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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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I. Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft grundsätzlich ein Kanülisiersystem
zum Transportieren von Körperfluiden.
Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung ein Kanülisiersystem
zur Erhöhung
des kardiatrischen Outputs des Herzens während eines kardiatrischen
chirurgischen Eingriffs.
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II. Diskussion des Standes
der Technik
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Schwere
Herzoperationen werden oftmals bewerkstelligt unter Einsatz von
Verfahren, die einen vollständigen
kardiopulmonaren Bypass (cardiopulmonary bypass, "CPB") erfordern durch
Einsatz künstlicher Herz-Lungen-Maschinen
und vollständige
Aussetzung der kardiopulmonaren Aktivität. Während die durchschnittliche
Mortalitätsrate
bei derartigen Verfahren niedrig ist, sind derartige Verfahren dennoch
mit einer Komplikationsrate verbunden, die oftmals höher ist
als bei Verfahren, bei denen eine Aussetzung der Aktivität des Herzens
und ein CPB nicht erforderlich sind. Der Einsatz eines CPB stellt
fortwährend
einen schweren Angriff auf das aufnehmende Körpersystem dar.
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Beispielsweise
tritt im Anschluss an derartige chirurgische Eingriffe ein nicht
vernachlässigbarer
Abbau des mentalen Vermögens
bei einer signifikanten Prozentzahl der Patienten auf, die koronaren
arteriellen Bypass-Transplantat-Verfahren (coronary artery bypass
grafting CABG) ausgesetzt waren. Das CABG-Verfahren erfordert grundsätzlich chirurgische
Techniken mit Öffnung
der Brust zur Behandlung erkrankter Gefäße. Während dieses Verfahrens wird
das Sternum des Patienten geschnitten, um die Brust auseinander
zu spreizen und einen Zugang zu dem Herzen zu ermöglichen.
Während
des chirurgischen Eingriffes wird das Herz gestoppt und bei Einsatz
des CPB wird Blut von den Lungen zu einem künstlichen Sauerstoffanreicher umgeleitet.
Grundsätzlich
wird bei CABG-Verfahren dann eine Quelle künstlichen Blutes mit einer
koronaren Arterie stromabwärts
der Verstopfung verbunden. Die Blutquelle ist oftmals eine innere
mamillarische Arterie. Die behandelte koronare Arterie ist typischerweise
eine anteriore oder posteriore Arterie, die verengt oder verstopft sein
können.
Die Verringerung des mentalen Vermögens, die aus CABG-Verfahren
resultiert, wird üblicherweise
einer cerebralen arteriellen Blockade und einer Embolie von Trümmern in
dem Blut, die durch den Einsatz der CPB erzeugt worden sind, zugeordnet.
Gleichzeitig hat die dramatische Erhöhung der Lebenserwartung der
Population zu Patienten geführt,
die oftmals älter,
aber in schlechtem gesundheitlichen Zustand sind mit geringeren
kardiovaskulären
systemischen und neurologischen Reserven, die erforderlich sind
zur Erholung von einem Trauma, welches durch den Einsatz einer CPB
verursacht worden ist. Als Konsequenz werden heute durch eine signifikante
Zahl von Patienten entzündliche,
hämostatische,
endokrinologische und neurologische Belastungen in einem wesentlich
geringeren Ausmaß toleriert
und spielen eine signifikantere Rolle für eine durch CPB induzierte
Morbidität.
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Die
kombinierten Statistiken der postoperativen Morbidität und Mortalität verdeutlichen
weiter die Nachteile eines CPB. Die außerkörperliche Schand-Ausbildung
und die künstlich
induzierte Sauerstoffversorgung des Blutes aktiviert eine systemweite
Liste von Plasmaproteinen und Blutkomponenten in dem Körper einschließlich jenen,
die einer lokalen Wirkung in Reaktion auf eine Infektion oder Verletzung
dienen. Wenn diese potenten Wirkmittel ohne die normalen regulierenden
Steuermittel durch den Körper
verbreitet werden, wird der gesamte Körper zu einer Art Kampffeld.
Die nachteiligen hämostatischen
Konsequenzen eines CPB beinhalten weiterhin ein verlängertes
und möglicherweise übermäßiges Bluten.
Eine CPB-induzierte-Blutblättchen-Aktivierung,
Adhäsion
und Aggregation trägt
ebenfalls zu einer Verarmung der Zahl der Blutblättchen bei und ist weiterhin
verbunden mit einer reversibel unterdrückten Funktion der Blutblättchen,
die in dem Kreislauf verbleiben. Sowohl das koagulierende als auch
das fibrinolytische System trägt
zu hämostatischen
Störungen während und
nach einem CPB bei. Allerdings sind die führende Ursache einer Morbidität und Behinderung
im Anschluss an einen kardiatrischen chirurgischen Eingriff cerebrate
Komplikationen. Gasförmige
und feste mikroskopische und makroskopische Embolien und weniger
oft perioperative cerebrale Hyperfusionen verursachen neurologische
Effekte, die im Bereich von subtilen neuropsychologischen Defiziten
bis hin zu fatalen Schlaganfällen
liegen können.
Fortschritte in computergestützter
Tomographie, einer Magnetoresonanzbilderzeugung, Ultraschall und anderen
Techniken zur Bilderzeugung und Diagnostik haben zu einem Verständnis derartiger
Komplikationen beigetragen.
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Allerdings
ermöglichen,
mit der möglichen
Ausnahme einer perioperativen Elektroenzephalographie, derartige
Technologien noch keine chirurgischen Änderungen in Echtzeit, die
bereits bei der Entstehung Embolien und Herzschläge vermeiden können. Bewertungen
auf Grundlage einer Doppler- und Ultraschall-Technologie der Carotis
und der aufsteigenden Aorta sowie andere diagnostische Maßnahmen
können
einen Beitrag liefern, chirurgische Patienten mit einem erhöhten Risiko
eines Herzschlages zu identifizieren und sind Teil einer wachsenden
Liste pharmakologischer und das Verfahren betreffender Maßnahmen
und Kenngrößen zur Verringerung
des genannten Risikos.
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CPB
betrifft auch zahlreiche endokrine Systeme einschließlich der
Schilddrüse,
des Nebennierenmarks, und der Nierenrinde, der Hypophyse, des Pankreas
und der Nebenschilddrüse.
Diese Systeme sind ausgesprochen in Mitleidenschaft gezogen – nicht
nur durch entzündliche
Prozesse, sondern auch durch physische und biochemische Belastungen
infolge der Blutstromführung
außerhalb
des Körpers.
Es ist hervorzuheben, dass nun erkannt worden ist, dass CPB die
normale Funktion der Schilddrüse
beeinträchtigende
Syndrome hervorruft, was sich durch profund unterdrückte Triiodothyronin-Level äußert, die
für Tage
nach dem kardiothorakalen Eingriff andauern. Die Effizienz von Hormon-Ersatz-Diäten zur
Bekämpfung
derartiger Effekte ist Gegenstand aktueller klinischer Untersuchungen.
Im Gegensatz sind allerdings auch Level von Stress-Hormon-Epinephrien,
Norepinephrien und Cortisol bedeutend erhöht während und anschließend an CPB.
Hyperglykämie
ist ebenfalls möglich.
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Eine
Bypass-Chirurgie bei schlagendem Herz ist als wünschenswert erkannt worden,
da diese die Möglichkeit
einer Vermeidung der Notwendigkeit bietet, den Patienten einem vollständigen CPB-System
auszusetzen. Allerdings waren Versuche von Bypass-Chirurgien bei
schlagendem Herz nur begrenzt erfolgreich und waren essentiell eingeschränkt auf
chirurgische Eingriffe bei den anterioren Herzgefäßen infolge
von Problemen, die sich ergeben, wenn das schlagende Herz angehoben
wird oder aus seiner normalen Position bewegt wird, um den chirurgischen
Eingriff an dem schlagenden Herz durchzuführen. Typischerweise tritt
eine Zahl von Schwierigkeiten auf, wenn das schlagende Herz angehoben
oder manipuliert wird, um einen chirurgischen Zugang zu den posterioren
Herzgefäßen bereitzustellen.
Wenn das schlagende Herz angehoben und manipuliert wird, neigt die
rechte Seite des Herzens dazu, zu kollabieren oder zusammenzufallen,
insbesondere das rechte Atrium und oftmals das rechte Ventrikel
und/oder die pulmonare Arterie. Wenn die rechte Seite des Herzens
kollabiert oder zusammenfällt,
versiegt der pulmonare Blutfluss oder dieser verändert sich auf unangemessene
Weise, wodurch der Einsatz eines CPB erzwungen wird. Eine weitere
Schwierigkeit, die auftritt ist, dass selbst dann, wenn die rechte
Seite des Herzens nicht kollabiert oder zusammenfällt, die
pulmonare Arterie und/oder die pulmonare Vene oftmals geklemmt oder
geknickt wird, so dass der pulmonare Blutfluss ebenfalls beeinträchtigt ist. Ähnlich kann
während
eines Anhebens und Manipulierens des schlagenden Herzens für einen
lateralen oder posterioren Zugang die linke Seite des Herzens, insbesondere
das linke Atrium oder der linke Vorhof zusammenfallen oder teilweise
zusammenfallen oder kollabieren, wodurch der aortische Blutkreislauf
behindert wird. Weiterhin kann bei Anheben oder Manipulieren des
schlagenden Herzens für
einen chirurgischen Zugang zu dem schlagenden Herzen oder während einer
Katheterisierung oder einem Kanülisier-Verfahren
das Herz in Arrhythmie oder Disrhythmie verfallen oder zumindest
für eine
Zeitspanne oder einen Großteil
der Zeit der Durchführung
des chirurgischen Eingriffes stillstehen, wodurch entsprechend der pulmonare
Blutfluss und der arterielle Blutkreislauf behindert werden. Als
ein Ergebnis sind Patienten, die einen chirurgischen Eingriff an
einem schlagenden Herz erfahren, dem Risiko einer Durchführung eines
CPB als Notfall-Maßnahme
für den
Fall ausgesetzt, dass der pulmonare Blutfluss und/oder der Blutkreislauf
während eines
chirurgischen Eingriffes kompromittiert sind, woraus die durch den
CPB induzierten Seiteneffekte auftreten, die zuvor beschrieben worden
sind.
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WO
99/65546 beschreibt ein doppeltes Kanülisier-System, welches in eine
Vertiefung des Körpers
eingesetzt werden kann, um gleichzeitig einen Einfluss und einen
Ausfluss von Körperfluiden
durch das Lumen einer inneren Kanüle und den kreisringförmigen Zwischenraum
zwischen der inneren Kanüle
und einer äußeren Kanüle zu ermöglichen.
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In
der Medizin werden gegenwärtig
mehr chirurgische Bypass-Eingriffe bei schlagendem Herz durchgeführt, um
den Einsatz eines vollständigen
CPB zu vermeiden. Es besteht ein wachsender Bedarf an Systemen,
Verfahren und zugeordneter Ausrüstung
zur Vergrößerung des
Vermögens
und der Vielseitigkeit chirurgischer Eingriffe am schlagenden Herz
und zur Vermeidung von CPB-Verfahren für sämtliche chirurgischen Eingriffe
an dem Herz. Die vorliegende Erfindung widmet sich diesem steigenden
Bedarf.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung ermöglicht
ein Kanülisieren
entsprechend Anspruch 1 und beinhaltet ein Kanülisier-System, welches beispielsweise
geeignet ist für
einen Einsatz zur Bereitstellung einer Unterstützung des rechten Herzens während eines
chirurgischen Eingriffes an einem schlagenden Herzen. Das Kanülisier-System
entsprechend der vorliegenden Erfindung besitzt eine koaxiale Kanülen-Baugruppe,
die mit einem zentrifugalen Blutpumpensystem gekoppelt ist. Das
zentrifugale Blutpumpensystem besitzt eine zentrifugale Miniatur-Blutpumpe,
einen Motor, eine magnetische Antriebsseilbaugruppe, die die zentrifugale
Blutpumpe mit dem Motor koppelt, und eine auf einem Mikrocomputer
basierende Steuer- oder Regel-Konsole, die unter Ermöglichung
einer Kommunikation mit dem Motor zur Steuerung oder Regelung des
Betriebes des Motors und damit der zentrifugalen Blutpumpe gekoppelt
ist. Die koaxiale Kanülen-Baugruppe besitzt
eine innere Kanüle,
die grundsätzlich
koaxial durch eine äußere Kanüle verläuft. Die äußere Kanüle ist halb-steif
und mit einem Korb-Bereich ausgestattet (mit einer Vielzahl von
Einlassöffnungen
für Fluid,
die darin gebildet sind). Die innere Kanüle ist grundsätzlich flexibel
derart, dass diese während
des Einsetzens in das Herz durch die distale Öffnung der äußeren Kanüle geführt wird und sich über diese
hinaus erstreckt. Die grundsätzlich
koaxiale Beziehung zwischen der inneren und äußeren Kanüle definiert einen ersten Flusspfad
für Blut
in dem kreisringförmigen
Raum zwischen der äußeren Oberfläche der
inneren Kanüle
und der inneren Oberfläche
der äußeren Kanüle sowie
einen zweiten Flusspfad in dem Lumen der inneren Kanüle. Die
innere und die äußere Kanüle sind
vorzugsweise gegeneinander relativ verschieblich angeordnet derart,
dass die Einlassöffnungen
für Fluid, die
in dem Korb- oder Trommel-Bereich (engl.: "basket portion") der äußeren Kanüle gebildet sind, und der offene
Auslass für
Fluid in dem distalen Ende der inneren Kanüle selektiv an unterschiedlichen
Orten in dem Herz positioniert werden können. Die zentrifugale Blutpumpe
besitzt einen Einfluss-Anschluss, der mit dem ersten Flusspfad für Blut (i.e.
der äußeren Kanüle) gekoppelt
ist, sowie einen Ausfluss-Anschluss, der mit dem zweiten Flusspfad
für Blut
(d.h. der inneren Kanüle)
gekoppelt ist.
