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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Das
Gebiet der Erfindung betrifft Magnetkernresonanzabbildungsverfahren
und -systeme. Insbesondere betrifft die Erfindung die Korrektur
von Bewegungsartefakten in MR-Bildern.
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Wenn
eine Substanz, wie etwa menschliches Gewebe, einem gleichmäßigen Magnetfeld
(Polarisationsfeld B0) ausgesetzt wird,
versuchen die einzelnen Magnetmomente der Spins in dem Gewebe, sich
zu dem Polarisationsfeld auszurichten, präzessieren jedoch in zufälliger Abfolge
mit ihrer charakteristischen Larmorfrequenz. Wenn die Substanz oder
das Gewebe einem Magnetfeld (Erregungsfeld B1)
ausgesetzt wird, das in der x-y-Ebene
sowie in der Nähe
der Larmorfrequenz liegt, kann das Nettoausrichtungsmoment Mz in die x-y-Ebene gedreht oder "gekippt" werden, um ein Nettoquermagnetmoment
Mt zu erzeugen. Ein Signal wird durch erregte
Spins emittiert, nachdem das Erregungssignal B1 beendet
ist, wobei dieses Signal empfangen und verarbeitet werden kann,
um ein Bild auszubilden.
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Wenn
diese Signale zur Erzeugung von Bildern herangezogen werden, werden
Magnetfeldgradienten (Gx, Gy und
Gz) verwendet. Typischerweise wird der abzubildende
Bereich durch eine Sequenz von Messzyklen abgetastet, indem diese
Gradienten in Übereinstimmung
mit dem speziellen, eingesetzten Lokalisierungsverfahren variieren.
Der resultierende Satz von empfangenen NMR-Signalen wird digitalisiert
und verarbeitet, um das Bild unter Nutzung von einer von zahlreichen,
an sich bekannten Rekonstruktionsverfahren zu rekonstruieren.
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Eine
Objektbewegung während
der Erfassung von NMR-Bilddaten erzeugt sowohl Verwischen wie "Geister" in der phasencodierten
Richtung. Geister fallen besonders auf, wenn die Bewegung periodisch
oder nahezu periodisch verläuft.
Für die
meisten physiologischen Bewegungen wird jede Ansicht des NMR-Signals in
einer Periode erfasst, die kurz genug ist, damit das Objekt während des
Erfassungsfensters stationär
berücksichtigt
wird. In einem derartigen Fall beruhen Verschmieren und Geisterbildung
auf einem inkonsistenten Aussehen des Objekts von Ansicht zu Ansicht.
Eine Bewegung, die das Aussehen zwischen Ansichten ändert, wie
etwa diejenige, die durch eine Patientenbewegung hervorgerufen wird,
durch Atmung oder durch den Herzzyklus oder durch Peristaltik, wird
nachfolgend als "ansichtweise
Bewegung" bezeichnet.
Eine Bewegung kann auch die Amplitude und Phase des NMR-Signals ändern, während die
Impulssequenz fortschreitet, und auf diese Bewegung wird nachfolgend
als "Bewegung in
der Ansicht" Bezug
genommen.
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Sowohl
Verwischen wie Geisterbildung können
verringert werden, wenn die Datenerfassung mit dem funktionellen
Zyklus des Objekts synchronisiert wird, um eine ansichtweise Bewegung
zu reduzieren. Dieses Verfahren ist als torgesteuerte NMR-Abtastung bekannt,
und ihr Ziel besteht darin, NMR-Daten im selben Punkt während aufeinander
folgender funktioneller Zyklen, so dass das Objekt in jeder Ansicht
gleich "aussieht". Der Nachteil der
Torsteuerung besteht darin, dass NMR-Daten nur während eines kleinen Bruchteils
des Funktionszyklus des Objekts erfasst werden können, und selbst dann, wenn
die kürzeste
akzeptable Impulssequenz verwendet wird, kann die Torsteuerungstechnik
die Datenerfassung signifikant in die Länge ziehen.
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Ein
weiteres vorgeschlagenes Verfahren zum Beseitigen von Geistartefakten
ist im US-Patent Nr. 4567893, erteilt am 4. Februar 1986, offenbart.
Dieses ältere
Patent lehrt, dass die Distanz in dem Bild zwischen den Geistern
und dem Objekt, das abgebildet wird, maximal gemacht wird, wenn
die NMR-Impulssequenzwiederholungszeit ein ungerades Vielfaches
von einem Viertel der Dauer der periodischen Signalveränderung
ist. Dies kann genutzt werden, um Geister auf Grund von Atmungsbewegung
zu vermeiden. Während dieses
Verfahren tatsächlich
die Bildqualität
verbessert, stellt es eine Beschränkung der NMR-Impulssequenzwiederholungszeit
dar und resultiert häufig
in einer längeren
Gesamtabtastzeit. Ferner setzt es voraus, dass die Bewegung periodisch
verläuft.
