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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung einer
gleichförmigen
Radioisotop-Verteilung auf einer Oberfläche einer Vorrichtung. Weiter
ist diese Erfindung auf beschichtete Produkte gerichtet, die unter
Verwendung des offenbarten Verfahrens hergestellt sind. Spezieller
ist diese Erfindung auf die permanente Fixierung eines interessierenden
Radioisotops auf der Oberfläche
einer medizinischen Vorrichtung gerichtet.
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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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In
den letzten Jahren hat die Behandlung von medizinischen Gebrechen
unter Verwendung implantierbarer Vorrichtungen, die mit Radioaktivität behandelt
sind, überall
in der medizinischen Gemeinde eine herausragende Bedeutung erlangt.
Dies ist der Fall, da die antiproliferative Wirkung von ionisierender
Strahlung erkannt und verwendet worden ist, um proliferatives Zellenwachstum,
einschließlich
Krebszellenwachstums, zu verringern. Ein Vorteil der Verwendung
von radioaktiven Vorrichtungen zur Anwendung der Radiotherapie-Behandlung
besteht darin, dass die Radioaktivitätsdosis lokalisiert ist und
die totale Gesamtdosis, die dem Patienten verabreicht wird, minimiert
wird. Zum Beispiel wurde vorgebracht, dass über 95% der Bestrahlungsdosis innerhalb
von 5–6
mm der Implantationsstelle zugeführt
werden (Fischell et al., 1996). Typische Anwendungen von medizinischen
Vorrichtungen, die so behandelt worden sind, dass sie radioaktiv
sind, umfassen die Behandlung von lokalen Läsionen unter Verwendung von
radioaktiven Implantaten, Stents und/oder Brachytherapie-Drähten oder
z.B. die Behandlung von anormalem Zellenwachstum unter Verwendung
radioaktiv behandelter Katheter oder von Kathetern, die radioaktive
Einsätze
aufnehmen können
(
US 5,213,561 ;
US 5,484,384 ;
US 5,498,227 ;
US 5,575,749 ; WO 93/04735; Violaris
et al., 1997; Carter et al., 1996; Fischell et al., 1996; Hehrlein
et al., 1995, Wong und Leon 1995). Andere medizinische Vorrichtungen,
die bei der Behandlung von Krebsen und dergleichen nützlich sind,
umfassen implantierbare radioaktive Quellen, wie Seeds usw. (
US 4,815,449 ;
US 4,994,013 ;
US 5,342,283 ;
US 5,405,309 ).
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Es
sind mehrere bedeutende Kriterien für eine radioaktiv behandelte
medizinische Vorrichtung identifiziert worden. Es ist auf diesem
Gebiet allgemein erwünscht,
dass medizinische Vorrichtungen, die mit Radioaktivität behandelt
wurden, eine gleichförmige
homogene Radioisotop-Verteilung über
die Länge
und Breite der Vorrichtung zeigen und dass das Radioisotop permanent
an der Vorrichtung fixiert ist und nicht ausgelaugt wird und die
umgebenden Gewebe kontaminiert, wenn die Vorrichtung implantiert
ist. Die Herstellung von radioaktiven Seeds, die eingekapselte radioaktive
Quellen umfassen (siehe die
US
4,815,449 ;
US 4,994,013 ;
US 5,163,896 ;
US 5,575,749 ; WO 93/04735), erfüllt die
Kriterien zur Verringerung der Möglichkeit
eines Isotopenauslaugens während
der Verwendung in vivo, jedoch haben diese Vorrichtungen hohe Pegel
an mikrolokalisierten Strahlungsemissionen am Ort des radioaktiven
Seeds innerhalb des Implantats zur Folge. Deshalb ist ein signifikanter
Nachteil bei einer derartigen Vorrichtung die inhomogene Zufuhr
von ionisierender Strahlung. Um Vorrichtungen zu produzieren, die
ein vernachlässigbares
Lecken und eine gleichförmige
Isotop-Verteilung zeigen, sind Verfahren der Ionenimplantation,
bei denen das Isotop in der Struktur der Edelstahl- oder Metallvorrichtung
eingebettet ist, erforscht worden (
US
5,059,166 ; Fischell et al., 1996; Violaris et al., 1997).
Zusätzlich
sind die Ausbeuten niedrig und schwierig zu steuern. Schwerere Elemente
sind schwieriger zu ionisieren, was hoch spezialisierte Ionenquellen
mit geringer Zuverlässigkeit
erfordert. Ebenso macht die Kontaminierung der Ionenquelle die Wartung
zu einem Sicherheitsrisiko. Typische Verfahren zur Herstellung von
radioaktiv behandelten medizinischen Vorrichtungen umfassen das
Beschießen
eines nicht-radioaktiven metallischen Substrats mit radioaktiven
Ionen oder die Transmutation des Grundmaterials mit Protonen oder
Neutronen, was intern Radioisotope schafft (z.B. die
US 4,702,228 ;
US 5,405,309 ). Eine veröffentlichte
Arbeit über
Herstellungsverfahren von Stents im Pilotmaßstab, welche auf diese Weise
produziert worden sind, ist offenbart worden (Fehsenfeld et al.,
1991), jedoch sind diese Ansätze
auf die Herstellung von radioaktiven Vorrichtungen beschränkt, da
sie Verfahren zur Herstellung eines Stücks zu einem Zeitpunkt sind
oder teure Spezialausrüstungen
beinhalten. Weiter kann nur ein Bereich von Substraten verwendet
werden, die mit den Implantationstechniken kompatibel sind, wodurch
die Auswahl von Materialien beschränkt wird, die zur Herstellung
von mit Radioisotop behandelten Vorrichtungen verwendet werden können. Zum
Beispiel kann Palladium, das mit Palladium-102 angereichert ist,
für die
Transmutation mittels Einwirkung eines Neutronenflusses verwendet werden,
um Palladium-103 zu produzieren (z.B.
US
4,702,228 ). Transmutationstechniken, die Protonen oder Neutronen
verwenden, hätten
auch signifikante unerwünschte
Isotope und damit verbundene Strahlungseinwirkung auf den Patienten
in vivo zur Folge. Weiter sind die Gewinnungskosten für Transmutationsverfahren hoch.
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Eine
vorherrschende Hürde
für die
Anwendung der Verwendung von radioaktiv behandelten medizinischen
Vorrichtungen war das Fehlen eines kommerziell brauchbaren Verfahrens
zum Fixieren des Radioisotops an einer medizinischen Vorrichtung,
welche das Kriterium des geringen Auslaugens erfüllt, das in der Technik erforderlich
ist.
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Mehrere
Berichte kommentieren oder erwähnen
beiläufig
die Wahlmöglichkeit
der Beschichtung der Oberfläche
einer medizinischen Vorrichtung, wie eines Stents, mit einem interessierenden
Radioisotop (z.B. die
US 5,213,561 ;
Hehrlein 1995). Jedoch werden keine Verfahren für die Herstellung derartiger überzogener Vorrichtungen
bereitgestellt, noch gibt es irgendwelche bereitgestellten Verfahren,
die für
die Herstellung von beschichteten Vorrichtungen verwendet werden
könnten,
welche für
eine medizinische Anwendung geeignet wären. Aufgrund der strengen
Anforderungen bezüglich
eines vernachlässigbaren
oder keines Isotopen-Auslaugens aus der radioaktiven Vorrichtung
(z.B. Fischell et al., 1996) haben beschichtete medizinische Vorrichtungen
in der Technik wenig Aufmerksamkeit erhalten, da erwartet wird,
dass das aufgetragene Radioisotop herausgelaugt wird, während diese
in vivo implantiert sind. Die allgemein akzeptierten Grade der Isotopenauslaugung
bei einer beschichteten medizinischen Vorrichtung müssen weniger
als etwa 5% des gesamten auf das Substrat aufgebrachten Isotops
sein. Bevorzugt beträgt
die Menge an auslaugbarem Radioisotop weniger als 2% und bevorzugter
weniger als 1% des gesamten aufgebrachten Isotops. Zum Beispiel
unterscheiden Hehrlein et al. (1995) radioaktive Stents, die unter
Verwendung von Ionenimplantation produziert wurden, deren Verwendung
sie in ihrer Untersuchung für
medizinische Anwendungen charakterisieren, von einem beschichteten
Stent, den sie aufgrund des erwarteten Auslaugungsgrades, insbesondere,
wenn die medizinische Vorrichtung auf irgendeine Weise gebogen werden
muss, als nicht anwendbar und keine medizinische Nützlichkeit
aufweisend ansehen. Die Vorstellung ist, dass ein Überzug einfach
von der Oberfläche
der Vorrichtung abblättern
würde und
möglicherweise
in das Kreislaufsystem eintreten würde.
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Eine
alternative Lösung
zur Behandlung des Äußeren einer
Vorrichtung ist ebenfalls vorgeschlagen worden, welche die Elektroplattierung
der Vorrichtung z.B. mit Gold-198 beinhaltet (
US 5,059,166 ;
US 5,167,617 ). Dieses letztgenannte
Verfahren trifft auf einen beschränkten Bereich von Isotopen
und Substraten zu, die plattiert werden könnten. Es ist deshalb in der
Technik gut anerkannt, dass derzeitige Verfahren zur Beschichtung
von Vorrichtungen mit Radioisotopen für die Herstellung von Vorrichtungen
zur Verwendung in der Radiotherapie mangelhaft sind.
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Es
gibt viele Vorteile, die mit radiochemisch beschichteten Vorrichtungen
verbunden sind. Zum Beispiel ist das Verfahren für einen kommerziellen Maßstab geeignet
und ermöglicht
eine Massenverarbeitung von hochreinen Radioisotopen. Ein derartiges
Verfahren kombiniert eine gleichförmige Fixierung und apyrogene
Eigenschaften zur Verwendung in vivo, was insbesondere für eine Produktion
in großen
Mengen wichtig ist. Ein großer
Bereich von Radioaktivität
und Isotopen kann gleichförmig
fixiert werden, wobei homogene Überzüge auf einer
Vorrichtung erzeugt werden und eine Einzelanpassung an das Produkt
ermöglicht
wird. Dieses Verfahren weist einen hohen Verwendungsprozentsatz
der Isotope auf, was es im Vergleich zu anderen Fixierungsverfahren
sauber und effizient macht. Weiter könnte die radiochemische Beschichtung
von Vorrichtungen Isotope verwenden, die anderenfalls nicht in Vorrichtungen
verfügbar
wären,
die durch Ionenimplantations- oder Transmutationsverfahren hergestellt
werden. Ähnlich
könnte
ein Be reich von Oberflächen
und nicht-metallischen Materialien, einschließlich synthetischer oder anderer
biokompatibler Materialien, mit für eine Verwendung interessierenden
Radioisotopen beschichtet werden. So gibt es einen Bedarf an der
Entwicklung eines einfachen Verfahrens zur Herstellung von radioaktiv
beschichteten medizinischen Vorrichtungen auf solche Weise, dass
der radiochemische Überzug
ein vernachlässigbares
oder kein Auslaugen des Isotops in einer Testlösung, oder wenn er implantiert
ist, zeigt.
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Eine
Studie hat die relative Absorption von Ionen in verdünnten wässrigen
Lösungen
auf Glas- und Kunststoff-Oberflächen überprüft, um den
Grad der Kontaminierung dieser Oberflächen nach Einwirkenlassen eines
Bereichs von Isotopen zu bestimmen (Eichholz et al., 1965). Das
Verfahren verwendete den Zusatz des gewünschten Radioisotops zu hartem
oder destilliertem Wasser und das Eintauchen des Glas- oder Kunststoffsubstrats
in diese Lösung über verschiedene
Zeitspannen. Nach einem Spülschritt
unter Verwendung von destilliertem Wasser wurde das Substrat bei
100°C getrocknet
und die verbleibende Radioaktivität des Substrats bestimmt. Sie
stellen fest, dass die Zunahme der Konzentration von Ionen in der
Wasser-Isotop-Mischung die Isotopen-Kontamination auf der Substratoberfläche verringert
und dass die Verringerung des pH dieser Mischung ebenfalls die Kontamination
verringert. Es werden keine Verfahren offenbart, welche versuchen,
das Beschichten der Substrate mit einem Radioisotop zu optimieren,
noch gibt es irgendwelche Vorschläge oder irgendeine Offenbarung
der Verwendung eines derartigen Verfahrens zur Herstellung und Verwendung
einer mit Isotop beschichteten Vorrichtung. Weiter gibt es keine
Lehre, wie dauerhaft die Beschichtung des Substrats ist, noch gibt
es irgendeine Information bezüglich
des Grades des Auslaugens des Isotops aus dem beschichteten Substrat.
Vielmehr waren Eichholz et al. an der Verringerung oder Beseitigung
radioaktiver Kontamination von Glasgeräten interessiert, wohingegen
das Verfahren dieser Erfindung auf die Herstellung einer gleichförmigen Radioisotop-Verteilung auf der
Oberfläche
einer medizinischen Vorrichtung sowie auf die Maximierung der Ausbeute
und die dauerhafte Fixierung des Radioisotops auf der Oberfläche der
medizinischen Vorrichtung gerichtet ist.
