersten Ausführungsform können zwei unterschiedliche Festlegungen von Bedingungen in dem Filterteil 15 und der meng des gehaltenen Antischäumungsmittels entsprechend denjenigen der zweiten Ausführungsform zwischen der Filterkammer 71 für abgezogenes Blut und der Filterkammer 72 für abgesaugtes Blut ausgeführt werden, um die gleiche Wirkung wie diejenige der zweiten Ausführungsform zu erreichen.
  • <Dritte Ausführungsform>
  • 7 ist eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, eines Blutreservoirs, welches eine dritte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung darstellt, 8 ist eine entlang der Linie X-X von 7 genommene Querschnittsansicht.
  • Das Blutreservoir der dritten Ausführungsform wird mit Bezug auf 6 hauptsächlich bezüglich unterschiedlichen Punkten gegenüber der oben beschriebenen Ausführungsform beschrieben, ohne die Beschreibung der gleichen Details zu wiederholen.
  • In 7 zeigt das Bezugszeichen 1'' ein Blutreservoir an; 2, ein Gehäuse; 3, einen Gehäusekörper; 4, Deckel; 5a, einen Einlaß für abgezogenes Blut; 5b, einen Einlaß für abgesaugtes Blut; 5c, einen Einlaß für venöses Blut; 5d, einen Einlaß für eine Vorbehandlungslösung; 6, einen Blutauslaß, 7b, 7e und 7f, Filter- und Entschäumungs vorrichtungen; 18, ein Vergießmaterial; 21, ein Einführrohr für abgezogenes Blut; 24, ein Blutverteilerteil; 25, ein Blutreservoirraum; 26, ein Einführrohr für abgesaugtes Blut; 27, ein Filterteil für abgesaugtes Blut; 29, ein Blutverteilerteil; 31, ein Vorsprungsbereich; 32 und 34, Entschäumungsteile; 33, ein Filterteil für abgezogenes Blut; 36, ein Rahmenteil; 71, eine Filterkammer für abgezogenes Blut; und 82, eine Filterkammer für abgesaugtes Blut.
  • In 7 ist das Blutreservoir 1' das gleiche wie das der oben beschriebenen ersten Ausführungsform, abgesehen davon, daß eine Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7e zur Filterung von abgezogenem Blut und zur Entfernung von Bläschen von abgezogenem Blut und eine Filter- und Entschäumungsvorrichtung 71 zur Filterung von abgesaugtem Blut und zur Entfernung von Bläschen von abgesaugtem Blut anstelle der Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7a des Blutreservoirs 1 vorgesehen sind.
  • Bei der dritten Ausführungsform sind eine Filter- und Enschäumungsvorrichtung 7e zur Ausführung der Filterung und Entschäumung von abgezogenem Blut und eine Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7f zur Ausführung der Filterung und Entschäumung von abgesaugtem Blut als getrennte Einheiten vorgesehen, wie diejenigen der zweiten Ausführungsform. Bei der dritten Ausführungsform sind Bedingungen, die anders sind als die, die in der zweiten Ausführungsform beschrieben wurden (Leistungsfähigkeit der Vorrichtungen) in jeder der beiden Filter- und Entschäumungsvorrichtungen gemäß der Blutart modifiziert.
  • Die Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7f führt eine Filterung und Entschäumung von abgesaugtem Blut aus, das durch den Einlaß 5b für abgesaugtes Blut darin einströmt. Die Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7f weist ein Einführrohr 26 für abgesaugtes Blut mit seinem oberen Ende mit dem Einlaß 5b für abgesaugtes Blut verbunden, ein Filterteil 27 für abgesaugtes Blut, ein entlang der inneren Fläche des Filterteils 27 für abgesaugtes Blut plaziertes Entschäumungsteil 32, und ein Blutverteilerteil 29 auf.
