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Hintergrund
der Erfindung Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Lichtwellenleiterelement, das
sich als Element zur Erzeugung einer zweiten Harmonischen mittels
beispielsweise Quasiphasenanpassung eignet.
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Stand der
Technik
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Zur
Erzielung von hochdichten optischen Aufzeichnungen in einem optischen
Informationsverarbeitungsverfahren ist ein Blaulaser zum Erzeugen und
Oszillieren eines Blaulichts mit 400 nm bis 430 nm Wellenlänge bei
einer Ausgangsleistung von 30 mW oder mehr erwünscht, woran bisher intensiv
geforscht und dessen Entwicklung vorangetrieben wurde. Als Blaulichtquelle
wurde ein Element zur Umwandlung von Lichtwellenleiterwellenlängen angenommen,
worin ein Laser zum Oszillieren eines roten Lichts als Grundwelle
und ein Element zur Erzeugung einer zweiten Harmonischen mittels
Quasiphasenanpassung kombiniert wurden.
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In "Electronics Letters
33, 9, 806–807
(24. April 1997) ist beispielsweise beschrieben, dass eine periodisch
polarisierte Inversionsstruktur in einem MgO-dotierten Lithiumniobatsubstrat
ausgebildet ist, und ein Lichtwellenleiter senkrecht zur periodisch
polarisierten Struktur mittels Protonenaustauschverfahren ausgebildet
ist, um dadurch eine Lichtwellenleitervorrichtung zur Erzeugung
einer zweiten Harmonischen zu fertigen.
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Ferner
ist in "TECHNICAL
REPORT OF IEICE US95-24:EMD95-20:CPM95-32(1995-07), S. 31–38, beschrieben, dass ein
Lithiumniobatsubstrat mit einem Lithiumtantalatsubstrat direkt verbunden sowie
geschliffen und poliert ist, um dünner zu sein, damit ein Volums-Lichtwellenleiter
aus dem dünner gemachten
Lithiumniobatsubstrat hergestellt wird. In einem solchen Fall werden
die zu verbindenden Oberflächen
des Lithiumniobatsubstrats und des Lithiumtantalatsubstrats abgeflacht,
ge reinigt und hydrophilisiert. Anschließend werden Hydroxylgruppen auf
den Oberflächen
der Substrate absorbiert und wärmebehandelt,
um die Substrate zu verbinden. Die Hydroxylgruppen und Wasserstoffelemente
werden nach und nach aus den verbundenen Oberflächen der Substrate desorbiert,
was eine starke Verbindung zwischen den Substraten ergibt, um eine
Lichtwellenleitervorrichtung herzustellen, die eine bestimmte Lichtwelle
einschließen
kann. Darüber
hinaus wird vorgeschlagen, dass die so erhaltene Lichtwellenleitervorrichtung
für eine
Lichtwellenleitervorrichtung mit großer Widerstandsfähigkeit
gegenüber
optischen Schäden,
starker Wirkung zur Erzeugung einer höheren Harmonischen und integriertem
optischem Schaltkreis verwendet werden kann.
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In
der in obigem "TECHNICAL
REPORT OF IEICE" gezeigten
Lichtwellenleitervorrichtung wird die d-Konstante (optoelektrische
Konstante) jedoch aufgrund der unterschiedlichen Wärmeausdehnung zwischen
den Substraten leicht beeinträchtigt.