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Es
wurde auch beobachtet, dass beim Befolgen der Verfahren dieser Erfindung
beschichtete Vorrichtungen mit hoher Ausbeute erzeugt werden können, falls
dies gewünscht
wird, wobei der Überzug
auf gleichförmige
Weise aufgetragen ist. Weiter ist das Auslaugen des Isotops von
der Oberfläche
des beschichteten Substrats gegenüber anderen Verfahren zur Beschichtung
einer Oberfläche
eines Substrats, z.B. jenem, das einen Schritt des Erwärmens zur
Trockne beinhaltet, um das Radioisotop auf der Oberfläche der
Vorrichtung zu fixieren, deutlich verringert. Schließlich werden
die Verfahren dieser Erfindung ohne Weiteres auf eine Massenverarbeitung
einer zu beschichtenden Vorrichtung angewandt, was sicherstellt,
dass beschichtete Substrate mit übereinstimmenden Überzügen sowohl
innerhalb als auch zwischen Chargen erzeugt werden. Da es ein vernachlässigbares
Auslaugen des aufgetragenen Radioisotops aus der beschichteten Vorrichtung
gibt, sind die beschichteten Vorrichtungen, die hierin beschrieben
werden, zur Verwendung mit medizinischen Anwendungen gut geeignet,
bei denen eine lokale therapeutische Behandlung gewünscht wird.
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Die
EP 0 938 905 lehrt das Beschichten
eines Substrats mit einer radioaktiven Verbindung. Das Verfahren
beinhaltet das Einwirkenlassen einer abgestimmten Vibrationskavitation
auf ein Substrat, gefolgt von einer Wärmebehandlung des Substrats
und Trocknen. Dieses Beschichtungsverfahren wird später in Einzelheiten
als Verfahren „A" beschrieben.
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Es
ist ein Ziel der Erfindung, die Nachteile des Standes der Technik
zu überwinden.
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Das
vorstehende Ziel wird durch die Kombinationen von Merkmalen der
Hauptansprüche
erfüllt,
die Unteransprüche
offenbaren weitere vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer
gleichförmigen
Radioisotop-Verteilung auf einer Oberfläche einer Vorrichtung. Weiter
ist diese Erfindung auf beschichtete Produkte gerichtet, die unter
Verwendung des offenbarten Verfahrens hergestellt sind. Spezieller
ist diese Erfindung auf die dauerhafte Fixierung eines interessierenden
Radioisotops auf der Oberfläche
einer medizinischen Vorrichtung gerichtet.
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Die
vorliegende Erfindung hat eine radioaktiv beschichtete medizinische
Vorrichtung zum Ergebnis, deren Auslaugungsrate aus dem beschichteten
Substrat weniger als etwa 1% beträgt. Bevorzugt beträgt die Auslaugungsrate
weniger als etwa 0,5%.
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Diese
Erfindung schließt
auch eine radioaktiv beschichtete medizinische Vorrichtung, wie
oben definiert, ein, welche mit einem Radioisotop beschichtet ist,
das ausgewählt
ist aus der Gruppe bestehend aus Y-90, Pd-103, Pd-112, Co-55, Co-57, Co-60, Ag-110,
Ag-111, Ag-112, Ag-113, Au-199, Cu-64, Re-186, Re-188, Ir-192, Ir-194, Mo-99,
Ni-63, In-111, Tc-99m, P-32, P-33, C-14, S-35, Cl-36, I-125, I-131, I-123, I-124,
At-211, Gr-68, Ho-166, Gd-159, Pm-142, Gd-153, Yb-169, Am-241 und Yb-160.
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Diese
Erfindung ist auch auf die radioaktiv beschichteten medizinischen
Vorrichtungen, wie vorstehend definiert, gerichtet, wobei die medizinische
Vorrichtung eine Vielfalt von Oberflächengeometrien umfassen kann
und ausgewählt
ist aus der Gruppe bestehend aus: Stent, expandierbarem Stent, Katheter,
Zufuhrdraht, Brachytherapiequelle, Brachytherapie-Seed, Nachladegerät-Quelle,
Seed, Draht, Prothesen, Klappen, Nahtmaterialien und Klammern oder
anderen Wundverschlussvorrichtungen. Falls sie ein Stent ist, betrifft
diese Erfindung Stents, die weiter dadurch gekennzeichnet sind,
dass sie eine axiale Gleichförmigkeit
von weniger als etwa 20% und eine radiale Gleichförmigkeit
von etwa 20% aufweisen.
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Die
wie oben definiert beschichtete radioaktive Vorrichtung kann auch
für die
Behandlung von Zellproliferation verwendet werden.
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Die
vorliegende Erfindung stellt auch ein Verfahren zur Beschichtung
eines Substrats mit einem Radioisotop bereit, welches umfasst:
- a) Vorbeschichten des Substrats durch Eintauchen
eines gereinigten Substrats in eine Impflösung, die eine Säure und
ein nicht radioaktives Metall enthält, bei einer Temperatur zwischen
90°C und
95°C, um
ein vorbeschichtetes Substrat zu erzeugen;
- (b) Wärmebehandeln
des vorbeschichteten Substrats bei einer Temperatur unterhalb der
Umkristallisationstemperatur des Substrats;
- (c) Eintauchen des vorbeschichteten Substrats in eine Matrixlösung, die
ein γ, β+, α oder β– emittierendes metallisches
Radioisotop mit einer Wertigkeit von 2 enthält, bei einer Temperatur zwischen
90°C und
95°C, um
ein beschichtetes Substrat zu erzeugen;
- (d) Wärmebehandeln
des beschichteten Substrats bei einer Temperatur unterhalb der Umkristallisationstemperatur
des Substrats.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft das vorstehende Verfahren, in dem
das metallische Radioisotop ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend
aus Y-90, Pd-103, Pd-112, Co-55, Co-57, Co-60, Ag-110, Ag-111, Ag-112,
Ag-113, Pm-142, Am 241, Gd-153, Gd-159, Yb-169, Ho-166, Au-199,
Cu-64, Re-186, Re-188, Ir-192, Ir-194, Mo-99, Ni-63, In-111 und
Tc-99m. Bevorzugt ist das metallische Radioisotop Pd-103.
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Die
vorliegende Erfindung umfasst das vorstehende Verfahren, in dem
die Matrixlösung
ein Reduktionsmittel und ein stabilisierendes Mittel umfasst. Für das Auftragen
von metallischem Pd-103 ist das stabilisierende Mittel bevorzugt
EDTA und ist das Reduktionsmittel Hydrazinsulfat und ist der pH
der Matrixlösung
etwa 7 bis etwa 12.
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Diese
Erfindung betrifft auch das wie oben definierte Verfahren, in dem
das Substrat eine medizinische Vorrichtung ist. Weiter kann die
medizinische Vorrichtung eine Vielfalt von Oberflächengeometrien
umfassen und ist ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus: Stent, expandierbarem Stent, Katheter,
Zufuhrdraht, Brachytherapiequelle, Brachytherapie-Seed, Draht, Seed,
Prothesen, Klappen und Klammern oder anderen Wundverschlüssen. Bevorzugt
ist die medizinische Vorrichtung ein Stent, Draht oder Seed. Bevorzugter
ist das Substrat metallisch. Wenn es metallisch ist, ist das Substrat
bevorzugt Edelstahl und Nitinol.
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Die
vorliegende Erfindung ist auch auf eine medizinische Vorrichtung
gerichtet, die unter Verwendung des wie vorstehend definierten Verfahrens
hergestellt ist.
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Substrate,
die unter Verwendung der Verfahren dieser Erfindung beschichtet
werden, werden mit einem gleichförmigen Überzug erzeugt,
der gegenüber
anderen Verfahren verbessert ist, die einfach das Verdampfen des
Radioisotops bis zur Trockne verwenden. Weiter können diese beschichteten Vorrichtungen
mit einer hohen Radioisotop-Ausbeute erzeugt werden und zeigen auch
vernachlässigbare,
industriell oder medizinisch annehmbare Auslaugungsraten des aufgetragenen
Radioisotops. Weiter werden die Verfahren dieser Erfindung leicht
für die
Massenverarbeitung von Substraten verwendet, wobei sichergestellt
wird, dass die beschichteten Substrate mit gleichbleibenden Überzügen sowohl
innerhalb als auch zwischen Chargen produziert werden.
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Diese
Zusammenfassung der Erfindung beschreibt nicht notwendigerweise
alle erforderlichen Merkmale der Erfindung, sondern die Erfindung
kann auch in einer Unterkombination der beschriebenen Merkmale bestehen.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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Diese
und andere Merkmale der Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung
ersichtlicher, in der auf die beigefügten Zeichnungen Bezug genommen
wird, in denen:
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1 eines
von mehreren möglichen
Verfahren zum Fixieren von Radioisotopen auf medizinischen Vorrichtung
umreißt.
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2 zeigt
die Auswirkung des pH auf die Ausbeute eines Edelstahl-Stents, der
unter Verwendung des hierin beschriebenen Verfahrens A mit Y-90
beschichtet worden ist.
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3 zeigt
die prozentuale Radioaktivität
(des gesamten Isotops, das zu der Eintauchmatrix gegeben wurde),
die auf der Oberfläche
eines Edelstahl-Stents über
einen Bereich von in der Eintauchmatrix vorliegenden Radioisotop-Konzentrationen
(unter Verwendung des hierin beschriebenen Verfahrens A) adsorbiert
wurde. Mit zunehmender Radioisotop-Konzentration nimmt die prozentuale
Radioaktivität
(d.h. % Ausbeute) ab, jedoch nimmt die Radioisotop-Menge, die das
Substrat überzieht,
zu (nicht in dieser Figur gezeigt). Das in dieser Analyse verwendete
Radioisotop ist Y-90.
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4 zeigt
die Rate der Entfernung von Radioisotop aus der Eintauchmatrix,
wenn dieses auf der Oberfläche
des Substrats, das beschichtet wird, beim Schritt der abgestimmten
Vibrationskavitation unter Verwendung des hierin beschriebenen Verfahrens
A abgeschieden wird. Die Daten sind für einen 15 mm-Edelstahl-Stent, der in 1%-ige
NaCl, 0,1%-ige NaHCO3 eingetaucht, mit Ultraschall
behandelt, mit Y-90 beschichtet wurde.
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5 zeigt
einen Vergleich der Auslaugungsrate zwischen einem Stent, der 30
Minuten bei 300°C wärmebehandelt
wurde (♦),
und einem nicht-behandelten Stent (
),
wenn er unter Verwendung des hierin beschriebenen Verfahrens A mit
Y-90 beschichtet worden ist.
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6 zeigt einen Vergleich zwischen der Rate
des Auslaugens von Radioisotop aus Oberflächen, die unter Verwendung
des Verfahrens A dieser Erfindung entweder unter Beteiligung des
Schrittes der albgestimmten Vibrationskavitation (♦) oder
eines Schrittes mit Wärmeverdampfung
(
)
beschichtet wurde, für
entweder Y-90 (
6A) oder P-32 (
6B).
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7 stellt
eine diagrammatische Form des Instruments dar, das zum Testen der
Stents bezüglich
ihrer radialen Gleichförmigkeit
verwendet wurde.
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8 zeigt
Daten einer Gleichförmigkeits-Abtastung,
welche die radiale Gleichförmigkeit
der radioaktiven Emission eines beschichteten Stents analysieren.
Die 7 Peaks in dieser Graphik stellen den Nachweis der radioaktiven
Emission aus dem Stent dar, wie sie unter Verwendung des Instruments
von 6 nachgewiesen wurde.
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9 zeigt
Daten einer Gleichförmigkeits-Abtastung,
welche die longitudinale Gleichförmigkeit
der radioaktiven Emission eines beschichteten Stents analysieren.
Das Profil stellt den Nachweis der radioaktiven Emission aus einem
Stent dar, wenn der Detektor entlang der Länge des Stents vorbei geführt wird.
Die zwei vertikalen durchgezogenen Balken zeigen die Länge des
Stents an, die horizontale durchgezogene Linie stellt die durchschnittlich
nachgewiesene Emission dar, die horizontalen gestrichelten und gepunkteten
Linien stellen die Abweichung (insgesamt bzw. 3 Standardabweichungen)
von der durchschnittlich nachgewiesenen Emission dar.
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10 zeigt
drei getrennte longitudinale Gleichförmigkeits-Abtastungen für 3 beschichtete
Stents. 10A zeigt einen gleichförmig beschichteten
Stent. 10B zeigt einen ungleichmäßig beschichteten Stent
mit einer größeren Isotop-Beladung
an einem Ende des Stents als am anderen; 10C zeigt
einen weiteren beschichteten Stent, der eine sattelförmige Radioisotop-Beladung
zeigt.
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BESCHREIBUNG
DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM
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Diese
Erfindung ist auf ein radioaktiv beschichtetes Substrat und auf
Verfahren zur Herstellung von radioaktiven Überzügen auf derartigen Substraten
gerichtet. Spezieller umfasst diese Erfindung die Beschichtung von
implantierbaren medizinischen Vorrichtungen wie Stents, Kathetern,
radioaktiven Seeds und dergleichen zur Verwendung bei medizinischen
Behandlungen mit mindestens einem interessierendem Radioisotop.
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Das
Folgende ist eine Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform
lediglich mittels Beispiel und ohne Beschränkung der Kombination von Merkmalen,
die erforderlich sind, um die Erfindung auszuführen.
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Diese
Erfindung stellt Verfahren zur Herstellung eines radioaktiv beschichteten
Substrats bereit. Diese Erfindung stellt auch ein radioaktiv beschichtetes
Substrat bereit, das niedrige Radioisotop-Auslaugungsraten zeigt,
und diese niedrigen Auslaugungsraten ermöglichen die Verwendung des
beschichteten Substrats in medizinischen Anwendungen. Medizinische
Vorrichtungen, Implantate und andere Quellen können unter Verwendung eines
interessierenden Radioisotops radioaktiv gemacht werden, welches
typisch aus γ, β+, α, β– oder ε (Elektroneneinfang)
emittierenden Radioisotopen oder einer Kombination derselben ausgewählt ist.
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Es
wird gewünscht,
dass eine radioaktive Vorrichtung, die für einen Bereich von Anwendungen
geeignet ist, eine niedrige Isotopen-Auslaugungsrate zeigt, so dass,
wenn die Vorrichtung beispielsweise in einem biologischen System
implantiert ist oder verwendet wird, ein vernachlässigbares
Auslaugen des Radioisotops aus dem beschichteten Substrat stattfindet.