  • Bei den Filter- und Entschäumungsvorrichtungen 7f sind die Details des Filterteils 27, des Entschäumungsteils 32 und des Blutverteilerteils 29 die gleichen wie diejenigen, die oben bezüglich der Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7d der zweiten Ausführungsform beschrieben wurden.
  • Die Details des Filterteils 27 für abgesaugtes Blut sind im wesentlichen die gleichen wie diejenigen des Filterteils 15 der oben beschriebenen ersten Ausführungsform. Das Filterteil 27 für abgesaugtes Blut ist jedoch vorzugsweise ein Tiefenfilter (Tiefbett Filtertyp), in dem das Filterteil Fremdstoffe in seinem inneren Bereich erfaßt. Weiter bevorzugt ist es ein Tiefenfilter, der einen Vliesstoff enthält. Dies ist, da der Tiefenfilter eine vergleichsweise große Menge von Fremdstoffen ergreifen kann, und daher dazu ausgelegt ist, Fremdstoffe von abgesaugtem Blut, in dem die Inhalte von Fremdstoffen groß sind, in wirksamer Weise zu entfernen.
  • 8 ist eine Querschnittsansicht des Filterteils 27 für abgesaugtes Blut. In 8 dargestellt sind das Einführrohr 26 für abgesaugtes Blut, das Filterteil 27 für abgesaugtes Blut, das Entschäumungsteil 32, eine innere Schicht 275, und eine äußere Schicht 276. Die Struktur des Filterteils 27 für abgesaugtes Blut ist die gleiche wie diejenige, die in 3 gezeigt ist.
  • Bei dieser Ausführungsform ist das Entschäumungsteil 32 vorgesehen, um das meiste der inneren Fläche des Filterteils 27 für abgesaugtes Blut abzudecken, und ist zu eienr Stelle unterhalb des Blutpegels (maximaler Blutpegel Lmax) erstreckt, welcher durch die maximale speicherbare Blutmenge in dem Blutreservoir 1'' erreicht wird. Das heißt, bei der Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7f ist ebenfalls ein Antischäumungsmittel unterhlb des maximalen Blutpegels Lmax vorgesehen, um in wirksamer Weise Bläschen aus dem Blut zu entfernen, wie auch diejenigen oberhalb des Flüssigkeitspegels des Blutes.
  • Ein Verfahren zum Halten eines Antischäumungsmittels für das Entschäumungsteil 32, das in der Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7f plaziert ist, ist nicht als ausschließliches Verfahren zum Plazieren eines Antischäumungsmittels in der Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7f verwendet, und jegliches Verfahren kann verwendet werden. Zum Beispiel kann ein Antischäumungsmittel an dem Filterteile 27 für abgesaugtes Blut gehalten sein, und ein Antischäumungsmittel an sowohl dem Entschäumungsteil 32 als auch dem Filterteil 27 für abgesaugtes Blut gehalten sein.
  • Die Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7e wird hautpsächlich bezüglich unterschiedlicher Punkte hinsichtlich der oben beschriebenen Filter- und Entschäumungsvorrichtungen 7c und 7d beschrieben, ohne die Beschreibung von gleichen Details zu wiederholen.
  • Die Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7e führt die Filterung und Entschäumung von abgezogenem Blut aus, welches durch den Einlaß 5a für abgezogenes Blut darin einströmt. Die Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7e weist ein Einführrohr 21 für abgezogenes Blut, dessen oberes Ende mit der im Einlaß 5a für abgezogenes Blut verbunden ist, ein Filterteil 33 für abgezogenes Blut, das an dem Umfang des Einführrohrs 21 für abgezogenes Blut plaziert ist, ein entlang der inneren Fläche eines oberen Bereichs des Filterteils 33 für abgezogenes Blut plaziertes Entschäumungsteil 34, und ein Blutverteilerteil 24 auf, das an dem unteren Ende des Filterteils 33 für abgezogenes Blut plaziert ist. Von dem Einlaß 5a für abgezogenes Blut kommendes Blut strömt durch das Einführrohr 21 für abgezogenes Blut in die Filterkammer 71 für abgezogenes Blut der Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7e.