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Die
koaxiale Kanülen-Baugruppe
kann in das Herz derart eingeführt
werden, dass die Einlassöffnungen
für Fluid
in der äußeren Kanüle in dem
rechten Atrium angeordnet sind und das offene distale Ende der inneren
Kanüle
in der pulmonaren Arterie angeordnet ist. Unter Steuerung durch
die Steuer- oder Regel-Konsole kann die zentrifugale Miniatur-Blutpumpe
selektiv betrieben werden, um Blut aus dem rechten Atrium zurückzuziehen
und um dieses Blut zurückzuleiten
für eine Überbringung
in die pulmonare Arterie. Eine Bereitstellung einer Unterstützung des
rechten Herzens auf diese Weise eliminiert vorteilhaft den Bedarf
an einem kardiopulmonaren Bypass (CPB) während eines chirurgischen Eingriffes
in ein schlagendes Herz.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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1 ist
eine perspektivische Ansicht eines Kanülisier-Systems entsprechend
einer Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung mit einer coaxialen Kanülen-Baugruppe, die mit einem zentrifugalen
Blutpumpensystem gekoppelt ist.
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2 ist
eine teilweise geschnittene Ansicht, die die koaxiale Kanülenbaugruppe
gemäß der vorliegenden
Erfindung zeigt bei beispielhafter Anordnung in dem Herzen zur Bereitstellung
einer Unterstützung
für das
rechte Herz während
eines chirurgischen Eingriffes in ein schlagendes Herz.
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3 ist
eine Seitenansicht der koaxialen Kanülen-Baugruppe entsprechend
der vorliegenden Erfindung während
der Montage mit einer äußeren Kanüle, die
einen distalen Bereich mit einer J-Spitze besitzt, und einer inneren
Kanüle
sowie einem Stylet zur Unterstützung
einer Platzierung der koaxialen Kanülenbaugruppe in dem Herzen.
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4 ist
eine Seitenansicht der koaxialen Kanülen-Baugruppe entsprechend
der vorliegenden Erfindung nach der Montage, wobei die innere Kanüle durch
die äußere Kanüle gleitend
angeordnet ist, so dass sich diese über eine distale Öffnung hinaus
in den J-Spitzen-Bereich hiervon erstrecken kann.
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5 ist
eine Seitenansicht, die den Verfahrensschritt eines Einstippens
oder Eintauchens des J-Spitzen-Bereiches der äußeren Kanüle, der mit einen Hydrogel überzogen
ist, in ein Bad eines sterilen physiologischen Fluides zur Ermöglichung
oder Vereinfachung des Durchtritts der inneren Kanüle durch
das nun geschmierte Innere des J-Spitzen-Bereiches zeigt.
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6 ist
eine teilweise geschnittene perspektivische Ansicht der zentrifugalen
Miniatur-Pumpe entsprechend
der vorliegenden Erfindung unter weiterer Detaillierung des weiblichen
Schnellverbinder-Fluid-Ausflussanschlusses, des Ansauganschlusses
und der magnetischen Antriebsseilbaugruppe, die mit einem Rotor gekoppelt
ist.
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7 ist
eine Seitenansicht der zentrifugalen Pumpenbaugruppe entsprechend
der vorliegenden Erfindung mit einer zentrifugalen Miniatur-Blutpumpe,
dem Einfluss-Rohrsystem
und der magnetischen Antriebsseilbaugruppe.
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8 ist
eine Querschnittsansicht der zentrifugalen Pumpenbaugruppe entsprechend
der vorliegenden Erfindung bei Schnittführung entlang der Linie 8-8
in 7.
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9 ist
eine perspektivische Draufsicht auf ein erstes ein Pumpengehäuseelement
bildendes Teil des Pumpengehäuses
der zentrifugalen Miniatur-Pumpe entsprechend der vorliegenden Erfindung.
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10 ist
eine perspektivische Unteransicht des ersten Pumpengehäuseelementes
der zentrifugalen Miniatur-Pumpe entsprechend der vorliegenden Erfindung.
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11 ist
eine perspektivische Draufsicht auf ein ein zweites Pumpengehäuseelement
bildendes Teil des Pumpengehäuses
der zentrifugalen Miniatur-Pumpe entsprechend der vorliegenden Erfindung.
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12 ist
eine perspektivische Unteransicht des zweiten Pumpengehäuseelementes
der zentrifugalen Miniatur-Pumpe entsprechend der vorliegenden Erfindung.
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13 ist
eine Draufsicht auf das zweite Pumpengehäuseelement der zentrifugalen
Miniatur-Pumpe entsprechend der vorliegenden Erfindung, welches
auch in 11 und 12 dargestellt
ist.
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14 ist
eine Querschnittsansicht des zweiten Pumpengehäuseelementes entsprechend der
vorliegenden Erfindung bei Schnittführung entlang der Linie 14-14 in 13.
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15 ist
eine Querschnittsansicht des zweiten Pumpengehäuseelementes entsprechend der
vorliegenden Erfindung bei Schnittführung entlang der Linien 15-15
in 13.
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16 ist
eine Seitenansicht der magnetischen Antriebsseilbaugruppe entsprechend
einer beispielhaften Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
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17 ist
eine Querschnittsansicht der magnetischen Antriebsseilbaugruppe
entsprechend der vorliegenden Erfindung bei Schnittführung entlang
der Linien 17-17 in 16.
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18 ist
eine perspektivische Explosionsdarstellung einer Laufrad-Baugruppe
zum Einsatz in der zentrifugalen Miniatur-Pumpe in einer beispielhaften
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
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19 ist
eine Seitenansicht der Laufrad-Baugruppe entsprechend der vorliegenden
Erfindung gemäß 18.
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20 ist
eine Draufsicht auf die Laufrad-Baugruppe entsprechend der vorliegenden
Erfindung gemäß 18 und 19.
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21 ist
eine Querschnittsansicht der Laufrad-Baugruppe entsprechend der
vorliegenden Erfindung bei Schnittführung entlang der Linien 21-21
in 20.
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22 ist
ein Graph, der beispielhaft die Kennlinie des Flusses über dem
Druck für
die zentrifugale Pumpe entsprechend der vorliegenden Erfindung zeigt,
die dimensioniert ist für
einen Einsatz als eine Blutpumpe entsprechend einem Beispiel der
vorliegenden Erfindung.
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23 ist
eine Ansicht der Vorderseite der Steuerungs- oder Regel-Konsole
entsprechend einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung und
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24 ist
eine Ansicht der Rückseite
der Steuerungs- oder Regel-Konsole entsprechend einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
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BESCHREIBUNG
BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Im
Folgenden werden erläuternde
Ausführungsformen
der Erfindung beschrieben. Aus Gründen der Klarheit werden nicht
sämtliche
Merkmale einer tatsächlichen
Implementation in dieser Beschreibung beschrieben. Es ist allerdings
bevorzugt, dass bei der Entwicklung jedweder derartiger tatsächlicher
Ausführungsformen
zahlreiche spezifisch für
die jeweilige Implementation zu treffende Entscheidungen getroffen
werden müssen
zur Erzielung der für
den jeweiligen Entwickler spezifischen Ziele, wie beispielsweise
eine Übereinstimmung
mit den systemabhängigen
und geschäftsabhängigen Randbedingungen,
die für
jede Implementation variieren können.
Weiterhin ist hervorzuheben, dass ein derartiger Entwicklungsaufwand
komplex sein kann und Zeit erfordert, aber dennoch auf Grundlage
von routinemäßigen Untersuchungen
für den
Durchschnittsfachmann möglich
ist, wobei dieser die vorliegende Beschreibung nutzen kann. Weiterhin
ist hervorzuheben, dass das Kanülisier-System
entsprechend der vorliegenden Erfindung, obwohl dieses im Folgenden vorrangig
im Kontext einer Bereitstellung einer Unterstützung für das rechte Herz während eines
chirurgischen Eingriffes an einem schlagenden Herz diskutiert wird,
in einer beliebigen Zahl von kardiatrischen Verfahren eingesetzt
werden kann, bei denen das natürliche
Pumpvermögen
des Herzens ersetzt oder ergänzt
werden muss. Das Kanülisier-System,
welches hier beschrieben wird, birgt eine Vielzahl von erfinderischen
Merkmalen und Komponenten, die den Patentschutz garantieren, und
zwar jeweils einzeln, aber auch in Kombination.
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Gemäß 1 ist
in perspektivischer Darstellung ein Kanülisier-System 10 entsprechend
einer bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung dargestellt. Das Kanülisier-System 10 besitzt
eine koaxiale Kanülen-Baugruppe 12,
welches unter der Ermöglichung
einer Kommunikation mit einem zentrifugalen Blutpumpensystem gekoppelt
ist (grundsätzlich
mit Bezugszeichen 14 gekennzeichnet). Die koaxiale Kanülen-Baugruppe 12 besitzt
eine innere Kanüle 16,
die grundsätzlich
konzentrisch durch eine äußere Kanüle 18 hindurch
angeordnet ist. Das zentrifugale Blutpumpensystem 14 besitzt
einen Motor 20, eine Steuerungs- oder Regel-Konsole 22 und
eine zentrifugale Pumpenbaugruppe 24 mit einer zentrifugalen
Miniatur-Blutpumpe 26, einem
Einfluss-Rohrsystem 28 und einer magnetischen Antriebsseilbaugruppe 30.
Die zentrifugale Miniatur-Blutpumpe 26 besitzt einen Einfluss-Anschluss 32,
der mit der äußeren Kanüle 18 gekoppelt
ist (über
ein Einfluss-Rohrsystem 28), einen Ausfluss-Anschluss 34,
der mit der inneren Kanüle 16 gekoppelt
ist und eine intern angeordnete Laufrad-Baugruppe (nicht dargestellt),
die mit der magnetischen Antriebsseilbaugruppe 30 gekoppelt
ist. Die Blutpumpe 26 besitzt auch einen Ansaug-Anschluss 36,
der, wie im Folgenden noch im größeren Detail
diskutiert wird, in der Lage ist, mit einer Spritze (nicht dargestellt)
gekoppelt zu werden zur Evakuierung von Luft aus dem Inneren der
Pumpe 26 zum Ansaugen der Pumpe bei einer Vorbereitung
für deren Einsatz.
Die magnetische Antriebsseilbaugruppe 30 ist geeignet dimensioniert,
um mit dem Motor 20 gekoppelt zu werden. Der Motor 20 steht
wiederum über
eine elektrische Steuerungs- oder Regelungs-Leitung 40 in kommunizierender
Verbindung mit der Steuerungs- oder Regelkonsole 22.
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Unter
Steuerung durch die Steuerungs- oder Regelungs-Konsole 22 kann
der Motor 20 derart betrieben werden, dass die zentrifugale
Pumpenbaugruppe 24 selektiv Fluid (i.e. Blut) zurückzieht
durch die Einfluss-Öffnungen 42,
die in einem Korb-Bereich oder Trommel-Bereich 44 der äußeren Kanüle 18 gebildet
sind, entlang eines Flusspfades, der zwischen der inneren Oberfläche des
Lumens in der äußeren Kanüle 18 und der äußeren Oberfläche der
inneren Kanüle 16 definiert
ist, und durch das Einfluss-Rohrsystem 28 vor einer Rückleitung
dieses Fluides durch den Flusspfad, der definiert ist in dem Lumen
der inneren Kanüle 16,
zur Förderung
aus einer Ausfluss-Öffnung 46 für Fluid
heraus, die an dem distalen Ende der inneren Kanüle 16 vorgesehen ist.
Ein optionaler Flusssensor 48 kann mit dem Einfluss-Rohrsystem 28 gekoppelt
sein und mit der Steuerungs- oder Regel-Konsole 22 über die
Steuer-Leitung 50 in
Kommunikationsverbindung stehen zur Unterstützung einer Ermittlung der
Flussrate, die durch die zentrifugale Pumpen-Baugruppe 24 erzeugt
wird. Die magnetische Antriebsseilbaugruppe 30 gewährleistet
die Möglichkeit
einer Positionierung der zentrifugalen Miniatur-Pumpe 26 in
dem sterilen Feld benachbart der Operationsstelle in dem Patienten
(nicht dargestellt). Im Gegensatz zu typischen CPB-Kreisläufen minimiert
dies die Strecke, die das Blut vor einer Wiedereinführung in
das Herz zurücklegen
muss, wodurch die Wahrscheinlichkeit einer Hämolyse reduziert wird durch
Verringerung der Menge fremden Materiales, welchem das Blut während der
Operation ausgesetzt wird. Der Motor 20 wird vorzugsweise
benachbart außerhalb
des sterilen Feldes gehalten, insbesondere durch Einsatz einer Positionier-Baugruppe 38.
Die Steuerungs- oder Regel-Konsole 22 kann auf einer beliebigen
geeigneten Struktur angeordnet sein, die außerhalb des sterilen Feldes
angeordnet ist, wie beispielsweise einem Tisch oder einem Rollwagen 70.
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Die
koaxiale Kanülen-Baugruppe 12 wird
im Folgenden unter Bezugnahme auf 2 – 4 beschrieben.