Die allgemeine Ansicht ist, dass weniger als 5% der gesamten Radioaktivität aus einem
radioaktiv beschichteten Substrat innerhalb einer definierten Zeitspanne
auslaugt werden dürfen.
Bei beschichteten medizinischen Vorrichtungen, die in einem biologischen
System implantiert sind oder verwendet werden, wird es bevorzugt,
dass weniger als etwa 2% des gesamten Radioisotops aus der Oberfläche der
Vorrichtung ausgelaugt werden. Bevorzugter ist ein beschichtetes,
für medizinische
Anwendungen nützliches
Substrat dadurch gekennzeichnet, dass weniger als etwa 1% der gesamten
Radioaktivität aus
dem beschichteten Substrat ausgelaugt wird.
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Aufgrund
dieser strengen Anforderungen wird allgemein angenommen, dass radioaktive
medizinische Vorrichtungen, die für eine innere Verwendung geeignet
sind, nicht durch Auftragung einer radioaktiven Beschichtung hergestellt
werden können
(z.B. Hehrlein et al., 1995; Fischell et al., 1996). Jedoch stellt
die vorliegende Erfindung beschichtete Substrate bereit, die dadurch
gekennzeichnet sind, dass sie niedrige Auslaugungsraten, z.B. weniger
als etwa 2% der gesamten auf dem Substrat aufgetragenen Radioaktivität, zeigen und
für medizinische
Vorrichtungen zur Verwendung in biologischen Systemen und zur inneren
Verwendung geeignet sind. Weiter liefert die vorliegende Erfindung
mehrere Verfahren zur Herstellung derartiger beschichteter Substrate.
Obwohl dies nicht auf irgendeine Weise als beschränkend angesehen
werden sollte, sind nachstehend zwei Verfahren zur Herstellung von
radioaktiv beschichteten Substraten umrissen, die dadurch gekennzeichnet
sind, dass sie eine Auslaugungsrate von weniger als 2% aufweisen.
Derartige beschichtete Substrate können für einen Bereich von Anwendungen,
einschließlich,
ohne jedoch darauf beschränkt
zu sein, medizinischer Vorrichtungen, verwendet werden.
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Mit „medizinischer
Vorrichtung" ist
jede Apparatur gemeint, die zur Behandlung eines medizinischen Leidens
verwendet wird und die auf solche Weise behandelt werden kann, dass
sie ionisierende Strahlung an einen Ort liefert, der einer solche
Behandlung bedarf. Das Substrat der medizinischen Vorrichtung kann
metallischer oder nicht-metallischer Natur sein, solange etwas Affinität des Substrats
zu der radioaktiven Chemikalie vorliegt, die für das Beschichtungsverfahren
verwendet wird. Metallische Substrate umfassen, ohne jedoch darauf
beschränkt
zu sein, Aluminium, Bronze, Messing, Kupfer, Zink, Titan, Platin,
Tantal, Palladium, Edelstahl, Zirconium, Nitinol (Nickel-Titan-Legierung)
und Silber. Nicht-metallische Substrate umfassen, ohne jedoch darauf
beschränkt
zu sein, Kunststoffe wie Nylon, Teflon® und
dergleichen, oder andere geeignete polymere Materialien, z.B. Silicon,
sowie mit Kunststoff beschichten Draht, Emaille-beschichtetes Glas,
Keramik und Glas. Bei mehreren dieser Substrate können leichte
Abwandlungen des hierin offenbarten Verfahrens erforderlich sein,
um die Vorschrift anzupassen, wie es für den Fachmann offensichtlich
wäre. Weiter
sind expandierbare Vorrichtungen erfolgreich mit ähnlichen
Auslaugungsraten nach Änderung
der Form der Vorrichtung wie bei nicht-expandierbaren Vorrichtungen
unter Verwendung des Verfahrens dieser Erfindung mit Radioisotopen
beladen worden.
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Typisch
wird die medizinische Vorrichtung implantiert, jedoch kann sie auch
reversibel in eine und durch die Länge einer bereits implantierte(n)
Vorrichtung, wie ein Katheter, eingeführt werden (z.B. WO 93/04735).
Weiter können
diese Vorrichtungen auf der Außenseite
eines Orts angewandt werden, welcher einer Behandlung bedarf, wenn
ein solcher Bedarf entstehen sollte. Obwohl man nicht auf irgendeine
Weise beschränkt
sein will, können
medizinische Vorrichtungen, die unter Verwendung der Verfahren dieser
Erfindung beschichtet werden können,
Stents, expandierbare Stents, Katheter, Nachladegerät-Quellen
oder Quellen für die
Brachytherapie, Seeds, Prothesen, Nadeln, Klappen, Klammern, Nahtmaterialien
oder andere Wundverschlussvorrichtungen einschließen, wie
es der Fachmann erkennt. Diese Vorrichtungen können von willkürlicher
Form und für
jeden Zweck sein, welcher die Verwendung einer radioaktiv behandelten
medizinischen Vorrichtung erfordert. Weiter wird es in Betracht
gezogen, dass „medizinische
Vorrichtung" auch
Substrate einschließt,
die mit einem interessierenden Radioisotop oder einer Kombination
davon beschichtet und als radioaktive Quelle in eingekapselten Strukturen
wie Seeds (z.B.
US 5,163,896 ;
US 4,994,013 ;
US 4,815,449 ;
US 5,405,309 ;
US 4,702,228 ), Zufuhrdrähten (z.B.
US 5,575,749 ) oder dergleichen
verwendet werden können, wie
es dem Fachmann wohlbekannt ist. Diese eingekapselten Strukturen
werden ebenfalls als medizinische Vorrichtungen angesehen.
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Mit „beschichteter
medizinischer Vorrichtung" ist
eine medizinische Vorrichtung gemeint, die einen radioaktiven Überzug umfasst
und eine Auslaugungsrate von weniger als etwa 2% des gesamten aufgetragenen Radioisotops
zeigt. Wenn die beschichtete medizinische Vorrichtung direkt für in-vivo-Anwendungen
zu verwenden ist, sollte die Rate des Auslaugens des Radioisotops
von der Oberfläche
der medizinischen Vorrichtung, wie durch Überprüfung der Spüllösung nach 15-minütiger Ultraschall-Auslaugung
in normaler Kochsalzlösung
bei 37°C
bestimmt, weniger als etwa 1%, bevorzugt weniger als etwa 0,1% der
gesamten aufgetragenen Menge betragen. Es sollte verstande werden,
dass unter Verwendung der Verfahren der vorliegenden Erfindung Auslaugungsraten
von weniger als etwa 0,05% erhalten worden sind. Beschichtete medizinische
Vorrichtungen, wie Edelstahl-Stents, sind unter Verwendung von Y-90
(6A) oder P-32 (z.B. Tabellen 2 und 3, Beispiel
2) wiederholt durch die hierin beschriebenen Verfahren, z.B., aber
ohne Beschränkung,
das nachstehend beschriebene Verfahren A, mit entfernbaren Kontaminationsraten
beim End-Auslaugungstest von weniger als 0,01% produziert worden. Ähnlich sind
Vorrichtungen, die mit Pd-103 (z.B. Tabellen 4 bis 8, Beispiel 3) oder
In-111 (Tabelle 9, Beispiel 3) beschichtet worden sind, unter Verwendung
des nachstehend beschriebenen Verfahrens B erzeugt worden, wobei
sie dadurch gekennzeichnet sind, dass sie Auslaugungsraten von etwa
1% bis etwa 0,05% oder weniger aufweisen (siehe Tabellen 4 bis 8
von Beispiel 3). Jedoch wird es auch in Betracht gezogen, dass beschichtete
medizinische Vorrichtungen, die unter Verwendung der hierin beschriebenen
Verfahren hergestellt worden sind, auf irgendeine Weise, wie sie
in der Technik bekannt ist, in Form eines Seeds eingekapselt werden
können.
Bei dieser Anwendung kann die beschichtete Vorrichtung nicht den
gleichen strengen Auslaugungsgrad erfordern, der für medizinische
Vorrichtungen gewünscht
wird, die für
direkte Implantat-Anwendungen verwendet werden. Die vorliegende
Erfindung betrifft auch expandierbare beschichtete medizinische
Vorrichtungen, z.B., aber ohne Beschränkung, einen beschichteten
expandierbaren Stent. Unter Verwendung der hierin beschriebenen
Verfahren wurde beobachtet, dass eine Konformationsänderung
des beschichteten Substrats mit einer vernachlässigbaren Zunahme der Auslaugungsrate
stattfinden kann (siehe Tabelle 9, Beispiel 3).
-
Mit „Temperatur
unterhalb der Umkristallisations- oder Erweichungstemperatur des
Materials, aus dem die medizinische Vorrichtung besteht" ist eine Temperatur
gemeint, welche die physikalischen Eigenschaften der Vorrichtung
nicht so verändert,
dass sie die Funktion oder die gewünschten Merkmale der medizinischen Vorrichtung
beeinflusst. Irgendeine gewählte
Temperatur darf also nicht die Eigenschaften des gewählten Radioisotops
negativ beeinflussen. Diese Temperatur kann 1500°C oder mehr erreichen, abhängig vom
Substrat, das beschichtet wird. Zum Beispiel ist radioaktiv beschichtetes
Glas ohne nachteilige Auswirkungen auf den Isotopenüberzug des
Substrats über
den Schmelzpunkt von Glas hinaus wärmebehandelt worden. Typisch wird
die maximale Wärmebehandlungstemperatur
durch das Substrat der medizinischen Vorrichtung und nicht durch
das Radioisotop festgelegt, das für den Überzug verwendet wird. Temperaturen,
die zur Wärmebehandlung
der beschichteten medizinischen Vorrichtung in Betracht gezogen
werden, umfassen etwa 100 bis etwa 1500°C und liegen typisch im Bereich
von etwa 200 bis etwa 600°C,
bevorzugter etwa 250 bis etwa 450°C, abhängig vom
verwendeten Verfahren. Ohne durch eine Theorie gebunden sein zu
wollen, trägt
dieser Schritt dazu bei, das aufgetragene Radioisotop mit der Oberfläche des
Substrats der medizinischen Vorrichtung zu vernetzen und hilft,
die Bindungsbildung zwischen dem Isotop und der medizinischen Vorrichtung
sicherzustellen.
-
Abgestimmtes Vibrationskavitationsverfahren
zur Beschichtung von Substraten (Verfahren A, nicht beansprucht)
-
Die
Radioisotope der folgenden Liste können, obwohl dies nicht als
Beschränkung
angesehen wird, gemäß dem Verfahren
A verwendet werden, das auch im Dokument EP-A-0 938 905 offenbart
ist.
Nicht-metallisch: P-32, P-33, C-14, S-35, Cl-36, I-125,
I-131, I-123, I-124, At-211.
Metallisch: Y-90, Pd-103, Pd-112,
Co-55, Co-57, Co-60, Ag-110, Ag-111, Ag-112, Ag-113, Au-199, Cu-64, Re-186,
Re-188, Ir-192, Ir-194, Mo-99, Ni-63, In-111, Tc-99m, Gr-68
Seltenerdenmetalle:
Ho-166, Gd-159, Pm-142, Gd-153, Yb-169
Aktiniden: Am-241
wobei
das Radioisotop bevorzugt aus P-32, Y-90, Ag-110, Ag-111, Ag-112
oder Ag-113 ausgewählt
ist und wobei das Isotop bevorzugter P-32 oder Y-90 ist.
-
Es
wird ebenfalls in Betracht gezogen, dass auch Mischungen von irgendwelchen
der vorstehenden Isotope mit dem Verfahren A verwendet werden, so
dass medizinische Vorrichtungen, die mit mehreren Isotopen beschichtet
sind, die einen Bereich von Strahlungsdosen (d.h. variierende Stärken ionisierender
Strahlung) oder über
variierende Zeitdauern emittieren können, hergestellt werden können.
-
Mit „Eintauchmatrix" ist die Lösung gemeint,
in welche das Substrat, z.B. eine medizinische Vorrichtung, vor
oder während
des Beschichtungsverfahrens gegeben wird. Die Eintauchmatrix kann
einen Bereich von Bestandteilen umfassen, die auf eine Erhöhung der
Affinität
für die
Oberfläche
der medizinischen Vorrichtung zur Aufnahme eines interessierenden
Radioisotops gerichtet sind, oder die Eintauchmatrix kann auch so gewählt werden,
dass sie die Beschichtung der medizinischen Vorrichtung mit dem
gewählten
interessierenden Radioisotop verbessert oder beides. Die Eintauchmatrix
kann auch so gewählt
werden, dass sie dazu beiträgt,
das Radioisotop aus der Lösung
und auf die Oberfläche
der medizinischen Vorrichtung zu treiben.
-
Ohne
die Zusammensetzungen beschränken
zu wollen, welche die Eintauchmatrix auf irgendeine Weise umfassen
kann, wird es in Betracht gezogen, dass die Eintauchmatrix im Verfahren
A aus Wasser oder Wasser, das ein Salz oder eine Kombination von
Salzen und gegebenenfalls einen Puffer enthält, bestehen kann oder dass
die Eintauchmatrix andere Reagenzien, wie einen Alkohol, umfassen
kann. Jedoch kann die Eintauchmatrix andere Bestandteile umfassen,
wie es für
notwendig erachtet wird. Die Zusammensetzung der Eintauchmatrix
kann jeden Bestandteil umfassen, der sicher für eine abgestimmte Vibrationskavitation
verwendet werden kann, vorausgesetzt, dass er nicht chemisch auf
aggressive Weise mit entweder dem Substrat oder der Radiochemikalie
reagiert. Es ist bemerkt worden, dass in einigen Fällen die
Zugabe von Salz bei der Verbesserung der Ausbeute an beschichtetem
Isotop wirksamer ist als Wasser allein, jedoch kann die Auswahl anderer
Zusammensetzungen sich ebenfalls als wirksam für die Steigerung der Gesamtausbeute
erweisen. Wenn ein Salz als Komponente der Eintauchmatrix gewählt wird,
kann ein Bereich von Konzentrationen verwendet werden, um die Beschichtung
der medizinischen Vorrichtung zu verbessern. Ohne auf irgendeine
Weise beschränkt
sein zu wollen, wird ein Bereich von Salzkonzentrationen von etwa
0,05 bis 20% (Gew./Vol.) oder bevorzugter ein Bereich von 0,1 bis
5% (Gew./Vol.) in Betracht gezogen. Es wurde auch beobachtet, dass die
Verwendung von ultrareinen Chemikalien das Beschichtungsverfahren
unterstützt.