  • Bei dieser Ausführungsform sind, wie oben beschrieben, das Filterteil 27 für abgesaugtes Blut und das Filterteil 33 für abgezogenes Blut als getrennt Einheiten vorgesehen, um sicherzustellen, daß das abgezogene Blut durch das Filterteil 33 für abgezogenes Blut gelangt, ohne Fremdstoffe wie etwa Fetttröpfchen, Gewebebruchstücke, denaturierte Proteine und Inhaltsstoffe anders als die gewöhnlichen Blutinhalte zu kontaktieren, welche von dem abgesaugten Blut ausgefiltert worden sind. Daher wird das abgezogene Blut nicht durch Wechselwirkung mit derartigen Fremdstoffen aktiviert, und wird in einem Zustand geringe Beschädigung gehalten. Folglich wird der Gesamtschaden auf das in dem Blutreservoir 1'' gespeicherte Blut verringert, wodurch schädliche Effekte für den lebenden Körper verringert werden.
  • Vorzugsweise sind das Filterteil 27 für abgesaugtes Blut und das Filterteil 33 für abgezogenes Blut unter Festlegung von unterschiedlichen Bedingungen angeordnet, wie diejenigen der zweiten Ausführungsform. Bedingungen in jedem Filterteil können dadurch hinsichtlich des abgesaugten Bluts oder des abgezogenen Bluts optimiert werden, um den Zustand des in dem Blutreservoir 1'' gespeicherten Blutes weiter zu verbessern.
  • Vorzugsweise wird die gleiche Art von Filterteil wie das oben beschriebene Filterteil 9 für venöses Blut als Filterteil 33 für abgezogenes Blut verwendet. Wie oben erwähnt, enthält abgezogenes Blut geringere Mengen von Fremdstoffen und Bläschen, ist weniger beschädigt und ist im allgemeinen das gleiche Blut, wie dasjenige, was von den großen Venen abgezogen wird. Daher wird die gleiche art von Filterteil wie das Filterteil 9 für venöses Blut verwendet, um die erwünschte Filterung und Entschäumung mit Effizienz und präziser Trennung durchzuführen.
  • Vorzugsweise ist das Filterteil 33 für abgezogenes Blut ein Siebfilter (Oberflächenfiltertyp), bei dem das Filterteil Fremdstoffe an seiner Oberfläche erfaßt. Der Siebfilter weist einen geringeren Durchgangswiderstand und eine hohe Blutdurchlässigkeit auf, und ist deswegen in der Lage, die Aktivierung von abgezogenem Blut zu verhindern. Der Siebfilter weist ebenfalls eine hohe Öffnungsgenauigkeit auf, und kann in wirksamer Weise Bläschen entfernen, usw.
  • Das Material und andere Einzelheiten des Siebfilters sind die gleichen wie diejenigen des oben beschriebenen Filterteils 9 für venöses Blut.
  • Das Entschäumungsteil 34 in der Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7e ist oberhalb des maximalen Blutpegels Lmax plaziert. Bei dieser Ausführungsform ist das Entschäumungsteil 34 in der Nähe des oberen Endes der inneren Umrandung des Filterteils 33 für abgezogenes Blut plaziert.
  • Diese Anordnung stellt sicher, daß abgezogenes Blut, welches durch den Einlaß 5a für abgezogenes Blut in die Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7e strömt, das an dem Entschäumungsbad 34 gehaltene Antischäumungsmittel in einer gewöhnlichen Situation nicht kontaktiert. Das heißt, abgezogenes Blut, das durch den Einlaß 5a für abgezogenes Blut in die Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7e strömt, gelangt durch das Filterteil 33 für abgezogenes Blut, ohne das Antischäumungsmittel zu kontaktieren. Wie oben erwähnt, enthält abgezogenes Blut eine vergleichsweise kleine Menge von Bläschen (im Vergleich mit abgesaugtem Blut). Deswegen können Bläschen in dem abgezogenen Blut in ausreichend wirksamer Weise von dem Filterteil 33 für abgezogenes Blut entfernt werden, selbst wenn das Blut nicht in Kontakt mit dem Antischäumungsmittel gebracht wird.
