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Gebiet der
Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft elektronische Fahrzeugsysteme und
insbesondere eine Elektronik zur Verwendung bei Diagnose, Schutz
und Isolation von elektronischen Geräten, die mit einem Datenkommunikationsbus
in einem Fahrzeug verbunden sind.
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Hintergrund
der Erfindung
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Heutige
Fahrzeuge umfassen oft elektronische Steuermodule oder andere elektronisch
gesteuerte Vorrichtungen, die digitale Dateninformationen über einen
Datenkommunikationsbus, der in dem Fahrzeug implementiert ist, austauschen.
Die Society of Automotive Engineers (SAE) hat eine Anzahl von Protokollen
definiert, um eine Datenkommunikation in Fahrzeuganwendungen zu
standardisieren. Z.B. ist die SAE J1708 eine allgemein verwendete Spezifikation
zur Implementierung der physikalischen Lage eines Datenkommunikationsbusses
in einem Fahrzeug. Daten, die auf einem J1708-Datenkommunikationsbus
kommuniziert werden, werden üblicherweise
gemäß einem
SAE J1587-Datenübertragungsprotokoll übertragen.
Eine weitere allgemein verwendete Spezifikation für die Datenübertragung
in einem Fahrzeug ist die SAE J1939. Während diese Spezifikationen
hauptsächlich
auf die Datenkommunikation in Schwerlastfahrzeugen (z.B. Lastzüge) gerichtet
ist, können
die Spezifikationen auch auf Anwendungen von leichten Fahrzeugen
angewendet werden. Ein System gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1 ist allgemein im Stand der Technik bekannt.
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1 zeigt
einen grundlegenden Aufbau eines Datenkommunikationsbusses 10,
der gemäß SAE J1708
implementiert ist. Der Datenkommunikationsbus 10 ist ein
zweiadriger Bus, an den eine Mehrzahl von elektronischen Geräten angeschlossen
ist. Z.B. zeigt 1 ein elektronisches Steuermodul 12 für ein Armaturenbrett
und ein elektronisches Steuermodul 14 für einen Motor, die mit dem Datenkommunikationsbus 10 verbunden
sind. 1 zeigt auch andere elektronische Geräte, die
mit dem Datenkommunikationsbus 10 verbunden sind, wie z.B.
ein Antiblockier-Bremssystem 16 und ein elektronisches
Steuermodul 18 für
einen Anhänger.
Ein Busschnittstellenanschluss 20, der mit dem Datenkommunikationsbus 10 verbunden
ist, erlaubt einem externen Diagnose/Programmiergerät, auf den
Datenkommunikationsbus 10 zuzugreifen, um die elektronischen
Geräte
in dem Fahrzeug (z.B. das Steuermodul 12 für das Bedienpult,
das Steuermodul 14 für den
Motor, das Antiblockier-Bremssystem 16 und das elektronische
Steuermodul 18 für
den Anhänger) zu überwachen
und zu programmieren.
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Bei
der Herstellung des Fahrzeugs werden elektronische Geräte üblicherweise
in einem Fahrzeug installiert und während des Zusammenbaus des
Fahrzeugs mit dem Datenkommunikationsbus 10 verbunden.
Die elektronischen Geräte
werden dann über
den Datenkommunikationsbus 10 an einem einzigen Ort nahe
der Stufe des endgültigen
Zusammenbaus programmiert. Weiterhin ist es, wenn das Fahrzeug zu
einem späteren
Zeitpunkt in Betrieb gesetzt wird, zweckmäßig, elektronische Ersatzgeräte über den
Datenkommunikationsbus 10 zu programmieren, nachdem die
elektronischen Ersatzgeräte
in dem Fahrzeug installiert werden. Elektronische Geräte, die
dem Fahrzeug zu einem späteren Zeitpunkt
hinzugefügt
werden, werden typischerweise auch über den Datenkommunikationsbus 10 programmiert.
Während
angenommen wird, dass das Programmieren von elektronischen Geräten über einen
gemeinsamen Datenkommunikationsbus die Menge der notwendigen Hardware
reduziert und den Installationsprozess vereinfacht, kann dies unbeabsichtigte
Effekte haben. Z.B. können
Programmiercodes, die zum Programmieren eines elektronischen Geräts an dem
Bus gedacht sind, ungewollt die Programmierung eines weiteren Gerätes an dem
Bus beeinträchtigen.
In einer anderen Situation können Programmiercodes,
die zum Programmieren eines bestimmten Geräts gedacht sind, mit Informationen, die
von anderen Geräten
auf den Bus gesendet werden, in Konflikt kommen. Da die Programmiercodes zum
Programmieren eines elektronischen Geräts oft für den Hersteller des Geräts proprietär sind und üblicherweise
nicht veröffentlicht
werden, ist es nicht machbar, die Vielzahl von Herstellern administrativ zu
koordinieren, um eine Dateninterferenz auf dem Bus zu vermeiden.
Dieses Problem wird noch akuter, da die Anzahl der elektronischen
Geräte,
die in dem Fahrzeug eingesetzt werden, ansteigt. Daher besteht eine
Notwendigkeit für
Verfahren und ein Gerät,
das elektronische Geräte
auf dem Bus während
des Programmierens isolieren kann, um eine Überkreuz-Interferenz der Programmiercodes
zu vermeiden.
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Weiterhin
kann das elektronische Gerät, wenn
das elektronische Gerät,
das mit dem Datenkommunikationsbus 10 verbunden ist, einen
Fehler hervorruft oder nicht ordnungsgemäß installiert ist, systemweite
Busstörungen
hervorrufen. Solche Busstörungen
oder Abweichungen können
die Übertragung
von ungültigen
Zeichen, übergroßen Paketlängen, Babbling
(das ist die Übertragung
von übermäßigen Daten,
die gültig
sind, jedoch andererseits andere Geräte von der Übertragung abhalten), korrupte Pakete
(z.B. Pakete mit ungültigen
Prüfsummen) oder
fehlerhafte Hardwarezustände,
die Datenübertragung
verhindern (z.B. ein kurzgeschlossener Bus oder eine vertauschte
Polarität
auf dem Bus). Das Ergebnis dieser Busstörungen kann von einer kleineren Störung bis
zum Erzeugen eines unsicheren Fahrzustands für das Fahrzeug reichen. Die
Problembehebung zum Identifizieren eines den Betrieb störenden elektronischen
Geräts,
das eine Busstörung
hervorruft, ist eine kostspielige und zeitaufwändige Übung, insbesondere wenn die
Zahl der elektronischen Geräte,
die mit dem Datenkommunikationsbus verbunden wird, ansteigt. Daher
besteht ein Bedarf für
Verfahren und Geräte,
die elektronische Geräte
von einem Datenkommunikationsbus während Diagnosen zum Identifizieren
von elektronischen Geräten,
die Probleme auf dem Bus verursachen, zu trennen. Die vorangehenden
Bedarfe und andere Nachteile des Standes der Technik, wie z.B. eine
Notwendigkeit für eine
Echtzeitbusüberwachung
und des Protokollierens von Busstörungen werden durch die nachfolgende
Erfindung, die in Anspruch 1 definiert ist, adressiert.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung stellt eine Vorrichtung und Verfahren zur
Verwendung beim Programmieren und bei der Diagnose von elektronischen
Geräten
in einem Fahrzeug zur Verfügung.