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Ein
noch weiteres Verfahren zum Reduzieren unerwünschter Effekte auf Grund periodischer
Signalveränderungen
ist im US-Patent
4706026, erteilt am 10. November 1987, mit dem Titel "A Method For Reducing
Image Artifacts Due To Periodic Variations In NMR Imaging" offenbart. Gemäß einer
Ausführungsform
dieses Verfahrens wird eine Annahme bezüglich der Signalveränderungsperiode
(beispielsweise auf Grund der Patientenatmung) gemacht, und die
Ansichtabfolge wird von einem üblicherweise
monoton wachsenden Phasencodiergradienten zu einer vorab gewählten Abfolge
geändert.
Für eine
gegebene Signalveränderungsperiode
wird eine Ansichtabfolge derart gewählt, dass die NMR-Signalveränderung
eine Funktion der Phasencodierungsamplitude bei einer gewünschten
Frequenz ist. Gemäß einer
Ausführungsform
wird die Ansichtabfolge derart gewählt, dass die Veränderungsperiode
gleich der gesamten NMR-Abtastzeit
(Niederfrequenz) erscheint, so dass die Geistartefakte so nahe wie
möglich
an das abgebildete Objekt gebracht werden. Gemäß einer weiteren Ausführungsform
(Hochfrequenz) wird die Ansichtabfolge derart gewählt, dass
die Verände rungsperiode
so kurz wie möglich
erscheint, um die Geistartefakte so weit weg vom Objekt wie möglich zu
verschieben.
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Dieses
Verfahren gemäß dem Stand
der Technik ist effektiv beim Verringern von Artefakten, und es
ist in bestimmtem Hinblick ideal, wenn die Veränderung eher regelmäßig und
mit einer bekannten Frequenz erfolgt. Andererseits ist das Verfahren
nicht sehr robust, wenn die Annahme, die in Bezug auf die Bewegungszeitperiode
gemacht wird, nicht zutrifft (beispielsweise, weil sich das Atmungsmuster
des Patienten ändert
oder unregelmäßig ist).
Wenn dies der Fall ist, verliert das Verfahren im bestimmen Umfang
an Wirksamkeit, weil die Fokussieung der Geister, entweder nahestmöglich am
Objekt oder so weite weg von diesem wie möglich, verwischt wird. Eine
Lösung
für dieses
Problem ist im US-Patent Nr. 4663591 offenbart, das den Titel trägt "A Method For Deducing
Image Artifacts Due To Periodic Signal Variations in NMR Imaging". In diesem Verfahren wird
die nicht monotone Betrachtungsabfolge ermittelt, wenn die Abtastung
ausgeführt
wird und es ist empfindlich auf Änderungen
der Periode, so dass eine gewünschte
Beziehung (niederfrequent oder hochfrequent) zwischen den Signalveränderungen
und dem Gradientenparameter erzeugt wird. Die Wirksamkeit dieses
Verfahrens hängt
selbstverständlich
von der Genauigkeit der Mittel ab, die eingesetzt werden, um die
Patientenbewegung zu erfassen, und insbesondere von jeglicher Veränderung
der Periodizität
dieser Bewegung.
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Ein
noch weiteres Verfahren zum Verringern von Bewegungsartefakten in
NMR-Bildern wird als "Gradientmomentausnullung" bezeichnet. Dieses
Verfahren erfordert das Hinzufügen
von Gradientenimpulsen zu der Impulsfrequenz, die ausgelöscht oder
zu null gemacht werden soll, wobei die Wirkung der NMR-Signalphase, hervorgerufen
durch Spins, die sich in den Gra dienten bewegen, für die Positionscodierung
genutzt wird. Eine derartige Lösung
ist beispielsweise im US-Patent Nr. 4731583 mit dem Titel "Method For Reduction of
NMR Image Artifacts Due To Flowing Nuclei By Gradient Moment Nulling" offenbart.
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Das
erfolgreichste Verfahren zum Korrigieren von MR-Bildern in Bezug
auf Bewegungsartefakte verwendet Navigatorsignale, die während der
Abtastung erfasst werden. Wie im US-Patent Nr. 4937526 erläutert, werden
derartige Navigatorsignale während
der Abtastung periodisch erfasst und die Information in diesen Signalen
kann genutzt werden, die Bilddaten in Bezug auf die Patientenbewegung
zu korrigieren. Unglücklicherweise
führt die
Erfassung der Navigatorsignale zu einer Erhöhung der Abtastzeit.