  • Bei dieser Ausführungsform kontaktiert das durch den Einlaß 5a für abgezogenes Blut in die Filter- und Entschäumungsvorrichtung strömende abgezogene Blut das Antischäumungsmittel somit nicht, so daß die Gesamtmenge des in das Blut gemischten Antischäumungsmittels verringert werden kann. Somit wird die Wirkung der Verringerung von Beschädigung des Bluts weiter verbessert.
  • Bei dem unwahrscheinlichen Ereignis, daß die Menge von Bläschen in der Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7e über die Maßen groß wird, werden die Bläschen durch Kontakt mit dem Entschäumungsteil 34 entfernt, d. h., das Entschäumungsteil 34 ist für den Notgebrauch vorgesehen. Gemäß der vorliegenden Erfindung kann das Blutreservoir ohne das Entschäumungsteil 34 angeordnet werden.
  • Wie oben beschrieben, ist das Antischäumungsmittel bei dieser Ausführungsform ebenfalls in dem Abschnitt der Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7f unterhalb des maximalen Blutpegels Lmax vorgesehen. Daher können nicht nur Bläschen oberhalb des Flüssigkeitspegels des Blutes, sondern ebenfalls Bläschen in dem Blut in wirksamer Weise entfernt werden. (Der Zustand des aus dem Blutreservoir 1'' ausströmenden Blutes wird dadurch weiter verbessert).
  • Ebenfalls sind Bedingungen in jedem Filterteil bezüglich des abgesaugten Blutes oder des abgezogenen Blutes optimiert, wodurch der Zustand des in dem Blutreservoir 1'' gespeicherten Blutes weiter verbessert wird.
  • Darüber hinaus wird die gleiche Art von Filterteil wie das Filterteil 9 für venöses Blut als das Filterteil 33 für abgezogenes Blut verwendet, wodurch die erwünschte wirksame und genaue Filtertrennung und Entschäumung erreicht wird.
  • Die Blutreservoire gemäß Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung sind mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben worden. Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht auf die beschriebenen Ausführungsformen eingeschränkt. Jede Komponente des Blutreservoirs kann durch eine Komponente von jeglichem unterschiedlichem Aufbau ersetzt werden, welches dazu ausgelegt ist, die gleiche Funktion auszuführen.
  • <Experimentelle Ausführungsformen>
  • Das Blutreservoir der vorliegenden Erfindung wird nun in weiterem Detail gemäß spezifischen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung beschrieben.
  • (Ausführungsform 1)
  • Ein Blutreservoir von dem in 6 gezeigten Aufbau wurde hergesellt. Verschiedene Konditionen für dieses Blutreservoir sind wie in der Tabelle 1 unten gezeigt.
  • Tabelle 1
    Figure 00250001
  • (Ausführungsform 2)
  • Ein Blutreservoir des in 7 gezeigten Aufbaus wurde hergestellt. Verschiedene Bedingungen in diesem Blutreservoir sind in Tabelle 2 gezeigt.
  • Tabelle 2
    Figure 00260001
  • (Vergleichsbeispiel 1)
  • Ein Blutreservoir wurde hergestellt, dessen Aufbau von demjenigen des in den 1 bis 4 gezeigten Blutreservoirs dahingehend unterschiedlich ist, daß die Trennung 19 und das Bluteinführrohr 20 nicht vorgesehen sind. Das heißt, bei dem Blutreservoir in diesem Vergleichsbeispiel kommt das von dem Einlaß 5a für abgezogenes Blut einströmende Blut und das von dem Einlaß 5b für abgesaugtes Blut einströmende Blut vor dem Durchgang durch das Filterteil 15 zusammen. Bedingungen für dieses Blutreservoir sind wie in Tabelle 3 unten gezeigt. Die gleichen Bezugszeichen wie diejenigen für die Komponenten des in den 1 bis 4 gezeigten Blutreservoirs werden ebenfalls für die Komponenten des Blutreservoirs von Vergleichsbeispiel 1 verwendet, der Konvenienz halber.
