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DE60123680T2 - Rollenstand - Google Patents

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Publication number
DE60123680T2
DE60123680T2 DE60123680T DE60123680T DE60123680T2 DE 60123680 T2 DE60123680 T2 DE 60123680T2 DE 60123680 T DE60123680 T DE 60123680T DE 60123680 T DE60123680 T DE 60123680T DE 60123680 T2 DE60123680 T2 DE 60123680T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
roll
holding arm
roller frame
roller
unit
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE60123680T
Other languages
English (en)
Other versions
DE60123680D1 (de
Inventor
Hans Högberg
Stefan Bäck
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Megtec Systems Amal AB
Original Assignee
Megtec Systems Amal AB
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Megtec Systems Amal AB filed Critical Megtec Systems Amal AB
Publication of DE60123680D1 publication Critical patent/DE60123680D1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE60123680T2 publication Critical patent/DE60123680T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H19/00Changing the web roll
    • B65H19/10Changing the web roll in unwinding mechanisms or in connection with unwinding operations
    • B65H19/12Lifting, transporting, or inserting the web roll; Removing empty core
    • B65H19/126Lifting, transporting, or inserting the web roll; Removing empty core with both-ends supporting arrangements

Landscapes

  • Replacement Of Web Rolls (AREA)
  • Unwinding Webs (AREA)
  • Registering, Tensioning, Guiding Webs, And Rollers Therefor (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • TECHNISCHES GEBIET
  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Rollengestell zum kontinuierlichen Abrollen von mehreren Rollen von aufgespultem bahnartigem Material, die im Rollengestell nacheinander aufeinanderfolgend abgerollt werden, und welche Rollen angeordnet sind, um durch Rollenwechseln von einer fast leer gemachten Rolle zu einer neuen vollen Rolle in dem Rollengestell gewechselt zu werden, welches Rollengestell umfasst: ein Maschinengestell mit zwei Giebelseiten, die entfernt voneinander angeordnet sind, einen horizontal angeordneten Nabenbalken, der an den Giebelseiten drehbar gelagert ist und um welchen Nabenbalken die Rollen angeordnet sind, um zwischen einer Einlassseite, zu der neue volle Rollen geliefert werden, und einer Auslassseite, von der das bahnartige Material abgerollt wird, geschwenkt zu werden, mindestens zwei Rollenhalter, die am Nabenbalken angeordnet sind, um jede Rolle zu handhaben, und welche Rollenhalter jeweils zwei Rollenhaltearme umfassen, die seitwärts linear verlagerbar entlang einer oder mehreren, axial entlang dem Nabenbalken und starr montierten Führungsbahnen montiert sind, und von welchen Rollenhaltearmen jeder mit einer Greifeinrichtung zur Ergreifung einer Rolle versehen ist (US-A-4 586 673).
  • PROBLEMDARSTELLUNG UND HINTERGRUND DER ERFINDUNG
  • Bei Rollengestellen, die hierin auch als Rollenwechselvorrichtungen bezeichnet werden, wird ein kontinuierliches Abrollen einer früher aufgespulten Bahn von z.B. Zeitungspapier, Karton usw. zu einem gewissen Typ von Weiterverarbeitungsmaschine zur Behandlung der Bahn, z.B. einer Druckmaschine zur Erzeugung von Drucksachen, Magazinen usw. oder z.B. einer Falzmaschine oder Schneidemaschine zur Erzeugung von mannigfaltigen anderen Papierprodukten, vorgenommen. Rollengestelle des oben spezifizierten Typs sind in verschiedenen Konstruktionen bekannt. Es ist typisch, dass auch die konkurrierenden Alternativen im Allgemeinen mit denselben technischen Eigenschaften und Vermögen konstruiert sind. Folglich ist der Preis eine wichtige und zunehmende Größe für den Verbraucher.
  • Es besteht deshalb ein Wunsch, ein Rollengestell, das die wesentlichsten Eigenschaften umfasst, die für die bekannten Rollengestelle der Gegenwart verlangt werden, aber für wesentlich geringere Produktionskosten pro erzeugter Einheit herzustellen.
  • Alle Rollengestelle zum kontinuierlichen Abrollen einer Bahn umfassen immer mindestens zwei Rollenhalter, einen für mindestens eine Rolle von fraglichem bahnartigem Material. Z.B. bestehen die Rollenhalter aus zwei oder mehreren Paaren von Rollenhaltearmen, die an einer wechselseitigen schwenkenden Achse im Rollengestell und um dieselbe angeordnet sind. Die Materialrollen können natürlich aus anderen Materialien als Papier bestehen, z.B. Kunststoff oder Folie, aber sie bestehen jedoch normalerweise aus Papierrollen, von denen eine laufende Papierbahn ohne Bruch zur augenblicklichen Weiterverarbeitungsmaschine nachfolgend abgerollt wird. Dies wird durch Spleißen der Rolle, die verbraucht wird, an eine neue Ersatzrolle durch einen sogenannten "fliegenden Spleiß" ausgeführt, welche Ersatzrolle in einem der anderen Paare von Rollenhaltearmen in Bereitschaft gehalten wird. Die Ausdrucksweise "fliegender Spleiß" impliziert, dass das Spleißen normalerweise ohne Verringern der Bahnzufuhrgeschwindigkeit durchgeführt wird, oder mindestens, dass sie während des tatsächlichen Verbindens im Wesentlichen beibehalten wird. Dadurch wird es erzielt, dass kein unerwünschter Bruch der augenblicklichen Produktion von z.B. Drucksachen, Magazinen usw. auftritt. Es versteht sich, dass es äußerst wichtig ist, dass die zwei unterschiedlichen Bahnen mit einer großen Präzision aneinander gespleißt werden, insbesondere, da die Bahnen schon mit Druck zur Produktion von unterschiedlichen Drucksachen versehen sein können und oben auf diesem ersten Druck ein anderer und zusätzlicher zweiter Druck an genauen Stellen aufzubringen ist, z.B. in Zusammenhang mit Schreiben von Adressen auf deshalb angeordneten Adressenetiketten auf Drucksachen.
