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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aktivieren von
virtuellen Prepaid-Karten.
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Gemäß dem französischen
Patent
FR 2750273 ermöglicht eine
Prepaid-Karte es ihrem Träger,
einen Dienst von einem Dienstbereitsteller zu empfangen, wobei die
Bezahlung dieses Diensts vorab beim Kauf der Karte durchgeführt wird.
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Man
muss die virtuelle Prepaid-Karte von der nicht-virtuellen Prepaid-Karte unterscheiden.
Bei einer virtuellen Prepaid-Karte werden alle Merkmale der Karte,
insbesondere ihr Guthaben, von einem zentralisierten Server verwaltet.
Bei einer nicht-virtuellen
Prepaid-Karte enthält
die Karte selbst eine integrierte Schaltung mit Mikrocontroller,
die alle Merkmale der Karte enthält,
einschließlich
das Restguthaben. Die Télécarte
(eingetragene Marke) ist ein Beispiel für eine nicht-virtuelle Prepaid-Karte.
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Die
Erfindung betrifft nur die virtuellen Prepaid-Karten, auch "virtuelle Münzen" genannt. Im Unterschied zu nicht-virtuellen
Prepaid-Karten, die notwendigerweise eine elektronische Einrichtung
aufweisen, die aus der integrierten Schaltung besteht, können die
virtuellen Prepaid-Karten von zwei Arten sein:
- – die immateriellen
virtuellen Prepaid-Karten, die aus einem Identifizierungscode, im
Allgemeinen einer Nummer, bestehen, die zum Beispiel nach Abkratzen
auf der Karte lesbar ist;
- – die
materiellen virtuellen Prepaid-Karten, die aus einer physischen
Vorrichtung bestehen, zum Beispiel mindestens einem Speicher, in
den der Identifizierungscode voreingespeichert wurde.
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Vor
der Benutzung einer virtuellen Prepaid-Karte zum Zugriff auf einen
Dienst werden die folgenden Vorgänge
durchgeführt:
- – Herstellen
der Karte mit Zuordnung des Identifizierungscodes;
- – Speichern
des Identifizierungscodes in einem EDV-Authentifizierungsserver;
- – Verkauf
der Karte;
- – Authentifizierung
der gekauften Karte durch den Server;
- – Liefern
eines Diensts;
- – Dialog
mit dem Server, der es dem Dienstbereitsteller ermöglicht,
das Restguthaben und die anderen Parameter der virtuellen Prepaid-Karte zu kennen und
das Guthaben der virtuellen Prepaid-Karte zu aktualisieren.
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Der
Benutzer kauft bei einem Vertreiber-Händler eine virtuelle Prepaid-Karte.
Sie wird ursprünglich
bei ihrer Herstellung mit einem Guthaben in Form einer bestimmten
Anzahl von Einheiten versehen, das ihrem Kaufpreis entspricht. Eine
Einheit ermöglicht
es, einen unteilbaren Anteil eines Diensts zu bezahlen. Dies kann
allgemein eine Währungseinheit
oder eine Grundgebühr
im Fall einer Telefondienstleistung, oder eine Gesprächsminute,
oder auch jeder andere Bruchteil eines Diensts sein.
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Die
Verwaltung der virtuellen Prepaid-Karte wird vom EDV-Server durchgeführt, dessen
Aufgabe es ist, das Einheiten-Guthaben der Karte sowie bestimmte
komplementäre
Daten, wie zum Beispiel Gültigkeitsdaten,
Sperrdaten usw., zu aktualisieren.
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Um
einen Dienst von dem Dienstbereitsteller zu erhalten, muss der Benutzer
zuerst beweisen, dass er im Besitz einer virtuellen Prepaid-Karte
ist. Hierzu authentifiziert der Server die Karte.
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Gemäß dem Patent
US 5991413 besteht diese
Authentifizierungsfunktion darin, die Gültigkeit einer Folge von Symbolen
zu prüfen,
die an den Server übertragen
wird:
- – für die immateriellen
virtuellen Prepaid-Karten ist diese Folge der Identifizierungscode
der Karte, den der Benutzer über
eine Terminal-Einrichtung an
den Server übermittelt;
- – für die materiellen
virtuellen Prepaid-Karten wird bei jeder Aktivierung durch den Benutzer
eine andere Symbolfolge, die einen Identifizierungscode bildet,
kryptographisch durch die in der Karte enthaltene integrierte Schaltung
berechnet; die integrierte Schaltung kann sie selbst an den Server senden
oder nur in der Lage sein, sie an die sie übertragende Terminal-Einrichtung
zu übermitteln;
dies stellt eine sichere Authentifizierungsmethode dar.
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Wenn
die Authentifizierung der virtuellen Prepaid-Karte erfolgreich ist,
zeigt der Server dem Dienstbereitsteller das Restguthaben auf der
Karte des Benutzers an. Diese Information kann optional an den Benutzer übertragen
werden.
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Der
Dienstbereitsteller kann dann, indem er sich an den Server wendet,
das Konto des Benutzers in Abhängigkeit
vom geleisteten Dienst belasten. Diese Belastung kann entweder vor
der Leistung des Diensts, oder im Laufe der Lieferung des Diensts, oder
nachdem der Dienst geleistet wurde, oder durch eine Kombination
dieser verschiedenen Verfahren durchgeführt werden.