Wie in 2 dargestellt ist die koaxiale Kanülen-Baugruppe 12 entsprechend
der vorliegenden Erfindung insbesondere geeignet für einen
Einsatz zur Bereitstellung einer Unterstützung des rechten Herzens während eines
chirurgischen Eingriffes an einem schlagenden Herz. Bei einem derartigen
Verfahren wird die äußere Kanüle 18 in
das Herz durch eine einzelne Inzision eingeführt, die in dem atrialen Anhängsel 52 derart gebildet
ist, dass der Korb- oder Trommel-Bereich 44 vorzugsweise
in dem rechten Atrium 54 angeordnet ist und sich ein kugelförmiger oder
gekrümmter
J-Spitzen-Bereich 56 durch die trikuspitale Klappe 58 und
in das rechte Ventrikel 60 erstreckt. Entsprechend einem
bedeutenden Aspekt der Erfindung ist der J-Spitzen-Bereich 56 grundsätzlich steif
und kurvenförmig
oder derart gekrümmt,
dass das offene distale Ende 62 hiervor grundsätzlich an
die pulmonare Klappe 64 geführt wird, wenn der Korb- oder
Trommel-Bereich 44 in dem rechten Atrium 54 angeordnet
wird. Auf diese Weise kann die innere Kanüle 16 schrittweise
durch die äußere Kanüle 18 vorwärtsbewegt
werden und durch die pulmonare Klappe 64 geführt werden
zwecks Positionierung der Fluid-Ausfluss-Öffnung 46 der inneren
Kanüle 16 in
der pulmonaren Arterie 66. Die koaxiale Konfiguration der
Kanülen-Baugruppe 12 ist
dahingehend vorteilhaft, dass diese lediglich eine einzige Inzision
für eine
Einführung beider
Kanülen 16, 18 in
das Herz erfordert. Die bewegliche Beziehung zwischen der inneren
Kanüle 16 und der äußeren Kanüle 18 ist
dahingehend vorteilhaft, dass diese das Vermögen gewährleistet, selektiv den Auslass
für Blut
(i.e. das offene distale Ende 46 der inneren Kanüle 16)
relativ zu dem Einlass für
Blut (d.h. die Öffnungen 42,
die in dem Korb- oder Trommel-Bereich 44 der äußere Kanüle 18 gebildet
sind) zu positionieren. Es ist hervorzuheben, dass dieses Merkmal
einer Anpassbarkeit dem Benutzer eine größere Breite eines Einsatzes
des Systems entsprechend der vorliegenden Erfindung bei Patienten
mit einer großen
Vielzahl unterschiedlicher Herzgrößen ermöglicht.
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Die äußere Kanüle 18 ist
mit einem Hauptkörperbereich 13 gebildet,
der einen Y-Verbinder 15 an dem proximalen Ende und einen
J-Spitzen-Bereich 56 an dem distalen Ende aufweist. Der
Hauptkörperbereich 13 ist
vorzugsweise drahtverstärkt.
Das proximale Ende des Korbes oder der Trommel 44 ist mit
dem distalen Ende des Hauptkörperbereichs 13 der äußeren Kanüle 18 gekoppelt.
Das distale Ende des Korb- oder Trommel-Bereiches 44 ist
mit dem J-Spitzen-Bereich 56 gekoppelt.
In jedem Fall kann diese Kopplung durch ein Vielzahl unterschiedlicher
Techniken bewerkstelligt werden einschließlich – ohne Beschränkung hierauf – des Einsatzes
von adhäsiven
Mitteln und/oder Ultraschall-Schweißen. Hier wird das Merkmal „J-Spitze" verwendet zur Feststellung,
dass die Leitung, die den J-Spitzen-Bereich 56 bildet,
eine kurvenförmige
Form ähnlich
dem Buchstaben „J" besitzt. Allerdings
kann die exakte Kurvenform und Gestalt des Bereichs 56 variieren
in Abhängigkeit
von der jeweiligen Anwendung, ohne dass dies eine Abweichung gegenüber dem
Gegenstand der vorliegenden Erfindung darstellt.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
kann (wie im Folgenden noch in größerem Detail beschrieben wird)
der J-Spitzen-Bereich 56 mit einem beliebigen einer Vielzahl
von Hydrogelen derart überzogen
sein, dass bei Befeuchtung oder Benetzung das Innere des J-Spitzen- Bereiches 56 einen
schmierenden inneren Überzug besitzt
zur Unterstützung
der gleitenden Vorwärtsbewegung
der inneren Kanüle 16 durch
den J-Spitzen-Bereich 56. Die äußere Kanüle 18 wird vorzugsweise
in das Herz des Patienten derart eingeführt, dass der Korb oder die
Trommel 44 in dem rechten Atrium angeordnet ist, während der
J-Spitzen-Bereich 56 in dem rechten Ventrikel angeordnet
ist. Entsprechend einem bedeutenden Aspekt der vorliegenden Erfindung
weist die distale Öffnung 62 des
J-Spitzen-Bereiches 56 somit grundsätzlich in die Richtung der
pulmonaren Klappe. Die innere Kanüle 16 kann dann bei
Unterstützung
durch den schmierenden inneren Überzug
in der J-Spitze 56 gleitend durch die äußere Kanüle 18 vorwärtsbewegt
werden, bis die distale Öffnung 46 einen
vorbestimmten Abstand in die pulmonare Arterie angeordnet ist. Tiefen-Markierungen 23, 25 sind
auf dem drahtverstärkten Hauptkörperbereich 13 der äußere Kanüle 18 angeordnet,
um den bevorzugten Ort des Korbes oder der Trommel 44 und
des J-Spitzen-Bereiches 56 zu indizieren, wenn die äußere Kanüle 18 durch
das rechte atriale Anhängsel
eingeführt
wird oder ist.
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Der
Y-Verbinder 15 beinhaltet eine hämostatische Abdichtung oder
einen hämostatischen
Anschluss 17 und einen Seiten-Anschluss mit einem weiblichen
Schnellverbindungs-Anschluss 19. Der seitliche Schnellverbindungs-Anschluss 19 ist
vorzugsweise ein weibliches Anschlusselement und besitzt einen angebundenen
Stopfen 21 zum Blockieren des Anschlusses 19 während des
Einsetzens der äußere Kanüle 18 in
einen Patienten. Das Innere der hämostatischen Dichtung 17 ist
geeignet dimensioniert für
das hämostatische
Einführen
der inneren Kanüle 16.
Auf diese Weise dient der hämostatische
Anschluss 17 einer Vermeidung eines Austritts von Fluid
und eines Eintritts hinter den hämostatischen
Anschluss 17 entlang der äußeren Oberfläche der
inneren Kanüle 16.
Das Äußere der
hämostatischen
Dichtung 17 ist geeignet dimensioniert, um als ein Anschluss
für ein
lösbares
Empfangen oder Aufnehmen eines Anschlusselementes oder einer Kappe 27 zu
dienen, die gleitend auf der inneren Kanüle 16 angeordnet ist.
Die Platzierung der Anschlusskappe 27 über den hämostatischen Anschluss 17 erhöht weiter
die hämostatischen
Charakteristika des hämostatischen
Anschlusses 17. Wie im größeren Detail noch im Folgenden
beschrieben wird, dient ein derartiges Platzieren der Anschlusskappe 27 ebenfalls
einer Verankerung der inneren Kanüle 16 relativ zu der äußeren Kanüle 18.
Dies ist insbesondere von Vorteil nach der selektiven Vorwärtsbewegung
der inneren Kanüle 16 durch
die äußere Kanüle 18 zur
Platzierung des offenen distalen Endes 46 bei einem gewünschten
Ort in der pulmonaren Arterie. Der Seitenanschluss 19 des
Y-Verbinders 15 ist
vorzugsweise in derselben grundsätzlichen
Ebene angeordnet wie der J-Spitzen-Bereich 56 derart,
dass die Orientierung des J-Spitzen-Bereiches 56 bei Anordnung in dem
Herzen abgeschätzt
werden kann auf Basis der Orientierung des Seitenanschlusses 19 des
Y-Verbinders 15. Andere Markierungen, wie beispielsweise
eine oder mehrere Längslinien,
können
auf dem Hauptkörperbereich 13 der äußere Kanüle 18 vorgesehen
sein zur weiteren Bemessung oder Festsetzung einer Ermittlung der
Orientierung des J-Spitzen-Bereiches 56. Die äußere Kanüle 18 kann
in einer Vielzahl unterschiedlicher Größen dimensioniert sein, aber
ist (lediglich beispielhaft) mit einem äußeren Durchmesser von 44 French ausgestattet.
-
Die
innere Kanüle 16 ist
vorzugsweise aus einem flexiblen drahtverstärkten Rohr konstruiert. Das
proximale Ende endet mit einem männlichen
Schnellverbindungs-Anschluss 29 und einem nicht verstärkten Klemmabschnitt 31.
Wie in 3 dargestellt wird ein Stylet 11 vorzugsweise
in die innere Kanüle 16 vorgeladen
zur Vereinfachung oder Ermöglichung
des Einsetzens der innere Kanüle 16 durch
die äußere Kanüle 18 sowie zum
Führen
der Kanülen-Baugruppe 12 in
das Herz. Das Stylet 11 besitzt einen Handbetätigungs-Bereich 35 und
einen grundsätzlich
länglichen
Bereich (nicht dargestellt) mit einem steifen distalen Abschnitt
(nicht dargestellt). Der längliche
Bereich erstreckt sich durch das Innere der inneren Kanüle 16 und
der steife distale Bereich gewährleistet
das Vermögen,
die innere Kanüle 16 besser
durch das Innere der äußeren Kanüle 18 vorwärts zu bewegen.
Der steife distale Bereich des Stylets 11 ist ebenfalls
hilfreich beim Führen
des J-Spitzen-Bereiches 56 der äußeren Kanüle 18 in das rechte
Ventrikel. Dies bedeutet, dass ein Benutzer unter Umständen wünscht, den
Y-Verbinder 15 der äußeren Kanüle 18 und
den Handbetätigungs-Bereich 35 des
Stylets 11 während
des Einsetzens zu greifen, um eine Steuerung der Orientierung des
J-Spitzen-Bereiches 56 zu unterstützen. Das proximale Ende des
Stylets 11 ist geeignet dimensioniert, um eine Abdichtung
in dem Schnellverbindungs-Anschluss 29 der inneren Kanüle 16 während des
Einsetzens zu schaffen.
-
Ein
angebundener Stopfen 33 ist vorzugsweise mit dem Klemmabschnitt 31 gekoppelt
zur Abdichtung oder zum Blockieren des Schnellverbindungs-Anschlusses 29,
nachdem das Stylet 19 entfernt worden ist (vgl. 4).
Auf dem drahtverstärkten
Abschnitt der inneren Kanüle 16 sind
vorzugsweise Tiefenmarkierungen (d. h. „0 cm", „5
cm", „10 cm", „15 cm", etc.) vorgesehen,
um den Abstand zwischen der distalen Spitze 46 der inneren
Kanüle 16 und
der distalen Öffnung 62 des
J-Spitzen-Bereiches 56 zu indizieren. Das Anschluss-Element 27 ist
vorzugsweise bei dem proximalen Ende der inneren Kanüle 16 auf
das drahtunterstützte
Rohr geladen. Anschließend
an das Einsetzen der inneren Kanüle 16 durch
die äußere Kanüle 18 kann
das Anschlusselement 27 über den hämostatischen Anschluss 17 des
Y-Verbinders 15 in Position bewegt werden zur Sicherung
und Abdichtung der inneren Kanüle 16 in
dem hämostatischen
Anschluss 17. Die innere Kanüle 16 kann in einer
Vielzahl von Größen dimensioniert
sein, aber ist hier (lediglich beispielhaft) mit einem äußeren Durchmesser
von 22 French bereitgestellt.
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Wie
im Folgenden noch im größeren Detail
erläutert
wird, ist der männliche
Schnellverbindungs-Anschluss
29 auf der inneren Kanüle geeignet
gestaltet zur Wechselwirkung oder zum Eingreifen mit einem oder in
einen korrespondierenden weiblichen Schnellverbindungs-Anschluss an dem
Auslass
34 der Blutpumpe
26, während der weibliche Schnellverbindungs-Anschluss
19 auf
der äußeren Kanüle
18 geeignet
gestaltet ist zur Wechselwirkung mit einem korrespondierenden männlichen
Schnellverbindungs-Anschluss auf dem Einlassrohr
28 der
Blutpumpe
26. Die Verwendung der Schnellverbindungs-Anschlüsse auf
diese Weise ist vorteilhaft sowohl hinsichtlich der Vereinfachung
der Bedienung als auch hinsichtlich der Sicherheit. Die Sicherheit
wird dadurch bereitgestellt, dass infolge des Einsatzes eines männlichen
und eines weiblichen Schnellverbindungs-Anschlusses an der Pumpen-Baugruppe
24 die
innere Kanüle
16 und
die äußere Kanüle
18 lediglich auf
die vorgegebene Weise mit der zentrifugalen Blutpumpen-Baugruppe
24 gekoppelt
werden können.
Auf diese Weise kann die Gefahr eines nicht korrekten Aufbaus des
Systems (wie beispielsweise einer Kopplung der inneren Kanüle
16 mit
dem Einfluss-Anschluss
32 der Pumpen-Baugruppe
24 oder
einer Kopplung der äußeren Kanüle
18 mit
dem Ausfluss-Anschluss
34 der Pumpen-Baugruppe
24)
vollständig
eliminiert werden. Weiterhin kann ein hörbares Klicken wahrgenommen
werden (und ein „Schnappen" gefühlt werden),
wenn die Schnellverbindungs-Anschlüsse korrekt einklinken, wodurch
eine weitere Sicherheitsmaßnahme
bereitgestellt wird. Die Vereinfachung der Benutzung wird dadurch
gewährleistet,
dass der Arzt die beiden zusammenfassenden Schnellverbindungs-Anschlüsse lediglich
zusammenschnappen lassen muss zur Begründung der erforderlichen Verbindung
mit den außerhalb
des Körpers
angeordneten Zirkulationskreisläufen.