Daher weist ein im Lichtwellenleiter ausgebildetes Element zur Erzeugung
einer zweiten Harmonischen mit periodisch polarisierter Inversionsstruktur
einen lediglich geringen Wirkungsgrad zur Umwandlung zu einer zweiten
Harmonischen auf. Es ist insbesondere erforderlich, dass das Lithiumniobatsubstrat
und das Lithiumtantalatsubstrat bei 100–1.000°C, noch bevorzugter 300°C oder mehr,
direkt verbunden werden. Daher kommt es bei dem aus dem dünner gemachten
Lithiumniobatsubstrat bestehenden Lichtwellenleiter aufgrund der
unterschiedlichen Wärmeausdehnung
zwischen den Substraten während
des Abkühlens
nach dem Verbinden zu Verformungen, was eine Beeinträchtigung
der d-Konstante und im äußersten
Fall die Modenänderung
des auszubreitenden Lichtleiters nach sich zieht. Demzufolge kann keine
Lichtwellenleitervorrichtung zur Verwendung in der Praxis bereitgestellt
werden. Im US-Patent 5.227.011 ist ein wie im Obergriff von Anspruch
1 dargelegter Lichtwellenleiter offenbart.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Ziel
der vorliegenden Erfindung ist die Verhinderung der Beeinträchtigung
der d-Konstante
in einem wie oben angeführten
Lichtwellenleiterelement, das aus einem Substrat und einem Volums-Lichtwellenleiterlement
besteht, und zwar bei gleichzeitiger Beibehaltung dessen Widerstandsfähigkeit
gegenüber
optischen Schäden.
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Zur
Erreichung des obigen Ziels betrifft die vorliegende Erfindung ein
Lichtwellenleiterelement, das ein aus einem Lithiumtantalat-Einkristall
oder einem Einkristall einer festen Lösung aus Lithiumniobat-Lithiumtantalat
hergestelltes Substrat und einen Lichtwellenleiter, aus einem Lithiumniobat-Einkristall, der
direkt mit dem Substrat verbunden ist, umfasst, wobei die c-Achse
des das Substrat bildenden Einkristalls gegenüber der Oberfläche des
zu verbindenden Substrats geneigt ist.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung werden das Offset-Substrat und der Volums-Lichtwellenleiter aus
Lithiumniobat-Einkristall angewandt. Ferner werden das Offset-Substrat und der
Volums-Lichtwellenleiter direkt verbunden. Daher kann der Volums-Lichtwellenleiter
seine gute Kristallinität
beibehalten, wodurch auch der Lichtausbreitungsverlust des Lichtwellenleiterelements
gering gehalten werden kann. Gleichzeitig können die Wärmeausdehnungen des Offset-Substrats
und des Volums-Lichtwellenleiters im gesamten Bereich der verbundenen Oberfläche davon
zweidimensional angepasst werden. Daraus ergibt sich, dass die d-Konstante
des so erhaltenen erfindungsgemäßen Lichtwellenleiters
bei gleichzeitiger Beibehaltung der Widerstandsfähigkeit gegenüber geringeren
optischen Schäden
entwickelt werden kann.
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Insbesondere
wird aus dem oben angeführten
Lichtwellenleiterelement eine Vorrichtung zur Erzeugung einer zweiten
Harmonischen zur praktischen Anwendung mit geringerem optischen
Schaden im Lichtwellenleiter und stabiler d-Konstante gefertigt.
Daher kann die vorliegende Erfindung zu einer Anwendung im großtechnischen
Maßstab
stark beitragen.
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Im
Fall der Herstellung einer Vorrichtung zur Erzeugung einer höheren Harmonischen,
insbesondere einer Vorrichtung zur Erzeugung einer zweiten Harmonischen,
kann eine höhere
Harmonische von 330–550
nm, insbesondere 400–430
nm erhalten werden.