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Man
stellt fest, dass der Bereitsteller nicht über den Kauf einer virtuellen
Prepaid-Karte informiert wird. Der Bereitsteller muss also annehmen, dass
eine virtuelle Prepaid-Karte während
des ganzen Zeitraums, in dem sie potentiell verkäuflich ist, d.h. im Lager beim
Bereitsteller und dann beim Vertreiber, und schließlich im
Verkaufsregal im Geschäft, nutzbar
ist.
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Weder
der Bereitsteller vor der Lieferung an den Vertreiber, noch der
Vertreiber vor dem Verkauf der Karte, sind vor dem Diebstahl der
virtuellen Prepaid-Karte,
d.h. vor dem Diebstahl des Hardwareträgers oder einfach des Identifizierungscodes
im Fall einer immateriellen virtuellen Prepaid-Karte, oder vor dem
Diebstahl der Karte selbst im Fall einer materiellen Prepaid-Karte,
geschützt.
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Der
Stand der Technik hat somit den Hauptnachteil, dass eine gestohlene
virtuelle Prepaid-Karte das gleiche Anrecht auf den Dienst verleiht
wie eine legitim erstandene virtuelle Prepaid-Karte.
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Das
Patent US-A-5 903 633 schlägt
vor, vorher einen Kontrollcode mit einem klassischen PIN-Code (Personal
Identification Number) in einer Telefonkarte mit Magnetband zu speichern,
wobei die Codes zum Teil auf der Karte sichtbar und zum Teil verdeckt
und nach Abkratzen lesbar sind. Ehe der Wiederverkäufer (retailer)
der Karte die Karte an den Endbenutzer verkauft oder überträgt, überträgt ein Verkaufsstellenterminal
den Kontrollcode an einen Zentralcomputer. Die Datenbasis des Computers prüft die Übereinstimmung
zwischen dem Kontrollcode und der Telefonnummer des Terminals des
Wiederverkäufers,
um den Kauf der Karte zu validieren und die Inrechnungstellung der
Karte an den Wiederverkäufer
in einem Fakturierungsrechner zu befehlen. Dann verwendet der im
Besitz der gekauften Karte befindliche Benutzer die bezahlte Telefonkarte
in klassischer Weise nach einer Validierung des PIN-Codes in einem
Telefonapparat.
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Wenn
auch die vorherige Prüfung
des Kontrollcodes eine betrügerische
Benutzung des PIN-Codes verhindert, so erfordert sie aber, dass
jeder Wiederverkäufer
mit einem Terminal ausgerüstet ist,
das den Kontrollcode lesen und an einen spezifischen Zentralcomputer übertragen
kann. Außerdem kann
jedermann den Kontrollcode vor dem Kauf der Karte kennen, was zu
Betrug verführt.
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Ziel
der Erfindung ist es, sich von den oben erwähnten Nachteilen zu befreien,
um den Zugriff zum gewünschten
Dienst nur dem Benutzer einer legitim erworbenen virtuellen Prepaid-Karte
zu erlauben und diesen Zugriff einer böswilligen Person zu verweigern,
die den Identifizierungscode der Karte erfahren hat.
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Um
dieses Ziel zu erreichen, ist ein Verfahren zur Aktivierung eines
Diensts mit Hilfe einer Prepaid-Karte in einer Dienstbereitstellungseinrichtung ausgehend
von einer Benutzerterminaleinrichtung, wobei der Karte ein erster
für die
Nutzung des Diensts notwendiger Code zugeordnet und in der Dienstbereitstellungseinrichtung
vor dem Bezahlen der Karte gespeichert wird, dadurch gekennzeichnet, dass
es die im Anspruch 1 aufgeführten
aufeinanderfolgenden Schritte aufweist.
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Die
Benutzerterminaleinrichtung kann ein elektronisches Terminal vom
Typ Telefon und/oder Teleinformatik sein, wie man nachfolgend sehen wird,
oder aber sie stellt eine Mensch-Maschine-Schnittstelle zwischen
einem Benutzer und einem Server dar, zum Beispiel über den
Postweg, um die zwei Codes an den Telefondienstanbieter zu übertragen,
oder über
einen Operator, der speziell der Validierung der Karte zugeordnet
ist.
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Der
erste Code entspricht dem Identifizierungscode, allgemein eine Nummer,
gemäß dem Stand
der Technik. Der zweite Code wird durch die Erfindung hinzugefügt und kann
nur dem Käufer
der Karte zum Zeitpunkt von deren Bezahlung bekannt sein, was die
Kenntnis dieses Codes durch einen Dieb der Karte beim Vertreiber
verhindert.
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Der
zweite Code, wie auch der erste Code, muss authentifiziert werden,
um die Validierung der Karte vor ihrer ersten Benutzung zu zertifizieren.
Der zweite Code ist aber für
die Benutzung der Karte nicht notwendig, und wird sogar von Einrichtungen wie
Servern gelöscht,
die die Karte authentifizieren, sobald die Benutzung der Karte erlaubt
ist, was die Gewohnheiten der Benutzer von virtuellen Prepaid-Karten
nicht verändert.
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Die
Erfindung bietet so die Vorteile, dass keine unzulässige Benutzung
der Karte ab ihrer Erzeugung und bis zu ihrer ersten Benutzung durch
den legitimen Erwerber möglich
ist, und dass die Validierung der Karte vor der ersten Benutzung
sicher ist, sowohl für
den Dienstbereitsteller und den Vertreiber der Karte als auch für den Benutzer.