Die elektronischen Geräte
kommunizieren über
einen Datenkommunikationsbus in dem Fahrzeug. Bei einer beispielhaften
Ausführungsform
der Erfindung ist ein System mit einer Verbinderbuchse (Verbindungsbuchse),
einem Kurzschlussstecker und einem elektronischen Modul bereitgestellt.
Die Verbinderbuchse weist mehrere elektrische Verbindungsstellen
auf, die für
eine elektrische Verbindung mit den elektronischen Geräten in dem
Fahrzeug ausgebildet sind. Der Kurzschlussstecker ist ausgebildet,
um mit der Verhinderbuchse lösbar
einzugreifen. Wenn der Kurzschlussstecker in die Verbinderbuchse
eingesteckt ist, verbindet der Kurzschlussstecker elektrisch die
mehreren elektrischen Verbindungsstellen miteinander, um den Datenkommunikationsbus
zu bilden. Das elektronische Modul ist ausgebildet, um lösbar in
die Verbinderbuchse anstelle des Kurzschlusssteckers einzugreifen.
Das elektronische Modul umfasst mehrere Schalteinheiten, die die
mehreren elektrischen Verbindungsstellen in der Verbinderbuchse
verbinden, wenn das elektronische Modul in die Verbinderbuchse eingesteckt
ist.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung werden die elektronischen Geräte in dem Fahrzeug in dem Elektronikmodul
verbunden, um den Datenkommunikationsbus zu bilden, wenn jede Schalteinheit
in dem Elektronikmodul in einen geschlossenen Zustand versetzt ist.
Vorzugsweise ist jede Schalteinheit in dem elektronischen Modul
getrennt von den anderen Schalteinheiten ausgebildet. Eine oder
mehrere der Schalteinheiten kann wahlweise in einen geöffneten Zustand
versetzt werden, um ein elektronisches Gerät von dem Datenkommunikationsbus
elektrisch zu trennen.
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Ein
Verfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung zur Verwendung zum Programmieren von elektronischen Geräten in einem
Fahrzeug umfasst das Verbinden der elektronischen Geräte mit dem
Datenkommunikationsbus über
Schalteinheiten, die in einen geschlossenen Zustand versetzt sind.
Ein externes Programmiergerät,
das mit dem Datenkommunikationsbus verbunden ist, überträgt Programmiercodes über den
Datenkommunikationsbus an ein elektronisches Gerät in dem Fahrzeug, das programmiert
werden soll. Gemäß der vorliegenden
Erfindung werden die anderen elektronischen Geräte in dem Fahrzeug, die nicht
programmiert werden sollen, elektrisch von dem Datenkommunikationsbus getrennt,
indem die Schalteinleiten, die die anderen elektronischen Geräte mit dem
Datenkommunikationsbus verbinden, in einen geöffneten Zustand versetzt werden.
Auf diese Weise wird nur das elektronische Gerät, das programmiert werden
soll, mit dem Datenkommunikationsbus während des Programmierens verbunden.
Nachdem die Programmierung abgeschlossen ist, können die elektronischen Geräte, die
elektrisch von dem Datenkommunikationsbus getrennt worden sind,
wieder angeschlossen werden, indem alle Schalteinheiten zurück in den
geschlossenen Zustand versetzt werden. Das externe Programmiergerät kann auch
wieder von dem Datenkommunikationsbus entfernt werden.
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Ein
Verfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung zur Verwendung bei der Diagnose von elektronischen Fahrzeuggeräten umfasst
das Verbinden der elektronischen Geräte mit einem Datenkommunikationsbus über Schalteinheiten,
die in einen geschlossenen Zustand versetzt sind. Eine Verarbeitungseinheit überwacht
Daten, die von den elektronischen Geräten auf den Datenkommunikationsbus
kommuniziert werden, nach Abweichungen. Das Verfahren umfasst das
Einstellen von einer oder mehreren der Schalteinheiten in einen
geöffneten
Zustand, um einen mehrere der elektronischen Geräte elektrisch von dem Datenkommunikationsbus
zu trennen, wenn eine Abweichung in den Daten detektiert wird. Die elektronischen
Geräte
können
von dem Datenkommunikationsbus nacheinander getrennt werden, bis die
Abweichung nicht länger
auf den Datenkommunikationsbus detektiert wird. Auf diese Weise
kann das elektronische Gerät,
das die Abweichung hervorruft, identifiziert werden.
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Ein
elektronisches Modul, das gemäß der vorliegenden
Erfindung aufgebaut ist, umfasst einen Modulverbinder, der ausgebildet
ist, um in eine Verbinderbuchse mit mehreren Verbindungsstellen
in dem Fahrzeug eingesteckt zu werden. Die elektrischen Verbindungsstellen
werden mit den elektronischen Geräten in dem Fahrzeug verbunden.
Eine Gruppe von Schaltern in dem elektronischen Modul umfasst mehrere
Schalteinheiten, die mit dem Modulverbinder verbunden werden. Wenn
der Modulverbinder in Eingriff mit der Verbinderbuchse gebracht
wird und die Schalteinheiten in dem elektronischen Modul in einen
geschlossenen Zustand versetzt sind, verbindet das elektronische
Modul die elektronischen Geräte
in dem Fahrzeug, um den Datenkommunikationsbus auszubilden.