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Ein
automatisches Korrekturverfahren ist durch D. Atkinson et al. mit
dem Titel "Information
Processing in Medical Imaging",
Seite 341–354,
1997, offenbart, demnach die Entropie des rekonstruierten Bilds
als Fokuskriterium untersucht wird, durch das Bewegungsabschätzungen
iterativ eingestellt werden. Dieses Verfahren gemäß dem Stand
der Technik arbeitet auf Grund der Eigenschaften der Entropie hauptsächlich dadurch, dass
dunkle Bereiche so dunkel wie möglich
gemacht werden (wodurch Geisterbildung beseitigt wird); es nutzt jedoch
nicht viel Information aus den hellen Bereichen des Bilds. Während dieses
Verfahren bei einfachen Testbildern funktioniert, werden klinische
MR-Bilder häufig
nicht so scharf, wie sie sein sollten, und die Verarbeitungszeit
kann sehr lang werden.
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Wie
in der gleichzeitig anhängigen
WO 9953444 mit dem Titel "Autocorrection
of MR Images for Motion Artifacts" offenbart, sind Verbesserungen bei
dem Selbstkorrekturprozess gemacht worden, die dazu führen, dass
dieser zu einem klinisch nützlichen
Verfahren zum Korrigieren medizinischer Bilder wird. Dieses Selbstkorrekturverfahren
stellt einen iterativen Prozess dar, in dem Phasenkorrekturen an
erfassten NMR-Daten vorgenommen werden, wobei ein Bild aus den korrigierten
Daten rekonstruiert wird, und wobei die Qualität des Bilds unter Nutzung einer
gewählten
Metrik evaluiert wird. Dieser Prozess läuft wiederholt ab, bis die
Korrekturen die Bildqualität
auf ein vorab festgelegtes Niveau verbessert haben.
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MacGee
K. P. et al: "Image
metric-based correction (autocorrection) of motion effects: analysis
of image metric",
Journal of Magnetic Resonance Imaging: JMRI, Febr. 2000, Band 11,
Nr. 2, Februar 2000 (2000-02), Seiten 174–181, XP002276109, ISSN: 1053–1807, nutzen
ebenfalls diese Art eines Selbstkorrekturprozesses und sie verwenden
mehrere unterschiedliche Metren zum Evaluieren der Bildqualität. In einem Beispiel
der Untersuchung werden 3D-Daten unter Nutzung der Entropie des
Gradienten als Bildmetrik selbst korrigiert. Eine maximale Projektion
(MIP) wird daraufhin aus dem selbst korrigierten Datensatz erzeugt.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Korrigieren von
Bildern, die aus Bilddaten gewonnen werden, die durch ein MRI-System
erfasst werden, um einen k-Raum-Bilddatensatz zu bilden; umfassend die
Schritte: Rekonstruieren eines Bilds aus dem k-Raum-Bilddatensatz;
Erzeugen eines derivativen Bilds durch Verarbeiten des rekonstruieren
Bilds; Evaluieren der Qualität
des derivativen Bilds durch Berechnen einer Kostenfunktion auf Grundlage
des derivativen Bilds; und Minimieren der Kostenfunktion, indem
an den k-Raum-Ansichten Korrekturen vorgenommen werden, und Wiederholen
der Schritte.
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Eine
allgemeine Aufgabe der Erfindung besteht darin, den Selbstkorrekturprozess
zum Korrigieren von Bildern zu erweitern, die aus erfassten MRI-Daten
gewonnen werden. Das Erzeugen klinisch nützlicher Bilder aus einem rekonstruierten
MR-Bild erfordert
eine zusätzliche
Verarbeitung, die in einem derivativen Bild resultieren kann, das
linear oder nicht linear in Beziehung zu dem erfassten MR-Bild steht.
Es wurde herausgefunden, dass der Selbstkorrekturprozess erweitert
werden kann, um das endgültige,
gewonnene Bild zu evaluieren.
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Eine
spezifischere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin,
zweidimensionale Projektionsbilder zu korrigieren, die aus erfassten
dreidimensionalen MR-Daten erzeugt werden. Der Projektionsprozess erzeugt
ein zweidimensionales Bild, das zu den erfassten MR-Daten in linearer
Beziehung steht. Dessen ungeachtet konvergiert der Selbstkorrekturprozess
in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung in einem Bild, das im Wesentlichen
Bewegungsartefakte reduziert.