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Vorzugsweise
kann jeder Schritt der Authentifizierung eines Codes die folgenden
Schritte aufweisen:
- – Übertragen des Codes von der
Terminaleinrichtung zur Authentifizierungseinrichtung, die eine Liste
von Codes voreingespeichert hat,
- – Suchen
des übertragenen
Codes in der Authentifizierungseinrichtung, und
- – Löschen des
voreingespeicherten Codes als Antwort auf den übertragenen Code, der in der Authentifizierungseinrichtung
gefunden wurde, und Fortsetzung des Verfahrens.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführung
der Erfindung werden die Schritte des Authentifizierees der ersten
und zweiten Codes in ersten bzw. zweiten Authentifizierungseinrichtungen
durchgeführt,
die mit der Terminaleinrichtung über
einen mindestens sprachlichen Mitteilungsserver kommunizieren. Der zweite
Server überträgt eine
Dienstkennung, die vorzugsweise der ganze oder ein Teil des zweiten
Codes ist, an die Dienstbereitstellungseinrichtung, wobei die Teile
des zweiten Codes der Wert der Karte und/oder eine Einkaufrechnungsnummer
der Karte und eine Kennung des Diensts und/oder des Dienstbereitstellers
und/oder des Kartenausgebers sein können. Der Dienst wird aktiviert,
wenn der erste authentifizierte Code, der von der zweiten Authentifizierungseinrichtung
an die Dienstbereitstellungseinrichtung übertragen wird, entsprechend
der Dienstkennung in einer voreingespeicherten Tabelle der Dienstbereitstellungseinrichtung
wieder gefunden wird.
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Die
Dienstbereitstellungseinrichtung kann durch eine Adresse entsprechend
dem ersten und dem zweiten Code bezeichnet werden, die in der zweiten
und der ersten Authentifizierungseinrichtung authentifiziert werden,
um von diesen ausgehend den ersten authentifizierten Code und die
Dienstkennung an die Dienstbereitstellungseinrichtung zu übertragen.
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Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung wird der Dienst als aktiviert betrachtet,
wenn die Dienstbereitstellungseinrichtung die Dienstkennung löscht, die
vorzugsweise der ganze oder ein Teil des zweiten authentifizierten
Codes ist, oder den Zustand des Dienstaktivierungsanzeigers in einer
voreingespeicherten Tabelle der Dienstbereitstellungseinrichtung ändert, nachdem
der erste authentifizierte Code entsprechend der Dienstkennung oder
des Dienstaktivierungsanzeigers in einem vorbestimmten Zustand wieder
gefunden wurde.
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Bei
der Verwendung der Karte kann die Dienstbereitstellungseinrichtung
den Zugriff zum aktivierten Dienst nur als Antwort auf den von der
Terminaleinrichtung übertragenen
ersten Code und auf eine Überprüfung einer
nicht vorhandenen Dienstkennung, oder auf eine Überprüfung eines anderen vorbestimmten
Zustands des Dienstaktivierungsanzeigers entsprechend dem ersten
Code in der Tabelle erlauben.
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Weitere
Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung gehen klarer aus
der nachfolgenden Beschreibung mehrerer bevorzugter Ausführungsformen
der Erfindung unter Bezugnahme auf die entsprechenden beiliegenden
Zeichnungen hervor. Es zeigen:
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1 ein
schematisches Funktions-Blockdiagramm eines Kommunikationssystems
zur Anwendung des Dienstaktivierungsverfahrens gemäß einer bevorzugten
Ausführungsform
der Erfindung;
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2 einen
Algorithmus des Dienstaktivierungsverfahrens; und
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3 einen
Algorithmus der Verwendung des aktivierten Diensts.
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Obwohl
die Erfindung sich auf verschiedene Gegenstände bezieht, zum Beispiel auf
Dienste als solche, oder auch auf Produkte, die indirekt durch Dienste
erhalten werden, wird eine bevorzugte Ausführung des erfindungsgemäßen Aktivierungsverfahrens
nachfolgend beschrieben, um einen Dienst zu aktivieren, der von
einem Telefondienstanbieter angeboten und mittels einer Prepaid-Karte
CP erhalten wird. Die Karte CP ist eine "immaterielle" virtuelle Prepaid-Karte, die einfach
einen Identifizierungscode CI enthält, der ausschließlich jedes
anderen Codes alleine notwendig ist für jeden Zugriff zum Dienst, nachdem
er erfindungsgemäß aktiviert
wurde, wobei die Karte keine integrierte Schaltung enthält und nachfolgend "Prepaid-Karte" genannt wird. Der
Code CI ist auf der Karte nach Abkratzen einer vorbestimmten Zone
lesbar. Der Dienst besteht darin, einem Benutzer, Käufer und
Träger
der Karte CP einen Telefonanrufbeantworter, der einer vom Benutzer ausgewählten festen
Telefonleitung gewidmet ist und der aus der Ferne von einem beliebigen
Telefonapparat, einschließlich
eines Mobiltelefons, abgefragt werden kann, während einer maximalen Dauer
DM von einigen Monaten für
eine Pauschale F, die beim Kauf der Karte vorausbezahlt wird, zur
freien Verfügung
zu stellen.