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Eine
Verarbeitungseinheit in dem elektronischen Modul ist ausgebildet,
um wahlweise jede der Schalteinheiten in der Gruppe von Schaltern
in einen geöffneten
oder geschlossenen Zustand zu versetzen.
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Demgemäß kann die
Verarbeitungseinheit eine oder mehrere der Schalteinheiten, die
in einen geöffneten
Zustand versetzt werden sollen, ansprechen und so ein elektronisches
Gerät in
dem Fahrzeug von dem Datenkommunikationsbus elektrisch trennen.
Die Verarbeitungseinheit kann wahlweise ein elektronisches Gerät anhand
von Befehlen, die es von einem Speicher oder einer Benutzereingabe
in dem elektronischen Modul empfängt,
getrennt werden. Der Prozessor kann auch ausgebildet sein, um Daten
zu überwachen,
die auf dem Datenkommunikationsbus kommuniziert werden, und wahlweise eine
oder mehrere der Schalteinheiten in einen geöffneten oder geschlossenen
Zustand abhängig
von auf dem Datenkommunikationsbus kommunizierten Daten versetzen.
Wenn eine Abweichung bei den Daten, die auf dem Datenkommunikationsbus
kommuniziert werden, detektiert wird, kann das elektronische Modul
elektrisch eines oder mehrere der elektronischen Geräte von dem
Datenkommunikationsbus trennen, um das elektronische Gerät, das die
Abweichung hervorruft, zu identifizieren.
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Das
elektronische Modul kann in einem Wartungs-Gerät, das mit dem Datenbus zeitweilig
verbunden wird, oder in einem Fahrzeug dauerhafter installiert sein.
In beiden Fällen
steuert das elektronische Modul eine Gruppe von Schalteinheiten,
die die elektronischen Fahrzeuggeräte mit dem Datenkommunikationsbus
verbinden, wie zuvor beschrieben. Das elektronische Modul kann auch
eine Ausgabevorrichtung zum Mitteilen einer Information an einen Benutzer
umfassen, wie z.B. eine Information, die eine Abweichung, die auf
dem Datenkommunikationsbus detektiert wird, betrifft.
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Kurzbeschreibung
der Zeichnungen
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Die
vorangehenden Aspekte und viele der dazu gehörenden Vorteile dieser Erfindung
werden deutlicher, wenn die Erfindung mit Bezug auf die nachfolgende
ausführliche
Beschreibung in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen ausführlicher beschrieben
wird, wobei:
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1 eine
Darstellung zeigt, die eine Implementierung eines J1708-Datenkommunikationsbus in
einem Fahrzeug gemäß dem Stand
der Technik zeigt;
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2 ein
Diagramm zeigt, das einen typischen Datenkommunikationsbus, der
in einer Sternkonfiguration implementiert ist, darstellt;
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3 ein
Diagramm zeigt, das einen Datenkommunikationsbus, der gemäß der vorliegenden
Erfindung aufgebaut ist, darstellt, wobei der Datenkommunikationsbus
eine Verbinderbuchse und einen entsprechenden Abdeckstecker und
Kurzschlussstecker aufweist, der, wenn er in die Verbinderbuchse
eingesteckt wird, es elektronischen Geräten ermöglicht, Daten miteinander zu
kommunizieren;
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4 ein
Diagramm zeigt, das ein elektronisches Modul und einen Modulverbinder
darstellt, die gemäß der vorliegenden
Erfindung zur Verbindung mit der in 3 gezeigten
Verbinderbuchse anstelle des Kurzschlusssteckers und Abdecksteckers
ausgebildet ist;
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5 ein
Blockdiagramm zeigt, das die Hauptkomponenten des elektronischen
Moduls und des Modulverbinders, der in 4 gezeigt
ist, darstellt;
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6 ein
Flussdiagramm zeigt, das ein Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung
zur Verwendung bei der Programmierung eines elektronischen Geräts auf einem
Datenkommunikationsbus eines Fahrzeugs, der in 5 gezeigt
ist, darstellt; und
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7 ein
Flussdiagramm zeigt, das ein Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung
zur Verwendung bei der Diagnose von elektronischen Geräten auf
einem Datenkommunikationsbus eines Fahrzeugs, wie es in 5 gezeigt
ist, darstellt.
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Ausführliche Beschreibung der bevorzugten
Ausführungsform
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2 zeigt
einen typischen Datenkommunikationsbus, der in einer Sternkonfiguration
implementiert ist. Eine Vielzahl von elektronischen Geräten 22 sind
mit einem gemeinsamen Verbindungsblock 24 über die
Busleitungen 26 verbunden. Der gemeinsame Verbindungsblock 24 ist
ein zentraler Verbindungsblock, an dem die Busleitungen 26 so miteinander
verbunden sind, dass jedes der elektronischen Geräte Daten
mit jedem der anderen elektronischen Geräte 22 kommunizieren
kann. Die Busleitungen 26 stellen einen Kommunikationspfad
zwischen den elektronischen Geräten 22 (z.B.
zweiadrige serielle Datenkommunikation gemäß dem SAE J1708-Standard) zur
Verfügung.
Der Einfachheit halber sind die Busleitungen 26 nicht als
ein Twisted-Pair-Kabel, wie es in 1 gezeigt
ist, dargestellt. Der Datenkommunikationsbus, der in 2 gezeigt
ist, wird als Hintergrundinformation dargestellt, um die Implementierung
und die Verwendung der vorliegenden Erfindung zu verstehen.
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Ein
Datenkommunikationsbus, der in einem Fahrzeug gemäß der vorliegenden
Erfindung implementiert ist, ist in 3 gezeigt.
Der Datenkommunikationsbus umfasst Busleitungen 30, die
mit einer Verbinderbuchse 36 verbunden sind, die Teil eines gemeinsamen
Verbindungsblocks 34 darstellen. Die Busleitungen 30 verbinden
einzeln jedes der elektronischen Geräte 32 mit elektronischen
Verbindungsstellen in der Verbinderbuchse 36. Die Busleitungen 30 übertragen
Datenmitteilungen an und von elektronischen Geräten 32.
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In
der Ausführungsform
der Erfindung, die in 3 gezeigt ist, umfasst der gemeinsame
Verbindungsblock 34 eine Verbinderbuchse 36 und
einen entsprechenden entfernbaren Kurzschlussstecker 38.