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Gelöst werden
die vorstehend genannten Aufgaben durch das Verfahren, das in Anspruch
1 festgelegt ist. Ein zweidimensionales Projektionsbild, das sich
in nicht linearer Beziehung zu den erfassten MR-Daten befindet,
wird deshalb vor Evaluieren einer Kostenfunktion auf Grundlage eines
zweidimensionalen Projektionsbilds gebildet.
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Vorteilhafte
Weiterbildungen des Verfahrens sind in den abhängigen Ansprüchen festgelegt.
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Die
vorstehend genannten sowie weitere Aufgaben und Vorteile der Erfindung
erschließen
sich aus der nachfolgenden Beschreibung. In der Beschreibung wird
auf die anliegenden Zeichnungen Bezug genommen, die einen Teil von
ihr bilden, und in denen Zeichnungen ist illustrativ eine bevorzugte
Ausführungsform der
Erfindung gezeigt. Diese Ausführungsform
gibt jedoch nicht notwendigerweise den vollen Umfang der Erfindung
wider. Es wird diesbezüglich
auf die Ansprüche
Bezug genommen, um den Umfang der Erfindung auszulegen.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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1 zeigt
ein Blockdiagramm eines MRI-Systems, das die vorliegende Erfindung
nutzt;
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2 zeigt
ein Flussdiagramm des bevorzugten Selbstkorrekturverfahrens, das
durch das MRI-System von 1 genutzt wird; und
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3 zeigt
eine grafische Darstellung einer Impulssequenz, die in dem MRI-System
von 1 genutzt wird, um dreidimensionale MRA-Daten
zu erfassen.
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BESCHREIBUNG
DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM
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In 1 sind
die Hauptbestandteile eines bevorzugten MRI-Systems gezeigt, das die vorliegende
Erfindung enthält.
Der Betrieb des Systems wird durch eine Bedienpersonkonsole 100 gesteuert,
die eine Tastatur und ein Steuerpult 102 sowie eine Anzeige 104 enthält. Die
Konsole 100 kommuniziert über eine Verbindung 116 mit
einem getrennten Computersystem 107, das eine Bedienperson
in die Lage versetzt, die Erzeugung und Anzeige von Bildern auf
dem Bildschirm 104 zu steuern. Das Computersystem 107 enthält eine
Anzahl von Modulen, die miteinander über eine Backplane kommunizieren.
Diese enthält
ein Bildprozessormodul 106, ein CPU-Modul 108 und
ein Speichermodul 113, das auf diesem Gebiet der Technik
als Vollbildpuffer zum Speichern von Bilddatenarrays bekannt ist.
Das Computersystem 107 ist mit einer Plattenspeichereinrichtung 111 und
einem Bandlaufwerk 112 zur Speicherung von Bilddaten und
Programmen verbunden und kommuniziert mit einer getrennten Systemsteuerung 122 über eine
serielle Hochgeschwindigkeitsverbindung 115.
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Die
Systemsteuerung 122 enthält einen Satz von Modulen,
die durch eine Backplane miteinander verbunden sind. Diese enthalten
ein CPU-Modul 119 und ein Impulsgeneratormodul 121,
das mit der Bedienpersonkonsole 100 über eine serielle Verbindung 125 verbunden
ist. Über
diese Verbindung 125 empfängt die Systemsteuerung 122 Befehle
von der Bedienperson, die die Abtastabfolge bzw. -sequenz anzeigen,
die durchgeführt
werden soll. Das Impulsgeneratormodul 121 betreibt die
Systemkomponenten zur Ausführung der
gewünschten
Abtastseguenz. Es erzeugt Daten, die den zeitlichen Ablauf, die
Höhe und
Form der RF-Impulse anzeigen, die erzeugt werden sollen, und den
zeitlichen Ablauf und die Länge
des Datenerfassungsfensters. Das Impulsgeneratormodul 121 steht
mit einem Satz von Gradientenverstärkern 127 zur Anzeige
des zeitlichen Ablaufs und der Form der Gradientenimpulse in Verbindung,
die während
der Abtastung erzeugt werden sollen. Das Impulsgeneratormodul 121 empfängt außerdem Patientendaten
von einem physiologischen Akquisitionscontroller 129, der
Signale von einer Anzahl unterschiedlicher Sensoren empfängt, die
mit dem Patienten verbunden sind, wie etwa ECG-Signale von Elektroden
oder Atmungssignale oder Beatmungssignale von einem Faltenbalg.
Schließlich
ist das Impulsgeneratormodul 121 mit einer Ab tastraumschnittstellenschaltung 133 verbunden,
die Signale von verschiedenen Sensoren empfängt, die den Zustand des Patienten
zugeordnet sind, und von dem Magnetsystem. Über die Abtastraumschnittstellenschaltung 133 empfängt ein
Patientenpositionierungssystem 134 außerdem Befehle zur Bewegung
des Patienten in die gewünschte
Position für die
Abtastung.