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Gemäß 1 enthält ein System
zur Aktivierung des gewünschten
Diensts zur Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens die folgenden
Funktionalitäten,
abgesehen von einem Benutzer-Käufer UA
des Diensts und einem Vertreiber-Händler DC, der Prepaid-Karten
CP verkauft, einen Sprachserver SV, der mit einem Aktivierungsserver
SA und mit einem Identifizierungs- und Konfigurationsserver SIC verbunden
ist, und einen Dienstbereitstellungsserver SFS. Auf alle diese Server
kann über
geeignete Telekommunikationsnetze, zum Beispiel Telefon- und/oder
Mobilfunknetze und/oder Teleinformatiknetze, das Internet eingeschlossen,
ausgehend von einem Benutzerterminal TE zugegriffen werden, das ein
Telefonapparat oder ein Mobiltelefon oder ein mit einem Modem ausgestatteter
Mikrocomputer oder auch ein Videotext-Terminal sein kann. Die Server SV,
SA, SIC und SFS können
miteinander über
spezialisierte Verbindungen kommunizieren; insbesondere sind die
Server SV, SA und SIC im Allgemeinen an einer geographisch vom Ort
des Servers SFS entfernten Stelle angeordnet, der vom Dienstbereitsteller,
einer Telefongesellschaft, verwaltet wird, und der den Zugriff zum
Anrufbeantworter anbietet, der der ausgewählten Telefonleitung gewidmet
ist.
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Wie
in 2 gezeigt, weist das erfindungsgemäße Dienstaktivierungsverfahren
vor einer ersten Benutzung der Prepaid-Karte CP hauptsächlich einen
Zahlungsschritt E1, einen Schritt der Lieferung des Aktivierungscodes
E2, einen Schritt der Authentifizierung des Aktivierungscodes E3
und einen Schritt der Authentifizierung des Identifizierungscodes
E4 auf, um den Dienst im Server SFS nach den zwei Authentifizierungen
zu aktivieren und ggf. diesen Dienst in einem Schritt E5 vor jeder
Benutzung des aktivierten und konfigurierten Diensts zu konfigurieren,
deren Auslösung
später
unter Bezugnahme auf 3 beschrieben wird. Die Schritte
E1, E3 und E4 enthalten Unterschritte E11 und E12 bzw. E31 bis E35
bzw. E41 bis E48.
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Zu
Anfang, im Schritt E1, entnimmt der Benutzer-Käufer UA im Regal des Vertreiber-Händlers DC,
zum Beispiel einem Supermarkt, eine blisterverpackte Prepaid-Karte
CP entsprechend dem gewünschten
Dienst eines Telefonanrufbeantworters, oder entsprechend einer Gruppe
von bestimmten Diensten, zum Beispiel Telefondiensten, die den gewünschten
Dienst enthält
(Unterschritt E11). Dann geht der Benutzer UA zur Kasse des Vertreibers
DC oder an eine von dessen Kassen, die für die Bezahlung von Prepaid-Karten
spezialisiert ist, wo er einen Pauschalpreis F für den mit der Karte CP verbundenen
Dienst für
eine maximale Gültigkeitsdauer
DM bezahlt, die auf der Karte lesbar ist (Unterschritt E12). Eine
Zone wird auf der Karte CP abgekratzt, um dort einen ersten Code
zu entdecken, Identifizierungscode CI genannt.
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Wie
bereits bezüglich
des Stands der Technik vorgeschlagen, werden die Identifizierungscodes CI,
die den käuflich
erhältlichen
Prepaid-Karten CP zugeordnet sind, vorher in einem Server gespeichert, im
diesem Fall dem Dienstbereitstellungsserver SFS, aber erfindungsgemäß auch in
dem Identifizierungs- und Konfigurationsserver SIC. Jeder Code CI
wird nur so lange im Server SIC gespeichert gehalten, wie dieser
nicht im erfindungsgemäßen Schritt
E4 authentifiziert wurde, was später
jeden Zugriff zum gewünschten
Dienst im Server SFS verbietet, und wird ebenfalls während der
Gültigkeitsdauer
der zugeordneten Karte CP im Server SFS gespeichert gehalten. Die
Codes CI sind alphanumerische Codes mit mehreren Buchstaben, zum
Beispiel Codes mit 13 oder 14 Zahlen.
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Im
Austausch gegen den auf der bezahlten Karte CP gelesenen Code CI
zieht die Kassiererin eine Datei von Codes zu Rate, die dem gelesenen Code
CI in eineindeutiger Weise einen zweiten Code zuordnet, Aktivierungscode
CA genannt, der von der Kassiererin dem Benutzer UA im Schritt E2
ausgeliefert wird, zum Beispiel, indem sie ihn auf die Zahlungsrechnung
der Karte schreibt. Der gelieferte Aktivierungscode CA dient erfindungsgemäß dazu,
die Authentifizierung des ersten Codes, des Identifizierungscodes
CI der Karte CP, zu erlauben, um den Zugriff zum gewünschten
Dienst zu entriegeln. In Unkenntnis des Aktivierungscodes CA ist
ein Dieb der Karte CP nicht in der Lage, auf den gewünschten Dienst
zuzugreifen, selbst wenn er versucht, den Dienstbereitstellungsserver
SFS anzurufen und ihm den Identifizierungscode CI mitzuteilen, der
nach dem Abkratzen auf der Karte erscheint.
