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Technisches Gebiet
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von
elektronischen Komponenten mit Source, Drain und Gate, die selbstjustiert
sind. Die erfindungsgemäßen Komponenten
können
Transistoren mit einem isolierten Gate, wie z.B. MOS-Transistoren
(Metalloxid-Halbleiter-Transistoren), oder auch elektronische Speicher
mit Doppel-Gate, d.h. einem Steuer-Gate und einem offenen Gate,
sein.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
betrifft insbesondere die Herstellung dieser Komponenten auf einem
massiven Silicium-Substrat oder auf einem Dünnschicht-Substrat, wie z.B.
einem Substrat vom SOI-Typ (Silicium-auf-Isolator-Typ).
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Die
Erfindung ist auf zahlreichen Gebieten der Mikroelektronik anwendbar,
die reichen von der Leistungs-Kommutation bis zu Hyperfrequenz-Schaltungen, nicht
zu vergessen die Speicher- bzw. Resonanz-Schaltungen bzw. -Stromkreise.
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Stand der
Technik
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Verfahren
zur Herstellung von Transistoren, bei denen Selbstjustierungs-Methoden
angewendet werden, sind bereits bekannt, beispielsweise aus den Dokumenten
(1) und (2), die am Ende der vorliegenden Beschreibung aufgezählt sind.
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Das
Dokument (1) betrifft insbesondere die Herstellung eines MIS-Transistors (Metal-Isolator-Halbleiter-Transistors).
Es beschreibt ein Verfahren, bei dem ein Schein-Gate zum Fixieren
des Standorts und der Dimensionen eines endgültigen Gates, das später gebildet
wird, verwendet wird. Das endgültige
Gate besteht vorzugsweise aus einem Material mit einem niedrigen
spezi fischen elektrischen Widerstand, beispielsweise aus einem Metall, um
auf diese Weise den Widerstand des Gates zu verringern und die Grenzfrequenz
des Transistors zu erhöhen.
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In
dem Dokument (2) ist ein Verfahren beschrieben, das eine Silicidierung
der Source- und Drain-Regionen vorschlägt, um auf diese Weise auch die
Eingangswiderstände
der Source und des Drain herabzusetzen. Das in dem Dokument (2)
beschriebene Verfahren bleibt jedoch verhältnismäßig komplex.
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Beschreibung der Erfindung
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Ziel
der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung
von Komponenten vorzuschlagen, das sich von denjenigen der oben
genannten Dokumente unterscheidet und das die noch weitere Herabsetzung
der Gate-, Source- und Drain-Widerstände erlaubt.
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Ein
weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, ein Verfahren vorzuschlagen,
dessen Durchführung vereinfacht
ist.
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Noch
ein weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, ein solches Verfahren
vorzuschlagen, das eine stärkere
Miniaturisierung der Komponenten und damit eine weitergehende Integration
der Schaltungen (Stromkreise) erlaubt.
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Ziel
der Erfindung ist es schließlich,
in Verbindung mit den vorstehend genannten Aspekten, ein Verfahren
vorzuschlagen, das die Herstellung von Transistoren mit einer besonders
hohen Grenzfrequenz erlaubt.
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Um
diese Ziele zu erreichen, betrifft die vorliegende Erfindung insbesondere
ein Verfahren zur Herstellung einer elektronischen Komponente mit Source,
Drain und Gate, die selbstjustiert sind, das die folgenden Stufen
umfasst:
- a) Bildung eines Schein-Gate auf einem
Silicium-Substrat, das den Standort für einen Kanal der Komponente
definiert,
- b) Implantation von dotierenden Verunreinigungen in das Substrat
zur Bildung einer Source und eines Drain beiderseits des Kanals
unter Verwendung des Schein-Gates als Implantations-Maske,
- c) selbstjustierte Oberflächen-Silicidierung
der Source und des Drain,
- d) Abscheidung mindestens einer Metallschicht, als Kontaktschicht
bezeichnet, mit einer Gesamtdicke, die größer ist als die Höhe des Schein-Gates, und
Polieren der Metallschicht mit einer Unterbrechung (Aussparung)
auf dem Schein-Gate, und
- e) Ersatz des Schein-Gates durch mindestens ein endgültiges Gate,
das durch eine isolierende Gate-Schicht von dem Substrat getrennt
ist und das gegenüber
der Source und dem Drain elektrisch isoliert ist.