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Die
Gradientenwellenformen, die durch das Impulsgeneratormodul 121 erzeugt
werden, werden an ein Gradientenverstärkersystem 127 angelegt,
das aus Gx-, Gy-
und Gz-Verstärkern besteht. Jeder Gradientenverstärker erregt
eine entsprechende Gradientenwicklung in einem Aufbau, der allgemein
mit 139 bezeichnet ist, um die Magnetfeldgradienten zu
erzeugen, die für
Positionscodierungserfassungssignale genutzt werden. Der Gradientenspulenaufbau 139 bildet
Teil eines Magnetaufbaus 141, der einen Polarisationsmagneten 140 und
eine Ganzkörper-RF-Spule 152 enthält, wobei
ein Übertragermodul 150 in
der Systemsteuerung 122 Impulse erzeugt, die durch einen
RF-Verstärker 151 verstärkt werden,
und das mit der RF-Spule 152 durch einen Sende/Empfangsschalter 154 verbunden
ist. Die resultierenden Signale, die durch den erregten Kern in
dem Patienten ausgestrahlt werden, können durch eben diese RF-Spule 152 erfasst
und über
den Sende/Empfangsschalter 154 zu einem Vorverstärker 153 übertragen
werden. Die verstärkten
NMR-Signale werden
demoduliert, gefiltert und digitalisiert in dem Empfängerabschnitt
des Übertragers 150.
Der Sende/Empfangsschalter 154 wird durch ein Signal von
dem Impulsgeneratormodul 121 gesteuert, um den RF-Verstärker 151 elektrisch
mit der Wicklung 152 während
der Sendebetriebsart zu verbinden, und um den Vorverstärker 153 während der
Empfangsbetriebsart zu verbinden. Der Sende/Empfangsschalter 154 ermöglicht außerdem die Nutzung
einer getrennten RF-Spule (bei spielsweise einer Kopfspule oder einer
Oberflächenspule)
in entweder der Sende- oder der Empfangsbetriebsart.
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Die
durch die RF-Spule 152 abgetasteten NMR-Signale werden
durch das Übertragermodul 150 digitalisiert
und zu einem Speichermodul 160 in der Systemsteuerung 122 übertragen.
Wenn die Abtastung beendet und ein vollständiges Datenarray in dem Speichermodul 160 erfasst
worden ist, wird der Arrayprozessor 161 so betrieben, dass
die Daten in ein Array aus Bilddaten Fourier-transformiert werden.
Diese Bilddaten werden über
die serielle Verbindung 115 zu dem Computersystem 107 überführt, wo
sie in dem Plattenspeicher 111 gespeichert werden. In Reaktion
auf Befehle, die von der Bedienpersonkonsole 100 empfangen
werden, können
diese Bilddaten auf dem Plattenlaufwerk 112 archiviert
werden, oder sie können
weiter verarbeitet werden durch den Bildprozessor 106 und
zu der Bedienpersonkonsole 100 übertragen und auf der Anzeige 104 angezeigt
werden.
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Für eine nähere Erläuterung
des Übertragers 150 wird
auf die US-Patente Nummern 4952877 und 4992736 verwiesen.
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Während die
vorliegende Erfindung zur Anwendung auf unterschiedliche Arten von
medizinischen Bildern kommen kann, betrifft ihre bevorzugte Anwendung
die MR-Angiographie. Die bevorzugte Ausführungsform der Erfindung nutzt
eine 3D-Gradientenwiederaufrufechoimpulssequenz, die in 3 gezeigt
ist. Die Impulssequenz "3dfgre" wurde genutzt, die
verfügbar
ist auf dem General Electric 1.5 Tesla MR-Scanner, der unter dem
Handelsnamen "SIGNA" erhältlich ist.
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Wie
insbesondere in 3 gezeigt, wird ein RF-Erregungsimpuls 220 mit
einem Kippwinkel von 60° bei
Anwesenheit eines Scheibenwahlgradientenimpulses 222 erzeugt,
um in dem interessierenden 3D-Volumen eine Quermagnetisierung zu
erzeugen, wie in dem US-Patent Nr. 4431968 gelehrt. Hierauf folgt
ein Phasencodierungsgradientenimpuls 224, der entlang der
z-Achse gerichtet ist, und ein Phasencodierungsgradientenimpuls 226,
der entlang der y-Achse gerichtet ist. Ein Auslesegradientenimpuls 228,
der entlang der x-Achse gerichtet ist, folgt, und ein partielles
Echo-(60%)-NMR-Signal 230 wird erfasst und digitalisiert,
wie vorstehend erläutert.