  • Eine der oben erwähnten wesentlichen Eigenschaften, die ein gutarbeitendes Rollengestell handhaben können muss, besteht darin, dass die Rollenhaltearme des Rollengestells vier unterschiedliche Typen von Einstellungen auf eine einfache und effektive Weise ausführen können müssen, und zwar gleichzeitig, so dass die Präzision noch für alle diese Einstellungen sehr genau wird.
  • Diese sind zum ersten eine Rollenhalterpositionierung, d.h. die wechselseitige Einstellung der lateralen Position von jedem Rollenhaltepaar, die entlang dem Nabenbalken des Rollengestells ausgeführt werden muss, d.h. dem mittigen Nabenbalken, um den die erste Rolle, die während eines Abrollens drehbar gehalten wird, die oder diejenigen zweite(n), dritte(n) usw. Rolle oder Rollen, die zum Bahnspleißen vorgesehen sind, geschwenkt werden, wobei jedes Paar als eine Einheit betrachtet werden muss. Wenn die Rollen dieselbe Breite aufweisen, ist die Position normalerweise dieselbe für sämtliche Armpaare. (In dieser Beschreibung wird die oben erwähnte Einheit als "Rollenhalter" bezeichnet.)
  • Zweitens eine Rollenbreiteneinstellung, d.h. die Einstellung der relativen Positionen der Rollenhaltearme zur Größe des augenblicklichen Rollentyps, der vorübergehend im Rollengestell zu handhaben ist, z.B. abhängig davon, ob die Rolle aus einer halben Rolle oder einer vollen Rolle besteht.
  • Drittens die Einspannbewegung, die ausgeführt wird, um eine Greifeinrichtung an jedem Rollenhaltearm in jedem Paar von Rollenhaltearmen in einem alternierenden Modus in Zusammenhang mit jedem Rollenwechseln zwischen einer leer gemachten Rolle zu einer neuen vollen Rolle aus der Hülse der Rolle freigesetzt zu bekommen und danach wieder in dieselbe einsetzen zu lassen, und die normalerweise während eines in Gang befindlichen Abrollens bei einem anderen Paar von Rollenhaltearmen durchgeführt wird.
  • Und schließlich eine vierte und verhältnismäßig maßvolle Bewegung für eine Präzisionseinstellung der lateralen Position einer Rolle in Bezug zu einer anderen Rolle zusammen mit Bahnspleißen und/oder für eine genaue Positionierung der Materialbahn zu einer gewünschten Bahnrichtung während des gegenwärtigen Abrollens.
  • BEKANNTE TECHNIK
  • Entsprechend herkömmlicher Technik werden mindestens zwei separate motorisch angetriebene Einheiten verwendet, um die zwei ersten Bewegungen und die zwei nachfolgenden zu erzielen. Die Rollenhalterpositionierung und die Einstellung der Spulenbreite werden mittels einer ersten separaten Antriebseinheit ausgeführt, die eine Bewegung der Rollenhaltearme in jedem Paar von Rollenhaltearmen entlang dem Nabenbalken ermöglicht, sowohl zusammen als eine Einheit in Zusammenhang mit der Rollenhalterpositionierung als auch alleine in Zusammenhang mit der Einstellung der Spulenbreite, während eine zusätzliche Antriebseinheit eine Bewegung von jedem Spannfutter für die Einspannbewegung in Zusammenhang mit dem Rollenwechseln und für die präzise Einstellbewegung beim Rollenwechseln und/oder während des augenblicklichen Betriebs liefert. Dies ist eine sehr kostspielige und komplizierte Lösung, die außerdem gewisse Steuerungs-Konstruktions-Probleme mit sich bringt, da zwei Bewegungen übereinandergelagert werden müssen. Deshalb wird eine fortschrittliche Steuereinheit benötigt, die z.B. eine Recheneinheit umfasst.
  • Durch die Entwicklung des Rollengestells, das teilweise im Schriftstück WO 99/46518 beschrieben ist, kam zum ersten Mal ein Rollengestell auf den Markt heraus, bei dem sämtliche oben erwähnten Bewegungen (1-4) von einer und derselben Motor-/Antriebseinheit gehandhabt werden, die an jedem Paar von Rollenhaltearmen angeordnet ist. Dieses Rollengestell ist konstruiert, um die größte denkbare Flexibilität zu ermöglichen, so dass nahezu alle Arten von unterschiedlichen Rollengrößen angetrieben werden können, ohne dass sie an einigen wenigen vorgegebenen Positionen für jeden Rollenhaltearm arretiert werden. Dies hat sich als eine sehr geschätzte Lösung erwiesen, aber sie ist unter anderem wegen der Tatsache sehr kostspielig, dass die Maschine eine sehr kostspielige analoge Einstellvorrichtung mit einer hohen Auflösung (AIHU) und eine verbesserte und kostspielige Einstellvorrichtung in der Form einer sehr langen hochpräzisen Kugelrollspindel (HPKS) erfordert.
  • ZIEL DER ERFINDUNG UND IHRE CHARAKTERISTIKEN
  • Das Ziel bei der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Rollengestell zu erzielen, das die wesentlichsten Eigenschaften, die ein gutfunktionierendes Rollengestell handhaben können sollte, aber zu möglichst niedrigen Kosten aufrechterhält, z.B. die wesentlichsten Vorteile entsprechend den Prinzipien, die für das Rollengestell angegeben sind, das in der WO 99/46518 erwähnt ist, aber ohne die kostspieligen "AIHU" und "HPKS" des Rollengestells.
  • Das Rollengestell gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Rollengestell auch umfasst: eine Positionieranordnung zur Einstellung der Position von jedem Rollenhalter lateral entlang dem Nabenbalken und zur wechselseitigen Einstellung von jedem der Rollenhaltearme in jedem solchen Rollenhalter nach der Breite der augenblicklichen Rolle im Rollenhalter, eine Einstellvorrichtung an jedem Rollenhaltearm zum Freisetzen der Greifeinrichtungen von einer leer gemachten Rolle und dann zum Wiedergreifen einer neuen vollen Rolle in Zusammenhang mit einem Rollenwechseln und zur lateralen Präzisionseinstellung der Position von einer Rolle in Bezug zu einer anderen Rolle und/oder zum Positionieren der Materialbahn zu einer gewünschten Bahnrichtung während des gegenwärtigen Abrollens.