-
Es
wird auch in Betracht gezogen, dass der pH der Eintauchmatrix so
gewählt
wird, dass er den Wirkungsgrad des Beschichtungsverfahrens erhöht. Ein
Bereich von pH-Werten kann verwendet werden, jedoch verwendet eine
Ausführungsform
des Verfahrens A einen pH von etwa 4,0 bis 11, der von dem verwendeten Radioisotop
abhängt.
Zum Beispiel liegt bei Y-90 ein wirksamer pH-Bereich zwischen etwa
pH 5,5 bis 10,5 (siehe 2).
-
Die
Eintauchmatrix kann auch Mittel zur Änderung der Oberflächenspannung
der Lösung
umfassen. Zum Beispiel kann, ohne dass man die Auswahl derartiger
Mittel auf irgendeine Weise beschränken will, ein Mittel ionische
oder nichtionische Detergenzien oder Alkohol einschließen.
-
Mit „Ausbeute" ist die Menge an
Radioisotop gemeint, die auf der Oberfläche der medizinischen Vorrichtung
oder des Substrats verbleibt, wie es unter Verwendung des Verfahrens
dieser Erfindung hergestellt wird. Die Ausbeute wird aus der Menge
an in die Eintauchmatrix gegebenem Radioisotop bestimmt. Gemäß dem Verfahren
A sind routinemäßig Ausbeuten
von etwa 80% erhalten worden. Dieser Wert muss mit den Verfahren
von Eichholz et al. verglichen werden, die beschichtete Substrate
mit Ausbeuten von etwa 5% erzeugen (siehe unten). Typisch kann eine
höhere
Menge an Radioisotop-Überzug
erhalten werden, indem mehr Radioisotop in die Eintauchmatrix gegeben
wird, jedoch nimmt die Ausbeute mit zunehmender Konzentration an Isotop
in der Eintauchmatrix ab (3). Obwohl
Ausbeuten von 80% routinemäßig erhalten
werden können, werden
gleichförmigere Überzüge des Substrats
bei Ausbeuten von etwa 40–60%
beobachtet.
-
Es
wurde beobachtet, dass sehr geringe Auslaugungsraten gemäß dem Verfahren
A dieser Erfindung nachgewiesen werden, unabhängig von der Ausbeute. Das
heißt,
dass unter Verwendung des Verfahrens dieser Erfindung annehmbare
Auslaugungsraten eines Isotops aus einem überzogenen Substrat erhalten
werden, unabhängig
davon, ob die Ausbeute etwa 40–60%
oder 80% beträgt.
-
Typisch
wird die medizinische Vorrichtung vor der Zugabe des interessierenden
Radioisotops in die Eintauchmatrix eingetaucht. Das Isotop wird
dann ohne Austausch der Eintauchmatrix in die Eintauchmatrix gegeben.
Jedoch wird es in Betracht gezogen, dass mehr als eine Eintauchmatrix
für das
Beschichtungsverfahren verwendet werden kann und dass die medizinische
Vorrichtung vor der Einwirkung einer Eintauchmatrix, die ein interessierendes
Radioisotop umfasst, in eine oder mehrere Eintauchmatrix-Lösungen gegeben werden
könnte.
-
Mit „abgestimmter
Vibrationskavitation" ist
jedes Verfahren zur Aktivierung der Eintauchmatrix gemeint, das
Blasen verschiedener Größen und
Zustände
in der Eintauchmatrix bildet, welche in der Lage sind, zu kollabieren,
wodurch Schockwellen in der Eintauchmatrix erzeugt werden, die dazu
beitragen, das Isotop auf die Oberfläche der medizinischen Vorrichtung
zu treiben. Abgestimmte Vibrationskavitation kann der Eintauchmatrix
einen Bereich von Schockwellen-Formen
vermitteln. Es wurde beobachtet, dass Quadrat- oder sinusförmige Wellenformen
wirksam in dem Verfahren verwendet werden können. Jedoch kann eine abgestimmte
Vibrationskavitation, die Wellenfunktionen mit einer Vielfalt von
Formen, Frequenzen, Amplituden oder Komplexitäten oder Mischungen von Frequenzen,
Amplituden oder Wellenformen umfasst, welche dazu beitragen, das
interessierende Isotop auf die Oberfläche der medizinischen Vorrichtung
zu treiben, bei dem Verfahren verwendet werden. Beispiele zum Hervorrufen
einer abgestimmten Vibrationskavitation umfassen, ohne jedoch darauf
beschränkt
zu sein, Laser-Abstimmung (die verwendet werden kann, um Moleküle zum Vibrieren
zu bringen und anzuregen, z.B. Wizemann et al., 1997; Arlinghaus
et al., 1997), Mikrowellen- oder Ultraschallbehandlungen der Eintauchmatrix.
Jedoch können
auch andere Mittel zur Vermittlung von Schockwellen in der Eintauchmatrix
verwendet werden, z.B. hohe Temperatur, modifizierter Druck usw.
Wenn eine Ultraschallbehandlung als Quelle einer abgestimmten Vibrationskavitation
verwendet wird, kann eine Quadrat-Wellenfunktion für den Beschichtungsschritt
gewählt
werden, da beobachtet wurde, dass derartige Wellenformen die Beschichtung
der medizinischen Vorrichtung verbessern. Ohne durch irgendeine
Theorie gebunden sein zu wollen, verleihen Schockwellen, die unter
Verwendung einer Quadrat-Wellenfunktion erzeugt wurden, der Eintauchmatrix
und dem interessierenden Radioisotop eine höhere Energie im Vergleich zu Schockwellen,
die durch sinusförmige
Wellen erzeugt werden. Sinusförmige
Wellen können
in den Spülstadien des
Beschichtungsverfahrens dieser Erfindung nützlich sein. Jedoch kann es
Anwendungen geben, bei denen sinusförmige Wellenfunktionen verwendet
werden können,
um die medizinische Vorrichtung zu beschichten. Als Beispiel hat
sich bei einer Eintauchmatrix, die eine milde Pufferlösung, welche
den pH bei etwa 8 aufrechterhält,
und 1% Kochsalzlösung
umfasst, eine Ultraschallbehandlung von 10 min als ausreichend erwiesen,
um eine Beschichtung mit Y-90 mit hoher Ausbeute (> 80%) auf Edelstahl-Stents
zu erzeugen.
-
Typisch
wird das zu beschichtende Substrat etwa 5 min bis 3 Stunden einer
abgestimmten Vibrationskavitation in Anwesenheit von Radioisotop
unterzogen, abhängig
von dem auf dem Substrat gewünschten Überzug.
Es wurde gefunden, dass die Variation der Zeit des Ultraschallschritts
eine Variable ist, welche die Ausbeute des beschichteten Substrats
beeinflusst. Jedoch kann diese Zeitvariable weniger Einfluss auf
die Ausbeute ausüben,
wenn eine geeignete Eintauchmatrix gewählt wird, da mit kurzen (5–10 min)
Einwirkungen von abgestimmter Vibrationskavitation hohe Ausbeuten
beobachtet worden sind. Die Geschwindigkeit des Beschichtungsverfahrens
kann während
des Schritts der abgestimmten Vibrationskavitation überwacht
werden. Zum Beispiel zeigt 4 die Entfernungsrate
eines Radioisotops aus der Eintauchmatrix während der Ultraschallbehandlung,
wie es auf der Oberfläche
der Eintauchmatrix abgeschieden wird.
-
Es
gibt eine Beziehung zwischen der Abscheidungsrate eines Substrats,
das unter Verwendung einer abgestimmten Vibrationskavitation aufgetragen
wird, und der Gleichförmigkeit
des Überzugs
entlang der Länge
des Stents. Zum Beispiel wurde beobachtet, dass sowohl eine longitudinale
als auch radiale Gleichförmigkeit
(nachstehend definiert) sich mit langsameren Abscheidungsgeschwindigkeiten
erhöht.
Jedoch können
unter Verwendung einer höheren
Abscheidungsgeschwindigkeit sattelförmige Stent-Überzüge erhalten
werden (siehe z.B. 10C). Es wird in
Betracht gezogen, dass ein auf diese Weise beschichteter Stent,
falls gewünscht,
Anwendungen derart aufweisen kann, dass die Enden des Stents höhere Radioisotop-Beladungen enthalten.
Die Abscheidungsrate wird durch den pH und die Temperatur der Lösung sowie
durch das Verhältnis von
Oberfläche
(des Substrats) zum Volumen (der Lösung) und die Intensität der Ultraschallbehandlung
beeinflusst. Wir haben gefunden, dass gleichförmige Überzüge auf Stents mit Ausbeuten
in der Größenordnung von
40% unter Verwendung eines Eintauchmatrix-Verhältnisses von 5 mm-Stent:2 ml
Vol. bei pH 6 und Inkubation bei 50°C mit einer 10-minütigen Ultraschallbehandlung
erhalten werde können.
-
Gemäß dem Verfahren
A wird eine deutliche Verbesserung bezüglich der Auslaugungsrate eines
Radioisotops von der Oberfläche
eines überzogenen
Substrats im Vergleich zu anderen Beschichtungstechniken (wie denjenigen,
die z.B. von Eichholz et al., 1965, abgeleitet sind) beobachtet.
Wenn beispielsweise der Schritt des „Ladens" des Isotops auf die Oberfläche des
Substrats unter Verwendung von abgestimmter Vibrationskavitation
durch einen Schritt ersetzt wird, der ein Erwärmen des Substrats (nach Einwirkung
der Eintauchmatrix über äquivalente
Zeitspannen) bei 200°C
zur Trockne beinhaltet, eine deutliche Zunahme der Auslaugungsrate
bemerkt (siehe die 6A bezüglich Y-90 und 6B bezüglich P-32).
-
Nach
der abgestimmten Vibrationskavitation wird das Substrat bei einer
Temperatur unterhalb der Umkristallisations- oder Erweichungstemperatur
des Substrats wärmebehandelt.
Die maximale Wärmebehandlungstemperatur
wird durch das Substrat der medizinischen Vorrichtung, nicht durch
das für
die Beschichtung verwendete Radioisotop festgelegt. Temperaturen,
die für
eine Wärmebehandlung
der beschichteten medizinischen Vorrichtung in Betracht gezogen
werden, umfassen etwa 150–etwa
1500°C und
ein typischer Bereich liegt bei etwa 200 bis etwa 660°C, bevorzugter
bei etwa 250 bis etwa 450°C.
Ein Vergleich der Auslaugungsrate von Stents, die unter Verwendung
des Verfahrens beschichtet wurden, aber sich im Hinblick auf die
Anwendung des Wärmebehandlungsschrittes
unterscheiden, kann in 5 gesehen werden.
-
Mit
Bezug auf 1 wird ein Aspekt einer Ausführungsform
des Verfahrens A umrissen. Typisch beinhaltet das Verfahren A:
- 1) Präparieren
des Reaktionsgefäßes, das
zur Beschichtung der medizinischen Vorrichtung verwendet wird, sowie
der medizinischen Vorrichtung selbst vor Beginn des Beschichtungsverfahrens.
Der Zweck dieses Schrittes besteht darin, das Beschichtungsverfahren
durch Entfernung jeglicher Verunreinigungen auf die maximale Oberflächengröße des Substrats
einwirken zu lassen. Jedes Verfahren zur Behandlung des Reaktionsgefäßes oder
der medizinischen Vorrichtung kann in diesen Schritt eingeschlossen
werden, wobei man eine Kompatibilität zwischen dem Substrat und
Reinigungsmaterial sicherstellt. Diese Behandlung kann ein Entfetten
und/oder Deoxidieren der Oberfläche
des Gefäßes und
der medizinischen Vorrichtung einschließen, wie in 1 angezeigt.
Geeignete Zusammensetzungen für
eine derartige Behandlung umfassen, ohne jedoch darauf beschränkt zu sein,
Salpeter-, Citronen- oder Chromsäure.
Idealerweise wird das gewählte
Reinigungsmaterial an das zu beschichtete Substrat angepasst und
eine derartige Auswahl ist dem Fachmann bekannt.
- 2) Eintauchen der medizinischen Vorrichtung in die geeignete
Eintauchmatrix.
- 3) Zugabe des interessierenden Isotops zu der Eintauchmatrix.
- 4) Einwirkenlassen einer abgestimmten Vibrationskavitation auf
die eingetauchte medizinische Vorrichtung über eine ausreichende Zeitspanne,
um das interessierende Isotop auf die Oberfläche der medizinischen Vorrichtung
zu treiben. Dieser Schritt kann bei einer Temperatur stattfinden,
die signifikant von Umgebungstemperatur abweicht, um die Beschichtung
der medizinischen Vorrichtung zu optimieren.