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Dank
der Kontakt-Metallschicht, aber auch dank der selbstjustierten Silicidierung
von Source und Drain kann der Eingangswiderstand von Source und
Drain besonders stark herabgesetzt werden, trotz sehr geringer Dimensionen
der Komponente.
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Darüber hinaus
erlaubt die Verwendung eines Schein-Gates die Herstellung eines
selbstjustierten endgültigen
Gates am Ende des Verfahrens auf den Source- und Drain-Regionen.
Eine solche Struktur ist besonders gut geeignet für die Herabsetzung der
Dimensionen der Komponente und insbesondere für Gate-Längen von kleiner als 0,10 μm.
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Bei
einer speziellen Ausführungsform
des Verfahrens kann die Bildung des Schein-Gates in vorteilhafter
Weise umfassen die Abscheidung einer ersten Materialschicht, als
Schicht für
die Aufnahme von Spannungen bzw. Belastungen bezeichnet, und einer
zweiten Materialschicht, als Polier-Abstoppungs-Schicht bezeichnet, und das Formen dieser Schichten
durch Ätzen
bzw. Gravieren entsprechend einer Maske, welche die Dimensionen,
die Form und den Standort des Gates definiert.
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A
priori besteht die wesentliche Rolle des Schein-Gates einfach darin, „einen
Platz zu reservieren" für das später hergestellte
endgültige
Gate. Die Auswahl eines Zwei-Schichten-Schein-Gates erlaubt es jedoch,
die nachfolgenden Verfahrensstufen zu erleichtern. Die erste Schicht
ist vorzugsweise eine Schicht, die einen Wärmeausdehnungskoeffizienten und
einen mittleren Gitter(Maschen)-Parameter aufweist, der nahe bei
demjenigen des Substrat-Materials
liegt. Im Falle eines Substrats auf Basis von monokristallinem Silicium
kann die Schicht zur Anpassung an bzw. Aufnahme der Spannungen bzw.
Belastungen beispielsweise sein eine Schicht aus amorphem oder polykristallinem
Silicium. Darüber
hinaus kann die Abscheidung dieser Materialien leicht durchgeführt werden
und sie ist allgemein bekannt.
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Das
Material der zweiten Schicht kann vorzugsweise so gewählt werden,
dass eine gute Abriebsbeständigkeit
und eine gute Beständigkeit
gegen Polieren erhalten wird. Es erlaubt somit die bessere Ausnutzung
des Schein-Gates als Markierung für die Unterbrechung (Aussparung)
beim Polieren des Kontakt-Metalls.
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Gemäß einem
anderen Aspekt der Erfindung können
die Flanken des Schein-Gates mit einer oder mehreren seitlichen
Abstandhalterschichten versehen sein. Man versteht unter einer seitlichen
Abstandhalterschicht eine Schicht aus einem dielektrischen Material,
das die seitlichen Flanken eines Gates, d.h. die Flanken, die im
Wesentlichen senkrecht zu dem das Gate tragenden Substrat verlaufen, bedeckt.
Die seitlichen Abstandhalterschichten können ausgenutzt werden bei
der Herstellung der Sourcen und Drains als zusätzliche Implantations-Masken.
Die Ausnutzung von seitlichen Abstandhaltern für die Implantation, die an
sich bekannt ist, erlaubt die Herstellung von Source- und Drain-Regionen
mit abgestuften (graduellen) Verunreinigungs-Konzentrationen.
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Im
Rahmen der vorliegenden Erfindung erlauben die Abstandhalter, wenn
sie vor der Silicidierung an Ort und Stelle angebracht werden, es
auch, das Schein-Gate gegen eine Silicidierung zu schützen und
sie ermöglichen
eine freiere Wahl der Materialien, aus denen es besteht.
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Schließlich können die
seitlichen Abstandhalter zweckmäßig bei
der weiteren Durchführung des
Verfahrens als Mittel zur elektrischen Isolierung des endgültigen Gates
gegenüber
der Kontakt-Metallschicht verwendet werden.
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Die
seitlichen Abstandhalter können
Abstandhalter mit einer einzigen Schicht oder, vorzugsweise, Abstandhalter
mit zwei Schichten sein. Auch hier erlaubt eine erste Siliciumoxidschicht
die Begrenzung der Spannungen bzw. Belastung beim Kontakt mit dem
Gate und dem Substrat – die
Abstandhalter kommen in wirksamen Kontakt mit einem kleinen Abschnitt
des Substrats. Eine zweite Schicht aus Siliciumnitrid ist dagegen
gut geeignet zum Schützen
des Schein-Gates sowohl gegen Oxidationen als auch gegen eine Silicidierung
bzw. Silicierung.