Nach der Erfassung führen
Rücksetzergradientenimpulse 232 und 234 zu
einem erneuten Einphasen der Magnetisierung, bevor die Impulssequenz
wiederholt wird, wie im US-Patent Nr. 4665365 gelehrt.
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Wie
auf diesem Gebiet der Technik bekannt, wird die Impulssequenz wiederholt
und die Phasencodierungsimpulse 224 und 226 werden
durch eine Reihe von Werten stufenweise geführt, um den 3D-k-Raum abzutasten.
In der bevorzugten Ausführungsform
werden sechzehn Phasencodierungen entlang der z-Achse und 128 Phasencodierungen
entlang der y-Achse verwendet. Für
jede spezielle y-Phasencodierung werden deshalb sechzehn Erfassungsvorgänge mit
zwölf unterschiedlichen
z-Phasencodierungen durchgeführt,
um entlang der kz-Achse eine vollständige Abtastung
durchzuführen.
Dies wird 128 mal mit 128 unterschiedlichen y-Phasencodierungen
wiederholt, um entlang der ky-Achse eine vollständige Abtastung
durchzuführen.
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Eine
Abtastung entlang der kx-Achse wird durchgeführt durch
Abtasten des Echosignals 230 in Anwesenheit des ausgelesenen
Gradientenimpulses 228 während jeder Impulssequenz.
Dem Fachmann auf diesem Gebiet der Technik erschließt sich,
dass ausschließlich
eine partielle Abtastung entlang der kx-Achse durchgeführt wird,
und dass die fehlenden Daten unter Nutzung einer Homodyne-Rekonstruktion
oder Nullauffüllung
berechnet werden. Dies ermöglicht
es, dass die Echozeit (TE) der Impulssequenz auf weniger als 1,8 bis
2,0 ms verkürzt
wird, und dass die Impulswiederholrate (TR) auf weniger als 10,0
msec verkürzt
wird.
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Das
eingesetzte Selbstkorrekturverfahren dient zum Reduzieren von Bildartefakten
in k-Raum-Bilddatensätzen,
die mit dem MRI-System von 1 erfasst
werden. Wie in 2 gezeigt, wird, nachdem ein
dreidimensionaler k-Raum-Bilddatensatz erfasst worden ist, wie im
Prozessblock 200 dargestellt, ein Anfangsblock aus k-Raum-Ansitzen
für die
Korrektur ausgewählt,
wie im Prozessblock 202 angezeigt. In der bevorzugten Ausführungsform 64 werden
Ansichten in diesem Anfangsblock gewählt. Die Ansichten in diesem
Block werden daraufhin phasenverschoben, wie im Prozessblock 204 angezeigt,
und zwar auf Grundlage einer Anfangsbewegungsabschätzung.
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Der
abgeänderte
dreidimensionale k-Raum-Bilddatensatz wird daraufhin Fourier-transformiert,
wie im Prozessblock 206 angezeigt, um ein dreidimensionales
Bild zu erzeugen. Während
Bilder einfach durch Auswählen
eines Satzes von Datenpunkten erzeugt werden können, die in einem Querschnitt
durch einen der 3D-Datenarrays 250–255 zu liegen kommen, besitzen
derartige Bilder einen beschränkten
diagnostischen Wert. Dies ist deshalb der Fall, weil Blutgefäße üblicherweise
nicht in einer einzigen Ebene liegen und derartige Querschnittsbilder
lediglich kurze Teile oder Querschnitte zahlreicher Blutgefäße zeigen,
die durch die gewählte
Ebene laufen können.
Diese Bilder sind nützlich,
wenn eine spezielle Stelle in einem spezifischen Gefäß untersucht
werden soll; sie sind jedoch weniger nützlich als Mittel zum Untersuchen
der Gesundheit des vaskularen Systems und zum Identifizieren von
Bereichen, die erkrankt sein können.
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Zum
Bewerten der gesamten Blutgefäßstruktur
und Gesundheit ist es nützlich,
das 3D-Array von NMR-Daten in ein einziges 2D-Projektionsbild zu
projizieren, um ein Angiogramm-artiges Bild des Vaskularsystems
zu erzeugen. Die üblicherweise
zum Einsatz kommende Technik hierfür besteht darin, einen Strahl für jedes
Pixel in dem Projektionsbild durch das Array von Datenpunkten zu
projizieren und den Datenpunkt zu wählen, der den maximalen Wert
besitzt. Der für
jeden Strahl gewählte
Wert wird genutzt, um die Helligkeit seines entsprechenden Pixels
in dem Projektionsbild zu steuern. Dieses Verfahren, auf das nachfolgend
als "Maximalpixeltechnik" Bezug genommen wird,
ist sehr einfach implementierbar und ergibt ästhetisch ansprechende Bilder.