- 5) Gegebenenfalls erneutes Eintauchen der medizinischen Vorrichtung
in eine neue Eintauchmatrix. Die neue Eintauchmatrix kann mehr des
gleichen radioaktiven Isotops als die anfänglichen Eintauchmatrix umfassen
oder kann eine neue Eintauchmatrix-Zusammensetzung umfassen, die
ein anderes Radioisotop umfasst, dann wird das Einwirkenlassen einer
abgestimmten Vibrationskavitation wiederholt;
- 6) Spülen
der beschichteten Vorrichtung in Wasser und Wärmebehandlung bei einer Temperatur
unter der Umkristallisations- oder Erweichungstemperatur des Materials,
welches die medizinische Vorrichtung umfasst;
- 7) Spülen
der medizinischen Vorrichtung, um Radioisotop zu entfernen, das
nicht dauerhaft an der Oberfläche
der medizinischen Vorrichtung fixiert ist. Die Spüllösung kann
die gleiche wie oder eine andere als die Eintauchmatrix sein. Dieser
Schritt schließt
gegebenenfalls die Verwendung einer abgestimmten Vibrationskavitation
ein und kann, wie benötigt,
wiederholt werden, um eine beschichtete medizinische Vorrichtung
mit einem minimalen oder keinem Auslaugen des Radioisotops zu erzeugen,
und
- 8) Trocknen der Vorrichtung.
-
Mit „Gleichförmigkeit" der beschichteten
Oberfläche
ist die gleichmäßige Beschaffenheit
der entlang der Länge
detektierbaren radioaktiven Emission (longitudinale Gleichförmigkeit)
gemeint und abhängig
von der Form des Substrats, das beschichtet wird, kann Gleichförmigkeit
gegebenenfalls auch in einer zweiten Dimension bestimmt werden.
Zum Beispiel beinhaltet bei Stents eine Routine-Gleichförmigkeitsanalyse
die Bestimmung der longitudinalen Gleichförmigkeit (siehe 9 und 10)
sowie der radialen Gleichförmigkeit
(siehe 8).
-
Der
Radioaktivitätspegel
der beschichteten medizinischen Vorrichtung kann maßgeschneidert
werden, um einen Bereich von therapeutischen Dosen zu erzielen,
indem man die der Eintauchmatrix zugeführte Menge variiert.
-
Es
sollte erkannt werden, dass die Verwendung von speziellen Chemikalien
in der Eintauchmatrix oder in den Spüllösungen, die Temperaturen, welchen
die medizinische Vorrichtung bei der abgestimmten Vibrationskavitation,
der Keimbildung, der stromlosen Plattierung, der Wärmebehandlung
oder dem Spülen
ausgesetzt werden, und die Dauer jedes dieser Schritte modifiziert
werden können
und eine Funktion des Radioisotops, des Substratmaterials der medizinischen
Vorrichtung sowie der Geometrie der medizinischen Vorrichtung sind,
die beschichtet wird. Die obigen Verfahren sind als Richtlinie für die Bedingungen
anzusehen, die verwendet werden, um eine beschichtete medizinische
Vorrichtung zu erhalten.
-
Es
gibt große
Unterschiede zwischen den oben umrissenen Verfahren und jenen, die
von Eichholz et al. (1965) offenbart wurden. Das Fixierungsverfahren
dieser Erfindung erzeugt wesentlich verschiedene Ergebnisse mit
Bezug auf das in Eichholz et al. beschriebene Verfahren. Dieser
Unterschied wird durch die Tatsache hervorgehoben, dass beschichtete
Substrate, die unter Verwendung des Verfahrens von Eichholz et al. hergestellt
wurden, Beschichtungswirkungsgrade von 5% des anfänglich der
Eintauchmatrix zugesetzten Radioisotops zum Ergebnis haben. Jedoch
erzeugen Beschichtungswirkungsgrade, die unter Verwendung der Verfahren
dieser Erfindung erhalten werden, beschichtete Substrate, die mehr
als 70%-ige Wirkungsgrade liefern, und es werden routinemäßig Substrate
hergestellt, die etwa 80% des der Eintauchmatrix zugesetzten Radioisotops
umfassen. Weiter werden nach drei oder mehr Spülschritten beträchtliche
Auslaugungsraten (z.B. über
0,2%) des beschichteten Substrats, das mittels des Verfahrens von
Eichholz et al. erzeugt wurde, beobachtet, jedoch werden durch das
Verfahren A dieser Erfindung, wie oben angegeben, Auslaugungsraten
von weniger als 0,05% erzeugt.
-
Die
Unterschiede zwischen den hierin beschriebenen Verfahren und jenem
vom Eichholz et al., die beschichtete Substrate mit derartigen unterschiedlichen
Eigenschaften erzeugen, umfassen:
- a) Die Wahl
der geeigneten Eintauchmatrix ist wichtig, um ein beschichtetes
Substrat mit einer gleichförmigen
Verteilung und hohen Ausbeute des Isotops zu erhalten. Unter Verwendung
der hierin beschriebenen Verfahren haben radioaktive P-32-, Y-90-
und Pd-103-Substratbeschichtungen auf Stents longitudinale Gleichförmigkeiten
von mindestens ±15%
und radiale Gleichförmigkeiten
von mindestens ±10%
erzielt. Eichholz et al. offenbaren, dass die Verwendung von hartem
Wasser oder Salz eine radioaktive Kontaminierung von Glasware dramatisch
verringert. Zum Beispiel berichten Eichholz et al., dass der Zusatz
von 0,2% (Gew./Vol.) (äquivalent
zu 0,02 N) CaCl2 wirksam war, um die Adsorption
von Cs-137 auf Glas zu beseitigen (siehe z.B. 2 von
Eichholz et al.). Jedoch wurde gefunden, dass unter Verwendung des
Verfahrens A der Zusatz von Salz zu etwa 0,05 bis 20% (Gew./Vol.)
oder zu etwa 0,1–5%
(Gew./Vol.) oder bevorzugter zu etwa 0,5 bis 3% (Gew./Vol.)) und
Puffer (eine ausreichende Menge, um den gewünschten pH aufrechtzuerhalten)
die Ausbeute der Auftragung der interessierenden Radioisotope dramatisch
erhöht. Wenn
man 1%-ige Kochsalzlösung
bei pH 7–10
als Eintauchmatrix verwendet, werden routinemäßig Ausbeuten an beschichteten
Substraten in der Größenordnung
von 70% erhalten. Weiter erhöhte
die Zugabe eines Puffers zu der Kochsalzlösung-Eintauchmatrix die Ausbeuten
auf etwa 90%. Deshalb ist gemäß dem Verfahren
A die Auswahl von geeigneten Salz- und Puffer-Zusammensetzungen für die Erzielung von hohen Beschichtungswirkungsgraden
wichtig. Jedoch sollte bemerkt werden, dass selbst in Abwesenheit
jeglichen zugesetzten Salzes oder Puffers in der Eintauchmatrix
unter Verwendung des Verfahrens A und von Wasser (abhängig vom
pH des Wassers) Ausbeuten von etwa 35% erhalten werden.
- b) Es wurde beobachtet, dass die Verwendung von abgestimmter
Vibrationskavitation die Ausbeute an Isotop auf der Oberfläche eines
Substrats dramatisch erhöht,
welches unter Verwendung des Verfahrens A hergestellt wurde. Es
wurde beobachtet, dass, während
das Verfahren von Eichholz et al. Ausbeuten von 5% auf einer gespülten beschichteten
Oberfläche
(wie Edelstahl) zum Ergebnis hat, Ausbeuten von mindestens 35% routinemäßig beobachtet
werden, wenn das gleiche Substrat mit Wasser als Eintauchmatrix hergestellt
wird, indem man den Schritt der abgestimmten Vibrationskavitation
hinzufügt
und andere Schritte dieses Verfahrens konstant gehalten werden.
Ohne durch eine Theorie gebunden sein zu wollen, nimmt man an, dass
der Schritt der abgestimmten Vibrationskavitation die Keimbildung
verstärkt,
d.h. man nimmt an, dass dieser Schritt die Fällung des Radioisotops auf
die Oberfläche
des Substrats verstärkt.
- c) Der Erwärmungsschritt
erhöht
ebenfalls die Haftung des Radioisotops am Substrat. Zum Vergleich
wird der Erwärmungsschritt
bei 100°C
von Eichholz et al. verwendet, um die Trocknungsgeschwindigkeit
der getesteten Glasware zu erhöhen,
und es werden keine Parameter offenbart, um dauerhaft fixierte Beschichtungen
zu erzeugen oder zu testen. Ohne einen Wärmebehandlungsschritt wird
die Auslaugung der Beschichtung in einer Kochsalz-Spüllösung verstärkt. Bei
dem Prozess des hierin beschriebenen Verfahrens A werden routinemäßig unter
Verwendung von Wasser als Eintauchmatrix nach Spülen der radioaktiv beschichteten
Substrate in einem Ultraschallbad, gefolgt von einem Wärmebehandlungsschritt,
Ausbeuten von mehr als 35% erzielt. Ohne dass man durch eine Theorie
gebunden sein will, wird vorgeschlagen, dass hohe Wärmebehandlungstemperaturen
Energie liefern, um zu ermöglichen,
dass radioaktive Moleküle
in die molekulare Substratstruktur unter Bildung von chemischen
Bedingungen eintreten sowie eine Oxidschicht-Bildung fördern. Diese
beiden Eigenschaften (Bindungsbildungen mit dem Substrat und Förderung einer
Oxidschicht) erhöhen
die Ausbeute und die Beschichtungswirkungsgrade des Verfahrens,
indem sie sicherstellen, dass das beschichtete Radioisotop auf dem
Substrat fixiert bleibt. Allgemein wurde beobachtet, dass, während abgestimmte
Vibrationskavitation und geimpfte außenstromlose Plattierung die
Menge an Radioisotop erhöhen,
die aufgetragen wird und das Substrat penetrieren kann, eine Wärmebehandlung sicherstellt,
dass der Isotopenüberzug
an das Substrat bindet.
-
Außenstromloses Plattierungsverfahren
zur Beschichtung eines Substrats (Verfahren B)
-
Das
folgende Verfahren wird verwendet, um ein Substrat zu erzeugen,
das mit einem interessierenden Radioisotop beschichtet ist, welches
allgemein dadurch gekennzeichnet ist, dass es eine geringe spezifische Aktivität aufweist.
Dieses Verfahren hat die Erzeugung einer relativ dicken Schicht
des Radioisotops auf der Substratoberfläche zum Ergebnis. Dies ist
von dem Überzug,
der durch das oben umrissene Verfahren A erzeugt wird, welches Radioisotope
mit hoher spezifischer Aktivität
verwendet und beschichtete Substrate mit einer vernachlässigbaren
Abmessung des Überzugs
erzeugt, sehr verschieden. Das Verfahren B beinhaltet das Plattieren
eines Substrats mit einem interessierenden metallischen Radioisotop
unter Verwendung eines außenstromlosen
Plattierungsverfahrens. Der Überzug,
der unter Verwendung dieses letztgenannten Verfahrens erzeugt wird,
weist eine beträchtliche
Dicke auf, und deshalb ist die Verwendung von Ultraschallbehandlungen
allgemein zu vermeiden, da sie zu einer Schwächung des Überzugs führen können. Jedoch können kurze
Perioden einer Ultraschallbehandlung durchgeführt werden, wie erforderlich,
z.B. um das Substrat bezüglich
der Auslaugungsrate zu testen.
-
Einige
kommerzielle erhältliche
Radioisotope weisen sehr geringe spezifische Aktivitäten auf.
In derartigen Fällen
ist die Menge an Radioisotop, welche auf ein Substrat aufgetragen
werden muss, groß,
um einen ausreichenden Strahlungspegel bereitzustellen, damit die
Vorrichtung eine medizinische Nützlichkeit
aufweist. Dicke Beschichtungen sind durch das Verfahren der abgestimmten
Vibrationskavitation nicht erzielbar. Das Verfahren der außenstromlosen
Plattierung liefert dicke Überzüge, jedoch
erzeugen Verfahren des Standes der Technik, z.B.
US 2,915,406 , auch unannehmbare Auslaugungsgrade.
Dementsprechend gibt es einen Bedarf in der Technik an einem Beschichtungsverfahren,
das die Bildung eines dicken, gleichförmigen Überzugs eines Radioisotops,
der einen niedrigen Auslaugungsgrad zeigt, auf einem Substrat ermöglicht.
Die vorliegende Erfindung stellt ein Verfahren B zur Erzeugung gleichförmig beschichteter
Substrate mit genügend
Radioisotopen mit geringer spezifischer Aktivität bereit, um ausreichende Strahlungspegel
zu erzeugen, welche jedoch sehr niedrige Auslaugungsraten zeigen.
-
Bevorzugt
umfasst das interessierende metallische Radioisotop für das Verfahren
B eine Wertigkeit von 2. Beispiele für geeignete, nicht als beschränkend angesehene
Elemente, deren radioaktive Isotope gemäß dem Verfahren B dieser Erfindung
verwendet werden können,
werden nachstehend angegeben:
Nickel, Gold, Kupfer, Molybdän, Zinn,
Cobalt, Iridium, Rhodium, Rhenium, Wolfram, Eisen, Bor, Ruthenium, Palladium,
Zink, Cadmium, Chrom, Blei, Indium, Silber, Quecksilber, Osmium,
Technetium, Gallium, Antimon, Bismut, Arsen, Gadolinium, Ytterbium,
Astat, Iod, Phosphor, Germanium, Silicium, Vanadium, Niob, Scandium, Yttrium,
Strontium, Barium, Cäsium,
Rubidium, Natrium, Kalium, Barium, Thulium, Tantal, Selen, Kalium,
Samarium, Magnesium, Lithium, Holmium, Calcium, Bismut. Zum Beispiel
Y-90, Pd-103, Pd-112, Co-55, Co-57, Co-60, Ag-110, Ag-111, Ag-112,
Ag-113, Au-199, Cu-64,
Re-186, Re-188, Ir-192, Ir-194, Mo-99, Ni-63, In-111, Tc-99m, Gd-153,
Yb-160, Gr-68, P-32, I-125.