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Die
Stufe d) der oben genannten Abscheidung des Kontaktmetalls kann,
bei einer Verbesserung, umfassen die Abscheidung einer ersten Metallschicht und
dann auf der ersten Schicht die Abscheidung einer zweiten Metallschicht,
die eine mechanische Beständigkeit
gegen Polieren aufweist, die höher
ist als diejenige der ersten Schicht. Die Dicke der ersten Metallschicht
wird dann so gewählt,
dass sie geringer ist als die Höhe
des Schein-Gates. Die Gesamtdicke der ersten und zweiten Schichten
ist jedoch größer als
die Höhe
des Schein-Gates.
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Aufgabe
der zweiten Metallschicht ist es, ein Polier-Phänomen, als „Dishing" bezeichnet, zu verringern. Dieses Phänomen äußert sich
in einer schnelleren Erosion des polierten Materials in den höheren Regionen
der Arbeitsgänge
(Stufen) als in den tieferen Regionen. Das bedeutet, anderes ausgedrückt, dass
die Abscheidung von zwei Kontaktmetall-Schichten unter den oben
angegebenen Bedingungen die Herstellung einer freien Oberfläche mit
einer ausgezeichneten Planheit nach dem Polieren erlaubt.
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Das
Kontaktmetall, und zumindest die erste Schicht dieses Metalls, verlängert die
Source und den Drain, indem es einen sehr niedrigen Eingangswiderstand
zu diesen Regionen ermöglicht.
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Das
Polieren hat, wenn es die Spitze (den Scheitel) des Schein-Gates
erreicht oder wenn es beginnt, diesen einzuritzen, die Wirkung,
in der Region des Gates das Kontaktmetall mit der Source von demjenigen
zu trennen, das mit dem Drain in Kontakt steht. Eine andere Gravur
(Ätzung)
(die nicht direkt Teil des erfindungsgemäßen Verfahrens ist) erlaubt darüber hinaus
das Abschneiden des Kontaktmetalls außerhalb der aktiven Region,
die von dem Gate durchquert wird und somit die Vervollständigung
der elektrischen Isolierung zwischen Drain und Source.
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Die
Kontaktmetallschichten werden gebildet vor dem Ersatz des Schein-Gates durch den endgültigen Gate.
Um zu vermeiden, dass das Material des endgültigen Gates, das vorzugsweise
einen niedrigen spezifischen elektrischen Widerstand aufweist, die
Source und den Drain miteinander kurzschließt, ist es daher zweckmäßig, eine
Isolierung an der Oberfläche
der Kontaktschichten in den Bereichen der Source und des Drain vorzusehen.
Dieser Arbeitsgang kann gegebenenfalls in der Weise durchgeführt werden,
dass man eine Schicht aus einem dielektrischen Material abscheidet.
Gemäß einem
speziellen Aspekt der Erfindung kann das Verfahren aber auch eine
Oberflächen-Oxidation
der Me tallschichten umfassen. Die Oxidation erlaubt es somit auf
einfache und sichere Weise, die elektrische Isolierung zwischen
Source, Gate und Drain zu gewährleisten.
Sie vermeidet darüber
hinaus jeden Maskierungs-Arbeitsgang.
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In
späteren
Stufen der Herstellung der Komponente ist es möglich, Öffnungen in dem Oxid der Kontaktmetallschichten
zu erzeugen, um Kontaktdurchgänge
für Verbindungsleitungen
an Ort und Stelle anzubringen.
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Die
Eliminierung des Schein-Gates kann eine oder mehrere selektive Ätzungen
(Gravierungen) umfassen, die es ermöglichen, die Schichten, die
es aufbauen, zu entfernen. Darauf folgt das Aufbringen einer Gate-Isolatorschicht
auf das Substrat in der Vertiefung (Ausnehmung), die von dem Schein-Gate
zurückgelassen
wird.
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Eine
darauffolgende Schicht besteht darin, eine oder mehrere Schichten
aus einem Leitermaterial oder zumindest aus einem Material mit einem niedrigen
spezifischen elektrischen Widerstand, die gegebenenfalls durch eine
dielektrische Schicht voneinander getrennt sind, an Ort und Stelle
aufzubringen. Diese Schichten bilden ein oder mehrere Gates.
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Insbesondere
dann, wenn die Komponente, die hergestellt werden soll, ein Transistor
ist, werden eine oder mehrere elektrisch leitende Schichten vorgesehen
zur Bildung eines neuartigen Gates.