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Der
Aktivierungscode CA ist eine Folge von alphanumerischen Buchstaben,
zum Beispiel in einer Anzahl von 10 bis 15 Zahlen. Gemäß einem
Merkmal der Erfindung kann der Aktivierungscode CA außer einer
dem zu aktivierenden Dienst, in diesem Fall dem gewünschten
Telefonanrufbeantworter, und/oder einer Besonderheit des zu aktivierenden Dienstes,
zum Beispiel einer Gültigkeitsgrenze
der Karte oder einer Zeitspanne oder einer Betriebsperiode des zu
aktivierenden Diensts, in diesem Fall des Anrufbeantworters, eineindeutig
zugeordneten Variablen, enthalten:
- – einen
Wert der Prepaid-Karte, in diesem Fall die Pauschale F, die zum
Beispiel für
eine Dauer DM von drei Monaten 100 Franc, oder für eine Dauer DM von einem Jahr
300 Franc betragen kann; und/oder eine Kaufrechnungsnummer der Prepaid-Karte,
insbesondere, um einem möglichen "Wiederladen" des Zugriffs zum
Dienst im Server SFS vorzubeugen;
- – eine
Kennung des Typs des zu aktivierenden Diensts, wenn die Karte CA
vorrangig Zugriff zu einem aus einer Gruppe von zum Beispiel Telefon-Diensten ausgewählten Dienst
gewähren kann;
in diesem Fall präzisiert
der Benutzer UA der Kassiererin den Typ des Diensts, damit diese den
Aktivierungscode CA in der dem Dienst entsprechenden Datei sucht;
- – eine
Kennung des Bereitstellers des zu aktivierenden Diensts, der insbesondere
den Server SFS verwaltet, hier eine Telefongesellschaft gemäß dieser
Ausführung
und
- – eine
Kennung des Ausgebers der Karte, in diesem Fall der Vertreiber-Händler DC.
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Mit
Hilfe des Terminals TE führt
der Benutzer-Käufer
UA die Authentifizierungsschritte E3 und E4 in Zusammenwirkung mit
dem Sprachserver SV aus.
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Zu
Beginn des ersten Authentifizierungsschritts E3 fordert der Benutzer
ausgehend vom Terminal TE den Aufbau eines Startanrufs, indem er
die entsprechende Telekommunikationsverbindung, Leitung und/oder
Kanal, belegt und die Rufnummer, die eine IP-Adresse (Internet Protocol)
sein kann, des Sprachservers SV eingibt, der sich dann mit dem Aktivierungsserver
SA verbindet (Unterschritt E31). Eine Aufforderungsmitteilung, den
Aktivierungscode CA zu übertragen,
wie "Geben sie den
Aktivierungscode CA ein und bestätigen
Sie durch Drücken
der Taste TV" wird
vom Sprachserver SV an das Terminal TE übertragen.
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Es
ist anzumerken, dass die vom Sprachserver SV, oder anschließend vom
Server SFS, übertragenen
Mitteilungen, um mit dem Benutzer vor dem Terminal TE zu dialogisieren,
Sprachmitteilungen, die von einem Lautsprecher oder Summer des Terminals reproduzierbar
sind, und/oder Textmitteilungen sind, die auf einem Bildschirm des
Terminals angezeigt werden können.
Die Taste TV ist eine vorbestimmte Validierungstaste, zum Beispiel
die Rautetaste # auf der Tastatur eines Telefongeräts oder
die ENTER-Taste auf der Tastatur eines Mikrocomputers.
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Der
Benutzer gibt anschließend
den Aktivierungscode CA ein, der vorher von der Kassiererin ausgegeben
wurde, gefolgt vom Drücken
der Validierungstaste TV (Unterschritt E32). Als Antwort auf den zum
Beispiel in digitaler Form oder als Multifrequenzcode DTMF (Dual
Time Multiple Frequency), je nach dem Typ des Terminals (Unterschritt
E33), übertragenen
Code CA sucht der Server SA in einer zugeordneten Datenbasis, und
genauer in einer Tabelle, den Code CA, um ihm eine Adresse ASFS
des Dienstbereitstellungsservers SFS (Unterschritt E34), wenn mehrere
Server SFS vorgesehen sind, sowie eine Dienstkennung IDS zuzuordnen.
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Wenn
der Code CA mehrere Kennungen wie die oben definierten aufweist,
wird der Code CA vom Server SA analysiert, um zum Beispiel hierarchisch die
Tabelle zu durchsuchen, in der der Code CA sich befinden kann; wenn
zum Beispiel der Code CA eine Bereitstellerkennung und eine Kennung
des Diensttyps enthält,
sucht der Server SA zunächst
die Bereitstellerkennung in einer Bereitsteller-Tabelle, und dann
den Dienst in einer Tabelle von Diensttypen, die vom Bereitsteller
angeboten werden, der von der Bereitstellerkennung bezeichnet wird,
und schließlich die
Variable, die immer im Code CA enthalten ist, in einer Tabelle von
Variablen, die von der Kennung von Diensttypen bezeichnet wird,
wobei die Variablen noch nicht benutzten Prepaid-Karten entsprechen.
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Wenn
im Unterschritt E33 der Benutzer nach Ablauf einer vorbestimmten
Verzögerung
von einigen Sekunden nach dem Unterschritt E32 aufgelegt oder den
Code CA nicht eingegeben oder nicht auf die Validierungstaste TV
gedrückt
hat, oder wenn im Unterschritt E34 der Server SA den eingegebenen
Code CA, und insbesondere die in diesem enthaltene Variable, nicht
erkannt hat, steuert der Server SA den Server SV, um im Schritt
des Verfahrensendes E6 die belegte Telekommunikationsverbindung
freizugeben.
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Nach
der Erkennung des eingegebenen Aktivierungscodes CA durch den Aktivierungsserver
SA im Unterschritt E34 überträgt der Server
SA an den Server SFS eine Authentifizierungsmitteilung des Aktivierungscodes,
die eine Kennung IDS des gewünschten
Diensts enthält,
und löscht
den Code CA in der Tabelle (Unterschritt E35). Die Kennung IDS wird
in einer Warteschlange des Servers SFS gespeichert und wartet auf
einen Vergleich (späterer
Unterschritt E46) bei der späteren
Authentifizierung des auf der Karte gelesenen Identifizierungscodes
CI.