-
Die
oben aufgeführten
metallischen Elemente der Gruppen I, II und III könnten einen
zusätzlichen Schutz
erfordern, um gute Auslaugungsergebnisse zu liefern, da diese Elemente
im Allgemeinen hoch reaktiv sind.
-
Es
wird auch in Betracht gezogen, dass Mischungen von irgendwelchen
der vorstehenden Isotope ebenfalls mit dem Verfahren B dieser Erfindung
verwendet werden können,
so dass Substrate, die mit einem oder mehreren Isotopen beschichtet
sind, die einen Bereich von Strahlungsdosen (d.h. variierende Stärken an ionisierender
Strahlung) oder über
variierende Zeitspannen emittieren können, erzeugt werden. Ein Substrat, das
mit einem radioaktiven Isotop der oben angeführten Elemente beschichtet
ist, kann auch weiter unter Verwendung von Verfahren, wie sie in
der Technik bekannt sind, z.B. jenen, die in der
US 4,815,449 ;
US 4,994,013 ;
US 5,342,283 und
US 5,405,309 offenbart sind, ohne
jedoch darauf beschränkt
zu sein, weiter versiegelt werden. Ein derartiger zusätzlicher Überzug kann
polymere, keramische oder metallische Beschichtungen beinhalten.
Bevorzugt ist der sekundäre Überzug aus
einem biokompatiblen Material ausgewählt, wenn er in einem biologischen
System zu verwenden ist.
-
Kurz
gesagt, umfasst das Verfahren B nach Präparierung der Substratoberfläche einen
Impfschritt, in dem das Substrat mit einem nicht-radioaktiven Metall
vorbeschichtet wird, bei dem es sich um das gleiche Metall handelt
wie jenes, das für
die radioaktive Beschichtung verwendet wird. Der Impfschritt stellt
eine geeignete Oberfläche
bereit, auf der das radioaktive Metall abgeschieden werden kann.
Ohne durch eine Theorie gebunden sein zu wollen, nimmt man an, dass
der Impfschritt eine ähnliche
Rolle wie die abgestimmte Vibrationskavitation des Verfahrens A
spielt. Das heißt,
er verstärkt
die Keimbildung. Nach einem anfänglichen
Spülen
wird der anfängliche Überzug auf
dem Substrat gehärtet,
indem man das Substrat bei einer Temperatur unterhalb der Umkristallisations- oder Erweichungstemperatur
des Substrats, z.B., ohne darauf beschränkt zu sein, von etwa 100 bis
etwa 600°C
wärmebehandelt.
Nach einem fakultativen Waschen wird das vorbeschichtete Substrat
in eine Matrixlösung
gegeben und einer außenstromlosen
Plattierung unterzogen, bei der das interessierende Radioisotop
auf der Oberfläche
des Substrats abgeschieden wird. Typisch findet der Schritt der
außenstromlosen
Plattierung bei erhöhter
Temperatur, z.B. bei über
80°C und
bevorzugter bei etwa 90 bis etwa 95°C statt. Nach einem kurzen Spülen wird
das Substrat wiederum bei einer Temperatur unter der Umkristallisationstemperatur
des Substrats, beispielsweise, aber nicht darauf beschränkt, von
etwa 100 bis etwa 600°C,
wärmebehandelt,
um den Überzug
zu härten.
-
Substrate,
die durch dieses Verfahren (Verfahren B) beschichtet wurden, werden
visuell überprüft, bezüglich Auslaugung
getestet und gegebenenfalls bezüglich
Gleichförmigkeit
des radioaktiven Überzugs
getestet. Mit Gleichförmigkeit
ist die Gleichmäßigkeit
der radioaktiven Emission gemeint, die entlang der Länge detektierbar
ist (longitudinale Gleichförmigkeit)
und gegebenenfalls kann abhängig
von der Form des Substrats, das beschichtet wird, die Gleichförmigkeit
auch in einer zweiten Dimension bestimmt werden. Zum Beispiel beinhaltet
bei Stents die Routine-Gleichförmigkeitsanalyse
die Bestimmung der longitudinalen Gleich förmigkeit (siehe 9 und 10)
sowie der radialen Gleichförmigkeit
(siehe 8). Allgemein wurde beobachtet, dass die Gleichförmigkeit
ebenso wie die Haftung des metallischen Radioisotops an dem Substrat
mit zunehmender Konzentration des auf das Substrat aufgetragenen
Radioisotops zunimmt.
-
Mit „Matrixlösung" ist die Lösung gemeint,
in die das Substrat gegeben wird, um ein außenstromloses Plattieren des
interessierenden Radioisotops auf das Substrat durchzuführen. Bevorzugt
umfasst die Matrixlösung
ein Salz oder eine Base, die für
das Lösen
des interessierenden Metallradioisotops, das auf das Substrat aufzutragen
ist, geeignet ist. Zum Beispiel kann bei Pd-103, das nicht als auf
irgendeine Weise beschränkend
angesehen werden sollte, die Matrixlösung NH
4OH
umfassen. Ein Stabilisierungsmittel, z.B., aber ohne Beschränkung, eine
Chelat-bildende Verbindung, kann ebenfalls zugesetzt werden, um
sicherzustellen, dass der gelöste
Stoff bei einer erforderlichen Konzentration in der Matrixlösung beibehalten
wird. Zum Beispiel kann EDTA oder EGTA für diesen Zweck verwendet werden.
Bevorzugt ist die Chelat-bildende Verbindung EDTA. Ein Elektrolyt
wird ebenfalls zu der Matrixlösung
gegeben, um den außenstromlosen
Plattierungsprozess anzutreiben. Derartige Elektrolyte sind in der
Technik bekannt (z.B.
U.S. 2,915,406 ).
Im Fall des Plattierens von Pd-103 ist der bevorzugte Elektrolyt
Hydrazinsulfat. Jedoch kann die Matrixlösung andere Bestandteile umfassen,
wie als notwendig erachtet.
-
Es
wird auch in Betracht gezogen, dass der pH der Lösung, die beim Impfschritt
des Verfahrens B verwendet wird, der Impflösung, so ausgewählt wird,
dass er den Wirkungsgrad des Impfprozesses erhöht. Ein Bereich von pH-Werten
kann verwendet werden. Zum Beispiel kann pH 2 bis 7 verwendet werden,
und er hängt
vom verwendeten Radioisotop ab. Ähnlich
wird auch der pH der Matrixlösung
des außenstromlosen
Plattierungsschritts des Verfahrens B so ausgewählt, dass er den Wirkungsgrad
des Beschichtungsverfahrens erhöht.
Ein Bereich von pH-Werten
kann verwendet werden, z.B. ohne Beschränkung ein Bereich von etwa
pH 7 bis 12, und er hängt
vom verwendeten Radioisotop ab.
-
Das
Substrat wird typisch 15 bis 30 Minuten in die Impflösung und
30 bis 90 Minuten in die Matrixlösung
eingetaucht. Jedoch können
diese Zeiten abhängig
vom Radioisotop und der Inkubationstemperatur variieren, um die
Ausbeute zu maximieren und das Auslaugen zu minimieren.
-
Es
wird im Verfahren B auch in Betracht gezogen, dass das Element,
das zum Impfen des Substrats verwendet wird, das gleiche wie das
im Beschichtungsschritt verwendete radioaktive Element sein kann
oder nicht.
-
Bevorzugt
ist das für
das Verfahren B verwendete Substrat metallisch, jedoch kann irgendein
Substrat verwendet werden, vorausgesetzt, dass es mit Elementen
geimpft werden kann, die eine Beschichtung mit dem interessierenden
Radioisotop gestatten. Metallische Substrate können, ohne jedoch darauf begrenzt
zu sein, Aluminium, Messing, Bronze, Zink, Titan, Platin, Tantal,
Palladium, Edelstahl, Zirconium, Nitinol, Silber einschließen. Es
sind auch Überzüge auf nicht-metallischen
Substraten, einschließlich
Kunststoffen, Silicon, Keramik, Emaille-beschichteten Substraten,
z.B. Emaille-beschichteten Glases, und Glases, erzeugt worden, Es
versteht sich, dass das Verfahren (B), wie hierin beschrieben, gegebenenfalls
in Abhängigkeit
vom Substrat, das für
das Beschichtungsverfahren ausgewählt worden ist, optimiert werden
muss, um eine für
medizinische Anwendungen geeignete Auslaugungsrate zu erzielen.
Jedoch kann man den allgemeinen Prinzipien, wie offenbart, folgen,
um metallische oder nicht-metallische Substrate zu erhalten, die
mit einem radioaktiven Isotop beschichtet sind.
-
Es
wurde beobachtet, dass die Ausbeute bei Verwendung des Verfahrens
B höher
ist, wenn die Temperatur der Lösung
im Impfschritt, der Impflösung,
und der Matrixlösung
nahe dem Siedepunkt von Wasser gehalten wird Obwohl eine Beschichtung
bei niedrigeren Temperaturen erzielt werden kann, beträgt der bevorzugte
Bereich sowohl für
den Impf- als auch für
den Beschichtungsschritt zwischen etwa 90 bis 95°C und am bevorzugtesten etwa
92 bis 95°C.
Bei diesen Temperaturen und gemäß dem nachstehend
umrissenen Verfahren überschreiten
die Ausbeuten routinemäßig 90%.
Weiter wurde bei den oben angegebenen Temperaturbereichen auch beobachtet,
dass die Auslaugungsrate sehr niedrig ist, z.B. niedriger als etwa
1%, und derartige beschichtete Substrate sind zur Verwendung als
medizinische Vorrichtungen annehmbar. Typisch ist die Auslaugungsrate
von Substraten, die unter Verwendung des Verfahrens B beschichtet
wurden, unter 0,1%. Es wurde beobachtet, dass der Auslaugungsgrad über 2% zunimmt
und kommerziell unannehmbar ist, wenn der Impfschritt und der Schritt
der außenstromlosen
Plattierung bei Temperaturen unter 90°C durchgeführt werden.
-
Typisch
beinhaltet das Verfahren B:
- 1) Präparieren
der Oberfläche
des Substrats, z.B. einer medizinischen Vorrichtung, vor Beginn
des Beschichtungsverfahrens. Der Zweck dieses Schrittes besteht
darin, durch Entfernen jeglicher Verunreinigungen den maximalen
Oberflächenbereich
des Substrats für
das Beschichtungsverfahren freizulegen. Jedes Verfahren zur Behandlung
des Reaktionsgefäßes oder
der medizinischen Vorrichtung kann in diesen Schritt eingeschlossen
werden, wobei eine Kompatibilität
zwischen dem Substrat und dem Reinigungsmaterial sichergestellt
wird. Diese Behandlung kann ein Entfetten und/oder Deoxidieren der
Oberfläche
des Substrats einschließen.
Geeignete Zusammensetzungen für
eine derartige Behandlung umfassen, ohne jedoch darauf beschränkt zu sein,
organische Lösungsmittel,
schwache Säuren
oder eine Kombination derselben. Idealerweise wird das ausgewählte Reinigungsmaterial
an das zu beschichtende Substrat angepasst und eine derartige Auswahl
ist dem Fachmann bekannt. Ohne beschränkt sein zu wollen, kann das organische
Lösungsmittel
Aceton und die Säure
eine milde organische Säure,
z.B. 0,1%-ige bis etwa 10%-ige Ascorbinsäure, bevorzugt etwa 0,5%-ige
bis etwa 5%-ige Ascorbinsäure
sein. Es wurde eine dramatische Verringerung der Auslaugungsrate
unter Verwendung eines Edelstahl-Substrats
beobachtet, das einer Aceton-Reinigung unterzogen worden war (Tabelle
4, Beispiel 3). Gegebenenfalls kann dieser Schritt das Einwirkenlassen
von Beschallung auf das Substrat bei einer Temperatur über Raumtemperatur
einschließen,
um die Entfernung von Verunreinigungen zu erleichtern, z.B. bei
etwa 30 bis etwa 50°C,
gefolgt von einem kurzen Spülen
in deionisiertem Wasser;
- (2) Impfen der Substratoberfläche, indem man das Substrat
bei einer erhöhten
Temperatur von etwa 90 bis etwa 98°C in eine schwach saure Lösung gibt,
z.B. in etwa 1%-ige bis etwa 10%-ige Ascorbinsäure. Bevorzugt handelt es sich
bei der Impflösung
um etwa 5%-ige Ascorbinsäure
und beträgt
die Temperatur etwa 95°C.
Das gewünschte
nicht-radioaktive Metall in saurer Lösung, z.B. Pd in etwa 0,1 bis
etwa 1 N HCl, bevorzugt 0,6 N HCl, wird in die Impflösung gegeben
und die Temperatur der Impflösung
wird beibehalten. Diese Impflösung
wird über
eine ausreichende Zeit, damit das Impfen stattfinden kann, beibehalten,
z.B., aber ohne Beschränkung,
5 bis etwa 30 Minuten, bevorzugter etwa 20 Minuten. Das Substrat
wird dann mit deionisiertem Wasser gespült und getrocknet;
- 3) das vorbeschichtete Substrat wird bei einer Temperatur unterhalb
der Umkristallisations- oder Erweichungstemperatur des Substrats,
z.B., aber ohne Beschränkung,
bei 100 bis etwa 600°C
wärmebehandelt. Bevorzugt
beträgt
die Wärmebehandlungstemperatur
etwa 350 bis etwa 450°C
und die Temperatur wird über
eine ausreichende Zeitspanne beihalten, um die Impfschicht mit dem
Substrat zu vernetzten, z.B., aber ohne Beschränkung, etwa 0,5 bis etwa 2
Stunden. Das vorbeschichtete Substrat wird gegebenenfalls in einer
Salzlösung,
z.B. NaCl, z.B. einer etwa 0,1%-igen bis etwa 5%-igen NaCl-Lösung, gewaschen
und über
eine Zeitspanne bei erhöhter
Temperatur, z.B. 1 bis 15 Minuten bei 25 bis etwa 75°C, mit Ultraschall behandelt;
- 4) nach einem kurzen Spülen
in deionisiertem Wasser wird das Substrat in eine Matrixlösung gegeben,
die z.B., aber ohne Beschränkung,
EDTA, Hydrazinsulfat und NH4OH umfasst,
und das interessierende Radioisotop wird in die Matrixlösung gegeben.