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Wenn
dagegen die Komponente ein Speicher ist, kann zunächst eine
erste elektrisch leitende Schicht und dann eine zweite elektrisch
leitende Schicht, die von der ersten elektrisch leitenden Schicht
durch eine Schicht aus einem dielektrischen Material getrennt ist,
abgeschieden werden. Die erste elektrisch leitenden Schicht und
die zweite elektrisch leitende Schicht stellen dann jeweils freie Gates
und Steuergates dar. Die dielektrische Schicht stellt eine isolierende
Gate-Zwischenschicht dar.
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Es
sei darauf hingewiesen, dass die oben genannten elektrisch leitenden
Schichten und dielektrischen Schichten homogen sein können oder
aus Stapeln von mehreren Unterschichten gebildet sein können.
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Die
Schicht(en), welche die Struktur des Gates aufbaut (aufbauen), werden
vorzugsweise in einer Gesamtdicke abgeschieden, die ≥ der Höhe des eliminierten
Schein-Gates ist, um auf diese Weise einen Planierungsarbeitsgang
durchführen
zu können.
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Weitere
Charakteristika und Vorteile der Erfindung gehen aus der nachfolgenden
Beschreibung unter Bezugnahme auf die Figuren der beiliegenden Zeichnungen
hervor. Diese nachfolgende Beschreibung dient lediglich der Erläuterung
der Erfindung und die Erfindung ist keineswegs darauf beschränkt.
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Kurze Beschreibung der
Zeichnungen
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Die 1 bis 3 erläutern in
Form von schematischen Schnittansichten die Stufen der Herstellung
einer Komponente mit einem Schein-Gate;
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die 4 und 5 stellen
schematische Schnittansichten dar, welche die Bildung des Zugangs
zu der Source und dem Drain für
eine Komponente gemäß 3 erläutern;
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die 6 stellt
eine schematische Schnittansicht einer Komponente gemäß 5 dar
und erläutert
eine Stufe zur elektrischen Isolierung der Zugänge zu der Source und dem Drain;
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die 7 bis 9 stellen
schematische Schnittansichten dar, welche den Ersatz des Schein-Gates
durch ein endgültiges
Gate erläutern;
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die 10 und 11 stellen
schematische Schnittansichten dar, die eine Variante der Stufen
der 8 und 9 für die Herstellung eines anderen Komponenten-Typs
erläutern;
und
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die 12 zeigt
in Form einer Schnittansicht einen Abschnitt einer integrierten
Schaltung mit erfindungsgemäßen Komponenten
und sie erläutert
die Herstellung einer Verbindung (Zusammenschaltung).
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Detaillierte
Beschreibung von Ausführungsformen der
Erfindung
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Identische
Teile, ähnliche
oder äquivalente Teile
der nachstehend beschriebenen Figuren tragen die gleichen Bezugsziffern,
um den Übergang
von einer Figur auf die andere zu erleichtern. Darüber hinaus
sei darauf hingewiesen, dass, obgleich die nachfolgende Beschreibung
sich nur auf die Herstellung von Komponenten auf einem massiven
Substrat, im vorliegenden Falle auf Silicium, bezieht, diese im Übrigen identisch
bleibt für
die Herstellung der Komponenten auf Substraten mit isolierter Dünnschicht,
wie z.B. auf die Substrate vom SOI-Typ (Silicium auf Isolator/Silicium
auf Isolator/Silicon auf Isolator).
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Die 1 zeigt
ein Silicium-Substrat 100, dessen Oberfläche oxidiert
worden ist, um eine Siliciumoxid-Schicht 102, als Sockel
(Postament)-Schicht bezeichnet, zu bilden.
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Auf
der Schicht 102 werden nacheinander abgeschieden eine Schicht 104 aus
polykristallinem oder amorphem Silicium, dann eine Schicht 106 aus Siliciumnitrid.
Die Gesamtheit dieser Schichten bildet einen Stapel 110.
Die Gesamtdicke der Schichten 104 und 106 liegt
beispielsweise in der Größenordnung
von 100 bis 300 nm und entspricht im Wesentlichen der Dicke des
Gates des Transistors, der schließlich am Ende des Herstellungsverfahrens
erhalten wird. Eine Ätz-Maske 108,
dargestellt durch eine gestrichelte Linie, wie z.B. eine Maske aus
einem lichtempfindlichen Harz, ist auf die Schicht 106 aus
Siliciumnitrid aufgebracht. Diese Maske definiert den Standort,
die Größe und die
Form eines Schein-Gates, das in dem Stapel 110 erzeugt
werden soll.