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Die
Dienstkennung IDS wird vorzugsweise mit dem ganzen oder einem Teil
des authentifizierten Aktivierungscodes CA aufgebaut. Zum Beispiel
enthält
die Kennung IDS die Variable, den Wert der Karte und die Kennung
des Diensttyps. In einer Variante wird die Kennung IDS entsprechend
dem erkannten Code CA im Server SA gelesen. Der Server SFS wird abhängig von
der in der Tabelle gelesenen Adresse ASFS angesteuert, in der der
Code CA gefunden wurde. Zum Beispiel sind mehrere Server SFS verschiedenen
Dienstbereitstellern zugeteilt, und jeder Dienstbereitsteller verwaltet mehrere
Server SFS, die je einen oder mehrere vorbestimmte Dienste anbieten;
gemäß dem dargestellten
Beispiel wurde angenommen, dass der Server SFS einen Telefonanrufbeantworterdienst
für eine
Telefongesellschaft anbietet.
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Das
Löschen
des Codes CA im Server im Unterschritt E35 verbietet später jede
Dienstaktivierung mit dem Code CA, die eine böswillige Person versuchen könnte.
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Am
Ende des ersten Authentifizierungsschritts E3, nach der Erkennung
des eingegebenen Aktivierungscodes CA in einer Tabelle des Servers SA
(Unterschritt E34), setzt sich das Dienstaktivierungsverfahren durch
den zweiten Authentifizierungsschritt E4 fort. Die Erkennung des
Codes CA wird beim Benutzer UA durch den Empfang einer Aufforderungsmitteilung
zur Übertragung
des Identifizierungscodes CI angezeigt, die vom Sprachserver SV
an das Terminal TE unter der Steuerung durch den Server SA übertragen
wird (Unterschritt E41). Der Server SV gibt dann den Server SA frei
und bereitet eine Kommunikation mit dem Identifizierungs- und Konfigurationsserver
SIC vor.
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Als
Antwort auf die vorhergehende Mitteilung gibt der Benutzer in die
Tastatur des Terminals TE den Identifizierungscode CI ein, der nach
vorherigem Abkratzen auf der Prepaid-Karte CP gelesen wurde, und
drückt
auf die Authentifizierungstaste TV (Unterschritt E42). Der Code
CI wird über
den Server SV an den Server SIC in gleicher Weise wie der Code CA übertragen.
Der Server SIC sucht in einer Tabelle von Identifizierungscodes
für noch
nicht benutzte Prepaid-Karten
den eingegebenen und übertragenen Code
CI (Unterschritt E43). Wenn der Code CI in der Tabelle erfasst wird,
wird die dem Code CI entsprechende Adresse des Servers SFS in der
Tabelle gelesen. Dann empfängt
der durch die gelesene Adresse ASFS bezeichnete Server ASFS vom
Server SIC eine Mitteilung, die den Identifizierungscode CI enthält. Der
Server SIC löscht
anschließend
(Unterschritt E44) den Code CI, um im Server SIC jede weitere Identifizierung
einer Karte mit dem übertragenen Code
CI zu verhindern.
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Als
Antwort auf den authentifizierten Identifizierungscode CI, der als
letzter übertragen
wurde, sucht der Server SFS diesen Code CI in einer Tabelle, die
jedem Code CI, der einem vom Server SFS angebotenen Dienst entspricht,
eine Dienstkennung IDS zuordnet (Unterschritt E45). Wenn eine Kennung IDS
entsprechend dem übertragenen
authentifizierten Code CI in der Tabelle existiert, sucht der Server SFS
(Unterschritt E46) in der Warteschlange der Kennungen IDS, die als
letzte vom Server SA oder von mehreren analogen Servern SA übertragen
und vom Server SFS empfangen wurden, eine Kennung gleich der Kennung
IDS, die entsprechend in der Tabelle gelesen wurde, um den dem ersten
Code CI und dem zweiten Code CA zugeordneten Dienst zu aktivieren
(Unterschritt E47).
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Die
Aktivierung des Diensts, hier des Anrufbeantworters, besteht zum
Beispiel in der Markierung des Codes CI, entweder durch Löschen der
entsprechenden Dienstkennung IDS in der Tabelle des Servers SFS,
oder durch Änderung
des Zustands eines Dienstaktivierungsbits BAS von "0" auf "1",
das dem Identifizierungscode CI in der Tabelle zugeordnet ist. So
enthält
die Korrespondenztabelle im Server SFS Paare (CI, IDS) oder Tripletts
(CI, IDS, BAS = "0"), wenn die Prepaid-Karte
CP mit dem Code CI noch nicht benutzt wurde, und Paare (CI, 0) oder
Tripletts (CI, IDS, BAS = "1"), wenn die Karte
CP bereits benutzt wurde, um den gewünschten Dienst gemäß dem oben
beschriebenen erfindungsgemäßen Verfahren
zu aktivieren.
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Die
Aktivierung des Diensts nach dem Markieren des Codes CI wird vom
Server SFS dem Server SIC bestätigt,
der dem Server SV die Übertragung
einer Authentifizierungsmitteilung des Identifizierungscodes zum
Terminal TE befiehlt (Unterschritt E48), was im Schritt E6 das erfindungsgemäß bezweckte
Dienstaktivierungsverfahren in Abwesenheit einer Konfiguration des
aktivierten Diensts beendet.