  • Tabelle 3
    Figure 00270001
  • (Vergleichsbeispiel 2)
  • Ein Blutreservoir wurde hergestellt, dessen Aufbau von demjenigen des Blutreservoirs in dem zweiten Beispiel dahingehend unterschiedlich ist, daß das abgesaugte Blut und das abgezogene Blut in die gemeinsame Filter- und Entschäumungsvorrichtung strömen, um gefiltert und entschäumt zu werden. Das heißt, bei dem Blutreservoir in diesem Vergleichsbeispiel hat der kardiotomische Reservoirabschnitt eine einzelne Filter- und Entschäumungsvorrichtung, und sowohl das von dem Einlaß für abgesaugtes Blut abgesaugte Blut und das von dem Einlaß abgezogene Blut abgezogene Blut strömen in diese Filter- und Entschäumungsvorrichtung. Der Aufbau dieser Filter- und Entschäumugnsvorrichtung ist im allgemeinen der gleiche wie derjenige der Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7b in dem Blutreservoir der zweiten Ausführungsform. Verschiedene Bedingungen für das Blutreservoir, usw., in dem Blutreservoir als Vergleichsbeispiel 2 sind wie in der unten gezeigten Tabelle 4.
  • Tabelle 4
    Figure 00280001
  • Ein unten beschriebenes Experiment wurde mit jedem Blutreservoir der oben erwähnten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung und den Vergleichsbeispielen durchgeführt. 9 ist ein Kreislaufdiagramm, das den Blutkreislauf in dem Experiment zeigt.
  • Der in 9 gezeigte Kreislauf ist durch das Blutreservoir 1', den Einlaß 5a für abgezogenes Blut, den Einlaß 5b für abgesaugtes Blut, den Einlaß 5c für venöses Blut, den Blutauslaß 6, eine Rollenpumpe 60, einen Wärmetauscher 61, eine Abzugsleitung 62, eine Absaugleitung 63, und eine Luftmischungsleitung 64 gebildet.
  • Jedes der Blutreservoire in den Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung und den Vergleichsbeispielen wurde mit dem in 9 gezeigten Zirkulationskreis verbunden. Das heißt, bei diesem Zirkulationskreis sind die Rollenpume 60 und der Wärmetauscher 61 in einer Linie mit dem Blutauslaß 6 verbunden. Diese Leitung wurde so geformt, um in zwei Leitungen zu divergieren, d. h. die Abzugsleitung 62 und die Absaugleitung 63 stromabwärts des Wärmetauschers 61. Das Rohr der Abzugsleitung 62 wurde mit dem Einlaß 5a für abgezogenes Blut verbunden, und das Rohr der Absaugleitung 63 wurde mit dem Einlaß 5b für abgesaugtes Blut verbunden. Die Luftmischungsleitung 64 wurde an einem Zwischenpunkt in der Absaugleitung 63 vorgesehen.
  • Dieser Zirkulationskreis wurde mit einer gemischten Lösung befüllt, die durch Mischen von 200 ml von hepariniertem menschlichen frischen Blut und 350 ml von laktierter Ringers'Lösung hergestellt wurde, und die Lösung wurde in den Kreis bei einer durchschnittlichen Flußrate von 1000 ml/min eingeleitet (zirkuliert), während die Bluttemperatur auf 37°C gehalten wurde. Während dieser Einleitung wurde Luft (Bläschen) in das durch die Absaugleitung 63 strömende Blut eingemischt, bei einer Rate von 10 ml/min in der ersten Ausführungsform und dem ersten Vergleichsbeispiel, und bei einer Rate von 100 ml/min in der zweiten Ausführungsform und dem zweiten Vergleichsbeispiel. Nach einer Weile wurde die Erzeugung von Aggregaten beobachtet, die von dem Blut in der Absaugleitung 63 ausgefiltert wurden, in der Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7d der ersten Ausführungsform, in der Filter- und Entschäumungsvorrichtung 7f der zweiten Ausführungsform, und in den Filter- und Entschäumungsvorrichtungen der Vergleichsbeispiele.