Dies ist bei weitem schneller und damit überlegen gegenüber den
aus dem Stand der Technik bekannten Techniken zum Koppeln von Kanülen mit
Blutpumpen, die lediglich Presspassungen des offenen Endes einer
Kanüle über einen Widerhaken-Anschluss
an dem Einlass oder Auslass der Blutpumpe erfordern. Diese aus dem
Stand der Technik bekannten Techniken sind ebenfalls nachteilig
dahingehend, dass auf Widerhaken basierende Kopplungen schwerer
zu entfernen oder zu lösen
sind. Dies kann insbesondere wichtig sein, wenn die Zeit kritisch
ist, beispielsweise in Fällen,
in denen eine Pumpe schnell während
eines Verfahrens ausgetauscht werden muss. Zum Lösen der Schnellverbindungs-Anschlüsse entsprechend
der vorliegenden Erfindung muss der Benutzer lediglich die Klinke
mit dem Daumen herunterdrücken
und die Anschlussadern auseinander ziehen. Die Schnellverbindungs-Anschlüsse entsprechend
der vorliegenden Erfindung gewährleisten
somit die Möglichkeit,
die innere Kanüle
16 und
die äußere Kanüle
18 schnell
von der Pumpen-Baugruppe
24 zu entfernen und zu lösen, was
eine signifikante Verbesserung gegenüber dem Stand der Technik darstellt.
Die hier erwähnten Schnellverbindungs-Anschlüsse können eine
beliebige Zahl unterschiedlicher Typen übereinstimmender männlich-weiblicher
Schnellverbindungs-Kopplungen besitzen einschließlich – ohne Beschränkung auf
einen derartigen Typ – eines
im Patent
US 5,052,725 beschriebenen
Typs.
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Eine
weitere Erläuterung
der koaxialen Kanülen-Baugruppe 12 ist
zu finden gemäß US-Patentanmeldung mit
der Anmeldungs-Nr. 09/481,730 mit dem Titel „Methods and Systems for Right
and/or Left Heart Support During Cardiac Surgery" mit einem Anmeldetag vom 11. Januar
2000 sowie der internationalen Patentanmeldung mit der Anmeldungsnummer
PCT/US99/1366 mit dem Titel „Apparatus
and Methods for Entering Cavities of the Body" mit einem Anmeldetag vom 18. Juni 1999.
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Im
Folgenden wird ein Verfahren zum Zusammenbau und zum Einsatz der
koaxialen Kanülen-Baugruppe 12 beschrieben.
Zunächst
muss die koaxiale Kanülen-Baugruppe 12 für das Einführen in
das Herz des Patienten vorbereitet werden. Dieses beinhaltet ein
Vorladen der inneren Kanüle 16 in
die äußere Kanüle 18 gemäß 3.
Um dieses zu bewerkstelligen wird die innere Kanüle 16 zunächst vorzugsweise
vorgeladen mit einem Stylet 11 zur Hinzufügung einer
Steifigkeit zu der inneren Kanüle 16 während der
Einführung
in die äußere Kanüle 18.
Das Vorladen des Stylets 11 auf diese Weise schafft eine
Abdichtung zwischen dem Inneren des Schnellverbindungs-Anschlusses 29 und
dem Äußeren des
Stylets 11, wodurch das Innere der inneren Kanüle 16 abgedichtet
wird. Die innere Kanüle 16 wird
durch den Y-Verbinder 15 eingeführt und in die äußere Kanüle 18 derart
eingeführt,
dass das distale Ende 46 der inneren Kanüle 16 in
der ungefähren
Nachbarschaft des Einfluss-Korbes oder der Trommel 44 angeordnet
ist. Das Innere der äußeren Kanüle 18 ist
abgedichtet durch den Sitz des Stopfens 24 in dem Seitenanschluss
des Schnellverbindungs-Anschlusses 19 des Y-Verbinders 15.
Als Nächstes
muss die äußere Kanüle 18 gemäß 5 in
eine sterile physiologische Lösung
getaucht werden, um den Hydrogel-Überzug auf dem J-Spitzen-Bereich 56 zu
befeuchten. Das Eintauchen der äußeren Kanüle 18 auf
diese Weise verursacht, dass der Hydrogel-Überzug auf dem J-Spitzen-Bereich 56 Feuchtigkeit
absorbiert und eine schmierende Eigenschaft ausbildet zur Vereinfachung
der Vorwärtsbewegung der
inneren Kanüle 16.
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Die
innere Kanüle 16 muss
dann durch die äußere Kanüle 18 vorwärtsbewegt
werden, bis deren offene distale Spitze 46 sich einen geringen
Abstand (vorzugsweise 1 cm) über
die distale Öffnung 62 des
J-Spitzen-Bereiches 56 erstreckt. Um dies zu bewerkstelligen,
muss das Stylet 11 zunächst
zurückgezogen
werden (entweder nur teilweise oder vollständig). Dies ist der Fall, da
das distale Ende des Stylets 11 steif ist und somit das
distale Ende 46 an einer Biegung durch den J-Spitzen-Bereich 56 hindert.
Wenn das Stylet 11 vollständig entfernt ist, muss die
angebundene Kappe 33 über
den männlichen
Schnellverbindungs-Anschluss 29 platziert werden. In einer
bevorzugten Ausführungsform
ist die innere Kanüle 16 mit
Markierungen (0 cm, 5 cm 10 cm 15 cm, etc.) ausgestattet, die bei
Ausrichtung mit dem ungefähren
Ende der hämostatischen
Abdichtung 17 den Abstand indizieren, den die distale Spitze 46 der
inneren Kanüle 16 sich über das
Ende 62 des J-Spitzen-Bereiches 56 hinaus erstreckt.
Die Aufgabe eines Positionierens des distalen Endes 46 der
inneren Kanüle 16 mit
einem geringfügigen
Abstand über
die distale Öffnung 62 des
J-Spitzen-Bereiches 56 hinaus kann auf einfache Weise bewerkstelligt
werden durch Vorwärtsbewegung
der innere Kanüle 16 derart,
dass die „0 cm"-Markierung bei dem
ungefähren
Ende (oder geringfügig
innerhalb) des hämostatischen
Anschlusses 17 des Y-Verbinders 15 positioniert
wird. Die Anschlusskappe 27 auf der inneren Kanüle 16 sollte
vorzugsweise zwischen der „15
cm"-Markierung und
dem nicht verstärktem
Klemmbereich 31 der inneren Kanüle 16 während der
Vorwärtsbewegung
der inneren Kanüle 16 durch
die äußere Kanüle 18 positioniert
werden.
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Die
koaxiale Kanülen-Baugruppe 12 muss
als nächstes
in das Herz des Patienten eingeführt
werden. Bei Verwendung für
eine Unterstützung
des rechten Herzens sollte eine Inzision geschaffen werden in dem rechten
atrialen Anhängsel
mit einer „Purse-String"-Naht, die auf bekannte
Weise darum herum erzeugt wird. Der Y-Verbinder 15 der äußeren Kanüle 18 sollte
dann vorzugsweise mit nach oben weisendem Seitenanschluss 19 des
Y-Verbinders 15 und dem in Richtung des Fußes des
Patienten weisenden proximalen Ende der Kanüle gehalten werden. Der laterale
Rand oder die Kante der Atriotomie sollte dann mit einer Klemme gesichert
werden zur Bereitstellung einer Gegen-Traktion während des Einsetzens. Die koaxiale
Kanülen-Baugruppe 12 sollte
dann teilweise derart eingesetzt werden, dass die distale Spitze 46 der
inneren Kanüle 16 und die
distale Spitze 62 des J-Spitzen-Bereiches 56 in
der Atriotomie angeordnet sind. Die vaskuläre Klemme auf der Purse-String-Naht
sollte dann freigegeben werden und der J-Spitzen-Bereich 56 sollte
teilweise hierdurch eingesetzt werden, während eine geringfügige Spannung
auf die Purse-String-Naht aufgebracht werden sollte zur Steuerung
einer Leckage. Die äußere Kanüle 18 sollte
dann vorsichtig in das Herz vorwärts
bewegt werden unter Einsatz einer gegen den Uhrzeigersinn rotierenden
Bewegung derart, dass sich der J-Spitzen-Bereich 56 über die
trikuspidale Klappe vorwärts
bewegt und grundsätzlich
in Richtung der pulmonaren Klappe weist. An diesem Punkt sollte
der Korb oder die Trommel 44 der äußeren Kanüle 18 automatisch
in dem rechten Atrium positioniert werden oder sein. Dieses automatische
Positionieren kann vereinfacht werden durch die Verwendung der Markierungen 23, 25 auf
dem Hauptkörperbereich 13 der äußeren Kanüle 18.
Die Markierungen 23, 25 sind geeignet gestaltet,
um die geeignete Position des Korb- oder Trommel-Bereiches 44 und
des J-Spitzen-Bereiches 56 zu gewährleisten, wenn die atriale
Wandung zwischen den Markierungen 23, 25 angeordnet
ist. Im eingesetzten Zustand sollte die Purse-String-Naht gestrafft
werden zur Bereitstellung eines Stauschlauches (engl.: "Tourniquet") um den Kanülenkörper 13.
Die Anordnung des J-Spitzen-Bereiches 56 in dem rechten
Ventrikel sollte vorzugsweise verifiziert werden, beispielsweise
durch Abtasten der lateralen Wandung der inferioren Hohlvene und/oder
des rechten Ventrikels. Dies wird es einer Person ermöglichen,
den kurvenförmigen
J-Spitzen-Bereich 56 zu fühlen, der durch die trikuspidale
Klappe hindurchtritt.
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Die
innere Kanüle 16 sollte
dann durch die äußere Kanüle 18 vorwärtsbewegt
werden, bis die offene distale Spitze der inneren Kanüle 16 in
der pulmonaren Arterie angeordnet ist. Bevor dies erfolgt, sollte
das Stylet 11 entfernt werden (wenn dies nicht bereits
erfolgt ist) und die Kappe 33 über den Schnellverbindungs-Anschluss 29 der
inneren Kanüle 16 angeordnet
werden. Das Stylet 11 muss auf diese Weise entfernt werden,
da die innere Kanüle 16 nicht
durch den J-Spitzen-Bereich 56 folgen oder spuren wird,
wenn sich das Stylet 11 an seinem Einsatzort befindet.
Die innere Kanüle 16 sollte
dann vorsichtig vorwärtsbewegt
werden durch den rechten ventrikulären Ausfluss-Trakt und in die
pulmonare Arterie. Der bevorzugte Ort der distalen Spitze der inneren
Kanüle 16 ist
proximal der Verzweigung der pulmonaren Arterie. Typischerweise
tritt dies auf, wenn die „15
cm"-Markierung auf
der inneren Kanüle 16 ungefähr ausgerichtet
ist mit dem Rand des hämostatischen
Anschlusses 17, was indiziert, dass das offene distale
Ende der inneren Kanüle 16 ungefähr 15 cm
von der distalen Öffnung
des J-Spitzen-Bereiches 56 angeordnet
ist (vgl. 2 und 4). Der
Ort der inneren Kanüle 16 in
der pulmonaren Arterie sollte verifiziert werden, beispielsweise
durch Abtasten der pulmonaren Arterie. Der Ort der offenen distalen
Spitze der inneren Kanüle 16 kann
vorzugsweise angepasst werden, wenn sich dieser nicht am gewünschten
Einsatzort befindet. Um dies zu bewerkstelligen sollte die Anschlusskappe 27 temporär gelöst werden
und/oder die äußere Kanüle 18 erneut
positioniert werden vor einer vorsichtigen Vorwärtsbewegung der inneren Kanüle 16.
Anschließend
an jedwede Anpassungen sollte die Anschlusskappe 27 entlang
der inneren Kanüle 16 vorwärtsbewegt
werden (bei gleichzeitigem Halten des proximalen Endes der inneren
Kanüle 16 zur
Vermeidung einer Bewegung), bis diese anschließt über dem hämostatischen Anschluss 17 des
Y-Verbinders 15. Die Anschlusskappe 27 sichert
damit die Position der inneren Kanüle 16 relativ zu der äußeren Kanüle 18 und
gewährleistet
eine zweite hämostatische
Abdichtung über
und hinter der hämostatischen
Abdichtung (nicht dargestellt), die in dem Y-Verbinder 15 angeordnet
ist. Der Ort der Spitze 46 der inneren Kanüle 16 kann
verändert
werden, während
die Anschlusskappe 27 gegenüber dem hämostatischen Anschluss 17 gesichert
ist. Allerdings muss die Kraft, die erforderlich ist, um die innere
Kanüle 16 zu
bewegen, notwendigerweise größer sein
als bei Entfernung der Anschlusskappe 27 von dem hämostatischen
Anschluss 17. Sämtliche
derartigen Anpassungen sollten erfolgen vor Kopplung der koaxialen
Kanülen-Baugruppe 12 mit
einem außerhalb
des Körpers
angeordneten Zirkulationssystem (wie beispielsweise die hier beschriebene
zentrifugale Pumpen-Baugruppe),
um eine Leckage zu vermeiden.
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Die
koaxiale Kanülen-Baugruppe 12 der
vorliegenden Erfindung kann dann mit einem außerhalb des Körpers gelegenen
Zirkulationssystem gekoppelt werden, wie beispielsweise mit dem
zentrifugalen Blutpumpensystem 14, welches in größerem Detail
im Folgenden beschrieben wird. Bevor dies erfolgt, muss der nicht verstärkte Klemmbereich 31 der
inneren Kanüle 16 derart
geklammert werden, dass die Kappe 33 entfernt werden kann
von dem Schnellverbindungs-Anschluss 29, ohne dass eine
Leckage auftritt. Zu diesem Zeitpunkt kann der weibliche Schnellverbindungs-Anschluss 19 auf
dem Y-Verbinder 15 leicht mit einem korrespondierenden
männlichen
Schnellverbindungs-Anschluss auf dem Einlassrohr 18 der
zentrifugalen Blutpumpe 26 gekoppelt werden. Der männliche
Schnellverbindungs-Anschluss 29 auf der inneren Kanüle 16 kann
dann auf einfache Weise mit einem korrespondierenden weiblichen
Schnellverbindungs-Anschluss auf dem Ausfluss-Anschluss 34 der
zentrifugalen Blutpumpe 26 gekoppelt werden. Wie zuvor
bereits näher
erläutert,
ist der Einsatz derartiger männlich/weiblicher
Schnellverbindungs-Anschlüsse
vorteilhaft sowohl hinsichtlich der Sicherheit als auch hinsichtlich
der Vereinfachung der Benutzung.