  • Entsprechend zusätzlichen Aspekten für Rollengestelle gemäß der Erfindung meldet sie an:
    dass die Positionieranordnung umfasst: eine lineare Führungseinheit, die für eine verlagerbare Zusammenwirkung entlang einer oder mehreren der Führungsbahnen an jedem Rollenhaltearm angeordnet ist, eine Arretiereinheit für eine lösbare und feste Arretierung des Rollenhaltearms an einer gewünschten Position entlang den Führungsbahnen und eine Bezugsvorrichtung zur Anzeige davon, dass die gewünschten Positionen erreicht worden sind,
    dass die lineare Führungseinheit Lagerbacken umfasst, die an der Stirnfläche des Rollenhaltearms in Richtung auf den Nabenbalken fest montiert sind und durch welche Lagerbacken der Rollenhaltearm entlang mindestens einer von den Führungsbahnen verlagerbar ist, die entlang dem Nabenbalken fest montiert sind,
    dass die Arretiereinheit entlang einer von den Führungsbahnen linear gelagert ist und dass sie umfasst: einen federbelasteten Arretiermechanismus mit Arretierelementen, der zwischen einem ersten aktiven Modus, in dem die Führungsbahn gegriffen ist, und einem zweiten deaktivierten Modus, in dem die Arretierelemente von der Führungsbahn gelöst sind, bewegbar angeordnet ist, und eine Vorrichtung zum Lösen des Eingriffs des Arretierelements von der Führungsbahn vor und während einer Verlagerung des fraglichen Rollenhaltearms,
    dass die Vorrichtung aus einer pneumatischen oder hydraulischen Vorrichtung zusammengesetzt ist, umfassend einen Verbindungsnippel zur Zufuhr von Druckfluid zum Lösen des Eingriffs des Arretierelements mit der Führungsbahn vor und während einer Verlagerung des fraglichen Rollenhaltearms,
    dass die Vorrichtung aus einer mechanischen oder elektromagnetischen Vorrichtung zur Befreiung des Arretierelements von der Führungsbahn vor und während einer Verlagerung des fraglichen Rollenhaltearms zusammengesetzt ist,
    dass die Bezugsvorrichtung eine Skaleneinheit, die entlang dem Nabenbalken starr montiert ist, und einen Zeiger, der in Bezug zur Skaleneinheit bewegbar ist und der den Bewegungen des Rollenhaltearms oder der Arretiereinheit folgt, umfasst,
    dass die Einstellvorrichtung an jedem Rollenhaltearm eine Antriebseinheit zum Bewegen des Rollenhaltearms nach seinem Arretieren mittels der Arretiereinheit an der Führungsbahn umfasst, welche Antriebseinheit einen Motor umfasst, der angeordnet ist, um eine Kugelrollspindel zu betätigen, die in einem Lagerträger drehbar angeordnet ist und welcher Lagerträger am Rollenhaltearm an dessen Stirnfläche starr montiert ist, welche Kugelrollspindel sich entlang und parallel der Führungsbahn zur Zusammenwirkung mit einer Kugelmutter erstreckt, die an der Arretiereinheit angebracht ist, um die Bewegungen des Rollenhaltearms zwischen zwei Endpositionen zu erzielen,
    dass die Einstellvorrichtung eine Sensoreinheit umfasst, um zu detektieren, ob sich die Greifeinrichtung mit der Rolle im Eingriff befindet oder aus ihr ausgekoppelt ist, und welche Sensoreinheit einen oder mehrere Sensoren, z.B. Induktionssensoren oder Fotozellen, umfasst, die die Arretiereinheit erfassen,
    dass ein Motor an jedem Rollenhaltearm angeordnet ist, um die Rolle vom Stillstand zu derselben peripheren Geschwindigkeit wie die augenblickliche Bahngeschwindigkeit der Materialbahn anzutreiben, die abgerollt wird,
    dass eine Bremsvorrichtung von einem herkömmlichen Typ mindestens an einem Rollenhaltearm angeordnet ist, um die Bahnspannung und Geschwindigkeit der Bahn, die abgerollt wird, einzustellen
    dass das Rollengestell mehr als zwei Rollenhalter umfasst, die am Nabenbalken in einem vorzugsweise gegenseitigen Abstand montiert sind, der durch die Anzahl von verbundenen Rollenhaltern um den Nabenbalken bestimmt ist.
  • EINIGE VORTEILE DER ERFINDUNG
  • Indem man nicht die lange, moderne und teuere Hochpräzisionskugelrollspindel (HPKS) zum Bewegen der Rollenhaltearme zwischen unterschiedlichen Positionen entlang dem Nabenbalken in Zusammenhang mit der oben beschriebenen Rollenhalterpositionierung und Rollenbreiteneinstellung verwendet und indem man stattdessen einen einfachen Arretiermechanismus verwendet, den die Maschinenbedienperson zusammen mit jeglichen Bewegungen löst und dann wieder arretiert, wenn die richtigen Positionen erreicht worden sind, kann die Bewegung, wenn es so erwünscht ist, leicht von Hand ausgeführt werden, da die Rollenhaltearme entlang linearer Führungen gelagert sind, was zu einem sehr kleinen Widerstand führt.
  • Die Tatsache, dass jedes Spannfutter in Bezug zum Rollenhaltearm fest angebracht ist, an dem es angeordnet ist, d.h., die Tatsache, dass stattdessen die Rollenhaltearme in Bezug zueinander bei Einspannbewegungen entlang dem Nabenbalken transportiert werden, bildet im Vergleich mit herkömmlicher Technik, bei der das Spannfutter demgemäß auf eine bewegbare Weise in Bezug zum Rollenhaltearm angeordnet ist, in Anbetracht der Kosten ein vorteilhaftes Konstruktionsprinzip. Zusammen mit präzisen Einstellbewegungen während eines Betriebs werden die ganzen Arme folglich desgleichen transportiert.
  • LISTE VON FIGUREN
  • Die Erfindung wird mit Bezug auf die angefügten Figuren im Folgenden genauer beschrieben.