  • Nach Vergehen von 2 Stunden vom Start der Einleitung ab, wurde das Blut an einem dem Blutauslaß 6 in jedem Zirkulationskreis nächsten Punkt gesampelt, und die Anzahl der Blutplättchen, die Anzahl der Leukocyten, die Menge von β-TG und die Menge von Granulocytelastase in jedem Blutsample wurde gemessen. β-TG ist ein Mittel, das durch Aktivierung der Blutplättchen hergestellt wird, und Granulocytelastase ist ein Mittel, das durch die Aktivierung von Leukocyten hergestellt wird.
  • Tabelle 5 zeigt das Ergebnis der Messungen in der ersten Ausführungsform und dem ersten Vergleichsbeispiel, und Tabelle 6 zeigt die Ergebnisse der Messungen in der zweiten Ausführungsform und dem zweiten Vergleichsbeispiel. Die Anzahl der Blutplättchen und die Anzahl der Leucozyten ist jeweils als ein Teil der vor der Einleitung erhaltenen gemessenen Werte (% von pre) gezeigt.
  • Tabelle 5
    Figure 00290001
  • Tabelle 6
    Figure 00300001
  • Wie aus den in den Tabellen 5 und 6 gezeigten Ergebnissen hervorgeht, waren die Anzahl der Blutplättchen und die Anzahl der Leucozyten, die nach der Blutzirkulation in den Zirkulationskreisen unter Verwendung der Blutreservoire der Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung verblieben waren, viel größer als diejenigen in den Zirkulationskreisen, welche die Blutreservoire der Vergleichsbeispiele verwenden. Ebenfalls ist die Menge von β-TG und die Menge von Granulocytelastase in den Zirkulationskreisen mit den Blutreservoiren der Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung viel kleiner als diejenigen in den Zirkulationskreisen mit den Blutreservoiren der Vergleichsbeispiele. Dies bedeutet, daß das Maß von Aktivierung von Blut in den Zirkulationskreisläufen mit den Blutreservoiren der Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung geringer war. Wie aus diesen experimentellen Ergebnissen offensichtlich ist, war das Maß an Schaden für das Blut in den Zirkulationskreisen mit den Blutreservoiren der Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung vorteilhaft geringer als derjenige der Zirkulationskreise mit den Blutreservoiren der Vergleichsbeispiele.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung kann, wie oben beschrieben, eine Aktivierung von abgezogenem Blut, das in das Blutreservoir einströmt, begrenzt werden, so daß das Blutreservoir die Wirkung hat, Schäden auf darin gespeichertes Blut zu verringern.
  • Ebenfalls kann verhindert werden, daß ein Antischäumungsmittel in das in das Blutreservoir einströmende abgezogene Blut gemischt wird, um Schäden für gespeichertes Blut zu verringern.
  • In einem Fall, bei dem die Bedingungen für das Filterteil für abgesaugtes Blut und die Bedingungen für das Filterteil für abgezogenes Blut voneinander verschieden gestaltet werden, z. B. ein Siebfilter wird als Filterteil für abgesaugtes Blut verwendet, während ein Tiefenfilter als Filterteil für abgezogenes Blut verwendet wird, kann das abgezogene Blut und das abgesaugte Blut jeweils unter gemäß den Eigenschaften des jeweiligen Bluts optimierten Bedingungen gefiltert werden, wodurch die oben beschriebenen Wirkungen weiter verbessert werden.