Wenn der Kurzschlussstecker 38 eingesteckt ist und in die
Verbinderbuchse 36 eingreift, verbinden Drähte in dem
Kurzschlussstecker 38 Busleitungen 30, um den
Datenkommunikationsbus zu bilden und es jedem der elektronischen
Geräte 32 zu
ermöglichen,
Datenmitteilungen an jedes der anderen elektronischen Geräte 32 zu
kommunizieren.
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Während der
Datenkommunikationsbus, der in 3 dargestellt
ist, als ein SAE J1708-zweiadriger Datenkommunikationsbus implementiert
sein kann, ist die Erfindung in ihrer Anwendung weder auf einen
zweiadrigen Bus noch auf den J1708-Standard beschränkt.
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Die
Erfindung ist auf andere Arten von Datenkommunikationsverbindungen,
die verschiedene Datenübertragungsprotokolle
verwenden können, anwendbar.
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Die
Verbinderbuchse 36 kann weiterhin eine elektrische Verbindungsstelle
zur Verbindung mit einer Stromquelle 40, wie z.B. eine
12-Volt-Batterie eines Fahrzeugs, umfassen. Der Kurzschlussstecker 38,
der in 3 gezeigt ist, verbindet die Stromquelle 40 nicht
mit den elektronischen Geräten 32.
Wie aus der nachfolgenden Erläuterung
ersichtlich, kann die Stromquelle 40 verwendet werden,
um Strom an ein elektronisches Modul anzulegen, das ausgebildet
ist, um anstelle des Kurzschlusssteckers 38 in die Verbinderbuchse 36 einzugreifen.
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Wenn
der Kurzschlussstecker 38 in die Verbinderbuchse 36 eingesteckt
wird, wird vorzugsweise ein entfernbarer Abdeckstecker 42 in
der Verbinderbuchse 36 eingesetzt, um die nicht verwendeten stromtragenden
Verbindungsstellen abzudecken. Der Abdeckstecker 42 schützt die
Verbindungsstelle zur Stromquelle 40 vor Schmutz und anderen
Verschmutzungen und verhindert zufälligen Kontakt von Drähten oder
anderen elektrisch leitfähigen
Gegenständen
mit der Verbindung zur Stromquelle. Der Abdeckstecker 42 kann
getrennt von der Verbinderbuchse 36 ausgebildet sein oder
kann an der Verbinderbuchse 36 befestigt sein, z.B. durch
ein integriertes Gelenk, so dass wenn der Abdeckstecker um das Gelenk
in eine geschlossene Position gedreht wird, die elektrische Verbindungsstelle
zur Stromquelle 40 abgedeckt ist.
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Zum
Zwecke der Darstellung zeigt 3 die Verbindung
von sieben elektronischen Geräten 32 mit
der Verbinderbuchse 36, wobei die vorliegende Erfindung
auf Datenkommunikationsverbindung angewendet werden kann, die es
jeglicher Anzahl von elektronischen Geräten ermöglicht, miteinander zu kommunizieren.
Z.B. können
die elektronischen Geräte 32 an
elektronische Steuereinheit für
einen Motor, der einen Motorbetrieb steuert, eine elektronische
Steuereinheit für
ein Getriebe, das das Fahrzeuggetriebe steuert, ein Antiblockier-Bremssystem, das
eine Schnittstelle zu den Antiblockierbremsen des Fahrzeugs bildet,
eine Armaturenbrett-Einheit, die eine Information zur Anzeige empfängt, eine
digitale Nachrichtenzentrale, die eine Information an den Bediener
des Fahrzeugs ausgibt, eine Anhänger-Einheit,
die mit Komponenten eines Anhängers
kommuniziert, ein oder mehrere Kundenzusatzgeräte, die in das Fahrzeug eingesetzt
sind, wie z.B. eine GPS-Einheit usw. umfassen, sind jedoch nicht
darauf beschränkt.
Einige oder alle dieser Einheiten oder Systeme können als elektronische Geräte 32 mit
der Verbinderbuchse 36 verbunden werden.
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3 zeigt
auch einen Busschnittstellenverbinder 44, der mit der Verbinderbuchse 36 verbunden ist.
Der Busschnittstellenverbinder 44 ermöglicht es, dass externe Geräte auf den
Datenkommunikationsbus zugreifen. Z.B. kann ein externes Programmiergerät mit dem
Datenbus über
den Busschnittstellenverbinder 44 verbunden werden, um
Programmiercodes an die elektronischen Geräte 32 auf dem Datenbus
zu kommunizieren. In der Lastzug-Industrie weist der Busschnittstellenverbinder 44 üblicherweise
ein einheitliches Design auf, das oft als ein Deutsch-Verbinder
bezeichnet wird, weil die Deutsch Company aus Hemet, California,
der Haupthersteller des Verbinders ist. Obwohl der Busschnittstellenverbinder 44 vorzugsweise
unter dem Bedienpult des Fahrzeugs angeordnet ist (um einen einfachen
Zugang zu ermöglichen),
kann der Busschnittstellenverbinder alternativ auch an anderen Stellen
in dem Fahrzeug angeordnet sein.
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Wie
zuvor erwähnt,
können
der Kurzschlussstecker 38 und der Abdeckstecker 42 von
der Verbinderbuchse 36 entfernt werden, wodurch die elektrische
Verbindungsstellen, die mit den elektronischen Geräten 32,
der Stromquelle 40 und dem Busschnittstellenverbinder 44 verbunden
sind, freizulegen. Anstelle des Kurzschlusssteckers 38 und
des Abdecksteckers 42 kann ein elektronisches Modul 50,
wie es in 4 gezeigt ist, mit der Verbinderbuchse 36 über einen
Modulverbinder 52 verbunden werden. Wenn der Modulverbinder 52 in
die Verbinderbuchse 36 eingesteckt wird und in diese eingreift,
sind die elektronischen Geräte 32,
die Stromquelle 40 und der Busschnittstellenverbinder 44 jeweils
mit dem elektronischen Modul 50 verbunden. Während der
Modulverbinder 52, der in 4 gezeigt
ist, externe Busleitungen 54 verwendet, um die elektronischen Geräte 32 mit
dem elektronischen Modul 50 zu verbinden, ist es für einen
Fachmann selbstverständlich, dass
der Modulverbinder 52 mit dem elektronischen Modul integriert
sein kann, wobei die Busleitungen 52 intern in dem elektronischen
Modul 50 implementiert sind.