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Kurzbeschreibung
der Zeichnungen
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Zum
besseren Verständnis
der vorliegenden Erfindung wird auf die beigefügten Zeichnungen verwiesen,
worin:
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1(a) eine Querschnittsansicht ist, die
ein Element 1 aus Lithiumniobat-Einkristall darstellt;
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1(b) eine Querschnittsansicht ist, die
ein aus einem Lithiumniobat-Einkristall oder einem Einkristall einer
festen Lösung
aus Lithiumniobat-Lithiumtantalat bestehendes Substrat 4 darstellt;
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2 eine
schematische Ansicht ist, die das direkte Verbinden für das Element 1 und
das Substrat 4 darstellt, die unter einer vorgegebenen
angelegten Last laminiert wurden;
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3(a) eine perspektivische Ansicht ist,
die ein Lichtwellenleiterelement 6 schematisch darstellt;
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3(b) ein Aufriss ist, der das Lichtwellenleiterelement 6 darstellt;
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4(a) eine Seitenansicht ist, die das Lichtwellenleiterelement 6 darstellt;
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4(b) eine Draufsicht ist, die das Lichtwellenleiterelement 6 darstellt;
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5 ein
Diagramm ist, welches das Verhältnis
zwischen der Kristallorientierung verschiedener Einkristalle und
deren Standardwärmeausdehnungen
darstellt;
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6 ein
Diagramm ist, das die Standardwärmeausdehnungen
der a-Achsen eines Lithiumtantalat-Einkristalls und eines MgO-dotierten
Lithiumniobat-Einkristalls darstellt;
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7(a) eine Draufsicht ist, die die Struktur eines
Hochgeschwindigkeitslichtmodulators schematisch darstellt;
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7(b) ein Aufriss des Hochgeschwindigkeitslichtmodulators
von 7(a) ist; und
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8 eine
Mikroskopaufnahme eines im Beispiel gebildeten Lichtwellenleiters
vom Stegtyp darstellt.
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Detaillierte
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
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Im
Folgenden wird die vorliegende Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen
detailliert beschrieben. 1(a) ist
eine Querschnittsansicht, die ein Element 1 aus Lithiumniobat-Einkristall
darstellt. Das Element 1 besteht aus einer X-Schnitt-Platte 3 aus
Lithiumniobat-Einkristall und einer periodisch polarisierten Inversionsstruktur 2,
die auf einer Hauptoberfläche
der X-Schnitt-Platte 3 ausgebildet ist. Die X-Schnitt-Platte aus Lithiumniobat-Einkristall
weist eine zur Hauptoberfläche
davon fast senkrecht stehende "a-Achse
(X-Achse)" auf.
Zu diesem Zeitpunkt fungiert die periodisch polarisierte Inversionsstruktur 2 nicht
als Lichtwellenleiter. Im Allgemeinen weisen ein Lithiumniobat-Einkristall,
ein Einkristall einer festen Lösung
aus Lithiumniobat-Lithiumtantalat
und ein Lithiumtantalat-Einkristall ihre jeweiligen zwei senkrecht
aufeinander stehenden a-Achsen und c-Achsen auf, die gegenüber jeder
der a-Achsen senkrecht aufeinander stehen. Die periodisch polarisierte
Inversionsstruktur kann beispielsweise durch ein Spannungsanlegeverfahren
erstellt werden.
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Der
in der vorliegenden Erfindung zu verwendende Lithiumniobat-Einkristall
kann ein weiteres dotiertes Metallelement aufnehmen. Zumindest ein aus
der aus Mg, Zn, Sc und In bestehenden Gruppe ausgewähltes Element
kann im Lithiumniobat-Einkristall dotiert sein.
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Die
Menge des obigen dotierten Elements ist vorzugsweise auf 10 Mol-%
oder darunter, insbesondere 5 Mol-% oder darunter, eingestellt,
um die kristallinen Eigenschaften des Lithiumniobat-Einkristalls beizubehalten.
Darüber
hinaus beträgt
die do tierte Menge angesichts der Widerstandsfähigkeit gegenüber optischen
Schäden
des aus Lithiumniobat-Einkristall herzustellenden Lichtwellenleiters
vorzugsweise 1 Mol-%
oder mehr.
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1(b) ist eine Querschnittsansicht, die
ein aus einem Lithiumtantalat-Einkristall bestehendes Substrat 4 darstellt.
Die c-Achse ist gegenüber
einer Hauptoberfläche
(Verbindungsoberfläche) 4a des Substrats 4 um
einen Winkel θ geneigt.