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Wie
in den Unterschritten E33 und E34, wenn im Unterschritt E42 nach
einer vorbestimmten Verzögerung
von einigen Sekunden nach der Übertragung
der Mitteilung im Unterschritt E41 der Benutzer aufgelegt hat, oder
der Code CI nicht eingegeben wird, oder die Taste TV nicht betätigt wird,
oder wenn im Unterschritt E43 der Server SIC den eingegebenen Code
CI nicht erkannt hat, oder auch, wenn im Unterschritt E45 der übertragene
Code CI nicht im Server SFS gefunden wird, oder wenn die im Server SFS
verglichenen Kennungen IDS unterschiedlich sind, gibt im Unterschritt
E46 der Server SV die Verbindung mit dem Terminal TE unter der Steuerung des
Servers SIC und ggf. des Servers SFS frei.
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Der
Server SFS programmiert den aktivierten Dienst insbesondere in Abhängigkeit
von den von der Kennung IDS getragenen Parametern. Zum Beispiel,
wenn die Kennung IDS den Wert der Karte trägt, der mit einer maximalen
Nutzungsdauer DM des aktivierten Diensts verbunden ist, wird die
Dauer DM gespeichert und eine Variable einer Dauer DU in einem dem
aktivierten Dienst zugeordneten Dauer-Zähler wird im Server SFS auf
Null zurückgesetzt.
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Nach
der Authentifizierung des Identifizierungscodes im Schritt E4 initiiert
der Identifizierungs- und Konfigurationsserver SIC optional einen
Dialog mit dem Terminal TE des Benutzers UA über den Sprachserver SV, um
den vorher im Server SFS aktivierten Dienst im Unterschritt E47
zu konfigurieren.
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Diese
Konfiguration des aktivierten Diensts besteht darin, über die
Server SV und SIC Parameter und Bezeichnungen von besonderen Funktionen ausgehend
vom Terminal TE zu sammeln, um vor der realen Benutzung des Diensts
den aktivierten Dienst im Dienstbereitstellungsserver SFS zu programmieren.
Für den
aktivierten Telefonanrufbeantworter erfasst der Server SFS im Terminal
TE insbesondere die Rufnummer der festen Telefonleitung des Benutzers,
mit der der Anrufbeantworter verbunden werden soll, die Zeitspanne,
während
der der Anrufbeantworter mit der Leitung verbunden ist, und die
Rufnummer der Leitung oder des Kanals des Telefonterminals, einschließlich eines
Mobiltelefonterminals, zu dem eine Kurzmitteilung vom Server SFS
als Antwort auf die Hinterlegung einer Nachricht im Anrufbeantworter übertragen
werden soll.
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Nach
dem Schritt E4, oder optional nach dem Schritt E5, endet das Verfahren
in der Freigabe der Verbindung zwischen dem Terminal TE und dem Server
SV im Schritt E6.
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Wenn
der Benutzer UA später
auf den Dienst zugreifen möchte,
folgt er den Schritten der Benutzung des aktivierten Diensts U1
bis U8, die in 3 gezeigt sind, betreffend Austauschvorgänge zwischen
dem Terminal TE und dem Dienstbereitstellungsserver SFS.
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Ausgehend
vom Terminal TE oder einem beliebigen anderen Terminal ruft der
Benutzer UA den Server SFS an, indem er seine Rufnummer eingibt (Schritt
U1). Nach der Übertragung
einer Sprach- und/oder Textmitteilung der Aufforderung zur Übertragung
des Codes CI durch den Server SFS an das Terminal (Schritt U2) gibt
der Benutzer den Identifizierungscode CI ein, den er auf der Prepaid-Karte
CP gelesen hat, und drückt
auf die Validierungstaste TV (Schritt U3).
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Der
Server SFS sucht den eingegeben Code CI, der vom Terminal TE übertragen
wurde, in der Tabelle von Identifizierungscodes (Schritt U4). Wenn der
eingegebene Code CI in der Tabelle erkannt wird, prüft der Server
SFS, ob der dem erkannten Code CI zugeordnete Dienst aktiviert ist,
indem er feststellt, dass die zugeordnete Kennung IDS gelöscht ist,
oder dass der Dienstaktivierungsanzeiger BAS im Zustand "1" ist (Schritt U5). Da der aktivierte
Dienst im Allgemeinen eine begrenzte Dauer hat, prüft der Server
anschließend,
ob die maximale Dauer DM nicht abgelaufen ist, indem er die laufende
Dauer DU mit DM vergleicht (Schritt U6). Für DU < DM erlaubt der Server dann den Zugriff
auf den aktivierten Dienst (Schritt U7); im vorliegenden Fall fragt
der Benutzer den Server SFS ab, um die letzten vom Anrufbeantworter
aufgezeichneten Mitteilungen abzuhören, bestimmte davon zu löschen, oder
auch um Parameter des Anrufbeantworters zu ändern, wie zum Beispiel die
Betriebszeitspanne.
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Wie
in den Schritten E33 und E42, wenn der Benutzer aufgelegt hat oder
wenn kein Code CI eingegeben wurde, oder wenn die Taste TV im Schritt U3
nicht betätigt
wurde, gibt der Server SFS die Verbindung mit dem Terminal im Schritt
U8 frei.
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Auch
wenn der Server SFS in seiner Tabelle den vom Terminal im Schritt
U4 übertragenen
Identifizierungscode CI nicht findet, oder wenn eine Kennung IDS,
oder in einer Variante ein Anzeiger BAS, im deaktivierten Zustand "0" dem übertragenen und erkannten Code
CI im Schritt U5 zugeordnet ist, geht das Verfahren zum Endschritt
U8 über.