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Die
zentrifugale Blutpumpen-Baugruppe 24 muss vor dem Einsatz
entlüftet
werden. Während
Einzelheiten der Blutpumpen-Baugruppe 24 im Folgenden in
größerem Detail
erläutert
werden, ist ein bedeutendes Merkmal der Ansaug-Anschluss 36 an
der Pumpe 26. Der Ansaug-Anschluss 36 gewährleistet
die Möglichkeit einer
schnellen und einfachen Durchführung
des Entlüftungs-Verfahrensschrittes
durch einfaches Befestigen einer Spritze (nicht dargestellt) an
dem Ansaug-Anschluss 36 und Rückziehen des Kolbens zur Entfernung
der Luft, die in der Pumpen-Baugruppe 24 angeordnet ist.
In einer bevorzugten Ausführungsform
(die lediglich beispielhaft gewählt
ist) beträgt
das Ansaugvolumen der Pumpe 26 ungefähr 12 ml, während das Ansaugvolumen der
Pumpenbaugruppe 24 (Pumpe 26 und Einlassrohr 28)
ungefähr
33 ml beträgt.
Es ist allerdings ersichtlich, dass diese Ansaugvolumina variieren
in Abhängigkeit
von den Dimensionen der Pumpe 26 und des Einlass-Rohres 28 und
dass derartige Variationen ebenfalls vom Gegenstand der vorliegenden
Erfindung umfasst sind.
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Mit
angesaugtem System kann dann das zentrifugale Blutpumpen-System 14 betrieben
werden zum Absaugen von Blut aus dem rechten Atrium und zur Rückführung desselben
in die pulmonare Arterie. Um dies zu bewerkstelligen, wird die magnetische
Antriebsseilbaugruppe 30 zunächst mit dem Motor 20 gekoppelt.
Der Motor 20 muss eine Kommunikationsverbindung ausbilden
mit der Steuerungs- oder Regel-Konsole 22, wie beispielsweise über die
elektrische Steuerleitung 40. Wie dies in größerem Detail
im Folgenden noch erläutert wird,
kann die Steuerung- oder Regel-Konsole 22 dann derart betrieben
werden, dass die zentrifugale Pumpen-Baugruppe 24 selektiv
Blut aus dem rechten Atrium absaugt (über Einlassanschlüsse 42 in
der äußeren Kanüle 18)
für eine
Rückführung in
die pulmonare Arterie (über
das offene distale Ende 46 der inneren Kanüle 16).
Der Betrieb der Steuerungs- oder Regel-Konsole 22 kann
basieren auf einer Vielzahl von Variablen oder Charakteristika,
einschließlich
(ohne Beschränkung
hierauf) der Motorgeschwindigkeit, des Motorstroms, der Motorspannung,
der Batteriespannung, der Flussrate, des Blutdruckes und des kardiatrischen
Outputs. Die Geschwindigkeit des Motors 20 und damit der
Pumpe 26 kann gesteuert oder geregelt werden zur Bereitstellung
einer weiten Vielzahl unterschiedlicher Flussraten. Es wird bevorzugt,
die Flussraten hinreichend aufrecht zu erhalten zur Aufrechterhaltung
des kardiatrischen Outputs des Patienten bei einem stabilen Niveau
während
des chirurgischen Eingriffes an dem schlagenden Herz.
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Nach
der Verwendung muss die Kanülen-Baugruppe 12 aus
dem Patienten zurückgezogen
werden. Um dies zu bewerkstelligen sollte der Klemm-Abschnitt 31 der
inneren Kanüle 16 geklammert
werden, während
grundsätzlich
gleichzeitig die Zirkulation außerhalb
des Körpers
unterbrochen wird, beispielsweise durch Stoppen oder Verlangsamung
der Pumpe 26. Die innere Kanüle 16 sollte dann
in der äußeren Kanüle 18 zurückgezogen
werden. Vorzugsweise wird dieses derart durchgeführt, dass die distale Spitze 46 der
inneren Kanüle 16 in
dem Hauptkörperbereich 13 der äußeren Kanüle 18 angeordnet
ist. Dieses gewährleistet,
dass die distale Spitze 46 der inneren Kanüle 16 mit
dem rechten atrialen Druck in Kommunikation steht anstelle der rechten
ventrikulären
Drücke,
wodurch die Rückkehr
des Blutes in das Herz unterstützt
wird. Ein Positionieren des distalen Endes 46 auf diese
Weise kann bewerkstelligt werden durch Zurückziehen der inneren Kanüle 16, bis
die „0
cm"-Markierung ungefähr 5 cm
hinter (außerhalb)
dem hämostatischen
Anschluss 17 des Y-Verbinders 15 angeordnet ist.
Die inneren Kanüle 16 kann
dann von der Pumpen-Baugruppe 24 gelöst werden durch Herunterdrücken der
Klinke des weiblichen Schnellverbindungs-Anschlusses auf dem Auslass 34 der
Pumpe 26 und Ziehen der inneren Kanüle 16 aus dem nun
gelösten
Anschluss. Das Ansaugvolumen in der inneren Kanüle 16 muss entsprechend
zu dem rechten Atrium zurückgeführt werden,
beispielsweise durch Anheben der inneren Kanüle 16. Die Kanülen-Baugruppe 12 kann
dann aus dem Herzen entfernt werden durch Rotation der Achse der äußeren Kanüle 18 im
Uhrzeigersinn in Richtung des Fußes des Patienten bei gleichzeitigem Zurückziehen
der Kanüle 12 aus
der Atriotomie. Die Atriotomie muss dann auf bekannte Weise abgeschlossen werden.
Die Kanülen-Baugruppe 12,
das Stylet 11 und die Blutpumpen-Baugruppe 24 sollten
dann entsorgt werden entsprechend den üblichen Verfahren in Krankenhäusern zum
Umgehen mit kontaminierten Materialien.
-
Die
zentrifugale Pumpen-Baugruppe 24 wird nun im Detail unter
Bezugnahme auf 6–8 beschrieben.
Die zentrale Pumpen-Baugruppe 24 besitzt die zentrifugale
Miniatur-Blutpumpe 26, Einflussrohr 28 und die
magnetische Antriebsseilbaugruppe 30. Die zentrifugale
Miniatur Blutpumpe 26 besitzt ein erstes und zweites Pumpengehäuseelement 72, 74,
(die gemeinsam eine Pumpengehäusebaugruppe
bilden), eine Laufrad-Baugruppe 76, einen Ansaug-Anschluss 78,
einen Fluid-Einlass-Anschluss 80, der einen Teil des ersten Pumpengehäuseelementes 72 bildet,
und einen Auslass-Anschluss 82 für Fluid, der mit einem weiblichen Schnellverbindungs-Anschluss 84 ausgestattet
ist. Wie im Folgenden in größerem Detail
beschrieben wird, besitzt die Laufrad-Baugruppe 76 ein
Laufrad 86, welches mit einer Welle 90 gekoppelt
ist. Das Laufrad 86 weist eine Vielzahl von Blättern 88 auf,
die sich grundsätzlich
radial erstrecken. Die Welle 90 erstreckt sich grundsätzlich senkrecht
von dem Laufrad 86 zur Verbindung desselben mit der magnetischen
Antriebsseilbaugruppe 30. Der Ansaug-Anschluss 78 schafft
eine Möglichkeit
einer Kopplung eines Entlüftungs-Geräts, wie
beispielsweise die zuvor erwähnte
Spritze, mit dem Inneren der Pumpengehäusebaugruppe zum Zweck eines
Ansaugens der zentrifugalen Blutpumpe 26 vor dem Einsatz.
In der dargestellten Ausführungsform
besitzt der Ansaug-Anschluss 78 einen Anschluss eines Luer-Typs,
der aus dem Stand der Technik für
eine Koppelung mit einer Spritze bekannt ist. Es ist ersichtlich,
dass eine beliebige Zahl alternativer Kopplungsanordnungen vorgesehen
sein können
zur Kopplung entlüftender
Geräte
mit der Pumpe 26, ohne dass hierdurch der Gegenstand der
vorliegenden Erfindung verlassen wird. Der weibliche Schnellverbindungs-Anschluss 84 und
der Ansaug-Anschluss 78 vom Luer-Typ sind fest oder steif angebunden
an das Pumpen-Gehäuse,
beispielsweise durch den kombinierten Einsatz eines adhäsiven Mittels
und einer Ultraviolett-Schweißtechnik.
Eine Bereitstellung des Ansaug-Anschlusses 78 auf diese
Weise ist vorteilhaft dahingehend, dass dieses eine schnelle, einfache
und bequeme Weise zur Kopplung und Lösung von Ansaugeinrichtungen
von und mit der Pumpe 26 ermöglicht. Eine Bereitstellung
des weiblichen Schnellverbindungs-Anschlusses 84 auf diese
Weise ist vorteilhaft dahingehend, dass dieses eine schnelle, einfache
und bequeme Weise zur Kopplung und Entkopplung des Auslasses 34 für Fluid
der Pumpe 26 zu und von dem männlichen Schnellverbindungs-Anschluss 29 auf der
inneren Kanüle 16 gewährleistet.
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Das
Einfluss-Rohr 28 besitzt einen grundsätzlich flexiblen Längsbereich
eines Plastik-Rohres mit einem ersten Ende 92, welches
mit dem Einlass-Anschluss 80 für Fluid des ersten Pumpengehäuseelementes 72 verbunden
ist, und einem zweiten Ende 94, welches mit einem männlichen
Schnellverbindungs-Anschluss 96 verbunden ist. Wie zuvor
beschrieben, können
diese Verbindungen durch kombinierten Einsatz eines adhäsiven Mittels
und einer Ultraviolett-Schweiß-Technik
hergestellt werden. Der männliche
Schnellverbindungs-Anschluss 96 ist geeignet dimensioniert
für eine
Kopplung mit einem weiblichen Schnellverbindungs-Anschluss, der
als Teil der äußeren Kanüle 18,
die zuvor diskutiert worden ist, bereitgestellt ist. Die Ausstattung
des Einfluss-Rohres 28 mit dem männlichen Schnellverbindungs-Anschluss 96 ist
dahingehend vorteilhaft, dass dieser eine schnelle, leichte und
bequeme Weise zur Kopplung und Entkopplung des Einlass-Anschlusses 80 für Fluid
der Pumpe 26 zu und mit dem weiblichen Schnellverbindungs-Anschluss 19 der äußeren Kanüle 18 gewährleistet.
Das Einfluss-Rohr 28 kann ein beliebiger Typ unterschiedlicher
Rohre unterschiedlicher Dimensionen sein. In einer bevorzugten Ausführungsform
ist das Einfluss-Rohr 28 ein 0,95cm × 1,43 cm (3/8'' × 9/16'') Tygon®-Rohr
mit einer Länge
von ungefähr
33 cm (13 Inch).
-
Die
magnetische Antriebsseilbaugruppe 30 entsprechend der vorliegenden
Erfindung wird nun beschrieben unter kombinierter Bezugnahme auf
die 6–8 und 16–17.
Die magnetische Antriebsseilbaugruppe 30 besitzt eine Pumpenkopplungsbaugruppe 98,
eine Motor-Kopplungs-Baugruppe 100 und
eine ummantelte Antriebsseilbaugruppe 102, die sich dazwischen
erstreckt. Die ummantelte Antriebsseilbaugruppe 102 beinhaltet
ein Antriebsseil 108, welches rotierend in einer grundsätzlichen
Ummantelung oder einem Rohr-Element 110 angeordnet ist.
Die Pumpen-Kopplungs-Baugruppe 98 besitzt eine Lager-Gehäuse-Kappe 104,
die steif oder fest gekoppelt ist mit einem Bereich 112 des
zweiten Gehäuseelementes 74,
welches zahlreiche Lagerkomponenten aufnimmt, die der Welle 90 zugeordnet
sind. Diese Lagerkomponenten beinhalten ein Lager 114,
ein Abstandselement 116, ein mit einem Flansch ausgestattetes
Lager 118 und einen Sicherungsring 120. Eine Dichtung 121 ist
ebenfalls vorgesehen, die um die Welle 90 nahe deren Verbindung mit
dem Laufrad 86 angeordnet ist. Die Lager-Gehäuse-Kappe 104 besitzt
eine Ummantelungs-Rückhalte-Einrichtung 106 zur
festen Aufnahme der Ummantelung 110 der Antriebsseilbaugruppe 102.
Das Antriebsseil 108 erstreckt sich durch ein Lumen, welches
durch die Gehäuse-Kappe 104 zur
Verbindung mit der Welle 90 gebildet ist. Die Pumpen-Kopplungs-Baugruppe 98 besitzt
auch ein Zugentlastungselement 124, welches um die Ummantelungs-Rückhalteeinrichtung 106 und
einen benachbarten Bereich der ummantelten Antriebsseilbaugruppe 102 angeordnet
ist.
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Die
Motor-Kopplungs-Baugruppe 100 besitzt ein Magnetgehäuse 126,
eine Magnetgehäuse-Kappe 128 und
ein Zugentlastungselement 120. Das Magnetgehäuse 126 ist
geeignet dimensioniert, um eine Magnet-Wellen-Baugruppe 132 aufzunehmen
mit einer Welle 134, die fest mit dem Antriebsseil 108 und
einem Magnet 136 gekoppelt ist.
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Die
Magnetwellen-Baugruppe 132 ist verdrehbar in der Motorkopplungs-Baugruppe 100 angeordnet durch
Einsatz eines Lagers 138 in dem Magnetgehäuse 126 und
eines Lagers 140 in der Magnetgehäuse-Kappe 128. Die
Magnetgehäuse-Kappe 128 besitzt
eine Ummantelungs-Rückhalteeinrichtung 142 und
ein Lumen, welches geeignet dimensioniert ist zur festen Aufnahme
der Ummantelung 110 der ummantelten Antriebsseilbaugruppe 102 darin.