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5 zeigt
ein Blockdiagramm, das den Modulverbinder 52 und die Hauptkomponenten
des elektronischen Moduls 50, das in 4 gezeigt
ist, darstellt. In 5 ist jede der Busleitungen 54 aus dem
Modulverbinder 52 mit einer Gruppe von Schaltern 56 in
dem elektronischen Modul 50 verbunden. Die Gruppe von Schaltern 56 umfasst
mehrere Schalteinheiten 56a, 56b, ..., 56g,
die, wenn sie sich in einem geschlossenen Zustand befinden, jedes
der elektronischen Geräte
(als ECM#1, ECM#2 usw. in 5 gekennzeichnet)
miteinander verbinden, um den Datenkommunikationsbus auszubilden.
Jede der Schalteinheiten 56a, 56b, ..., 56g öffnet und
schließt die
anderen Schalteinheiten unabhängig
voneinander. Demgemäß kann z.B.
die Schalteinheit 56a, die mit ECM#1 verbunden ist, in
einen geöffneten
Zustand (d.h. nicht-leitenden) Zustand versetzt werden, wenn die
anderen Schalteinheiten 56b, 56c, ..., 56g, die
mit ECM#2, ECM#3 usw. verbunden sind, in einen geschlossenen (d.h.
einen leitenden) Zustand versetzt sind. In diesem beispielhaften
Aufbau ist ECM#1 elektrisch von dem Datenkommunikationsbus getrennt.
Auf ähnliche
Weise bleibt nur das elektronische Gerät ECM#1 mit dem Datenkommunikationsbus
verbunden (über
dem Busschnittstellenverbinder), wenn nur die Schalteinheit 56a in
einen geschlossenen Zustand versetzt ist und die anderen Schalteinheiten 56b, 56c,
..., 56g in einen geöffneten Zustand
versetzt sind. Wenn die Schalteinheiten 56a, 56b,
..., 56g alle in einen geschlossenen Zustand versetzt sind,
ist der Datenkommunikationsbus vollständig angeschlossen, wodurch
es allen elektronischen Geräten
ECM#1, ECM#2, usw. ermöglicht wird,
Datennachrichten miteinander zu kommunizieren.
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In 5 umfasst
jede Schalteinheit zwei Schalter, die sich im Wesentlichen gleichzeitig öffnen und
schließen.
Geeignete Schalter zur Verwendung in den Schalteinheiten 56a, 56b,
..., 56g umfassen Relais und Festkörperschalter. Während die
Schalteinheiten, die in 5 gezeigt sind, jeweils mit
zwei Schaltern dargestellt sind, können Schalteinheiten in anderen
Ausführungsformen
der Erfindung einen oder eine beliebige Anzahl von Schaltern umfassen.
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In
der in 5 gezeigten Ausführungsform steuert eine Verarbeitungseinheit 60 das Öffnen und Schließen der
Schalteinheiten in der Gruppe der Schalter 56 (z.B. über einen
Treiberschaltkreis 62). Die Verarbeitungseinheit 60 steuert
so, welches der elektronischen Geräte ECM#1, ECM#2 usw. in dem Fahrzeug
(das sind die elektronischen Geräte 32,
die in den 3 und 4 gezeigt
sind) mit dem Datenkommunikationsbus verbunden werden. Die Verarbeitungseinheit 60 kann
ein elektronisches Gerät
auf dem Datenkommunikationsbus isolieren, indem alle Schalteinheiten 56a, 56b,
..., 56g usw. geöffnet
werden außer
der Schalteinheit, die das betreffende Gerät mit dem Datenbus verbindet.
Das Isolieren der elektronischen Geräte von dem Datenkommunikationsbus
ist insbesondere nützlich
während
des Programmierens der elektronischen Geräte. Wie nachfolgend beschrieben
wird, verhindert das Isolieren eines elektronischen Geräts an dem
Datenbus während
des Programmierens, dass Programmiercodes, die auf den Datenbus
kommuniziert werden, unbeabsichtigt andere elektronische Geräte, die
normalerweise mit dem Datenbus verbunden sind, programmieren oder
diese nachteilig beeinträchtigen.
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Ein
Eingabegerät 66,
wie z.B. ein Knopf oder eine Taste auf dem elektronischen Modul 50,
kann es einem Bediener ermöglichen,
einen Befehl an die Verarbeitungseinheit 60 manuell bereitzustellen,
um einen oder mehrere der Schalteinheiten in der Gruppe der Schalter 56 zu öffnen oder
zu schließen.
Der Zustand der Schalteinheiten 56a, 56b, ..., 56g (z.B. geöffnet oder
geschlossen) kann durch eine Ausgabeeinrichtung 68, wie
z.B. eine LED, eine Glühlampe oder
eine LCD-Anzeige, die mit der Verarbeitungseinheit 60 über den
Treiberschaltkreis 62 verbunden ist, angezeigt werden.
Auf diese Weise kann ein Service-Techniker manuell steuern, welche
elektronischen Geräte
mit dem Datenkommunikationsbus verbunden werden.
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6 zeigt
ein Flussdiagramm eines Verfahrens 100 gemäß der vorliegenden
Erfindung, das bei der Programmierung eines elektronischen Geräts an einem
Datenkommunikationsbus eines Fahrzeugs verwendet werden kann. Beginnend
mit Block 102 wird ein Offboard-Programmiergerät (OBPD)
mit dem Datenkommunikationsbus über
den Busschnittstellenverbinder 44 (gezeigt in 3 und 4)
verbunden. Wie zuvor beschrieben, kann der Busschnittstellenverbinder 44 komfortabel
unter dem Armaturenbrett des Fahrzeugs angeordnet sein.
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Weiter
in Block 104 in 6 werden der Kurzschlussstecker 38 und
der Abdeckstecker 42 (die in 3 gezeigt
sind) aus der Verbinderbuchse 36 entfernt. In Block 106 wird
das elektronische Modul 50 (das in den 4 und 5 gezeigt
ist) mit der Verbinderbuchse 36 verbunden, indem der Modulverbinder 52 in
die Verbinderbuchse 36 eingesteckt wird.
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In
Block 108 überträgt das OBPD
ein Befehlssignal an das elektronische Modul 50 über den Datenkommunikationsbus.
Das Befehlssignal weist das elektronische Modul 50 an,
alle Schalteinheiten 56a, 56b usw. außer der
Schalteinheit, die das zu programmierende elektronische Gerät (z.B.