  • 1A ist eine schematische Vorderansicht von Teilen eines Rollengestells gemäß der vorliegenden Erfindung, welches Rollengestell vier Rollenhaltearme umfasst, die in Paaren angeordnet sind, um eine Rolle von bahnartigem Material in jedem Paar zu handhaben, und welche Rollenhaltearme linear verlagerbar, in Paaren ebenso wie alleine, lateral entlang einem Nabenbalken montiert sind und um welchen die Materialrollen angeordnet sind, um geschwenkt zu werden.
  • 1B ist eine schematische Seitenansicht von Teilen des Rollengestells entsprechend 1A.
  • 2 ist eine schematische Vorderansicht des Rollengestells entsprechend 1A in einem größeren Maßstab, in dem die vier Rollenhaltearme deutlicher dargestellt sind.
  • 3 stellt schematisch in einem größeren Maßstab einen Querschnitt von Teilen von einem der Rollenhaltearme entsprechend 1A in Zusammenhang mit der Anordnung von diesem am Nabenbalken dar.
  • 4 stellt schematisch eine Endansicht von Teilen des Rollenhaltearms entsprechend 3 dar.
  • AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER KONSTRUKTION
  • Mit Bezug auf 1A, 1B und 2 sind Teile eines Rollengestells 1 gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung schematisch in Vorderansicht, Seitenansicht und in einem größeren Maßstab dargestellt, welches Rollengestell 1 ein Maschinengestell 2 mit zwei Giebelseiten 3, 4 umfasst, die entfernt von einander angeordnet sind und mittels mehrerer Querträger 5 miteinander als Einheit ausgebildet sind. Das Maschinengestell 2 umfasst weiter eine Einlassseite 6 und eine Auslassseite 7. Neue Rollen 8, die mit bahnartigem Material gefüllt sind, vorzugsweise Papierrollen, die zum Abrollen in dem Rollengestell 1 vorgesehen sind, werden zur Einlassseite 6 geliefert. Folglich bildet die Auslassseite 7 die Seite des Rollengestells 1, von der das bahnartige Material zum Transport zu einer oder mehreren folgenden Maschinen abgerollt wird, die zur weiteren Weiterverarbeitung des Bahnmaterials vorgesehen sind, nicht dargestellt. Z.B. besteht eine solche typische Weiterverarbeitungsmaschine aus einer Ratationsdruckmaschine, die Papier in bahnartiger Form verwendet und die von einer Papierrolle nach der anderen in einem kontinuierlichen Rollenwechseln von einer nahezu leer gemachten Rolle 8' zu einer neuen vollen Rolle 8 auf eine Weise kontinuierlich abgespult wird, die genauer unten beschrieben ist.
  • Das Rollengestell 1 umfasst einen horizontal angeordneten Rollenhaltearmbalken 9, der als eine schwenkbare Achse zwischen den Giebelseiten 3, 4 an der Einlassseite 6 des Rollengestells 1 gelagert ist. Folglich bildet der Rollenhaltearmbalken 9, der unten als Nabenbalken 9 bezeichnet ist, die Nabe, um die die Rollen 8 angeordnet sind, um zwischen einer augenblicklichen Montageposition oder Zusammenbauzwischenraum an der Einlassseite 6 für die neue volle Rolle 8 zu einer zweiten augenblicklichen Abrollposition/-zwischenraum für dieselbe Rolle 8 an der Auslassseite 7 geschwenkt zu werden.
  • In der Ausführungsform, die speziell in den Figuren dargestellt ist, umfasst das Rollengestell 1 zwei Rollenhalter 10, 10', die auf entgegengesetzten Seiten des Nabenbalkens 9 angeordnet sind, jeder zum Handhaben einer Rolle 8, 8' von bahnartigem Material. Jeder Rollenhalter 10, 10' umfasst zwei langgestreckte Rollenhaltearme 11, die in der lateralen Richtung entlang einer oder mehrerer Führungsbahnen 12, in diesem Fall zweier paralleler Schienen 12, die axial entlang dem Nabenbalken 9 fest montiert sind, linear verlagerbar, paarweise ebenso wie alleine, montiert sind.
  • Mit paarweise wird hier gemeint, dass die zwei Paare von Rollenhaltearmen 11 zusammen mit einer gegriffenen Rolle als eine Einheit und mit dem relativen Abstand zwischen den Rollenhaltearmen 11 linear verlagerbar angeordnet sind, der erforderlich ist, um den Rollenhalter 10 zu erzeugen, und welcher Abstand durch die augenblicklich gehandhabte Rolle 8 bestimmt ist. Mit alleine wird hier gemeint, dass die Rollenhaltearme 11 entlang den Führungsbahnen 12 des Nabenbalkens 9 zur Breiteneinstellung der Rolle voneinander unabhängig linear verlagerbar angeordnet sind.
  • In anderen aber nicht dargestellten Ausführungsformen des Rollengestells gemäß der Erfindung kann dieses natürlich mehr Rollenhalter als für nur zwei Rollen, z.B. drei oder vier Rollenhalter, umfassen, die dann auf dieselbe Weise am Naben balken angeordnet sind, aber in einem relativen vorzugsweise demselben Abstand zwischen den Rollenhaltern, welcher Abstand dann durch die Anzahl von verbundenen Rollenhaltern um den Nabenbalken bestimmt ist.
  • Jeder Rollenhaltearm 10 erstreckt sich in einem im Wesentlichen rechten Winkel aus dem Nabenbalken 9 und umfasst eine Greifeinrichtung 13 für eine Rolle 8 an seinem äußeren freien Endteil. Die Greifeinrichtung 13 ist mittels einer drehbaren Achse 14 am Rollenhaltearm 10 gelagert. In der dargestellten Ausführungsform sind die Greifeinrichtungen 13 als Spannfutter 13 konstruiert, die in die Enden von Kernen 15 eingreifen sollen, auf welchen Kernen die Materialrollen 8 aufgerollt sind. Folglich werden die Rollen 8 zwischen den respektiven Rollenhaltearmen 10 und auf den Spannfuttern 13 drehbar gehalten. Auf jedem Rollenhaltearm 10 befindet sich ein Motor 16, der zum Betrieb der Rolle 8 vom Stillstand zu derselben peripheren Geschwindigkeit wie die augenblickliche Bahngeschwindigkeit der Materialbahn angeordnet ist, die abgerollt wird. Der Motor 16 kann auch, wenn es so gewünscht wird, zum fortgesetzten Antrieb bis zum nächsten Rollenwechseln verwendet werden. Weiter ist eine Bremsvorrichtung 17 von einem herkömmlichen Typ an jedem Rollenhaltearm 10 zur Einstellung der Bahnspannung und Geschwindigkeit der Bahn angeordnet, die abgerollt wird, welche Bremsvorrichtung 17 an der Achse 14 aber am entgegengesetzten Ende der Achse 14 in Bezug zur Greifeinrichtung 13 angeordnet ist.