Die Matrixlösung
wird bei einer Temperatur und über
eine Zeitspanne erwärmt,
die ausreichen, um das radioaktive Isotop auf das Substrat zu treiben,
z.B. bei etwa 90 bis etwa 95°C
für etwa
10 bis etwa 90 Minuten. Das Substrat wird kurz in deionisiertem
Wasser gespült
und bei einer Temperatur unterhalb der Umkristallisations- oder
Erweichungstemperatur des Substrats, z.B., aber ohne Beschränkung, bei
100 bis etwa 600°C
wärmebehandelt.
Bevorzugt beträgt
die Wärmebehandlungstemperatur
etwa 350 bis etwa 450°C
und die Temperatur wird über
eine ausreichende Zeitspanne beibehalten, um die aufgetragene Schicht
mit dem Substrat zu vernetzen, z.B., aber ohne Beschränkung, etwa 0,5
bis etwa 3 Stunden;
- 5) Gegebenenfalls kann das Substrat gespült und vor der Wärmebehandlung
erneut in eine zweite Matrixlösung
eingetaucht werden. Die zweite Matrixlösung kann das gleiche oder
ein neues radioaktives Isotop umfassen und der außenstromlose
Plattierungsschritt wird wiederholt.
-
Es
wird in Betracht gezogen, dass die Schritte des Verfahrens dieser
Erfindung entweder manuell oder automatisiert durchgeführt werden
und einen Radioaktivitätsbereich
abdecken.
-
Nach
dem Wärmebehandlungsschritt
kann die Gleichförmigkeit
des Überzugs
auf dem Substrat überprüft werden.
Wenn z.B., was nicht als beschränkend
angesehen wird, das Substrat ein Stent ist, wird die radiale Gleichförmigkeit
(z.B. 8) sowie die axiale (longitudinale) Gleichförmigkeit
bestimmt (z.B. 9 und 10). Schwankungen
der radialen und axialen Gleichförmigkeit
betragen weniger als 20%, bevorzugt weniger als 15%, bevorzugter
weniger als 10% (siehe Tabellen 4 bis 8, Beispiel 3).
-
Substrate,
die durch das Verfahren B beschichtet wurden, werden bezüglich der
Haftung des Überzugs
auf der Oberfläche
des Substrats getestet. Für
derartige Auslaugungstests wird das Substrat in eine Kochsalzlösung gegeben,
z.B. eine 1–5%-ige
sterile Lösung,
und 15 Minuten bei 37°C
einer Ultraschallbehandlung unterzogen. Das Substrat wird entfernt
und die Aktivität
des ausgelaugten Produkts wird bestimmt.
-
Unter
Verwendung des obigen Verfahrens wurden beschichtete Substrate,
z.B. Stents, erzeugt, die zwischen etwa 1 bis etwa 10 mCi Pd-103
umfassten. Die Auslaugungsrate dieser Stents beträgt weniger
als 1% und typisch werden Stents routinemäßig mit Auslaugungsraten von
weniger als 0,5% und bevorzugt weniger als 0,2% erzeugt (siehe Beispiel
3, Tabellen 4 bis 8).
-
Weiter
können
Substrate, die sich bei der Verwendung verbiegen, beschichtet werden,
und die Konformation des Substrats kann mit einer minimalen oder
vernachlässigbaren
Zunahme der Auslaugungsrate geändert werden, z.B. bei der Expansion eines Stents.
Zum Beispiel sind, was nicht als beschränkend angesehen wird, expandierbare
Stents hergestellt worden und die Beibehaltung der aufgetragenen
Aktivität
und die Auslaugungsrate wurden vor und nach einer Stent-Expansion
bestimmt. In derartigen Untersuchungen beträgt die Beibehaltung an Aktivität nach Expansion
etwa 99,7% bis etwa 99,907% der gesamten Aktivität. Ähnlich sind die Auslaugungsraten
nach Expansion des Stents immer noch gut unterhalb von 2% Auslaugungsprodukt
und typisch unterhalb von 1% und bevorzugt unterhalb von 0,5% und
liegen im Bereich von etwa 0,093% bis etwa 0,4% (siehe Tabelle 9
in Beispiel 3).
-
Die
obige Beschreibung soll die beanspruchte Erfindung auf keinerlei
Weise beschränken,
weiter könnte
die erörterte
Kombination von Merkmalen für
die erfindungsgemäße Lösung nicht
absolut erforderlich sein.
-
Die
folgenden Beispiele sind, während
sie beispielhaft das Verfahren und die Herstellung von beschichteten
medizinischen Vorrichtungen angeben, nicht als Beschränkung des
Bereichs des Substrats, der Form oder der Nützlichkeit von Vorrichtungen,
die beschichtet werden könnten,
anzusehen. Beispiel 1 bezieht sich auf Substrate, die unter Verwendung
des Verfahrens A beschichtet werden, während Beispiel 2 sich auf Substrate
bezieht, die unter Verwendung des Verfahrens B beschichtet werden.
-
BEISPIEL 1 (nicht beansprucht)
-
Optimierung der Beschichtung
von Substraten mit Radioisotopen unter Verwendung von Ultraschallbehandlung
-
Reinigung des Stents:
-
Edelstahl-Stents
wurden unter Verwendung einer Citronensäure- und Natriumcitrat- oder
HNO3-Reinigungslösung präpariert.
-
Eintauchmatrix:
-
Die
gereinigten Stents wurden so in eine Eintauchmatrix in einem Fläschchen
gegeben, dass die Stents vollständig
eingetaucht waren, gefolgt von der Zugabe von Radioisotop. Die Eintauchlösung war
bei Y-90 entweder Ammoniak (etwa 0,01 bis 1 N NH4OH),
NaCl mit Natriumbicarbonat, Natriumcarbonat oder Kochsalzlösung (pH
8) bzw. bei P-32 Natriumnitrat oder Ammoniumnitrat (pH 6–8) und
Ethanol (10%-ig) oder Kochsalzlösung
(1%-ig), wobei das Radioisotop in saurer Form vorlag (entweder HCl
bei Y-90 oder H3PO4 bei P-32).
-
Ultraschallbehandlung:
-
Die
beladenen Fläschchen
wurden in einen Ultraschalltank bei etwa 40–80°C gegeben und bis zu 3 Stunden
einer abgestimmten Vibrationskavitation unterzogen. Zum Vergleich
wurden Stents auch einer wärmeinduzierten
Verdampfung anstelle von Ultraschallbehandlung unterzogen. Bei dieser
Behandlung wurden Stents über
eine Zeitspanne, bis sie trocken waren, auf eine Heizplatte (etwa
200°C) gegeben.
-
Wärmebehandlung:
-
Die
Eintauchmatrix wurde dekantiert und gegebenenfalls wurden die Stents
gespült,
getrocknet, in ein neues Fläschchen
gegeben und wärmebehandelt.
Die Wärmebehandlungstemperaturen
lagen im Bereich von 300 bis 420°C
und die Wärmebehandlungszeiten
lagen im Bereich von 30 min bis 1 Stunde. Das Fläschchen, das den Stent enthielt,
wurde entfernt und abkühlen
gelassen.
-
Waschen:
-
Kochsalzlösung (1%-ig)
wurde in das Fläschchen
gegeben, und das Fläschchen
wurde 15 min bei 50°C
in einen Ultraschalltank gegeben. Das Protokoll beinhaltete typisch
einen Waschschritt, gefolgt von 3 Auslaugungsschritten, wie nachstehend
ausgeführt.
-
Auslaugung:
-
Kochsalzlösung wurde
in das Fläschchen
gegeben und das Fläschchen
wurde in einen Ultraschalltank gegeben. Die Ultraschallbehandlungen
dauerten 15 min bei 37°C.
Diese Behandlung wurde typisch dreimal wiederholt. Aliquoten der
Auslaugungslösung
wurden unter Verwendung einer Flüssigszintillations-Messvorrichtung
bezüglich
Radioisotopen-Kontamination getestet (siehe 5 und 6A, 6B).
-
Gleichförmigkeit:
-
Die
Gleichförmigkeit
des Radioüberzugs
des Substrats kann unter Verwendung jedes geeigneten Detektors detektiert
werden. Für
die Zwecke der folgenden Beispiele wurde ein Bioscan Flow-Count-Radiochromatographie-Nachweissystem
verwendet, das so modifiziert war, dass genaue radiale und longitudinale
Abtastungen von radioaktiv beschichteten Stents erhalten werden
konnten. Der Detektor umfasst im Wesentlichen eine Vielfalt von
Szintillationskristallen. Für
die radiale Gleichförmigkeit
wird der Detektor an der Außenseite
einer Abschirmvorrichtung (20) montiert, die radial beabstandete
Schlitze enthält
(10; siehe 7), und der Stent wird zentral
(30) in dieser Vorrichtung angeordnet. Wenn sich die Abschirmvorrichtung
dreht, werden alle radioaktiven Emissionen, die aus der Abschirmvorrichtung
durch die Schlitze entweichen, von dem Detektor mit starrer Position
registriert (8). Ähnlich wird die longitudinale
Gleichförmigkeit
durch Anordnen des beschichteten Stents innerhalb einer Abschirmvorrichtung
analysiert, welche einen longitudinalen Schlitz enthält, so dass
die radioaktiven Emissionen entlang der Länge des Stents bestimmt werden
können
(9). Bei Stents, die durch das Verfahren dieser
Erfindung, einschließlich
abgestimmter Vibrationskavitation, beschichtet wurden, bei dem die
Ausbeute an Radioisotop etwa 40–60%
beträgt,
ist der Überzug
sowohl longitudinal als auch radial gleichförmig (8, 9 und 10A). Wenn eine höhere Radioisotopkonzentration
zu der Eintauchmatrix gegeben wird und/oder bei kürzerer Einwirkung
der abgestimmten Vibrationskavitation wird eine Abweichung von der
Gleichförmigkeit
beobachtet (siehe 10B und C). Obwohl
diese Schwankungen der Überzugsgleichförmigkeit
beobachtet werden, können
verschiedene Anwendungen von Stents, die derartige modifizierte Überzüge tragen,
nützlich
sein, wenn höhere
Emissionen an einem oder beiden Enden des Stents gewünscht werden.
-
A) Y-90
-
Auswirkung von Ultraschall-,
Erwärmung-bis-zur-Trockne-
oder Rückflussbehandlung
-
Edelstahl-Stents
wurden 1 Stunde in 1 N NH4OH/10%-igem EtOH,
das trägerfreies
Y-90 enthielt, einer Ultraschall- oder Rückflussbehandlung oder keinem
von beiden, sondern einem Erwärmen
bis zur Trockne nach einstündigem
Einwirken der gleichen Eintauchmatrix unterzogen. Nach dieser Einwirkung
wurden alle Stents bei 380°C
wärmebehandelt.
Die Stents, die der Ultraschallbehandlung unterzogen wurden, zeigten
eine 40%-ige Ausbeute, während
die Ausbeute des refluxierten Stents 30% betrug, und der Stent,
der mit dem Schritt der Verdampfung behandelt wurde, schwankte von
10–30%.
Die Stents, die mit Ultraschall behandelt worden waren, zeigten
eine viel größere Gleichförmigkeit
ihres Radioisotop-Überzugs
im Vergleich zu Stents, die durch Erwärmung bis zur Verdampfung beladen
wurden. Weiter wird angemerkt, dass die Auslaugungsrate von mit
Ultraschall behandelten Stents 10-mal niedriger ist als jene von
denjenigen, die refluxiert oder bis zur Verdampfung erwärmt worden
waren.
-
Auswirkung
der Wärmebehandlung
-
Vorgereinigte
Edelstahl-Stents wurden 25 min in eine wässrige Form (NH4OH)
von trägerfreiem
Y-90 in einem geringen Volumen auf einer beheizten Oberfläche (Eintauchmatrix
50–60°C) eingetaucht.
Die resultierenden markierten Stents wurden dann mit Wasser gespült, in einem
Glasfläschchen
getrocknet und 1 Stunde bei 350°C
in einem Ofen wärmebehandelt.
Nach einer Anzahl von wiederholten Waschschritten (erwärmte Kochsalzlösung und
Ultraschall, wie oben definiert) wurden die Stents getrocknet. Die
Ergebnisse sind in 5 dargestellt.
-
Auswirkung
der Ultraschallbehandlung
-
Vorgereinigte
Edelstahl-Stents wurden 25 min in Anwesenheit oder Abwesenheit von
Ultraschallbehandlung in eine wässrige
Form von Y-90 (Ammonium) in einem geringen Volumen auf einer beheizten
Oberfläche
(Eintauchmatrix 50 bis 60°C)
eingetaucht. Der Stent, der keiner Ultraschallbehandlung unterzogen
worden war, wurde über
einer Heizplatte (200°C)
getrocknet. Die resultierenden markierten Stents wurden dann mit
Wasser gespült,
in einem Glasfläschchen
getrocknet und 1 Stunde bei 350°C
in einem Ofen wärmebehandelt.