Auf diese Weise sind das Antriebsseil 108 und die magnetische
Wellen-Baugruppe 132 hermetisch abgedichtet gegenüber der
pumpenden Kammer der Pumpe 26. Das Magnetgehäuse 126 und
die Magnet-Gehäuse-Kappe 128 sind
geeignet dimensioniert, so dass diese schnell und leicht mit einem
Motor gekoppelt werden können
(wie beispielsweise dem Motor 20 in 1 und 3),
der einen magnetischen Motor besitzt, der in der Lage ist, magnetisch
die Magnetwellen- Baugruppe 132 in
Rotation zu versetzen. O-Ringe 144 und eine Wechselwirkungs-
oder Eingreif-Nut 146 können
vorgesehen sein, um das schnelle und bequeme Koppeln und Entkoppeln
der magnetischen Antriebsseil-Baugruppe 30 entsprechend
der vorliegenden Erfindung zu vereinfachen oder zu ermöglichen.
Unter Führung
des magnetischen Rotors wird das Antriebsseil 108 in Rotation
mit der Ummantelung 110 gezwungen, wodurch verursacht wird,
das in der Pumpe 26 die Laufrad-Baugruppe 76 rotiert.
Wie in größerem Detail
im Folgenden noch diskutiert wird, ist die Laufrad-Baugruppe 76 geeignet
konfiguriert, um im Uhrzeigersinn in der Pumpe 26 derart
zu rotieren, dass Fluid in den Einlass-Anschluss 78 für Fluid
gezogen wird (nach Durchtritt durch das Einlass-Rohr 28)
und auf grundsätzlich
tangentiale Weise heraus aus dem Auslass-Anschluss 82 für Fluid
gefördert
wird.
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Die
zentrifugale Miniatur-Pumpe 26 entsprechend der vorliegenden
Erfindung wird nun weiter im Detail beschrieben unter Bezugnahme
auf 9–15.
Bei Bezugnahme zunächst
auf 9–10 ist
das erste Pumpen-Gehäuse-Element 72 vorzugsweise
eine gespritzte einstückige
Komponente mit einem grundsätzlich
ebenen Basis-Bereich 150, von dem sich der Einlass-Anschluss 80 für Fluid
auf grundsätzlich
rechtwinklige Weise erstreckt. Ein ringförmiger Grat oder eine ringförmige Rippe 152 ist
vorgesehen, die sich grundsätzlich
rechtwinklig von dem Basisbereich 150 um die Basis des
Einlass-Anschlusses 80 für Fluid erstreckt. Mehrere
Stützelemente 154 erstrecken
sich zwischen der ringförmigen
Rippe 152 und der Basis des Einlass-Anschlusses 80 für Fluid.
Eine Vielzahl von Wechselwirkungs-Rippen oder Eingreif-Rippen 156 ist
auf dem Einlass-Anschluss 80 für Fluid vorgesehen benachbart
dessen offenem distalen Ende zur Vereinfachung oder Ermöglichung
einer Kopplung des Einlass-Anschlusses 80 für Fluid
mit dem Einfluss-Rohr 28. Diese Kopplung kann erhöht werden
durch zahlreiche hinreichend bekannte Techniken einschließlich (ohne
Beschränkung
hierauf) Einsatz eines adhäsiven
Mittels und/oder einer Ultraschall-Schweißtechnologie. Der Basis-Bereich 150 besitzt
einen ersten sich erstreckenden Abschnitt 160, der, wie
im Folgenden noch in größerem Detail
beschrieben wird, formschlüssig
eingreift in einen korrespondierenden Bereich des zweiten Pumpengehäuse-Elementes 74 zur
Vorgabe einer Öffnung,
in der der weibliche Schnellverbindungs-Anschluss 84 entsprechend
der vorliegenden Erfindung angebunden werden kann. Der Basis-Bereich 150 besitzt
einen zweiten sich erstreckenden Abschnitt 162, der, wie
auch im Folgenden in größerem Detail
beschrieben werden wird, formschlüssig eingreift in einen korrespondierenden
Bereich des zweiten Pumpengehäuse-Elementes 74 zur
Vorgabe einer Öffnung,
in der ein Ansaug-Anschluss 36 vom Luer-Typ entsprechend
der vorliegenden Erfindung angebunden werden kann.
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Unter
Bezugnahme auf 10 wird der Formschluss des
ersten Pumpengehäuse-Elementes 72 mit dem
zweiten Pumpengehäuse-Element 72 vereinfacht
oder ermöglicht
durch Anspritzen einer Eingreif-Rippe 164 als Teil des
ersten Pumpen-Gehäuse-Elementes 72,
die sich grundsätzlich
rechtwinklig von der inneren Oberfläche des Basis-Bereiches 150 erstreckt.
Wie im Folgenden noch in größerem Detail
beschrieben werden wird, ist die Eingreif-Rippe 164 des
ersten Pumpen-Gehäuse-Elementes 72 geeignet
dimensioniert, um formschlüssig
einzugreifen in eine Eingreif-Nut, die in dem zweiten Pumpen-Gehäuse-Element 74 gebildet
ist zur Vereinfachung oder Ermöglichung
einer Verbindung zwischen dem ersten und zweiten Pumpengehäuseelement 72, 74 während der
Herstellung der zentrifugalen Miniatur-Blutpumpe 26 entsprechend
der vorliegenden Erfindung. Die Eingreif-Rippe 164 besitzt
einen ersten grundsätzlich
geraden Bereich 166 und einen zweiten grundsätzlich geraden
Bereich 168, der sich nach innen von dem Abschnitt 160 des
Basis-Elementes 150 erstreckt zur Verbindung mit einem
grundsätzlich
spiralförmigen
Bereich 170. In einer bevorzugten Ausführungsform besitzt der grundsätzlich spiralförmige Bereich 170 einen
expandierenden Radius mit Erstreckung von dem ersten grundsätzlich geraden
Bereich 166 zur Verbindung mit dem zweiten grundsätzlich geraden
Bereich 168. Die Eingreif-Rippe 164 besitzt ebenfalls
einen dritten und vierten grundsätzlich
geraden Bereich 172, 174, die sich nach innen
von dem Abschnitt 162 des Basis-Elementes 150 erstrecken zur
Verbindung mit dem grundsätzlich
spiralförmigen
Bereich 170. Ein Anlage-Element 176 ist zwischen
dem ersten und zweiten grundsätzlich
geraden Bereich 166, 168 der Eingreif-Rippe 164 angeordnet.
Das Anlage-Element 176 unterstützt die Vorgabe eines Sitzes,
gegen den der weibliche Schnellverbindungs-Anschluss 84 zur
Anlage gebracht wird zur Gewährleistung,
dass der Anschluss 84 geeignet eingepasst ist, wenn dieser
an den Pumpen-Gehäuse-Elementen 72, 74 während der
Herstellung befestigt wird. Eine kurvenförmige Aussparung 178 kann
auf der Unterseite des Abschnitts 160 der Basis 150 benachbart
dem Anlage-Element 176 gebildet sein zur Anpassung an die
Kontur des Bereiches des weiblichen Schnellverbindungs-Anschlusses 84,
der sich in das Pumpen-Gehäuse
erstreckt. Auf ähnliche
Weise kann eine kurvenförmige
Aussparung 180 auf der Unterseite des Abschnittes 162 der
Basis 150 gebildet sein zur Nachbildung der Kontur des
Bereiches des Ansaug-Anschlusses 78 des Luer-Typs, der
sich in das Pumpen-Gehäuse
erstreckt. Die Unterseite der Basis 150 besitzt weiterhin
eine grundsätzlich
ebene Oberfläche 182,
die eine Breite besitzt, die radial expandiert entsprechend der
radialen Expansion des grundsätzlich
spiralförmigen
Bereiches 170 der Eingreif-Rippe 164 entlang der
Basis 150. Innerhalb dieser grundsätzlich ebenen Oberfläche 182 sind
progressiv kurvenförmige Oberflächen 184, 186 vorhanden,
die einen weichen Übergang
in das Lumen gewährleistet,
welches in dem Einlass-Anschluss 80 für Fluid
vorgegeben ist.
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Das
zweite Pumpengehäuse-Element 74 entsprechend
der vorliegenden Erfindung wird nun im Detail beschrieben unter
Bezugnahme auf die 11–15. Unter
anfänglicher
Bezugnahme auf 12 ist das zweite Pumpengehäuse-Element 74 vorzugsweise
eine einstückige
gespritzte Komponente. Das Pumpengehäuse-Element 74 besitzt
einen grundsätzlich
ebenen Basis-Bereich 190,
einen grundsätzlich
ebenen zentralen Bereich 192, der in einer grundsätzlich erhabenen,
angehobenen oder ansteigenden und parallelen Weise relativ zu dem
Basis-Bereich 190 angeordnet
ist und ein abgestuftes Lager-Gehäuse 194, welches sich
grundsätzlich
rechtwinklig von dem zentralen Bereich 192 erstreckt. Ein
grundsätzlich
spiralförmiger
Bereich 196 ist ebenfalls vorgesehen, der eine radial expandierende
Breite besitzt und eine vertikal ansteigende Höhe mit Fortschritt des spiralförmigen Bereiches 196 entgegen
des Uhrzeigersinns (wie in 12 ersichtlich)
entlang der Basis 190. Der spiralförmige Bereich 196 besitzt
einen grundsätzlich
geraden, teilweise rohrförmigen
Abschnitt 198, der sich von dem Basis-Bereich 190 nach
auswärts
erstreckt. Wenn das erste und zweite Pumpengehäuse-Element 72, 74 miteinander
gekoppelt sind, wirkt der grundsätzlich
gerade Abschnitt 198 mit dem ersten sich erstreckenden
Abschnitt 160 zusammen zur Vorgabe einer Öffnung,
in die der weibliche Schnellverbindungs-Anschluss 84 entsprechend
der vorliegenden Erfindung angebunden wird. Ein grundsätzlich gerader,
teilweise rohrförmiger
Bereich 290 ist ebenfalls vorgesehen, der sich von dem
spiralförmigen
Bereich 196 erstreckt. Während der Herstellung der Pumpe 26 wirkt
der Bereich 290 mit dem zweiten sich erstreckenden Abschnitt 162 des
ersten Pumpen-Gehäuse-Elementes 72 zusammen
zur Vorgabe einer Öffnung,
in der ein Kopplungs-Mechanismus (wie beispielsweise ein Ansaug-Anschluss 78 eines
Luer-Typs, wie zuvor dargestellt) entsprechend der vorliegenden
Erfindung befestigt werden kann. Wie in größerem Detail im Folgenden noch
dargelegt wird, ist eine Entlüftungs-Öffnung (nicht
dargestellt) durch die Wandung des spiralförmigen Bereiches 196 in
dem rohrförmigen
Bereich 200 derart gebildet, dass der Kopplungs-Mechanismus,
der darin angebunden ist, mit einer entlüftenden Einrichtung, wie beispielsweise
der Spritze 38 (die zuvor beschrieben worden ist) ausgestattet
werden kann zur Entfernung von Luft aus dem Inneren der Pumpe 26 zum
Ansaugen der Pumpe 26 vor deren Gebrauch.
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Gemäß 11 und 13–15 ist
die innere Oberfläche
des zweiten Pumpengehäuse-Elementes 74 ausgestattet
mit einer Eingreif-Nut 204, die geeignet dimensioniert
ist zur formflüssigen Aufnahme
der Eingreif-Rippe 164 des ersten Pumpen-Gehäuse-Elementes 72 derart,
dass das erste und zweite Pumpen-Gehäuse-Element 72, 74 miteinander
verbunden werden können
während
der Herstellung der zentrifugalen Miniatur-Pumpe 26 entsprechend
der vorliegenden Erfindung. Die Eingreif-Nut 204 besitzt
einen ersten geraden Bereich 206 und einen zweiten geraden
Bereich 208, die sich nach innen erstrecken von dem grundsätzlich rohrförmigen Bereich 198 zur
Verbindung mit einem grundsätzlich
spiralförmigen
Bereich 210. In einer bevorzugten Ausführungsform besitzt der grundsätzlich spiralförmige Bereich 210 einen
expandierenden Radius mit dessen Erstreckung von dem ersten grundsätzlich geraden
Bereich 206 für
eine Verbindung mit dem zweiten grundsätzlich geraden Bereich 208.
Die Eingreif-Nut 204 beinhaltet ebenfalls einen dritten
und vierten grundsätzlich
geraden Bereich 212, 214, die sich nach innen
von dem teilweise rohrförmigen
Bereich 200 erstrecken zur Verbindung mit dem grundsätzlich spiralförmigen Bereich 210.
Die Bereiche 206–214 der
Eingreif-Nut 204 korrespondierenden mit den Bereichen 166–174 der
Eingreif-Rippe 164, die zuvor diskutiert worden ist. Eine
kurvenförmige
Aussparung 218 kann auf der Unterseite des grundsätzlich geraden,
teilweise rohrförmigen
Bereiches 198 gebildet sein zur Nachbildung der Kontur
des Bereiches des weiblichen Schnellverbindungs-Anschlusses 84,
der sich in das Pumpen-Gehäuse erstreckt.
Auf ähnliche
Weise bildet eine kurvenförmige
innere Oberfläche 220 des
rohrförmigen
Bereiches 200 die Kontur des Bereiches eines Kopplungs-Mechanismus
(wie beispielsweise des Ansaug-Anschlusses 78 vom Luer-Typ,
der zuvor beschrieben worden ist) nach, um ein geeignetes Einpassen
während
des Verbindungs-Prozesses zu gewährleisten.
Ein Entlüftungs-Anschluss 222 ist
durch eine Wandung des spiralförmigen
Bereiches 196 gebildet zur Gewährleistung einer fluidischen
Kommunikation zwischen dem Kopplungs-Mechanismus (d.h. dem Ansaug-Anschluss 78)
und dem Inneren der Pumpe 26 für Ansaug-Zwecke.