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Anschließend werden,
wie in 2(a) gezeigt, das Element 1 und
das Substrat 4 laminiert und direkt verbunden. Unter "direktem Verbinden" wird das direkte
Kontaktieren und Verbinden des Elements 1 (zur Bildung
eines Lichtwellenleiters) und des Substrats 4 ohne weitere
Haft- oder Verbindungsschichten verstanden. Das Element 1 und
das Substrat 4 werden über
eine an der Grenzfläche
zwischen Element 1 und dem Substrat 4 erzeugte
Verbindungskraft zusammengefügt.
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Das
konkrete Verbindungsverfahren ist in oben angeführtem "TECHNICAL REPORT OF IEICE" offenbart. In vorliegender
Erfindung werden das Element 1 und das Substrat vorzugsweise
unter folgenden Bedingungen verbunden.
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Zuerst
werden die zu verbindenden Oberflächen des Elements 1 und
des Substrats 4 vorzugsweise auf eine Oberflächenrauigkeit
Ra von 5 Å oder darunter
und eine Welligkeit Wa von 1 μm
oder darunter genau poliert und abgeflacht. Anschließend werden
die Oberflächen
vorzugsweise unter Anwendung von Feuchtigkeit gereinigt und hydrophilisiert. Das
Element 1 und das Substrat 4 werden so laminiert,
dass die zu verbindenden Oberflächen
unter einer angelegten Last von 0,5 bis 10 kp/cm2 einander gegenüber liegen
und bei 400 bis 600°C
wärmebehandelt
werden.
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Nach
bestätigter
Verbindung zwischen dem Element 1 und dem Substrat 4 wird
die so erhaltene Anordnung aus der X-Schnitt-Platte 3 gearbeitet,
um ein wie in 3(a) bis 4(b) dargestelltes Lichtwellenleiterelement
herzustellen. 3(a) ist eine perspektivische
Ansicht, die ein Lichtwellenleiterelement 6 schematisch
darstellt, und
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3(b) ist ein Aufriss, der das Lichtwellenleiterelement 6 darstellt. 4(a) ist eine Seitenansicht, die das Lichtwellenleiterelement 6 darstellt,
und 4(b) ist eine Draufsicht, die
das Lichtwellenleiterelement 6 darstellt.
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Im
Lichtwellenleiterelement 6 wird die X-Schnitt-Platte 3 des
Elements 1 zur Gänze
durch mechanische Bearbeitung (z.B. Dicen) oder Laserbearbeitung
entfernt, und die periodisch polarisierte Inversionsstruktur 2 sowie
das Substrat 4 werden durch das gleiche Verfahren teilweise
entfernt.
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Das
Lichtwellenleiterelement 6 weist ein Substrat 7 und
einen auf dem Substrat 7 ausgebildeten Lichtwellenleiter 8 auf.
Das Substrat 7 verfügt über einen
Streifenstegabschnitt 7b in der Mitte einer Hauptoberfläche 7a.
Das Bezugszeichen 7c kennzeichnet eine Seitenoberfläche des
Stegabschnitts 7b, und das Bezugszeichen 7d kennzeichnet
eine Oberseite (verbundene Oberfläche). In den 3 und 4 sind die Hauptoberflächen 7a und die Seitenoberfläche 7c annähernd vertikal
und können
so bereitgestellt sein, dass sie gegenüber der dargestellten vertikalen
Oberfläche
geneigt sind.