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Die
Schichten 102, 104 und 106 des Stapels 110 werden
durch Ätzen
(Gravieren) eliminiert mit Ausnahme eines durch die Maske 108 geschützten Teils.
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Dieser
Teil des Stapels bildet den Körper
des Schein-Gates, in der 2 mit der Bezugsziffer 112 bezeichnet.
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Auf
die Bildung des Schein-Gates folgt eine erste Implantation von Ionen
in geringer Dosis. Je nachdem, ob die Komponente, die man herzustellen wünscht, eine
solche vom PMOS- oder NMOS-Typ ist, werden die Ionen so ausgewählt, dass
Zonen eines p- oder n-Leitfähigkeitstyps
gebildet werden. Es handelt sich beispielsweise um Borionen für die PMOS-Komponenten
und um Phosphorionen oder Arsenionen für die NMOS-Komponenten.
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Auf
die erste Implantation folgt die Bildung von seitlichen Abstandhaltern 114, 116,
die in der 2 erkennbar sind, auf der (den)
Flanke(n) des Schein-Gates.
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Die
seitlichen Abstandhalter umfassen eine erste Siliciumoxid-Schicht 114 im
Kontakt mit den Schichten 104 und 106 des Schein-Gates,
und eine zweite Schicht 116, eine Oberflächenschicht,
aus Siliciumnitrid, welche die Oxidschicht bedeckt. Die erste Abstandhalterschicht 114 hat
im Wesentlichen die Aufgabe, die Spannungen (Belastungen) beim Kontakt
mit den Materialschichten des Schein-Gates und insbesondere mit
dem polykristallinen Silicium zu begrenzen. Sie begrenzt auch die
Spannungen (Belastungen) beim Kontakt mit einem kleinen Abschnitt des
Substrats, den sie an der Basis des Schein-Gates berührt.
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Die
zweite Abstandhalterschicht hat im Wesentlichen die Aufgabe, das
Schein-Gate gegen die nachfolgenden Behandlungen des Verfahrens
und insbesondere gegenüber
den Oxidationsbehandlungen zu schützen.
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Die
Bildung der seitlichen Abstandhalter kann nach an sich bekannten
Methoden durchgeführt werden,
die im Wesentlichen umfassen die Abscheidung von ausgewählten Materialien
in Form einer massiven Platte, dann die anisotrope Ätzung (Gravierung)
dieser Materialien, wobei nur eine geringe Dicke auf den Flanken
des Schein-Gates bestehen bleibt.
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Gegebenenfalls
kann nach der Bildung der seitlichen Abstandhalter eine zweite Implantation
von Verunreinigungen in höherer
Dosis durchgeführt
werden. Bei der zweiten Implantation wird dann das Schein-Gate,
das durch die seitlichen Abstandhalter verbreitert (vergrößert) ist,
als Implantationsmaske verwendet. Sie erlaubt die Herstellung von
gradiellen Source- und Drain-Regionen 118, 120 in
dem Substrat mit einer Dotierung, die in Richtung auf den Kanal 121,
der unterhalb des Schein-Gates 112 angeordnet ist, abnimmt.
Der graduelle Charakter der Source- und Drain-Regionen ist in den
Figuren aus Gründen der
Klarheit nicht dargestellt.
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Die 3 zeigt
eine nachfolgende Stufe, die darin besteht, dass man eine selektive
Silicidierung des Substrats in den Source- und Drain-Regionen durchführt. Dieser
Arbeitsgang umfasst die Abscheidung einer Schicht 124 aus
Metall, beispielsweise aus Titan oder Nickel, dann eine thermische
Behandlung bei einer Temperatur, die ausreicht, um eine Silicidierungsreaktion
zwischen dem Metall und dem Silicium des Substrats herbeizuführen.
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Die
Silicidierung wird als selektiv qualifiziert, sofern sie auf Zonen
begrenzt ist, in denen das Metall der Schicht 124 in direktem
Kontakt mit dem Silicium steht. Aus der 3 kann man
erkennen, dass die Metallschicht 124 oberhalb der Source-
und Drain-Regionen verschwunden ist, um dort Oberflächenschichten 126, 128 aus
Silicid zu bilden. Dagegen bleibt die Metallschicht 124 in
dem oberen Abschnitt und auf den Flanken des Schein-Gates 112 bestehen.