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Das
Innere des zweiten Pumpengehäuse-Elementes 74 ist
ebenfalls dadurch gekennzeichnet, dass dieses einen zentralen Bereich 224 aufweist
mit einer grundsätzlich
ebenen Oberfläche,
die mit dem zentralen Bereich 192 korrespondiert, der zuvor
hinsichtlich des Äußeren des
zweiten Pumpen-Gehäuse-Elementes 74 diskutiert
worden ist. Ein ringförmiger
Sitz 226 ist in dem zentralen Bereich 224 vorgesehen
zur Aufnahme der Rotor-Dichtung 121, die zuvor diskutiert
worden ist. Eine Wellen-Öffnung 228 erstreckt
sich durch den ringförmigen
Sitz 226 derart, dass die Welle 90 der Laufrad-Baugruppe 76 hierdurch
geführt
werden kann zur Verbindung mit dem Antriebsseil 108 entsprechend
der vorliegenden Erfindung. Wie in größerem Detail noch im Folgenden
beschrieben wird, werden die Blätter 88 des
Laufrades 86 grundsätzlich
in dem zentralen Bereich 224 angeordnet, wenn die Welle 90 durch
die Wellenöffnung 228 hindurchgeführt wird
oder ist. Entsprechend einem wichtigen Aspekt der vorliegenden Erfindung
wirkt das Laufrad 86 zusammen mit einer Spirale 230,
die entlang dem Inneren des spiralförmigen Bereiches 196,
der zuvor beschrieben wurden ist, gebildet ist, um verbesserte Charakteristika
hinsichtlich des Pumpens von Fluid zu gewährleisten, wie beispielsweise
einen vergrößerten Fluiddruck
für eine
gegebene Pumpendrehzahl und eine verringerte Hämolyse beim Pumpen von Blut.
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Die
Spirale 230 entsprechend der vorliegenden Erfindung hat
ihren Ursprung (grundsätzlich
mit Bezugszeichen 232 gekennzeichnet) bei einem vertikalen
Abstand über
der Oberfläche
des zentralen Bereiches 224. Mit Fortschritt im Uhrzeigersinn
weg von dem Ursprung 232 expandiert die Form der Spirale 230 sowohl vertikal
nach unten als auch radial nach außen. In einer bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung beträgt
die Rate der vertikalen Expansion ungefähr 2,5 Grad mit Fortschritt
der Spirale 230 weg von dem Ursprung 232. Die
Rate der radialen Expansion ist ungefähr 5 Grad mit Fortschritt der
Spirale weg von dem Ursprung 232. Auf diese Weise startet
die Spirale 230 heraus über
der Oberfläche
des zentralen Bereiches 224 und fällt dann unter die Oberfläche des
zentralen Bereiches 224 bei einem Ort, der grundsätzlich mit
Bezugszeichen 234 bezeichnet ist. Eine Expansion wird auf
eine vertikal nach unten gerichtete Weise bis ungefähr zu dem
Beginn der kurvenförmigen
Aussparung 218 aufrechterhalten. Es ist ersichtlich, dass
der Maßstab und
die Größe des ersten
und zweiten Pumpen-Gehäuse-Elementes 72, 74 über einen
weiteren Bereich gewählt
und/oder angepasst werden können
derart, dass die zentrifugale Pumpe 26 der vorliegenden
Erfindung derart dimensioniert werden kann, dass diese geeignet
ist für
einen Einsatz in einer weiten Vielzahl von fluidischen Pumpen-Anwendungen.
Beispielsweise kann die Rate für
die vertikale und/oder radiale Expansion der Spirale 230 irgendwo
im Bereich zwischen 1 und 15 Grad sein, ohne dass hierdurch der
Gegenstand der vorliegenden Erfindung verlassen wird.
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Die
Laufrad-Baugruppe 76 entsprechend der vorliegenden Erfindung
wird nun unter Bezugnahme auf 18–21 im
Detail beschrieben. Die Laufrad-Baugruppe 76 besitzt die
Welle 90, der fest oder steif mit dem Laufrad 86 gekoppelt
ist, welches mit einer Vielzahl von Rotorblättern 88 zur Leitung
des Fluides in der Pumpe 26 ausgestattet ist. Die Welle 90 kann
aus einer Vielzahl geeigneter Materialien konstruiert sein einschließlich (ohne
Beschränkung
hierauf) Edelstahl. Das Laufrad 86 und die Blätter 88 können aus
einer Vielzahl geeigneter Materialen gebildet sein, einschließlich (ohne
Beschränkung
hierauf) Thermo-Kunststoffen wie beispielsweise Polycarbonat. Die
Welle 90 der Laufrad-Baugruppe 76 ist ein grundsätzlich zylindrisches
Element in einstückiger
Ausbildung. Wie am Klarsten in 18 dargestellt
ist, besitzt die Welle 90 einen Kopplungsbereich 240 für das Laufrad,
einen oberen zylindrischen oberen Bereich 244, einen unteren
zylindrischen Bereich 243 und einen mittleren zylindrischen
Bereich 242. Der Laufrad-Kopplungs-Bereich 240 besitzt
eine Vielzahl sich schneidender Gewinde 246, die, nach
Spritzen des Laufrades um diesen während der Herstellung, einer
Vermeidung eines Lösens
des Laufrades 86 in Folge von Rotationskräften während des
Einsatzes dienen. Wie in 21 dargestellt,
ist der untere Bereich 243 der Welle 90 grundsätzlich hohl
mit einem inneren Lumen 248 zur formflüssigen Aufnahme des Antriebsseils 108 der
magnetischen Antriebs-Seil-Baugruppe 30. Das Antriebsseil 108 ist
vorzugsweise an der Welle 90 fixiert durch Klemmen oder
Verpressen des Antriebsseils 108 in dem inneren Lumen 248 des
unteren Bereichs 243. Das Laufrad 86 der Laufrad-Baugruppe 76 ist vorzugsweise
mit einer Vielzahl ausgeschnittener Bereiche 260 gestaltet.
Die ausgeschnittenen Bereiche 260 definieren eine Vielzahl überbrückender
Rippen 262, die sich radial weg von dem Zentrum des Laufrades 86 erstrecken
zur Verbindung mit der führenden
Kante eines jeweiligen Blatt-Elementes 88.
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Wie
in 6 und 8 dargestellt ist die Laufrad-Baugruppe 76 entsprechend
der vorliegenden Erfindung in der Pumpe 26 derart angeordnet,
dass das Laufrad 86 zwischen dem ersten und zweiten Pumpengehäuse-Element 72, 74 angeordnet
ist. Unter weiterer Bezugnahme auf 11–15 ist
die Welle 90 derart dimensioniert, dass sich diese durch
die Wellen-Öffnung 228 und
das Lager-Gehäuse 194 des
zweiten Pumpen-Gehäuse-Elementes 74 erstreckt.
Bei derartiger Anordnung ist die Dichtung 121 um das proximale
Ende des oberen Bereiches 244 der Welle 90 und
das Lager 144, welches deren distales Ende hält, angeordnet.
Der untere Bereich 242 erstreckt sich in distaler Richtung
weg von dem oberen Bereich 244 und wird in dem Lager-Gehäuse 194 durch
das Lager 114, das Abstands-Element 116 und das
Flansch-Lager 118 unterstützt. Der Sicherungsring 120 ist
zum Formschluss mit einer Nut 258 vorgesehen, die auf dem
Zwischenbereich 242 der Welle 90 gebildet ist,
um die Positionen der Dichtungen 114, 118 und
des Abstands-Elements 116 um den unteren Bereich 242 aufrecht
zu erhalten. Dies ermöglicht
eine Rotation der Welle 90 in dem Motor-Lager-Gehäuse 194 unter
Führung
durch den Motor 20, der mit der magnetischen Antriebsseil-Baugruppe 30 gekoppelt ist.
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Die
Dimensionen und der Maßstab
der Merkmale und Komponenten der zentrifugalen Pumpe 26 entsprechend
der vorliegenden Erfindung können über einen
weiten Bereich derart gewählt und/oder
angepasst werden, dass die zentrifugale Pumpe 26 geeignet
dimensioniert werden kann für
einen Einsatz in einer weiten Vielzahl von fluidischen Pumpen-Applikationen
einschließlich
(ohne Beschränkung
hierauf) ein Pumpen von Blut. Bei Bereitstellung für einen
Einsatz zum Pumpen von Blut birgt die zentrifugale Pumpe 26 eine
Vielzahl vorteilhafter Charakteristika einschließlich (ohne Beschränkung auf
diese) solcher, die beispielsweise unter Bezugnahme auf 22 dargestellt
und beschrieben sind. 22 ist ein Graph, der eine Charakteristik
des Flusses über
dem Druck für
die zentrifugale Pumpe 26 entsprechend der vorliegenden
Erfindung zeigt bei Dimensionierung für einen Einsatz als ein Blutpumpe
entsprechend einer beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung.
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Die
Steuerungs- oder Regel-Konsole 22 wird nun in größerem Detail
beschrieben unter Bezugnahme auf die 1 und 23–24.
Die Steuerungs- oder Regel-Konsole 22 ist ein auf einem
Mikrocomputer basierendes System zur Steuerung oder Regelung des
Betriebs der Blutpumpe 26. Die Steuerungs- oder Regelungs-Konsole 22 ist
geeignet gestaltet für
einen Betrieb mit einer Standard-Spannungsversorgung (AC) oder einer
inneren Batterie (DC), die in der Lage ist zur Bereitstellung einer
Notfall-Leistung für
den Fall, dass die AC-Leistungsversorgung versagt. Die Konsole 22 kann
werksmäßig entweder
mit einer 100–120
Volt oder 220–240
Volt-AC-Leistungsversorgung verkabelt sein. Die innere Batterie
(nicht dargestellt) ist vorzugsweise eine wieder aufladbare Nickel-Cadmium-Batterie
mit einer Spannung im vollständig
aufgeladenen Zustand von ungefähr
26 Volt. Wie in 1 dargestellt besitzt die Steuerungs-
oder Regel-Konsole 22 eine Steuerungsleitung 40,
die mit dem Motor 20 gekoppelt ist zur Bereitstellung der
notwendigen elektrischen Signale zum Antrieb des Motors 20.
Der Motor 20 ist vorzugsweise ein bürstenloser DC-Motor mit einem
hohlen zylindrischen Bereich (nicht dargestellt), der in einem Stator
(nicht dargestellt) gebildet ist zur lösbaren Aufnahme der Motor-Kopplungs-Baugruppe 100 der
magnetischen Antriebsseil-Baugruppe 30. Bei Kopplung der
magnetischen Antriebsseil-Baugruppe 30 mit dem Motor 20 kann
die Steuerungs- oder Regel-Konsole 22 dann eingesetzt werden
zur Erzeugung eines rotierenden magnetischen Feldes für einen
magnetischen Antrieb der Magnetwellen-Baugruppe in der Motor-Kopplungs-Baugruppe 100.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
kann die Drehzahl des Motors 20 (und damit der Pumpe 26) angepasst
werden auf Basis eines Feedbacks hinsichtlich des Flusses in der
Pumpen-Baugruppe 24.
Eine Weise zur Bereitstellung eines derartigen Feedbacks ist der
Einsatz eines Fluss-Sensors 48, der vorzugsweise mit dem
Einfluss-Rohr 28 gekoppelt ist und kommuni zierend verbunden
ist mit der Steuerungs- oder Regel-Konsole 22 über die
Steuerleitung 50 zur Ermöglichung der Ermittlung der
Flussrate, die durch die zentrifugale Pumpen-Baugruppe 24 erzeugt
wird. Der Fluss-Sensor 48 kann ein beliebiger aus einer
Vielzahl kommerziell verfügbarer
Geräte
zur Ermittlung des Flusses sein, einschließlich (ohne Beschränkung auf
diese) Fluss-Sensoren, die von dem Unternehmen Transonics, Inc.
verfügbar
sind. In einer bevorzugten Ausführungsform
ist der Fluss-Sensor 48 in der Lage, Flussraten im Bereich
von zwischen 0,5 Litern/Minute und 8,0 Litern/Minute zu überwachen.
Ein Anzeige-Bildschirm 302 ist vorgesehen, um diese Flussrateninformation
für einen
Benutzer zusammen mit weiteren Informationen (wie im Folgenden noch
im größeren Detail
diskutiert wird) anzuzeigen.
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Auf
Basis dieser Feedback-Informationen hinsichtlich des Flusses kann
die Fluss-Rate durch den Betreiber angepasst werden durch Einsatz
eines Drehzahl-Anpass-Knopfes 300, der auf dem vorderen
Panel der Steuerungs- oder Regel-Konsole 22 angeordnet
ist zur Veränderung
der Drehzahl des Motors 20 und somit der Pumpe 26.
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Gemäß 23 besitzt
das vordere Panel der Steuerungs- oder Regel-Konsole 22 einen
Alarm-Indikator 304 und
einen Leistungs-Indikator 306 zusätzlich zu dem Drehzahl-Anpass-Knopf 300 und
dem Anzeigebildschirm 302. Der Alarm-Fehler-Indikator 304 ist
vorzugsweise eine ein rotes Licht aussendende Diode, die geeignet
gestaltet ist, so dass diese aktiviert wird, wenn eine beliebige
einer Vielzahl von Alarm-Zuständen (die
im Folgenden noch beschrieben werden) auftritt. Der Leistungs-Indikator 306 ist
vorzugsweise eine grünes Licht
ausstrahlende Diode, die derart gestaltet ist, dass diese aktiviert
wird, wenn die Steuerungs- oder Regel-Konsole 22 mit AC-Leistung
betrieben wird und deaktiviert wird, wenn die Steuerungs- oder Regel-Konsole 22 von
der inneren Batterie betrieben wird. Der Anzeige-Bildschirm 302 beinhaltet
eine Vielzahl von System-Status-Informationen zur Kommunikation
derselben auf visuelle Weise an einen Betreiber, einschließlich der
Flussrate (Liter/Minute), der Batteriespannung (Volt), des Motorstroms
(Ampere) und der Motorspannung (Volt). Diese Systemstatusinformationen
beinhalten ebenfalls eine Motordrehzahl-Balken-Darstellung 308,
die geeignet gestaltet ist, um eine visuelle Anzeige (vorzugsweise
in Grün)
der Motordrehzahl zu liefern in dem bevorzugten Bereich von 2500
Umdrehungen pro Minute bis 7500 Umdrehungen pro Minute. Das gesetzte Display 310 zeigt
die gewünschte
Motordrehzahl, wie diese über
den Drehzahl-Anpass-Knopf 300 vorgegeben ist. Die tatsächliche
Anzeige 312 zeigt die tatsächliche Motordrehzahl mit einem
Bereich Plus oder Minus 100 Umdrehungen pro Minute an.