Es handelt sich hier um das aktuell bevorzugte Verfahren.
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Eine
weitere Technik, die genutzt werden kann, um ein Projektionsbild
auszubilden, und die mehr von der verfügbaren Information enthält, wird
als "Integrationsverfahren" bezeichnet. Dieses
Projektionsverfahren ist in dem US-Patent Nr. 5204627 mit dem Titel "Adaptive NMR Angiographic
Projection Method" erläutert, und mit
diesem Verfahren wird die Helligkeit von jedem Projektionsbildpixel
durch die Summe sämtlicher
Datenpunkte entlang dem Projektionsstrahl ermittelt.
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Eine
noch weitere Technik, die verwendet wird, Projektionsbilder zu erzeugen,
nutzt ein 3D-Bereichswachstumsverfahren. Die Ursprünge der
Bereiche in dem 3D-Datensatz, die zum Wachsen gebracht werden sollen,
werden durch eine Bedienperson festgelegt. Die gewachsenen Bereiche
werden daraufhin verwischt bzw. verschmiert und einer Schwellenwertbildung
unterworfen, um eine Maske zu erzeugen, die Voxel unmittelbar außerhalb
der Blutgefäßränder enthält, die
in dem Bereichs wachstumsprozess weggelassen sein konnten. Dieses
Verfahren ergibt eine sehr gleichmäßige Darstellung der Vaskulator,
in der Blutgefäßränder beibehalten
sind und eine Blutgefäßüberlappung
unter Nutzung visueller Markierungen abgeleitet werden kann, die in
dem Darstellungsprozess enthalten sind.
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Wie
im Prozessblock 208 dargestellt, wird daraufhin die Bildmetrik
unter Nutzung dieses Projektionsbild und die Entropie der Gradientenmetrik
F1 berechnet.
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- gij = Wert im Bildpixel, das in
der Zeile i und der Spalte j zu liegen kommt.
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Wenn
die berechnete Metrik F1 innerhalb einer
vorab festgelegten Toleranz liegt, die im Entscheidungsblock 210 festgelegt
wird, ist der Block aus 64 Ansichten korrigiert worden und der nächste Block
aus 64 Ansichten ist ausgewählt
worden, wie im Prozessblock 212 dargestellt, und der Prozess
wird wiederholt. Anderweitig wird die Bewegungsabschätzung für diesen
Block im Prozessblock 214 eingestellt und der Prozess wird
wiederholt, um die Bildmetrik mit der entsprechenden eingestellten
Phasenverschiebung zu evaluieren.
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Sämtliche
Blöcke
aus k-Raum-Ansichten werden bezüglich
der Phase getrennt eingestellt, beginnend im Zentrum des k-Raums und
sich in Auswärtsrichtung
weiterarbeitend. Wenn der letzte Block korrigiert worden ist, wie
im Entscheidungsblock 216 festgelegt, wird die Blockgröße größenmäßig reduziert,
wie im Prozessblock 218 angezeigt, und das System verzweigt
zurück
zum Prozessblock 202, um die Schritte bezüglich der
kleineren Blockgröße zu wiederholen.
Der Prozess wird wiederholt und die Blockgröße wird reduziert, bis die
minimale Blockgröße verarbeitet
worden ist, wie im Entscheidungsblock 220 festgelegt. In
der bevorzugten Ausführungsform
wird die Blockgröße nach
jeder Iteration durch zwei geteilt, und die minimale Blockgröße bildet
eine Ansicht. Der korrigierte k-Raum-Datensatz wird daraufhin Fourier-transformiert,
um ein optimales Bild zu rekonstruieren, wie im Prozessblock 222 angezeigt.
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Es
dürfte
klar geworden sein, dass das Selbstkorrekturverfahren bezüglich einer,
zwei oder drei Bewegungsachsen zur Anwendung gelangen kann. In zahlreichen
klinischen Anwendungen des Verfahrens wurde herausgefunden, dass
eine Verarbeitung ausschließlich
entlang einer Bewegungsachse erforderlich ist. Dies verringert die
Verarbeitungszeit beträchtlich.
Wenn beispielsweise die Bewegung primär entlang der Phasencodierungsrichtung
verläuft,
kann eine eindimensionale FFT entlang der ausgelesenen Gradientenrichtung einmal
auf dem erfassten k-Raum-Bilddatensatz
durchgeführt
werden, bevor das Projektions- und Autokorrekturverfahren angewendet
wird. Die Phasenkorrekturen im Prozess 204 können auf
diesem Hybridraumdatensatz erfolgen, und die Fourier-Transformation
im Prozess 206 kann entlang der Phasencodierungsgradientenrichtung
als eindimensionaler FFT erfolgen.