Auf diesen Abschnitten hat nämlich
das Siliciumnitrid der Schichten 106 und 116 des Schein-Gates
und der Abstandhalter eine Silicidierung verhindert.
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Die 3,
die gegenüber
der 2 leicht vergrößert ist,
zeigt die Möglichkeit,
die Source und den Drain mit den anderen Komponenten zusammenzufassen.
In der 3 sind die Standorte der Gates der anderen Komponenten
skizziert in Form von strichpunktierten Linien.
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Die 4 zeigt
die Bildung von Zugängen (Anschlüssen) mit
einem niedrigen spezifischen elektrischen Widerstand zu den Source-
und Drain-Regionen.
Dieser Arbeitsgang umfasst die konforme Abscheidung einer ersten
Metallschicht 113, als Kontaktschicht bezeichnet, dann
einer zweiten Metallkontaktschicht 132. Das erste Metall
der Kontaktschicht kann beispielsweise ausgewählt werden aus Wolfram oder
Titan.
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Das
zweite Metall der Kontaktschicht, das vorzugsweise so gewählt wird,
dass es eine höhere Abriebsbeständigkeit
als das erste Metall der Kontaktschicht aufweist, kann beispielsweise
ausgewählt werden
aus Tantal, Tantalnitrid, Titannitrid ...
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In
dem erläuterten
Beispiel ist die Gesamtdicke der beiden Metallkon taktschichten ≥ der Höhe des Schein-Gates,
sodass im Verlaufe des weiteren Verfahrens eine Planierung mit einem
Stopp auf dem Schein-Gate durchgeführt werden kann.
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Das
Ergebnis der Planierung ist in der 5 dargestellt.
Man kann erkennen, dass das Polieren insbesondere stattgefunden
hat mit einem Stopp auf der zweiten Schicht 106 des Materials
des Schein-Gates beim Vorliegen einer Siliciumnitrid-Schicht.
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Die
Metallsilicid-Schicht 124 ist in dem oberen Teil des Schein-Gates
eliminiert und es kann eine elektrische Isolierung der Source- und
Drain-Regionen erhalten werden. Es sei daran erinnert, dass außerhalb
der aktiven Region, deren Ausdehnung im Allgemeinen kürzer ist
als die Länge
des Gates in einer Richtung senkrecht zur Ebene der Figuren, eine geeignete Ätzung (Gravierung)
auf an sich bekannte Weise die Fixierung der Grenzen der elektrisch
leitenden Bereiche und somit die Vermeidung eines Kurzschlusses
zwischen diesen Abschnitten erlaubt. Darüber hinaus wird eine Isolierung
auch erhalten durch eine Oxidation, wie sie nachstehend beschrieben
wird unter Bezugnah me auf die 6 und in
einer nachfolgenden Verfahrensstufe vorgenommen wird.
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Durch
die Verwendung von zwei unterschiedlichen Kontakt-Materialien kann
eine obere Oberfläche 136 mit
einer guten Planheit erhalten werden.
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Die 6 zeigt
eine spätere
Stufe, die darin besteht, den in die obere Oberfläche 136 eingelassenen
(versenkten) Materialien einen isolierenden Charakter zu verleihen.
Während
dieser Stufe führt
man eine Oxidation durch, indem man die Struktur einer oxidierenden
Atmosphäre
aussetzt. Die Oxidation betrifft insbesondere die in der Beschreibung
weiter oben bereits genannten Kontaktmetalle. Um das Lesen der 6 zu
erleichtern, werden die oxidierten Teile mit den gleichen Bezugsziffern
bezeichnet, wie die entsprechenden nicht-oxidierten Teile, ihnen wird jedoch
der Buchstabe „a" hinzugefügt. Die
oxidierten Teile 124a, 130a und 132a stellen
somit die oberflächlich
oxidierten Abschnitte des Metalls dar, das ursprünglich für die Silicidierung verwendet
worden ist und auf den Flanken des Gates, dem ersten Kontaktmetall
und dem zweiten Kontaktmetall konserviert worden ist. Ihre Oxidation
verleiht den Metallen einen elektrisch isolierenden Charakter.
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Die 7 zeigt
die nach der Entfernung des Schein-Gates erhaltene Struktur. Die
Entfernung wird dadurch bewirkt, dass man das Siliciumnitrid der zweiten
Schicht 106 des Schein-Gates selektiv ätzt und dann das polykristalline
Silicium der ersten Schicht ätzt.