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Der
Anzeige-Bildschirm 302 kann auch eine Vielzahl von Kontrollelementen
(vorzugsweise ein Touchscreen) zum Betrieb der Steuerungs- oder
Regel-Konsole 22 aufweisen. Diese beinhalten eine Motor-Aus-Steuerung 314 und
eine Motor-An-Steuerung 316. Die Motor-Aus-Steuerung 314 stellt
den Motor 20 aus und ändert
vorzugsweise bei Berührung
das Licht auf Grün
und erzeugt die Anzeige „Motor
ist aus." Die Motor-An-Steuerung 310 stellt
den Motor 20 an, verändert
bei Berührung
vorzugsweise die Beleuchtung auf Grün und erzeugt die Anzeige „Motor
ist an". Die Steuerungs-
oder Regel-Konsole 22 besitzt einen hörbaren Alarm, der aktiviert
wird, wenn ein beliebiger einer Vielzahl von Alarmzuständen auftritt.
Ein Ruhe-Steuerelement 318 ist
vorgesehen zur temporären
Deaktivierung des hörbaren
Alarmes. Bei Berührung
wird das Ruhe-Steuerelement 318 den hörbaren Alarm abschalten und
die Anzeige erzeugen „Alarm
ist in Ruhe versetzt". Wenn
der Alarmzustand weiter für
eine vorbestimmte Zeitspanne, beispielsweise 30 Sekunden, andauert
wird der hörbare
Alarm wieder aktiviert und das Ruhe-Steuerelement 318 wird
die Anzeige „Ruhe" erzeugen.
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Der
Anzeige-Bildschirm
302 besitzt eine Alarm/Nachrichten-Anzeige
320 zur
visuellen Darstellung zahlreicher Nachrichten für den Betreiber einschließlich Indikationen
eines Alarms und vorgeschlagener Tätigkeiten. Die Indikationen
eines Alarms und vorgeschlagene Aktionen können folgendes beinhalten (ohne
Beschränkung
auf diese Beispiele):
| Alarmanzeige | Vorgeschlagene
Aktionen |
| Niedrige
Flussrate | Prüfe Pumpe
und Pumpenseil |
| | Prüfe Motor |
| | Prüfe Flusssensorkabel |
| Hohe
Flussrate | Prüfe Pumpe |
| | Prüfe Motor |
| Leckage
der Kanüle | Prüfe Kanüle |
| Niedriger
Batteriezustand | Erwäge Ersatz
der Batterie |
| Unpassende
Motordrehzahl | Prüfe Verbindung
mit der Pumpe |
| | Prüfe Motor |
| Hohe
Motordrehzahl | Ersetze
Motor |
| | Ersetze
Steuereinrichtung |
| Niedrige
Motordrehzahl | Ersetze
Motor |
| | Ersetze
Steuereinrichtung |
| Hoher
Motorstrom | Ersetze
Motor |
| | Ersetze
Steuereinrichtung |
| Keine
Batterie | Prüfe Batterieverbindung |
| | Ersetze
oder installiere Batterie |
| Hohe
Temperatur der Steuereinrichtung | Schalte
Steuereinrichtung ab |
| Versagen
des Touchscreens | Touchscreen
ist nicht verwendbar |
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Unter
Bezugnahme auf 24 besitzt die Rückseite
der Steuerungs- oder Regel-Konsole 22 eine Vielzahl von
Verbindungselementen einschließlich
einem Verbindungselement 322 für den Flusssensor, einem Verbindungselement 324 für den Motor
und einem Verbindungselement 326 für eine AC-Leistungsversorgung. Das
Verbindungselement 322 für den Flusssensor ist geeignet
gestaltet zur Aufnahme der Steuerungsleitung 50 zur Kopplung
des Flusssensors 48 mit der Steuerungs- oder Regel-Konsole 22.
Das Verbindungselement 324 für den Motor ist geeignet gestaltet
zum Empfang der Steuerungsleitung 40 zur kommunikativen
Kopplung des Motors 20 mit der Steuerungs- oder Regel-Konsole 22.
Ein Leistungs-Schalter 328 ist ebenfalls vorgesehen zur
An- und Abschaltung der Steuerungs- oder Regel-Konsole 22.
Eine Anzeige 330 mit zwei LED's ist vorgesehen zusammen mit dem Leistungs-Schalter 328 zur
visuellen Indikation, ob die Leistung an- oder ausgeschaltet ist.
Obwohl dies nicht dargestellt ist, besitzt die Steuerungs- oder
Regel-Konsole 22 einen inneren Lüfter zur Kühlung des Kreises mit Luftauslässen, die
vorzugsweise auf der Unterseite oder dem Boden und den Seiten der
Steuerungs- oder Regel-Konsole 22 gebildet sind.
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Der
Einsatz der Steuerungs- oder Regel-Konsole 22 in Verbindung
mit der koaxialen Kanülen-Baugruppe 12 entsprechend
der vorliegenden Erfindung wird nicht beschrieben. Zur Vorbereitung
der Steuerungs- oder Regel-Konsole 22 für den Einsatz wird ein Leistungskabel
(wie beispielsweise 332 in 1) mit dem
Verbindungselement 326 für die AC-Leistungsquelle auf
der Rückseite
der Steuerungs- oder Regel-Konsole 22 verbunden. Nach Prüfung zur
Gewährleistung,
dass die AC-Leistungsquelle auf eine geeignete Spannung gesetzt
ist (über
den Leitungs-Spannungs-Indikator auf dem Verbindungselement 326 für die AC-Leistungsquelle)
kann das Leistungskabel 332 in die AC-Leistungsquelle gestöpselt werden.
Der Motor 20 sollte dann nahe dem Patienten montiert werden,
wie beispielsweise auf der Positionier-Baugruppe 38 gemäß 1.
Die Positionier-Baugruppe 38 muss nahe oder in dem chirurgischen
Feld angeordnet werden. Wie zuvor beschrieben ermöglicht dies,
dass die zentrifugale Pumpen-Baugruppe 24 dicht bei dem
Patienten positioniert werden kann, um das Ausmaß der Leitung, dem das Blut
während
des Pumpprozesses ausgesetzt ist, zu verringern, wodurch vorteilhaft
eine Hämolyse
minimiert wird. Ist der Motor 20 einmal auf diese Weise
positioniert, kann das Steuerungskabel 40 eingesetzt werden
für eine
kommunikative Kopplung der Steuerungs- oder Regel-Konsole 22 mit
dem Motor 20. Der Kopplungsprozess wird vereinfacht oder
ermöglicht
durch Ausstattung des Steuerungskabels 40 mit einem proximalen
und einem distalen Anschluss, die in entsprechende Aufnahmen in
der Steuerungs- oder Regel-Konsole 22 und
dem Motor 20 klicken. Die Motor-Kopplungs-Baugruppe 100 der
magnetischen Antriebsseil-Baugruppe 30 kann dann in die
hohle Aufnahme (nicht dargestellt) in dem Motor 20 (wie
zuvor beschrieben) eingeführt
werden zwecks magnetischer Kopplung der Laufrad-Baugruppe 76 der Pumpe 26 mit
dem Motor 20. Der Fluss-Sensor 48 sollte dann
entlang dem Anschluss-Einlass-Rohr 28 der Pumpen-Baugruppe 24 angekoppelt
werden und die Steuerungs-Leitung 50 sollte mit dem Verbindungselement 322 für den Fluss-Sensor
auf der Rückseite
der Steuerungs- oder Regel-Konsole 22 verbunden werden.
Die zentrifugale Blutpumpen-Baugruppe 24 kann dann mit
der koaxialen Kanülen-Baugruppe
gekoppelt werden, wie dies in größerem Detail
zuvor beschrieben worden ist.
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Bei
Anordnung der koaxialen Kanülen-Baugruppe 12 in
dem Herz (wie zuvor beschrieben) kann die Steuerungs- oder Regel-Konsole 22 angeschaltet
werden unter Verwendung des Leistungs-Schalters 328. In einer bevorzugten
Ausführungsform
ist die Steuerungs- oder Regel-Konsole 22 vorprogrammiert
derart, dass der Motor 20 automatisch mit 2500 Umdrehungen
pro Minute startet, wenn das Motor-An-Steuerelement 316 aktiviert
wird, unabhängig
von der Position des Anpass-Knopfes 300 für die Motordrehzahl.
Von diesem Punkt kann die Drehzahl des Motors 20 erhöht werden
durch Verdrehung des Anpass-Knopfes 300 für die Drehzahl im
Uhrzeigersinn, woraus eine Drehzahl des Motors resultiert im Bereich
von ungefähr
2500 Umdrehungen pro Minute bis 7500 Umdrehungen pro Minute in einer
bevorzugten Ausführungsform.
Ein Betrieb des Motors 20 in diesem Bereich ruft vorzugsweise
Flussraten für
die Pumpen-Baugruppe 24 im
Bereich von ungefähr
0,3 Litern/Minute bis 8,0 Litern/Minute hervor.
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Eine
Einrichtung kann eingesetzt werden zur Abschätzung des kardiatrischen Outputs
des Herzens während
des chirurgischen Verfahrens derart, dass ein Benutzer die Flussrate
der Pumpen-Baugruppe 24 (durch Steuerung des Motors 20)
anpassen kann zur Gewährleistung,
dass der kardiatrische Output des Patienten während des gesamten Verfahrens
bei einem hinreichenden Level gehalten wird. Derartige Einrichtungen
können
ein beliebiges einer Vielzahl von Überwachungseinrichtungen für den kardiatrischen
Output oder derartige Systeme sein einschließlich (ohne Beschränkung auf
diese) solche, die in dem Esophagus, in dem Herzen selbst (wie beispielsweise
in der Aorta) eingesetzt werden oder solche, die an der Aorta fixiert
werden. Eine beispielhafte Überwachungseinrichtung
für den
kardiatrischen Output ist eine solche, die kommerziell verfügbar ist
von den Unternehmen Deltex Medical, Inc. und Transonics, Inc. Eine
Gewährleistung
eines adäquaten
kardiatrischen Outputs auf diese Weise ist vorteilhaft dahingehend,
dass dieses Komplikationen vermeidet, die anderweitig auftreten
könnten,
wie beispielsweise eine verringerte Durchströmung der vitalen Organe während Zeitspannen
verringerten kardiatrischen Outputs. Derartige Verringerungen des
kardiatrischen Outputs können
(ohne die vorliegende Erfindung) entstehen in Folge eines Knickens
oder Zusammenfallens der pulmonaren Arterie, der Aorta und/oder
von Bereichen der ventrikulären
oder atrialen Wandungen während
des chirurgischen Eingriffes. Dies kann insbesondere auftreten,
wenn das Herz manipuliert wird zur Ausführung eines koronaren Arterien-Bypass-Transplantates (CABG)
an den koronaren Arterien im posterioren und/oder lateralen Bereich
des Herzens.
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Zur
Demontage des Systems anschließend
an das chirurgische Verfahren kann die innere Kanüle 16 entlang
des nicht verstärkten
Abschnittes 31 geklammert werden und die Drehzahl des Motors
verringert werden auf ungefähr
2500 Umdrehungen pro Minute. Das Einlass-Rohr 28 sollte
dann geklammert werden. Klammern der koaxialen Kanülen-Baugruppe 12 auf
diese Weise verhindert einen Rückfluss,
während
die Kanülen-Baugruppe 12 von
dem Patienten auf die zuvor beschriebene Weise entfernt wird. Der
Motor 20 kann dann abgeschaltet werden, beispielsweise
durch Drücken
des Motor-Aus-Steuerelements 314 auf dem Anzeige-Bildschirm 302.
Die Steuerungs- oder Regel-Konsole 22 kann dann über den
Leistungs-Schalter 328 abgeschaltet werden. Der Fluss-Sensor 48 kann
dann von dem Einlass-Rohr 28 und der Steuerungs- oder Regel-Konsole 22 gelöst werden.
Hiernach kann die Pumpen-Baugruppe 24 von dem Motor 20 gelöst werden durch
Entfernung der Motor-Kopplungs-Baugruppe 100 der magnetischen
Antriebsseil-Baugruppe 30 von dem hohlen Bereich des Motors 20.
Der Motor 20 kann dann von der Steuerungs- oder Regel-Konsole 22 gelöst und von
der Positionier-Baugruppe 38 entfernt
werden, die dann ebenfalls aus ihrer Position nahe oder in dem chirurgischen
Feld entfernt werden kann.
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Für den Durchschnittsfachmann
ist ersichtlich, dass Änderungen
gegenüber
den beschriebenen Ausführungsformen
vorgenommen werden kann, ohne dass hierdurch eine Abweichung von
dem breiten erfindungsgemäßen Konzept
begründet
ist. Es ist daher ersichtlich, dass diese Erfindung nicht auf die
hier offenbarten bevorzugten Ausführungsformen beschränkt ist,
sondern dass beabsichtigt ist, dass Modifikationen des Gegenstandes
der vorliegenden Erfindung, wie diese in den beigefügten Ansprüchen definiert
ist, umfasst sind.