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Der
Lichtwellenleiter 8 ist ausgebildet, um mit der Oberseite 7d des
Stegabschnitts 7b kontaktiert zu werden. Zudem besteht
der Lichtwellenleiter 8 aus Lithiumniobat, dessen eine
a-Achse zur Hauptoberfläche 7a des
Substrats 7 annähernd
senkrecht steht und dessen andere a-Achse sich entlang der Längsrichtung
des Lichtwellenleiters 8 erstreckt. Eine a-Achse des Einkristalls
einer festen Lösung
aus Lithiumniobat-Lithiumtantalat
zur Bildung des Substrats 7 erstreckt sich entlang der
Längsrichtung
des in den 4(a) und 4(b) gezeigten
Lichtwellenleiters 8. Die c-Achse des Einkristalls der
festen Lösung
ist gegenüber
der Oberseite 7d und der Hauptoberfläche 7a um einen Winkel θ geneigt,
und die andere a-Achse des Einkristalls der festen Lösung, das
einen Einkristall aus Lithiumniobat-Lithiumtantalat darstellt, ist gegenüber einer
Achse, welche senkrecht zur Oberseite 7d steht, um den
Winkel θ geneigt.
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In
diesem Zustand können
die Wärmeausdehnungen
des Lithiumniobats zur Bildung des Lichtwellenleiters 8 und
des Einkristalls der festen Lösung aus
Lithiumniobat-Lithiumtantalat
zur Bildung des Substrats 7 annähernd zweidimensional in einem breiten
Temperaturbereich angepasst werden.
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Die 5 und 6 stellen
Diagramme der Wärmeausdehnungsgrade
(Wärmeausdehnungsgrade,
die durch das Einstellen der jeweiligen Längen bei Raumtemperatur auf "1" standardisiert sind) der kristallinen
Orientierung verschiedener Einkristalle dar. Der Standardwärmeausdehnungsgrad
der c-Achse von Einkristallen aus Lithiumtantalat nimmt mit der
Temperatur ab, und jener der a-Achse des Einkristalls aus Lithiumtantalat
nimmt mit der Temperatur stark zu. Der Standardwärmeausdehnungsgrad der c-Achse
eines 5 Mol-% MgO-dotierten Lithiumniobat-Einkristalls nimmt mit
der Temperatur leicht zu. Daher ergibt sich, dass es an der Verbindungsgrenzfläche zwischen
Substrat 7 und dem Lichtwellenleiter 8 zu einer
starken Differenz hinsichtlich der Wärmeausdehnung kommt.
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In
vorliegender Erfindung werden das Substrat 7 und der Volums-Lichtwellenleiter 8 so
verbunden, dass die c-Achse des Lithiumniobat-Einkristalls zur Bildung
des Lichtwellenleiters 8 parallel zur Richtung f steht,
die gegenüber
der c-Achse um den Winkel θ des
Lithiumtantalat-Einkristalls zur Bildung des Substrats 7 geneigt
ist. Wie aus 5 hervorgeht, wird der Unterschied
hinsichtlich der Wärmeausdehnung
zwischen beiden der obigen Einkristalle fast aufgehoben, wenn der
Neigungswinkel θ mit
etwa 27° festgelegt
ist. Zudem ist die Differenz in ihrer Wärmeausdehnung klein, obwohl
die Wärmeausdehnungsgrade
der a-Achsen der obigen Einkristalle mit der Temperatur ansteigen.
Somit kann eine zweidimensionale Anpassung der verbundenen Grenzfläche zwischen
dem Substrat 7 und dem Volums-Lichtwellenleiter 8 erfolgen.
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Daher
wird der Winkel θ vorzugsweise
mit 17 bis 37°,
noch bevorzugter 20 bis 30°,
insbesondere 26 bis 28° festgelegt.
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Vorzugsweise
werden 10 Mol-% Lithiumniobat oder weniger (vorzugsweise 5 Mol-%
oder weniger) in fester Form im Lithiumtantalat-Einkristall gelöst, um das
Substrat 7 zu bilden.
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Obwohl
erwünscht
ist, dass die c-Achse des Lithiumniobat-Einkristalls des Lichtwellenleiters 8 eingestellt
ist, um mit der verbundenen Oberfläche des Substrats 7 annähernd parallel
zu sein, ist es in vorliegender Erfindung möglich, dass sie gegenüber der
verbundenen Oberfläche
geneigt ist. Es wird jedoch bevorzugt, dass der Neigungswinkel auf
7° oder weniger,
vorzugsweise 5° oder
weniger, eingestellt wird.