Bei diesen Ätzungen
kann die Oxidschicht des Sockels 102 als Stopp für die Ätzung verwendet
werden. Diese Schicht wird anschließend ebenfalls eliminiert.
Die Ätzmittel
(Graviermittel) können
beispielsweise sein HBr oder SF6 zum Ätzen (Gravieren)
von Siliciumnitrid, und HBr + Cl2 zum Ätzen (Gravieren)
von polykristallinem Silicium. Das Oxid kann mit verdünntem HF
eliminiert werden. Bei der Durchführung dieser Stufe wird ein
Teil der Schichten 124a, 130a und 132a ebenfalls
eliminiert. Außerdem
bestimmt man bei der Oxidation der 6 die Dicke
des Oxids, um dieser partiellen Ätzung
der Schichten 124a, 130a und 132a Rechnung
zu tragen.
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Bei
der Entnahme des Schein-Gates wird eine Vertiefung freigesetzt,
die mit der Bezugsziffer 140 versehen ist.
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Die 8 zeigt
die Herstellung des endgültigen
Gates. Dieser Arbeitsgang umfasst die Bildung einer isolierenden
Gate-Schicht 148, beispielsweise durch Oxidation des Siliciums
des darunter liegenden Substrats oder durch Abscheidung eines dielektrischen
Materials und die anschließende
Abscheidung einer Schicht aus dem Material des Gates 150,
vorzugsweise aus einem Metall, ausgewählt beispielsweise aus der
Gruppe W, TaN, W/TiN, Ti, TaN, Cu/TaN, W/Pt, N/Pt, W/Nb oder W/RuCa.
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Die
Schicht 150 kann eine massive Schicht sein oder sie kann
gegebenenfalls aus einer Kombination von zwei oder mehr der oben
genannten Materialien zusammengesetzt sein. Die Dicke der Schicht(en)
des Gates 150 reicht aus, um die Vertiefung aufzufüllen, die
bei der Entfernung des Schein-Gates zurückgeblieben ist, und um über die ebene
obere Oberfläche 136,
die durch die Planierung erzeugt worden ist, hinauszuragen.
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Eine
zweite Planierung erlaubt, wie dies aus der 9 ersichtlich
ist, die Eliminierung des Materials der Gate-Schicht oberhalb von
Source und Drain, wobei nur das Material in der Vertiefung beibehalten wird.
Das Gate, das in die obere Oberfläche 136 eingelassen
ist, wird ebenfalls mit der Bezugsziffer 150 bezeichnet.
Die schließlich
erhaltene Komponente ist ein Transistor mit Feldeffekt und weist
eine Struktur vom Damaszener-Typ (Einlege-Typ) auf.
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Die
Figuren zeigen nicht die Herstellung der Kontaktanschlüsse an dem
Gate, der Source und dem Drain. Diese Arbeitsgänge, die auf dem Gebiet der
Mikeoelektronik an sich allgemein bekannt sind, sind nicht Teil
im strengen Sinne des Verfahrens zur Herstellung des Transistors.
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Die 10 und 11 zeigen
die Herstellung einer anderen Komponente und insbesondere eines
Speichers, ausgehend von einer solchen Struktur, wie sie unter Bezugnahme
auf die 7 beschrieben worden ist.
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Eine
erste Gate-Schicht 160, die eine Dicke aufweist, die geringer
ist als die Tiefe der Vertiefung 140, die von dem Schein-Gate
zurückgelassen
wird, d.h. die kleiner ist als die Höhe des eliminierten Schein-Gates,
wird auf der isolierenden Schicht 148 des Gates, die den
Boden der Vertiefung bedeckt, gebildet. Die erste Gate-Schicht 160 bedeckt
auch die freie obere Oberfläche 136 der
Struktur. Oberhalb der ersten Gate-Schicht wird eine dielektrische Gate-Zwischenschicht 162 abgeschieden,
deren Dicke, addiert zu derjenigen der ersten Gate-Schicht, immer
noch kleiner ist als die Höhe
des Schein-Gates (eliminiert).
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Schließlich wird
eine zweite Gate-Schicht 164 auf der Gate-Zwischenschicht 162 abgeschieden.
Die Dicke der zweiten Gate-Schicht reicht aus, um zusammen mit den übrigen abgeschiedenen Schichten
die Vertiefung auszufüllen,
die bei der Eliminierung des Schein-Gates zurückgeblieben ist.