  • Das Rollengestell 1 weist auch eine Antriebsanordnung 18 auf, um den Nabenbalken 9 um die oder hin und her zwischen der Montageposition/-zwischenraum für die neue Rolle 8 zur Abrollposition/-zwischenraum für dieselbe Rolle 8 beim Rollenwechseln zu schwenken oder zu bewegen. Das Rollengestell 1 umfasst auch andere Anordnungen, wie Pendelwalzen 19, zum Steuern und Einstellen der Bahnspannung in der Papierbahn, Führungs- und Steuereinrichtungen und Sensoren zum Führen und Steuern der zugeordneten Kraftmaschinen, Bremsen, der Anzahl von Umdrehungen der Papierrollen, der Bahnspannung usw. (nicht dargestellt), welche Anordnungen jedoch hier nicht genauer beschrieben werden.
  • Weiter umfasst das Rollengestell 1, siehe die 3 und 4, eine Positionieranordnung 20 zur Positionierung des Rollenhalters, d.h. der Einstellung der Position des Paars von Rollenhaltearmen 10 entlang dem Nabenbalken 9, und zur Einstellung der Rollenbreite, d.h. der relativen Einstellung der Rollenhaltearme 11 nach der gegenwärtigen Rollenbreite, und eine motorisch angetriebene Einstellvorrichtung 21 zur Ausführung von Einspannbewegungen und feineren Einstellbewegungen.
  • Die Positionieranordnung 20 für jeden Rollenhaltearm 11 umfasst eine lineare Führungseinheit 22, die bewegbare Teile aufweist, die vier verlagerbare Lagerbacken 23 umfassen und von denen zwei in 3 dargestellt sind, die jedoch alle in ihrem eigenen Eckenbereich 24 auf der Stirnfläche 25 des Rollenhaltearms in Richtung auf den Nabenbalken 9 mittels einer Lagerbackenanbringung 26 für jeden von ihnen für eine paarweise Zusammenwirkung entlang einer der Führungsbahnen 12 fest montiert sind, die entlang dem Nabenbalken 9 fest angebracht sind, eine Arretiereinheit 27 zum lösbaren aber festen Arretieren des Rollenhaltearms 11 an einer gewünschten Position entlang den Führungsbahnen 12 und eine Bezugsvorrichtung 28 zur Anzeige, dass die gewünschte Position erreicht worden ist. Die vier wechselseitig parallelen Führungsbahnen 12 sind an entgegengesetzten Seiten des Nabenbalkens 9 vorzugsweise entlang der ganzen Erstreckung des Nabenbalkens 9 in Paaren angeordnet.
  • Die Arretiereinheit 27 umfasst einen Montageteil 29, der entlang einer der Führungsbahnen 12 mittels einer Lagerbacke 30 linear gelagert ist, einen Dreharm 31, der von dem Montageteil 29 vorspringend angeordnet ist, einen federbelasteten Arretiermechanismus, der nicht genauer dargestellt ist, mit Arretierelementen 33, die auf jeder Seite der augenblicklichen Führungsbahn 12 zwischen einer ersten aktiven Position, die um die Führungsbahnen 12 mittels der Federbelastung greift, und einer zweiten gelösten deaktivierten Position bewegbar angeordnet sind, und eine Vorrichtung 49 zur Freisetzung des Eingriffs der Arretierelemente 33 von der Führungsbahn 12 vor und während einer Verlagerung des augenblicklichen Rollenhaltearms 11. Die Vorrichtung 49 kann aus einer mechanischen oder elektromagnetischen Vorrichtung, nicht dargestellt, oder vorzugsweise aus einer hydraulischen oder pneumatischen Vorrichtung bestehen, die einen Verbindungsnippel 34, siehe 4, zur Zufuhr von Druckfluid zur Lösung der Arretierelemente 33 von der Führungsbahn 12 vor und während einer Verlagerung des augenblicklichen Rollenhaltearms 11 seitwärts entlang den Führungsbahnen 12 zur Bereitstellung der Rollenhalterpositionierung und/oder der Einstellung der echten Breite umfasst.
  • Die Bezugsvorrichtung 28 umfasst eine Skaleneinheit 35, die entlang dem Nabenbalken 9 fest montiert ist, und einen Zeiger 36, der in Bezug zur Skaleneinheit 35 bewegbar ist und der dem Rollenhaltearm 11 oder der Arretiereinheit 27 in Zusammenhang mit ihrer Verlagerung folgt, und der an der Außenseite des Rollenhaltearms 11 geeignet angeordnet ist, so dass er für die Bedienperson sichtbar ist.