  • In dem Fall, wo eine Entschäumungsvorrichtung vorgesehen ist, kann darüber hinaus ein Schaden für das gespeicherte Blut weiter vermindert werden, wenn die Gesamtmenge eines gehaltenen Antischäumungsmittels zur Entschäumung in der Filterkammer für abgezogenes Blut und die Gesamtmenge eines gehaltenen Antischäumungsmittels zur Entschäumung in der Filterkammer für abgesaugtes Blut voneinander verschieden hergestellt werden.

Claims (18)

  1. Blutreservoir (1, 1', 1''), aufweisend: ein Gehäuse (2) mit einem Einlaß (5b) für abgesaugtes Blut, durch den Blut einströmen kann, das von dem Außenraum des Herzes abgesaugt wird, einem Einlaß (5c) für venöses Blut, durch den Blut von einer großen Vene einströmen kann, und einem Blutauslaß (6), eine Filterkammer (72) für abgesaugtes Blut, die mit dem Einlaß (5b) für abgesaugtes Blut in Verbindung steht und wenigstens teilweise von einem Filterteil (15, 27) für abgesaugtes Blut zum Filtern des durch den Bluteinlaß (5b) für abgesaugtes Blut strömenden abgesaugten Blutes gebildet ist, und eine in dem Gehäuse (2) vorgesehene Filtereinheit (7b) für venöses Blut mit einem Filterteil (9) für venöses Blut zum Filtern des durch den Einlaß (5c) für venöses Blut strömenden Blutes, weiter gekennzeichnet durch einen Einlaß (5a) für abgezogenes Blut, durch den von dem Inneren des Herzens abgezogenes Blut einströmen kann, und eine Filterkammer (71) für abgezogenes Blut, die in Verbindung mit dem Einlaß (5a) für abgezogenes Blut steht, und wenigstens teilweise durch ein Filterteil (15, 22, 33) für abgezogenes Blut zum Filtern des durch den Einlaß (5a) für abgezogenes Blut strömenden abgezogenen Blutes gebildet ist, wobei das in das Gehäuse (2) strömende abgezogene Blut durch das Filterteil (15, 22, 33) für abgezogenes Blut gelangen kann, ohne mit Fremdstoffen in Kontakt zu kommen, die von dem abgesaugten Blut ausgefiltert wurden.
  2. Blutreservoir (1) nach Anspruch 1, aufweisend eine in dem Gehäuse (2) vorgesehene Filtereinheit (7a) mit einem Filterteil (15), welches das Filterteil für abgezogenes Blut und das Filterteil für abgesaugtes Blut bildet.
  3. Blutreservoir (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Filterkammer (71) für abgezogenes Blut und die Filterkammer für abgesaugtes Blut gebildet sind, indem eine Trennung (19) zur Aufspaltung eines von dem Filterteil (15) umgebenen Raums verwendet wird.
  4. Blutreservoir (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Filterkammer (71) für abgezogenes Blut und die Filterkammer (72) für abgesaugtes Blut durch getrennte Filterteile gebildet sind.
  5. Blutreservoir (1', 1'') nach Anspruch 1, aufweisend: eine in dem Gehäuse (2) vorgesehene Filtereinheit (7c, 7e) für abgezogenes Blut, welche das Filterteil (22, 33) für abgezogenes Blut aufweist; eine in dem Gehäuse (2) vorgesehene Filtereinheit (7d, 7f) für abgesaugtes Blut, welche das Filterteil (27) für abgesaugtes Blut aufweist; und ein in der Filtereinheit (7d, 7f) für abgesaugtes Blut plaziertes Antischäumungsmittel, wobei das Antischäumungsmittel (28, 32) an einer Stelle plaziert ist, welche ausgelegt ist, mit dem durch den Einlaß (5b) für abgesaugtes Blut strömenden abgesaugten Blut in Berührung zu kommen; wobei das durch den Einlaß (5a) für abgezogenes Blut einströmende abgezogene Blut durch das Filterteil (22, 33) für abgezogenes Blut gelangen kann, ohne mit dem Antischäumungsmittel (28, 32) in Berührung zu kommen.