Schalteinheit 56f, wenn das elektronische Gerät ECM#6 programmiert
werden soll) verbindet, öffnet.
Auf diese Weise werden die elektronischen Geräte, die nicht durch das OBPD
programmiert werden sollen, elektrisch von dem Datenbus getrennt
und von dem OBPD isoliert.
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Insbesondere
kann das OBPD das Befehlssignal durch den Busschnittstellenverbinder 44 an
einen Signalkonvertierer in dem elektronischen Modul 50 übertragen.
In der in 5 gezeigten Ausführungsform
konvertiert ein RS485-zu-TTL-Signal-Wandler 70 das Befehlssignal
von einem J1708-konformen Signal in ein Signalformat (z.B. TTL),
das von der Verarbeitungseinheit 60 verstanden wird. Die
Verarbeitungseinheit 60 kann auch auf Befehle oder Informationen,
die in einem Speicher 64 gespeichert sind, Bezug nehmen,
um das von dem OBPD empfangene Befehlssignal zu interpretieren. Nach
dem Interpretieren des Befehlssignals gibt die Verarbeitungseinheit 60 ein
geeignetes Signal an den Treiber 62 aus, um jede der Schalteinheiten 56a, 56b,
..., 56g in einen geöffneten
Zustand zu versetzen außer
der Schalteinheit, die mit dem zu programmierenden Gerät verbunden
ist, wie es in Block 110 gezeigt ist.
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Vorzugsweise
gibt das OBPD automatisch das Befehlssignal, das in Block 108 erläutert wurde, aus,
wenn die Programmiersoftware, die durch das OBPD ausgeführt wird,
gestartet wird. Alternativ kann anstelle des Anforderns des OBPDs,
ein Befehlssignal zu übertragen,
das elektronische Modul 50 detektieren, wenn ein OBPD mit
dem Datenbus verbunden wird (z.B. durch Erkennen eindeutiger Programmcodes,
die auf den Datenbus übertragen werden
oder durch Anfragen des Busschnittstellenverbinders 44 nach
dem Vorhandensein des OBPDs). Befehle, die in dem Speicher 64 gespeichert
sind, können
das elektronische Modul 50 anweisen, automatisch das zu
programmierende elektronische Gerät anhand der von dem elektronischen Modul
empfangenen Information zu isolieren. Das elektronische Modul 50 kann
bei dem Busschnittstellenverbinder 44 anfragen, indem ein
Anfragesignal an einen TTL-zu-RS485-Signal-Wandler 72 gesendet
wird, der ein J1708-konformes Signal auf den Datenbus ausgibt. Der
OBPD, der mit dem Datenbus über
den Busschnittstellenverbinder 44 verbunden ist, würde das
Anfragesignal auf dem Datenbus erkennen und die Anfrage von dem
elektronischen Modul 50 beantworten, indem ein Antwortsignal
auf den Datenbus gesendet wird. Der OBPD oder die Verarbeitungseinheit 60 kann
auch bezüglich
des Vorhandenseins des zu programmierenden elektronischen Geräts anfragen
und dem Bediener über
die Ausgabe 68 oder über
eine Anzeige auf dem OBPD oder dem elektronischen Modul benachrichtigen,
wenn das Gerät
nicht vorhanden ist.
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Nachdem
das elektronische Modul 50 das zu programmierende elektronische
Gerät isoliert
hat, führt
das OBPD im Block 112 ein Verkäuferkomponentenprogramm (VCP)
aus, das die Programmiercodes ausgibt, die das elektronische Gerät programmieren.
Nachdem das elektronische Gerät
programmiert worden ist, bestimmt das OBPD in dem Abfrageblock 113,
ob es weitere durch das OBPD zu programmierende Geräte gibt.
Wenn es weitere zu programmierende Geräte gibt (d.h. das OBPD ist
ausgebildet, um mehrere VCPs auszuführen), kehrt das OBPD zu Block 108 zurück und gibt
ein neues Befehlssignal aus, um alle elektronischen Geräte von dem
Datenbus elektrisch zu trennen, außer dem durch den bestimmten
VCP zu programmierenden elektronischen Gerät. Die Vorgänge der Blöcke 108, 110 und 112 des
Isolierens und Programmierens eines elektronischen Geräts auf dem
Datenbus werden für
jedes VCP wiederholt, bis alle zu programmierenden elektronischen
Geräte
programmiert sind.
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Sind
alle VCPs ausgeführt
worden, kann das OBPD von dem Busschnittstellenverbinder 44,
wie in Block 114 angegeben ist, getrennt werden. Das elektronische
Modul 50 kann auch von der Verbinderbuchse 36,
wie in Block 116 angegeben, entfernt werden. An seiner
Stelle werden der Kurzschlussstecker 38 und der Abdeckstecker 42 wieder
in die Verbinderbuchse 36 eingesetzt, wie in Block 118 angegeben ist.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung kann das elektronische Modul 50 auch den Datenbus
zum Zwecke einer Diagnose überwachen.
Wenn das elektronische Modul 50 mit dem der Verbinderbuchse 36 verbunden
ist, ist die Verarbeitungseinheit 60 in der Lage, Daten
auf dem Datenkommunikationsbus über den
RS485-zu-TTL-Wandler 70 zu überwachen.
Die Verarbeitungseinheit 60 ist auch in der Lage, Daten auf
den Datenkommunikationsbus über
den TTL-zu-RS485-Wandler 72 zu übertragen. Insbesondere ist
die Verarbeitungseinheit 60 in der Lage, Daten, die auf
dem Datenkommunikationsbus kommuniziert werden, nach Abweichungen
zu überwachen.
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Wie
zum Hintergrund der Erfindung angemerkt, können Abweichungen bei Daten,
die auf dem Datenbus kommuniziert werden, z.B. die Kommunikation
von ungültigen
Zeichen, übermäßigen Paketlängen, Babbling
und korrupten Paketen umfassen. Die Verarbeitungseinheit 60 kann
auch den Bus nach Zeichen oder Zuständen von fehlerhafter Hardware überwachen.
Wenn ein externes Programmiergerät, wie
z.B. das oben beschriebene OBPD mit dem Datenbus über die
Busschnittstellenverbinder 44 zum Zweck des Programmierens
der elektronischen Geräte
mit dem Datenbus verbunden wird, kann die Verarbeitungseinheit 60 anweisen,
dass eine oder mehrere Überwachungsfunktionen,
die von der Verarbeitungseinheit 60 durchgeführt werden,
deaktiviert oder ignoriert werden, während die Programmiercodes übertragen
werden, so dass die Verarbeitungseinheit 60 die Programmiercodes
nicht als ungültige
oder abweichende Daten interpretiert.