  • Die motorisch angetriebene Einstellvorrichtung 21 zur Ausführung der Einspannbewegungen und der Feineinstellbewegungen jedes Rollenhaltearms 11 umfasst eine Antriebseinheit 37 zum Bewegen des Rollenhaltearms 11, nachdem dieser mit der Hilfe der Arretiereinheit 27 an der Führungsbahn 12 an einer gewünschten Position entlang dem Nabenbalken 9 arretiert ist, die mittels des Zeigers 36 und der Skaleneinheit 35 angezeigt wird. Die Antriebseinheit 37 ist angeordnet, um den Rollenhaltearm 11 zwischen zwei Endpositionen 38, 39 entlang dem Nabenbalken 9 einen solchen Abstand hin und her zu bewegen, der von der Länge einer Kugelrollspindel 40 bestimmt ist (genauer unten beschrieben), dass die Greifeinrichtung 13 ganz in den Kern 15 der Spule 8 an der ersten Endposition 38 eingesetzt und vom Kern 15 an der entgegengesetzten zweiten Endposition 39 vollständig gelöst ist, und welcher Abstand eine Bewegung von ungefähr ±150 mm für jeden Rollenhaltearm 11 bildet. Die Antriebseinheit 37 umfasst einen Motor 41, der angeordnet ist, um die Kugelrollspindel 40 mittels eines Schneckengetriebes 42 zu betreiben. Die Kugelrollspindel 40 ist mittels einer Drehaufhängung 43 in einem Lagerträger 44 schwenkbar angeordnet, der an einer Seite der Stirnfläche 25 des Rollenhaltearms 11 starr montiert ist, und welche Kugelrollspindel 40 sich parallel entlang der Führungsbahn 12 in Richtung auf die entgegengesetzte Seite erstreckt. Die Kugelrollspindel 40 wirkt mit einer Kugelmutter 45 zusammen, die in einem Dreharm 31 angebracht ist, der zur Arretiereinheit 27 gehört, um die Bewegung des Rollenhaltearms 11 zwischen den zwei Endpositionen 38, 39 zu erzielen. Ein Anschlag 46 ist am freien Ende der Kugelrollspindel 40 zum Arretieren der Bewegung des Dreharms 31 entlang der Kugelrollspindel 40 in der Richtung von dem Lagerträger 44 montiert.
  • Die Einstellvorrichtung 21 umfasst auch eine Sensoreinheit 47 zur Detektion davon, ob sich die Greifeinrichtung 13 in Eingriff mit dem Kern 15 der Hülse 8 befindet oder daraus ausgekoppelt ist, welche Sensoreinheit 47 einen oder mehrere Sensoren 48 umfasst, z.B. Induktionssensoren oder Fotozellen, die die Arretiereinheit 27, z.B. die Anwesenheit oder die Abwesenheit des Dreharms 31 der Arretiereinheit 27, erfassen.
  • BESCHREIBUNG DER FUNKTION
  • Die Funktion und die Verwendung des Rollengestells 1 gemäß der Erfindung sind wie folgt.
  • Vor dem Start des kontinuierlichen Abrollens, das das Rollengestell handhaben soll, muss das Rollengestell 1 mit mindestens einer ersten Rolle 8 mit aufgespultem bahnartigem Material geladen werden und von welcher ersten Rolle 8 das anfängliche Abrollen begonnen wird.
  • Diese erste Rolle 8 wird durch eine geeignete Vorrichtung oder Fahrzeug, die nicht dargestellt sind, bis zum Rollengestell 1 transportiert, wonach ein erstes Paar von Rollenhaltearmen 10 durch den Antriebsmotor 18 zu einer Position in der Nähe des Kerns 15 der Rolle 8 geschwenkt wird, welche Position zum Greifen der Rolle 8 richtig ist. Diese richtige Position wird entweder zusammen mit einem Transportieren einer ersten Rolle 8 von einer neuen Größe zum Rollengestell 1 oder, wenn die neue Rollenbreite bekannt ist, mittels der Bezugsvorrichtung 28 auf eine genauer unten beschriebene Weise eingestellt. Die Bedienperson verbindet eine Leitung mit dem Verbindungsnippel 34 der Arretiereinheit 27, der an einem der Rollenhaltearme 11 angeordnet ist, und indem sie so vorgeht, führt sie ein geeignetes Druckfluid zu dem federbelasteten Arretiermechanismus in der Arretiereinheit 27 zu. Durch die Wirkung des zugeführten pneumatischen oder hydraulischen Drucks wird die Federkraft des Arretiermechanismus aufgehoben, wodurch die zwei Arretierelemente 33 auf jeder Seite der Führungsbahn 12 aus ihrem Friktionseingriff mit der Führungsbahn 12 freigesetzt werden. Der gegenwärtige Rollenhaltearm 11 kann nun entlang dem Nabenbalken 9 zu einer Position entweder benachbart zur augenblicklichen Seite der Rolle 8 oder zu einer Position verlagert werden, die durch die Bezugsvorrichtung 28 angezeigt wird. An der richtigen Position wird die Druckleitung entfernt, wonach der federbelastete Mechanismus die Arretierelemente 33 dazu bringt, einen Friktionseingriff mit der Führungsbahn 12 zu liefern. Danach wird dasselbe für den entgegengesetzten Rollenhaltearm 11 in dem augenblicklichen Paar von Rollenhaltearmen 10 noch einmal ausgeführt, wonach eine Positionierung eines Rollenhalters und eine Rollenbreiteneinstellung folglich für den ersten Rollenhalter 10 erzielt worden sind. Dann werden auch die anderen Rollenhaltearme 11 auf eine entsprechende Weise zu ihren vergleichbaren Positionen bewegt. Da jeder Rollenhaltearm 11 mit seinem eigenen Zeiger 36 angeordnet ist, der in Bezug zur Skaleneinheit 35 identisch angeordnet ist, ist es einfach, die entgegengesetzt platzierten Rollenhaltearme 11 einschließlich der Rollenhaltearme 11 in sämtlichen anderen Paaren von Rollenhaltearmen 10' bei einer genauen Position durch Vergleichen mit dem Zeiger 36 des ersten Rollenhaltearms 11, der voreingestellt wurde, einzustellen.
  • Diese stufenlos regelbaren Konfigurationen sowohl lateral entlang dem Nabenbalken 9 zu variablen Rollenhalterpositionen als auch zu separaten relativen Abständen zwischen den Rollenhaltearmen 11 für diese Rollenhalterpositionen können einfach manuell vorgenommen werden, während die linearen Lager 22 der Rollenhaltearme 11, die die zwei Führungsbahnen 12 und die Lagerbacken 23 umfassen, die in Paaren angeordnet sind und die entlang dieser Führungsbahnen 12 verlagerbar sind, nur einen sehr kleinen Friktionswiderstand aufweisen.