  6. Blutreservoir nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine in dem Filterteil (33) für abgezogenes Blut festgelegte Bedingung und wenigstens eine in dem Filterteil (27) für abgesaugtes Blut festgelegte Bedingung voneinander verschieden sind.
  7. Blutreservoir (1'') nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Filterteil (33) für abgezogenes Blut einen Siebfilter aufweist.
  8. Blutreservoir (1'') nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Filterteil (27) für abgesaugtes Blut einen Tiefenfilter aufweist.
  9. Blutreservoir (1', 1'') nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Filterteil (27) für abgesaugtes Blut einen Vliesstoff aufweist.
  10. Blutfilter (1, 1', 1'') nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die wirksame Fläche des Filterteils (15, 22, 33) für abgezogenes Blut und die wirksame Fläche des Filterteils (15, 27) für abgesaugtes Blut voneinander verschieden sind.
  11. Blutreservoir (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, 6, 10, weiter gekennzeichnet durch eine Entschäumungseinrichtung, die an dem Filterteil (15) und/oder einem Halteteil (16) gehalten ist.
  12. Blutreservoir (1', 1'') nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Antischäumungsmittel an dem in der Filtereinheit (7d, 7f) für abgesaugtes Blut vorgesehenen Halteteil (28, 32) und/oder dem Filterteil (27) für abgesaugtes Blut gehalten ist.
  13. Blutreservoir (1'') nach einem der Ansprüche 5 bis 10, 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Antischäumungsmittel ebenfalls unterhalb eines Maximalblutpegels vorgesehen ist.
  14. Blutreservoir (1'') nach einem der Ansprüche 5 bis 10, 12, 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Filtereinheit (7e) für abgezogenes Blut ein Antischäumungsmittel aufweist, das derart an einer Stelle oberhalb des Maximalblutpegels plaziert ist, daß das durch den Einlaß (5a) für abgezogenes Blut einströmende abgezogene Blut in einer Normalsituation nicht mit dem Antischäumungsmittel in Berührung kommt.
  15. Blutreservoir (1) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß: das Blutreservoir (1) aufweist: ein an dem Filterteil (15), welches die Filterkammer (71) für abgezogenes Blut bildet, und/oder einem an der Filterkammer (71) für abgezogenes Blut angeordneten Halteteil (16) gehaltenes Antischäumungsmittel; und ein an dem Filterteil (15), welches die Filterkammer (72) für abgesaugtes Blut bildet, und/oder einem an der Filterkammer (72) für abgesaugtes Blut angeordneten Halteteil (16) gehaltenes Antischäumungsmittel; und dadurch, daß die insgesamt gehaltenen Mengen der obigen Antischäumungsmittel voneinander verschieden sind.
  16. Blutreservoir (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, 10, 11, 15, weiter gekennzeichnet durch ein Einführrohr (20) für abgezogenes Blut zum Führen von Blut von dem Einlaß (5a) für abgezogenes Blut in die Filterkammer (71) für abgezogenes Blut, und ein Einführrohr (14) für abgesaugtes Blut zum Führen von Blut von dem Einlaß (5b) für abgesaugtes Blut in die Filterkammer (72) für abgesaugtes Blut.
  17. Blutreservoir (1) nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Einführrohr (20) für abgezogenes Blut derart angeordnet ist, daß es sich bezüglich des Einführrohrs (14) für abgesaugtes Blut weiter nach unten erstreckt.
  18. Blutreservoir (1, 1', 1'') nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß für das Filterteil (15, 22, 33) für abgezogenes Blut verwendete Filterteil von der gleichen Art ist wie das Filterteil (9) für venöses Blut.
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