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Der
Volums-Lichtwellenleiter kann zweidimensional, vorzugsweise dreidimensional,
ausgebildet sein, um die periodische polarisierte Inversionsstruktur 2 wirksam
optisch zu überlagern.
Bei der Bildung des dreidimensionalen Lichtwellenleiters muss die
Form oder Größe des Kernquerschnitts
genau kontrolliert werden. Die Form des Kernquerschnitts hängt sehr
stark von den Brechungsindizes des Kerns selbst sowie der Ummantelung
ab. Wenn der Brechungsindex der Ummantelung geändert wird, muss die Kerngröße angeglichen
werden, um die gleiche Lichtmode im Volums-Lichtwellenleiter 8 zu erzielen.
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Wie
oben erläutert,
bleibt die Kernform gleich, wenn das Substrat 7 aus einem
Lithiumtantalat-Einkristall besteht, unabhängig vom Verbindungswinkel
des Substrats 7 und des Volums-Lichtwellenleiters 8.
Das bedeutet, dass der Lithiumtantalat-Einkristall den Ursprungsbrechungsindex
beibehält, auch
wenn die kristalline Orientierung gedreht wird, da der Doppelbrechungsindex
des Lithiumtantalat-Einkristalls viel geringer ist als jener des
Lithiumniobat-Einkristalls.
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Das
erfindungsgemäße oben
angeführte Lichtwellenleiterelement
kann für
einen Hochgeschwindigkeits-Lichtmodulator vom Wellenleitertyp für Übertragungen,
einen Lichtschalter oder dergleichen verwendet werden. 7(a) ist eine Draufsicht, die die Struktur
eines Hochgeschwindigkeitslichtmodulators schematisch darstellt,
und
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7(b) ist ein Aufriss des Hochgeschwindigkeitslichtmodulators
von 7(a).
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Modulationselektroden 11A, 11B und 11C sind
in drei Geraden auf einer verbundenen Oberfläche 10a eines Substrats 10 ausgebildet.
Darüber
hinaus ist ein Mach-Zehnder-Lichtwellenleiter 12 auf dem
Substrat 10 entlang der Längsrichtung davon ausgebildet.
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Der
Lichtwellenleiter 12 umfasst ein Eingangsteil 12c,
ein Paar an verzweigten Teilen 12a und 12b sowie
ein Ausgangsteil 12d. Der Lichtwellenleiter 12 wird
auf gleiche Weise wie der Lichtwellenleiter 8 ausgebildet
und verfügt über die
gleiche kristalline Orientierung wie Substrat 7. Der Lichtwellenleiter 12 ist
direkt mit dem Substrat 10 verbunden.
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Beispiel
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Ein
wie in den 3 und 4 dargestelltes Lichtwellenleiterelement
wurde gemäß den in
den 3 und 4 erläuterten
Herstellungsschritten gefertigt. Dabei wurde zuerst ein 5 Mol-%
MgO-dotiertes Lithiumniobat-Substrat 3, das um 3° gegenüber der Z-Achse
(87°-Z-Schnitt)
verdreht geschnitten wurde, mit einer Länge von 30 mm, einer Breite
von 30 mm und einer Dicke von 1 mm hergestellt. Anschließend wurde
eine periodisch polarisierte Inversionsstruktur 2 in einem
Abschnitt mit 3,2 μm
Periode und 2 μm Tiefe
im Substrat 3 mittels der Methode der Spannungsanlegung
ausgebildet. Die so erhaltene Inversionsstruktur wurde entlang der
Polarisierungsrichtung des Substrats 3 verlängert. Darüber hinaus
wurde die Inversionsstruktur gegenüber der Oberfläche um 3° in das Innere
des Substrats geneigt, da das Substrat gegenüber der Z-Achse um 3° verdreht
geschnitten wurde.