  • Nach einer beendeten Rollenhalterpositionierung und einer Rollenbreiteneinstellung aktiviert die Bedienperson nun die motorisch angetriebene Einstellvorrichtung 21, um ein sicheres Greifen der gegenwärtigen Rolle 8 zu erzielen, was bedeutet, dass jede Einstellvorrichtung 21 an beiden Rollenhaltearmen 11 über ihre Kugelrollspindeln 40 die Rollenhaltearme 11 einwärts, d.h. in Richtung aufeinander zu, bewegt, so dass eine Einwärts-Einspannbewegung erzielt wird.
  • Dadurch wird jede Kugelrollspindel 40 mittels des mitgeführten Schneckengetriebemotors 41 durch das Schneckengetriebe 42 in eine Verlagerungsbewegung aktiviert, die den ganzen Rollenhaltearm 11 verlagert, was durch die Tatsache erreicht wird, dass die Arretierelemente 33 den Montageteil 29 der Arretiereinheit 27 in der eingestellten Position an der Führungsbahn 12 festhalten, so dass die Kugelrollspindel 40 den Lagerträger 44 der Arretiereinheit 27 mittels der Kugelmutter 45 enger an sich zieht, die im Dreharm 31 fest angebracht ist. Die Tatsache, dass eine richtige Greifposition erzielt worden ist, wird durch die Sensoreinheit 47 jeder Einstellvorrichtung 21 mittels einer Erfassung der Anwesenheit des Dreharms 31 durch seine Sensoren 48 detektiert. Auf eine vergleichbare Weise erfasst dieselbe Sensoreinheit 47 in Zusammenhang mit dem Lösen von einer leer gemachten Rolle 8' die Abwesenheit des Dreharms 31, was anzeigt, dass beide Greifeinrichtungen 13 des Rollenhalters 10 losgemacht worden sind, warum eine neue volle Rolle 8 wieder gegriffen werden kann.
  • Dann kann das Rollengestell 1, während seine Rollenhaltearme 11 auf die beschriebene Weise positioniert sind, in Betrieb gesetzt werden, wobei eine Rolle 8 nach der anderen von der Montageposition oder dem Zusammenbauzwischenraum an der Einlassseite 6 zu der anderen Abrollposition/-zwischenraum für dieselbe Rolle 8 an der Auslassseite 7 geschwenkt wird, wo die Rollen 8 dann aufeinanderfolged abgerollt werden, indem die leer gemachten Rollen 8' der Reihe nach zu den vollen Rollen 8 mittels des Rollenwechselns im Rollengestell 1 umgewechselt werden.
  • ALTERNATIVE AUSFÜHRUNGSFORMEN
  • Die Erfindung ist nicht auf die speziell beschriebene und dargestellte Ausführungsform beschränkt; im Gegenteil kann sie innerhalb des Rahmens der Ansprüche auf unterschiedliche Weisen variiert werden. Z.B. ist es ersichtlich, dass gemäß der Ausführungsform des Rollengestells 1, das in den Figuren dargestellt ist, die Positionieranordnung 20, die vorzugsweise von Hand manövriert wird, auch mittels einer oder mehrerer herkömmlicher Antriebseinrichtungen verlagerbar gebildet werden kann, die speziell dafür vorgesehen sind, die aber nicht dargestellt sind. Eine solche herkömmliche Antriebsanordnung kann z.B. aus einer pneumatisch oder hydraulisch betätigten Zylindervorrichtung oder einer motorisch angetriebenen mechanischen Vorrichtung von einem beliebigen geeignetem Typ bestehen, der angeordnet ist, um den Rollenhalter 10, 10' und die Rollenhaltearme 11 entlang den linearen Führungen 22, 12 zu einer Position entlang dem Nabenbalken 9 zu bewegen, die von der Bedienperson bestimmt ist, und/oder zu einer Position, die durch die Bezugsvorrichtung 28 angezeigt ist. Was hier über die herkömmliche Antriebseinrichtung angegeben ist, kann auch für die motorisch angetriebene Einstellvorrichtung zulässig sein, die dann auch so konstruiert sein kann, dass sie in einem elektromagnetischen Modus funktioniert, der jedoch nicht dargestellt ist.
  • Das oben erwähnte Druckfluid für den Arretiermechanismus ist vorzugsweise pneumatisch, aber auch ein Hydraulikfluid liegt innerhalb des Erfindungsgedankens.
  • Die Sensoreinheit 47 kann auch so angeordnet sein, dass mehr Positionen der Arretiereinheit 27 als bloß die Anwesenheit oder Abwesenheit detektiert werden, wobei die ausgeführte laterale Präzisionseinstellung dann durch die Hilfe der Bezugsvorrichtung 28 auf mehrere Weisen angezeigt sein kann.
  • Es versteht sich, dass die Anzahl, die Größe, das Material und die Form der Elemente und Einzelheiten, die mit dem Rollengestell 1 verbunden sind, an die Rollen angepasst sind, die das Rollengestell handhaben soll.
  • Rollengestell.