Nach einer Anzahl von wiederholten Waschschritten (Kochsalzlösung/Wärme/Ultraschall,
wie oben definiert) wurden die Stents getrocknet. Die Ergebnisse
sind in 6A dargestellt.
-
Stents,
die dem Schritt der Ultraschallbehandlung unterzogen worden waren,
zeigten bis zu 170 μCi fixiertes
Isotop mit ±10%
longitudinaler oder radialer Gleichförmigkeit.
-
B) P-32
-
Auswirkung
der Reinigungslösung
-
Edelstahl-Stents
wurden entweder unter Verwendung von Salpeter- oder Citronensäure gereinigt
und 1 Stunde bei 50°C
in einer Ammoniumnitrat-Eintauchlösung, die
trägerfreies
P-32 enthielt, einer Ultraschallbehandlung unterzogen. Stents, die
mit Citronensäure
gereinigt waren, hatten eine 15%-ige Ausbeute zum Ergebnis, während jene,
die mit Salpetersäure
gereinigt waren, eine 40%-ige Ausbeute zeigten.
-
Ein
weiterer Satz von Experimenten wurde mit Edelstahl-Stents durchgeführt, die
mit Citronensäure gereinigt
und entweder mit Ultraschall behandelt oder 1 Stunde mit Ammoniumnitrat-Eintauchmatrix
in Anwesenheit von trägerfreiem
P-32 behandelt, dann 1 Stunde bei 380°C wärmebehandelt wurden. In jedem
Fall betrug die Ausbeute 5%.
-
Dies
zeigt an, dass die Reinigungslösung
eine Auswirkung auf die Wechselwirkung zwischen dem Radioisotop
und dem Substrat aufweisen kann. Für die weitere Analyse wurden
die Stents mit Salpetersäure
gereinigt.
-
Auswirkung von Ultraschall-,
Erwärmung-bis-Verdampfungs-
oder Rückflussbehandlung
auf die Ausbeute:
-
Stents
wurden unter Verwendung von Salpetersäure gereinigt und 1 Stunde
bei 70°C
einer Ammoniumnitrat-Eintauchmatrix (0,05 g Ammoniumnitrat auf 0,5
g H2O) und trägerfreiem P-32 in Anwesenheit
oder Abwesenheit von Ultraschalleinwirkung ausgesetzt. Stents, die
nicht einer Ultraschallbehandlung unterzogen wurden, wurden entweder
1 Stunde refluxiert oder 1 Stunde bei 70°C eingetaucht, bevor sie über einer
Heizplatte (200°C)
getrocknet wurden. Alle Stents wurden bei 350°C wärmebehandelt.
-
Die
Stents, die refluxiert wurden oder bis zur Verdampfung erwärmt wurden,
hatten eine 10%-ige Ausbeute zum Ergebnis, während jene, die einer Ultraschallbehandlung
unterzogen wurden, eine 20%-ige Ausbeute zum Ergebnis hatten. Weiter
war die Gleichförmigkeit
der Stents, die mit Ultraschall behandelt worden waren, viel größer als
jener, die erwärmt
worden waren. Deshalb erhöht,
wenn alle anderen Parameter konstant gehalten werden, eine Ultraschallbehandlung
signifikant die Ausbeute und Gleichförmigkeit des beschichteten
Substrats.
-
Auswirkung von Ultraschallbehandlung
gegenüber
Erwärmung
bis zum Verdampfen auf die Isotopen-Auslaugung:
-
Vorgereinigte
Stents wurden in einer wässrigen
Form von P-32 (trägerfrei)
in einer Eintauchmatrix geringen Volumens (0,5–1,5 ml), die Ammoniumnitrat
enthielt, eingetaucht und entweder 25 min bei 60–65°C einer Ultraschallvibration
unterzogen oder bei der gleichen Temperatur über die gleiche Zeitspanne
in der Eintauchmatrix belassen. Die Stents, die keiner Ultraschallbehandlung
unterzogen worden waren, wurden auf eine beheizte Oberfläche (etwa
200°C) gegeben
und zur Trockne eingedampft. Die resultierenden P-32-markierten
Stents wurden dann mit Wasser (2 ml) gespült und in einem Ofen wärmebehandelt
(1 Stunde bei 350–380°C). Nach
einer Anzahl von wiederholten Waschschritten wurde der Stent getrocknet.
Die Auslaugungsrate für
diese Stents ist in 6B dargestellt.
-
Ein
weiterer Satz von Experimenten wurde durchgeführt, bei dem man die Auswirkung
der Länge
der Ultraschallbehandlung auf die Ausbeute überprüfte, wobei die Stents entweder
1 oder 2 Stunden mit einer Ultraschallbehandlung in Ammoniumnitrat
behandelt und 1 Stunde bei 380°C
wärmebehandelt
wurden. Die Stents, die 1 Stunde der Behandlung unterzogen worden
waren, zeigten eine 30%-ige Ausbeute, während sie nach 2 Stunden eine
50%-ige Ausbeute zeigten. In beiden Fällen war die Gleichförmigkeit ±8%. Deshalb
hat die Einwirkung einer Ultraschallbehandlung gleichförmige Radioisotop-Überzüge zum Ergebnis
und längere Behandlungen
haben höhere
Ausbeuten zum Ergebnis.
-
Auswirkung der Wärmebehandlung:
-
Edelstahl-Stents
wurden 25 min bei 50–60°C einer Ultraschallbehandlung
in einer Ammoniumnitrat-Eintauchlösung ausgesetzt und durch das
Verfahren der Erfindung behandelt, außer dass einige Stents nicht
1 Stunde bei 350°C
wärmebehandelt
wurden. Die Stents, die wärmebehandelt
wurden, setzten 2,1 und 0,34% des Radioisotops im ersten und zweiten
Waschschritt frei, während
Stents, die nicht wärmebehandelt wurden,
9,5 bzw. 0,76% freisetzten.
-
In
Tabelle 2 sind Ergebnisse von mehreren Ansätzen der Beschichtung von Edelstahl-Stents
mit P-32 unter Verwendung des obigen Verfahrens angegeben, welches
sowohl eine Ultraschallbehandlung als auch eine Wärmebehandlung
beinhaltete. Die Beschichtung von Nitinol-Stents mit P-32 ist in
Tabelle 3 wiedergegeben. Tabelle
2: P-32 beschichtete Edelstahl-Stents*)
- *) Keine Tabelle 1 in diesem
Dokument
-
Tabelle
3: P-32 beschichtete Nitinol-Stents
-
C) Ag-110
-
Edelstahl-Stents
wurden gereinigt und 10 min bei 50°C in 0,1%-igem NaHCO3, das Ag-110 (hergestellt über Neutronenbeschuss
eines Silber-Targets, d.h. nicht trägerfrei) enthielt, einer Ultraschallbehandlung
unterzogen. Stents, die auf diese Weise beschichtet wurden, zeigten
eine 10%-ige Ausbeute.
-
BEISPIEL 2
-
Beschichtung
von Substrat mit einem Radioisotop unter Verwendung von außenstromloser
Plattierung
-
Reinigung.
-
Die
Stents wurden 3 bis 5 Minuten unter Bewegen in Aceton eingetaucht,
gespült
und in 1,0%-ige Ascorbinsäure-Lösung gegeben
und 5 Minuten bei 50°C
(im Ultraschallbad) beschallt. Die Stents wurden dann in deionisiertem
H2O gespült.
-
Behandlung.
-
Die
Stents wurden 15 Minuten in 2 ml 5%-ige Ascorbinsäure-Lösung bei
90 bis 95°C
eingetaucht.
-
Impfung.
-
Nicht-radioaktives
Pd, 10 μl
einer Lösung
von 2 mg/ml Pd in 0,6 N HCl, wurde in die erwärmte Ascorbinsäure-Impflösung gegeben
und die Lösung
wurde 20 Minuten bei 90 bis 95°C
gehalten. Eine Schwingschüttler
wurde verwendet, um die Stents in der Impflösung zu bewegen. Die Stents
wurden dann mit deionisiertem H2O gespült, an Luft
getrocknet und 1,5 Stunden bei 410°C wärmebehandelt. Die Stents wurden
dann in einer 0,9%-igen NaCl-Lösung
gewaschen und 5 Minuten bei 50°C
einer Ultraschallbehandlung unterzogen. Die Stents wurden dann mit
deionisiertem H2O gespült und an Luft getrocknet.
-
Beschichtung.
-
Die
Stents wurden in eine Matrixlösung
gegeben, die 0,075 mg/ml EDTA, 3,75 mg/ml Hydrazinsulfat, 0,75 g/ml
hochreines NH4OH umfasste. Zu dieser Matrixlösung wird
eine Amin-Form (NH4OH) von Pd-103 bis zur
gewünschten
Aktivität
gegeben. Die Matrixlösung
wird 50 Minuten bei 90–95°C erwärmt. Während dieses Schritts
werden Aliquoten von NH4OH zugesetzt, um
sicherzustellen, dass das Volumen der Matrixlösung beim Erwärmen konstant
bleibt. Die Stents werden in deionisiertem Wasser gespült und an
Luft getrocknet. Die Ausbeute wird aus der Aktivität in der
Matrixlösung
und jener berechnet, die auf den Stent aufgetragen wurde.
-
Wärmebehandlung.
-
Die
Stents wurden 2 Stunden bei 410°C
wärmebehandelt.
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Auslaugungstests:
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Stents
wurden in ein Fläschchen
gegeben, das Kochsalzlösung
umfasste, und 15 min bei 37°C
einer Ultraschallbehandlung unterzogen. Aliquoten des Auslaugungsprodukts
wurden unter Verwendung einer Flüssigszintillations-Messvorrichtung
bezüglich
der Radioisotop-Konzentration getestet.
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Gleichförmigkeit:
-
Die
Gleichförmigkeit
wird bestimmt, wie es in Beispiel 1 angegeben ist.
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Auswirkung
einer Aceton-Reinigung
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Edelstahl-Stents
wurden für
eine Beschichtung unter Verwendung von Pd-103 wie oben beschrieben präpariert,
jedoch wurde die Auswirkung von Aceton beim Reinigungsschritt auf
die Auslaugungsprodukt-Erzeugung von beschichteten Stents überprüft. Bei
dieser Analyse wurden die Stents entweder in Anwesenheit oder Abwesenheit
von Aceton gereinigt und dann in 1,0%-ige Ascorbinsäure-Lösung gegeben und 5 Minuten bei
50°C (im
Ultraschallbad) beschallt, in deionisiertem H2O
gespült
und weiterverarbeitet, wie es oben angegeben ist. Die Ergebnisse
eines derartigen Experiments sind in Tabelle 4 dargestellt.
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Tabelle
4: Auswirkung einer Acetonreinigung auf die Auslaugung – jede Spalte
stellt einzelne Produktionsansätze
für Pd-103-beschichtete
Edelstahl-Stents
dar
-
Auf
der Grundlage dieser Analyse wurde eine durchschnittliche Auslaugungsprodukt-Erzeugung
von 2,8% bei Stents beobachtet, die nicht mit Aceton gereinigt wurden.
Mit Acetonreinigung fiel die Auslaugungsrate auf durchschnittlich
0,08. Deshalb wurden bei jeglicher weiterer Arbeit Edelstahl-Stents
unter Verwendung von Aceton gereinigt.
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Pd-103
-
Gemäß dem obigen
Verfahren wurden Stents erzeugt, die 1 bis 10 mCi Pd-103 umfassten
und zur Verwendung bei medizinischen Anwendungen geeignet sind (siehe
Tabellen 5–9).
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Expandieren
des Stents
-
Expandierbare
Stents werden präpariert,
wie oben angegeben, und die Auslaugungsrate wurde nach dem Wärmebehandlungsschritt
bestimmt. Der Stent wird expandiert, indem man ihn über einen
Ballon-Katheter gibt und den Ballon aufbläst. Der Stent wird entfernt
und wieder bezüglich
Auslaugung überprüft. Das
Ergebnis dieser Experimente (siehe Tabelle 10) demonstriert, dass
Stents beschichtet und in einem biologischen System expandiert werden
können
und medizinisch annehmbare Auslaugungsraten zeigen.
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Tabelle
10: Auswirkung der Expansion des Stents auf die Auslaugungsproduktion
-
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Mit Indium-111 beschichtete
Stents
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Um
zu bestimmen, ob In-111 auf ein Substrat aufgetragen werden könnte, wurden
Edelstahl-Stents wie folgt präpariert:
- • Stents
werden in 1 N HNO3 gereinigt;
- • In-111
(Chlorid in 0,05 N HCl) wird für
die Beschichtung verwendet;
- • die
Matrixlösung
umfasste 0,1%-iges NaClO3 und 1%-iges NaCl
(kein Impfschritt);
- • Stents
werden in die Matrixlösung
eingetaucht und 10 min bei 50°C
beschallt;
- • Stents
werden 1 Stunden bei 350°C
wärmebehandelt
und bei 50°C
gewaschen;
- • der
Auslaugungstest beinhaltete drei Waschschritte bei 37°C.
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Unter
diesen nicht-optimierten Bedingungen wurden Auslaugungsraten von
0,18, 0,09 und 0,05% nach der ersten, zweiten und dritten Auslaugung
beobachtet. Deshalb können
Substrate mit In-111 beschichtet werden und erzeugen geringe Auslaugungsmengen.
Weiter wird bei einer Optimierung des Protokolls eine noch geringere
Erzeugung von Auslaugungsprodukt erwartet. Eine derartige Optimierung
könnte
eine Acetonreinigung, einen Impfschritt, eine Beschichtung bei höheren Temperaturen,
z.B. etwa 80 bis etwa 95°C,
und eine Wärmebehandlung
bei höheren
Temperaturen, z.B. von etwa 410°C
für etwa
2 Stunden, beinhalten, wie für
das Pd-103-Beschichtungsprotokoll definiert.
-
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