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Es
sei darauf hingewiesen, dass die oben genannten Schichten jeweils
aus einem Stapel von mehreren Unterschichten gebildet sein können. Insbesondere
kann die Gate-Zwischenschicht 162 aus einem Nitrit/Oxid/Nitrit-Stapel
bestehen, der ausgewählt
wird wegen seiner besonders hohen Dielektrizitätskonstanten. Die für die erste
Schicht und die zweite Schicht des Gates ausgewählten Materialien können diejenigen
sein, wie sie weiter oben für
die Herstellung des Gates des Transistors genannt worden sind.
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Eine
Planierung der Schichten des Gates und der Gate-Zwischenschicht
mit einem Stopp an den Metalloxiden 124a, 130a, 132a erlaubt
die Herstellung einer solchen Struktur, wie sie in 11 dargestellt
ist. Es ist zu erkennen, dass die erste Gate-Schicht ebenso wie
die Gate-Zwischenschicht eine U-Form
im Querschnitt entlang einer parallelen Ebene zur Ebene der Figur
hat, die sich im Wesentlichen in einer Richtung Source-Gate-Drain
erstreckt. Die zweite Gate-Schicht 164 füllt die
U-Form aus.
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Diese
spezielle Form erlaubt die Vergrößerung der
einander gegenüberliegenden
Oberflächen zwischen
den ersten und zweiten Gate-Schichten, ohne jedoch die einander
gegenüber
liegenden Oberflächen
zwischen der ersten Gate-Schicht und dem Substrat zu vergrößern. Da
die ersten und zweiten Gate-Schichten nach dem Planieren jeweils
den freien Gate und den Steuer-Gate eines Speichers bilden, erlaubt
die Struktur der 11 die Anordnung einer hohen
Kapazität
zwischen dem Steuer-Gate und dem freien Gate und einer geringen
Kapazität zwischen
dem freien Gate und dem Kanal (Substrat). Da darüber hinaus die Widerstände der
Zugänge
zu Source und Drain sehr niedrig sind wegen der Verwendung eines
Kontaktmetalls, kann eine hohe Funktionsfrequenz des Speichers sowohl
beim Auslesen als auch beim Eingeben (Beschreiben) erzielt werden.
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Wenn
ein Transistor oder ein Speicher, wie vorstehend beschrieben, in
eine Schaltung integriert ist, werden die Kontaktanschlüsse an den
Source-, Drain- und Gate-Regionen angebracht. Dies umfasst beispielsweise
die Erzeugung von Öffnungen
in den Oxid-Schichten, welche die Source und den Drain bedecken,
dann das Anordnen einer Metall-Verbindung in den Öffnungen,
um das nicht-oxidierte Kontaktmetall mit Verbindungsleitungen zu
verbinden. Obgleich solche Arbeitsgänge nicht mehr Teil der Herstellung
von Komponenten sind und allgemein bekannt sind, zeigt die 12 eine
Erläuterung
einer Verbindungsoperation zwischen dem Drain einer Speicher-Komponente,
wie vorstehend beschrieben, und einer benachbarten Komponente.
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Eine
Schicht 170 aus einem isolierenden Material, wie z.B. SiO2, ist auf der freien Oberfläche 136 der
Komponenten, d.h. auf der Oberfläche,
die durch die letzte Planierung erhalten wird, abgeschieden. Diese
Schicht erlaubt es, einen Kurzschluss zwischen einem Verbindungsmaterial
(nicht dargestellt) und anderen Teilen der Komponenten zu vermeiden.
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Eine Öffnung 172,
die in der isolierenden Schicht 170 vorgesehen ist, setzt
sich durch die oxidierten Abschnitte 130a, 132a der
ersten und zweiten Metallkontaktschichten hindurch fort bis zu blanken, nicht-oxidierten
Abschnitten 130, 132 dieser Schichten. Die 12 erlaubt
die Feststellung, dass die Anforderungen an die Ausrichtung der Öffnung 172 in der
isolierenden Schicht 170 nicht sehr hoch sind. Es genügt, wenn
sie mit der ausgewählten
Source- oder Drain-Region
zusammenfallen, ohne notwendigerweise dem Medium dieser Region zu
entsprechen. Der Umstand, dass unterschiedliche Materialien bei der
Herstellung der Öffnung 172 anzutreffen
sind, erklärt
den Boden der (untersten) Treppenstufe der Öffnung, dargestellt in der 12.
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Zitierte Dokumente
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- (1) FR-A-2 757 312
- (2) FR-A-2 750 534