    Figure 00190001

Claims (11)

  1. Rollengestell (1) zum kontinuierlichen Abrollen von mehreren Rollen (8, 8') von aufgespultem bahnartigem Material, die im Rollengestell nacheinander aufeinanderfolgend abgerollt werden, und welche Rollen (8, 8') angeordnet sind, um durch Rollenwechseln von einer fast leer gemachten Rolle (8') zu einer neuen vollen Rolle (8) in dem Rollengestell (1) gewechselt zu werden, welches Rollengestell (1) umfasst: ein Maschinengestell (2) mit zwei Giebelseiten (3, 4), die entfernt voneinander angeordnet sind, einen horizontal angeordneten Nabenbalken (9), der an den Giebelseiten (3, 4) drehbar gelagert ist und um welchen Nabenbalken (9) die Rollen (8) angeordnet sind, um zwischen einer Einlassseite (6), zu der neue volle Rollen (8) geliefert werden, und einer Auslassseite (7), von der das bahnartige Material abgerollt wird, geschwenkt zu werden, mindestens zwei Rollenhalter (10, 10'), die am Nabenbalken (9) angeordnet sind, um jede Rolle (8, 8') zu handhaben, und welche Rollenhalter (10, 10') jeweils zwei Rollenhaltearme (11) umfassen, die seitwärts linear verlagerbar entlang einer oder mehreren, axial entlang dem Nabenbalken (9) und starr montierten Führungsbahnen (12) montiert sind, und von welchen Rollenhaltearmen (11) jeder mit einer Greifeinrichtung (13) zur Ergreifung einer Rolle (8) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Rollengestell (1) auch eine Positionieranordnung (20) umfasst, um eine manuelle Einstellung der Position jedes Rollenhalters (10, 10') seitwärts entlang dem Nabenbalken (9) zu ermöglichen und um eine manuelle wechselseitige Einstellung jedes der Rollenhaltearme (11) in jedem solchen Rollenhalter (10, 10') nach der Breite der augenblicklichen Rolle im Rollenhalter (10, 10') zu ermöglichen, wobei die Positionieranordnung (20) umfasst: eine lineare Führungseinheit (22), die für eine Verlagerungszusammenwirkung entlang einer oder mehrerer der Führungsbahnen (12) an jedem Rollenhaltearm (11) angeordnet ist, eine Arretiereinheit (27) für eine lösbare und feste Arretierung des Rollenhaltearms (11) an einer gewünschten Position entlang der Führungsbahnen (12) und eine Bezugsvorrichtung (28) zum Anzeigen, dass die gewünschte Position erreicht worden ist, und zusätzlich zur manuellen Positionieranordnung (20) zur Einstellung jedes Rollenhaltearms (11) eine Einstellvorrichtung (21) an jedem Rollenhaltearm (11) zum Lösen der Greifeinrichtungen (13) von einer leer gemachten Rolle (8') und dann zum Wiedergreifen einer neuen vollen Rolle (8) in Verbindung mit einem Rollenwechseln und für eine seitliche Präzisionseinstellung der Position von einer Rolle (8, 8') in Bezug zu einer anderen Rolle (8, 8') und/oder für eine Positionierung der Materialbahn zu einer gewünschten Bahnrichtung während des gegenwärtigen Abrollens, wobei die Einstellvorrichtung (21) eine Antriebseinheit (37) zum Bewegen des Rollenhaltearms (11) nach seinem Arretieren mittels der Arretiereinheit (27) an der Führungsbahn (12) umfasst.
  2. Rollengestell (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die lineare Führungseinheit (22) Lagerbacken (23) umfasst, die an der Stirnfläche (25) des Rollenhaltearms in Richtung auf den Nabenbalken (9) fest montiert sind und durch welche Lagerbacken (23) der Rollenhaltearm (11) entlang mindestens einer von den Führungsbahnen (12) verlagerbar ist, die entlang dem Nabenbalken (9) fest montiert sind.
  3. Rollengestell (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretiereinheit (27) entlang einer von den Führungsbahnen (12) linear gelagert ist und dass sie umfasst: einen federbelasteten Arretiermechanismus mit Arretierelementen (33), der zwischen einem ersten aktiven Modus, in dem die Führungsbahn (12) gegriffen ist, und einem zweiten deaktivierten Modus, in dem die Arretierelemente (33) von der Führungsbahn (12) gelöst sind, bewegbar angeordnet ist, und eine Vorrichtung (49) zum Lösen des Eingriffs des Arretierelements (33) von der Führungsbahn (12) vor und während einer Verlagerung des fraglichen Rollenhaltearms (11).
  4. Rollengestell (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (49) aus einer pneumatischen oder hydraulischen Vorrichtung zusammengesetzt ist, umfassend einen Verbindungsnippel (34) zur Zufuhr von Druckfluid zum Lösen des Eingriffs des Arretierelements (33) mit der Führungsbahn (12) vor und während einer Verlagerung des fraglichen Rollenhaltearms (11).
  5. Rollengestell (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (49) aus einer mechanischen oder elektromagnetischen Vorrichtung zur Befreiung des Arretierelements (33) von der Führungsbahn (12) vor und während einer Verlagerung des fraglichen Rollenhaltearms (11) zusammengesetzt ist.
  6. Rollengestell (1) nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass die Bezugsvorrichtung (28) eine Skaleneinheit (35), die entlang dem Nabenbalken (9) starr montiert ist, und einen Zeiger (36), der in Bezug zur Skaleneinheit (35) bewegbar ist und der den Bewegungen des Rollenhaltearms (11) oder der Arretiereinheit (27) folgt, umfasst.
  7. Rollengestell (1) nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheit (37) einen Motor (41) umfasst, der angeordnet ist, um eine Kugelrollspindel (40) zu betätigen, die in einem Lagerträger (44) drehbar angeordnet ist und welcher Lagerträger (44) am Rollenhaltearm (11) an dessen Stirnfläche (25) starr montiert ist, welche Kugelrollspindel (40) sich parallel entlang der Führungsbahn (12) zur Zusammenwirkung mit einer Kugelmutter (45) erstreckt, die an der Arretiereinheit angebracht ist, um die Bewegungen des Rollenhaltearms (11) zwischen zwei Endpositionen (38, 39) zu erzielen.
  8. Rollengestell (1) nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellvorrichtung (21) eine Sensoreinheit (47) umfasst, um zu detektieren, ob sich die Greifeinrichtung (13) mit der Rolle (8) in Eingriff befindet oder aus ihr ausgekoppelt ist, und welche Sensoreinheit (47) einen oder mehrere Sensoren (48), z.B. Induktionssensoren oder Fotozellen, umfasst, die die Arretiereinheit (27) erfassen.
  9. Rollengestell (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Motor (16) an jedem Rollenhaltearm (10) angeordnet ist, um die Rolle (8) vom Stillstand zu derselben peripheren Geschwindigkeit wie die augenblickliche Bahngeschwindigkeit der Materialbahn anzutreiben, die abgerollt wird.
  10. Rollengestell (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Bremsvorrichtung (17) eines herkömmlichen Typs mindestens an einem Rollenhaltearm (10) angeordnet ist, um die Bahnspannung und Geschwindigkeit der Bahn, die abgerollt wird, einzustellen.
  11. Rollengestell (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rollengestell (1) mehr als zwei Rollenhalter (10) umfasst, die am Nabenbalken (9) in einem vorzugsweise gegenseitigen Abstand montiert sind, der durch die Anzahl von verbundenen Rollenhaltern (10) um den Nabenbalken (9) bestimmt ist.
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