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7 zeigt
ein Flussdiagramm eines Verfahrens 120 gemäß der vorliegenden
Erfindung, das zur Diagnose von potenziellen Problemen bei elektronischen
Geräten,
die mit dem Datenkommunikationsbus verbunden sind, verwendet werden
kann. Beginnend mit Block 122 werden der Kurzschlussstecker 38 und
der Abdeckstecker 42 von der Verbinderbuchse 36 entfernt.
In Block 124 wird das elektronische Modul 50 in
die Verbinderbuchse 36 eingesetzt, indem der Modulverbinder 52 in
die Verbinderbuchse 36 eingesteckt wird. In Block 126 beginnt
das elektronische Modul 50 damit, Daten, die auf den Datenkommunikationsbus übertragen
werden, zu überwachen.
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In
dem Abfrageblock 128 bestimmt die Verarbeitungseinheit 60,
ob eine Abweichung der auf dem Datenbus über kommunizierten Daten detektiert
worden ist. Wenn keine Abweichungen nach einer vorbestimmten Zeitdauer
detektiert worden sind, erzeugt die Verarbeitungseinheit 60 in
Block 142 eine Mitteilung, dass keine Abweichung detektiert
wurde. Die Verarbeitungseinheit 60 kann diese Mitteilung
an die Ausgabe 68 (z.B. durch Einschalten einer bestimmten
LED oder durch Bereitstellen einer bestimmten Textnachricht auf
der Ausgabe 68) senden. Alternativ kann die Verarbeitungseinheit 60 die
Mitteilung an eine Anzeigeeinheit, die an sonstiger Stelle in dem Fahrzeug
vorgesehen ist, über
den Datenkommunikationsbus übertragen.
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Nach
dem Mitteilen, dass keine Abweichungen auf dem Datenbus detektiert
wurden, kann das elektronische Modul 50 von der Verbinderbuchse 36 entfernt
werden, wie in Block 138 angegeben ist. Anstelle des elektronischen
Moduls 50 werden der Kurzschlussstecker 38 und
der Abdeckstecker 42 wieder in die Verbinderbuchse 36 eingesetzt,
wie in Block 140 angegeben ist.
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Wenn
in dem Abfrageblock 128 die Verarbeitungseinheit 60 eine
Abweichung bei den Daten, die auf den Bus übertragen werden, detektiert,
kann die Verarbeitungseinheit 60 in einem Speicher 64,
wie es in Block 130 angegeben ist, eine Fehlerinformation aufzeichnen,
die die abweichenden Daten umfasst, um auf diese später zuzugreifen
und von einem Service-Techniker durchgesehen zu werden.
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Die
aufgezeichnete Fehlerinformation kann bestimmte Codes umfassen,
die den detektierten Fehler identifizieren. Die in dem Speicher 64 aufgezeichnete
Information kann auch Ereignisdaten, wie die tatsächlichen
Daten und Buszustände,
die auf dem Bus detektiert worden sind (die Daten, die vor der detektierten
Abweichung kommuniziert wurden und die in einem Puffer gespeichert
sind, umfassen), sowie eine Zeitinformation, die die Zeit der detektierten
Abweichung identifiziert, umfassen. Die eine detektierte Abweichung
betreffende Information kann auch an eine Anzeigeeinheit oder eine
Ausgabe, wie z.B. die Ausgabe 68 übertragen werden.
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Während die
aufgezeichnete Fehlerinformation und die Ereignisdaten für einen
Service-Techniker ausreichend sein können, das Problem zu diagnostizieren
(und es somit ermöglicht
wird, dass das elektronische Modul 50 von dem Datenbus
entfernt wird) kann gemäß einem
weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung die Verarbeitungseinheit 60 weiter automatisch
versuchen, zu identifizieren, welches der elektronischen Geräte ECM#1,
ECM#2 usw., die mit dem Datenkommunikationsbus verbunden sind, die
fehlerhaften und abweichenden Daten verursacht. In diesem Fall wird
das elektronische Modul 50 weiterhin mit dem Datenkommunikationsbus
verbunden bleiben.
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In
Block 132 trennt die Verarbeitungseinheit 60 elektrisch
eines der elektronischen Geräte
von dem Datenbus durch Öffnen
der Schalteinheit in der Gruppe der Schalter 56, die das
elektronische Gerät mit
dem Datenbus verbindet. Die Verarbeitungseinheit 60 fährt fort,
die auf dem Datenkommunikationsbus übertragenen Daten zu überwachen,
und bestimmt in dem Abfrageblock 134, ob die Abweichung weiterhin
vorhanden ist. Wenn die abweichenden Daten oder der fehlerhafte
Zustand weiterhin auf dem Datenbus vorhanden ist, kehrt die Verarbeitungseinheit 60 zum
Block 132 zurück
und trennt ein weiteres elektronisches Gerät von dem Datenkommunikationsbus.
Die Verarbeitungseinheit 60 überwacht des weiteren die Daten
auf dem Datenkommunikationsbus, um festzustellen, ob die Abweichung
weiterhin vorhanden ist. Dieser Prozess des Trennens der Geräte und des Überwachens
des Datenbusses nach Abweichungen wird fortgesetzt, bis die Abweichung nicht
länger
vorhanden ist.
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Wird
dann die Abweichung nicht weiterhin detektiert, kann die Verarbeitungseinheit 60 annehmen,
dass das letzte elektronische Gerät, das von dem Datenkommunikationsbus
getrennt worden ist, das Gerät
ist, das die Abweichung hervorruft. In Block 136 erzeugt
die Verarbeitungseinheit 60 eine Mitteilung, die angibt,
welches der elektronischen Geräte
verdächtig
ist, die Abweichung hervorzurufen. Diese Mitteilung kann an die
Ausgabe 68 gesendet werden oder über den Datenkommunikationsbus
an eine Anzeigeeinheit an sonstiger Position in dem Fahrzeug gesendet
werden.