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Ferner
wurde ein Substrat 4 aus Lithiumtantalat-Einkristall mit
einer Länge
von 30 mm, einer Breite von 30 mm und einer Dicke von 1 mm hergestellt.
Der Neigungswinkel wurde auf 27° eingestellt.
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Anschließend wurden
die zu verbindenden Oberflächen
der Substrate 3 und 4 mit einem organischen Lösungsmittel
gewaschen und durch Säurebehandlung
und Oxidplasmabehandlung gereinigt.
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Dann
wurden die Substrate 3 und 4 mit einer Aufspannvorrichtung 5 unter
einer Last von 2 kp/cm2 verbunden und bei
500°C unter
Stickstoffatmosphäre 1
Stunde lang wärmebehandelt
und auf Raumtemperatur abgekühlt.
Sodann wurde die erhaltene Anordnung aus der Aufspannvorrichtung 5 entnommen
und mittels Dicen bearbeitet, um ein wie in 3 dargestelltes
Lichtwellenleiterelement herzustellen.
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In
einem solchen Fall wurde die Höhe
m des Stegabschnitts 7c auf 1 μm und die Höhe n des Lichtwellenleiters 8 auf
2 μm und
die Breite p des Stegabschnitts 7c auf 3 μm eingestellt.
Ein harzgebundener Diamantschleifstein (Produktbezeichnung: SD6000, Außendurchmesser:
etwa 52 mm, Dicke: 0,1 mm) wurde als Dicing-Blatt angewandt. Die
Drehzahl des Dicing-Blatts betrug 30.000 U/min und die Zuführgeschwindigkeit
1,0 mm/s. Danach wurden beide Enden der Anordnung ausgeschnitten,
um das Lichtwellenleiterelement 6 vom Stegstrukturtyp mit
einer Größe von 10
mm herzustellen. Anschließend
wurden beide Enden des Lichtwellenleiterelements 6 chemisch-mechanisch
poliert. 8 ist eine Mikroskopaufnahme
(Maßstab
1.500) eines nach dem Polieren erhaltenen Lichtwellenleiters vom
Stegstrukturtyp.
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Eine
vorgegebene Lichtwelle wurde aus dem Titansaphirlaser in das Lichtwellenleiterelement
eingeführt,
um eine höhere
Harmonische zu erzeugen. Die Phasenanpassungswellenlänge betrug
850 nm, und die Wellenlänge
der so erhaltenen höheren
Harmonischen betrug 425 nm. Zudem betrug die Ausgangsleistung der
zweiten Harmonischen 30 mW bei einer Eingangsleistung von 100 mW
der eingebrachten Grundwelle. Ferner wurde die höhere Harmonische nicht durch
Lichtschädigung,
etc. beeinträchtigt. Darüber hinaus
wurde herausgefunden, dass keine Spannungen aufgrund unterschiedlicher
Wärmeausdehnungen
zwischen dem direkt verbundenen Volums-Lichtwellenleiter und dem
Substrat aufgetreten waren, und die d-Konstante im Volums-Lichtwellenleiter
wies keine merkliche Beeinträchtigung
aufgrund von Spannungen an der Grenzfläche zwischen dem Volums-Lichtwellenleiter
und dem Substrat auf.
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Obwohl
vorliegende Erfindung anhand obigen Beispiels detailliert beschrieben
wurde, ist die vorliegende Erfindung nicht auf obige Offenbarung beschränkt und
es sind jegliche Variationen und Modifizierungen möglich, ohne
vom Schutzumfang der vorliegenden Erfindung abzuweichen.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung kann die d-Konstante in einem aus einem Substrat und einem Volums-Lichtwellenleiter
bestehenden Lichtwellenleiterelement entwickelt werden, wobei dessen
hohes Widerstandsvermögen
gegenüber
optischen Schäden
aufgrund der guten Kristallinität
des Volums-Lichtwellenleiters beibehalten werden können.