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Im
Schritt U6, wenn die maximale Benutzungsdauer DM erreicht ist, löscht der
Server SFS in der Tabelle den Identifizierungscode CI im Schritt E61,
um jede spätere
Benutzung des Diensts mittels des Codes CI zu verhindern, und gibt
dann die Verbindung mit dem Terminal TE im Schritt E8 frei. Der Operator
aktualisiert die Tabelle, indem sie periodisch neue Codes CI und
neue Anzeiger IDS, die neuen Codes CA zugeordnet sind, den Anrufbeantwortern
zuteilt, die nicht mehr verwendet werden, entsprechend Karten, die
in den Verkauf kommen sollen.
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Gemäß einer
anderen Anordnung besteht der gewünschte Dienst darin, beim Kauf
einer Prepaid-Karte CP mit einem vorbestimmten Verbrauchsguthaben
F vorausbezahlte Telefongesprächseinheiten
zu verbrauchen. Für
diese Anwendung ordnet der Dienstbereitstellungsserver SFS jedem
Paar von Codes (CI, CA) oder (CI, IDS) einen Telefongesprächseinheitenzähler zu,
der ursprünglich
das Guthaben F enthält,
und der im Verlauf von ausgehenden Telefongesprächen, die unter Verwendung
des Codes CI aufgebaut werden, nach und nach um Telefoneinheiten
dekrementiert wird. Die Schritte E1 bis E6 zur Aktivierung des Zählers werden
wie unter Bezugnahme auf 2 beschrieben durchgeführt, indem
der Konfigurationsschritt E5 unterdrückt wird, der in dieser zweiten
Ausführung
keinerlei Nutzen hat.
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Gemäß noch einer
weiteren Anwendung besteht der gewünschte Dienst in Käufen von
Produkten, die auf dem Bildschirm des Terminals TE des Benutzers
von einem Server SFS virtuell angeboten werden, der von einer Produktverkaufszentrale
verwaltet wird. Diese Anwendung ist gleich der zweiten vorhergehenden
Anwendung; anstatt Telefoneinheiten zu verbrauchen, verbraucht der
Benutzer Währungseinheiten
bis zur Erschöpfung
des mit der Prepaid-Karte CP verbundenen Guthabens F.
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Gemäß einer
anderen Variante können
die eigentlichen Unterschritte der Authentifizierung (E32 bis E35)
zur Authentifizierung des Aktivierungscodes CA im Server SA auf
die eigentlichen Unterschritte der Authentifizierung E41 bis E44
zur Authentifizierung des Identifizierungscodes CI im Server SIC
folgen. Diese Variante hat aber den Nachteil, den Identifizierungsserver
SIC mit einem Dieb einer Prepaid-Karte dialogisieren zu lassen und
somit den Server SIC unnötig
zu besetzen, bis der Server SA normalerweise feststellt, dass der
vom Dieb ausgegebene Code CA nicht zu der im Server SA gespeicherten Liste
gehört.
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Gemäß einer
in 2 gezeigten, einfacheren Variante enthält der Diensterbringungsserver SFS
nur eine Liste von Identifizierungscodes CI ohne entsprechende Liste
von Kennungen IDS oder Aktivierungscodes CA, so dass der gewünschte Dienst als
aktiviert betrachtet wird, sobald der Server SFS den Code CI erkennt,
der vom Server SIC im Unterschritt E44 übertragen wird. Für diese
Variante liefert die Kassiererin den Aktivierungscode CA unabhängig vom
auf der Karte gelesenen Code CI; außerdem gibt es keine Kennung
IDS, so dass sie nicht im Unterschritt E35 übertragen und nicht in den
Unterschritten E45, E46 und E47 gesucht, gelesen und gelöscht wird.
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Wenn
es um die virtuelle Prepaid-Karte CP geht, kann diese, anstatt "immateriell" und auf den zu kratzenden
Identifizierungscode CI reduziert zu sein, "materiell" sein und eine integrierte Schaltung
aufweisen, die einen Speicher enthält, in dem der Identifizierungscode
CI voreingespeichert ist oder bei jeder Benutzung kryptographisch
berechnet wird, und bei der der Aktivierungscode CA beim Zahlen
der Karte bei der Kassiererin im Schritt E2 gespeichert wird. In diesem
Fall besitzt die Kassiererin ein Terminal, das einen Kartenlese-Speichergerät hat, wie
das Benutzerterminal TE, um mit der Karte zu dialogisieren und in
sie den Aktivierungscode CA einzuschreiben, und die Übertragungen
der Codes CA und CI in den Unterschritten E33 und E42 erfolgen ausgehend
von der Karte CP über
das Terminal TE.
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Die
Erfindung ist nicht auf die als Beispiel in 1 dargestellte
funktionale Architektur beschränkt.
Zum Beispiel können
die Server SV, SA und SIC in einem einzigen Server zusammengefasst sein,
oder die Server SIC und SFS können
in einem einzigen Server zusammengefasst sein, oder der Server SFS
kann in mehrere Server oder Gruppen von Servern aufgeteilt sein,
die je unterschiedlichen Diensten zugeordnet sind, oder in einen
Server, der die Parameter wie Kosten und Dauer, die mit dem Dienst
verbunden sind, verwaltet, und einen Server aufgeteilt sein, der
den eigentlichen zu aktivierenden Dienst liefert.