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Vorzugsweise
trennt die Verarbeitungseinheit 60 die elektronischen Geräte in umgekehrter
Reihenfolge ihrer für
den Betrieb des Fahrzeugs bestehenden Kritikalität (d.h. es wird das am wenigsten
kritischen elektronische Gerät
zuerst getrennt). Die Verarbeitungseinheit kann z.B. auf Informationen,
die im Speicher 64 gespeichert sind, zurückgreifen,
um festzustellen, welche elektronischen Geräte als am wenigsten kritisch
angegeben sind und welche elektronischen Geräte als am kritischsten angegeben
sind. Die Verarbeitungseinheit 60 kann auch getrennte Geräte wieder
verbinden, von denen gezeigt worden ist, dass sie die Abweichung
nicht hervorrufen, während die
Verarbeitungseinheit 60 weiterhin andere elektronische
Geräte
bei der Suche nach dem störenden Gerät trennt.
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Nach
dem Mitteilen der Identität
des elektronischen Geräts,
von dem vermutet wird, dass es die Abweichung hervorruft, kann das
elektronische Modul 50 von der Verbinderbuchse 36 entfernt
werden, wie in Block 138 angegeben ist, wobei der Kurzschlussstecker
und der Abdeckungsstecker in die Verbinderbuchse 36, wie
es in Block 140 angegeben ist, wieder eingesetzt werden.
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Obwohl
das Aufzeichnen der Fehlerinformation und der Ereignisdaten gemäß Block 130 in 7 als
ein diskreter Vorgang gezeigt sind, ist es innerhalb des Bereichs
der vorliegenden Erfindung unter einigen Umständen tatsächlich bevorzugt, dass das elektronische
Modul 50 weiterhin Ereignisdaten in dem Speicher 64 aufzeichnet,
wenn einmal eine Abweichung detektiert worden ist. Ein fortlaufend
geführtes
Protokoll dieses Typs kann für
einen Service-Techniker hilfreich sein, sowohl das Vorhandensein
der Abweichung als auch den Prozess des Trennens der elektronischen
Geräte
von dem Bus in Block 132 zu verfolgen.
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Zum
Herunterladen der Fehlerinformation und der Ereignisdaten, die in
dem Speicher 64 aufgezeichnet sind, kann ein getrenntes
Offboard-Diagnosewerkzeug oder ein weiteres Rechengerät (nicht gezeigt)
mit dem elektronischen Modul 50 über den Busschnittstellenverbinder
verbunden werden. Die Verarbeitungseinheit 60 kann die
Fehlerinformation und die Ereignisdaten aus dem Speicher 64 an
das Diagnosewerkzeug über
den TTL-zu-RS485-Wandler 72 ausgeben. Alternativ kann das
elektronische Modul 50 einen getrennten Anschluss oder
eine drahtlose Übertragungsvorrichtung
zum Herunterladen der Fehlerinformation und der Ereignisdaten an das
Diagnosewerkzeug umfassen. Bei einer weiteren Alternative kann das
elektronische Modul 50 eine Anzeigeeinheit, wie z.B. die
Ausgabe 68 zum Anzeigen der Fehlerinformation und der Ereignisdaten
unmittelbar auf dem elektronischen Modul 50 umfassen.
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In
den Programmier- und Diagnoseverfahren 100 und 120,
die oben beschrieben wurden, wird das elektronische Modul 50 zeitweilig
mit der Verbinderbuchse zum Zwecke des Programmierens oder der Diagnose
verbunden. Andererseits bleiben der Kurzschlussstecker 38 und
der Abdeckstecker 42 während
des normalen Betriebs des Fahrzeugs in der Verbinderbuchse eingesteckt.
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Alternativ
kann das elektronische Modul 50 mit der Verbinderbuchse 36 dauerhafter
verbunden werden, um eine fortlaufende Überwachung in Echtzeit und
Schutz des Datenbusses vorzusehen. Im Fall einer detektierten Abweichung
benachrichtigt das elektronische Modul den Bediener des Fahrzeugs
und startet einen Diagnosebetriebsmodus. Das elektronische Modul 50 kann
dann weiterhin elektrisch die elektronischen Geräte von dem Datenbus trennen,
bis das fehlerhafte Gerät
getrennt ist und die Abweichungen verschwinden, wie mit Bezug auf
die Blöcke 130, 132, 134 und 136 in 7 beschrieben
wurde.
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Das
elektronische Modul 50 kann in einem Fahrzeug als Standardausrüstung auch
dauerhaft installiert sein. Bei einer solchen Installation sind
ein Modulverbinder 52 und eine Verbinderbuchse 36 nicht
notwendig. Das elektronische Modul 50 kann in dem Fahrzeug
als eine getrennte Einheit mit einem eigenen Gehäuse und einer eigenen Verarbeitungseinheit 60 installiert
sein oder kann in ein größeres elektronisches
Steuergerät
in dem Fahrzeug eingebettet sein. Mit Bezug zu dem Letztgenannten
kann das elektronische Steuergerät
eine Verarbeitungseinheit aufweisen, die zusätzlich zum Implementieren der
Steuerprozesse, die durch die vorliegende Erfindung vorgesehen sind,
andere Aspekte des Fahrzeugs steuert. Eine eingebettete Ausführungsform
ist hinsichtlich des Reduzierens von Kosten insbesondere bei der
Massenproduktion von Fahrzeugen wünschenswert.
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Z.B.
ist es möglich,
dass zwei oder mehr elektronische Geräte mit dem Datenkommunikationsbus über eine
einzelne Schalteinheit in dem elektronischen Modul 50 verbunden
werden können.
Das elektronische Modul 50 kann auch mit einer skalierbaren
Architektur vorgesehen sein, die das Hinzufügen von Schalteinheiten ermöglicht,
wenn neue elektronische Geräte
mit dem Datenkommunikationsbus des Fahrzeugs verbunden werden. Weiterhin
können ein
oder mehrere Schalteinheiten 56a, 56b usw. physikalisch
außerhalb
des Gehäuses
des elektronischen Moduls 50 angeordnet sein und weiterhin
als Teil des elektronischen Moduls angesehen werden. Wenn diese
außerhalb
angeordnet sind, würden
die Schalteinheiten 56a, 56b usw. eine Kommunikationsverbindung
mit der Verarbeitungseinheit 60 aufweisen, um es dem elektronischen
Modul 50 zu ermöglichen,
das Öffnen
und Schließen
der Schalteinheiten zu steuern. Der Bereich der Erfindung sollte
daher mit Bezug auf die folgenden Ansprüche festgelegt sein.