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In
zahlreichen klinischen Anwendungen ist außerdem lediglich ein kleiner
Teil des rekonstruierten Bilds klinisch von Bedeutung. Das selbst-
bzw. Autokorrekturverfahren kann in die ser Situation modifiziert
werden, um die Bildmetrik im Prozessblock 208 ausschließlich in
dem interessierenden, gewählten
Bereich zu evaluieren. Das heißt,
die Bedienperson identifiziert die Pixel in dem interessierenden
Bereich, und die Bildmetrik wird ausschließlich auf Grundlage dieser
Pixel berechnet. Dies führt
zu einer Verringerung der Verarbeitungstechnik und verbessert in
einigen Fällen
das resultierende Bild in dem kritischen Bereich. Dies erlaubt außerdem die
Korrektur von Bildern, in denen die Bewegung in unterschiedlichen
Bereichen des Bilds unterschiedlich ist. In derartigen Fällen kann
jeder Bereich getrennt unter Nutzung des Autokorrekturverfahrens
korrigiert werden. Einfach gesagt können nicht globale Bewegungen
dieser Art beispielsweise in der MR-Angiographie korrigiert werden, bei
der die Bewegungen nicht komplex sind.
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Beispielsweise
kann das vollständige
Bild 256 Pixelspalten enthalten, die immer dann Fourier-transformiert
werden müssen,
wenn die Metrik berechnet wird. Wenn sich der durch die Bedienperson
gewählte
Bereich ausschließlich über 64 Pixelspalten
erstreckt, müssen
lediglich diese 64 Spalten während
jeder Evaluationsiteration transformiert werden. Dies reduziert
die Verarbeitungszeit um den Faktor von vier.
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Die
vorliegende Erfindung kann außerdem
genutzt werden, um andere MR-Fehler zu korrigieren. Beispielsweise
können
Fehler korrigiert werden, die durch Gradientennichtidealitäten in Echo-Planarabbildungs-(EPI)-Akquisitionen
oder durch Sättigungsschwankungen
auf Grund von Schwankungen bezüglich
TR hervorgerufen werden, wenn eine Abbildung bzw. Bildgewinnung
unter Nutzung von Herz-Torsteuerung erfolgt.
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Die
vorliegende Erfindung erlaubt ferner, dass die Autokorrekturen lokal,
anstatt global im gesamten Bild angewendet werden. Lokale Bereiche
in dem Bild können
deshalb getrennt korrigiert werden, um Verarbeitungszeit zusätzlich zu
reduzieren und die Korrektur auf die spezielle Bewegung in diesem
Bereich zuzuschneiden.
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Während die
vorliegende Erfindung speziell anwendbar ist zum Korrigieren von
Projektions-MR-Angiogrammen, ist sie auch anwendbar auf andere klinische
MRI-Anwendungen, bei denen sich das endgültige Bild von dem erfassten
Bild unterscheidet.
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Beispielsweise
können
zahlreiche unterschiedliche Bilder aus erfassten MR-Elastografie-Bilddaten
erzeugt werden, wie in dem US-Patenten Nummern 5592085 und 5825186
offenbart. Funktionelle MR-Bilder können aus erfassten MR-Bilddaten
erzeugt werden, wie im US-Patent Nr. 5603323 erläutert, und diffusionsgerichtete
Bilder können
aus erfassten MR-Bilddaten erzeugt werden, wie im US-Patent Nr.
4609872 erläutert. Diese
sowie weitere Verfahren erzeugen ein endgültiges Bild, das sich von dem
Bild unterscheidet, das aus den erfassten MR-Daten rekonstruiert wird, und eine Lehre
der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass die Kostenfunktion,
die in dem Autokorrekturprozess verwendet wird, auf Grundlage dieses
endgültigen
Bilds berechnet wird. Dies trifft selbst dann zu, wenn das endgültige Bild
nicht linear in Beziehung zu dem rekonstruierten Bild steht.
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Die
Erfindung kann wie folgt zusammengefasst werden:
Ein MRA-Bild
wird für
Bewegungsartefakte unter Nutzung eines iterativen Autokorrekturprozesses
korrigiert, in dem Korrekturen versucht werden und die Qualität des resultierenden
rekonstruierten Bilds wird gemessen. Korrekturen werden an den erfassten
dreidimensionalen Daten durchgeführt,
während
die Metrik, die die Bildqualität
misst, auf ein zweidimensionales Projektionsbild zur Anwendung gelangt.